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19. MÄRZ 1852
Im Zusammenhang mit den Gerüchten rund um die Mormonen-Unruhen
lässt sich auf der Straße jederzeit eine Schar von Zeugen finden,
die die Ebenen via Salt Lake City durchquerten und bezeugen können,
dass sie ihrer Güter beraubt wurden.
Die mormonische Gemeinschaft ist beachtlich in ihrer Stärke,
aber keinesfalls grausam.
Wie es bei Massentäuschungen üblich ist, gibt es vergleichsweise wenig wahre Schuldige,
und sobald man diese losgeworden ist, sollte man Nachsicht mit der breiten Masse üben.
Es ist unabdingbar, dass Brigham Young und seine Erfüllungsgehilfen,
deren offenkundige Taten bewiesen werden können,
vor Gericht kommen und hingerichtet werden.
25. JANUAR 1854
Leutnant Gunnison
kam mit einem Zug von 18 Wagen den Arkansas River herauf,
überquerte die Rocky und Wasatch Mountains hinüber ins Beaver Valley im Salt-Lake-Gebiet.
Nach seiner Ankunft verließ Leutnant Gunnison mit elf Männern das Lager,
um die Landschaft um den Sevier Lake zu erkunden.
Am 26. Oktober wurden sie von den Pauvans überfallen, einem Stamm der Utah-Indianer,
der bei den Immigranten als Bande von Raubmördern berüchtigt war,
und ohne Ausnahme getötet.
Einige Tage später entsandten die Indianer einen Kurier mit der Nachricht,
die Attacke sei Rache für ihre jüngste Niederschlagung
durch die Hildreth-Gruppe bei Cedar Springs,
bei der elf Indianer getötet und mehrere verletzt wurden.
26. JANUAR 1854
Brigham Young hielt den Mormonen
eine ausgefeilte Rede über die Probleme mit den Indianern.
Er befahl jedem Siedler, seine Wohnstätte wie eine Festung zu bauen,
"um zehn töten zu können, statt wie jetzt nur einen".
Auf die wiederholt gestellte Frage,
was er denn mit Walker, dem Häuptling der Utahs, zu tun gedenke, sagt er:
"Ich will nicht seinen Kopf, aber ich hoffe, er tut alles, was der Teufel von ihm will,
solange der Herr das zulässt,
und dass der Teufel die Menschen zu ihrem Wohle strafe.
Ich sage den Indianern, wie ich es dem Pöbel oft gesagt habe: Macht das!
Ihr sagt, dass ihr uns alle töten werdet.
Ihr sagt, dass ihr die Heiligen der Letzten Tage auslöschen
und vom Erdboden vertilgen werdet.
Warum tut ihr es nicht, ihr armen, elenden Verfluchten?"
Bruder Brigham behauptete dann, die Stärke der Indianer sei sehr verringert worden.
Manche der kleineren Stämme im Süden des Territoriums hätten keine einzige Squaw mehr,
weil sie sie gegen Pferde etc. eingetauscht hätten,
und diese Sitte werde die Rasse bald aussterben lassen.
26. OKTOBER 1854
Der Älteste James McKnight
schickt aus Utah eine Erklärung und Rechtfertigung
für den verrohenden Brauch der Polygamie unter den "Heiligen":
Unsere jungen Damen, gebildet und wunderschön,
wählen oft einen Mann mit zehn, zwanzig oder vierzig Frauen
statt einen attraktiven jungen, unverheirateten Mann,
und zeigen darin angemessenen Geschmack sowie ihren Respekt vor Alter und Erfahrung.
Käme einer eurer höflichsten, elegantesten, faszinierendsten jungen Gentlemen zu uns,
würde es ihm sehr schwerfallen, eine Frau zu finden.
Und sollte er es doch schaffen, wäre es vermutlich eine,
die von unseren grauköpfigen und gebrechlichen alten Herren verschmäht wurde."
30. NOVEMBER 1855
Ich traf einen berühmten Bürger Salt Lake Citys,
der, wie ich glaube, einer der zwölf Apostel ist.
Ich hörte ihn sagen: "Als Utah sich um Aufnahme in die Union der Nordstaaten bewarb,
wollte es als Sklavenstaat eingeschrieben werden."
Er sagte, er besäße einen Sklaven,
so wie alle Apostel,
und dass der Polygamist Brigham Young mehrere Schwarze besitzen würde.
Diese Aussage ist "zweifellos wahr",
obwohl sie sich von vorherigen Schilderungen in Utah unterscheidet.
Ich unterbreite sie für politische Essays.
12. SEPTEMBER 1856
Eine außergewöhnliche Feierlichkeit
wurde an der Quelle des Big Cottonwood abgehalten.
Nach dem Eröffnungsgebet sagte Brigham Young:
Ich habe diesen Tag genossen,
wegen der Freiheit, die wir alle genießen konnten.
Wir haben den 24. Juli gefeiert, seit wir in die Täler der Berge kamen.
Ich könnte vieles sagen zu diesem Anlass,
dem 9. Jubiläum unserer Befreiung vom Joch der Knechtschaft,
aber ich werde mit Geduld auf den Tag warten,
an dem das Volk Gottes über die List und Macht Satans triumphieren wird
und seinen Platz unter den Völkern der Erde einnimmt.
Aber lasst mich euch sagen:
Dies wird nicht der Fall sein, bevor dieses Volk ein heiliges Volk wird.
Es muss geweiht werden,
egal ob es viele sind oder wenige,
wenn ihre Zeit gekommen ist, werden sie hingehen und ihre Rechte bewahren,
"als Sieger und um zu siegen", bis Satan gebunden ist.
15. NOVEMBER 1856
Brigham Young brüstet sich wieder
mit seinen Fähigkeiten, Gouverneur von Utah zu bleiben.
Präsident Pierce und seine direkten Unterstützer
reden lautstark von ihrer Entschlossenheit, Verräter niederzuschlagen
und all jene, die die Gesetze missachten.
Aber in Utah widersetzt man sich den Gesetzen und der Obrigkeit der Vereinigten Staaten,
deren Rechtmäßigkeit und Gültigkeit in der ganzen Union unumstritten sind,
in aller Öffentlichkeit.
Die Amtszeit von Brigham Young war vor fast vier Jahren zu Ende.
Pierce versprach, ihn abzusetzen.
So viel zum Versprechen.
Es zeigt sich, dass die Anstrengungen zur Durchsetzung
der missachteten Gesetze der Vereinigten Staaten in Utah
nicht einen Bruchteil des Aufwandes ausmachen, der betrieben wird,
um die Verhaftung und Rückkehr eines einzelnen Sklaven zu gewährleisten.
18. NOVEMBER 1856
In einer Predigt von Brigham Young vom 21.9.:
Ich möchte, dass meine eigenen Frauen verstehen,
dass das, was ich nun sage, für sie genauso gilt wie für andere.
Von heute an bis zum 6. Oktober gebe ich euch Zeit zum Nachdenken,
ob ihr bei eurem Ehemann bleiben wollt oder nicht.
Und dann werde ich jeder Frau ihre Freiheit schenken.
Schwestern, ich mache keine Witze.
Ich weiß, dass viele Frauen in diesem Territorium endlos jammern.
Und wenn die Frauen den Gesetzen Gottes den Rücken kehren
und weiterhin die himmlische Ordnung verschmähen,
werde ich dafür beten, dass der Fluch des Allmächtigen ihnen ständig auf den Fersen sei
und sie den ganzen Tag hindurch verfolgen möge.
Und denjenigen, die sich fügen und gläubig sind, verspreche ich,
dass sie Königinnen im Himmel und Herrscherinnen in alle Ewigkeit sein werden.
Macht euch bereit!
Morgen in zwei Wochen dürft ihr gehen, wohin ihr wollt,
aber denkt daran, dass ich nichts mehr von diesem Gejammer hören will!
1. MAI 1857
Meine liebe, unbekannte Freundin:
Wir haben Ihre freundliche Anfrage ordnungsgemäß erhalten.
Sie bitten um nähere Angaben
in Zusammenhang mit der Ermordung von Captain J. W. Gunnison.
Im Jahr 1856 wurde ein indianischer Lieblingskrieger von Brigham Young
namens Eneis wegen der Ermordung von Captain Gunnison und anderen vor Gericht gestellt.
Zu dieser Zeit und aufgrund des Prozesses gelangte ich zur zweifelsfreien Überzeugung,
dass die ganze Geschichte ein ausgereifter Plan gewesen sein musste,
um alle Landvermesser zu ermorden und die Schuld den Indianern zuzuschieben.
Wie eine Reihe von indianischen Zeugen aussagten,
wurden nur vier Schüsse von Indianern abgefeuert
und die restlichen von den Mormonen,
und dass die Indianer auf Befehl der Mormonen aus dem Hinterhalt hinaussprangen.
Und hier, meine liebe Freundin, so schmerzhaft und widerlich es ist,
muss ich die wahre Geschichte dieser traurigen Szene erzählen,
bei der mehrere Krieger den Sevier River überquerten
und begannen, die Beine und Arme der Männer abzuschneiden,
die bereits im Sterben lagen.
Und dass Eneis den Körper von Captain Gunnison aufschnitt
und sein Herz herausnahm, während dieser noch lebte, und das Herz war so voller Blut,
dass es nach dem Herausnehmen auf dem Boden einen Satz machte.
Aber nicht zufrieden damit, schnitten sie seine Zunge heraus,
schnitten und zerfleischten seinen Körper.
