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* Donner *
* ominöse Musik *
* Hupen im Hintergrund *
30 Millionen. Und das war alles?
Der Anruf war anonym, der hat mir nicht sein ganzes Leben erzählt.
* unterschwellige Musik *
Glaubst du wirklich, dass hier grade
ein 30-Millionen-Euro-Gemälde geraubt wird?
Er hat gesagt, er wäre Restaurator,
da können wir zumindest mal nachsehen oder nicht?
* Schneidegeräusch *
* Klingel *
* Klingel *
(schmunzelnd) Der hat dich nur verarscht.
Dafür ist es da drin aber zu laut.
* ominöse Musik *
* Knall *
* Ächzen, Krachen *
* Kampfgeräusche *
* Schlag, Ächzen *
Alex? Alles in Ordnung? Ja, geht schon.
Hey! Hey!
Antoine, warte. Warte!
* aufgewühlte Musik *
Halt! * Der Dieb keucht. *
Hey!
Antoine! Er hat einen Monet! Antoine!
* Hupen, Japsen *
* spannende Musik *
(Mann) Spinnst du oder was?
* Hupen *
* Klirren *
Antoine! Der Monet, stell den Monet sicher!
Nein! Nicht!
Halten Sie das an! Polizei! Halten Sie die scheiß Maschine an!
* Motorradfahrer ächzt. * Halt!
(Alex) Es wird schwer, den wieder einzurahmen.
Hatte ich etwa Zeit, darüber nachzudenken?
Da hätte alles drin sein können. Wie hätte ich darauf kommen sollen?
Vergiss es. Wir zwei sind erledigt. Die versetzen uns nach Sibirien.
Jetzt ist aber gut. Hör auf, hey.
Ich wollte einen Dieb festnehmen. Das kannst du ihnen doch erklären.
Was gibt's daran zu erklären?
Dass ich nicht laut genug geschrien habe?
Verdammte Scheiße noch mal. * Alex seufzt. *
Sieh dir das an.
Verdammter Scheiß. Alex, komm mal her.
Was?
* ominöse Musik *
Okay. Ich nehm alles zurück.
Du hattest recht, ihn festnehmen zu wollen.
* spannende Titelmusik *
Antoine Verlay Florence Chassagne
Ein Monet.
Sie müssen völlig verrückt sein.
Sie sind ja geisteskrank.
Ich sagte doch, ich wusste nicht, dass es ein Monet ist.
Ich wusste es nicht. Also zum Glück haben Sie mir gesagt,
dass Sie sich bemühen werden,
mehr über Kunst zu lernen, denn das ...
Alex, sag's ihr! Ich wusste nicht ...
Lektion eins: Sie nehmen ein Meisterwerk der Weltkultur.
Dann zerfetzen Sie es
und benennen es in ... "Müllimpression Sonnenaufgang" um.
Ich wusste nicht, dass es ein Monet ist.
Nein, aber - pardon - Sie brauchen eigentlich keine Kunsthistorikerin,
sondern eine Putzfrau.
(Alex) Antoine.
Hm? Komm mal.
* Florence seufzt. *
Monet, also ... Es wurde grade bestätigt:
Stéphane Malagnac, Gemälderestaura- tor, freiberuflich für Museen tätig.
Wir haben sein Portemonnaie, aber es fehlen Bargeld und EC-Karte.
Das versteh ich nicht. Einerseits klaut er einen Monet
und dann Bargeld und EC-Karte, das ist doch komisch, oder?
Was heißt hier komisch? Klar ist das komisch.
Der wusste doch, dass hier ein Monet hängt.
Wir sitzen tief in der Scheiße. Ist ja gut!
Also, es sind die "Mohnblumen", die Sie zerstört haben.
(Alex) Nein, nicht die "Mohnblumen". Doch.
Das "Mohnblumenfeld". Ausgerechnet. So ein Mist.
Scheiße, das "Mohnblumenfeld".
Verdammt, verdammt, verdammt, verdammt.
Aber auf den ersten Blick ist es 10 cm kleiner als das Original.
Ich halte es für eine Kopie. Sind Sie sicher?
Es muss noch ins Labor zur Bestätigung,
aber ja, zu 99,99 Prozent.
Antoine, eine Kopie.
Ich hab's gehört. Ist das gut? Eine Kopie! Wir sind gerettet!
Das ist gut, sogar sehr gut!
Verdammt!
(seufzend) Danke, vielen Dank! Ja.
Verwechseln Sie keine Kopie mit einer Fälschung.
Ja, die Regeln sind da sehr streng.
