Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Hier könnte deine Werbung stehen! Kontaktiere noch heute www.SubtitleDB.org
- Alles klar? - Na, und wie. Gut geschlafen?
- Und du? - Wie ein Toter.
- Morgen. - Guten Morgen.
Ist ja eine heiße Brille. Sie sehen aus wie ein Filmstar in Cannes.
Ich vertrage heute kein Licht. Ganz komisch. Irgendwie kratzen meine Augen ganz doll.
- Ob ich gegen etwas allergisch bin? - Sind sie rot?
- Nein. - Was sehen Sie?
Eine Leiche.
Das Opfer heißt Ava Polignac. Sie lag wohl mehrere Stunden im Wasser
und wurde eben erst herausgefischt.
In meinen 15 Jahren hier liefert man uns zum ersten Mal die Leiche ins Büro.
Durch das Wasser werden wir kaum DNA-Spuren finden. Was wissen wir über sie?
Sie hat ein Handy und einen Presseaus- weis in ihrer Jacke. Sie war Journalistin.
Würden Sie das Handy ins Labor schicken?
Die können die Daten ja vielleicht wiederherstellen.
- Sie trägt eine Sonnenbrille? Wieso? - Wegen einer Allergie oder so.
Sie wurde erstochen. Der Mörder hat ein- mal gezielt zugestochen, genau in die Leber.
- Volltreffer. Mit was für einer Klinge? - Etwa zehn Zentimeter lang, halb gezahnt.
So wie ein Jagdmesser.
Wir haben alle Anzeichen eines Blitzangriffs.
Das Opfer wird erstochen, ins Wasser geworfen,
ohne Affekt oder Achtung vor der Person.
Der Mörder hat aus einem Impuls heraus gehandelt, als wäre er in Panik geraten.
Wenn es so war, haben wir die Chance, dass es Spuren geben könnte.
- Dafür müssen wir nach dem Tatort suchen. - Da kann ich, glaube ich, weiterhelfen.
Flussaufwärts wurde eine Menge Blut gefunden.
PROFILING PARIS
IDENTITÄT
Kommissarin Kancel. Was haben Sie für uns?
Männer vom Straßenbauamt haben das Blut gemeldet.
Und da das Ihrem Suchgebiet entspricht, dachte ich mir, ich melde es Ihnen. Da lang.
- Okay. - Vielen Dank. Dann sehen wir uns das mal an.
- Kommen Sie, oder was? - Ja, sofort!
Mussten Sie unbedingt so schaukeln? Ich komme.
Seit ich Sie kenne, muss ich immer auf Sie warten. Muss das Ihr lieber Richter auch?
Ach, das wissen Sie wohl noch gar nicht. Es ist aus.
Er hatte vergessen, mir zu sagen, dass er eine Ehefrau hat.
Das tut mir sehr leid. Ich weiß jetzt gar nicht, was ich sagen soll.
- Würden Sie kurz warten? - Aber ja.
Könnten Sie mich bitte da am anderen Ufer absetzen?
Kommen Sie mal?
Haben Sie sich einen kleinen Snack geholt?
Sie war an was dran. Ava Polignac. Sehen Sie, da drüben steht ihr Wagen.
Etwas oder jemand hat sie dazu gebracht, auszusteigen und hierher zu kommen.
- Sie meinen, sie hat jemanden beschattet? - Sieht wohl so aus.
- Haben Sie was gefunden? Eine Kamera, Notizen? - Nein.
Aber ihr Seitenfenster wurde eingeschlagen.
Da wollte wohl jemand nicht in die Zeitung.
Herr Hauptkommissar!
Das haben wir gerade gefunden. Da ist AP eingraviert.
Ava Polignac. Tja, das Messer entspricht den Verletzungen.
Die DNA-Analyse bestätigt vielleicht, dass das Ava Polignacs Blut ist.
Sie wurde mit ihrem Messer erstochen?
Sie wollte sich vielleicht damit verteidigen.
Oder jemand anderen vielleicht?
Melden Sie es der Zentrale.
- Wurde irgendwas bei ihr gefunden? - Weder eine Tasche noch Papiere.
Das Opfer wurde noch nicht identifiziert.
Ich hab einen Zeugenauf- ruf in den Medien gestartet
und hier alles Nötige veranlasst. - Und, stehen die Morde in Verbindung zueinander?
Davon ist auszugehen. Die beiden Frauen wurden zur selben Zeit
am selben Ort ermordet. Zwischen 23 Uhr und ein Uhr morgens.
Ich gehe von einem Täter aus,
der zu jedem Opfer ein anderes Verhältnis hatte.
- Wie kommst du darauf? - Aufgrund der unterschiedlichen Vorgehensweise.
Ava Polignac wurde erstochen. Ein einziger, effizienter Stich.
Sie wurde ohne jeglichen Respekt im Wasser entsorgt.
Das zweite Opfer wurde laut Obduktions- bericht mit bloßen Händen erwürgt.
Doch so eine Tat erfordert Zeit und keine Scheu vor Körperkontakt.
- Der Mörder hat sich ihr nah gefühlt. - Wissen wir von Ava Polignac schon mehr?
Diese Frau war voll und ganz auf ihre Karriere konzentriert.
Ledig, 35, war auf Boulevard- Nachrichten spezialisiert.
Dem Tatort nach zu urteilen hatte sie jemanden beschattet
zu dem Zeitpunkt, als die Frau erwürgt wurde.
Sie wollte sich noch mit ihrem Messer zur Wehr setzen,
doch der Mörder hat es dann gegen sie eingesetzt.
Reden wir mit ihrem Chefredakteur.
Wenn wir wissen, an welcher Story sie dran war,
kriegen wir vielleicht diesen Schweinehund.
Ja, das war ihr Messer.
Ich habe es ihr geschenkt. Und sie hatte es immer dabei.
