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.
Papa, ich brauche eine Pause! Ferdl, du hattest schon zwei Pausen.
Je mehr Pausen du machst, umso schwerer fällt dir das Weiterlaufen.
Vielleicht sagt Papa dem Ferdl mal, wie toll es dort oben ist.
Ein putziges Häuschen, ein eigenes Zimmer.
Beim Wandern sollte man langsam, aber stetig gehen.
Die Mami rennt voraus, dann bleibt sie wieder stehen.
Vielleicht sagt der Vater einmal, welche Überraschung da oben wartet.
Der Bauer hat mir gesagt, es gibt eine Überraschung für dich.
Wir finden jetzt heraus, was es ist.
Wir hatten doch jedes Jahr Glück mit dem Wetter.
Mama, kannst du mit der Traudl reden?
Hast du an den Sonnenschutz gedacht?
Lass mich, das ist mein Hut.
Wann sind die denn fertig?
Vielleicht wird noch geputzt, weil die anderen so spät raus sind.
Vielleicht wohnen wir doch dort oben.
Ich glaube, es gehört ihm gar nicht.
Was sagt ihr zu dem Neubau? Ihr seid die ersten Gäste.
Kommt.
Warum fragt er gar nicht, ob wir dort wohnen wollen?
Da ist die Dusche.
Spülmaschine.
Mikrowelle.
Eine Brotschneidemaschine, elektrisch!
Zum Finger-Abraspeln.
Und jetzt, passt auf!
Ein Fernseher!
Für den Schrank hätte ich gern den Schlüssel.
Ist es nicht herrlich hier oben? Wunderbar!
Ich gehe jetzt nicht mehr.
Habe ich dir eigentlich schon von meinem Sagenbuch erzählt?
Ja. Das kann nicht sein. Ich habe es erst letzte Woche gekauft.
Eine Familie beim Bergwandern.
Der Sohn, in deinem Alter, weigert sich weiterzugehen.
Die Eltern sind verzweifelt. Es dämmert schon.
Hör auf. Das ist Käse.
Auf einmal donnert es und eine schwarze Wolke erscheint.
Als sie sich wieder verzieht, wer steht da vor ihm? Keine Ahnung.
Der leibhaftige Teufel und die Habergoas und der Wilde Geselle.
Man nennt die drei "die Wilde Jagd". Ja und?
Ich erzähle dir jetzt, was sie mit dem kleinen Jungen gemacht haben.
Sag ihm nicht so etwas. Da kann er wieder nicht schlafen.
Willst du ihn hochtragen?
Die Mädchen streiten um die Betten.
Seht ihr ein drittes Bett?
Alle reden durcheinander.
Ich weiß gar nicht, ob ich hier bleiben will.
Das Bett quietscht nicht. Das war doch drüben immer das Problem.
Zieh dich aus, wir weihen jetzt das Schlafzimmer ein.
Sonst noch Wünsche?
Ja, Mittagessen.
Bei Juli steht nichts. Hier, im August.
Wir haben für Juli gebucht. Deshalb sind wir hier.
Warten Sie bitte, ich muss mit meiner Frau reden.
Walter, klärst du uns bitte auf.
Offenbar hat uns jemand falsch eingetragen.
Jemand? Ach so.
Traudl, wer hat das geschrieben?
Die Rosi. Nach 32 Ehejahren müsstest du meine Schrift kennen.
Der Herr aus München hat eine Fax-Bestätigung von uns, -
- dass das neue Appartement im Juli für ihn reserviert ist.
Zeig ihnen halt die anderen Zimmer. Die sind ohnehin schöner.
Das machst du!
Hier ist ein kleineres Kammerl. Da kann der Bub schlafen.
Das ist der so genannte "Aufenthaltsraum".
Hier sind Kleiderschränke. Dort sind Tische und Stühle.
Und was ist die Überraschung? - Überraschung?
Ach ja, die Überraschung. Hast du das Foto an der Treppe gesehen?
Das ist das Schlafzimmer. Unser Zirbelholz-Zimmer.
Wo ist eigentlich das Bad?
Die Dusche ist unten. Die zeige ich Ihnen dann.
Ich sehe Schafe und einen schwarzen Mann.
Genau. Und das ist die dunkle Gestalt.
Und der Teufel und die Habergoas haben sich in Schafe verwandelt.
Jetzt zeige ich Ihnen noch etwas Besonderes.
Mein Gott, ist das schön.
Tja, Karin.
Ich weiß, das ist nicht das, was wir uns vorgestellt haben.
Ich denke, es ist das Beste, wenn wir ...
... hier bleiben. Genau.
Was?
Ich finde es okay hier. Wir bleiben. Ach so.
Ihr habt aber viel Zeug dabei! So viel braucht ihr hier gar nicht.
Freut euch doch. Ein eigenes Haus haben wir auch schon.
Meine Frau mag lieber den Strand.
Ich dachte bis vor ein paar Stunden, dass wir wieder wegfahren.
Eigentlich sollten wir in dem Haus sein, in dem Sie jetzt sind.
Der Bauer hat uns aus Versehen auf August gebucht. Das ist ja blöd.
Nein. Es ist schon okay. Ich mag die Alm-Zimmer lieber.
Ich mag das Bodenständige und den Holzgeruch.
Der Geruch von Zirbelholz wirkt angeblich verjüngend.
Das habe ich gleich meiner Frau erzählt.
Jetzt schauen wir mal.
Also, in diesem Sinne.
Schöne Ferien. Ja, ebenfalls.
Mahlzeit.
Nehmt euch etwas!
Was ist das? Das riecht so komisch.
Das ist ein Fleischleiberl.
Sie ist so eine spätgebärende Karriere-Frau.
Und er ist Esoteriker.
Keine Ahnung. Sag es. Du hast doch große Menschenkenntnis.
Sie hat etwas von einer Stewardess.
Sie erinnert mich an die Mathelehrerin im Gymnasium.
Nein. Sie ist keine Lehrerin. Jurist? Irgendetwas Trockenes.
Er ist Internist. Dann passt es ja.
Ferdinand! Ich komme gleich.
Wer kommt denn da?
Wenn er stört, dann ...
Welche Überraschung gibt es bei euch? - Ach so, du meinst ...
Sei froh, dass du nicht bei uns wohnst.
Nachts machen auf dem Dachboden Siebenschläfer totalen Krach.
Und die Eichhörnchen klauen Essen.
"Oder vielleicht doch. Plötzlich war sich Martin nicht mehr sicher."
Schon aus. Welche Puppe magst du? Cinderella.
Sag bloß, du hast sie nicht eingepackt.
Doch, natürlich. Warum schaust du dann so?
Walter, ich weiß nicht, aber ...
Gut, dass uns das nicht auf dem Flughafen passiert ist.
Meine Fanny kann ohne ihre Puppen nicht einschlafen.
Und meine Frau braucht ihre Töpfchen, Tiegelchen und Cremes.