Die Kopie eines Kunstwerks erfordert stets eine Genehmigung.
Die Größe muss 20 Prozent über oder unter dem Original liegen.
Und das ist dann völlig legal.
Und die Signatur des Malers darf nicht kopiert werden.
Wer sich keinen Van Gogh oder Rembrandt leisten kann,
der kauft sich die Kopie. Besser als ein Poster.
Okay.
Also wie? Der Mörder hat Stéphane Malagnac
nur wegen einer Kopie umgebracht, ja?
Nein, er dachte vielleicht, es wäre das echte Gemälde.
Und der anonyme Anruf? Hilft uns nicht.
Kam von einem Prepaid-Handy.
Und wo ist jetzt das Gemälde? Der echte Monet?
Er gehört zu einer Privatsammlung in New York, aber ...
Was? Er wurde
an das Musée d'Orsay verliehen, für eine Ausstellung nächsten Monat.
Wir überprüfen es morgen im Musée d'Orsay, okay?
Verständigen Sie Leila Perrier, die zuständige Kuratorin.
* ominöse Musik *
Bonjour.
Bonjour. Beeindruckend, oder?
Na ja, schon. Jaja. Alles in Ordnung?
Gut, hören Sie:
Ich hab mich entschieden. Mhm?
Ich werde mich bemühen
und Kunstgeschichte-Unterricht bei Ihrem Vater nehmen.
Ernsthaft? Ja, ernsthaft.
Wirklich?
Aber nur, damit ich nicht vor jedem Kunsthändler wie ein Idiot dastehe.
Was ist denn passiert?
* Er seufzt. *
Dieses Rokoko da ... Ja? Die Stilrichtung?
Genau die. Ich hab das immer für eine Bar in Pigalle gehalten.
* lustige Musik *
Ja, schon gut, ich weiß genau, was Sie denken.
Aber in dem Kontext - das war durchaus plausibel
und bei diesem dämlichen Namen. Wirklich.
Ja, ich ... Da lag das nahe.
Ich hab nichts gesagt.
Sie können ruhig auf mich warten,
ich hab den Namen Rokoko nicht erfunden.
* ruhige Musik *
Sehen Sie?
Das ist Camille.
Hä, bitte? Das ist Camille Doncieux.
Sie war Monets Muse und seine erste Frau.
Sehen Sie genau hin: Da sind drei Frauen.
Aber es ist kein Unterschied zu sehen.
Es ist jedes Mal Camille. Sehen Sie, da unter dem Schirm,
da im grünen Kleid und da verborgen hinter dem Blumenstrauß.
Ebenfalls Camille Doncieux.
Madame Chassagne,
Kunstgeschichtsunterricht hab ich bei Ihrem Vater, ja?
Ja, natürlich. Hier ermitteln wir.
Wir sehen uns den Arbeitsplatz des Opfers an und seine Kollegen
und lassen das auf uns wirken.
Aber das mache ich, ich lasse
die Gemälde auf mich wirken. Alles klar.
Bonjour. Leila Perrier. Pardon. Bonjour.
Ich bin die Kuratorin der Sammlung.
Sehr erfreut. Florence Chassagne. Capitaine Verlay.
Na dann. Wollen wir?
Stéphane Malagnac war letzten Monat in New York, richtig?
Er sollte den Zustand des Gemäldes prüfen
und das Verpacken überwachen.
Hier kommen die Kunstwerke an, die man uns ausleiht.
Nach den Formalitäten der Zollkontrolle
kam das Gemälde letzte Woche hier an.
Zum Schutz der Gemälde warten wir einige Tage mit dem Öffnen. Sandra?
Ja? - (Leila) Würden Sie's bitte öffnen?
Hilfst du mir kurz?
(Sandra) Bonjour.
Wer hat ihn nach New York geschickt? Das war ich.
Er wollte es aber auch unbedingt.
Sie haben sich nicht gefragt, wieso? Nein.
Jeder sucht Arbeit, das ist normal.
Außerdem haben wir ihm vertraut.
Ja, Stéphane war ein hervorragender Restaurator.
(Leila) Danke, Sandra.
Das Format passt.
Da ist die Signatur. Sehen Sie?
Sie lagen falsch. Aber ...
* spannungsvolle Musik *
Mit der Zeit polymerisieren die Pigmente.
Was machen Sie da?
Was haben Sie vor?
Wenn es alt ist, ist die Farbe alkoholresistent.
(Leila) Das ist unmöglich.
Ich weiß nicht, wer dieses Bild gemalt hat, aber Monet war es nicht.
