All language subtitles for Profiling.Paris.S03E03.Der.schoenste.Tag.ihres.Lebens.German.DL.1080p.BluRay.x264-RSG

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- Sagen Sie mal, geht's noch? - Polizei, ich brauche Ihren Wagen.

- Können Sie mal meine Frage beantworten? - Halten Sie mal. Wo ist die Dienstmarke?

- Ich frage Sie noch mal. Geht's noch? - Ja, ja, vielen Dank. Hier ist sie ja.

Ich muss in den 15. Bezirk. Es geht um einen Mordfall.

- Und dafür wollen Sie meinen Wagen beschlagnahmen? - Ganz genau!

Ein schöner Wagen. Ich mache das wirklich nicht jeden Tag, ehrlich.

Na, wenn das so ist.

- Gut, nehmen Sie ihn. - Sie sind ja witzig. Ich hab doch gar keinen Führerschein.

Sagen Sie bloß, Sie brauchen auch noch einen Chauffeur?

Hiermit beschlagnahme ich Ihren Wagen und Sie gleich mit. Gut? Dann wollen wir.

Eine Nachbarin hat sie so aufge- funden und sofort die Polizei gerufen.

Okay. Wir rühren sie nicht an, bevor die Forensik kommt.

Dann sehen wir uns mal die Wohnung an.

Sie wollte am 8. Mai heiraten. Hier ist ein Kassenbon.

"Änderung, Größe Brustumfang". Sie war wohl bei der Anprobe heute um 14 Uhr.

Das heißt, ihr Tod liegt höchstens drei Stunden zurück.

Es gibt keine Einbruchsspuren?

Sie muss den Täter in die Wohnung gelassen haben.

Okay.

Sagen Sie nichts. Ist wahrscheinlich besser.

Okay.

Das Opfer heißt Alice Legendre, 31, Krankenpflegerin.

Eine Nachbarin hat sie um 17 Uhr 30 gefunden.

Der Mörder hat eine Stichwaffe benutzt.

In einer Woche wollte sie heiraten. Der schönste Tag ihres Lebens sollte es werden.

Die Verspätung tut mir leid. Ich komme von einem zweifachen Übergriff in einer Schule.

Das gibt es doch nicht. Das habe ich schon mal gesehen.

Erste Untersuchung vor der offiziellen Obduktion. Die Leiche ist weiblich.

Hat eine, zwei, drei Verletzungen im Bauch durch eine Stichwaffe.

Alles klar?

Ich muss etwas überprüfen.

Was hat sie denn?

Zimmertemperatur. 21 Grad. Körpertemperatur.

- Die Frau lebt ja noch. Oh Gott! - Ruf ihr einen Krankenwagen!

PROFILING PARIS

DER SCHÖNSTE TAG IHRES LEBENS

Der Chirurg meint, dass sie es wohl schaffen wird.

Lebenswichtige Organe sind nicht betroffen. Sie hat Glück gehabt.

Wenn ich mir vorstelle, dass wir zehn Minuten vor ihr standen.

Ihr Puls war sehr schwach. Ohne die Frau zu berühren, konnten Sie das nicht ahnen.

Sie braucht erst mal viel Ruhe.

Zum Glück für sie gehört sie nicht mehr zu meiner Kundschaft.

Aber sie gehört noch zu meiner. Denn es ist ein Mordversuch gewesen.

Keine Fingerabdrücke auf der Tatwaffe, das Messer gehörte dem Opfer.

Das heißt, der Täter hat es vor Ort genommen und nach der Tat abgewischt.

Die Nachbarn haben nichts gehört oder gesehen. Sie stehen alle unter Schock.

Alice Legendre war sehr beliebt.

- Und ihr Verlobter? - Nichts.

Wir haben versucht ihn anzurufen, aber nur die Mailbox ist dran.

Das macht ihn zum Verdächtigen.

- Wo warst du? - Im Archiv.

Hast du da übernachtet?

Irgendjemand hat abgeschlossen und nicht bemerkt, dass ich noch da war.

Chloé.

Ich habe nach diesem Fall gesucht.

Ein Mord vor 15 Jahren.

22. Mai '96. Da wurde Charlotte Santini tot aufgefunden.

Sie wurde auch im Hochzeitskleid ermordet.

Durch drei Messerstiche ihres Verlobten.

Der Fall ist 15 Jahre her, und das wissen Sie heute noch?

Es war das Verbrechen aus Leidenschaft.

Charlotte Santini wollte ihre Verlobung lösen,

weil sie einen anderen Mann kennengelernt hatte.

Das hat ihr Verlobter Simon Andrieux nicht verkraftet.

Warte. Der hieß Simon Andrieux?

Die Art und Weise, wie er die Leiche nach dem Mord drapiert hat,

war eine Art, sie um Verzeihung zu bitten,

um seine mörderische Geste abzuschwächen.

Der Verlobte von Alice Legendre, den wir nicht erreichen können,

heißt Simon Andrieux.

Der bringt seine beiden Verlobten im Abstand von 15 Jahren um?