Der Mord könnte durchaus etwas mit der Story zu tun haben,
an der sie gearbeitet hat. Wissen Sie, welche das war?
Nein. Ich weiß nur, dass sie vor drei Tagen einen Termin
im Sainte-Marguerite-Institut hatte. - Wissen Sie auch, worum es dabei ging?
Nein. Ava stand immer drauf,
vor der ganzen Redaktion die Bombe platzen zu lassen.
Sie wird uns sehr fehlen.
Verheiratet? So ein Mistkerl. Und das weißt du von Rocher?
Ja, und da er keine Tratsche ist, glaube ich wirklich,
dass er sich große Sorgen um Chloé macht.
Das hat Chloé aus der Bahn geworfen, oder?
Nein, im Gegenteil. Sie nimmt es ganz locker.
Gar nicht gut. Schlimmer hätte es nicht kommen können.
- Und das werden wir nicht zulassen. - Nein.
Wir müssen rausfinden, was Ava in diesem Institut wollte.
Es ist eine Klinik für medizinisch- rechtliche Weiterverfolgung.
Vatermörder, Serienvergewaltiger, Schizophrene.
Es ist zwar traurig, aber für Ava wäre jeder dieser Patienten
ein Sensationsartikel gewesen. - Dann müssen wir an die Akten rankommen.
Ohne einen Durchsuchungsbefehl wird das kompliziert, aber was soll's.
Ich frage Lamarck.
- Und, wird es gehen? - Aber ja, machen Sie sich keinen Kopf.
- Na dann, bis morgen. - Bis morgen.
- Was machst du denn hier? - Chloé, ich... Chloé?
Ich wollte nicht, dass du es so erfährst. Verzeih mir.
- Darf ich reinkommen? - Ich habe viel zu tun, ein anderes Mal vielleicht.
Warte, warte noch ganz kurz.
Ich schwöre dir, ich hatte das nicht forciert.
Ich hatte es nicht geplant, eine Frau wie dich kennenzulernen.
Ich wollte dich nicht anlügen. Und so etwas ist mir noch nie passiert.
Ich bin ein Versager. Und ich schäme mich.
- Ich verstehe schon. Kein Problem. - Nein, du verstehst nicht.
Ich kann nicht mehr schlafen, nicht mehr arbeiten. Wir müssen reden.
Es wurde alles gesagt. Wir hatten ein Abenteuer, du bist verheiratet.
Ende der Geschichte.
Geh zur Tagesordnung über wie ich.
Guten Morgen. Herr Hauptkommissar.
- Wissen Sie schon was Neues über dieses Institut? - Wie bitte?
Oh, da habe ich mich wohl geirrt.
Sie müssen ja wohl mal zum Augenarzt.
Sie haben recht. Ich sehe auch nicht gut. Diese Umweltverschmutzung.
Der Richter erteilt keinen Durchsuchungsbefehl.
Das, was wir haben, reicht ihm nicht, um das Institut zu durchsuchen.
Der Chef eines kleinen Hotels hat unsere Unbekannte auf einem Foto wiedererkannt.
Die Frau heißt Virginie Remy, eine Landwirtin aus der Region Nièvre.
Sie war als Touristin hier. Sie hat wohl mit ihrem Freund Urlaub gemacht.
- Einem gewissen Jacques Poulain. - Und der ist noch immer in Paris?
Nein, der vom Hotel sagt, dieser Poulain wäre plötzlich überstürzt abgereist.
Die Adresse?
Das Täschchen.
Ich weiß nicht, was die beiden hatten.
Sie haben auf mich zu Beginn sehr verliebt gewirkt,
aber vor einer Woche hat er die Gesamtrechnung beglichen
und ist allein abgereist. Die hatten wohl Streit, schätze ich.
Okay, vielen Dank.
Irgendwie sehe ich weder Einkaufs- tüten noch Kleidung rumliegen.
Na ja, zurzeit sehen Sie aber sowieso nicht so wirklich gut.
Haben Sie schon einen Termin beim Augenarzt?
Ich habe nämlich nicht vor, für Sie den Blindenhund zu spielen.
- Ja, morgen. - Cool.
Auf jeden Fall ist sie nicht hier- geblieben, um einen draufzumachen.
Aber was kann sie in der Woche hier allein getrieben haben?
Eine Landwirtin, die zum ersten Mal in Paris ist und niemanden kennt?
Logischerweise hätte sie nach dem Streit mit ihrem Freund auch abreisen müssen.
Irgendetwas hat sie aber zurückgehalten.
Oder aber sie hatte die Schnauze voll von ihrem Freund.
Ach, komm mal. Ich hab was gemacht. Loudéac, der Drogenfahnder.
Sympathisch, ruhig, stark. Der ideale Frauentröster.
Chloé weiß es noch nicht, hat aber morgen um 20 Uhr ein Date.
Um 20 Uhr, ja? Tja, dann sag das besser ab.
- Morgen um 20 Uhr hat sie ein Date mit Montignet. - Montignet?
- Dieser Dürre vom Zoll? - Er ist nicht dürr, sondern schlank.
Aber ich kenne Chloé, im Gegensatz zu dir. Das wird nichts.
- Du sagst ihm ab. - Ich kenne sie besser und du sagst ihm ab.
- Ich werde dem im Traum nicht ab- sagen. Du sagst ihm...
- Hallo, stören wir, oder? - Nein.
Gibt es schon was Neues von Jacques Poulain?
Er sitzt im Zug und ist etwa in einer halben Stunde da.
- Ein Kollege holt ihn ab. - Sehr schön. Danke.
Monsieur Poulain, wo waren Sie am Sonntagabend?
Jacques?
Ich hab gearbeitet. Ich habe eine Kneipe in Nevers.
Das ist ein furchtbarer Alptraum für mich.
