All language subtitles for Art of Crime - S02E06 - Der Maler des Teufels (2).deu

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Original subtitles

* dynamische Titelmusik *

Antoine Verlay

Florence Chassagne

* düstere Musik *

* Er atmet schwer. *

Wohin? Hier ist es, da.

Ach, scheiße. Warten Sie.

Was machen Sie denn?

Nicht, Sie tun sich noch weh. Runter da.

Hier ist nichts.

* Tür fällt entfernt zu. *

Entschuldigung, haben Sie Daniel Sanchez gesehen?

Ja, er ging gerade hier lang. Danke.

Halt, warten Sie! Sie gehen wieder runter, okay?

Wenn Sie ihm begegnen, rufen Sie an. Keine Alleingänge.

Ja, aber ... Kein "aber", Sie gehen runter!

Und wenn Sie ihn sehen, rufen Sie mich an, klar?

* spannungsvolle Musik *

* Er atmet zittrig. *

* spannende Musik *

* Musik schwillt an. *

Hallo? "Er ist im Kreuzgang."

"Und er hat den Umschlag."

Legen Sie nicht auf, ich komme. Halten Sie Abstand, ich komme.

* spannungsvolle Musik *

"Er läuft die Treppe wieder hoch." Bleiben Sie, wo Sie sind. Ich komme.

Er ist im vierten Stock. Bleiben Sie da, ich komme.

Mist. Ich sehe ihn nicht mehr.

Was ist hier los? - Nein!

* Er schreit. * Ah!

* bedrückende Musik * Oh, großer Gott.

* Kameraauslöser *

Wie geht's Ihnen?

Es geht schon. Fahren Sie nach Hause.

Nein, ich bleibe, falls Sie mich brauchen.

Wie Sie wollen.

Und, was sagst du?

(Mann) Das Blut ist schon ein paar Tage trocken.

Die Klinge passt zu den Verletzungen von Cédric Montet.

Okay.

Gut, schick es ins Labor.

Tut mir leid, Pater, ich kann Sie nicht durchlassen.

Wir sind hier noch nicht fertig. - Sie haben ihn dazu getrieben.

Wissen Sie, was Selbstmord für einen Katholiken bedeutet?

Ihr Verhalten ist schändlich.

Schändlich. - Bitte bleiben Sie nicht hier.

Sonst was? Verhaften Sie mich?

Nein, Pater, bitte.

Das bringt nichts.

Ich hoffe, Sie sind stolz auf sich.

Das ist nicht richtig von Ihnen.

Nicht richtig.

Sieh dir das mal an.

Ich denke, das war kein Selbstmord.

Sieh mal.

Darf ich das anfassen? Ja, nur zu.

Das ist von dem Umschlag. Mhm.

Jemand stieß ihn übers Geländer -

nur dass Sie das von da aus, wo Sie standen, nicht sehen konnten.

Welcher Umschlag? Was war in dem Umschlag?

Eine Art Schatzkarte, oder nicht?

Montet war einem verschwundenen Bosch auf der Spur.

Dem Mittelteil des Triptychons "Die sieben Todsünden".

Was?

Er starb nicht wegen einer Zeichnung.

Sondern wegen eines Hundert-Millionen-Euro-Werks.

Ja, und das Messer?

Ich weiß nicht, das könnte auch inszeniert worden sein.

Sehr gut. Okay, danke.

Bis dann, ja.

Die Staatsanwältin legt die Fälle zusammen.

Ich hab den Pförtner befragt. Er war eine Stunde lang weg.

Jeder konnte rein. Es könnte sonst wer gewesen sein.

Gut - wir wissen nicht, was in dem Umschlag war,

aber wer so viel riskiert, hat das Gemälde noch nicht gefunden.

Können Sie es finden?

Ähm, es wird nicht leicht.

Aber am Anfang von Cédric Montets Recherche

stand der Verkauf von 1802.

Wenn wir das Gemälde vor ihm finden, dann können wir ihn erwischen.

Na, dann legen Sie los, ja?

Okay, dann später. Also, fassen wir zusammen:

Wer außer Cédric Montet hat von diesem Umschlag gewusst?

Mario Carras, der ist in der Psychiatrie.

Daniel Sanchez, der ist jetzt tot. Céleste Lafleur.

