All language subtitles for Art of Crime - S02E03 - Ein verletzter Mann (1).deu

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Original subtitles

* spannende Musik *

* Hupen, Verkehrsgeräusche *

(Pardo) So kann das nicht weitergehen, Antoine.

Entweder du schaffst es,

deine Kunstbehinderung in den Griff zu kriegen, oder du ...

Oder was? Feuerst du mich sonst?

Na los, raus damit, willst du mich feuern?

Ich kann dich nicht mehr ermitteln lassen.

Du würdest immer noch nach der genauen Adresse

der "Demoiselles d'Avignon" fragen.

Hä, was? Wessen Adresse? Jetzt mal langsam.

Das wird nie was. Beruhigen wir uns mal.

Denn eine Lese- oder Rechenschwäche zum Beispiel

lassen sich gut behandeln.

Wieso sollte das nicht bei einer Kunstschwäche klappen?

Da hast du's, wir finden schon was. Jaja.

Wir brauchen nur die richtige Therapie.

Hä, was denn für eine Therapie?

Ich werd mich nicht auf eine Couch legen und mit so einem Typen reden.

Es gibt viele Methoden.

Da ist die Sophrologie oder Hypnose oder die Somatherapie, die Kine...

Was für 'ne Somatherapie? Was ist das für ein Irrsinn? Somatherapie?

Capitaine, vertrauen Sie mir.

Ich bin sicher, dass ich eine Methode für Sie finden werde, okay?

Du hast keine Wahl, Antoine. Du musst etwas tun.

* Klopfen, Tür wird geöffnet. *

Capitaine, das sollten Sie sich ansehen.

Kam gerade mit der Post.

Was ist das?

Offenbar GPS-Koordinaten. Ja, das sehe ich auch, aber warum?

Keine Ahnung.

(Pardo) Da will dich jemand treffen.

"Die Damespieler".

Was für ein Quatsch, als hätten wir nichts anderes zu tun.

Aber es ist schön hier, nicht? Ja, ja, wundervoll.

Äh, wie hieß das Gemälde noch mal? Die Was-Spieler?

Na... Na, Dame!

Eines der ersten Gemälde von Gustave Courbet.

Und tatsächlich, der da links mit Pfeife und Hut, der lächelt,

das ist er. Das ist Gustave. Gustave Courbet.

Ist ja super.

Wieso interessiert Sie nie, was ich sage? Ich versuche, Ihnen zu helfen.

Ähm, Ihre Verabredung ist schon da.

Hoffentlich hat er eine gute Erklärung.

Entschuldigung?

Monsieur?

Haben Sie mir die hier geschickt?

* spannungsgeladene Musik *

Hallo, Monsieur?

Er ist tot.

* beklemmende Musik *

Der Verzweifelte.

Was ist das? Hm?

Ein weiteres Gemälde von Courbet.

Steht hinten was drauf?

"Jetzt bist du am Zug."

* wabernde Musik *

* spannungsgeladene Musik *

Antoine Verlay Florence Chassagne

* Kamera klickt. * (Mann) Das war's.

Also, was haben wir?

Der Tod trat heute zwischen sieben und neun Uhr ein.

Als der Park geöffnet hat.

Aber die Karte wurde gestern verschickt.

Hey, seltsam, dann hat der Täter das Ganze genau geplant.

Was soll das, will uns da einer herausfordern?

Du wirst herausgefordert. Er wendet sich doch an dich.

Du meinst, an mich persönlich? Mhm.

Jemand kennt mich und schickt mir Gemälde?

Nein. Und ich kenne auch das Opfer nicht.

Henri wer? Henri Courcelles. Klingelt's da?

Er war Kunsthändler.

Spezialisiert auf orientalische Antiquitäten, richtig?

Siehst du, du weißt mehr als ich. Was hat der Typ gemacht?

Ich glaube, er stand in Verbindung mit einigen Betrugsfällen.

Und wenn der Mörder betrogen wurde und jetzt das OCBC herausfordert,

weil er denkt, dass wir versagt hätten?

Kann doch sein, oder? Mhm, schon möglich.

Welche Rolle spielt Courbet dabei? Gut, okay.

Ich suche die Akten über Courcelles

und ihr durchsucht sein Büro, befragt seine Mitarbeiter.

Er hatte sicher eine Assistentin.

"Zehn Jahre lang habe ich Sie bewundert,

heute will ich Sie wie eine Kakerlake zerquetschen

und sehen, wie Ihr Kopf platzt und Ihre Augen aus ...

den Höhlen treten."

Ist das Ihre Handschrift?

Ja. Okay.

Warum waren Sie so wütend auf Ihren Chef, hm?

Ersetzte er Sie durch eine Jüngere? Eine Schlankere.

Bitte? Er fand mich nicht mehr präsentabel.

Sie sind ihm zehn Jahre zu Diensten, vertuschen seine Betrügereien,

und dann feuert er Sie wegen Ihres Übergewichts?

Seit ich so aussehe, konnte er mich nicht mehr ertragen.

Ich verlor mein Selbstvertrauen.

Er setzte alles daran, dass ich gehe. Mhm.

(über Lautsprecher) "Er hat Sie gedemütigt, nicht wahr?"

"Und Sie wollten ihn dafür büßen lassen."