Kennen Sie die Frau auf dem Foto?
- Nein. - Sie war Journalistin. Ava Polignac.
Sie hat versucht, Virginie vor dem Täter zu schützen.
- Ich kenne sie aber nicht. - Kannten Sie und Virginie sich schon lange?
Sechs Monate. Mehr Zeit hatten wir nicht zusammen.
Was für eine Frau war sie? Erzählen Sie uns von ihr.
Sie war einfach nur wundervoll.
Sie hat sich ewig um ihre kranken Eltern gekümmert,
und nach deren Tod hat sie den Bauernhof übernommen.
Die Reise nach Paris war ihr erster Urlaub seit zehn Jahren.
Was ist denn bitte letzte Woche vorgefallen?
Sie haben das Hotel früher als geplant verlassen.
Tja. Wir waren unterwegs.
Sie wurde bewusstlos und als sie wieder zu sich kam,
hat sie mich gebeten zu gehen.
Einfach so.
Von einer Minute zur anderen sind wir uns fremd geworden.
Ohne ein Wort der Erklärung?
Diese Bewusstlosigkeit, wie ist die abgelaufen?
Wir waren auf diesem Ausflugsdampfer und ich habe sie gerade gefilmt.
Sie hat so gestrahlt und sah so glücklich aus.
Da hinten, sieh doch. Die Brücke, das ist die Passerelle des Arts.
Total irre. Die haben damals die Passerelle identisch der Pont Neuf nachgebaut.
Jedoch nur sieben statt neun Bögen, damit sie genauso aussieht.
Und auf einmal wurde sie ganz blass...
Was hast du?
...und wurde bewusstlos.
Du meine Güte. Virginie?
Nun, das hat Jacques Poulain mit seiner Kamera gefilmt.
- Und warum wurde sie bewusstlos? - Tja, das ist hier die Frage.
Das, was sie gesehen hat, hat sie so mitgenommen,
dass sie den einzigen Mann, den sie je geliebt hat, wegschickt
und den Urlaub beendet. Darauf müssen wir uns konzentrieren.
Courtène, kann man die Leute, die zu diesem Zeitpunkt
drüben am Ufer standen, sichtbar machen?
Nun, mit Hilfe der anderen Filme der Touristen auf dem Boot,
die ich finden müsste, und den Über- wachungskameras am Ufer durchaus.
Und Jacques Poulanis Alibi?
Zehn Kneipengäste und der Kellner, der diese Schicht hatte, bestätigen,
dass er am Abend des Mordes dort war.
Ich komme vom Labor. Das Handy von Ava ist zwar tot,
aber die letzten Daten wurden übermittelt.
Eine Voicemail von dem Abend, als sie ermordet wurde.
Vielleicht eine Spur, die uns Klarheit bringt, wie Chloés Augentropfen.
Eher das Gegenteil. Wir gingen davon aus, dass sie was
über einen Patienten vom Sainte- Marguerite recherchieren würde.
Aber das Thema ihres Artikels war Virginie Remy.
Virginie? Ich bin es noch mal, Ava Polignac.
Bitte rufen Sie mich an. Ich möchte Sie nicht belästigen,
aber ich muss mit Ihnen reden. Ich weiß, wer Sie wirklich sind.
Hyppolite ist schon dran, und bald kennen wir Virginies richtigen Namen.
Sie hat doch für das Boulevard geschrieben,
wenn sie also über Virginie recherchiert hat,
hat sie sicher was Schlimmes getan. Eine Minute.
Und das könnte in Verbindung mit ihrer Ohnmacht auf dem Dampfer stehen.
- Meinen Sie nicht auch? - Chloé Saint-Laurent?
- Hier! Ich werde jetzt untersucht. - Okay, bis später.
Gut. Es ist nichts Besorgniserregendes.
Sie haben einfach nur trockene Augen. Halb so wild.
Seltsam, die hab ich früher nie gehabt.
Dafür kann es verschiedene Gründe geben.
Haben Sie vor kurzem irgendetwas Schlimmes erlebt?
- Nicht, dass ich wüsste. - Da liegt offenbar das Problem.
Nehmen Sie bitte noch einmal Platz.
Hören Sie, ich arbeite an einem schwierigen Fall,
und da würde es mir helfen, wenn Sie mir rasch helfen.
Gut, dann verschreibe ich Ihnen Augentropfen und Wellness-Gläser,
um die Augen nicht unnötig zu belasten.
Wenn es sich in einer Woche nicht verbessert,
werden wir uns wiedersehen, falls es Ihre Zeit erlaubt.
Hallo. Sie sehen ja niedlich aus. Und was hat der Arzt gesagt?
Oh, der Mann war ziemlich inkompetent.
Er wusste überhaupt nicht, was es war,
und kam mit einer verworrenen, psychologischen Erklärung.
Und das bei einer echten Psychologin. Pech für ihn.
Aber Sie könnten über seine Worte natürlich auch nachdenken.
- Warum sagen Sie das? - Keine Ahnung. Sie wissen, was man über Schuster sagt?
- Dass ein Informatiker ihm was voraus hat? - Was haben Sie denn?
Die Ausflugsdampfer-Firma hat mit vielen Reiseunternehmen zu tun,
die uns eine Liste der Kunden zuge- schickt haben, die noch in Paris sind.
Kommissarin Kancel, die nie zugeben würde, Unrecht zu haben,
hat sich die Mühe gemacht, deren Videos sicherzustellen.
Hier ist sozusagen "The Best Of".
Jedoch nur sieben statt neun Bögen, damit sie genauso aussieht.
Was hast du?
Du meine Güte. Virginie?
Und das war's? Eine Familie, zwei Touristen und ein lieber Opi?
Virginie kannte aber jemanden davon,
jemanden, den sie dort niemals erwartet hätte.
