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* Romantische Klaviermusik *
* Personen und ihre Farben: *
Friedrich H�lderlin, Dichter und Hauslehrer
Susette Gontard, Frau des Bankers und Geliebte H�lderlins
Jakob Gontard, Banker
* Die Kirchglocken l�uten. *
* Viele Silvesterraketen knallen. *
Melden Sie den Herrschaften: Magister H�lderlin.
Vorsichtig, vorsichtig.
Oh, da ist ja Moos drauf.
Ja Mama, das bedeutet Geld.
Ja, das ist klar. Gro�artig.
Ja, ja, das wussten wir. Und hier?
Das ist ein Krug. Und das sind Blumen, Mama.
Jakob!
Ist das der Hofmeister? Den habe ich mir ganz anders vorgestellt.
Viel �lter und dicker.
Dr. Ebel hat sehr viel Freundliches �ber Sie erz�hlt.
Bitte.
Ich kann mich um die Bildung der Kinder nicht k�mmern.
Oui, Monsieur. Ich verstehe das gut.
Sie sind mit 400 Gulden im Jahr einverstanden?
Das w�re mir angenehm.
Sie w�rden unseren Sohn unterrichten.
Madame sagt, ab und zu auch die �lteren M�dchen.
Au fond bin ich dagegen. Da beginnt es doch:
Das Aufstreben wollen der Damen.
Kaum das sie ein paar griechische W�rter zusammenkreieren k�nnen.
Das poetisiert und philosophiert und entfernt sich von den Realien.
200 Vorschuss - einzul�sen im Bankhaus Gontard.
Das w�re nicht n�tig.
Unsinn, ein junger Mann braucht immer Geld.
* Es klopft. *
Ich wollte nur sehen, ob Sie es warm genug haben, Herr Hofmeister.
Man sagt, Sie sind Dichter?
Sagt man das?
Viele Hofmeister sind Dichter. Die Dichtung allein ern�hrt wohl nicht.
Ja, Mademoiselle Marie. So ist es.
Ein neuer Schiller?
Sie kennen ihn von Jena, sagt Madame.
Ja.
Wie ist er?
Freundlich.
Wenn Sie wollen, ich leihe es Ihnen.
Danke.
Adam erz�hlt den Auferstandenen und Engeln:
Dass er Gericht halten sah. �ber die Unterdr�cker der Rechtschaffenen.
Die Stifter des G�tzendienstes und �ber die b�sen K�nige.
Fritz. Sinclair.
Du kommst von Homburg? Tja, da du nicht kommst.
Drei Stunden, f�r deinen Schritt zwei.
Kann man hier sprechen? Der Hausherr ist im Klub.
Ist der echt? K�nnen Sie damit richtig fechten?
Henry Gontard.
Sicher, alle Studierten k�nnen fechten.
H�lder kann nicht fechten. Pass auf.
Quart! Parade! Repest!
Ha.
Das geht ran. Das geht ran.
(beide) Die Aristokraten an die Laterne. H�ngt sie dran.
Ich m�chte auch.
(beide) Und wenn sie alle h�ngen ...
* Zusammen summen sie die franz�sische Marseillaise. *
Geht's Ihnen gut, Eure Herren?
H�lder kann fechten, Mama. Geh dich waschen, Henry.
Isaac von Sinclair, ein Freund von Jena her. Madame Gontard.
Erz�hlen Sie mir, da er es nicht tut.
Wir haben zusammen gewohnt, in einem Gartenhaus �ber der Saale.
Warum sind Sie fort aus Jena? Es gab Tumulte.
An denen Sie beteiligt waren?
Sie h�tten mich sowieso rausgeworfen.
Ich bin ihnen nur zuvor gekommen.
Und Ihr Freund? Er hat beobachtet. Er ist Dichter.
Und Sie sind ein T�ter?
Ich bin Regierungsbeamter des Landgrafen von Hessen-Homburg.
Seltsam.
Wir denken an eine s�ddeutsche Republik.
Bist du wahnsinnig? Keine Sorge, du gef�llst ihr.
Du bist wirklich verr�ckt.
Und sie - gef�llt dir?
H�r auf!
Aber unser Lied - wirst du noch schreiben?
Ja.
Erst muss sie mal da sein - die Republik.
Und mit Worten allein kommt sie nicht.
Also, wenn ihr mich braucht ... Die Franzosen stehen an der Lahn?
Ja.
Auf unsere Hoffnung. Auf unsere Hoffnung.
* Madame Gontard spielt ein langsames Musikst�ck auf dem Spinett. *
* H�lderlin verspielt sich. *
Ich war wohl zu langsam. Noch einmal und bitte nicht zu schnell.
Der Herr Hofmeister konnte nicht schnell genug zum Ende kommen.
Wollen Sie an den Schreibtisch? Was schreiben Sie?
Warum lesen Sie uns nicht vor? Marie.
Madame kennt ihren Roman. Ein junger Schweizer verehrt Madame.
Da ihm selbst nichts eingefallen ist.
Hat er Ihren Hyperion eigenh�ndig f�r Madame abgeschrieben.