Die kleine Tätowiererin.

Mademoiselle Lafleur ist bereits im Verhörraum.

Okay, ich hol meine Akte, dann komm ich.

* unheilvolle Musik *

Warum sind wir keine Freunde mehr?

Du, ich nehm deine, ich hab meine zu Hause vergessen.

Klar.

Sie haben den Umschlag nicht aufgemacht,

als er bei Ihnen war? Nein.

Okay. Die Notizen auf der Skizze, haben Sie die gesehen?

Was für eine Scheiße.

Nein, hab ich nicht.

Wieso, was stand da?

Nur Notizen, um ein Einhundert- Millionen-Gemälde wiederzufinden.

Was, wie bitte? Ja.

Das wusste ich nicht.

Davon hat Cédric nichts gesagt.

Sie erinnern sich vielleicht nicht an die Notizen auf der Skizze,

aber erinnern Sie sich an Ihre Textnachrichten?

"Du bereicherst mein Leben", "Schatz, kommst du heute Abend?",

"Mein Liebster, wo bist du?", bla, bla.

Rund ein Dutzend Weitere. Na und?

Cédric Montet war am nächsten Tag tot,

da klingt das ein bisschen falsch, nicht? Hm?

Wie eine, die zu dick aufträgt, um zu verbergen, was sie vorhat.

Sie kriegen wohl schon lange keine Liebesnachrichten mehr.

Hm. Hm.

Ist man verliebt, antwortet man auf so was, oder?

Er hat Sie aber komplett ignoriert.

* Sie schnaubt. *

Interessierten Sie sich zu sehr für seine Recherchen?

Wenn er nicht geantwortet hat,

dann nur, weil er sein Handy vergessen hatte, okay?

Und wo war er? Ich hab keine Ahnung, wo er war.

Er wollte was recherchieren.

Kann ich abhauen? Sie fangen an, mich tierisch ...

Darf ich abhauen?

Ihre Version ist schlüssig:

Auf Cédrics Telefon hat sich bis 19 Uhr nichts getan.

Und laut Ortung lag es den ganzen Tag im Priesterseminar.

Dem Pförtner zufolge war er auch den ganzen Tag dort.

Ja, aber hast du dir den mal genau angesehen?

Prüf, wann er nicht auf dem Posten war.

Okay.

Gehen Sie nicht rein?

Äh ... doch, ja.

Ja, ja.

(mit dünner Stimme) Siehst du?

Ich geh dann mal. Ja.

* nachdenkliche Klänge *

Wir wissen nicht, was Cédric Montet zwischen zehn und 18 Uhr machte,

bevor er zu seiner Schwester ging.

Und wie läuft Ihre Schatzsuche bisher?

Das Gemälde taucht zum ersten Mal 1802 in Den Haag auf.

Mhm. 1920 wird es in Frankreich verkauft

an einen gewissen Maurice Lebrun.

1944 verstirbt er kinderlos.

Das heißt, über 70 Jahre lang keine Spur mehr von dem Gemälde.

Ist geklärt. Ich weiß, wo Cédric Montet war.

Und zwar? Er stieg um 10.30 Uhr aus der Bahn,

und zwar in Dourdan. Was wollte er denn in Dourdan?

Weiß nicht. Er kennt da keinen, keine Freunde, keine Familie.

Da leben fast 10.000 Menschen, wir ziehen nicht von Tür zu Tür.

Madame Chassagne, haben Sie noch Mitglieder

der Familie Lebrun gefunden? Eine Cousine.

Wollen Sie ihre Kontaktdaten?

Aber natürlich, ja. Moment, da ist alles durcheinander,

es gab ziemlich viel zu notieren. Aber hier.

Danke.

Ja, bonjour. Capitaine Verlay, Kriminalpolizei.

Ich bräuchte eine Auskunft über einen Ihrer Vorfahren:

Maurice Lebrun.

Maurice, ja.

Ich muss nur wissen, ob er eine Verbindung nach Dourdan hatte.

Verstehe.

Vielen Dank. Wiederhören.

Und?

Also:

Maurice Lebrun hat ein Landhaus besessen,

in Dourdan.

* dynamische Musik *

Denken Sie, Cédric Montet hat das Gemälde dort gefunden?

Na, ich weiß nicht, wir werden sehen.

