All language subtitles for Sommerdahl - S01E01 - Episode 1 - Die Tote am Strand.deu

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Original subtitles

* Sanfte träumerische Musik *

Herzlichen Glückwunsch.

Dir auch.

Weißt du eigentlich ...

wie sehr ich dich liebe, Schatz?

Mehr als alles andere.

Ich liebe dich auch, Dan.

* Handy klingelt. *

Musst du nicht rangehen?

Nicht an unserem Hochzeitstag.

* Handy klingelt weiter. *

Es ist das Revier. Die sollen einen anderen anrufen.

Heute ist unser Tag.

* Musik erklingt, Hund bellt. *

Jetzt sind sie wohl da.

Guten Morgen, Simba. Hey, Schatz.

Sind viele Leute da draußen, Mausi?

* Feierliche Blasmusik *

Hallo, meine Lieben. Schön, euch zu sehen.

Und vielen Dank, dass ihr heute gekommen seid.

Aber vor allem, danke an dich, Marianne.

Du warst erst 18, und wir waren planlos,

als wir uns auf der Polizeischule kennengelernt haben.

Und seht uns jetzt an. Wir haben das gut hingekriegt.

Wärst du nicht gewesen,

wäre ich immer noch ein verbohrter Junggeselle.

Ja, das kannst du laut sagen.

Er war ganz verrückt nach dir, Marianne.

Danke, Mutter. Schön, dass auch du da bist.

Und Flemming ist auch hier, wie ich sehe.

Hallo, Flemming. Also echt, das ist meine Mutter.

Danke, dass du meine Frau küsst. Und meine Tochter.

Und meine Mutter. Jetzt reicht's aber.

Darf ich? Na klar.

Marianne, dir verdanke ich alles, was mir wichtig ist.

Laura, unsere wunderwunderbare Tochter.

Aber vor allem verdanke ich dir die Freiheit,

dass ich mich voll meiner Arbeit widmen kann.

Und als Dankeschön dafür schenke ich dir eine Reise nach Bali.

Zusammen mit mir. * Jubel und Applaus *

Aber ich kann meine Überstunden erst im Herbst abfeiern.

Also dauert es noch etwas.

Mit C oder K? - (Frau) Mit C.

Sommerdahl geht nicht ran. - Versuch's bei Flemming Torp.

Und Sie machen die Runde hier jeden Tag?

Haben Sie sonst jemanden gesehen? - Heute nicht, nein.

Aber normalerweise begegnen Sie schon jemandem?

Manchmal schon. - Der geht auch nicht ran.

Versuch's noch mal bei Dan.

Geht sofort die Mailbox ran.

Moment. Ruf auf dem Revier an. Gib mal her.

(Frau) "Polizeistation Helsingor?" - Hier ist Svend.

Stellst du mich zur Chefin durch? - "Ich verbinde."

Unsere Hochzeit war der glücklichste Tag meines Lebens.

Zusammen mit dem Tag deiner Geburt, Laura.

Und darum habe ich das Restaurant in Marienlyst gebeten,

noch einmal unser Hochzeitsessen zuzubereiten.

Aber nur für uns zwei.

Ich finde, wir brauchen ein wenig Zeit zusammen.

Ja, da hast du recht. Danke, Schatz.

Ja, hallo?

"Paarmassage und Mitternachtspool. Heute Abend im Hotel Marienlyst."

Wow. * Applaus *

* Feierliche Blasmusik *

* Die Gäste klatschen im Takt. *

Es tut mir wirklich leid,

aber wir haben einen Fall hinter Schloss Kronborg,

um den ich mich kümmern muss.

Entschuldige, ich muss leider los.

Warum schickst du nicht Flemming? Ich...

Ja, nein, okay, natürlich.

Aber dann komme ich später aufs Revier und sehe mir die Sache an.

Okay.

Du bist toll. Wir sehen uns.

Ja, aber dann feiern wir eben alleine.

Es wäre ja auch nicht das erste Mal.

Flemming? Ich komme.

Und bei Alice gibt es Bier und Brötchen

und alles, was das Herz begehrt.

Na ja, fast alles.

Also, wenn ihr irgendwas braucht, dann fragt Alice.

Haben Sie diese Frau hier zufällig gesehen? Sie heißt Alice.

Nein.

Also nicht.

Ich habe die starke Vermutung, dass sie hier in der Gegend wohnt.

Mit einem Kind. Das ist ein etwas älteres Foto.

Ja, er ist jetzt fünf Jahre alt.

* Unheilvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Lied: "A New Dawn" von X-Ray Dog *

* Gefühlvolle Titelmusik *

Dan Sommerdahl Flemming Torp

Marianne Hanegaard

Junge Frau, Mitte 20, nicht identifiziert.

Acht bis zehn Stunden im Wasser.

Trauma am Kopf, drei gebrochene Finger an der linken Hand.

Identifizierbare Kennzeichen?

Auf dem rechten Unterarm sind kyrillische Buchstaben tätowiert.

Die Rechtsmedizin meint ...

dass wir davon ausgehen können, dass sie slawischer Abstammung ist.

Die eigentliche Todesursache ist Ertrinken.

Sexueller Übergriff? Vielleicht.

Aber der Bericht war noch nicht bei Marianne.

Das heißt, doch, war er schon. Danke.

Ich frage bei der zentralen Ausländerbehörde nach.

Und bei der Küstenwache, falls sie aus Schweden rüber getrieben ist.

Verstanden.

Oh nein.

Was? Ein frischer Dammriss.

Scheiße. Was bedeutet das?

Sie hat vor Kurzem ein Kind bekommen.

Also ist noch ein Baby da?

Ja.

Wenn's um ein Findelkind geht, könnten wir Laus Team losschicken?

Um Parks zu durchsuchen? Ja.

Wie lang kann ein Säugling ohne Mutter überleben?

Wenn sonst niemand da ist, kann er ungefähr 24 Stunden überstehen,

bevor er verdurstet.

Hey, Lau. Ich habe hier was ganz Dringendes.

Zwei russische Frauen Anfang 20 haben ihren Wohnsitz

hier in der Gegend angegeben.

Dabei handelt es sich um eine Nikita Bogdanow

und eine Liliya Abakumow.

Irgendwelche Fotos? (Svend) Nein.

Svend, wenn du Nikita Bogdanow übernimmst,

übernehmen wir die andere.

Ihr Name war Liliya? Mhm. Abakumow.

Und Benjamin, finde heraus,

ob der slawische Verein eine junge Mutter vermisst.

Geht klar. Da ist noch eine Sache.

Na ja, heute ist Svends letzter Tag.

Seine kleine Feier musste wegen des Mordes ausfallen.

Ich habe mit Svend vereinbart,

dass er heute sein Geschenk bekommt,

bevor er dann in den Ruhestand geht.

Und dass ihr zwei eure legendäre Nummer aufführt.

Aber sicher, gerne doch. Ich kann's gar nicht erwarten.

Viel Erfolg bei der Arbeit.

* Bekümmerte Musik *

Gut, danke. Schönen Gruß von Svend.

Was sagt er? Die erste Frau wohnt wirklich da.

Und sie lebt. Dann haben wir hoffentlich hier einen Treffer.

Peter!

Worum geht es denn?

Wir haben mit Ihrem Nachbarn gesprochen.

Der sagt, Sie wüssten was über eine gewisse Liliya Abakumow.

Die habe ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen.

Ist sie das?

Sie ist leider tot. Oh Gott.

Wie haben Sie sich kennengelernt?

Wir haben uns auf 'ner Dating-Seite kennengelernt.

Wir haben uns lang geschrieben.

Und dann haben Sie sie nach Dänemark geholt?

Ja, um sie zu heiraten. Wenn's gepasst hätte.

Und hat es das? Nein.

Sie war doch nicht so wie erwartet? Doch, doch, doch.

Sie war echt süß, aber sie hat jeden Abend eine Stunde telefoniert.

Und zwar auf Russisch. Und das fanden Sie nicht so toll?

Nein, sie weinte immer danach.