Danke übrigens.
Helmut, wann machen wir die Dreitages-Wanderung?
Bald. Wie bald? Am Wochenende ist die Hölle los.
Vorher.
Oder nachher.
Ich würde sie gerne schon in dieser Woche machen.
Vergiss bitte meinen Traubenzucker nicht.
Ich habe ihn noch nie vergessen.
Also von morgen bis Freitag. Wer weiß, wie lange das Wetter hält.
Schaffst du das mit dem Quartier?
Ich würde mich gleich darum kümmern.
Wie komme ich denn zu dem Kar, von dem du erzählt hast?
Du folgst immer der Markierung Richtung Filzmoossattel.
Über der Waldgrenze beginnt das Kar.
Mach es gut. Das ist ein traumhafter Platz.
Fernsehgeräusche: "Wenn ich mitkomme,verliere ich mich selbst."
Jetzt verstehe ich!
Kann ich bitte mitschauen? Das ist meine Lieblingssendung. Klar.
Hallo.
Macht bitte Platz.
Magst du einen Orangensaft? Ja.
Danke.
Wie heißt du denn? Ferdinand.
Hu!
Er schreit laut auf.
Ich wollte meinen Sohn abholen. Ferdl, kommst du bitte?
Das ist meine Lieblingssendung.
Wir sammeln Pilze und Beeren und sehen nicht fern.
Aber ausnahmsweise.
Beweg dich, los! Mann!
Bei uns ist das auch die absolute Ausnahme.
Bei uns wird nie ferngesehen.
Einen schönen Tag noch. Tschüss.
Jetzt ist endgültig Schluss!
Ach Gott, Mama .... Was soll das?
Raus, ihr lahmen Enten.
Erzähl mir wenigstens etwas von der Wilden Jagd.
Wie sieht der Teufel überhaupt aus?
Die Mama sagt, ich darf es dir nicht erzählen.
Wir sagen ihr nichts.
Und wenn du nachts wegen Alpträumen aufwachst?
Weil du dich vor der Habergoas fürchtest.
Warum heißt sie eigentlich Habergoas?
Also gut.
Ein Mann schimpft.
Hast du das auch gehört? Ja.
Da hinten. Komm!
Ach um Gottes Willen! Was ist denn mit Ihnen passiert?
Ich habe mir das Knie verdreht. Jetzt kann ich nicht auftreten.
Wie kriegen wir Sie denn jetzt ins Tal hinunter?
Wir legen ihn auf einen Ast und ziehen ihn hinunter.
Keine schlechte Idee.
Nimm du den Rucksack.
Und ich greife Sie hier unter.
Geht das so? Ja.
Ja. Fünf Personen, wie immer. Alle ein Jahr älter und viel größer.
Ich bin nur noch zwei Tage da.
Dann fahre ich mit meinem Freund Richtung Süden.
Der Papa lässt dich aber nicht. - Misch dich nicht ein!
Letztes Jahr hast du gesagt, du bringst uns das Jodeln bei.
Warum haben wir das nicht gemacht?
Wir lernen jodeln und treten in Italien auf der Straße auf!
Wer sagt, dass DU mitkommst?
Das ist sicher unser letzter gemeinsamer Alm-Urlaub.
Das Handy läutet.
Ich war genauso. Aber ich dachte nicht, dass alle Töchter so werden.
Kinder sind einfach so.
Ich arbeite hier 15 Stunden am Tag, wenn ich mitfahren darf. Nein.
Seby, kannst du nicht schon morgen kommen?
Ich sterbe hier vor Langeweile. Was wird verschoben?
Wann kommst du dann? In zehn Tagen?!!!
Und was wird aus unserer Reise in den Süden?
Du jobbst doch wieder ab August.
Dann musst du gar nicht mehr kommen.
Um Gottes Willen!
Was ist denn jetzt passiert? Das Knie ...
Nein, auf die andere Seite.
Den Rucksack lasse ich hier stehen.
Ich hole ihn gleich.
Vielen Dank. Ohne Sie wäre ich morgen noch dort oben.
Du musst zum Arzt.
Nein. Ich brauche nur ein paar Tage Ruhe.
Das glaube ich nicht. Beim Knie muss man aufpassen.
Die Dreitages-Wanderung kann ich jetzt absagen.
Unser ganzer Urlaub ist im Eimer.
Nein. Musst du aus jeder Kleinigkeit ein Drama machen?
Ich schaue mal, ob die Traudl etwas zum Einreiben hat.
Magst du einen Tee mit Schuss? Ja, bitte.
Ich kraxle doch nicht hier herauf, um mich ins Bett zu legen.
Ja.
Das kommt davon, wenn man sich im Urlaub gleich zu sehr anstrengt.
Ich habe ihm übrigens gesagt, dass du vielleicht heute ...
Was denn?
Dass du dir vielleicht sein Knie anschaust. Wie bitte?
Er hat mir leid getan. Es sah sehr schmerzhaft aus.
Und das am ersten Urlaubstag.
Und du fragst mich nicht!
Ich frage dich ja jetzt.
Also weißt du, manchmal ...
Iss die Tomate.
Muss ich jetzt da rüber?
Nein. Dann bleibst du eben hier. Das ist kein Problem.
Ich weiß, was ich machen muss.
Sie kennt sich aus. Sie kann uns helfen.
Ich will es nicht!
Warum wehrst du dich so?
Du musst ins Krankenhaus zum Röntgen.
Es ist geschwollen. Man sieht nichts.
So, da sind wir. Mein Mann. Frau Fändler.
Guten Abend. Ich arbeite seit 5 Jahren nicht mehr als Masseurin.
Was machen Sie jetzt?
Ich leite eine physiotherapeutische Abteilung mit 25 Mitarbeitern.
Wir wollten Ihren Rat. Denn beim Knie muss man vorsichtig sein.
Ich schaue es mir an.
Es ist schwer, etwas zu sagen.
Röntgen wäre wichtig.
Aber dafür müsste die Schwellung zurückgehen.
Danke, dass Sie bestätigen, was ich meiner Frau schon gesagt habe.
Dann bitte ich um Entschuldigung.
Mein Mann wollte unbedingt, dass ich herkomme.
Vielen Dank.
Dann gehe ich jetzt.
Schönen Abend noch!
Warum bist du so ekelhaft?
Hallo, Mama. Schade, dass du nicht mitkommst.
Du könntest ein paar Kilo abnehmen.
Schau lieber, dass du Muskeln bekommst.
Tschüss. Tschüss.
Pass auf, die Sonne ist hier sehr stark.
Macht euch um mich keine Gedanken.
Tschau, Mama. Tschau.
Ich koche für Papa. - Ich kann dir doch helfen.
Wie brav seid ihr plötzlich?
Ich brauche niemanden. Die Traudl sorgt für mich.
Den Seby kann ich nachschicken. Der kann mich am Arsch lecken.