Kann ich Sie was fragen?

Ja, natürlich.

Ich, äh, bin ...

Ich bin wie Sie.

Wie ich?

Ja, ich ...

(stammelt) Ich, ich sehe jemanden.

Aber das ist super.

Wirklich, ich freue mich für Sie.

Das wird Ihnen so gut tun. Das ist eine gute Nachricht.

Warten Sie, nein ...

Ich, ich sehe jemanden, so wie Sie Ihre Maler.

Das wollte ich sagen.

Sie ...

Wollen Sie sagen, dass Sie auch Tagträume haben?

Nur dass ich ihn nicht sehen wollte, verstehen sie?

* Tiere rufen. *

Deshalb denke ich, dass das mit Bosch,

die dämonischen Erscheinungen und so weiter,

nicht die richtige Therapie ist, um ein Kunstproblem zu behandeln.

Was sagt er denn? Was er sagt?

Er sagt, dass er mein Freund war. Er nennt sich mein Freund.

Und Sie haben ihn nicht erfunden? Nein, sicher nicht.

Nein. Dann ist er doch eine Erinnerung

oder ein Schulfreund gewesen. Wie sieht er aus?

Das kann ich Ihnen zeigen. Ich hab ein Phantombild erstellt.

Was? Ich hab ein Phantombild erstellt.

Bitte. Ich hab es meiner Mutter gezeigt. Ihr sagt es nichts.

Haben Sie es auch Ihrem Vater gezeigt?

* Er seufzt. *

Mein Vater hat sich noch nie für mich interessiert.

Dem sag ich doch nicht, dass ich Geister sehe.

Das ist lächerlich, der hält mich doch für irre.

Wenn er das nicht schon tut.

Eigentlich ... na ja, also, vielleicht könnten Sie mir helfen.

Ich? Ja.

Suchen Sie etwas?

Ja, bonjour, Madame.

(leiser) Weil Sie auch seltsame Sachen sehen.

Hm?

"Ich, ich denke, ich kann das nicht mehr."

Man versteht ja kein Wort.

Hm.

Der arme Junge. Er war sehr charmant.

Oh, charmant?

Zuletzt war er dir noch zu zappelig.

Hat er Ihnen Fragen gestellt? Er hat ein Gemälde gesucht.

Ein Gemälde gesucht.

Hat er's gefunden? Er war 30 Jahre zu spät dran.

Ein Künstler hat es 1987 geholt.

Ein Künstler ... Nein, er war doch kein Künstler.

Er hat Kunstgeschichte studiert.

Um es kurz zu machen: Ich hab es ihm verkauft.

Beim vorherigen Eigentümer lag es auf dem Speicher.

Es war ein grell bemaltes Holzstück. - Grässlich.

Und zerbrochen war es auch. - Voller Dämonen.

Da hätte selbst Gott geschaudert. Na ja.

Wir sind's losgeworden.

* Sie lacht. *

Natürlich, ich verstehe.

Ähm ...

(räuspert sich) Und kennen Sie den Namen dieses Studenten?

Da haben Sie Glück.

(murmelt) Ich denke ...

Wo hab ich das? Nein, da nicht.

Ich hatte es doch ...

Ach, wo? Ah, hier.

Die Rechnung hatte ich dem jungen Mann auch gezeigt.

(Dame) Er muss immer alles aufheben.

Und es hat seinen Nutzen. - (lacht) Ja, ja, hast ja recht.

"Benoît Rouvre". So hieß der junge Mann.

Okay.

Ja, Greg, kannst du bitte was über Benoît Rouvre herausfinden?

Ja, "Rouvre" wie, äh, Rouvre.

Also hat Monsieur Lebrun das Gemälde hier versteckt,

bevor er gestorben ist. * Handy vibriert. *

Ja, Greg? Nein, nein, wir sind schon raus.

Warte - er ist gestorben? Wann?

* Er seufzt. *

Gut, ich ruf dich zurück. Danke.

Benoît Rouvre ist am 10. September 87 gestorben.

Sehen Sie mal. Ja, ich weiß.

Das war einen Tag nachdem er es gekauft hatte.

Es gab eine Ermittlung, aber die wurde eingestellt.

Fahren wir.

* Autotüren fallen zu. *

Die Universität hat uns ein Foto von Benoît Rouvre geschickt.

