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Original subtitles

Mama, Tante Müller ist da.

Grüß' bitte noch zu Ende.

Hilf ihr ihre Sachen ins Gästezimmer zu bringen. Wir kommen gleich.

Ja, mach' ich.

Wo soll das dann mehr hier? Hier unten hin, oder?

Ich würde ihn in die Mitte hängen.

- Eine für heute, zwei für die Feiertage. - Ich trink' doch nichts, grade.

Aber ich stoß mit an.

Elisabeth scheint sich ja ganz gut erholt zu haben.

- Oder hat sie heut' nur einen ihrer guten Tage? - Nein, nein.

Seit sie wieder schreibt geht es ihr, geht es uns wieder richtig gut.

Du weißt gar nicht wie sehr ich mich freue.

Du warst immer der Einzige von dem sie sich hat helfen lassen.

Für Elisabeth war es immer leichter zu lieben als sich lieben zu lassen.

Fertig.

Du hast mir noch gar nicht gesagt wie du das neue Kapitel...

Sag's mir bitte.

Pass' gut auf dich auf.

Ich vermiss' dich schon jetzt.

- Sind doch nur 36 Stunden. - 38.

Du weißt dass es sein muss.

Und ich krieg' keinen Kuss?

Mama, Telefon!

Hallo?

Ja?

Elisabeth Mannimann.

Das bin ich.

Mama, was ist los?

Euer Vater ist tot!

Euer Vater ist tot!

Mama.

Tante Britta will jetzt losfahren.

Aua.

Entschuldige.

Ich will gar nicht mit Tante Britta wegfahren.

Da musst' du gut drauf aufpassen, ja?

Das hat dein Papa dir geborgt.

Mama!

Können wir wenigsten an Weihnachten zu dir zurückkommen?

Mama... können wir...

an Weihnachten zu dir... zurückkommen?

Entschuldigung.

Du Helga, jetzt hilf ihm doch erstmal. Der ist ja regelrecht eingeschneit.

Und wer bist du?

Aron.

Ihr könnt mich so nennen. Aron.

Dann setz dich her und iss.

Er...

soll Dank haben.

Es ist nämlich so... dass... ich meinen Hund dabei habe.

Dann bring' ihn doch 'rein.

Das ist Lurv.

Das braucht bestimmt viele Tagesraten um den satt zu kriegen, wie?

Ach, das meiste ist aber Fell.

- Jetzt übertreibt der... - Das meiste ist Fell.

Also ich bin übrigens Salomon, das ist meine Frau Helga,

und die da, das sind die kurzen. Nur damit du Bescheid weißt.

- Wo kommst du eigentlich her? - Von...

Von einem Nachbarland. Von Inseln.

Jetzt lass ihn doch erst mal schlafen, Helga.

Gute Nacht dann.

Hm. Ihr sollt Dank haben.

Das sagtest du bereits. Es ist gut jetzt.

Gute Nacht.

Gott Vater, darf ich diese Nacht hier bleiben?

Die Wärme annehmen?

Liebe Britta, ich bin jetzt so weit. Ich werde gehen.

Ich weiß noch nicht wohin.

Ich folge einem Ruf. Mehr kann ich nicht erklären.

Vielleicht ist es Ingmar, der mich ruft.

Vielleicht muss ich auch erst die Hoffnungslosigkeit betreten,

um herauszufinden, ob sie mich trägt.

Britta, ich danke dir für alles. Bitte umarme meine Kinder.

Ina! Bring mir Laga!

Ina!

Ich war im Stall, Vater.

Hilma wartet. Sieh zu ob du sie noch findest, zwischen den Decken.

Es nützt ja doch nichts wenn ich protestiere.

Ist schon in Ordnung, Mutter.

Heute blutet es gar nicht.

Und du weißt doch...

wenn die Schläge kommen...

sind's ja fast schon wieder vorbei.

Und der Schmerz holt mich weg.

Weg vom Schämen.

Weg von ihm.

Weg von mir.

Damit du sie siehst, auch wenn du nicht mehr 'raus kannst, in die Nacht.

Wunderschön sind sie. Fünf Sterne.

Ina kann sie vielleicht anmalen, wenn du Farbe kaufst im Frühjahr.

Die bleiben so.

Mach deiner Mutter das Bett mal vor dem Essen, sie stinkt.

Bevor er unter den Baum kam,

als er noch Erik war, und nicht Knövel,

und ich noch jung...

da war er so wie gerade.

Aber schon damals hat er das Leben als seinen größten Feind betrachtet.

Wenn ich...

wenn ich sterbe...

dann ist für ihn das Leben daran Schuld, nicht den Tod.

- Du stirbst doch noch lange nicht. - Vielleicht geschieht ja ein Wunder.

Wunder sind so still als, wie hast du einmal gesagt? Wie..

Dünnes...

- Dünnes? - Dünnes Eis.

Warum schaust du mich jetzt so an?

Mutter?

Mutter.

Mutter.

Mach Wasser warm und wasch' sie.

Nein!

Wie weit weg bist du schon?

Sie braucht jetzt keine Kleider mehr. Die kann nicht mehr frieren.

Außerdem hab ich den Sarg oben mit Heu ausgelegt.

