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(Maria Wern)
(Tomas Hartman) (Per Arvidsson
(Ek Jesper)
* Signalton *
* Er atmet schwer. *
* Signalton *
* Sirene vom Krankenwagen *
* Sie seufzt. *
Okay! Das wäre es erst mal. Danke! Ich muss runter.
Hallo! Hallo!
Was haben wir? Noch zu früh,
um was zu sagen. Frag mal Ek!
Maria?
Morgen! Bereitschaft? Bitte!
Falscher Tag für Scherze.
Also?
Was hast du?
Nicht gerade viel.
1:41 Uhr, ein Anruf bei der Rettungsstelle.
Von dem Fahrer. Er sagte, er hätte eine Vergiftung
und sei auf dem Weg zur Fähre.
Er wollte, dass der Krankenwagen hierherkommt.
Und ... womit vergiftet?
Weiß nicht. Die Leiche ist bei Erika.
Sie meldet sich, wenn sie was weiß. Okay!
Wer ist er? Wohnt er auf Farö? Wohl nicht.
Sein Name ist Anders Emanuel Ternrud. 60 Jahre.
Alleiniger Inhaber
"des 1989 gegründeten 'Antiquariats Drotten' in Visby."
"Verheiratet mit Annika Ternrud."
Ich hatte gedacht, er arbeitet sich hier zu Tode.
Wenn ich doch nur recht behalten hätte.
Wo war er gestern Abend? Bei einem Nachlassverwalter.
Manchmal, wenn es sich um viele Bücher handelt,
fährt er zu den Leuten hin. Das ist einfacher.
Und hier war alles dunkel und verschlossen.
Arbeiten Sie hier?
Nein. ... Nein.
Das ist allein sein Baby.
Oder war es. Er hat sich um alles selbst gekümmert.
Seit sein Geschäftsführer in Frührente ging.
Maria?
Einen Moment!
Oh Mann! Ich beneide dich nicht.
Wir brauchen hier keine Kriminaltechniker,
sondern Archäologen.
Räumungsklage!
"Nordin und Sohn".
Sein Vermieter.
Nicht gerade beste Freunde. Nein.
Aber ich wollte dir was anderes zeigen. Erkennst du jemanden?
Ist das wirklich ... Hm.
Dann kannten die sich?
Ich habe die Schreiben auf seinem Tisch gesehen.
Von dem Vermieter.
"Nordin und Sohn". Der Alte ist verrückt.
Er hat sich dauernd nachts in den Laden geschlichen.
Obwohl Anders ein paar Mal das Schloss ausgetauscht hat.
Und da drin war ein Foto.
Kennen Sie einen Per Arvidsson?
Per? Arvidsson.
Etwa mein Alter. Perscha?
Perscha. Ein Freund von Peter.
Peter ... ist unser Sohn.
Sie kennen sich von der Universität.
Und sie spielen beide Golf.
Auch mal zusammen.
Peter wohnt in Bohuslän. Wir sehen uns viel zu selten.
* Sie atmet schwer aus. *
* Sie startet den Motor. *
* Sie macht den Motor aus. *
(Frau) "Und warum nicht?"
Weil ich solches Zeug nicht mag. Ich nehme so was nicht.
Es ist Medizin. Es würde dir helfen.
(Sie seufzt) Schlaf ...
... wird auch überschätzt. Ich sehe schon.
Ich muss mich mehr um dich kümmern.
Sind wenigstens die Kinder bei dir?
Schon, ja. Mehr oder weniger. Im Augenblick eher weniger.
Linda ist auf einem Reiterhof, und Emil hat seinen Fußball.
Das ist es nicht.
Wenn einer die Beförderung verdient hat, dann du.
Natürlich wirst du mir fehlen, aber ...
Malmö ist nicht weit. Du bist nicht aus der Welt.
Und wir ... halten Kontakt.
Ja? Er hat nicht angerufen.
Sebastian. Nein. Wieso auch?
Ich würde auch nicht anrufen, wenn ich die wäre, die ...
Nein. Ich verkrafte das. Ich komme drüber weg.
Und wie komme ich ohne dich klar?
Pass nur auf, dass du keinen Burnout kriegst!
Nein. Aber Schluss jetzt!
Sonst gibt es hier noch Gerüchte. * Sie lachen. *
"Alle Tests deuten in eine Richtung."
Eine hohe Konzentration einer synthetischen Substanz:
Busulfan. Seine Lunge hörte auf zu arbeiten.
* Sie hört sie undeutlich reden. *
Es geht alles sehr schnell.
Die Patienten verlieren das Bewusstsein.
Wie in diesem Fall. Er war bewusstlos, als er erstickte.
Gefangen in seinem eigenen Körper. Dieses Zytostatikum ...
Hatte er Krebs? Nein. Er hat es woandersher.
Ist das nicht verschreibungspflichtig?
Ja. Aber es ist sehr verbreitet.
Wir können es nicht an einem einzelnen Rezept festmachen.
Und was noch? Haben wir Ternruds Sohn gefunden?
Nein. Auf einem Foto ist auch Arvidsson.
Ich habe es telefongegoogelt. Was?
Rumtelefoniert. In Arvidssons Vergangenheit
gab es eine dunkle Seite. Er war in den 90ern
ein aktiver Golfer. (Er lacht) Habt ihr das gewusst?
Ich weiß nicht, wie da die Verjährungsfristen sind.
Aber ich hätte das auch verschwiegen.
Jedenfalls ist er ein Freund der Ternruds.
Ja. Und ich denke, wir sollten ihn darauf ansprechen.
Ek! Es ist immer noch unser alter Arvidsson.
Nein, ist er nicht. Und er hat gesagt,
dass er keine Besuche will. Ich fahre hin.
(Ein Mann) "Ich kann nur sagen, dass die Prognose ganz gut aussieht.
"Es handelt sich um eine kleine Gehirnblutung."
"Aber man darf sie nicht unterschätzen."
"Bluthochdruck würde"
das Nervengewebe schädigen. Wir müssen das im Auge behalten.
Aber er wird doch wieder gesund?
Wichtig ist, dass er motiviert ist. Kann er gesund
"werden? Ja. Aber will er gesund werden?"
* Sie klopft. *
Hast du Eintritt bezahlt?
Hä?
"Kommen Sie und sehen Sie sich den Mann an, der mal Polizist war!"
Ich hatte euch darum gebeten, mich nicht zu besuchen.
Bleibt weg, wenn ihr meine Freunde seid!