Es ist wahr, meine liebe Freundin, dass dieses düstere, blutige Bild
jeden Nerv Ihrer zarten Gestalt niederzwingen wird,
aber es ist meine Pflicht Ihnen gegenüber, gegenüber dem Land,
gegenüber dem gebrochenen und geschändeten Gesetz,
gegenüber der blutenden und geknechteten Menschheit,
gegenüber einer korrekten Geschichte des dunklen und blutigen Kodex'
der Hohen Priesterschaft der Utah-Mormonen.
Und vor allem die Pflicht gegenüber dem Namen und Ansehen eines Kollegen und Offiziers,
der loyal seine Pflicht getan hat und auf der Höhe des Lebens gefallen ist,
durch die Hände einer organisierten Bande von systematischen Piraten, Räubern und Mördern,
und dessen Blut zum Himmel schreit, es möge doch jemand mit Donnergrollen
die grausige, traurige und feierliche Wahrheit seines tragischen Schicksals bezeugen.
All dies erfordert, im Moment, da ich seiner Frau antworte,
der Gefährtin seiner Jugend, die sich selbstverständlich an den Mann wandte,
der vor allen anderen die Rechtswahrheit dieser Geschichte kennt,
dass ich alles genau berichte,
ohne einen Teil davon auszulassen.
Ihr gehorsamer Diener, Richter W. W. Drummond.
19. MAI 1857
Arapehn, der Häuptling der Pab-Utah-Indianer,
besuchte vor kurzem die Stadt.
Als er da war, versuchte er beharrlich, herauszufinden,
weswegen die Mormonen die Amerikaner bekämpften.
Er sagte, man hätte ihn gedrängt, sich ihnen in diesem Krieg anzuschließen.
Manche meinen, Brigham mache eine Tour zu den nördlichen Indianerstämmen,
um sie gegen die weißen Heiden aufzustacheln
und dazu zu bewegen, den Mormonen im Krieg gegen Regierungstruppen beizutreten,
sollten welche gegen sie entsendet werden.
20. MAI, 1857
Zum mormonischen Glauben
gehört die Taufe für den Sündenerlass,
und diese Taufen werden en masse durchgeführt.
Ich sah kürzlich eine Gruppe, bei der man mehr als vierhundert Leute untertauchte.
Die fröhlichen Rufe erinnerten mich stark an das altmodische Waschen der Schafe.
So oft ein Mensch sündigt, so oft muss er mit Wasser oder Blut getauft werden.
Wenn die Schuld eines Menschen in den Augen der Kirche sehr groß ist,
muss er mit seinem Blut dafür sühnen.
16. JUNI 1857
Es werden aktive Vorbereitungen
für einen Feldzug nach Utah getroffen.
Nach aktueller Auffassung soll eine Truppe von etwa 2.000 Mann
in dieses Gebiet geschickt werden.
Wir nehmen an, dass der Feldzug von Fort Leavenworth
nicht vor Mitte Juli in Bewegung gesetzt wird.
Und da es mindestens sechzig Tage dauert,
bis die Gegend von Great Salt Lake City erreicht ist,
muss man sich Gedanken darüber machen, was vor Wintereinbruch möglich sein wird.
Der Schneefall beginnt in dieser Region im Oktober,
und sofern man nicht mit einem Schlag Salt Lake City friedlich einnehmen kann
und Truppenunterkünfte bereitstehen,
muss mit großen Entbehrungen und großem Leid gerechnet werden.
2. JULI 1857
Laut offiziellem Brief des Generalpostmeisters
ist der Vertrag für den Posttransport nach Salt Lake außer Kraft gesetzt,
weshalb er befohlen habe, die Post bis auf Weiteres zurückzuhalten.
Der Postvertrag wurde von einem mormonischen Unternehmen aus Salt Lake City übernommen.
Die Beschwerden darüber, dass die Post beschädigt und geöffnet worden sei,
vor allem die der Regierung, waren so übergreifend,
dass es ziemlich klar wurde, dass diese mormonischen Auftragnehmer
reine Werkzeuge von Brigham Young waren.
7. NOVEMBER 1857
Ich erreichte Great Salt Lake City unbehelligt
und informierte Gouverneur Brigham Young unmittelbar nach meiner Ankunft,
dass ich ein Interview wünsche.
Er erklärte, die Mormonen seien in Missouri und Illinois
verfolgt, ermordet und beraubt worden,
sowohl vom Pöbel als auch von staatlichen Autoritäten,
und dass die Vereinigten Staaten bald dasselbe tun würden,
weswegen er und die Menschen in Utah beschlossen hätten,
jeglicher Verfolgung bereits zu Beginn Widerstand zu leisten,
und dass die anmarschierenden Truppen besser nicht
das Great Salt Lake Valley betreten sollten.
9. NOVEMBER 1857
Brigham sagt in einem scharfen Brief über die Indianer-Angelegenheiten:
Wenig wurde auf Kosten der US-Regierung im Süden dieses Territoriums erreicht,
obgleich die Mormonen viel getan haben, indem sie den Indianern
Werkzeuge und Anleitungen zur Kultivierung des Bodens gaben.
Mir wurde berichtet, dass kürzlich bei Mountain Meadows
viele Emigranten getötet und beträchtlicher Besitz gestohlen wurde.
Dafür sind vor allem drei- bis vierhundert zurückkehrende Kalifornier verantwortlich,
die im letzten Frühling auf diesen Straßen zu den Oststaaten wanderten
und auf jeden Indianer schossen, den sie sahen,
ein Verhalten, das allen guten Menschen zutiefst zuwider ist.
Es ist schwer, einen Indianer zu überzeugen, dass die Weißen ihre Freunde sind
und der Große Vater ihnen wohlgesinnt ist,
wenn vielleicht der Nächste, der ihnen begegnet
sie wie Wölfe abknallt.
18. NOVEMBER 1857
Brigham Young hat als unabhängiger Herrscher die Macht übernommen
und den Vereinigten Staaten offiziell den Krieg erklärt.
Dieses unverschämte Verhalten des mormonischen Anführers
macht ihn für die Regierung zu einem Rebellen
und muss seiner Karriere ein baldiges Ende setzen.
19. NOVEMBER 1857
Mit ihrer Geschichte,
einer fast 30-jährigen Geschichte voller Prüfungen und Leid,
sind die Mormonen von Salt Lake nun eher eine Nation als eine Religion.
Sie verschanzen sich in ihrem eigenen "kontinentalen" Palästina.
Ihre Schützen gewannen im Mexikanischen Krieg Ansehen,
was beachtlich ist, wenn wir uns ihre Anzahl bewusst machen.
Das Mormonentum in Utah ist nicht länger eine verachtenswerte Verblendung.
Es ist von der Größe einer bemitleidenswerten Sekte
zu der eines organisierten Volkes angewachsen.
30. NOVEMBER 1857
Mr. George Powers sagte letzten August bei seiner Ankunft in Utah:
Wir blieben für fünf Tage in Salt Lake und drängten dann vorwärts,
in der Hoffnung, einen größeren Zug zu überholen, der zehn Tage vor uns gestartet war
und der dann derjenige Zug war, der bei Mountain Meadows massakriert wurde.
Wir kamen in Buttermilk Fort an
und sahen, dass die Bewohner sehr wütend auf den Zug waren.
Sie behaupteten, die mormonischen Frauen seien missbraucht und Huren genannt worden.
Die Leute hatten sich geweigert, dem Zug Proviant zu verkaufen
und erzählten uns, sie bereuten, sie nicht gleich umgebracht zu haben.
Aber sie wussten, dass dies schon noch passieren würde.
Sie sagten weiter, dass sie die Indianer im Zaum hielten,
bis deren Häuptling kommen würde.
Er würde dann dem Zug folgen und ihn zerstückeln.
15. FEBRUAR 1858
Gouverneur Cummings verkündete seine Proklamation.
Er gab bekannt, Präsident Buchanan habe ihn als Gouverneur
des Utah-Territoriums eingesetzt, und ruft die Leute,
die sich zu bewaffneten Gruppen gegen die Gesetze zusammengetan haben, dazu auf,
sich aufzulösen und heimzugehen.
Jene, die gesetzlos gehandelt hätten,
werde man bestrafen.
Vor der Ankunft der US-Truppen in Fort Bridger
legten die Mormonen das Gebäude in Schutt und Asche, verbrannten das Gras der Ebenen
und erklärten, dass keine US-Truppen jemals die Berge überqueren sollten.
19. JULI 1858
Wir mussten 24 Kilometer
in den Echo Canyon hineingehen, bevor wir zu den mormonischen Festungen
aus losen Steinen ohne Mörtel kamen.
Der Canyon wird hier schmaler,
und die Berge ragen auf beiden Seiten in große Höhen auf.
Über eine Länge von 1,6 km und mehr sind hier und dort Steinhaufen zu sehen,
offenbar dazu da, um auf Reisende auf der Straße darunter geschleudert zu werden.
Im Süden des Canyons hatte man Gräben ausgehoben
und Brüstungen unterschiedlicher Höhe hochgezogen,
hinter die man Hunderte von Gewehrschützen stellen könnte.
Wir untersuchten einige davon,
besonders die Stellung, die offenbar vom Befehlshaber besetzt wurde.
Es war augenfällig, dass sie schon seit einiger Zeit verwaist waren.
9. AUGUST 1858
Die Leute beginnen, in ihre Häuser zurückzukehren,
die sie auf Geheiß ihres Propheten und Priesters verlassen hatten, als die Armee kam.