Äh, haben Sie Stéphane Malagnac gut gekannt?
Ja. So was hätte er niemals getan. Ach so?
Laurence ist grade erst gestorben.
Äh, und wer ist Laurence?
Sie war seine Schwester.
Und außerdem meine Freundin.
Das war letzten Monat.
Haben Sie die Liste der akkreditierten Kopisten hier?
* beklemmende Musik *
Ich meine der Monet-Spezialisten.
Was ist denn? Ähm ...
Der beste hier akkreditierte Monet-Kopist ist Frédéric Roussel.
Der Schwager von Stéphane Malagnac. Der Mann von Laurence.
(Alex) Frédéric Roussel ist der Ehemann
der Schwester von Malagnac, also des Opfers?
Alex, einfacher ausgedrückt, er ist sein Schwager. Ja, genau.
Roussel fälscht also den Monet.
Und Malagnac stiehlt den echten aus New York,
ersetzt ihn durch die Fälschung. Ein Diebstahl in der Familie.
Ah, freundlich.
Mmh. Köstlich.
Ah, sehen Sie? Er trinkt meinen Kaffee gerne.
Wann werden wir sagen können, dass die Fälschung von Roussel stammt?
Wenn Hugo sie geprüft hat.
Und die Kopie bei Malagnac, ist die auch von Roussel?
Wir müssen sie erst reinigen, von Zigaretten und Windeln
und was noch dran ist. Ist schon gut.
Wir haben verstanden. Das hoffe ich.
Ja, gut, ähm, fassen wir zusammen, okay?
Wir haben einen Monet, der in New York gestohlen wurde.
(Alex) Mhm. Okay?
Eine Fälschung, die Malagnac ans Musée d'Orsay geschickt hat
und dann die Kopie, die wir bei ihm gefunden haben.
Der Einbrecher wusste also von dem Diebstahl
und wollte sich das Original schnappen.
Nur dass er die Kopie erwischt und Malagnac umbringt.
Wer hätte davon wissen können?
Auf den ersten Blick hat zumindest einer davon gewusst.
Derjenige, der die Fälschung gemalt hat.
Um so etwas fälschen zu können, muss man in Monets Welt eingetaucht sein.
Mhm. Das ist äußerst interessant.
* ruhige Musik *
Das ist ja ... Was?
Hier sieht es aus wie in Giverny.
Und was ist Giverny?
Der Ort, in dem Monet wohnte.
Ihn fasziniert die Natur
und er malte seinen Garten bis an sein Lebensende.
Das ist doch schön hier, oder? Ja, aber abgelegen.
Monsieur Roussel?
Capitaine Verlay. Florence Chassagne.
Bonjour. Haben Sie kurz Zeit?
Ja.
Also Ihr Schwager hat Ihre Kopien gekauft, ja?
Nur ein einziges Mal.
Meine Frau konnte nicht mehr arbeiten.
Und Stéphane wusste genau, dass wir das Geld brauchen.
* ruhige Musik *
Camille war mein Licht.
Sechs Jahre nach ihrem Tod haben Sie eine andere Frau gemalt.
Aus genau dem gleichen Winkel.
Die gleiche Silhouette.
Als wäre das der Geist von Camille.
Ich hab sie so gern gemalt.
Selbst nach ihrem Tod hat sie mich verfolgt.
Erst mit diesem Gemälde konnte ich mich von ihr verabschieden.
Es ist komisch weil das "Mohnblumen- feld" in New York gestohlen wurde.
Wenn ich davon gewusst hätte, dann hätte ich Sie aufgesucht.
Was denken Sie denn?
Ich habe innerhalb eines Monats meine Frau und meinen Schwager verloren.
Es ist, als hätte das Kopieren von Monet auf mein Leben abgefärbt.
Auch er hat seine Frau früh verloren.
Und dann seine Freunde: Manet, Caillebotte, Renoir.
Meine Frau ist tot.
Ich versuche nur, durchzuhalten.
Und Sie halten mich für Arsène Lupin? * freudloses Lachen *
Wieso sollte ich meine Kopien stehen?
Das versuchen wir zu verstehen. Hören Sie:
Ich habe es nicht gefälscht, war nicht am Diebstahl beteiligt
und habe Stéphane nicht getötet.
* Handy *
Hugo? "Ja."
Hast du Ergebnisse? "Ja."
Gestützt auf die vorliegenden Unreinheiten in den Pigmenten
hat der Schöpfer dieselben Farbtöpfe benutzt wie Roussel.
Wenn sich nachts nicht die Heinzelmännchen
in seinem Atelier herumtreiben ...