Und erinnert mich nicht ständig daran, wer ich früher war!
Ein Mann Anfang 60 fährt mit seinem Auto auf eine Fähre.
Als einziger Fahrgast.
Als die Fähre an Land angelegt hat, ist er tot.
Wir haben in seinem Büro ein Foto von dir gefunden.
Wie heißt der Tote? Anders Ternrud. Der ist sein Sohn.
Peter?
Ah!
Der Mann schuldet mir ein Golfbag samt Inhalt.
Er hatte sein Golfset auf einem Fest verloren.
Weiß der Teufel, wie das passiert ist. Richte ihm das aus!
Wenn du mir sagst, wie wir ihn erreichen.
Und ich habe gedacht, du wärst hier, um mich zu besuchen.
Das hast du dir doch verbeten!
* Er seufzt. *
Was weißt du über seinen Vater
Anders Ternrud? Ehrlich gesagt:
"So gut wie nichts." Es ist 20 Jahre her.
Trotzdem!
Er war immer schlecht gelaunt.
Und hielt uns für Idioten, die Golf spielten.
Vor allem mich, weil ich Polizist werden wollte.
Aber er hatte recht, denn ich bin ein ...
... Idiot, dessen Körper mit Narben übersät ist
und dessen Hirn nicht funktioniert.
Du wirst wieder ganz gesund. Ach ja?
Woher weißt du das?
* Wütender Laut *
Fuck!
Mama?
Mama!
* Der Holzboden knirscht. *
Tut mir leid, so früh am Morgen. Hallo!
Aber wir hatten gerade angefangen. Ja?
Und dann ... Was zum Teufel soll das?
He, Sie da! Lassen Sie das! Hier ist abgesperrt.
Ich bin der Besitzer und darf das!
"Nordin und Sohn"? ... Wir haben Sie gesucht.
Verdammt! Lassen Sie das! Hören Sie auf!
Also bitte, ja? Ek! Komm!
Sie fassen hier nichts mehr an!
Haken!
Danke!
Hm!
Das hätten wir.
Uah, stinkt das hier!
Oh verflucht!
Was ist das? Ein Gefängnis? War jemand im Keller
des Antiquariats eingesperrt?
Dass hier jemand eingesperrt war, steht außer Zweifel.
Aber der Raum ist voll mit Schutt und Staub.
Es ist wohl länger her. Hinterlassenschaften von Menschen?
Wenn, wurden die von Ratten aufgefressen
oder von der Feuchtigkeit zerstört. Was denkst du?
Menschenhandel oder Entführung? Wenn Anders Ternrud
jemanden gefangen hielt, wie wäre Rache als Motiv?
Ich denke, der Raum ist seit Jahren nicht benutzt worden.
Und wenn da ein Mensch gefangen war, wo ist er jetzt?
Gab es in den vergangenen Jahren einen Fall
von Freiheitsberaubung? Passt da was rein? Erinnert ihr euch?
Was sagt die Frau? Sie ist schockiert. Der Sohn Peter
ist umso interessanter. Er hat
vor 15 Jahren den Kontakt zu seinen Eltern abgebrochen und war seitdem
nicht mehr auf Gotland, sagt seine Mutter.
Aber seine Freundin sagt, er ist oft in Visby.
Auch jetzt im Augenblick? Ja, seit einer Woche.
Geschäftlich! War vielleicht der Sohn im Keller
eingesperrt? Maria!
Ach Scheiße!
Ich weiß nicht, was das ist. So was wie ...
... eine Pollenallergie.
Mir geht's gut. (Lacht) Warum sollte ich dir was vormachen?
* Sie seufzt. *
Erinnerst du dich an Mariannes Mutter?
Sie starb im Sommer vor 2 Jahren.
Etwa zu der Zeit hatte Mariannes Kollegin Anzeichen eines Burnouts.
Deshalb hatte Marianne im Büro doppelte Arbeit.
Nach Feierabend warteten Haushalt und ein missmutiger Kerl, der sich
mittags Koteletts briet. Er konnte nur das.
Sie dachte, sie hätte Asthma. Sie war so kurzatmig wie du.
Der Arzt redete 2,5 Minuten mit ihr
und schrieb sie für 3 Monate krank.
Willst du, dass ich mich krankschreiben lasse?
Manchmal hilft Zeit, um etwas zu verarbeiten.
So einfach ist das! Mag sein.
Aber das hier ist nicht wegen ... ... Sebastian!
Das hat nichts mit ihm zu tun. Mit Erika.
Nein. Ich schlafe schlecht, weil es draußen so hell ist.
Ich bin müde. Mehr ist nicht.
Man darf sich manchmal einsam fühlen
und auch mal grübeln. ... Kannst du drüber reden?
Brauche ich nicht. Das machst du ja.
(Lacht) Maria? Pass auf dich auf! Das ist ein Befehl!
Falls es dann leichter ist. * Jemand klopft. *
Störe ich? Hier sind die Telefonate von Anders Ternrud.
Wir wissen jetzt, wo er auf Farö war, als er den Rettungsdienst
angerufen hat. Hast du die Adresse?
Es ist keine Adresse.
Es ist mehr ein ... Ort!
* Frauenstimme der Navigation: *
"Biegen Sie links ab!"
"Sie haben Ihr Ziel erreicht."
* Sie seufzt. *
Verfluchte Scheiße!
Na, komm schon! Los!
(Schreit) So eine Scheiße! Verfluchte Karre!
Fuck! ... Himmelarsch!
* Sie atmet schwer ein und aus. *
* Sie weint. *
* Sie schreit laut. *
* Handy-Melodie *
Hallo, Emil! ... Hallo!
Nein, wieso?
Ich arbeite. Nein, mein Schatz! Mach dir keine Sorgen!
Wir haben zurzeit viel Arbeit.
Arvidsson ist noch krank und wir haben keinen Ersatz für ihn.
Nein bitte! Du weißt doch, ich sage nur ...
Ich sage es dir schon, wenn du dir über etwas Sorgen machen musst.
Jaja, ist gut. Bis dann, Schatz! Okay! Mach's gut!
Hallo! Entschuldigen Sie die Störung!
Ich bin mit dem Auto leider im Sand stecken geblieben.
Ist schon eine Ewigkeit her, dass ich Auto gefahren bin.
Das ist alles, was ich Ihnen bieten kann.
Damit geht's.
Ja! * Sie jubelt und lacht. *
Vielen, vielen Dank! Schon gut!
Darf ich Sie was fragen?
