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.
*rhythmische Musik*
Pass auf.
*Sie ächzen.*
Hast du's? Ja.
*Schlagzeug*
Das hat sich irgendwie verkantet. Selma, Luis, kommt mal jemand?!
Hallo, wir brauchen Hilfe!
*Sie spielen "Sweet Home Alabama" von Lynyrd Skynyrd*
Lass mich mal.
(Sie singen) "Sweet home Alabama."
"Where the skies are so blue."
"Sweet home Alabama."
(gedämpft) "Lord, I'm coming home to you."
*Rumpeln*
(gedämpft) "Sweet home Alabama."
(gedämpft) "Where the skies are so blue."
"Sweet home Alabama."
*Türklingel*
War das die Klingel? Mhm.
Tag. - Sind deine Eltern zu Hause?
Äh ... oben. Worum geht's?
Wer ist es?
Keine Ahnung.
Ich möchte von euren Eltern wissen,
ob das ihre Vorstellung von Nachbarschaft ist.
Luis, das ist der Nachbar.
Da stellt man sich mal vor, da sagt man: Kommen Sie rein.
Er hat sich auch nicht vorgestellt.
Hallo, ich bin Selma.
Sorry für meinen Bruder, er kriegt's nicht hin.
Kommen Sie rein, es ist viel zu heiß draußen.
Luis, sag oben Bescheid und bring was zum Erfrischen mit.
Kommen Sie rein.
Wir hatten schon ein paarmal bei Ihnen geklingelt,
aber da war nie jemand.
Jonas Balzer, freut mich. Friedenreich.
Marit Jansen.
Friedenreich, Hausnummer 12.
Was soll das sein?
Zum Erfrischen.
Ich dachte an was zu trinken.
Was soll er mit 'nem nassen Handtuch?
Wollen Sie sich das auf die Stirn legen?
Keine Angst, ist nicht benutzt.
Woher hast du das denn?
Wir können Friedenreich kein benutztes Handtuch anbieten.
Ich bin nicht wegen Handtüchern hier.
Ich heiße auch nicht Friedenreich. Ein Glück!
Was Ihre Kinder veranstaltet haben, muss die Ausnahme bleiben.
Das waren nicht meine Kinder. Das waren meine Frau und ich.
Unsere Kinder gaben den Takt, und der war sauber.
Nicht ganz. Hm?
Das war Papa, dafür konnte ich nichts.
Ich konnte kaum telefonieren.
Was sollen meine Gesprächspartner denken?
Dürfen die nicht wissen, dass Ihre Nachbarn Musik machen,
weil Sie im Büro sein sollten? Stopp, hör auf!
Sorry für meinen Bruder noch mal. Ich mach 'nen Vorschlag:
Immer, wenn Sie wichtig telefonieren,
hängen Sie was aus dem Fenster, 'ne Flagge.
Das ist die Lösung. Sehr schön.
Mal 'ne ganz andere Frage: Wo kann man hier gut essen?
*Schlagzeug*
*Er seufzt.*
Wir haben lustige Kinder.
Ich will unsere Familie nicht verlieren.
Was?
Ich hab so ein Glück mit dieser Familie, unglaubliches Glück.
Ja, ist 'ne tolle Familie.
Ich will das nicht aufs Spiel setzen.
Ich versteh dich nicht ganz.
Hat jemand gesagt, dass du das tust
oder sollst oder ...
Oder was ist gerade los?
Hm?
Ich war gestern Abend mit 'nem Mann zusammen.
Ähm ...
Darf ich fragen, was das ...
Das kann viel heißen, z. B. dass du ihn geküsst hast.
Ja.
Ich denk, du warst bei Petra. Petra war krank. Fieber.
Ein Freund war bei ihr. Sie konnte den Wein nicht trinken.
Sie sagte, wir holen den Abschied nach.
Dann hat sie mir viel Glück in Berlin gewünscht,
und dann bin ich gegangen - und ihr Bekannter auch.
Er hatte am Anfang denselben Weg. Er war ganz witzig.
Ganz witzig.
Dann hatten wir nicht mehr denselben Weg.
Was für Witze hat er denn gemacht?
Er ...
Er hat mich gefragt, warum ich nach Berlin ziehe.
Ich sagte, ich hab einen Job bei den Verkehrsbetrieben.
Und dann machte er ein paar Bemerkungen ...
Du fändest sie nicht witzig, aber ich schon.
Wenn ein Mann attraktiv ist, kann er eh sagen, was er will.
Frauen finden das auf jeden Fall witzig oder tiefsinnig.
Und er war attraktiv, oder?
Und dann hat er dich gefragt, ob du mitkommen willst,
weil er will jetzt abbiegen.
Er hat gesagt, er möchte mehr
über die Berliner Verkehrsbetriebe erfahren.
Und du bist mitgegangen. Nein!
Du hast mir gerade gesagt ...
Nein, ich hab gesagt, ich geh nicht mit.
Ich wär gerne, geb ich zu.
Großes Opfer, bewundernswert.
Aber küssen durfte er dich. Ja.
Und, war's ...?
War es gut?
Ja.
Leidenschaftlich oder witzig?
Nicht mehr witzig.
*Rumpeln*
Und dann?
Dann ...
war da dieser ...
Dann war da diese Einfahrt.
Was für 'ne Einfahrt?
'ne Toreinfahrt in einen Hinterhof.
Und da parkte 'n Laster.
Zwischen Laster und Mauer war noch Platz.
Mir wurde klar, dass der Platz ideal wäre.
Ihm war das noch nicht klar, glaube ich.
Wir bewegten uns auf die Einfahrt zu,
aber er sah den Platz nicht.
Ich wusste, wenn ich die Grenze zur Einfahrt übertrete,
ist es zu spät.
*Er steht geräuschvoll auf.*
*jazzige Musik*
*Er ächzt.*
Schöne Sache, Digger.
*Er räuspert sich.*
Dein Hinterhof und dein Laster interessieren mich nicht.
Mir ist es vollkommen egal,
ob du diesen blöden Hof betreten hast.
Hast du das verstanden?
Ja.
Wenn man 'ne Familie gründet, weiß man,
dass es Dinge gibt, auf die man verzichten muss.
Das fällt einem nicht erst nach 14 Jahren auf,
am Abend bevor man mit seiner Familie nach Berlin zieht.
Es tut mir leid, aber wenn du gestern Abend erst gemerkt hast,
dass du gerne Abenteuer hinter einem Lastwagen hättest,
hast du ein Problem.
Das ist ...
Glaubst du, ich hätte nie Lust oder keine Gelegenheiten?
Hab ich, aber das wusste ich vorher.
Ich wusste auch, dass es im 15. Beziehungsjahr
nicht mehr ist wie im ersten.
Das geht jedem so.
Das kann dir doch nicht gestern klar geworden sein.
Und was machst du dann? Wann?
Wenn es eine Gelegenheit gibt, und du Lust hast?
Dann brech ich's ab.
Kommt das oft vor?
Es ist ein Mal konkreter geworden.
Wann? Vor zwei Jahren ungefähr.
Und wann hast du's abgebrochen?
Unter der Dusche.
Unter der Dusche?
Ihr wart unter der Dusche? Das nennst du "abbrechen"?
*Rumpeln* Aua, Scheiße!
Selma? Ist alles in Ordnung?
Wo sind diese bescheuerten Lichtschalter?