Hat Roussel die "Mohnblumen" gefälscht.
Sie konnten Ihre Frau in einer neuen Studie in den USA unterbringen.
Eine Versuchsreihe gegen Krebs.
Ja, und?
Na ja, Sie hätten viel Geld gebraucht, um hier wegzugehen
und in den Staaten neu anzufangen.
Sie baten Ihren Schwager, Ihnen beim Diebstahl des Gemäldes zu helfen.
Und der wollte natürlich das Leben seiner Schwester retten.
Und dieser Transport war die perfekte Gelegenheit für Sie,
um Ihre Fälschung gegen das Original auszutauschen.
Oder?
* bedrohliche Musik *
Ist es nicht so?
Doch, so ist es. Hmm.
Aber - tja. Leider stirbt Ihre Frau,
noch ehe die Behandlung begonnen hat.
Was hätte Sie da machen sollen?
Das Gemälde verkaufen? Sich selbst anzeigen?
Hat Malagnac Panik gekriegt? Ich hab ihn nicht umgebracht!
Wo ist das Gemälde?
Ich weiß es nicht.
Ich schwöre, ich weiß es nicht.
Stéphane hatte es.
Gut, was haben wir?
Das Bild ist nicht bei Malagnac, wir haben gesucht.
Hast du seine Konten gecheckt?
Da ist nichts. Unsere Quellen wissen auch nichts.
Irgendwo muss es sein. Es kann sich doch nicht in Luft auflösen.
Vielleicht hat er es weiterverkauft oder er hat es
woanders als bei sich zu Hause versteckt. Tja.
Na gut, suchen wir weiter.
Ein Monet verschwindet nicht einfach.
Hören Sie mal:
Frédéric Roussels Vorbild ist Claude Monet, richtig?
Ja. Also: Die Frau von Monet
und die Frau von Roussel sterben ungefähr im selben Alter
und beide an Krebs. Eigenartig oder?
Was soll daran eigenartig sein? Dass man heute noch an Krebs stirbt?
Nein, aber das ist doch ein komischer Zufall.
Jetzt mal langsam. Das ist sehr traurig,
aber noch lange kein komischer Zufall.
Sind Sie fertig? Für Ihren Unterricht.
Wollen wir? Also gut.
Na los, gehen Sie schon. Ja.
Und nicht vergessen: Dadaismus, mein Lieber,
ist kein Reitsport, sondern eine Kunstrichtung.
* Er lacht nervös. *
* mysteriöse Musik *
Finden Sie das nicht eigenartig? Den Tod von Madame Roussel?
Das Leben ist grausam. Was überrascht Sie da?
Wir hatten nicht genug Geld für ein weiteres Kind.
Vor allem, da ich weiter malen wollte.
Ja, ich weiß.
Deshalb hat Ihre Frau auch immer wieder abgetrieben.
Was ihre Gesundheit angriff
und ihren Krebs beschleunigt hat.
Hätte ich nicht darauf bestanden,
dann hätte ich sie sicher weiterhin malen können.
Und? Wie interpretieren Sie den "Riegel" von Fragonard?
Na ja, Ihre Tochter hat mir das ja erklärt,
es gibt da diese versteckten Formen im Bett und so.
Also, das ist schon echt heiß. Sie sagte, das da ...
das da sind die Glocken.
Die Brüste.
Und dann das hier, das wäre die ... das ... also das ist die ... die ...
Miau.
Sie benutzen den "Riegel",
um Anzüglichkeiten mit meiner Tochter auszutauschen?
Was soll das heißen? Aber ...
Ich benutze was? Also du hast ihm doch vorgeschlagen,
dass er daran üben sollte. Ja, gut. Fahren wir fort.
Nein, auf keinen Fall. Ihr müsst noch die rechte Seite besprechen.
Die rechte Seite. Was ist damit?
Nur zu. Ach.
Was ist? Schon verstanden,
die Liebenden, die Tür, der Riegel. Nein, nein. Genauer. Die Tür.
Sag's ihm. Was passiert da? Lass ihn nicht hängen.
Madame Chassagne ...
Nichts da. Will sie die Tür öffnen oder nicht?
Florence ... Nein. Denkst du nicht,
sie hat die Faxen dicke und will durchatmen?
Ich weiß doch auch nicht.
Ich kam mir so lächerlich vor. Ich überwinde das wohl nie.
Zuerst die Schwindelanfälle und jetzt greife ich meinen Vater
schon wegen einer Tür in einem Gemälde an.
Was bedeutet diese Tür für Sie?
