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Original subtitles

WENN DER STAUB SICH GELEGT HAT

Stina?

Die Polizei hat nach dem gestrigen Terroranschlg noch niemanden verhaftet.

Bislang gab es 19 Tote und 23 Verletzte.

Das ist so grausam. Wer tut so etwas?

Es ist die Rede von zwei maskierten Tätern …

Müsst ihr nicht los?

-Bist du krank? -Nein.

Unter den Toten ist auch die Ehefrau von Justizministerin Hoffmann.

Stina Fennerslev war am Eröffnungsabend im Restaurant Svin.

-Hallo. Du darfst hier nicht sein! -Es ist mein Restaurant.

Jetzt ist es ein Tatort.

Ich habe hier Fleisch im Wert von Tausenden Kronen liegen.

Da lässt sich nichts machen. Du musst jetzt gehen.

Aber … -Hey! Erinnerst du dich an mich?

Schon in Ordnung.

Wann bekomme ich mein Restaurant zurück? In drei Tagen? In einer Woche? Zwei?

Manchmal dauert es Monate. Komm.

Ist dir klar, wie viel mich das kosten wird?

Du bist doch versichert?

Ja, aber … Wieso haben die sich mein Restaurant ausgesucht?

Gute Frage. Es liegt nahe der U-Bahn. Damit kann man leichter fliehen.

-Oder weil du es "Schwein" genannt hast. -Das ist nicht Ernst.

Das kann als Provokation wirken.

Du könntest damit ein Signal gesendet haben.

Ich kann mein Restaurant nennen, wie ich will! Was ist mit diesen Leuten los?!

Du musst jetzt gehen!

Wallah, gib den Ball her, sonst hast du mein Knie in der Fresse.

Du fucking Köter, Alter.

-Wie lange lebst du schon in Dänemark? -12 Jahre. Wieso?

Dann sprich Dänisch, Mann!

-Kennst du den? -Nö.

Es ist schönes Wetter. Wollen wir einen Spaziergang machen?

Lisa, Schatz. Entschuldige.

Ich weiß nicht, wieso ich so gehandelt habe.

Du hast dich ins Klo eingeschlossen, hast dich gerettet und bist abgehauen.

Ich hatte Panik bekommen. Ich bin einfach gelaufen.

-Direkt zu ihr nach Hause. -Nein. Nicht zu ihr.

-Ich lief zu meinen Kindern. -Sie waren dir wichtiger als ich.

Das war keine Entscheidung, das war Instinkt. Ich lief einfach.

Lisa …

Du bist das Beste, was mir je passiert ist.

Ich möchte den Rest meines Lebens mit dir verbringen.

Das sagst du, aber du willst es nicht.

Du lügst. Lass mich los!

Was bist du für ein Mann?

Wer bist du?! Du bist so ein Feigling!

So ein Feigling!

Hol dich der Teufel!

Ich kann es doch nicht rückgängig machen!

Lass mich los!

-Mein Auto ist weg. -Wurde es gestohlen?

Ja. Irgendein Idiot fährt damit herum.

-Vielleicht steht es woanders? -Wie soll das denn gehen?

Rufst du die Polizei?

-Dass muss ich wohl. -Es läuft auf meinen Namen.

Na und?

-Gehst du? Dein Bruder muss zur Schule! -Ich bin gleich wieder da.

-Du weißt, was jetzt passiert? -Ja. Ihr operiert sie wieder, oder?

Ihre Temperatur ist gestiegen, und sie hat einen kleinen Riss in der Milz.

Wir haben sechs Stunden angesetzt, aber es könnte auch länger dauern.

Ich schicke jetzt die Krankenträger rein. Sie werden sich gut um sie kümmern.

Hallo. Wir bringen sie zum OP.

Hab dich lieb!

Mama!

Albert!

Albert!

-Ist Mama gegangen? Hat sie was gesagt? -Nein.

-Und du bleibst einfach zuhause? -Mama sagte, es ist okay.

Ja, es ist okay.

Und Albert? Weißt du, wo er ist?

Nein, Papa. Geh jetzt!

Soll ich uns Frühstück machen?

Wenn so etwas passiert, ist es wichtig, dass man mit jemandem darüber redet.

