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Original subtitles

.

MIT TELETEXT-UNTERTITELUNG

Untertitelfarben:

Meredith

André

* Klappern *

* Er schnarcht laut. *

* Schnarchen *

* Grunzen *

* Röhren *

Hm ...

* Röhren *

Hm!

* Grunzen *

* Lautes Grunzen *

* Sie lacht. *

André ...

* Er faucht. *

* Sie atmet tief durch. *

* Leises Lachen *

* Sie atmet hörbar aus. *

Ich muss bald ins Büro.

Mhm.

Soll ich dir noch die Haare färben vorher?

* Sie atmet tief durch. *

Mhm.

Grau steht dir bestimmt gut.

Pff, eher schneide ich sie ab.

Machst du nicht. - Hm.

* Klappern, Klirren *

* Wasserrauschen *

* Geschirr klappert. *

* Man hört jemanden durchs Telefon sprechen. *

Verstehe. Mhm.

Und wie lange würde ein Druck dauern?

Etwa ... 50 Stück?

Gut. Dann weiß ich Bescheid.

Danke. Wiederhören.

* Bälle knallen. *

* Knallen *

* Sie schreien freudig auf. *

* Wasserrauschen übertönt das Gesprochene. *

(Schweizerdeutsch) Bereitest du das Fest vor?

(Hochdeutsch) Nein, so viel ist das momentan noch nicht.

Wir sind noch auf der Suche nach einem geeigneten Saal.

Darum sind die Einladungen noch nicht raus.

Okay. Ist egal, wo, wir kommen.

Hm.

* Dröhnen des Föhns *

Ja, genau. Ich hab letzte Woche Blut gespendet.

Wieso können Sie mir das nicht am Telefon sagen?

Gut. Mache ich.

* Metallisches Schaben *

* Blätter rascheln. *

* Leises Schniefen *

* Krächzen in der Ferne *

* Leises Krächzen *

Ja.

Schreib!

Vielleicht dachtet ihr, wir sind ... gestorben.

* Sie lacht leise. *

Falsch! Wir sind nur verheiratet. N u r verheiratet.

Schreib mit! - Nein.

Hör auf!

Wir laden euch herzlich zu unserem 35. ...

Das ist langweilig.

Die Todgeweihten grüßen euch.

Du bist zu nichts zu gebrauchen, weiß du das?

Die Todgeweiht... Das ist wie ein Gedicht vom Celan.

* Kichern * Das geht raus.

Computer. Word-Dokument und ab die Chose.

Du hast einen Schuss. - Stoßen wir an.

Quatschkopf!

Du bist ein Quatschkopf.

* Sie seufzt. *

Einfach nur ... das Datum.

Meredith und André.

Und wohin ... wohin kommen sie dann?

Vielleicht unten noch: Schwarze Milch.

* Lachen *

Hör jetzt endlich auf!

* Sie seufzt. *

Hm.

André?

André?

* Brummen eines Insekts *

* Brummen *

* Eine Tür geht auf. *

Hallo, Frau Eichner.

Ja. Guten Tag.

* Sie räuspert sich. *

Die Dame meinte, ich soll möglichst schnell vorbeikommen.

Frau Eichner, ich muss Ihnen leider sagen,

dass in Ihrem Blut eine große Menge an HIV-Antigenen gefunden worden ist.

Bei Spenden sind HIV-Tests obligatorisch.

Und nach Auswertung Ihres Bluts gibt es den dringenden Verdacht,

dass Sie HIV-positiv sind.

Aber das kann nicht sein.

Wir werden heute einen sogenannten Western Blot durchführen.

Das ist ein Bestätigungstest.

Okay.

Neben Sexualkontakten und verunreinigten Spritzen

kann HIV auch über Blutkonserven übertragen werden.

Gab es bei Ihnen in den letzten Jahren irgendeine größere OP?

Ich hatte einen kleineren gynäkologischen Eingriff.

Aber ich bin mir sicher, dass ein Irrtum vorliegt.

* Flugzeuggeräusch *

Wollt ihr heute Abend schon richtig was präsentieren?

Mal sehen, wie sich das Ganze entwickelt.

Bin gleich so weit.

Hm.

