All language subtitles for Die.Jungfrau.mit.der.scharfen.Klinge.1969.German.DVDRip.Retail

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Original subtitles

DIE JUNGFRAU MIT DER SCHARFEN KLINGE ~ Uncut ~ ca. 78:01 Min. ~ PAL ~

Gott hat mich bestraft. Ich bin erblindet.

Wir sind auch blind. Was nun?

Nein! Heilige Luzia. Du hast dich erbarmt! Ich kann wieder sehen!

Sprich lauter! Ich verstehe nichts!

Komm, sag mir, was du siehst! - Nun red schon!

Siehst du ihre Höschen? - Was heißt hier Höschen?

Ich sehe etwas ganz anderes. - Was denn? Die Waden?

Die Knie? Die Schenkel? Oh, mir wird ganz schummrig.

Oder den Brustansatz? - Was siehst du? Sag schon!

Sie sind nackt. Nackt, wie Gott sie erschaffen hat.

Was?

Wie gerupfte Hühner sind sie. Pudelnackt.

Da kommt ein Dreckbär. Dem werden wir die schmutzigen Gedanken schon austreiben!

Diese Abkühlung wird euch gut tun!

Runter!

Das geschieht ihm recht! - Das ist lustig!

Was meint ihr? Sollen wir die drei Fische, die wir gefangen haben, verkaufen?

Ja, gute Idee!

Au! Trampel mir doch nicht dauernd auf den Füßen rum!

Was soll ich denn machen? Ich sehe ja nichts.

Für heute habt ihr mehr als genug gesehen.

Nicht so schnell!

He! Was treibst du denn da, Zenabel? Hast du es schon nötig, auf Männerjagd zu gehen?

Was sind denn das für neumodische Sitten? - Wenn ich auf Männerjagd gehe, dann suche

ich mir schon den richtigen aus, verlass dich drauf!

Aber den gibt es sicher gar nicht!

Seht mal, wer da ins Netz gegangen ist!

Kommt her, ihr Frauen!

Du solltest dich was schämen, alte Drecksau! Wieso hast du auf einmal

das Bedürfnis zu baden?

Weil der Brunnen zu Hause versiegt ist, alte Hexe!

Was ist denn mit euch? Will niemand einen frischen Fisch zum Abendessen?

Oder für die Nacht?

Ich kauf mir meinen Fisch schon, Zenabel! - Nein! Ich hab nichts gesehen!

Ich schwöre es dir!

Marsch, nach Hause mit dir! Da wirst du was erleben!

Au, au, Großvater! Au, au, bitte nicht! Großvater!

Ihr habt ganz recht, Zenabel! Erlaubt den Männern nur nicht zu viel!

Keine Sorge, wir verteidigen schon unsere Haut. Ruhe! Ruhe! Wir werden den Männern

schon beibringen, uns den gebührenden Respekt zu erweisen!

Und wenn sie nicht wollen, müssen sie eben ohne uns auskommen.

Das fehlte noch! Und du gibst dem verrückten Weibsbild auch noch recht!

Erweise mir gefälligst den gebührenden

Respekt, sonst schlafe ich nicht wieder mit dir!

Dir werde ich den Kopf zurechtsetzen! - Und du wirst mich kennenlernen!

Also los, Kinder! Gehen wir! Los!

Lass mich durch! Hey! Platz!

Hey! Das Gesicht kenn ich doch! - Hände weg!

Hab dich nicht so, Süße. Ho, nicht schlecht!

Lass dich küssen.

Nein, nicht!

So! Nun trink!

Sieh mal da. - Wie groß du bist!

Ob das, was du in der Hose hast, wohl auch so gewachsen ist?

Zeig mal her! - Weg da! Ich zeig gar nichts.

Verschwinde!

Hier, damit ihr nicht verdurstet!

Du, komm her! - Da rein mit dir!

Du kriegst noch 'ne Sonderzulage!

Zenabel!

Hoffentlich finden wir sie.

Wo mag sie nur stecken? Sicher irgendwo in dem Gewühl hier.

Komm! Such mit! - Dieses Geschrei. Entsetzlich!

Zenabel? Zenabel, wo bist du denn?

Ja, das bist du.

Was willst du, Pancrazio?

Nein. Das sollte man doch nicht für möglich halten.

Sie hat sich wirklich in dieses grässliche Getümmel begeben. Was hat das Mädchen

nur für eine Erziehung genossen?

Komm schnell mit. Deinem Vater geht es sehr schlecht. Er liegt im Sterben.

Ach, das kenne ich. Der wird schon wieder gesund.

Dieses Mal ist es kein Theater, glaube mir! Dieses Mal geht es wirklich mit ihm dahin.

Er hat schon zwei Pfarrer holen lassen. - Zwei?

Oh, oh, was macht ihr denn mit mir, ihr Schäker?

Ja, dann muss es wohl ernst sein.

Nein, tut mir das nicht an! Nicht zu den Schweinen!

Ich bin kein Mann! Zenabel! Zenabel! Pancrazio, sag du ihnen, dass ich mir aus

Frauen nichts mache! - Ja, ich werde es den Schweinen sagen!

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Jesus, Maria und Josef, euch schenke ich mein Herz und meine Seele.

Jesus, Maria und Josef, steht mir bei im Todeskampf.

Jesus, Maria und Josef, lass meine Seele in Frieden scheiden.

In deine Hände befehle ich meinen Geist.

In dein treues Herz befehle ich mein schwaches Herz.

Es scheint, dass er schon im Paradies ist. - Ja. Ich sehe einen blonden Engel.

Ich bins Vater. Zenabel. - Du Kind, du bists. Dem Himmel sei Dank.

Bevor ich sterbe, muss ich dir ein streng gehütetes, großes Geheimnis verraten,

dass dich betrifft.

Sprich jetzt nicht, Vater. Das strengt dich an. Du wirst wieder gesund werden.

Du musst es endlich erfahren. Ich bin nicht dein Vater, mein Kind.

Willst du mir etwa damit sagen, dass Mama dich...

Erlaube mal! Sie war makellos! Eine Heilige!

Zenabel, du bist... - Ja?

Du bist eine...

Machs nicht so spannend, sonst stockt mir noch die Milch.

Du bist, du bist...!

