All language subtitles for Art of Crime - S02E05 - Der Maler des Teufels (1).deu

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Original subtitles

* düstere Klänge *

(flüsternd) Jesus Christus.

Durch die Gemeinschaft deiner Priester

wolltest du immerdar unter uns weilen.

* spannungsvolle Musik *

Mach, dass ihre Worte nur die deinen seien.

Dass ihre Gesten die deinen seien.

Dass ihr Leben das getreue Abbild des deinen sei.

* bedrohliche Musik *

* knarzendes Holz, Kirchenhall *

* Eine Tür fällt ins Schloss. *

* sanfter Chorgesang *

Alles in Ordnung?

* Messerhieb *

* Messerhiebe, Stöhnen *

* Stöhnen *

* Windstoß *

* dröhnende Musik *

* Dröhnen wird lauter. *

* spannende Titelmusik *

Antoine Verlay Florence Chassagne

* Klicken des Kulis *

Weiß Pardo davon?

Wovon? Na, das mit Ihrer Therapie.

Sie ermitteln immerhin beim OCBC und haben eine Kunstblockade.

Ja, so ist das nun mal. Hören Sie ...

Er muss Sie rauswerfen. Das ist doch klar.

Er muss es doch nicht erfahren. Oder?

Wie bitte? Aber ja.

Sagen Sie ihm einfach, dass die Kunsttherapie,

dass sie super bei mir funktioniert,

dass ich anfange, mir Sachen zu merken.

* abfälliges Schnalzen * Was?

Nein. Warum nicht?

Weil ich dafür zu ehrlich bin.

Was hat das denn bitte damit zu tun? Okay.

Wir machen es wie bei den Dyslektikern.

Die dürfen nicht aufhören zu lesen, für Sie gilt dasselbe:

Konzentration. Wir finden etwas, das zu Ihnen passt. Ganz sicher.

Das funktioniert nicht. Das wissen Sie nicht.

Entschuldigung. Wie läuft's bei Ihnen? Geht die Therapie voran?

Ja, ganz super. Ja, fabel... ganz fabelhaft.

Also, hier unser Fall: Das Opfer heißt Cédric Montet.

25 Jahre, Seminarist im Institut Saint Donatien.

Angehender Priester.

Er wollte heute jemanden um 8.30 Uhr im Louvre treffen.

Wir wissen nicht, wen.

* Auslöser *

Er besaß wirklich eine Zeichnung von Hieronymus Bosch?

Hie...ro... was?

Hieronymus.

Ach, nein, Verzeihung,

Bosch war flämischer Maler zu Beginn der Renaissance.

Man nannte ihn den Maler des Teufels,

weil er in seinem Atelier viele Versionen der Hölle

gemalt oder gezeichnet hat.

Und diese hier nennt sich "Landschaft in der Hölle".

Schön, oder? (gequält) Mhm.

Wissen Sie, was die wert ist?

300.000 Euro.

Und die wurde gestohlen, ja?

Ja, vor zwei Tagen aus seinem Zimmer.

Pardo hat mich mit damit betraut.

Warum im Priesterseminar?

Sie gehörte seiner Familie. Er hatte sie geholt, um sie zu studieren.

Er schrieb an seiner Doktorarbeit, Kunstgeschichte.

Ach ja? "Die Dämonologie von Bosch".

* Auslöser *

Ein angehender Priester ist fasziniert vom Teufel. Okay.

Entschuldigung, könnten Sie sein T-Shirt hochziehen, bitte?

Ja.

Das ist ja auch ein Motiv von Bosch.

Hat er sich seine Doktorarbeit tätowieren lassen?

Kennen Sie Studenten, die das machen würden?

Ist ziemlich ausgefallen. Ja, das ist es allerdings.

Sieht aus wie ein Schwan, der seine Eier ausbrütet.

Der Mörder hat drei Mal auf das Tattoo eingestochen.

Halten Sie das für Absicht?

Keine Ahnung.

Warum sollte man ein Tattoo auf diese Art zerstören wollen?

Sicher, dass es auch von Bosch ist?

Er wollte über Bosch promovieren. Er besaß eine Zeichnung von ihm.

Es muss aus einem der Gemälde sein.

Aber ich ... ich finde es nicht.

Selbst im "Weltgerichts-Triptychon" ist nichts.

Was sind diese Viecher da?

Das sind Teufeleien.

Damals stellte man sich viele Fragen zum Aussehen von Dämonen.

Bosch setzte sich als Erster damit auseinander.

Für ihn waren sie Hirngespinste. Und das hier ist ein Selbstporträt.

Sehen Sie diese Art weiße Platte da? Ja.

Das geht in seinem Kopf vor, ähnlich einer Denkblase in einem Comic.

Okay, was sagt er damit?

Na ja, das ist eine sexuelle Wunschvorstellung.

Hier, sehen Sie die Frau da mit der hohen Haube?

Ja. Sie ist eine Prostituierte.

Und hier ist der Dudelsack.

Das Symbol der Unzucht. Ja, okay.