Aida, was dachtest du, als du davon erfuhrst?

Dass Touristen die Leute traurig machen.

Ja, Terroristen. -Wer hat es dir gesagt, Augusta?

-Meine Mama. -Ich hab's erst jetzt erfahren.

-Zuhause hat keiner darüber geredet? -Wir gucken kein dänisches Fernsehen.

Die sagen immer, dass alles unsere Schuld ist.

Es sind immer die Dunklen, die schießen.

-Augusta, hör auf. Keinen Streit jetzt. -Ich gucke hauptsächlich Netflix.

Ich habe eine Nachricht für euch: Jeder malt oder schreibt einen Gruß für Marie.

Weil … Hallo. Setz dich auf deinen Platz. Ich habe eine Nachricht an die Klasse.

-Hallo, Jamal. -Entschuldigung.

Marie war gestern Abend in diesem Restaurant.

-Geht es ihr gut? -Ist sie tot?

Nein, sie ist nicht tot. Sie ist im Krankenhaus.

-Hallo. -Hallo.

-Wo hast du gesteckt? -Tut mir leid.

Da geht so nicht.

-Ich kann hier nicht allein sein. -Ich komme schon!

-Man könnte meinen, es sei Krieg. -Ja, es ist echt verrückt.

Erinnert ihr euch noch an die Bombe bei dem Konzert in Manchester?

-Zwei Obdachloses retteten die meisten. -Echt?

Einer rettete ein Mädchen, dass die Beine verloren hatte.

Er nahm sie auf den Rücken und trug sie den ganzen Weg aus dem Stadtion.

Hallo?

-Ginger, komm jetzt! -Ich höre dich.

Hast du meine Tochter getötet?

Komm jetzt!

-Ich hau ab. Bis dann. -Bis dann.

Hallo, Papa. Claus und ich warten im Restaurant auf dich.

Aber vielleicht hattest du ja was Besseres vor?

Nein! Ich will nicht gestört werden!

Hallo.

-Wer bist du? -Ich habe das Telefon deiner Tochter.

Wieso?

Sie gab es mir, bevor …

Vielleicht willst du es ja haben? Da sind auch Fotos drauf.

Stina würde dir niemals ihr Telefon geben!

Hast du es gestohlen? Hast du es von einer Toten gestohlen?

Nein, reg dich ab! Sie gab es mir.

Sie wollte, dass ich Hilfe rufe.

Du warst dabei, als es geschah? Im Restaurant?

Ja. Ich war im Hinterhof.

Hast du gesehen, wer schoss?

Nein. Willst du das Telefon haben oder nicht?

Es ist wertvoll. Wenn du es nicht haben willst, gehe ich.

Setz dich und erzähl mir alles. Ich will es hören.

-Das willst du nicht. -Doch.

Wir ermitteln in alle Richtungen,-

-haben aber besonders die sogenannten "Gangsterdschihadisten" im Visier.

Gewaltbereite, kriminelle junge Männer, die vor Gewalt nicht zurückschrecken,-

-um ihren Frust auszudrücken.

-Besteht die Gefahr weiterer Angriffe? -Wir können nichts garantieren.

Irgendetwas müsst ihr doch wissen.

Waren sie organisiert, oder kamen sie zufällig vorbei, um Menschen plattzumachen?

Entschuldige, Elisabeth. Das war dumm formuliert.

Ich muss euch kaum sagen, dass uns dies unter enormen Druck setzt.

Ich werde später ein kurzes Pressebriefung abhalten.

Elisabeth, du muss deine offiziellen Aufgaben nicht wahrnehmen.

Das werde ich aber.

Um 14 Uhr halten wir eine Schweigeminute für die Opfer ab.

-Ich möchte ein paar Worte sagen. -Das möchte ich auch.

Aber …

Also, wir haben beschlossen, es vor dem Restaurant zu tun.

Wir wollen zeigen, dass wir uns keine Angst einjagen lassen.

-Und natürlich kannst du nicht … -Doch, das kann ich.

Ich werde dort sein.

Gut.

Als es still wurde, öffnete ich eine Tür, und da lag sie. Deine Tochter.

Sie hatte versucht, rauszukommen.

Ich dachte, sie ist tot, aber dann sah sie mich an und gab mir das Telefon.

