All language subtitles for Profiling.Paris.S03E09.Das.Geisterhaus.German.DL.1080p.BluRay.x264-RSG

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Original subtitles

Ich wollte von Anfang an nicht auf diese Party. Hier sieht man ja kaum die Straße.

- Wo ist denn diese Abzweigung? - Vorsicht!

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- Und was machen wir jetzt? - Einen Abschleppdienst rufen.

Abschleppdienst? Hier mitten in der Pampa gibt es doch kein Netz!

- Hast du eine bessere Idee? - Wir brauchen ein Festnetztelefon.

Hallo?

Jemand zu Hause?

- Hier ist kein Mensch. - Solange ein Telefon da ist.

Mal sehen. Verdammt, kein Strom.

Oh Mann, oh Mann, oh Mann, oh Mann, oh Mann.

- Sieh mal hier, die könnten helfen. - Danke.

Fred, sieh mal!

Sag mal, bist du wahnsinnig? Ist doch nicht zu fassen!

Ich bin böse.

- Hast du das gehört? - Ist da jemand?

Da ist Blut. Eine Blutspur.

Was wird denn das jetzt?

Fred!

PROFILING PARIS

DAS GEISTERHAUS

- Guten Morgen. - Guten Morgen.

Den letzten Abend werde ich so schnell nicht vergessen.

- Kann ich mir vorstellen. - Danke, dass Sie den Fall übernommen haben.

Was wissen wir über das Opfer?

Ihr Name ist Camille Janvier, Architektin, aber sie war nicht mehr tätig.

Sie war seit zehn Jahren verheiratet mit Nicolas Janvier.

Sie haben einen 9-jährigen Sohn, Theo.

Wissen wir, wo der Mann und der Sohn sind?

Nein. Nicolas Janvier ist Unternehmensberater.

Er ist also arbeitsbedingt viel unterwegs. Seine Handynummer kennen wir noch nicht.

Wenn der Vater auf Geschäftsreise ist, stellt sich die Frage, wo sein Sohn steckt.

Ich weiß, das hab ich mich auch schon gefragt.

Die gute Nachricht ist, dass die Blutspuren vermuten lassen,

dass es nur ein Opfer gibt. - Gut. Versucht, den Ehemann zu erreichen.

- Ich will ihn sprechen. Und wir müssen den Sohn finden. - Ja.

Hey.

- Guten Morgen. Wie geht's? - Gut.

Gleich hier.

- Ist sie heruntergestürzt? - Sie muss versucht haben, zum Telefon zu kriechen,

aber hat es nicht mehr geschafft. - Gibt es Einbruchsspuren?

Nein. Als wir nachts halb eins hier waren, haben wir oben Geräusche gehört.

Da war der Täter vielleicht noch hier.

Dieses Haus ist unglaublich. Finden Sie nicht auch?

- Ja, erinnert mich voll an "Shining". - Willst du dir das wirklich ansehen?

Na, um die Tat zu analysieren, wäre das sinnvoll.

- Du musst dich damit nicht un- nötig belasten. - Es wird schon gehen.

Einen Unfall können wir gleich ausschließen.

Das Opfer hat Wunden am ganzen Körper, die nicht von dem Sturz stammen können.

Die Röntgenaufnahmen werden es bestätigen.

Ihr wurden diverse Rippen gebrochen, das Becken, das Schlüsselbein.

- Sie muss sich gewehrt haben. - Das heißt,

abgesehen von dem Sturz wurde sie noch verprügelt? - Das vermute ich, ja.

Ich verliere die Beherrschung und stoße dich von der Brüstung.

Ein cholerischer Wutausbruch. Ich kann nicht von dir ablassen.

Als würde der Sturz nicht ausreichen.

Als müsste der Mörder ihr noch mehr Schmerzen hinzufügen!

Bei dieser Art von Brutalität kennt der Angreifer sein Opfer

oder es stellt etwas Unerträgliches für ihn dar.

Gut. Ich prüfe, ob es hier noch ähnliche Angriffe gab.

Für eine Architektin musste dieses Haus ein Traum sein.

- Ja, bis es zum Alptraum wurde. Danke. - Sind Sie Chloé Saint-Laurent?

Julie Rodier, Sozialassistentin. Ich komme im Auftrag von Richterin Bourdon.

Ich bearbeite den Sorge- rechtsfall Thomas Rocher

und erstelle das Gutachten über die Erziehungsfähigkeit.

Laut seiner Akte scheinen Sie seine engste Mitarbeiterin zu sein?

- Ja, Sie haben recht, aber... - Würden Sie mir ein paar Fragen beantworten?

In der Nähe ist ein Café. Ich verspreche, es dauert nicht lange.

Es folgt eine Vermisstenmeldung. Der kleine Theo Janvier, 9 Jahre,

circa eins dreißig... - Ja, genau. Theo Janvier, blond,

9 Jahre, ungefähr 1,30 m. - Wo waren Sie denn? Ich konnte Sie nicht erreichen.

- Ich muss Sie sprechen. - Nicht jetzt. Die Eltern von Camille Janvier erwarten uns,

um die Leiche zu identifizieren.