Kann ich nicht hier bleiben? Nein.
Servus. Grüß Gott.
Auf welcher ist die Wilde Jagd erschienen?
Laut dem Sagenbuch auf beiden. Dann entscheide du.
Hochtalalm. Okay.
Liebst du den Papa noch? Oder was ist das zwischen euch?
Natürlich lieben wir uns noch. Vielleicht anders als früher.
Und woran merkst du, dass du ihn noch liebst?
Wenn ich ehrlich bin:
Wir sind uns sehr vertraut nach 17 Jahren.
Ich frage nur. Denn Seby und ich sind seit zehn Monaten zusammen.
Und ich bin schon so wütend auf ihn.
Jetzt mal langsam. Er ist eben Musiker.
Er braucht seinen Freiraum. Das musst du akzeptieren.
Traudl, du bist ein Schatz.
Wie geht es deinem Knie?
Die Sonne tut gut.
Hier eine Salbe. Die hilft dir bestimmt. Danke.
Na, gefällt es Ihnen? Oh ja.
Ich habe Ihnen etwas mitgebracht.
Schmeckt's? Schmeckt.
Und die Luft hier schmeckt mir.
Ich kaufe euch den Platz ab und nehme ihn mit nach Hause.
Es donnert heftig.
Ist es noch weit? Meine Schuhe sind patschnass.
Wir sind gleich da. Da vorne ist die Alm.
Endlich!
Mama, ich muss dir etwas sagen.
Unsere Kathi hat beim Flaschendrehen mitgemacht, mit küssen.
Ich habe es gesehen. Wie, richtig mit küssen?
Das stimmt nicht.
Ferdl! Die kenne ich doch.
Das ist ja eine Überraschung.
Wo kommst du denn her?
Wir wurden vom Gewitter überrascht. Wo sind denn deine Eltern?
Hallo. Sie Armer!
Wir sind total in das Gewitter gekommen.
Wollen wir rübergehen?
Da gibt es eine Glotze mit 18 Kanälen.
Ihr werdet doch jetzt nicht alle ... Ferdl, du bist ganz nass!
Er kriegt was von der Kathi.
Setzen Sie sich doch.
Ich kann Ihnen leider nichts von mir anbieten.
Schade.
Das Handy klingelt.
Ich habe nicht viel Zeit. Die Hütte ist voller Gäste.
Der Job ist toll. Ich bekomme wahnsinnig viel Trinkgeld.
Und jeden Abend möchte mich ein Verehrer nach Hause begleiten.
Wenn du hier wärst, könntest du es sehen.
Du brauchst aber nicht kommen. Ich habe die Reise abgehakt.
Ich muss jetzt wieder rein. Tschau.
Wir wandern weiter zur Sonntagsalm und übernachten dort wieder.
Schöne Tour.
Wir suchen noch Leute für unsere Mondscheinwanderung.
Kommt ihr mit? Nein.
Nein.
Das ist aber eigentlich toll?
Waren Sie schon bei Mondschein auf einem Gipfel? Nein.
Das sollten Sie unbedingt einmal machen.
Es ist ein Wahnsinns-Erlebnis.
Heute muss ich erst den Ferdl heil nach Hause kriegen.
Aber danke, gute Idee. Ich werde es mir merken.
Wie friedlich sie da sitzen. Typisch Ferdl.
Er war schon immer gerne Hahn im Korb.
Ich frage meinen Papa.
Sag ihm, wir brauchen dich zum Spielen.
Jetzt kommt ein Attentat. Papa, ich mag hier bleiben.
Die Mädels haben mir schon ein Bett hergerichtet.
Nein, Ferdinand. Die Mama wartet auf uns. Wir müssen bald los.
Bitte, bitte.
Alles klar. Ich sage es Ihrer Frau.
Einen schönen Abend euch dort oben.
Er klopft. Karin? Sind Sie da? Ja.
Ihr Mann hat angerufen. Sie sind in ein Gewitter gekommen.
Sie übernachten auf der Alm. Und? Es ist alles in Ordnung.
Sie sollen sich keine Sorgen machen, hat er gesagt.
Darf ich Sie um etwas bitten? Draußen sind so viele Leute.
Könnten Sie ausnahmsweise dem Herrn Doktor das Essen bringen?
Sie klopft an der Tür. Ja!
Danke, Traudl.
Die Bäuerin hat mich gebeten. Wo darf ich das hinstellen?
Auf den Tisch.
Geht es Ihnen besser? Ja. Die Schwellung geht zurück.
Das freut mich. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.
Haben Sie schon gegessen?
Ja, äh nein. Ich esse abends nichts mehr.
Im Urlaub? Echt? Gerade im Urlaub.
Entschuldigen Sie wegen gestern. Ich bin sonst nicht so. Kein Problem.
Trinken Sie ein Glas Wein mit mir? Ich wollte einen Spaziergang machen.
Ich habe einen guten Roten.
Das geht in Ordnung. Er nimmt uns mit.
Schön.
Was kriegen Sie denn jetzt von mir? Nichts.
Ich möchte Sie gerne einladen.
Danke.
Ich mache jetzt doch mit dem Vater vom Ferdl die Mondscheintour.
Pass auf, dass du nicht mondsüchtig wirst.
Bleibt nicht so lange auf. Ihr müsst morgen fit sein.
Eines Nachts kamen zwei Buben und ein Mädel zur Schrambacherin auf die Alm.
Sie berichteten von den schrecklichen Ereignissen der letzten Woche.
Die Wilde Jagd war inzwischen auf jeder Alm gewesen.
Die Schrambacherin sagte: Zu mir sollten sie sich einmal hertrauen!
Was heißt "im entscheidenden Moment"?
Wenn ein Patient zu sterben droht.
Das ist ein völlig überholter Standpunkt.
Sie müssen zugeben, dass die Homöopathie bei vielen Menschen -
- in den vergangenen Jahren das Bewusstsein erweitert hat.
Wenn ich nicht gut schlafe, -
- kann ich am nächsten Tag nicht richtig Diagnosen stellen.
Und das können mir Kügerl nicht garantieren.
Homöopathie heißt nicht nur Kügerl.
Mit Schulmedizinern braucht man darüber nicht zu streiten.
Wechseln wir das Thema.
Warum kleiden Sie sich so zugeknöpft?
Tu ich das? Fällt mir gar nicht auf.
Als wollten Sie etwas verbergen.
Vielleicht mache ich ein Geheimnis aus mir.
Nein.
Ich glaube, Sie schöpfen Ihr Potenzial nicht aus.
Und was rät der Medizinmann?
Machen Sie einen Knopf auf.
Dann sehen Sie mein Potenzial? Sie wissen, was ich meine.
Gesang: "Durch den Wald und durch das Gras" -
- "gehen wir, ob der Mond oder die Sonne scheint."
"Und ich möchte dir etwas sagen."