* Leise Unterhaltung auf Schweizerdeutsch *

... ist natürlich Isolationsschwund.

Steht ja unter Denkmalschutz bereits.

Hast du mich erschreckt!

(Schweizerdeutsch) Kann man helfen?

M-m. Und? Seid ihr auf Kurs?

Ich versteh sowieso nicht, warum André das Projekt machen will.

Aber das habt ihr doch entschieden.

Du weißt doch, wie er ist, wenn er sich was in den Kopf gesetzt hat.

Sparen wir nicht an der Bausubstanz,

sondern versuchen, die laufenden Kosten möglichst gering zu halten.

Wie beim Hallenbad 2011.

Ich hab ja gesagt, das Konzept ist einzigartig.

Ich entscheide das nicht allein.

Aber du kannst bei Thiel Werbung machen.

Wichtig ist, klarzumachen,

dass wir mit etwas Bestehendem arbeiten.

Ja.

Einen Guten noch mal. - Danke, André.

(Frau) Sie tanzte mal in Stuttgart.

* Leise Unterhaltung auf Schweizerdeutsch *

* Leise Unterhaltung *

* Surren der Zahnbürsten *

* Tiefes Atmen *

* Leises Stöhnen *

* Meredith stöhnt. *

* Tiefes Atmen *

Ich bin Patientin bei Dr. Krepold,

und jetzt habe ich eine Frage zu einer OP,

die bei mir am 16.10.2003 durchgeführt wurde.

Mhm. Meredith Eichner, ja, genau.

Ich würde gerne wissen, ob es irgendwelche Komplikationen,

also womöglich eine Bluttransfusion oder so gegeben hat.

Einen kleinen Moment, bitte. - Ja.

Ich leite Sie weiter. - Verstehe.

Ja, hallo, hier Eichner. Es geht um eine Schenkelhalsfraktur,

die man im vorigen Jahr bei meinem Mann behandelt hat.

* Stimme am Telefon *

Ich wollt mich nur erkundigen,

ob mein Mann eine Bluttransfusion bekommen hat.

Ach ... ich bin seine Ehefrau.

* Quietschen *

* Lautes Quietschen *

* Ächzen *

(Kind) Omi!

Beinahe.

Du musst höher springen.

* Meredith lacht. * Omi!

Schau, was ich gefunden hab. - Oh ja, bleib mal da!

Ich glaub ...

* Ächzen *

Kuck mal! Achtung!

* Lachen *

Geschafft. - Ja.

Gut. Nein, nicht noch mal!

(Scherzhaft) Du! Hörst du auf!

* Das Kind quietscht und lacht. *

Frau Eichner.

Wie geht es Ihnen?

Gut, danke.

Der Test hat den HIV-Verdacht leider bestätigt.

Das kann nicht sein.

Diese Diagnose ist nicht gut,

aber sie wird Ihr Leben auch nicht in schwerem Maße beeinträchtigen.

HIV ist mittlerweile gut behandelbar.

Es ist nur wichtig, jetzt sofort mit der Behandlung zu beginnen.

Ich werde Sie an einen HIV-Spezialisten überweisen.

Am besten, Sie machen gleich für diese Woche

bei Dr. Seidenberg was aus.

Haben Sie eine Person, zu der Sie gehen können?

Ich bin gesund. Sie müssen sich irren.

Ich bin gesund.

(Arzt) Frau Eichner!

Frau Eichner!

* Stimmen *

* Knallen *

* Knallen, Stöhnen *

* Jubeln *

Super! * Klatschen *

Opi! Opi! Opi!

* Jubel * Opi!

Opi!

Papa ist am Gewinnen. Alles okay mit dir?

Ist gerade viel los wegen dem Fest.

Muss ich mich da schick machen?

Mit Abendkleid und dem ganzen Pipapo?

Nein.

Wieso feiert ihr denn überhaupt 35 Jahre?

Weil der Papa es will, und weil im letzten Jahr ...

Ich dachte, ihr freut euch über ein Fest.

Wenn ihr Tiere im Zoo auf Krankheiten testet ...

... ist das eigentlich sicher? Also zum Beispiel bei Bluttests:

Ähm, kommt es vor, dass da Ergebnisse vertauscht werden?