Sie bestätigen, dass der Ehemann auf Geschäftsreise ist.

Das Problem ist, dass sein Sohn Theo gestern bei seiner Mutter sein sollte,

aber weder Schulfreunde noch Angehörige ihn gesehen haben.

Die Vermisstenanzeige läuft.

Camille, oh mein Schatz!

- Unser Beileid. - Sie sagen, sie wurde zu Tode geprügelt?

- Es tut mir leid. - Wer tut denn so etwas?

Ich verspreche Ihnen, dass wir ihn finden. Wenn Sie noch Zeit brauchen sollten...

Das Allerwichtigste ist, Theo wiederzufinden.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Nicolas dahintersteckt. Sie war sein Ein und Alles.

Wie haben Camille und Nicolas sich kennengelernt?

In einer Bar, es hat sofort gefunkt. Er war wie für sie geschaffen.

Ich dachte, es würde nicht lange halten, weil er so viel älter war als sie.

Sie hätten jetzt ihren 10. Hochzeitstag.

Nicolas hat sie vielleicht nicht umgebracht,

aber er hätte dort sein sollen, um sie zu beschützen.

Es wirkt so, als würde er sehr viel arbeiten.

Ja, sie war meistens allein in diesem Haus. Sie sind aufs Land gezogen,

weil der Herr nicht mehr in Paris leben wollte. Alles seine Idee.

Er hat sie überredet, ihren Job zu kün- digen. Er hat sie aus ihrem Leben gerissen.

Du übertreibst. Du weißt, dass sie sich geliebt haben.

Im Augenblick wollen wir niemanden beschuldigen.

Und wir können nicht wissen, ob Ihr Schwiegersohn nicht auch in Gefahr ist.

Haben die zwei irgendwelche Feinde?

Geht es Ihnen nicht gut, Madame Rivette?

Camille wollte nicht, dass ich es dir erzähle.

Dann hättest du wieder gesagt, du hättest es gleich gewusst. Sie war deprimiert.

Theo war in der Schule und ihr Mann war im- mer unterwegs. Sie war ziemlich vereinsamt.

- Das hat sie nicht sehr gut weg- gesteckt. - Was meinen Sie?

Sie hat mir erzählt, dass im Haus merkwürdige Dinge passieren würden.

Seltsame Geräusche. Gegen- stände, die verschwunden sind.

Sie hatte das Gefühl, dass jemand ihr Böses wollte.

Sie hatte das Gefühl, dass wer ihr Böses wollte?

Das klingt vielleicht verrückt. Sie nahm an, dass es ein Geist war.

Und dass es dort spuken würde.

Ich soll für Sie Informationen über einen Geist herausfinden.

Wunderbar. Doch Sie wissen schon, dass es Geister eigentlich nicht gibt?

Nicht im wahrsten Sinne des Wortes.

In der Psychologie bezeichnet man alte Traumata als Geister.

Dieses Trauma spukt im Patienten

und kann jederzeit zum Vorschein kommen, oft mit fatalen Folgen.

Okay, der Geist ist also nur eine Fantasie des Opfers.

Wonach suche ich dann? Gebe ich ein "Kindheitstrauma.com"?

- Konzentrieren wir uns auf das Haus. Da fangen wir an. - Gute Idee.

Wir suchen nach etwas, worauf Camille ihre Ängste hätte projizieren können.

Die Janviers haben das Haus im vergangenen Jahr gekauft.

Vorher war es unbewohnt seit fast einem Jahrhundert.

- Weiß man etwas über die früheren Besitzer? - François und Ernestine Germain,

Eltern von Madeleine Germain. Haben das Haus ihrem Neffen vermacht.

Dieser dann seinem Sohn, der es den Janviers verkauft hat.

- Und was war mit der Tochter? - Mit 17 Jahren ist sie verschwunden.

- Wie, sie ist verschwunden? - Die Eltern sind des Mordes verdächtigt worden.

Aber die Leiche wurde nie gefunden und der Fall 1938 zu den Akten gelegt.

Ah, ich habe Sie gesucht. Lamarck erwartet uns.

Ich glaube, dass Camille eine Depression hatte.

Durch die Einsamkeit hat sie den Bezug zur Realität verloren.

Als Architektin hat sie sich über die Geschichte des Hauses informiert

und hat ihre Angstgefühle auf die Legende

des verschwundenen Mädchens projiziert.

- Hat sie Dinge gesehen? - Nein, ich denke, sie hatte eher ein Gefühl von Beklemmung.

Bei einer Depression kann der kleinste Stromausfall

oder ein vom Wind verursachtes Geräusch

als zusätzlicher Beweis für übernatürliche Erscheinungen interpretiert werden.

- Wusste ihr Mann von ihren Problemen? - Laut ihrer Mutter nicht.

Sie dachte, er würde sie für verrückt halten.

Und sie wollte ihren Sohn vor ihren Ängsten bewahren.

- War sie in Therapie? - Das wird gerade recherchiert.

- Wie weit sind wir mit Nicolas Janvier? - Keine Handy- oder Kreditkartenbewegungen.