Ich komme!
So ... *Er küsst sie.*
Du hast natürlich recht.
Wer Familie will, weiß, was das bedeutet.
Man weiß es vorher.
Nee.
Letztendlich weiß man gar nichts.
Ich meine, das ist absoluter Wahnsinn,
was man da macht.
Damals oder heute?
Damals.
Man ist gerade erst erwachsen geworden,
man hat noch 50 Jahre vor sich, oder 60 oder 70,
und dann ... dann legt man sich fest.
Fürs ganze Leben.
Man hat nur das eine.
Bereust du's manchmal?
Dass ich Familie wollte? Dass du sie mit mir wolltest.
Nein.
Du?
Ich hab noch nie 'nen Mann getroffen ...
Ich hab noch nie gedacht: Bei dem wär's auch möglich gewesen.
Ich glaub auch nicht, dass ich noch mal 'ne Frau treffe,
mit der es mir so geht.
Ich kann mir nicht vorstellen, eine andere Familie zu haben.
Andere Kinder als Luis und Selma. Schrecklich!
Aber du triffst Männer,
mit denen du dir Sex vorstellen könntest.
Das ist was anderes. Ja?
Ja.
Warum erlauben wir es uns dann nicht einfach?
Meinst du das ernst?
*jazzige Musik*
Woran denkst du?
An dich und den ...
witzigen Typen.
Ich glaub nicht, dass du ...
dass ihr hinter dem Lastwagen ...
Aber die Vorstellung ...
Wenn du es einfach zu Ende gebracht hättest,
ohne schlechtes Gewissen, und du würdest es mir sagen,
und ich würde sagen: Okay, hatten wir besprochen ...
Was wäre dann?
Ich dachte, davon träumen alle Männer.
Momentan ist das eher dein Traum, oder?
Für dich wäre das nichts?
*Johlen und Lachen von draußen*
Wenn ich ganz sicher wüsste, dass wir ...
zusammenbleiben als ...
als Familie.
Das wollen wir beide. Das wissen wir.
Ich glaube, wir sind als Familie stark genug.
Was wär mit den Kindern?
Würden wir es denen erzählen?
Wie sich's ergibt.
Sollen wir noch mal drüber nachdenken, oder ...
Oder beschließen wir es jetzt?
Von mir aus beschließen wir es jetzt.
So, aber eine Sache muss ich jetzt doch noch wissen:
Warst du hinter dem Lastwagen oder nicht?
Wirklich? Ja ...
Aber es ist nicht das passiert, was ich mir vorgestellt habe.
Nicht ganz.
Er hatte am Ende seinen Spaß, ich nicht so.
Eine Frage mal.
Du hast dir doch alle Klassen angeguckt.
Das warst du doch, in der Englischstunde.
Ja, war ich.
Wie kann man so blöd sein und zu uns kommen?
Nie wäre ich freiwillig in diese Klasse gegangen.
Ich fand den Unterricht gut.
Wenn dir der Unterricht gefallen hat, wäre ich in die B gegangen.
Da ist die Frau nämlich Klassen- lehrerin und die Leute sind okay.
Hier sind die Mädchen Arschlöcher und die Jungs schwachsinnig.
Aber das musst du selbst wissen.
Ich brauch 'nen Schläger und Schuhe.
Ich mag rätselhafte Ansagen.
Ab nächster Woche trainiere ich.
Die Typen in meiner Klasse brauchen gute Leute.
Und du hast gesagt, du bist gut. Warum nicht?
Darf ich nach der Sportart fragen?
Eishockey.
Muss man da nicht Schlittschuhlaufen können?
Meinst du die komischen Schnörkel, die du übst?
Beim Eishockey muss man nicht rückwärts laufen.
Aber du solltest bremsen können.
Hier am Tisch sitzt niemand, der besser fährt als ich.
Wir werden ja sehen.
Klar, vielleicht ist das deine Sportart.
Trainieren die denn im Sommer? Im Herbst geht's richtig los.
Aber wir treffen uns schon zum Inline-Hockey.
Die Ausrüstung brauch ich schon. Was ist, wenn er sich blamiert?
Er muss mit den Leuten noch zur Schule gehen.
Sollte er nicht erst mal in 'nen Verein, wo er niemanden kennt?
Wie sind denn die Leute in deiner Klasse?
Hm?
Ich hab noch nicht alle kennengelernt.
Und die, die du kennengelernt hast?
Ganz nett wahrscheinlich.
Kann ich noch nicht sagen.
*Bohrgeräusche*
Hattest du Hilfe? Talent und Ehrgeiz.
Ich will gleich das nächste Haus einrichten.
Sollen wir noch mal umziehen?
Wie war denn dein Tag?
(seufzend) Kann sein, dass der Kollege ein Problem damit hat,
dass wir gleichgestellt sind.
Sie wollten dich haben. Er wurde nicht gefragt.
Wenn's nicht passt - noch können wir zurück ins alte Leben.
Hättest du wohl gern.
Und, hast du die neue Freiheit schon 'n bisschen ausprobiert?
Die ...
Ach so!
Ja klar, die ganze Abteilung.
Denkst du, ich schnapp mir jetzt jeden Mann?
Deinen neuen Kollegen vielleicht. Ja, den als Erstes.
Der muss mal richtig zurechtgestutzt werden.
Kann ich dich nächste Woche mal allein lassen?
Musst du noch mal nach Köln?
Es gibt wohl jemanden, der das Geschäft übernehmen will.
*beschwingte Musik*
*beschwingte Musik*
Darf ich mal?
*Ächzen* Kacke!
Sag mal, geht's noch?
Was denn? Ein ganz normaler Bodycheck.
Was glaubst du, was beim Eishockey auf dich zukommt?
Einfach umgeschmissen!
Unser bester Kunde hört noch sehr gut,
kommt aber trotzdem gerne her.
Der ist vernarrt in Jonas. Den müssen wir unbedingt halten.
Ich sehe, ich hab's mit Profis zu tun.
Hast du schon einen neuen Laden in Berlin?
Ich mach kein neues Geschäft auf.
Ich hab mich auf ein paar Stellen beworben,
aber ich bin mir nicht sicher,
ob ich wirklich Hörgeräteakustiker bin.
Also zu 100 Prozent. Tja, okay.
Das Geld verdient jetzt erst mal die Frau.
Ich sag's ja: Profis.
Bist du morgen Abend bei Holger?
Holger, ach, der ...
Der hatte Geburtstag, ne? 40 oder was.
Hi!
Hey.
Fand ich gut, wie du den Angeber gestern weggerempelt hast.
Ja, der Typ ging mir auf die Nerven.
Ich würde solchen Idioten auch oft gern ein Bein stellen oder so.
Aber dann trau ich mich nicht. Einfach machen.
Du warst doch vor den Ferien in unserer Klasse.
Ich hab mir alle Klassen angeguckt.
Ich bin in der B. Ich hab gehofft, du kommst zu uns.
Hättest du vielleicht Lust, mal zusammen zu inlinern?
'n paar Angeber wegrempeln.
Gerne.
*laute Musik*
Hey! Mal wieder in der Stadt?
Hallo!
Ja, noch 'n paar Sachen regeln.
Und, wann geht's wieder zurück?
Was?
Ich hol mir mal was zu essen.
Hi, wir kennen uns.
Ich weiß nicht, ob du dich erinnerst.