Nur Mut, Vater. Sag mir, wer ich bin!

Es ist vielleicht besser, wenn du es nie erfährst.

Jesus, Maria und Josef, steh uns bei im Todeskampfe. Jesus, Maria und Josef...

Ja, von hoher Geburt. Du bist eine edle Fürstin.

Zenabel, du bist die Tochter des Fürsten und der Fürstin von Vallestretta.

Ein niederträchtiger spanischer Baron hatte eine Verschwörung gegen euch

angezettelt. Und unglücklicherweise war dein Vater als der schlechteste Fechter

von ganz Europa bekannt. Deine Amme konnte mit dir und deinem Zwillingsbruder fliehen.

Ihr lagt noch in den Windeln. Die Vorsehung wollte, dass sich unsere

Wege kreuzten, da ich gerade dort auf die 7:27-Uhr-Kutsche wartete.

Es entbrannt ein edler Wettstreit zwischen uns, wer von uns beiden die Verantwortung

für euch übernehmen und euch retten sollte. Schließlich konnte ich sie überreden,

wenigstens dich mir anzuvertrauen. Und seither habe ich dich wie eine Tochter

gehalten. Jetzt ist mein Gewissen beruhigt und ich kann in Frieden sterben.

Er ist tot. - Amen.

Endlich! Bedienen wir uns! Wir haben lange genug gewartet!

Die Pest soll euch holen! Schamloses Pack! Ihr gemeinen Räuber!

Einen armen Toten zu bestehlen! Macht, dass ihr hier raus kommt!

Ach, immer der selbe Dreh! - Das ist Betrug. Wenn man gestorben ist,

ist man gestorben! - Haut ab, ihr Leichenfledderer!

Lasst euch ja nicht mehr hier blicken!

Du hast wieder einmal alle zum Narren gehalten.

Auch das mit meiner Abstammung ist ein Scherz.

Diesmal war ich wirklich davon überzeugt, dass ich abkratze. Und was ich dir gesagt

habe, ist wahr. Ich schwöre es dir.

Nimm dieses Siegel. Es ist der Beweis, dass du die wahre Fürstin von

Vallestretta bist. Es berechtigt dich, von jedem Raub hier in der Gegend

ein Zehntel zu kassieren. - Darauf lege ich keinen Wert.

Gewalt habe ich immer verabscheut, und ich strebe weder nach Ehre

noch nach Reichtum.

Ich, Zenabel, Tochter des Fürsten von Vallestretta, werde in meinem Fürstentum

ein hohes Ziel verwirklichen. Die Befreiung der Frau aus der Gewalt des

Mannes und ihre absolute Unabhängigkeit. In Vallestretta werden ab jetzt die Frauen

und nicht mehr die Männer regieren. Die Männer müssen sich den Frauen fügen

und sich ihren Wünschen beugen. Und das wird von an jetzt an unser Motto sein.

Entweder so wie wir wollen oder ohne uns! Jawohl! Klar?

Entweder so wie wir wollen oder ohne uns!

Habt Erbarmen! Hilfe! Hilfe!

Halt stehenbleiben!

Das ist mal eine Beute nach meinem Geschmack!

Wovor fürchtest du dich denn?

Wir wollen doch nur unsere Pflicht als gute Soldaten tun!

Und wir werden uns nicht streiten! - Ja. Einer nach dem anderen!

Hilfe! Hilfe!

Ich habe sie! Ich komm als erster dran.

Ich bin zweiter! - Ihr Schufte! Ich bin noch Jungfrau!

Na umso besser! - Ich bin für den Baron reserviert.

Wir werden dich besser bedienen als der Baron, mein Schatz!

Nicht so zimperlich, mein Schatz! Zeig mal her!

Lasst mich los! Nein!

So wie der Baron können wir das schon lange!

Euch werden wir die Lust austreiben! Einer Frau Gewalt anzutun! Los, Mädchen!

Geiler Bock! - Verfluchter Lustmolch!

Na warte!

Hurra! Na seht ihr, der einzige Unterschied zwischen Männern und Frauen

besteht darin, dass sie Hosen tragen.

Für dich vielleicht! Aber ich kenne noch einen anderen!

So, so?

Meint ihr, dass diese Hosen groß genug für mich sind?

Meine edle Retterin. Wie kann ich euch nur danken?

Du brauchst mir nicht zu danken. Aber komm mit uns und sei eine Frau,

die ihre Rechte kennt und verteidigt.

Hilfe! Hilfe!

Unsere Falle. Wir haben sie nicht umsonst gelegt! Schnell, komm!

Verfluchte Sauerei! Das Blut steigt mir zu Kopf!

Versuchen wir es doch mit Fassung zu tragen.

Du hat gut reden! Mir platzt gleich der Schädel!

Meinst du, mir geht es nicht genauso? Aber ich bewahre Fassung.

Offen gestanden, habe ich gehofft, dass ich hier einen besseren Fang mache.

Oh, mein Kopf. Oh!

Wieso seid ihr hier? Was sucht ihr da? - Habt Erbarmen! Lasst Gnade walten!

Was habt ihr davon wenn ihr zwei elende Lumpen wie uns tötet, edler Herr?

Was heißt hier Herr?

Zenabel! Wieso trägst du Männerkleidung? Was wird dein Vater dazu sagen?

Ah, jetzt wird mir klar, warum ihr hergekommen seid!

Mein Vater hat euch geschickt, damit ihr mir hinterher spioniert, stimmts?

Nein, nicht doch.

Er hat uns mit Fußtritten aus dem Haus gejagt.

Und warum hat er das getan? - Ich habe keine Ahnung.

Och, oder wer weiß. Vielleicht wegen einer kleinen Meinungsverschiedenheit.

Wir haben uns mit ein bisschen Silber zufrieden gegeben. Irgendwie mussten wir

uns ja schadlos halten für zwei Jahre Arbeit. Der erbärmliche Filz

war uns seit zwei Jahren den Lohn schuldig. Stimmts?

Ja.

Ein bisschen Zinsen muss es ja auch abwerfen.

Und jetzt werden wir mit dir kommen. - Ihr? Nein! Keine Männer!