Wir haben auch versucht, Kontakt zu Eric Malafosse aufzunehmen,

seinem Geschäftspartner. Seltsamer- weise ist der auch nicht erreichbar.

Wenn wir Nicolas Janvier nicht bald finden, müssen wir den Tatsachen ins Auge sehen.

Entweder versteckt er sich oder ihm ist etwas passiert.

Er könnte seine Frau getötet haben und mit seinem Sohn auf der Flucht sein.

- Warum haben Sie nichts gesagt? - Was meinen Sie?

Diese Sorgerechtsgeschichte wegen Lucas.

- Eine Sozialarbeiterin hat mich ange- sprochen. - Was haben Sie ihr gesagt?

Na, die Wahrheit, dass Sie ein wunderbarer Vater sind.

Thomas, erzählen Sie es mir!

Die Untersuchung erfolgt aufgrund eines anonymen Hinweises.

- Aber ich weiß, wer dahintersteckt. - Barbara Cluzel?

Mir war klar, dass sie skrupellos sein würde, aber nicht, dass es so schnell geht.

Und dass sie meinen Sohn benutzt.

Fundamental wichtig ist, dass Sie in dieser Situation Ruhe bewahren.

Die haben nichts in der Hand, da bin ich mir sicher.

Aber wenn Sie einen falschen Schritt tun, kann sich das Blatt schnell wenden.

Es gibt Neuigkeiten.

Ich habe mich näher mit dem Haus beschäftigt

und mir ist etwas aufgefallen. Sehen Sie hier.

Die Spurensicherung hat einen Plan des Hauses angelegt.

Der entspricht aber nicht dem Gebäudegrundriss. Es fehlt ein Raum.

- Wie, es fehlt ein Raum? - Es gibt eine Differenz von 15m?.

Ein verstecktes Zimmer?

Gestern Abend, als wir da waren, haben wir Geräusche oben im ersten Stock gehört.

Der Mörder könnte sich dort versteckt haben, als er uns bemerkt hat.

Sagen Sie Lamarck Bescheid. Wir durchsuchen das Haus.

- Dahinter muss es sein. - Gut. Los geht's.

- Hier, nehmen Sie die! - Was haben Sie vor?

Wonach sieht's denn aus?

Na, sagen Sie mal! Was machen Sie da?

- Das Bücherregal muss weg. - Warum denn?

Damit wir sehen, was dahinter ist.

Im 19. Jahrhundert waren die Toiletten der Herrschaften oft versteckt.

- Und? - Camille war Architektin.

- Sie wusste mit Sicherheit von diesem Raum. - Und?

Sie konnte den Raum sicher betreten, ohne die Wand gleich einzureißen.

Es muss einen Mechanismus geben. Verzeihung.

Bitte! Also reißen wir doch die Wand...

Sag ich doch.

- Er war seit gestern Abend da drin? - Vermutlich.

Aber er hat noch nicht mit uns geredet.

- Das arme Kind. - Ja.

Der Arzt meint, es geht ihm gut. Physisch zumindest.

Was seine Psyche angeht, hat er einen schweren posttraumatischen Schock.

- Er ist zurzeit stumm. - Im besten Fall hat seine Mutter ihn vor dem Mörder versteckt.

Im schlimmsten Fall ist er dem Mörder entkommen,

musste aber den Mord mitansehen.

Ich hoffe nur, dass sein Vater nicht dahintersteckt.

Das würde Theo in ein schwerwiegendes Dilemma stürzen,

in einen tiefen Treuekonflikt.

Als meine Mutter getötet wurde, war ich monatelang stumm.

- Ich erinnere mich. - Was können wir tun?

Vor allem dürfen wir ihn nicht drängen, davon zu erzählen.

Er ist in einer Schockstarre. Ihn jetzt unter Druck zu setzen,

kann seine Beschwerden noch verstärken.

Er bleibt ein paar Tage zur Beobachtung im Krankenhaus. Er braucht Ruhe und Sicherheit.

- Seine Großeltern müssten bald hier sein. - Sehr gut.

Chloé?

- Welche Überraschung! - Was machst du hier?

- Ein Geschenk, einkaufen gehen. - Du siehst blendend aus. Du strahlst richtig.

Danke. Ganz im Gegensatz zu dir, wenn ich das sagen darf.

Ich bin auf dem Weg zum Anwalt, um die Scheidung einzureichen.

Das hat wirklich nichts mit dir zu tun. Es ist einfach nur,

dass ich nach unserer Geschichte realisiert habe,

dass mich und meine Frau nichts mehr verbindet.

Wirklich? Ich meine, da sind die Kinder und alles.

- Du könntest es später bereuen. - Ich bereue nur, dich verloren zu haben.

Ich muss los, ich bin spät dran. Entschuldige mich, bis dann!

Samstag? 18 Uhr? Dann reden wir.

- Wie geht es Theo? - Das ist noch schwer zu sagen.

In den kommenden Tagen werden wir sehen,

wie seine Psyche das Trauma verkraftet.

Sobald er wieder spricht, sind wir einen Schritt weiter.

