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Die erste Regel der Macht lautet Überleben.
Aber selbst jetzt überkommt mich immer noch,
wenn ich in der Dunkelheit allein bin,
die Erinnerung an den Duft des Waldes im Winter,
an den eiskalten Stein,
an das plötzliche Aufspritzen von Blut.
Egal, wie viele Männer man auch tötet,
und ich musste schon viele töten,
den ersten vergisst man nie.
Warte.
Nicht doch.
Was will er hier? Ich sagte doch...
Vor deiner Hochzeit ist sonst keine Zeit mehr.
Domina.
- Du musst vor nichts Angst haben. - Ich weiß.
Ich habe keine Angst. Ich bin nur müde.
Nein, warte! Hör auf!
- Wir beginnen mit dem Penis. - Was?
- Du wirst mir dafür noch dankbar sein. - Nein.
Du kannst jetzt gehen, Archias.
Wir sind noch nicht fertig, Domina.
Doch, das sind wir.
Das ist doch die Eingangstür.
Ich habe gerade gehört,
dass heute ein geheimes Treffen stattfindet.
Antonius, Lepidus und Gaius Julius.
- Ja. Die Diebe haben kein Geld mehr. - Ja.
Sie müssen ein Abkommen treffen.
Wir sind einen Diktator losgeworden, nun bekommen wir am Ende 3.
Wir sollten ihn töten.
Gaius Julius. Auf der Hochzeit.
- Auf der Hochzeit meiner Tochter? - Was? Das hat doch schon Tradition.
Es wird sich keine bessere Gelegenheit bieten.
Nein.
Einen von uns so abzuschlachten,
das ist... das ist unrömisch.
Wir sind mitten im Nirgendwo.
Es ist ein geheimes Treffen. Genau so muss es sein.
Sie könnten drinnen lauern, und wir hätten keine Chance.
So würde ich es halten.
Uns allein hier rauslocken und es zu Ende bringen.
Ja.
Genau so würdest du es halten.
Ich denke, sie werden uns benutzen, um zu bekommen, was sie wollen,
und uns danach loswerden.
So würde ich es halten.
Na dann.
Gaius Julius Cäsar.
Marcus Vipsanius Agrippa.
Vater?
Bist du nervös wegen der Hochzeit?
Jedes römische Mädchen muss irgendwann heiraten.
Du bist schon 15 Jahre alt, kleiner Bär.
Du schiebst es schon 2 Jahre vor dir her.
Nero ist ein guter Mann.
Ein Senator, ein Vetter.
Wir sind die Liste zusammen durchgegangen, mehr als einmal.
Livia Drusilla.
Es ist noch nicht zu spät.
Ein bisschen schon.
Marcus Antonius.
- Du hast 2 Tage Verspätung. - Mindestens.
- Lepidus. - Gaius.
Was für eine Freude, dich zu sehen.
Ich bin einverstanden.
Ihr könnt Ägypten haben, und den Osten.
Und den ganzen Rest. Ich nehme das verdammte Afrika.
Gut, weiter. Ich habe kein Geld mehr.
Wir werden voraussichtlich 800 Millionen brauchen, mindestens.
- Um einen Krieg durchzustehen. - Warum müssen wir einen führen?
Brutus und Cassius haben sich abgesetzt.
Sie sitzen in Griechenland mit einer riesigen Armee.
Sie haben deinen Vater ermordet. Du kannst Rache üben.
Ich werde meinen Vater Julius Cäsar rächen.
Was schlägst du vor?
Dass wir über die reichsten Senatoren und Ritter in Rom nachdenken.
All die Männer hinter dem Mord an Cäsar.
Jeden Mann, der Cassius und Brutus heute noch verteidigt.
Jeden Mann, der die Republik unterstützt.
Wir massakrieren sie und beschlagnahmen ihren Besitz.
Unter einem legalen Vorwand.
Das wären mindestens 100 Senatoren.
Und was? 1.000 Ritter?
Eher 2.000.
Das ist nicht dein Ernst.