Wenn der Frost aus dem Boden ist, begraben wir sie neben deinen Geschwistern.

Zu-... gleich.

Ob sie mir verzeiht? Ich hab' mich so geekelt.

Ob sie dir verzeiht? Sie ist tot, das ist nicht wichtig.

Wichtig ist, dass du jetzt auch die Mutter in Nattmyrberg bist.

Du bist jetzt Ina und Hilma.

Niemand wird mich hier finden.

Alles ist so groß und weit dass es einen auswischt.

Er sagt, er ist mit Pferden aufgewachsen.

Er schleppt viel mit sich 'rum.

Misstraust du ihm?

Du?

Er ist rätselhaft.

Seine Einsamkeit muss sehr groß sein.

- Die Leute reden über ihn. - Ach, die sollen das Maul halten.

Kommt, beeilt euch.

Ach, hier seid ihr.

Du siehst ja aus wie'n anderer Mensch.

Die ist ja wunderschön.

- Wo hast du die her? - In der Türkei eingetauscht.

Viel von dir selbst hast du noch nicht erzählt.

Versteckst du dich vor jemand?

Wenn du jetzt nicht die ganze Zeit reden würdest, wärst du schon eingeschlafen.

Unter ihm.

Aber jetzt...

Wirst du es zulassen...

dass dich die Geister fressen.

Dass dich die Kälte frisst... Millimeter, für Millimeter...

Stückchen, für Stückchen.

Stückchen, für Stückchen.

Aber nur... wenn du aufhörst... Widerstand zu leisten.

Nur wenn du keinen Widerstand leistest.

Und ich sehe, wie schön die Welt ist.

Und ich sehe...

wie schön die Welt ist.

Ingmar?

Ingmar. Hörst du mich?

Verdammte Sauerei!

Verfluchter Jesaja!

Ina!

Ina!

Heut' ist der Jesajaabend. Und der Jesajatag ist Erntetag.

Heu-Mahd! Los, aufstehen!

Aber es schüttet doch, hörst du nicht? Es ist mitten in der Nacht.

Begreifst du denn nicht was ich sage? Du sollst hoch. Wir machen das Heu.

Warum warten wir denn nicht bis morgen?

Weil heute Jesajatag ist,

und an Jesaja wird Heu gemacht.

Habe ich etwa nicht genug Holz zurückgelegt?

Den Arsch abfrieren für all das schleppen und hacken.

Gestern hast du gesagt, ich würde zu viel Holz verschwenden.

Verschwenden. Da hab' ich Holz bis an mein Lebensende gestapelt.

Es muss, verdammt noch mal, das Haus warm sein, wenn ich von der Arbeit komme.

Mach ein ordentliches Feuer.

Weißt du...

Aus deiner Mutter sind viele Kinder herausgeblutet, eh du geblieben bist.

Aber du hast nur überlebt um mich zu quälen.

Du hast in der Wiege...

schon so geschrien dass du ganz runzlig geworden bist.

Und wie du älter warst...

Da hab ich dir die Haare in ganzen Büscheln rausgezogen...

Damit du aufgehört hast zu schreien.

Deine Mutter, die hat immer alles besser gewusst.

Die hat's mir schwer gemacht dich zu erziehen.

Hat immer sinneriert...

Sinnerieren... nannte sie das!

Muss ich dich immer erst prügeln?

Komm...

Komm!

Als ob ich dich nicht zwingen kann, mich zu lieben!

Das weiß ich schon!

Zieh dein nasses Zeug aus.

Es ist nichts so geworden wie wir's uns vorgestellt hatten.

Die Kinder die gestorben waren sollten alle einen Namen auf "I" bekommen.

Es hat Ira gegeben, Ingeborg, Isaak.

Ida, Iris, Inge hätt' es noch geben können,

Ich hatte die Namen alle schon im Kopf gehabt.

Nur du bist geblieben, auch nur um dich zwischen mich und Hilma zu drängen.

Vom ersten Tag den du da warst, war ich für deine Mutter...

Ich hab gesagt, du sollst das nasse Zeug ausziehen!

Du darfst ihm deine Angst nicht zeigen. Hast du mir immer wieder gesagt, Mutter.

Dann lecken sie Blut, die Wölfe.

Ich werd' ihm meine Angst nicht mehr zeigen.

Niemals mehr.

Mein Körper ist da im Haus, aber ich selbst...

ich kann nur durch den Wald davon, über die Berge, und die Moore.

Ich habe heimliche Fluchtwege gefunden, auf denen kein Lebender folgen kann.

Du Horst, willst du noch Kaffee?

Nein danke, ich will jetzt endlich fahren.

Und euer Logierer, der ist zuhause, oder?

Du meinst Aron?

Oder habt ihr noch einen Zweiten?

Aron ist oben in seiner Kammer.

Du kannst ihm ausrichten dass der Gemeinderat einverstanden ist.

- Womit? - Dass er im Sommer die Pferde auf der Hochweide hütet.

Oben bei Nattmyrberg.

Hier dein Mann hat doch selbst anfragen lassen.

Den ganzen Sommer lang?

Aron wird sich freuen.

Der ist gut mit Pferden. Das weiß ich.

Und weißt du auch ob das gut geht wenn du ihn mit Helga allein lässt?