Warum sind Sie hier rausgefahren?
Ähm ... Ich ... Weil ich ...
Wegen des Mordes auf der Fähre?
Wie kommen Sie darauf?
Das war doch Montagabend. Ja.
Ist Ihnen irgendwas aufgefallen?
Ich glaube, ich habe was gesehen.
"Was genau hat sie gesehen?" "Sie hatte sich gerade hingelegt"
und hörte Motorengeräusche. Ja?
Sie sah raus. Auf der Wiese standen 2 Autos nebeneinander.
Wenig später waren sie weg. Und die Fahrer?
Hallo! Zwei Männer.
Ein Wagen war ein heller Kombi. Sicher Ternruds.
Der andere war ein Volvo. Sie ist sich nicht sicher.
Nicht sicher? Ja. Es war schon dunkel.
Aber sie sagt, der Volvo-Fahrer war auf jeden Fall jünger. Etwa 40, 45.
Okay! Also! Der Vermieter Nordin hat ein Alibi.
Er war bei seiner Familie. Okay! Und Ternruds Sohn?
Tja! Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt,
dann musst du zum Hotel fahren.
Peter Ternrud?
Ja, bin ich. Darf ich rein?
Ja bitte!
Viele wohnen im Hotel, wenn sie hier sind.
Aber Sie nehmen sich gleich eins auf Timesharing-Basis?
Ja. Ich habe Klienten auf Gotland.
Würde ich jedes Mal in ein Hotel gehen,
wäre das auf die Dauer viel teurer.
Ihre Mutter sagt, sie würde Sie vermissen.
Sie wären nie hier!
Wie man sieht, stimmt das aber nicht.
Sagen Sie was dazu! Ich bin in Eile.
Ich habe einen Termin und nichts gegessen.
Ja! Ich war auf Gotland, als mein Vater starb.
Ich verstehe nicht, warum das erwähnenswert sein sollte.
Aber verstehen Sie denn, dass es merkwürdig ist?
Nein. Ich finde es nicht merkwürdig. Sicher gibt es auch in Ihrem Leben
Leute, zu denen Sie jeden Kontakt abgebrochen haben.
Wie sieht's aus?
Haben wir schon was gefunden? Noch nicht.
Könntest du uns was empfehlen?
Irgendwas. Irgendwas? Hm.
Wie wäre es mit New York im Frühling?
Venedig. Mit den vielen Kanälen. Ist schön da.
Gotland kann ich nicht empfehlen, weil Sie da schon sind.
Sie haben Talent für Kochshows.
Aber wir essen gerne ohne Show.
Wenn Sie nichts dagegen haben. Großer Hunger oder was Leichtes?
Ich spreche mit diesem Mann über Mord! Können Sie uns dazu
etwas Passendes empfehlen? Die Kartoffelpuffer sind sehr gut!
Dann nehmen wir das. Vielen Dank!
Danke!
Okay! Wir befinden uns auf Gotland.
Sie haben einen Hotel- Timesharing-Vertrag,
obwohl Sie selten hier sind. Mein Kinderzimmer
steht für mich bereit. Meine Mutter hätte gern, dass ich dort schlafe.
Ihr ist nichts vorzuwerfen. Abgesehen davon,
dass sie sich meinen Vater ausgesucht hat. Ich habe ihn
nicht ermordet! Wenn Sie das glauben sollten.
Aber Sie sind auch nicht sonderlich traurig.
Was wollen Sie von mir wissen?
Wir haben den Laden Ihres Vaters
durchsucht. ... Ist es möglich,
dass er jemanden eingesperrt hatte?
In seinem Keller?
Die Welt hat sich nur um ihn gedreht.
Wenn er einen Grund gesehen hätte, jemanden einzusperren, wieso nicht?
Ohne dass Ihre Mutter was davon bemerkt?
Meine Mutter wäre das kleinste Problem gewesen.
Sie ließ ihm alles durchgehen.
Wenn jemand was weiß, dann Gustavsson. Was sagt er?
Gustavsson?
Das große "G"!
Ja, Birger Gustavsson. Sieh mal nach!
Er war bis vor 7 Jahren Teilhaber im "Antiquariat Drotten".
Oh Scheiße! Verdammt!
Verdammt! Sie hat doch gesagt, sein früherer Chef ist in Pension.
Ich habe es übersehen und nicht damit in Zusammenhang gebracht.
Dachte, das war erst neulich.
* Sie atmet schwer. * Ja.
Ja klar! Ich komme so schnell ich kann.
Kannst du nur, du weißt schon, möglichst viel über ...
... über diesen, diesen Gustavsson rausfinden?
Und dann brauche ich ähm ...
... eine komplette Aufstellung über Peter Ternruds Telefonate.
Kontrollier nach, ob er hier war, als sein Vater starb!
* Telefon * Bitte entschuldige, Ek!
Ich muss kurz rangehen. Erika ruft an.
Hallo! ... He, Erika!
Hej! Wie geht's?
Jaja. ... Okay!
Nein, nein, nein. Doch, das kann ich gut verstehen. Klar!
Wir können unser Abschiedsessen nachholen.
Darauf können wir uns dann freuen.
Entschuldige bitte! Ek ruft an. ... Nein, das ist er nicht.
Emils Schule ruft an. Ich rufe dich später zurück.
Hallo! Hier ist Maria Wern.
Was sagen Sie? Was war das?
Eine Prügelei?
Nein. Emil verprügelt keinen.
Okay!
He, he! He, he! He! He!
Aufwachen!
Es liegt daran, dass es Sommer ist und warm. Und außerdem habe ich ...
... nichts getrunken
und meine Tage. Ja. Aber hören Sie:
Ihr Körper will Ihnen was sagen. Das war ein Signal!
Das ist nichts. Ich kenne meinen Körper gut. Es war ein langer Tag.
Ich weiß, ich sollte mehr
Pausen machen und besser auf mich aufpassen.
Es steckt wirklich nicht mehr dahinter.
Tja!
Es ist mir klar, dass ich jetzt Ihre These bestätige.
Aber auf mich wartet im Moment viel Arbeit.
Hm. Ihr Freund war vorhin hier
und hat Ihre Autoschlüssel gebracht. Äh ... Freund?
Ja.
"Ich empfehle nie mehr Kartoffelpuffer".
Danke!
Lena? Lena! Das Baby!
Ist ihm was passiert? Weiß nicht. Ruf den Notarzt!
Ja. He! He!
* Dauerton von der Hupe * Hallo?
Der Name des Toten ist Stene Wallin.