"Nein, nein, ich habe ihn nicht getötet."

"Es tat gut, zu schreiben. Ich hätte ihm das nie sagen können."

Wieso ausgerechnet Ihre Gemälde?

Wegen unserer schlanken Taille?

Ich wurde wegen meines Aussehens gekränkt.

Was hat man sich doch lustig gemacht. Sie haben es aber auch provoziert.

Sie sollten mich anerkennen. Mich, meine Gemälde.

Ich wollte alles verändern. Echte Menschen zeigen, echte Körper.

Echte Gesichter. Und auch ein bisschen schockieren.

Wenn man nicht mehr aneckt, ist man nicht mehr wichtig.

* Tür wird geöffnet. *

Wieso nur hat sie das mit den Postkarten gemacht?

Pardon? Gut, sie hasst diesen Courcelles,

aber wieso provoziert sie dann das OCBC?

Für mich fehlt da jeglicher Zusammenhang.

Die haben wir bei Ihnen gefunden.

Sie mögen Postkarten mit Gemälden drauf, ja?

Ähm, ja, ich kaufe sie mir in Museen. Aha, okay.

Schon komisch, weil die gleiche lag bei Courcelles.

Was sollte das bedeuten, dass Sie verzweifelt waren?

Was? Nein.

Gut, also was soll diese Marotte mit den Postkarten, hm?

Ich gehe sicher nicht ins Gefängnis wegen der Bezahlung des Geldes.

Na bitte, welches Geld denn? Welches Geld?

Jetzt ... Hören Sie auf, mich zu verarschen, okay?

Aber ... Verarschen Sie mich nicht.

Sie waren in die Betrügereien verwickelt,

also wem haben Sie das Geld gegeben?

"Ich weiß nicht, wovon Sie reden." Oh, nein.

"Welches Geld denn?"

Sie reden, oder wollen Sie ins Gefängnis?

Hören Sie, ich habe Ihnen alles gesagt.

Ich war das nicht, verstehen Sie? - Warte. Antoine?

Was? Kommst du mal kurz?

Ja.

Ganz kurz.

Was ist denn?

Was soll das? Hm? Wir müssen sie unter Druck setzen.

Sie will mir was über bezahltes Geld erzählen.

Antoine, es gibt kein Geld.

Was heißt, es gibt kein Geld? Sie meinte die Postkarte.

Das Gemälde heißt "Die Bezahlung des Geldes".

Ähm, also das verstehe ich jetzt nicht.

Georges de La Tour, der Maler, weißt du noch?

Und? Da, die Münzen. Auf dem Tisch. Das bezahlte Geld.

Das Geld.

(stöhnt) Scheiße.

So geht das nicht weiter.

Man könnte die Verantwortung für eine Ampel einem Blinden übertragen.

Jetzt warte mal, Alex ... Nein. Du bist ein toller Polizist,

aber solange du nicht über minimales Kunstwissen verfügst

und deine Blockade nicht gelöst ist,

führst du alleine keine Vernehmungen durch.

Was soll das bitte heißen? Das heißt,

Madame Chassagne unterstützt dich bei den Verhören.

Wirklich? Na, aber das ist doch Schwachsinn.

Sie hat doch keine Ahnung. Mag sein. Aber sie verhindert,

dass du Blödsinn redest, sobald es um Kunst geht.

Wie weit sind Sie eigentlich mit seiner Therapie?

Ich suche noch.

Dann beeilen Sie sich bitte. Es ist wirklich dringend.

* Klopfen * Ja?

Das hat ein Kurier gerade für Sie abgegeben.

Danke, Marco.

Ein Damestein? Verdammt.

* treibende Musik *

Zeig mir die Bilder von der Überwachungskamera.

Konnte man sein Gesicht sehen? Nein, er trug einen Helm.

Da.

Der Arsch macht sich lustig über uns.

Zeigen Sie mal her.

"Das war wohl nichts, Verlay. Lass die arme Frau gehen.

Für den nächsten Zug gebe ich dir einen Hinweis.

Ich fließe zurück zu Biche und Furieuse.

Du kennst doch Courbet."

Wieso sagt er, dass Sie Courbet kennen würden?

Ich, ich weiß nicht. Keine Ahnung, dieser ...

Dieser Typ muss ein Spinner sein.

(Pardo) Was heißt: "Ich fließe zu Biche und Furieuse"?

Ich weiß es nicht.

Courbet hat viele Jagdszenen gemalt mit Hirschkühen, "biches".

Da müssen wir ansetzen.

* Tippen *

Fließen, Biche, Furieuse.

Nein, hier ist gar nichts.

Zurückfließen, das hat doch was mit Wasser zu tun, nicht?

Ja. Okay, ich versuche was.

* Tippen *

Wasser, Biche, Furieuse.

Okay, hier, die Biche ist anscheinend ein Bach

und die Furieuse auch.

Sie fließen beide in einen Fluss, der seine Quelle in Doubs hat.

Stammte Courbet nicht aus der Gegend? Die Quelle.

Aber ja, die Quelle. Ein weiteres Bild von Courbet.

Der Mörder will, dass wir es uns ansehen.

Es hängt im Musée d'Orsay.

* gelassene Musik *

Ich bin es nicht, an den er sich richtet.