Hier in diesem Haus vertrauen wir einander.

Ah ja? Na dann adieu, Helga.

Danke für den Kaffee.

Ich geh' jetzt.

Was macht ihr denn schon hier? Ihr sollt doch noch schlafen.

Die ist rot geworden, deine Helga.

Warum wird ein Mensch rot? Weil er sich schämt, so ist es.

Schämt dich deine schändliche Art über sie zu denken?

Guten Morgen.

Guten Morgen. Salomon ist schon abgefahren.

Ich weiß.

Und ich soll ausrichten dass sie dich für die Pferde haben wollen.

Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie erkannten,

dass sie nackt waren...

und nähten Feigenblätter und machten sich Schürzen.

Was schreibst du da gerade?

Oder geht mich das nichts an?

Ich zeichne die Karte ab.

Die Gegend um die Pferdeweide sieht so aus als wäre es dort sehr friedlich.

Nur ein einziger Hof in der ganzen Weite.

Lurv und ich verschwinden also bald.

Für immer verschwinden?

Was ist mit dir?

Nichts.

Jetzt hab ich jedenfalls was zu sehen bekommen.

Ich hab zu sehen bekommen was für eine unglückliche Seele du bist.

Komm Lurv.

Auf Gnade oder Ungnade, Herr, überantworte ich mich dir.

Vater Unser der du bist im Himmel...

geheiligt werde dein Name...

dein Reich komme...

dein Wille geschehe...

wie im Himmel aber also auch auf Erden...

Hast du keine Angst? Vor 3 Monaten Alleinsein?

Ich will es doch so. Ich hab' nur vor Bären Angst.

In 4 Wochen komm' ich dich ja besuchen.

Bleib hier bei den Pferden.

Ina born May 26th 1917

April 20th 1937

19, 20.

20.

Lass deine Schmutzfinger von Rubert Olofsson's Buch.

Pack' es ein. Ich muss es mitnehmen.

Ich will's mitnehmen. Nicht du.

Mach' mir die Butter fertig. Und den Weißkäse

Ich werde zum Kaufladen hinuntergehen.

Ich hab' das Streiten satt. Tu' was ich sage.

Ich bin 20. Und mit 20 bin ich erwachsen, das hat Hilma gesagt.

Und mit 20 gehst du selber runter und verkaufst deine Butter, deinen Käse.

Das hat sie auch gesagt.

- Und du, kannst sagen was du willst. - Ich sag' auch was ich will! Hol' Laga!

Hol' dir den Knüppel doch selbst.

Du hast mir den Stock weggenommen.

Eins sag' ich dir.

Hier bin ich es und niemand sonst, der mit Waren nach Krokmyr geht.

Meine Butter. Mein Käse.

Dir gehört davon nicht was einer Magd gehören würde. Das bildest du dir ein.

Ich bin keine Magd.

Das ist mein Vieh, das ich angeschafft habe.

Und die Milch die von ihnen kommt ist meine Milch.

Und wenn der Herrgott höchst persönlich an den verdammten Zitzen ziehen würde,

wär's auch noch meine Milch. Begreifst du das nicht, Mädel?

Hol' Laga wenn du nicht gehorchen willst.

Dann sag' ich dir wem der Käse hier auf diesem Hof gehört.

Ich hab gesagt du musst ihn dir selbst holen wenn du ihn brauchst.

Und wenn ich nicht runter ins Dorf darf,

mache ich keinen Käse mehr und keinen Klumpen Butter.

Jetzt nimmst du aber die Finger vom Tisch!

Das gehört sich nicht.

Dass du zum Kaufladen runtergehst.

Ich hab'...

schließlich mein...

Geschäftliches mit Rubert...

Und... was anderes... mehr.

Und wieso schaust du mich so verdammt fröhlich an?

Bildest du dir ein ich hätte Angst vor dir, wie?

Nein. Aber ich hab' auch keine Angst mehr vor dir.

Du entstelltes hinkendes altes Ekel.

Du rührst mich nicht an.

Hast du Tiere? Natürlich hast du Tiere.

Also, du bist doch Knövels Tochter vom Nattmyrberg.

Herrgott, du bist ja erwachsen geworden.

Ist er krank, dein Vater, ja? Oder wolltest du einfach mal ins Dorf runterkommen, hm?

Wie heißt du noch gleich, Mädel?

Ina.

Und... und du bist immer ganz allein mit ihm da oben?

Tja, ich hab deinem Vater schon oft gesagt,

dass man mit solchen Waren lieber nach Raksele gehen sollte.

Die Leute hier machen ihren Käse selber.

Wollen Sie nichts kaufen?

Na ja.

Ein oder zwei krieg' ich vielleicht los.

Du willst Waren dafür, verstehe ich das recht?

Ja, aber für alles.

Du hast schöne Augen.

Na also, meinetwegen.

4 Kaffeekäse, 5 Frischkäse 3 Krugkäse und die Butterdose.

23 Kronen und 85 Öre zieh' ich dir von den geschuldeten 44 Kronen ab.

Hast du ein gutes Geschäft gemacht.

Keine Knauserei. Das kannst du Knövel ausrichten.

Kann ich noch zwei Kilo Zucker kaufen?