Das kann euch doch in unserem Falle nicht stören, Zenabel. Wir beide werden uns,

was den Sex angeht, völlig genügen oder verzichten ganz darauf, stimmts, Pancrazio?

Ja, warum nicht? Um ehrlich zu sein, ich bin zu jedem Opfer bereit,

um bei euch zu bleiben und euch zu helfen. Möge es noch so groß sein.

Vorwärts mit euch! Nieder, wer gegen euch ist!

Gut, ihr könnt bleiben. Aber du darfst eins nicht vergessen!

Für euch sind wir Männer! - Nur Männer!

Wäre es nicht vielleicht weniger verwirrend, wenn wir sagen würden,

wir alle, alle miteinander sind Frauen? - Pancrazio, Pancrazio! Bleibst du bei uns?

Weib, was habe ich mit dir zu schaffen! Wir haben einen Schwur abgelegt!

Was ist denn? Gefällt dir diese Mode nicht?

Einen Spiegel.

Hier.

Wo hast du das hin? Toll! Wo hast du das nur gelernt?

Noch ein bisschen tiefer. Ja, so ist es schön.

Nicht, das kitzelt!

Oh ja!

Oh, vorsicht, du tust mir weh!

Da. Da hat es weh getan. - Von wegen, alle gleich.

Du bist ein Künstler. Gefällts dir auch?

- Du kannst doch nicht halb nackt hier rum laufen! Pfui, schäm dich!

Es ist so wahnsinnig heiß! Ich wollte mich nur etwas abkühlen.

Der Schimmel ist das Lieblingspferd des Barons. Aber wie bringen wir ihn da raus?

Wenn es ein Hengst ist, wird das kein Problem sein.

Jetzt bist du enttäuscht?

Bindet die Pferde an. Und ihr sammelt Holz! Ein paar tränken die Pferde.

Dann macht ein Feuer! Na kommt, beeilt euch!

Wir wollen nicht erst in der Nacht was zu essen haben.

Du wirst doch nicht müde sein?

Von zu Hause weg, weil dein Mann dich zu sehr strapaziert hat?

Nein, weil er andere strapaziert hat.

Hat es dein Mann auch mit allen getrieben? - Nein, er hat es mit gar keiner getrieben.

Das ist noch schlimmer.

Und warum hast du deinen Mann verlassen, Lisa?

Weil er scharf auf Jungen ist, und dafür habe ich wenig Verständnis.

Kann ich mir denken.

Du? Warum bist du von zu Hause abgehauen? - Weils mein Alter immer zu dritt treiben

wollte. Als ich einen jungen Mann mit nach Hause gebracht habe,

hat er mich rausgeschmissen. Nun versteh einer die Männer!

Na das ist doch ganz klar! Dein Mann hat gedacht, dass du noch

ein hübsches Mädchen ins Bett legst. - Der alte Bock hat ja nicht mal mich

geschafft. Was will denn der mit einer zweiten?

Kennst du den Schützen, der immer in die selbe Scheibe schießt?

Das versteh ich schon, aber mein Alter hatte ja immer Ladehemmung.

Vielleicht hat er seine Munition woanders verschossen.

Sie liebt mich, sie liebt mich nicht, sie liebt mich, sie liebt mich nicht,

liebt mich, liebt mich nicht, liebt mich, liebt mich nicht...

Ach, nun hör schon auf! Was soll der Quatsch? Ich höre dir sowieso nicht zu.

Hast du gesehen, wie der Alte da drüben glotzt?

Der Kerl kann schauen so lange er will, aber ich will nichts von ihm!

Erzähl doch nichts! Du bist doch scharf auf jeden!

Liebt mich, liebt mich nicht,

liebt mich, liebt mich nicht...

Jetzt halte aber deinen vorlauten Schnabel.

Hast du denn völlig vergessen, was wir versprochen haben? Frechheit!

Das hätte ich wirklich nicht von dir gedacht.

Das sieht ja aus wie eine Nachricht. - Lass mal sehen.

Das könnte ja etwas Persönliches sein.

An Baron Alonso Vallestretta. Wir kommen wie geplant durch die

Teufelsschlucht mit schweren Geheimwaffen. Heute um Mitternacht werden wir

den Auftrag ausführen. Kapitän Gramatto, von der spanischen Garde.

Wieso denn Geheimwaffen? Es ist doch ein Toter.

Hast du noch nie was vom Trojanischen Pferd gehört?

Dann greifen wir doch an!

Lassen wir sie erst näher rankommen.

So ein Pech! Es müssen zwei Brieftauben gekommen sein!

Vorwärts!

Umzingelt sie!

Ich danke dir für die Botschaft.

Halt, Lea! Misch dich nicht ein. Sollen sie sich doch gegenseitig

umbringen, die Idioten! Dann kommen wir und ernten die Früchte.

Na, vorwärts! Beweg dich! Lauf um dein Leben!

Diese Geheimwaffe könnte der Baron jetzt bringen!

Hey! Hiergeblieben! Damit kannst du keinen Blumentopf gewinnen!

Was meint ihr wohl, was da drin ist?

So, jetzt hast du, was du wolltest.

Dafür haben wir nur unser Leben aufs Spiel gesetzt.

Was sollen wir denn mit einem Toten anfangen?

Wenn man in meinem Dorf von einem Schatz redet, sagt man: der Tote.

Vermutlich ist auch hier ein Schatz drin.

Na, hoffen wir es. Dein Wort in Gottes Ohr!

Und wenn da nur ein echter Toter drin ist?

Keine Bewegung! Werft die Waffen weg! Auf der Stelle!

Nun mal langsam. - Her damit!

Ihr seid wohl verrückt geworden!

Und jetzt dreh dich um!

Sieh da, sieh da! Ein Haufen Hühner und zwei Kapaunen.

Na warte! So! Jetzt!

Besser als was anderes, Saza.

Der Bart, der wächst ja wieder nach. - Halt! Keinen Schritt weiter!

Bleib stehen, sonst knallts! - Ja, schieß nur! Drück ab!

Ich habe den Tod verdient!

Nein! Tu es nicht! Bitte verschon den Herrn.

Ich kenne ihn. Es ist Gennaro, er ist ein Bandit, aber auch er

kämpft gegen den Baron.

Wenn dir mein Gesicht nicht gefällt, wie wärs dann damit?