Nein, nein, nein, nicht so vorschnell.

Ich weiß, dass es auf den ersten Blick so aussieht, aber ich würde sagen,

dass wir keine voreiligen Schlüsse ziehen dürfen, weil...

Oh doch! Das wirkt wie eine Wiederholungstat auf mich.

Wieso weißt du so viel von diesem Fall?

Durch mein Gutachten wurde Andrieux vor drei Jahren aus dem Gefängnis entlassen.

Bei seinen Kreditkarten hab ich keinen Erfolg,

doch ich werde mal versuchen, eine Handy-Ortung vorzunehmen.

Es gibt sicher einen guten Grund dafür, dass wir ihn nicht erreichen.

Vielen Dank. Luft- und Grenz- schutzpolizei sind schon unterrichtet.

- Doch vielleicht ist er schon unter- wegs nach Mexiko. - Mexiko?

Ich weiß nicht. Sollte ich meine Verlobte umbringen, fahre ich nach Brasilien.

Dazu brauchst du erst mal eine Freundin.

Ich höre ihr ja schon gar nicht mehr zu.

Ich glaube aber nicht, dass er nach Brasilien geflohen ist,

denn damals hat er sich danach der Polizei gestellt.

Ich fasse es nicht. Er schaltet gerade sein Handy wieder ein.

- Können wir ihn orten? - Ja, er ist in der Rue Lamartine 16, die liegt im 16. Bezirk.

Das ist ein Reisebüro, er will abhauen.

Das glaube ich nicht.

BOOK REISEN

- Ist das Hotel in der Nähe des Flughafens? - Ich sehe mal kurz nach...

- Simon Andrieux? - Ja?

Kriminalpolizei. Würden Sie uns bitte folgen?

- Was soll denn das? - Wollen Sie verreisen?

- Ich wollte meine Hochzeitsreise buchen. - Trifft sich gut. Es geht um Ihre Braut.

- Was? - Vorwärts.

- Wir sprechen auf dem Revier. - Aber wieso?

Aber warum? Das kann doch nicht sein. Und sie ist außer Lebensgefahr?

Die Ärzte haben uns versichert, dass der Zustand von Alice stabil ist.

Also, wo waren Sie gestern zwischen 14 Uhr 30 und 17 Uhr 30?

Da war ich bei mir zuhause. Ich habe die Hochzeitsrede vorbereitet.

Sie haben kein Alibi.

Ich denke mal, dass ich Ihnen nicht erklären muss,

dass alle Indizien gegen Sie sprechen. - Glauben Sie, dass ich das nicht weiß?

Das ist alles ein Alptraum.

Aber Sie kennen mich doch. Sie kennen meine Akte!

Sagen Sie ihm, dass ich nichts damit zu tun habe.

Ich bin davon überzeugt, dass sich alles sehr bald aufklären wird.

Und bis dahin sollten Sie die Fragen beantworten.

Wusste Alice von Ihrer Vergangenheit?

Nein. Sie nicht und auch sonst niemand.

Das ist nichts, mit dem ich hausieren gehen würde.

Sie haben sie seit gestern nicht mehr angerufen.

- Wie kommt das? - Weil wir uns gestritten haben.

Sie hat nicht verstanden, warum ich meine Familie nicht einladen will.

Aber für die Familie existiere ich ja nicht mehr.

Eine Beziehung auf Lügen aufzubauen, ist nicht einfach.

Ich wollte es ihr tausendmal erklären, aber ich hatte Angst, sie zu verlieren.

Schön. Wir sind gerade dabei, Ihre Wohnung zu durchsuchen.

Sagen Sie uns, ob Sie noch andere Objekte haben?

Keller, Zweitwohnung, Familienanwesen?

Ich hab vor 15 Jahren was Schreckliches getan.

Wie lange muss ich denn jetzt noch dafür bezahlen?

Kohärente Sprache, er scheint nichts zu verbergen. Er ist ehrlich!

Er wäre nicht der erste Schuldige, dem man zu viel Vertrauen schenkt.

Aber in diesem Fall ist es anders.

Seine Resozialisierung läuft einwandfrei. Warum sollte er rückfällig werden?

Ich liebe dich nicht mehr.

Die Umstände des ersten Mordes waren eindeutig.

Mitten in den Vorbereitungen erfährt er, dass Charlotte Santini ihn verlassen wird.

Ich hab mich verliebt. Tut mir leid!

Der Schock ist so groß, dass er die Kontrolle über sich verliert.

Eine kurze und brutale, impulsive Reaktion.

Allgemein sprechen diese Täter von einem Trancezustand, einem irrealen Gefühl.

Sie bereuen die Tat umgehend! Sie können nicht rückfällig werden.

Allgemein vielleicht, aber uns interessiert nur Simon Andrieux.

Andrieux hat keinerlei Anzeichen einer Psychose.

Die Reife, die er in der Zeit im Gefängnis erworben hat,

erlaubt es ihm, seine Frustrationen besser zu kontrollieren.

Er war es nicht!