Alles, was ich weiß, ist, dass er für Montets Großvater gearbeitet hat.

Aber ist der nicht ein Jahr zuvor gestorben?

Ich hatte mir das doch notiert.

Ja, 86 war das.

Sie müssen zusammen nach dem Triptychon gesucht haben.

Und nachdem er es fand, hatte Rouvre einen Unfall.

Der Polizeibericht und die Beweise warten morgen im Archiv auf Sie.

Okay, super, danke.

* Antoine seufzt. *

Capitaine? Hm?

Ich habe mal über Ihr Problem nachgedacht.

Ja, und?

Also,

ich sprach mit meiner Psychiaterin darüber ...

Warten Sie, Sie sprachen mit Ihrer Psychiaterin über mich?

Ja, aber ich hab nicht gesagt, dass es um Sie geht.

Hm.

Okay, und was hat sie gesagt?

Sie nennt das "wahnhafte Anfälle".

Die können so schnell verschwinden, wie sie gekommen sind.

Oder Monate dauern.

Monate?

Sie denkt, sie wurden durch einen emotionalen Schock ausgelöst.

So was wie das Auftauchen Ihres Vaters.

Was hat das mit meinem Vater zu tun? Es ist doch ...

* Er seufzt. *

Sie müssen verstehen, wer er ist.

Wieso er da drinnen ist, ganz tief.

Und wieso er gerade jetzt an Ihre Tür klopft.

* heftiges Klopfen *

Kennst du den?

Ist das für eine Ermittlung?

Ja. Wir untersuchen die miese Kindheit, die ich deinetwegen hatte.

Also, war er mein Freund, als ich klein war?

Nein.

Nein, du hattest viele Freunde, und an diesen Chorknaben

würde ich mich erinnern.

Wie schade.

Jetzt hättest du mal nützlich sein können.

Willst du reinkommen?

Du erinnerst dich wirklich an nichts

aus deiner Kindheit hier?

* nachdenkliche Musik *

Trotzdem danke.

Das tut mir leid, Antoine. Nicht so wie mir.

Ich hab noch Sachen von dir gefunden.

Einen ganzen Karton voll, er steht in meinem Büro.

Vielleicht hilft dir das, dich zu erinnern.

Das kommt etwas zu spät.

* Schritte entfernen sich. *

Wir rekonstruieren Ihr Triptychon.

* Bosch atmet tief ein. *

Freut Sie das nicht?

Wissen Sie, manchmal ist mein Pinsel schneller gewesen als mein Denken.

Bereuen Sie, den Klerus derartig angeprangert zu haben?

Ich bin zu weit gegangen.

Viel zu weit.

"Und ich sage dir, du bist Petrus,

und auf diesem Felsen will ich bauen meine Kirche."

Trotz all ihrer Exzesse

repräsentiert die Kirche Gottes doch den Herrn auf Erden.

(flüstert) Denken Sie, Sie hätten sich versündigt?

Wenn das Gemälde verschwunden ist, dann war es Gottes Wille.

Und jene, die Gott zuwiderhandeln, riskieren, seinen Zorn zu entfesseln.

So, als wäre das Gemälde verflucht, oder wie?

Glauben Sie an so was?

Ich nicht, aber der Mörder vielleicht.

Denn sehen Sie mal genau hin:

Cédric Montets Großvater hat das Gemälde gesucht

und stirbt frühzeitig an einem Herzinfarkt.

Und danach Benoît Rouvre, der ebenfalls nach ihm gesucht hat.

Und nach ihm Cédric Montets Mutter Catherine,

die die Unterlagen erbt und bei einem Autounfall stirbt.

Cédric Montet und Daniel Sanchez sind auch tot.

Alle mit der Möglichkeit, das Bild wiederzufinden,

sind gestorben. Vorzeitig.

Also, was ...

(leiser) Denken Sie, ein Typ mordet seit 30 Jahren,

um zu verhindern, dass man es wiederfindet?

Sie etwa nicht? Nein, ich denke,

wir konzentrieren uns erst mal auf den Fall Rouvre.

Wenn Sie mir folgen würden. Ja, danke.

Madame Chassagne!

Ja? Kommen Sie mal.

Haben Sie es gefunden? Ja.