Die Hauptstraße nach Provo,
von der Stadt aus noch für 40 Kilometer sichtbar,
war auf ganzer Länge vollständig von der riesigen Familienprozession bedeckt.
Es wird mindestens einen Monat dauern,
bis sie mit ihren limitierten Transportmitteln zurück sind,
was den Wahnwitz der Aussagen von Mormonen vor dem Friedensabkommen zeigt,
sie seien mit ihren Haushalten und Proviant für drei Jahre
schneller als jede verfolgende Armee.
So ist ein weiteres Element dieses unerhörten Spiels der mormonischen Prahlerei geplatzt,
das den Präsidenten der Vereinigten Staaten so verängstigt hatte,
dass er den undankbaren Verrätern eine unerwünschte Begnadigung aufdrängte,
statt die Verantwortung dafür zu übernehmen, sie zu unterwerfen
und so ihren Verrat wirksam zu heilen.
9. JULI 1859
Aus einem Brief des Leiters für Indianische Angelegenheiten in Utah:
Ich kehre soeben von einer sehr arbeitsreichen und schwierigen Reise
durch den Süden dieses Territoriums zurück.
Ich konnte 16 Kinder erfolgreich bergen
und habe sie nun bei mir.
Man sagte, dies seien alle, die von den 140 Männern, Frauen und Kindern
des Massakers bei Mountain Meadow im September 1857 übrig geblieben seien.
Siedler in der Nachbarschaft, wo ich die Kinder her habe, versicherten mir,
dass ich alle Überlebenden habe.
Ich habe berechtigte Gründe zur Annahme, dass keines der Kinder je bei Indianern gelebt hat.
Diese Kinder sind zwischen drei und neuneinhalb Jahren alt,
sind intelligent und sehen gut aus, kein einziges böses Kind ist darunter.
24. MAI 1861
Das Kriegsministerium hat den sofortigen Rückzug
aller regulären Truppen aus Utah befohlen, insgesamt ungefähr 500,
um im Krieg gegen die rebellischen südlichen Staaten zu helfen.
Aber der Abzug dieser kleinen Streitmacht wird sich als tödlicher Fehler erweisen,
da nun die großen Überland-Routen nach Kalifornien und Oregon schutzlos bleiben
und sowohl gesetzlose Mormonen und feindlich gesinnte Indianer zu Überfällen einladen.
25. JUNI 1862
Wir waren den ganzen Winter mit einigen Indianern in unserer Mitte gesegnet,
deren Wigwams auf den Hügeln um die Stadt standen.
Es waren vor allem Shoshone, oder Schlangen,
deren Häuptling Washakie ist,
und die generell sehr freundlich gegenüber den Weißen eingestellt sind.
Aber nun ziehen sie weiter und sind im Begriff,
die Nähe der Häuser des Weißen Mannes zu verlassen
und in die Jagdgründe in den Bergen zu gehen.
26. JUNI 1862
Das Repräsentantenhaus billigte die Änderungen des Senats an seiner Gesetzesvorlage,
in der Polygamie auf dem Gebiet der USA verboten wurde,
und hob die Gesetze von Utah diesbezüglich auf.
Die Vorlage, nun auf dem Weg zum Weißen Haus,
ist nur noch von Präsident Lincolns Handeln abhängig.
25. FEBRUAR 1863
Unser indianischer Krieg bei Bear River ist vorbei:
kurz, scharf und entscheidend.
Oberst Connor vom 2. US-Kavallerieregiment könnte berichten:
"Ich ging, ich kämpfte, ich unterwarf, ich vernichtete",
denn so war es tatsächlich gewesen.
Die Indianer scheinen eine Mischung aus Bannocks und Shoshone gewesen zu sein.
Die genaue Zahl der Getöteten ist schwer festzustellen.
Ein Mann, der behauptete, das Schlachtfeld nach dem Kampf besucht zu haben,
sagt, er habe 525 tote Indianer gezählt.
Ein Dutzend indianischer Krieger soll entwischt sein,
und diese wenigen glücklichen Burschen werden ihre blutige Geschichte erzählen.
Oberst Connors Sieg könnte sich als teuer erkauft herausstellen.
Es gibt Situationen, in denen es besser ist, selbst mit den Indianern
eher befreundet als verfeindet zu sein.
22. JANUAR 1867
Die wirtschaftliche Flaute dieser Zeit wird auf unterschiedliche Weise gesehen.
In letzter Zeit gab es mehr Beschwerden wegen Einbrüchen und kleineren Räubereien.
Dieses Gebiet aber ist nicht sehr ergiebig für diejenigen Herren,
die sich ungeniert an anderer Leute Besitz bereichern.
Vor einigen Nächten wurde in das Geschäft von Segmiller & Crow eingebrochen,
und der Einbrecher stahl einen Sattel.
Er wurde aber rasch durch einige "schnelle Boten"
einer doppelläufigen Schrotflinte gestoppt.
Der unglückliche nächtliche Herumtreiber war ein junger Mann namens Hurst,
der von "den Minen" in Montana kam.
Er wird nie wieder einen Sattel stehlen.
21. FEBRUAR 1867
Die Erneuerung der Bewegung für die Zulassung von Utah
als Staat in die Union ist im Gang: der "Staat Deseret".
An "Deseret", obwohl durch den Kongress als Name für das Gebiet abgelehnt,
halten die Leute hier immer noch beharrlich fest.
Er wird als Sinnbild für "Fleiß" verstanden, nicht für die Wüste,
aus der ein Großteil des Gebiets besteht, wie viele fälschlicherweise glauben.
Der Verfassungsentwurf wurde so abgeändert, dass er allgemeines Wahlrecht gewährt.
Die Worte "freie Weiße" wurden gestrichen.
Der örtliche Gesetzgeber übernahm auch eine Petition an den Kongress
zur Aufhebung des Anti-Polygamie-Gesetzes,
was ohne Zweifel für Erheiterung unter dessen Mitgliedern sorgen wird,
wenn sie ihnen vorliegt.
24. AUGUST 1867
Die Stadt und ein großer Teil dieses Tales und einiger anderer Täler
sind jetzt von der Heuschreckenplage betroffen.
Seit etwa zehn Tagen ist die Luft voll von ihnen.
Am Boden, auf Bäumen und Pflanzen
sitzen sie wie Fliegen auf einem Teller mit Melasse.
Sie erfüllen die Luft mit ihrem stetigen "Zirp, Zirp, Zirp",
wenn sie auf den Blättern von Pflanzen und Bäumen landen,
und dem emsigen Summen ihrer nimmermüden Flügel.
Die meisten Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume haben ihr Laub verloren,
manche völlig, kein Blatt blieb übrig.
Gerste, Weizen und Hafer sind zum größten Teil sicher,
zu reif, um betroffen zu sein,
aber Mais, Kartoffeln, Bohnen, Karotten, Kohl etc. leiden schwer.
14. OKTOBER 1867
Das ist die ungesündeste Jahreszeit hier,
obwohl es mit Abstand nicht das kränklichste Jahr ist, das wir hier erlebt haben.
Die Sterblichkeit betrifft vor allem Kinder.
Es ist nicht einfach, Kinder hier großzuziehen,
egal, wie bekannt das Land für ihre Produktion ist.
Die Sterblichkeit ist besonders während der Zahnungsphase hoch:
Durchfall, Ruhr, Geschwüre und Tuberkulose
sind die hauptsächlichen Todesursachen.
11. MAI 1869
Der lang erwartete Moment ist da.
Der Bau der Pacific Railroad ist ein Fait accompli.
Um 14 Uhr 47 gab Promontory Point, Utah, das Signal "Fertig!",
und der Kontinent war mit Eisen umfasst.
Eine Gratulationsmeldung von der Handelskammer New York erklärte:
Die neue Strecke, den Menschen nun zugänglich,
wird nicht nur die Ressourcen entwickeln, den Handel erweitern,
die Stärke erhöhen, die Würde steigern und die Einheit unserer Republik erhalten,
sie wird in ihren weitläufigeren Beziehungen, als Teil eines weltumspannenden Kreises,
der die Nationen in Europa direkt mit denen Asiens verbindet,
die aufgeklärte und voranschreitende Zivilisation unserer Zeit
wesentlich erleichtern.
28. MÄRZ 1877
John D. Lee,
der Mormone, der heute hingerichtet wird wegen
der Teilnahme am Massaker bei Mountain Meadows vor 20 Jahren,
hat ein Geständnis abgelegt, das den verbreiteten Glauben an die Mittäterschaft
von Brigham Young an diesem furchtbaren Blutbad bestätigt.
Lee sagt, er sei kurz nach dem Massaker nach Salt Lake City gegangen
und habe Young Bericht erstattet.
Dass er Young gedrängt habe, die Teilnehmer der Schlacht
müssten von der mormonischen Macht unterstützt werden.
Und dass Young, nach einer angeblichen Konferenz mit dem Allmächtigen,
ihm, Lee, versichert habe, dass die Tat von Gott genehmigt sei.
Danach besuchte Young, als Präsident und Prophet,
die Region in der Nähe des Massakers,
und erzählte seinen Anhängern unverblümt,
die getöteten Menschen seien gerechterweise gerichtet worden.
30. AUGUST 1877
Brigham Young starb um vier Uhr heute Nachmittag.
Vom Aussehen her ähnelte er einem Bauern aus Neuengland,
so wie er es einst war.
Eine eher große Gestalt, mit breiten Schultern und einem leichten Buckel, wenn er dastand.