Und wollte nicht mehr mit mir ins Bett.

Und Sie haben sie zurückgeschickt.

Ich bat sie, zu packen und nach Hause zu fahren.

Danach habe ich sie nie wieder gesehen.

Wissen Sie, wovon sie gelebt hat? Wo sie sich aufgehalten hat?

Hat sie Ihr Telefon benutzt?

Nein, sie hatte eins mit so 'ner Prepaidkarte.

Wir schätzen, dass sie vor ein paar Wochen ein Baby gekriegt hat.

Sie hatte ein Baby? Echt? Sie hat vor Kurzem eins geboren.

Kann das von Ihnen sein? Das weiß ich doch nicht.

So etwa Anfang August ist sie gekommen.

Und jetzt haben wir Mai. Ja, ja, das kann sein.

Schicken Sie uns bitte eine Mail mit Ihrer Kommunikation mit Liliya?

Ihre Bilder, Heimatadresse und so weiter. Ja, aber gern.

Und rufen Sie mich an, wenn Ihnen noch irgendwas anderes einfällt.

Liliya Abakumow, 25 Jahre, russische Staatsangehörige.

Kam letzten August aus Nowitzigod.

Die Polizei dort hat mit ihrer Mutter gesprochen.

Sie wusste nicht, dass sie in Dänemark war.

Was glaubt sie, wo sie war? In Moskau.

Bei einer Freundin, die anscheinend gar nicht existiert.

Ist der Kerl, bei dem ihr wart, verdächtig?

Er schien überrascht zu sein, dass sie ein Kind bekommen hat.

Ja, aber er könnte der Vater des Kindes sein.

Haben wir den Obduktionsbericht?

Ist unterwegs. Bin gespannt.

7-4-3 gecheckt. Und die stimmen überein.

Ja. Super.

Hey, Schatz. Hast du was für mich?

Den Todeszeitpunkt. Perfekt.

Ich esse mit Laura zu Mittag.

Sie und Alice haben den Garten schon aufgeräumt.

Also... Ach ja?

Wir sehen uns in Marienlyst. Bis später.

Aufgrund von Strömungsverhältnissen und Todeszeitpunkt

ist sie mit Sicherheit in der Nähe des Jachthafens

ins Wasser gefallen.

Wir suchen nach Zeugen dort, die was gesehen haben. Verstanden.

Wenn ich allein mit Kind wäre,

würde ich bei Leuten sein, denen es ähnlich geht wie mir.

Ist in der Stadt noch das Frauenzentrum?

"Frauen helfen Frauen"? Ja.

Augenblick.

Ja. Und sie haben heute auf dem Axeltorv einen Flohmarkt.

* Spannungsvolle Musik *

Ich sehe mich mal um.

Hey. (Frau) Tag.

Dan Sommerdahl, Helsingor-Polizei. Wer leitet das Ganze hier?

Das tue ich. Regitze Jung.

Vorsitzende von "Frauen helfen Frauen".

Merethe Finsen. Hallo.

Und welche Art von Hilfe bietet Ihr Verein den Frauen an?

Wir beraten gewöhnlich Einwandererfrauen

auf verschiedenen Gebieten.

Ich bin Ärztin.

Meine Tochter da ist Sozialarbeiterin.

Ist etwas passiert?

Wir haben eine junge Frau tot aufgefunden,

die heute Morgen gestorben ist, hier am Nordstrand.

Sie heißt Liliya Abakumow. Russin, keine Aufenthaltserlaubnis.

Sicher eine von den Illegalen. - Ja.

Heißt das, Sie haben auch mit den Illegalen zu tun?

Wir fragen die Frauen ja nicht nach ihren Papieren.

Und haben Sie sie schon mal gesehen?

Nein. Ach du meine Güte. Wirklich traurig.

Wurde sie vergewaltigt?

Nein, aber sie hat gerade ein Kind bekommen,

und wir haben keine Spur von ihm.

Oh Gott, nein.

Haben Sie sie schon mal gesehen? Sie hat gerade ein Baby bekommen.

Entschuldigung, soll sie das da essen?

Aber nein, meine Tochter wird morgen heiraten.

Dan?

Ich glaube nicht, dass sie hier irgendjemand kennt.

Wir geben natürlich Bescheid, wenn wir was hören oder sehen.

Hier ist meine Karte. Rufen Sie an, wenn irgendwas ist.

Dein Freund, der Hafenmeister. Ali?

Er hat auf die Zeugensuche reagiert.

Wir treffen uns bei deinem Boot.

Hast du heute Nacht überhaupt geschlafen?

Eineinhalb Stunden.

Sie war echt sexy.

Okay, Lover Boy.

* Lied: "In Between" von Aske Jacoby *

* Lockere Gitarrenmusik *

Willst du 'ne Limo? Wie wär's, nach Bali zu segeln?

Könnte man gut machen. Es würde ein paar Monate dauern.

Wieso tut ihr's nicht? Weil Marianne so gerne fliegt.

Sie braucht ein kleines Abenteuer.

Darum reisen wir ja nach Bali.

Die Reise hast du ihr schon so oft geschenkt.

Und ihr wart noch nie da.

Jetzt mach schon, Mann. Leg mal 'nen Zahn zu.

Hey, Chef. Hallo, Dan!

Hey, Ali. Höchste Zeit, dass wir uns mal wiedersehen.

Ist sie das hier? Die habt ihr heute gefunden?

Ja. Ja, das war sie.

Was ist geschehen?

Es war so gegen halb neun. Ich stand am Parkplatz.

Als Erstes ist mir dieses Auto aufgefallen.

Es war ein Mustang, 1970er Cabrio.

So einen hätte ich nämlich auch gern. Und wie ging's weiter?

Eine verängstigte Frau wollte aus dem Auto fliehen.

Die da auf dem Foto. Hatte sie ein Kind dabei?

Nein. Erinner dich bitte.

Hast du ein Baby gesehen oder gehört?

Auf keinen Fall, aber 'nen Typen,

der sie wieder ins Auto ziehen wollte, mit Gewalt.

Natürlich bin ich dazwischen.

Okay. Inwiefern?

"Hey, benimm dich anständig", habe ich gesagt.

Inzwischen war die Frau weg. Das hat er gesehen.

Er schrie: "Ich komm zurück, verdammt, und mach dich fertig!"

Schon heftig. Ja.

Dann ist er ins Auto gesprungen und weggefahren.

Und in welche Richtung? Da lang.

Wie sah er aus?

Etwa so groß wie ich, mittelbraune Haare und ein echter Schrank.

Danke, Ali. Ist doch klar.

Ruf Benjamin an und sag ihm, er soll checken,

ob es da Überwachungskameras gibt.

Dann brauchen wir die Daten von dem Wagen und eine Fahndung.

Ja. Und du lässt schön das Boot ins Wasser und segelst dann nach Bali.

Ja, und weißt du was?

Du suchst dir erst mal 'ne Frau und heiratest.

Danke für die Hilfe, Laura. - Keine Ursache, Alice.

Nimm die Füße runter, Nikolaj. Das ist Mariannes Auto.

Und dann hilfst du mir bei den Flaschen.

Mama, ich muss mal Pipi. - Du musst noch durchhalten, Schatz.

Ich gehe mit ihm. - Würdest du das machen?

Ja, klar. Komm. - Danke.

Komm, Niko.

So, das war's.

John?

Wo warst du?

Weißt du, wie sehr ich euch gesucht habe?

Ist Nikolaj hier? - Nein. Nikolaj ist nicht hier.

Wir wohnen nicht hier. Wir wohnen in 'nem anderen Ort.

Ich glaub's nicht. Ist das schön. Endlich habe ich euch gefunden.

Wollen wir nicht irgendwo was trinken?

Nein, John. Das werden wir nicht.

Ich muss jetzt gehen. Alles Gute. - Du gehst nirgendwo hin.

John. John, hör auf damit.

Du darfst nicht mal in meine Nähe kommen, das weißt du.

Warum stellst du dich so an?

Wie können wir denn so irgendwann wieder eine gute Familie werden?