Dieser Courbet sagt mir gar nichts.

Gustave Courbet, der Realismus, gar nichts?

Ah, na bitte, da ist es. Sagt Ihnen das irgendwas?

Nein, es tut mir leid, das ...

Das sind echt lächerliche Hüte, aber das sagt mir nichts.

Das sind Einwohner seines Dorfes, Ornans.

Dieses Großformat hier. Früher nutzten Maler es,

um Szenen aus der Mythologie darzustellen,

doch Courbet nutzt es, um eine Beerdigung darzustellen,

eine eher banale Szene.

Er will die Wahrheit zeigen, so wie sie ist.

Ornans, der Realismus, Courbet. Macht da nichts Klick bei Ihnen?

Nein. Nein, tut mir leid,

aber da ist leider nichts, das Klick macht.

Ähm, entschuldigen Sie.

(lacht) Soll das hier Realismus sein?

Das ist "Der Ursprung der Welt". Es war 130 Jahre lang versteckt,

bevor es ausgestellt wurde. Ach, was.

Wunderschön, hm? Ähm, ja, ja.

Ähm, kommen Sie jetzt? Das hier ist "Die Quelle".

Ähm, ja, ja, ja.

Ist, ist das jetzt ... Was gibt's hier zu verstehen?

Na ... Die Quelle ist ein Thema,

das oft behandelt wird, eine Allegorie.

Und eine Allegorie ist was? Eine unproportionierte Tussi, ja?

Nein. Das hier lag an den Korsetts.

Die Frauen hatten schmale Taillen und breite Hüften.

Okay.

Und wo ist jetzt der Zusammenhang zwischen dieser, ähm ...

Allegorie und dem Mord?

Ich weiß es nicht.

Sie wissen es nicht? Nein, ich ...

Sonst erzählen Sie alles, jetzt sehen Sie nichts?

Nein, hier ... Es tut mir leid, ich muss passen.

Regen Sie sich nicht auf. Laut dem Mörder sind Sie es,

der hier was sehen müsste. Das will ich doch sagen.

Dass ... nicht ich gemeint bin.

(seufzt) Echt.

Was ist ...

* spannungsgeladene Klänge *

Weitere Koordinaten.

Er wird uns doch nicht zu einer neuen Leiche

an einen Ort wie diesen schicken.

Wenn doch, ist er noch verrückter, als ich dachte.

Ein Gericht.

Das Gesuch wurde abgelehnt, wir versuchen etwas anderes.

Legen Sie bitte Ihre Wertsachen hier hinein.

Bonjour. Gehen Sie durch. Madame?

Sie gehört zu mir. In Ordnung.

Da drin.

Sein Vater verschwand, da war er zwölf Jahre alt.

Zwölf Jahre.

Er verließ seine sechs Kinder.

Als er sah, wie hart sie arbeitete, um sie zu ernähren,

wollte mein Mandant ihr einfach helfen.

Ist es denn ein Verbrechen, seiner Mutter zu helfen?

Sehen Sie sie an.

Sehen Sie sie an, diese Mutter Courage.

* Er räuspert sich. *

Wie todmüde sie ist.

Und zutiefst traurig vor Kummer, doch sie ist hier.

Sie ist hier, um ihren Sohn zu unterstützen.

Ihn, der sie niemals im Stich ließ.

Alles, was er in seinem Leben tat, tat er für sie.

Und sie weiß ... so gut wie wir,

dass er auf der schiefen Bahn war.

Aber sie hat ihm vergeben.

Meine Damen und Herren Geschworenen, ich bitte auch Sie,

ihm Ihre Vergebung zu gewähren.

Mein Mandant wollte niemals den Tod des Juweliers.

Alles, was er wollte, war ein hübscher Ring.

Zum Geburtstag ... seiner Maman.

Ich bin fertig, Herr Vorsitzender.

Unglaublich, was der abzieht.

Leider funktioniert das bei ihm.

Sie kennen ihn?

Er ist mein Vater.

* getragene Klänge *

Und Sie denken immer noch, dass es nichts mit Ihnen zu tun hat?

Ich denke, ich hatte sie ganz gut am Haken

beim letzten Teil des Plädoyers. Ja, das wird schon.

Wäre schön, wenn er mit dem Scheiß aufhört.

Na dann, bis bald. - Ja, gut.

Ich melde mich. Warten Sie hier.

Maître Toussaint?

Kriminalpolizei. Kann ich Ihnen ein paar Fragen stellen?

Ah, die Polizei. Das wurde auch Zeit.

Und, was ist die Überraschung?

Welche Überraschung denn? Na, ich bekam heute eine SMS.

Von einer unbekannten Nummer. "Die Polizei wird Sie heute besuchen,

stellen Sie sich auf eine Überraschung ein."

Was ist die Überraschung?

Der Ihnen das schickte, ist wohl der Mörder eines Kunsthändlers,

Henri Courcelles, sagt Ihnen der Name etwas?

Absolut nicht, nein.

War's das jetzt?

Nein, ich würde die SMS gerne zurückverfolgen.

Dazu müssten Sie mir Ihr Handy überlassen.

Das Handy eines Anwalts? Sonst noch was?

Sind Sie dazu denn autorisiert? Du hast dich nicht verändert.

Wie bitte?