Also, es gibt noch nichts Neues von Nicolas Janvier, aber mehrere Adressen,

die zu seinem Geschäftspartner Eric Malafosse passen könnten.

Okay, die sollten wir uns ansehen.

Nein, bleiben Sie ruhig hier.

Belasten Sie sich nicht unnötig. Wir sagen Bescheid, wenn es etwas Neues gibt.

- Das ist doch wohl nicht zu fassen! - Ganz ehrlich. Doch!

Er hat recht. Sie sollten sich wegen des Babys zurücknehmen, Chloé.

Aber als guter Kollege habe ich etwas, um Sie zu trösten.

Die Anruflisten der Janviers.

Ui, hoffentlich belastet mich das nicht unnötig.

Kaum Anrufe übers Festnetz, und das gilt auch für Camilles Handy.

Abgesehen von der Mutter und dem Mann,

wenn er auf Geschäftsreise war, keine regelmäßigen Anrufe.

Was ist das für eine Nummer, die seit zwei Monaten immer wieder auftaucht?

Werkstatt Bondoux.

Monsieur Bondoux?

Ja? Kann ich Ihnen helfen?

Ich weiß nicht. Kennen Sie Camille Janvier?

Ja. Warum fragen Sie?

Weil ich gern wissen möchte, warum Camille Sie so oft angerufen hat,

obwohl sie keinen Schaden an ihrem Wagen hatte.

Tragen Sie da ein Pendel um Ihren Hals?

Wenn Sie von Camille kommen, wissen Sie doch, was das ist.

- Sie sind eine Art Medium, richtig? - Was wollen Sie wirklich?

Entschuldigen Sie, ich heiße Chloé Saint-Laurent.

- Ich bin Psychokriminologin und arbeite bei der Polizei. - Aha?

- Camille ist tot. - Wie bitte?

Sie wurde vor zwei Tagen ermordet.

Das kann nicht wahr sein.

Sie hat Sie in den letzten Wochen öfter angerufen. Darf ich fragen, wieso?

Als Camille sich an mich gewendet hat, war sie verängstigt.

- Sie wollte... -... dass Sie Kontakt aufneh- men mit dem Geist von Madeleine Germain?

Woher wissen Sie das? Genau so war es.

Sie hat geglaubt, dass der Geist dieser Frau sie verfolgt hat.

Und dass Madeleine Germain wollte, dass man ihre Leiche findet,

um sie würdevoll zu beerdigen.

Bei unserer letzten Sitzung hat mein Pendel

auf einen ganz bestimmten Punkt auf der Karte gezeigt.

Immer wieder auf den gleichen. Und Camille war überzeugt davon,

dass sie dort hingehen muss. Seit diesem Tag habe ich sie nicht mehr gesehen.

Wissen Sie noch, wo dieser Ort genau war?

Was machen Sie denn hier?

Ich glaube, das hier ist der letzte Ort, an dem Camille vor ihrem Tod war.

- Wussten Sie, dass hier Eric Malafosse wohnt? - Nein!

Warum sind Sie dann hier?

Weil ich durch einen Geist und ein Pendel hergeführt wurde.

Das verstehen Sie jetzt nicht, erkläre ich Ihnen später. Gehen wir?

- Guten Tag. Zu wem wollen Sie? - Guten Tag. Polizei.

- Wohnt hier ein Eric Malafosse? - Ja, mein Mann. Wieso?

Wir suchen seinen Geschäftspartner, Nicolas Janvier. Es ist wichtig.

Mein Mann hat keinen Geschäftspartner.

- Mama? - Ja?

Was ist denn los?

Nichts, alles gut, mein Schatz. Da kommt er gerade.

Sie können ihn direkt selber fragen, wenn Sie wollen.

Wie weit sind wir mit Nicolas Janvier?

Camille Janvier. Sie war zehn Jahre mit Nicolas Janvier verheiratet.

Nicola hat sie vielleicht nicht umgebracht,

aber er hätte dort sein sollen, um sie zu beschützen.

Wenn wir Nicolas Janvier nicht bald finden, müssen wir den Tatsachen ins Auge sehen.

Er könnte seine Frau getötet haben und mit seinem Sohn auf der Flucht sein.

Ich hoffe nur, dass sein Vater nicht dahintersteckt.

Eric Malafosse, kann ich helfen?

Ja. Wir müssen uns unterhalten, Monsieur Janvier.

Ich glaube Ihnen nicht. Absolut unmöglich.

Camilles Eltern haben sie bereits identifiziert.

Und Theo? Wo ist er? Geht es ihm gut?

Es geht ihm gut. Er ist zur Beobachtung im Krankenhaus.

Die Eltern seiner Mutter kümmern sich um ihn.

Leider glauben wir, dass er Zeuge des Mordes geworden ist.

Ich will ihn sehen. Ich will zu meinem Sohn!

Sobald wir wissen, wo Sie die letzten Tage waren.

Wie meinen Sie das? Glauben Sie, dass ich es war? Sie sind verrückt!

Ich hätte so etwas niemals getan! Wir haben uns geliebt!

Sie hatten eine seltsame Art, das zu zeigen!

Mit zwei Frauen in verschiedenen Ecken der Stadt.