Das ist Wahnsinn!
Ich schreibe gerade eine Liste.
Lasst mich in Ruhe!
Nein, nicht! Wagt es nicht!
Nicht!
Ihr sollt verschwinden!
Domina.
Du bist eine römische Dame. Es muss alles entfernt werden.
Jedes Haar.
Tut es weh?
Wir fangen mit deinen Achseln an.
Verdammt, Livius, was opferst du denn da?
Ich fürchte, das klingt nach deiner Braut.
Frag lieber nicht.
- Du bist früh dran. - Hier ist der abgeänderte Ehevertrag.
Du hast es also noch nicht gehört.
Gaius Julius...
hat sich mit Marcus Antonius und Lepidus geeinigt.
Sie haben die Provinzen untereinander aufgeteilt.
- Wo sind sie jetzt? - Gaius Julius kam letzte Nacht zurück.
- Er ist in wenigen Stunden hier. - Du hast ihn zur Hochzeit eingeladen.
Ich schätze ihn. Und ich möchte ihn im Auge behalten.
Schon wieder eine Hochzeit.
Als hätten wir nicht genug eigene. Jetzt auch noch Fremde.
- Du hast Glück, eingeladen zu sein. - Nicht so viel Glück wie du.
Komm her.
Wann kommt dein Ehemann nach Hause?
Scribonia? Scribonia?
Octavia, Liebes.
- So früh habe ich dich nicht erwartet. - Mein Bruder wohl auch nicht.
- Ich hoffe, du trägst heute eine Toga. - Livius ist ungezwungen.
- Wie lächerlich. - Du hast Glück, eingeladen zu sein.
Alle werden anwesend sein.
Gut, ich ziehe mich zu Hause um.
Seit wann geht das schon?
Octavia, wir mochten uns schon immer, das weißt du doch.
Ich weiß nur, dass mein Bruder mit Clodia Pulcher verlobt ist.
Und du bist mit Publius Scipio verheiratet.
Ich will ihn heiraten.
Deinen Bruder.
Wir treffen uns dann im Atrium.
Aber noch ein Wort zu meiner Tochter, bevor du uns verlässt.
Du kennst sie natürlich kaum.
Sie ist einer Sklavin sehr zugetan. Ein reizendes Mädchen, Antigone.
Sie wurde hier geboren, hat eine Gabe für Kräuter und Medizin.
Ich bedaure, Livius, ich kann nicht noch eine Person durchfüttern.
Um ehrlich zu sein, bin ich überrascht, dass du eine Freundschaft
zwischen meiner Frau und einer Sklavin fördern willst.
Ich fürchte, du hast mich falsch verstanden.
- Das ist eiskalt! - Das ist ja auch Eis.
- Natürlich ist es das. - Benutz es aber nicht mehr.
Der Dominus will seine Tochter sehen. Und Antigone auch.
Livia?
Führen wir jetzt eine ernste Unterhaltung?
Kleiner Bär, Vermählung und Kinder sind das, was Rom von dir erwartet.
Jetzt verlangt es noch etwas von dir.
Vor 500 Jahren haben wir die Tyrannei der Könige beendet,
und seither wird Rom von 2 Konsuln regiert...
Die jedes Jahr gewählt werden.
Die Aufteilung der Macht bewirkt unsere Größe.
Unsere Familie hat für die Republik gekämpft.
Und wir müssen um ihren Erhalt kämpfen.
- Die Fraktionen sind doch gespalten? - Bis jetzt waren sie das.
Es wird Krieg geben.
Und ich werde auf der Seite von Brutus und Cassius kämpfen.
Es ist eine Ehre, für das zu sterben, woran man glaubt.
Die gehörten deiner Mutter. Sie würde wollen, dass du sie bekommst.
Ich habe es nicht vergessen. Ich spreche jetzt mit ihr. Nero!
Dominus.
Als Hochzeitsgeschenk für Livia veranlasse ich deine Freiheit.
Ordentlich bezeugt von Tiberius Claudius Nero.
