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Original subtitles

Nein!

Warum jenseits des Tores?

Euer Vater ist in Todsünde gestorben. Also darf er nicht in geweihter Erde ruhen.

- Und Mama? - Es war ihr Wunsch, ewig an der Seite ihres Mannes zu liegen.

In dem Höllenfeuer.

- Haben Sie schon für sie gebetet, Pater? - Das wäre gegen das Gebot.

- Dein Vater hat sich erhängt. - Tun Sie es für Mama.

- Bitte! - Wir zahlen dafür.

Gesegnet ist der, dessen Sünde verziehen wird, der von der Sünde reingewaschen wird.

Gesegnet ist der Mann, dem der Herr alles offenbart.

- Gesegnet... - Im Höllenfeuer...

Im Höllenfeuer. Im Höllenfeuer.

Im Höllenfeuer. Höllenfeuer.

Wenn ich meine Schweigepflicht nicht einhal- te, werde ich im Alter dafür büßen müssen.

Heilige Maria, Mutter Gottes. Heilige Maria, Mutter Gottes.

Gesegnet seist du.

- Wieso hat er sich nur umgebracht? - Ohne an uns zu denken, meinst du.

Warum hätte er an uns denken sollen? Er hatte doch selbst genug Sorgen.

Beten hilft dir jetzt auch nicht.

Du musst dich ausruhen. Geh zu Bett.

- Glaubst du wirklich an die Hölle? - Ja, ich glaub an die Hölle.

- Meinst du, dass sie für immer verdammt sein werden? - Möglich.

- Für immer in der Hölle? - Was sie uns gelehrt haben,

Gut und Böse, Himmel und Hölle.

- Vielleicht irren sie sich alle. - Nein, das kann ich nicht glauben.

Schlaf gut.

Gott, verzeihe mir! Bitte verzeihe mir!

Ich will nicht sündigen. Ich weiß, dass das falsch ist, was ich tue,

aber bitte lieber Gott, verzeih mir, verzeih mir.

Ich will mich nicht versündigen. Ich will nicht sündigen, mein Gott.

- Ich will mich nicht versündigen. - Warum habt Ihr solche Angst davor?

Alles Körperliche muss doch natürlich sein.

Mein Gott bewahre mich vor der Sünde. Mein Gott, halte mich zurück.

Ich will das nicht, lieber Gott! Halt mich zurück!

Ich bitte dich, lieber Gott. Ich bitte dich, lieber Gott, bewahre mich davor.

Bewahre mich vor der Sünde.

Wie kommt es eigentlich, dass die Verderbtheit immer vor Furcht zittert,

wenn sie entblößt wird?

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.

Ich glaube, ich werde doch für ihn beten.

Haben Sie das Geld?

Vierzig Pfund sind nicht gerade viel.

Seine GIäubiger haben alles genommen.

- Werden Sie sie empfangen? - Es gibt da wenig Trost, den ich ihnen spenden kann.

Ihr scheint sehr unausge- schlafen zu sein, Schwester.

Ich konnte heute Nacht sehr schwer schlafen, Mutter Oberin.

- Justine, Juliette Jerome sollen erscheinen. - Ja, Mutter Oberin.

Der Pater wird sie jetzt empfangen.

Sind die beiden denn Sünderinnen?

- Das äItere Mädchen ist, sagen wir, normal. - Und das andere Mädchen?

Justine ist äußerst fromm. Fast bis zur Grenze des Stolzes.

Wenn du endlich aus diesem grausamen Gefängnis entkommen bist...

Pauline ist ungerecht. Sie nennt diesen heiligen Ort ein Gefängnis.

...und den Weg der Tugend, der dir von den Gefängniswärtern diktiert wurde, betrittst,

wirst du entdecken, dass er voller Dornen ist.

- Dass die Gottlosen die Blumen zertreten. - Wie unglücklich sie sein muss.

Es wäre bei weitem besser, mit dem Strom zu schwimmen und dadurch aufzublühen.

Die Tugend ist zu schwach, sich gegen das Laster zu behaupten.

- Sie klingt sehr verbittert. - Unsinn! Sie hört sich äußerst zufrieden an.

Es ist ein einfaches Gesetz der Natur.

Dass die Verdorbenen florieren und die Frommen sich abstrampeln müssen.

Wir sind nicht hier, um solche Sachen zu lernen.

Ich hab von den heiligen Schwestern nur gelernt wie man onaniert.

Was ist denn, Kleine? Was hast du hier gelernt?

Ach Justine, du bist hoffnungslos.

Normalerweise erwartet man von uns, dass wir zu gebärenden Arbeitstieren werden.

Sklavinnen für irgendeinen reichen Kaufmann,

der dabei all die Vergnügungen ge- nießen wird, die die Natur zu bieten hat.

Und zwar mit anderen Frauen.

Frauen, die schön bleiben, und zwar durch ihre Verderbtheit.

- Wie Pauline. - Hör zu.

Selbst um so eine solche Ehefrau zu werden, muss man über sich Bescheid wissen.

Du musst dir deines Körpers bewusst sein.

Du musst wissen, dass du sexy bist.

Musst lernen, sexuelle Sehnsüchte für Männer zu empfinden.

Justine, komm schon!

Gott weiß, wo kein Platz für die Sünde ist.

Seit wann ist es nicht mehr erlaubt, in seinem eigenen Zimmer allein zu sein?

- Die Mutter Oberin hat nach euch verlangt. - Warum?

Haben wir dir bisher noch nicht den Wert von Gehorsam beigebracht, Juliette?

Und den Wert der Keuschheit.

Wenn ich ein Mann sein könnte, nur für einen Tag,

dann würde ich es dieser alten Lustkröte mal so richtig besorgen.

Ich hoffe, ihr seid alt genug, das zu verstehen.

Euer Vater war ein Mann von Ehre und Tugend,

der leider vom Satan zur Todsünde verführt wurde.

Das Leben eines Mannes ist sein eigenes, kann er damit nicht machen, was er will?

Wieso wollen Sie uns eigentlich...

Deine Ketzerei wird seiner schon über- ladenen Seele nicht helfen, mein Kind.

Die Last der Schuldgefühle brach eurer Mutter das Herz.

Es war eher der Schock, als sie ihn fand, könnte ich mir vorstellen.