Das Haar hell, eine eher enge Stirn,
graue Augen, das eine Lid hing herab,
fleischige Wangen, mangelhafte Zähne, vor allem im Unterkiefer,
eine eher spitze Nase, ein spitzes Kinn und generell etwas unregelmäßige Gesichtszüge.
Und dennoch sagten sowohl seine Freunde wie auch Feinde,
seine Erscheinung sei angenehm und eindrücklich gewesen.
In Gesprächen war er freundlich und umgänglich,
außer er war misstrauisch oder stieß auf Widerspruch oder Widerstand.
Ein Analphabet, aber nicht ohne Talent,
sprachgewandt, und auch ohne die wichtigsten Eigenschaften eines rednerischen Genies
hielt er seine Zuhörer mühelos in Bann.
Er vereinte in seinen Predigten
einen überzeugenden Anspruch auf himmlische Offenbarung
mit einer gründlichen Kenntnis der Unterwürfigkeit eines Teils seines Publikums
und des glühenden Aberglaubens des anderen Teils.
Die Notwendigkeiten seiner Religion,
lange nachdem die Aufrichtigkeit seines Berufsstandes ihn verlassen hatte,
zwangen ihn dazu, gewisse Phasen der menschlichen Natur zu analysieren,
und nur auf diese zielte er ab.
Aber in seiner langen Herrschaft der mormonischen Kirche
hatte er nicht nur säkulare, sondern auch spirituelle Dinge
seiner eigenen Bereicherung und Selbsterhöhung untergeordnet.
Der Wohlstand von Utah wurde gefördert und begünstigt,
weil es zu seinem enormen Reichtum beitrug.
Man kümmerte sich sorgfältig um die Besitztümer der mormonischen Kirche
und förderte sie in der gleichen Absicht.
Brigham Young war selbstsüchtig, sinnlich und habgierig
und konnte oft unverfroren grausam sein.
Er gab regelmäßig die Seele eines Mörders preis,
wenn er nicht selbst diesem brutalen Vorbild folgte.
31. DEZEMBER 1879
Heiden in den Minengegenden Utahs
bleiben jetzt generell unbehelligt, aber diejenigen, die Anstalten machen,
sich irgendwo auf anbaufähigem Land niederzulassen, sind nie sicher.
Die Mormonen schießen zwar nicht mehr in organisierten Daniten-Banden Heiden nieder
oder ermorden die Frauen und Kinder wie bei Mountain Meadows,
aber sie brennen Scheunen und andere Besitztümer der Siedler nieder
und jagen sie davon.
Das Netz der Mormonenstädte bedeckt fast das ganze bebaubare Land des Gebiets,
denn die Mormonen legten die Begrenzungen in der Absicht fest,
das ganze Land, das für Ackerbau begehrenswert ist, zu kontrollieren.
10. JUNI 1880
Der neue Prophet der "Heiligen", John Taylor,
rief 550 Kirchenmitglieder dazu auf, sich in San Juan im Südosten Utahs niederzulassen,
um "den guten Willen der Indianer zu pflegen und für Recht und Ordnung zu sorgen".
In 83 Wagen, mit mehr als tausend Tieren,
reisten sie etwa 322 km durch das Land, wo bisher noch keine Wagen gefahren waren.
Der spektakulärste und dramatischste Ort, durch den die Siedler fuhren,
war 4 km südlich vom Zusammenfluss des Escalante und des Colorado Rivers.
Dort fanden sie ein schmales Loch an der Kante des Canyons,
das sie durch Sprengung vergrößerten, sodass ein Planwagen hindurchpasste.
Da hindurch und über einen steilen Hang mit einer Steigung von bis zu 45 %
wurde über den glatten Stein und Sand eine Straße gebaut, über die die Wagen fuhren.
An anderen Stellen bauten die Arbeiter etwas, das sie "dugway" nannten:
eine Fahrrinne, die so tief war, dass ein Wagenrad, einmal in der Spur,
nicht wieder herauskommt.
11. AUGUST 1880
Die Verlängerung der Southern-Utah-Bahnstrecke
hat viel dazu beigetragen, dass abgelegene Teile des Gebiets bekannter wurden.
Utah ist zweifellos reich an Mineralien.
Die Gold-, Silber-, Kohle- und Salzminen bringen ungeheuren Reichtum für das Land,
das sich mit Hilfe der Eisenbahn rapide entwickelt.
Während meiner jetzigen und auch früheren Reisen durch das Gebiet
hatte ich nie Grund zur Beschwerde.
Für jene, die über das Mormonentum nur einseitige, unzuverlässige Berichte gelesen
und es nie gesehen haben, wirkt es sicher ähnlich
wie damals die Sklaverei für Leute aus dem Norden:
nicht halb so schlimm, wenn man es mit eigenen Augen sieht.
6. JULI 1885
Für die Mehrheit der Bevölkerung Utahs
ist der 4. Juli eine Farce.
Gestern bei Sonnenaufgang
hing die Staatsflagge beim Rathaus und beim Amtsgericht auf Halbmast.
Der US-Marschall und zwei ehemalige konföderierte Soldaten verlangten,
dass die Flaggen ganz aufgezogen werden, was jedoch abgelehnt wurde.
Die Stadtbehörde sagte, der 4. Juli sei ein Tag der Trauer für sie und "dieses Volk",
dessen beste Männer aufgrund der pervertierten Prinzipien von Recht und Freiheit
der Bundesbeamten im Gefängnis seien.
Sie ließen durchblicken, dass jeder, der versuchen würde,
die Höhe der Flagge zu verändern, erschossen werde.
20. MAI 1890
Der Oberste Gerichtshof der USA bestätigte heute in einer Stellungnahme
Edmunds Anti-Polygamie-Vorlage als verfassungskonform.
Das Gesetz löste unter anderem das Unternehmen der Mormonenkirche auf,
annullierte seine Gründungsurkunde und ernannte einen Treuhänder,
um deren Geschäfte abzuwickeln.
Aller Grundbesitz der Kirche im Wert von mehr als 50.000 Dollar fiel an die USA zurück,
sofern er nicht für Gottesdienste oder Begräbnisse gebraucht wurde.
Das Gericht bestimmte, dass dieser Akt zur Eingliederung der Kirche
ein ungültiger Versuch war, eine Religion
im Widerspruch zu den Bestimmungen der Verfassung zu errichten.
5. JANUAR 1896
Utah wurde heute früh um 10:08 Uhr in die Gemeinschaft der Bundesstaaten aufgenommen,
als Präsident Cleveland die diesbezügliche Bekanntmachung unterschrieb.
Es gab zu diesem Anlass keine Zeremonie.
Mr. Cleveland und Privatsekretär Thurber
waren zu diesem Zeitpunkt allein im Büro des Präsidenten.
Die neue Staatsverfassung zeigt viele Beweise für mormonischen Konservatismus.
Eine ihrer wichtigsten Klauseln entblößt deren jüngste Offenbarung
und verbietet die Polygamie für immer.
Die meisten Mormonen meinen es ernst mit der Polygamie
und wollen der Nation die Treue halten.
3. MAI 1900
Die Schätzungen von heute Abend über die Zahl der Toten
bei der furchtbaren Minenexplosion gestern liegen bei 250,
aber die endgültige Anzahl könnte 300 erreichen.
Die Hilfsarbeiten dauern noch an und werden in Schichten ausgeführt.
Die Schicht, die jetzt in der Mine ist, hat 50 Leichen zum Herausbringen bereit,
und es ist weiterhin unklar, wie viele Leichen noch geborgen werden.
Der finanzielle Verlust des Unternehmens ist noch nicht abschätzbar, wird aber riesig sein.
In jeder Hinsicht ist dies die schlimmste Katastrophe,
von der diese Region je betroffen war.
Die Mine liegt in der Nähe von Scofield in Carbon County.
13. MÄRZ 1905
Es wird berichtet, dass Sonderermittler der Bundesregierung
seit einiger Zeit Betrugsfälle im Zusammenhang mit öffentlichem Grund untersuchen.
Riesige Kohleabbaugebiete sollen als Acker- und Weideland angemeldet
und dann in Kohleunternehmen verwandelt worden sein.
Mehr als 2.000 dieser Kohle-Einträge wurden im Grundbuchamt von Salt Lake City gemacht,
aber nur jeder 50. von denen, die die Einreichung gemacht hatten,
hat den Kauf abgeschlossen.
26. APRIL 1914
Auf Empfehlung von Innenminister Lane stellte Präsident Wilson
der Nationalgarde von Utah 18.700 Morgen öffentliches Land in Utah
als Schieß- und Truppenübungsgelände zur Verfügung.
Dies war vom Gouverneur von Utah beantragt
und vom Kriegsminister bewilligt worden.
19. NOVEMBER 1915
Joe Hill, verurteilter Mörder und Aufwiegler
für die "Industrial Workers of the World",
wird morgen früh um 6 Uhr hingerichtet.
Obwohl er seine Unschuld beteuert, weigerte sich Hill, seinen Aufenthaltsort zu nennen
oder zu erklären, wie er sich die Wunde zuzog, die zu seiner Verhaftung führte.
Er behauptete, der gute Ruf einer führenden Dame in Salt Lake City werde sonst ruiniert.
Während er sich auf das Sterben vorbereitete, telegrafierte er IWW-Führer Big Bill Haywood:
"Leb wohl, Bill. Ich sterbe wie ein wahrer Rebell.
Verschwende keine Zeit mit Trauern. Organisiere."
Hunderte Arbeiterorganisationen verabschiedeten Resolutionen,
die ein neues Verfahren oder Hills Begnadigung fordern.