Du bist nun römische Bürgerin, Antigone.
Herzlichen Glückwunsch.
Aber...
Wo soll ich jetzt hin? Was wird aus mir?
Nun, du kannst heiraten, wenn du willst, und ich sorge für eine Mitgift.
Bis dahin hat Nero großzügigerweise darauf bestanden,
dass du mit Livia in sein Haus ziehst.
Als eine Freigelassene. Das heißt, falls du es auch willst.
Ich danke dir.
- Bist du dir wirklich sicher? - Wieso? Wir sind eingeladen.
Livius steht auf der anderen Seite.
Nein, noch nicht.
Aber es wird so kommen. Na los!
Bloß nicht zu fest.
Es bringt Unglück, wenn er es heute Nacht nicht öffnen kann.
Perfekt.
Verzeihung. Weg da.
Weg da.
Es ist immer ein Fehler, ein Schwein zu nehmen.
Viel zu intelligent.
Ich danke dir, Cicero.
Willkommen, Freunde,
zur Vermählung von Tiberius Claudius Nero
und Livia Drusilla.
Große Juno, Göttin der Ehe und der Fruchtbarkeit,
empfange dieses Geschenk des Lebens...
Sie spüren, was kommt.
...und des Blutes...
Die Schweine.
...aus dem großen Hause des Marcus Livius Drusus Claudianus.
- Livia Drusilla. Bist du bereit? - Ja.
Tiberius Claudius Nero.
- Stimmst du zu? - Das tue ich.
Gut, dann gehört sie dir.
Lasst uns den Vertrag bezeugen!
Nein, Piso, es wird keinen Krieg geben.
- Jeder hat zu viel zu verlieren. - Das ist wahr.
Was hat Gaius Julius zu verlieren?
Weißt du,
Livius hat den Fehler begangen, seiner Tochter das Denken beizubringen.
Aber sie hat recht.
Er ist der Einzige, der nichts zu verlieren hat.
Sieh sie dir an, Agrippa.
Alt, fett, faul, selbstgefällig.
Ich sorge mich um die Ausführung.
Für über 2.000 Männer
braucht man fast eine ganze Legion, die in die Stadt einrückt.
Bei Nacht ist das unmöglich. Die Straßen sind übervoll von Wagen.
Am Tag sind sie voller Menschen.
Wir setzen ein hohes Kopfgeld aus.
Ihre Sklaven werden sie verraten. Ihre Ehefrauen, die Nachbarn.
Man wird sie zerfleischen.
Und wir müssen nur die Stadttore blockieren.
Wenn Livia dich weiter so anstarrt, könnte es sogar ihrem Mann auffallen.
- Ich will auch so ein Haus haben. - Du könntest bald dieses hier haben.
Ich schätze Livius.
Du warst dabei.
- Er kommt auf die Liste. - Sie kriegen Cicero.
- Cicero? - Ja.
- Er hat uns von Anfang an unterstützt. - Statt Livius.
Nein, nicht Livius. Du rettest ihn nicht.
Ich kann's versuchen.
Verschwinde.
- Gaius. - Livius.
- Ist das fließendes Wasser? - Ja.
Wir wurden letztes Jahr ans Aquädukt angeschlossen.
Das hat ein Vermögen gekostet.
Aber die alte Grube war im Sommer unerträglich.
- Mist. Ich hasse Togas. - Darf ich?
Marcus Livius,
ich bitte dich um deine Freundschaft und deine Unterstützung.
Du besitzt meine Freundschaft.
Was meine Unterstützung angeht...
Die Republik mag nicht perfekt sein, aber sie ist besser als die Alternative.
Könige, Diktatoren und ein Bürgerkrieg.
Ich bitte dich um deine Unterstützung.
Noch ist Zeit dafür.
Warum warst du nicht am Komplott beteiligt?
Von Cäsars Mördern?
Weil das unrömisch war.
Jeder Mann in Rom wollte Livias Mitgift.
Über eine Million an Ackerland.
Ja, Livius hat sie jahrelang bei sich antreten lassen.