Bitte, lass ihn doch aussprechen.

Ihr seid durch einen Schicksalsschlag verwaist.

- Und ohne einen Penny. - Er hat nichts hinterlassen?

Nachdem seine Schulden bezahlt wurden, ist für euch nicht viel übrig geblieben.

Nur noch 20 Pfund für jede.

- Und unser Haus? - Verkauft.

Müssen wir diesen heiligen Ort verlassen?

Wir sind eine Schule und kein Wohltätigkeitsverein.

Auch das Kloster ist schon überfüllt.

Was wird aus uns beiden jetzt?

Ohne Mitgift haben wir nicht mal Hoffnung auf eine Ehe.

Mein Kind, ich werde versuchen irgendwas bis morgen zu arrangieren.

Danke.

Jetzt geht erst mal.

Der Pater und ich werden versuchen euch zu helfen.

Wir werden bald feststellen, dass der Preis der Nächstenliebe sehr hoch ist.

Wieso?

Sollen wir nachher zur Kirche gehen und ein Gebet für Mama und Papa sprechen?

Es wird helfen, den Tag tot zu schlagen.

- Können wir das Grab besuchen? - Sie haben wenig für uns getan.

Und ich finde, dass du inzwischen genug geweint und gebetet hast.

Die Sünde kennt keine Geheimnisse.

Hunderte und Aberhunderte von gequäIten Seelen warten.

Warten auf den Moment, in dem sie sich in unsere Herzen,

Gedanken und Seelen einschleichen und uns triumphierend herunterziehen können.

Damit wir mit ihnen das Grauen des Höllen- feuers in aller Ewigkeit teilen müssen.

Satan wird euch in die gewaltigen, heißen Flammen der Lust,

die identisch sind mit den Flammen des Höllenfeuers, hineintreiben.

Und selbst in dem Schutz des heiligen Ehestandes

wird Satan euch zu faulen und unnatür- lichen fleischlichen Unsitten verführen.

Der schlimmste, sicherste Pfad, der bergab in die Hölle führt,

ist dieser Genuss, diese Todsünde.

Weswegen Gott in seinem Zorn auch jene Stadt der Niedertracht vernichtete.

Sodom.

Lasst uns beten.

Jetzt lasst uns beten. Zusammen.

Damit wir den Kobolden des Satans, die in unseren Lenden

und in unseren schwarzen Fantasien herrschen...

...widerstehen können.

Oh gnädiger Herr.

Vater Unser, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name,

dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden.

Noch mehr Tränen?

Alles, was passiert auf dieser Welt, hat einen Sinn, mein Kind.

- Und in der nächsten? - Dort auch. Es wird alles gelenkt und im Voraus geplant.

- Und was kann die Welt retten? - Ist das dein Wunsch?

Ich würde glücklich sterben. In diesem Moment.

Wenn ich meinen Eltern dadurch weitere Qualen ersparen könnte.

- Würdest du dein Leben Gott weihen? - Ja, würde ich. - Dich uns hier anschließen?

Und nur da zu sein, um Gott zu lieben?

Dein Leben damit verbringen,

andere so glücklich zu machen, wie du selber sein willst.

- Mit meinem ganzen Herzen. - Könntest du wie deine Schwester

Trost in Zuneigung finden?

Es ist möglich, durch Liebe seine Trauer auszulöschen, mein Kind.

Was wird das Schicksal einer geldlosen Waise sein,

wenn sie einmal außerhalb dieser Mauern steht?

Kannst du dir das vorstellen? Hier bei uns findest du Liebe, GIück, Freude

und die Freiheit, keine Furcht und Einsamkeit zu finden.

- Nein! - Die wirkliche Quelle der Liebe. - Nein!

- Komm, suche dein GIück. - Das ist Gottes Haus!

- Du willst es doch auch. - Das ist Gottes Haus!

Du willst es doch auch, mein Kind.

Du suchst das GIück. GIück ist Liebe.

- Bitte aufhören! Ich bitte euch, habt Gnade. - Bitte komm! Komm!

Nein! Nein! Bitte nicht!

- Bitte, bleib bei mir. - Bitte nicht!

Misch dich da nicht ein! Lass sie zufrieden.

Nein!

Bitte!

Los raus! Das reicht!

Raus!

- Hat sie dich verletzt? - Ich glaube nicht.

Fahr zur Hölle! Wo ihr alle hingehört.

Wenn Pauline Recht hat, wird dein unversehrtes Jungfernhäutchen

dir ein Vermögen in London einbringen. - In London?

Du glaubst doch wohl kaum, dass sie uns erlauben werden, hierzubleiben, oder?

Aber London? Was werden wir da tun?

Wir haben Jugend, Gesundheit und Schönheit.

In London gibt es Männer, die Gold dafür zahlen.

Nur um das große Privileg zu genießen, mit uns zusammen zu sein.

Wenn ich nicht wenigstens einen Herzog finde. Was soll's?

Ich könnte immer noch das Leben einer Hure führen.

Du hast noch deine Unschuld, und du bist schön.

Du wärst verrückt, wenn du nicht wenigstens einen Prinzen findest.

- Ja, um ihn zu heiraten. - Wie kann man darauf denn noch hoffen,

wenn man seine Unschuld schon Iängst eingebüßt hat?

Männer sagen alle, dass sie Jungfräulichkeit verehren.

Aber sie legen mehr Wert auf ihr eigenes Vergnügen als auf alles andere.

Also in der Praxis suchen sie nur die Verderbtheit.

- Könntest du denn in Verderbtheit leben? - Haben wir eine andere Wahl, Justine?

Ich glaube nicht. Und wir wollen doch etwas erreichen.

Gibt es denn keine Ehre mehr unter den Männern?

Herzlich wenig. Die Suche danach lohnt nicht.

So. Und jetzt lass uns schlafen.

Morgen werden wir sehen, was das Schicksal mit uns vorhat.

Bitte verlass mich nie.

Ihr habt es gewagt, diesen heiligen Ort zu beschmutzen.

Ihr werdet natürlich fortgehen müssen.

- Wann? - Sofort! Damit eure Verderbtheit sich nicht verbreitet.

Ist es nicht sehr hart, uns so unvorbereitet fortzuschicken?

Unsere Barmherzigkeit ist nur für diejenigen, die Dankbarkeit empfangen.