Sie sehen welche Wirkung auf unsere Herzen man sich davon verspricht.
Marie, k�mmern Sie sich um die M�dchen.
Ich m�chte alles neu schreiben.
Jetzt.
Warum? Mir gef�llt es.
Das freut mich.
Ein Roman wie ein Gedicht.
Obwohl ich nicht recht wei�, worauf es hinaus will.
Wie einer zum Manne wird - darum geht es wohl.
Und wie wird er das?
Durch gro�e Freude und gro�en Schmerz.
Indem man etwas tut.
Indem man seine Begriffe erweitert.
Keine Autorit�t anerkennt, sondern alles selbst pr�ft.
Das klingt nach Ehrgeiz.
Madame, ich wei�, ich werde nie gl�cklich sein.
Aber ich muss wollen - und ich will.
* V�gel zwitschern *
* Die Kirchenglocken l�uten immer lauter. *
In Blaubeuren ist eine Pfarre frei.
Mit Einheirat.
Wer wird denn einen Hafen anlaufen:
Wenn er erst die H�lfte der Fahrt hinter sich hat, Mutter.
Die Kirchenbeh�rde hat dich schon lange im Auge.
Und im Hinblick auf deine mittellose Lage.
Ich will schreiben, Mutter.
Solange ich Hofmeister bin, k�nnen sie mich nicht zum Pfarramt zwingen.
Du bist schwachm�tig, Junge. Deine Schwachmut beherrscht dich.
Es ist etwas zwischen Ihnen und mir, dass uns trennt.
Ich wei� ihm keinen Namen.
Wie geht es Ihnen? Ich denke, gut.
* Festliche Barockmusik erklingt. *
Bon appetit.
Dieses Franzosenpack will uns ruinieren.
Man wird sie zur�ckschlagen.
Das will ich hoffen. Auf unsere gro�e Armee.
Das sie uns vor dem Ungeist dieser Revolution bewahrt.
Die �sterreicher machen bereits Fortschritte.
Ich hoffe nur, dass es so weitergeht.
Ist der Armeeauftrag perfekt?
Sie wollen in Wechseln zahlen, die in f�nf Jahren f�llig sind.
Na, da gebe ich nicht ein St�ck Ware.
Mein Lieber, wann d�rfen wir ins Sommerhaus?
Wenn es ruhig bleibt, sofort am Wochenende.
Ich schaukle. Du schubst mich an.
Los, los, schneller.
(schluchzend und singend) Es fiel ein Reif in der Fr�hlingsnacht.
Es fiel auf die zarten Blaubl�melein.
Weg. Husch.
Da hast du aber sch�ne Trauerg�ste.
Weg. Husch.
Ehe es eines von uns beiden wusste, geh�rten wir uns an.
Wenn sie wunderbar allwissend wohl klang.
Jeden Misslaut in der Tiefe meines Wesens mir enth�llte.
Treuer wie ein Spiegel, geh�rten wir uns da nicht l�ngs an.
Ich baue in meinem Herzen ein Grab. Damit es ruhen m�ge.
Ich spinne mich ein, weil �berall Winter ist.
Wohin ich auch entfliehe mit meinen Gedanken.
Hinauf in den Abgrund, auch da finden die Schrecken mich.
Die t�tenden Schrecken, dass Diotimas Grab mir nahe ist.
Mein Herz war doch so stille geworden.
Und meine Liebe war begraben mit der Toten, die ich liebte.
Langweile ich Sie?
Warum lassen Sie Diotima sterben?
Ich glaube, das w�re der Anlage nach notwendig.
Suzette!
Die Franzosen sind vor der Stadt und ihr sitzt hier friedlich herum.
Ihr m�sst sofort weg, zu deinem Bruder.
Herr Magister, Sie begleiten meine Frau und die Kinder nach Hamburg.
Du bleibst? Ich kann das Gesch�ft nicht allein lassen.
Hopp, hopp, hopp. Zusammenbleiben.
* Kanonendonner im Hintergrund *
* Viele Stimmen rufen durcheinander. *
Mama, wie alt warst du, als ich geboren wurde?
18 Jahre.
Willst du auch heiraten und Kinder haben?
Ich habe doch mit euch genug zu tun.
Fahren wir auch in die richtige Richtung?
Gewiss.
Jetzt sind die Franzosen bestimmt schon in der Stadt.
Und ich bin nicht dabei. Sei froh.
Kanonen sind nicht mit Mondschein geladen.
Warum sind sie eingefallen?
Warum?
Weil wir bei ihnen eingefallen sind. Warum?
Das verstehst du noch nicht. Schlaf jetzt.
Die Franzosen wollen frei sein - und gleich.
Und sie wollen wie Br�der zusammenleben.
Das ist doch gut.
Ja - und jetzt schlaf, bitte.
* Die Kinder schreien durcheinander: *
Sieg, Sieg.
Sieg, Sieg. - Gleich haben wir ihn.
Kinder sind g�ttliche Wesen. Noch sind sie unsterblich.