Geboren 1958, seit einigen Jahren geschieden.
Angestellt bei einer Druckerei im Norden der Stadt.
Große Mengen Busulfan. Genau wie bei Ternrud.
Weitere Übereinstimmungen? Das war es.
Annika Ternrud kennt ihn nicht. Auch sonst keiner in der Straße.
Und Telefonverbindungen? Gemeinsame Gesprächspartner?
Wir vergleichen Wallins Auflistung mit der von Ternrud. Das dauert.
Sie haben gewöhnliche Nummern. Hast du die Adresse
von Gustavsson? Habe ich. Ja. War nicht leicht.
Er wohnt zwischen der Cederströms- gatan und der Norra Hansegatan.
In den Schrebergärten? Genau!
Hallo! Birger Gustavsson? Ja?
Maria Wern. Kripo Visby. Ah!
Es war schwierig, Sie zu finden.
Kein Telefon, keine Adresse, keine Anhaltspunkte.
Aber dann hat uns Ihr Bankkonto verraten,
dass Sie hier das ganze Jahr Strom zahlen.
Es ist verboten, hier fest zu wohnen.
Sagen Sie denen was?
Das gehört nicht unbedingt zu unserem Aufgabengebiet.
Ah! Also! Das "Antiquariat Drotten".
Es gehörte Ihnen zusammen mit Anders Ternrud?
Bis vor 8 Jahren.
Das war ein anderes Leben. Kamen Sie mit ihm nicht gut aus?
Mit ihm ist keiner ausgekommen.
Der Sinn seines Lebens war, Konflikte zu schaffen.
Und dann ist ... meine Frau gestorben.
Für mich war das ...
Das hat das Fass zum Überlaufen gebracht.
Ich habe ihn gebeten, meinen Anteil zu kaufen.
Mir war egal, für wie viel. Ich wollte nur weg.
Haben Sie diesen Mann schon mal gesehen?
Er heißt Stene Wallin.
Sagt Ihnen der Name was? War er vielleicht mal im Laden?
Nein, kommt mir nicht bekannt vor.
Hatten Sie das Gefühl, dass Ihnen Anders
was verschwiegen hat?
Worauf ... Worauf wollen Sie hinaus?
Wenn ich behaupte, dass Anders und dieser Stene Wallin
jemanden im Keller des Ladens
gefangen hielten, was würden Sie dann sagen?
Dass beide wahnsinnig sind.
Anders war ein komischer Mistkerl.
Er hat Leute unnötig vor den Kopf gestoßen.
Allein in unserer Straße hatte er mehr Feinde
als ich in meinem ganzen Leben. Wussten Sie, dass er die Verlobte
seines Sohnes mit Lügen dazu brachte, die Verlobung zu lösen
"und mit dem Sohn zu brechen? Sie hat ihn verlassen!"
Es tut mir leid! Das ist
nichts Persönliches. Er will grundsätzlich keine Besuche.
Haben Sie meinen Namen gesagt? Das hätte nichts geändert.
Das hat nichts mit Ihnen zu tun. Ich verstehe! Danke!
Entschuldigen Sie!
Könnten Sie ihm das bringen?
Mit Dank zurück!
Peter ist Ihr Name? Er weiß, von wem das ist.
Danke!
* Schulklingel *
"Du bist kein Raufbold."
Wenn ich etwas weiß, dann das.
Was ist? ... Gibt es etwas, worüber wir
sprechen sollten? Ich weiß nicht, was los ist.
Wir sollten über einiges sprechen. Termine
hältst du nicht ein. Du bist nie da, vergisst Sachen.
Nachts stehst du am Fenster und starrst nach draußen.
Warum tust du das?
Warum schläfst du nicht? Scheiße!
Ich kann es dir nicht erklären, weil ich es nicht weiß.
Ich wünsche mir, dass du wieder so bist wie früher.
Aber ich bin doch wie ... früher.
Hör zu! Es ...
Es geht mir gut. Weißt du noch, was du gesagt hast,
als ich in Alwa verknallt war? Ja. Aber das hier ist was anderes.
"Es gibt noch andere ... da draußen!"
Ich bin 40, mein Schatz! Da gilt das nicht.
Fahren wir nach Hause? Heute ist Mittwoch.
Wir grillen mit der Mannschaft.
Auch vergessen? Nein!
Du hast mir was versprochen. Was?
Dass ich länger wegbleiben kann.
Nein ... Ja doch! Okay!
Ich sage doch, ich habe es nicht vergessen.
Na, komm her! Mama!
Wolltest du nicht mit Erika essen gehen?
"Tut mir leid, dass es mit dem"
Abendessen nicht geklappt hat. Ich bin froh, dass du gekommen bist.
Zum Wohl! Zum Wohl!
Kommst du klar?
Jetzt übertreib mal nicht! Ich schaffe das schon.
So!
Wir telefonieren, ja? Klar! ... Grüß mir Malmö!
Darf man denn
Wein trinken, wenn man vor Kurzem ohnmächtig geworden ist?
Darf man denn Wein trinken, wenn man Barchef ist?
Nein, ich habe heute frei.
Und ich werde heute nicht ohnmächtig.
Gleichstand! Skol! Skol!
Ist das so eine Angewohnheit von Ihnen,
sich von fremden Männern ins Krankenhaus fahren zu lassen?
Nur wenn ich ... verzweifelt bin. Ach!
Hm ... Wie sieht's aus? Sind Sie das jetzt?
Wieso?
Weil das hier bereits mein zweites Glas ist.
Ich kann Sie nicht fahren, wenn es noch mal passiert.
Dann muss ich mir einen anderen suchen.
Nein! Entschuldige! Entschuldige!
Entschuldige! Entschuldige!
Fuck!
Dir geht's nicht gut, ne?
Kann ich helfen? Nein.
Kann ich was tun? Nein, kannst du nicht.
Entschuldige bitte! Ich bin ein Idiot.
* Lustvolles Stöhnen *
Sch, sch, sch!
"Wann war der Anruf?" "Gerade eben. Zwei Jugendliche"
sahen jemanden bei einem Industriegebäude auf Farö.
Von da rief auch Ternrud an. Zwei km weiter, ein Kalkbruch.
Liegt seit den 80er-Jahren still. Wir haben nachgeforscht.
Viele Leute halten sich dort unerlaubt auf.
Holen Sachen, bringen Sachen.
Ein Umschlagplatz? Überleg mal!
Wo würde sich jemand, der im Keller eingesperrt war, jetzt aufhalten?