"Und ich gehe mit dir über die Almen."
"Übers Bacherl werde ich dich tragen."
"Und da oben bei den schönen alten Lindenbäumen ..."
Beide jodeln.
"Bleibst bei mir."
"Bleibst bei mir."
Ferdl und ich sind hier schon heimisch geworden. Und du?
Mir geht es sehr gut.
Nicht dass du in zwei Tagen einen Höhenkoller kriegst -
- und wir mit Sack und Pack ins Tal müssen.
Ich hatte gestern so einen schönen Tag. Davon will ich noch viele.
Wir bleiben auf jeden Fall.
Fertig.
Danke fürs Einreiben und für den schönen Alm-Urlaub und für alles.
Süßer, magst du etwas trinken?
Helmut? Folgendes. Lass mich bitte ausreden.
Ich mache das nur für dich.
Was ist es?
Ich habe für morgen einen Arzttermin für dich ausgemacht.
Wie soll ich da runter kommen?
Der Bauer lässt dich ausnahmsweise mit der Seilbahn fahren.
Nelly, ich hatte jetzt zwei Tage nur Ruhe. Kein Stress, keine Schmerzen.
Du kommst zurück und es geht los.
Ein Arzttermin und der Bauer ist auch eingekauft.
Was ist, wenn ich runterfalle?
Ich habe meine Dreitages- Wanderung abgebrochen, -
- weil mich dein Knie beunruhigt.
Lass dich röntgen, dann wissen wir Bescheid.
Es klingelt.
Ich sterbe schon vor Hunger.
Was gibt es? - Gebratene Froschschenkel.
Was ist das? - Magst du das nicht?
Sehr witzig.
Ich wollte noch etwas sagen wegen gestern Abend.
Ich fand es wunderschön. Aber einmal ist kein Mal. Okay?
Das wollte ich auch sagen.
Super, dass wir uns so einig sind.
Das finde ich auch.
Ich meine das aber ernst.
Ich weiß.
Früher wurden die gar nicht lange gefragt.
Da hieß es zwei Wochen Filzmoosalm und basta.
Ich habe auch nie gefragt. Wir flogen einfach auf die Kanaren.
Jetzt hat die Resi ihren Freund.
Wahrscheinlich fahren wir nächstes Jahr nicht mehr hierher.
Ich war am Anfang total dagegen. Ich hasse das Bergauf-Gehen.
Ich brauche die Sonne, das Wasser, das Meer.
Aber langsam komme ich auf den Geschmack.
Ich bin Aszendent Krebs. Welches Sternzeichen sind Sie?
Stier.
Walter, musst du rauchen, wenn du da mit den Kindern sitzt?
Entschuldigung.
Das merkt der gar nicht.
Sehr erfrischend. Danke.
Hast du gut gespeist?
Ja, aber beim Kaiserschmarrn habe ich etwas übertrieben.
Was sind das für Leute?
Du wirst lachen. Sie ist Krebs. Und er ist Steinbock.
Und du bist besoffen.
Die Traudl ist aber auch unmöglich mit ihrem Vogelbeer.
Übrigens: Der Ferdl hat morgen Geburtstag.
Wenn du beim Arzt bist, kann ich ihm ein Geschenk kaufen. Ja.
Die Schrambacherin hört plötzlich ein Geräusch über sich.
Sie denkt,es sind die Siebenschläfer. Doch dann kommt ein Flüstern näher.
Irgendwann springt sie ungeduldig aus dem Bett.
Sie nimmt Pfeil und Bogen und springt laut schreiend ins Freie.
Woher kann sie plötzlich Bogenschießen?
Sie ist eine moderne Sennerin. Sie hat schon Kampfsport betrieben.
Dann gib ihr doch lieber einen Revolver.
Oder ein Jagdgewehr. - Oder eine Pumpgun.
Sie springt ins Freie und ruft: "Ich fürchte mich vor niemandem!"
Nun ist es still und dunkel. Sie erkennt nichts.
Nur das Flüstern kommt näher.
Helmut.
Helmut.
Halt dich schön immer in der Mitte. Dann kann nichts passieren.
Hier kannst du dich anlehnen.
Aber langsam. Ja. Ich habe es nicht eilig.
Karottensaft, Grillsachen, Batterien.
Hast du die Zahnschmerz-Tabletten für den Ferdl? Nein.
Aber nimm lieber die Zäpfchen. Und irgendeine Sonnencreme.
Nicht irgendeine. Da musst du ins Reformhaus gehen.
Ich gebe dir ein Pröbchen mit.
Da gibt es eine von Dr. Resch. Sie hat aber nur Lichtschutzfaktor 20.
Nimm die blaue. Die hat Lichtschutzfaktor 40.
Wenn sie das nicht haben, dann gehst du in die Apotheke.
Das ist mir zu kompliziert. Komm doch mit.
Nein, ich wollte doch ...
Obwohl. Ja. Das ist eine gute Idee.
Pass auf, dass du dir nicht den Knöchel verstauchst.
Du hast hoffentlich die Autoschlüssel dabei. Ja.
Denn einen Invaliden schleppe ich nicht 4 km.
Wir gehen dann mal.
Wissen Sie schon, wie mein Vater ins Tal kommt?
Das haben wir gehört. Dein Papa ist wirklich sehr mutig.
Die Theresa hat das Kommando.
Du musst Batterien für den CD-Player kaufen.
Die Bäuerin hat ganz viel Arbeit für euch.
Guten Tag. Wir hatten telefoniert.
Ich bin Doktor Bar.
Der Herr Doktor behandelt gerade einen Arbeitsunfall.
Sie müssten etwa eine Stunde warten. Tut mir leid.
Eine Stunde da hocken!
Dann mache ich schon mal den Einkauf, oder? Ja.
Auf Wiedersehen.
Wo treffen wir uns dann?
In dem Café, da vorne. Gut.
Kaufst du das Geschenk für Ferdl? Ja.
Keine Videospiele!
Grüß Gott. Ich brauche ein Medikament, und zwar Pacamol.
Als Zäpfchen. Das gibt es nicht.
Ich verwende es aber dauernd. Bei uns gibt es nur die Tabletten.
Ich kann Ihnen diese Packung mit 50 mg anbieten.
Karin!
Hallo! Lassen Sie sich jetzt doch untersuchen. Das ist vernünftig.
Ich dachte gerade an unseren Abend.
Steigen Sie doch auf Allopathie um?
Ferdl hat Zahnweh.
Ich hoffe, ich habe Sie neulich nicht zu sehr ....
Ich hoffe, ich habe Sie an unserem Abend nicht irgendwie ...
Irgendwie? Also, dass ich Ihnen ...
So, Herr Kollege, tut mir leid, dass Sie so lange warten müssen.
Wir röntgen gleich. Ach, die Gemahlin!
Bitte helfen Sie Ihrem Gatten beim Hose-Ausziehen.