Na ja, man macht immer einen Bestätigungstest.

Wieso? - Ach ...

* Schritte *

Ich muss los.

Wohin?

Luki und ich wollen noch bouldern.

Ja, wenn ich warte, bis das Spiel aus ist,

kommt mein Abgang erst recht schlecht an.

Ciao, Mama.

Ciao.

* Seufzen *

* Romantische Orchestermusik: "Romeo und Julia" von Sergei Prokofjew *

* Verzweifelte Klänge *

* Leises Räuspern *

* Hüsteln *

* Hüsteln *

* Husten *

* Husten *

* Husten *

* Husten *

* Tiefes Atmen *

Na ... ist alles okay? * Applaus von drinnen *

Ach, die Klimaanlage macht mich ganz schepps.

Willst du ein Glas Wasser? - M-m.

Ich hol die Mäntel. Lass uns rausgehen!

André? - Ja?

Ich bin ...

* Stimmengewirr *

* Leise Fahrgeräusche *

* Lang gezogenes Piepen *

* Mehrmaliges Piepen *

* Seufzen *

Ich könnte uns heute Abend was Schönes kochen.

Wir können auch was essen gehen.

Ich koche uns was. Auf was hast du Lust?

(Schweizerdeutsch) Froschschenkel, Mohrenkopftorte

und Nacktschneckensalat.

Dickmann-Torte. Das heißt jetzt Dickmann-Torte.

Ist es besser, Dicke zu beleidigen?

Entscheide du!

Ich mag alles. - Genau deshalb frage ich doch.

Du hast auch immer gesagt, du magst Kartoffeleintopf.

Mag ich auch.

Warum sagst du dann Leander, wie übel der ist?

Anderes mag ich halt lieber.

* Hörspiel auf Schweizerdeutsch *

Wie kein Landjäger einem tapferen Polizisten so etwas antun?

Oh, das ist bitter!

(Kind auf Schweizerdeutsch) Ich muss aufs WC.

Ich mach bald in die Hose.

Hm.

Es ist langweilig.

Ich weiß.

(Radio) Es ist Schlimmes passiert.

Es ist gestohlen worden. - Nein!

Wem? - Mir.

Ausgerechnet mir, Landjäger Bitterli.

Gestohlen! Oh, das ist bitter! Bitter ist das!

Was wurde gestohlen? Die Landjägeruniform?

Nein, die hab ich an.

Landjäger? - Nein, das musste ich einkaufen.

* Unverständliche Worte *

Ui, viel schlimmer!

Meine Zwetschgen. - Das ist ja schlimm.

(Kind) Wo fahren wir hin?

(Radio) ... im Garten hinter dem Landjäger.

(Kind) Du hast gesagt, wir bekommen einen Hotdog.

Gleich.

(Radio) Der Baum mit den süßesten Früchten.

Kuck mal, da vorne ist der Opi.

Viele Leute fahren so ein Auto.

Nein, da vorne ist der Opi.

Omi, hup mal!

Nein.

Hup mal! - Nein.

Hup mal! - Hör auf!

* Piepen * Schnall dich wieder an!

* Piepen * Lass das! Stopp!

Stopp! Stopp! Stopp!

* Piepen *

So. Das reicht.

Es reicht.

Du kannst dich doch nicht abschnallen. Hör auf damit!

* Das Piepen verstummt. * So.

* Kinderstimme auf Schweizerdeutsch *

* Papier knistert. *

Kannst du auch so schön ein Pferd zeichnen?

* Stimmen aus dem Fernseher *

* Klappern von Schubladen *

* Stimmen aus dem Fernseher *

* Eine Tür geht auf. *

Hallo! - Ach, du bist schon hier?

Ja, ich komme gleich.

* Schritte entfernen sich. *

* Sie atmet tief durch. *

Gott verdammt! Das darf nicht wahr sein. Meri!

Wer hat ... Ihr seid nicht ganz dicht.

Schaut, was ihr da angerichtet habt, hm?

Das waren wir nicht. - Nie war es jemand.

Leander, warst du es? - Wir waren es beide nicht.

Wer war es denn? Der Nikolaus?