Jemand, der vielleicht für ihren Tod und den von Ava verantwortlich ist.
Die Frage ist nur, wer?
- Könnten Sie die Leute auseinander- nehmen, also separieren? - Durchaus.
Und von ihm hier das Gesicht umdrehen? Ist doch möglich, oder?
Ja und nein. Ich hab es schon von allen Winkeln her versucht,
aber man sieht ihn nie von vorn.
Wir hätten sowieso keine Möglichkeit, ihn zu identifizieren.
Bei den anderen stimme ich dir zu, jedoch bei ihm hier sieht das bereits anders aus.
Meine Brille liegt im Auto, warten Sie kurz auf mich?
Oh, danke.
- Guten... - Guten Tag.
Guten Tag.
- Wäre es möglich, mit deinen Eltern zu sprechen? - Papa!
- Wer ist denn an der Tür, mein Schatz? - Hier will jemand was von dir.
- Ich bin ja schon da. Guten Tag. - Guten Tag.
- Pierre Despond von der Firma Qwair Team? - Ja?
- Hauptkommissar Rocher, Chloé Saint-Laurent, Kriminologin. - Ja.
Guten Tag, kommen Sie doch rein.
Kommissar Montignet? Hallo, Kommissarin Kancel, freut mich.
Sie sind doch heute Abend mit Chloé Saint-Laurent verabredet.
Sie hat mich gebeten, für sie abzu- sagen. Sie ist nämlich krank, ja.
Die Grippe. Und die ist ja sowas von ansteckend.
Ja, sie meldet sich, wenn es ihr besser geht, genau.
Ich sage es ihr. Auf Wiederhören.
Ich muss nur noch schnell den Kuchen rausholen, sonst brennt er an.
Die Finger da raus! Stéphane, gehst du mit deiner Schwester in den Garten?
- Aber klar, komm mit, Prinzesschen. - Ich bin nicht Prinzesschen!
Verzeihen Sie das Durcheinander. Marine hat heute Geburtstag.
- Wie alt wird sie? - Zehn. Da drüben ist es, glaube ich, gemütlicher.
Finger weg, habe ich gesagt!
- Also, was kann ich für Sie tun? - Wir ermitteln in einem Doppelmord.
An der Journalistin Ava Polignac und dieser Frau, Virginie Remy.
Wir haben aber begründeten Ver- dacht, dass das ein falscher Name ist.
- Furchtbar, ein Doppelmord? - Kommen Ihnen diese Gesichter bekannt vor?
Nein, überhaupt nicht.
Und ich verstehe gar nicht, was das mit mir zu tun haben soll.
Oh, das ist nur Teil der Ermittlung. Wir wollen die Leute identifizieren,
die am 31. Mai am Seine-Ufer standen.
Ja, an dem Tag haben Sie ein T-Shirt Ihrer Firma getragen.
- Wir haben uns dort gemeldet und nun sind wir hier. - Ach so.
- Sie werden sich doch erinnern? - Ich, aber ja.
Vor allem kann ich mich an diesen alten Widerling hier sehr gut erinnern.
- Und wieso? - Wir waren den ganzen Tag auf den Beinen und
Marine quengelte ein wenig und ich habe sie kurz aus den Augen verloren,
und auf einmal sehe ich, wie dieser Typ ihr Bonbons gibt.
Ich habe ihn vorher schon gesehen. Ich glaube, er hat uns verfolgt.
Haben Sie ihn angesprochen?
Nein, als ich hingelaufen kam, hat er das Weite gesucht.
Ach so. Würden Sie mit uns eine Zeichnung anfertigen?
- Schatz? - Natürlich.
- Guten Tag. - Meine Frau. Die beiden sind von der Polizei.
Ich weiß, die Kinder haben es mir schon gesagt. Ist etwas passiert?
Wir haben sechs Personen identifiziert, die Virginie am Ufer gesehen hat.
Auf den ersten Blick haben die Familie und die Touristinnen nichts mit dem Fall zu tun.
Bleibt noch der hier.
Halten Sie ihn für einen Sexualstraftäter?
Sollte er pädophil sein, besteht die Möglichkeit,
dass er sich an Virginie vergangen hat, als sie klein war.
Der Vater beschrieb ihn als alten Widerling.
Sie erkennt ihren Vergewaltiger, erleidet einen Schock, versucht ihn zu finden,
Ava kriegt Wind davon in den Fluren vom Sainte-Marguerite,
und er bringt beide um.
Ich hab Neuigkeiten über Virginies wahre Identität. Es ist heftig.
Ja? Na los. Was?
Virginie Remy heißt in Wirklichkeit Virginie Chartier.
- Sie hat 1990 den Namen geändert. - Chartier, dieser Fall vor 20 Jahren?
Genau! Virginies Bruder und Schwester, 1988, 17 und 18 Jahre alt,
wurden von Benoit Merlin ermordet. Einem Mörder und Vergewaltiger,
der noch zwei andere Morde auf dem Gewissen hat.
Ja. Die Zeitungen waren damals voll davon.
- Ist er noch im Gefängnis? - Er saß 22 Jahre.
Das Schwein wurde aber leider letztes Jahr entlassen.
Gerade kam das Phantombild von dem Mann mit Hut am Ufer reingeflattert.
An wen erinnert er euch?
Echt, das gibt es ja nicht.
Sie war auf den Mörder ihrer Geschwister gestoßen.
VERHÖR BENOIT MERLIN
Loic und Angélique. Ach, wie süß die beiden armen Kleinen waren.
Ich hab sie beim Trampen mitgenommen.
Sie hat über das ganze Gesicht gestrahlt. Sie war so 16, 17.
Wir sind also losgefahren und fuhren immer weiter, und bald fiel mir auf,
dass es der Junge mit der Angst bekam, weil wir in die falsche Richtung fuhren,
und das Ganze war so witzig, weil er keinen Mut hatte, es zu sagen.