In 50 km Entfernung. So dass sie sich nicht über den Weg laufen.

Ist das für Sie Liebe?

Sie verstehen das nicht, das war alles für sie.

Und für uns. Camille wollte die Villa unbedingt.

- Diese Villa hat sie um den Verstand gebracht. - Was meinen Sie?

Sie war dort so einsam, dass sie ge- glaubt hat, ein Geist würde sie verfolgen.

Ja, sie war in der letzten Zeit etwas eigenartig,

aber sie wollte mir nicht sagen, was los war.

Wir versuchen seit zwei Tagen Sie zu erreichen. Wie kann das sein?

Waren Sie bei ihrer zweiten Frau oder wollten Sie der Polizei aus dem Weg gehen?

Ich stelle mein Handy meistens aus, wenn ich zu der anderen Frau fahre.

Dieses Wochenende war ich in Bagnolet, bei Beatrice.

Ich habe Camille seit Freitag nicht mehr gesehen.

- Wo waren Sie Samstagabend? - Im Büro. Ich war fast die ganze Nacht da.

Ich hab noch gearbeitet und war allein!

- Also haben Sie kein Alibi. - Nein.

Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, dass der Staatsanwalt

von Ihrer Familiensituation nicht begeistert sein wird.

Das ist mir egal, ich bin kein Mörder.

Das vielleicht nicht. Aber Ihre Lügen könnten der Grund für diesen Mord sein.

Camille hat es wahrscheinlich unbewusst gefühlt.

Die betäubende Last war das Doppelleben ihres Mannes.

Janvier und Malafosse sind eine Person.

Malafosse hat die Identität von Janvier komplett erfunden.

Geburtsurkunde, Führerschein, Zeugnisse, alles gefälscht.

- Das hat er sich einiges kosten lassen. - Ein Bigamist? So richtig?

Er hatte zwei Frauen? So ein Glückspilz. Er ist mein neuer Held.

Bigamie hat nichts mit einer simplen Affäre zu tun.

Eric Malafosse ist nicht wie ein Hedonist, der an den Frauen nur seinen Spaß hat.

Er ist Ehemann und Familienvater, der insgeheim zwei parallele Leben führt.

- Ist aber selten. - Wie ist es dazu gekommen?

Wahrscheinlich konnte er sich zwischen den beiden Frauen nicht entscheiden.

ARBEITSAMT

Eric und Beatrice haben sich jung kennen- gelernt. Sie sind zusammengewachsen.

Sie haben Phasen der Zweifel durchlebt und der Schwäche.

15 Jahre danach lernt er Camille kennen.

Zu der Zeit ist er schon ein etablierter, selbstsicherer Mann.

Er braucht die Fürsorglichkeit von Beatrice genauso

wie die Bewunderung von Camille.

Er hat Nicolas Janvier erfunden, um Camille heiraten zu können?

Und weil sie die Wahrheit erfahren hatte,

war sie eine Gefahr für das Gleichgewicht beider Familien.

Wie war es für Sie, ihn mit einer anderen Frau teilen zu müssen?

Als das mit Camille anfing, wusste ich es sofort.

Ich dachte, er würde mich verlassen.

Ich habe jeden Tag darauf gewartet. Er hat es aber nie getan.

Die Situation hat sich dann einfach so eingerichtet. Ich habe es hingenommen.

Wie hat Ihre Tochter darauf reagiert, dass er so selten da war?

Am Anfang war es schon ein bisschen schwierig für sie.

Dann hat ihr Vater gesagt, dass er einen neuen Job hätte, und das Thema war durch.

- Mit der Zeit hat sie sich damit abgefunden. - Genau wie Sie?

Wie war Camille drauf, als sie am Samstag bei Ihnen aufgetaucht ist?

Sie war wütend. Sie wollte ihn zur Rede stellen.

Ich habe sie angefleht, es nicht zu tun, zu versuchen, ihn zu verstehen,

aber sie wollte nicht auf mich hören.

Ich war verzweifelt, doch ich schwöre Ihnen, ich hätte sie niemals umgebracht.

Ich habe Eric und Beatrice Malafosse in Gewahrsam genommen.

Wir haben 48 Stunden, um herauszu- finden, wer von den beiden es war.

Es sei denn, sie waren Komplizen.

Dass als Camille die Wahrheit entdeckte,

der schlimmste Alptraum der beiden Realität wurde, stimmt.

Aber ihre Ehe hat auf dem Passiven beruht, nicht auf dem Aktiven.

Einen Mord zu begehen und zu vertuschen, das erfordert,

Entscheidungen zu treffen und zu ihnen zu stehen.

Beatrice ist von der Angst verlassen zu werden wie gelähmt und Eric...

Eric braucht die Liebe beider Frauen. Er würde nicht eine für die andere opfern.

Beatrice sagt, sie war alleine zu Hause. Wo war die Tochter?

Sie hat bei ihrem Freund übernachtet.

Überprüfen Sie, was Lucile am Tag und am Abend des Mordes gemacht hat.

Und befragen Sie sie auch, damit sie ihre Eltern nicht deckt.