Das werden wir ganz sicher nicht. Das weißt du ganz genau, John.

Lass mich jetzt gehen.

Laura? Laura, bring Nikolaj von hier weg.

Nikolaj, kleiner Schatz.

Der Papa ist hier.

Laura, lass den Wagen an.

Lass den Wagen an! - (Laura) Komm.

Nikolaj!

* Kamera klickt. *

* Schmerzvolles Stöhnen *

"Hier ist Kalle. Was ist los?" - Hallo, hier John Frandsen.

Ich habe hier 'n geiles Auto gesehen, das würde ich gern haben.

Kannst du das Kennzeichen abfragen? Ich schick gleich mal ein Bild.

Könntest du im Fahrzeugregister nachschauen?

Der Gesuchte hat einen gelben Mustang Jahrgang 1970.

Klar. Hast du ein Kennzeichen? Leider nicht.

Sommerdahl. Ich dachte, du feierst heute Silberhochzeit.

Ja. Aber wir haben eine Tote. Ach so.

Ich hätte gedacht, dass ihr einander überdrüssig seid

und dass jetzt eine andere eine Chance kriegt.

Könntest du mir die vollständige Liste ausdrucken? Danke.

Hallo. Kann ich Ihnen helfen? Hallo, Laura.

Ich will meinen Ex-Mann anzeigen, John Frandsen.

Er hat gegen das Kontaktverbot verstoßen.

Wolltest du nicht mit Mama essen? Da war ein Verrückter.

Schikaniert Sie Ihr Ex-Mann? Ja, und er ist hier in Helsingor.

Aber Sie werden ihn ganz sicher finden.

Er hat ein Muttermal genau hier auf der Stirn

und er fährt in einem großen gelben Mustang.

In einem gelben Mustang? Haben Sie zufällig das Kennzeichen von ihm?

Laura, gehst du mit dem Kleinen in die Wachstube?

Und gibst ihm eine Limo? Ja. Komm.

Alice, wir müssen reden. Kommen Sie.

Bellahoj, du gibst die Fahndung nach dem Wagen raus.

Ja, wird erledigt.

Also, der Mann, um den es geht, heißt John Frandsen.

Und wir haben in Hundested gewohnt bis vor zwei Jahren.

Als ich ihn kennenlernte,

hat er bei der Autoversteigerung Seeland gearbeitet.

Aber er hat seinen Job verloren und angefangen, mich zu verprügeln.

Aber die meiste Zeit ist er nett gewesen, also bekamen wir Nikolaj.

Doch er sagte, das reicht ihm nicht. Er wollte eine noch größere Familie.

Dann wurde ich mit Silas schwanger, Nikolajs kleinem Bruder.

Und irgendwann sind seine schrecklichen Wutanfälle

immer schlimmer geworden.

Darum sagte ich eines Tages, schon recht kurz nach der Geburt, zu ihm:

"Ich möchte die Scheidung."

Und John hat...

Er war stinksauer und hat mich einfach im Badezimmer eingesperrt.

Dann schnappte er sich die zwei Jungs und stieg mit ihnen ins Auto

und fuhr raus auf die Landstraße und direkt gegen einen Baum.

Mit voller Geschwindigkeit.

Und Silas lag nur lose in der Babytrage und ist gestorben.

Er war gerade erst acht Wochen.

Was glaubst du, wie er euch gefunden hat?

Das weiß ich nicht. Also, keine Ahnung. Ehrlich.

Ich habe extra die Adresse gewechselt.

Ich habe einen neuen Namen angenommen. Im Grunde...

Alice, eine junge Frau wurde heute Morgen

in der Stadt tot aufgefunden.

Steckt John etwa dahinter?

Ein Zeuge hat gesehen, wie sie aus seinem Auto geflohen ist.

Hat vor Kurzem ein Kind bekommen.

Glauben Sie, dass John der Vater sein kann?

Ja, durchaus.

Er war geradezu besessen davon, eine große Familie zu haben.

Okay. John ist der Letzte, der Liliya gesehen hat.

Wir müssen ihn erwischen.

Er sucht Alice, also muss er zu finden sein.

Alice und Nikolaj könnten in ein Krisencenter gehen.

Nein. In keine staatliche Einrichtung.

Können wir nicht nach Hause? Nein.

Haben Sie hier Familienangehörige? Nein.

Könnten die beiden nicht bei deiner Mutter bleiben?

Ja. Das ist 'ne gute Idee.

Meine Mutter war in der gleichen Situation. Sie hilft sicher gern.

John Frandsens Wagen wurde gerade in der Nähe seiner Wohnung

in Hundested gesehen.

Dann haben wir vielleicht ein Baby in Hundested? Los.

Dan? Ja.

Das war's wohl mit unserem Abend. Ich werde alles abbestellen.

Nein, das tust du nicht. Verschieb es einfach auf später.

Das schaffen wir. Es sind 60 Kilometer bis Hundested.

Ich verspreche dir, wir schaffen es, Schatz.

Entweder er ist nicht da oder er will nicht mit uns reden.

Warum glauben Sie, dass er zu Hause ist?

Meine Frau hat ihn gesehen, vor etwa 'ner Stunde.

Kann ich mit ihr sprechen? Sie ist auf dem Weg nach Rorvig.

Was hat er angestellt? Können Sie sie bitte anrufen?

Wagen nicht da, Garage abgeschlossen.

Vielleicht ist er in der Garage, er benutzt nur den Teil des Hauses.

Was meinen Sie damit? Im Rest vom Haus ist so gut wie nie Licht an.

Er geht nur durch die Garage rein und durch die Garage raus.

Sie hebt nicht ab. Rufen Sie noch mal an.

Hat es was mit den Wagen der Reinigungsfirmen zu tun?

Letzte Woche sind 'ne ganze Menge Frauen hergekommen.

In Autos von Reinigungsfirmen. Eine Firma nach der anderen.

Meine Frau behält ihn etwas im Auge.

Das ist doch echt merkwürdig, so häufig da drin zu putzen, oder?

Haben Sie sie hier gesehen? Nein, kann ich nichts zu sagen.

Hat er irgendwas mit ihr gemacht? Vielleicht.

Sagen Sie Ihrer Frau, dass sie mich anrufen soll. Ist wichtig.

Was ist? Glaubst du, er ist da drin, oder was?

Herzlich willkommen. Ich habe einen Tisch für Sie vorbereitet.

Sie bekommen eine Flasche Champagner aufs Haus.

Aus Anlass des großen Tages. Danke, sehr nett.

Ich fange gerne mit einem Glas Wein an. Ja.

Wir kommen nicht weiter, solange wir hier sitzen.

Ich muss da rein.

Wir haben keinen Beschluss, Dan.

Svend, hast du Werkzeug dabei? Natürlich.

Echt jetzt?

Wir öffnen die Garage, wenn es dunkel wird. Okay?

Verstanden.

* Gelächter der Gäste, ruhige Klaviermusik *

* Räuspert sich. * Es tut mir leid, das zu sagen.

Aber die Küche schließt um 22 Uhr.

Vielleicht sollte ich jetzt die Vorspeise servieren?

* Handy klingelt. * Das ist er. Einen Augenblick.

Dan?

In Hundested?

Immer noch? Verdammt, Dan.

Nein, ich... Nein, ich fahre dann nach Hause.

Ja. Bis dann.

Äh, nein. Also, irgendwie sollte es wohl heute nicht sein.

Lassen wir das mit dem Essen.

Ich hätte gern die Rechnung. Danke. Ja.

Was hat sie gesagt?

Du weißt doch, Marianne ist Profi.

Sie weiß, dass wir das Baby finden müssen, also fährt sie heim.

Alles klar.

Marianne Juul?

Thomas Anderson. Hey, ist das lange her.

Schon zu lang. Zuletzt waren wir bei der Abiturfeier.

Ja, das kann gut sein. Trinken wir noch ein Glas Wein?

Bin eigentlich schon auf dem Heimweg.

Ärgerlich. Ich würde gerne hören, wie es dir, na ja, ergangen ist.

