All language subtitles for Art of Crime 3x01 Das Phantom der Oper (1).deu

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Original subtitles

(Mann) Maxime Lesage, "Siegfried-Variationen".

Dritter Akt.

* "Siegfried-Variationen" aus Schwanensee *

* Die Musik verstummt. *

* Schritte *

* Er keucht. *

Maxime!

Kannst du weitermachen? - Ja, keine Sorge.

Geh schon. Du bist dran. Los! - Ja.

(Mann, Lautsprecher) "Sélim Boudia."

"Variationen des Prinzen Siegfried".

Warte! Was ist das denn?

Verdammt, Lea! - Ich geh zu Arsène.

Beeil dich! Wir sind in fünf Minuten dran!

Ich treffe dich im Foyer. - Ja.

* Stimmengewirr *

(Mann) Pass doch auf.

(Frau) Nein, ich hab nicht zugenommen.

(Mann) Ich hatte einen Wadenkrampf - ganz furchtbar.

Dabei hatte ich mich gut aufgewärmt.

Beeil dich, Arsène!

Und wo ist Maxime? - Im Foyer.

Ihr seid gleich dran. Lea, beeil dich!

* Rumpeln *

Maxime, bist du das?

Maxime.

* spannungsgeladene Musik *

Maxime!

Maxime!

Hierher!

Maxime! Hilfe!

Helft mir!

* spannungsgeladene Titelmusik *

Antoine Verlay Florence Chassagne

Ein Mann, der dafür zugänglich ist, kann von einem Gemälde

zu Tränen gerührt sein, klar?

Wenn sein Vater ihn nicht dafür blo- ckiert hätte. Ich kann ihm helfen.

(Frau) Ihm helfen? Ja, doch.

Aber ich ... weiß nicht, wie.

Er ist verschlossen wie eine Auster. Er will nicht mal dran denken.

Er verlässt sich bei seinen Ermittlungen auf mich.

Jedes Mal, wenn ich ihm ein Buch gebe, das ihm helfen könnte,

verliert er es.

Ich weiß nicht, wie er das schafft.

(Therapeutin) Sie und Capitaine Verlay durchlebten gleichzeitig

ein traumatisierendes Ereignis in Ihrer Kindheit?

Mhm.

Und da haben Sie, ohne sich zu kennen, beide angefangen,

mit dem Jungen aus dem Gemälde zu reden?

Sie hatten denselben imaginären Freund?

Ja.

Das ist doch irre.

Könnte ich ihm erklären, wie sehr ihm die Kunst als Kind geholfen hat,

vielleicht würde das seine Blockade lösen.

Oder was meinen Sie?

Hu hu! Ja, ich bin noch da.

Soll ich mit ihm über das Gemälde reden oder nicht?

Ich überlasse es Ihnen, darüber nachzudenken.

* entfernte Polizeisirene *

Glauben Sie an Zufälle, Capitaine?

Nein, das war nichts.

Einfacher.

Kapitän, ich ...

Bonjour, Kapitän. Ja, hallo.

Gut, dass Sie da sind. Wir müssen reden.

Ja. Um was geht es? Gibt es ein Problem?

Nein, kein Problem, gar nicht. Ach so.

Kaffee? Einen Ristretto?

Oder einen Cappuccino? Warten Sie, wir haben keine Zeit.

Ein Operntänzer wurde ermordet. Was?

Ja. Und es steckte ein Gedicht von Degas in seinem Mund.

Degas? Edgar Degas?

Ja. Also befassen Sie sich auch mit Dichtern?

Degas ist kein Dichter. Er ist ein Maler des 19. Jahrhunderts.

Er schrieb zwar auch Gedichte, aber er ist bekannt für seine Gemälde.

Was ist noch? Los, gehen wir! Ja, wir sind unterwegs.

Also Maxime Lesage, 18 Jahre.

War in der Aufnahmeprüfung für die Pariser Oper

und war Schüler in der Ballettschule Degas.

Wie der vom Gedicht? Ja.

Er war der Sohn des französischen Botschafters in Deutschland.

Soll das ein Witz sein? Das heißt viele Anwälte.

Und der neue Staatsanwalt muss beruhigt werden.

Beruhigt? Genau.

Eine Kunsthistorikerin an einem Tatort kennt er nicht.

Verhalten Sie sich ja professionell und diskret, hm? Okay.

Äh ... Ja, natürlich. Gut, okay. Also los.

Wieso sagt er so was?

* Geheimnisvolle Musik *

Danke. Danke.

Wir stellten seine Sachen sicher, suchen aber noch nach seinem Handy.

Okay. Wer hat die Leiche entdeckt?

Lea Ferret, seine Freundin. Sie ist an derselben Schule.

Bring sie her sowie eine Liste aller Anwesenden der Prüfung.

Okay, geht klar. Danke. Super, Greg.

Ist das hier eine Kulisse?

Nein, das ist das "Foyer de la Danse", wo die Tänzer trainieren.

Sehen Sie? Das hat auch mit Degas zu tun.

Er malte oft Tänzerinnen beim Üben.

Da.

Und hier.

Ja, okay. Kommen Sie jetzt.

Guten Tag. Was haben wir?

Er wurde stranguliert. Das lag um seinen Hals.

Danke. (Mann) Ein Band aus feinem Stoff.

Das Gedicht von Degas?