Hyppolite checkt gerade die Vergangenheit von Alice.

Sollte es jemand auf sie abge- sehen haben, erfahren wir es,

und bis dahin ist Andrieux unser Hauptverdächtiger!

Seine Wohnung wurde durchsucht.

Auf seiner Kleidung haben wir keine Blutspuren gefunden.

Die von der Forensik sind noch vor Ort, den Bericht gibt es heute Abend,

aber die Presse weiß schon davon.

- Was denn, schon? - Ja.

Und nicht nur die Presse hat keinen Zweifel.

Richter Hoffman hat ein weiteres kriminologisches Gutachten angefordert.

Irgendein Experte soll sich umgehend mit ihm befassen,

ein Professor Leroy oder so.

Von dem habe ich schon gehört. Ja. Er ist sehr kompetent.

Ihr seid in zwei Stunden mit ihm beim Richter vorgeladen.

- Ich gehe schon mal vor. - In Ordnung.

Ich bitte, meine Verspätung zu entschuldigen.

Ich wurde leider...

...heute früh etwas überrumpelt.

Gestern ist das gewesen.

- Sie kennen sich? - Das ist kompliziert.

Die Presse lässt sich über uns aus! Wieder eine Wiederholungstat!

Das klingt fast so, als ob wir es selber getan haben.

Daher meine simple Frage: Warum wird Simon Andrieux nicht eingesperrt?

Noch laufen die Ermittlungen und uns fehlen handfeste Beweise, aber wir sind dran!

Ich glaube wirklich, dass wir auf der falschen Fährte sind!

Sie überfallen einen immer dann, wenn man es nicht erwartet. Hut ab!

Ich habe Ihren Bericht gelesen, sehr professionell und informativ.

Aber inzwischen vernehme ich auch andere Töne.

Professor Leroy, würden Sie bitte?

Für eine detaillierte Analyse brauche ich mehr Zeit.

Aber die Anzeichen einer psychischen Instabilität

sind eindeutig bei Simon Andrieux.

Und ich halte einen Rückfall für mehr als wahrscheinlich!

- Hä? - Bitte fahren Sie fort.

Die Akte weist einige signifikante Elemente auf.

Seine Mutter verließ die Familie äußerst früh,

woraus eine emotionale Zerbrechlichkeit entstand,

wodurch dann wiederum eine turbulente Jugend ausgelöst wurde.

Unser Subjekt hat diesen ursprünglichen Verrat neu durchlebt

und sich zurückgewiesen gefühlt, was seine Neigung zur Gewalt reaktiviert haben könnte.

Angenommen, er wäre rückfällig geworden,

dann hätte er doch, Ihrer Analyse nach überaus

impulsiv und spontan gehandelt.

- Ja, aber... - Die Tatorte sind aber identisch.

Glauben Sie wirklich, dass jemand aus Wut

zweimal genau den gleichen Mord begehen würde?

Wir haben es hier mit Vorsatz, Ruhe und Präzision zu tun.

- Worauf wollen Sie hinaus? - Na, dieser Fall ging vor 15 Jahren durch die Presse.

Vielleicht hat das jemanden dazu inspiriert, Alice Legendre zu töten

und Andrieux zu beschuldigen? Eine Nachahmer-Tat!

Es gibt aber kein Motiv für einen Mordversuch bei Alice Legendre.

- Sie hatte keine Feinde. - Das ist richtig.

Aber vielleicht ging es ja um Andrieux selbst.

Vielleicht zielt jemand darauf ab, dass er wieder ins Gefängnis kommt.

Sie meinen, es war eine Falle?

Mademoiselle Saint-Laurent, ich möchte Ihre Kompetenz nicht in Frage stellen,

doch niemand ist vor einer falschen Einschätzung gefeit, nicht einmal Sie.

Und ich werde Andrieux in Untersuchungshaft nehmen.

Dieser Professor Leroy liegt komplett daneben.

Sie haben doch gesagt, er wäre kompetent?

Nein, und wir müssen noch mal von vorn anfangen.

- Es geht nicht um Alice Legendre, das ist deutlich! - Saint-Laurent.

- Wir müssen rausfinden, wer es auf Andrieux... - Saint-Laurent!

...abgesehen hat und wer ihn reinle- gen will. - Die Frage stellt sich nicht.

Sie haben ihn vor drei Jahren einge- schätzt. Seitdem kann viel passiert sein.

- Man verändert sich nicht nur zum Vorteil. - Das ergibt aber keinen Sinn.

Das war die Klinik. Alice Legendre ist aufgewacht. Gleich wissen wir mehr.

Gut, ich bin gespannt.

Es ist verschwommen.

Ich hatte mein Kleid für die Anprobe angezogen,

und er hat mich von hinten umklammert.

Und dann erinnere ich mich nur noch an das Messer.

Sein Gesicht hab ich nicht gesehen. Tut mir leid.

Aber Sie haben ihm doch die Tür geöffnet. Und da erinnern Sie sich wirklich an nichts?

- Nein. - Sagen Sie, gibt es Leute, die einen Grund haben,

Ihnen oder Ihrem Verlobten böse zu sein?