Mit dem hab ich bei Frauen immer sehr viel Erfolg.

Ruhig! - Na, was ist?

Verfluchtes Weibsbild! Du hast wirklich geschossen!

Wenn ich dich erwische, dreh ich dir den Hals um!

Er rührt sich nicht.

Tun wir 'ne Ladung Pulver drunter und sprengen ihn in die Luft.

Soll er zur Hölle fahren, der verdammte Sarg!

Wenn jemand zur Hölle fährt, dann seid ihr es!

Ein Wunder! - Unglaublich!

Eine Geheimwaffe, die spricht! - Legt los! Flugs!

Dass ich euch erschreckt habe, mögt ihr mir nicht verdenken,

denn einem Verstorbenen muss man Nachsicht schenken.

Prost Mahlzeit.

Ein Poet hat uns gerade noch gefehlt.

Der Fantast, so werde ich genannt. Bin als Erfinder bekannt im ganzen Land.

Und der schnöde Baron, ihr dürft es mir glauben,

hatte vor, mir meine größte Erfindung zu rauben.

Und wer seid ihr?

Wir sind eine Bande von hoffnungslosen Taugenichtsen,

die zwar nirgends Geld erwischen, aber viele Hühner und 'ne Menge Tauben.

Missachte die Tauben nicht, mein Sohn! Denn ihre Botschaft bringt reichen Lohn.

Davon war ich auch überzeugt. Aber bei uns wars leider nicht der Fall.

Hoffen wir, dass wir anderswo Glück haben. Also mach's gut.

Hey du! Wo läufst du denn hin, du unverschämter Kerl?

Warte nur, du gemeiner, mieser Hühnerdieb! Dir werd ich eine Lektion erteilen,

die sich gewaschen hat!

Ach, nimm doch den Mund nicht so voll!

Wohl kaum. Aber ich sage dir, eines Tages wird einer kommen, der dir eine Lektion

erteilt, dass dir Hören und Sehen vergeht. Leb wohl.

Niemals, du Dummkopf! Das sei ja gelacht!

Ja, du hast recht. Er ist wirklich ein Dummkopf.

Tauben sind die Waffen der Zukunft und nicht nur da, um gebraten und

gegessen zu werden.

Gebratene Tauben. Carmelita!

Der Sergeant ist total besoffen.

Seine Frau sitzt alleine zu Hause.

Ja, der soll ruhig bis zum Morgen weitersaufen.

Wir werden seine Frau schon trösten. - Genau!

Das nenn ich Pech, Carmelita. Ich glaube, heute Abend trinken wir gratis.

Die Spezialität unseres Hauses.

Wenn euch jemand fragt, was ihr hier wollt, dann sagt, ihr wart in Not und

arbeitet hier für Unterkunft und fürs Essen. Hier werden alle Fremden

genauestens kontrolliert. Und merke dir: Der Kapitano ist der wichtigste Mann.

Nur er gibt Passierscheine für den Grenzübertritt ins Fürstentum aus.

Wieso ist das denn alles so kompliziert? Ich muss jedenfalls unbedingt...

Das wird nicht einfach sein. Der Baron hat befohlen, dass niemand ins Fürstentum

hinein darf, weil jetzt die alljährliche Treibjagd auf die Jungfrauen beginnt.

Na hör mal. Mich würde er doch vielleicht rein lassen, wo ich doch so erfahren

in der Jungfernjagd bin. Außerdem ist das eine Sache,

die mir ausgesprochen Freude bereitet.

Ich hör wohl nicht recht! Untersteh dich, sonst bring ich dich um!

Du bist ein richtiger Schandfleck!

Schluss jetzt! Seid vernünftig! Anstatt zu streiten, macht euch lieber

an den Kapitano ran, bevor er völlig betrunken ist.

Er ist nämlich nüchtern schon schwierig genug.

Es muss sein. Nur Mut. Also ran an den Feind!

Kapitano! Wie wärs mit einem Schluck Wein?

Hey, was ist denn mit dir los?

Hey, Kapitano! - Verschwinde!

Wie kann man nur so dumm sein, Süße?

Du warst an der falschen Adresse.

Der Kapitano hat die Nase voll von Frauen. Aber ich würde sehr, sehr lieb zu dir sein.

Dass ich jemand gefunden habe, der nett zu mir ist.

Warum ist denn der Kapitano so? - Der Kapitano? Der war so blöd und hat

ein leichtfertiges Weibsbild geheiratet, und kurz danach ist sie ihm durchgegangen.

Mit einem gewissen Rafaello aus Sienna. Und seitdem kann keiner mehr mit ihm

auskommen. Und da bleibt dieser Idiot hier hocken. Ich an seiner Stelle wär längst

hinter ihnen her und hätte sie beide kalt gemacht.

He, pass doch auf, du Rindvieh! Ich habe mir erst voriges Jahr die Haare gewaschen!

Warum sucht der Kapitano diesen Rafaello nicht?

Der Baron macht ihn doch einen Kopf kürzer, wenn er seinen Posten verlässt.

Willst du noch mehr Wein? Warte, ich bring dir welchen!

Du! Bist du nicht aus Sienna? - Natürlich! - Wer? Ich? - Ja!

Ja, richtig, er ist aus Sienna!

Er ist aus Sienna!

Beruhige dich doch, mein Kind! Nicht weinen!

Sienna! - Sienna?

Dieser gemeine Hund hat die arme Kleine auf dem Gewissen.

Er hat sie geraubt. Er hat die Ärmste zu seiner Geliebten gemacht, und als sie dann

Zwillingen das Leben geschenkt hat, hat er sie sitzen lassen.

Ohne einen Heller! Die armen Zwillinge sind tot! Elend verhungert!

Ein Mann aus Sienna. Das war er. - Etwa so ein großer? - Ja.

Mit einer breiten Nase? - Ganz breit.

Hatte er ein graues Auge? - Grau!

Und das andere ist braun? - Ja, braun.

Und heißt der Bursche etwa Rafaello? - Rafaello!

Er ist sicher ins Fürstentum geflohen! - Sicher!

Ich gebe euch einen Passierschein! - Dann werden wir uns rächen!

Jawohl! Und eure Rache wird auch meine sein!