Und ich hab mich erst um ihn gekümmert,
um die Schwester dann in Ruhe zu genießen.
Keinen Mucks hat die Kleine von sich gegeben, als ich sie erwürgt habe.
Ah, so ein braves Mädchen. Sie war ehrlich ein wahrer Engel.
Wie kann man so jemanden wieder laufen lassen?
Die Haft hat nur dann Sinn, wenn sie ein Ende hat.
Erzählen wir das mal Ava und Virginie.
Wir haben zurzeit keine Beweise gegen ihn.
Aber das Phantombild von Pierre Despond, das beweist,
dass Merlin, als Virginie bewusstlos wurde, am Ufer war.
Das war eine Woche vor den Morden, und nichts weist darauf hin,
dass sie sich wiedergesehen haben. - Ich habe mir Merlins Akte angesehen
und er hat jahrelang noch Katz und Maus mit allen gespielt
und nie verraten, was er mit den Leichen von Virginies Geschwistern gemacht hat.
Hat sie ihn vielleicht jetzt zur Rede stellen wollen?
Ihr ganzes Leben wurde durch Merlin zerstört.
Sie musste 45 werden, um richtig zu leben, zu lieben
und nicht nur ihren Geschwistern nachzutrauern.
Merlin wiederzuerkennen war für sie ein Schock.
Als Virginie ihn überwunden hat, wird sie es als Chance gesehen haben
zu verstehen, was damals passiert ist.
Sie wird zwangsläufig nach ihm gesucht haben...
...um sich direkt in die Höhle des Löwen zu begeben.
Das ist zwar nicht viel, sollte aber reichen, um ihn als Zeugen vorzuladen.
Sie sollten da nicht allein hin- fahren. Ich finde es nicht gut.
Merlin ist vielleicht verrückt, aber nicht so verrückt, sich mit Rocher anzulegen.
Siehst du? Deshalb wünsche ich mir für Chloé einen Typen wie Loudéac.
Sie braucht einen starken Typen, der sie beruhigt.
Ja, nur durch einen Computerfehler ist er leider ins Umland versetzt worden.
- Du wirst doch wohl nicht...? - Mit Montignet geht es ihr viel besser.
Was? Du wirst doch wohl nicht auch...?
Allerdings. Wir beide lassen jetzt den Scheiß.
Wir laden beide für heute Abend ein und Chloé soll entscheiden, okay?
Falls wir sie nicht irgendwo zerstückelt auffinden werden.
Lass diese blöden Scherze.
Also, was kann ich denn für Sie tun, liebe Freunde?
- Kennen Sie vielleicht diese Frau? - Ah. Oh, aber klar, aber klar.
Das ist die liebe kleine Virginie Chartier, die große Schwester von Loic und Angélique.
Hat sie vor kurzem Kontakt zu Ihnen aufgenommen?
Ich weiß nicht, wie sie mich gefunden hat,
aber sie hat mich geradezu in der Klinikhalle überfallen,
im Sainte-Marguerite, kennen Sie doch, oder?
- Die kümmern sich gut um einen. - Was hat sie gewollt?
- Tja, das, was wir alle wollen. Die Wahrheit! - Und?
Haben Sie ihr gesagt, wo sich die Leichen von Angélique und ihrem Bruder befinden?
Ich habe ihr gesagt, dass ich darüber nachdenken kann.
- Und diese Frau? - Die Journalistin. Das hübsche, kleine, schlaue Luder.
Sie hat wohl von meinem kleinen Zusammenprall
im Sainte-Marguerite mit Virginie gehört, ja.
Und hat sofort um ein Interview gebeten.
- Wo waren Sie in der Nacht des 5. Juni? - Ach, das weiß ich doch nicht mehr.
Ich hab angenommen, dass Sie mich hier als Zeugen befragen.
Langweilen Sie sich seit Sie aus dem Gefängnis entlassen wurden?
Glauben Sie etwa, dass ich die Frauen um- gebracht habe, weil mir langweilig war?
Das war eine Vermutung, aberjetzt nicht mehr.
Und was hat Ihre Meinung geändert, liebes Kind?
- Dass Virginie Chartier erwürgt wurde. - Ja, und?
Wenn Sie erlauben?
Ich habe es mir gedacht. Kampfer. Sie leiden wohl ziemlich unter Arthrose.
Warum? Glauben Sie, ich würde es nicht mehr schaffen,
einen zarten und schönen schmalen Hals zu würgen?
Versuchen Sie es.
Ich weiß nicht, was Ihre Kollegin hier vor- hat, aber sie sollte sehr vorsichtig sein.
- Solange ich da bin, geht das. - Gut. Also...
...Sie haben damals damit begonnen, zwei Mädchen umzubringen,
danach aber Loic und Angélique, die Geschwister.
- Wieso der Wechsel zu einem Jungen? - Er wollte seine Schwester verteidigen.
Wäre er nicht dabei gewesen, wäre es nie dazu gekommen.
Das steht doch aber alles schon in meiner Akte.
Sie wissen genauso gut wie ich, dass Sie Gewalt hassen.
Ihr Talent ist doch der Spott, die schönen Worte
und Ihre gewaltige Fähigkeit Vertrauen zu erwecken.
Das war eine glückliche Fügung, weil Sie ja auch niemals
die Kondition hatten, sich mit irgendjemandem zu prügeln.
Besser, Sie unter- schätzen mich nicht.
Das würde ich mir auch nie erlauben, aber na ja,
Loic war mit 18 bereits 1,80 m groß, fit und muskulös.
Wenn Sie Angélique wirklich angegriffen hätten, hätte er sich zur Wehr gesetzt.
Er hätte, glaube ich, Kleinholz aus Ihnen gemacht.