Okay! Informiere das Krankenhaus!
Wenn das stimmt, kann uns dort alles Mögliche erwarten.
* Er klopft. *
Mama!
Mama, wach auf!
Mama, wach auf!
* Handy-Melodie *
* Polizeisirenen * Geht nicht dran.
Okay! Dort hinten ist es.
Schicken Sie einen Krankenwagen! Schnell! Es ist ein Notfall.
Meine Mutter wacht nicht auf.
Wir sind auf eine verschlossene Tür
gestoßen und auf einen Lebensmittelvorrat. Ende!
Herrgott noch mal!
(Drei Männer) Leer! Leer! Leer!
Wie sieht's aus? Ich habe es gleich.
Gut!
Ich habe 3 Gläser Wein getrunken.
Zwei mit Erika und eins in der Bar.
Sieh dir den Alkoholtest an, wenn du mir nicht glaubst!
Mein Fehler war, dass ich ...
... Schlaftabletten genommen habe. Aber nur,
weil ich seit Ewigkeiten nicht mehr geschlafen habe.
Ich wollte mich einmal ausgeruht fühlen.
Man darf Schlafprobleme haben und deprimiert sein.
Weißt du, was man aber nicht darf?
Nicht auf den Rat anderer Leute hören!
Meine Ohren sind voll von deinen Ratschlägen.
Verdammt! Was soll ich denn deiner Meinung nach tun?
Das ist doch echt ein schlechter Witz.
Ich gehe zu keiner Therapeutin, die an der Uni gelernt hat,
dass man den Kopf schief legt, um Konzentration zu zeigen.
Ich mache keine Therapie. Ich will arbeiten.
Ich fahre nach Farö und prüfe den Keller,
auf den ihr gestoßen seid. Ek ist dort.
Eine Pause tut dir gut. Was soll ich tun? Häkeln lernen?
Du bist eine gute Polizistin und andere sind gute Therapeuten.
Ich habe mit ihr gesprochen. Dein Termin ist gebucht.
Noch eins!
Das hier ist kein Vorschlag, Maria!
Morgen!
Morgen! Du hast recht.
Es ist eindeutig. Wie lange schon?
Das Obst ist nicht mal braun.
(Mann) "Wir sind live dabei."
"Die Polizei hat das Gebiet weitläufig abgesperrt."
"Damit die Spurensicherung ungestört arbeiten kann. Worum handelt es sich
Ihrer Meinung nach? Um Entführung oder
Menschenhandel?" "Wir können noch nicht viel sagen.
Alles was wir wissen ist, dass 2 Männer ermordet wurden.
Und es eine Verbindung zu der Durchsuchung gibt.
Anders Ternrud und Stene Wallin
waren zwischen 60 und 70 Jahre alt. Ähnliche Vorkommnisse
wurden bereits in den USA und
in Österreich aufgedeckt. Wir wurden bisher von solchen Taten verschont.
Das heißt nicht, dass es bei uns so etwas nicht gibt wie man sieht.
Wir sollten uns folgende Frage stellen:
Wieso tun Menschen so etwas?
Wie kann man jemanden auf diese Weise gefangen halten?"
Raus damit! Wieso glauben Sie das nicht?
Wieso glauben Sie nicht, dass ich Ihnen helfen kann, sich besser
zu fühlen? Soll ich ganz ehrlich sein?
Unbedingt! Ich glaube, ich bin dafür zu klug.
Ich will Ihre Fähigkeiten nicht anzweifeln. Aber sobald Sie
mir analytische Fragen stellen,
werde ich sofort erkennen, worauf das rausläuft.
Das sehen Sie auch ganz richtig. Ich stelle Ihnen solche
analytischen Fragen,
um zu sehen, wie ich Ihnen helfen kann.
Ja. Klingt vernünftig.
Wollen Sie wissen, ob ich mich manchmal einsam fühle?
Ja, das tue ich. Ob ich schlecht schlafe? Ja, tue ich.
"Mit welcher analytischen Frage
können Sie dafür sorgen, dass diese negativen"
Gefühle aufhören? Die Scheiße vergeht
irgendwann. Das braucht eben Zeit. Ich glaube an Folgendes:
"Wenn eine grundlegende Veränderung geschehen soll, muss man aus
eigener Kraft etwas finden, das sich verändern lässt."
Ja richtig! Das sehe ich genauso.
* Sie schreit. *
"Hej! Bist du im Moment noch anderweitig beschäftigt?"
Nein, ich bin für gesund erklärt. Was habt ihr
"rausgefunden?" Jemand war hier eingesperrt.
Aber im Gegensatz zu der Zeit im Keller ist das
noch nicht lange her. "Was schätzt du?"
"Schwer zu sagen. Etwa eine Woche." Okay! Noch mehr?
"Die Kollegen waren vorhin kurz mal im Haus des anderen Opfers:"
Stene Wallin.
"Haben sie was gefunden?" Nichts, was sie mit Ternrud
oder diesem Ort in Verbindung bringt. Sie machen weiter.
Okay! Bis dann!
Ich rufe dich später an. "Gut!"
Ek? Komm mal! Habt ihr was gefunden?
"Wir können eins daraus schließen:
Die Person, die hier eingesperrt war,"
muss ziemlich ... schmächtig sein.
Oder genauer gesagt: klein und ausgehungert.
Jedenfalls konnten wir uns nicht da durchquetschen.
Obwohl es vor dem Mittagessen war.
Die eingesperrte Person hat sich durch den Tunnel gezwängt
"und ihn methodisch und mit Sorgfalt ausgegraben.
Über eine lange Zeit.
Wahrscheinlich hat es Jahre gedauert!"
Komm!
Passt du jetzt durch?
"Auf der anderen Seite des Tunnels
fanden wir einen Fußabdruck, den wir konserviert haben.
Er wird im Labor näher untersucht und
kann uns einen Hinweis auf Gewicht, Alter und Geschlecht geben."
Gut! Das Mordmotiv könnte dann das sein, was wir vermutet haben.
Jemand wurde eingesperrt, entkam und rächt sich.
Wer ist die Person und wo ist sie? Für mich passt das nicht zusammen.
Da stimmt was nicht. Also! Wir haben 2 Mordopfer.
Und eine Zeugin, die Autos mit 2 Männern in der Nähe
dieses Gebäudes gesehen hat, die sich unterhielten.
Irgendetwas haben wir übersehen. Was? Was ist es?