Würdest du? Ja.

Sag mal, du bist jetzt Polizistin?

Ja, ich bin in der kriminaltechnischen Abteilung.

In der kriminaltechnischen Abteilung. Was macht man da?

Ich will nicht über Arbeit reden. Verstehe ich.

Hast du Kinder bekommen und so?

Ja, ich habe eine Tochter. Laura. Sie ist 19.

Sie ist inzwischen ausgezogen.

Meine Große hat auch das Nest verlassen.

Das kenne ich also sehr gut.

Es ist gar nicht so einfach, sich daran zu gewöhnen, finde ich.

Sicher, dass du nicht noch Zeit für ein schnelles Glas Wein hast?

Ist so schön, dich wiederzusehen.

Hier ist die Rechnung. Soll ich die Flasche vielleicht einpacken?

Nein. Ich finde, dass wir sie jetzt einfach aufmachen sollten.

Selbstverständlich.

Setz dich.

* Spannungsvolle Musik *

* Freiton *

"Hallo?" - Hallo, Kalle.

"Was ist? Es ist schon echt spät."

Wegen der Adresse von dem Fahrzeughalter von dem Auto.

Ja, da habe ich was gefunden. Eine Marianne Sommerdahl.

Marianne Sommerdahl? - "Ja, sie wohnt Strandvej 601."

Strandvej 601.

"Das ist jedenfalls das, was ich hier finde."

Danke, Kalle. - "Schönen Abend noch."

Ja. Danke, dir auch.

* Ruhige spannungsvolle Musik *

* Dumpfes Krachen *

(flüstert) Drei, zwei, eins.

Polizei! Polizei!

Polizei!

(Mann) Was machen Sie hier?

(mit Nachdruck) Was machen Sie hier? - Ähm.

Kein John Frandsen. Er ist nicht da.

Was ist das? Hier ist niemand.

Verdammter Mist!

Sie dürfen hier nicht parken.

Die Tankstelle ist geschlossen. - Ja, ist klar. Natürlich.

Helsingor 04 an Zentrale.

Was macht er mit dieser ganzen Babyausstattung?

Das ist keine Garage, das ist ein Kinderzimmer.

* Handy klingelt. * Hier Svend.

Was gibt's, Svend? Was ist los?

Eine Wachfirma hatte Kontakt mit Frandsen

bei der OK-Tankstelle in Helsingor.

Was? Lau verfolgt ihn.

Ruf Lau an und sag ihm, dass wir uns an der Tankstelle treffen.

Lau, hier Flemming.

"Hey. Totale Scheiße, wir haben ihn verloren." Was?

Ja. Wir waren ihm auf den Fersen.

Aber er ist über die Schranke verschwunden.

"Tut mir echt leid." Das kann nicht wahr sein.

Er hat ihn verloren. Ja.

Bravo 0903, over.

(Frau) "Alpha 0105, over."

Wir brauchen verfügbare Streifen

zur Absperrung der E-47 in beide Richtungen.

Der Verdächtige ist männlich, 52 Jahre,

fährt in einem gelben Mustang Cabrio.

Er hat möglicherweise ein Baby im Auto. Over.

"Verstanden. Over."

* Reifen quietschen. *

* Reifen quietschen. *

Dann hat sie alles verloren und ist wieder mit Bertie zusammen.

Und ... Mette und Karsten, die haben geheiratet. Stimmt.

Im Gymnasium haben die beiden sich total gehasst.

Weißt du noch? Weiß ich noch.

Die ist leer. Ich bestelle lieber 'ne neue. Kellner!

Thomas, äh...

Hör mal ... ich muss nach Hause.

Okay.

Also nach Hause.

Hey, das muss ich wirklich. Es war...

Das war total nett. Ja, ist echt nett gewesen.

Ja.

Marianne?

Marianne?

* Lied: "What A Waste" von Kaya Brüel *

* Ruhige melodische Jazzmusik *

(Mann) Guten Morgen. (Svend) Ist er gut?

Wie kann Lau den Mann einfach verlieren?

Wie schwer kann es denn bitte sein,

einen Mann in einem gelben Mustang zu finden?

Und wie kann es sein, dass unsere Kollegen

ihn danach nicht mal mehr finden können?

Wie verdammt bescheuert ist das denn?

Und Marianne geht einfach nicht ran.

Svend kann jetzt nach Hause

und seinen neuen Brotbackautomaten ausprobieren,

und wir beide gehen den Fall noch mal durch.

Also, das kriege ich geschenkt. Hört sich gut an.

So eine verdammte Scheiße, Mann!

Hey, Dan. Ja?

Lau hat das Auto von Frandsen gefunden, direkt am Strandvej.

Wo genau? Auf dem Parkplatz bei Marienlyst.

* Er stöhnt leise. * Guten Morgen.

Ich muss los. Okay.

Mach's gut. Du auch.

* Spannungsvolle Musik *

Hey, Dan. Habt ihr das Kind gefunden?

Negativ. Aber der Motor ist noch warm.

Er muss in der Nähe sein. Er hat 'nen Platten.

Okay. Er ist hier runtergekommen und dann hier stehengeblieben.

Hier drin ist nichts. Okay. Er ist zu Fuß weiter.

Er will runter zum Strand. Er hat nicht die Hauptstraße genommen.

Ihr beide runter zum Strand. (Lau) Verstanden.

Hier ist auch nichts. Gar nichts.

Svend, Benjamin, ihr nehmt den Wohnblock,

und wir checken das Hotel, los.

Du nimmst die Treppe und ich den Aufzug.

Wir treffen uns im Vierten.

* Dynamische Musik *

* Tür schließt sich. *

Marianne? Was zum Teufel machst du hier?

* Fahrstuhl piept. *

Hallo, Schatz. Hey.

Aber...

Hey, möchtest du nicht meine Nummer haben, Marianne?

Ich glaube, du solltest Marianne nach Hause fahren.

Bring Marianne nach Hause.

* Ruhige betrübte Musik *

Es tut mir wirklich leid, Schatz. Es ist einfach passiert.

Entschuldige bitte.

Ich habe da gesessen und auf dich gewar...

Verschon mich mit Einzelheiten.

Ich ziehe runter aufs Boot.

Rühr mich nicht an! Jetzt steig aus. Los, steig aus.

Raus. Raus!

* Betrübte Musik läuft weiter. *

* Bellen *

Was ist denn, Schatz? Komm.

Was ist denn los mit dir, Mäuschen?

Komm. Komm. Raus an die frische Luft mit dir.

* Handy klingelt. *

"Hier ist die Mailbox von Dan Sommerdahl."

* Unheilvolle Musik *

* Handy klingelt. *

Ich dachte mir schon, dass du dich hier versteckst.

Willst du nicht rangehen?

Ich habe nichts zu sagen.

Tag, Marianne.

Ich heiße John.

Wissen Sie, wo meine Familie ist?

Alice und Nikolaj? Ja.

Nein, weiß ich nicht.

Ich kann sie anrufen. Ich rufe an. Ich habe ihre Nummer.

Es ist noch früh. Kann sein, dass sie noch schlafen.

"Hier ist die Mailbox von Dan Sommerdahl."

Na ja, das...

"Dan my man"? Zum Teufel, was soll das?

Sie sagen mir jetzt sofort, wo Alice und Nikolaj sind, verstanden?

Da ist Simba.

* Bellen *

Was ist los mit dir, Simba?

Ich rufe mal deine Frau an.

Entschuldigung, ich will nur wissen, wo Alice und Nikolaj...

* Handy klingelt. * Scheiße. Nicht mit mir.

Geht nicht ran. "Hinterlassen Sie eine Nachricht."

Ich checke mal meine Mailbox.

(John) "Was soll das?

Sie sagen mir jetzt sofort, wo Alice und Nikolaj sind, verstanden?"

Nimm den Wagen. Ich laufe.

* Rasante Musik *

Wir werden jetzt schön die Wahrheit rausfinden, Sie und ich.

Sie müssen mir nur erzählen,

an welchem Ort Nikolaj und Alice sich aufhalten, okay?

