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Original subtitles

Blau steht für Wasservorkommen, Rot für Sauerstoff.

Dies ist unsere größte Hoffnung auf einen bewohnbaren Planeten,

den wir besiedeln können, um das Überleben der Menschheit zu sichern.

Da sich die Zustände hier auf der Erde verschlimmern,

müssen wir schnellstmöglich eine Aufklärungsmission starten.

Die Reise wird 86 Jahre dauern.

Die Crew wird sich an Bord fortpflanzen,

und ihre Enkel werden diejenigen sein, die den Planeten erreichen.

Nobelpreisträger für Physik...

trifft Bioingenieurin mit MIT-Abschluss.

Zunächst mussten 30 qualifizierte Crewmitglieder her,

die es so lange in geschlossenen Räumen aushalten

und eine Reise ohne Wiederkehr hinnehmen können.

Die Lösung war, uns eine eigene Crew heranzuzüchten und auszubilden.

Abgeschottet, damit sie die Erde nicht vermissen.

Als Nächstes müssen wir bestimmen,

wann sie für die Reise bereit sind.

Je jünger sie sind,

desto länger können wir Ressourcen erhalten und den Zeitrahmen der Mission ausdehnen.

Aber sie werden alleine an Bord sein.

Ich habe zwar volles Vertrauen in unser Ausbildungs- und Managementsystem,

aber nicht in ihre Fähigkeit, die Gefahren abzuwenden, die sie erwarten könnten.

Manchen wird die Tragweite gerade erst klar.

Entkeimung abgeschlossen.

Richard!

Wie würdest du das hier lösen?

Gut.

Schlaf gut, Christopher.

Schlaf gut, Sela.

Schlaf gut, Zac.

Ich habe Angst.

-Wovor? -Ich weiß es nicht.

Du musst keine Angst haben.

Dir kann nichts passieren.

Ich will sie begleiten.

Es gibt keine Rückreise.

Keine Wiederkehr. Du würdest unterwegs sterben.

Hier sterbe ich auch irgendwann. Macht für mich keinen Unterschied.

Dass wir sie auf diese Weise großziehen, dient ihrer geistigen Gesundheit.

Sie sollen weder offene Weite noch Sonnenlicht noch Menschen vermissen.

Dir hingegen würde es schwerfallen...

Ich würde nichts vermissen.

-Es ist nicht vorgesehen. -Ich weiß. Aber sieh es mal so.

Die Mission könnte früher starten,

wenn ich sie begleite.

In vier Jahren statt in sieben.

Sie sollten jemanden haben, der sie großzieht.

Und sie beschützt.

Du weißt, dass ich recht habe.

Noch 15 Sekunden bis zum Start.

13, 12, 11...

Bordeigenes Ladesystem aktiv.

Sechs, fünf...

Haupttriebwerke starten.

Drei, zwei, eins...

Hallo.

-Alles klar? -Ja.

-Viel Glück. -Danke.

Luke schließt.

Als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft

habt ihr das Überleben der Menschheit zu sichern.

Ihr werdet an Bord Kinder zeugen und eure Enkel werden den Planeten erreichen.

Die Fortpflanzung an Bord findet durch künstliche Befruchtung und Inkubation

jeweils im 24. Lebensjahr statt,

zwecks Maximierung der Ressourcen.

Nun, wir sind die erste Generation. Wir werden den Planeten nie sehen.

-Wir werden nie wissen, was sie entdecken. -Das stimmt.

Unser Leben ist unwichtig.

Nein, dein Leben und mein Leben sind so wichtig wie jedes andere auch.

Ob hier oder auf der Erde.

Ich zeige dir mal etwas.

Eigentlich darf ich das gar nicht.

Das ist mein Vater, mit seinen Eltern.

Meinen Großeltern.

Ich lernte sie nie kennen, aber ich weiß, dass sie gute Menschen waren.

Sie sorgten für ihre Familie und planten für die Zukunft.

Mehr kann ein Mensch nicht leisten.

-Was ist los? -Ein Giftstoff im Bewässerungssystem.

Tausch den Filter aus und prüf es noch mal.

-Es ist in unserem Urin. -Etwas, das wir gegessen haben.

Essen wir etwas Giftiges?

Eventuell giftig für Pflanzen, die nur von Wasser leben, aber wir sind stärker.

Was ist es? Welche Chemikalie?

Ich weiß nicht. Tausch einfach den Filter aus.

Wie erklärst du dir das hier?