Glauben Sie, ja? Ich hab den Mord an ihm
und seiner Schwester aber gestanden, schon vergessen?
Ihrer Meinung nach wäre ich dann für zwei Morde in den Knast gewandert,
die ich nicht begangen habe.
Man hatte Sie doch schon längst zu lebenslanger Haft für den Mord
an den zwei Mädchen verurteilt. Sie hatten nichts zu verlieren.
Und Sie waren schon immer scharf auf Publicity. Heute wie damals auch.
Sie genießen diese Aufmerksam- keit, die Mördern zuteil wird.
Sie haben sich gedacht, dass Sie mit dem Mord an Loic
und Angélique vom kleinen Vergewaltiger zum großen Serienmörder werden
und haben mit deren Verschwinden Ihren Lebenslauf aufgeblasen. Armselig, oder?
Wissen Sie, kleine Besserwisserin Saint-Laurent, meine Philosophie lautet,
mir stets da Freude zu beschaffen, wo ich sie finden kann.
Sei es beim Vergewaltigen oder beim Gestehen von Morden,
die ich vielleicht nie beging, oder indem ich den Schrecken
im Gesicht von Virginie gesehen habe, als ich meinte,
dass ihre beiden Eltern wohl umsonst vor Trauer gestorben sind.
Sie haben ihr gestanden, dass Sie ihre Geschwister nicht getötet haben?
Ihre Kollegin scheint zu glauben, dass allein die Körperkraft
einen starken Mann aus einem macht.
Dabei hat eine klitzekleine Lüge meinerseits schon komplett gereicht,
um das ganze Leben der armen Virginie zu verpfuschen. Tja.
- Und das soll armselig sein? - Der Ausdruck reicht gar nicht.
Ein Verfahren wegen Falsch- aussage wird gegen Sie eingeleitet.
Sie gehen wieder ins Gefängnis. Ohne jede Publicity. Ohne Blitzlichtgewitter.
Ihre kriminelle Karriere ist vorbei.
- Hut ab, muss ich sagen. Ihr Verhör war echt der Wahnsinn. - Vielen Dank.
Woher wussten Sie, dass er nicht der Mörder von Loic und Angélique ist?
Das ist mir erst mitten im Verhör in den Sinn gekommen.
Merlin hatte ein diebisches Vergnügen dabei, uns beide glauben zu lassen,
er hätte die Frauen trotz seiner Arthrose getötet.
Er kam nicht umhin, die beiden Morde für sich zu nutzen.
Und er hat das ganz bestimmt auch nicht zum ersten Mal gemacht.
Der Verrückte nimmt also die Morde anderer auf sich, um sich wichtig zu machen.
Gut, das bedeutet dann aber, dass der Mörder von Loic
und Angélique seit 20 Jahren auf freiem Fuß ist.
Falls die Kinder wirklich gestorben sind. Das wissen wir ja überhaupt nicht.
Dann gäbe es doch aber ein Lebenszeichen.
Tja...
- Vorsicht! Hast du keine Augen im Kopf? - Verkehrsrowdy!
Das glaube ich jetzt nicht. Der Typ hätte mich beinahe umgefahren.
Ich hab ihn gesehen. Sie aber offenbar nicht.
Vielleicht sollten Sie Ihre Brille zur Abwechslung mal auf der Nase tragen.
Und die ist ja sowieso lächerlich. Sie brauchen überhaupt keine Brille!
Das erscheint mir mehr als deutlich.
Oh, kommen Sie mal nicht immer von hinten durch die kalte Küche,
wenn Sie was zu sagen haben, dann sagen Sie es!
- Wie Sie möchten. Gern, ich... - Chef?
- Es wurde gerade bestätigt. - Na los!
Dieser Merlin hat Ava und Virginie nicht umgebracht.
Ich habe Merlins Termine überprüft und habe das hier gefunden.
Am 31. Mai, als Virginie ohnmächtig wurde,
ist Merlin in diesem Sainte-Marguerite Institut gewesen. - Was?
Wir sind davon ausgegangen, dass Virginie ihn am Ufer gesehen hat
und ohnmächtig wurde, doch wir haben uns geirrt.
Der Mann war auf keinen Fall Merlin. Das ist unmöglich.
Despond hat ihn erkannt und ihm verdanken wir das Phantombild.
Ich weiß, aber ich hab mit Merlins Psycho- logen gesprochen und er war wirklich da.
Hat Pierre Despond uns angelogen? Warum sollte er das tun?
Will er von sich ablenken? Vielleicht hat Virginie ihn am Ufer erkannt.
Aber welche Verbindung hätten Despond, Merlin und Virginie?
...beim Gestehen von Morden, die ich vielleicht nie beging...
Ihr Bruder.
Er war ihr Bruder!
Ich verstehe das nicht. Das ist doch Irrsinn!
Ich gehe seelenruhig mit meiner Familie spazieren
und eine Woche später beschuldigt man mich, ein anderer zu sein?
Wie interessant. Wir verdächtigen Sie zweier Morde
und Sie regen sich nur darüber auf, dass Sie ein anderer sein sollen?
Na gut. Jetzt sage ich Ihnen, wie ich das sehe.
Virginie, für die Sie seit 20 Jahren tot sind,
glaubt, Sie letzte Woche am Ufer erkannt zu haben
und hat den Eindruck verrückt zu werden.
Wir haben sein Foto seit heute früh vor Augen und haben ihn nicht erkannt.
Ich kann es kaum fassen.
Seit 25 Jahren hat er sich als jemand anderes ausgegeben.
Stell dir vor, wie das für seine Schwester war.
Sie findet Merlins Spur wieder, der ihr mitteilt,
dass sie ihr Leben ja ganz umsonst verpfuscht hat
und dass er ihre Geschwister nicht er- mordet hat, und sie fängt an Sie zu suchen.