Verdammt noch mal! * Klirren *

* Meredith atmet heftig. *

Geht raus! - (Weinerlich) Omi.

Es kommt niemand in das Büro.

* Bellen in der Ferne *

* Klicken des Blinkers *

* Verkehrsgeräusche *

* Der Aufzug piept. *

* Schritte entfernen sich. *

* Wummernde Bässe *

* Eine Frau lacht. *

* Eine Tür geht zu. *

* Wummernde Bässe *

* Eine Frau stöhnt. *

* Stöhnen *

* Wummernde Bässe, Stöhnen *

* Ein Mann stöhnt. *

* Lautes Stöhnen *

(Mann) Geh raus!

Was machst du?

Was machst du da?

* Empörte Stimmen *

* Stampfende Rhythmen *

* Die Frauen reden durcheinander. *

* Lang gezogenes Piepen *

* Mehrmaliges Piepen *

* Stille *

* Klirren des Schlüssels *

* Sie atmet schwer. *

* Prasselnder Regen *

* Plätschern der Dusche *

* Lautes Plätschern *

Meri!

* Leises Stöhnen *

(Schweizerdeutsch) Aua, spinnst du?

Nein! Nein!

* Meredith lacht laut. *

Bist du übergeschnappt? * Lachen *

* Sie lacht weiter. *

* Das Plätschern verstummt. * Was ist los mit dir?

Du fickst Nutten?

Ich bin HIV-positiv.

Was soll der Quatsch?

* Meredith schluchzt. *

* Lautes Schluchzen *

* Stöhnen *

* Schluchzen *

* Meredith schreit auf. *

* Sie schluchzt. *

* Tiefes Atmen *

(Mann) Ein bisschen schneller bitte!

Danke, darf ich das Herz abhören bitte. Entschuldigung.

Wunderbar. Also, das ist alles normal.

Ich spüre nichts Besonderes. Ich höre nichts Besonderes.

Wirklich gut.

* Papier raschelt. *

Wir haben diese zwei Medikamente.

Das sind insgesamt jetzt vier Substanzen.

Und ... das sollte eigentlich

ähm ... dann jede Möglichkeit,

dass da Viren irgendwie noch entkommen wollen, zunichtemachen.

Wichtig ist einfach,

dass diese Medikamente lückenlos eingenommen werden.

Sie müssen nicht heute beginnen.

Wenn Sie wollen, können Sie aber sofort beginnen.

Eine lange Zeit zu warten, würde ich eben nicht mehr empfehlen.

Mhm.

Und warum ich?

Also, die Frage zielt, warum Sie infiziert sind,

oder warum es Sie trifft?

Ja, das ... - Ja.

Das sind die Fragen, die ich nicht beantworten kann.

Mit wem können Sie denn sprechen?

Noch ... ich weiß noch nicht.

Also ...

Mit wem haben Sie gesprochen bis jetzt?

Wer weiß das?

Hm.

Mein Mann. - Ja.

Also ... ja.

Er hat Sie angesteckt? Ist das so gelaufen oder ...

Ja, weiß ich n... wahrscheinlich ja.

Ja.

(Leise) Ich schäme mich so.

Ja, was haben Sie getan, wofür Sie sich schämen sollten?

Ist doch absurd.

Ich weiß.

* Stimme aus dem Fernseher *

Meredith?

Hau ab!

Beruhige dich! - Ich will, dass du gehst.

Woher weißt du, dass es von mir ist?

Ich hab lange mit dem Arzt gesprochen.

Es kann auch von dir sein. - Dass du es wagst ...

Komm schon! Gerhard ...

Ich sehe doch, wie ihr umeinander rumschleicht.

Meredith!

* Verriegeln * Hau ab!

Mach auf!

* Leises Klopfen *

* Stoß gegen die Tür *

Lass mich rein!

* Stoß gegen die Tür *

* Stoß gegen die Tür *

* Sie atmet heftig. *

* Schritte entfernen sich. *

* Eine Tür fällt krachend ins Schloss. *

* Musik im Fernsehen *

(Fernsehen) Guten Abend. Willkommen zum Meteo.

Endlich tut sich etwas in der Wetterküche.

Vielerorts hat es ein wenig geschneit und der Föhn kam auf.