Was wär dir denn lieber?
Jonas. Johanna.
Was meintest du?
Soll ich mich erinnern oder nicht?
Das überlasse ich dir. Ich erinnere mich besser nicht.
Ihm fiel plötzlich ein, dass Mama es nicht schön findet,
wenn Papa mit anderen Frauen duscht.
Meine Partnerin hätte kein Problem damit.
Hat sie das gesagt? Stell dir vor.
Ach! Und andersrum?
Sie duscht, mit wem sie will.
Was willst du mir jetzt sagen? Gar nichts.
Hoffst du, ich zieh dich hier ins Bad?
Glaubst du, Frauen finden das gut,
wenn du mit 'nem Blankoscheck von Mami rumwedelst?
Du solltest weniger trinken. Ach!
Sollte ich das, ja?
(Mann) Schmeckt's?
Entschuldigung, darf ich mal was fragen?
Hab ich das richtig verstanden: Du führst 'ne offene Beziehung?
Darf ich mal?
Oder war das nur so 'n Spruch eben?
Das ...
hast du richtig verstanden.
Klappt das?
Oder ist das zu persönlich?
Das ... Ja, das klappt schon, würde ich sagen.
Find ich genial!
Bei mir ist wirklich jede Beziehung
an dieser Scheißeifersucht gescheitert.
Irgendwann hab ich mir gesagt: Das musst du in den Griff kriegen.
Und das hab ich. Aber meine Männer nicht!
Ich kann noch nicht sagen, ob ich es im Griff habe.
Du würdest schnell merken, wenn es nicht so wäre.
*Drucker surrt.*
*laute Musik*
Aber, wenn ich fragen darf,
habt ihr irgendwelche Regeln aufgestellt?
Lernst du z. B. auch die Liebhaber deiner Frau kennen?
Warum nicht?
Super! Super Einstellung.
Die gehören dann dazu.
Keine Konkurrenz, keine Besitzansprüche ...
Bisher nicht.
Ein männlicher Händedruck, ein Blick in die Augen,
und die Sache geht klar. So stell ich's mir zumindest vor.
Ich hab's nur noch nicht wirklich ausprobiert.
Wann musst du los?
Ich muss um elf ... den Zug nehmen.
Aber ich treff vorher noch meine Eltern.
Kann ich die Zahnbürste benutzen?
Ja, klar.
Morgen. (Frau) Morgen.
Morgen.
Fit?
Machen Sie sich mal keine Sorgen um mich.
Kinder gut geschlafen, pünktlich in der Schule?
Um meine Kinder brauchen Sie sich auch keine Sorgen zu machen.
Meine Frau und ich haben lange überlegt,
ob wir beide arbeiten sollen.
Wir haben entschieden, dass sie zu Hause bleibt.
Alles andere erzeugt mittelfristig
für alle Beteiligten zu viel Stress.
Und das zusätzliche Geld geht eins zu eins in die Kinderbetreuung.
Double Income kannst du dir nur ohne Kinder leisten.
Ganz ehrlich? Prima, dass Sie Ihr Modell gefunden haben.
Und ich würde Ihnen nie raten, was daran zu ändern.
Das würde ich mir auch verbitten. Sehen Sie.
Da haben wir doch was gemeinsam.
Papa, du solltest das nicht als Kreislaufprobleme abtun.
Du musst zum Arzt. Ich war einmal beim Arzt.
Das mag damals unnötig oder falsch gewesen sein ...
'tschuldigung.
Ja, hallo?
Wirklich?
Ja, aber ich geh jetzt ... Mein Zug geht gleich.
Wo denn?
(Mutter) Wer ist das?
Eine ähm Freundin.
Papa, du kannst ein schlechtes Arztergebnis,
das zehn Jahre zurückliegt,
nicht als Argument benutzen, dein Leben zu riskieren.
Huch!
Danke. Passt doch.
Da lern ich deine Eltern kennen.
Das ist meine Mutter. Hallo. Johanna.
Hallo! Mein Vater.
Angenehm. - Hallo!
Danke.
Ist das okay, wenn ich 'nen Kaffee bestelle?
(Vater) Bestellen Sie mir auch einen.
Der Arzt würde dir auch erklären,
dass du bestimmte Gewohnheiten und Lebensweisen ...
Noch ein Grund, nicht hinzugehen.
Vielleicht bringen Sie ihn zur Vernunft.
Wenn er im Gegenzug mich zur Vernunft bringt ...
Ihr Sohn weiß, wovon ich spreche.
So, ich muss los.
Zum Hauptbahnhof, bitte.
*schnelle Musik*
Selma war heute zum ersten Mal verabredet.
Alexa - kein Mädchen aus ihrer Klasse,
aber wenigstens mal ein bisschen Kontakt.
*Handyton*
Vielleicht schläft sie mal am Wochenende bei uns.
Ich hoffe, es klappt. Ich mach mir Sorgen.
Um Selma? Luis geht's ja erstaunlich gut.
*Er seufzt.* Wie war denn Köln?
Gut.
Es ist aber jetzt Geschichte.
Endgültig? Endgültig.
Find ich gut.
Ich ...
Zum Abschluss hab ich die Nacht noch mit 'ner Frau verbracht.
Das ging schnell.
Dann find ich's erst recht gut, dass Köln Geschichte ist.
War's denn ein krönender Abschluss?
'n würdiger.
*Schlagzeug*
*Handy klingelt.*
Hallo?
(Frau) Na? Na?
Deine Eltern sind ja unglaublich süß.
Findest du? Mhm.
So richtige Eltern noch. Wie in alten Zeiten.
Du, ich hab jetzt 'n Vorstellungsgespräch und ...
Ich wollte nur hören, wann du wieder in Köln bist.
Wie, Köln? Eigentlich ... Ich wohne doch jetzt in Berlin.
*Sie lacht.*
Soll ich sechs Wochen auf dich verzichten?
Wieso sechs Wochen?
In sechs Wochen bin ich in Berlin, da heiratet 'ne Freundin.
Echt? Ich komm jedenfalls vorher nicht mehr nach Köln.
Ich muss jetzt Schluss machen. Ja, geh zu deinem Termin.
Ich meld mich.
Und meld du dich auch mal, ja? Okay. Ciao. Tschüss.
*Er räuspert sich.*
Ja, das war schon ganz gut.
*Es klopft.*
Hallo?
Wollt ihr 'ne Kleinigkeit essen? Was gibt's denn?
Brot, Müsli ...
Ich dachte, was Richtiges.
Äh ... ich schau mal.
Und? 8:0
Tor gemacht? Das sechste!
Das hat dem Gegner das Genick gebrochen.
Schön!
*Schlagzeug*
Äh ...
Ach so, du bist Selmas Bruder, oder was?
Jetzt verstehe ich das erst. - Was gibt's da zu verstehen?
Ich hab dich beim Inlinern gesehen. Sah 'n bisschen wackelig aus.
Deshalb hast du wahrscheinlich auch das Teil dabei.
Perfekte Haltung.
Bist du Linkshänder? - Seh ich so aus.
Sonst würde ich mal die Hände tauschen.
So?
*Luis und Alexa lachen.*
*Rumpeln, Klirren*
*Lachen*
(Alexa) Scheiße!
*Luis lacht.*
(Alexa) Ich komme gleich.
Hey ... Du, es hat doch länger gedauert.
