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TOEI
BATTLES WITHOUT HONOR AND HUMANITY
VORLAGE: Koichi IIBOSHI
DREHBUCH: Kazuo KASAHARA
KAMERA: Sadaji YOSHIDA
MUSIK: Toshiaki TSUSHIMA
MIT:
Bunta SUGAWARA
Hiroki MATSUKATA
Kunie TANAKA
Eiko NAKAMURA
Tsunehiko WATASE
Goro IBUKI
Nobuo KANEKO, Toshie KIMURA,
Tomio KAWACHI
Mayumi NAGISA, Asao UCHIDA,
Shinichiro MIKAMI, Hiroshi NAWA
Shinji TAKANO, Keiji TAKAMIYA,
Shotaro HAYASHI, Kinji NAKAMURA,
Harumi SONE, Asao KOIKE
Tatsuo UMEMIYA
REGIE: Kinji FUKASAKU
1946, KURE IN DER PRÄFEKTUR HIROSHIMA
Ein Jahr nach der Niederlage.
Die großen Gewalttätigkeiten des Krieges waren vorüber,
doch im zusammengebrochenen Staat breitete sich eine neue Gewalt aus.
Die Menschen hatten keine andere Wahl, als sich aus eigener Kraft zu wehren.
Hilfe!
SHOZO HIRONO (SPÄTER YAMAMORI-GANG)
SHINICHI YAMAGATA (SPÄTER YAMAMORI-GANG)
Bastard! Was machst du da?
Hör auf!
Die gehören zur Besatzungsarmee!
Lass die Frau laufen!
Hau ab! Na los, hau ab.
He, Militärpolizei! Weg hier!
TORU UEDA (SPÄTER YAMAMORI-GANG)
Ueda!
Glaubst du, wir schlafen?
KIYOSHI DOI (BOSS DER DOI-GANG)
Dies ist Doi-Revier!
HIROSHI WAKASUGI (FÜHRER DER DOI-GANG)
Kommt mit!
Schweine! Macht doch, was ihr wollt!
Das werden wir. Wakasugi!
Hoch mit ihm!
Und bei ihm den rechten Arm.
Verschont mich! Verschont mich!
Willkommen, willkommen! Stellt euch ordentlich an.
Willkommen! Das Geld kommt hier rein. - He!
SHUJI YANO (SPÄTER YAMAMORI-GANG)
SEIKICHI MAKIHARA (SPÄTER YAMAMORI-GANG)
Gut! He, wo bleibt der Reis? Bring ihn her!
Ach, verdammt! - Du Idiot!
Ist doch ganz egal. Tu's einfach rein.
He, Makihara! He!
Macht Platz, weg da!
Die Bullen!
UICHI SHINKAI (SPÄTER YAMAMORI-GANG)
Dreckskerle, verdammt!
SEIICHI KANBARA (SPÄTER YAMAMORI-GANG)
TETSUYA SAKAI (SPÄTER YAMAMORI-GANG)
Hör auf damit! Das alte Zeug...
Was machst du da? Das hör ich am liebsten.
Hier ist die Stimmung zu düster. Komm! - Mir macht das nichts aus.
Gehen wir!
He, Schnaps!
Was ist? - Ein Schwertschlag.
Wer war das? - Ich hatte Ärger auf dem Schwarzmarkt mit einem Yakuza.
Er hat sich eingemischt und bekam eins mit dem Schwert übergezogen.
Um ihn kümmer ich mich. Ich hab Freunde bei Yamamoris Bautrupp.
Bitte sie um Hilfe. - Gut, verstanden.
Es tut weh! - Reiß dich zusammen.
BÜRO YAMAMORI-GRUPPE
Und? Wo gibt's Ärger?
Auf dem Schwarzmarkt. - Los, teilen wir uns auf!
Gut! Jetzt wirst du sehen, wie man einen Menschen tötet. Kommst du mit?
Willst du das lange Ding offen rumschleppen? Versteck es!
He, wartet!
Hilf mir hoch!
Tut mir Leid. - Jetzt reiß dich zusammen.
Los, geht da lang!
He, es soll Ärger gegeben haben? - Ja, und zwar...
He, Sei und Nobu hat's erwischt. - Los, gehen wir!
Reiß dich zusammen!
Was ist los? - Hat's euch erwischt?
Alles in Ordnung. Nobu und ich haben ihn entdeckt.
Der Typ ist unglaublich stark! Da mussten wir fliehen...
Das ist ein echter Yakuza!
Und wenn schon! Das sind doch Angeber.
Dann erledige du ihn doch. - Ich weiß nicht, wie er aussieht.
Ja, wir holen uns besser Unterstützung bei den Leuten vom Schwarzmarkt.
Also,
soll ich's mal versuchen?
Es ist mein Freund, den es erwischt hat.
Wenn ihr andere um Hilfe bitten müsst, ist das für euch beschämend.
Hast du eine Waffe?
Nein. Ich besorg mir unterwegs was.
Wo ist er jetzt?
In der Kneipe da vorne.
Wenn du es schon übernimmst, dann nimm die hier mit.
Wer ist dieser Typ?
Du! Tauchst du schon wieder hier auf?
Ich hau dich in Stücke!
Du...
Komm schon!
Ich hab ihn erwischt.
Weg hier!
Dankgebet!
He, wo willst du hin?
Klappe! Ich geh den Direktor fragen, was er so frisst. - Zurück!
Quatsch nicht! Gebt uns Reis! Wo bleiben unsere Reisrationen?
Dir schmeckt's nicht? Dann hungere! - Damit ihr unseren Reis essen könnt?
Gebt ihn zurück! - Dreckskerl!
Alle, die aufgestanden sind, bekommen zwei Tage kein Essen!
Wie lange musst du sitzen? - Zwölf Jahre.
Bei einer befristeten Strafe kann man auf Kaution raus.
Die Gefängnisse sind zurzeit alle überfüllt.
Bei 12 Jahren braucht man ungefähr 50.000 Yen.
So viel Geld würde niemand für mich bezahlen.
Ich werd jetzt Harakiri begehen. Tu mir den Gefallen
und hilf mir.
Den Bauch aufschneiden? Und dann?
Damit sind die Quacksalber hier überfordert.
Dann komm ich auf Kaution raus.
Schlag im richtigen Moment Alarm.
Aber wenn ich mich dumm anstelle, zu tief schneide und zu sehr leide,
dann mach mir rasch ein Ende.
Ja?
Ja. Du kannst dich auf mich verlassen.
Hör mal, wollen wir nicht Brüderschaft schließen?
Ich gehöre zum Doi-Syndikat. Mein Name ist Hiroshi Wakasugi.