Sie wissen nichts vom Tod. Und sie sind so ganz.
Und d�rfen ohne Verstellung sein.
Ich muss doch siegen. - Sofort h�rt ihr auf.
Im Griechischen gibt es eine Legende.
Es hei�t: Die Menschen seien fr�her von runder Gestalt gewesen.
Die Kugel war bei den Griechen der Innbegriff der Vollkommenheit.
Aber die Menschen wurden eitel.
Sie hatten sich gegen die G�tter erhoben.
Da hielten die G�tter Rat und beschlossen:
Die Menschen zu bestrafen - indem sie sie in der Mitte teilten.
Den Kopf so gewendet:
Dass sie immer die Schnittfl�che als eigene Unvollkommenheit sahen.
Und als Fluch legten sie dem Menschen auf:
Ihre zweite H�lfte zu suchen.
Seit jener Zeit sucht jeder Mensch seine zweite H�lfte.
Um wieder vollkommen zu sein.
Vielleicht war es keine Strafe. Es war der Anfang der Liebe.
Herr Heinse, der ber�hmte Verfasser des "Ardinghello".
Ber�chtigt Madame, ber�chtigt.
Dabei predige ich ja nur die Emanzipation des Fleisches.
Herr H�lderlin.
Sie wollen uns also weiter begleiten.
Mit Vergn�gen, Madame, mit Vergn�gen.
Wir waren gerade bei den lieben Griechen.
Und stellten fest, dass Mann und Frau die 2 H�lften einer Kugel sind.
Erst vollkommen, wenn sie sich finden.
Oh ja, das wusste schon Platon. Eros versucht aus zweien eins zu machen.
Und so die menschliche Natur zu heilen.
Der gro�e Grundsatz der Griechen war: Nichts zu machen was nicht Natur ist.
Und so alles B�rgerliche, alles blo� Konventionelle zu verachten.
Warum diese Venus, dieser Apollon? Warum dieser Fechter?
Weil sie in h�chster Vollkommenheit menschlicher Kraft sind.
Und sich im freudigen Genuss ihres Daseins befinden.
Sch�nheit ist Leben. Nichts Totes ist sch�n.
Die neueren K�nstler wollen alles machen, was nicht in der Natur ist.
Das Ideale - und sind dadurch unertr�glich.
Hier aber in der antiken plastischen Gestalt erleben wir das Wunder:
Des nackten urspr�nglichen Lebens selbst.
Man sollte ihm ein Tuch umbinden.
Nacktheit ist g�ttlich.
Verehrte Madame Gontard.
Sie sind ein Freigeist, Herr Heinse. - Sehr wohl, Madame.
Es sollte sich jeder um einen freien Geist bem�hen.
* stumme Szene *
* Stumme Szene *
* Es erklingt romantische Klaviermusik. *
Madame Gontard.
Suzette.
Du.
Du weinst?
Ich lache.
Mein ganzer Leib lacht.
Die Franzosen haben W�rtenberg besetzt.
Sie sollen einen kr�ftigen Appetit und einen gro�en Durst haben.
Sie stammen aus der Stuttgarter Gegend?
Von N�rtingen.
Sorgen Sie sich um die Ihren?
Ja, aber es bleibt doch ein Schritt vorw�rts.
Aber wir verlieren unsere Existenz.
Mein Mann, ich, Sie.
Das kann ich freilich nicht w�nschen, Madame.
Kommt Kinder.
Sorgen Sie sich nicht, Madame. Man wird Frieden schlie�en.
Warum dann weiter nach Hamburg? Warten wir es doch hier ab.
Die Landschaft ist prachtvoll und wir sind unter uns.
* Es erklingt romantische Klaviermusik. *
Wer war Diotima?
Bei Platon war sie eine Priesterin, die ihn in der Liebe unterwies.
Durch die Liebe n�hern sich die Sterblichen den G�ttern.
Die Liebenden erneuern sich in ihren Kindern.
So hat das Sterbliche Teil an der Unsterblichkeit.
* Die Kirchenglocken l�uten. *
Wir werden nie Kinder zusammen haben.
Warum nicht?
Ich kann nicht mehr sein ohne dich.
Erst durch dich hat alles Sinn.
* Es klopft kr�ftig an der T�r. *
Herr Wirt? - Ja, bitte ...
Ist was passiert? - Kommen Sie rein.
Ich liebe dich so sehr.
Du wirst f�r uns beide denken m�ssen.
Wo bleibt Henry?
(die Kinder) Juhu, nach Hause, nach Hause.
Monsieur Gontard schreibt, dass wir nach Hause kommen sollen.
* Dramatische Musik *
Wir wollen uns durch keine Not der Welt aus dem Wege treiben lassen.
Den uns die Natur wies.
* Eine Uhr tickt leise. *
Das waren sicher �de Wochen f�r dich.
So ohne Feste und Gesellschaften.
Ja, mein Lieber. Es ist sch�n wieder hier zu sein.
Ich habe ein Fest arrangiert, zu Ehren deiner Heimkehr.
Die Brassarts sind da, gro�es franz�sisches Bankhaus.