Für diejenigen, die großzügig geben, was sie haben.

- Unsere 40 Pfund. - 40 Pfund? - Das Geld, das uns unser Vater hinterlassen hat.

Das schuldet ihr uns für Kost und Logis, und das ist nicht einmal genug.

Ihr würdet uns vor die Tür setzen ohne einen Penny?

Vielleicht wird uns Seine Lordschaft der Bischof belohnen,

wenn wir ihm von der Korruption hier im Kloster erzählen.

Er würde euch Lügnerinnen ins Gefängnis werfen lassen.

Aber vorher würde er euch auspeitschen lassen.

Justine hat sogar noch Spuren Eurer Vergewaltigung.

Das beweist, dass sie eine Hure ist.

Schwester Claire hat ein Muttermal an einer Stelle, wo man es nie entdecken würde.

Glauben Sie, dass sie einem Verhör standhäIt?

Wahrscheinlich würde sie aus Angst vor Folter sofort gestehen.

Justine!

Sie haben euch also doch vertrieben.

- Ja. - Wo werdet ihr hingehen?

Wir haben eine Tante in London, sie wird sich um uns kümmern.

Dafür solltet ihr Gott danken und eure Tante lieben.

Es wird uns leicht fallen, sie zu lieben, weil sie reicher ist als wir.

Die Güte, die ihr bekommt,

wird ohne Zweifel die Güte sein, die ihr verdient habt.

Wenn ihr jemals eine Zuflucht braucht, werdet ihr meine Tür offen finden.

- Danke sehr. - Wir möchten einen Stein auf dem Grab haben.

- Zumindest für Mutter. - Um ihretwillen oder um euretwillen?

Die Tugend kann in dieser Welt nicht weit reisen ohne die Eitelkeit als Begleiter.

- Die Kutsche wird nicht Iänger auf uns warten. - Auf Wiedersehen, Pater.

Du hast gelogen! Wir haben doch gar keine Tante in London.

Pauline wird von einem Adligen ausgehalten.

- Sie ist glücklicher, als sie es erwartet hat. - Aber sie ist nicht verheiratet.

Die Ehe bietet solchen Frauen wie uns nichts.

Beabsichtigst du so zu leben wie Pauline?

Ich sagte dir doch schon, wir haben keine andere Wahl.

Wir müssen sehen, dass wir das Beste daraus machen.

- Wo werden wir denn nächtigen? - In einem Gasthaus in der Nähe von Beckshut.

Natürlich nur, wenn man uns nicht daran hindert.

- Uns daran hindert? - Diebe, Räuber, ein Überfall.

Beckshut hat leider einen schlechten Ruf. Es gibt dort viele Banditen.

Ich denke nicht, dass wir Angst haben sollten, da uns ein Offizier beschützt.

Wir kennen uns doch nicht, oder sind wir uns schon mal begegnet?

Wir haben als Kinder ein Spiel gespielt.

Wenn eine Kutsche ankam, versuchten wir die Berufe der Passagiere zu erraten.

Und bei einem Offizier lagen wir meistens richtig.

- Und was war eure nächste Wahl? - Ein Geldverleiher.

Und dann eine Nonne, ein Mönch oder ein Geistlicher.

- Und dann? - Eine Hure.

Lasst uns eine halbe Stunde Pause machen.

Ich weiß, es wird nicht mehr lange hell sein,

aber ich fürchte, die Pferde müssen sich etwas ausruhen.

Sie sagten tatsächlich Hure?

Durch die Erziehung meiner Eltern und den Mangel an Gelegenheiten,

hätte ich früher so etwas nie gesagt.

Und jetzt sind die dabei, Ihren Neigungen freien Lauf zu lassen?

- In London werden sich Möglichkeiten finden. - Ihre Schwester auch?

- Nein. - Justine hat immer großen Wert auf ihre Keuschheit gelegt.

Und Sie bewundern sie deswegen? Die Tugend wird gelobt.

Aber es ist die Furcht, die einen auf den Pfad der Pflicht führt.

Ihr werdet einen Heiligen brauchen, um euch zu beschützen.

Leider wird es dunkel werden, bevor wir das Gasthaus erreichen.

Wir haben Euch. Ihr werdet für unsere Sicherheit garantieren.

Da bin ich. Schläft deine Schwester schon?

Ich dachte, Sie würden nicht mehr kommen.

- Hattest du nicht Hure gesagt? - Auf der Suche nach Erfahrungen.

- Eine jungfräuliche Hure. - Und das wird auch so bleiben.

- Ein Schatz, den ich mir bewahren muss. - Und warum bin ich dann hier?

- Ich habe noch nie einen Mann gesehen. - Das Iässt sich schnell ändern.

In welches Haus willst du gehen, um Unterricht zu suchen?

Wir haben einen Empfehlungsbrief an Madame Laronde.

Eine meiner äItesten Freundinnen.

Ich werde sie bekommen.

Selbst wenn es mein ganzes Vermögen kostet.

Man hat mir gesagt, dass für Jung- fräulichkeit eifrig geboten wird.

Für das Entjungfern eines Mädchens würde jeder Mann in London ein Vermögen zahlen.

Ihre beide werdet aus der Laronde eine reiche Frau machen.

- Treten Sie ein, Monsieur. - Los, mach schon.

Vielleicht einen Drink, Monsieur?

Na los, Pauline.

Na, wie gefällt Ihnen unsere kleine Effi, oder hätten Sie gerne eine Französin?

- Fast noch eine Jungfrau. - Eine Französin?

Ja. Sehr frisch, sehr sanftmütig. Monsieur kann alles mit ihr machen.

Alles, was er will. Oder eine Brünette? Eine Blondine?

Ich habe jede Sorte. Da bist du ja! Kümmere dich um ihn, ja, Effi?

Sekunde, man wird Sie gleich verwöhnen.

Und zwar vom Feinsten. Jedes kleine Spielchen, das er spielen will.

Ist das klar, meine Kleine? Ich hoffe, du hast mich verstanden. Na los, geh schon.

Geh zur Tür.

Julie! Justine! Ich freu mich, euch zu sehen. Endlich! Kommt mit.

- Habt ihr es euch denn auch genau überlegt? - Ja, natürlich.

Das ist gut. Madame?