Das weiß ich.
Allerdings bin ich kein Yakuza.
Wer wird schon als Yakuza geboren?
Folge mir.
Entschuldige, dass ich mich erst jetzt vorstelle.
Mein Name ist Shozo Hirono.
Brüderschaft trinken können wir nicht.
Also lass uns gegenseitig unser Blut trinken.
Falls ich vor dir rauskomme,
versuch ich jemanden aufzutreiben, der Kaution für dich zahlt.
Gut. - Also... Ich verlass mich auf dich.
Soll ich sie rufen? Soll ich sie jetzt rufen?
Ich rufe jetzt! Ich ruf sie jetzt!
Wärter! Ein Selbstmord!
Ein Selbstmord!
He, Wärter!
Schnell, schnell! Er stirbt! He!
Da ist er! - Herzlichen Glückwunsch!
Glückwunsch! - Endlich kommst du raus!
Ist das toll!
Danke, dass ihr mich abholen kommt. - Schön, dass dir nichts passiert ist.
Herr Yamamori, der die Kaution bezahlt hat, ist auch da. - Ja!
Gehen wir. - Los, gehen wir!
YOSHIO YAMAMORI (SPÄTER YAKUZA-BOSS)
Boss! Das hier ist Hirono.
Vielen Dank! Ich werde arbeiten und Ihnen alles zurückzahlen.
Ach was! Schließlich bist du für meine Leute eingesprungen.
Ich hätte das früher wissen sollen! So hab ich's erst von Doi erfahren.
Du hast Hiroshi drinnen sehr geholfen. Er ist noch im Krankenhaus.
Ich bedanke mich an seiner Stelle.
Als kleine Aufmerksamkeit. - Bitte!
Ist das nicht toll? Boss Doi in Person kommt dich abholen. Typisch Shozo!
Stimmt's?
Los, gehen wir!
Im selben Jahr gründete sich das Yamamori-Syndikat.
Mit dem Leeren eines Bechers Sake schworen die Männer Yamamori Treue.
Den Umständen entsprechend halten wir die Zeremonie formlos. Bitte sehr.
Zeuge war der Boss des Doi-Syndikats, Kiyoshi Doi.
Vermittler war der alte Yakuza-Boss
Kenichi Okubo.
Und nun leert den Becher auf einen Zug. Bitte sehr.
Es wird gewürfelt!
Bitte sehr! - Bitte.
Bitte setzen Sie.
1949
Wir sind so weit. - Sie sind so weit.
Entscheidung!
Drei!
Was für ein lausiges Spiel!
He, Emporkömmlinge vom Schwarzmarkt wissen wohl nicht, was sich gehört.
Was? - Du...
Aufhören! Hört auf.
Bitte amüsieren Sie sich einfach. He!
Trinken Sie doch einen Schluck. - Schenk ein.
Es wird gewürfelt.
Bitte sehr!
Bitte setzen Sie. - Bitte sehr!
Ist das Pferdepisse? Bring gefälligst kaltes Bier!
Du Dreckskerl!
Schweinehund!
Pferdepisse schmeckt dir nicht? Ich lass dich richtige schlucken!
Versuch's doch!
Raus mit euch!
Hört auf! Aufhören!
He, hört auf, hört auf!
Der unverschämte Kerl... - Du sollst aufhören. Hör auf!
Hallo. - Da bist du ja!
Wie ist es gelaufen?
Da hast du was Schönes angerichtet.
Der Kerl, mit dem du Streit angefangen hast, heißt Ueda.
Er hat Verbindungen zum Boss Okubo, dem wir verpflichtet sind.
Ich hab rumgefragt, wer vermitteln könnte.
Ueda alleine wär kein Problem,
aber der Rangunterschied zwischen dir und Okubo ist zu groß. Alle lehnen ab.
Und jetzt?
Wir werden Entschädigung zahlen müssen.
Lässt dich provozieren... Was denkst du dir eigentlich?
Jetzt kostet mich das auch noch Geld!
Ich schneide mir einen Finger ab. Bitte richten Sie das aus.
Ja, ein Finger! Immer noch besser, als Geld zu zahlen.
Der Boss ist geizig, aber das geht zu weit.
Wenn Okubo Streit suchen will, nehmen wir es jederzeit mit ihm auf.
Der Boss macht allerlei Geschäfte.
Er sieht die Dinge anders als wir.
Schneidest du dir wirklich einen Finger ab?
Mensch, hör auf damit! Du wirst dein ganzes Leben eingeschränkt sein.
Ich hab's gesagt. Jetzt muss ich es auch machen.
Aber...
wie macht man das eigentlich?
Weiß keiner hier Bescheid?
Wenn ihr es nicht wisst, erklär ich's euch.
Als wir noch in Osaka waren, war ich mal dabei.
Nicht die Oberseite, die Unterseite! Was macht ihr denn? Umdrehen!
Ist es so richtig?
Genau. Leg dein ganzes Gewicht rein und schneide ihn ab.
Geht's?
Alles ist taub! - Bringt ihn schnell ins Krankenhaus!
Sei tapfer!
Der Finger ist weg! - Was?
Ob er in den Garten geflogen ist?
Oh nein! - Das wär was, wenn er weg wäre...
Sucht ihn, schnell!
So weit kann er nicht geflogen sein.
Da! Da ist er!
Wo denn?
Die Hühner haben dran rumgepickt.
Guckt mal, wie er jetzt aussieht.
Das wär doch nicht nötig gewesen!
Herr Yamamori, das war doch nur eine Rauferei zwischen jungen Leuten.
Außerdem hat Ueda damit angefangen.
Also Schwamm drüber!
Das ist zu freundlich. Aber wir...
Nicht doch. Und bitte lassen Sie den hier in aller Form beerdigen.
Es ist nicht viel, aber bitte nehmen Sie diesen kleinen Kostenbeitrag an.
Nein, das können wir ni... - Nun lassen Sie doch!
Und bei dieser Gelegenheit möchte ich Sie bitten,
einen Mann aus diesem Rowdy zu machen.
Wie Sie wissen, halte ich mich lieber im Hintergrund. Ich zähle auf Sie!
Bitte sagen Sie es mir jederzeit, wenn ich behilflich sein kann. - He!
Herr Yamamori, ich bitte Sie und Ihre Männer um Wohlwollen.
Wenn wir uns verbünden, besteht kein Grund mehr zur Furcht.
Stimmt's, Herr Yamamori?
Übrigens, ich würde Ihnen gerne jemanden vorstellen.
Wollen Sie ihn treffen?
Ja, sehr gern.