Es ist eine Zutat in unserer Nahrung.

Warum haben wir keinen Zugriff?

Gehen wir.

Wie hast du die Firewall überwunden?

Durch Direktverbindung zum Prozessor. So kam ich auch an die Baupläne.

Und unter "Ernährung"?

-Nichts. -Irgendein Vitamin?

Vielleicht unter...

"Medikamente".

Da ist es.

"Der Wirkstoff im täglichen Getränk A.02.

Magenverträglich in Verbindung mit blauem Alkali-Sirup."

Blau.

Es ist im blauen Getränk.

"Gleichzeitige Nahrungsaufnahme verstärkt die Wirkung."

Welche Wirkung?

Ist es nicht bloß ein Verdauungsenzym?

"...stumpft ab und macht gefügig..."

"...beseitigt Verlangen und Empfindungen sexueller Natur..."

"...verringerte Genusswahrnehmung..."

Verringerte Genusswahrnehmung?

Ich will erhöhten Genuss!

Die betäuben uns.

Um uns zu kontrollieren.

Uns ruhig zu stellen.

So verhindern sie natürliche Fortpflanzung, sexuelle Beziehungen.

Damit wir nicht erleben, wie sich das anfühlt.

Und das Schiff nicht übervölkern. Damit der Nahrungsvorrat länger reicht.

Ist mir egal.

Ich trinke das nicht mehr.

-Richard hat dich also belogen. -Nicht nur er.

Was verheimlichen sie uns noch?

-Christopher fand einen geheimen Raum. -Auf den Bauplänen.

Und wo?

In Kapsel 23. Keine Markierung.

Hinter einer Wand.

-Was ist da drin? -Weiß ich noch nicht.

-Sagt Richard nichts. -Er wird sie zwingen, es weiter zu trinken.

Dann wissen wir aber, wie es sich anfühlt.

Und wie fühlt es sich an?

Hat sich etwas verändert?

-Ja, aber... -Wo ist mein Genuss?

Hier.

Ein kleiner Schock.

-Ein Blitz. -Ein Biss.

Ihr wisst, dass ihr Strom verschwendet.

Geh weg.

Und?

Woran denkst du so seit unserer letzten Sitzung?

An nichts.

Komm schon. An nichts?

Na ja, ich habe mich gefragt...

Warum belügst du uns?

Worüber soll ich gelogen haben?

Ich habe herausgefunden, dass...

Was denn?

Dass es einen geheimen Raum gibt.

In Kapsel 23.

Die Missionsleitung hat diverse Gründe, manches zu verschweigen.

Selbst mir.

Man kann das eigentlich nicht Lügen nennen, aber... ich verstehe, was du meinst.

Wie hast du das entdeckt?

Nicht weiter wichtig. Was ist da drin?

Ich weiß es nicht.

-Muss für die dritte Generation sein. -Warum ist es versteckt?

-Bist du nicht neugierig? -Doch.

Es ist vermutlich ihnen vorbehalten. Euren Enkeln.

Das ist ein tiefgehender Gedanke: Du wirst Kinder und Enkelkinder haben.

Was denkst du darüber?

Sie sind normale junge Menschen, sensibel, klug...

Sie merken es also, wenn ich nicht die Wahrheit sage.

Ich will ehrlich zu ihnen sein.

In allem.

Sonst werden sie...

mir nicht mehr vertrauen.

Also...

brauche ich schnell eine Antwort von Ihnen.

Das war's fürs Erste.

Sela?

Was gibt's?

Du wirkst anders.

-Ich bin wie immer. -Bist du nicht. Und ich auch nicht.

Wovon redest du?

Irgendwie hat sich alles an dir verändert.

Ja, ich bin erwachsen geworden.

Genau das meine ich. Du bist jetzt erwachsen.

-Aber du fühlst nicht, was ich fühle. -Nicht nach ihr greifen.

-Habe ich nicht. -Nicht anfassen. Du kennst die Regeln.

Los, komm.

Verdammte Geräusche.

-Irgendetwas entdeckt? -Nein.

Woher stammen die Geräusche?

Laut Richard entstehen sie durch Abkühlung und Kontraktion.

Ich glaube nicht, dass es an der Temperaturdifferenz liegt.

Außerdem ist Richard ein Lügner.

Also, was könnte es sein?

-Du vermutest eine äußere Einwirkung? -Auf dem Planeten gibt es Leben.

Warum nicht auch hier draußen?

Ich sehe keine andere Erklärung.

-Was ist das? -Salbei.