Er sagt, dass er einfacher Sünder ist, wie alle anderen auch,

nur mit ein bisschen Humor. Gut, was?

Ja, ja. Sehr witzig.

Gehen Sie noch mal zurück. Was ist das?

Das kenne ich doch.

Na also, sehen Sie mal. Nein, nein.

Kein Gemälde, sondern Rock. Ein Album der Devils.

Der Teufel? Ja, der Devils.

Das ist ihr drittes Album, unglaublich.

Ich dachte immer, das hat ein LSD-Junkie gemalt.

Was machen die denn, verdammt.

Ist da niemand da?

* spannungsvolle Musik *

Verzeihung. Was?

So was interessiert Sie?

Ja, natürlich. Das ist meine Jugend.

Ich hab eine Idee für Ihre Therapie. Ja?

Wir gehen von Ihren Interessen aus. Bosch interessiert Sie?

Dann machen wir eine Bosch-Therapie. Bosch-Therapie?

Ja, wir beginnen bei Bosch und führen Sie an die Kunst heran.

Verzeihen Sie mir, ich höre nicht gut, aber Sie können eintreten.

Es ist offen.

* Türknarzen *

* spannungsvolle Musik *

* düsterer Chorgesang *

Bonjour. Bonjour.

Capitaine Verlay. Ich bin Pater Christophe.

Der Superior dieses Seminars. Das ist Pater Thomas, der Rektor.

Bonjour. Bonjour.

Florence Chassagne.

Kann ich etwas für Sie tun?

(Christophe) Cédric war hier neu.

Er unterhielt noch viele Kontakte nach draußen.

Er bat mich vor sechs Monaten um seine Aufnahme.

Ich kenne seine Familie schon sehr lange.

Seine Mutter ist letztes Jahr verschieden.

Es ist furchtbar.

Er hatte diese Tätowierung.

Wissen Sie, was das ist?

Hm. Ich wusste nicht mal, dass er tätowiert war.

Und Sie?

Ich weiß nicht. Letztes Jahr hatte er sie noch nicht.

Er war völlig besessen von Bosch.

Ich denke, das verband ihn mit seiner Familie.

Sein Großvater hatte ihn damit infiziert.

* Türschloss *

* Knarzen *

Bitte sehr, das war sein Zimmer.

* spannungsvolle Musik *

Ist das seine Dissertation? Mhm.

Wissen Sie, wieso er beschloss, hier einzutreten?

Cédric wuchs sich selbst überlassen auf,

zusammen mit seiner großen Schwester Laura.

Als sie begann, Rockbands zu produzieren,

folgte er ihr und verfiel dem Alkohol und Drogen.

Vor sieben Monaten wäre er fast bei einem Autounfall umgekommen.

Das war der Auslöser.

Hatte er irgendwelche Feinde?

(Frau) Thomas, Thomas!

(verzweifelt) Thomas!

Und, bist du zufrieden mit dem, was du getan hast?

Zufrieden, dass du ihn gegen mich aufgestachelt hast?

Das ist Laura und sie ist betrunken.

Ich bin kein bisschen betrunken!

Aber für dich werde ich immer lasterhaft sein.

Ich trinke, ich feiere und ich habe einen Hinkefuß.

Wie der Teufel. - Seien Sie still.

Wieso? Was ist denn?

Hey, hey, hey! Beruhigen Sie sich, okay?

Capitaine Verlay, ich untersuche den Tod Ihres Bruders.

Wenn Cédric hier nicht eingetreten wäre, dann wäre das nie passiert.

Warum sagen Sie das?

Was glauben Sie denn? Dass hier nur Engel wären?

Daniel Sanchez.

Cédric war sicher, dass er ihm die Zeichnung von Bosch gestohlen hat.

Sie haben es nur verschwiegen. Das ist alles.

Wer ist denn ... Wer ist Daniel Sanchez?

Ein Jahr für Beihilfe zum Diebstahl,

fünf Jahre für versuchten Raubüberfall.

Die sind nicht gerade wählerisch in diesem Seminar, was?

Wie lief das?

Im Knast erschien Ihnen die Jungfrau Maria und Sie dachten:

"Jetzt reicht's. Ich hör auf damit, das war's jetzt."

So ungefähr, ja.

Bis Sie die 300.000-Euro-Zeichnung gesehen haben und dachten:

"Pfarrer sein ist auch nicht so cool."

Und haben Montet die Zeichnung gestohlen.

Als er herausfand, dass Sie es waren, haben Sie ihn umgelegt.

Das war ich nicht.

Ich bin nicht mehr der, der ich war.

Ich sehe Jugendliche, die ich mit 15 erwische, immer wieder,

bis sie dann 18 sind.

Danach sehe ich sie nicht mehr,

weil sie entweder im Knast sind oder tot.

Oder Priester.

Sie denken, man käme da nicht raus, ja?

Traurig, wenn man nicht an Erlösung glaubt.

Sie tun mir leid.

Bei mir ist das so: Ich glaube, was ich sehe.

Also, wo ist die Zeichnung?

Ich habe sie nicht gestohlen und ich hab ihn nicht getötet.