Aber wir haben Krieg.
Ma petite, zerbrich dir nicht dein sch�nes K�pfchen.
Ja, ich verstehe, Krieg hin, krieg her.
Ihr Gesch�ftsleute m�sst kooperieren.
Du hast doch ein kluges K�pfchen.
Bonsoir Monsieur, Bonsoir, Monsieur.
Madame Brassarts.
Ich freue mich, Sie zu sehen.
Wir brauchen mehr Wein. Herr Hofmeister.
Ach bitte, helfen Sie doch mal dem Diener. Es fehlt an Wein.
Bitte tun Sie, worum mein Mann Sie gebeten hat.
Sehr wohl, Madame.
Vielleicht ist es das Geld, was alles verdirbt.
Alles Menschliche, Reine.
Aber, ma chere, ist das dein Ernst?
Wo bliebe deine Heiterkeit, dein L�cheln, Feste, Kleider, Musik?
Schmuck, B�cher?
Was dir gef�llt, gibt es nur f�r Geld.
Das reimt sich sogar.
(franz�sisch) Sie sind bezaubernd, Madame. Aber ihr Ehemann hat recht.
Geld spielt eine sehr gro�e Rolle.
Ich habe es gesehen: Liebe f�r Geld an jeder Ecke.
F�r den "Opfer-Ball" zugelassen:
Nur wer einen Totenschein seiner hingerichteten Verwandten hat.
Auf den Boulevards flanieren wieder die Royalisten.
Die Vorst�dte k�mpfen mit dem Hunger. Ich begreife es nicht.
Man verkauft, spielt und spekuliert. H�ren Sie auf, bitte.
Die Revolutionsregierung hat die Schl�sser des Adels enteignet.
Die jetzige verkauft sie an Bankiers.
* Die M�nner singen die Marseillaise. *
* Schrille und chaotische Musik *
Geben Sie acht auf sich.
Ich wei�, wie es schmerzt, der Abschied von unseren Tr�umen.
Aber es ist Zeit zu begreifen.
Vielleicht m�ssen wir in wenigen Einzelnen Hoffnung finden.
In Madame Gontard?
Ich sehe sie kaum. Die Feste halten an.
Wirst du mir helfen? Wenn ich kann, werde ich helfen.
Na, Geheimnisse?
Naja, das geh�rt ja zu euch Weibern.
Soll der Hofmeister heute bei den Herrschaften speisen?
Ja, nat�rlich.
Ach was, lassen Sie ihn oben essen.
Ich m�chte heute mit den Frauenzimmern gern allein sein.
* Es sind Schritte auf einer Treppe zu h�ren. *
* Die Schritte kommen n�her. *
* Es regnet in Str�men. *
Ach, ehe ich es vergesse, ma cherie:
Wir sind von den Gorgels auf den Balkon geladen.
Am Mittag ist die �ffentliche Exekution.
Der Mann der seine Frau erschlagen hat?
Ja, die affaire d'amour.
Du willst doch nicht im Ernst dorthin gehen?
Ich werde Henry mitnehmen. Nein, Jakob, bitte nicht.
Henry ist so empfindlich. Umso besser, da wird er abgeh�rtet.
Der Herr Hofmeister unterst�tzt ja schon seine Weichlichkeit.
Dieser neue Hofmeister bei Gorgels, das ist also Ihr Freund?
Ich habe ihn sehr empfohlen. Wie hei�t er doch gleich, Hebel?
Hegel.
Du solltest etwas strenger zu den Dienstboten sein.
Wilhelmine ist neugierig und schwatzhaft.
Herr Hofmeister, w�rden Sie ...
Was streicht Sie hier herum, k�mmere Sie sich um Ihre K�che.
Mama, schau mal, was ich habe. - Malchin!
Malchin, Malchin, komm mal her. - Ich muss noch die Ente wegbringen.
Wem sonst als dir?
Wem sonst?
Herr Hegel war in Paris. Es ist, wie ich es dir schrieb.
Ich habe dir ein freies, gl�ckliches Griechenland versprochen.
Und nun bekommst du ein Klagelied daf�r.
Dein erstes Buch und du bist verbittert.
Es ist ja kaum beachtet. Ein paar freundliche Worte von Freunden.
Aber so freue dich doch.
Wor�ber? �ber die halbe Anerkennung?
Der Olymp in Weimar nimmt mich nicht wahr.
Goethe ist f�r ein paar Tage in Frankfurt. Geh doch zu ihm.
Nun? Er r�t mir zu kleinen Gedichten.
F�r jedes soll ich mir:
Einen menschlich interessanten Gegenstand suchen.
Hast du den nicht?
Sie finden mich �berspannt.
Kleine Gedichte.
Ich glaube an dich. Wenige sind wie du.
F�ndest du das Ma� doch endlich in dir selbst.
Schreib den zweiten Band zu Ende.
Ja, aber er sagte immer Herr H�lderlein zu mir.
* Es wird barocke Tanzmusik gespielt. *
Danke f�r den Tanz.
L�sst du ihr nicht ein wenig zu viel Freiheit?