Eine Pflanze, die in warmen Regionen wächst.

Kiefernnadeln.

Riecht wundervoll.

Hast du gesehen?

Er darf sie anfassen. Ich nicht.

Wir haben keinen Kontakt mehr zur Erde. Es liegt an einer Störung des LCT-Senders.

Ich gehe mit Zac raus, um ihn zu reparieren.

Alle anderen wissen, was sie zu tun haben.

Hierhin.

-Bitte. -Danke.

Du musst den Sensor an deinem Handgelenk festmachen,

aber er kann sich lösen, daher musst du...

Du musst die Manschette über das Innenfutter ziehen, damit...

Was ist los? Zac, was soll das?

Antworte, sonst kürze ich deine Essensrationen. Geht's?

Mir geht's gut.

Zac!

Zac!

Zac!

-Phoebe, hast du Zac gesehen? -Nein. Aber gehört, was er getan hat.

-Kam so was schon mal vor? -Ich weiß nicht, aber...

Er trinkt das blaue Getränk nicht mehr.

Bist du sicher?

Ich sah ihn das Glas ausschütten.

Christopher.

Hast du Zac gesehen?

Weißt du, was er getan hat?

Und du findest das okay?

-Nein. -Gut. Freut mich zu hören.

Er trinkt das blaue Getränk nicht mehr. Und du?

Warum sollte ich?

Es ist ein Betäubungsmittel. Ihr betäubt uns.

Die Leitung möchte, dass ihr ein Mittel einnehmt,

das euch hilft, eure Impulse zu steuern.

Damit genau so etwas nicht passiert.

Nur so könnt ihr unter den Bedingungen hier leben.

-Wir haben uns das hier nicht ausgesucht. -Niemand kann sich sein Leben aussuchen.

Aber man muss einen Weg finden, es zu leben.

Entscheiden, was für ein Mensch man sein möchte.

-Versuchen, gut zu sein. -Wozu?

Letztlich sterben wir doch alle. Tun wir also, was wir wollen.

-Welchen Unterschied macht es? -Einen großen.

-Ich erkenne keinen. -Reparieren wir jetzt den Sender?

Ja.

Komm.

-Zieh das an. -Warum?

Du begleitest mich.

Ich will nicht.

Ich kann deine Wut verstehen. Aber ich brauche hierbei deine Hilfe.

Und sobald alles repariert ist, kannst du deine Einwände zur Erde senden.

Ich unterstütze dich dabei.

OFFEN

Luftdruck wird herabgesetzt.

90 Prozent.

80 Prozent.

-Kai, alles bereit im Systemraum? -Ja.

-Kontrollraum bereit. -Krankenstation überwacht die Vitalwerte.

Wer begleitet ihn?

Christopher.

Verteilerkasten 1 erreicht.

Reparatur beginnt.

Strom für LCT-1-Sender abschalten.

Verstanden. LCT-1 wird abgeschaltet.

Ich öffne Verteilerkasten 1.

Verstanden.

Reparatur von LCT-1 abgeschlossen.

Gehen jetzt zu LCT-2.

Verstanden.

LCT-2 ist abgeschaltet.

Da ist es wieder.

Das Schiff macht dieses Geräusch. Richard hat es uns erklärt.

Siehst du irgendetwas?

Weil da nichts ist.

Richard!

Richard!

Richard, kannst du mich hören?

Notstrom wird eingeschaltet.

Feuer im Systemraum.

Navigationsfehler?

-Negativ. Keine Auswirkung. -Kommunikation?

Wir können weder senden noch empfangen.

Gib ihm weiter Sauerstoff. Wir versuchen's noch mal.

Es klappt nicht.

Erklärst du ihn für tot?

Hier steht, die Chefärztin muss den Todeszeitpunkt notieren.

Okay.

14:35 Uhr Bordzeit.

Ich begreife das nicht.

Was ist da passiert?

-Hast du nichts gesehen? -Ich sah in die andere Richtung.

Da war dieses Geräusch...

dieses Knarren...

kurz bevor es passierte.

-Und auf dem Monitor? -Wir haben nichts gesehen.

Ich schon.

Und? Was hast du gesehen?

Es sah aus wie...

eine Kraft, die in ihn hineinfuhr.

Was heißt das? Wie ein Meteorit?

Er meint etwas anderes.

-Etwas Außerirdisches. -Was?

Ist schon gut.

Das wird schon.

Was wird jetzt aus uns?

Wir kommen schon klar. Was es auch war, es war draußen.