Ja. Es wurde post mortem platziert.

Wieso steckte ihm der Mörder so was in den Mund?

"Das Band ihrer Schritte windet sich rank,

wie ein Vogel ihr Körper ..."

Sie werden doch nicht ... Moment!

"Sie zieht ihre Beine im Sprung zu sehr an.

und plumpst wie ein Frosch."

Tja, er war offensichtlich wütend.

Der Mörder benutzt Degas, um sein Opfer

mit einem Frosch zu vergleichen, als wollte er ihn demütigen.

* düstere Musik *

* Bedrohliche Klänge *

Lea, Lea! Wir wissen, wie schmerzhaft das für dich ist.

Ich hab ihn so geliebt.

War er der beste Tänzer hier?

Ja. Seit 17 Jahren hat niemand mehr die Siegfried-Variation

in der Prüfung getanzt.

So ein Talent hatte viele Neider, oder?

Wie gesagt, niemand hatte Ärger mit Maxime.

Okay. Das glauben wir dir.

Hör zu, wenn dir noch etwas einfällt, ein Detail,

oder du jemanden zum Reden brauchst, dann ruf mich ruhig an, okay?

Hier ist meine Nummer, ja? Danke.

Entschuldigung, nur eine Sekunde. Würden Sie kurz ...

Darf ich fragen, was das ist?

Das sind meine Visitenkarten. Ich bin Gerichtsachverständige.

Klingt gut, hm?

Sie haben Visitenkarten?

Äh ... Ja. Wieso sagst du es ihnen nicht?

Du weißt, wer das war. - Hör auf!

Hey, wovon redet sie? Ich weiß, wer ihn umgebracht hat.

Die Scary Mary.

Wer ist Scary Mary? Ist das eine Tänzerin?

Nein, das ist sie.

Die 14-jährige Tänzerin?

Das ist eine Replique der Skulptur von Degas.

Ja, nur dass unsere hier besonders ist und uns hasst.

Das ist nur eine Legende, über die wir spaßen.

Und die Beleidigungen an den Wänden meines Zimmers und das hier?

Er ist einfach gerissen. Ist das Spaß?

Sie ist neidisch, weil sie nicht mehr tanzen kann.

Okay. Wurde Maxime auch schon von ihr angegriffen?

Nein. - Nein.

Entschuldigung. Was? Was? Was?

Ich weiß, woher die Tatwaffe stammt.

Ich meine, das wär echt toll gewesen.

(Mann) Ja, das ist das Band von der Statue.

Gestern war es noch da?

Ja, ganz sicher. Der Direktor bat mich noch, es zurechtzurücken.

Wissen Sie noch? - Ja, ganz recht.

Danke, Arsène.

Glauben Sie, dass jemand aus der Schule ihn umgebracht hat?

Na, jedenfalls kannte er die Geschichte von Scary Mary, hm?

Aber das ist nur eine Kindergeschichte.

Manchmal gehen Kindergeschichten auch schlecht aus.

Könnten Sie uns mehr darüber erzählen?

Kommen Sie.

Jedes Mal, wenn einem Schüler ein Missgeschick passiert, sagen sie,

das war der Geist von Marie van Goethem.

Marie? Marie van Goethem.

Die kleine Tänzerin, die Degas Modell stand.

Ihre Skulptur erregte großen Anstoß.

Man fand sie hässlich und skandalös. Alles klar.

Man sagte, sie würde Prostituierte werden. Man verjagte sie.

Und deshalb kommt sie zurück und sucht die Tänzer heim.

Ah ja. Sagen Sie.

Die Missgeschicke Ihrer Schüler werden nicht extra herbeigeführt?

Das ist schwer zu sagen. Sie sind nicht gerade nett zueinander.

Es gibt viel Rivalität. Ja, klar.

Also wischen sie sich gegenseitig eins aus. Das beschleunigt

die natürliche Auswahl, hm?

Und dieses Mal ging es zu weit.

Entschuldigen Sie mich. Ja.

Greg! Frag alle Schüler zu der Geschichte von Scary Mary

und ob sie bevorzugte Ziele hatte.

Ja, okay. Mache ich. Danke.

Sehen wir uns das Zimmer des Opfers an?

Ja. Klasse. Dann gehen wir mal.

* düstere Musik *

Er war mein bester Freund.

Hatte er Ärger an der Schule? Hat ihn jemand genervt oder so?

Nein, ich denke nicht. Er war eher ruhig.

Es ist nur ...

Ja? Es ist nur was?

Jemand hat ihm seine Tasche geklaut vor zwei Wochen.

Und ich weiß noch, dass er stinksauer war, weil sein Handy drin war.

Das benutzte er zum Filmen seiner Proben.

Hat er das angezeigt? Nein, er wollte keinen Ärger.

Wir sind es hier gewohnt, die Fresse zu halten.

Man kommt mit elf Jahren hierher, hat jedes Jahr eine Prüfung.

"Wir wiederholen."

"Eins, zwei."

(Mann) Nur die Besten bleiben. Da muss man viele Opfer bringen.

(Lehrerin) "Mehr Körperspannung!"

(Mann) Und still leiden.

(Lehrerin) "Gut so."

"Und eins."

"Zwei."

Maxime wollte ins Ballett der Oper aufgenommen werden, sonst nichts.

Danke, Monsieur Boudia.

Sie können gehen. Youss? Ja?