Offen gesagt, es ist der Stadtverordnete Nakahara.
SHIGETO NAKAHARA
Wie Sie wissen, hatte die Marine in dieser Stadt
Waren im Wert von 50 Milliarden Yen versteckt.
Die würden wir gerne für den Wiederaufbau der Stadt verwenden.
Aber die Kanamaru-Fraktion stellt sich dagegen.
Sie erzählen zwar was anderes,
aber sie wollen mit diesen Mitteln ihre Kampagnen finanzieren.
SHOICHI KANAMARU
Die entscheidende Wahl des Präsidenten des Stadtparlaments ist übermorgen.
Darum möchte ich Sie um einen Gefallen bitten.
Und? Was wollen sie?
Ich soll dafür sorgen, dass Kanamarus Fraktion eine Stimme verliert.
Was haben Sie geantwortet?
Was schon... Okubo hat mich schließlich empfohlen!
Hätte ich ablehnen können? Wo Ueda uns doch helfen soll.
Boss,
Kanamaru wird von Doi unterstützt. Sie kommen aus derselben Stadt.
Außerdem konnte Doi Ueda noch nie leiden.
Bringt uns diese Zusammenarbeit nicht Ärger mit Doi ein?
Boss,
ist genau das vielleicht Okubos Absicht?
Erst provoziert uns Ueda.
Damit kann er uns Druck machen und hetzt uns auf Doi.
So schlimm ist Okubo nicht.
Aber warte ab, was passiert, wenn Kanamaru gewinnt!
Dann wird Doi zu mächtig für uns.
Mit einem wie Ueda alleine kommen wir nicht gegen Doi an!
Ich hab keine Lust, in eine Falle zu laufen.
Soll ich mich etwa Okubo widersetzen?
Ich war von Anfang an dagegen, dass wir vor Okubo Schwäche zeigen.
Hört mal. Tetsu, Shozo...
Ihr müsst auch meinen Standpunkt sehen.
Und dann hat Nakahara mir was versprochen.
Ich bekomme ohne Sicherheiten, zinsfrei und unbegrenzt
von der Bank jeden Kredit, den ich brauche!
Bei den Yakuza zählt zukünftig Geld! Das ist die Gelegenheit für uns.
Doi muss ja nichts davon erfahren.
Ich bitte euch, tut es mir zuliebe. Bitte!
Bitte!
He, Tetsu!
Wenn der Boss uns so sehr bittet,
bin ich einverstanden.
Dabei ist Wakasugi vom Doi-Syndikat dein Bruder!
Überlass es mir.
Und erzähl niemandem davon.
Nicht!
Das war's.
Ich bedien dich nachher noch.
Tja... Morgen fällt endlich die Entscheidung!
Liebling? Liebling...
Nieder mit Kanamaru! - Die Wahl ist ungültig!
Kanamaru soll zurücktreten! - Er soll zurücktreten!
Rücktritt, auf der Stelle! Rücktritt!
Ja, alles ist glatt gegangen.
Die Wahl ist vorbei. Schick das Gepäck zurück.
Gut! Verstanden.
Ich bin vom Yamamori-Syndikat und heiße Tetsuya Sakai.
Ich tu Ihnen nichts und nenne meinen Namen. Also seien Sie auch vernünftig.
Bitte sehr, hier geht's raus.
Ich verreise ein Weilchen. Falls Doi Druck macht,
behaupte, ich hätte dich hierher beordert.
50 Milliarden Yen! Und wir haben das alles arrangiert.
Jetzt sind die Stadtverordneten sauer!
Sei! Du machst aber einen drauf...
He! Wie geht's dir? - Mach mir mal Platz.
Setzt euch.
Na, Sei?
Erzählst du uns mal ein bisschen über die 50 Milliarden?
Weg da.
War das ein Komplott von Yamamori? Na los! Spuck's aus!
Bitte kommen Sie. Sie werden erwartet.
Danke für Ihr Kommen.
Wenn alle Gäste gegangen sind, schließ die Tür ab.
Worum geht es denn?
Eine schlimme Sache...
Kanbara hat alles ausgeplaudert.
Es steht mir nicht zu, Verhandlungen zu führen.
Aber Shozo ist mein Bruder.
Entschuldige, Bruder.
Danke, dass du uns das sagst. Nicht wahr, Hirono?
Bitte leg bei Doi ein gutes Wort für uns ein.
Ich hab's nur getan, weil Okubo es wollte. Ich wär dir sehr verbunden.
Von mir wird sich mein Boss kaum beruhigen lassen.
Herr Yamamori, ich fahre jetzt zum Boss Kaito nach Hiroshima.
Ich bitte ihn, zu vermitteln.
Verstecken Sie sich in der Zwischenzeit.
Egal, was passiert, wir dürfen nicht aufeinander losgehen.
Verstehe. - Shozo, halte eure Leute zurück.
Ja, verstanden.
Bruder, bitte kümmer dich um alles.
Was geschehen ist, ist geschehen.
Wer ist da? - Kanbara! Entschuldigen Sie, aber ich muss telefonieren.
Verdammt! Lass ihn rein.
Wakasugi... Was machst du hier?
Boss, bitte... - Aus dem Weg! Yamamori!
Du hast mich ja schön hintergegangen.
Was macht ihr denn? Wartet, bitte! - Zu wem gehörst du eigentlich!
Lasst mich mit Yamamori reden! - Idiot!
Du willst reden? Warum bringst du ihn nicht um?
Boss, Streit ums Glücksspiel ist ja gut und schön,
aber sich von Politikern aufhetzen zu lassen ist dreckig!
Was? Ich schmeiße dich raus!
Boss, ich warne Sie.
Wehe, ihm geschieht was, solange ich am Leben bin!
Ich töte jeden, der es versucht!
Hiroshi...
Das merk ich mir.
Kanbara! Du verdammter Bastard!
Hör auf! Lass ihn laufen, diesen Idioten.
Verzeih mir! Verzeih mir...
Ich habe erst heute begriffen, was für ein Mensch du bist.
Hiroshi, steh mir weiterhin zur Seite und unterstütze mich.
Bitte!
Ich bitte dich!
Nach diesem Zwischenfall trat Wakasugi ins Yamamori-Syndikat ein.
HIROSHIMA
Doch damit war der Streit nicht beigelegt.
HAUPTQUARTIER DES KAITO-SYNDIKATS
Beim Kaito-Syndikat erreichte Hirono nach sechs Monaten eine Nachricht.
Ich wette auf Gewinn.
Na schön!
Shozo, du hast Besuch.
So? Übernimmst du mal? - Gerne!
Klärt mich auf!
Bruder!