Nein, ich verstehe mich mit allen Men- schen gut. Also, das hoffe ich jedenfalls.

Doch, ich glaube schon. Und Simon? Er ist vielleicht etwas schwierig,

aber wenn man ihn kennt, dann muss man ihn einfach lieben.

Ihren Verlobten mussten wir leider inzwischen festnehmen.

Was? Aber warum denn?

Sie haben sich am Abend vor der Tat mit ihm gestritten.

Ja. Das war doch gar nichts Ernstes! Ich hatte ihm zu sehr zugesetzt.

Ich hätte das mit seiner Familie nicht wieder ansprechen dürfen.

Das Thema ist ihm schrecklich unangenehm.

Hat er die Hand gegen Sie erhoben?

Alice, das ist sehr wichtig für uns.

Es ist nicht seine Schuld gewesen, er war wütend und ich hab ihn provoziert.

Ich weiß, dass er mit dem, was mir passiert ist, nichts zu tun hat.

Trotzdem, Alice, hätte er Sie niemals schlagen dürfen.

Tja, nun. Sie wissen einiges nicht über ihn.

Simon war zwölf Jahre im Gefängnis für den Mord an einer Frau.

Seiner damaligen Verlobten.

Wie bitte?

Es tut mir so leid, dass Sie es so erfahren müssen.

Unsinn. Das ist bestimmt nur ein Irrtum.

Simon wäre doch niemals fähig zu so etwas.

Er liebt mich doch.

Er liebt mich doch!

Wir werden seine Tagesabläufe nachverfolgen.

Als Sie ihn das letzte Mal gesehen haben, war er da vielleicht anders als gewöhnlich?

Nein. Wir haben meinen Einzug bei ihm besprochen,

kurz bevor wir uns gestritten haben. Simon hatte gerade für Platz gesorgt.

- Er hat extra dafür diese Garage leer geräumt und... - Moment. Welche Garage?

- Also, wo ist diese Garage? - Da drüben. Hinter dem Haus.

Als ich Sie nach anderen Objekten gefragt habe, haben Sie keine Garage erwähnt.

Wie gesagt, die habe ich vergessen.

Dass Sie Ihre Freundin geschlagen haben, haben Sie auch vergessen.

Was? Was haben Sie gerade gesagt? Haben Sie alle einen Schaden?

Wir versuchen nur die Umstände aufzuklären.

Hallo? Christine? Ich bin es. Andrieux ist hinterm Haus.

Ja, mit vier Bullen. Sag deinem Vater Bescheid.

Sehen Sie? Ist alles okay.

Ja. Dann rauschen wir wieder ab.

Warten Sie!

Schicken Sie dieses Schwein wieder in den Knast.

Bringen Sie den mal zur Ruhe. So eine Scheiße.

Was soll denn... Saint-Lau... Saint Laurent! Hallo!

Kommen Sie her.

- Was soll denn das sein? - Ihre Klamotten vielleicht?

Blöd gelaufen. Eigentlich wären die jetzt schon im Müllwagen.

Ich will mit meinem Anwalt sprechen.

Wir fahren wieder, kommen Sie?

- Was will der Irre hier? - Ganz ruhig.

Sie werden diesen Serienmörder doch nicht wieder freilassen?

Sie werden sich jetzt alle mal ganz schnell entspannen!

Lesen Sie mal die Zeitung, er braucht nicht lange, um es wieder zu tun.

Die Ermittlungen laufen noch, okay?

Wollen Sie darauf warten, dass er noch mal zuschlägt?

Meine Kinder gehen jeden Tag an seiner Tür vorbei. Verschwinde, du Schwein!

- Aufhören, sofort aufhören, sag ich! - Verdammter Mörder. Du Schwein.

- Ich bring dich um! - Hört auf damit. - Bring ihn zurück in den Knast!

- Zurück. Zurück, sag ich! - Wir bringen dich um. Na los, trau dich doch.

Polizei! Zurück mit Ihnen! Sie werden jetzt alle verschwinden!

Das gilt auch für Sie!

- Hoffentlich wird es schnell besser? - Ja, ist halb so wild, vielen Dank.

- Sie sind hart im Nehmen. - Deshalb verlasse ich ungern meine vier Wände.

Kaum geht man raus, prügelt man sich und trägt Wunden davon.

- Mann, ist das kalt. - Richter Hoffman hat gerade angerufen.

Er war gegen den Spaziergang mit Andrieux,

aber zu dem Fortschritt der Ermittlung gratuliert er.

- Das haben wir Saint-Laurent zu verdanken. - Ja, ohne Zweifel.

Nur das Geständnis fehlt noch.

- Verhören Sie Andrieux morgen früh wieder und geben mir dann Bescheid. - Okay.

- Und wo ist sie? - An der frischen Luft.

Brauch ich jetzt auch.

Er hat zwei Warnschüsse abgegeben und er ist immer noch weiter gerannt.

Das war alles meine Schuld, und Sie hatten die ganze Zeit recht.