Ich habe heute früh Sozialstunden geleistet,

das können Sie überprüfen.

Oh, das werden wir, keine Sorge.

Ach so. Wir haben da etwas auf Ihrem Handy gefunden.

Eric, zeig mal.

Das da ist es?

Ah, hier: "Gott segne dich.

Danke für die Zeichnung. Du wirst es nicht bereuen."

Gesendet von einem Mario Carras.

Wer ist Mario?

Niemand.

Er ist Ihr Komplize, nicht wahr?

* spannungsvolle Musik *

Und? Leider nichts.

Ich habe seine Werke mit meiner Software überprüft.

Der Schwan ist nicht zu finden,

weder in seinen noch in Werken aus seinem Atelier.

Ich begreife es nicht.

Wieso sollte sich Cédric Montet so ein Tattoo stechen lassen?

Und die Dissertation? Nichts.

Ich hab sie mir genau angesehen. Nichts.

Du wirst es schon rausfinden. Dann viel Glück.

Danke.

* Sie seufzt. *

* spannungsvolle Musik *

Haben Sie das hier gezeichnet?

Oder wurde es von einem Ihrer verschwundenen Werke inspiriert?

Ist es so? Vielleicht.

Aber ich habe so viele gezeichnet

und ich hatte so viele Nachahmer.

Aber, wieso stürzt man sich so darauf?

Es ist, als ginge es um Zerstörung an sich.

Der Mensch trägt in sich selbst seine eigene Zerstörung.

Wir marschieren alle direkt in die Hölle.

Sie ist hier, genau jetzt.

So wie im Heuwagen.

Geleitet von unseren Dämonen

sind wir bereit zu stehlen, zu betrügen und zu töten.

Der Polizist, mit dem ich arbeite, würde sagen:

"Wir brauchen keine Dämonen, um Böses zu tun."

Din Polizist tut falsch daran, diese Dinge nicht ernst zu nehmen.

* gedämpfte Rockmusik *

* bedrohlicher Knall *

* geisterhafte Klänge *

* ängstliches Atmen *

Alles gut?

Was machst du da? Nichts.

Nichts, nichts. Ich habe meine Übungen für die Therapie gemacht

und muss wohl eingeschlafen sein. Geht es dir gut?

Ich bin nur müde, ich werd nach Hause fahren.

Gut, dann ruh dich aus. Bis morgen.

Alles okay?

Schlecht geschlafen oder ... ?

Ist das Ihr CD-Cover? Das stammt aus dem "Garten der Lüste".

Ja. Ja, ja.

Wussten Sie, dass Jim Morrison

eine Abhandlung über Bosch geschrieben hat?

Jim Morrison? Ja, den meine ich.

Er hat sogar behauptet, er hätte zu einer häretischen Sekte gehört,

die freie Liebe predigte. Das soll doch ein Witz sein.

Ja, das ist Quatsch.

Aber ich habe ein kleines Funkeln in Ihren Augen gesehen.

Wir sind mit der Bosch-Therapie auf dem richtigen Weg.

* Handy * Ja, Greg?

Bonjour, Greg! Guten Morgen.

Sind Sie auf dem Weg zum Seminar? "Ja, wieso?"

Neues Ziel: Wir haben Sanchez' Komplizen lokalisiert. Mario Carras.

Okay. Und wo steckt der Kerl?

Rue Villermé 37, 11. Arrondissement.

Ist scheinbar eine Kirche, in der ein Exorzist ist.

Ein Exorzist? Ja, also seien Sie vorsichtig.

"Okay, danke." Okay.

Ein Exorzist, gibt es sowas noch?

Oh, ja. Sie gehören offiziell zur katholischen Kirche.

Und die drehen Horrorfilme oder was, ja?

Was will Carras bei einem Exorzisten?

Sie haben doch seine Akte gesehen: Drogen und Schizophrenie.

Vielleicht lässt er sich ja behandeln.

Moment mal, was wird das?

Ich komme mit. Nein, nein. Sie warten im Wagen.

Nicht, dass Ihnen einer ein Kreuz ins Herz rammt,

wär doch schade. Sehr witzig.

Sie warten hier auf mich.

* düstere Klänge *

Bonjour, Madame.

Entschuldigen Sie, Capitaine Verlay, ich suche Mario Carras.

Ja, er hat eine Sitzung bei Pater Anselme.

Verstehe.

Sie sind oben. Einfach da vorne die Treppe rauf.

* gedämpfte Schreie *

* gedämpfte Schreie, Weinen *

* düstere Klänge *

Bonjour.

* Angst einflößender Klang *

Du kannst nicht weglaufen. Ich bin in deinem Kopf.

Sehen Sie die Dämonen?

Sie etwa auch?

Tun Sie Buße.

Oder Sie werden krepieren wie ein Hund.

Allein und verdammt.

* Tür *

* düstere Klänge *

(Anselme) Sehr gut, Mario. Wir sehen uns nächste Woche.

(Mario) Ja, gut.

Mario Carras?

Polizei.

Halt! Halt! Bleib stehen!