Was gibt's denn?
Ich hab was mit dir zu besprechen.
Kannst du einen Moment von hier weg?
Ist was passiert?
Doi plant,
auch hier Geschäfte zu machen.
Er wird Kaito schon bald seine Aufwartung machen.
Hat Doi irgendwas getan?
Dieser Vollidiot Kanbara arbeitet jetzt für ihn.
Er greift Yamamoris Territorium an.
So ist das also...
Diesmal werden wir klare Verhältnisse schaffen müssen.
Du bleibst besser nicht hier.
Bruder,
willst du Doi etwa erledigen?
Wenn ich es nicht tue, verlieren wir das Gesicht.
Aber du darfst es auf keinen Fall tun.
Er hat sich von dir losgesagt, aber ein Boss bleibt ein Boss.
Was wird man von dir denken, wenn du das missachtest?
Auf jeden Fall solltest nicht du es tun.
Lass uns zusammen heimfahren und uns mit dem Boss beraten, gut?
Boss, warum haben Sie mich nicht früher benachrichtigt?
Wenn ich mit jedem rede, gibt es nur Unruhe, und Doi merkt noch was.
Also hab ich mich nur mit Wakasugi beraten.
Was Wakasugi sagt, ist wahr!
Ich gehe nur meinen Geschäften nach,
aber Doi mischt sich überall ein und macht mir das Leben schwer.
Er ist nur noch am Klagen!
Nachts kann er kaum noch schlafen.
Ja, aber trotzdem...
Wenn nur Wakasugi Bescheid weiß, verlieren wir unser Gesicht.
Es freut mich, das zu hören. Aber was soll ich denn tun?
Aufruhr wirkt sich schlecht aufs Geschäft aus.
Boss, wenn es so weit gekommen ist, sind die Geschäfte doch ganz egal.
Man muss einfach zuschlagen! - Shozo,
wenn ich's mir überlege, hast du Recht.
Wenn wir gemeinsam kämpfen, dann nicht in Hiroshima.
Wollen wir sechs von nun an Doi nicht zurückschlagen?
Ja, so ist es richtig!
Was sagt ihr?
Also, ich wär schon einverstanden.
Nur geht's mir körperlich nicht gut. Ich werde wohl kaum eine Hilfe sein.
Ich finde,
es gibt auch noch andere Möglichkeiten. Stimmt's?
Was denn für welche?
Was meinst du?
He, Makihara! Was hast du denn?
Ob ich sterbe, ist ganz egal.
Aber meine Frau erwartet ein Kind.
Denke ich daran, was auf sie zukommt,
tut sie mir so furchtbar Leid!
Schon verstanden! Das geht natürlich nicht.
Geh schnell nach Hause und steh deiner Frau bei.
Also dann...
Boss,
ich verabschiede mich.
Verdammt! Auf diesen Bastard mit der hässlichen Fratze ist kein Verlass!
Na schön! Dann werden Doi und ich uns eben gegenseitig umbringen!
Bitte... - Dann ist das Syndikat eben erledigt.
Wenn ich erst tot bin, könnt ihr sehen, wo ihr bleibt!
Boss, wozu die Aufregung, wenn bloß Doi erledigt werden soll?
Gut... Kaito gegenüber ist es nicht fair,
aber ich werde ihn in Hiroshima töten. - Shozo!
Bruder, falls es zum Kampf zwischen den Syndikaten kommt,
möchte ich, dass du da bist. Ich bitte dich.
Shozo, wenn du das tun willst, denk an deine Vorstrafen!
Du könntest die Todesstrafe bekommen. - Ja, vielleicht, aber...
Sakai ist nicht hier. Wer sonst könnte Doi erledigen?
Bitte überlassen Sie es mir. Auch wenn ich dafür zum Tode verurteilt werde,
für einen Yakuza ist das selbstverständlich.
Shozo!
Ich werde dir ewig dankbar sein!
Boss! - Du rettest meine Ehre als Mann.
Ich bitte Sie!
Wenn du nach 20 Jahren oder so aus dem Gefängnis kommst,
überlass ich dir mein ganzes Vermögen!
Zum Geldverdienen hab ich Talent.
Stell dir einfach vor, dass ich für dich Geld verdiene, ja? Ja?
Es stimmt, Shozo.
Wir haben keine Kinder,
und wir beide sprechen so oft von dir!
Sollte dir irgendwas passieren, kümmern wir uns um die Beerdigung.
Shozo, mehr hab ich nicht im Haus.
Nimm es und amüsier dich! - Boss, das geht nicht...
Egal... Egal, nimm es an!
Das ist das einzige, was ich jetzt für dich tun kann!
Entschuldigung.
Ich komme später nach.
Shozo,
dein Boss und seine Frau sind so gut.
Was für ein Glück du hast!
Das tut weh! Sei ein bisschen sanfter.
Für mich gibt's kein Danach. Kein Danach...
16. OKTOBER 1949
Nun mach schon.
Hirono, was hast du? Du bist so abwesend.
Ich hab Kopfschmerzen.
Ist was da? - Zum Aufputschen? Frag die Jungs im Obergeschoss.
Wer ist dran? - Ich. Sei nicht so ungeduldig.
Schwierig...
Verzeihung! - Kommen Sie herein.
Mein Name ist Doi. Ist Herr Kaito da?
Ja, er ist da. Bitte!
Was denn, Hirono? Hier bist du untergeschlüpft?
Ja.
Bitte beehren Sie uns wieder. - Grüßen Sie Herrn Kaito.
Bitte sehr!
Hirono! Hör auf!
Weg da!
Haltet euch raus!
Hirono, he!
Hirono, hör auf! Hör auf!
Boss!
Hirono!
Ein Arzt, ein Arzt! Schnell! Boss!
Bruder, bist du's?
Ich bin jetzt in dem Versteck, das die Frau vom Boss organisiert hat.
Was ist mit Doi?
Er ist in Hiroshima im Krankenhaus. Er soll noch am Leben sein.
Ich würde ja gern vorbeikommen, aber die Polizei schleicht rum.
Und Dois Leute scheinen hinter dem Boss her zu sein.
Das macht mir auch Sorge.
Dois Leute wissen nicht, wo du steckst.
Also gedulde dich noch etwas, bis ich dich holen komme.
Gut.
Ich verstehe. Also dann...
Kanbara...
Yamamori hat mich vorhin angerufen.
Ich soll dir helfen, zu fliehen. Ich hab einen Wagen dabei.
Der Boss? - Ja. Die Polizei überwacht ihn, er kann nicht weg.
Wohin er sich auch wendet, in Hiroshima lauert Kaito,
und bei ihm stehen Dois Leute bereit.