Nun machen Sie sich mal nicht gleich so fertig.

Ich hielt meine Einschätzungen für zuverlässig.

Andrieux ist offensichtlich wieder rückfällig geworden.

Die Kriminalpsychologie ist, wie Sie sagen, keine genaue Wissenschaft.

Erklären Sie das Alice Legendre. Das wird sie sicher beruhigen.

Sie wäre meinetwegen fast gestorben.

Man erwartet von Ihnen, dass Sie die Menschen einschätzen.

Nicht, dass Sie die Zukunft vorhersagen.

Vielleicht nehme ich ein, zwei Tage Urlaub.

Ganz wie Sie wollen.

Das ist ein Alptraum.

Aber Sie kennen mich doch. Sie kennen meine Akte.

Durch mein Gutachten wurde Andrieux aus dem Gefängnis entlassen.

Ich halte einen Rückfall für mehr als wahrscheinlich.

Es ist nicht seine Schuld gewesen. Er war sehr wütend...

Ich will mit meinem Anwalt sprechen.

Ich werde Andrieux in Untersuchungshaft nehmen.

Das ist die Kleidung meines Man- danten, und das bestreitet er nicht,

aber er hat nicht versucht, sie loszuwerden.

Dann erklären Sie mir bitte, wie seine Klamotten mit dem Blut von Alice darauf

in den Müll gekommen sind. Das Labor hat es übrigens bestätigt.

Ich beantrage ein Gegengutachten.

Ganz wie Sie wollen. Das steht Ihnen frei.

Und ich merke schon, dass ich hier nur meine kostbare Zeit verschwende.

Mourad, machst du weiter?

Und der Oscar für den besten Haupt- darsteller geht an Simon Andrieux.

Was für eine Leistung.

Hier. Das haben gestern ein paar Kollegen vor dem Wohnhaus von Andrieux gefunden.

Die Flyer scheint einer vor 14 Tagen in alle Briefkästen gesteckt zu haben.

"Ihr Nachbar Simon Andrieux hat vor 15 Jahren eine Frau ermordet!"

Denunziation scheint wohl nie aus der Mode zu kommen.

- Gibt es Fingerabdrücke? - Ja, hunderte.

Von Füßen, von Händen, von Anwohnern, von Polizisten.

Können Sie rausfinden, wer das geschrieben hat?

Hören Sie bitte, ich habe unheimlich viel Talent, keine Frage, aber...

Hyppolite? Ich glaube an Sie.

Unheimlich!

Was gibt es denn? Die Ergebnisse vom Labor?

Ja. Die sind positiv! Das Blut auf der Kleidung von Andrieux

ist das von Alice Legendre. - Das freut bestimmt den Richter.

Und es gibt noch etwas. Sie haben zwei Minuten.

NEHMEN SIE SICH IN ACHT! SIMON ANDRIEUX - IHR NACHBAR

Ich bin nach dem Ausschlussverfahren vorgegangen und habe DNA-Spuren

von jedem gefunden, der weder Bulle noch Anwohner ist.

Mal sehen, und möge der liebe Gott der DNA mit uns sein.

Oder die zwei Millionen Profile im Register für genetische Fingerabdrücke.

Du glaubst doch wirklich an gar nichts, oder?

Da ist was. Wir haben einen Treffer. Ich glaube es nicht!

Einer ist registriert. Paul Santini. Registriert wegen...

Aha. Beschädigung öffentlichen Eigentums.

Paul Santini. Der Vater der Frau, die Andrieux damals ermordet hat.

Sie scheinen sich sehr für Simon Andrieux zu interessieren.

Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.

Es ist wichtig zu wissen, wer sein Nachbar ist.

- Tauchen Sie auch hin und wieder vor seinem Haus auf? - Das ist doch lächerlich.

Das wird Ihnen gefallen.

Sie haben zweimal 15.000 Euro an Professor Leroy überwiesen.

Hatte der nicht Andrieux als gefährlich eingestuft?

Sie wollen ihn wohl wirklich fertig machen.

Ich sage Ihnen, dass ich der Frau nichts getan habe.

Wir brauchen trotzdem ein Alibi für den Tatzeitpunkt von Ihnen.

Dann fragen Sie meine Kollegen. Ich war in meinem Büro.

Sie hegen diesen furcht- baren Groll seit Jahren,

und seit Andrieux aus dem Gefängnis entlassen wurde, nimmt er noch zu.

Wie weit sind Sie gegangen, um sich zu rächen?

Was wollen Sie? Er hat es auch damals getan!

Und er hat auch dafür bezahlt! Das ertragen Sie aber nicht.

Er hat dafür bezahlt, sagen Sie?

15 Jahre Haft, die nur 12 gedauert haben, dank irgend so einer kleinen Psychotante.

Er wollte ein neues Leben be- ginnen, als wäre nichts gewesen.

Wieder heiraten. Kann meine Tochter auch ein neues Leben beginnen?

Dieses Schwein darf nicht auf freiem Fuß sein!