Ich brauche Fotos von unseren beiden Männern:
Stefan Nordin und Peter Ternrud.
Schickst du sie mir? Klar!
Was hast du vor? Sonst noch was?
Nein. Nein? Gut. Ich fahre nach Farö.
Ich rede noch mal mit dieser Frau. Sie muss mehr gesehen haben.
Du warst
bei dieser Psychologin. Ja.
Den Stundenlohn sollte man haben. 900 Kronen für ein
10-minütiges Gespräch. Aha!
Ich sagte dir, was ich davon halte!
Und ich sagte dir, dass das keine Rolle spielt. Ich brauche keine
Polizistin, die sich fertigmacht. Jetzt ist der falsche Zeitpunkt.
Vielleicht gibt es dafür keinen richtigen Zeitpunkt.
Schon vergessen, was gestern passiert ist? Das ist kein Spiel!
Für mich hat Priorität, dass es dir gut geht.
Verstehst du das nicht? Doch!
Nur für mich ist wichtiger, den zu fassen, der 2 Menschen tötete.
Das sollte es auch für dich sein!
Das war es! Also! Ich bin auf Farö.
Fährst du jetzt hin? Ja wieso?
Da wurde ein Einbruch gemeldet. Was? In welchem Haus?
In dem da? Das kenne ich!
Da wohnt die Frau, die den Mörder gesehen hat!
* Polizeisirene *
Wir wissen nicht, wer
den Alarm ausgelöst hat. Wir müssen das Haus sichern.
Keiner geht ein Risiko ein. Okay?
Worauf willst du raus? Deine Worte: "Es gibt
keinen Zufall!" Sie sah sie und sah vielleicht zu viel!
(Frau) Wir sind heute Vormittag zurückgekommen und haben ...
... das hier entdeckt. Wie lange waren Sie fort?
Zwei Wochen. Die Eltern von Anders sind aus Smaland.
Sie haben ein Haus am Vätternsee.
Dort haben wir ein paar ruhige Tage verbracht.
In dieser Zeit war jemand in unserem Haus und hat hier gewohnt.
Es wurde Essen gekocht und geschlafen.
In der Garage waren sie auch.
Seltsam, dass nichts gestohlen worden ist.
Ich hätte noch eine Frage. ... Hallo!
Wie heißt du?
Das ist Elise.
Geht's ihr nicht gut?
Vor circa 6 Monaten wurde sie immer schwächer und bekam blaue Flecken.
Dann sind wir mit ihr ins Krankenhaus gefahren.
Die Ärzte sagten uns, dass die Aussichten heute sehr gut sind.
Trotzdem hat man Todesängste um sie.
Leukämie ist Blutkrebs. Klar hat man da Angst!
Die Medikamente sind noch da? Bestimmt!
So was klaut doch keiner.
Nicht zu fassen! Ich habe mit der Mörderin gesprochen.
Ich hätte sie verhaften können. Wir waren
so nah dran. Das ist ... Wer war die Frau? War sie
diejenige, die eingesperrt war da unten im Keller? Hä?
Wer sperrt jemanden 10 Jahre ein?
Die haben sich alle gekannt. Anders Ternrud,
Stene ... Wie heißt der Kerl? ... Wallin.
Komm! Du kennst doch die Ternruds. Fällt dir nicht irgendetwas ein?
Etwas, das du gehört oder gesehen hast?
Ich ... Ich kann dir nicht helfen, Maria.
Das ist über 20 Jahre her. Versuch dich zu erinnern!
Es gibt vielleicht etwas, das du vergessen hast.
Maria! Mit wem waren sie zusammen?
Sei endlich still! Ich sage dir mal was.
Ich brauche 15 Minuten, um von dort hierher zu gehen.
Ich bin so groggy, als hätte ich schwer trainiert.
Ich kann dir nicht weiterhelfen.
(Leise) Ich kann es nicht! Doch das kannst du!
Du schaffst das. Du gibst niemals auf.
Ich kenne dich. Du kämpfst weiter.
Und wenn etwas misslingt, versuchst du es, bis es klappt.
Du bist ein Kämpfer! Lass das! Lass das!
Hör auf, so zu reden! Ich kann das nicht mehr ertragen.
Dein Gefasel ist verletzend für mich. Weißt du
den Unterschied zwischen dir und mir?
Ich kann gegen meine Situation nichts tun.
Wenn es nur darum gehen würde, nicht aufzugeben
oder mich am Riemen zu reißen und weiterzukämpfen,
dann hätte ich es getan.
Komm nicht hierher und versuch mir das Kämpfen beizubringen!
Du bist auch nur ein schwacher Mensch.
* Geräusche vom Kickboxen *
Was soll ich sagen? Danke für die Golfschläger!
Ich muss mich bedanken.
Hast du weitergespielt? Ja, habe ich.
Ich lag auf Platz 9 letztes Jahr.
Dieses Jahr ist mir das hier dazwischengekommen.
Und du?
Ich nehme mir jedes Frühjahr vor, wieder anzufangen.
Und lass es dann bleiben.
Tut mir leid wegen deines Vaters.
Ja. Wir haben seit 7 Jahren nicht mehr miteinander gesprochen.
Sechs oder 7 Jahre.
Ich sollte
eigentlich traurig sein.
Aber als ich von seinem Tod erfahren habe,
fühlte ich nichts!
Ich würde dich gern was fragen.
Hat Anders jemanden gekannt, jemanden der Stene heißt?
Du musst nicht zusehen, wenn du nicht willst.
Kann aber sein, dass ich will.
Ich ... habe auch große Angst gehabt.
Es waren nur 2 Tabletten. Ich hatte blöderweise nicht
an die Konsequenzen gedacht.
Es ... Es war eine schlechte Zeit.
Aber jetzt ... ist alles wieder gut.
Ehrenwort!
Ich kann dich verstehen.
Ich kenne dich besser als du vielleicht
glaubst. Machen wir einen Deal.
Ich höre mit den Prügeleien auf und du mit den Tabletten.
Hört sich gut an. ... Wäre ein guter Deal.
* Handy-Melodie *
Geh ruhig ran! Ich muss weiterspielen.
Bis dann! Bis dann!
Ja hallo?
Woher weißt du das?
Das Blut im Keller ...
Ein Lottogewinn ist nichts dagegen.
DNA! Wir haben einen Treffer.
Im Strafregister? Nein. In einer Personalakte.
Eine Krankenschwester, die mal in der Rechtsmedizin aushalf.
Wie ist ihr Name? Lo Agnes Tam.