Kennen wir uns?

Das könnte man durchaus so sagen.

Antoine Verlay.

Ich sehe schon, du erinnerst dich.

* Räuspern *

Du bist Polizist? Überraschung.

Also das war sie. Ich muss sagen, der Humor gefällt mir nicht.

Ich richte es aus, jetzt brauche ich das Handy.

Oh, nein, das geht nicht, mein Junge.

Da wirst du die Staatsanwaltschaft bemühen müssen.

Damit du in der Zwischenzeit löschst,

was dir schaden könnte, ja? Ach, du.

Jetzt verdirb doch nicht unser Wiedersehen.

Bleib professionell, hm?

Ich muss jetzt auch wieder los, ja? Bis bald, Antoine.

Wo habe ich denn meine Schlüssel? In der Hand.

Was? Nichts.

Meine Eltern ließen sich scheiden, als ich neun war,

mein Vater wollte mich nie wiedersehen.

Bitte sehr. Eine super Geschichte, was?

Hm? Gut, das war's.

* Tür fällt zu. *

Sie haben ihn doch schon mal vor Gericht erlebt, oder?

Ja.

Ich hab ihn einmal besucht.

Ich war ein Teenager und hatte mir alles Mögliche über ihn eingeredet,

dass ... er ein großer Anwalt wäre,

der Witwen und Kinder verteidigt. All so was, was Kinder so denken.

Er wusste nicht, dass ich da war.

Ich trug immer den Namen meiner Mutter

und an dem Tag dachte ich,

dass das so auch gut war.

* getragene Streicherklänge *

Um zu erfahren, dass Toussaint mein Vater ist,

muss er einen Standesbeamten geschmiert haben.

Das geht nicht in zwei Stunden.

Was zieht der da ab, verdammt?

Er hat alles von langer Hand vorbereitet.

Und noch ist es nicht zu Ende. Er will auf irgendwas hinaus.

Etwas, das mit dir zu tun hat. Mit Ihnen und Gustave Courbet.

(seufzt) Ich verstehe das nicht. Vielleicht wissen wir mehr,

wenn wir das Handy deines Vaters beschlagnahmt haben.

Ich frage die Staatsanwältin, ob sie dich von dem Fall abzieht.

Was? Nein, warte. Er ist dein Vater.

Wenn wir dich nicht abziehen, fliegt uns alles um die Ohren.

Was soll ich machen? Rumsitzen und Postkarten annehmen, hm?

Alex, ich bin es, mit dem er spielen will, okay?

Dabei kriegen wir ihn. Das entscheidet die Staatsanwältin.

* Er seufzt. *

Hast du sonst noch was gefunden?

Nein, nichts außer der scheiß SMS. Und das Klebeband?

Was, welches Klebeband? Das wir im Museum gefunden haben.

Da könnten Fingerabdrücke dran sein. Schon gut, das habe ich vergessen.

Hier ist es.

Ich bring es ins Labor. Lass, lass, ich kümmer mich.

Besprich du lieber mit Madame Chassagne deine Therapie.

Ja? Sind Sie sicher?

Ich halte das für richtig. Das hat Zeit bis morgen.

Nein, schon gut, wir machen das jetzt.

(seufzt) Verdammt.

Ich bin sicher, dass Malen Ihnen helfen wird.

Das nennt man Kunsttherapie.

Legen Sie los.

Kunsttherapie? Ja. Na los, malen Sie etwas.

Hören Sie, ähm, Malen ist nicht gerade mein Ding.

Ich bin auch nicht inmitten von Kunstwerken groß geworden.

Nach der Schule ging es in die Soziallwohnung, nicht ins Museum.

Ich erwarte kein Meisterwerk. Versuchen Sie es.

Gut.

Ähm ... Okay, nicht nachdenken.

Nur zu, ich bin gar nicht da.

Okay, das reicht jetzt.

Also, das ... ist sehr interessant.

Wollen Sie mich verarschen? Nein. Das ist interessant.

Vergessen Sie die Zeichnung. Aber wenn man die Farbe sieht,

welche Farbe haben Sie gewählt? Schwarz.

Schlagen wir mal Schwarz nach, die Symbolik von Schwarz. Also ...

Schwarz steht für Trauer,

Autorität

und den Tod.

Gut. Okay, aber was bedeutet Schwarz für Sie?

Ähm ...

Ähm, nichts. Nichts?

Haben Sie nicht kürzlich etwas Schwarzes gesehen?

Ich weiß, worauf Sie hinauswollen.

Wenn Sie mit der Anwaltsrobe meines Vaters anfangen,

dann ist das ...

Na, das war ja klar.

Viel zu tun, hm? - Sie sollte warten, aber ...

Ich versuche noch, dich zu entschuldigen.

Heute ist Dienstag.

(imitiert sich) "Antoine kümmert sich gut um die Kinder.

Es muss was passiert sein." Es tut mir leid.

Die Kinder haben eine Stunde lang gewartet.

Sie warten am Eingang.

Sag ihnen, dass du lieber Bildchen malst.

Aber ich ... Nein, das ist seine Kunstthera...

* wabernde Klänge *

* Verkehrsgeräusche, Hupen *

* spannungsgeladene Musik *

(singt) "C'est fou Que j'peux t'aimer.