Sie müssen es mir einfach nur sagen.

Marianne?

Marianne, ist alles okay? Hörst du mich?

Wir brauchen einen Krankenwagen zum Strandvej 601. Sofort.

Und Verstärkung.

(leise) John Frandsen. Was? Was sagst du?

Es war John Frandsen. John Frandsen?

Das ist John Frandsen.

Hör jetzt auf. Dan, verdammt, es reicht jetzt.

Dan! Dan! Das ist John Frandsen.

Wo ist das Kind?

John, wo ist das Kind? Sprechen Sie mit mir.

Jetzt sofort raus damit. Wo ist das Kind, John?

* Düstere Musik *

* Gedämpfte betrübte Musik *

* Die Musik läuft weiter. *

Der Arzt sagt, sie wird keine bleibenden Schäden behalten.

Okay.

Sie muss sich vor allem ausruhen und dann von dem Schock erholen.

Sie hat dreimal angerufen, und ich bin nicht rangegangen.

Dafür gab's 'nen Grund, oder?

Er hätte sie totgeschlagen, wenn wir nicht gekommen wären.

Verdammt. Lass es einfach liegen.

Lass es liegen, Dan.

Lass uns den Fall lösen,

und danach klärst du das mit Marianne.

Ja. Okay?

Komm her. Komm her.

Das wird mir langsam zu dumm hier. Ich will sie einfach nur finden.

Meine Alice und meinen Sohn.

Jetzt sage ich Ihnen mal was.

Sie haben Gewalt gegen einen Staatsbediensteten ausgeübt.

Dafür wandern Sie in den Knast. Wie dumm sind Sie eigentlich?

Wo ist Frau Abakumows Baby? Ich kenne sie nicht weiter.

Sie hat nur bei mir geputzt. Sie war in Ihrem Auto.

Ein Zeuge hat gesehen, dass Sie sie am Freitag daran hindern wollten,

aus Ihrem Auto auszusteigen.

Okay, letzte Woche habe ich einen Bekannten getroffen,

der nicht wusste, dass Alice und ich uns haben scheiden lassen.

Und der hat mich gefragt, ob wir gerne hier in Helsingor wohnen.

Und?

Das war ein Wendepunkt.

Ich hab geglaubt, dass Alice Nikolaj mit nach Jütland genommen hat.

Ich verstehe nichts von dem, was Sie sagen.

Nein, keiner will mir was über Alice sagen.

Ich habe ja Kontaktverbot. Ja, das weiß ich.

Alice hat ihr Leben lang ihr Geld mit Putzen verdient.

Also habe ich Putzfrauen aus Helsingor geholt,

um sie nach Alice zu fragen.

Und eine von ihnen war Liliya? Ja, falls das ihr Name ist.

Doch sie kannte Alice nicht.

Aber ich konnte sehen, dass sie lügt.

Als sie fertig war, habe ich sie nach Hause gefahren,

in der Hoffnung, dass ich was aus ihr rauskrieg.

Und was haben Sie rausgekriegt? Nichts. Sie hat weiter gelogen.

Sie saß einfach da und starrte auf ein Bild von Nikolaj und Alice.

Dieses Bild? Ja.

Am Hafen wurde sie ganz hysterisch. Und dann haben Sie sie getötet.

Nein. Aber ich war stinksauer, dass sie mich verscheißert.

Hatten Sie mit ihr Sex? Nein.

Falls das Baby stirbt, ist die Anklage Doppelmord.

Wo ist das Kind?

Wie kommen Sie auf die Idee, dass ich was mit dem Baby zu tun habe?

Weil Ihre Garage voller Babysachen ist.

* Er seufzt. * Das ist doch für Alice.

Okay. Wie das?

Alice und ich, wir haben vor zwei Jahren ein Kind verloren.

So etwas tut weh. Jeden Tag.

Aber wenn sie...

Wenn wir erst noch ein Kind kriegen,

wird es ihr bestimmt wieder viel besser gehen.

Sie sind krank im Kopf, Mann. Sie haben selbst Ihr Kind umgebracht.

Dan. Sagen Sie, wo das Baby ist. Sie kommen hier nicht raus.

Ich weiß nicht, wo sich das Kind befindet.

Jetzt machen Sie den Mund auf! Dan.

Ich will mir diesen Mist nicht mehr anhören!

John Frandsen bestreitet, dass er was mit dem Kind zu tun hat.

Und er habe ein Alibi, sagt er. Das scheint leider zu stimmen.

John Frandsen sagt, er sei Freitagabend

beim 50. Geburtstag seiner Schwester gewesen.

Hier Bilder von ihm bei Facebook.

Und zwar von zehn Minuten, nachdem er Ali verlassen hat.

Bis 5.12 Uhr Samstagmorgen. Es war nicht John Frandsen.

Sieht jedenfalls nicht so aus, oder?

Langsam wird es eng.

Wenn das Kind allein ist,

ist es bald zu spät, es lebendig zu finden.

Laus Team sucht in Zone zwei und drei.

Ich habe Svend gebeten, uns einen Tag mehr seines Lebens zu schenken.

Vielen Dank dafür. Gern doch.

Kann sein, dass wir das Kind nicht retten können.

Wir versuchen es trotzdem.

Thor, was gibt's?

Eine Schachtel Valium aus dem Wagen von Frandsen

mit Liliyas Fingerabdrücken drauf.

Die junge Frau hatte Benzodiazepine im Blut.

Der größte Teil des Etiketts fehlt, aber wir können's rekonstruieren.

Das ist echt super, danke.

Svend, finde mit Benjamin raus, wer das Medikament verordnete. Klar.

* Rhythmisches Piepen medizinischer Geräte *

* Bedrückte Musik *

* Dynamische Musik *

Du kannst jetzt nach Hause gehen. Der Mann von Alice wurde gefasst.

Ich übernehme das jetzt. Verstanden.

Und John ist wirklich eingesperrt? Versprochen?

Ja, das kann ich versprechen. Und zwar für viele Jahre.

(seufzend) Das ist fantastisch.

Es war sehr nett, dass Nikolaj und ich hierbleiben konnten.

Ich kann Ihre Situation besser verstehen, als Sie vielleicht ahnen.

Aber was ist, wenn nun Johns Alibi halten sollte?

Lässt man ihn dann wieder laufen oder...

Dann bleibt noch der gewalttätige Übergriff auf eine Polizistin.

Er ist heute Morgen in unser Haus eingebrochen und hat mich bedroht,

um herauszufinden, wo du und Nikolaj stecken.

Nein. Das kann nicht sein, Marianne.

Oh nein. Entschuldige. Dich trifft doch keine Schuld.

Doch, ich hätte mich nie mit ihm einlassen dürfen.

Unsinn. Manchmal tut man Dinge, die man dann später schwer bereut.

Das kann man wohl sagen.

Ich lasse euch nach Hause fahren.

Danke.

Wann, denkst du, ist dieses Etikett fertig?

Noch zwei, drei Minuten, dann haben wir's.

* Handy klingelt. *

Hey, Laura, bist du im Krankenhaus? "Ja, ich bin gerade angekommen."

Ist Mama wach? "Nein. Sie ist nicht hier."

Was? "Sie hat sich selbst entlassen."

Hat sich selbst entlassen? "Ja. Ich weiß nicht, wie."

Laura, das kann doch nicht sein. Ich...

"Papa?" Sie ist wirklich hier.

"Ist sie bei dir? Sie ist bei dir?"

Ja, wir reden nachher. Tschau. "Papa!"

Marianne, was ist denn los?

Laura ist im Krankenhaus, dich besuchen.

Können wir miteinander reden? Ja.

Aber der Arzt sagt, du sollst auf dich aufpassen.

Wir zwei müssen reden. Bitte.

Jetzt?

Aber ich bin mitten in einem Fall.

Ja, jetzt. Hier?

Ich bin in meinem Büro, ja?

* Betrübte Musik *

* Tür wird geöffnet. *

Woher kennst du den Mann?