Ich bin gleich bei dir.

Kommt rein. Kommt rein. Kommt rein.

Na das sind aber zwei besonders hübsche Mädchen.

Wir wollen sie doch nicht in der KäIte stehen lassen.

Na gut, dann folgt mir. Hier entlang, ihr Lieben. Kommt rein.

Lasst mich sehen. Lasst mich euch mal ansehen.

Das ist ja entzückend.

Ganz reizend. Ihr seid ja noch viel hübscher, als Pauline euch beschrieben hat.

Und du, meine Kleine, lass sehen, was du zu bieten hast.

- Bring die Sachen aufs Zimmer. - Ja, Madame.

Wunderhübsch. Ich liebe solche Art von Vollkommenheit.

Wir sind sehr erpicht darauf, von Ihren Künsten unterrichtet zu werden, Madame.

- Wie alt bist du, meine Schatz? - 17, Madame. Justine ist ein Jahr jünger.

Wirklich? Wie süß.

Und ihr seid beide noch Jungfrauen? Pauline hat es versprochen.

- Ja, da hat sie auch Recht, Madame. - Ich kenne diese KIöster.

Eine von den Nonnen? Dein Beichtvater? Oder einer von den anderen Priestern?

So manches arme Mädchen hat sein Potential durch einen geilen Mönch verloren.

Es wird für Madame sicher ein Leichtes sein, sich davon zu überzeugen.

Nicht jetzt, nicht jetzt.

Gehen wir erst mal nach oben, um zu essen und dann zu schlafen.

Ihr sollt euch doch wohl bei mir fühlen. Na kommt schon, kommt.

Ja, anstrengend. Er fesselt einen ans Bett,

verbindet einem die Augen und Iässt einen stundenlang liegen.

Oh, Pauline, wenn ihre Jungfern- häutchen unversehrt sind,

dann sind die zwei ein Vermögen wert. - Das freut mich, Madame.

Und mich erst. Geh nach oben und kümmere dich um die Mädchen.

Na los, kommt Mädels. Folgt Pauline. Na, kommt schon, beeilt euch!

Los, los, bewegt euch!

Sophie, mach schon. Meine Güte, was ist denn hier los?

Dieses Haus gehört Euch, Sir.

Es ist ein freies Haus, und meine Mädchen sind alle sehr geschickt.

Aber auspeitschen und Klistier wird etwas teurer.

Das werdet Ihr doch verstehen. Da bin ich mir sicher.

Lass dich nicht stören, mach weiter.

Na kommt schon, was ist los? Lächeln.

- Und? - Es ist da, Madame. Deutlich für jeden zu fühlen.

Wenn du dich vor dem Test fürchtest, ist es ein Beweis von Schuld.

Es sind ihre mangelhaften Erfahrungen und ihre natürliche Sittsamkeit,

die sie so zurückweichen lassen. - So? Das werden wir bald rausfinden, nicht wahr?

Also. Ihr braucht nur all meinen Erfahrungen zu folgen. Ist das klar?

Sparsam sein und sauber. Offen zu mir und fair zu euren Kolleginnen.

Und ein wenig betrügerisch zu den Männern.

Komm mal her, meine Süße.

In zehn Jahren, von jetzt an, werdet ihr eure eigenen Apartments haben.

Mit einem silbernen Spiegel vor euch und einem Dienstmädchen hinter euch.

Die erotischen Künste, die in diesem Hause gelehrt werden,

ermöglichen euch so viel zu verdienen, wie ihr euch wünscht.

- Also. Wie viel Geld habt ihr? - Weniger als 40 Pfund zusammen, Madame.

Ein gut erzogenes Mädchen muss den Besitz von Geld meiden.

Es bringt euch nur auf schlechte Gedanken.

Ein Mann ist die einzige Währung, die ein vernünftiges Mädchen jemals braucht.

Das kannst du mir glauben, meine Süße.

Und ihr dürft einen Mann nur an seiner Brieftasche messen.

Erliegt nie der Versuchung nach sonstigen Wertgegenständen in seiner Hose zu suchen.

Niemals. Hört ihr?

- Das reicht. Lasst uns essen. - Wir haben gegessen, auf dem Weg hierher.

Ich bin ganz begierig, mit meinem Unterricht anzufangen.

Oh, was sind denn das für Schätze, die du mir da gebracht hast, Pauline.

Lass uns George suchen.

Kommt mit.

George ist ein richtiges Schwein. Seine Manieren sind gut,

aber als der Verstand verteilt wurde, da war er offensichtlich gar nicht anwesend.

Ja, es ist eine äußerst harte Arbeit, ihn gesellschaftsfähig zu machen.

Warum machen Sie sich dann die Mühe?

Das wirst du früh genug sehen, meine Liebe.

Es gibt Frauen und Männer, die ein Vermögen dafür bezahlen würden,

um in den Genuss von ihm zu kommen.

Für dich ist es umsonst. Er hilft bei deinem Unterricht, und das ist wichtig.

Er ist nicht gesellschaftsfähig, aber er spritzt ab wie ein Wasserfall.

Komm.

- Auch was? - Oh nein. Nein, nein, nein, George.

Nein, George. Nein, George.

Komm schon, George.

Ich bitte dich, George. Hör jetzt auf mit diesem Spiel. Ich habe Arbeit für dich.

Na los, komm schon. Los, los, los, los.

Arbeit, Arbeit.

Und es war gerade so schön.

Unser Geschlecht dient der Natur nie so gut, als wenn es sich prostituiert.

Versteht ihr?

Die Kleine ist noch ganz neu, George. Also sei vorsichtig.

Überlass ihr das. Sie ist eifrig genug.

Zieh ihm seine Hose runter und schieb das Hemd unter seiner Weste hoch.

Na siehst du, was habe ich dir gesagt?

Der steht dir vollkommen zur Verfügung, meine Süße.

Halt ihn jetzt ganz fest. Er wird nicht brechen.

Na, siehst du. Das kleine Monster schwillt schon an.

Das süße kleine Miststück.

Wie gut sie das macht, oder?

Siehst du? Er wächst und wächst.

Steh nicht so da, du Trampel, tu irgendwas!

Es würde mich aufgeilen, wenn ich ihr den Arsch versohlen könnte.