Machst du schon mal Abendbrot?
Bis gleich.
Ist was?
Frauen sind ja gut im Multitasking.
Ja, und?
Es gibt Dinge, die gehen nicht gleichzeitig.
Und die wird's immer geben.
Vollidiot.
Vollidiot!
Bin ich aber froh drüber.
So schlimm? M-m.
Du? M-m.
*Türklingel*
Hat Mama den Schlüssel vergessen? Ich hab keine Ahnung.
Hey!
Was machst du denn hier? Ich denke, du bist in Südtirol.
Es hat die ganze Zeit geregnet, da bin ich heute Morgen gefahren.
Dann kann ich beim Polterabend dabei sein.
Darf ich reinkommen? Ja, klar.
Hallo.
Wer ist das? Keine Ahnung.
Hey, Thelma and Louise!
Ich bin Johanna, 'ne Freundin von Jonas.
Entschuldigt, die Anspielung hört ihr sicher ständig.
Den Film kennt kaum einer in unserem Alter.
Echt nicht? Ich find den ja so geil.
Die Stelle mit dem Truck ist der Kinomoment meines Lebens.
Ja, die Stelle ist nicht schlecht.
Die Jugend ist so abgebrüht.
W... Willst du was trinken? Ja, klar. Gerne.
Dann setz ich mich einfach. Ist das okay?
Ja.
Danke.
Ach, ich hab was mitgebracht!
Kennt ihr die schon?
*Johanna lacht.*
Schmeckt gut! - Ich ess die da unten tonnenweise.
Nur die letzte Packung ist tabu, die bring ich eurer Oma mit.
Du kennst unsere Oma? Mhm.
Die in Köln oder die in München? Die in Köln natürlich.
Das ist ausnahmsweise mal logisch.
Sonst haben's Jungs nicht so mit Logik, oder?
Ich helfe ihr, auf euren Opa aufzupassen.
Der achtet nicht genug auf sich.
Du hältst immer noch Kontakt zu meinen Eltern?
Mhm.
Eigentlich hab ich ja beschlossen, irgendwann nach Südtirol zu ziehen.
Hättet ihr nicht auch Lust? Eure Mutter müssen wir noch fragen.
Und ihr seid ja gerade erst umgezogen, aber ...
Mmmmm!
Mmmmm!
Woher kennt ihr euch eigentlich?
Aus Köln.
Das erkläre ich euch später. Wieso später?
Weil ich möchte, dass Marit dabei ist.
Versteh ich nicht, warum muss Mama ...
Ey, wart ihr mal zusammen?
So ungefähr.
Aber als Erstes, und das ist ganz wichtig,
für uns als Familie wird sich nichts ändern.
Wir bleiben zusammen. Das will Marit, und ich auch.
Marit und ich haben uns nur dazu entschlossen,
dass auch andere Partner möglich sind.
So nebenher oder was?
Genau.
*Alarmglocke*
Das kann dauern, wie ich den Verein kenne.
Sagen Sie nichts Falsches, ich arbeite für den Verein.
(Johanna) Ich hoffe, ich hab niemanden verstört.
Quatsch, das war total nett.
Ich wollte erst anrufen, aber dann dachte ich:
Fahr einfach vorbei! Ach, Moment.
Tschüss, war voll nett mit euch.
Bis demnächst! Tschüss!
(Luis) Tschüss!
Ciao.
Ups.
Entschuldigung?
Marit?
Ja?
Schade, dass das so zwischen Tür und Angel passiert.
Mein Taxi ist schon da. Ich bin Johanna.
Jonas sagt, er hat schon von mir erzählt.
Johanna ...
Hilf mir mal auf die Sprünge. Jonas' letzter Kölnbesuch ...
Ach ja, äh ... Ja, Jonas hat ...
Aber er hat nicht erzählt, dass du heute kommst.
Nein, das war auch total spontan.
Ich hoffe, wir haben beim nächsten Mal mehr Zeit.
Ich hab deine entzückenden Kinder schon kennengelernt.
Also ...
Bis dann!
Tschüss.
*Trommeln von drinnen*
*Schlagzeug*
Hi! Was war das gerade, bitte?
Hast du Johanna noch getroffen? Ach, sollte ich nicht, was?
Ich wusste nicht mal, dass sie in der Stadt ist.
Was hast du denn den Kindern gesagt, wer das ist?
Einfach die Wahrheit.
Die Wahrheit?
Weißt du was, die hätte ich auch gerne gehört.
Ich war dir gegenüber ehrlich.
Aber du sagst es den Kindern ohne mich.
Es war nicht geplant.
Woher soll Johanna wissen, ob du zu Hause bist?
Von dir zum Beispiel.
Kommen wir jetzt mit Unterstellungen?
Das war nicht geplant. Ich hätte es anders gemacht.
Ich hätte es ihnen lieber mit dir zusammen erklärt.
Haben wir aber nicht gemacht. Wie's sich ergibt, hast du gesagt.
Und was haben die Kinder gesagt?
Ts, keine Ahnung.
*Schlagzeug*
Kannst du bitte kurz aufhören?
Luis, kannst du mal kommen? Nee, grad nicht.
Doch, jetzt, bitte!
Selma, stopp jetzt bitte mal. Stopp!
Ich möchte von euch wissen, was Jonas euch gesagt hat,
wie ihr's verstanden habt und wie ihr es findet.
Werden wir jetzt noch angemotzt? Ich hab nur 'ne Frage gestellt.
Aber so, als hätten wir was gemacht.
Nein, mich interessiert eure Perspektive.
Ihr habt doch den Scheiß gemacht.
Warum kommst du jetzt zu uns? Ihr findet's also scheiße.
Streit dich doch weiter mit Papa, wenn's euch Spaß macht.
Das macht mir keinen Spaß.
Jetzt habt ihr schlechte Laune wegen dem Mist.
Lasst es doch, wenn es euch keinen Spaß macht.
Uns macht es auch keinen Spaß.
Ja, Entschuldigung, es tut mir leid.
Ich hab den falschen Ton angeschlagen.
Ich hab jetzt aus dem, was Luis gesagt hat, herausgehört ...
Also, ihr habt verstanden, dass Jonas und ich ...
Jonas, kannst du bitte mal kommen?
*Sie seufzt.*
Das ist jetzt auch zwischen Tür und Angel.
Wir kommen runter! Ich will nicht runter.
Doch, das muss jetzt mal geklärt werden!
Als Allererstes: Wenn Jonas 'ne Freundin hat
oder ich 'nen Freund, dann ist das möglich.
Das habt ihr verstanden.
Aber das wird nichts Festes sein.
Richtig?
Ja, kann man so sehen.
Könntest du vielleicht auch aufstehen?
Wie wär's, wenn du dich einfach zu uns setzt?
Jonas und ich bleiben zusammen.
Mit euch. Und das bleibt etwas Festes.
Wir als Familie bleiben fest zusammen.
Das habt ihr verstanden, ja?
In Zukunft möchte ich nicht,
dass hier 'ne Freundin von dir auftaucht, ohne dass ich es weiß.
Andersrum gilt das natürlich auch. Und ich möchte, dass ...
Ihr dürft entscheiden,
ob ihr unsere Partner kennenlernen wollt.
Und wenn ja, möchte ich entscheiden,
ob ich dabei sein will. *Luis stöhnt leise.*
Ist das okay?
Nicht okay?