* spannungsvolle Musik *

Oh, Verzeihung. Nein!

* Schreie, Stöhnen *

Halt still!

Hey! Haben Sie das gesehen?

* Weinen, Wimmern *

Alles okay, Capitaine?

Okay. Sie sind ganz blass.

(flüsternd) Verzeih ... verzeih ...

Du hättest mir nicht helfen sollen,

wir können nichts gegen ihn ausrichten.

Der Dämon ist in mir.

Er hat meine Seele.

Hey! Hör jetzt auf.

Mit diesen Dämonen-Schwachsinn und all dem.

Wir werden uns jetzt ganz rational unterhalten, okay?

Gut. Laut gewisser Zeugen

hast du vor einem Monat Cédric getroffen und ihn um Geld gebeten.

Zu der Zeit wart ihr ja noch befreundet.

Nur, dass er dir - Pech für dich - sofort 'n Vogel gezeigt hat.

Und, wie war das für Sie, als er ihm nicht helfen wollte?

Er, der lieber seine Nase in seine Bücher gesteckt hat,

während ihr euch abgerackert habt,

was ihm wiederum scheißegal war, nicht wahr?

Cedric hätte keinen Finger für ihn krumm gemacht.

Ja, ganz genau.

Also, ich denke, dass Sie die Zeichnung gestohlen haben,

um sie ihm zu geben.

Wo ist die Zeichnung jetzt?

(flüsternd) Es ist der Teufel.

Er hat Cédric getötet. Du hörst sofort damit auf, klar?

Halt die Fresse! * Wimmern *

Nein, hör auf, da ist niemand. Sieh mich an!

Ich glaube, dass du ihn umgebracht hast,

damit er, der gute Samariter, nicht dafür büßen muss.

* Wimmern geht in Kichern über. *

Du wirst in der Hölle schmoren.

(kichernd) Es war der Teufel!

Er hat Cédric getötet.

Bleibst du kurz bei ihm?

Kann ich den beiden das Foto vom Tattoo zeigen?

Vielleicht sagt es ihnen ja was?

Bonjour. Schon gut, du kannst gehen.

Sagt Ihnen das etwas? Eine Zeichnung mit diesem Motiv?

Nein.

Und Ihnen, Monsieur Carras? (zittrig) Nein.

(immer lauter) Nein. Nein!

(schreiend) Nein! Nein!

* Schreie *

Hey, komm rein. Halt ihn fest.

* Schreie *

Da kann ich jetzt aber nichts dafür.

Nein, Mario ist nicht besessen.

Er ist wie die meisten, die zu mir kommen, so sehr vom Leben gebeutelt,

dass die Besessenheit vom Teufel

die einzig mögliche Erklärung zu sein scheint.

Sie sind sehr unglücklich und sehr fragil.

Ja, fragil. Mhm. Ja.

Diese Leute sind alle psychisch gesehen am Limit

und ich versuche, sie dahin zu lenken,

einen Psychiater aufzusuchen,

denn einige haben regelrechte Halluzinationen.

Wir sprechen von visuellen Halluzinationen?

Ja, aber das hat nichts mit Dämonen zu tun.

Echte Fälle von Besessenheit sind selten und sehr schwerwiegend

und davon habe ich bei Mario nichts gesehen.

Aber dennoch gibt es etwas, das ihn sehr verängstigt hat.

Entschuldigung, ich würde Sie gerne etwas fragen.

Dürfte ich kurz? Ja.

Wenn ich mir kurz das Tattoo ansehen dürfte, dass Sie da ...

Das hier, da. Ja.

Vielen Dank und könnte ich auch all Ihre Tattoos ansehen?

Okay. Danke.

Neuigkeiten: Carras und Sanchez haben vielleicht

die Zeichnung geklaut, aber Montet keinesfalls getötet.

Carras war zum Tatzeitpunkt in der Klinik von Sainte Anne.

Und Sanchez?

Das ist komplizierter. Wir haben einen Zeugen, der bestätigt,

dass er Sozialstunden geleistet hat.

Aber er ist nicht sicher, wie spät es war.

Und was jetzt?

Carras geht in die Psychiatrie und Sanchez zur Staatsanwältin.

Und die lässt ihn wieder zurück ins Seminar?

Ist alles okay?

"Der Aufstieg der Seligen aus den Visionen des Jenseits",

das ist wunderschön.

"Milou", sagten Sie?

Ja, das ist eine Bar mit Tattoo-Studio in Lagny-sur-Marne.

Und Sie denken, Cédric Montet hat sich dort tätowieren lassen?

Ich weiß nicht. Seine Schwester organisiert da Konzerte.

Könnten Sie sich mehr ins Licht drehen,

damit ich besser sehen kann?

Das ist wundervoll.

Darf ich fragen, was Sie da machen?

Ich arbeite. Äh ... Sie ...

Der Tätowierer kann uns vielleicht sagen, wo der Schwan her ist.

Okay. Hören Sie mir zu. Stellen Sie sich vor,

der Schwan ist aus einer unbekannten Zeichnung von Bosch.

Cédrics Großvater suchte sein Leben lang danach.