T'aimer des fois les fois je voudrais crier

Car je n'ai jamais aimé Comme ça ça, je peux te jurer"

Drehen Sie sich nicht um. Drehen Sie sich nicht um.

Sie sollten Capitaine Verlay nicht vertrauen, Madame Chassagne.

Er belügt Sie. Er manipuliert Sie.

An Ihrer Stelle würde ich das OCBC schnellstmöglich verlassen.

* unheimliche Klavierklänge *

Er weiß, wo ich wohne. Ich kann nicht mehr nach Hause.

Hören Sie, wir lassen das Haus jetzt überwachen, ja?

Aber hätte er Ihnen was antun wollen,

dann hätte er es getan. Was genau hat er zu Ihnen gesagt?

Dass ich Ihnen nicht trauen soll, weil Sie mich belügen.

Wie, ich belüge Sie?

Keine Ahnung.

Und Sie würden mich manipulieren.

Ich manipuliere Sie?

Das, ähm, das ist doch verrückt. Der ist doch irre. Also echt.

* Handy vibriert. *

Hallo. Finde raus, wo er ist.

Okay, danke.

Wir haben einen Fingerabdruck identifiziert.

Lass mich los, was soll denn das? Lass mich los, sage ich.

Ich habe nichts gemacht. - Setz dich da hin.

Das ist Diskriminierung. Dafür zeige ich dich an.

"Ich habe nichts gemacht."

"Was soll das, Mann? Was habe ich gemacht?"

"Falls Medhi mich verpfiffen hat, ich war das nicht."

Erkennen Sie seine Stimme? Das ist er nicht.

Seine Stimme war ganz speziell. Und er hat sich besser ausgedrückt.

Mhm. Er steckt da jedenfalls mit drin.

Er ist bekannt, wurde schon erwischt

bei Diebstahl, Hehlerei, Drogenhandel und so weiter.

Also gut, ja? Legen Sie los.

Ja, sicher doch. Aber, warten Sie.

Wir sind uns einig, dass Sie mich machen lassen, ja?

Sie greifen nur ein, wenn er versucht,

mich mit Kunst zu verwirren, ja?

Nur, so wie er aussieht,

mache ich mir da keine Sorgen. Wie Sie wollen.

* Tür schließt sich. *

Den kenne ich nicht. Hat der mich angezeigt?

Hey, ich schwör dir, ich hab dem nix getan.

Okay, und das hier?

Sagt dir das irgendwas?

Der sieht ja abgedreht aus. Hat der zu viel gekifft oder was?

Das sind Gemälde von Gustave Courbet, einem Maler.

Courbet?

Sie kennen ihn? Na klar.

Der mit den Pornos im Museum, oder? Wie bitte?

Ach, komm, deswegen bin ich hier?

Weil ich die Dose von der Dicken auf Facebook stellen wollte?

Die Dose? Ja.

Meinen Sie den "Ursprung der Welt"? Genau.

Wenn die mein Foto im Netz sperren, warum geht so was dann in Museen?

Hm? Da sind überall nackte Weiber. Wie YouPorn, Alter.

Hallo? Schluss jetzt. Das sind immerhin Kunstwerke.

Madame Chassagne, ruhig. Nichts da, Madame Chassagne.

Hier ist Schluss mit lustig. Etwas Respekt.

Respekt für Courbet, Respekt für seine Gemälde.

Respekt für die Kunst. Und Respekt für die Toten,

denn er hier ist tot. Oh je.

"Genau, was?" Ich habe nichts damit zu tun, okay?

Madame Chassagne, wenn Sie eine Minute hätten,

ich muss Ihnen etwas sagen.

Verdammt.

Nein, Sie ...

Ich geb dir eine Dose auf Facebook. Die spinnt doch.

Haben Sie das gehört? Ja, ja.

Ähm, es ist nicht Ihre Schuld, aber ...

Ich denke, das mit den Verhören war keine gute Idee.

Ach, nein? Nein. Wir, wir finden was anderes.

Okay. Ja.

Und, die Therapie, geht's voran?

Ja. Ja, ja, es ...

Es geht voran. Er macht gute Fortschritte.

Super, super. Wollen wir?

Monsieur, ich schwöre, das war echt krass.

Da lag ein Umschlag für mich bei Samir.

Und wer ist Samir?

Samir ist der Kebabstand, wo ich immer hingehe.

Ach so. Und was war in dem Umschlag? Na, dieses Klebeband da.

Mit einer Nachricht, was ich damit tun soll.

Du machst einfach, was man dir sagt, ohne zu fragen.

Da waren hundert Euro drin.

Da stand, dass es noch mal hundert gibt.

Da stelle ich doch keine Fragen.

Aber mit dem Toten habe ich nichts zu tun.

Scheiße. Ja, Scheiße.

Er wird uns nichts weiter sagen. Er ist nur eine Figur im Spiel.

Vielleicht haben wir mehr Glück bei deinem Vater.

Wir dürfen sein Handy konfiszieren und seine Wohnung durchsuchen.

Okay, gut, dann los.

Was?

Außerdem zieht man dich von der Ermittlung ab.

Machst du Witze? Hör mal. Er wird mich wieder kontaktieren.

Du brauchst mich, verdammt noch mal. Beruhig dich.