Aber auf mich achtet keiner, hat er gesagt.
Deshalb bin ich alleine gekommen.
Was denn? Traust du mir nicht?
Wie hätte ich dich gefunden, wenn er mich nicht gefragt hätte?
Wenn du mir nicht traust, ist nichts zu machen. Ich gehe!
Warte einen Moment! Ich komme gleich.
He, was ist los? - Der Motor streikt. Einen Moment!
Kanbara!
Kanbara!
Alle hatten ihn bereits aufgegeben.
Doch sein Lebensweg führte ihn
erneut ins Gefängnis.
Doi ist tot.
Jetzt herrscht Yamamori alleine.
Sakai ist zurückgekommen.
Damit ist meine Arbeit getan.
Deinetwegen tut's mir Leid, aber ich verlasse Yamamori und gehe auf Reisen.
Bruder,
du warst es, der Yamamori gerettet hat.
Es ist doch egal, dass Sakai wieder da ist.
Bitte bleib bei Yamamori.
Aber ich...
verstehe Yamamori nicht mehr.
Dass er Kanbara geschickt hat, um dich abzuholen... Ich weiß nicht.
Seine wahren Absichten sind undurchschaubar.
Na,
was denkst du?
He, die Zeit ist um.
Also dann... Pass auf, dass du gesund bleibst.
Bruder!
Wenn ich rauskomme, stoße ich zu dir.
Ganz bestimmt! Warte auf mich.
Also, was willst du von mir?
Ich möchte was mit dir besprechen.
Was denn... Geht's etwa um Wakasugi?
Tut mir Leid. Ich wollte nicht, dass jemand davon weiß.
Es geht darum.
Ich gehe auf Reisen und frage mich, was aus dem Doi-Syndikat wird.
Seine Männer arbeiten hart. Du musst dir keine Sorgen machen.
So? Dann bin ich ja beruhigt.
Aber...
was passiert, wenn du nicht mehr da bist?
17. DEZEMBER 1949
SEIICHI KANBARA STIRBT.
Chef, das hier hat jemand ins Revier geworfen.
Was ist das? - Ein Stadtplan.
Itchome, Hausnummer 26?
Was bedeutet das? - Ich hab es überprüft.
Es ist das Elternhaus der Freundin eines Yakuza namens Wakasugi.
Dann hat uns das wohl irgendein Yakuza zugespielt.
Perfekt! Du siehst genauso aus wie mein gefallener Bruder!
Sieht man, dass ich kein Student bin?
Kein Bulle wird das erkennen!
Danke, dass Sie sich um meine Tochter kümmern. - Mutter,
du brauchst uns doch nichts zu bringen!
Wir nehmen den Frühzug nach Osaka. Weck uns, ja? - Ja.
Was für ein Lärm! - Mutter, leg dich hin. Schnell!
Hier rein!
Schnell, schnell!
Schwester, was ist denn los? - Sei ein gutes Mädchen und schlaf!
Frau Kunihiro, aufmachen! - Was ist denn los?
Frau Kunihiro! - Ich komme schon! Moment, bitte.
Wer sind Sie? - Ist Wakasugi da? Ich hab einen Haftbefehl.
So jemanden gibt es hier nicht. - Was? Das ist dein Liebhaber.
Wir sehen uns mal um.
Da schlafen die Kinder. Wecken Sie sie nicht.
Verflucht...
Liebling!
Stehen bleiben. - Liebling!
Liebling!
Liebling...
Bastard!
17. DEZEMBER 1949
HIROSHI WAKASUGI STIRBT.
1950 brach der Koreakrieg aus.
Das Yamamori-Syndikat verlud Munition auf Kriegsschiffe und expandierte.
Doch einige Mitglieder gerieten außer Kontrolle.
Auslöser dafür war der Handel
mit den damals verbreiteten Aufputschmitteln.
Schnell, schnell! - Hinten anstellen! Schon gut.
Hier, nimm.
HAUSDURCHSUCHUNG BEI YAMAMORI
DROGENHANDEL
Was soll das?
Gib her!
Los, aus dem Weg! - Platz da, Idiot!
Boss!
Arita, hab ich dir nicht gesagt, du sollst damit aufhören?
TOSHIO ARITA (SHINKAI-GANG)
Was geht euch das an?
Wegen euch macht die Polizei uns das Leben schwer.
Wir stellen uns eben weniger blöd an.
Bruder! - Halt still!
Dummkopf,
ich werde dir Manieren beibringen. Komm mit.
He!
Dafür werde ich euch eine Rechnung präsentieren!
Wenn ihr irgendwas verschwinden lasst, kommt ihr damit nicht davon.
Komm schon!
He, Bruder!
Arita gehört zu mir. Wende dich an mich, wenn du was besprechen willst.
Ich hab's ihm oft genug gesagt. Der verfluchte Bastard...
Du solltest dich selbst drum kümmern.
Einen wie dich muss unser kleiner Handel doch nicht stören.
Der Boss will, dass ihr aufhört.
So so, der Boss...
Der Anteil, den ihr einzieht, ist doch hoch genug!
Verkaufen wir ein bisschen Stoff, meckert ihr rum.
Wovon sollen wir denn leben? Natürlich verkaufen wir Drogen.
Meinst du das ernst? - Dies ist mein Revier! Geh jetzt.
Gut...
Wenn das dein Standpunkt ist, erklär ihn auch dem Boss.
Solange behalten wir das Zeug.
Wie der sich aufspielt! "Der Boss, der Boss..."
Dieser Idiot hält sich wohl für den Nachfolger!
He, Leute!
Findet raus, was sie mit dem Stoff machen, den sie mitgenommen haben.
Boss,
ehrlich gesagt, finde ich, dass Shinkai nicht ganz Unrecht hat.
Wir haben immer mehr Leute. Bei dem Anteil, den sie abgeben müssen,
ist es kein Wunder, dass sie unter Druck stehen.
Ich hab die Sache mal mit Ueda besprochen.
Ihr Anteil am Glücksspiel könnte gleich bleiben.
Aber die Bars und Pachinko-Hallen
sollten von der Abgabepflicht befreit werden, finden wir.
Ach ja?
Glaubt ihr, so kann das Syndikat überleben?
Dafür versuchen wir, nicht auf Sie angewiesen zu sein.
Jeder bemüht sich, auf eigenen Beinen zu stehen.
Alle großen Syndikate machen es so.
Meinetwegen macht euch selbständig.
Aber glaubt ihr, ihr könnt auch Geld verdienen?
Ich investiere eure kleinen Einkünfte in große Geschäfte.