* ruhige Musik *
Ganz ehrlich?
Gar nichts.
* Polizeisirenen *
* spannungsvolle Musik *
* Fotoauslöser *
(Mann) Uns war die aufgebrochene Tür aufgefallen.
Der Eigentümer war verreist und kommt heute zurück.
Aha. Kennen Sie ihn?
(Polizist) Er wohnt schon länger hier.
Wir sollten das Haus beobachten.
Verständlich, bei all den Gemälden hier.
Ähm, wurde hier schon mal eingebrochen?
(Polizist) Nicht, dass ich wüsste. Hier gab's noch nie ein Problem.
* spannungsvolle Musik *
Und die Nachbarn? Was sagen die?
(Polizist) Sagen alle, sie hätten nichts gesehen und gehört.
Okay. Ja, dann danke. Danke. Sehr gern.
Machen Sie eine Liste der Gemälde? Natürlich.
Tja, Roussel war in Gewahrsam und kommt hierfür nicht infrage.
Unser Mörder ist auf freiem Fuß.
Und der Rahmen, hat der was ergeben? Nein,
ich lass ihn aber noch untersuchen.
(Mann) Darf ich erfahren, was hier vor sich geht?
Guten Tag, die Herren. - (beide) Bonjour.
Was ist hier los? - Wir erklären es Ihnen.
(Mann) Denken Sie, ich hätte einen echten Monet?
Das war eine Kopie. Angefertigt von Frédéric Roussel.
Hier gibt es Gemälde, die sind mehr als 30.000 Euro wert.
Und der Dieb nimmt eine Kopie für 3000 mit. Eigenartig.
Hier, ich hab was gefunden.
Da, die Signatur unten links.
Wie erklären Sie das?
Na ja, ich hab sie
nachträglich hinzufügen lassen. - Ach was.
Was nützt es, wenn die Illusion nicht perfekt ist?
Er sagt die Wahrheit:
Es ist eine Kopie. Ich hab die Größe überprüft.
Also klaut der Dieb zum zweiten Mal eine Kopie.
Vielleicht sucht er den echten Monet in den Gemälden von Roussel.
Als hätte Roussel den echten Monet an einen Kunden verkauft?
Ja. Getarnt als Kopie
besäße der Kunde das echte Gemälde. Das ist doch clever.
Nur dass der Dieb es durchschaut hat.
Aber wieso klaut er dann doch nur die Kopie?
Vielleicht hielt er sie für echt. Ja, sie war ja immerhin signiert.
Also müssen wir den echten Monet finden.
Nur so können wir ihn uns schnappen. Hmm?
Alex? Ja. Doch, doch. Gut.
Nehmt euch morgen die Kunden von Roussel vor,
die kürzlich eine Kopie des "Mohnblumenfelds" gekauft haben.
Und Roussel? Übergeben wir der Staatsanwaltschaft.
Die lässt ihn laufen und wir lassen in abhören.
* unterschwellige Musik *
Ich kannte einen Sammler, dem das passiert ist.
Da hinterließ der Dieb auch nur einen leeren Rahmen an der Wand.
Ach nein, das passt nicht. Und wieso? Warum passt das nicht?
Nun, weil der ... der Dieb eine Visitenkarte hinterließ
und da war keine, also passt das nicht.
Eine Visitenkarte? Ja.
Warten Sie, ich zeig's Ihnen. Ja, zeigen Sie her.
* spannungsvolle Musik *
Hier. Auf der Visitenkarte war "Die Wahrsagerin"
von Georges de la Tour: Sie lenkt das Opfer ab,
während die andere ihm von hinten den Geldbeutel abnimmt.
Sie hören mir ja überhaupt nicht zu. Was gibt's da zu sehen?
Äh, nicht. Äh, nein, gar nichts. Ähm ...
Wissen Sie, ich hab noch was zu erledigen.
Also danke und Sie können gehen.
Hier ist Ihr Mantel und Ihre Tasche. Bitte, Sie können gehen.
Ich wollte mich noch entschuldigen.
Dass ich mich in der Kunststunde so aufgeführt habe.
Oh, nicht der Rede wert. Das war lächerlich.
Und Ihr Vater ist eben, wie er ist.
Wieso sind Sie denn auf einmal so nett zu mir?
Na ja, Sie sind supernett.
Also hören Sie, ich kann auch mal nett sein.
Das gefällt mir. Und ich bin erleichtert,
dass ich Sie nicht mehr zur Beruhigung brauche.
Wir gehen normal miteinander um. Schön.