Deshalb trittst du auch als Zeuge auf in dem Fall.

Als Zeuge? Ja, als Zeuge der Staatsanwaltschaft.

Ich übernehme die Leitung der Ermittlungen.

Du bleibst, aber darfst keine weiteren Verhöre durchführen.

So ist es, Antoine, ich kann's nicht ändern.

Zusätzlich zur Durchsuchung

konfrontieren Sie mich mit meinem Sohn.

Niemand konfrontiert dich. Ohne den Mord

würde ich hier keinen Fuß reinsetzen.

Na schön, also gut, kommen Sie rein. - Nur zu.

Immerhin hat dein verdammter Mörder einen gewissen Sinn für Familie.

Ähm, Ihr Handy. - Ach ja, das Telefon.

Danke. Greg, checkst du die SMS? - Ja.

Ja, Moment. - Danke.

Ja, ja, tun Sie das, mein Junge. - Darf ich?

Nur zu. Fühlen Sie sich wie zu Hause.

Verzeihen Sie die Unordnung, ich habe im Moment keine Assistentin.

Außer Maman hat es keine länger als drei Monate ausgehalten.

Das Chaos ist dir auch egal. Alles, was zählt,

ist dieser Raum, mit dem du protzen kannst.

Ist doch so, oder nicht?

Ist das der Warteraum seiner Kanzlei?

Ja. Ich habe auf der anderen Seite gewohnt.

Viel erkenne ich nicht wieder, er hat einiges verändert.

Sie haben hier gewohnt? Ja.

Und für wie lange?

Bis ich so acht oder neun war, glaube ich.

Ich durfte hier nicht rein, weil er meinte ... Was sagtest du?

Dass ich nur alles kaputt mache? Wie, was? Wovon redest du überhaupt?

Du warst doch ständig hier drin. So ein Quatsch.

Sind diese Kopien dazu da, um Ihre Mandanten zu beeindrucken?

Ja, aus China. Da gibt's die im Zehnerpack.

Machen doch was her, hm? Ob das so ist, kann ich nicht sagen.

Aber dass sie aus China sind, das sieht man.

Hm.

Sie haben nicht auch zufällig was von Courbet?

Courbet, ist das der mit den dicken Hintern? Ja, ja.

(lacht) Natürlich, ja.

Kommen Sie, na los, hier.

Scheiße.

Alex, komm mal bitte her. Ja?

Die Mandanten lieben es, sitzen wie hypnotisiert

vor dem Hinterteil. - Was ist?

Die Quelle. Weißt du noch, Antoine?

Du hast sie dir immer heimlich angesehen.

Wieso erzählst du eigentlich so einen Blödsinn, hm?

Ich, ich erinnere mich nicht an dieses Bild.

Du hast hier alles verändert. Was? Nein.

Ich hab hier fast nichts verändert, rein gar nichts.

Wollen Sie damit sagen, dass die Gemälde, die Kopien,

die Magazine, all das immer da war?

Selbstverständlich, ja. Wieso?

Was?

Sie hatten es Ihre ganze Kindheit vor Augen

und erkennen es nicht wieder?

Ich, ähm, nein, nein, ich ... Na klar.

Jedenfalls wusste der Mörder, dass es hier ist.

Hm?

Woher wusste er, dass es hier ist? Erklär uns das.

Das weiß ich auch nicht. Ich habe keine Ahnung.

Sie haben doch die SMS gesehen, von einer unterdrückten Nummer.

Ich kenne den Mann nicht.

(Greg) Commandant? - Ja?

(Greg) Ich hab's. Ich weiß, wer die SMS geschickt hat.

Wer? - Thierry Giraud. Ein Banker.

Und der sagt dir auch nichts, ja? Ähm, nein.

Nein, diesen Mann habe ich noch nie gesehen.

Jetzt hör auf, Blödsinn zu erzählen. Antoine, beruhige dich.

Bitte setzen Sie sich. Ich nehme Ihre Aussage auf.

Greg, orte das Handy von dem Typen. Er dürfte unser Mörder sein.

Was ist? Hm?

Sie wohnten in einer Sozialwohnung, haben noch nie ein Gemälde gesehen.

Ich war noch klein damals, verstehen Sie?

An das Büro kann ich mich nicht erinnern, ja?

Was denn, glauben Sie lieber dem Arsch von heute morgen, ja?

Okay, also gut. Wieso sollte ich mir so was ausdenken?

Es ist so abwegig, dass es mir völlig egal ist.

* Schnipsen *

Fertig. Hab ihn. Place Vendôme.

Schnell. Wir melden uns, ja?

Also, los.

* treibende Musik *

* Reifen quietschen. *

Antoine.

* unruhige Musik *

* spannungsgeladene Musik *

Wo steckst du?

Alex? Und?

Und?

Er ist nicht hier. Es kann nicht wahr sein.

Check noch mal die Ortung.

Er ist immer noch auf dem Platz.

Warum führt er uns hierher?

(Courbet) Unter der Pariser Commune

war ich für kulturelle Fragen zuständig.

Krieg und Tod.

Das repräsentiert diese Säule.

Ich wollte sie nicht zerstörten. Nur woandershin versetzen.

Aber Ihre Freunde, die Kommunarden, haben sie 1871 abgerissen.