In Ordnung.

Gibt es schon was Neues von Theo? Spricht er wieder?

Ich wollte gleich zu ihm ins Krankenhaus.

Gut, aber denk dran, übertreibe es nicht.

Ich wollte eigentlich mit Theo auf das Trampolin.

Halten Sie mich auf dem Laufenden.

- Ich hoffe, ich störe nicht. Darf ich reinkommen? - Aber natürlich.

- Geht es ihm besser? - Er hat immer noch kein Wort gesagt.

- Darf ich vielleicht kurz mit ihm reden? - Aber natürlich.

Theo? Ich lasse euch beide für einen Moment allein, einverstanden?

Ich bin gleich wieder da, mein Großer.

Willst du vielleicht eine heiße Schokolade trinken?

Hauptkommissar Rocher, was für eine Freude, Sie wiederzusehen.

Sind Sie wegen einem Ihrer Fälle hier? Nein?

Oder haben Sie etwa ein privates Problem?

Sie verschwenden Ihre Zeit mit mir.

Wenn Sie Ihre Klage fallen lassen, wird alles wieder gut.

Sie können mich mal.

- Thomas? - Was macht ihr denn hier?

Wir wurden von der Richterin vorgeladen.

- Sie wollte uns verhören, als Großeltern von Lucas. - Und was habt ihr ihr gesagt?

Dass du deinen Sohn liebst und dass du dich so gut du kannst um ihn kümmerst.

Dann ist ja alles bestens.

Sie hat uns viele Fragen gestellt über deine Arbeitszeiten und deinen Beruf.

- Geht es dir wirklich gut zurzeit? - Ja. Ja, es geht mir gut. Warum fragst du?

Die Richterin hat uns ein Video gezeigt, auf dem du dich mit jemandem prügelst.

Das war für eine Ermittlung. Nicht der Rede wert.

Ihr denkt hoffentlich nicht, dass ich Lucas alldem aussetze.

Wir denken gar nichts, Thomas. Wir machen uns Sorgen. Nichts weiter.

Das braucht ihr aber nicht.

Es geht hier nicht um dich, sondern um Lucas.

Du arbeitest ja wirklich viel, und Lucas ist oft allein zu Hause.

Er ist mein Sohn, Charles. Und ich bin immer für ihn da.

Und er ist unser Enkelkind. Und wir könnten ihn...

Na ja, die Richterin fragt sich, ob er bei uns nicht besser aufgehoben wäre.

- Monsieur Thomas Rocher! - Hier.

Die Richterin bittet Sie herein.

Es war schön, ein bisschen Zeit mit dir zu verbringen, Theo.

Vielen Dank. Also bis bald, kleiner Mann!

Hier sind die Infos über Patrick Bondoux, um die Sie mich gebeten haben.

- Sie wissen von Patrick Bondoux? - Natürlich, ich kenne jeden Ihrer Schritte.

Was dachten Sie denn?

Bondoux ist in der Gegend nicht nur für seine Fähigkeiten als Mechaniker,

sondern auch als Medium bekannt. Bisher hat es gegen ihn

noch keine Anzeige wegen Betrugs gegeben.

- Und laut dieser Zeugen hier hat er sich immer geweigert, Geld zu nehmen. - Okay.

Aber er hat Camille die Adresse von Eric Malafosse gegeben

und damit zwei Familien zerstört. Ich will wissen, warum. - Aber...

Was wollen Sie schon wieder?

Ich würde gern wissen, warum Sie nicht ehrlich zu Camille waren.

Ich glaube nicht an das Übersinnliche. Ihre Gabe ist für mich eine Hypersensibilität.

Das einzige, was Sie in dem Haus gespürt haben, war Camilles Schwermut.

Warum haben Sie also mitgespielt und ihr bestätigt, dass es Geister wären?

Sie war unglücklich und ich wollte ihr helfen. Ich dachte,

ihr Mann hat eine Affäre und bin der Sache nachgegangen.

Das Schwein hatte eine zweite Frau. Ich hab einen Weg gebraucht,

Camille das vor Augen zu führen. Mehr nicht.

Ihr was vor Augen zu führen? Dass Sie der richtige Mann für sie waren?

Ich wollte ihr einfach nur helfen.

Und deswegen wurde sie ermordet.

Und hinter all dem Übel stecken ihr Mann und diese Frau.

Diese Familie ist verflucht, das fühle ich.

Sie haben Camille also zu deren Haus geführt.

Was ist dann passiert? Haben Sie nicht versucht, das herauszufinden?

Doch, deswegen ging ich allein hin, am Abend vor dem Mord.

Ich habe gewartet, bis ihr Sohn im Bett war.

Sie hat geweint, ich habe sie getröstet. Dann ist etwas Unglaubliches passiert.

Eine Scheibe ist zersplittert. Sie hat Angst bekommen und geschrien.

Sie dachte, das wäre der Geist des Mädchens.

Dann ist sie ausgerastet und hat gebrüllt,

ich soll nach Hause gehen, also bin ich gegangen. Einfach so. Bitte!

- Darf ich erfahren, wonach wir suchen? - Das weiß ich doch nicht.