Ein Kilo Speck, bitte.

Kein Kaffee für Nattmyrberg?

Ein Kilo Kaffee, aber vom billigsten.

Und ein kleines Stück von der Wurst.

Das ist doch Hilmas Tochter die ich hier seh'.

Das ist doch Klein Ina. Kennst du mich noch?

Mann nennt mich Nils-Marie. Das war als du klein warst.

- Da war ich oft bei euch und hab deiner Mutter geholfen. - Ah ja.

- Ich hab sie grad' gesehen. - Du meinst, du hast grad' an sie gedacht?

Wein' doch nicht.

Er lebt also noch, der alte Lump.

Das ist ja wohl kein Kuhschwanz der dich da an der Backe getroffen hat.

Trag' ich seinen Schlag am Gesicht?

- Er... er ist mein Körper, hat... - Du musst mir nichts erzählen.

Ich kann mir vorstellen wie das da oben ist.

Aber Eins musst du wissen.

Du bist jetzt erwachsen.

Er hat kein Recht mehr über dich.

Du kannst weggehen, Ina.

In der Schrift steht geschrieben "Die Kinder sollen ihre Eltern verlassen"

Das ist wie ein Gesetz.

Wir sind wohl außerhalb von alledem da oben auf Nattmyrberg.

- Wir gehören nicht dazu. - Hat er das gesagt, der Knövel?

So gesagt?

- Das hab ich selber sinneriert. - Sinneriert!

Das hat doch deine Mutter immer gesagt.

- Ja. - Jetzt siehst du aus wie sie.

Ich muss jetzt los. Sonst brüllt die Kuh und ein Knövel.

Komm' öfter runter zu den Leuten.

Ich komm nicht mehr da oben rauf zu Besuch wegen den Beinen.

Und wegen dem Mistkerl. Ich hätte ihn schon immer glatt erschlagen können.

Das hab' ich auch zu Hilma gesagt.

"Du sollst den da wegmachen", hab' ich ihr gesagt.

Ich bring noch drei Pferde von Svetlin.

Brave Pferde, und einen riesigen Rentierbraten von Helga.

Wie geht's dir? Hast du dich eingewöhnt?

Ich trinke gewöhnlich keinen Branntwein.

Na eben 'drum, Aron.

Komm, gib schon deinen Becher her.

Lurv, geh mal zu den Pferden.

Verzeih' mir. Ich bin das Trinken nicht gewöhnt.

Wieso bittest du um Verzeihung? Hey! Du kannst ja wirklich...

singen und tanzen, Aron. Und tanzen!

Bestimmt war das deine eigene Sprache, in der du gesungen hast.

Ich hab' jedenfalls kein Wort verstanden.

Aber so ist das nun mal wenn man besoffen ist.

Dann singt man in seiner eigenen Sprache. Da taugt keine andere.

Jetzt lass' den Kopf nicht so hängen.

Hörst du was ich sage, Aron?

Ich bin froh... dass du für mich gesungen hast.

Ich hab' mich nur über mich selbst gewundert.

Ich tu' sowas gewöhnlich nicht.

Und wer hat gesagt dass ein Mensch immer nur das tun muss was er so gewöhnlich tut?

Wie?

Ist das 'n Gesetz oder was?

Das hat keinen Sinn.

Darf ich zu dir ins Haus?

Darf ich das?

Hallo? Hallo?

Wir werden zusammen essen.

Ach je.

Still, Lurv!

Ganz ruhig.

Lurv, du bleibst bitte hier.

Wenn ich jetzt jammernd im Gestrüpp liegen würde.

Verletzter Fuß zum Beispiel.

Dann würdest du doch zu mir kommen, dich über mich beugen,

mir helfen wollen? Oder?

Ich weiß nicht, hast du vor dem essen gebetet?

Ich mache das nicht.

Das war einer der großen Unterschiede.

Mein man hat an Gott geglaubt.

Und die Kinder so erzogen.

Was bist du für ein Idiot.

Aron der Pferdehirt.

Verwirrt.

Hallo Lurv.

Dein Herr ist ein Narr, verstehst du?

Lurv. Die Pferde!

Willst du frische Milch?

Wo zum Teufel hast du dich rumgetrieben?

Ich hab' nach den Schlingen gesehen, aber es waren keine Vögel drin.

Nimm die Milch weg.

Von wegen keine Vögel drin.

Fängst dir gleich eine, für "keine Vögel drin! "

Pass bloß auf, du.

Du heißt Ina.

Aber ich hab' nicht in deinem Haus rumgeschnüffelt.

Ich hab nur eine Stromrechnung gefunden. Hast du eine Bibel?

Ich möchte dich nämlich begraben, nicht so richtig,

das schaffe ich ja nicht. Aber wenigstens so gut es geht.

Darf ich in deinen Schubladen nach einer Bibel suchen?

Lurv. Lurv!

Brauchst keine Angst vor mir haben. Sag mir nur wie du heißt.

Ich heiße Aron. Aron.

Wie heißt du?

Deine Salbe hat geholfen.

Die Pferde leiden sehr unter den Mücken.

Der Rauch der Birkenschwämme steht nicht lange genug zwischen ihnen.