Wo sind Sie denn? Na, hier.

Und wo "hier"? Na, immer noch hier im Archiv.

Hier hinten.

"H-Bomb 1970". Rouvre hat eine Kopie vom letzten Bootleg der Devils.

Bitte? Sie fanden es in seinem Auto.

Ein Boot-was? Ich ...

Ein Bootleg. Das ist eine superseltene Raubkopie.

Davon wurden nicht mehr als 200 Stück gemacht.

Okay.

Gut, und jetzt ab. Aber was machen Sie denn?

Nichts. Ich nehm sie, kopier sie und bring sie wieder zurück.

Wenn uns jemand sieht? Hier ist keiner.

Sehen Sie mal da rein.

"Tödlicher Sturz im Seminar von Saint-Donatien."

Sehen Sie mal: Benoît Rouvre.

Er ist im Seminar umgekommen, wie Daniel Sanchez.

Verdammt, was hat er denn da gemacht?

* düstere Musik *

Hier.

Wie war Ihre Theorie grade noch?

Ein Typ legt alle um, um den Zorn Gottes zu vollstrecken?

Aber warum?

Sehen Sie mal, wer vor 30 Jahren der Polizei erklärt hat,

dass Rouvres Tod ein Unfall war.

* Musik spielt weiter. *

(Christophe) Ja.

Ich war Benoît Rouvres Beichtvater und sein Freund.

Von diesem Gemälde habe ich überhaupt nichts gewusst.

Rouvre und Daniel Sanchez starben auf dieselbe Weise.

Jedes Mal waren Sie da, als sie die Seminarstreppe hinunterstürzten.

Und jetzt soll ich sie getötet haben?

Warum hätte ich das tun sollen? Können Sie das erklären?

Damit das Gemälde verschwunden bleibt.

Aha. Hm ... Es ist eine Kränkung für die Kirche.

Nicht wahr? Und Sie denken, ich habe

wegen eines Gemäldes drei Menschen getötet?

Nein, fünf Menschen.

Ich bin also verrückt?

Na ja, verrückt nach Gott vielleicht, ja.

Hören Sie,

ich bin alt.

Aber ich setze mich für eine moderne und tolerante Kirche ein.

Eine, die liebt und ihrem Nächsten hilft.

Juden, Moslems, das spielt keine Rolle.

Wir dürfen nicht mit Gewalt reagieren

auf eine Karikatur.

Ich bin kein Fanatiker.

In Ordnung?

Halten Sie sich zur Verfügung, wir rufen wieder an.

Du nimmst ihn nicht in Gewahrsam?

Die Durchsuchung ergab nichts. Ohne Gemälde ist die Anklage unhaltbar.

Und die Aussage aus Dourdan? Die beweist nicht, dass es echt war.

Auch nicht, dass Rouvre es im Seminar bei sich hatte.

Ah, Greg. Hast du die Krankenakten von Großvater und Mutter überprüft?

Ja. Nichts Verdächtiges auf den ersten Blick.

Bei der Mutter kam das Auto von der Straße ab,

das wurde als Unfall eingestuft. Der Großvater hatte 'nen Herzinfarkt.

Ja, na klar.

So was lässt sich auch provozieren.

Weißt du was? Wir vernehmen noch mal alle, die sie kannten.

Geht ihr zu Laura Montet, ich hol mir Pater Thomas.

Warum haben Sie mir das nicht heute Morgen schon erzählt?

Er war wirklich in Ihrem Badezimmer?

Ja, er stand genauso real vor mir wie Sie jetzt.

(zu sich) Scheiße.

Und, was sagt Ihre Psychiaterin dazu, hm?

Die muss Ihr Problem nicht verstehen, Capitaine.

Ich will Ihnen ja helfen.

Aber nur Sie können ergründen, was mit Ihnen los ist.

* Er seufzt. *

Und Ihr Kumpel hat nicht irgendeinen Tipp für mich oder so?

Welchen Kumpel meinen Sie? Na ja, Bosch.

Der hat's doch mit Dämonen, oder?

Capitaine ...

Das ist nicht der echte Hieronymus Bosch.

Er ist nur in meiner Fantasie.

In meiner Vorstellung.

Gut, wissen Sie ...

Vergessen Sie, was wir gesagt haben.