Ja, genau!

Rein mit dir! Viel Abwechslung haben wir ja sowieso nicht!

Vom ersten bis 15. September Jungfrauenjagd.

Veranstaltet von Baron von Moira.

Auf Befehl des Barons beginnen wir jetzt mit der Vorführung der Jungfrauen, die

dieses Jahr als Freiwild für tauglich befunden wurden.

Kind, mein Kind!

Weg! Los!

Vorwärts! Weiter!

Im Gleichschritt Marsch.

Eins, zwei, eins, zwei, eins, zwei, eins, zwei...

Wo bringt ihr sie denn hin? Gehen sie zu einem Lustfest?

Ja! - Nur, dass wir der Lust geopfert werden.

Meine Francesca! Mein Engel!

Los, rauf mit euch! Der Baron wartet.

Constantina Locaccio, 16 Jahre alt, zur Belustigung unseres Herrn geeignet.

Halt, draußen bleiben!

Eins musst du mir versprechen! - Was denn, Mama?

Dass du keinen Spaß daran hast!

Emilia Esposito, Alter: 17 Jahre, zur Belustigung unseres Herrn geeignet.

Hier bin ich, gnädiger Herr. - Was? Das ist ein Jungfrauenfest,

was der Baron veranstaltet, aber kein Hexensabbat.

Wo ist die Jungfrau?

Ich möchte Emilia vertreten, weil sie krank geworden ist.

Wachen! Verhaftet dieses Weib! 30 Jahre Kerker!

Dann bin ich ja alt, wenn ich rauskomme!

Keine Sorge, bis dahin fressen dich die Würmer.

Nein, Wachen, lasst sie frei! Ich bin Emilia!

Was will die hier? Die kenn ich nicht! - Ich bitte euch, gnädiger Herr, habt

Mitleid. Sie ist alt und nicht mehr ganz richtig im Kopf

und auch ein bisschen mannstoll.

Wachen! Nehmt das Mädchen und schickt die Alte weg!

Wir sind aus dem Schneider! - Lass mich los! Ich gehe allein!

Aber du bist doch gar nicht Emilia. - Jede muss selbst wissen, was sie tut.

Also dann los!

Sei tapfer, mein Kind. Der liebe Gott möge dich beschützen.

Weswegen lachst du? Hat deine Tochter nicht mehr die Unschuld?

Sie ist die Unschuld in Person. Aber bei ihr stimmt was nicht ganz da unten.

Sie ist mit einer kleinen Überraschung geboren.

Er fällt in Ohnmacht!

Hiermit eröffne ich die Jagd!

Baron? - Don Carlos?

Ich hoffe, dass ihr etwas findet, was eurem verwöhnten Geschmack entspricht.

Das, teurer Don Carlos, ist eine vollkommen neue, reizvolle Variante der Jagd.

Davon bin ich überzeugt, lieber Baron.

Ich kann es kaum noch erwarten. Man ist zwar als Spanier an Vergnügungen

aller Art gewöhnt, aber für etwas neues bin ich immer empfänglich.

Nur eine kleine Abwechslung. Sonst kommt man ja bei dem Landleben

hier vor Langeweile um.

Hier. - Danke.

Der Wein kühlt ein bisschen das Jagdfieber.

Wollen wir uns diese Rehe einmal näher ansehen? Mir scheint,

dass das ein guter Jahrgang ist. Sucht euch eine aus.

Gerne, aber nach euch, lieber Baron.

Der Baron ist wählerisch. Er will das richtige Format.

Don Carlos! Jetzt Ihr!

Bravo, Don Carlos! Ihr seid ein Kenner! Das hat eure Wahl bewiesen.

Sie ist bereits ein voll erblühtes Weib.

Na ja, eine hat ein bisschen zu viel und die andere hat ein bisschen zu wenig,

aber er bekommt noch seine Überraschung.

Also meine Herren. Trefft eure Wahl! - Meine Mutter meint, dass ich noch zu

unterentwickelt bin. - Ehrlich gesagt, das finde ich nicht.

Hört auf. Lasst mich bitte.

Dreh dich, komm. - Oh nicht.

Zeig mal was du hast.

Hört auf, mich so zu betatschen!

Ach komm, stell dich nicht so an. Wir kaufen doch nicht die Katze im Sack.

Lasst das. Ihr tut mir weh. - Nun hab dich nicht so.

Ich will doch sehen, was du zu bieten hast. - Nein.

Ganz schön griffig, deine Haut.

Zeig doch mal! Stell dich nicht so an! Komm!

Na los, dreh dich.

Nein, lasst mich.

Voller Hintern!

Lasst eure Hunde an den Tüchern Witterung aufnehmen,

dass sie euch bei der Jagd helfen.

Tu mir den Gefallen und lauf bloß nicht so schnell.

Ich bin sicher, es wird euch nicht allzu schwerfallen, eine Beute zu fangen.

Aber falls bei jemandem die Beine schwächer sein sollten als etwas anderes,

und er zu kurz geraten ist, für den habe ich einen Spezialtrunk brauen lassen,

der ihn schneller zum Ziel führt. Und dann gibt es noch einen anderen Trunk

für die Jungfrauen. Zwar ermüdend, aber nicht so, dass sie den Kampf aufgeben.

So das hätten wir. Jetzt werdet ihr Ausdauer beim Laufen haben und

die Mädchen werden schwach.

Und genau im richtigen Moment! Genau im richtigen Moment!

Jetzt müssen wir noch so ein Zeug trinken. - Das ist für die Jungfrauen,

und das ist für die Herren. - Auf die Jungfrauen!

Auf die Jungfrauen!

Auf die Jungfrauen!

Na dann, wohl bekomms!

Ich spüre es schon!

Auf euch alle!

Das Zeug brauche ich nicht!

Die Jagd beginnt! Rauf auf die Pferde! Möge der Trank euch Kraft geben für das,

was ihr zu vollbringen habt!

Also, hopp, hopp, Mädchen!

Haltet die Hunde! Nicht so stürmisch!

Los! Hinterher!

Schnell!

Ihnen nach! Wo sind sie?

- Hier laufen sie! Schnell! Hier runter! Los!

Los, Leute! Hier runter!

Hey, los! Hier rüber!