Da müssen wir ansetzen. Und ... Das wäre super für Ihre Therapie.

Ach ja, genau, apropos. Also was die Bosch-Therapie angeht ...

Ich würde das eigentlich lieber lassen.

Wie bitte? Weil diese Dämonen und die Teufel,

das alles, das ist nicht mein Ding. Ich brauche etwas Rationaleres.

Was Rationaleres? Ja.

Okay. Jedenfalls ist die Zeichnung eine gute Spur, weil der Mörder

das Tattoo zerstören wollte, damit man sie nicht findet.

Okay. Haben Sie dafür Beweise? Nein, ich bin ja gerade ...

Haben Sie Zeugen oder etwas Konkretes?

Nein, ich sage Ihnen gerade ... Na also, Sie machen sich etwas vor.

Was? Denn woher können Sie das wissen?

Woher ich das weiß? Ja, woher?

Sie wollen wissen, woher? Bosch hat es mir erzählt.

Wie bitte?

Wie auch immer. Ich denke ... Nein, nein, nein!

Sie sagten: "Bosch hat es mir erzählt".

Das sagt man doch nur so. Ich denke, dieses Tattoo ...

Wie es das? Er, er spricht mit Ihnen, oder was?

Jetzt sehen Sie mich nicht an wie Jeanne d'Arc.

* Sie holt Luft. *

Manchmal führe ich imaginäre Unterhaltungen mit Malern.

So, zufrieden?

Vergessen Sie's. Nein, halt.

Die, ähm ...

Die reden mit Ihnen, aber das ist nur in Ihrem Kopf.

Es ist hier in Ihrem Kopf, richtig?

Nein, nein, so ist das nicht. Es ist ...

Ich stelle mir vor, mit ihnen zu reden.

Das ist eine Art nachzudenken und keine große Sache.

Aber warten Sie ... Sehen Sie sie wirklich?

Was?

Sehen Sie sie wirklich oder nicht, Herrgott noch mal?

Ja. * Er holt Luft. *

Aber ... Das ist nichts. Das ist wie ein kleiner Tagtraum.

Wie ein Tagtraum?

Jedenfalls kann ich ohne Ihre Erlaubnis zum Tätowierer gehen.

Und da Sie mich für verrückt halten,

gehe ich da allein hin.

* Seufzen *

Ich hab gesagt, du musst nicht mitkommen.

Ich hab nur dein Auto gebraucht. * fetzige Musik *

* Hundegebell *

* laute Rufe *

Nach dir, mein Kind.

Charmantes Publikum.

Bonjour.

(Mann) Suchen Sie irgendwas?

Bonjour. Florence Chassagne.

Wir suchen einen gewissen Milou. Wird schwierig.

Er ist in Lausanne. Stellt seine Arbeit in 'ner Galerie aus.

Das ist doof. Das wird ausgestellt?

Na klar. Ist das ein Problem?

* Lachen * Nein. Das ist ja völlig unförmig.

Papa. Behaupten Sie etwa, das wäre Kunst?

Will der mich verarschen? Nein.

Das hat mir mein Bruder vor seinem Unfall gestochen.

Monsieur, das ist eine schlimme Geschichte,

da sind wir uns einig.

Aber aus rein künstlerischer Sicht

sieht das aus wie ein zerquetschter Kuhfladen.

Papa, jetzt lass doch.

Nein, hey, aufhören! Er hat es nicht böse gemeint.

Das ist wunderschön. Was wollen Sie eigentlich?

Wer hat das gestochen?

Milous Geschäftspartnerin kommt gleich, die weiß es vielleicht.

Aber er muss sich beruhigen. Ja, natürlich. Versprochen.

* Zurufe * (Mann) Was kommt denn da?

(Mann) Weil als Kunst gilt,

was in den Museen ist und anerkannt wird, hä?

Und populäre Kunst? So was wie Street Art, was ist damit?

Ist das auch scheiße? - (Pierre) Verschonen Sie mich

mit linksradikalem Geschwätz.

Da ist Kunst, Kunst mit einem großen K und dann der Rest.

Der kann ja durchaus interessant sein.

Weißt du, was der Linksradikale sagt?

Setz dich mal schön hier drauf. Steck dir den mal rein.

Ho, ho, ho!

Was ist hier los?

Entschuldigen Sie bitte.

Das ist mein Vater.

Wir suchen Milous Geschäftspartnerin.

Das bin ich.

Wissen Sie zufällig, wer dieses Tattoo gestochen hat?

Na klar. Das war ich.

Aber dann kennen Sie Cédric Montet? Na sicher, das ist mein Freund.

Ach so.

Kannten Sie sich schon länger?

* Schniefen * Drei Monate.

Wir sind uns in der Bar begegnet und dann hab ich ihn tätowiert.

Wussten Sie, dass er Priester werden wollte?

Ja, aber er wollte aussteigen,

weil es der falsche Weg für ihn war.

Wir wollten zusammenziehen.

Er war zuerst im Rockgeschäft,

dann wollte er über Bosch promovieren,

Priester werden und dann Lover sein?