Ich bin in zwei Minuten bei Ihnen.
Grüß Gott, Frau Bar.
Ach, das ist ja lustig. Seid ihr heute auch hier.
Ich wollte für den Ferdl noch Kaugummi mitnehmen.
Das sind keine Kaugummi. Ach so.
Wollen wir etwas trinken?
Ich habe keine Zeit. Ich muss noch viel erledigen.
Ich muss auch den Helmut vom Arzt abholen.
Dann komme ich mit.
Ein kleines Gläschen.
Grüß Gott. Grüß Gott.
Wir möchten etwas trinken. Das ist die Rezeption. Wir sind ein Hotel.
Hätten Sie denn dann vielleicht ein Zimmer für uns?
Ja. Es liegt aber zur Straße hin.
Das macht nichts. Können wir es sehen?
Selbstverständlich. Zimmer 425.
Der Lift ist vorne links. 4. Stock.
Was soll das?
Das kommt nicht in Frage. Natürlich nicht.
Ganz sicher nicht.
Auf keinen Fall.
Bist du wahnsinnig? Nicht auf das Bett.
Das Zimmer ist uns doch zu laut. Trotzdem danke.
Keine Ursache.
Ich kann keinen Bruch entdecken.
Distorsionen sind leider schmerzhafter als eine Fraktur.
Ich schreibe Ihnen eine Trauma-Salbe auf.
Massagen und Umschläge wären hilfreich. Die bekomme ich.
Ich bin Physiotherapeutin. Was wollen wir mehr?
Pop-Musik
Das Handy klingelt.
Seby, ich bin es, die Kathi. Wir feiern hier einen Riesen-Geburtstag.
Die Resi tanzt wie verrückt. Wann kommst du denn?
Morgen? Da wird sich die Resi sicher freuen.
Sprich bitte lauter. Ich verstehe nichts.
Ich soll nichts sagen? Überraschung? Okay, wie du meinst.
Dann bis morgen. Tschau.
Wie sieht es aus beim Fleisch? Ja, der Hunger ist da.
Der zweite Gang wäre soweit.
Helmut, was möchtest du essen? Hühnchen oder eine Wurst?
Hendl.
Und Sie? Für mich auch Hendl. Danke.
Würstchen. Würstchen. Würstchen. Okay.
Darf ich die Bestellung entgegennehmen? Oho.
Einen Hendlhaxn, bitte.
Ich nehme, was ihr habt.
Und wenn ich Sie "Darling" nennen würde? Das wäre okay.
Dann könnte ich "Karin-Maus" sagen.
Dann sage ich Bärli. Gut.
Sollten wir uns nicht vorher duzen?
Heli-Bärli.
Karin-Maus.
Hähnchen-Schenkel!
Leise: Nicht halb so knusprig wie deine Schenkel. Lass das.
Laut: Bitte ein Kotelett für meinen Mann -
- und eins für deine Frau.
Kotelett: zart, aber dennoch mit Biss. Leise: Wie deine Hüften.
Und einen Käse-Krainer für deinen Sohn.
Käse-Krainer. Dazu fällt mir kein passender Vergleich ein. Dir?
Wann krieg ich mal wieder was von dir?
Das werden wir dann sehen.
Theresa, mach bitte gemütlichere Tisch-Musik.
Gesang: "Zum Geburtstag viel Glück. Zum Geburtstag viel Glück."
"Zum Geburtstag, lieber Ferdl, zum Geburtstag viel Glück."
Das kommt vom vielen Durcheinander-Saufen.
Das weißt du seit Jahren.
Ich trinke nicht durcheinander. Es war zu viel.
Wir sollten eine Pause machen mit den Fändlers.
Der Ferdl ist lieb, aber auch anstrengend.
Kein Wunder, bei dem Vater. Du meinst, bei der Mutter.
Der Vater ist so gut wie nicht vorhanden und der Bub hat ADS.
Sie mäht doch alles nieder. Und er trägt es mit Fassung.
Er ist ein Waschlappen.
Ich sterbe.
Ich habe dir gesagt, du musst vor dem Trinken fett essen.
Damit ich mit 10 kg mehr nach Hause fahre.
Dann trinke das nächste Mal weniger.
Dir geht es gut? Ich kann nicht klagen.
Du hast auch gebechert. Dass du das mitbekommen hast, -
- so blau, wie du warst.
Weil diese Oberkellnerin das Glas immer wieder aufgefüllt hat.
Du und dieser Oberarzt!
Ihr wart so besoffen. Ihr seid fast unter den Tisch gekippt.
Schade, dass ich das nicht fotografiert habe.
Was redest du da?
Und wie du dann halbnackt auf den Tisch geklettert bist, -
- um einen Striptease hinzulegen!
Walter, du lügst.
Ich habe mindestens sieben Zeugen.
Frag mal, wie dein Sohn die Sache gesehen hat.
Walter, du willst mir doch jetzt was reindrücken.
Er lacht.
Oh Gott!
Mein Kopf!
Die Mädchen unterhalten sich.
Wer begleitet mich heute zum Filzmooshörndl?
Alle: Keine Zeit.
Violetta kommt.
Wir dürfen heute auf der neuen Haflinger-Stute reiten.
Du kannst doch nicht reiten. Der Bauer führt sie an den Zügeln.
Ich möchte, dass du dich heute ein bisschen um die Mami kümmerst.
Der geht es nicht so gut.
Wenn ich Zeit habe, okay.
Du nimmst dir Zeit. Heute bist du der Mann im Haus.
Hallo.
Wo treibt es dich denn hin? Zum Filzmooshörndl.
Bist du sicher? Ja. Ganz sicher.
Ich dachte nur, vielleicht willst du dich kurz mit mir unterhalten.
Also, was hast du mir zu sagen?
Schade, dass es hier keine Hotelzimmer gibt.
Weißt du eigentlich, dass du ein Waschlappen bist? Wie?
Mein Mann nennt dich so.
Hast du mit deinem Mann über ... Ich habe gar nichts.
Ich nannte deine Frau einen Traktor, der alles niedermäht.
Mein Mann meint, sie ist deswegen so, weil du ein Waschlappen bist.
Klingt ganz schlüssig.
Kannst du mich bitte ganz schnell und ganz lang küssen?
Darf ich vorher etwas über deinen Mann sagen?
Nein.
Ich finde ihn gar nicht so unsympathisch.
Cool, jetzt können wir endlich reiten.
Ich bin der Jüngste. Ich darf als Erster.
Die Violetta braucht jetzt erst einmal zwei Stunden Pause.
Du kannst einteilen, wer wann reiten kann.
Ich habe dich und Ferdl morgen von 11 bis 12 Uhr eingetragen.
Und was ist mit Montag? - Ich will galoppieren.
Du darfst noch nicht ohne Begleitung.
Resi, da ist jemand für dich. - Wer denn? - Keine Ahnung.