-Im Schiff sind wir sicher. -Aber ohne Richard...

Irgendwann wären wir sowieso auf uns allein gestellt gewesen.

Es kommt bloß früher als erwartet.

Wenn wir uns zusammenreißen, wird das schon.

System startet neu.

Hast du ein Bild?

-Alle Aufzeichnungen sind weg. -Wir können nicht sehen, was passiert ist?

Der Brand im Systemraum hat das Überwachungsarchiv vernichtet.

Wir müssen einen neuen Chief Officer wählen.

Ich bin jetzt Chief Officer. Chefingenieur bin ich ja schon.

Es ist also nur logisch.

Und was ist mit Sela?

Sie ist die Chefärztin.

Ich will euch nicht anführen.

Jeder hat eine Stimme.

Wir stimmen ab.

Und der neue Chief Officer ist...

Christopher.

-Gratuliere. -Danke.

Zuerst müssen wir den Schaden beheben. Das LCS ist defekt.

Wir brauchen es, um mit der Erde zu kommunizieren.

Wir sind jetzt auf uns allein gestellt, aber wir können es schaffen.

Die gesamte Crew beteiligt sich im betroffenen Sektor an den Reparaturen.

Der Brand hat den Systemraum größtenteils lahmgelegt.

Zuerst ersetzen wir alle verbrannten Elektronik- und Kommunikationsgeräte.

Dann stellen wir das Überwachungssystem wieder her,

um zu sehen, was Richard zugestoßen ist.

Okay.

Edward sagte, die Überwachungsaufnahmen seien komplett vernichtet.

Die Anschlüsse sind verbrannt, aber vielleicht sind die Laufwerke noch intakt.

Hey.

-Geht es dir gut? -Ja.

-Wieso bist du hier? -Um sein persönliches Archiv zu vernichten.

-Warum? -Das Programm schreibt es vor.

Die wollen nicht, dass wir es sehen.

Muss ich es tun?

Ja, natürlich.

Richard mit zehn.

Und seine Schwester.

Seine Eltern.

Seine Eltern...

-Wir haben nur Gen-Spender. -Das ist das Gleiche.

-Wirklich? -Wir haben unsere Veranlagung von ihnen.

Warum hat er dir das alles gezeigt?

Er wollte jemanden, mit dem er reden konnte.

-Und was noch? -Was meinst du?

Wir haben gesehen... wie er dich angefasst hat.

-Wir dachten... -Es war nichts zwischen mir und Richard.

Wir waren nur Freunde.

Er zeigte mir seine Sachen und erzählte von seinem Leben.

Aber weshalb?

Er fühlte sich...

einsam.

1240 Tage seit der Abreise. Bald verzähle ich mich.

Es ist schwer zu erklären. Zum einen...

war zu Hause niemand, dem ich mich nah fühlte.

Nur zu diesen jungen Menschen hatte ich eine Beziehung.

Das wollte ich nicht verlieren, und... zum anderen glaube ich an diese Mission.

In der großen Tradition der Entdeckungsreisen.

Was gibt es dort draußen? Warum existieren wir?

Wohin führt unser Weg?

Ich werde die Antwort nicht erfahren, aber vielleicht kann ich uns ihr näherbringen.

Ich glaube aber, eigentlich reise ich deshalb mit, weil...

ich dafür sorgen will, dass es ihnen gutgeht.

Und ich will sie beschützen.

Wovor beschützen?

Alles in Ordnung?

Ja.

-Und die Überwachungsaufnahmen? -Ich weiß noch nicht.

Wo sind die anderen?

Hey, was ist hier los?

Warum macht ihr nicht eure Arbeit?

Wir müssen den Schaden reparieren, um das Schiff zu sichern.

Warum seid ihr hier?

Es ist ein Notfall. Der Kurzschluss hat die Kühlschränke lahmgelegt.

Wir tun unser Bestes, damit kein Essen verdirbt.

Man hätte dich informieren sollen.

-Könnt ihr das reparieren? -Ja.

Aber vieles müssen wir essen, bevor es schlecht wird, daher...

schlage ich eine Feier vor.

Ein Festmahl.

-Was feiern wir? -Unseren neuen Chief Officer.

Trinkt das blaue Getränk nicht.

Warum nicht?

Zac sagt, es ist ein Medikament, das uns gefügig macht.

-Richard! -Ja?

Kai!

Was macht ihr da?

Geht sofort raus.

Geht raus!

Raus.