Eine Spur, einen Hinweis auf die Person,

die Camille und Patrick von hier aus beobachtet hat.

Anstatt Bondoux zu verhören, veranstalten wir eine Suchaktion.

Noch dazu ist es in Ihrem Zustand nicht gut, stundenlang hier herumzulaufen.

- Überhaupt nicht gut. - Zum letzten Mal. Ich bin nicht krank. Ich bin nur schwanger.

Und dass sich alle Welt um mich sorgt, ist süß, aber das bringt mich

in eine infantile Position, die extrem negativ ist für das Fremdbild,

das ich versuche aufzubauen, und ich versichere...

Schon gut, schon gut, bleiben Sie ganz ruhig. Ich wollte Sie nicht aufregen.

Ich nehme das zur Kenntnis und leite Ihre Nachricht weiter. Okay? Ganz einfach.

Ich habe Sie noch gar nicht gefragt, wie Ihre Vernehmung gelaufen ist.

Nicht so gut. Sie zieht es in Betracht, das Sorgerecht

für Lucas seinen Großeltern zu übertragen.

Das hat mich zuerst getroffen, aber dann dachte ich mir, dass...

Dass sie recht hat. Mein Sohn ist wirklich oft allein. Viel zu oft.

Also, entschuldigen Sie mal, das ist absoluter Quatsch.

Merken Sie überhaupt, was Sie gerade tun?

Genau das, was diese Anwältin Barbara Cluzel will.

Sie will, dass Sie zweifeln, an sich und Ihrer Familie. Darf ich ganz offen reden?

- Nur zu. - Ja, Lucas ist zu oft allein,

aber er hat sich nie darüber beschwert.

Und egal, wie sehr ihn seine Großeltern lieben,

er braucht einen starken Vater an seiner Seite,

mehr als frischgebackene Kekse und eine Kuscheldecke.

- Danke. - Gern geschehen.

Saint-Laurent!

- Das lag da. Hier. - Vielen Dank.

Von hier aus könnte man das Wohnzimmer- fenster mit einem Stein problemlos treffen.

Bondoux hatte recht. Jemand war am Samstagabend hier.

Derjenige hat die Scheibe zerschmettert und vielleicht Camille umgebracht.

Jemand hat das Licht angemacht. Die Tür war doch eigentlich versiegelt!

Lucile? Was machen Sie hier?

Keine Sorge, alles ist gut.

Sie können nicht hierbleiben, Lucile, es ist verboten. Und gefährlich.

Ich wollte sehen, wo mein Vater wohnt.

Ich wollte sein zweites Zuhause sehen.

Wir bringen Sie hier raus. Okay?

Ich habe unten Fotos gesehen.

Da sieht er so glücklich aus.

Auf einem Bild ist ein kleiner Junge. Er muss mein Bruder sein, oder?

Sein Name ist Theo. Er ist neun. Wir bringen Sie hier raus, Lucile.

- Wird es gehen? - Woher haben Sie das Armband meiner Mutter?

Ja, es gehört mir. Warum fragen Sie mich das?

Weil Sie behauptet haben, dass Sie nie bei Camille Janvier waren.

- Aber dort lag ihr Armband. - Was?

- Und wie kommen Sie darauf, dass es mir gehört? - Ihre Tochter hat es erkannt.

Meine Tochter? Sie haben mit ihr gesprochen?

Hören Sie, wir haben Ihr Armband am Tatort gefunden.

Sie haben kein Alibi und Ihr Motiv wird dem Untersuchungsrichter ins Auge springen.

Also frage ich Sie ein letztes Mal. Samstagabend, wo waren Sie da?

Sie haben recht. Ich war bei Camille.

Ich habe sie gesehen und die Beherrschung verloren.

- Ich wollte das nicht, es war ein Unfall. - Aber warum?

Erklären Sie es mir, warum jetzt nach all diesen Jahren der Resignation?

Weil sie real war. Vorher war sie nur eine Ahnung.

Nur ein Gedanke, der mich umgetrieben hat, sobald Eric nicht bei uns zu Hause war.

Und dann stand sie vor meiner Tür.

Blutjung, schön, voller Prinzipien über Partnerschaft und Liebe.

Prinzipien, die Sie schon lange aufgegeben hatten.

Sie sollten sich einen Anwalt nehmen.

Sie müssen sich irren. Beatrice hätte das nie tun können.

Sie hat den Mord bereits ge- standen. Fahren Sie nach Hause

und kümmern sie sich um Ihre Tochter. Das sind Sie Ihrer Frau schuldig.

Theo sollte zur Beobachtung noch eine Woche im Krankenhaus bleiben.

Er braucht eine Ruhephase. Seine Großeltern kümmern sich gut um ihn.

Papa?

Der Anwalt hat gesagt, dass Mama ins Gefängnis kommt.

- Hat er das ernst gemeint? - Nein, das ist Unsinn. Glaub ihnen nicht!

Sie ist unschuldig. Ich hole sie da raus.

Das alles muss für dich schwer zu begreifen sein.

Bitte vertrau mir einfach, ja?

Ich werde Ende der Woche meinen Sohn holen, klar?