Begleitest du ihn?

Was hat er bloß gemacht, dass man ihn erwürgt

und ihm ein Gedicht in den Mund steckt?

Ich weiß, es passt jetzt nicht, aber könnten wir kurz reden?

Ich muss Ihnen nämlich was sagen. Dann sagen Sie's doch einfach.

Na ja, es ist heikel. Es ...

Greg würde gern mit Ihnen reden. Wir kommen gleich. Danke.

Schon gut. Ich warte, bis wir unsere Ruhe haben.

Wenn es Sie nicht stört. Okay.

Das ist Scary Mary, das Phantom der Ballettschule Edgar Degas.

Und wenn ich gezielt nach Scary Mary suche ...

Bum! Sie ist der Star einer Creepypasta im Internet.

Einer was? Creepypastas sind urbane Legenden.

Videos, Pseudo-Erlebnisberichte und so was.

Was will man mit so was erreichen? Man jagt sich gegenseitig Angst ein.

Man kann eine Creepypasta zu allem machen.

Wie das Monster des OCBC und so was.

Okay. Das Ziel ist also, die Legende zu nähren.

Genau. Und wenn ich "Scary Mary" eingebe,

finde ich hunderte Videos dazu.

Sehen Sie?

"Wer ist da?"

* Knurren *

* Knurren *

* Sie schreit. * "Ich zerschneide deine Schuhe!"

"Ja! Ich zerschneide sie! Ja!"

Okay, ist das alles? Das verstehe ich nicht.

War denn Maxime auch ein Creepypasta-Opfer?

Nein, dazu hab ich nichts gefunden.

Und hat er selbst auch Videos gedreht? Such mal!

Hm. Ja, Sekunde. Sieh nach.

Mache ich.

Ja, Volltreffer.

Er hat zwölf Videos gedreht. Das sind die Titel.

"Baptiste gegen Scary Mary".

"Baptiste sitzt in der Falle."

"Baptiste scheißt sich in die Hose?"

Es ist immer dasselbe Opfer.

Aber das ist, als hätte Maxime sich auf ihn eingeschossen,

als wollte er ...

Als wollte er ihn demütigen.

Ja.

* düstere, sphärische Musik *

* Schreien *

"Lass mich in Ruhe, verdammt!"

"Baptiste, die dreckige Ratte."

4263 Aufrufe.

"Baptiste scheißt sich in die Hose." Mehr als 5000.

Du bist so was wie der Star dieser Creepypasta, oder?

Warum hat er Ihnen das angetan?

Er mochte mich nicht.

Ende des ersten Jahres lag ich in der Prüfung vor ihm.

Du wolltest dich nicht mehr erniedrigen lassen. Es hat dich ...

Nicht? Ich würde so was niemals tun.

Das hätte ich nicht fertiggebracht.

Hey Youss, nimmst du das mal?

Pass auf ihn auf.

* düstere Musik *

Ich hab Hunger. Gehen wir was essen?

Dafür haben wir keine Zeit. Wir holen uns ein Sandwich.

Greg? Sekunde. Aber ...

Hol uns den Jungen rein, ohne dass es die Schule mitkriegt, ja?

Okay. Aber Capitaine.

Als ich fragte, ob wir was essen gehen ...

Madame Chassagne? Ja?

Haben Sie mir was zu sagen?

Ja. Gut. Na, dann raus damit.

Denn wir brauchen ja nicht Messer und Gabel, um miteinander zu reden.

Hm? Also legen Sie los.

Sie hören mir nie zu, wenn ich was sage.

Ich existiere für Sie nur, wenn es um die Ermittlung geht.

Sonst bin ich unsichtbar für Sie wie das Phantom.

Aber nein, keineswegs. Gar nicht.

Wenn ich sage, das Band der Statue ist die Tatwaffe, dann hören Sie zu.

Das ist magisch. Sind Sie bereit?

Das Band der Statue ist die Tatwaffe.

Der Mörder kennt sich gut aus hier. Hör auf zu filmen!

Hör auf damit!

Hört auf zu filmen! Steck das Handy weg und hör auf zu filmen!

Ich sagte, steck das Handy weg!

* Er seufzt. *

Das ist jetzt ... Bravo.

"Wenn ich sage, das Band der Statue ist die Tatwaffe, hören Sie zu."

"Das ist magisch. Das Band der Statue ist die Tatwaffe."

"Der Mörder kennt sich gut aus hier."

"Hey, hör auf zu filmen! Hör auf damit!"

(Frau, TV) "Esteban Cortes, der Direktor der Einrichtung,

versucht zu beschwichtigen."

"Es gibt Sicherheitsmaßnahmen, und der Unterricht läuft normal weiter."

"Verfallen wir nicht in Panik."

(Frau) "So optimistisch sind nicht alle."

"Meine Tochter bleibt nicht hier. Wir packen zusammen und verschwinden."

Bravo. Wirklich gut gemacht.

Das tut mir leid.

Ich bat Sie um ein ruhiges und kontrolliertes Auftreten.

Das ist ein völliges Desaster.

Den Staatsanwalt traf fast der Schlag.

Warte, Alex. Wir können doch sagen, dass es eine Fehleinschätzung war.

Die Eltern erfahren aus den Medien Details zum Tod ihres Sohnes.

Was soll ich ihnen sagen? Ich rede mit ihnen.