Kommt ihr jetzt immer an: Wollt ihr den und die kennenlernen?
Ihr könnt auch sagen, ihr wollt von allem nichts wissen.
Könnt ihr's nicht einfach lassen? Man kann sich auch beherrschen.
Diese Familie mit euch und Marit
ist das Wichtigste in meinem Leben.
Und das wird immer so sein, ohne Abstriche.
Aber jeder von uns hat halt auch sein eigenes Leben.
Du, Selma, du, Luis, und Marit und ich.
Darum geht's. Dann macht doch, was ihr wollt.
Bringt ja super Stimmung. Fehler gehören leider dazu.
(stöhnt) Jetzt kommen die Sprüche.
Kann ich jetzt wieder hochgehen?
Ja, ich hab 'ne Absage bekommen.
Ich passe nicht zu seiner Kundschaft.
Ich hab gesagt, das glaube ich auch.
Ja, ich bin erleichtert.
Ich hätte es wohl gemacht, und es wäre furchtbar geworden.
Freut mich, dass du das so siehst.
Sag mal, kommt Alexa heute eigentlich?
Doch, ich glaub heute.
Weil dann würde ich jetzt einkaufen gehen.
Soll ich das machen?
Okay, alles klar.
Wie lang bleibst du?
Ich ess noch bei euch.
Ist das da vorne dein Bruder?
Hey!
Wie heißt er noch mal? Luis.
Luis!
Darf da 'n bisschen Schärfe ran? Hm, Alexa ist sehr anspruchsvoll.
Das ist jetzt was ganz anderes als letztes Mal.
Dass sie das nicht mochte, war offensichtlich.
Und jetzt entwickelst du Ehrgeiz? Bisschen.
Hat Selma eigentlich schon mal bei Alexa gegessen?
Nicht dass ich wüsste. Warum eigentlich nicht?
Ich rechne das nicht auf, aber ...
Du solltest darüber Buch führen.
*Handy klingelt.*
Balzer?
Verstehe. Danke, dass du anrufst ...
Ich versuche, so schnell wie möglich ...
Danke, das ist sehr hilfreich.
Okay. Ciao.
Mein Vater ist im Krankenhaus.
Herzinfarkt.
Aber er hat's überlebt?
Wird er wohl, ja.
Kriegst du jetzt noch 'nen Zug?
Ich guck mal schnell im Netz. Sonst nimmst du das Auto.
Du musst da sofort hin, deine Mutter ist doch allein.
Sie ist nicht allein.
Wieso? Wer ...
Johanna ist bei ihr. Sie hat gerade angerufen.
Wie bitte?
Sie hat meine Eltern mal kennengelernt
und versteht sich ganz gut mit meiner Mutter.
Deine Geliebte sitzt mit deiner Mutter
am Krankenbett deines Vaters?
Sie kümmert sich 'n bisschen um sie.
Hast du sie darum gebeten?
Nein, aber meine Mutter ist sehr dankbar.
Du weißt, was 'ne Affäre ist?
Man geht ins Bett, vielleicht mal ins Kino.
Die sitzt nicht am Krankenbett des Schwiegervaters.
Ist das die Definition? Ja.
Genau so definiert man Affäre.
Wann ist denn das Essen eigentlich fertig?
Äh, wieso? Hast du's eilig?
Um halb acht soll ich spätestens zu Hause sein.
Ja, es ist gleich so weit. Okay.
Ich bin auch nicht glücklich über die Situation.
Das werd ich Johanna auch sagen. Das ist eine Zumutung.
Nein, nein, nein, ich will nicht, dass es um mich geht.
Fahr jetzt zu deinen Eltern.
So, ich habe alles bekommen.
Und ich habe - entschuldigt - Kuchen mitgebracht.
Ich konnte nicht anders, das ist der beste Kuchen der Stadt.
Ich hoffe, ihr nehmt ein Stück.
Also, ich nehm gern eins. Ich auch, gerne.
Moment, ich hol erst mal Teller.
(Mutter) Ich mag Johanna gern. Sie ist eine große Hilfe.
Marit mochte ich auch, obwohl sie etwas distanziert war.
Es geht mir immer sehr nahe, wenn eine Familie zerbricht.
Und Johanna macht es mir leichter.
Gut, aber meine Familie ist nicht zerbrochen.
Aber Johanna ist doch jetzt ...
Ich habe Marit nicht verlassen und habe es auch nicht vor.
Du kannst doch nicht mit zwei Frauen leben, oder?
Willst du das? Es ist so:
Du musst das nicht jetzt erklären.
Johanna kann gern dabei sein, wir haben keine Geheimnisse.
Worum geht's? Ich erkläre ihr die Verhältnisse.
Ich habe eine Familie, dazu gehören Marit und die Kinder.
Und Johanna. Das hab ich ihr vorhin gesagt.
Du gehörst jetzt zu uns. Und das meine ich auch so.
Aber ich habe mich nicht von Marit getrennt.
Wir haben einfach nur vereinbart, wir öffnen uns neuen Partnern.
Marit auch?
Ja, sie ...
hat oder ...
wird auch neue Partner haben.
Mehrere?
Das ist ihre Privatsache.
Also, ich hätte mir das nicht vorstellen können mit deinem Vater.
Das heißt ja nicht, dass es verkehrt gewesen wäre.
Was?
Wenn ich deinen Vater ...
Jonas? Kommst du bitte kurz mit raus?
Bitte?
Jonas, deine Mutter sitzt am Krankenbett des Mannes,
mit dem sie ihr Leben geteilt hat.
Du kannst jetzt nicht dieses Leben infrage stellen.
Ja, ich ...
Ich hab nur schon oft gedacht: Was fand sie an diesem Leben?
Letztendlich hat er gemacht, was er wollte.
Und sie hat alles erduldet. Ich war die ganze Nacht hier.
Sie hat die ganze Zeit seine Hand gehalten.
Sie liebt ihn. Ist das so unvorstellbar?
Ja, fällt mir schwer.
Viele können sich sicher auch dein Leben nicht vorstellen.
Dass du zwei Frauen liebst. Ja, Moment ...
Das ist für viele merkwürdiger als das Leben deiner Mutter.
Mag sein. Was ich klarstellen will, ist:
Marit ist die Frau,
mit der ich zusammen bin, zusammen lebe.
Du und ich haben eine Affäre.
Ich weiß, dass du mich anders liebst als Marit.
Nee, ist dir der Unterschied klar? Ja, klar, von Anfang an.
Das ist aber grad nicht wichtig. Doch.
Wichtig ist deine Mutter.
Sie braucht jemanden, der ihr beisteht.
Und ich möchte das gerne tun. Okay? Mhm.
Hey, komm.
Hm?
*Schlagzeug*
Scheiße!
Gehst du gar nicht zum Hockey?
Kann man mal ausfallen lassen.
Wegen mir?
Hab heute nicht so Lust auf Sport.
Also, ich hab fast immer Lust auf Sport.
Was machst du? - Turnen.
Auf Leistung? - Nee, ganz normal.
Bodenturnen, Geräteturnen ...
Cool.
Turn mal was. - Was denn?
Weiß nicht, so 'n Salto oder so.
Ich find's nett, dass du nicht zum Sport gegangen bist.
In 'nem halben Jahr? - In einem Jahr.
Können wir so machen. Schicken Sie mir die Unterlagen.