Das Gouverneursbüro erhielt tausende Nachrichten, viele davon enthielten Drohungen.
Gouverneur William Spry kündigte an, Utah von allen gesetzlosen Elementen zu säubern
und "hetzerische Straßenreden zu beenden,
ob man sie nun als Redefreiheit oder mit jedem anderen beliebigen Namen bezeichnet."
13. FEBRUAR 1917
Die Skull-Valley-Siedlung bei Iosepa,
ein typisches, 1,6 Quadratkilometer großes Mormonendorf mit einigen Dutzend Häusern,
einer Kapelle und einer Schule, hat nach 28 Jahren Kampf aufgegeben.
Die hundert hawaiianischen Bewohner kehrten in ihre Heimat zurück,
nachdem die mormonische Kirche einen Tempel auf der Insel Oahu gebaut hatte.
Die Hawaiianer hatten heldenmütig versucht, mormonische Siedler und Farmer zu werden,
aber sie waren nie Teil einer Gesellschaft, die sie halbherzig zu integrieren versuchte.
Im Gegensatz zu den Anglo-Amerikanern
hatten die Hawaiianer kein Ackerland und Baugrundstücke als Eigentümer bekommen.
Iosepa war eine Plantage,
und die Arbeiter erhielten Waren im Wert von 30 Dollar als Lohn pro Monat.
In der früheren Geschichte hatte ein Ausbruch von Lepra in Iosepa
zu explosionsartiger Hysterie
im nahe gelegenen Salt Lake City geführt, war aber nie ernsthafte Bedrohung.
Drei Leute bekamen sie, alle drei starben,
und das war alles.
2. MAI 1920
Eine Kampagne der Bundes- und Staatsbehörden in Utah
zur Befreiung des Bundesstaats von schädlichen Tieren
hatte zum Ergebnis, dass im Jahr 1919 insgesamt 5.298 Raubtiere
mit Schusswaffen und Fallen getötet wurden.
Diese Zahlen zeigen jedoch nicht das ganze Ausmaß der Arbeit der Jäger,
da sich diese vor allem auf Vergiftungsaktionen konzentrierten.
Die Anzahl der vergifteten Tiere schätzt man zwischen 11.000 und 15.000.
Die Aktion zur Tötung von Raubtieren begann vor fünf Jahren,
und man schätzt, dass dadurch pro Jahr 500.000 Schafe gerettet werden können.
22. MÄRZ 1925
Fünf Männer, die den harten Sandstein des Split Mountain in Utah bearbeitet hatten,
legten ihre Werkzeuge nieder
und beendeten ihre lange und mühsame Suche nach Dinosaurierskeletten.
Dieser kleinen Gruppe unter der Leitung von Dr. Earl Douglas
verdankt die Wissenschaft acht bis zehn der verblüffendsten Kreaturen,
die die Welt je gesehen hat.
Vor etwa 23 Millionen Jahren
war Utah nicht wie heute ein trockenes und gebirgiges Land,
sondern eine Tiefebene nahe dem Meeresspiegel.
Die Vegetation war fast tropisch,
wo Farne und Nadelholzbäume vorherrschten,
von denen sich vermutlich die pflanzenfressenden Dinosaurier ernährten,
die diesen eher kleinen Teil des gesamten Kontinents bevölkerten.
1. NOVEMBER 1925
Entgegen den Erwartungen der Landwirtschaftsexperten
brachte ein Mann aus Utah erfolgreich zwei verschiedene Saatkörner zum Wachsen,
die tief in den Höhlen einer ausgestorbenen Rasse von Felsbewohnern gefunden wurden.
Die höchsten Halme dieser alten Maissorte erreichten eine Höhe von mehr als 2 Meter.
Wissenschaftler sind sich nicht einig, wann die letzten Bewohner dieser Region ausstarben,
man schätzt, das geschah vor 900 bis 1.200 Jahren.
28. JUNI 1936
Mithäftlinge von Delbert Green,
der für drei Morde zum Tode verurteilt worden war,
versuchten heute, ihn in seinem Kampf gegen die Erschießung in Utah zu unterstützen.
Eine Petition wurde von 268 der 322 Insassen des Staatsgefängnisses in Utah unterzeichnet,
hinausgeschmuggelt und dem Begnadigungsausschuss übergeben.
Die Sträflinge behaupten, der Verurteilte sei geistig gestört.
In der Petition stand: "Wir bringen mit Verlaub vor, dass man ein zehnjähriges Kind
nicht in den Tod durch Gewehrsalven des Staates Utah schicken sollte.
Daher bitten wir Sie in aller Bescheidenheit, dass Sie dieses Schicksal
auch keinem Mann auferlegen, dessen geistiger Zustand ihn dieser Kategorie zuordnet."
11. SEPTEMBER 1936
Eine Aktion der Kirche der Heiligen der Letzten Tage,
Bedürftige "vom Arbeitslosengeld wegzubekommen", nähert sich dem Ziel.
Bis zum 1. Oktober, so Harold Lee, Sicherheitsbeauftragter der Kirche,
werde keins der bedürftigen 80.000 Kirchenmitglieder mehr
von staatlicher Hilfe abhängig sein.
"Sie werden entweder ihr Geld durch Arbeitsprogramme verdienen
oder Hilfe durch das solidarische Programm der Kirche erhalten", sagte er.
"Den Armen beizubringen, sich durch die Herstellung von Konserven, Nähen, Gärtnern
und Gewerbebetriebe selbst zu helfen,
resultiert in der Resozialisierung der Mittellosen", fügte Mr. Lee hinzu.
29. NOVEMBER 1936
Die mormonische Kirche hat bei der Federal Communications Commission
um die Bewilligung angesucht, einen neuen, internationalen Kurzwellensender
in Salt Lake City zu errichten, der 250.000 Dollar kosten wird.
Diese Radiostation hätte genügend Leistung, um jeden Abschnitt der Welt zu erreichen.
Keine kommerziellen Programme werden dann gesendet.
25. APRIL 1937
Ingenieure sagen, die Bonneville-Salzwüste
sei die weltweit perfekteste Renn- und Teststrecke für Automobile.
Die Ebenen bestehen aus einer Schicht krustigen Salzes,
32 Kilometer lang und 16 Kilometer breit.
Sie glänzen wie poliertes Silber, so plan,
dass es auf 14,5 km nicht mal eine Abweichung von 6,35 mm gibt.
Auf dieser Rennstrecke sind Menschen schneller gefahren, als Räder sie je trugen.
Hier hat Malcolm Campbell seinen eigenen Weltrekord zum fünften Mal gebrochen.
Im September 1935 erreichte er, gemessene 1,6 Kilometer lang,
eine Geschwindigkeit von 485 Stundenkilometern.
8. JANUAR 1944
Eine seltsame neue Stadt ist in den letzten anderthalb Jahren entstanden,
die fünftgrößte Stadt in Utah: Topaz.
Sie wirkt wie die Kreuzung eines amerikanischen Militärlagers und einer orientalischen Stadt.
Die Reihen der regulär 30,5 Meter langen Baracken ähneln nicht Soldatenunterkünften,
denn sie haben Vorhänge, selbstgemachte Sonnendächer
und taschentuchgroße japanische Gärten.
Drinnen sind sie in Räume aufgeteilt, je 6 mal 7 Meter groß, für sechs Personen.
Die Räume sind oft mit Vorhängen abgetrennt, für die glücklosen japanischen Familien,
die keine sechs Mitglieder haben und teilen müssen.
Der größte Teil des Umsiedlungslagers wirkt wie eine Oase in einer endlosen Wüste
aus Sand, Salbei, Mesquitebäumen und Kakteen.
8. MÄRZ 1944
Bundesbehörden und bundesstaatliche Behörden nahmen heute
in Utah mehr als 50 Personen bei Razzien fest.
Dabei handelte es sich um eine Aktion "zur Auslöschung der Polygamie".
Die Festnahmen erfolgten aufgrund von
Beschwerden über ungesetzliches Zusammenwohnen
und die Verschwörung "zur Verteidigung, Förderung, Unterstützung, Nötigung, Lehre,
Beratung, Empfehlung und Ausübung von polygamen Ehen oder Vielehen".
12 Personen wurden in einer Anklage genannt, in der man sie beschuldigt,
sie hätten die Post benutzt, um das Pamphlet "Wahrheit" zu verbreiten.
Das Pamphlet propagiere: "natürliche sexuelle Instinkte und Begierden
durch ungesetzliche und unmoralische Genüsse zu stillen,
gebilligt unter dem Deckmantel religiöser Unantastbarkeit".
26. JANUAR 1945
Die Armee der Vereinigten Staaten übernahm heute die Bingham & Garfield Railroad
und rief die Streikenden zur Wiederaufnahme der Arbeit auf.
Das Eingreifen, zwölf Stunden nach Streikbeginn,
geschah im Einklang mit einer Anweisung von Präsident Roosevelt.
Man hatte geschätzt, dass ein Streik die Produktion
der Utah Copper Company zum Erliegen bringen würde,
die etwa 30 % des heimischen kriegswichtigen Kupfers produziert.
Die Eisenbahn ist eine Tochterfirma des Unternehmens.
15. MAI 1955
Mehr als 400 Hunde in Utah helfen Menschen herauszufinden,
welche radioaktiven Elemente womöglich schädlich sind.
Den Hunden werden abgestufte Dosierungen an hochgradig radioaktivem Radium,
Mesothorium, Plutonium und Radiothorium injiziert, dann werden sie genau beobachtet.