- Du sollst sie küssen, du blöder Trottel! - Du sollst sie küssen, du blöder Trottel!

Ach, das ist doch zu viel!

- Soll ich? - Mach ruhig.

Hier diese fleischigen Bälle, genannt Brüste, Busen

oder wie George es so liebevoll ausdrückt, Titten,

können äußerst vorteilhaft eingesetzt werden.

Dein Liebhaber hat sie ständig vor Augen. Damit er sie küssen,

streicheln oder mit ihnen spielen kann.

Er kann auch sein Glied zwischen diese wunderschönen Kugeln legen.

Vielen Männern bereitet es großes Ver- gnügen, wenn man sie zusammenquetscht.

Los, zeig es ihr. Sie will was lernen.

Du kannst ihn damit streicheln.

Du kannst ihn so zusammenpressen, dass seine Säfte fließen werden.

George!

Ich glaube, das reicht jetzt. Der Junge kommt mir sonst zu früh.

Du verdirbst ja die ganze Lektion. Vielleicht jetzt ein Vortrag über das Glied.

- Während George sich erholt, Pauline. - Ja, Madame.

Nachdem eine Frau zum ersten Mal von einem Mann genommen wurde,

wird sie es immer genießen, Vergnügen zu schenken. George?

Es gibt es noch andere Häfen, wo ein Mann Komfort und Genuss suchen kann.

Du meine Güte! Du meine Güte! Du meine Güte!

Ich bin dabei zu kommen! Ich komme! Ich komme! Ich komme!

Das ging aber sehr schnell.

Es ist meine Schuld. Ich hab's ihm erlaubt.

Es ist einfach ungeheuerlich.

- Diese kleinen Kugeln hier, wozu sind die da, Madame? - Sie enthalten das Sperma.

Das hat mehr mit Medizin zu tun als mit Liebe.

Ein hübsches Mädchen wie du sollte sich nicht darum kümmern.

Du musst es lernen, mit den Augen der Lust zu sehen.

Willst du ihn verwöhnen? Ihm Vergnügen schenken?

Vergnügen. Lust! Lust! Vergnügen.

Dann nimm ihn jetzt in den Mund. Na mach schon.

Seht euch an, wie dieser Idiot sich anstellt.

Keine taktvolle Frau würde ihrem Mann jemals dieses Vergnügen verweigern.

Es bindet ihn für immer an sie. Für immer.

Nicht zu fassen, wie schnell dieses Mädchen lernt.

Jetzt verdoppele deine Mühen. Los, verdreifache sie!

Genug! Warte! Verhalte dich ruhig, beweg dich nicht! Ganz ruhig!

Es hat keinen Sinn, der Trottel kommt schon.

Ich ertrinke! Oh Gott, ich ertrinke!

Keine Angst, meine Kleine. Es geht gleich weiter.

Was ist? Hast du dich erschreckt?

Hast du Angst vor mir, Justine?

Aber Euch missfällt dieses Haus, nicht wahr?

Ich kann es nicht ertragen zu sehen wie Juliette, wie sie... na ja.

- Aber ich wage es nicht zu protestieren. - Sie hat doch dieses Leben gewählt.

Und das war weise. Es muss doch köst- lich sein, an einem Tag geliebt zu werden

von einem Portier, einem Adligen, einem Fischhändler und einem Mönch.

Aber auf diese Weise missbraucht zu werden, verstößt gegen jede Religion.

Religion ist bloß die Tyrannei, womit die Reichen die Armen zu Sklaven machen.

- Um sie zu erniedrigen. - Sie ist mein einziger Trost.

Die Religion ist eine Krankheit, die geheilt werden muss.

Ein Vorurteil, das geschaffen wurde, um die Menschen in Ketten zu halten.

Wo wirst du hingehen, wenn ihr von hier weggeht?

Ich werde mir eine Stelle als Dienstmädchen suchen.

Kein Ehemann wird Euch nehmen.

Ihr erwartet, dass er Euch Bett und Speisen gibt

und nichts dafür verlangt, außer dem Waschen seiner Wäsche?

Warum ist es unmöglich für eine Frau anständig zu sein?

Eine gute Frau ist ein verborgener Schatz.

Und zwar nur deswegen, weil ihn jemand vergessen hat auszugraben.

Solltet Ihr Eure Meinung ändern, dann kommt zu mir, ja?

Ich habe jetzt eine Verabredung.

Mamma Mia!

Er ist ein selten dummer Hund. Ein selten dummer Hund.

Madame.

Habt Ihr das Geld?

- Wo ist Justine? - Justine.

Justine!

Justine!

Lasst Sie gehen. Sie hat das Recht dazu.

Also Mylord, Ihr werdet das Jung- fernhäutchen völlig intakt finden.

Ich garantiere es. Untersucht sie ruhig.

Seit wann hab ich Euch der Betrügerei verdächtigt, Madame?

- Sie ist sehr hübsch. - Und Justine? - Das ist ein hysterisches Kind.

Alle Mädchen sind geboren für dieses Leben, meine Gute.

Aber nur wenige haben das GIück und den gesunden Menschenverstand,

es rechtzeitig einzusehen. Das können Sie mir glauben, mein Guter.

Kommt, Mädchen! Los, raus! Raus! Raus! Raus! Raus! Raus!

Das reicht jetzt. Ich sagte raus!

Oder hast du das Gold, um das Angebot deiner Lordschaft zu überbieten? Also raus!

Warum alles verschieben, Herzblatt.

Das wird noch Zeit für Spaß und Spiel geben, aber jetzt...

Also, dein Hengst ist startbereit für das Preisrennen.

Hey, George, was ist los?

Mädels, ihr haltet mir George wach. Er wird Seiner Lordschaft folgen müssen.

- Wenn sie die Sache voll genießen soll. - Mit Vergnügen.

Also, ihr seid mir für George verantwortlich.

Ich werde darauf achten, dass die Schlampe Seiner Lordschaft Gehorsam leistet.

- Muss das Licht an sein? - Ja.

Ich will dich sehen.

Na ja, was soll's.

Ich kann nicht mehr atmen!

Was macht sie da? Lasst mich zufrieden!

Ich kann nicht mehr, das ist zu viel! Ich bitte euch! Nein! Nein!

Das ist doch nicht...

- Ja? - Ihr sagtet, dass Eure Türe immer offen wäre.