Frau Jansen?
Ja?
Ist Ihnen bekannt, dass der Termin verschoben wurde?
Nein, ist mir nicht bekannt.
Auf wann? Morgen, gleiche Uhrzeit.
Warum erfahre ich das jetzt erst? Meine Tochter ist heute allein.
Sie haben sich in Ihrer Bewerbung als flexibel bezeichnet.
Ich würde nur gern erfahren, wenn ein Termin ausfällt.
Familie setzt der Flexibilität immer Grenzen.
Dafür können Sie nichts. Ich aber auch nicht.
Also: morgen, gleiche Uhrzeit.
*Schlagzeug*
Respekt.
Mit ein bisschen Training könnte das was werden.
*Schlagzeug*
Ich bringe meine Mutter nach Hause.
Sie muss sich erholen. Das hab ich ihr auch gesagt.
Danke, dass du dich um sie gekümmert hast.
Wir kommen jetzt alleine zurecht.
Ja, ich hab das alles mit ihr besprochen.
Sie möchte zu mir.
Was?
Hast du verstanden, was ich gerade gesagt hab?
Du sollst dich ja um sie kümmern.
Aber sie fühlt sich bei mir wohler als in ihrem Haus.
Es sind meine Eltern, nicht deine.
Sie möchte es gern. Und es ist näher an der Klinik.
Sie kann weiter in meinem Bett schlafen.
Hat sie ... Das ist kein Problem für mich.
Ich schlaf wieder auf dem Sofa. Anneliese!
Anneliese!
Mama, darf ich noch 'n Käsebrot? Ja.
*Orchestermusik*
*Tür geht auf und zu.*
Hallo. Hey!
Na, wie war dein Training? Normal.
Ich denke, du warst da?
War ich ja auch.
Aber Luis war nicht da.
Was?
Warum warst 'n du nicht beim Dings-Hockey?
Privatsache. Privatsache?
Ich hab euch gesehen.
Wen gesehen?
Er hat sie geküsst.
Hast du 'ne Freundin?
Hat man hier gar kein Privatleben mehr?
Hätten wir uns denken können. Was?
Warum ich heute nicht zu Alexa sollte.
Alexa?
Luis hat sich in Alexa verliebt?
Hast du das nicht gemerkt? Nee. Du?
Das war ja nicht schwer.
Das gibt's ja nicht.
*Schlagzeug*
Willst du 'n bisschen Käse? Nee, danke.
*Geräusche*
*Wasser rauscht.*
Kannst du nicht schlafen?
Tut mir leid. Wirklich.
Ich hätte damit auch Probleme.
Womit?
Luis und Alexa.
Ich hab keine Probleme.
Alexa gehört dir.
Hab ich das gesagt? Nein, das sage ich.
Ihr habt sie mir nicht zum Geburtstag geschenkt.
Eine Freundschaft ist 'ne Vereinbarung,
für die man auch was gegeben hat.
Ich finde, es ist etwas Besonderes,
wenn du mit jemandem Freundschaft schließt.
Alexa sollte das anerkennen.
Aber man kann niemandem verbieten, sich zu verlieben.
Das sollst du auch gar nicht.
Ich geh mal wieder ins Bett.
Selma?
Wie fandst du eigentlich Johanna?
*Sie seufzt.*
'tschuldigung.
Du willst darüber nicht sprechen, das akzeptiere ich natürlich.
Ich fand sie ganz nett.
Ja, verstehe.
Ganz lustig.
Also, ich bin müde.
Ja, gute Nacht, Selma.
Gute Nacht, Mama. Ich hab dich lieb.
Keine Lust?
Meine Mutter schläft nebenan, mein Vater liegt im Krankenhaus.
Du hast so betont, dass ich deine Affäre bin.
Schön, dass du das verstanden hast.
Du weißt schon, was man mit 'ner Affäre macht, Tag und Nacht.
Morgen.
Ist Luis schon weg? Ja.
(genervt) Wieso hast du mich nicht geweckt?
Wieso, hast du heute nicht zur dritten?
Heute? Du hast echt gar nichts im Griff.
Wann kommt Papa eigentlich aus Köln wieder?
Mal sehen, wie es mit Opa weitergeht.
Wissen die immer noch nicht, wann sie ihn wecken?
Bald, glaub ich. Hoffe ich.
Ich hab im Internet 'ne Anzeige gefunden.
Da gibt's 'ne Mädchen-Band, die suchen 'ne Schlagzeugerin.
Warum hast du das gefunden?
Das sind bis jetzt drei Mädchen, ungefähr in deinem Alter,
zwei Schwestern.
Der Vater leitet die Band so 'n bisschen.
Hast du danach gesucht, oder was?
Wollen wir uns da vielleicht mal melden?
Hallo, kannst du mal meine Frage beantworten?
Ja, ich hab so 'n bisschen nach so was geguckt.
Ich dachte, das könnte dich interessieren.
War das falsch?
(zögerlich) Nein.
Nein, ist okay.
Ich muss los.
Du hast deinem Vater mal den Tod gewünscht?
Warum erzählt dir meine Mutter so was?
Weil es sie noch traurig macht.
Ich hab ihm nicht den Tod gewünscht.
Ich hab gesagt, für meine Mutter wäre es besser,
wenn er sterben würde. Warum?
Ich war 14, das darf man nicht so ernst nehmen.
Ich dachte einfach, für sie wäre es besser, wenn er weg wäre.
Die haben 'ne Steinzeitehe geführt.
Sie sagt, er hätte damals geweint danach.
Was?
Er hat sich in seinem Zimmer eingeschlossen und geweint.
Davon hab ich nie ...
Über solche Sachen sprecht ihr?
Deine Mutter hat gesagt,
dass dein Vater das in letzter Zeit öfters erwähnt hat.
Und sie hätte sich gewünscht,
dass du ihm mal sagst, dass du es nicht so gemeint hast.
Aber warum sagt sie das nicht mir, sondern dir?
Entschuldige, aber du bist doch nicht ihr ...
Du gehörst doch nicht ... Zur Familie?
Nein, so hab ich das natürlich nicht gemeint.
Das ist einfach nur ... total verwirrend.
Ich mach das schon.
Das ist ein bisschen blöd. - Ja, natürlich.
Einen schönen Tag noch.
Hey, jetzt denk einfach nicht mehr drüber nach.
Ich denk über was ganz anderes nach.
*Sie lacht.*
Aha.
*Sie kichert.*
*Marit seufzt.*
Wer sagt denn, dass sich das als Bruch darstellen lässt?
Herr Münch.
Man sieht ja, dass er das nicht gesagt hat.
Ich ruf jetzt Papa an.
Was soll das denn heißen?
Wenn einer im Haus was von Dezimalzahlen versteht,
bin ich das.
*Handy klingelt.*
(fröhlich) Hallo! Hey!
Wie geht's euch?
Du wirst schmerzlich vermisst. Dass ich den Satz mal hören würde.
(lacht) Die Kinder sehnen deine Kompetenzen herbei.
Und du?
Den Rest.
Ein bisschen wird's noch dauern. Mein Vater wacht langsam auf.
Wie geht's deiner Mutter?
Besser als man denken würde. Wegen Johanna, oder?
Ich bin gerade im Haus meiner Eltern.
Und was willst du mir damit sagen?
Dass ich nicht bei Johanna übernachte.