Angeblich hat er sich bei einer Schauspielerin Syphilis geholt.
Wer? Livius?
Nein, nein, du Dummerchen, Nero!
- Die Arme. - Oje, arme Livia.
Willkommen im Ehestand. Ich kann ihr eine Salbe geben.
Bei Livius sollte es natürlich ein Republikaner sein,
aus einer alten Familie.
Die gibt es auch ohne Geschlechtskrankheit.
Ich bin jünger, hübscher und reicher, als ihr es seid.
Wieso lacht ihr dann über mich?
Ihr habt Glück, dass ihr hier seid.
Alle beide.
- Sie ist Ciceros Ehefrau. - Ja.
Ich dachte, Cicero sei dein Freund.
Das ist er auch.
Er hat sie geheiratet, weil sie reich ist.
Deswegen wird doch geheiratet. Vermögen, Macht, Familie.
Nur darauf kommt es an.
Für den Sohn eines Geldverleihers ist das sicher wahr.
Für den Enkel.
Das ist mein Bett.
Was ist los?
Die Affäre mit Ciceros Frau ist indiskret und unpassend.
Sie wird dir schaden.
Ganz zu schweigen von der Sache mit Scribonia.
Willst du ernstgenommen werden, oder nicht?
Werde erwachsen.
Du hattest recht. Ich kann Livius nicht retten.
Gaius Julius hat mir seine Zunge in den Mund gesteckt.
Nur seine Zunge?
Auf dem Weg nach Süden, für den Winter.
Was?
Die Vögel.
Sie verschwinden, solange es noch geht.
Ist das ein gutes Omen?
Natürlich.
Gehen wir es an.
Vorwärts!
Verschließt das Tor!
Livius!
Marcus Livius!
Wir sind hier, um dein Leben zu retten.
Livia!
- Livia! - Das ist der Dominus.
Livia!
- Livia? - Vater?
Wer ist das?
Der Krieg hat begonnen, kleiner Bär.
Livius, was willst du?
Seit einer Stunde hängt im Forum eine Liste mit Namen.
Senatoren und Ritter.
- 100.000 Sesterzen auf jeden Kopf. - Was? Stehe ich auch drauf?
Nein, aber ich.
Zieht euch etwas an und warnt jeden, der euch einfällt.
Fangt mit Piso an.
Na los.
- Lass mich mitkommen. - Ich gehe nach Griechenland.
Ich schließe mich Brutus und Cassius an.
Wenn es vorbei ist, werde ich dich finden.
Denk immer an deine Familie und an deine Pflicht.
Immer.
Vater?
Antigone sagt, ich bin vielleicht schwanger.
Ein Enkelsohn.
Ich würde dich nicht mit einem Mädchen langweilen.
Wenn sie auch nur annähernd so sein würde wie du, kleiner Bär,
wäre ich sehr glücklich.
Hallo, Salassus.
Marcus Tullius Cicero?
Es ist nichts Persönliches.
Ist das wirklich notwendig, Gaius?
Es kommt darauf an, was du mit notwendig meinst.
Kehre unversehrt zurück.
Mein kleiner Bär,
ich danke dir für deinen Brief.
Ich wünsche dir eine sichere und glückliche Geburt.
Die Armee der Diktatoren hat uns in Griechenland gefunden.
Ich habe Gaius Julius gesehen, nur kurz, auf der anderen Seite.
Den jungen Bengel von deiner Hochzeit.
Dieser Tag in Rom ist erst ein Jahr her,
aber es kommt mir vor wie eine Ewigkeit.
Morgen kämpfen wir wieder.
Der Tag wird entscheidend sein für die Republik.
Sollte ich fallen, findest du mich jenseits des Flusses in der Unterwelt,
wenn deine Zeit gekommen ist.
Ich warte dort auf dich,
mit deiner Mutter.
Und zu meinem Bedauern auch mit ihrer Mutter.
Dein stolzer Vater...
Marcus Livius.
Philippi, 11 Tage vor den Kalenden des November.