Meine HaushäIterin ist für die Nacht schon gegangen. Ich lebe allein.

Dann könnte ich vielleicht zu Eurer Haus- häIterin, wenn Ihr mir sagt, wo sie wohnt.

Komm herein.

- Hast du Hunger? - Ja, sehr. - Setz dich.

So, iss.

- Ich nehme dir deinen Umhang ab. - Danke.

- Und deine Schwester? - Sie hat beschlossen, in London zu leben.

Ihr solltet wissen, Sir, dass ich gezwungen war zu stehlen.

Ein Schmuckstück, das ich verkauft habe, um zurückkehren zu können.

Von eurer Tante?

Und deine schöne Schwester hat den Weg in die Hölle gewählt?

Das Gesetz ist ungerecht.

Wenn ein silbernes Schmuckstück die Möglichkeit bietet zu überleben,

dann musst du es nehmen.

Das erste Gesetz der Natur und von Gott

heißt überleben. In einem gerechten Zeitalter

könnte man den Standpunkt vertreten, dass Diebstahl dazu dient,

den Reichtum gleichmäßiger zu verteilen.

Meinen Sie, Madame Laronde war genau so schuldig, weil sie den Schmuck besaß?

Natürlich, weil sie es zugelassen hat, dass sie beraubt wurde.

Es ist schwierig, anderen Besitz zu res- pektieren, wenn man selbst nichts hat.

Gott wird dich nicht bestrafen, weil du versucht hast, deine Existenz

und deine Unschuld zu bewahren.

Was soll jetzt aus dir werden, Justine?

Ich werde eine Stelle als Dienstmädchen annehmen,

wo ich meine Keuschheit bewahren kann...

...und vielleicht eine gute Ehe schließen kann.

Es ist möglich, dass es gute Ehen gibt, Justine. Nur ich kenne keine davon.

Und wenn die Natur beabsichtigt hätte, dass wir züchtig sind,

wären wir nicht nackt geboren worden.

Bescheidenheit ist eine Erfindung, die Frauen benutzen, um zu provozieren.

Bescheidenheit ist der Beginn der Korruption.

Bescheidenheit. Korruption.

- Danke für Eure Barmherzigkeit, Sir. - Barmherzigkeit.

Ich bin sehr müde.

Barmherzigkeit ist der Fluch der Zivilisation, weißt du das eigentlich?

Sie ermutigt Leute ohne Talent und ohne die Fähigkeit zu arbeiten

trotzdem Iänger zu leben als sie sollten.

Und sie hindert diejenigen daran, die fähig wären, aus ihrer Faulheit herauszufinden

und zum Reichtum der Welt beizutragen.

Es kann sicherlich keine Sünde in Mitleid geben.

Es ist eine einfache Sache, das Unglück von einem anderen zu bedauern.

Nochmals danke, Sir.

Wenn Euch das Wort Barmherzigkeit missfällt,

dann danke ich Euch für Eure Liebenswürdigkeit.

Wir würden uns unserer liebens- würdigen Taten oft schämen,

wenn die Welt in der Lage wäre, die Motive zu sehen, die dahinter stecken.

Ich will nicht sündigen. Herr, bewahre mich vor dieser Versuchung.

Vor dem Satan, der meinen Leib beherrschen will. Oh, Herr.

Herr, halte mich zurück.

Satan wird euch in die gewaltigen heißen Flammen der Lust,

die identisch sind mit den Flammen des Höllenfeuers, hineintragen.

Nein!

Na los, macht schon! Habt ihr denn noch nichts gefunden?

Ich weiß ja auch nicht. Heutzutage hinterlassen sie nicht mal einen Ring.

Was zum Teufel hast du denn da, Pearce?

Bring sie zum Arzt, aber vorher kümmerst du dich um das Gold, ja?

Na los, schafft sie weg hier. Wir werden zu Hause sehen, was sie uns wert ist.

Jetzt beeilt euch endlich, na macht schon.

Wir können hier nicht die ganze Nacht verbringen.

Sie ist plötzlich über den Friedhof gerannt.

Hol etwas Wasser, Pearce. Und sag den anderen, sie sollen wegbleiben.

Ein schönes warmes Bad und etwas Schlaf, und alles wird wieder gut werden.

Du kannst Pater John nicht dafür die Schuld geben.

Mit deiner Schönheit entflammst du auch einen Heiligen.

Macht Ihr mich für seine Primitivität verantwortlich?

Vor allem sind deine Eltern schuld, weil Sie dich nicht im Haus gehalten haben.

- Ich habe keine Eltern. - Völlig allein auf der Welt, was?

- Ich habe eine Schwester, Juliette. - Hier? - In London.

So, komm mal raus, ich helfe dir.

Ich will mal sehen, ob ich für dich ein Kleid finden kann.

Dann bekommst du einen Happen zu essen und ein warmes Bett.

So, hier.

Ich kümmere mich darum, ob es Neuigkeiten über den Pater gibt.

- Und wenn er nun tot ist? - Jetzt schlaf, mein Kind.

Du bist sicher, solange du bei der alten Bonnie bist.

Und eine Jungfrau noch dazu.

Wie lange ist es her, dass du eine Jungfrau hattest?

- Was ist los? - Sie hat ihn fertig gemacht.

Na sowas. Das ist ja wirklich nicht zu fassen.

Es war so voll dort, dass man mich kaum vorlassen wollte.

Sie glauben alle, es hätten ihn Banditen vom Dach geworfen.

Sie hat auch gar nichts gestohlen.

Aber ihre Kleidung, die sie dagelassen hat, gibt ihnen einen Anhaltspunkt.

Hey, wartet mal! Ich könnte mir vorstellen,

dass man irgendwann eine Belohnung auf sie aussetzt.

- Da hast du Recht. - Wäre nicht schlecht.

Haben Sie was gehört?

- Ist er tot? - Du bist geächtet und wirst wegen seines Mordes gesucht.

Tut mir wirklich leid, meine Liebe.

Das hast du nun von deiner Tugend und der Zerbrechlichkeit der Gefühle.

- Sie haben dich an den Galgen gebracht. - An den Galgen?

Es ist immer ein Kapitalverbrechen, wenn man einen von ihnen umbringt.

Gott sei mein Richter, ich hab kein Verbrechen begangen.