Der Wind nimmt ihn weg.

Ich konnte keine Bibel finden.

Ich kann nur das Vater Unser auswendig.

Aber ich erinnere mich an Worte die ich vor Kurzem gehört habe.

Bei der Beerdigung meines Mannes.

Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz,

und setze mich wie ein Siegel auf deinen Arm,

denn Liebe ist stark wie der Tot.

Amen.

Während ich hier in deiner Hinterlassenschaft hause,

grabe ich mich tiefer und tiefer in mein eigenes Leben ein,

aus dem ich gerade noch verschwinden wollte.

Ich wollte zu Ingmar.

Dorthin wo du schon bist.

Die Erinnerung, die Gedanken an ihn, an uns...

tun mir so weh.

Deshalb wollte ich sie nicht berühren.

Aber Ina, das tue ich jetzt.

Ich berühre sie, ich lasse es wehtun.

Es gehört Demut dazu sich lieben zu lassen.

Als senke man das Gesicht.

Es ist Frost.

Die Kartoffeln sind erfroren.

Ja.

Ich heiße Ina.

Ina.

Das klingt wie Wind. Man denkt an Wind wenn man das hört.

Magst du den Wind?

Ja, sehr.

Ich muss jetzt heim.

Und könnt ihr die Pferde nicht schon Morgen oder übermorgen zusammen nach Hause bringen?

Es ist doch schon so kalt in den Nächten.

Es wird sicher noch mal wärmer werden.

Dir ist es hier oben aber gut gegangen, nicht wahr?

Echter Amerika-Speck.

Helga und ich dachten es sollte wie ein kleines Fest sein, die letzte Verpflegung.

Danke.

Helgas Bruder hat erzählt, Ina vom Nattmyrberg ist bei ihm im Laden gewesen.

Der Weg ins Dorf müsste ja genau bei dir hier vorbei geführt haben.

Ich hab das wahrscheinlich nur geträumt dass eine Frau hier vorbei kam.

Die Leute von Svetlin werden in einer Woche ihre 5 Pferde holen.

Kannst mit den uns'rigen noch ein paar Tage bleiben, aber nicht zu lang.

Damit dich der Schnee nicht überfällt. Adieu, bis daheim.

Träum' nicht so viel.

Was machst du nur?

Ina.

Ina. Ina.

Warum hast du das gemacht?

Ich muss das für dich tun.

Weil du wissen musst.

Sollen wir so bleiben?

Wollen wir versuchen zu schlafen?

Ich weiß nicht was ich tun soll. Sag doch was.

Ich hab gefroren. Aber jetzt ist es warm.

Du bist unbegreiflich.

Lass uns für immer so liegen bleiben.

Es ist viel zu spät. Jetzt sind wir doch eingeschlafen. Ich muss gehen.

Versprich dass du wieder kommst.

- Bevor ich weg gehe, versprich es. - Ich verspreche es.

Wenn und natürlich waren alle tot.

Da ist kein Leben mehr.

Was glaubst du, Lurv. Kommt sie?

- Ich wollte mich waschen. - Wasch dich nur.

Kannst du mich nicht einen Moment in Ruhe lassen, damit ich mich ausziehen kann?

So wasch dich doch!

Ich hab doch oft genug gesehen wie du ausschaust.

Aber du sollst mich nicht mehr sehen!

Du nicht. Und ich will dich abwaschen von meiner Haut!

Wer soll dich denn sonst sehen?

Du verfluchtes kleines Luder!

Wer sonst, wenn nicht ich?

Du kannst mich nicht abwaschen!

Ich, ich hab deinen Körper gezeichnet.

Ein Zeichen aufgedrückt!

Auf dein Fleisch drauf!

Du weißt, wenn du mich verlassen solltest, wird jenes Zeichen zu glühen beginnen!

Glühen! Und es versengen. Versengen!

Was ist denn passiert?

Mein..., mein... Ich bin hingefallen.

Ich hatte solche Angst du bist schon weg.

Was soll ich tun?

Nächsten Sommer... Nächsten Sommer kommst du zurück?

Geh' jetzt. Beeil dich.

Ina.

Vielleicht bin ich gar nicht woanders zuhause als hier bei dir.

Alles vermischt sich.

Alles gehört zu der selben Welt.

Warum hörst du nicht endlich auf mich zu belauschen. Und zu beobachten.

Selbst wenn ich es wollte, könnte ich jetzt im Winter nicht mehr hier weg.

Das schlimmste in diesem Jahr war, dass ich Angst vor dir bekommen hab'.

Ein erwachsener Kerl darf sich doch nicht vor seiner eigenen Tochter fürchten.

Ich will dich zurückgewinnen.

In das was früher geherrscht hat, in unserer Ordnung.

In das, was immer unsere eigene Ordnung war.

Ich will dass du... bei mir bleibst und...

dass du... niemanden anderes... liebst.

Bleib... stehen.

Heute Nacht... die ganze Nacht...

Jetzt sollst du bei mir liegen.

Was ist? Zieh' dich aus, komm!

Was glotzt du so?

Satan!

Hilf mir doch ein bisschen.

Du hast einen Sohn, Ina. Und Enkelkinder.

Sie haben dich sehr geliebt.