Das Feuer der Revolution, meine Liebe.

Und am Ende hat man mich für mein Engagement bestraft.

Und Sie den Wiederaufbau bezahlen lassen.

Der Wendepunkt Ihres Lebens.

Laut Ortung ist er immer noch auf dem Platz.

Aber er ist nirgends zu sehen. Die Säule.

Hä? Was ist mit ihr?

Der Mörder.

Er erzählt uns wieder von Courbet.

Er wurde beschuldigt, sie zerstört zu haben.

* hohe Streicherklänge *

* spannungsgeladene Musik *

Scheiße.

* Spannende Musik klingt aus. *

Verdammt, das ist Giraud. Scheiße.

"Auch ich wurde den Hunden vorgeworfen.

Gustave Courbet."

* ruhige Klavierklänge *

Das mit der Säule war wie ein Mord.

Die gesamte Pariser Elite stürzte sich auf Courbet.

Er gehörte nicht zu ihnen und warum?

Weil er Autodidakt war, den Akademismus hinterfragte.

"Auch ich wurde den Hunden vorgeworfen."

Der Mörder sagt uns, er identifiziere sich mit Courbet.

Auch er kennt Zurückweisung, Ablehnung, Niedergang.

Und ich denke, auch er ist ruiniert worden.

Und auch er war verzweifelt.

Ganz genau. Und wollte sich an allen rächen,

die ihm das angetan hatten, richtig? Ja.

Laut seinen Kollegen hat Giraud oft Drohungen von Kunden in Not erhalten.

Ein Kunsthändler, dann ein Banker,

wer ist als Nächster dran?

Habt ihr die Kunden der beiden verglichen?

Ja. Wir konnten aber keine Verbindung feststellen.

Und zu meinem Vater? Auch nicht.

Vielleicht hat er ihn nur ausgesucht, weil er dein Vater ist.

* unheimliche Klänge *

* Ächzen *

Hast du mit jemandem über mich geredet?

Über dich? Ja, über mich. Ich weiß nicht.

Mit einem deiner Mandanten zum Beispiel.

Wieso sollte ich mit einem Mandanten ...

Was?

Los, jetzt spuck's aus. Ja, ja, ja. Da war ...

Da war vielleicht einer, ja.

Ja, und wer? Könntest du mich erst mal loslassen?

* Antoine schnauft. *

Ja, gut, also ...

Vor etwa einem Monat, da war ein junger Mann hier

und er hatte wohl Eheprobleme und suchte Rat, also ...

redeten wir ein bisschen, über die Familie.

Hast du dem was von mir erzählt? Nein, nicht im Detail.

Wir haben nur ganz allgemein über Kinder geredet,

denn Kinder, das weckt Vertrauen, ja?

Und was zum Teufel hast du ihm erzählt?

Na, gar nichts. Nur Kleinigkeiten.

Dass wir uns ein bisschen, wie sagt man das ...

aus den Augen verloren hatten.

(lacht) Aus den Augen verloren, Scheiße.

Das ist alles. Ich hab doch kein Geheimnis verraten.

Und, wirst du noch lange dafür sorgen,

dass mein Leben so beschissen ist, hä?

Also entschuldige mal,

aber das Gleiche könnte ich auch von dir sagen, mein Junge.

Komm einfach und hilf, ein Phantombild zu erstellen.

Du machst dich nützlich und ich muss dir keine reinhauen.

Nein, jetzt warte doch mal.

Ähm ...

Hast du wirklich alles hier vergessen?

Ja.

Aber das liegt sicher daran,

dass ich mich gar nicht erinnern will.

* ruhige Klänge *

* Tür schließt sich. *

"In unserer Sozialwohnung hatte ich keinen Zugang zu Kultur."

Von wegen.

Er konnte so viel haben, wie er wollte.

Und ich Idiotin helfe ihm noch. Mhm.

Ich verstehe einfach nicht, was er davon hat.

Wieso erfindet er so was? Vielleicht hat er ...

Warum tut er so, als hätte er alles vergessen?

Einfach so, im Alter von neun Jahren vergisst der Kerl alles.

Nun ja ... Mit fünf Jahren kann das ja sein.

Aber mit neun.

Das gibt's doch nicht. Einfach mit neun alles zu löschen.

Huhu. Ich hab Sie was gefragt.

Kann man einfach alles so löschen?

Sie hatten den Todestag Ihrer Mutter auch verdrängt.

Aber das ist doch wohl was anderes.

Bei mir war das ein Tag, bei ihm geht es über Jahre.

Bei mir war es ein Trauma.

Traumata können sich über Jahre wiederholen, wissen Sie?

* ruhige Klänge *

* Kind imitiert Motorengeräusche. *

* Tür öffnet sich. *

Jetzt bist du schon wieder hier, verschwinde.

Du sollst nicht in meinem Büro spielen,

wie oft muss ich es noch sagen? Ich will dich hier nicht, klar?

Das ist kein Spielplatz.

Wie, denkst du, bezahle ich das alles?

Spielzeug, Ferien am Meer. Durch Däumchen drehen?

Raus hier jetzt.

* beklemmende Musik *

Verdammter Bengel.

* aufwühlende Musik *

* Schniefen *

* Musik klingt aus. *

Ich habe schon langwierige Amnesien erlebt.