Nach fünf Jahren des Experimentierens können die Wissenschaftler voraussagen,
wie viel radioaktives Material ein Hund zu einem gewissen Zeitpunkt ausscheidet,
wann sich Tumore entwickeln,
und was die langfristigen Schäden von gewissen Arten von Radioaktivität sind.
23. JULI 1958
Das Senate Interior Committee genehmigte heute
die Vergabe von 50.000 Morgen Land aus öffentlichem Besitz in Utah
an die Navajo-Indianer.
Das Land wird für eine gleich große Fläche angrenzendes Reservat-Land eingetauscht,
das nach Fertigstellung des Glen-Canyon-Staudamms geflutet wird.
Der Staudamm wird voraussichtlich 900.000 Kilowatt Energie produzieren
und einen 300 km langen Speicher beim Colorado und San Juan River bilden.
12. MÄRZ 1961
Die weiße und empfindliche Sego-Lilie
scheint in Utah zum Aussterben verurteilt.
Die Ausbreitung der Städte und Überversorgung mit Wasser verursachen den Rückgang.
Als Xerophyt gedeiht die Mormonentulpe in Gebieten mit geringen Wasservorkommen.
Frühe mormonische Pioniere überlebten harte Winter,
indem sie getrocknete Knollen der Sego-Lilie zerrieben und aßen.
Die Sego-Lilie ist die Blume des Staates Utah.
21. AUGUST 1963
Frage:
Präsident Kennedy, Wissenschaftler gaben bekannt, dass Kinder in Utah unter zwei Jahren
im letzten Jahr 2 bis 28 Mal so viel radioaktives Jod-131 abbekommen haben,
in weniger als einem Monat, als die Regierung für ein ganzes Jahr festlegte.
Plant die Regierung eine Untersuchung einiger dieser Kinder auf mögliche Schäden?
Antwort: Nun, wie Sie wissen, ist der Bericht nicht einstimmig,
da gibt es Kontroversen.
Zusätzlich waren die gesetzten Standards nicht...
Wir sollten die Leute dort nicht irreführen,
dass es Beweise für ernsthafte Verschlechterungen dort gäbe.
Ich würde sagen, dass wir derzeit nicht glauben,
dass die Gesundheit der Kinder beeinträchtigt wurde.
Aber es sagt uns, obwohl diese Dinge natürlich weiterer Forschung bedürfen,
es sagt uns, dass ein Versuchsverbot sehr erstrebenswert ist.
12. JANUAR 1968
Die Central Intelligence Agency hat bestätigt,
dass die Personalanwerbung auf dem Campus der University of Utah heute abgesagt wurde,
weil es eine Demonstrationsdrohung einer studentischen Protestgruppe gegeben habe.
Die studentische Organisation, das sogenannte April Committee,
sagte, sie sei gegen Anwerbungen "jeder Gruppierung,
die ihre Ziele nicht der Öffentlichkeit erklärt".
Die CIA rekrutiert in Utah in hohem Maße.
26. JANUAR 1968
Physiker messen den Regen hochenergetischer Partikel namens Myonen,
Nebenprodukte kosmischer Strahlung, die kontinuierlich auf die Erde prallen,
mit riesigen Detektoren, die in die Wasatch Mountains in Utah gebaut sind.
Solche Strahlen sind eigentlich Partikel, einige mit mehr Geschwindigkeit und Energie
als alle anderen Fragmente von Materie, die in der Natur beobachtet wurden.
Die Myonen, die die Detektoren erreichen, müssen erst durch 610 Meter Felsen hindurch.
Daher kommen nur die mit hoher Energie an,
solche mit mehr als 1.000 Milliarden Elektronenvolt.
Das sind weit mehr als die 70 Milliarden,
die in künstlichen Teilchenbeschleunigern erreicht werden.
24. MÄRZ 1968
Der Leiter eines speziellen Ermittlungsteams sagte heute,
dass "wir so sicher sind, wie es die Medizin je sein kann",
dass die Nervengastests auf dem geheimen Dugway-Versuchsgelände der Armee
6.400 Schafe im Skull Valley in Utah getötet haben.
Senator Frank Mose wurde gesagt,
ein Flugzeug habe 12 Hektoliter eines "schwer abbaubaren Nervengas-Wirkstoffs" versprüht.
Eine Verbindung, die in Schnee, Wasser, Schafsblut,
Lebergewebe von Schafen und im Gras in Schafmägen nachgewiesen wurde,
ist mit dem Wirkstoff der Armee identisch.
Ein Armeesprecher antwortete auf die Anklage,
dass eine gesonderte Militärermittlung laufe
und bisher keine "gesicherte Todesursache" festgestellt sei.
Indessen schrieb Dr. Kelly Gubler vom Tooele Valley Hospital
in "The Medical World News",
dass die Tests in Dugway zu einem "massiven menschlichen Desaster" führen könnten.
24. JULI 1973
Das großartigste Werk von Robert Smithson war "The Spiral Jetty",
eine riesige Spirale aus rauem Fels, die an einer abgelegenen Stelle
in das Wasser des Great Salt Lake hineinreicht, ausgeführt 1970.
Das Werk legt seine obsessive Faszination mit Zeit, Ort, Geologie dar,
und auch mit dem, was er gerne "Entropie" nannte:
ein schwer fassbares Konzept, verbunden mit der Auslöschung von Materie und Energie,
das für ihn eine fast mystische Anziehungskraft hatte.
30. APRIL 1976
Vor acht Jahren sammelte Melvin Dummar
in der Wüste einen ungepflegten, blutenden Mann auf, der sagte, er sei Howard Hughes.
Mr. Dummar hielt ihn für "einen Penner".
Heute spricht ein Testament, das von Mr. Hughes sein soll,
ein Sechzehntel des Milliardärsvermögens, oder etwa 100 Millionen,
Mr. Dummar zu, einem Tankstellenbetreiber in Willard.
Das Testament tauchte vor zwei Tagen auf mysteriöse Weise
in der Zentrale der mormonischen Kirche auf.
Der Kirche wurde im Testament eine ähnlich hohe Summe zugesprochen.
18. JANUAR 1977
Die zehnjährige Aufhebung der Todesstrafe in den Vereinigten Staaten endete heute,
als vier.30-Kaliber-Kugeln die Brust von Gary Mark Gilmore durchschlugen,
der verurteilte Mörder, der den Staat Utah um seine Exekution gebeten hatte.
"Tun wir's!", hatte er entschieden gesagt,
als Gefängnisdirektor Samuel Smith nach seinen letzten Worten fragte.
Dann wurde ein Signal gegeben und Scharfschützen, 9 Meter entfernt
hinter einem geschlossenen Kubus verborgen, schossen auf den lichtüberfluteten Gefangenen.
Eine Autopsie ergab, dass alle vier Kugeln der fünf abgefeuerten Gewehre,
wovon eines mit einer Platzpatrone geladen war, Mr. Gilmores Herz durchschlugen.
Die Augen des Mannes wurden für eine Hornhautverpflanzung entfernt.
Die wichtigsten Organe, darunter das Gehirn,
wurden für medizinische Untersuchungen entfernt.
9. OKTOBER 1977
Polygamie scheint in Utah wieder zuzunehmen.
Die meisten Polygamisten führen ruhige Leben und scheuen die Öffentlichkeit,
aber die Aufmerksamkeit richtet sich auf sie
wegen der Anklage gegen Ervil LeBaron und Mitglieder seiner polygamen Sekte:
der Church of the Lamb of God.
Strafverfolgungsbehörden nehmen an, dass die Sekte für die Ermordung
oder das Verschwinden von mindestens neun Personen verantwortlich sei.
Seinen Schriften zufolge glaubt Mr. LeBaron, dass er zum Führer der Welt gesalbt sei
und das Recht habe, jeden hinzurichten, der nicht seiner Meinung ist.
10. JUNI 1978
Die 148 Jahre alte Politik, schwarze Männer
wegen "spiritueller Minderwertigkeit" von der mormonischen Priesterweihe auszuschließen,
wurde gestern von Kirchenoberen umgeworfen.
Spencer W. Kimball, Präsident der weltweit 4,2 Millionen Mitglieder
der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, verlas die Deklaration.
"Es war das Resultat einer Offenbarung", sagte er,
"ER hat unsere Gebete erhört und bestätigt, dass der lang versprochene Tag nun da ist.
Demzufolge können nun alle würdigen männlichen Mitglieder der Kirche
zum Priester berufen werden,
egal welcher Rasse oder Hautfarbe."
19. JANUAR 1979
Der Polygamist John Singer aus Utah,
der schwor, man würde ihn in seinem Kampf, seine Kinder aus der Schule zu halten,
nie lebend fangen, wurde heute durch einen Gewehrschuss getötet.
Polizisten auf Schneemobilen stürzten sich auf Mr. Singer,
als er zu seinem Briefkasten 400 Meter abseits seines Bauernhauses in Marion ging.
Bereits mehrere Monate gab es einen Haftbefehl für Missachtung des Gesetzes gegen Singer,
weil er seine Kinder nicht zur Schule ließ.
Er behauptete, seine Kinder seien in öffentlichen Schulen
Sex, Drogen und Schulbüchern ausgesetzt,
die Rassengleichheit lehrten, was gegen seinen Glauben wäre.
4. JANUAR 1980
Sonia Johnson, Anhängerin des beantragten Zusatzartikels zur Gleichstellung,
die von der Mormonenkirche exkommuniziert wurde,
sagte heute, die kirchliche Ablehnung des Zusatzartikels
sei von ihren eigenen geschäftlichen Interessen motiviert.