Er hatte Schwierigkeiten, sich selbst zu finden, oder?

Was glauben Sie eigentlich?

Dass wir uns das nicht gefragt hätten?

Wir haben uns geliebt. * Schluchzen *

Warum wollte er gerade dieses Motiv?

Er sagte, es würde ihm viel bedeuten.

Er kreuzte eines Abends

mit einem Umschlag voller alter Papiere in der Bar auf.

Ist das hier auch von Bosch? - Nein.

Das ist eine Skizze, die mein Großvater gezeichnet hat.

Er war sicher von Bosch inspiriert. Ich hänge sehr daran.

* Klicken *

Und das soll ein echter Bosch sein? - Ja.

(Frau) Das hat Klasse. - Ja.

* Auslöser *

Und das willst du? Genauso groß wie das?

Genau so. - Genau so?

Ja. - Genau so.

Ja. - Ja.

Es ist kein Bosch,

sondern nur eine Skizze seines Großvaters?

Mehr hat er nicht erzählt.

Das ist nicht möglich. Wo ist die Skizze?

Ich schätze in dem geklauten Umschlag mit der Bosch-Zeichnung.

Ich verstehe nicht, wieso man sich so ein Gekritzel

tätowieren lässt. Weil's ihm wichtig war.

Madame Chassagne, können wir uns kurz unterhalten?

Ich verstehe, dass Sie enttäuscht sind.

Wir irren uns doch alle mal. Ich zuallererst.

Aber hören Sie mal: Cédric Montet lässt sich das tätowieren

und wird drei Monate später umgebracht.

Der Mörder versucht, das Tattoo zu zerstören.

Nicht so schnell. Wissen wir nicht.

Das hat vielleicht gar nichts miteinander zu tun.

Und die verschwundene Skizze hat auch nichts damit zu tun?

Komisch, bei Ihnen hat nie irgendetwas mit etwas zu tun.

* Geräusch * Gut, hören Sie, ähm ...

Wir mussten diese Spur überprüfen. Das haben Sie sehr gut gemacht.

Es war eine Sackgasse. Halb so schlimm, so ist der Job.

Okay. Dürfte ich das Foto von der Skizze

an das Labor schicken? Bitte?

Wenn es Ihnen Freude bereitet, bitte machen Sie das.

(Greg) Capitaine? Danke.

Wir haben die Daten auf Cédric Montets Handy wiederhergestellt.

* Rockmusik, Grölen *

Ich dachte, Cédric war Ihre große Liebe.

Sie hat mich reingelegt mit einer Wette,

und außerdem war ich besoffen.

Warum hat sie das getan?

Na, um mich als Flittchen hinzustellen.

Die ist komplett durchgeknallt.

Als Cédric sie mir vorgestellt hat, war sie okay.

Deshalb ging ich zur Party.

Dann hat Laura das Video an Cédric geschickt?

Ich dachte, er würde Schluss machen,

aber er wusste gleich, dass sie dahintersteckt.

Er war stocksauer, ging sofort zu ihr.

Da hab ich ihn zuletzt gesehen. Und wann war das?

Vor drei Tagen.

Glauben Sie, Celeste Lafleur sagt die Wahrheit?

Keine Ahnung, sehen wir, was Laura Montet erzählt.

Das Video spricht ja für sich. Ja. Ein bisschen.

Darf ich Ihnen eine Frage stellen?

Äh, mir? Ja.

Ja, natürlich.

Ihre imaginären Gespräche mit Ihren Freunden, den Malern.

Nein, Capitaine. Nein, nein!

Warten Sie, ich ... Ich will nur wissen ...

Wie bringen Sie sie dazu zu gehen?

Bitte? Na, bitten Sie sie, zu gehen,

oder verschwinden die einfach ohne Aufforderung, hm?

Na ja, sie verschwinden ...

... wenn ich nicht mehr mit ihnen rede.

Wieso fragen Sie das?

Weil wir uns ja ein bisschen in die Haare gekriegt haben.

Deswegen, da dachte ich ... Ach, vergessen Sie's.

Suchen Sie so den Mörder meines Bruders? In meinen Sachen?

Wo liegt das Problem? Wollen Sie nicht kooperieren?

Nein, natürlich. Das Passwort lautet "Lilith".

Ich hab da eine kleine Wunderwaffe dabei.

Lilith mit "h" am Ende. Vielen Dank.

Lilith ist in der Bibel der weibliche Dämon,

der Eva verführt hat.

Wie in dem Gemälde von Bosch.

Das hab ich doch auch gemacht.

Unter uns: Beim High-Sein war er immer der Erste.

Aber in der Familie Montet war ich das schwarze Schaf.

Ich hab mich damit abgefunden.

Dann haben Sie ja gut zusammengepasst.

Wie bitte? Das sag ich nur, weil ich weiß,

dass man auf Rechnern alles wiederherstellen kann.

Das hier, zum Beispiel. Was ist das?

* laute Rockmusik * "Eins, zwei, drei!"

"Weiter! Noch einen!"

* Grölen *

Madame Chassagne, sehen Sie.