Du machst dich gut als Salondame.
Madame Gontard, der Stern der Frankfurter Gesellschaft.
Braucht der Herr Gontard heute wieder seinen Domestiken.
H�r mir zu, was ich geschrieben habe:
Sonst muss ich es deinen G�sten vorlesen.
So kam ich unter die Deutschen.
Barbaren von alters her, durch Flei� und Wissenschaft.
Selbst durch Religion barbarischer geworden.
Tief unf�hig jedes g�ttlichen Gef�hls.
Dumpf und harmonielos - wie die Scherben eines weggeworfenen Gef��es
Das mein Bel Ami, waren meine Tr�ster.
Ich kann kein Volk mir denken, dass zerrissener w�re.
Handwerker siehst du, aber keine Menschen.
Denker, aber keine Menschen. Priester, aber keine Menschen.
Wenn sie nur bescheidener w�ren, diese Menschen.
Zum Gesetz sich nicht machen, f�r die Besseren unter ihnen.
Voll Lieb und Geist und Hoffnung wachsen seine Musenj�nglinge.
Dem deutschen Volk heran.
Du siehst sie sieben Jahre sp�ter und sie wandeln wie Schatten.
Still und kalt.
Ich - bin zerrissen - von Liebe und Hass.
Du darfst deine Seele nicht so ganz der Wirklichkeit aussetzen.
Wenn du sie nicht ertr�gst.
Ich kann nicht halb leben.
Herr Hofmeister, bitte vergessen Sie nicht, was Sie in diesem Hause sind.
Ein Diener.
Sie erziehen unsere Kinder. Aber hier ...
Hier sind Sie ein ungebetener Gast.
Ich habe Herr H�lderlin eingeladen, Jakob.
Dann lade ich ihn jetzt wieder aus.
Darf ich mich zur�ckziehen, Herr Gontard?
Wenn meine Frau Sie auch h�flich einlud.
So steht es Ihnen nicht zu, solche Einladung anzunehmen.
Merken Sie sich das. Es steht Ihnen nicht zu.
Warum dem�tigst du ihn so?
Du wirst dich bei ihm entschuldigen.
Meinst du?
Du bist so gemein. Bitte verzeih mir.
Du hast mir versprochen, dass du nie weggehst.
Wir sehen uns wieder, wenn dir ein Bart gewachsen ist.
So, jetzt gehst du ins Bett. - Das ist der Herr Vater.
Das bist du, Mamon.
Was hast du, Mama? Bist du krank?
Nun geh ins Bettchen.
Bist doch schon so m�de.
So, jetzt decke ich dich wieder zu.
Nat�rlich ist Mama krank. Sonst w�re sie doch mit Vater zum Fest gegangen.
Ja, ich glaube das auch.
Was habt ihr denn dauernd zu fl�stern?
Was hat sie denn nur?
* Romantische Klaviermusik *
* Es sind Schritte zu h�ren. *
Ach, du bist's?
Ich kann das Zimmer nicht mehr leiden.
Bring ihn dem Herr Hegel, Henry.
Ich habe dem H�lder auch schon geschrieben.
Und das ich es kaum aushalte - ohne ihn.
Warum kommt er nicht? Homburg ist doch nicht weit.
* Melancholische Musik *
Ich muss dir schreiben, Lieber.
Mein Herz h�lt das Schweigen um dich nicht l�nger aus.
Wie ist nun, seit du fort bist, in mir alles so �de und leer.
Es ist, als h�tte mein Leben alle Bedeutung verloren.
Nur im Schmerz f�hle ich es noch.
Soll k�nftig diese geliebte reine Liebe wie Rauch verfliegen.
Und sich aufl�sen. Nirgends eine bleibende Spur zur�cklassen.
Willst du es wagen, so komme heute Nachmittag.
Gehe unverstohlen die hintere T�r, welche immer offen ist, herein.
Hast du meinen Brief bekommen? Henry hat ihn mir gebracht.
Aber du bist da. Ich halte dich, ich halte dich ganz fest.
Immer habe ich getan, als k�nnte ich mich in alles schicken.
Dieses eine Mal nicht, verzeih. Er ist h�flich gegen mich.
Von jemanden der das Herz meines Herzens nicht schonte.
Ist mir die kleinste Gef�lligkeit Gift.
Lass uns weggehen. Ohne die Kinder?
Was soll aus uns werden? Wenn ich dich in meiner N�he wei�.
Du gehst doch nicht fort?
Nie ganz? Komm am Donnerstag, viertel nach drei. Ich warte.
Mama.
* Das M�dchen weint. *
Mein armes Herz.
Gewisse Verh�ltnisse dauern also fort.
Wir ziehen ins Sommerhaus.
Du kommst also den ersten Donnerstag im Monat.
Wenn es in der Stadt 10 Uhr schl�gt, erscheinst du bei der Hecke.
H�lder.
So lieben wie ich dich, wird dich nichts mehr.
So lieben wie du mich wird mich nichts mehr.
Aber wenn ich denken m�sste, dass du dich der Wirklichkeit entr�ckst.