Denk daran:

-Richard kann dich nicht mehr beschützen. -Das ist auch nicht nötig.

Alles in Ordnung mit ihr?

Sie will nicht, dass ich sie anfasse.

Sela.

-Bist du da? -Sela ist auf der Krankenstation.

Hi.

Alles in Ordnung?

Ja...

Sela?

Hör auf.

Was machst du da?

Wonach sieht es denn aus?

Es sieht aus, als hättest du dich beeilt.

-Raus. -Warte...

-Du bist genau wie er. -Du verstehst nicht.

Ich wollte dich vor ihm beschützen.

Beschütz lieber Rest der Crew. Sie gerät außer Kontrolle.

Du bist der Anführer. Tu was dagegen.

Warum hast du das gemacht?

Was?

Du wusstest, dass ich zu Sela wollte, und bist sofort zu ihr.

Lass sie in Ruhe.

-Willst du mich jetzt rumkommandieren? -Nein.

-Gut. -Ich sage es dir als Freund.

-Halt dich von ihr fern. -Ich mache, was ich will.

Kai!

Was machst du? Kai!

Sela, mir geht's gut.

Tayo, geh da runter. Setz dich nicht auf den Tisch.

Ja, Füße gehören nicht dorthin, wo man isst.

Halt doch die Fresse.

Okay, das reicht.

-Kai. -Was ist?

Lass das los.

Lass das los!

Behandelt die beiden. Danach treffen wir uns alle im Gemeinschaftsraum.

Keine Schlägereien mehr.

Das muss aufhören.

So lösen wir keine Konflikte.

Habt ihr verstanden?

Und manche von uns machen ihre Arbeit nicht.

-Niemand hält das Schiff instand. -Warum wir? Die anderen arbeiten auch nicht.

-Weil es sonst keiner macht. -Das ist unfair.

Alle müssen dazu beitragen, dass das Schiff sicher ist.

Es ist doch sicher. Wir haben unsere Arbeit getan.

Dann sollten jetzt alle im Systemraum sein.

Nein, wir sichern gerade den Nahrungsvorrat.

-Das ist wichtiger. -Wichtiger als Nahrung?

Nein, da irrst du dich.

Du hast die Versorgung nicht gesichert. Du hast gar nicht gearbeitet.

Keiner hat gearbeitet. So wird die Mission scheitern.

Na und? Wir kommen eh nicht bis ans Ziel.

Aber jemand wird es erreichen.

Und wir müssen ihnen eine Basis schaffen.

-Für unsere Enkel. -Wen kümmern die? Wir werden tot sein.

Ab sofort helfen alle mit, den ganzen Abschnitt wieder in Betrieb zu nehmen.

-Ich will nicht in den Systemraum. -Warum nicht?

Ich will einfach nicht.

Er glaubt, das Wesen lebt dort.

-Was? Das ergibt keinen Sinn. -Es ist doch draußen.

Er sagt, es kam mit Richard rein. Christopher hat es reingeholt.

-Nun versteckt es sich im Systemraum. -Das ist nicht wahr.

-Ich zweifle an der Existenz dieses Wesens. -Dann zweifelst du halt.

Nach der Reparatur wird uns das Überwachungsvideo...

Halt deine fette, vereiterte Fresse.

-Ich habe das Recht zu reden. -Du redest zu viel, du ranziger Pickel.

-Sie darf reden. -Halt du auch dein Maul.

Warum solltest du Befehle erteilen?

-Ich bin Chief Officer. -Na und?

-Ich wurde gewählt. -So sehen es die Regeln vor.

-Scheiß auf die Regeln! -Zac, komm schon.

Wir sind stark. Wir können machen, was wir wollen.

-Hört beide auf damit! -Ich gehorche ihm nicht mehr.

-Er ist Chief Officer. -Du bist kein Chef.

-Du bist kein Anführer. -Ich halte uns auf Kurs.

Wer mir folgen möchte, kann das tun.

-Ich sorge für mehr Essen. -Das ist auch unser Essen!

Und ich beschütze euch vor dem Wesen hier drin.

Du willst ihnen nur Angst machen.

Nennst du mich einen Lügner?

Zac, warum tust du das?

Wir brauchen einen neuen Anführer.

Er kann euch nicht ernähren.

Er kann euch nicht beschützen.

Und ich gehorche ihm nicht mehr.

Wer zu meiner Gruppe gehören möchte, ist willkommen.

Wir haben mehr Essen, mehr Kraft.