"Die mormonische Kirche ist eins der 20 wohlhabendsten Unternehmen in den USA",
sagte Mrs. Johnson.
"Die Kirche ist an vielen Unternehmen beteiligt,
die Frauen diskriminierende Löhne zahlen,
und hat daher finanzielle Gründe für die Ablehnung des Zusatzartikels."
Ein Kirchensprecher sagte, sollten Firmen in Kirchenbesitz Frauen schlechter bezahlen,
"dann bin ich mir sicher, dass man sich schrittweise um diese Ungleichheiten kümmert."
2. APRIL 1980
Im südlichen Utah beschlossen Mitglieder der John Birch Society,
die nationale Volkszählung sei ein weiteres Beispiel für bundesstaatliche Kontrolle.
Ein weibliches Mitglied rief stolz das Volkszählungsbüro an
und verkündete, dass sie gemeinsam mit 150 ihrer Nachbarn
ihre Volkszählungsformulare verbrannt habe.
Volkszählerin Karla Bergeson sagte, sie wolle Leuten,
die ihre Formulare nicht ausfüllen, nicht mit dem Gesetz drohen.
Sie wolle die Birch-Gruppe treffen und den offenen Brief des Präsidenten
der mormonischen Kirche mitbringen, in dem er die Mitglieder zur Mitarbeit aufruft.
"Die meisten dieser Birch-Leute sind auch Kirchenmitglieder,
daher wird das überzeugend sein", fügte sie hinzu.
3. OKTOBER 1981
Präsident Reagan hat heute im Westen einen wesentlichen politischen Sieg davongetragen,
als regionale Beamte mit Enthusiasmus darauf reagerten, dass er seinen Plan verwarf,
MX-Raketen im Großen Becken in Utah zu stationieren.
Stattdessen sollen die Raketen auf bestehende Silos in Kansas und Nebraska verteilt werden.
Obwohl Mr. Reagan darauf beharrte, dass taktische Überlegungen
zu dieser Entscheidung führten, gab es auch wichtige politische Faktoren.
Eine Stellungnahme der mormonischen Kirche im Mai hatte tiefgreifende Auswirkung.
Sie besagte, die Kirchenpioniere hätten Utah als "Basis ausgewählt,
um den Völkern der Erde die Friedensbotschaft zu verkünden".
Die Stationierung der MX dort wäre aber eine "Ablehnung der Essenz dieser Botschaft".
3. DEZEMBER 1982
Erstmals in der Geschichte
ersetzten heute früh Chirurgen ein sterbendes menschliches Herz
mit einem permanenten künstlichen Herz.
Die siebenstündige Operation wurde im University of Utah Medical Center
von einem Team unter Leitung von Dr. William DeVries durchgeführt.
Der Patient war Dr. Barney Clark, ein 61-jähriger pensionierter Zahnarzt,
der nach seiner Genesung den Rest seines Lebens
an 2 Meter lange Schläuche gebunden sein wird,
die ihn mit dem Luftkompressor verbinden, der das künstliche Herz antreibt.
12. MAI 1984
Jaqueline Sanders' früheste Erinnerungen an die Kernfusion sind,
wie sie mit ihrer Familie von der Veranda in St. George aus
den unnatürlichen Feuerball beobachtete, der den westlichen Himmel erleuchtete.
Sie war fünf Jahre alt, als die erste Bombe
mit Codenamen Abie am 27. Januar 1951 gezündet wurde,
und zwölf Jahre alt, als die letzte, Titania, am 30. Oktober 1958 explodierte.
In der Zwischenzeit hatte die Regierung mehr als eine Million Tonnen Dynamit
in 103 atmosphärischen Tests in die Luft gejagt.
1967 wurde bei der damals 21-jährigen Mrs. Sanders
Schilddrüsenkrebs diagnostiziert.
Am Donnerstag entschied ein Bundesrichter, dass Mrs. Sanders' Krebs,
wie auch der zehn weiterer Opfer, durch radioaktiven Niederschlag entstanden sei
und die Regierung mehr hätte tun müssen, um die Leute hier zu schützen.
22. SEPTEMBER 1984
Heute wurde eine neue Liste von potenziell gefährlichen Giftmülldeponien
von der Environmental Protection Agency veröffentlicht.
Die zwei Deponien mit der höchsten Priorität für eine Sanierung sind beide in Utah.
Es sind die Schmelzhütte der Sharon Steel Company in Midvale
und ein Portland-Cement-Brennofen in Salt Lake City.
Die Agentur hat geschätzt, dass es möglicherweise bis zu 22.000 Giftmülldeponien
im ganzen Land gebe, die saniert werden müssten.
12. NOVEMBER 1985
Die Führer der mormonischen Kirche,
der Rat der Zwölf Apostel,
wählten den 86-jährigen Ezra Taft Benson zu ihrem neuen Präsidenten.
Mr. Benson trat 1953 ins nationale Rampenlicht
als Landwirtschaftsminister unter Präsident Eisenhower,
was er acht Jahre lang blieb.
Später brachten seine Attacken auf die Bürgerrechtsbewegung,
die Entspannungspolitik mit Moskau oder die Frauenbewegung
die Kirche manchmal in Verlegenheit.
In den 1960ern stand Mr. Benson der John Birch Society nahe,
trat ihr aber nie bei,
einer rechten politischen Organisation, deren Pressesprecher sein Sohn Reed war.
30. OKTOBER 1986
Viele Jahre lang glaubten die Bewohner des mehrheitlich mormonischen Staates,
im Einklang mit der konservativen Sexuallehre der Kirche, dass es kein Aids-Problem gäbe.
Mehr als 65 Prozent der 1,6 Millionen Einwohner Utahs sind Mormonen,
Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage,
einer schnell wachsenden religiösen Organisation,
deren Lehren Homosexualität, Ehebruch und Unzucht
ebenso zu den großen Sünden zählen wie einen aus Verbitterung begangenen Mord.
Homosexuelle Kirchenmitglieder werden von der Kirche angewiesen, zu heiraten.
Ihnen droht die Exkommunikation, falls sie ihre homosexuellen Kontakte nicht einstellen.
Trotz des starken moralischen Klimas
wurde auch Utah nicht vom Aids-Problem verschont.
In den vergangenen drei Jahren wurde bei 47 Einwohnern Aids diagnostiziert,
24 von ihnen sind gestorben.
24. JANUAR 1987
Ein ehemaliger mormonischer Missionar bekannte sich heute schuldig,
um lebenslangen Freiheitsentzug zu bekommen, und wies den Appell seines Vaters zurück,
sich hinrichten zu lassen, um für zwei Morde zu sühnen.
Mark Hofmann bekannte sich in zwei Fällen des Totschlags schuldig,
ebenso wie der Dokumentenfälschung über die Geschichte der Mormonen.
Verwandten zufolge wurde das Geständnis, das sein Leben rettet,
in den vergangenen Wochen durch Interventionen seines Vaters verzögert,
ebenfalls Mormone, der, wie auch andere Familienmitglieder, sagte,
wenn Mr. Hofmann an den Morden schuldig sei, solle er auch hingerichtet werden.
Diese Überzeugung wurzelt in der mormonischen Doktrin der Blutsühne,
laut der manche Sünden so schwer wiegen,
dass sie durch die Kreuzigung Jesu nicht vergeben wurden.
9. AUGUST 1987
Ein leitender Beamter der mormonischen Kirche warf der Presse
"Mormonen-Bashing" und Verfälschungen in Berichten über ein schwieriges Kapitel
in ihrer jüngsten Geschichte vor:
der Umgang der Kirche mit einem Dokumentenfälscher,
der 1985 zwei Menschen umgebracht hatte, um seine Vergehen zu vertuschen.
Apostel Dallin Oaks, ein Mitglied des Kollegiums der Zwölf,
beschuldigte die New York Times, "eines der längsten und intensivsten Bashings
der Kirche seit der Jahrhundertwende zu betreiben."
Mark Hofmann, der 32-jährige Dokumentenhändler,
sitzt für fünf Jahre bis lebenslänglich im Gefängnis.
Einige Dokumente Hofmanns unterstützen die mormonische Lehre der göttlichen Abstammung.
30. DEZEMBER 1987
Ein Brand zerstörte heute Teile der Fabrik von Morton Thiokol in Utah,
wo die erste Stufe der MX-Rakete gebaut wird. Vier Arbeiter starben, und der Unfall droht
die Produktion der stärksten Nuklearwaffe der Air Force zu verlangsamen.
In den letzten vier Jahren gab es in Morton Thiokols Anlage mindestens vier Brände
in Zusammenhang mit Raketentreibstoff.
16. JANUAR 1988
Der Kongress sagt, die Armee biete keine ausreichenden religiösen Einrichtungen
für Arbeiter des Dugway-Testgeländes an,
wo man der mormonischen Kirche Land für eine Kirche verweigert hatte.
Es gibt mehr als 700 Mormonen in Dugway,
einer isolierten Waffentest-Anlage in der Wüste
etwa 145 km westlich von Salt Lake City.
29. JANUAR 1988
Ein Feuergefecht beendete eine 13-tägige Pattsituation
zwischen einer Polygamisten-Sippe und der Polizei.
Der Polizist Fred House wurde getötet,
und der Anführer der Gruppe, Addam Swapp, schwer verletzt.
Keines der neun Kinder auf dem Gelände wurde verletzt.
Die Belagerung begann früh am 16. Januar,
nach einem Bombenanschlag auf die eine halbe Stunde entfernte Mormonenkirche in Marion.