Baggerst du mich an, oder was?

Los! Noch 'ne Runde!

Du mit deinen dämlichen Wetten.

Aber das war ... Das war doch nur lustig.

Das ist gar nichts. Das war doch nur Spaß.

Nur Spaß? Fand Ihr Bruder das auch witzig?

Hat Ihnen das etwa diese Schlampe Celeste erzählt?

Setzen Sie sich. Am Abend vor dem Mord

befand sich das Handy Ihres Bruders in der Nähe des Ihren.

Er muss Sie besucht haben.

Sie müssen sich sehr nahegestanden haben.

Kein Vater, eine völlig verkorkste Mutter.

Aber zum Glück waren Sie zu zweit.

Ich heule gleich, so tragisch ist das.

Wie haben Sie sich gefühlt, als er Ihnen Celeste vorgestellt hat?

Bis dahin waren Sie die einzige Frau in seinem Leben.

Und ihretwegen waren Sie plötzlich allein.

Halten Sie doch den Mund.

Was ist an dem Abend passiert, hm?

Du liebst es, Marionetten zu spielen -

du widerst mich an!

Deine Celeste sollte dich anwidern! Man füllt sie ab und weg ist sie.

Hast du die aus der Gosse?

Du warst gegen das Priestersein, aber eine Frau ist zu viel?

Weil ich nicht mehr dein Spielzeug bin!

Als du in der Scheiße gesteckt hast,

wer war jedes Mal für dich da? Hast du das vergessen?

Das war ich! - Was willst du jetzt,

willst du mich heiraten? - Lass mich los!

Halt's Maul!

Ich will dich nie wiedersehen! - Ich will dich nie wiedersehen

und jetzt raus, verschwinde!

Das mit Celeste war unerträglich für Sie.

Ja, es war unerträglich.

Aber selbst wenn er mir das Herz rausgerissen hätte,

hätte ich ihm niemals was angetan. Niemals.

"Bring sie bitte in eine Zelle."

"In ein paar Stunden sehen Sie die Dinge vielleicht anders."

Ich mache mir Sorgen um Capitaine Verlay.

Er ist seltsam, seit er seinem Vater begegnet ist.

(Therapeutin) Seltsam?

Zuerst hat er die Therapie

wegen seiner schweren Kindheit abgebrochen.

Okay.

Dann schlage ich eine neue Methode vor,

aber die ist ihm nicht rational genug

und wir lassen auch das.

Jetzt stellt er Fragen über meine Maler.

Ihre imaginären Freunde?

Sie haben ihm davon erzählt?

Na ja, er ist ja auch da und um mich, also ...

Und er ist auch nicht ständig unangenehm.

Was ich damit sagen will, ist: Da stimmt was nicht.

Die Rückkehr seines Vaters kann vieles in ihm aufgewühlt haben.

Er hatte einen Großteil seines Lebens bei ihm vergessen.

Schmerzhafte Erinnerung können auf unerwartete Weise zurückkehren.

Ich weiß.

* Rockmusik *

* unheimliche Musik *

Wer bist du? Was bist du?

Was ist das hier?

Bist du ein Dämon oder so?

Früher hast du mit mir geredet.

Weißt du, wir reden jetzt miteinander, siehst du?

Wir reden miteinander.

Weißt du noch, dass du mich durch diese Musik vergessen hast?

Das wusste ich nicht.

Hör zu, du hattest dein kleines Gespräch

und jetzt will ich, dass du wieder gehst.

Du erinnerst dich nicht, weil du Angst hast.

Ich verspreche, dich nicht mehr zu vergessen.

In Ordnung?

Aber jetzt will ich, dass du gehst.

Ich will, dass du verschwindest.

Mach, dass du wegkommst!

Hau endlich ab!

Was macht er da? Verschwinde!

Ich will dich nicht mehr sehen. * Tür wird geöffnet. *

Geht's dir gut?

Ja, ja, ja.

Was war das denn?

Ich habe gesungen.

"Hau ab! Verzieh dich!" Das höre ich gerade.

Ah ja? Ja.

Gehört das zu deiner Therapie? Ja.

Sicher, dass Papa Bosch deine Nerven nicht zu sehr strapaziert?

Weißt du, was man über ihn sagt? Nein, was denn?

Dass er nur völlig zugedröhnt gemalt hat.

Das ist Schwachsinn, keine Sorge.

Also gut, pass trotzdem auf.

Bis später.

Suchen Sie immer noch ihren wütenden Schwan?

Fangen Sie jetzt auch noch damit an?

Wie Capitaine Verlay?

Das Narrenschiff.

Das hatte ich fast vergessen.

Da. Der Mönch ist total betrunken.

Und das ist eine sexuelle Anspielung,

das mit der musizierenden Nonne.

Sie nehmen kein Blatt vor den Mund, hm?

Sie sollen sich um das Wohl unserer Seelen kümmern

und wissen nicht, wohin sie fahren.

Sie kritisieren den Klerus.

Das ist zeitgemäß.

Was ist denn?

* Handyton *

Ich hab was zu deinem Schwan, Hugo.