Am meisten Schnee gibt es ...

* Stille *

* Dumpfes Klirren *

* Surren *

* Lautes Surren *

* Das Surren verstummt. *

* Tiefes Atmen *

* Plätschern, Würgen *

* Husten *

* Würgen *

* Spucken *

* Heftiges Atmen *

* Würgen, Spucken *

* Würgen, Husten *

* Angestrengtes Atmen *

* Ruhiges Atmen *

* Telefon *

* Piepen *

Ich bin es. Ich wollte nur mal hören, wie es so geht.

Wir haben das Projekt bekommen.

Am Samstag ist eine Feier deshalb bei Marianne.

Ich wollt nur fragen ... was ich sagen soll wegen dir.

Ruf doch mal zurück!

* Knacken, Piepen *

(Schweizerdeutsch) Ich hab dem Chef schon gesagt, dass ich HIV hab.

Er war erst total unterstützend.

Aber jetzt sagt mein Chef,

dass das Spital keine HIV-Positiven beschäftigen kann,

weil es sonst seinen Ruf verliert, wenn das publik wird und ...

(Schweizerdeutsch) Geh dagegen vor oder such etwas Neues!

Dagegen vorgehen? Damit mein Gesicht durch die ganze Klatschpresse geht?

Nein, ich will es jetzt als niedergelassener Hausarzt probieren.

Wollen Sie sich vorstellen?

Ich ... ah ... ich heiße Meredith.

Und ich ...

* Schluchzen *

Ich kann nicht.

Hm. Das ist schon okay.

* Schluchzen *

* Kirchenglocken, Klappern von Geschirr *

Gott sei Dank ist Wochenende. Wir haben so eine Neue im Team,

die ist so ein Besserwisser, weißt du?

Frisch von der Uni, null Praxiserfahrung ...

Kommt Papa nicht?

Er ist gegangen.

Was?

Ich wollt dir sagen, dass ich ...

Ich bin ...

Also, Papa und ich ... - Hm?

Omi, mein Hasi ist weg.

Nein, nein, lass mal ...

Ich mach das schon.

Jetzt wart doch mal! Was ist denn mit Papa?

Nichts.

(Leander) Ah, jetzt komm endlich!

Wo hast du ihn zuletzt gesehen?

Hasi!

Wo versteckst du dich denn?

* Vogelkrächzen *

Hasi, ich find es nicht mehr lustig.

Omi, wo bist du?

* Schluchzen *

Was ist?

Wir finden den Hasi schon wieder. Musst nicht traurig sein.

Ich weiß.

* Schluchzen, Lachen *

* Schluchzen *

* Surren *

* Melancholischer Song: "Oh love" von Ane Brun *

* Gitarren-Intro *

# Oh, love.

# Right from the start you were old, love.

# Like we've never been parted you kissed me.

# Your hands down my side to my hips, dear.

# Shivers and sighs.

# All the breathing from your mouth through mine ...

* Dröhnen eines Föhns *

* Das Dröhnen verstummt. *

* Verkehrslärm *

* Hupen *

(Schweizerdeutsch) Lipo zeigt sich nicht so.

Das ist schleichend über Monate. Vielleicht hast du anders gegessen.

Du siehst normal aus. - Soll ich mich ausziehen?

(Lachend) Nein, nein!

Das ist nicht nötig.

Ich hab solche Angst.

Vor der Krankheit und ...

... was sie mit mir macht.

Das ist mir am Anfang auch so gegangen.

Ich hab wahnsinnig Angst gehabt, dass sie es rausfinden,

im Freundeskreis oder in der Familie.

Und ich hatte Angst, dass ich nie mehr mit jemandem schlafen kann.

Aber es wird dir gut gehen.

Aber keiner weiß, was die Medikamente mit uns machen.

Ich meine, auf lange Sicht.

Man wird doch so ... medikamentenmüde.

Ich hab Kopfschmerzen, aber ich will nicht noch mehr Tabletten nehmen.

Kiffst du?

Einige von uns kiffen.

Wie hast du dich infiziert?

Du musst es nicht sagen, wenn du nicht magst.

Mein Mann ...

Wir sind seit Kurzem getrennt.