Ja, find ich auch. Genau so ist es. Einfach normal.
(lachend) Wunderbar, also ...
Dann bis morgen. Bis morgen.
* spannungsvolle Musik *
* mysteriöse Musik *
"Gemäldediebstahl Visitenkarte La Tour."
"Bearbeitet von Alexandre Pardo. Verdächtig: Marie Seghers.
Hinterlässt 'Die Wahrsagerin' von de la Tour."
"Möglicherweise tot."
* Er öffnet die Tür. *
* Autotür *
* spannungsvolle Musik *
Guten Abend, Commandant. Wie geht's?
Die war heute an einem Tatort. Erklär mir das.
Keine Ahnung.
Was haben Sie für ein Problem?
Du warst drei Jahre lang ihr Partner und weißt nichts?
Lebt sie noch?
Ein Mensch ist tot! Soll ich dir das anhängen?
Antworte, verflucht! - Ich musste für sie lügen.
Er wollte sie töten, sie musste untertauchen.
Was redest du? Wer wollte sie töten? - Lutschenko.
Sie hat seinen Chagall gestohlen. Ich sag die Wahrheit.
Er sollte glauben, dass sie tot ist.
Ihr blieb keine Wahl.
Verschwinde.
* beklemmende Musik *
* Rattern der Metro *
* Es klopft. *
* Tür *
* Seufzen *
Im "Riegel" von Fragonard
ist der linke Teil des Gemäldes der Teil, der am ...
... interessantesten ist.
Die linke Seite. Kommen Sie.
Nein. Ich bleibe lieber hier an der Tür.
* sinnliche Musik *
* Seufzen *
Wollen Sie davon? Äh, nein. Nein, danke.
* Riegel schnappt ein. *
* stummes Flüstern *
* Aufschrecken *
* schweres Atmen *
Ah, Bonjour.
Seit wann trinken Sie meinen Kaffee?
Na ja.
Ja, Madame, ich mag Ihren Kaffee.
Ich wollte nicht wie ein Idiot aussehen, aber ich mag Ihren Kaffee.
Ich finde ihn extrem gut, ja, ich liebe Ihren Kaffee.
Machen wir keine große Sache draus.
* Tür *
Wieso schließen Sie denn die Tür?
Na ja, ich schließe die Tür, weil es gezogen hat.
Was machen Sie da? Nichts, gar nichts,
ich nehme mir nur die Adressen der Kunden von Roussel.
Wissen Sie noch, der gestohlene Monet
und der Mörder, den wir suchen?
Ja. Okay.
Ähm, ich hab noch mal nachgedacht
über den Dieb, der seine Karte hinterließ.
Vielleicht suchen wir ihn doch.
Er könnte sein Vorgehen geändert haben.
Wenn ich er wäre, wissen Sie, was ich tun würde?
Ich würde zu den reichsten Kunden gehen.
Zu ihr zum Beispiel. Sehen Sie?
Sie hören ja schon wieder nicht zu.
Doch. Doch, doch, äh ...
Das ist eine sehr gute Idee.
Sie überprüfen, ob es da einen Monet gibt,
ich erledige etwas und komme nach.
Okay? Das ist Ihre Aufgabe. Ja.
Sie sehen dort nach. Aber gern.
Gut, wunderbar. Sie gehen hin und ich komme nach.
Ich soll ... Ja.
Schönen Tag noch oder bis gleich. Prima, ja.
* Tür *
Hallo.
* Metronom tickt weiter. *
Marie Seghers, kennst du sie?
Du hast ein Beweisstück entwendet.
Ist dir eigentlich klar, in was du uns da reinreitest?
Wirst du mich verpfeifen?
Du bist mein Freund, natürlich nicht.
Sie war der schönste Fall meiner Karriere.
Sieh's dir an.
Als vertraulich eingestuft. Damit war alles umsonst.
Warte - Marie Seghers hat für dich gearbeitet?
Ich hatte sie verhaftet.
Wir hatten einen Deal.
Sie sollte mir dafür helfen, ein Netzwerk zu zerschlagen.
Sie verschwand, noch bevor es losging.
* schwermütige Musik *
Also hattest du ein Verhältnis mit ihr?
Falls sie es ist, lass mich mit ihr reden.
Nein, Alex. Ich schwöre,
ich will sie nicht beschützen. Bitte.
Tu's für mich.
Dann sag ich meinen Kollegen, dass Sie tatsächlich eine Kopie besitzen.
Und ist dieser Einbrecher gefährlich?
Wie gedenken Sie, mich zu beschützen?