Ich kann mich entschuldigen.

Madame Chassagne, danke, was Sie für uns tun.

Ich habe Sie immer unterstützt. Nein, warte.

Es muss sein. Der Staatsanwalt ist neu und markiert sein Revier.

Es tut mir sehr leid, aber ... ich streiche Sie von der Liste

unserer Sachverständigen.

Sie dürfen nicht mehr ermitteln.

Warte. Das kannst du nicht machen.

Widersetze ich mich, feuern sie uns beide, Antoine.

Es tut mir wirklich leid.

* melancholische Musik *

Gut, dann ...

... gehe ich mal.

Nein, Madame Chassagne, warten Sie!

* Klopfen * Capitaine?

(Pardo) Was? - Der Junge wartet in der Zelle.

Und die Dienstaufsicht ist wegen Ihrer Aussage da.

(Pardo) Soll Greg sich darum kümmern? - Hm?

Soll Greg sich darum kümmern?

Nein, schon gut. Ich komm gleich.

Baptiste wollte die Schule letztes Jahr verlassen.

Er sagte, er hätte keine Lust mehr.

Ich dachte, es läge am Druck.

Aber Mobbing?

Und ich habe es nicht bemerkt.

Für mich waren das nur Streitereien.

Kinder eben.

Das hier war in seinem Zimmer.

Erkennst du sie wieder? Das sind die Spitzenschuhe von Maxime Lesage.

Das da ist Blut, und innen fanden wir Spuren von Glas.

Es wollte ihm wohl jemand schaden oder sich für irgendwas rächen?

Ich weiß nicht, wovon Sie reden.

Also gut, hör zu. Ähm ...

Heute ist wirklich nicht der richtige Tag, um mich zu verarschen.

Verstehst du? Also schicke ich das ins Labor.

Die finden deine DNA. Und dann erklär einem Richter,

wieso du einen Polizisten angelogen hast.

Machen wir's so? Hm?

Soll ich schreiben, dass du die nicht angefasst hast?

Okay, ich war's.

Na, also geht doch.

Das war kindisch. Ich schwöre Ihnen, ich hab ihn nicht getötet.

Das würde ich niemals tun.

Warum verweigerst du uns die Zugangsdaten zu deinem Rechner?

Was versteckst du? Nichts.

Das ist persönlich.

Das ist persönlich, mhm.

Gut, hör zu. Das war's. Du gehst mir auf die Nerven.

Du verbringst jetzt eine Nacht in der Zelle.

Das wird dir gut tun, und mir erst recht.

Okay? Machen wir es so?

* aufwühlende Musik *

Puh.

* Freizeichen *

Papa? "Bonjour. Pierre Chassagne."

"Hinterlassen Sie keine Nachricht. Ich höre sie nicht ab."

* Piepton *

Papa, wieso gehst du niemals ran und reagierst nicht auf SMS?

Was soll ich machen?

Ruf mich bitte zurück. Ich muss mit dir reden.

Hier ist deine Tochter, falls du weißt, dass du noch eine hast.

Ich drücke dich.

Sie haben ihr Gesicht verändert.

Sie gaben ihr eine dreiste, fast schon verdorbene Miene.

Hätte ich eine heilige Jungfrau aus ihr machen sollen?

Sie wussten, was Sie taten. Man hielt sie für eine Prostituierte.

Sie halfen ihr auch nicht, als sie rausflog.

Was verletzt Sie mehr, hm?

Ihr Rauswurf oder Ihr eigener?

* Klopfen *

Madame Chassagne? Was machen Sie denn hier?

Ich dachte, ich wäre raus.

Hören Sie, das tut mir leid.

Tja. Es liegt nur an diesem Staatsanwalt.

Er ist ein Idiot. Haben Sie mit ihm geredet?

Nein, ich halte das nicht für eine gute Idee.

Oh, klar. Sie haben gekniffen.

Nein, das Ganze ist nur ... Nein, schon gut.

Schon gut, schon gut. Vergessen Sie's.

Ich könnte Ihnen weiterhin helfen. Haben Sie Baptiste schon verhört?

Darüber darf ich nicht reden. Bitte?

Solange dieser Fall nicht abgeschlossen ist,

darf ich nicht mehr mit Ihnen reden.

Was soll das heißen?

Wir dürfen nicht mehr ...

Nie wieder? Nein.

Nein, wegen des Ermittlungsgeheimnisses.

Der Staatsanwalt will nichts riskieren.

Wie soll das gehen? Weiß er von Ihrer Kunstblockade?

Dafür hat er mir einen Ersatz zugeteilt.

Was? Na ja.

Eine Ersatzfrau. Eine Kollegin mit einem Bachelor in Kunstgeschichte.

* Furzgeräusch *

Da haben Sie kaum Zeit verloren.

Madame Chassagne. Das ist gut.

Jetzt arbeiten Sie mit einer Polizistin,

nicht mit einer, die sich nicht ans Prozedere hält.

Machen Sie's nicht noch schwieriger. Schwieriger für wen?

Ihnen geht es dabei doch bestens.

Sind Sie nur deswegen hier, war das unnötig. Eine SMS hätte genügt.

Madame Chassagne. Wir sehen uns nicht mehr.

Dann können Sie in Ruhe mit der Polizistin des Staatsanwalts reden.

Kann ich jetzt weiterarbeiten?