Du dich mit meinem Schatten begn�gen wolltest.
Dass du durch mich vielleicht deine Bestimmung verfehlst.
Hier unserem Hyperion Liebe.
Ein wenig Freude wird dir die Frucht unserer seelenvollen Tage doch geben
Verzeih mir's, dass Diotima stirbt.
Wir haben uns ehemals nicht dar�ber einigen k�nnen.
Liebste! H�tte ich mich zu deinen F��en zum K�nstler bilden k�nnen.
In Ruhe und Freiheit.
Willst du dich nicht umkleiden, ma cherie?
Auf unsere Pl�ne.
Der Landgraf h�lt die Hand �ber dich.
Aber mir wird es wie dem Schubart ergehen.
Nach elf Jahren Haft frei.
Und dann hat man ihn bald begraben.
Du bist ein Republikaner, im Geist und in der Wahrheit.
Ja.
Und ich habe einen ungl�ckseeligen Hang zur Vollkommenheit.
Und das vertr�gt sich nicht mit dem Realen.
Man muss das Ideal an der Wirklichkeit zu entfalten versuchen.
Was hast du?
Nichts. Es ist nur die Unheilbarkeit unseres Jahrhunderts.
Aber das neue Jahrhundert f�ngt heute an.
* Die Kirchglocken l�uten. *
Auf ein gl�ckliches Jahr 1800 - und auf das neue Jahrhundert.
Es wird uns die Freiheit bringen.
(alle) Freiheit, Freiheit.
Es kann so nicht weitergehen. Wir m�ssen uns trennen.
Ja.
Leb' wohl.
Mein einzig Herz.
Du mein Himmel.
Miteinander sterben.
Still.
Besser den Tod, als ein schl�friges Leben.
Nein.
Leben will ich. Mit dir.
Ich werde uns eine Existenz schaffen.
Wo warst du?
Bei Elisabeth.
Ich bin m�de. Mir ist kalt.
Dann gehe nicht hinaus in die Nebelnacht.
* Traurige und spannungsgeladene Musik *
Teuerste! Nur die Ungewissheit meiner Lage war Ursache.
Warum ich nicht schrieb.
Das Projekt mit dem Journale, von dem ich sprach, ist gescheitert.
Ich hatte soviel Hoffnung.
F�r mein Auskommen und den Aufenthalt in deiner N�he.
Die Zeitschrift sollte "Iduna" hei�en.
Auch Schiller hat mir eine Absage geschrieben.
Nimm es nicht so schwer.
Jeder, der in der Welt sich einen Namen macht.
Der scheint ja dem ihrigen Abbruch zu tun. G�tzen.
Aber Schiller hat ... Auch die letzten Gedichte abgelehnt.
Sie morden dich mit sanftem klugen Rat.
Bruder!
Meinen Gl�ckwunsch. Jetzt bist du endlich erwachsen geworden.
Hier. Ein Brief f�r dich.
Das lindert die Hofmeisterkrankheit.
Halt dein Maul!
Du hast keinen Humor, Fritz.
Wenn du nur einmal �ber dich selber lachen k�nntest.
Es gibt genug andere, die �ber mich lachen.
Auf deinen 30. Geburtstag.
Auf die H�lfte meines Lebens. Alles halb, halb, halb ...
Ich hasse sie, all die armseligen Mitteldinge von etwas und nichts.
Was mir nicht alles ist, und ewig alles, ist mir nichts.
Der ganze Schmerz unseres Daseins besteht nur in der Trennung.
Von dem, was zusammengeh�rt.
So habe ich keine Wahl, als zu verk�mmern �ber dir.
Oder einen Weg mit dir zu suchen, der den Kampf uns endet.
Das namenlose Verlangen zerrei�t mir die Brust.
So tief hat sich mein Geist noch nie gegen die Ketten gestr�ubt.
Die das Schicksal ihm schmiedet.
Gegen das eiserne unerbittliche Gesetz, geschieden zu sein.
Nicht eine Seele zu sein.
Mit seiner liebensw�rdigen H�lfte.
Suzette!
H�lder!
* Romantische Musik *
Wenn du glaubst, dass es gut ist, eine ganze Scheidung zwischen uns.
Ich will dich darum nicht verkennen.
Die unsichtbaren Beziehungen dauern doch fort und das Leben ist kurz.
Mir wird kalt.
Welch schwere Kunst ist die Liebe.
Bleib doch hier.
Ich kann ihr nicht l�nger nah sein, nicht so.
Das Konsistorium droht mir wieder. Was willst du machen?
Brot verdienen, als Hofmeister. Komm wenigstens rein.
Die Post f�hrt gleich.
Ich geh�re nicht zu den seltenen Menschen.
Die sich am Eise erw�rmen k�nnen.
Junge.
Ich bin in Wohlwollen gek�ndigt.
Schon nach drei Monaten?
Du taugst halt nicht zum Hauslehrer, Fritz.
Erst bei den Kalbs, dann bei den Gontards, jetzt bei den Gonzenbachs.
Du bist zu hochm�tig.