Wahrscheinlich wissen sie noch gar nicht dass du tot bist.

Ina!

Wieso kannst du nicht rechtzeitig Bescheid sagen?

Zum zweiten mal heute schon, du stinkst wie die Pest!

Du steckst doch immer im Viehstall!

Bist ja nie da, wenn man dich braucht!

Diesmal will ich ein sauberes Laken.

Das stechende Heu hier.

Du bist wie ein Vieh und du sollst liegen wie ein Vieh.

Wer ist denn Schuld daran, dass ich hier schon über 2 Monate liege?

Wie ein Wrack.

Ohne Rücken und Beine.

Was kann ich dafür...

dass meine Tochter auf mich losgeht wie eine Wildkatze.

Bestie.

Ich könnt' dich dafür ins Gefängnis bringen.

Ich hätte das volle Recht...

ihr dafür das Leben aus dem Leib zu prügeln.

Du strafst mich auch ohne Gefängnis und Schläge,

und genießt es auch noch. Ich hasse dich!

Aber deinen Buckel hasse ich noch mehr als deine Hände, und dich selbst.

Es ist der Sitz deiner bösen Seele.

Was machst du?

Es bleibt alles so wie ich es gesagt habe. Du liegst hier neben mir!

Du denkst wohl, du musst überhaupt nicht mehr hören!

Du sollst Vater und Mutter ehren!

Das steht schon in Bibel!

Als ob du dich je um die Bibel gekümmert hast.

Das Bett-Heu braucht seinen Platz. Es soll auf Mutters Bett liegen.

Ich will nicht immer durch den Schnee um neues Heu zu holen.

Damit musst du dich jetzt abfinden.

Auch damit musst du dich abfinden. Ich bin jetzt nur noch Ina, nur noch ich.

Ich bin auch ich. Ich hab' meine Welt...

Meine Welt!

Ich sag's nur dir, Mutter. Ich hab' einen Fremden kennengelernt.

Und ich weiß jetzt dass ich nicht mehr gezeichnet sein will von meinem Vater.

Ich versuch ihm auszuweichen.

Aber er weiß nicht, dass ich die Hand des Fremden halte.

Und fest drücke, wenn ich Angst bekomme.

VATER RUHE IN FRIEDEN

Willst du heute nicht mal versuchen wieder auf die Beine zu kommen?

Das fragst du mich jeden Tag.

Und ich sage dir jeden Tag, dass ich nicht aufstehen kann.

- Ich stütz' dich doch! - So?

Du stützt mich nicht! Du bringst mich zu Fall.

- Du stürzt mich um. - Aber ich pflege dich doch.

Denke bloß nicht, ich wär' am Ende.

Mutter, hörst du?

Ina.

Warte Aron!

Was ist?

Du bist es doch.

Wer anders sollte es denn sein als ich?

Mach die Augen auf.

Denk' nur nicht, dass das immer so geht.

Dass ich hier liegen muss und hören muss wie du fehlst.

Ich geh' gleich melken.

Und irgendwann kommst du nicht wieder.

Und nimmst das Vieh mit.

Mein Vieh.

Dass ich verkrüppelt, bucklig, bettlägerig,

Dass ich dein Vater bin.

Dass ich ohne dich allein hier sterben würde,

das wird dich nicht davon abhalten, wegzulaufen.

Undankbares Kind.

Du Hurenfotze!

Ich will...

dass du bei mir bleibst.

So sag' doch was!

Ich werde mich verteidigen.

Mich, und was mir gehört.

Ist das von ihm?

Hat er dir das ins Ohr gesetzt?

Hat er dir erlaubt, dass du mir zeigst wie schön du geworden bist?

Was ist?

Was ist? Ich liebe dich.

Ich muss dich beschützen.

Und du mich.

Ich bin auf den Färöern aufgewachsen.

Das sind Inseln auf halbem Weg nach Island.

Mein Vater hatte sein eigenes Boot. Wir fischten wie alle anderen auch.

Ich war 15.

Wir waren auf den Felsen hoch über dem Meer.

Er wollte hinuntersteigen, Eier aus den Vogelnestern holen,

Da stürzte er ab.

Genau nach einem Jahr der Trauer wollte mein Mutter einen Fremden heiraten.

Für mich konnte es aber keinen anderen Vater geben.

Er wollte unser Boot.

Sie hatte ein Kind von ihm im Bauch.

Sie hat meinen Vater verraten.

Ich hab' meinen Vater gerächt.

Ich hab' den Fremden erstochen.

Ich heiße Kjartan Holt.

Ich hab' mich verleugnet weil ich nicht ertragen hab der zu sein, der ich bin.

Wie lange dauert denn so ein Sturm bei euch hier oben, Ina?

Ich hab's langsam satt.

Das ewige Geheule!

Du willst doch den Fremden sehen, der mir hilft. Bitte, hier ist er.

Ich hoffe, es geht Ihnen einigermaßen.

Es ist unerträglich wie du ihn anglotzt.

Es hat keinen Sinn.

Gibt es denn Hoffnung, dass Sie wieder auf die Beine kommen?

Hoffnung?

Ich werde dem Leben nicht erlauben, dass es mich zerschmettert.

Dieses Vorrecht besitzt nur der Tod.