Bonjour. Bonjour.

Bonjour. Bonjour, Capitaine.

Salut.

Alles gut? (Mann) Klar.

Capitaine Verlay? Darf ich fragen, was hier vorgeht?

Was soll das? Juliette Mariton. Freut mich.

Wir sagen Du, ja? Äh ...

Ich hab etwas umgeräumt und die Filtermaschine rausgeholt.

Weil Ristretto, Cappuccino, das vertrage ich nicht.

Ba ba ba ba! Warten Sie!

Danke.

Das ist meine Maschine. Ich hänge an ihr.

Deshalb bleibt sie hier.

Sehr schön. Das sind meine Akten.

Also wenn Sie Platz brauchen ... Du, du, du.

Also wenn du mehr Platz brauchst, dann ist das hier dein Platz.

Übrigens, das ist meins. Das ist auch meins.

Die Maschine kommt hierhin, und das ...

So, schön. Das ist dein Bereich.

Und das hier, alles ab hier ist mein Bereich.

Immerhin wisst ihr hier, wie man jemanden willkommen heißt.

Äh ... Sagen Sie, dieses Ding hier, das soll jetzt so bleiben?

Ja?

Ich hab deine Dienstakte gelesen.

Alles ganz ausgezeichnet. Ja, okay.

Ich helfe dir mit deinem Kunstproblem.

Und wir werden super zusammenarbeiten, okay?

Übrigens ... der Mord an der Oper ist so weit geklärt.

Bitte? Was soll das heißen?

Ich hab den Jungen bereits verhört.

Er sah aus wie ein Baby, das zu seiner Mama will.

Ich hab mitgespielt. Und er gab mir Zugriff auf seinen Rechner.

Ich weiß nicht, wie man das woanders macht.

Aber hier informiert man seine Kollegen,

bevor man einen Verdächtigen ausquetscht, aus Respekt.

Reg dich nicht auf. Es musste sofort sein.

Sonst hätte er wieder zugemacht.

Wichtig ist nur das Resultat, nicht? Hier.

Na, los.

Zeichnen kann er, hm?

Ja, und was ... Ist das alles Maxime oder wie?

Deshalb wollte er nicht, dass wir die sehen. Das beweist den Vorsatz.

Ja, was jetzt? Hat er gestanden?

Nein, aber uns bleiben noch zehn Stunden Gewahrsam.

Gehen wir? Du spielst guter Cop und ich den bösen, okay?

Äh ... Okay.

Dann ... Ja, ich komme auch gleich. Fang ohne mich an!

Scheiße! Soll das ein Witz sein?

"Also hast du immer noch nichts damit zu tun?"

Bleib cool, Antoine. Ja, sie ist vielleicht ein bisschen aggressiv.

Etwas? Verarschst du mich?

Die ist schlimmer als ich. Die ist beängstigend.

Das ist Vorsatz. Oder zeichnest du solche Sachen etwa zufällig?

Ja? - Ich hab mich nur abreagiert.

Eine Zeichnung macht mich nicht zum Mörder.

Nein, natürlich nicht. Um hier zu arbeiten, habe ich mir das Leben

und Werk aller Künstler seit dem 14. Jahrhundert reingezogen.

Das sind Hunderte.

Aber du bist der Einzige, der so was schafft.

Du zeichnest etwas, und Bum, wird es wahr.

(Pardo) Du gewöhnst dich an sie.

Weißt du, was sie mir gesagt hat? Das OCBC ist die Zukunft.

Die Zukunft? Ach ja? Ja.

Wow. Sie hat mir erklärt:

Kunstwerke sind neben Drogen und Waffen für Großkriminelle

die wichtigste Geldanlage.

Auf die wartet eine Karriere. Sie ist ein Ass.

Nimm dich lieber in Acht vor ihr.

Sonst sitzt die bald an deinem Schreibtisch.

(Youssuf) Capitaine? Ja?

Das sind die Dateien von Baptiste Jallet.

All seine Ordner und was er recherchiert hat.

Okay. Auch das Gedicht von Degas? Nein, das nicht.

Okay, vielen Dank. Klar.

Danke.

(Mariton) "Ich rede mit dir!"

Ist das nicht komisch? Was?

Ja, er hat recherchiert. Er muss das Gedicht ausgedruckt haben.

Vielleicht hat er es wieder gelöscht.

Er bewahrt also alles auf außer dem Gedicht?

Nein, das passt nicht.

Commandant? Sehen Sie, Sie sind im Fernsehen.

(Mann, TV) "Commandant Pardo vom OCBC leitet die Untersuchung des Mords

an Maxime Lesage, dem Stern der Ballettschule Edgar Degas."

"Der Mord gibt Rätsel auf, wie unsere Korrespondentin erklärt."

(Frau) "Wer verbirgt sich hinter dem Phantom

der kleinen Tänzerin von Degas?"

"Die Legende entstand vor 17 Jahren nach dem Sturz von Aurélien Dufour,

ein Schüler, der auch die Aufnahmeprüfung

für die Pariser Oper abgelegt hatte."

"Die Statue wurde am Vorabend des Unfalls aufgestellt."

"Dadurch wurde die überbordende Fantasie der Jugendlichen befeuert."

"Herr Staatsanwalt, wurde der Mörder von dieser Legende inspiriert?"

(Mann) "Kein Kommentar. Lassen wir die Polizei arbeiten."