Die Polizei sprach am Telefon mit Mr. Swapp,
der sagte, die Bombe sei ein Racheakt gegen die Kirche und den Staat,
weil Polizisten 1979 den Patriarchen der Sippe, John Singer, getötet hatten.
Die Antwort auf einen Brief des Gouverneurs, in dem er die Sippe um Kapitulation bat,
erklärte "die Ranch und die Menschen zu einer unabhängigen und freien Nation"
und warnte, dass man sie mit allen Mitteln verteidigen werde.
12. MÄRZ 1988
Die Schulbuch-Kommission in Utah wies die indianische Anfrage ab,
ein Grundschulbuch mit Geschichten über Washington Irving und John Smith
nicht mehr zu verwenden, die Indianer als "blutrünstige Wilde" beschreiben.
20. SEPTEMBER 1988
Die Armee hat den Plan für ein neues Labor auf dem Dugway-Testgelände abgeändert.
Sie will zwar immer noch ein Testlabor für die Abwehr von biologischen Waffen bauen,
aber die jetzt in Betracht gezogenen Sicherheitseinrichtungen
schließen Experimente mit genetisch modifizierten Mikroben
oder unheilbaren, tödlichen Krankheiten aus.
31. JULI 1989
Ogdens Polizeichef Joe Ritchie sagt,
er sammle immer noch Informationen über die Aryan Nation,
einer weißen rassistischen Gruppe, die dort ihr regionales Hauptquartier errichten wollte.
Auch der Polizeichef von Wendover, June Carter, Utahs einziger schwarzer Polizeichef,
sagt, sein Revier habe Informationen über mehrere weiße Rassisten in Wendover.
"Wir hatten da einen, der uns und unsere Aktivitäten beobachtet hat.
Er parkte auf der anderen Straßenseite und hörte uns mit einem Spezialgerät ab",
sagte Polizeichef Carter.
3. SEPTEMBER 1989
Die Mormonenkirche hat den einzigen amerikanischen Indianer exkommuniziert,
der je eine führende Position in ihrer Hierarchie erlangt hatte.
Die Exkommunikation des Kirchenfunktionärs,
Ältester George Lee, ein Navajo, wurde am Freitag verkündet.
In dem einstündigen Treffen mit Ezra Taft Benson,
dem 90-jährigen Präsidenten der Kirche,
warf Mr. Lee Kirchenmitgliedern vor, "eine Gesinnung von Rassenüberlegenheit,
weißer Vorherrschaft, rassistischer Einstellung,
Stolz, Arroganz und Machtgefühl zu fördern
und kein Verantwortungsgefühl gegenüber den Armen, Bedürftigen und Unglücklichen."
24. NOVEMBER 1989
Die Air Force plant den Bau eines 3 Milliarden Dollar teuren elektronischen Schlachtfelds,
um Flugzeuge und Waffen unter simulierten Kampfbedingungen zu testen.
Das Testgebiet soll 3.626 Quadratkilometer der westlichen Wüste in Utah umfassen.
9. JANUAR 1990
Marysvale wird zu einer Geisterstadt,
bewohnt von Witwen und alten Männern,
die mit einer Lunge leben und der täglichen Sorge, auch in der anderen Krebs zu bekommen.
Die Männer waren gefährlichen Mengen an Strahlung ausgesetzt,
als sie ab 1947 bis in die frühen 1960er Uran für die Atomwaffenindustrie abbauten.
Der Public Health Service hatte bereits 1949 vorausgesagt,
dass die Menge an radioaktivem Gas und Staub in den Minen,
weit über den Bundes-Sicherheitsnormen,
für eine Lungenkrebs-Epidemie sorgen würde, falls die Bedingungen sich nicht besserten.
Verbesserungsbemühungen scheiterten daran, dass der Public Health Service
sich den Geheimhaltungsbestimmungen der Atomic Energy Commission unterwarf.
Die Gesundheitsspezialisten verschwiegen den Arbeitern die Gefahren
und den Grund der regelmäßigen Untersuchungen
mit Bruströntgen, Blut-, Urin- und Auswurf-Analysen.
"Sie wurden als Versuchskaninchen benutzt, und wir sahen ihnen beim Sterben zu",
sagte Dr. Victor Archer, der Projektleiter der Untersuchung.
24. NOVEMBER 1990
Heute leben die meisten Navajos im südöstlichen Utah
ohne Wasser oder Elektrizität in einem Reservat,
das von Öl- und Gas-Sondierungen durchzogen ist.
Sie sagen, die Bohrungen hätten ihre Brunnen vergiftet, sie krank gemacht,
ihre Herden und ihre Ernte getötet.
Der Bezirk, geführt von abgebrühten mormonischen Republikanern,
enthält dem Reservat Versorgungsleistungen vor.
Bis 1956 durften Navajos nicht einmal wählen,
somit war Utah der letzte Staat, der Ureinwohnern das Wahlrecht verlieh.
26. JANUAR 1991
Der Gouverneur von Utah unterzeichnete gestern ein Gesetz
mit den strengsten Anti-Abtreibungs-Maßnahmen in allen 50 Staaten,
nachdem es in nur drei Tagen durch beide Häuser der Legislative gejagt worden war.
Das Gesetz erlaubt Abtreibung nur in Fällen von Vergewaltigung oder Inzest,
wenn "lebensgefährliche Schäden an der Gesundheit der schwangeren Frau" drohen,
oder um die Geburt eines Kindes mit "schwerwiegenden Schäden" zu verhindern.
30. JANUAR 1991
Eine Zugladung mit 2.400 Tonnen kontaminierter Erde,
von Deponien in mindestens drei Staaten abgewiesen,
kommt nach Utah zur Beseitigung.
Die Erde wurde in Michigan abgetragen, wo ein Zug entgleist war,
und enthält Acrylsäure.
Die einzige Anlage in Utah mit einer Genehmigung für solche Stoffe
ist eine Deponie bei Tooele, betrieben von der United States Pollution Control.
Tooele mit seinen 25.000 Einwohnern
beherbergt auch eine Deponie für Chemiewaffen der Armee.
17. MÄRZ 1991
Die überraschende Behauptung zweier Chemiker,
eine Kernfusion in einem Reagenzglas erzeugt zu haben, basierte auf "erfundenen" Daten.
Deren Publikation verstoße gegen die Ethik und verletze wissenschaftliche Gepflogenheiten,
folgern bekannte Wissenschaftler.
Die beiden Forscher weisen das zurück.
Ihre Arbeit sei ethisch einwandfrei und über jeden Vorwurf erhaben.
Die Debatte um kalte Fusionen entbrannte vor zwei Jahren, als die Chemiker,
Dr. Stanley Pons und Dr. Martin Fleischmann,
an der University von Utah verkündeten,
sie hätten das Geheimnis der Sonnenenergie bei Raumtemperatur erfasst.
29. MÄRZ 1991
Der Oberste Gerichtshof von Utah hat stillschweigend die Polygamie
als alternativen Lebensstil mit gewissem Anspruch auf Rechtsschutz anerkannt.
Während das Gericht das Polygamieverbot in der Verfassung Utahs bekräftigte,
entschied es am Dienstag, dass eine Familie nicht automatisch wegen offener Polygamie
von der Adoption von Kindern ausgeschlossen werden könne.
Das war ein Sieg für Vaughn Fischer und seine zwei Frauen,
welche die sechs Kinder von Brenda Johanson Thornton adoptieren möchten.
Sie hatte Mr. Fischer 1987 als seine dritte Frau geheiratet,
starb aber zwei Monate später.
29. APRIL 1991
Das Pentagon will in den nächsten 30 Jahren 200 Milliarden Dollar ausgeben,
um die Verbreitung von Giften zu verhindern
und seine verseuchten Stützpunkte und Munitionsfabriken zu sanieren.
Die Armee will ihr gesamtes Senfgas und alle Nervengifte verbrennen,
mehr als 31.750 Tonnen der weltweit tödlichsten Chemikalien.
Die meisten Chemikalien sind mehr als 30 Jahre alt
und wurden obsolet, da sie sich im Lauf der Jahre zersetzt haben
und die erforderlichen Geschütze und Abschussrampen nicht mehr existieren.
In Utah haben die Bürger mit überwältigender Mehrheit dem Vorschlag zugestimmt.
Das überrascht nicht:
Die erste große, 250 Millionen Dollar teure Verbrennungsanlage der Armee
wird derzeit in Tooele gebaut.
21. DEZEMBER 1992
Der Titel für den weltgrößten Organismus
gehört nicht mehr dem riesigen unterirdischen Pilz im Norden von Michigan.
Ein noch größerer Organismus wurde in den Wasatch Mountains in Utah identifiziert.
Es ist ein riesiger Bestand von 47.000 Espen,
der von einem einzigen Wurzelsystem stammt, das sich über 106 Morgen erstreckt,
genetisch einheitlich ist und als ein einzelner Organismus handelt.
Wenn die Bäume im Herbst ihre Farbe ändern, tun sie dies alle im Einklang.
ALLE TEXTE AUS DER NEW YORK TIMES
GELESEN VON FRED GARDNER
EIN FILM VON JAMES BENNING
WILLKOMMEN
UTAH - IMMER NOCH DER RICHTIGE ORT
HUNDERTJAHRFEIER 1896-1996
ERMÖGLICHT DURCH EIN STIPENDIUM DER ROCKEFELLER FOUNDATION
Untertitel: submarines, subtitling & translation
Übersetzung:N. Unkart & M. Meyer, (Transfix, Wien); A. Heftberger
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