Wir gingen zusammen aufs Gymnasium. Damals haben wir viel geflirtet.

Und dann war er gestern plötzlich da.

Und dann hast du einfach gedacht,

"endlich kann ich mal mit ihm vögeln", oder was?

Ich habe keine Lust, auf die Art darüber zu reden.

Das ist doch krank. Absolut krank.

Du hast mich in unserer Silberhochzeitsnacht betrogen.

Und du hast mich in unserer Silberhochzeitsnacht

zum tausendsten Mal versetzt.

Ich kapier das einfach nicht!

Du kapierst nie was. Du bist ja nie hier, Dan.

Hör auf. Du stehst ja neben dir.

Ich kümmere mich um meine Arbeit, meine Familie und um dich.

Und du glaubst, dass es so läuft? Komm runter von deinem Podest.

Am besten, ich sage überhaupt nichts mehr.

Wir wissen jetzt, wem das Valium gehört.

Sehr gut. Los, bloß schnell weg von hier.

Du sagst einfach, wenn du über Marianne reden willst.

Danke, aber nein, danke.

* Spannungsvolle Musik *

Nein, du darfst sie nicht vor der Trauung sehen.

Ich sage nur schnell mal Hallo. - Nein, Karl. Nein, nein.

Gib mir den da. Ja, so.

Hallo.

Herr Sommerdahl. Stimmt genau.

Darf ich Ihnen meinen zukünftigen Schwiegersohn vorstellen?

Offizier Karl Nielsen.

Mein Schwiegersohn hat gerade den Brautstrauß abgeliefert.

Ach so, das ist ja heute. Viel Glück.

Wir müssen uns Ihre Schwiegermutter für einen Augenblick ausleihen.

Ja, okay. Geht klar.

Worum geht's denn?

Wir haben im Zusammenhang

mit den Ermittlungen im Mordfall am Nordstrand

eine Schachtel Valium mit den Fingerabdrücken der Toten gefunden,

die Sie sich verschrieben haben, erinnern Sie sich?

Ja, vielleicht stammt diese Schachtel aus einer Tasche,

die mir vor ein paar Wochen gestohlen wurde.

Haben Sie die als gestohlen gemeldet? Ja, überprüfen Sie es.

Warum nehmen Sie Beruhigungsmittel?

Das ist wohl Privatsache.

Hm.

Helfen Sie illegal eingereisten Frauen?

Verschreiben Sie sich selbst Medikamente,

um sie an Liliya weiterzugeben?

Nein. Nein. Ich habe doch gesagt, ich kenne diese Frau nicht.

(Frau) Mama?

Tut mir leid, dass ich nicht weiter behilflich sein kann,

aber ich muss jetzt zu meiner Tochter.

Auf Wiedersehen. Auf Wiedersehen.

Mama! - Ist gut, ich komme ja schon.

Diese Dame lügt. Sie nimmt bestimmt kein Beruhigungsmittel.

* SMS-Ton *

Benjamin hat die Reinigungsfirma ermittelt,

bei der Liliya laut John Frandsen gearbeitet hat:

Gebäudereinigung Helsingor.

Hallo?

Hallo!

Tag. Flemming Torp, Kriminalpolizei.

Tag. Schön, Sie wiederzusehen.

Womit kann ich helfen?

Ein Zeuge behauptet,

dass Liliya Abakumow für die Gebäudereinigung gearbeitet hat.

Unwahrscheinlich. Hm.

Sie gab Ihre Nummer als Kontakt bei einem Kunden an.

Wie können Sie das erklären? Ich habe keine Ahnung.

Na ja ...

es könnte sein, dass eine meiner Angestellten

eine Freundin an ihrer Stelle zur Arbeit geschickt hat, was weiß ich.

Dann möchten wir gerne mit der Mitarbeiterin sprechen,

die vorgestern bei John Frandsen putzen war.

Ja. Das lässt sich rausfinden.

Und ich habe Ihre Karte, also... Jetzt gleich. Danke.

Aber das kann ich nicht, mein Computer ist bei der Reparatur.

Dann zeigen Sie uns bitte alle Kunden- und Personallisten.

Klar. Haben Sie die hier?

Ja, ja, die habe ich gleich hier vorne.

Vielen Dank, sehr nett. Wo sind Ihre Leute denn heute?

Bei welchem Kunden? Das kann ich so aus dem Stand nicht sagen.

Fangen wir einfach oben an.

Sehr gut, danke. Wer ist Ihr größter Kunde?

Äh... Der Golfclub Helsingor, schätze ich.

Danke. Wir danken Ihnen.

* Angespannte Musik *

Komm schon.

(Frau) "Ich bin nicht da. Hinterlass eine Nachricht."

Jetzt komm, Elisabeth.

Warum spielen wir eigentlich nicht Golf?

Wir haben nicht die richtige Kleidung. Ja, da ist was dran.

Tag. Tag.

Kriminalpolizei. Ja?

Wer ist euer Geschäftsführer hier? Unsere Elisabeth. Da kommt sie.

Äh, Elisabeth? Hallo. Kriminalpolizei.

Elisabeth Tarngard, Geschäftsführerin.

Wie kann ich helfen? Flemming Torp.

Wir suchen nach Informationen über die verstorbene Liliya Abakumow.

Oh Gott. Hat sie hier gearbeitet?

In der Zeitung stand, das Mädchen war illegal hier. Ja, und?

Tja, wir achten hier natürlich auf eine weiße Weste.

Ist jemand von der Gebäudereinigung heute hier?

Ich schätze nicht, dass heute einer da ist.

Haben Sie irgendwelche Personalräume oder so?

Aufenthaltsräume et cetera? Ja. Die sind da drüben.

Hallo?

Hallo!

* Waschmaschine läuft. *

Nein, ist wohl keiner da.

Danke für die Hilfe.

Gerne doch. Viel Glück bei den Ermittlungen.

Ich danke Ihnen. Bis dann. Schon gut.

Was ist eigentlich da unten? Die persönlichen Sachen der Leute.

Die Bags und so weiter.

Die Mitglieder mieten sich die Schränke.

Im Grunde sind alle belegt.

Na ja, sehr viel gibt es hier nicht zu sehen.

Alle haben ihre eigenen Schlösser.

Damit haben wir eigentlich auch nichts zu tun.

Manche wollen eins mit 'nem Schlüssel,

andere mit 'nem Zahlenschloss.

Ich stehe mehr auf Zahlenschlösser.

Das mit dem Schlüssel ist mir zu unsicher.

Den würde ich verlieren.

Und darin ist Platz für alles Mögliche.

Die Golfschläger und Jacken und alles andere.

Das ist sehr praktisch.

Dan? Hm?

* Spannungsvolle Musik *

Schön hierbleiben.

Sie bleiben hier sitzen, okay?

Ja, danke.

Es ist ein Wagen unterwegs.

* Dan räuspert sich. * Sally, kennen Sie Liliya Abakumow?

(mit russischem Akzent) Liliya und ich, wir sind Freundinnen.

Wie, Freundinnen?

Zuerst ich gekommen.

Zwei Jahre in Dänemark.

Und dann Liliya zu Peter Larsen. Nicht gut.

Darum wohnt sie jetzt mit mir. Sie wohnen zusammen?

Ja. Haben Sie Liliyas Baby?

Wissen Sie, wo das Baby ist?

Liliya sagt, ich sie nicht über Kind fragen.

Habt ihr auch zusammen bei der Gebäudereinigung gearbeitet?

Sally, wissen Sie, wer Liliya getötet hat?

Nein.

Warum ist sie tot?

Sally. Könnten Sie uns bitte zeigen, wo Sie wohnen?

Sie und Liliya?

Oh Mist, da ist Marianne.

Du wolltest, dass wir die Forensik anfordern.

Ja, ist mir schon klar,

aber sie muss doch hier nicht selber auftauchen.

Wissen wir, wem das Haus gehört? Einer Scheinfirma.

Svend checkt gerade den Eigentümer.

Ich komme in einer Minute.

So 'n Kindergarten.