"Es gab schon Indiskretionen." Es reicht. Du bist so hässlich.

"Commandant Pardo und sein Team lassen nichts außer Acht."

(Pardo) "Gar nichts." - "Danke."

Dich würde ich gern sehen. Ermittel doch selbst mal.

* schelmische Musik *

Bonjour. Äh ...

Was machen Sie hier? Ja. Bonjour.

Ich bin ... Corinne. Ich bin mit Ihrem Vater hier.

Mit meinem Vater?

Ja. - Ach, da bist du ja.

Habt ihr euch kennengelernt?

(beide) Na ja. - Wunderbar. Ich sagte es ja.

Das wird gut gehen.

(Vater) Wollen wir? Ich will ihr die italienische Galerie zeigen.

Papa, hast du ... Essen wir mal zusammen zu Abend.

Wir drei. Rufst du mich an?

Ja? Lass uns gehen.

Mal zusammen Abend essen?

* Tür * Hey, wie findest du sie?

Ich traf sie in einer Buchhandlung.

Ich dachte nicht, dass mir das noch passiert. Jetzt sag doch was.

Ach ja, Verzeihung. Entschuldige, das finde ich wirklich super.

Hast du meine Nachrichten abgehört? Nein, ich wollte dich anrufen.

Kennst du den Polizisten vom OCBC, der diesen Riesenbock

beim Fall in der Oper geschossen hat?

Das läuft im Fernsehen rauf und runter.

Gehen wir? - Oh, ja doch. Ja.

Wir telefonieren.

Ihre Satinfüße sticken Nadeln gleich, wonnige Bilder und weich.

Nein, verzeihen Sie. Aber Ihr Gedicht, das passt jetzt nicht.

Ich weiß, ich bin verachtenswert.

Das umherhüpfende Mädchen ruiniert meine armen Augen.

Ihr zu folgen macht mir Mühe.

Pardon. Wiederholen Sie den letzten Vers.

Sie wissen wohl nicht, was Sie wollen, Fräulein.

Ruiniert meine armen Augen?

An Ihrem Lebensende waren Sie fast blind.

Ja. Das hat mich nicht gehindert, als Bildhauer tätig zu sein.

Blind wie ... Aurélien Dufour.

* düstere Musik *

Oh! * Der Motor springt an. *

Hey! Fahren Sie, schnell!

Aber was machen Sie da? Man darf uns nicht zusammen sehen.

Ich dachte, Sie hätten mir nichts mehr zu sagen.

Doch. Sie sollen nicht einen Unschuldigen verhaften.

Was? Wie jetzt unschuldig?

Erst nach dem Unfall von Aurélien Dufour

begann das Phantom, sein Unwesen zu treiben.

Ist das nicht seltsam?

Ja, doch, doch.

Aurélien Dufour hatte eine Karriere als Tänzer vor sich, oder?

Mhm. Ja. Und was wurde aus ihm?

Ein Nachtwächter in einem Ramschladen.

Aber warum spielt er ein Phantom, hm?

Und warum bekommt Maxime Lesage eine Extrawurst, hm?

Zu welchem Stück hat Aurélien Dufour am Tag seines Unfalls getanzt?

Die Dingsbums-Variationen.

Zum selben Stück wie Maxime, zu dem seit 17 Jahren

nicht mehr getanzt wurde.

Ist doch Grund genug, nicht?

Und wieder dürften Sie damit Recht haben. Schade, was?

Bitte?

Nichts. Hören Sie, Madame Chassagne. Ja?

Ich weiß zu schätzen, was Sie gerade getan haben.

Aber solange die Ermittlung noch läuft, dürfen wir uns nicht sehen.

Klar? Sonst werde ich gefeuert.

Kein Problem. Ich bin es gewohnt, weil mich alle allein lassen.

Also ... Äh ... Was?

Ach, nichts.

Na, dann. Capitaine Verlay, au revoir.

Nein, aber Sie ...

* unverständliches Stimmengewirr *

Ja, ich war in der Oper. Das Vortanzen war öffentlich. Na, und?

Okay.

Kannten Sie den hier? Nein.

Nein, nicht sonderlich gut.

Aber in der Ballettschule kennen Sie sich gut aus, oder?

Die Eingänge, die kleinen Passagen. Ja, klar. Wieso?

Gehen Sie manchmal hin und machen den Schülern Angst, hm?

Es gibt keinen Grund, warum die nicht auch leiden sollten.

Wir haben diese Tasche bei Ihnen gefunden.

Mit einem Handy darin.

Es gehörte Maxime Lesage und wurde vor zwei Wochen geklaut.

Also ...

Maxime hatte von meiner Arbeit an den Variationen gehört.

Er kam zu mir und bat mich, ihm bei seinem Vortanzen zu helfen.

Okay.

Und haben Sie zugesagt? Nein.

Ich wollte damit nichts mehr zu tun haben, aber ...

Aber was?

Was?

Es war eine Obsession.

Ich konnte nicht aufhören, daran zu denken.

Maxime hatte mir gesagt, dass er alles mit seinem Handy aufnahm.

Deshalb haben Sie es ihm gestohlen.

Und diese Obsession, wie weit ist die gegangen, hm?

Wie war das, ihn tanzen zu sehen? Denken Sie etwa, ich ...