Ich habe ein dringendes Bed�rfnis nach Ruhe und Stille.
Werd' Pfarrer, Junge. Dazu bist du bestimmt.
Ich liebe nicht Gott, sondern die G�tter.
(schreiend) Dichter bin ich. Dichter will ich sein.
Mein Leben ist vernichtet, wenn ich nicht dichte, Mutter.
Aber wozu?
Ja - wozu Dichter in d�rftiger Zeit.
(Schwester) Was willst du jetzt tun?
Was wollen Sie in Bordeaux?
(franz�sisch) Als Steuereintreiber arbeiten.
(franz�sich) Warum? Das ist so weit von hier entfernt.
Sie k�nnen mich nicht brauchen.
Vielleicht bin ich ein Fremder im eigenen Land.
Bitte Monsieur.
(franz�sisch) Ich will den Postwagen nach Paris nehmen.
Sie d�rfen nicht nach Paris reisen. Und warum?
Das ist ein Befehl, der f�r alle Ausl�nder gilt.
Er kommt.
Wie hat Penelope erkannt, dass Odysseus wirklich ihr Gemahl ist?
Weil er wusste, wo das Bett steht.
Und was war das f�r ein Bett?
Es war in die Baumwurzel geschnitten.
Wir machen heute Schluss. Seht euch zu morgen den 21. Gesang an.
Kommt spielen.
* Die M�dchen lachen weiter. *
* Schrille Musik *
Wieder kein Unterricht, Papa? - Wir werden sehen.
Geht es Ihnen heute besser?
Sie sollten sich nicht so in die Einsamkeit vergraben.
Ihr Tr�bsinn ist den Kindern sch�dlich.
Vielleicht eine gute Nachricht, die Sie aufheitert.
* Schrille und verst�rende Musik *
* Grillen zirpen *
* Ein Hund bellt. *
Monsieur.
* H�lderlin spricht griechisch. *
(franz�sich) Sind Sie Grieche, Monsieur?
Im Gegenteil - ich bin Deutscher.
Ich w�rde Sie sehr gern in mein Haus einladen.
Danke, ich muss weiter.
Bon appetit.
Marie.
Hol mir ein Kleid.
Ich wusste, du kommst.
Es ist wieder Juni, unser sch�ner Monat.
Wie geht es dir?
Du bist ja da.
Wie geht es dir?
Solange die Sonne mir scheint und du, gibt es keine Nacht f�r mich.
Du hast einen Bart?
Soll ich ihn abnehmen?
Ich bin froh, dass es so gekommen ist.
Was meinst du?
So bleibt mir der Schmerz um deinen Tod erspart.
H�tte ich gewusst wie es kommt, ich h�tte dich ganz gewollt.
Verzeih mir, dass ich so egoistisch bin.
Du ertr�gst das besser, du bist ein Mann.
Halten Sie ihn auf.
Geht es ihr besser?
Einen Moment, Herr Gontard, ich muss mit Ihnen reden.
Es ist n�mlich. Ja. Gerade heraus, grad heraus.
Ihr �rzte immer umschweifig. Was ist?
Die Krisis in solchen F�llen. Sie schl�ft.
Warum sagen Sie das nicht gleich.
Ja ...
Um 10 Uhr erwarte ich dich.
Bitte den Genius unserer Liebe um eine ruhige Stunde.
Mama, dass darfst du nicht.
Ist es also doch wahr, das Ger�cht.
Was tut ihr da?
Mutter macht sich Sorgen um dich, Fritz.
Dazu habt ihr kein Recht. Das steht euch nicht zu.
Du Ungl�cksmensch.
Mit einer Verheirateten treibst du es, pfui.
Du bringst uns alle ins Ungl�ck.
Gott wird euch strafen, dich und deine ...
Oh, das hat er schon, Frau Mutter.
Im Strafen ist Gott besonders gr�ndlich.
Ins Feuer damit.
Raus! Raus!
Hilfe!
Der Fritz. Oh Gott, der Fritz.
H�lfte des Lebens.
Mit gelben Birnen h�nget.
Und voll mit wilden Rosen - das Land in den See.
* Romantische Klaviermusik *
(Sinclair schreibt:) Lieber Fritz, ich lade dich ein:
Zu mir nach Homburg zu kommen.
Bei meinem Landgrafen ist eine Stelle als Hofbibliothekar frei.
Bitte, schreiben Sie mir eine Widmung hinein.
Es ist mein liebstes Buch.
Sagen Sie so etwas nicht, Prinzessin.
Der tr�umende S�nger f�hlt sich gering.
Es ist gef�hrlich die Tiefe eines Gef�hls durch Tr�ume zu isolieren.
Ja. ja. Aber verblutet ist alles W�nschen.
Lang ist die Zeit, es ereignet sich aber das Wahre.
Ein Brief von Herrn Sinclair aus der Solit�de.
Er bittet Eure Exellenz, alles zu versuchen:
H�lderlin aus dem Hochverratsprozess herauszuhalten.
Aber wie kann ich das?
Man m�sste ein medizinisches Gutachten schreiben.