Was ist los? Hättest du nicht einen anderen schicken können?

Doch. Aber ich hatte keine Lust dazu.

Am besten einfach ignorieren. Ja. So was in der Richtung.

Dan?

Na dann. Wo müssen wir hin, Sally? Da lang.

Einen Moment.

Mach schon, verdammt. Kommst du?

* Fliegensurren *

Meine Fresse.

Wo schläft Liliya? Gleich hier. Da.

Dan.

Ist das Liliyas Schrift?

Was steht da? Da steht...

"Ich vermisse dich so. Ich vermisse dich so."

Steht da, wen sie vermisst?

Ist das ihre Tasche?

Dann ist das Liliyas Koffer?

Flemming, kannst du Marianne fragen,

ob ihr Techniker den Koffer öffnen kann?

Oh. Was ist das da?

Okay... Das ist ganz schön viel Geld.

Nein. Das kann nicht möglich sein. * SMS-Ton *

Merethe Finsen von der Gebäudereinigung gehört das Haus.

Das gibt's doch nicht. Nein.

Gut, wir bestellen sie ein.

Könnte sie das Baby haben?

Okay, Dan. Könnte sie das Baby haben?

Na ja, sie hat auf jeden Fall ein Mordmotiv.

Wenn Liliya den Betrug der Reinigungsfirma aufdecken wollte.

Kannst du gucken, ob's noch mehr gibt, was wir brauchen können?

Okay, das hier ist meine Aufgabe.

(leise) Herrgott. Kannst du die Jungs bitten, Sally zu holen?

Klar. Komm, Flemming.

Möchten Sie einen Kaffee, Merethe? Ja, danke.

Mit Milch? Einfach schwarz.

Haben Sie selbst Liliya Abakumow umgebracht? Nein.

Aber Sie kennen sie. Ist doch richtig, nicht wahr?

Ja. Sicher.

Wissen Sie auch, wo ihr Kind ist? Sie hat 'n Kind, wirklich?

Ja, hören Sie auf mit der Schauspielerei.

Das wusste ich nicht. Das Kind verdurstet vielleicht gerade.

Sie war schon länger weg. Ich wusste nicht, dass sie schwanger war.

Wie können Sie nur hilflose Frauen ausnutzen? Ich helfe ihnen.

Sie machen Gewinn, indem Sie tun, als arbeiten nur Dänen für Sie.

Die meisten sind illegal und verdienen 47 Kronen die Stunde.

47 Kronen sind viel für illegale Flüchtlinge.

Ich gehe für sie ein Risiko ein. Ich sehe darin nichts Falsches.

Bei zehnfachem Profit? Ernsthaft?

Wissen Sie, Merethe? Ich glaube, Sie sind echt okay.

Was war da los? Hat sie Ihnen gedroht? Womit denn?

Dass sie uns von Ihren illegalen Arbeitskräften erzählt?

Nein, ich... Hat sie Sie erpresst?

Wir haben bei ihr 70.000 Kronen gefunden.

Gaben Sie ihr die, damit sie den Mund hält?

Haben Sie sie umgebracht? Nein. Ich habe sie nicht angerührt.

Wo waren Sie Freitagabend und -nacht?

Ich war zu Hause und habe die Abrechnung gemacht.

War jemand bei Ihnen oder ist vorbeigekommen? Nein.

Die Abteilung für Wirtschaftskriminalität

wird den Betrugsfall übernehmen.

Wegen der Sache mit dem Mord hören Sie mehr,

wenn die kriminaltechnischen Untersuchungen fertig sind.

Und Sie werden auch etwas von der Ausländerbehörde hören.

Ja. Darf ich jetzt gehen?

Damit Sie einen Rundruf starten

und der Rest Ihrer Mitarbeiter abtaucht?

Sie kommen in Untersuchungshaft, bis die Anklage fertig ist.

Aber...

So, Merethe. Da lang.

Hey. Was hat Marianne gesagt?

Dieses Ultraschallbild haben sie unter Liliyas Matratze gefunden.

Können wir sicher sein, dass das Liliyas Baby ist?

Nein, aber die von der Klinik sagen,

dass dieser Scan-Code von ihnen stammt.

Ich werde mal in deren E-Mail nachsehen,

wer dieses Ultraschallbild bestellt hat.

Ich habe doch gesagt, ich will keine gelben Blumen.

Bei der Tischdekoration sind gar keine gelben.

Das sehe ich, aber wenn Sie die gelben Blumen

aus den Sträußen entfernen könnten.

Die kommen sofort weg. - Ich danke Ihnen.

Was? Die Hochzeit ist gleich. Zuerst werden Sie mit uns sprechen.

Wir wissen, dass Sie Liliya während der Schwangerschaft betreut haben.

Sie haben uns angelogen und so die Ermittlungen verzögert.

Stirbt das Kind, dürften Sie wegen Beihilfe zum Mord angeklagt werden.

Okay.

Liliya kam bereits damals zu mir,

als sie draußen bei dem jungen Mann wohnte.

Er hatte ihr die Ehe versprochen.

Sie war unglücklich. Und schwanger.

Ja.

Wissen Sie, wer der Vater ist? Nein.

Sie war im dritten Monat, als sie nach Dänemark kam.

Sie war nicht direkt gläubig, aber sie wollte nicht abtreiben.

Sie wollte das Kind also gern behalten? Nein.

Sie wollte es zur Adoption freigeben.

Wie denn? Sie war illegal. Ja.

Aber das Rote Kreuz hat zwei Arztpraxen eingerichtet,

für illegale Einwanderer.

Also hat Liliya denen das Kind überlassen?

Das war der Plan.

Aber?

Die Geburt war genauso schwierig wie ihre gesamte Schwangerschaft.

Sie sind bei der Geburt dabei gewesen? Ja.

Es war aber eine Totgeburt. Ich kann nicht darüber sprechen.

Geht das nicht morgen? Nein, das geht nicht.

Starb es, weil Sie was falsch gemacht haben? Nein.

So manches Leben vergeht einfach.

Und wo ist das Ganze vor sich gegangen? Auf meinem Sofa.

Wo ist das Kind begraben worden?

Weiß ich nicht.

Na ja, Liliya wollte sich allein darum kümmern.

Sie ließen sie einfach mit einem toten Kind weggehen?

Es war ja ihres.

Ich hatte den Eindruck, dass sie es im Meer bestatten wollte.

Ich muss jetzt gehen. Entschuldigung, aber...

Wo waren Sie Freitagabend?

Bei meiner Tochter und dem Schwiegersohn.

Wir schrieben Tischkarten.

Ich hatte zu viel getrunken und dort übernachtet.

Haben Sie eine Idee, wer Liliya den Tod wünschen könnte? Nein.

Liliya wirft ihr totes Baby ins Meer und endet selbst dort.

Irgendwas stimmt da nicht.

* SMS-Ton *

Na toll. Marianne möchte gerne mit mir reden.

Mhm. Ich schaffe das nicht.

Da musst du wohl durch, Dan. Erst müssen wir den Mörder finden.

Den finden wir danach auch noch.

Okay. Also.

Und denk dran, ein bisschen nett zu sein.

Ja, werde ich.

* Ruhige Klaviermusik *

Es tut mir sehr leid,

dass ich dich verletzt habe.

Ich muss es wohl auf irgendeine Weise verdient haben.

Nein, ich glaube nicht. Keine Ahnung.

Dass du was mit deinem alten Schwarm anfängst, macht mich sauer.

Ich möchte damit klarkommen, damit es wieder so wird, wie es war.

Dazu habe ich keine Lust.

Dann finden wir einfach einen neuen Weg.

Das kriegen wir doch hin.

Und ich liebe dich, Marianne, wie eh und je.

Ja, ich liebe dich auch.

Wirklich.

Ich mache uns zwei einen Kaffee.

Schöne Kissen haben wir da.

Sind mir vorher gar nicht aufgefallen.

Dan, ich möchte die Scheidung.

Nein, das willst du nicht. Einen anderen Weg sehe ich nicht.