Nein, ich denke gar nichts. Ich versuche nur zu verstehen.

Das hier war auch bei Ihnen.

Dieser Umschlag mit vier Reproduktionen von Degas.

Was ist das mit Degas? Das beschäftigt Sie.

Da ist gar nichts. Warum ist hier eine Briefmarke?

Wem wollten Sie das zuschicken?

Ich weiß es nicht. Keine Ahnung! Das war alles in Maximes Tasche!

Mehr weiß ich nicht. Ich wollte nur sein Handy!

Hast du kurz Zeit?

Ja, sofort.

Warten Sie hier.

Jimmy, passt du kurz auf? Okay.

Danke.

Ich wusste nichts davon, dass du eine neue Spur verfolgst.

Pardon, regst du dich etwa auf, hm? Es zählt doch das Resultat, nicht?

Ah, alles klar. Ich verstehe.

Okay. Ja, ich hätte dir wegen Jallet Bescheid sagen sollen.

Ich entschuldige mich. Zufrieden?

Das ist ein bisschen zu einfach.

Gut, hör zu. Es tut mir leid, in Ordnung?

Ja, ich war gestresst. Ich wollte dir was beweisen.

Es war Scheiße. Das kommt vor.

Können wir noch mal von vorn anfangen und normal arbeiten?

Okay, in Ordnung. Capitaine?

Super. Hm?

Ich hab sein Alibi überprüft.

Ein Regisseur hat sich zum Tatzeitpunkt mit ihm unterhalten.

Sie kennen sich aus seiner Zeit als Tänzer.

Dann war's also nicht Dufour.

Ach, Scheiße!

Ja, dann ... lass ihn gehen.

Ja. Danke, Greg.

Also ...

Also wenn Aurélien Dufour nicht lügt,

was wollte Lesage damit in seiner Tasche?

Keine Ahnung.

Also dann ... mach jetzt.

Mach jetzt was? Na, was sagt dir das alles?

Hm? Du bist doch die Kunstexpertin, nicht?

Ja, ja. Mhm.

Also das hier ist die Ballettprobe auf der Bühne.

Es wurde 1874 gemalt. Degas zeigte es

auf der ersten Impressionisten-Ausstellung.

Ist doch scheißegal. Bitte? Ich verstehe nicht.

Nein, ich ... Äh ...

Red nur weiter, bitte.

Okay.

Also Degas malte immer in seinem Atelier.

Und er gab alles bis ins Detail wieder.

Also in "Die Tanzschule" zum Beispiel, siehst du die Treppe hier?

Hm? Hm?

Die Treppe. Ja?

Die war in der Oper in der Rue Pelletier ...

Warte kurz. Was?

Du erzählst mir jetzt nicht die Wikipedia-Einträge für die Gemälde?

Was willst du von mir?

Ich weiß auch nicht.

Den gemeinsamen Nenner in all dem finden, ein Detail.

Die Kleinigkeit, die man nicht sieht, aber die da ist,

vor unseren Augen, die das Ganze ins Rollen bringt.

Wir ... wir ... Eine Kleinigkeit, die ...

Ich weiß nicht. Ich ...

Vergiss es einfach. Das ist nicht schlimm.

Vergiss es.

* Sie räuspert sich. *

"Treffen im Hotel Beau Passage, Zimmer 104.

Rufen Sie mich nicht an. Vernichten Sie diese Nachricht."

* spannungsvolle Musik *

* schelmische Musik *

Ich bemühe mich um Diskretion.

Ja, das ist Ihnen geglückt.

Na, los, kommen Sie rein.

Aber das ... ist ja ganz reizend.

Hm? Ja, Madame Chassagne? Ja?

Gut, ich komme zur Sache, ja?

Vergessen Sie, was ich gestern gesagt habe, ja?

Ich ... brauche Sie.

Mich? Ja.

Ja, mit der anderen funktioniert es nicht.

Wir kommen nicht voran.

Mit Ihnen zu ermitteln ist ...

Ist? Na ja, ich weiß nicht.

Ähm ... Sie wissen, wie man es findet das ...

Das? Also kurzum.

Zwischen uns funktioniert es eben.

Da ist dieses Ding.

Also das freut mich jetzt ehrlich gesagt.

Aber was ist mit dem Staatsanwalt und dem Ermittlungsgeheimnis?

Ach, das ist nicht schlimm. Wir machen das ganz diskret.

Da uns niemand zusammen sehen darf, benutzen wir die hier.

Toll. Wir kehren zu den alten Telefonen zurück.

Madame? Ja?

Nur noch damit, okay? Ja.

Ich will nur sichergehen. Ja, ich verstehe.

Dann mache ich's mir mal bequem.

Ja, tun Sie das. Gut.

Ähm ... Ja.

Ähm ... Gut, die haben wir bei Aurélien Dufour gefunden.

Er sagt, sie gehörten Lesage. Und ich kann damit nichts anfangen.

War er ein Fan von Degas?

Nein, laut den Zeugenaussagen nicht sonderlich.

Sie glauben an einen Zusammenhang mit dem Mord?

Das weiß ich nicht. Deshalb hab ich Sie angerufen.

Ach, ja. Natürlich, ja. Ja?

Ja, ja.

Ähm ... Okay.

Man sieht, dass das hier nur Proben sind.

Keine öffentliche Aufführung. Okay.