1958 geboren, aber ... ... verstorben.
Gesetzlich für tot erklärt!
2006 verschwunden, 2007 für tot erklärt,
aber sie wurde nie gefunden!
Das ist unglaublich!
Das heißt:
Jemand hielt diese Frau 10 Jahre lang gefangen.
Während der Rest der Welt glaubte ...
Sie konnte sich befreien.
Und rächt sich jetzt an den Tätern. Ja.
Anders Ternrud, Stene Wallin ...
Aber wer war noch dabei?
Es gibt zwischen ihnen eine Verbindung.
Jemand weiß das. Was sagt Annika,
Ternruds Frau? Er hatte seine Freunde, sie ihre.
Sie weiß nicht, mit wem er alles Kontakt hatte.
Das ist schlecht.
Auch wenn es dir unangenehm ist, aber ...
Es gibt jemanden, der die Familie
damals kannte. ... Er ist dein Freund.
Der keine Besuche will!
Ich war bisher noch nicht hier. Ich habe dich nicht besucht.
Entschuldige! Und jetzt bin ich auch nur hier, weil wir ...
Wir stecken fest.
Kennst du von früher Frau Lo Agnes Tam?
Wieso fragst du?
Wir haben einen DNA-Treffer. Sie wurde
in dieser Fabrik gefangen gehalten.
Ich hatte recht! Womit?
Ich sprach mit Peter Ternrud. Ist eine lange Geschichte.
Als ich Stene Wallin erwähnte,
fielen Peter die Angeltouren ein. Mit dabei waren
Stene, Anders und noch einer. Dieser ... Birger Gustavsson.
Dem das Antiquariat gehörte? Ja, das sagte Peter.
Ich war auf der Polizeihochschule und hatte kaum Kontakt zu Ternruds.
Was sagte er noch? Er hätte sich seiner Frau entledigt.
Soll das heißen, Birger Gustavsson war der Ehemann von Lo Agnes Tam?
Ehemann, Lebenspartner ... Was weiß ich?
Sie waren auf See, das Wetter war schlecht ... Wieso reden wir davon?
Oh Mann! Du Mistkerl!
Das sind die Zusammenhänge. Das fehlte uns.
Ganz egal, ob diese Angeltour stattgefunden hat:
Er kann sie eingesperrt haben. Dann erfand er eine gute Geschichte
und hat sie als vermisst gemeldet. Ek! Was geht hier ab?
Wie bitte?
Wieso fragst du mich das noch mal? Noch mal?
Ja. Ich habe das alles schon Maria erzählt
vor einer Stunde. Hat sie nichts gesagt?
Vielen Dank für deine Hilfe!
* Handy-Melodie *
Du hast recht. Wir haben ein Problem.
Verdammter Mist! Komm!
* Leise Geräusche *
Keiner greift ein, bevor ich nicht das Kommando dazu gebe.
Ich treffe die Entscheidungen und gebe den Befehl!
Gib es zu! Sag endlich was! ... Du Schwein!
Sie lebt! Stimmt's?
Sie lebt! Du hast sie die ganze Zeit gefangen gehalten.
Du und wer noch? Nein. Es gibt ...
Sie rächt sich jetzt an dir und deinen Freunden!
Raus damit! Wer hat mitgemacht?
Ich krieg keine Luft! 10 Jahre!
10 Jahre hast du sie eingesperrt! Wieso?
Verdammt nochmal! Antworte, du Dreckskerl! Wieso?
Tut mir leid! Es tut mir leid! Tut mir leid!
Maria!
Was zum Teufel hast du getan?
Hartman? Komm!
Können wir fahren?
Verhör von Birger Gustavsson.
Geboren am 14.10.1955.
Passnummer 4837.
Heute ist der 12. Juni 2015, Uhrzeit 09:34 Uhr.
... muss man schon fähig sein.
Unsere Theorie war richtig:
Lo Agnes Tam floh aus dem Keller. Sie war dort
"10 Jahre eingeschlossen. Er hat bestimmt,
was sie zu sehen oder zu essen bekommen hat."
Warum?
Ich liebe sie!
Sonst hätte ich das nicht 10 Jahre lang täglich auf mich genommen.
Ich habe für sie gekocht.
Sauber gemacht.
Wäsche gewechselt und gewaschen.
Warum wohl?
Sie haben sie
gefangen gehalten. Ich habe sie umsorgt.
Ihr geholfen, dass es ihr besser geht.
Hätten Sie das nicht auch für die getan,
"die Sie lieben?" Will sie Rache? Genugtuung?
Ihr Mann ist der Übeltäter.
Aber er ist nicht greifbar. Hat keine Adresse.
Er lebt in einer Schrebergartenhütte.
Sie sucht seine Freunde auf. Warum hat sie sie getötet?
Birger sagt, dass er es allein war.
Vielleicht war sie enttäuscht. Keiner half ihr.
Sie haben sie misshandelt.
Ich habe niemanden misshandelt.
Ein Misshandelter sieht so aus. Noch mal!
Sie haben sie gefangen gehalten. Wenn man einen Hund
an der Leine zieht, ... misshandelt man ihn dann?
Liebe heißt Erziehung, Verantwortung.
Ein Kind
lässt man nicht allein zum See runtergehen,
wenn es noch nicht schwimmen gelernt hat.
Und das konnte Lo nicht?
Nein. Nicht in unserem sozialen Umfeld.
Sie war verhaltensgestört.
"Sie hat sich auffällig benommen.
War laut.
Hat sich peinlich aufgeführt."
Und das musste ihr jemand abgewöhnen!
(Sie schreit) Mach auf!
Mach auf!
* Sie schlägt gegen die Tür. * "Ich wollte sie"
auf jeden Fall wieder frei lassen. Aber erst sollte
sie lernen, sich zu benehmen!
Ich hoffe, dass Sie in den nächsten 20 Jahren auf Staatskosten
auch einiges ... lernen werden!
* Sie seufzt. *
Hm.
Verdammt noch mal!
Was würdest du jetzt tun?
Ich bin eine exzellente Polizistin
und würde ein gutes Wort für mich einlegen.
Das geht nun mal nicht.
Das weißt du!
Wenn einer gegen alle Regeln verstößt
und sich wie ein verfluchter Rächer aufführt,
ist das eine Sache für den Disziplinarausschuss
und für eine interne Untersuchung.
Ich kann nicht zulassen, dass du ... weiterarbeitest!
Ich will, ... dass du deinen Ausweis hinterlegst
und sofort gehst!