Es gab Kämpfe in Griechenland. Brutus und Cassius sind tot.
Und mein Vater? Was ist mit ihm geschehen?
Woher soll ich das wissen? Wir müssen weg von hier!
- Ich stehe jetzt auch auf der Liste. - Weg? Wohin denn?
Dieser Krieg wird uns alle irgendwann in die Knie zwingen!
Am Ende bieten sich große Möglichkeiten für alle Überlebenden.
- Darum wolltest du nicht kämpfen? - Livia! Die Republik ist längst tot.
Es ist an der Zeit, die Seite zu wechseln.
Du musst nicht mit ihm gehen.
Andere Ehefrauen sind auch geblieben. Ganz ehrenhaft.
Es wäre aber unrömisch.
Los!
Na los, beeilt euch.
Gib her.
Schnell!
Sie brennen alles nieder.
Und wohin werden wir nun fliehen?
Nach Sizilien. Wir gehen nach Sizilien.
Nach Sizilien?
Zu Sextus Pompeius.
Seine Flotte kontrolliert die Gewässer, dort sind wir sicher.
- Das hast du über Perugia auch gesagt. - Was?
Wir sind es leid, zu fliehen, Nero.
Wir könnten zu Gaius Julius gehen.
Vor dem Bengel knie ich nicht nieder!
- Er wird uns begnadigen. - Ich will seine Begnadigung nicht!
- Lass mich gehen. Ich rede mit ihm. - Da würde ich dich eher umbringen!
Und den Jungen!
Sextus dürfte meine Unterstützung überaus begrüßen.
Er hasst Gaius genauso sehr wie ich.
Herr... Maecenas ist hier.
Zusammen mit Sextus Pompeius.
Ich sagte ja, dass Maecenas Sextus dazu bringen würde.
Nein.
Nein, wir bringen ihn nicht um.
- Das ist die einzige Gelegenheit. - Seine Flotte lässt Rom verhungern.
Wir brauchen ein Abkommen.
- Maecenas. - Gaius.
Wo ist Sextus?
Es gibt ein Problem. Er glaubt, du willst ihn umbringen.
Was?
Sextus!
Gaius!
Du bist weit weg von Sizilien!
Genau wie du!
Genau wie du.
Octavia! Bei den Göttern! Ich nehme dir eins ab.
Hier, nimm Marcellus, er ist schon so ein Brocken.
Ich behalte die kleine Marcella.
Toll. Wie viel hat das gekostet?
Mein Bruder ist zu Geld gekommen, wie du ja weißt.
Entschuldige, Gaius ist gerade erst nach Rom zurückgekehrt.
Er schikaniert die Bauarbeiter, darum bot ich meine Hilfe an.
So kann ich mich von allem etwas ablenken.
- Gefällt es dir? - Das tut es.
Schön. Denn bald wirst du hier leben.
Mein Bruder nimmt eine Heirat mit dir in den Vertrag mit Sextus auf.
Ich wusste, meine Familie würde euch noch nützen.
Natürlich werden sich die Verhandlungen über Monate hinziehen.
Jedenfalls hat Gaius das gesagt.
Was ist? Du freust dich gar nicht für mich?
Doch.
Doch.
Aber ich muss Marcus Antonius heiraten, um den Waffenstillstand zu besiegeln.
Den neuesten jedenfalls.
Du hast doch deine Trauerzeit noch nicht beendet.
Ich kann es Gaius schlecht ausschlagen.
Marcella!
Ich muss sagen...
nach 2 Kindern in 2 Jahren
und dem Verlust des Ehemannes...
hatte ich auf ein wenig Ruhe gehofft.
Zumindest eine Zeit lang.
Und man macht sich immer Sorgen, dass jede Geburt die letzte sein könnte.
Das liegt nun alles in der Vergangenheit, nicht wahr, Gaius?
Hat einer von euch beiden je gehört, was aus Tiberius Nero geworden ist?
- Nero? - Wieso interessierst du dich für ihn?
Wir haben seine Leiche in Perugia nie gefunden.