Okay, ist ja gut. Ich hab die Presse informiert

und ich habe Geld an diesen Experten gezahlt. Das stimmt.

Ich wollte, dass Andrieux büßt, doch ich habe nie einem Menschen etwas angetan.

Sagen Sie mir eins, hat man Simon Andrieux in seinem Blut auf seinem Bett gefunden?

- Nein. - Also bin ich es nicht gewesen.

Wie haben die Zahlungen an Professor Leroy, und Santini hat ein Motiv.

Doch seine Kollegen bestätigen, dass er zum Tatzeitpunkt in einer Konferenz war.

In dem Fall kriegen wir ihn nur wegen Bestechung dran, und das war's.

Nein, nein, selbst wenn er nicht der Täter ist, müssen wir weitersuchen.

Vielleicht hab ich ja was verpasst, das alles entlastet Andrieux aber nicht.

Ich erinnere euch daran, dass wir das Blut des Opfers auf seiner Kleidung haben.

Die kann auch jemand anders in den Müll getan haben, um ihn reinzulegen.

- Bitte, fang nicht wieder damit an. - Wieso nicht?

Santini ist vielleicht nicht der Täter, aber Andrieux mag andere Feinde haben.

Und da sollten wir weiter ermitteln.

Dieser Theorie sollten wir nachgehen, oder was meinen Sie?

Jetzt fangen Sie auch noch damit an. Ich fasse es nicht!

Sonst verwenden das Andrieux' Anwälte noch gegen uns.

- Richter Hoffman wird uns fertig machen. - Nein. Um den kümmere ich mich.

Ich mag es gar nicht, wenn sie das sagt.

Nein, nein, nein, die Beschlüsse sollten Sie schon längst haben.

Ach hören Sie doch auf. So kommen wir doch nie voran.

Ich hab hier ein kleines Problem. Ich rufe zurück.

Ein hübsches, kleines Problem.

Wie komme ich zu der Ehre?

Ich habe soeben Ihr Problem verstanden.

Tatsächlich? Dann klären Sie mich auf.

Ich hätte das schon früher sehen sollen. Sie sind ein ESTJ aus dem Bilderbuch.

- Ein ESTJ? - Es gibt doch den Per- sönlichkeitstest von Myers Briggs.

Sie mögen die rationellen Dinge, die einer gewissen Ordnung folgen

und die Sie kontrollieren können.

Da ist kein Platz für Intuition oder Kreativität.

Allgemein sind das Menschen, die Ihre Überzeugungen sehr ernst nehmen.

Verstehe. Und nachdem Sie mich in diese Schublade gesteckt haben,

können Sie mir ja verraten, was Sie hier wollen.

Ich möchte Sie um mehr Zeit bitten,

um den wahren Täter in dem Fall Alice Legendre finden zu können.

Der wahre Täter in dem Fall Alice Legendre ist aber Simon Andrieux!

Sagt wer? Ihr korrupter Experte?

Ich versichere Ihnen, er wird vorerst nicht mehr aussagen.

Doch ich kann die handfesten Beweise abstra- hieren. Sie selbst haben Sie doch gefunden.

Kann schon sein, aber Sie können sich auch keine Fehler mehr leisten.

Und das gefällt Ihnen gar nicht. Zwei Tage.

Sie genießen diesen Moment, hm?

Sie mögen es gar nicht, in Frage gestellt zu werden, und nun folgt Ihre Rache.

Nein. Sie hatten recht. Das alles hat nichts mit mir oder meiner Arbeit zu tun.

Das einzige, was zählt, ist den An- greifer von Alice Legendre zu finden.

Er gibt uns 24 Stunden. Einfach so?

Wenn man ein wenig an der Oberfläche kratzt, ist er durchaus interessant.

Aber ich musste ihm im Gegenzug auch Konkretes versprechen, und zwar schnell.

Wir suchen also jemanden, der Simon Andrieux zu Fall bringen will,

falls dieser jemand existiert. - Andrieux war 12 Jahre lang im Gefängnis,

vielleicht hat er sich dort Feinde gemacht?

In seiner Akte steht nichts darüber, aber wir können das gern überprüfen.

- Herr Hauptkommissar? - Ja?

Vielen Dank, dass Sie mich unterstützen.

Das tue ich überhaupt nicht. Ich führe eine Ermittlung durch.

Dann bedanke ich mich eben dafür.

Wenn es ein Problem gegeben hätte, hätte ich es im Bericht erwähnt.

Vielleicht haben Sie aber etwas nicht mit- bekommen? So was kann doch passieren.

Andrieux war aber kein Geheimniskrämer.

Er war immer ruhig und wartete auf seine Haftaussetzung.

Stand er einem anderen Häftling nah oder vielleicht einer Gruppe?

Nein, und die anderen Häftlinge haben sich nicht gerade

um seine Freundschaft geprügelt. - Und be- sucht hat ihn nur sein Anwalt, nicht wahr?

Ganz genau. Ich weiß echt nicht, wie er all die Jahre überstanden hat.

- Außer den Briefen hatte er nichts. - Den Briefen?