Das war Quatsch, ich hätte nichts sagen sollen.

Vergessen Sie es einfach wieder.

Bei meiner Mutter lag die offene Handtasche auf dem Beifahrersitz.

Ich denke, sie hat ihr Handy gesucht.

Dumm, was?

Und Ihr Großvater?

Laut Familienlegende hatte er sein Leben Hieronymus Bosch gewidmet.

Er hatte einen Herzinfarkt und starb inmitten seiner Assistenten.

Hören Sie, ich kann Ihnen leider nicht helfen.

Ich kannte seinen Großvater nicht.

Ich traf dessen Tochter Catherine erst nach seinem Tod.

Sie war einsam, also suchte sie Zuflucht bei Gott.

Einer von ihnen hieß Benoît Rouvre, sagt Ihnen der irgendwas?

Nein. - (Thomas) Nein.

Wer ist Benoît Rouvre?

Ein Assistent von Charles Montet, der 1987 starb.

Wir suchen nach einer Verbindung zwischen ihm,

Cédric, Daniel und Pater Christophe.

Pater Christophe?

Was hat er damit zu tun?

Gibt es ein Problem mit ihm? - Dazu kann ich nichts sagen.

Wenn Ihnen noch was einfällt, sagen Sie Bescheid.

Ja, natürlich.

Ehrlich gesagt, fällt mir nicht mehr ein.

Mein Großvater war verrückt nach Bosch,

meine Mutter nur verrückt.

Das ist die Familie Montet.

Vielleicht schreibe ich ein Buch darüber.

Das Bootleg der Devils, woher ist das?

Von Pater Thomas, als ich anfing, mich für Rock zu interessieren.

Moment. Woher kannte Pater Thomas Ihre Mutter?

Mein Großvater engagierte ihn für seine Recherchen.

Damals war Thomas Student und noch kein Priester.

Ein Student des Großvaters. Wie Benoît Rouvre.

Pater Thomas kannte Benoît Rouvre?

Das seltene Bootleg, das Rouvre kopiert hat, stammt von der hier.

Und das kann kein Zufall sein. Nein, natürlich nicht.

Ich hab gesagt, wie selten das ist. So was ist nicht zu kriegen.

* bedrohliche Klänge *

Sie wollten mich sehen, Pater.

Du hast mir nie gesagt,

dass Benoît das Gemälde von Bosch gefunden hatte.

Du hast mich belogen, Thomas.

Du hast geschworen, dass es ein Unfall war.

Es ging dir schlecht. Du warst niedergeschlagen.

Dein Leben wär vorbei, sagtest du.

Und dass die Polizei dir nie glauben würde.

Und ich nahm dich auf. Mit offenen Armen, Thomas.

Es war ein Unfall.

Und Cédric?

Und Daniel?

Nur wegen eines Gemäldes.

* verstörende Klänge *

Es ist nicht irgendein Gemälde.

Also doch.

Du denkst tatsächlich, dass Gott dich auserwählt hat?

Um ihn zu schützen?

Vor der Kränkung durch ein Bild?

Als der Herr Cédrics Mutter zu sich nahm,

verstand ich endlich.

Er sandte mir eine Botschaft.

Alles ergab Sinn.

Charles, Benoît.

Und dann Catherine.

Der Allmächtige wollte es so.

Ich war nur der Arm unseres Herrn, der seinen Willen auf Erden erfüllt.

Warum konnte ich nicht sehen, dass du verrückt geworden warst?

* verstörende Musik *

Sieh her. Der heilige Antonius.

Er widersteht den Dämonen,

die die Züge des Glaubens annehmen und so gerissen sind,

dass sie sogar Jesu Christi Gestalt annehmen können.

Du hast dich verirrt, Thomas.

Bosch ist ein Häretiker.

Unser Herr ist es, der zornig ist, nicht ich.

Du kannst nicht hierbleiben, Thomas.

Du musst dich für deine Taten verantworten,

dich der Polizei und der Justiz der Menschen stellen.

Jetzt gleich, sonst werde ich es tun.

* verstörende Musik *

Der Teufel nimmt die Gestalt der Menschen an.

Selbst der heiligsten.

* Musik schwillt an. *

* treibende Musik *

Verzeihung.

* Musik wird ruhiger. *

Gehen wir wieder runter und fragen Pater Christophe.