Und es ist noch nicht der Tod der mich sucht,

sondern das Leben, das hinter mir her ist.

Ina...

Ina.

Gott Vater,

ich habe gelernt und verstanden, dass ich nicht glücklich sein darf.

Aber ich bin es. Ich liebe. Da ist Ina. Es ist keine Ruhe, wo sie nicht ist.

Warum lässt du es zu, dass ich glücklich bin?

Denn es kann ja nicht sein dass du nicht weißt, was mit mir geschehen ist.

Oder...

hast du mir meine Schuld vergeben?

Du warst nur ein paar Stunden weg.

Wie sollen wir es aushalten uns ab heute den ganzen Winter lang nicht zu sehen?

Du hast mich geheilt. Du hast mich gereinigt.

Du hast mich erlöst.

Beruhige dich. Bleib ruhig. Damit ich dich immer so halten kann.

Ich möcht' nie mehr verlieren.

Ina.

Ich kann wieder laufen. Ina, ich...

Und wenn ich auf dem Nattmyrberg bleiben will.

Dann bleiben wir eben auf dem Nattmyrberg.

Aber der Knövel ist dort.

Ich werde dich ihm wegnehmen.

Und wenn er dich nicht lässt? Wenn er zwischen dir und mir steht?

Ich hab' keine Angst vorm Knövel.

Glaubst du ich würde dich nicht lieben können...

weil du zu lange allein warst mit ihm?

Ich muss ein bisschen allein sein mit meinen Gedanken.

Ich sag' ja.

Ich hab' nicht mehr die Absicht zu erfrieren.

...zu erfrieren, Ina!

Verdammter Schnee, verdammte Kälte. Ich brauch' Holz!

Ich brauche Holz.

Verdammter Schnee. Verdammte Kälte.

Lass den Sturm endlich aufhören, Ina.

Lass den Sturm endlich aufhören, Ina!

Die waren heute morgen in der Reuse.

Danke. Warum legst du nicht ab?

Weil ich euch etwas sagen muss.

Bevor ich richtig zurückkehre.

- Ich möchte heiraten. - Heiraten?

Und wen?

Ina. Vom Nattmyrberg. Sie will mich auch.

Ich möchte bald mit dem Pastor reden aber erst will ich euch fragen ob wir,

ob wir in eurem Haus heiraten dürfen.

Diesen Winter.

Haben wir nicht immer gesagt dass da was war?

Dass da was war schon, aber ich hätte jetzt nicht an Ina gedacht.

An Knövels Ina hätte ich jetzt nicht gedacht.

Und was ist wenn sie so böse ist wie ihr Vater?

Was sagt er denn dazu, der alte Knövel?

Er soll es erst erfahren wenn es schon geschehen ist.

Deshalb...

bitten wir auch darum hier bei euch heiraten zu dürfen.

- Der alte Satan. - Ich...

Ich werde Bauholz kaufen und auf dem Schnee hochziehen nach Nattmyrberg.

Und ein eigenes Haus dort bauen.

Der ist tückisch dieser Kerl, das weißt du hoffentlich.

Wozu brauchst du denn so feierliches Papier?

Danke.

Willst du jemandem schreiben dass du heiratest?

Deinem Vater vielleicht?

Mein Vater ist tot.

Und von meiner Mutter und meinen Geschwistern hab' ich seit langem nichts mehr gehört.

Und jetzt willst du denen schreiben dass du heiratest?

Ich kann das immer noch nicht glauben.

Ja.

Ich werde den Brief mitnehmen nach Malgo, sobald das Wetter es zulässt.

Ja aber wieso denn den langen Weg nach Malgo? Du kannst den Brief doch auch hier aufgeben.

Hier könnte er vielleicht verloren gehen.

Oder es könnte ihn sogar jemand lesen. Hab' ich reden hören.

Aber deswegen würde ich nicht nach Malgo gehen.

Ich würd' eher in den Brief nichts hinein- schreiben, was ein Geheimnis bleiben soll.

Ich fahre auch in die Stadt, weil ich für die Hochzeit einkaufen will.

- Aber das kannst du hier doch alles kaufen. Es gibt sogar... - Ich will ich aber nicht!

Hier würde sofort geredet und...

Ina's Vater könnte alles erfahren.

Liebe Mutter, liebe Irma, lieber Isaak, lieber Tors.

Nach meiner Untat...

hab' ich mein ganzes Leben lang nach nichts anderem gestrebt als nach Sühne.

Bitte werft diesen Brief nicht ins Feuer.

Gedenkt meiner...

nicht nur wegen meines Verbrechens sondern auch meiner Reue willen.

Ich habe eine Frau gefunden,

die meine Sühne mit mir trägt, und die ich liebe.

Wir werden heiraten.

Euer Sohn und Bruder.

Kjartan

Ina und Kjartan.

Wie lange warst du allein, Ina?

28.11. Liebe Mutter,

Heute hat meine Tochter Irmgard ein gesundes Mädchen geboren,

dein 3. Urenkel.

Wir freuen uns sehr dass ich dich am 4. Advent abholen darf und du bis Ostern...

zu uns kommen wirst um Irmgard mit dem Kleinen zu helfen.