Davon musst du sie überzeugen, die Armen sind immer schuldig.

- Was kann ich tun? - Bleib doch bei uns, dann wirst du in Sicherheit sein.

- Aber was kann ich hier machen? - Stehlen.

Ein schönes Mädchen ist immer im Vorteil.

Ich würde hundertmal lieber den Galgen wählen, ehe ich ein Verbrechen begehe.

Ach, du meine Güte. Du bist auch noch gut erzogen.

Du klingst so ehrlich, so aufrichtig, als wenn du noch nie gelogen hast.

Ich werde meine Hoffnungen, in den Himmel zu kommen, nie aufgeben.

Hör zu. Wenn die Reichen mal ihre Geldbörsen aufmachen

und uns etwas Menschlichkeit entgegenbringen,

dann würden wir ihnen vielleicht etwas Anstand zeigen.

Wenn du dich uns anschließt und für uns einen Profit einbringst,

dann werde ich dir innerhalb von zwei Jahren zu einem Vermögen verhelfen.

- Das kann ich nicht. - Na schön. Wie du willst, es ist deine Entscheidung.

Aber wenn sie dich aufhängen, vergiss, dass du mich jemals gekannt hast, verstanden?

Pearce, Archer, Brough!

Nun?

Es gibt keinen Grund, dich vor der Ehre den Jungs zu dienen zu drücken.

Pearce!

- Haut ihr ab! Raus mit euch! Mit euch allen! - Ja, ist ja gut. - Nicht zu fassen.

Also, wirst du ihrem Vergnügen oder meinen Interessen dienen?

Wenn du erst mal angefangen hast, wirst du es genießen.

Wir werden heute Nacht beginnen zu arbeiten.

Also ruh dich bis dahin aus, ja?

Das ist nett. Entschuldigen Sie bitte.

- Was wollen Sie? - Wo ist sie, Madame?

Sie ist gerade beschäftigt. Aber sie wird nicht lange brauchen, Mylord.

- Oder vielleicht eine... - Nein, danke.

Sophie, Champagner für Seine Lord- schaft. Darf ich Euch das abnehmen?

Wollen wir ein wenig plaudern?

Die Benutzung des Verstandes ist ein Balsam für das Herz.

- Wer ist bei ihr? - Ach, ich bitte Euch, seid kein Langweiler.

Ich habe die Fähigkeit, Euch zu amüsie- ren, aber ich erwarte dafür wenigstens

ein bisschen Dankbarkeit als Gegenleistung. - Nein, Madame.

Meine Selbstachtung erlaubt mir nicht, sie mit einem anderen zu teilen.

Ich glaube, Ihr seid verliebt, Mylord. Eine wunderschöne Leidenschaft,

aber es ist noch niemals was Gutes dabei rausgekommen.

- Wer ist bei ihr? - Er würde nicht bezahlen, wenn er unterbrochen wird.

- Ich übernehme das. - Na schön. Es ist Lord Claverton.

Dieses sadistische Schwein! Madame, wie konnten Sie das tun?

Bleibt ganz ruhig. Ich bitte um Verzeihung. Ich bitte um Verzeihung.

Was man macht, macht man verkehrt.

Komm her! Komm her! Beiß weiter!

- Ich bitte um Entschuldigung. - Ja.

Ja, mach, ja.

Ach, komm her. Leck mich.

Das reicht jetzt! Lord Claverton, sei verdammt. Hör auf damit! Los, raus hier!

Raus!

Los, macht, dass Ihr rauskommt! Perverses Schwein! Raus hier! Los!

- Raus! - Kommen Sie mit mir, Lord. Ich bringe Sie... - Perverses Schwein!

...in ein anderes Zimmer. - Raus! - Ja, so ist es gut.

Ich hatte ja keine Ahnung.

Es ist das Leben, das ich gewählt habe.

Ich bin der Meinung, es war eine törichte Wahl.

Wärst du nicht lieber Mätresse als Hure?

- Hast du nichts gehört? - Ich mache mir Sorgen um sie.

- Glaubst du, sie ist zu Hause? - Wo sollte sie denn hin?

Eine Schönheit wie Justine sollte in so einem kleinen Dorf leicht zu finden sein.

Ich werde morgen mit der Kutsche dorthin fahren.

Halt! Halt! Wartet!

Gut. Hier lang. Na komm schon. Na los. Komm schon.

Halt!

Brough, komm schon. Versucht er, die alte Bonnie eifersüchtig zu machen.

Was ist denn los mit Euch?

Euch steigt wohl der Vollmond zu Kopf, was?

Schluss damit! Hört endlich auf! Was ist denn bloß in Euch gefahren?

- Bitte! - Im Winter, wenn wir in die Städte zurückkehren,

dann werden wir durch deinen Charme viel Geld verdienen können.

- Hey, Jungs, nicht so stürmisch, ja? - Ja. Ja.

- Du wirst etwas Unterricht nötig haben. - Bitte, lasst mich gehen.

Ich will doch nur nicht, dass du unschuldig gehängt wirst.

- Lasst mich! Bitte! - Vertrau mir, und ich werde dich vor den anderen beschützen.

- Ich soll die Mätresse eines... - ... Schurken werden. Ja.

Sicherlich würdest du einen Mann vor- ziehen, der dich beschützt und behütet.

- Nein! - Aber ich bin besser als gar keiner.

Habt ihr das gehört? Los, wir müssen hier verschwinden!

Schnell! Nichts wie weg! Na los. Macht schon! Kommt!

Ja, gut so. Fesselt sie!

Sie darf uns nicht entkommen! Ich hoffe, ihr habt sie gut genug gefesselt.

Sie kann uns immer eine gute Belohnung einbringen.

Und als Köder wird sie uns auch von Nutzen sein.

Hört auf! Das ist eine Falle! Diebe!

- Raus hier! Raus hier! - Na los, macht sie kalt!

Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit! Tötet sie! Tötet alle!

Wir können alles gebrauchen! Ja, das ist gut!

Richtig so! Macht sie alle fertig! Es darf keiner entkommen!

Na los, macht schon! Durchsucht sie alle!

Diesmal wird es sich gelohnt haben. Die riechen doch geradezu nach Geld.

Na los!