Und ...

... das Schlimmste ist, ich ...

Ich vermisse ihn.

Ich vermisse unser altes Leben.

* Lodern, Knacken *

* Rascheln *

(Schweizerdeutsch) Ich hätte dich fast nicht erkannt!

Komm rein!

Komm!

* Andrés Stimme im Hintergrund *

Meredith!

Hallo. - Hi.

* Lachen aus dem Nebenraum *

* Gedämpftes Plaudern und Lachen *

* Gedämpftes Plaudern *

Da sind wir nach Marokko gefahren. - Genau.

In Marokko sind wir hängen geblieben.

So ... zur Feier des Tages: * Ploppen *

Meredith ...

André ...

Danke schön.

(Schweizerdeutsch) Tja ... dann würde ich sagen:

Auf den Umbau. Auf euch.

Danke, Werni. - Danke.

Oh, das ist fein.

Mmh, mmh.

* Gedämpfte Unterhaltung *

* Schritte nähern sich. *

Sie hat Huhn gemacht.

* Leises Kichern *

Was?

Sie macht doch sonst immer indisch.

Meredith!

Ich ...

Es tut mir ja so leid.

* Gedämpfte Stimmen und Lachen *

Ich liebe dich.

Kann ich dir was helfen?

Nein.

* Schneidegeräusche *

Irgendwie ... hätte mein Leben ja auch anders verlaufen können.

Hätte auch weiter studieren können.

Wäre ich in der kleinen Wohnung geblieben und ...

... anstatt mit André ...

Meredith!

* Schluchzen *

Was ist los mit euch?

* Schniefen *

Ciao, André!

Schlaf gut! - Ciao, Meredith!

* Klappern des Fahrrads *

Soll ich dich mitnehmen?

M-m.

Ich laufe lieber.

Sieht super aus deine Frisur.

* Quietschen *

* Die Tür geht quietschend zu. *

* Gedämpfte Stimme *

* Klopfen *

* Klopfen *

(TV) Seit Stunden kämpften sie sich durch den Schnee.

Allein letzte Nacht ... - Meredith!

Anstatt den Verschütteten zu helfen, stecken die Helfer fest.

Ärzte und Feuerwehrleute werden

mit Helikoptern zur Unglücksstelle geflogen.

È successo ... - Es fällt uns schwer zu glauben,

was gestern Nacht passiert ist.

Und wir halten unseren At... * Der Fernseher verstummt. *

* Schritte *

Ich meine, um was ging es dir?

Ich hab doch noch mit dir geschlafen.

Hm!

Glaubst du, ich hatte immer Lust?

Ich fühle mich so benutzt von dir, André.

Ich wollte das alles nicht.

Ich vermisse dich so wahnsinnig.

Bei deinen Nutten hast du mich nicht vermisst.

Wie ...

* Sie holt tief Luft. *

Wie hast du es gemacht?

Was denn?

Na dort.

Was genau möchtest du jetzt hören?

Die Wahrheit. - Welche Wahrheit?

Warum Männer ins Puff gehen?

Wie es dazu kommen konnte, dass du mich mit HIV infiziert hast

und dass ich mir die Seele aus dem Leib kotze.

Wie es dazu kommt, dass ich so einen Lügner geheiratet habe.

Wir kommen so nicht weiter.

Warum kannst du es mir nicht sagen?

Du willst es doch gar nicht wissen. Es interessiert doch gar nicht.

Arschloch.

Es ist so leicht, das Opfer zu sein.

Es macht mich an, Frauen zu vögeln.

Und es interessiert mich einen Scheißdreck,

wie es ihnen dabei geht.

Willst du das hören?

Dass es geil ist, eine fremde Frau in den Arsch zu ficken?

Ich will, dass du es mir zeigst.

* Stöhnen *

* Tiefes Atmen *

* Stöhnen *

* Tiefes Atmen *

* Das Atmen wird ruhiger. *

* Er schluchzt. *

Ich kann nicht.

* Schluchzen *

Ich will, dass wir den Kindern sagen, was mit uns los ist.

Ich will, dass sie wissen, dass wir HIV haben.

Keine Geheimnisse mehr.

Heißt das, du bleibst?