Und, was ist?

Sie dir dein Foto an.

Nach der Bearbeitung erscheinen handgeschriebene Notizen,

die auf der Rückseite der Skizze von Cédric Montets Opa waren.

Das ist wie bei Leonardo da Vinci. Man muss sie rückwärts lesen. Hier.

Kriegst du das schärfer?

Den Haag, 1802, Posten 46.

Das sieht nach einer Auktion aus, hm?

Die zweite Zeichnung.

Welche zweite Zeichnung?

Es gibt noch eine Zeichnung, die der Großvater gefunden hatte,

und das ... ist die Skizze davon.

Cédric Montet hatte das auch entdeckt.

Eine Zeichnung von Bosch, die 1802 versteigert wurde.

Ich wusste es. Der Mörder war ihr auch auf der Spur.

Wir müssen die Zeichnung finden.

Posten, die 1802 versteigert wurden, das müssen Tausende sein.

Das ist eine kleine Recherche?

Bonjour, Pierre. - Bonjour.

Papa, du sagst doch immer, dass du helfen willst.

Jetzt brauche ich dich.

Wir finden das Dokument niemals. Es ist verloren.

Wenn du nicht hilfst, verzeihe ich dir nie.

Das ist Erpressung. Ja, genau, Erpressung.

Großer Gott.

Na los jetzt. Hopp, hopp. Ja, ja, ja, ist ja gut.

Wir suchen einen Kaufvertrag zu einer Zeichnung,

die einen Schwan zeigt, richtig?

Und wenn er nicht hier drin ist, dann da drüben.

Also, die sind für dich.

Das Archiv war großzügig, als ich deinen Namen angab.

* getragene Musik *

* Gemurmel *

Papa.

Papa! Was ist?

Hier.

Na los.

21. Juni bietet das Haus ein Werk zum Verkauf an,

das signiert ist von Hieronymus ...

Bosch!

Jesus Maria. Hugo!

Hugo. Wach auf! Ich habe ihn.

Komm her.

* spannende Musik *

Lies das. Lies das, hier.

Das sehr alte Fragment stammt aus dem Jahr 1502.

Also keine Zeichnung? - Nein.

Es ist noch viel besser. Das ist außergewöhnlich.

Das ist phänomenal. Unglaublich.

Verstehen Sie? Ein Bosch, das ist unglaublich.

* aufgeregtes Stimmengewirr *

Verzeihen Sie.

Pardon. Aber ich verstehe kein Wort.

Wenn Sie sich beruhigen würden

und mir das vielleicht nacheinander erklären könnten.

Okay.

Laut diesem Archiv entstand das Gemälde 1502.

Zu der Zeit malte Bosch mit großer Sicherheit

das "Triptychon der sieben Todsünden".

Nur dass das Triptychon unvollständig ist.

Die Seiten existieren, aber die Mitteltafel fehlt.

Sehen Sie, das ist das "Narrenschiff".

Das ist hier, im Louvre.

Und die Allegorie, die in New Haven hängt.

Sie stehen für die Wollust und Völlerei des Klerus.

Auf der anderen Seite ist der "Tod des Geizhalses",

hängt in Washington.

Es stellt Habgier und Neid dar, indem es einen Alten zeigt,

der mit all seinem Geld sein Seelenheil erkauft.

Und laut diesem Archiv ist das Thema der Mitteltafel:

"Die Gemeinschaft der singenden Mönche und Nonnen".

Das Triptychon als Ganzes kritisiert die religiöse Scheinheiligkeit

und kündigt den Protestantismus an.

Es soll eine Figur geben, die Eier aus dem Nest eines Schwans stiehlt.

Wir wissen nicht, wie Trägheit und Stolz aussehen.

Aber der Schwan würde den Zorn darstellen.

Sie haben es verstanden.

Cédric Montet hatte zweifellos die mittlere Tafel gefunden.

Niemand hat es gewagt, die Todsünden darzustellen

und den Klerus zu kritisieren.

Das ist unbezahlbar. Es ist wunderbar.

Völlig unerwartet. Unglaublich.

Irre, irre, richtig irre.

Nur dass Sie keinerlei Beweise dafür haben.

Ach so? Zeig's ihm.

Das ist das Überwachungsvideo aus dem Louvre vom Abend vor dem Mord.

Sehen Sie,

Cédric Montet steht vor einer bedeutsamen Entdeckung.

Deshalb verharrt er andächtig vor dem Narrenschiff,

ein Teil des Meisterwerks, das er im Begriff ist wiederzufinden.

Dann hat Daniel Sanchez mehr gestohlen

als eine Zeichnung von Bosch. Ganz genau.

Er hat die Notizen gestohlen, die zum Gemälde führen.

Gut, wir besuchen Daniel Sanchez und holen uns diesen Umschlag.

* Kirchenglocken *

* ruhige Klänge *

* düstere Musik *

Ja, Greg, dieser Typ, der nicht genau wusste,

wann Sanchez anwesend war, bestell den doch bitte ein, ja?

* spannende Musik *

* Titelmusik *

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2020

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