Ich kann für dich hier weitermachen.
Hallo Seby, was für eine Überraschung.
Musst du nicht arbeiten? Hast du frei? - Sozusagen.
Fräulein, bitte ein schönes kaltes Bier. Ich sterbe vor Durst.
Saulustig.
Wo sind denn die ganzen Dorfburschen, die dich so verehren?
Sind sie auf dem Klo?
Die kommen erst nach Feierabend.
Die müssen tagsüber arbeiten. So wie ich.
Hör auf, du Blödmann.
Sag mal, was soll das Ganze? Blöde Kuh.
Was soll das mit den zehn Tagen, du Arsch?
Die Theresa hat gesagt, es geht. Trag mich ein!
Ihr dürft nur Schritt reiten.
Trag ihn endlich ein. - Hast du Schmalz in den Ohren?
Resi könnte uns Reitstunden geben.
Ihr könntet uns zeigen, wie man galoppiert.
Davor braucht man zehn Reitstunden.
Komm, wir fragen deine Mutter.
Mama!
Mama?
Dein Parfum macht mich rasend. Helmut, bitte lass das.
Schon zu spät.
In erster Linie liebst du dich. - Du willst es nicht kapieren.
Du liebst deine Band und deine Songs.
Du und die Musik, ihr habt nichts miteinander zu tun.
Was machst du da? Ich suche dich überall.
Ich habe Helmuts krankes Knie eingesalbt.
Resi und Kathi sind solche Arschgeigen!
Sie lassen uns nicht auf der Violetta galoppieren.
Der Bauer wollte euch nur reiten lassen, wenn er das Pferd führt.
Wir wollen doch auch galoppieren!
Ferdinand, in deinem Alter geht noch nicht alles.
Ihr seid alle hundsgemein.
Es soll wohl nicht sein.
Wir gehen jetzt zu meinem Papa. Der sammelt dort oben Pilze.
Der hilft uns garantiert. Er hat mir immer geholfen.
Stell dir das vor.
Nur wir beide.
Jedes Wochenende ein anderes Tal. Zwei Tage nur unterwegs.
Jeden Tag mindestens drei Almen. Und zwei Gipfel.
Und gelegentlich ein Nest zum Kuscheln für uns zwei.
Und irgendwann sind wir drei.
Oder vier, fünf. Nein.
Ein völlig neues Leben.
In einer völlig anderen Welt.
Schaust du bitte auf die Uhr.
Halb sechs.
Halb sechs! Halb sechs!
Hast du alles? Ja.
Papa, wo bist du? Wir brauchen dich dringend.
Vielleicht sucht er seine Pilze woanders.
Ich verstehe das nicht. Papa, wo bist du die ganze Zeit?
Schau!
Was meinst du? - Siehst du ihn?
Wen? Deinen Papa? - Nein. Den schwarzen Mann.
Wen? Ich sehe niemanden.
Ich erzähle es dir gleich. Komm einfach mit.
Auf dem Bild in meinem Zimmer sind viele Schafe und dieser Mann.
Und was weiter?
Mein Vater sagt, der Mann ist der dunkle Geselle von der Wilden Jagd.
Geräusche von Schafen
Wo ist jetzt der schwarze Mann?
Komisch, ich verstehe das nicht.
Schau! Das ist bestimmt sein Versteck.
Lass uns runtergehen. Mir ist kalt.
Ich habe eine Idee. Wir spielen Schäferhund.
Fanny! Ferdl! Wo seid ihr?
Meldet euch.
Vielleicht sind sie beim Walter oder bei der Mama.
Da ist eine Schlange!
Da kommen sie.
Walter, ist der Ferdl bei euch?
Ist die Fanny bei euch?
Was?
Die Fanny und der Ferdl sind seit drei Stunden weg.
Wir haben die Bergrettung noch nicht verständigt.
Wir haben gehofft, dass sie bei euch sind.
Ich war allein unterwegs.
Ich bin weiter hoch gegangen als sonst.
Vielleicht habt ihr sie gehört.
Habt ihr hier schon alles abgesucht? Natürlich.
Wart ihr im Hochmoor? Ja.
Die sind wirklich weg. Und ich bin schuld.
So ein Schmarrn.Sie wollte ihn nicht galoppieren lassen. Das war okay.
Die beiden sind dann hinauf zum Almboden.
Er wollte sich wahrscheinlich bei dir ausweinen.Wo warst du überhaupt?
Entschuldigung.
Das war der erste Tag, an dem Sie auf Ihren Sohn aufpassen sollten.
Misch dich da nicht ein.
Ich rufe jetzt die Bergrettung an -
- und ihr überlegt euch, was die zwei anhatten.
Gut, dann wissen wir, was wir zu tun haben.
Ich gehe mit. Ihr bleibt besser da.
Ich habe eine Super-Kondition. Ich werde nicht hier warten.
Ich muss helfen. Du bleibst da.
Am besten könnt ihr helfen, wenn ihr ruhig bleibt.
Die Männer kennen hier jeden Stein. Und ich gehe auch mit.
Das schadet doch niemandem.
Unser Sohn ist da oben! Ihr stört da nur.
Ihr bleibt da.
Falls ihr uns noch etwas sagen wollt, lassen wir die Funkgeräte da.
Ihr wisst, was zu tun ist. - Sowieso.
Sag ihnen bitte, sie sollen mich mitnehmen.
Vor den Männern haben die beiden Angst und verstecken sich.
Meine Stimme kennen sie gut.
Du und Kathi ihr habt eine wichtigere Aufgabe.
Ihr müsst eure Eltern beruhigen. -Ja.
Ich gehe bei euch mit. - Gut.
Esst bitte. Das ist gut für die Nerven.
Ich habe zum heiligen Antonius gebetet. Probiert es doch auch!
Das hilft wirklich.
Ich stelle die beiden Dinger mal weg.
Ich finde, wir sollten uns an den Händen fassen -
- und den Kindern positive Energie schicken.
Also bitte. Sei doch nicht so.
Das kann man nicht verordnen.
Die Wirkung der Telepathie ist anerkannt.
Gib mir deine Hand! Ich halt mich an die Suppe.
Das mache ich auch.
Ich verstehe das nicht. Wir stecken doch alle in derselben Scheiße.
Gib mir die Hand. Spiel nicht den Guru.
Sie wollen doch auch, dass Ihr Sohn zurückkommt.
Dann tun Sie es doch. Jetzt ist Schluss.
Merkst du, was du anrichtest? Ich möchte etwas beitragen.
Schon gut.
Walter, geben Sie mir Ihre Hand.
Es ist genug. Wir gehen.
Toll, dass Sie Ihrem Mann immer darüber fahren.
Ich bin keine kleine liebe Ehefrau, die springt, wenn der Mann es will.
Fanny! Ferdl!
Wir hätten das dem Hias überlassen sollen?
Warum habe ich diese Geschichten erzählt?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie wegen dieser Geschichten ...