Besonders bei Kindern.

Das ist ihre Art, sich zu schützen.

Heißt das, er hat mir die Wahrheit gesagt?

Es ist jedenfalls möglich. Und Sie sagen ja selbst:

Er hatte keinen Grund, Sie zu belügen.

* unheimliche Klänge *

* Klopfen *

* Tür öffnet sich. *

* Räuspern *

Ich hab Ihnen was Süßes mitgebracht.

Einem Lügner wie mir? Mhm.

Es tut mir wirklich leid. Ich habe überreagiert.

Denn eigentlich ... hat mich der Typ verunsichert.

Ich bitte um Entschuldigung. Nein, hören Sie.

Ich weiß, es hört sich verrückt an, dass ich alles vergessen habe.

Nein, ich glaube Ihnen das alles.

Ich habe auch Erinnerungen gelöscht.

Ich habe den Todestag meiner Mutter verdrängt.

Wieder Freunde?

Ja. Hm?

Danke. Wonach suchen Sie?

(schmatzend) Was? Ähm.

Ich weiß nicht, ähm ... Ich glaube, wir übersehen was.

Im Moment führt immer alles zu Courbet zurück.

Ja, das d'Orsay, die Gemälde, die Säule an der Place Vendôme,

das Gericht, sein Prozess.

Und in den Buttes-Chaumont, was, was ist es da?

Da gibt es keine direkte Verbindung zu Courbet,

nur eine zur Commune, da gab es ein Massaker,

das all ihre Hoffnungen zunichte gemacht hat.

Deshalb die Karte vom Verzweifelten. Nein. Ja, aber auch nein, weil ...

Es gibt Orte, die symbolträchtiger sind,

wie der Père Lachaise oder der Friedhof von Montparnasse.

Ich ... Denken Sie, da ist was anderes, hm?

Ja, warum die Buttes-Chaumont?

Vielleicht hat er ja eine persönliche Bindung zu diesem Park.

Vielleicht, ja.

Was war denn am Todestag Ihrer Mutter?

Ich dachte, es war meine Schuld.

Als Kind denkt man doch immer, dass man schuld ist.

Ich weiß nicht, ich kann mich nicht erinnern.

Aber nach dem, was mir meine Mutter erzählt hat,

ist mir das auch lieber.

Was? Was ist denn?

Ich dachte nur, wenn Ihr Vater keine Gemälde aufgehängt hätte,

dann hätten Sie heute vielleicht keine Kunstblockade.

Ja, ich ... Ich weiß nicht, keine Ahnung.

Warten Sie. Unauffällig. Nicht hinsehen.

Haben Sie den Typen auf der Bank gesehen?

Ja, er sieht ihm ähnlich. Warten Sie.

* spannungsvolle Musik *

Hey!

* bedrohliche Musik *

Hey, lass ihn los! Polizei! Schon gut.

Lass ihn los! (Frau) Lassen Sie ihn gehen!

Waffe runter und auf die Knie! Waffe runter und auf die Knie!

Auf die Knie! Jetzt sofort! Ja! Okay!

Weg mit der Waffe und auf die Knie.

Mach nur keinen Scheiß.

Nimm die Hände hinter den Kopf und hinlegen.

Hände hinter den Kopf und auf den Boden!

(Junge) Maman, Maman!

* spannungsvolle Musik *

Na, also.

(Junge) Maman!

Monsieur, finden Sie meinen Sohn! Bitte retten Sie ihn!

Maman! Maman!

Maman!

Keine Angst!

* spannungsvolle Musik *

Hey! (Junge) Maman!

Maman! Alles gut!

Ganz ruhig. Alles gut. Alles gut.

Sieh mal, da ist deine Mutter, sieh mal, hier.

(Mutter) Arthur! Danke, danke!

Geht es so? Ja, danke.

* Junge wimmert. *

(außer Atem) Scheiße.

Oh, so eine verdammte Scheiße!

Ja, Alex? Pass auf, er war hier im Park.

Er hätte fast ein Kind entführt. Nein, warte, hör zu.

Schick eine Streife mit seinem Bild in das Viertel hier.

Capitaine! Capitaine! Okay, danke.

Geht's Ihnen gut? Ja.

Was immer er wollte, er war nicht wegen der Commune hier. Was ist das?

Das hat er fallen lassen, könnten Notizen sein.

Ich habe Angst, sie zu beschädigen.

Kann man da was machen?

Ich weiß nicht, ich frag das Labor.

Wir waren so nah dran! Scheiße!

Er wird Fehler machen. Wir kriegen ihn.

* Handy *

Hallo?

(Mann) "Bravo. Gute Vorstellung, Verlay."

Ich bin doch nicht ganz so schlecht, was?

Verfolg ihn zurück!

"Mit oder ohne Madame Chassagne?"

Ich hab deine Pläne durchkreuzt.

Das nervt dich, oder? Weißt du was?

"Das freut mich sehr."

Ja, genieß deinen kleinen Sieg nur.

* bedrohliche Musik *

(Mutter) Hat er dich gehauen?

Ja, hierhin.

Dann hab ich ihm einen Haken und noch einen

und dann hat er geheult. * Mutter lacht *

* Bedrohliche Musik steigert sich. *

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2020

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