* Man hört klassische Musik aus dem Haus. *

* Eine Frau singt eine Arie. *

* Schritte nähern sich. *

* Er inhaliert tief. *

(Schweizerdeutsch) Gerhards Velo hat gestern einen Platten gehabt.

Aber anstatt das Velo in die Werkstatt zu schieben,

musste Susanne mit dem Auto kommen und das Velo und Gerhard heimfahren.

* Meredith kichert. *

Jetzt steht das Velo daheim.

Und der Gerhard ist mit dem Auto von der Susanne zum Arbeiten gefahren.

* Sie lacht. *

Susanne nimmt jetzt den Bus.

* Sie lachen laut. *

Meri, mir ist schwindlig.

Ja.

* Kirchenglocken *

* Knarzen des Bodens *

(Schweizerdeutsch) Da haben wir vor 35 Jahren geheiratet.

Es sollte gleich sein.

Sieben bis acht Tische auf dieser Seite.

Wir müssen schauen, wo das Buffet steht.

(Hochdeutsch) Hier war die Tanzfläche?- Na klar.

Wo war die Combo?

Da.

Haben wir über das Datum geredet? - Nein. Wann wär denn das?

Ja, es muss natürlich genau am 28. November sein.

Da haben Sie keine Chance.

November ist ... voll ausgebucht.

Schade!

* Sanftes Jazzstück: "Almost blue" von Chet Baker *

* Klavierklänge *

* Eine Trompete setzt ein. *

(Schweizerdeutsch) Sie haben Ihre Frau angesteckt.

Also ist das ja der gleiche Virus.

Sie müssen wissen, dass der Virus sehr, sehr schnell

in jedem von Ihnen milliardenfach sich vermehrt

und Milliarden von verschiedenen Varianten macht.

Es gibt ganz viele Mutationen.

Und darum ist es wichtig,

dass Sie im Moment die Mutationen nicht austauschen.

Auch gegenseitig könnten Sie eben ungünstige Keime übertragen.

Tun Sie das nicht, hm?

Können Sie miteinander sprechen?

Ich weiß einfach auch nicht mehr, wie wir reden ...

Also nicht so richtig. Es hat sich so v...

Wie soll ich sagen ... also ...

Es hat sich verändert. Früher wusste ich, wir reden.

Ich wusste, wer du bist, ich wusste, wer ich bin.

Wie wir miteinander reden und leben. Wir hatten eine Sprache.

Seit der Sache weiß ich es nicht mehr.

Ich weiß nicht, wer du bist.

Ich weiß nicht ... Ich kenne das nicht.

Da ist was in meinem Leben, was nicht in mein Leben gehört.

So ein Gefühl hab ich, ja?

Diese Sache, die du gemacht hast, gehört nicht in mein Leben.

Okay, dann halt ... dann bin ich halt der Trottel,

der irgendwo draußen war und infiziert heimkommt.

Ich hab andere Bilder im Kopf. Andere Bilder.- Von was?

Ja, von Sexualität. - Das hat nichts mit Trottel zu tun.

Womit dann?- Du hast nie gesagt, dass du andere Bilder im Kopf hast.

Hast du andere Bilder?

Ich geh nicht in einen Puff. - Hast du andere Bilder?

Die niemandem wehtun. - Ah, die niemandem wehtun.

Würde ich mal sagen. Meine Fantasien tun niemandem weh.

Deine Fantasien hast du woanders ausgelebt,

und zwar ungeschützt.

Du hättest es ja auch geschützt tun können.- Das weißt du nicht.

Wie war es denn dann? Sag doch mal! - Keine Ahnung.

Vielleicht war ich total besoffen, ich weiß es nicht.

Kannst mich am Arsch lecken.

Jawohl.

Ist das das erste Mal,

dass Sie über Ihre Gefühle so gesprochen haben?

Seitdem das ...

... bekannt ist, ja?

Ja, Sie sind schuld.

Okay ... ja, das trag ich mit Fassung.

Da hab ich keine Probleme damit. Aber die Frage ist natürlich:

Äh ... brauchen ... Wie dringend brauchen Sie Hilfe?

Also, ich ... Kommen Sie damit klar?

Langfristig traue ich Ihnen das zu.