Ja, okay, aber das war gar nicht meine Frage.
Wo ist denn deine Mutter?
Die schläft bei Johanna. Da hast du recht.
(lacht) Ein bisschen absurd ist es ja schon.
Ach, was ich dir noch erzählen wollte:
Alexas Mutter hat angerufen. Sie will uns kennenlernen.
Oh! Klang sie streng? Ja, tatsächlich.
Ich hab richtig Angst gekriegt.
Vor Alexa hab ich auch schon Angst.
Hat Luis Mist gebaut? Nee, das glaub ich nicht.
Die Liebe ist glücklich, soweit ich das beurteilen kann.
Ich lass ihn in Ruhe.
Sie kommen Samstag, ich hab gesagt,
ich weiß nicht, ob du da schon da bist.
Weiß ich auch noch nicht.
Ich glaub, ich lass dich erst mal das Eis brechen.
Herzlichen Dank!
Ich muss immer so leicht lachen, wenn ich 'ne Rolle spiele.
Als ich mit dem Typen von der Mädchen-Band telefoniert hab,
musste ich mich auch die ganze Zeit beherrschen.
*Jonas lacht.*
Mit dem hab ich mich über Heavy Metal unterhalten.
Das hätte ich gerne gehört.
Ich war ganz gut, obwohl ich keine Ahnung hab.
Ich will unbedingt, dass Selma aufgenommen wird.
Spielen die Heavy Metal?
Nee, aber er. Da musste ich ja 'nen guten Eindruck machen.
Du machst das super.
(lacht) Danke.
*schwungvolle Musik*
Willst du 'nen Kaffee? (Mann) Ja, gern.
Wir sind hier!
Hey!
Das ist Selma, und das ist Christian.
Hallo, Selma.
Freut mich, dich kennenzulernen.
Ja, gut. Ich mach dann mal Hausaufgaben.
Selma?
Ist das jetzt auch so was wie Johanna?
Was? Nein!
Christian leitet die Mädchen-Band, von der ich erzählt hab.
Ah, das hatte ich vergessen.
Entschuldige, Selma dachte, du wärst wegen mir hier.
Hab ich mitgekriegt: "so was wie Johanna".
Jetzt frag ich mich natürlich, wer das ist.
Äh, die Geliebte meines Mannes. Ah. War ich jetzt indiskret?
Nein. Ich.
*Sie spielen "Are You Gonna Go My Way" von Lenny Kravitz*
Das könnte passen.
Vom Spiel sowieso, Selma ist weiter, als ich dachte.
Selma hat bisher nicht so viel Kontakte geknüpft.
Sie ist vorsichtiger geworden.
Manche Kinder brauchen länger in einer neuen Stadt.
Wer spielt denn das Klavier?
Alle ... irgendwie.
Das war immer mein Traum, 'ne Familie aus Musikern.
Hat leider nicht geklappt.
Meine Töchter musste ich bestechen, damit sie 'n Instrument lernen.
Und meine Exfrau hat sich verweigert.
Ich hoffe, die Ehe ist nicht daran zerbrochen.
Würde ich schon sagen.
Das ist ja auch ein Symptom, das Verhältnis zur Musik.
Wie man dem Leben begegnet, ob man sich fallenlassen kann.
Rede ich Unsinn?
Ja.
'tschuldige.
Wieso? Ich hör das gern.
Nimmst du noch 'nen Schluck?
Oder musst du nach Hause? Schenk ein!
Meine Töchter sind bei meiner Ex.
Danke.
Ich würde keine Frau mehr heiraten, die kein Instrument spielt.
Ist kein Witz. Mindestens eins.
Müsste sie die dann vorspielen?
Vor dem ersten Kuss?
(lacht) Ich würde das Ganze nicht als Casting anlegen.
Aber es ist natürlich ein Faktor.
*Sie lacht.*
Ist gut, der Wein.
Aber ich red wirklich nur noch Stuss.
Also, du bist immer noch mit Selmas Vater zusammen.
Okay.
Und das mit dieser Johanna hab ich nicht ganz verstanden.
Wir führen 'ne offene Beziehung.
Aber wir sind noch zusammen, ja.
Ah ...
Das bewundere ich.
Ich könnte das nicht.
Was?
Ich bin mehr der Ganz-oder-gar-nicht-Typ.
Wenn ich mich auf 'ne Frau einlasse, dann total.
Ach, komm! Du bist doch Rock 'n' Roller.
Du hast doch sicher auch schon mal ...
Was?
Affären, One-Night-Stands? Ja.
Nein. Nein, das kann ich nicht.
Das kann ich nicht. Ach, komm!
Willst du mich verarschen?
Ich glaub an die große Liebe, vom ersten Blick bis zum Grab.
*Sie spielt eine jazzige Melodie.*
Hör auf mit dem Scheiß.
*Sie spielt weiter.*
Ich hab eine sehr verletzliche Seele.
Damit spielt man nicht.
Jonas ...?
Ich hab mein eigenes Gesetz gebrochen.
(am Telefon) Welches Gesetz?
Keine Affäre bei uns zu Hause.
Du hast 'n Typen mit nach Hause gebracht,
mit dem du vorher im Bett warst?
Andersrum.
Du hast 'n Bett mit nach Hause gebracht, mit dem du vorher ...
Nee, das kommt nicht hin.
Du hast den Typen mitgebracht und warst dann mit ihm im Bett.
Hallo?
*Tastenton*
*Handy klingelt.*
*Besetztzeichen*
Bei uns zu Hause, oder was?
Ich weiß, es war meine Regel.
Du hast mir verboten, meine Affäre mitzubringen.
Das ist was anderes, als in unserem Bett zu vögeln.
Nicht in unserem Bett.
Auf unserem Küchentisch, unserem Klavier ...
Ja, fast.
Auf dem Klavier?
(lacht verlegen) Ja. Wo bist du, ist der Typ noch da?
Ich bin zu Hause. Er ist gegangen.
Er kommt auch nicht wieder.
Der war am Boden zerstört. Wieso, was hast du gemacht?
Keine Ahnung, er war fix und fertig.
Ich pack das nicht, ihr habt eure Regeln, aber ich schaff das nicht.
Ich muss dich irgendwie vergessen. Wir dürfen uns nicht mehr sehen.
Scheint ja hochsensibel zu sein. Wer ist das überhaupt?
Ich hab dir doch von der Mädchen-Band erzählt.
Ach, der Typ.
Und was ist jetzt mit der Band?
Er sagt, er kann das nicht. Er braucht Abstand.
Ja, von dir.
Muss Selma jetzt auf die Band verzichten,
weil du den Typen außer Gefecht gesetzt hast?
Ich hab auch Angst, ihr das zu erklären.
Ja, zu Recht.
Darf ich ...
Ich würde gerne wissen, wie es deinem Vater geht.
Er ist langsam wieder ansprechbar.
Würdest du ihn von mir grüßen?
Ich kann's probieren.
Und deine Mutter auch?
Vielleicht nicht, wenn Johanna in der Nähe ist.
Darauf wäre ich auch selber gekommen.
*Sie singt "Diamonds" von Rihanna.*
"Find light in the beautiful sea, I choose to be happy."
"You and I, you and I, we’re like diamonds in the sky."
"You're a shooting star I see, a vision of ecstasy."
"When you hold me, I'm alive."
"At first sight I felt the energy of sun rays."