Genug Kraft, um das Wesen zu bekämpfen. Genug Kraft, um es zu töten.

Alle, die möchten,

können mit mir mitkommen.

Und wenn Zac recht hat, was das Wesen angeht?

Das Überwachungslaufwerk kann uns zeigen, was passiert ist.

Glaubst du, es lebt da drinnen?

Ich weiß es nicht.

Was macht ihr?

-Nichts. -Wo ist Christopher?

Weiß ich nicht.

-Wer ist im Systemraum? -Niemand.

Bleibt alle hier. Lasst niemanden rein.

Was meinst du?

Wohin führt der Gang?

Was ist das?

-Hinter dir! -Halt es am Boden fest.

Schnell! Schnell! Schnell!

Zumachen!

Was war das? Was ist passiert?

Was war das?

Das Überwachungslaufwerk.

-Wenn da drinnen wirklich etwas war... -Was war das?

-Ich weiß nicht. -Nicht Christopher?

-Nein. -Wie sah es aus?

Es war zu dunkel, um was zu sehen.

Okay.

-Stromkreis abschalten. -Es ist stark beschädigt.

-Man erkennt nichts. -Probieren wir einen anderen Blickwinkel.

Ich bereinige das. Ist weniger schlimm, als es aussieht.

-Alles in Ordnung? -Nein.

Was ist los?

Zac und Kai haben nach euch den Systemraum betreten.

-Sie sagen, sie haben das Wesen bekämpft. -Was?

-Ich habe dort nichts bemerkt. -Die Überwachungsanlage liegt in Trümmern.

Hat das Wesen das getan?

Oder sie waren es selbst.

Egal. Wir haben hier alle nötigen Daten.

Wenn Zac und Kai es waren, hatten sie dabei ein Motiv.

Die Aufzeichnung zu vernichten.

Wer begleitet ihn?

Christopher.

Ich sollte ihn begleiten.

Richard hat dich gesucht.

-Gehen jetzt zu LCT-2. -Verstanden. LCT-2 wird abgeschaltet.

Bedank dich doch bei ihm mit einem kleinen Stromstoß.

Hätte er redlich verdient.

Nur ein Funke.

-Ein Stich. -Ein Schlag.

-Du könntest es tun. -Ich weiß.

Er wäre überrascht.

Er wäre geschockt.

Hörst du das?

Ist nur das Schiff.

Er hat die ganze Zeit gewusst, dass es nur das Schiff ist.

Der hier?

Ja.

Er hat nichts gespürt.

Immer noch nichts.

-Berührt er das Kabel? -Ja, aber er trägt Isolierhandschuhe.

Mord.

Kein Wort darüber. Wir müssen erst entscheiden, wie wir jetzt vorgehen.

Wie konnte Zac das nur tun?

Warum drehen die alle durch?

Vielleicht drehen sie gar nicht durch.

Vielleicht sind sie wirklich so.

Wir haben Regeln, die uns im Zaum halten, aber...

vielleicht ist das unsere wahre Natur.

Nein.

Das kann nicht sein. Ich bin nicht so.

Du bist nicht so.

Bist du nicht.

Und die Crew schlägt sich auf unsere Seite, wenn sie die Wahrheit erfährt.

Da bin ich mir nicht so sicher.

Es ist ihnen jetzt alles egal.

Mir bisweilen auch.

Es ist dir nicht egal.

Das weiß ich.

Ich gehe jetzt besser.

Nein.

Ich will, dass du bleibst.

Zeit, aufzuwachen, Sela.

Geh weg.

Wir gehen nicht weg. Wir kommen rein.

-Was macht ihr? -Was macht ihr?

Ich störe wohl gerade.

Was willst du?

-Wir sind gerade am Feiern. -Jetzt?

Ja.

Sela ist eingeladen.

Du auch, schätze ich. Kommt und esst mit uns. Wenn ihr mögt.

Oder lasst es bleiben.

Geht's?

Esst was.

Ihr müsst hungrig sein.

So, hört mal alle her.

Es hat zwischen uns zwar Unstimmigkeiten gegeben,

aber die lassen wir jetzt hinter uns.

Ich bin jetzt Chief Officer.

Keine Diskussionen.

Wir machen zwar weiterhin unsere Arbeit, aber wann und wie bestimmen wir selbst.

Wir stellen die Regeln auf.

Wer sie bricht, hat sich vor mir zu verantworten.

Das Wesen ist irgendwo auf dem Schiff.

Wenn nötig, bekämpfen wir es wieder und besiegen es.