Entschuldigen Sie mich kurz. Natürlich.
"Das ist vielleicht unsere Mörderin. Bin unterwegs. Verlay."
* Klingel * Entschuldigen Sie mich eine Sekunde.
Ja, sicher. * Klingel *
Bonjour, Madame. Polizei. Ich untersuche eine Einbruchserie.
(alte Dame) Einbruchserie?
Darf ich reinkommen?
Äh, ja, natürlich. - Danke.
* beklemmende Musik *
* Japsen *
Sie besitzen viele Gemälde.
(Dame) Ja und mein Mann sammelt zeitgenössische Kunst.
Ich mag sie nicht alle, aber ... Capitaine! Hören Sie mich?
Nein, es geht nicht lauter. Sie ist hier.
Wie jetzt, "wer"? Die Frau von dem Foto, herrje.
Haben Sie in letzter Zeit Fremde in die Wohnung gelassen?
Lieferanten, Handwerker, Klempner?
Festhalten? Aber wie? Nur diese junge Dame,
die sich meine Kopie von Monet ansieht.
Bonjour.
Wie gesagt, ich suche den, der mir das unterschieben will.
Wir suchen dieselbe Person.
Sie stehlen Picassos, Rembrandts, Renoirs, all das
und ein Monet für 30 Millionen Euro, der interessiert Sie nicht?
Ich bin Diebin. Keine Mörderin.
Und ich hätte meine Visitenkarte nie bei einer Kopie hinterlassen.
"Warum sind Sie nicht gleich zu uns gekommen?"
Ihre Taten sind verjährt, was hätten Sie schon riskiert?
Sie hätten mir nicht geglaubt.
Ich hab eine Vorgeschichte mit Ihnen.
Eine Vorgeschichte, ja. * Antoine schnaubt. *
"Könnte ich Commandant Pardo sprechen?"
Entschuldigen Sie mich.
* Tür *
* Piepsen, Tür *
* Tür *
* Tür *
* Tür fällt zu, er seufzt. *
Für eine Tote siehst du gut aus.
Ich musste das damals tun.
Ich war in Gefahr.
Lutschenko wollte mich umbringen.
Er ist schon vor einem Jahr gestorben.
* melancholische Musik *
Aber es braucht einen Monet, um dich wiederzusehen.
Es wäre unsere Chance gewesen.
Um zusammen zu sein.
Warum hast du das getan?
Weil ich dich getäuscht hab.
Das denkst du doch, oder?
Das denkst du doch!
Alex, du kennst mich. Ich würde niemanden töten.
* Er seufzt. *
Wer weiß.
Und als er dich an sich zog hatte er kaum was an,
so wie bei Fragonard? Ja.
* atemloses Lachen *
Pardon. Nein, mal im Ernst.
Ich begehre ihn so sehr wie einen Kropf, das kannst du mir glauben.
Mach dich nicht lustig, hilf mir lieber.
Sprich doch mit deiner Therapeutin darüber.
Mit ... hast du sie noch alle? Traust du dich nicht?
Nein, das ist mir egal,
aber ich verbringe schon meine Tage mit Verlay,
er muss nicht in meinen Sitzungen dabei sein.
Ich brauch nur eine rationale Erklärung.
Na, dann wollen wir mal sehen.
Fragonard - Psychoanalyse. Okay.
"Analyse einer unbewussten, sexuellen Regung."
Ich versuch was anderes. Warte kurz, bitte.
Ja, Commandant Pardo?
Ach so?
Das ist eine Kopie von Roussel,
die vor zwei Stunden einem seiner anderen Kunden gestohlen wurde.
"Camille auf dem Totenbett"? Wir lagen falsch.
Den Mörder interessiert nicht das echte "Mohnblumenfeld",
sondern die Kopien von Roussel.
Er gibt sich als Marie Seghers aus.
Die hier steckte hinten am Rahmen.
Aber die Kopien - wieso sollte er die Kopien klauen?
Roussel verheimlicht etwas.
* schwermütige Musik *
Du solltest sie vergessen.
Er hat also seine grade gestorbene Frau gemalt, ja?
Ja, es ist ein Totenportrait, die waren durchaus üblich.
(in Gedanken) "Im 'Riegel' von Fragonard
ist der linke Teil des Gemäldes der Teil, der am ..."
Alles okay? Alles bestens.
* sinnliche Musik *
Also, "Camille auf dem Totenbett", das ist ein sehr spezielles Gemälde,
wissen Sie? Ach ja?
Monet hat sehr bereut, es gemalt zu haben,
es ist, als würde es ihn immer ... Achtung.