4. Advent?

In 5 Tagen wollte dein Sohn kommen und dich abholen.

Ich muss zu ihm.

Ich muss ihm doch von dir erzählen.

Und ich werde allen von dir erzählen.

Nachdem sich das Wetter beruhigt hatte, machte sich Aron auf den Weg nach Malgo,

um für die Hochzeit einzukaufen.

Hier... Schau... Für dich.

Zu Weihnachten.

Ist hübsch, nicht?

Danke.

Aber Weihnachten ist doch noch lange hin.

Und jetzt...

Im Winter...

Bist du also wieder hier...

In den Nächten.

Das hätt'st du nicht gedacht, was? Ich bin noch nicht am Ende.

Ich bin noch nicht am Ende!

Und ich hab' dir immer gesagt: Du bist für mich da. Ja, für mich.

Und für keinen anderen. Für keinen verdammten Pferdehirten.

Ich bitt' nicht mehr um deine Liebe. Und dein Gehorsam. Ich nehm' es mir.

Ich will ja gehorchen, Vater. Bitte tue mir nicht weh.

Du gehörst nur mir!

- Du hast das Blut, das weißt du. - Ich will dir ja gehorchen.

Ich hab' es dir vorausgesagt. Ich habe dich gezeichnet.

Und du weißt, dass das Zeichen an dir zu glühen anfängt und dich verbrennen wird.

- Wenn du mich verlassen willst. - Das hast du gesagt, ja.

Und sicher würd' ich auch verbrennen. Und ich will... ich will gehorchen.

Gut.

Wie ein Wunder.

Wunder sind so still.

Es ist gut, dass du dich an unsere alte Ordnung einfügst.

Und wenn du gehorchst, dann muss ich doch gar nicht grob zu dir sein.

Ich doch nicht.

Komm.

Komm!

Kjartan!

Kjartan!

Kjartan!

Das ist Aron's Hund.

Aron ist wieder da.

Bist du alleine?

Was machst du da ohne deinen Herrn?

- Nun sag doch was? - Was soll ich denn sagen?

Es ist ihm was passiert, Helga. Jetzt hol' ihm doch mal Wasser.

Aber da müssen wir doch was tun.

Da müssen wir doch um Gottes Willen irgendwas tun.

Was sollen wir denn tun? Es ist Nacht.

Der Hund ist völlig erschöpft.

- Morgen früh geh' ich mit ihm und lass' mich hinführen. - Morgen.

Morgen ist der tot wenn er mit gebrochenem Bein im Wald liegt.

Wenn es dann zu spät ist machen wir uns ein Leben lang Vorwürfe.

Du weißt genauso gut wie ich, dieser Hund verlässt Aron nicht.

Der lässt ihn nicht allein wenn er verletzt wäre.

Wenn er nach einer Weile unruhig wird geh' ich noch heut' Nacht mit ihm.

Jetzt beruhige dich.

Es war wie ein Fluch über dieser Reise. Ich wollte nicht, dass er weggeht.

Als er am Dienstag von hier wegging, da dachte ich, ich sehe diesen Mann nie wieder.

Gott verzeih' mir, das hab' ich gedacht.

Gott vergib' mir. Und ihm.

Ich wollte die Schande von Kjartan fernhalten.

Ich musste es für ihn tun.

Damit Platz bleibt für das Reine, nach dem ich mich so sehne.

Gott behüte dich.

Bist du sicher, dass dein Herr so unvernünftig war?

Jetzt schon über den See zu gehen.

Es ist doch erst Anfang November.

Salomon blieb noch lange so sitzen.

Er hatte nicht den Mut nach Hause zurück zu gehen,

Um zu berichten was geschehen war.

Danke Ina.

Ich werde gehen, wieder in mein Leben hinein.

Ina! Bist du da?

Hier sind Salomon und Helga.

Die Hausleute von Aron.

Dürfen wir reinkommen?

- Guten Abend. - Guten Abend.

Können wir uns setzen?

Hast du vielleicht heißen Kaffee?

Bist du allein?

Danke.

Es geht um Aron.

Wir kommen mit dem was am schwersten zu sagen ist.

Er ist auf dem Arawasser im Eis eingebrochen.

Auf dem Rückweg von Malgo.

Er war in Malgo um Besorgungen zu machen.

Für eure Hochzeit.

Der ist für dich.

Von ihm.

Von ihm.

Mein armes Mädchen.

Mein armes Mädchen.

Es ist schwer, das alles.

Auch für uns ist das traurig, Ina, musst du wissen.

Wir hatten Aron sehr lieb.

Er war etwas Besonderes.

Mit ihm...

Er heißt Kjartan.

Kjartan Holt.

Das wussten wir nicht.

Er hatte Geheimnisse.

Du erwartest sein Kind?

Tust du doch.

Ich kann zu dir kommen und dir helfen, wenn es soweit ist.

Du wirst ein feines Kind von ihm bekommen.

Ein feines kleines Kind...

Wenn es ein Junge wird, wird er Kjartan heißen.

Christian, Mama ist da.

Mama!

Ihr habt doch keine Schuhe an. Mensch! Ihr erkältet euch doch!

Britta.

Untertitel: TheHugeAnimalFromTheNorth

Vielen Dank an sutsorob!

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