Du bist bis auf Weiteres suspendiert!
Du treibst ein Spiel mit mir, Hartman.
Das glaubst du? (Laut) Dann siehst du die Realität nicht mehr.
Mein Rat war: Finde heraus, was in dir vorgeht. Kümmere dich um dich!
Und was machst du stattdessen?
Glaubst du, ich mache das gern? Denkst du,
ich finde das lustig?
Seit wann arbeite ich in der Waffenkammer?
Du kannst mir deinen Ausweis geben. Die anderen Sachen ...
... gehen mich nichts an.
Hallo! Wir wussten nicht, dass Sie kommen.
"Stene Wallin" steht an der Tür.
Hallo! Hallo!
Hallo! Warten Sie! Ich muss noch was überprüfen.
Ich schließe ab. Hier der Schlüssel!
Sehr schön, danke!
"Wettbewerb des Sportfischer- Vereins.
Siegerteam 2005".
Hier bitte! Danke! Sonst noch was?
Nein, ich warte auf jemanden. Ist gut.
Kann ich Ihnen äh ... irgendwie helfen?
Du erkennst mich nicht?
Du bist suspendiert! Du kannst nicht als Polizistin
auftreten! Was ist denn los?
Noch ein mögliches Opfer.
Sie haben zusammen geangelt. Wer?
Als Lo verschwand, waren sie ein Team im Wettkampf.
Birger, Stene, Anders und ... Kenth Sandberg.
Hast du ihn angerufen? Ja. Seine Bürokraft ging ran.
Er ließ sein Telefon im Mantel. Er ging weg?
Ja, sehr überstürzt, um jemanden zu treffen.
Und? Was hast du erlebt die letzten 10 Jahre?
Ich wurde in einem Keller gefangen gehalten.
Sag mir, wo Birger ist!
Glaub mir bitte! Ich habe nicht geahnt, dass es dir ...
Warum hat dich dann mein Anblick so erschreckt?
Sag mir, wo er ist!
Keiner von uns hat noch Kontakt zu ihm.
Er hat sich von allen zurückgezogen.
Ich hatte wirklich keine Ahnung ... Hör auf mit diesen Lügen!
(Birger) Hör auf, dich so unmöglich zu benehmen!
(Lo) "Ihr habt gesehen, wie er mich behandelt hat."
Wieso zum Teufel habt ihr nichts dagegen unternommen?
Auch wenn es wahr gewesen und ich tot gewesen wäre:
Hättet ihr nicht vermuten müssen, dass er mich getötet hat?
Einmal hat er mich halb
tot geschlagen. ... Das Gesicht, die Arme.
Er hatte mir die Finger einer Hand gebrochen. Mir war klar,
dass ich so nicht unter Leute gehen konnte.
Wenn alles verheilt war, würde er mich
wieder aus dem Keller lassen.
Es wäre nur zu meinem Besten.
Das Schlimmste war, dass mir das logisch vorkam.
Da steht "Mango - Küche und Bar"?
Gut! Ich melde mich später.
Sie hat einen Zettel auf seinem Schreibtisch gefunden.
Eines Tages war alles abgeheilt.
Und ich dachte: Jetzt ist alles wieder gut.
Ich kann mich den Leuten zeigen so wie früher. Ich habe mich
gewaschen und gedacht: Wenn er mich sieht,
freut er sich. "Lo! Jetzt bist du wieder schön!"
Willst du wissen, was er zu mir sagte?
"Nein! ... Nein!
Du kannst hier nicht raus. Alle glauben, du bist tot!"
(Leise) Ja.
Ja!
Er hatte mein Schicksal besiegelt.
Es war für ihn eine Selbstverständlichkeit.
Da wurde mir klar: Wenn ich wieder in Freiheit
leben wollte, ... musste ich dafür sorgen!
Er allein ist schuldig! Nicht Anders, nicht Stene, nicht ich.
Aber ihr seid nicht eingeschritten.
Ja. Ich warte so lange auf diesen Tag.
Ja. Ich habe lange darauf gewartet, euch zu treffen!
Lange darauf gewartet, euch eure Schuld unter die Nase zu reiben.
Wie lange warst du dort? Fünf Jahre.
5 Jahre der Strafen und Zurechtweisungen.
Wieso hast du ihn nicht verlassen?
Man nennt so was "Gehirnwäsche".
Dadurch habe ich ... nicht erkannt, wie falsch alles war.
Was du in den Jahren durchgemacht hast ...
Ich kann mir das gar nicht vorstellen.
Aber wenn du es selbst nicht erkannt hast, ...
... konnten wir es erst recht nicht erkennen.
Wir verteilen uns. Zwei Mann da rüber!
(Frau) Hallo! Was ist denn los? Wir suchen nach diesem Mann.
Er heißt Kenth Sandberg. Wir sind von der Polizei.
Er sitzt dahinten. Wo? Wo?
Halt, Kenth! Finger weg von dem Glas!
Ich nehme es. Haben Sie was getrunken?
Sie ist einfach gegangen.
Haben Sie davon getrunken? Ja, ich glaube schon.
Und ...
... hoch!
Was sagt Ek?
Na ja! Der Schnelltest hat seine Vermutung voll bestätigt.
Sie hatte keine Zeit,
irgendwas ins Glas zu kippen.
Du hast sie dort gesehen. Richtig?
Ich kenne dich. Dein Blick war eindeutig.
Es ist nicht zu fassen!
Dass du immer noch nicht einsiehst, dass dich andere kennen!
Lo Agnes Tam ist 2007 gestorben! Wie hätte ich sie sehen können?
Ich verstehe! Sie war schon 10 Jahre eingesperrt.
Du kannst mich gerne anzeigen. Weil ich eine Person,
die seit Jahren tot ist, nicht verhaftet habe.
Ist schwierig, nachzuweisen!
Richtig! Juristisch gesehen habe ich keine Aussicht auf Erfolg.
Ja.
* Er seufzt. *
Aber was?
Du musst dich endlich mal um dein Innenleben kümmern.
Setz dich mit deinen negativen
Gefühlen auseinander! Ist das ein Befehl?
Nein, ist es nicht! Das ist
ein Rat ... von einem Freund.
Ich kann dir nichts befehlen. Du arbeitest
nicht mehr für mich.
Aber du weißt ja, wie du das ändern kannst!
* Sie klopft. *
* Musik, nichts zu verstehen *
* Nichts zu verstehen *
Untertitelung 2017: Untertitel-Werkstatt Münster
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