Funksprüche der Suchtrupps
Mir ist schon ganz schlecht. - Cool bleiben. - Fanny, komm zurück.
Die sind Profis. Die machen das schon.
Da haben wir uns etwas eingefangen. Es lief doch alles bestens.
Alles nur wegen dem Ferdl und seinem ADS.
Die vier konnten wirklich gut miteinander.
Die Fanny hatte doch nicht von allein die Idee, ...
Sie sind Freunde und wir haben davon profitiert.
Du weißt, wie die Fanny sein kann, wenn ihr fad ist.
Wie ist uns das passiert, dass wir denen so nahe wurden?
Sie waren uns sympathisch und Ferdl hatte gleich tolle Spielkameraden.
Welchen Preis zahlen wir dafür?
Hättest du mich nicht hinübergeschickt zu seinem Knie.
Damit begann die ganze Scheiße.
Du hast gesagt, wir bleiben hier. Was?
Wenn etwas Größeres passiert ist, ...
Alles wird gut.
Vielleicht wurden sie von einem wilden Stier angegriffen.
Oder die Fanny hat sich das Bein gebrochen. Ferdl hat sich verirrt.
Was bringen diese Horror-Szenarien?
Ich mache mich mit dem Ärgsten vertraut.
Dein "Alles wird gut" hilft mir nichts.
Ferdl, ich muss etwas trinken.
Fanny, da unten ist ein Bächlein, ich höre es schon plätschern.
Das sagst du seit zwei Stunden.
Jetzt höre ich es wirklich.
Ferdl, ich kann nicht mehr.
Sie weint.
Du kannst hier nicht liegen bleiben. Wir müssen weiter.
Meine Füße brennen und ich habe Blasen.
Bitte hol mir etwas zu trinken.
Aber das ist doch ...
Komm Fanny, ich habe ein Licht entdeckt. Das ist unsere Rettung.
Was für ein Licht?
Funk: Dann ruf lieber die Bergrettung von Forstau an.
Die sollen die Sonntagsalm und die Hamburger Hütte übernehmen.
Was sagen sie?
Ich glaube, sie weiten die Suche aus.
Walter.
Wenn wir den Ferdl gesund wieder bekommen, machen wir eine Wallfahrt.
Wie heißt dieser Ort in Spanien? Santiago de Compostela.
Und zwar zu Fuß.
Ich verzichte ein Jahr auf Alkohol.
Und du rauchst keine Zigarillos mehr.
Und du schreist den Ferdl nicht mehr so an.
Es klopft.
Entschuldigung. Walter, könnte ich dich kurz sprechen?
Ich sollte Ferdl immer von der Wilden Jagd erzählen.
Da habe ich mir die "Sennerin von der Schrambachalm" ausgedacht.
Ich sagte, dass sie mit dem Teufel kämpft.
Du kennst seine Fantasie. Und die Alm ist nicht weit weg von hier.
Danke, ich sage es den Suchtrupps. Sag es nicht deiner Frau.
Und? Was ist das für eine Geheimnistuerei?
Hallo, hier spricht Walter Fändler.
Herr Fändler, wir hören Sie, was gibt es?
Die Kinder könnten auf der Schrambachalm sein. Was?
Das ist die ganz andere Richtung, aber danke für den Hinweis.
Theresa hat mich darauf gebracht. Worauf? Red mit mir!
Funk: Eine Nachricht für den Herrn Fändler.
Die Sennerin von der Schrambachalm hat gerade angerufen.
Sie hat die Kinder dort nicht gefunden.
Ein Hahn kräht.
Wo kommt denn ihr her?
Sie war in den letzten Tagen anders als sonst.
Wie anders? Ist dir das nicht aufgefallen?
Sie hat z.B. ihre Haare nicht mehr frisiert.
Wir sind doch im Urlaub.
Sie hat aber immer eine Zeremonie daraus gemacht, auch im Urlaub.
Was willst du damit sagen?
Sie rennt auch seit zwei Tagen mit schmutzigen Schuhen herum.
Jetzt merke ich das erst.
Und wofür soll das ein Zeichen sein?
Hast du dem Ferdl noch andere Gruselgeschichten erzählt? Nein.
Du kennst seine Fantasie.
Ich glaube auch nicht, dass er aus der Glotze etwas aufgeschnappt hat.
Und als ihr zu dieser Alm gewandert seid ... Kurz vor dem Gewitter?
Da war keine Zeit, um etwas zu erzählen.
Bevor der Hagel kam, seid ihr zwei Stunden gelaufen.
Du musstest ihn sicher motivieren. Ich habe ihm nichts erzählt.
Kannst du dir vorstellen, dass die Fanny sterben muss, -
- damit wir zusammenbleiben?
Vielleicht nehmen die Kinder etwas auf sich, was unsere Aufgabe wäre.
Lass die Scheiß-Familien- Aufstellerei aus dem Spiel.
Ich habe Schuld auf mich geladen und die Fanny übernimmt sie vielleicht.
Das ist so furchtbar.
Karin, ich sage dir jetzt etwas.
Bitte hör mir zu und unterbrich mich nicht.
An dem Tag, als ich mit Ferdl zur Hochtalalm gegangen bin, da ...
- nach dem Gewitter, da kam es zu einer ... Sagen wir ...
- zu einer denkwürdigen Begegnung.
Wir wollten noch zur nächsten Alm. Aber dann kam dieses Unwetter.
Da waren wir alle in der warmen Stube und aßen Würstlsuppe.
Ja und dann ... Die Tür wird geöffnet.
Der Einsatzleiter ist am Apparat.
Funk: An die Eltern von der Fanny und vom Ferdl: -
- Die Kinder wurden gefunden. Sie sind unverletzt und wohlauf.
Gott sei Dank!
Ich habe gleich gesagt, die Fanny ist viel zu gescheit, -
- als dass ihr etwas passieren könnte.
Wir sind auch galoppiert. Er hat uns galoppieren lassen.
Ich habe dich so vermisst.
Ist noch alles dran?
Lass dich anschauen. Gut siehst du aus.
Und der Ferdl ist auch da!
Eine Runde geht noch.
Jetzt sind wir aber gespannt.
Walter klopft ans Glas.
Ferdl.
Ich erzähle nur das Eine.
Als es anfängt, dunkel zu werden, suchen wir einen Schlafplatz.
Da finden wir einen ganz alten Baum.
Auf ihn kann man gut raufkraxeln. Dort oben wollen wir schlafen.
Die Fanny schläft sofort ein.
Und ich bitte den lieben Gott, dass wir wieder zurückfinden.
Plötzlich kommt ein starker Wind auf und die Blätter beginnen zu rascheln.
Plötzlich fliegen drei dunkle Gestalten an mir vorbei.
Waren es vielleicht Raubvögel? - Es WAREN dunkle Gestalten.