Na warte! Gleich hab ich dich!

Ja, lauf schön!

Nein, nein.

Weg da! Verschwinde!

Nein, geh doch weg! Weg!

Eines Tages wird dein Mann mir dafür dankbar sein!

Hey, Mädchen bleib stehen! - Na warte! Warte, ich krieg dich schon!

Versucht es doch, ob ihr mich erwischt!

Du kannst laufen so schnell du willst, aber ich hab dich schon!

Ach, komm! Zier dich nicht so. Du wirst sehen, es wird dir Spaß mit mir machen.

Aha! Jetzt hab ich dich! - Nein! Lass mich los! Hört auf!

Runter mit dem Fetzen!

Na los jetzt.

Oh je!

Don Carlos? - Ja?

Wenn ihr mich fangt, dann erlebt ihr eine Überraschung!

Ich lege auf Überraschungen keinen Wert. Ich mache lieber die übliche Tour. Komm.

Das macht dir doch Spaß! Und du willst mir erzählen, dass du noch Jungfrau bist?

Das glaub ich dir nie! Komm, dreh dich!

So ist es schön.

Ist das schön. - Ja.

Oh ja, ja.

Hast du herrliche Brüste!

Nun warte doch! Lauf nicht weg! - Ihr müsst mich schon fangen!

Ja, nun macht schon! Wie lange soll ich denn hier noch rumrennen?

Ist das schön mit dir.

Hier war sie, euer Graf! - Spür sie auf, aber schnell!

Es wird Zeit, dass ich endlich zum Schuss komme!

Sie muss hier irgendwo sein, euer Gnaden.

Was willst du von mir? Genügt es dir nicht, dass du

mir meine Rechte geraubt hast?

Was hättest du für Rechte, du Bauernmagd?

Irrtum! Ich bin keine Bauernmagd.

Mein Blut ist weitaus edler als deines. Ich bin die rechtmäßige Tochter des

Fürsten von Vallestretta. - Was? Schon wieder jemand, der mir meinen

Thron streitig machen will!

Wer wagt es noch, Anspruch auf den Thron zu erheben?

Jemand, der mich betrügen will und den ich hängen lasse!

Du meinst, ich sei eine Betrügerin. Und was ist das hier?

Ich bin dir großen Dank schuldig.

Für das Staatssiegel und für deinen Tod!

Du bist der dümmste Baron, der mir je begegnet ist.

Auge um Auge, Zahn um...

Aber Glück hast du, das muss man sagen.

Nach der wilden Jagd hast du schon ein Bad nötig,

wenn du den Männern noch gefallen willst.

Hier. - Danke.

Wacht auf. Ein Edelmann kann doch eine Frau nicht so enttäuschen!

Ach, nein. Lass mich schlafen.

So wie ich mich fühle, kannst du höchstens Weihnachten was von mir erwarten.

Ist das wahr? Bist du noch Jungfrau, Mädchen?

Jungfrau? Wo denn, Herr?

Nicht so schnell, ich kann nicht mehr.

Was ist mir der Überraschung?

Der Trank hat gewirkt. - Ja, er hat Wunder gewirkt!

Wir sind in allerbester Form und bei den Männern regt sich nichts.

Freut euch, Kinder. Das hier sind die einzigen Blumen,

die heute gepflückt worden sind.

Jetzt will ich es wissen. - Endlich!

Na? Was ist mit der Überraschung? - Na, gefällt dir das?

Sehr überrascht, was?

Ist alles in Ordnung, Mädchen?

Und hat keine von euch dran glauben müssen?

Nein, leider nicht.

Lebt wohl! Sagt unseren Müttern, dass wir zu der Jungfrauenarmee von Zenabel gehen.

Ein ordentlicher Schuss Salamanderöl? - Wir sind sehr in Sorge um Zenabel, Nina.

Ein Stich Lurchenfett,

und jetzt fügen wir noch eine kleine Prise Pfeffer hinzu.

Ich habe einen sehr empfindlichen Magen. Pfeffer vertrage ich nicht.

Aber es muss etwas Pfeffer hinein. - Eins sag ich dir, wenn mir nicht

schmeckt, werf ich dich selbst in den Topf!

Zenabel kommt nicht zurück und ihr habt nur das Essen im Kopf.

Da bin ich wieder! Ich habe Verstärkung mitgebracht!

Zenabel!

Zenabel! Zenabel! Zenabel! Endlich!

Aber jetzt dürfen wir keine Zeit mehr verlieren. Wir müssen verschwinden,

bevor der Baron hier auftaucht und sein Wild sucht.

Hat eine von euch eine Idee, wo wir uns verstecken könnten?

In den Bergen! Gehen wir zu den Rebellen! - Ja, Rebellen! Auf gehts! Zu den Rebellen!

Wo wollt ihr denn hin?

Wollt ihr uns etwa aufhalten?

Wir kommen in die Berge, um Schutz zu suchen.

Vielleicht sogar bei den Rebellen.

Wir stellen nur eine Forderung. Und zwar gleiches Recht für alle.

Und das hier ist meine Armee.

Wenn das eine Armee ist, dann bin ich der Scheich von Arabien.

Ihr seid Schwachköpfe! Bringt uns zu eurem Anführer.

Das wollen wir gerne tun. Ihr werdet bestimmt sehr liebevoll empfangen,

aber beklagt euch dann auch bitte nicht.

Seht mal, was wir euch bringen! Eine Armee zu unserer Unterstützung!

Eine Armee von Jungfrauen.

Das soll eine Armee sein? Seht euch das an!

Zum Gott erbarmen, das Häufchen Elend! Trösten wir doch die armen Soldaten!

Wo ist denn nun dieser berühmte Rebell?

Da drüben liegt er, Herrin!

Er schläft gerade. Ein umwerfender Mann, nicht? Zum Verlieben!

Die sind noch ausgehungerter als wir.

Du bist es schon wieder.

Gennaro, besser als "Der Rebell" bekannt. Stehe dir zu Diensten.

Rebell? Bandit! Verbrecher!

Wie zum Teufel machst du denn Revolution? Im Schlaf?

Ich werde schon dafür sorgen, dass du dich wie ein richtiger Mann benimmst.

Das wünschte ich mir auch.