Ihr seid jetzt sicher, denn ich beschütze euch.

Was machst du da?

Setz dich.

Richard wurde umgebracht, um 13:58:37 Uhr.

Durch einen Stromschlag.

Wer begleitet ihn?

-Christopher. -Ich sollte ihn begleiten.

Bedank dich doch bei ihm mit einem kleinen Stromstoß. Nur ein Funke.

-Ein Stich. -Ein Schlag.

-Der hier? -Ja.

-Er hat nichts gespürt. -Berührt er das Kabel?

Ja, aber er trägt Isolierhandschuhe.

Zac hat Richard umgebracht.

Es gibt kein fremdes Wesen. Weder draußen noch drinnen.

Es gibt nur Zac. Er hat euch die ganze Zeit angelogen.

Aber jetzt wisst ihr die Wahrheit.

Ihr habt es mit eigenen Augen gesehen.

Zac muss in seine Kabine, während wir die Regeln einsehen.

Dann treffen wir eine Entscheidung.

Es stimmt.

Ich habe es getan.

Ich habe ihn umgebracht.

Aber ich habe es...

für euch getan.

Um euch zu beschützen.

Ich habe es getan, weil ich das Wesen in ihm sah.

Das Wesen steckte in Richard.

-Und Christopher hat es reingeholt. -Nein.

Das war ein Fehler. Er wusste, dass etwas nicht stimmte.

Er hat das Wesen an Bord geholt.

Seht euch den Rest an. Dann seht ihr, dass er lügt.

Ich habe Richard getötet, um uns zu schützen. Aber jetzt ist das Wesen an Bord.

Wir müssen rausfinden, wo es ist, um es zu töten.

Genau. Wir werden es töten.

Wir übernehmen die Kontrolle.

Man hat uns betäubt, betrogen, programmiert und belogen,

aber wir befolgen die Regeln nicht mehr.

Wir können diesem Dasein nicht entkommen. Aber wir geben nicht einfach auf.

Wir lassen uns weder Angst einjagen noch einschüchtern.

-Wir wehren uns, wir finden es. -Es gibt kein Wesen.

Wo ist es jetzt?

Zuerst... steckte es in Richard.

Und jetzt vielleicht in jemand anderem.

In einem von euch.

Vielleicht in dir.

Oder in dir.

Oder in dir.

-Wir werden es töten. -Ja, wir werden es finden und töten.

Wir töten es.

-Es könnte in dir sein. -Oder in dir.

Oder in dir.

Oder in ihm.

-Es ist in ihm. -In ihm.

Haltet ihn auf!

Aufhören! Hört auf!

Es ist alles gut. Er trug das Wesen in sich.

-Da bin ich mir nicht sicher. -Er trug es in sich. Keine Sorge.

Oder steckt es etwa in dir?

Nein.

Es ist nicht in mir.

Schnappt euch alles, was als Waffe taugt.

Skalpelle, Scheren. Alles, was scharf ist.

Wir müssen uns für den Kampf rüsten.

Wir müssen ihn zum Einlenken bewegen.

-Lasst uns lieber aufgeben. -Wir dürfen nicht aufgeben.

-Momentan sind wir machtlos. -Er wird sich für den Mordvorwurf rächen.

Schließen wir uns ihm an. Das ist doch alles, was er will.

-Später setzen wir ihn fest. -Ja, wenn sich die Lage beruhigt hat.

Irgendwann kehrt wieder Ruhe ein.

Im Moment ist es zu gefährlich. Wir dürfen uns nicht absondern.

Wir haben keine Waffen, um ihn zu bekämpfen.

Waffen...

Du weißt, wo welche sind.

Ich?

-Hat er gesagt. -Wer?

Richard.

In seinem Video-Tagebuch sagte er, du wüsstest von den Waffen.

GESPERRT

ZUGANG VERWEIGERT

Chief.

Wach auf.

War das Wesen hier?

Das war Christopher.

Ist wohl für die dritte Generation. Wenn sie den Planeten erreichen.

Nein, die sind für uns.

Chief.

Sie wollen, dass wir sie aufnehmen.

Warum sollten wir?

Was bleibt uns anderes übrig?

-Steckt das Wesen in dir? -Es gibt kein...

Nein.

Wo verstecken sie sich?

Da sind sie.

Was halten sie in den Händen?

Waffen.

Und wir haben nur das hier.

Das nützt uns nichts.

Vielleicht doch.

Wir sagen, wir wollen uns ihm anschließen.