- Hier! - Wartet! Meine Geldbörse ist nichts im Vergleich zu dem, was ihr bekommt,

wenn ihr mein Leben schont. - Wozu sollten wir Euer Leben schonen?

- Damit Ihr später gegen uns aussagt. - Mein Wort garantiert für eure Sicherheit.

- Los, tötet ihn! - Schont ihn um meinetwillen.

- Was bedeutet er dir? - Er ist ein Verwandter.

Wir haben hier vier Tote hinterlassen, der Galgen wäre uns sicher.

Wir werden diese Diskussion nachher fortführen.

Na meinetwegen, hebt ihn auf und schafft ihn weg!

Na los, macht schon! Seid nicht so zart zu ihm.

- Nicht! - Hört ihr? - Nein! Nicht doch!

Archer, was soll das?

Lasst ihn da liegen. Er wird es sowieso nicht überleben.

Die Beute war kaum so viel Tote wert.

Solange sie Mörder als auch Diebe gleichermaßen aufhängen,

hat es keinen Sinn Zeugen zu hinterlassen.

Jetzt bist du eine von uns.

- Ich finde, wir sollten ihn töten. - Was für ein Verwandter ist das?

- Er ist mein Cousin. - Hat er wirklich das Lösegeld, von dem er gesprochen hat?

- Mir gefällt das Risiko nicht. - Bitte, schont ihn!

- Er kennt uns! - Er würde doch seine Cousine nicht dem Henker ausliefern.

- Du kennst ja meinen Preis. - Ja. - Wir werden das Lösegeld akzeptieren.

- Du bist ein Narr. - Zuerst muss er sich uns anschließen,

nach ein oder zwei Morden wird er uns nicht mehr verraten.

- Einverstanden, Brough? Einverstanden? - Meinetwegen.

- Und was sagst du? - Wenn ihr mich fragt, dann sieht er schon fast tot aus.

Es gibt einen sicheren Weg, um festzustellen, ob ein Mann noch am Leben ist.

Justine! Justine! Justine wird ihn zum Leben erwecken.

Sie wird ihren Vetter wecken, um ihm zu beweisen, dass er noch lebt.

- Justine! - Sie hat die Wahrheit gesagt.

Wenn Eure schöne Cousine nicht wäre, würdet Ihr schon tot in einem Graben liegen.

Hier.

Wenn ihr versucht uns zu entkommen, werden wir ihr die Kehle durchschneiden.

Übernimm die erste Wache. Lass das Mädchen bis morgen zufrieden, Pearce.

Wenn die Zeit kommt, werde ich meine Schuld bereitwillig zurückzahlen.

- Das verspreche ich. - Fesselt sie beide!

Juliette hat mich geschickt, um dich zu suchen.

- Wie geht es ihr? - Sie ist viel glücklicher als vorher.

- Sie ist jetzt meine Mätresse. - Ich schäme mich für sie.

Warum empfindest du eine Scham, die sie nicht empfindet?

Es ist seltsam, um das zu bewahren, was sie so bereitwillig aufgegeben hat,

habe ich schon die ganze Zeit über so leiden müssen.

Noch seltsamer ist, sich in der Gesellschaft von Mördern zu finden.

Die Fesseln beweisen doch wohl, dass ich nicht freiwillig hier bin.

Wenn ich Euch helfe zu fliehen, würdet Ihr mich dann mitnehmen?

Ja, natürlich.

Hier, nehmt dieses Messer.

Bonnie! Bonnie! Sie sind entkommen und die Pferde sind los!

Was? Die Pferde sind los?

Na gut, dann werden wir beide auf dem da zusammen reiten.

- Und was ist mit uns? - Ihr werdet hierbleiben! Wir kommen wieder.

Verdammt nochmal.

Hier im Gasthof sind wir sicher.

Wir werden ein Zimmer nehmen und ich besorg uns was zu trinken.

Danke.

Stimmt irgendetwas nicht, Sir?

Du hast mir mein Leben gerettet, Justine.

Meine Schuld an Euch ist noch größer.

- Da wir gerade von Schulden reden. - Ja?

In London stehen 500.000 Pfund zu meiner Verfügung.

Aber hier und jetzt fehlt mir das Geld für dieses Mahl und für dein Bett.

Bitte.

Es ist Gold, das gestohlen wurde.

Sie haben mich gezwungen, es zu tragen.

Wie kann ich dir das zurückzahlen, wenn nicht mit Gold?

Wenn Ihr den Drang verspürt, mir dankbar zu sein, Sir...

- Du weißt, dass das so ist. - Dann bitte...

Benutzt Eure Dankbarkeit nicht als ein Mittel anderen Nutzen daraus zu ziehen.

Würdet Ihr mir einen Rat geben, Sir?

Ja.

Obwohl ich keine Schuld habe, bin ich zu einer Diebin und Mörderin geworden.

Kommt mit mir nach London zurück.

Deine Verbrechen auf dem Land werden in der riesigen Weite der Stadt untergehen.

Wie soll ich dort leben, wenn nicht durch weitere Verbrechen?

Genauso wie deine Schwester Juliette.

Ja, sie sind bestimmt hier!

- Das werden wir gleich sehen! - Weg!

Na los, seht nach!

Lauf weg! Ich werde nachkommen!

Na warte!

Keine Angst, den werden wir schon kriegen.

Die Hunde werden sie aufspüren!

Wo wollen wir hin?

Ich habe eine Tante, die ein paar Wegstunden von hier entfernt wohnt.

Sie wird dir die Zuflucht anbieten, die du suchst.

- Wie weit ist es noch? - Wir werden vor Sonnenuntergang da sein.

Und da werden wir einfach hingehen?

Du solltest dich vielleicht etwas zurechtmachen.

Ich werde im See baden.

Ich werde aufpassen.

Du Hure!

Da! Die Hunde haben die Spur aufgenommen!

Du bist wohl zu gut für solche wie uns, was Kleine?

- Tötet sie! - Nein! Nein!

Jetzt bist du erst mal richtig dran, Kleine. Komm. Ja, komm her!

- Bitte nicht! - Doch! - Nein!

Ich will auch mal!

Hör doch auf, bitte! Aufhören!

Nein! In den See. Das ist doch viel einfacher!

- Wir lassen sie einfach in den See fallen. - Ja!

Na kommt, Jungs! Reiten wir hier weg!

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