Sie will verstehen, was Ihnen und Ihrer kleinen Schwester passiert ist.
Warum sind Sie vor so vielen Jahren verschwunden
und haben Ihre Familie verzweifeln lassen?
Wofür hat sie ihr Leben als Frau geopfert und gelitten für etwas,
das nie stattgefunden hat? - Sie durfte das Geheimnis nicht weitertragen.
Weder sie noch die Journalistin, die ihr gefolgt ist.
Da haben Sie sie beide umgebracht.
Oh Mann, wie lange muss ich mir den Quatsch,
den Sie mir hier erzählen, denn noch anhören?
An dem Tag, als jemand die Frauen ge- tötet hat, war ich bei meiner Frau zuhause.
- Sie können sie von mir aus gern fragen. - Das haben wir bereits.
- Und was sagt sie? - Sie bestätigt Ihr Alibi.
- Da können Sie mal sehen. - Unglücklicher- weise haben wir aber weiter geforscht,
und wie es aussieht, war Ihre Frau da bei einem Elternabend in der Schule.
Ich frage mich, warum sie Sie gedeckt hat und ob sie eine Komplizin Ihrer Morde war.
- Sie werden meine Frau da raushalten! - Sie versucht Sie zu beschützen.
Mir ist aufgefallen, wie nahe Sie sich stehen.
Wollen Sie erleben, wie man sie anklagt wegen Beihilfe zum Mord?
Durchbrechen Sie diese Spirale, bevor sie Ihre Familie zerstört.
Versprechen Sie mir eins. Sie werden meine Frau komplett in Ruhe lassen.
Okay. Wie hat das alles angefangen?
Warum sind Sie vor so vielen Jahren einfach verschwunden, Loic?
Es war ein Unfall. Einfach nur ein Unfall.
Ich war mit Angélique am See.
Wir sind um die Wette ge- schwommen und sie ging unter.
Angélique!
Sie war ertrunken.
Ich wusste nicht, wie ich es meinen Eltern sagen sollte.
Ich hatte Angst und bin abgehauen.
Und letzte Woche hat Virginie Sie wiedergefunden.
Sie haben sich mit ihr verabredet und dann haben Sie beide Frauen umgebracht.
Nein, habe ich nicht. Sie wollte die Polizei verständigen und allen sagen,
dass ich Angélique getötet hätte. Ich habe sie aber nicht getötet!
Sie ist im See ertrunken.
Das bringt sie nicht zurück, hab ich ihr gesagt,
und dass sie damit meine Familie zerstört.
Sie hörte aber nicht auf zu wieder- holen, dass sie meinetwegen
keine Familie gehabt hat, und da habe ich zugedrückt.
Zugedrückt. Und diese andere Frau kam von hinten auf mich zu.
Ich hab sie übersehen! Ihr Messer, sie hat mich damit angegriffen und ich...
...hab mich verteidigt! Ich habe es versaut.
So viele Leben zu zerstören, weil ein Teenager in Panik geraten ist.
Wie alt war er, als sie ertrunken ist, 17?
Dass er vor der Verantwortung geflohen ist, ist eine Sache,
aber Virginie traf einen Menschen wieder,
der ein verantwortungs- bewusster Familienvater ist. - Ja, und?
Nun, ich frage mich, wieso er sich wie- derholt nicht der Wirklichkeit gestellt hat.
Psychisch hätte er es verkraften müssen,
und auch wenn Virginie die Wahrheit er- fahren hat, war es ein Unfall mit Angélique.
Das heißt, strafrechtlich konnte man ihn nicht verfolgen.
Und ich glaube nicht, dass seine Frau ihn verlassen hätte
oder er die Kinder verlieren würde, wie er es zu glauben scheint.
Es steckt was Irrationales in seiner Furcht.
Es heißt, dass mein Mann hier ist? Darf ich zu ihm?
- Tut mir leid, nein. - Und wieso nicht?
Er wird morgen dem Staatsanwalt vorgeführt. Daher bleibt er über Nacht bei uns.
Ich bitte Sie. Doch, ich muss ihn sprechen! Ich sagte, ich muss ihn sprechen!
Caroline, lassen Sie uns ein paar Schritte gehen, das wird Ihnen gut tun.
- Wie geht es Pierre? - Das ist schwer zu sagen.
Er hat zwei Morde gestanden, die ihm wohl schwer auf der Seele liegen.
Er ist die ganze Zeit darum bemüht, Sie vor den Konsequenzen zu bewahren,
die Kinder und Sie.
Aber die Konsequenz wird sein, dass man uns trennt.
Aber das geht einfach nicht. Ohne ihn zu leben, geht einfach nicht.
- Madame Despond. - Sie wollen mich nicht verstehen,
es geht nicht nur um mich, auch um die Kinder.
Er ist mehr als nur ein Vater für sie, er ist ihr Vorbild.
Wie sollen sie ohne ihn leben, ohne ihn aufwachsen?
Marine wird das noch nicht verstehen, aber Stéphane?
Stéphane, der arme, liebe Kerl. Wie soll bloß ein guter Mann aus ihm werden,
wenn sein Vater im Gefängnis ist? Wie denn? Das ist nicht möglich.
20 Jahre.
Chartier, dieser Fall vor 20 Jahren?
Genau! Virginies Bruder und Schwester, 1988, 17 und 18 Jahre alt.
Ihr Sohn, wie alt ist er?
Wieso denn?
Er wirkt jünger, aber er ist 22, nicht wahr?
Angélique! Sie sind Angélique!
Angélique?
Sie sind vor 25 Jahren nicht im See ertrunken,
Sie sind mit Ihrem Bruder weggelaufen, weil Sie ein gemeinsames Kind erwartet haben.