Ja. * Ein Handy vibriert. *

Scheiße! Das ist Mariton.

Ihre Offizielle? Ja, genau. Sehr witzig.

* Er räuspert sich. * Ja, hallo?

Wo steckst du? Ich such dich überall.

Ich ... sitze im Restaurant.

Wieso? Was ist denn? "Also die Laborergebnisse sind da."

Der Umschlag und die Reproduktionen weisen Lesages Fingerabdrücke auf?

Was? Die Fingerabdrücke von Lesages Kumpel, Sélim Boudia.

Er wird reingeholt. "Okay, ich bin gleich da."

Oh, Scheiße!

Gut, ich muss gehen. Falls Sie was haben, rufen Sie mich an, okay?

Und mit dem kleinen Telefon, ja? Alles klar?

Auf Wiedersehen trotzdem.

* Die Tür wird geöffnet und geschlossen. *

Ich fass es nicht.

Es hat mich gefreut, dass der Capitaine sich gemeldet hat.

Aber er ließ mich sitzen, als seine Schnepfe anrief, und ...

Sie klingen, als wären Sie eifersüchtig.

Was? Natürlich bin ich eifersüchtig. Er soll mit mir arbeiten.

Er hat gesagt, dass wir da so ein Ding haben.

Ein Ding? Ja, für polizeiliche Ermittlungen.

Es ist, als wären wir ...

Sagen Sie es ruhig.

Es ist, als wären Sie?

... irgendwie eins.

Ich hätte nie gedacht, dass ich das sage, aber es ist so,

als wäre es ... uns bestimmt, zusammenzuarbeiten.

Vielleicht haben Sie mehr mit ihm gemeinsam, als Sie geahnt haben.

Mag sein.

Was löst das in Ihnen aus?

Ich ertrag es nicht, ihn nicht mehr zu sehen.

Ich will ihn ständig sehen.

Verspüren Sie Verlangen nach ihm?

Du und Maxime, was habt ihr getrieben?

Nichts. Wir mochten diesen Maler.

(Mariton) Das ist alles? Willst du mich verarschen?

Wir haben auf euren Rechnern nichts zu Degas gefunden.

Erkennst du diesen Umschlag? Er war in Maximes Tasche.

Da sind eure Fingerabdrücke drauf.

Also was lief da? Habt ihr per Post Bilder ausgetauscht?

War es so? Hm?

Für wen war der Umschlag bestimmt? Na los, erzähl.

Los, Sélim! - Ist ja gut. Ich weiß es nicht.

Da sind deine Fingerabdrücke drauf. Also weißt du es.

Was verheimlichst du?

(Degas) Sehen Sie sich die Mädchen an, abgemagert, überanstrengt

und vollkommen ungebildet.

Ja, sie kamen auch aus der Unterschicht.

Die Oper nutzte sie aus für ein paar Groschen.

Aber wenn sie tanzen, sind sie wunderschön.

* Degas lacht. *

So eine Bande von Nichtsnutzen. Bitte?

Zuerst machen sie einen Skandal um meine Tänzerin.

Und dann stürzen sie in die Oper, um ihre Beine anzuglotzen.

Mich interessieren nicht nur die Tänzerinnen.

Es ist auch der Blick, der sich auf sie richtet.

* geheimnisvolle Musik *

Der Blick auf sie.

Ja, natürlich.

Der Blick auf sie.

Ja, ja, das ist er, der gemeinsame Nenner.

* Buzzer *

Schnell, ich bin im Verhör.

Okay, die einzige Gemeinsamkeit der vier Gemälde

sind die Männer in Schwarz, die Abonnenten.

Was sind Abonnenten?

Männer, die dafür bezahlten, bei den Proben zuzusehen.

Die sind nicht im Zentrum der Gemälde. Sie lauern im Schatten.

Okay, und was?

Sie spielen für die Tänzerinnen den Mäzen und manchmal auch mehr.

Was soll das heißen "auch mehr"? Haben sie auch mit ihnen geschlafen?

"Ja, manchmal. Sie waren leichte Beute."

Also wenn Maxime so was verschickt hat,

hatte der Adressat doch vielleicht etwas mit diesen Abonnenten zu tun.

"Wer ist dieser Typ? Ein ..."

Ein Zuhälter? Ein Stalker? Ein Voyeur vielleicht?

Keine Ahnung. Er hat leichten Zugang zur Schule und kennt Degas gut.

Da bin ich sicher. "Okay, wir telefonieren."

Mit den kleinen Telefonen. Danke.

Gut, da sind diese Typen in den Gemälden, die die Mädchen anglotzen.

Wo war das? Da.

Und da, hinter dem Holzbalken. Siehst du?

Und wir glauben, dass du jemanden kennst,

der, sagen wir, so ziemlich das Gleiche macht.

Nein. Nein!

Für wen war der Umschlag, hm?

Wir wissen, dass er regelmäßig in der Schule verkehrt. Also?

* düstere Musik * Ich weiß es nicht, wie gesagt.

Wir schnappen ihn mit oder ohne dich, okay?

Nur das Problem ist, wenn du ihn weiterhin beschützt ...

Ich beschütze doch niemanden! Doch!

Das ist genau das, was du tust.

Hören Sie. Nein, es ist nur ...

(weinend) Ich kann nicht. Ich kann nicht.

Nein, ich will nicht sterben. Ich will nicht sterben.

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2020

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