Um ihn zu sch�tzen. Es k�nnte ruhig ein wenig �bertreiben.
(Kinderstimmen:) Ich mache auch mit.
Es braust ein Ruf wie Donnerhall, Napoleon sitzt im Schweinestall.
Du hast ja gemogelt. Du bist raus.
H�lfte des Lebens.
Mit gelben Birnen h�nget.
Und voll mit wilden Rosen das Land in den See.
Ihr holden Schw�ne - und trunken von K�ssen.
Tunkt ihr das Haupt - ins heilign�chterne Wasser.
Weh mir, wo nehm ich - wenn es Winter ist die Blumen.
Und wo den Sonnenschein und Schatten der Erde.
Die Mauern stehen sprachlos und kalt.
Im Winde klirren die Fahnen.
* Leises Kinderstimmengewirr im Hintergrund *
* Ein Hund bellt. *
* Schritte sind zu h�ren. *
Da staunst du was? Sie mussten mich freilassen.
Es stand zu viel in den Zeitungen.
Aber ich stehe noch unter Beobachtung.
Hier - ein kleines Gedicht. Fritz, das ist leer.
Ja. Ja, leer ist vielleicht der treffende Ausdruck.
Was ist mit dir?
Fritz, ich muss weg. Die Feinde belauern mich.
Der Landgraf schickt mich deswegen ins Ausland.
In Staatsgesch�ften.
Und was wird aus unserer s�ddeutschen Republik?
Es wird sie nicht geben, vorerst.
Weil nicht genug Republikaner da sind.
Aber was nicht sein kann, muss wenigstens im Werden bleiben.
Das denke ich auch. Aber das Schlimmste ist:
Ich wei� nicht mehr, ob ich tr�ume oder wache.
Und die Kerze, siehst du, die ist auch schon zur H�lfte abgebrannt.
* H�lderlin spielt auf dem Spinett ein einfaches Musikst�ck. *
Keine Zeichen, keine Zeiger.
Wozu Uhren? Die Zeit steht jetzt ohnehin still.
* Schrille, blecherne T�ne *
Fritz!
Es gibt keine Harmonien. Es gibt sie nicht.
L�ge - alles L�ge.
Sie haben kein Recht mich hier festzuhalten.
Mein lieber Herr Magister. Das ist nicht der richtige Ausdruck.
Wir sind ein Klinikum.
Auf wessen Gehei� bin ich hier?
Ihre Frau Mutter bat uns, Sie aufzunehmen.
Sie hat auch den Transport bezahlt.
Lasst mich los.
Sie sind doch ein Dichter, H�lderlin.
Und da werfen Sie die Tinte an die Wand.
Oh ja, ein Dichter, tatenarm und gedankenvoll.
Kommen Sie ruhig rein, meine Herren.
Aber kommt ... wie der Strahl aus dem Gew�lke kommt.
Aus Gedanken vielleicht rein und geistig die Tat?
W�chst vielleicht schlafend des Wortes Gewalt?
Das Schweigen im Volk - ist es die Feier schon vor dem Fest?
Wenn sie alle, mit denen ich vormals trauerte.
Wenn unsere St�dte nun hell und offen und wach.
Und die Berge des deutschen Landes Berge der Musen sind.
Und rings unter goldenem Himmel die freie klare geistige Freude gl�nzt.
Dann reicht die H�nde euch wieder, teilt das Gute und gebt das Wort.
Jeder sei wie alle, wie auf schlanken S�ulen.
Ruh auf richtigen Ordnungen das neue Leben.
Bravo. Danke, Herr Magister.
Es reicht.
Keiner kann von der Stirne mir nehmen, den traurigen Traum.
Sagen Sie es nur keinem!
* Schrille Musik *
Aaaaah.
H�lderlin!
Lasst mich los, ihr Schufte.
* Schritte sind zu h�ren. *
* Eine T�r geht auf. *
Er ist schon t�chtig, der Professor. - 3 Tage, und sie werden alle ruhig.
Essen?
Lass ihn schlafen. Er ist ersch�pft.
Ja, besser zu schlafen.
Wieso ohne Genossen zu sein - so zu harren und was zu tun indes.
Und zu sagen, wei� ich nicht.
Und wozu Dichter in d�rftiger Zeit?
Danke.
Iss.
Soll ich dir etwas vorlesen?
Wenn du magst.
So, ein Zeichen der sch�neren Zeit, die wir glauben.
Erw�chst �ber dem ehernen wilden Boden die Liebe.
Wachse und werde zum Wald, eine beseeltere, vollentbl�hende Welt.
Die Sprache der Liebenden - sie sei die Sprache des Landes.
Ihre Seele - der Laut des Volkes.
Wer hat das geschrieben? Du!
Nein! Nein, das ist nicht meine Stimme.
Was du gesagt hast, bleibt in der Welt.
Du kannst es nicht zur�cknehmen.
Du glaubst - meine Stimme wird umgehen in ...
Wie kann ich das wissen?
Jetzt muss ich gehen.
* Romantische Klaviermusik *
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