Warten Sie.

Was ist?

* beklemmende Musik *

* Sie holt tief Luft. *

Sehen Sie. Das Gemälde.

(Mann) Was machen Sie da?

Wissen Sie, wo Pater Thomas ist?

Äh ... Ich habe ihn in der Kapelle gesehen.

Okay. Sie kümmern sich um das Gemälde.

Ich suche ihn, okay? Rühren Sie sich nicht weg.

Vorsicht. * spannende Musik *

Scheiße.

Verzeihung, Polizei.

Pater Christophe?

Pater, hören Sie mich? Ich rufe den Notarzt.

In Ordnung? * Er stöhnt. *

Das wird schon wieder.

Es ist eine posthume,

sehr schöne Kopie.

Ich hab das Holz analysieren lassen.

Sie wurde zehn Jahre nach seinem Tod angefertigt.

Aber die Komposition ist von ihm.

Nur Bosch konnte solche Gräuel erfinden.

Gräuel, die niemand sehen darf, nicht wahr?

Kaum war er ein berühmter Maler geworden,

vergaß er seine Mission,

die Menschen zu Gott zu führen.

Kommen Sie.

Wo gehen wir hin?

* düstere Musik *

Sie wussten, dass Cédric Montet dem Gemälde auf der Spur war,

als Sie seine Tätowierung entdeckten. Für Sie war klar:

Er änderte sein Leben und verließ damit den Pfad Gottes.

Sie manipulierten Mario Carras und Daniel Sanchez,

die Notizen des Großvaters zu stehlen.

Cédric ist egoistisch und stolz, anstatt seinem Nächsten zu helfen.

Aber ...

Wie stelle ich das an? - Bitte Daniel Sanchez, zu helfen.

Sein Zimmer ist direkt neben dem von Cédric.

Bring mir nur diesen Umschlag. Mehr verlange ich nicht.

Ja, Vater.

Mario. - Ja?

Du weißt, dass ich dir helfe? - Ja.

Sicher?

Wenn du mir nicht gehorchst

oder jemandem von diesem Gespräch erzählst, selbst Daniel,

versichere ich dir: Dein Körper und deine Seele

werden für alle Ewigkeit in der Hölle brennen.

Aber es war zu spät.

Cédric fand das Gemälde durch die Notizen seines Großvaters

und erfuhr, was Benoît Rouvre dank Ihnen im Treppenhaus zugestoßen war.

Und all das, weil er das Gemälde ohne Sie beschafft hatte.

Ohne den treuen Studenten des Großvaters,

den Freund der Familie.

Cédric muss aufgewühlt gewesen sein, als er die Wahrheit erfuhr.

Es war ein Unfall.

Und du hattest das Gemälde die ganze Zeit hier? Warum?

Es ist mein Kreuz,

das ich seit 30 Jahren trage, um für seinen Tod zu büßen.

Ich erlag meinem Zorn, Unfall oder nicht. Ich bin verantwortlich.

Thomas, hör mir zu.

Wir können so ein Werk nicht wegen eines Unfalltodes hier verstecken.

Du hast genug bezahlt.

Es wird Zeit, dir selbst zu vergeben.

Ich bin sicher, der Herr hat das bereits getan.

Sie konnten nicht riskieren, dass das Gemälde wieder auftaucht.

Mag sein. Oder das Cedric Sie verrät.

(Cédric) Thomas.

Lass uns morgen das Gemälde in den Louvre bringen, gemeinsam.

Sie vereinbarten ein Treffen am nächsten Tag im Louvre -

angeblich, um das Gemälde zu übergeben.

Du hast recht, Cédric. Doch das war nie Ihre Absicht.

Die Zeit der Vergebung ist gekommen.

* düstere Musik *

Alles in Ordnung?

* Cédric ächzt. *

Sie sorgten dafür, dass Daniel Sanchez dafür beschuldigt wurde

und holten sich die Notizen des Großvaters, die er hatte.

Um ihre Logik zu Ende zu führen.

* Er schreit. *

Wo gehen wir hin? Seien Sie still.

So hab ich ihn gefunden. Ich hab den Notarzt gerufen.

Das wird wieder. Kümmerst du dich um ihn, Greg?