Die hat er wie ein Besessener geschrieben. Jede Woche.

Und er bekam auch häufig Antworten.

- Der Empfänger, wissen Sie zufällig, wer das war? - Nein.

Und unsere Leute, die den Auftrag haben, die Post der Insassen zu öffnen,

tun dies nur auf Anordnung von einem Richter.

So. Die Briefe hier sind von Andrieux.

Ich habe ein wenig gebraucht, um sie alle zu lesen,

aber er stand acht Jahre lang mit ein und derselben Person im Briefwechsel.

Mit dieser Frau. Wie heißt die noch schnell?

Véronique Daineau.

Es ist eine wahre Liebesgeschichte in Briefen, und sie haben sich nie gesehen,

aber die Briefe sind sehr, sehr intim. - Spielen die Briefe eine Rolle?

Weiß ich nicht, aber Andrieux hat mit ihr

kurz nachdem er entlassen wurde Schluss gemacht.

Er wollte ein neues Leben beginnen,

und vielleicht hat sie das ja wie einen Verrat erlebt?

- Eine eifersüchtige Frau also? - Viel- leicht nicht nur eifersüchtig, hybristophil.

- Was? - Die Hybristophilie ist eine Paraphilie, die darin besteht,

dass sich Betroffene von Kriminellen sexuell angezogen fühlen.

Lust empfinden sie nur dann, wenn sie sich vorstellen,

mit diesen Männern eine Beziehung einzugehen.

- Unheimlich. - Ja.

Anfänglich waren die Briefe noch eher förmlich,

doch mit der Zeit spürt man, wie sie eine wahre Intimität aufbaut.

DIE ERMORDETE VERLOBTE

In den letzten Jahren wurden sie dann leidenschaftlich.

Und wie dem auch sein, sie hat das Profil.

Gut, aber dann gleich zu morden?

Sagen wir, dass Andrieux Véronique sehr damit verletzt hat,

nach seiner Entlassung eine andere Frau zu heiraten,

dann wäre die Inszenierung des Todes von Alice die perfekte Gelegenheit,

sich auf einen Schlag an Andrieux zu rächen und die Rivalin auszulöschen.

Dann stelle ich jetzt nur noch die Frage,

warum diese Frau nicht schon längst im Verhörraum sitzt.

Sie ist vor zwei Jahren an Krebs gestorben.

Da muss irgendwo ein Fehler vor- liegen. Na los, scrollen Sie mal weiter.

- Da! Klicken Sie das mal hier an und danach noch... - Um Gottes willen!

Wollen Sie da ein Loch reinbohren?

Das ist kein Touchscreen. Das geht kaputt!

Habt ihr schon was Neues über die Hybristo... Ristophile...

...ich meine die Verdächtige. - Die ist immer noch tot.

Ich habe mir sogar den Totenschein der Frau angesehen, aber

alles, was ich über sie finden konnte, ist das hier.

Ich habe auch einige Briefe von ihr an Andrieux gelesen. Die waren scharf.

Ja, Frauen lieben böse Jungs.

Und deshalb kommst du auch nie gut bei Frauen an.

Ach, aus diesem Grund, klar.

Dass du meine dunkle Seite nicht kennst, ist vielleicht besser.

Die kenne ich. Dir geht einer ab, wenn du Bleistifte mitgehen lässt.

Siehst du, und den Radier- gummi hab ich auch mitgehen lassen.

- Ich war sehr vorsichtig... - Katholisches Internat. Leiterin der Seelsorge.

Okay, vielleicht mag ich ein Dieb sein,

aber immerhin gebe ich mich nicht als Hauptkommissar aus,

um auf seine Kosten chinesisch zu bestellen. Die Gratis-Frühlingsrollen.

- Das war nur einmal. - Sich als Hauptkommissar ausgeben?

Hyppolite, Sie sind genial!

Véronique war Gefangenen- besucherin und hat auch

für verschiedene katholische Einrichtungen gearbeitet.

Sie schrieb den Gefangenen, weil das ihre Pflicht als gute Katholikin war.

Doch in den Briefen taucht nichts davon auf.

Keine Spur von christlicher Nächsten- liebe oder Vergebung, nichts!

Nichts, außer einer pathologischen Liebeserklärung.

Das ist richtig. Wie eine Bet- schwester klingt sie wirklich nicht.

Dann hat diese Brieffreundschaft wohl ein anderer übernommen

und sich als sie ausgegeben, ja? - Ja. Ganz genau. So ist es. Absolut.

Und diese Person hat sogar ihre Schrift nachgeahmt.

Wissen Sie, Véronique Daineau ist lange ziemlich krank und geschwächt gewesen.

Diese Person, die wir suchen, muss aus ihrem Bekanntenkreis stammen.

Jemand, der an ihre Post kommen konnte. Eine Nachbarin, eine Schwester.

Sie hat eine Tochter. Ihr Name ist Juliette, '81 geboren.

Dann war sie zum Zeit- punkt des Mordes 15,

was die Unreife des Stils erklären würde.