Am Anfang erkannte ich sie nicht. Dann erinnerte ich mich, -
- was mein Vater von der Wilden Jagd erzählt hat.
Dann wusste ich, wer die Gestalten waren.
Der Teufel, die Habergoas und noch so ein schwarzer Geselle.
Hast du ihnen die Hände geschüttelt?
Nein, aber er fragte mich, ob ich die Göre Theresa kenne.
Ich sagte, was willst du von der Nervensäge?
Er meinte, diese Göre erzählt nur Lügenmärchen über uns.
Wo steckt sie? Wir müssen ihr nämlich eine Lektion erteilen.
Sehr witzig.
Ich bin froh, dass wir dich wieder haben.
Ich bin so froh, dass du wieder da bist.
Schlaf gut und träum was Schönes. Gute Nacht, Papa.
Entschuldigung. Entschuldigung. Mama.
Entschuldigung. Entschuldigung.
Ich würde gerne kurz etwas sagen.
Liebe Eltern, zwischen mir und Seby ist wieder alles im Lot.
Deshalb möchten wir noch zwei Wochen in den Süden fahren.
Da bräuchte ich euren Segen und auch etwas Geld.
Ich will auch mit. - Auf keinen Fall.
Vielleicht nehmen wir sie doch mit. Das ist doch kein Problem.
Du bleibst hier.
Hier ist es doch viel schöner.
Alle reden durcheinander.
Gib mir bitte die Zigarillos aus meiner Jackentasche.
Alle reden wieder.
Ach schau, die habe ich zehn Jahre lang geraucht.
Das duftet.
Was ist denn das?
Das ist meine Haarspange. Wo hast du sie jetzt her?
Aus Walters Jackentasche.
Ich habe sie im Wald gefunden beim Pilzesammeln.
In dem Trubel vergaß ich, sie zurückzugeben.
Ich habe sie beim Wandern verloren. Es ist meine Lieblings-Haarspange.
Nimm dir ruhig eine.
Danke. Prost.
Walter, gibt es etwas, das ich wissen sollte?
Hat es mit dem zu tun, was du mir sagen wolltest?
Was war denn nach dem Hagelgewitter?
Auf der Hütte, mit der Würstlsuppe?
Raus mit der Wahrheit.
Also, ...
Die Wahrheit ist, -
- Walter und ich haben uns verliebt.
Was heißt das?
Das heißt, dass die Nelly und ich eine Affäre haben.
Was?
Oder? Ja.
Nelly, kommst du bitte?
Walter, ich ... Helmut, kann ich dich kurz sprechen?
Karin, bitte setz dich. Halt den Mund!
Nelly, ich erwarte dich in zehn Minuten auf dem Zimmer. Okay.
Wir müssen uns jetzt wie erwachsene Menschen benehmen.
Ich kann das nicht.
Wir werden uns doch jetzt keine Blöße geben.
Gerade jetzt nicht.
Helmut, komm, nimm mich. Du kannst mich jetzt haben.
Zieh dich aus.
Du willst es doch auch, komm. Beruhige dich.
Gestern wolltest du mich doch. Jetzt nimm mich.
Karin, komm zu dir.
Komm zu dir, ich flehe dich an.
Oh Gott.
Und, hast du sie gebumst?
Hast du meine Socken gesehen?
Wie ist sie denn so im Bett?
Liegt sie nur da oder macht sie richtig mit?
Ach Karin.
Scheißkerl!
Bist du wahnsinnig? Du weckst alle auf.
Was hat sie, was ich nicht habe?
Bei ihr bin ich kein Packesel, kein Fußabstreifer.
Das bist du bei mir auch nicht. Du übertreibst.
Entschuldige, aber ich muss das jetzt tun.
In ungefähr vier Stunden bin ich wieder da.
Natürlich hat sich bei uns einiges abgenützt.
Das ist normal in 18 Jahren.
Aber ich liebe dich immer noch.
Ich brauche jetzt einfach ganz viel frische Luft.
Wo ist der Papa?
Wo ist der Papa?
Der Papa ist schon in der Früh weg zum Pilze-Suchen.
Warum hat er mich nicht mitgenommen? Er wollte dich ausschlafen lassen.
Geht es dir nicht gut?
Komm mal her.
Nein, heute geht es mir nicht so gut.
Als du dein Scheiß-Abitur hattest, habe ich alles aufgeräumt, -
- geputzt und gewaschen.
Können wir in der Gegenwart bleiben?
- Okay wer hat gestern die Jeans gewaschen?
Du kennst doch diesen David nicht. - Ich kann ihn kennen lernen.
Du hast kein Geld für diese Reise.
Ich habe Geld. Ich verkaufe die Puppen von der Fanny. - Nein.
Wir teilen das Geld. - Nein. Seby, kannst du auch etwas sagen?
Lass endlich den Seby aus dem Spiel. Mir passt es nicht,wenn du mitkommst.
Alle: Guten Morgen.
Wo ist die Mama? Die wollte ganz früh auf den Spielkogel.
Da war sie doch erst.
Ich wusste gar nicht, dass ihr so schön Frühstück machen könnt.
Seby ist heute der Koch.
Ich habe Familie und trage Verantwortung und so weiter.
Bla, bla, bla.
Das gilt für mich genauso.
Obwohl wir gut zusammenpassen würden.
Wir wären füreinander geschaffen.
Verliebte sind immer füreinander geschaffen.
Es war sehr schön mit dir.
Und ich werde diesen Urlaub nie vergessen.
Geh jetzt.
Weißt du was, Helmut?
Lass uns heimfahren.
Was machen wir denn mit den Sachen vom Papa?
Die holt er sich schon, keine Angst.
Woher weiß er, dass wir in diesem Hotel sind?
Das sagt ihm der Bauer.
Ferdl, ich habe noch etwas für dich.
Was ist das? - Eine Überraschung.
Danke, Traudl.
Meinst du nicht, ihr hättet euch noch einmal aussprechen sollen?
Du bist gut, hier in deiner Alm-Idylle.
Du bist Schuld. Hättest du mir nicht diesen idyllischen Platz gezeigt!
So kann man es auch sehen.
Blödsinn. Ich danke dir, Traudl.
Ist ja gut.
Guten Tag, Fändler ist mein Name,.
Meine Frau und mein Sohn sind schon hier.
Sie sind im Hallenbad, soll ich Ihnen ausrichten.
Vielen Dank.
Entschuldigen Sie, die Beschädigungen damals im Zimmer 425, -
- die setze ich mit auf die Rechnung.
Jaja, natürlich.
Jodelmusik
"Bleibst bei mir."
Jodelmusik
"Bleibst bei mir." "Bleibst bei mir."
"Bleibst bei mir." "Bleibst bei mir."
Wo ist jetzt mein Schlüssel?
Helmut, lass uns hinterher fahren.
Ich brauche jetzt Sonne, Sand und Meer.
Untertitelung: BR 2007
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