Ja, geht klar. - Wo ist die Chassagne?

Rein da.

Pater, bitte lassen Sie mich gehen.

Hier geht niemand.

* bedrohliche Klänge *

* Sie jammert leise. *

Nein, ich ... ich bitte Sie, tun Sie das nicht.

Das hat mich mit ihm vereint.

Mit dem Allmächtigen. Ich bitte Sie.

Mein Geheimnis.

Jetzt gibt es kein Geheimnis mehr.

Halt! Hören Sie auf! Aufhören!

(dumpf) Hören Sie auf!

Das kommt von da unten.

* spannende Musik *

Sei still.

Wirst du vernünftig sein?

(wimmert) Ja.

* spannende Musik *

Nein, tun Sie das nicht.

Pater, bitte lassen Sie es mich nur einmal sehen.

(dumpf) Nein, tun Sie das nicht!

Bitte tun Sie das nicht!

Florence!

Florence! Ich bin hier!

Ich bin hier! Mach auf.

Ganz ruhig! Keine Bewegung.

* Er ächzt. *

Ganz ruhig, keine Bewegung. Ganz ruhig.

Alles okay?

(Kind) Erinnerst du dich immer noch nicht?

Nein.

Hilf mir doch dabei.

Wieso hast du nicht in den Karton geguckt?

Redest du von dem Karton,

den dieser Mistkerl mir andrehen wollte?

Meinst du den?

Sag mal, mein Vater - kennt der dich?

* ruhige Musik *

Dieses Schwein.

Ich denke an ihn.

Er hat mich um Hilfe gebeten, aber ...

Ich steck doch nicht in seinem Kopf.

Mhm.

Ich brauche erst mal Ordnung in meinem eigenen.

Und Sie?

Woran erinnert Sie der kleine Junge?

An nichts.

Hat es Sie berührt, als er davon erzählt hat?

Ja, natürlich hat es das, ich ...

Ja? Was?

Hey! Aufmachen!

Ich denke an meine imaginären Freunde.

An meine.

Als ich Claude Monet zum ersten Mal sah.

Als Sie ein kleines Mädchen waren?

Das war nach dem Tod meiner Mutter.

Ich kann nicht mehr mit denen reden.

Aber wenn du willst, rede ich mit dir.

Das tut gut, wenn man traurig ist.

Es bleibt unter uns.

Alle Maler können mit dir reden.

Mit uns bist du nie wieder allein.

Der kleine Junge ...

Ich muss gehen.

* Türschloss bricht. *

Michel!

Michel!

Commandant Pardo? Hier ist Florence.

Wo ist Capitaine Verlay? Ich muss ihn sprechen.

Michel!

Bei seinem Vater? Sind Sie sicher?

Michel!

Okay. Ich meld mich wieder.

* spannungsvolle Klänge *

* Handy vibriert. *

* Handy vibriert weiter. *

(Michel) Ein gemeinsames Konto? Wozu?

Wir sind nicht mehr zusammen! - Du hast mir alles genommen!

Wie sollen der Junge und ich das schaffen?

Hör auf! Das war's, hast du's?

Oder willst du noch meine Tapeten mitnehmen, hä?

Oder noch ein paar Bücher ... Keine Sorge, das wird wieder.

* Streit im Hintergrund *

Ich hab Maman gebeten, dich mitzunehmen.

Nein, das nicht! Kommt nicht in Frage.

(Mutter) Lass ihn! - Nimm deine Schmutzfinger weg.

Lass es mir, Papa, bitte.

Gewiss nicht, du kleiner Scheißer. Glotz nicht so!

Hörst du nicht? Guck nach unten! Er ist mein Freund.

Dein Freund, aber mein Gemälde.

Ich hab es bezahlt, von meinem Geld. Gib es mir!

Deine Mutter nimmt schon den Rest. Bitte, Papa.

(Mutter) Du hast kein Recht, dich so aufzuführen. Lass ihn in Ruhe!

* getragene Musik *

Capitaine?

Ich hab ihn gefunden.

Ich weiß.

Ich wollte nie mehr ein Gemälde sehen.

* Musik spielt weiter. *

Sehen Sie ihn?

Erinnerst du dich jetzt?

Du warst sehr traurig, als wir getrennt wurden.

Und dann hast du mich vergessen.

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2020

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