Wenn wir beide uns zusammen tun, können wir den Baron stürzen

und aus dem Fürstentum vertreiben.

Mag sein. Weiber und Narren sagen oft die Wahrheit.

Ich würde auf den Vorschlag eingehen. Mit meiner Zauberkraft wird die Welt in

ihren Fugen erzittern vor den Flügeln der Freiheit.

Lassen wir die Rebellen schlafen und führen inzwischen unseren Kampf alleine weiter.

Und fünf. Wer ist der nächste? - Vorwärts! Beweg dich.

Verschwinde! - Jetzt ihr!

Das ist alles, was wir haben. - Was? Nur zwei? Und wo ist das Übrige?

Ich war krank. Habt Erbarmen! - Beide einsperren. Sofort!

In den Kerker mit ihnen. Bei Wasser und Brot.

Was ist denn mit den Pferden los?

Das ganze Geld ist weg. - Das gibt's doch nicht!

Da, da ist eine Frau! Sie hat es geraubt!

Da runter! Kommt! Mir nach!

Der erste Schritt ist geglückt! Hier ist das Geld!

Hurra!

Haben die anderen die Position bezogen? - Ja, Zenabel, sie stehen bereit und

warten nur noch auf dich. - Während die Spanier uns hier im Wald

suchen, räumen wir das Waffenlager aus! Folgt mir und habt keine Angst!

Der Sieg ist uns gewiss!

Weg da!

Sekunde mal.

Was geht dich das an?

Wie habe ich das gemacht?

Alles erledigt!

Wie könnt ihr nur so lustig sein? Denkt doch nur an den armen, verzweifelten Baron!

Der Wein ist gut. Eigentlich müssten wir ihm dankbar sein. Ich gäb was drum,

wenn ich ein Mäuschen sei und sehen könnte, was der Baron in diesem Augenblick macht.

Der würde sich vor Wut sicher am liebsten in den Hintern beißen.

Ganz bestimmt!

Die Minister und zwei Gesandte aus Spanien warten im Vorzimmer.

Und wenn schon! Ich habe andere Sorgen. Diese kleine Teufelin!

Die überlistet mich doch immer und immer wieder.

Das ganze Jungfrauenfest hat sie mir verdorben.

Für die spanischen Gesandten hab ich heute keine Zeit.

Gut.

Hab ein kleines bisschen Geduld. Ab und zu will ein Soldat auch mal

wieder wie eine Frau aussehen. Und das geht nicht so schnell.

Wie schön du bist, Zenabel.

Zenabel! Zenabel!

Wo bleibst du denn? Wir warten auf dich.

Nein, nicht antworten. Bleib bei mir.

Ich muss aber gehen. Es ist mein Fest.

Zenabel! - Hier bin ich!

Ach so, da steckst du. - Viel Vergnügen auf deinem Fest.

War irgendetwas, Zenabel? - Nein. Was soll schon gewesen sein?

Gehen wir.

Ja, gleich.

Ich tanze nicht! Ich bin dienstlich hier!

Ich kann doch gar nicht tanzen. Wirklich nicht!

Ach was! Das bringen wir dir schon bei! Nur Mut!

Pancrazio, das muss ja toll gewesen sein!

30 schwer bewaffnete Wachen mit der linken Hand erledigt.

Ich muss allerdings zugeben, dass

mir nicht allein der Verdienst zukommt, den heldenhaften Kampf zu einem

siegreichen Ende geführt zu haben.

Nein, nein! Jedem das, was ihm zusteht!

Ehre wem Ehre gebührt! Ich möchte auch nicht versäumen, diejenigen zu erwähnen,

die die Pferde gehalten haben, während ich erbarmungslos, Schulter an Schulter

mit Zenabel kämpfend, den Feind zu Boden warf.

Weißt du bestimmt, dass außer uns beiden niemand dort gewesen ist?

Nein, das wohl nicht. Das gebe ich zu. Ich will nicht behaupten, dass ich allein

diese Schlacht geschlagen habe, aber eins steht fest: Die Wachen des Barons

haben meine ungeheure Kraft gespürt! Die hab ich so zusammengeschlagen,

dass sie in keinen Stiefel mehr hinein passen! Und wenn ihnen das nicht

gereicht hat, von mir aus können sie noch einmal so eine Kostprobe bekommen.

Hey! Vergiss den Schwur nicht, Pancrazio! Und jetzt erhebt eure Becher!

Trinken wir auf unseren Sieg und auf unseren General!

Danke, Saza! Es freut mich, dass wenigstens du den Erfolg unsere Strategie anerkennst.

Und jetzt amüsiert euch!

Los, Lea. Tanz! Nun mach schon! - Och, lass mich.

Er verliert seine Hose!

Lass dir ja nicht mehr einfallen, mich zu verlassen. Olé!

Was ist, Gennaro? Willst du nicht mit uns trinken?

Stoß an!

Nein, danke. Gennaro trinkt nur, wenn er Durst hat.

Und nur das, was ihm schmeckt.

Wie kann ein Mann wie du damit zufrieden sein, nur die zweite Geige zu spielen?

Tja, ehrlich gesagt, hab ich mich auch schon gefragt, ob das so sein muss.

Aber eines Tages... - Warum nicht schon diese Nacht?

Diese Nacht hab ich was viel besseres vor.

Was tun die beiden denn jetzt?

Das, was zwei Hähne immer tun, wenn sie in einem Hühnerstall sind.

Hilfe! Hilfe! Etwas furchtbares ist passiert! Helft uns!

Was ist denn? - Was ist geschehen?

Der Baron hat die Väter der Mädchen, die bei dir sind, in den Kerker gesperrt.

Wenn ihr euch nicht ergebt, lässt er sie vor Morgengrauen hängen.

Das wird er nicht tun!

Warte doch, Zenabel! Ich komme mit! Zenabel, so warte doch!

Das ist ein Geschäft für Männer!

Na, was meinst du? - Ich weiß nicht.

Machen wir Schluss.

Weißt du, wo Zenabel ist? - Du meinst, deine Schwester.

Meine Schwester?

Sie ist dabei, eine Wahnsinnstat zu begehen, denn sie hat

gesehen, dass sie du dasselbe Siegel um den Hals trägst, das sie auch besitzt.