Damit sind wir bisher gut gefahren.
Und jetzt diese Undankbarkeit...
Macht doch, was ihr wollt!
Boss,
ich bin auch seiner Meinung.
70 Prozent Abgaben sind zu hoch.
Statt ausländische Wagen zu fahren, sollte ein Boss seine Männer bezahlen.
Was sagst du? - Ich...
bin anderer Meinung als die beiden.
Shinkai, was soll das?
Du hast doch davon angefangen!
Wir können es ruhig so machen, aber ob mit oder ohne Boss,
es kassieren doch nur ein paar wenige.
Redest du etwa von mir?
Ein Boss muss bekommen, was ihm zusteht, stimmt's?
Aber den Rest sollten wir gerecht zwischen allen aufteilen.
Oder, Bruder?
Ich bin derselben Meinung wie Shinkai.
Wenn wir nicht zuerst an die Gruppe denken, machen wir uns angreifbar.
Genau. Es ist, wie Yano sagt. - Nun,
entscheidet, wie ihr es für richtig haltet.
Aber eins will ich euch sagen...
Hat es jemals Yakuza gegeben, die ihrem Boss das Geld verweigern?
Wer rückt hier kein Geld raus...
Stimmt's?
Gut...
Wofür entscheiden wir uns?
Wer ist dagegen?
Nur Shinkai und Yano?
Dann machen wir es so, wie ich gesagt habe.
Bruder! Das Yamamori-Syndikat besteht nicht nur aus dir! - He!
Wenn ihr die Entscheidung anzweifelt, bekommt ihr es mit mir zu tun! - Gut!
Aufhören! Hört auf!
Los, gehen wir.
Shinkai!
Solange Arita sich rumtreibt, haben wir die Bullen am Hals.
Schick ihn ein halbes Jahr in die Verbannung.
Ein halbes Jahr Verbannung...
Bruder,
was glaubst du, ist mit dem Stoff passiert, den Sakai mitgenommen hat?
Boss Yamamori...
verkauft ihn in Hiroshima.
Der Boss?
Sakai führt den Boss am Gängelband.
Du lässt dich billig abspeisen! - Was möchten Sie trinken?
Einen Kaffee! - Jawohl.
Bruder,
da ist jemand, der dir unter die Arme greifen will.
Wie wär's?
Das sage ich auch immer zu Arita. Will ein Mann im Leben vorankommen,
darf er in niemandes Windschatten stehen.
Wird erst mal auf einen herabgesehen,
kann man es nie mehr rückgängig machen. So ist der Lauf der Welt.
Stimmt's? - Ja.
Und das gilt erst recht in der Welt der Yakuza.
Manchmal muss man sogar bereit sein, sein Leben für etwas einzusetzen.
Sonst verdient man nicht, ein Boss zu werden.
Na los, Herr Shinkai. Werden Sie ein ganzer Mann!
Ich unterstütze Sie auch!
Das heißt,
wenn Sie gewillt sind, der nächste Boss des Yamamori-Syndikats zu werden.
Natürlich müssen Sie sich nicht gegen Yamamori stellen.
Das Problem ist Sakai.
Wenn er nicht bald beseitigt wird,
werden weder Sie noch Arita sich jemals durchsetzen können.
Ja,
das ist mir auch klar...
Wenn ich Sie davon überzeugen kann, hab ich auch ein kleines Geschenk.
Dieser Scherz ging wohl zu weit.
Aber ich mache keine Witze.
Wenn es Ihnen gelingt, das Doi-Syndikat wiederaufzubauen,
dann sind Sie unanfechtbar ein Boss!
Kanamarus eigentliche Absicht war es, Shinkai auf seine Seite zu ziehen
und ihn und Sakai aufeinander prallen zu lassen.
28. OKTOBER 1953
SHINICHI YAMAGATA STIRBT.
Arita! Hast du Yamagata erledigen lassen?
Wovon redest du? - Der Täter ist einer eurer Dealer. Also tu nicht so!
He! Wenn ihr Streit anzetteln wollt, lasst euch was Besseres einfallen!
Aufhören!
Hast du meine Nachricht erhalten? - Über die Verbannung? Hab ich gehört.
Dann verzieh dich. - Mich interessiert viel mehr,
woher die Aufputschmittel kommen, die Yamamori verkauft.
Gibt es eine andere Quelle außer mir? - Der Boss verkauft Stoff?
Wenn du keine Ahnung hast,
spiel dich nicht so auf und klau anderen nicht ihr Einkommen!
Nur weil Sie es angeordnet haben, bin ich dagegen vorgegangen!
Und jetzt handeln Sie selber damit?
Jetzt hör mal zu. Ich konnte das ganze Zeug doch nicht behalten.
Ich hab es extra bis nach Hiroshima gebracht.
Auf sicheren Routen, damit die Polizei nichts merkt.
Das ist doch Haarspalterei! Wie steh ich denn jetzt da?
Widersprich mir nicht dauernd!
Neulich erst wolltest du meinen Anteil kürzen.
Jetzt muss ich mich eben aus eigener Kraft ernähren.
Wenn dir dein Boss nicht passt, sag dich los und hau ab!
Boss! Eins will ich Ihnen sagen.
Sie sind bloß ein Schrein, der von uns getragen wird.
Wessen Blut ist denn für das Syndikat geflossen?
Zeigen Sie doch mal, ob ein Schrein alleine laufen kann!
Tun Sie,
was wir sagen, dann stützen wir Sie auch.
Boss, egal, wie viel Geld man hat, davon gewinnt man keinen Kampf.
Warte!
Und sagen Sie sich von Shinkai und Arita los.
Lossagen? - Yamagatas Freundin hat berichtet,
dass der Stadtverordnete Kanamaru sie Dois Männer sammeln lässt.
Wie auch immer... Sie schweigen zukünftig und überlassen alles mir.
Hör mal, warum hast du dem nicht Bescheid gesagt?
Halt du den Mund! - Also wirklich! Dich einen Schrein zu nennen...
Du bist der Boss des Yamamori-Syndikats.
Du hast echte Macht und bist mehr als schmückendes Beiwerk.
Und einfach zu verlangen, dass du dich lossagst!
Shinkai hat dich in Schutz genommen!
Ich lass ihnen erst mal ihren Willen.
Die Jugend kennt keine Weisheit.
Bekämpfen sie sich, reiben sie sich nur auf.
Und dann werden sie begreifen, dass ich nicht bloß Dekoration bin.
Aber Sakai wird von Ueda unterstützt!
Ja? Oh, Sie sind's, Boss?
Etwas besprechen? - Ja. Es geht um Shinkais Ausschluss.