Eine unmögliche, verbotene Liebe, die Sie erst nicht wahrhaben,
dann verstecken mussten. Aber Sie mussten für das Kind,
das in Ihnen wuchs, eine Entscheidung treffen.
Und da Sie nicht ohne einander leben konnten, sind Sie weggelaufen.
Doch Sie wollten nicht, dass Ihre Eltern vor Kummer sterben
und dass Ihre Schwester sich für Sie aufopfert.
Da behauptete Merlin, Sie getötet zu haben
und hat Ihnen, ohne es zu wollen, die beste Deckung verschafft.
Nur gab es von da an kein Zurück mehr.
DIE CHARTIERS SIND VERSCHWUNDEN
Sie waren für immer mit Loic verbunden.
Wir lieben uns über alles. Und das ist unser Fluch, dass wir uns so lieben.
Als ich schwanger wurde, wussten wir, dass wir weg mussten.
Wären wir zuhause geblieben, hätte man un- ser kleines Baby für einen Bastard gehalten.
Loic hat Ihren Unfalltod erfunden, um Sie zu beschützen,
aber Virginie und Ava, die hat er wirklich getötet.
Wir haben das alles nicht gewollt, niemals! All dieses Leid, die toten Menschen.
Alles, was wir machen wollten, war, unsere Kinder zu schützen.
Sie dürfen es nie erfahren. Die zwei dürfen die Wahrheit niemals erfahren.
Ich flehe Sie an!
- Ich hab Sie gesucht. - Können wir reden?
- Ja, aber natürlich. - Nicht hier.
Können wir Ihr Auto nehmen?
Bruder und Schwester.
- Das ist... - Tabu, nicht erlaubt. Aber so ist das.
- Wie gehen wir jetzt vor? - Wir informieren den Staatsanwalt.
Da Angélique aber am Leben ist und mit diesem leidenschaftlichen Kontext
wird er vielleicht bei Loic Milde walten lassen.
Ja, aber auch wenn die Strafe geringer ausfällt,
durch seine Jahre im Gefängnis wird das Geheimnis gelüftet,
wollen wir das den Kindern antun?
Sie möchten, dass ich der Justiz wichtige Informationen vorenthalte?
- Nein, das mache ich nicht. - Nein, ich...
Ich bitte Sie einfach nur, das psychologische Gleichgewicht
zweier Kinder zu beschützen, denen das ganze Leben verdorben wird,
wenn sie von dem Inzest erfahren.
Herr Hauptkommissar, Loic übernimmt die Verantwortung
für den Mord an Ava und Virginie und er nimmt freiwillig
den fiktiven Tod von Angélique auf sich.
Ich helfe gern Eltern dabei, ihre Kinder zu beschützen,
aber nicht Kriminellen der Justiz zu entgehen.
Wir bewahren ihr Geheimnis, solange sie sich für ihre Taten
verantworten, unter welchem Namen auch immer.
Das ist genau das, was sie möchten.
Danke sehr.
Avas Chefredakteur weiß über den Fahndungserfolg Bescheid.
- Er schreibt ihr zu Ehren einen Artikel. - Das hat sie verdient.
Ich kenne nicht viele Leute, die, um anderen zu helfen, ihr Leben opfern.
Und weiß Jacques Poulain wegen Virginie auch Bescheid?
Ja, aber das Schlimmste ist für ihn, dass sie ihr Geheimnis für sich behalten hat.
Es ist immer am schwersten, mit den Men- schen zu reden, die einem am nächsten sind.
Oh nein, das gibt es doch nicht, oder?
Was mache ich denn jetzt?
Okay. Es reicht! Ihr Mantel! Los.
Wohin gehen wir denn? Was soll denn das?
- Loudéac. - Montignet?
Hören Sie, ich bin kein Psychologe, aber Sie gehen jetzt sofort zu Richter Hoffman!
Ach so, ich habe ihm aber nicht das Geringste zu sagen.
So, und das Nasenfahrrad wird für alle Zeit entsorgt!
Sie werden sich dahinter nicht mehr verstecken.
- Hör bitte zu, ich... - Lass mich reden, sonst werde ich es nicht schaffen.
Du hast mich belogen.
- Nein. - Doch.
Du hast aus unserer Geschichte ein- fach eine widerwärtige Affäre gemacht,
und dabei war es doch für mich mehr als du dir vorstellen kannst.
Für mich auch, das schwöre ich dir.
Ich weiß, dass wir uns beide nicht gut kennen
und dass wir es vielleicht überstürzt haben.
Doch ich war bereit. Bereit, dich in mein Leben zu lassen.
Und du kannst nicht wissen, wie schrecklich schwierig es für mich ist,
diese Dinge zu empfinden. Und ich nehme es dir übel,
dass du alles verdorben hast.
Es tut mir so leid.
So furchtbar leid.
- Hallo? - Ich bin es, Durieux aus Vincennes.
Schön, dich zu hören.
Wir sollten dir doch Leute melden, die wir mit Trunkenheit am Steuer
und Fahrerflucht schnappen. Jetzt haben wir einen Kunden
für dich in der Zelle. Einen gewissen Pascal Morand.
- Was hatte er für einen Wagen? - Eine schwarze Limousine, Baujahr 2011.
- Und was hatte er vorher? - Warte, ich sehe nach.
- Zwei verschiedene, eine davon dunkel- blau, Baujahr 2006. - Ich rufe zurück.
- Lies mir die Liste der Vergehen vor. - Überhöhte Geschwindigkeit,
zweimal Fahrerflucht, eine davon mit Trunkenheit am Steuer.
- Und wo war das? - In Lyon.
Lyon?
- Gib mir das Nummernschild. - 3-44-NFD-75.
- Okay. - Wozu brauchst du das?
Einfach so. Ich komme zu dir.
Bitte bewerte diese Untertitel bei %url% Helfe anderen Usern die besten Untertitel auszuwählen.
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.