- Wieso? - Viele sind in Sizilien gestrandet.
Sextus nimmt sie bei sich auf.
Er muss inzwischen tot sein. Bestimmt.
- Aber seine Frau war wunderschön. - Livia?
Die hatte ich ganz vergessen. Das Goldmädchen der Claudier.
Diese Arroganz bei ihrer Hochzeit. Weißt du noch?
- Die beiden passen gut zusammen. - Wohl wahr!
Ihr Mann besitzt das seltene Talent, immer die falsche Seite zu wählen.
Seine republikanischen Prinzipien hielten nicht lange.
Ja, was hätte ihr Vater wohl dazu gesagt?
Livius war ein ehrenhafter Mann.
Er hat bei Philippi bis zum Ende gekämpft.
- Ihr habt ihm alles genommen. - Ja, das haben wir.
Wie dem auch sei, die arme Livia.
Archias! Man kann doch den Qualm sehen.
Wir sind seit Tagen niemandem begegnet.
Die sind fertig.
Die sind fertig!
Mama.
Das Fieber ist nicht schlimmer geworden.
Der Tod wäre für ihn gnädiger.
- Mama. - Wir wissen es beide.
Sei vorsichtig, worum du die Götter bittest.
Komm, iss was.
- Das riecht gut. - Ich fürchte, es ist nicht viel dran.
Aber natürlich seid ihr willkommen.
Ihr seid hier oben weit weg von den Hauptstraßen.
Ein Glück, dass wir euch gefunden haben.
Loyale Veteranen. Kennen wir uns?
Dein Gesicht kommt mir bekannt vor. Wie ist dein Name?
Gaius Vipsanius Varus.
Ein Verwandter des großen Marcus Vipsanius Agrippa, nehme ich an?
- Nur sehr weit entfernt. - Ein starker Mann.
Wir haben bei Philippi gegen ihn gekämpft.
Wir waren Teil der 27. Legion, unter Brutus.
Warst du auch bei Philippi, Herr? Kenne ich dich vielleicht von dort?
Marcus Livius Claudianus.
Er war in Philippi. In der Armee von Brutus.
Ja. Ja, das war er.
Wir haben nie erfahren, was aus ihm wurde.
Du kanntest ihn, Herrin?
Mein Ehemann war sein Weinhändler.
- Du bist also Weinhändler? - Er schuldet uns Geld.
Marcus Livius...
Nach der Schlacht hat er sich sein Schwert in die Eingeweide gestoßen.
Er verblutete. Langsam.
Ich habe seine Leiche gesehen.
Dann haben wir unser Geld wohl verloren.
Aber...
Er hatte noch Glück.
Wenn man bedenkt, was mit all den anderen passiert ist.
All diesen Aristokraten in Rom.
Abgeschlachtet in ihren eigenen Häusern.
Rannten in den Abwasserkanälen um ihr Leben.
Sie hatten nichts mehr auf der Welt außer der Kleidung an ihrem Leib.
Flüchtige.
100.000 Sesterzen...
auf jeden Kopf.
Lauft!
Nein!
Nein!
Nein!
Lass mich ran, dann töte ich dich hinterher auch nicht.
Mach deine Beine schön breit.
Du sollst sie schön breitmachen!
Und wenn ich fertig bin...
suchen wir deine Freunde.
Mama?
Tiberius.
Oh, sei unbesorgt.
Sie sind tot.
Und Archias auch! Aber wenigstens geht es dir gut!
Was treibst du denn da?
Die Erde ist zu hart, um ihn zu begraben.
Haben sie dich angefasst? Haben sie dich angefasst?
Ach, vergiss es!
Vergiss es!
Ich habe gesagt, man sieht das Feuer!
Los, jetzt komm schon! Vielleicht sind hier noch mehr!
- Warte! - Komm jetzt mit!
Halt! Nero, warte!
Nero!
Nero!
Antigone!
Warte! Nero!
Nero!
Antigone!
Antigone!
Can't find what you're looking for?
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