Ich bin sicher, Sie können das.

* Pillen klackern. *

(Schweizerdeutsch) Genau, um 18 Uhr. * Stimme am Telefon *

Wir freuen uns. - Sollen wir was mitbringen?

Nein, bitte kein Geschenk!

* Stimme am Telefon *

Ciao, ciao!

* Sie schließt die Tür. *

* Schritte *

* Schritte *

Warum können wir nicht wieder so wie früher ...

Ich möchte es ...

Ich möchte es so gern.

* Lautes Stimmengewirr *

* Kinderstimmen *

* Sanfte Jazzmusik im Hintergrund *

Pscht!

* Musik und Stimmen verstummen. *

Meine lieben Gäste!

Meine liebe Familie!

Meine liebe ... Meredith!

Ich erinnere mich noch genau, wie du mich damals,

als du gerade neu auf der Uni angekommen bist,

nach dem Weg in die Mensa gefragt hast,

die eigentlich gleich schräg gegenüber war.

Und ... ich erinnere mich noch genau,

wie ich damals das erste Mal mit dir nach Hause gehen durfte.

Und wie es knirschte und ich trotz aller Kälte

die Hände nicht in die Hosentaschen stecken wollte,

damit du mich aus Versehen berühren könntest.

Und ... wie es nicht mehr aufgehört hat zu schneien

und ich nicht mehr aufhören wollte, neben dir herzugehen.

Inzwischen sind daraus 35 Jahre geworden.

Und manchmal fühle ich mich noch wie dieser Junge von damals.

Und auch heute beginnt mein Herz zu pochen, wenn ich daran denke ...

... wie viel Wege wir künftig und hoffentlich noch ...

... ewig lange ... gemeinsam gehen werden.

Meredith ...

Alles, was ich bin, alles, was ich liebe und lebe,

hat irgendwie mit dir zu tun.

Danke.

Danke für alles.

* Dramatischer Song: "The power of love" von Frankie goes to Hollywood *

# Keep the vampires from your door.

# Ay ay ay ay ...

# Feels like fire.

# I'm so in love with you.

# Dreams are like angels.

# They keep bad at bay, bad at bay.

# Love is the light.

# Scaring darkness away, yeah.

# I'm so in love with you.

# Purge the soul.

# Make love your goal.

* Pillen klackern. *

* Kinderstimmen *

Kommt Irene nicht? - Keine Ahnung.

Irene? Irene!

* Schreien *

Was?

Ist euer Garten abgebrannt?

Wir ... wir müssen euch was sagen.

Es ist so, dass wir beide ...

Also, ich habe ...

Wir sind beide HIV-positiv.

Was?

Was?

Ja, das kam ... bei einer Blutspende raus.

Ja, ich versteh nicht ...

Also, das Gute ist,

HIV ist mittlerweile gut behandelbar.

Ihr müsst also keine Angst haben ...

Ich muss Lily und Leander testen lassen.

Nein, die sind gesund.

Und wir sind ja auch gesund im Grunde genommen.

Maja, es ist alles okay.

Glaub mir!

Wie habt denn ihr euch angesteckt?

Also, ich ... wir, ich ...

Also, es war so, dass ...

Über Blutkonserven.

Bei Papas OP im letzten Jahr.

Wie bitte? Wie soll denn das gegangen sein?

Paps ...

Oh Papa!

Paps!

* Donnern *

Danke.

* Donnern *

(Schweizerdeutsch) Und wenn du mit der Bank redest?

Die wollen eine Lebensversicherung. Und die nimmt mich nicht wegen HIV.

Das mit der eigenen Praxis ist vorbei.

Ich kann nicht mehr.

Vielleicht ist das unser Problem.

Dass wir alles so halten wollen, wie es war.

Und doch ist alles gezeichnet durch die Krankheit.

Na, ich dachte ...,

dass es was ändert, wenn man es sagt.

Dass dann alles gelöst ist.

* Der Motor verstummt. *

* Regentropfen trommeln auf das Auto. *

* Prasseln des Regens *

* Leises Schluchzen *

* Knirschende Schritte *

Untertitelung: Iyuno Media Group im Auftrag von SWISS TXT - 2020

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