Ich möchte ganz offen mit dir sprechen. Könntest du vorbeikommen?
Ja. Aber heute ist es schon spät.
Ich komme morgen früh, sobald ich beim Friseur war.
Ja, bitte machen Sie das.
Treten Sie ein! Es dauert etwas.
Hau ab!
Was soll denn das?
29. OKTOBER 1954 - TORU UEDA STIRBT.
Sakai hörte von Uedas Tod
und machte sich sofort auf die Jagd nach Shinkais Leuten.
Die Ereignisse weiteten sich zu einer grausamen Blutfehde aus.
Mir nach!
16. NOVEMBER 1954
EIN SHINKAI-MANN STIRBT.
Bleib stehen!
20. NOVEMBER 1954
3 SCHWERVERLETZTE.
25. NOVEMBER 1954
2 DOI-MÄNNER STERBEN.
Führerschein!
Halt!
Anhalten!
Ihr Schweine! Ich bin verletzt!
6. DEZEMBER 1954
FESTNAHME VON TOSHIO ARITA.
Geh Zigaretten kaufen.
Bruder!
11. DEZEMBER 1954
UICHI SHINKAI STIRBT.
Und so endete der Kampf mit Sakais vollständigem Sieg.
Hirono, dessen Strafmaß anlässlich des Friedensvertrags reduziert worden war,
wurde nur wenig später aus dem Gefängnis entlassen.
Bruder!
Bruder!
Hallo.
Yano! - Hirono!
Das war eine lange Zeit...
Der Boss und seine Frau sind auch da und erwarten dich.
Der Boss und seine Frau?
Gehen wir.
Ueda und Shinkai sind beide tot.
Sakai kann machen, was er will!
Neuerdings konkurriert er mit mir und will sogar eine Firma gründen.
Fremde lädt er zu sich ein, und mich lässt er links liegen!
Dieser Bastard will mich loswerden und das Syndikat übernehmen.
Wo bleibt der Ehrenkodex der Yakuza?
Ich finde das so schändlich!
Und traurig!
Kannst du mich verstehen?
Siehst du, Shozo,
im Moment ist Yano der einzige, der uns zur Seite steht.
Doch wenn du uns beistehst, werden uns auch andere unterstützen.
Allerdings musst du wirklich sehr vorsichtig sein.
Mein Mann hoffte so sehr auf deine Rückkehr.
Als Sakai das erfuhr, rief er: "Hirono bring ich um!"
Das posaunt er überall herum.
Genau so ist es.
Shozo, bitte unterstütze mich
und erledige Sakai. Ich bitte dich!
Ich verstehe.
Aber...
ich bin gerade erst entlassen worden und kenne mich gar nicht mehr aus.
Bitte geben Sie mir etwas Zeit.
Ich werde Sie nicht im Stich lassen.
So? Du wirst mir also tatsächlich beistehen!
Du bist der Einzige, dem ich das auch glaube.
Übrigens, was die Zukunft betrifft...
Die Geschäfte laufen schlecht, und ich kann nicht für dich aufkommen.
Tust du jedoch, was ich sage, bekommst du ein Gehalt.
Amüsier dich ordentlich damit.
Das ist für diesen Monat.
Wir haben noch was zu erledigen, deshalb gehen wir schon.
Die Rechnung für das Essen kannst du davon bezahlen.
Also dann...
Wir sehen uns! Lass dich mal bei mir blicken.
Wie viel ist es?
12.000 Yen.
Zum Amüsieren reicht das hinten und vorne nicht, Bruder!
Geht es dem Syndikat so schlecht?
Überhaupt nicht! Er investiert neuerdings in Motorboot-Rennen.
Dort ist er sogar Direktor! Er gilt jetzt als führender Unternehmer.
Ständig vergnügt er sich in Nagoya bei den Geishas!
Bruder...
Was ist mit dem Versprechen, dir nach der Entlassung sein Vermögen zu geben?
Sag schon, Bruder!
Ja!
Ich bin ein Freund des verstorbenen Yamagata.
Mein Name ist Hirono.
Dürfte ich vor seiner Totentafel für ihn beten?
Bitte sehr.
Ist das Baby Yamagatas Kind?
Ja.
Ist Besuch da? - Ja.
Hirono!
Tetsu!
Ich geh kurz...
Du bist mit Yamagatas Frau zusammen?
Das Kind ist von mir.
Boss Yamamori hat mich vom Gefängnis abgeholt.
Sonst ist niemand gekommen.
Der Boss hat mir alles erzählt.
Warum muss es so viel Ärger geben?
Mit dem geb ich mich nicht ab!
Ich...
habe ihn gründlich satt.
Wäre Yamamori nur ein wenig standfester,
hätten weder Shinkai noch Yamagata noch Ueda sterben müssen.
Aber...
ein Boss ist ein Boss.
Wir haben nicht gewusst, was einen guten Boss ausmacht.
Hör mal, ich werde demnächst eine Firma gründen.
Sie wird Daishin heißen. Eine Hafenspedition!
Makihara und ein paar andere sind Mitbegründer.
Das will ich zum Anlass nehmen, mich von Yamamori zu trennen.
Wir verhandeln über ein Bündnis mit Kaito aus Hiroshima.
Willst du nicht mitmachen?
Wir gründen ein Syndikat, in dem wir endlich machen können, was wir wollen.
Ja?
Ja...
Aber ich...
bin von Yamamori beauftragt worden,
dich zu töten.
Warte!
Tu's nicht!
Töte mich nicht!
Ich... Ich hab nichts gegen dich!
Nicht!
Jetzt setz dich.
Wolltest du mich nicht töten?
Sogar mir...
traust du nicht mehr über den Weg?
He, Tetsu.
Solange Wakasugi noch am Leben war,
wollte ich nicht zu Yamamori zurückkehren.
Doch im Gefängnis hab ich's mir anders überlegt.
Wir haben Yamamori Loyalität versprochen.
Wir sollten uns nicht gegenseitig umbringen.
Stimmt's?
Auch wenn der Boss nicht so ist, wie er sein sollte,
wollen wir nicht mit den Überlebenden das Syndikat noch mal neu aufbauen?
Na?
Wenn wir das nicht versuchen, finden die Toten keinen Frieden.
Das wird auch der Boss einsehen, wenn man mit ihm redet, glaube ich.
Ich gehe eine Weile auf Reisen, Besuche machen.
In der Zwischenzeit treff dich mal mit dem Boss.
Versuch, mit ihm zu reden.
Verstanden. Ich hab's begriffen.
Was für ein Lärm!
Wer ist da? Ich mach ja schon auf.
Du? - Sakai!