Wie Anda und Alex.

-Das glaubt er uns nie. -Wir brauchen nur einen Moment.

Wozu?

Um nah an ihn ranzukommen.

Und dann?

Dann töte ich ihn.

Du tötest ihn?

-Sonst tötet er uns. -Nein, tut er nicht.

Sie setzen sich in Bewegung.

-Sie haben den Strom abgeschaltet. -Und jetzt?

-Wir bleiben hier. -Nein.

Wir sollten mit ihnen reden, ihnen sagen, dass wir nicht kämpfen wollen...

Sie sind hier.

Unternimm nichts.

Leiste keinen Widerstand.

Packt ihn euch.

Lasst mich!

Wartet!

Wartet kurz!

Zurück, Sela!

Zac.

-Du kannst uns nicht aufhalten. -Lass uns reden.

-Wozu? -Unter vier Augen.

Was immer du sagen willst, sag es hier und jetzt.

Ich will mit dir zusammen sein.

Willst du dich mir anschließen... oder mit mir zusammen sein?

Beides.

Leuchtet ein.

Das will ich.

Schön, dass du endlich zur Vernunft kommst.

Das tue ich.

-Ich mache alles, was du willst. -Ja, das wirst du.

Das Problem ist nur...

ich will dich nicht.

Du willst mit mir zusammen sein?

Ich aber nicht mit dir.

Jemand anderes vielleicht.

Aber ich nicht.

Seid ihr alle wahnsinnig geworden?

Seid ihr verrückt?

Das ist gegen unsere Natur. Merkt ihr das nicht?

Das sind doch nicht wir!

Genau das... entspricht unserer Natur.

Aber wir müssen nicht so handeln.

Wir sind vernünftig. Wir können anders sein.

Halt's Maul, du Gen-Defekt.

Wir können entscheiden, was besser ist.

-Halt's Maul. -Halt's Maul.

Lasst mich reden!

Wir suchen einen sinnvollen Weg, und ihr hört nicht zu!

Halt's Maul!

Was ist besser? Regeln haben und sich einigen,

oder durchdrehen und kämpfen?

Durchdrehen!

Wollt ihr zur Vernunft kommen

und einen Plan entwickeln, oder...

Seht ihr?

Seht ihr, was in meiner Macht steht?

-Wo lang? -Ihr geht da lang, ich hier lang.

Da lang.

Seht in den Tanks und Kühlschränken nach.

Tayo, sieh da drinnen nach.

-Zu eng. -Überprüfe jedes einzelne.

Das hier ist geöffnet worden.

-Geh da weg. -Was?

Aus dem Weg.

Zac, das ist für unser Essen!

Sieh nach, ob wir sie erwischt haben.

Bleiben wir...

Durchsuch die Schubladen!

Im Schrank neben dir.

Sie sind in der Krankenstation.

Es ist nichts Ernstes.

-Zieh einen Raumanzug an. -Wenn wir rausgehen, war's das.

Luke schließen.

Luke schließen.

Sauerstoff-Notversorgung aktiviert.

Schließcode eingeben.

Luke schließt.

Sauerstoffgehalt: 70 %.

Sauerstoffgehalt: 50 %.

Sauerstoffgehalt:

30 %.

Luftdruck herstellen.

Luftdruck herstellen.

Luke angehalten.

Tayo.

Legt eure Waffen weg.

Zac ist tot.

Wie verhindern wir, dass so was noch mal passiert?

Morgen brechen wir auf.

Vor dem Antritt unserer Reise denke ich an die Welt, die wir zurücklassen.

Ich kenne sie von ihrer besten und ihrer schlechtesten Seite.

Und...

auch wir werden schlechte Zeiten durchmachen, das kann ich nicht verhindern.

Doch ich weiß auch, dass ihr euch behaupten werdet.

Die Besten unter uns werden weiterleben.

Wir sind es wert, gerettet zu werden.

Und der neue Chief ist... Sela.

Wir stimmen jetzt über alles ab und bemühen uns um Konsens.

Es wird nicht leicht sein, aber so wollen wir es handhaben.

Und wir wollen weiterhin auf das blaue Getränk verzichten.

Wir halten das für das Beste. Wir glauben, wir sind zu Besserem fähig.

Chief, wir haben die Updates eingeleitet.

Ich gebe dir eine Dosis.

Sie hat gerade getreten.

Untertitel: T. Wojczewski, A. Kellner EUROTAPE - Nordkurier Mediengruppe - 2020

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