Was habe ich denn getan? Du hast mich doch betrogen.

Ich bin dauernd nur allein.

Seit 25 Jahren sitze ich hier und warte. Ich kann nicht mehr.

Ich war doch wirklich jeden Tag und jede Nacht da, die ganzen Jahre.

Und wo warst du an Lauras erstem Schultag?

Da war ich wohl bei der Arbeit.

Das ist es, was ich meine. Und wo warst du an ihrem letzten Schultag?

Na ja, da war dieser Fall draußen in Tibirke Bakker.

Stimmt genau.

Dan. Du kannst jetzt nicht gehen.

* Sie seufzt. *

Dieses Foto habe ich aufgenommen.

Also war ich auf jeden Fall da.

Dieses Foto hat deine Mutter gemacht, Dan.

Was willst du eigentlich?

Ich möchte etwas Nähe, verdammt! Ich möchte etwas Kontakt.

Kontakt? Dann solltest du nicht mit einem anderen Mann rummachen!

Entschuldige, Schatz, aber ich habe einfach die Lust verloren.

Auf mich?

Auf uns.

* Melancholische Musik *

Ich will jetzt leben und möchte nicht länger davon träumen,

dass sich mal etwas ändert.

Du weißt nicht, was du da sagst.

Wir können uns nicht einfach scheiden lassen.

Doch, das können wir.

Wir hatten auch ein Leben, bevor wir uns begegnet sind.

Du bist verrückt geworden.

Fick dich.

* Traurige Musik *

* Leise Gespräche *

Ihr seht schön aus.

Danke. - Danke, Mutter.

Ich bin so froh, dich endlich wieder glücklich zu sehen.

Danke. Ich kann das hier immer noch nicht fassen.

Ich auch nicht. * Babyschrei *

Oh...

Ich glaube, er hat Hunger. - Ja.

Ich suche einen Platz, wo ich ihn kurz mal stillen kann.

Gut. Soll ich mitkommen? - Nein, nein. Ist schon gut.

Sicher? - Ja.

Hallo. - Hallo. Das ist sehr nett.

Schön, dich zu sehen, Onkel Mads.

Schau mal, Schatz.

Wo wollt ihr hin? Wolltest du nicht mit Marianne reden?

Man kann sich nicht scheiden lassen und ein schlechter Polizist sein.

Sie will sich scheiden lassen? Habe ich doch gesagt.

Wo wollt ihr hin?

Merethe Finsen hat uns die Adresse gegeben,

wo die illegalen Frauen heute arbeiten.

Die wissen mehr über Liliya. Okay.

Wir gehen auf 'ne Hochzeit.

* Jubel und Applaus *

Da sind sie, die Frauen vom Flohmarkt.

(Mann) So, wir möchten es nicht mehr weiter in die Länge ziehen.

Der Bräutigam möchte nun ein paar Worte zur Braut sagen.

* Er räuspert sich. * Mal sehen, ob ich noch alles weiß.

Nanna, geliebte Nanna.

Wir sind schon seit vielen Jahren zusammen.

Und ich glaube, ihr alle hier wisst genau,

wie hart wir zwei kämpfen mussten, um ein Kind zu bekommen.

Und als ich letzten Juli nach Afghanistan ging,

hatte ich die Hoffnung auf eine Familie aufgegeben.

Aber du nicht, geliebte Nanna.

Und heute haben wir uns hier versammelt,

und der kleine Mann liegt da und schläft ganz ruhig.

Und du bist so schön. Eine Sekunde.

Danke an meine liebe Schwiegermutter Regitze,

die Haus und Garten zur Verfügung stellt.

* Telefon klingelt. *

Hier Benjamin. Checkst du mal was auf Facebook für mich.

Klar. Was denn? Was soll ich suchen?

Ich würde wetten, dass Nanna Jung niemals schwanger war.

Was?

"Überprüf ihr Profil." Warte kurz.

"Bist du noch da?" Ja.

"Was siehst du?"

"Hey, Benjamin?" Da muss ich dich wohl enttäuschen.

Da sind Bilder vom ganzen Verlauf.

Da ist der Schwangerschaftstest. Der dicke Bauch.

Da sind sogar die Ergebnisse von Blut- und Urinproben.

Findest du auch irgendein Ultraschallbild?

Ja. Da ist eins.

Benjamin, Liliya Abakumows Ultraschallbild

hängt drüben an der Tafel.

"Geh hin und vergleich's mal.

Bist du da? Kannst du's sehen?

Hast du's?" Ja, ich hab's.

"Ja, und? Was ist?"

Shit. Sie sind völlig identisch.

Danke.

Wenn es um die tote Frau geht, dann muss es bis morgen warten.

Bitte setzen Sie sich. Und zwar alle.

Ich verstehe, dass Sie unbedingt ein Kind wollten. Ja, und?

Nanna, Sie konnten eigentlich keine Kinder bekommen, stimmt's?

Nein, das war schwierig. Dann konnten Sie es plötzlich doch.

Das muss eine Überraschung gewesen sein, Karl.

Ja, das war es.

Können wir jetzt? Setzen Sie sich.

Sie waren während der Schwangerschaft

in Afghanistan stationiert?

Ja, das ist korrekt.

Sie waren auch bei der Geburt nicht zu Hause? Nein.

Ich landete einen Tag, nachdem der kleine Mann geboren wurde.

Nanna, das ist gar nicht Ihr Kind, stimmt's?

Selbstverständlich ist das unser Kind.

Das ist Liliya Abakumows Kind.

Na klar ist das unser Kind.

Wovon sprechen Sie bitte?

Sie irren sich.

Die Mutter wollte ihn nicht haben.

Und wir beide wollten doch so gerne...

Aber ich habe doch deinen Bauch wachsen sehen, Schatz.

Das kann unmöglich sein.

Karl, das war meine Idee.

Die Mutter kam zu mir und wollte das Kind zur Adoption freigeben.

Ich gab ihr 70.000 Kronen, damit sie nach Russland zurückgeht

und ein neues Leben anfangen kann.

Sagt mal, seid ihr verrückt?

Du wolltest doch so gerne ein Kind haben, Karl.

Ich habe nur versucht, dir deinen Wunsch zu erfüllen.

Wer von Ihnen hat Liliya getötet?

Also?

Wer von euch hat die Mutter umgebracht?

Hey, hey, hey. Ganz ruhig.

Jetzt mal ganz ruhig. Lassen Sie mich los!

Beruhigen Sie sich. Ich bin ruhig!

Bauen Sie keinen Mist. Nanna? Nanna?

* Spannungsvolle Musik *

* Baby gluckst leise. *

Nanna?

Nanna, geben Sie mir das Kind.

Nicht näherkommen. Bleiben Sie, wo Sie sind.

Keinen Schritt weiter.

Ich bleibe hier stehen.

Ich bleibe hier.

Was ist passiert?

* Baby gluckst. *

Die ersten Wochen,

da habe ich mich nicht getraut einzuschlafen,

weil ich Angst hatte, dass Liliya zurückkommt.

Aber dann hatte ich mich daran gewöhnt,

den warmen Körper des kleinen Jungen an meinem zu spüren.

Und Karl fing an, mich zu lieben,

wie er mich vorher noch nie geliebt hatte.

Er sagte, dass ich jetzt endlich seine Auserwählte sei.

Ja, ja. Sch.

Mein Schatz.

Aber sie wollte ihn zurückhaben.

Ich habe nur um meine Familie gekämpft.

* Dramatische Musik *

Beruhigen Sie sich. Alles wird gut.

Nein. Doch, das ist so am besten.

Nein. Geben Sie her.

Nein. Nein. Doch.

Alles wird gut. Alles wird gut.

Es geht ihm sehr gut.

Ich wusste ehrlich nichts davon. Das ist uns völlig klar.

Darf ich ihn im Arm halten?

Gute Arbeit, Sommerdahl.

* Sanfte Klaviermusik *

* Pianoversion von "Never Gonna Give You Up" von Rick Astley *

* Gefühlvolle Ballade *

* Lied läuft weiter. *

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2020

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