Sie findet Andrieux' Akte in den Sachen ihrer Mutter, ihre Psyche ist noch im Aufbau

und sie erotisiert den Mord und den Täter. Ja, das würde passen, ja.

Ich will die Adresse! Sofort!

Eine Sache stört mich.

Wenn diese Trennung für sie inakzeptabel gewesen ist,

warum wartet sie dann drei Jahre damit, sich an ihm zu rächen?

Vielleicht hat sie ihn ja jahrelang beobachtet

und auf den richtigen Moment gewartet. - Das passt nicht zu ihrer Obsession.

Sie hätte es nicht verkraftet, die andere Frau bei ihm zu sehen.

Ich meine, es sei denn...

Sie musste überhaupt nicht warten.

- Guten Tag. - Hallo.

- Darf ich Sie kurz stören? - Aber natürlich.

Ich lasse Sie allein. Sie haben fünf Minuten. Bis gleich.

Danke.

Geht es Ihnen besser?

Gegen Simon wurde Anklage erhoben?

Nein, ganz im Gegenteil. Ich denke, er kommt bald frei.

Ach. Haben Sie einen anderen unter Verdacht?

Nun, wir haben die Frau, die für die Tat verantwortlich ist, gefunden.

Sie heißt Juliette Daineau.

Und dadurch wird jetzt alles etwas komplizierter,

weil Sie Juliette Daineau sind. Nicht wahr, Alice?

Sie haben den Mädchennamen Ihrer Mutter angenommen

und Ihren Vornamen ausgetauscht.

Simon hat schriftlich mit Ihnen Schluss gemacht,

doch das hat Sie nicht davon abgehalten, ihn nach seiner Entlassung aufzusuchen.

Der Zufall, ein neuer Name, und Sie konnten ihn wieder für sich haben,

ohne dass er es auch nur ahnen konnte.

Denn es war Ihr Traum, mit einem Kriminellen wie ihm zu leben.

Dann aber haben sich die Dinge nicht so entwickelt, wie Sie es sich erhofft haben.

Die Realität konnte nicht mit der Phantasie mithalten.

Simon war alles andere als ein Krimineller.

Er wollte ein ruhiges, ein entspanntes Leben.

Er wollte ein neues Kapitel aufschlagen.

Und deswegen haben Sie es getan.

Sie haben sich selbst verletzt, in der Hoff- nung, dass Simon wieder ins Gefängnis kommt.

Weil dann alles wieder wie früher wäre.

Sie haben sich wegen Ihrer medizi- nischen Ausbildung nicht tödlich verletzt.

Und es fiel Ihnen leicht, die Falschaussage

bezüglich Simons Gewalttätigkeit komplett zu erfinden.

Sie brauchen diese Schere nicht.

Nein.

Sie brauchen Hilfe, Alice. Sie sind sehr krank.

Sie müssen mit der Sache abschließen, ich werde Ihnen dabei helfen.

Ich wollte doch nur den Mann, den ich über alles liebe.

- Ich weiß. Ich weiß. - Es ist vorbei, Alice.

Ich nehme Sie hiermit fest und Sie befinden sich

ab sofort in Untersuchungshaft.

Sie hat sich das Blut selbst abgenommen,

das wir auf Andrieux' Kleidung gefunden haben und dann alles im Müll platziert.

- Sie hat alle getäuscht. - Alle, nur Sie nicht!

Jedenfalls ist das mein erster Fall,

in dem Opfer und Täter ein und dieselbe Person sind.

So. Mit dem Richter ist alles geklärt. Ich kann es immer noch nicht glauben.

Und wir müssen uns bei Ihnen entschuldigen.

Mag sein, doch der Mord damals wird mich ein Leben lang verfolgen.

Und wissen Sie schon, wie es weitergeht?

Alice war alles für mich, und ich weiß nicht, ob ich die Kraft habe,

noch einmal ganz von vorne anzufangen. - Doch, Sie schaffen das.

Wiedersehen.

Mademoiselle Saint-Laurent. Darf ich Sie noch kurz sprechen?

- Ja? - Wir sehen uns morgen.

Treten Sie bitte näher.

- Ich gebe zu, Sie hatten recht, wie es aussieht. - Ja.

Seien Sie unbesorgt. Ich erwähne Ihre kleine Panne mit Leroy nicht.

Nun, ich schätze, dann sind wir quitt, weil ich Ihnen mehr Zeit gegeben habe.

Sie haben Ihre eigene Haut damit gerettet.

Ich fürchte, dass mir Ihr Ton nicht gefällt.

Tja, zu Ihrer Unaufrichtigkeit passt aber kein anderer. Schönen Tag noch.

Nein, nicht so schnell, warten Sie, halt.

Ich wollte mich eigentlich nur für mein Verhalten Ihnen gegenüber entschuldigen.

Das sollten Sie vielleicht noch mal üben.

Sie haben mich recht gut eingeschätzt.

Intuition ist nicht meine Stärke.

Machen Sie sich keinen Kopf. Das kann man lernen. Selbst als ESTJ.

Na dann.

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