- Worüber zerbrechen Sie sich den Kopf? - Ach, ich weiß nicht.

Ich habe das Gefühl, dass wir etwas übersehen haben.

Das alles muss für dich schwer zu begreifen sein.

Bitte vertrau mir einfach, ja?

Die Haarspange!

- Was ist damit? - Die Haarspange!

Die hat Theo ständig gemalt! Die Haarspange von Lucile!

Sie hat sie vorhin getragen, es ist das gleiche Symbol!

Sie hat Camille umgebracht und Theo hat es gesehen!

Aber ihre Mutter hat den Mord gerade eben gestanden.

Aber nur, weil sie die Wahrheit vor uns erkannt hat und ihre Tochter decken will.

Wenn Theo seine Schwester gesehen hat, dann ist er für sie jetzt eine Gefahr.

- Genau! - Ich rufe im Krankenhaus an.

Ja, Kommissarin Kancel. Verbinden Sie mich mit der Kinderpsychiatrie, schnell.

Wir suchen den 9-jährigen Theo Janvier. Ist er noch auf Ihrer Station? Verstehe.

- Seine Schwester hat ihn gerade abgeholt. - Verflucht!

Sie will beenden, was sie am Samstag angefangen hat.

Dann bringt sie ihn zur Villa.

Alles klar? Wir holen dir ein paar Sachen, damit du alles hast,

was du in deinem neuen Zuhause brauchst.

Freust du dich darüber, eine Schwester zu haben?

Theo?

Theo! Theo, bleib stehen!

Theo!

Du musst doch keine Angst haben! Ich will dir doch nichts tun.

Komm raus! Willst du die ganze Nacht allein im Wald verbringen?

Lass uns doch was Schönes spielen!

Theo!

Theo!

Kancel, Sie nehmen das Haus, wir den Garten!

Alles klar, los Leute!

Theo!

Theo!

Hab ich dich! Wieso bist du weggerannt?

Loslassen!

Sie sollen ihn loslassen!

Nicht bewegen, Theo! Ganz ruhig, vertrau mir.

Lucile, hören Sie mir zu! Ich weiß, wie Sie sich fühlen.

Einen Dreck wissen Sie!

Sie haben Camille umgebracht, weil Sie wieder die Kontrolle haben wollten.

Aber im Grunde sind Sie selbst das Opfer.

Das Opfer der Lügen Ihrer Eltern. Ihr Vater...

Kein Wort über meinen Vater!

Er hat zwei Frauen geliebt und konnte sich nicht entscheiden.

Ihre Mutter hat sich damit abge- funden. Sie ist auch schuld daran,

dass Sie nie etwas von Ihrem Vater hatten.

Ich verstehe, dass Sie sie ins Gefängnis schicken wollten.

Sie wollten Ihren Vater mit niemandem teilen.

Wenigstens ein einziges Mal in Ihrem Leben.

Aber Theo...

Er ist wie Sie, er ist auch nur ein Opfer.

Nein!

- Kommen Sie! Ganz ruhig! - Sie tun mir weh! Lassen Sie mich los!

- Geht es Ihnen gut? - Ja, alles bestens. Vielen Dank.

Entschuldige mich, bin gleich wieder da.

Geht das so?

Du warst vorhin sehr mutig, Theo.

Das wollte ich dir sagen, und ich wollte mich bei dir entschuldigen.

Deine Zeichnung. Es tut mir leid,

dass ich deine Nachricht erst so spät verstanden habe.

Falls du noch nicht ganz begreifst, was alles passiert ist, ist das normal.

Lucile hat eine schlimme Krankheit. Ein Arzt wird sich um sie kümmern

und dann tut sie dir nie wieder weh, versprochen!

Dein Papa kommt dich abholen. Sollen wir zusammen auf ihn warten?

Warte!

Das Geheimzimmer hat mir Mama gezeigt.

Sie hat mir gesagt, ich soll mich da verstecken und auf die Polizei warten.

Deine Mutter wollte dich um jeden Preis beschützen.

Es ist schön, deine Stimme zu hören.

Das hier hab ich da in einer Kiste gefunden.

Das ist das Mädchen aus dem Haus. Das, das verschwunden ist.

Ihr ist nichts passiert.

Sie ist weggelaufen, weil sie zu ihrem Freund wollte.

Das ist ihr Abschiedsbrief an ihre Eltern.

Diesen Brief zu lesen, hätte deine Mutter sehr glücklich gemacht.

Pass auf dich auf, ja?

Was für ein irrer Fall.

Ein Brief geht verloren und schon nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Was ist aus dieser Frau wohl geworden?

Chloé!? Was ist los? Chloé?

Wir brauchen einen Arzt!

Wir brauchen einen Arzt!

Ich werde dann mal gehen.

Wie fühlst du dich?

- Warum hast du nichts gesagt? - Hab ich ja versucht.

- Jetzt ist es sowieso egal. - Ist es nicht. Ich werde mich um dich kümmern.

Lass uns einfach von vorn anfangen.

Das geht nicht. Verstehst du?

Es ist vorbei.

Ich bin müde.

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