"I saw the life inside, so shine bright ...
tonight, you and I."
"We're beautiful like diamonds in the sky."
"Eye to eye, so alive."
"We're beautiful like diamonds in the sky."
"Shine bright like a diamond."
Wann probt meine Band?
Die Mädchen-Band von Christian, wann geht das los?
Selma, das wird vielleicht noch 'n bisschen dauern.
Was? Wieso?
Was hat Christian denn gesagt? Er ... wird sich melden.
Oder wir melden uns.
Er hat nicht gesagt, dass ich dabei bin?
Das wird schon klappen.
Ich ... ich war zu schlecht.
Nein, überhaupt nicht!
Mochte er mich nicht?
Doch, er wollte dich unbedingt in der Band haben.
Es ist ...
meine Schuld.
Gab's Streit?
Nein, so kann man das nicht nennen.
Er will mich nicht mehr sehen.
Das hat aber überhaupt nichts mit dir zu tun.
Hast du ...
mit ihm ...
Mama, das hast du wohl nicht, oder?
Ich ... fürchte schon.
Bist du eigentlich nicht ganz normal?!
Immer nur du!
Das ist das Einzige, woran du denkst!
(Luis) Geht das etwas leiser? Wir arbeiten hier an was.
Sag deiner Freundin, sie soll woanders plärren,
wenn es ihr hier nicht gefällt! Schnauze!
*Tür knallt.*
Komm mal her ...
Selma, ich mach's wieder gut.
Ich schreib ihm.
Ich sag ihm, er braucht mich nicht zu sehen,
aber er soll dich nicht bestrafen. Okay?
Ich krieg das hin, ich versprech's dir.
Papa? Das war nicht ernst gemeint damals.
Ich hab nur ...
Ich dachte, vielleicht sollte sich mal was ändern in eurer Ehe.
Marit und ich haben jetzt auch ein paar Dinge verändert.
Ich weiß nur nicht, ob das 'ne gute Idee war.
Egal, das führt jetzt zu weit.
Was ich sagen will, ist ...
Wahrscheinlich bist ...
bist du schon der richtige Mann für sie.
Ja.
Doch, das bist du.
*Vater atmet hörbar.*
*Schritte*
(Telefon) Er hat gar nicht verstanden, wovon ich rede.
Aber er hat - zumindest hatte ich den Eindruck -
nachsichtig gelächelt.
Ich hätte warten können, bis er klarer ist.
Andererseits - er kann jederzeit sterben.
Nee, das war schon gut - für dich jedenfalls, und deine Mutter.
Ihm ist es wahrscheinlich egal. Mama hat geweint.
Der Garten verändert sich so schön,
wenn die Sonne weg ist.
Bei uns geht sie erst unter. Stimmt, ihr seid später dran.
War Johanna dabei? Wobei?
Als du mit deinem Vater gesprochen hast.
Nein, das wollte ich nicht. Aber du hast es ihr erzählt.
Nein, so was will ich nur ...
Du bist die Einzige, der ich so was erzählen will.
*groovige Musik*
War's so schlimm, wie du dachtest? Schlimmer!
Sie haben so getan,
als gäbe es ein Problem, über das wir reden müssen.
Alexas Mutter dachte wohl, der Käsekuchen sei vergiftet.
Alexas Vater musste vorkosten.
Deinen Käsekuchen? Ist die Frau krank?
Alexa war übrigens wahnsinnig höflich.
Können unsere Kinder das auch?
Kinder sind meistens auswärts höflicher als zu Hause.
Alexas Mutter hat noch von irgendeiner Bekannten erzählt,
die sehr jung Oma geworden sein soll.
Was will sie mir denn damit sagen?
Dass Luis und Alexa verhüten sollen?
Wahrscheinlich. Weißt du, wie weit die gehen?
Natürlich nicht.
Ich denke nicht, dass sie schon ...
Und selbst wenn, Luis ist doch aufgeklärt.
Oder müssen wir jetzt noch mal mit ihm reden?
Vielleicht besser. Das kannst du aber machen.
Alexas Eltern wollen eh mit dir reden.
Dann komm ich besser nicht zurück.
Doch! Im Ernst, ich will dich mal wieder hier haben.
Ich vermiss euch auch. Dann komm!
Schleich dich hier rein,
bei Nacht und Nebel, wenn dich keiner sieht.
Deinem Vater geht's doch besser.
Und Johanna kümmert sich um deine Mutter.
Dann hab ich auch mal was davon.
Du kannst sie schon mal 'n paar Tage alleine lassen.
*Er drückt eine Taste.*
*Schritte*
*Er spielt harmonische Akkorde.*
*Sie spielt eine fröhliche Melodie dazu.*
*entferntes Klavierspiel*
*schwungvolle Klaviermusik*
*Tasten klackern.*
*Stift auf Papier*
*Tasten klackern.*
*Sie atmet tief aus.*
*groovige Musik*
*Brutzeln*
Sag mal, Luis, wenn du auswärts isst,
beherrschst du eigentlich die grundlegenden Regeln?
Welche Regeln?
Na ja, wie man zum Beispiel sein Besteck hält.
Er hält sein Besteck doch richtig.
Tatsächlich?
*Sie lachen.*
Stimmt, es gibt eigentlich nichts auszusetzen.
Ich esse seit meinem dritten Lebensjahr mit Messer und Gabel.
Ich hab noch nie geguckt, ob du es richtig machst.
Das Aufklärungsgespräch läuft hoffentlich besser.
Was?
*Er murmelt vor sich hin.*
(zu sich) Dann ist da 'ne Eins.
Bist du noch bei mir? Jaha.
Okay. Also ... So.
Wenn du dann ...
Eins ...
Das sind ...
Müsste stimmen. Mach lieber noch mal 'ne Probe.
Mach ich.
*Er seufzt.*
Ich hab's verbockt.
Und ich mach mir noch Gedanken darüber,
ob ich mit Luis über Verhütung reden soll.
Du bist jetzt aber nicht selbst ...?
Doch, bin ich.
Höchstwahrscheinlich.
*Er seufzt.*
Weißt du, was ich heute machen wollte?
'n Heiratsantrag.
Kann man so dämlich sein?
Ja. Ich schon. Ich meine mich selbst.
Nein, ich meine uns beide. Wie kann man so 'nen Scheiß bauen?
Es ist ...
Es ist jetzt vorbei, oder? Das war's.
Von diesem Band-Leader, diese Mädchen-Combo?
Du willst das Kind kriegen, oder?
Willst du's mit ihm großziehen? Dann geh zu ihm.
Ich lass mich hier nicht rausdrängen.
Ich will dich nicht rausdrängen. Was willst du denn?
Alles das funktioniert nicht, das sollten wir kapiert haben.
Für uns waren schon zwei Partner zu viel.
Zwei Familien schaffen wir wohl kaum.
Oder willst du das Kind mit mir aufziehen?
Dein Band-Leader kommt ab und zu mit seinen Töchtern vorbei,
macht mit Selma Musik.
Johanna kommt auch noch dazu, bringt noch meine Eltern mit.
Ist das dein Traum?
*Er lacht ungläubig.*
Klingt gar nicht so schlecht, oder?
Klingt toll.
Werde ich aber nicht von dir verlangen.
*Er seufzt.*
*Musik: "Are You Gonna Go My Way" von Lenny Kravitz*
Can't find what you're looking for?
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