Oh, verzeihen Sie.
* Seufzen *
Und was ... was war jetzt bitte schön das Problem daran?
Was ist denn jetzt? Was haben Sie? Wie bitte?
Ein Glück, dass zwischen uns alles normal ist.
Ich versuchte, mich dafür in Monet hineinzuversetzen.
Ich stellte mir vor, Laurence zu verlieren.
Zwei Monate später wurde sie krank.
Ich hätte es nie kopieren sollen.
Wieso sollte jemand Ihre Kopien stehlen?
Ist das Ihr Auftragsbuch?
Ja. Okay.
"Mohnblumenfeld", "Mohnblumenfeld", "Camille auf dem Totenbett".
Alle gestohlenen Kopien
wurden am selben Tag ausgeliefert. Ja, schon möglich.
"Schon möglich" soll heißen?
* melancholische Musik *
Also, was haben Sie da mit Ihrem Schwager abgezogen?
Wieso klaut jemand Ihre Kopien? Ich weiß es doch nicht!
Meine Frau starb am nächsten Tag. Ich hatte andere Sorgen.
Zeigen Sie uns mal Ihre neuesten Kopien.
* mysteriöse Musik *
Hier. Da sind sie.
Lassen Sie sich Zeit. Ich habe nichts zu verbergen.
Gut, hier muss etwas sein, hm?
Ja.
Ich weiß nicht, warum, aber ich bin sicher, dass er lügt.
Äh, wollen Sie mir nicht beim Suchen helfen? Hm?
Was? Was ist?
Was, wenn die Ähnlichkeit des Todes der beiden Frauen
doch kein Zufall war?
Wenn wir von Anfang an etwas übersehen hätten?
Kommen Sie.
Dort, was sehen Sie da?
Ziemlich hässliches Geschmiere. Okay, gut.
Das sind weder die Kathedrale von Rouen noch Heuschober.
Das Thema der Impressionisten war das Licht im Wandel des Tages.
Was, wenn wir uns irren und das Falsche sehen?
Nicht einen Mord, sondern zwei. Kommen Sie.
Ich verstehe Sie nicht. Sehen Sie her.
Sehen Sie das? Das Grün hier oben?
Ja. Ja?
Diese Farbe basiert auf Arsen.
Das Grün von Scheele. Es muss in einem Flakon sein.
Arsen?
Seit Napoleons Tod weiß man, dass es in geringen Dosen Krebs verursacht.
Krebs.
Laurence wurde ermordet? Wie ihr Bruder, denken Sie?
Nach und nach vergiftet mit Arsen.
Ich bin mir zu 300 Prozent sicher, dass das hier Scheeles Grün ist.
Okay, wie schreibt sich der Schwachsinn?
S-c-h-e-e-l-e.
* spannungsvolle Musik *
Ich hab's gefunden.
Das ist das diskreteste Gift der Welt.
Wieso verhören wir jetzt nicht Roussel?
Ich muss zuerst mit Pardo reden.
Wir wissen noch nicht mal, ob es Mord war,
ob er sie wirklich umgebracht hat, nichts.
Ach, Sie brauchen noch einen Beweis, ja?
Wir müssen objektiv und rational sein?
Darf ich Sie etwas fragen?
Denken Sie, dass am Anfang, ganz am Anfang,
Einstein, als er die Relativitätstheorie aufstellte,
dass er da einen greifbaren Beweis hatte?
Nicht doch, die war in seinem Kopf.
* Er schmunzelt. *
Sind Sie jetzt fertig?
Ja. Gut. Ich sagte nicht,
dass wir ihn nicht verhören werden.
Ich sagte, dass ich zuerst mit Pardo reden muss.
Ein feiner Unterschied. Ah.
Die Beweise finden wir noch.
* Handy *
Ja, Antoine? Ich kann jetzt nicht reden. Ich ruf dich zurück.
Okay. Ciao.
Hier bin ich.
Was willst du mir sagen?
Du hast meine Frage nicht beantwortet.
Warum ich's getan hab?
Ich war wirklich verliebt. Wirklich.
Da hab ich nicht gelogen.
Aber du musst mir nicht glauben.
* melancholische Musik *
Fünf lange Jahre.
Sehr lange.
* Kameraauslöser *
Verdammt, er hat mich gefunden!
* spannende Musik *
(Kind) Pass auf, Mama.
* Hupen *
* Hupen *
(Mann) Weg da! * Hundegebell *
* Musik klingt aus. *
* Schüsse *
* Marie schreit. * Marie!
* Titelmusik *
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2020
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