Was ist denn los? - Moment mal!
Sakai! - Warte doch!
Scheiße...
Tetsu!
He! Du hast Shozo befohlen, mich zu töten.
Töte mich doch, wenn du's schaffst!
Dann töte ich dich eben zuerst.
Was ist?
Was ist?
Hör auf. Hör auf! He!
Was willst du haben? Ich geb dir alles, was du willst!
Sag es mir! Sag es, ja?
Das werd ich!
Sakais Rebellionsdrama hatte Erfolg. Yamamori verkündete
seinen Rücktritt,
und Sakais neue Firma feierte glanzvoll ihre Eröffnung.
Doch noch während der Feier erfuhr Sakai,
dass Yano ein Komplott schmiedete.
Yano ist nach Hiroshima gefahren, um Kaito zu treffen.
Yano?
Er ist gegen dich als Nachfolger.
Er wird versuchen, Kaito von eurem Bündnis abzubringen.
Fahr sofort nach Hiroshima. Yano und Kaito dürfen sich nicht treffen.
Boss!
He! Sind Sie nicht Herr Yano?
Was meinen Sie...
Boss!
18. FEBRUAR 1956
SHUJI YANO STIRBT.
MATSUYAMA, SHIKOKU
Entschuldigung! Telefon für Sie.
Hallo, hier ist Hirono.
Oh, Makihara?
Ja.
Hast du die Zeitung gelesen?
Weil... Yano wurde umgebracht, von Sakais Leuten.
Yano?
Und deshalb hab ich dringend was mir dir zu besprechen.
Ja, verstehe. Ich fahr sofort zurück.
MOTORBOOT-RENNBAHN
Danke, dass du gekommen bist. Gehen wir.
Ist noch jemand hier?
Ach ja...
Der Boss ist hier Direktor.
Makihara.
Warst du nicht auf Sakais Seite?
Der Boss weiß alles, was ich tue.
Shozo, du gehörst also auch zu diesem Abschaum, auf den kein Verlass ist.
Da komme ich dich extra abholen und erkläre dir alles.
Und du erzählst es diesem Dreckskerl Sakai weiter.
Damit hat er mich erpresst und zum Rücktritt gezwungen.
Auf der Gründungsfeier seiner Firma wurde es bekannt gegeben.
Yano wollte das verhindern, und deshalb hat Sakai ihn erledigt.
Man kann sagen, dass du Yanos Mörder bist!
Ich habe überlegt, dich dafür umbringen zu lassen.
Aber er hat mich überredet, dir zu vergeben.
Du fällst auf Sakai rein... Wie blöd bist du eigentlich?
Also,
der Boss sagt, darüber kann er nicht mehr hinwegsehen.
Er ist entschlossen, Sakai zu erledigen.
Wenn es dir wegen Yano Leid tut, dann stell dich auf unsere Seite.
Ja?
Der Dreckskerl Sakai hat sich mit Kaito verbündet.
Das Yamamori-Syndikat hat er aufgelöst.
Er will ein Sakai-Syndikat gründen.
Wirst du...
Sakai etwa Loyalität schwören?
Wir wollen dich nicht drängen.
Aber an meiner Position hier erkennst du ja, was für ein Mann ich bin.
Komm dich nachher nicht beklagen!
Boss,
ich sage es in aller Deutlichkeit.
Sakai ist im Unrecht, ebenso wie Sie. Sie beide nehmen sich nichts.
Was?
Ich habe Sie gründlich satt.
Ihre Spiele mache ich nicht mehr mit!
Ich sage mich von Ihnen los. Ab heute gehöre ich nicht mehr zum Syndikat.
Hirono!
Und um Sakai, der mich betrogen hat, werde ich mich selbst kümmern.
Haltet ihr euch da raus.
Warte.
Auch wenn du ihn töten willst, du wirst Sakai nicht finden.
Er verrät aus Vorsicht nicht mal, wo seine Freundin wohnt.
Jeden Nachmittag ab drei Uhr
ist er in diesem Hotel, Zimmer Nummer 403 im vierten Stock.
Hast du Wakasugis Versteck auf einem Plan markiert
und ihn den Bullen zugesteckt?
Das ist ewig her. Wer soll das noch wissen?
Bruder! Das ist lange her.
Keine Bewegung, oder ich schieße!
Bist du gekommen, um mich zu töten?
Richtig.
Weil Yamamori dich darum gebeten hat?
Von Yamamori hab ich mich losgesagt. Es war meine eigene Entscheidung.
Warum denn?
Geh in dich, dann weißt du, wieso.
He! - Rühr dich nicht!
Damit kündige ich auch dir die Loyalität auf.
Also,
töte mich!
Wenn du mich laufen lässt, werde ich dich weiter verfolgen!
Shozo!
Du denkst zu idealistisch.
Das sind Träume.
Was wäre so ehrenhaft, wenn ich bei Yamamori bliebe?
Man muss Realitäten selber schaffen und sie unter Kontrolle halten.
Mach die Augen auf und arbeite für mich!
Von mir aus kann ich auch für dich arbeiten.
Ob Shakai-Syndikat oder Hirono-Syndikat...
Hauptsache, das Yamamori-Syndikat wird vernichtet.
Werden Shinkai und Yano davon wieder lebendig?
Wenn du nicht willst,
muss ich dich ebenfalls töten.
Du hast dir die Hände doch schon schmutzig gemacht. Quatsch nicht rum
und tu's einfach.
Shozo,
wo fing es an, falsch zu laufen?
Wenn ich nachts alleine trinke, wird mir die Yakuza-Welt zuwider.
Dann überlege ich auszusteigen.
Stehe ich morgens auf und bin von meinen Leuten umgeben,
vergesse ich diese Gedanken wieder.
Das möchte ich dir als letztes noch sagen.
Der Verfolger ist stärker als der Verfolgte.
Solche Gedanken gefährden dich.
Halte an der Ecke da an. - Jawohl.
Ich kehre zurück und steige hier aus.
Steig du aus, wo du willst.
Heute hab ich keine Lust, dich zu töten.
Wir fechten es ein andermal aus.
19. FEBRUAR 1956
TETSUYA SAKAI STIRBT.
He...
Tetsu,
bist du zufrieden damit, wie man diese Feier für dich abhält?
Wohl kaum, stimmt's?
Ich auch nicht.
Was machst du da? - Zurück!
Von NAKAHARA
Von OKUBO Von KAITO
Hör auf!
Hirono! Du weißt ja wohl, was das heißt!
Herr Yamamori...
Ich hab noch ein paar Kugeln übrig.
ENDE
Untertitel Reglindis Helmer
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