Sagt dir das genug, Fürst? - Saza!

Sie alle haben an mich geglaubt. Sie sind mir gefolgt und haben ihr Leben

für mich aufs Spiel gesetzt. Für mich, die ich beinahe meinen Schwur gebrochen hätte.

Und für wen? Für meinen Bruder!

Dieser Mörder!

Den Weg durch diesen Wald kennen nur wenige.

So komm ich von hinten her ans Schloss.

Da stehen keine Wachen und es ist ein leichtes, in den Hof einzudringen.

Na bitte! Was hab ich gesagt! Und jetzt weiter, weiter zum Haupttor

und die Wachen überrumpeln und dann in die Privatgemächer.

Ich erledige alle durch einen Überraschungsangriff.

Oh, verflucht!

Siehst du, ich habe doch recht gehabt. Unserem Baron kann man nicht

so leicht die Butter vom Brot nehmen!

Ich wette, der Baron wird sich erst mal

ordentlich freuen, bevor er sie entjungfert.

Jetzt entkommst du mir nicht mehr.

Nun ist das Einzige, was du von mir zu erwarten hast, die Folter!

Die Folter wird mir süß erscheinen,

wenn sie von einem Mann wie dir kommt.

Deine Schmeicheleien werden dich nicht davor bewahren.

Nur glühende Zangen und Scheren?

Du enttäuschst mich. Baron.

Offen gestanden, ich hätte mehr Fantasie von dir erwartet.

Wer hätte gedacht, dass du so wenig zu bieten hast?

Jedenfalls gibt es immer noch eine Sache. Und darin bin ich...

...Meister.

Ob du auf dem Gebiet Meister bist oder nicht, könnt ja wohl nur ich beurteilen.

Was verstehst du denn von Männern? Du bist doch noch Jungfrau.

Hübsches Spielzeug, was?

Wirklich? Ich wüsst etwas Netteres zum Spielen.

Da dir die Folter ja Spaß macht, werd ich dich so lieben, dass du wahnsinnig wirst.

Ich wünsche nur eins, dass du dich auf mir so wohl fühlen mögst, wie auf dem

Thron, den du meinem Vater geraubt hast.

Dein Vater lebt nicht mehr. Und du wirst auch bald tot sein.

Es ist alles bereit, um die Hexe zu verbrennen, euer Gnaden.

Führt sie auf den Scheiterhaufen!

Mein Kind, angesichts des Todes erleichtere deine Seele und beichte.

Um es dir zu erleichtern, will ich dir mit gutem Beispiel vorangehen

und auch meine Sünden bekennen. Ich habe diese Siegel geraubt.

Wenn du gerettet werden willst, dann beichte deine Sünden, mein Kind.

Bekenne sofort, dass du mich liebst!

Nicht mal hier lässt du mich in Ruhe!

Willst du denn nicht bekennen? Zum letzten Mal?

Bekenne endlich, dass du mich liebst.

Nein! Nein! Nein! - Du verstockte Hexe!

Wachen!

Nieder mit den Spaniern!

Hier, nimm das!

Warum kämpfst du nicht, Kapitano? Wenn du mir nicht ihre Köpfe bringst,

mach ich dich einen Kopf kürzer! - Ich kämpfe sofort, euer Gnaden.

Du macht mich nach?

Ich bitte vielmals um Vergebung, euer Gnaden!

Wachen! Wachen!

Alle zurück zum Schloss! Schnell, holt Verstärkung!

Ich werde sie alle umbringen!

Vorwärts! Mir nach!

Eins steht fest, der Sieg gehört uns!

Verfolgen wir den Baron!

Zenabel! - Bin schon da!

Wir stürmen das Schloss! - Los, kommt mit! Alle mir nach!

Rebellen, hierher!

Nein, da sind schon die Spanier! Halt!

Rebellen zurück!

Retten wir uns in die Richtung!

Halt!

Halt! Es lebe die Freiheit - Und was wird aus mir?

Wir sterben für die Freiheit!

Da, seht! Ceccos Tauben!

Kommt, Freunde! Jetzt stürmen wir das Schloss!

Vorwärts! Hinein! Nur Mut Freunde. Es muss ein Heiliger sein,

der uns gerettet hat! - Da! Da ist Cecco!

Cecco mit seinen Tauben? - Tauben?

Ja! Die Tauben waren seine Geheimwaffe. Vorwärts!

So, jetzt!

Ihr wisst also Bescheid, ja?!

Gut so! Mehr nach links!

Noch etwas! Und runter!

Also merkts euch gut, ihr beiden. Du, Bella, erledigst den rechten und du,

Bianca, den linken. Aber nicht verwechseln!

Der Baron! Er will fliehen!

Er reitet davon! Was nun?

So! Das ist für den Baron! Eine Empfehlung des Erfinders!

Oh, gut!

Es lebe unsere Fürstin! - Sie lebe hoch, sie lebe hoch!

Sucht euch eure Beute aus. Und dann gute Jagd!

Ach! Und die Schleier!

Also sehen wir es uns mal an! Hoffentlich ist was Hübsches dabei!

Na, los! Nun mach schon! - Du, du, du, du! Nicht weglaufen!

Dich such ich mir aus! Gib mir sofort deinen Schleier! Juhu!

Seid ihr soweit? Also! Es kann losgehen!

Vorwärts, bewegt euch! - Los, lauft! Na, los!

Ich bin gekommen,

um dieses Siegel dem wahren Fürsten von Vallestretta zurückzugeben.

Was machst du denn? Was soll das?

Das ist dein Bruder. Ja. Meine Mutter war eure Amme.

Na ja, oh. - Lebt wohl!

Darf ich fragen, was du jetzt vor hast?

Ich gehe wieder zurück in die Berge.

Hier ist nichts, was mich hält.

Es gibt niemals im Leben Momente, in denen eine Frau, wenn sie klug ist,

ihren Stolz vergisst.

Wie kann ich nur so blöd sein?

Warte auf mich! Warte doch, Zenabel!

Du gefällst mir ja! Du bist die einzige, die mir gefällt!

Nur du!

Nun warte doch, bitte!

Ich liebe dich! Dich allein, Zenabel!

Hörst du? Ich liebe dich!

Zenabel!

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