Ich versuchte wirklich, ihr zu helfen, aber plötzlich lag sie einfach nur da.

Ja …

Ich habe auch gerade meinen besten Freund verloren.

Soll ich gehen?

-Geh ruhig. -So, Holger.

Hier kommt das Essen. Frikadellen.

Iss bitte auf, ja?

Du wohnst ja schön hier.

Zwei Zimmer, hell und schön. Ein eigenes Bad.

Ich … Ich bin jetzt etwas müde.

Könntest du …

Ich kann gern ein andermal wiederkommen.

Nein, danke.

Du kannst es gern haben.

Der Terrorangriff erinnert an die vielen anderen der letzten Jahre in Europa.

-Möchtest du einen guten Kaffee trinken? -Ja.

Die Regierung möchte auf dem Platz vor dem "Svin" eine Gedenkveranstaltung abhalten.

Die Behörden rechnen mit großem Andrang.

Wie geht es den anderen Verletzten?

Sie sind stabil.

Wir warten also nur noch auf Marie.

Möchtest du jemanden anrufen? Familie oder Freunde?

Ich habe hier nicht viele Leute.

Meine Kommilitonen führen ein ganz anderes Leben.

-Maries Vater? -Er hat eine neue Familie.

Denkst du nicht, dass er davon erfahren möchte? Ich kann ihn anrufen.

Er wollte damals keine Kinder, daher …

-Sie kennt ihn also nicht? -Nein.

Ich möchte dir etwas zeigen.

Komm.

-Was?! -Darüber wird sie sich freuen, oder?

-Von wem ist das alles? -Es kommt aus dem ganzen Land.

Ist das schön! Die Leute sind so nett.

Oh!

Du darfst die Abteilung nicht verlassen. Das weißt du, oder?

Die Presse belagert das Café und den Haupteingang.

Wir mussten euch unter falschen Namen aufnehmen. Ghita Nørrelund.

-Bin ich Ghita? -Ja.

Oh, guck dir den mal an!

Das sieht mehr nach einem Schwamm als nach einem Teddybär aus.

Du kannst mit einem Pastor oder einem Krisepsychologen reden.

Mit einem Pastor … Wieso sagst du das? Das klingt, als würde sie sterben.

Nein, nein. Es geht nur darum, dass du jemandem zum reden hast.

Das will ich nicht. Ich glaube an nichts.

Marie ist auch nicht getauft.

Wenn es wirklich einen Gott gibt,-

-wieso lässt er dann zu, dass jemand eine Neunjährige erschießt?

Ich habe mit dem Ministerpräsidenten gesprochen.

Elisabeth darf nicht so eng in die Ermittlungen einbezogen werden.

Sie ist zu persönlich involviert.

Sie wird niemals akzeptieren, dass sie ausgeschlossen wird.

Das muss sie.

Es ist auch ein Weg, um sie zu beschützen.

-Juristisch gesehen ist sie befangen. -Ach, hör doch auf.

Und emotional betrachtet trauen wir ihr einfach nicht.

Emotional? Ihr unterschätzt sie.

Eine tickende Zeitbombe ist das Letzte, was wir jetzt gebrauchen können.

Sie könnte den Ermittlungen schaden.

-Weißt du, was sie nachher sagen wird? -Ja. Ich kenne Elisabeth.

Ja, das denkst du.

Ja, dann machen wir das so. Gut.

Das ist gut. Genau. Wiederhören.

-Wo warst du? -Zuhause.

Ich habe ein Bad genommen und nach meiner Familie gesehen.

Elisabeth, ich hoffe, du verstehst, wieso ich dich im Wagen festgehalten habe.

-Ja, das verstehe ich. -Ich hätte Stina gern geholfen …

Die Kopenhagener Polizei hat um ein dringendes Treffen gebeten.

Außerdem muss ich mit der Verteidigungsministerin reden.

Gerne vor dem Treffen des Sicherheitsrates. Weißt du, wann das stattfindet?

Nein, noch nicht. Aber … die Kapelle hat angerufen.

Wenn du bestimmte Kleidungsstücke hast, die sie ihr anziehen sollen …

Ja.

-Ich muss erst eine Rede schreiben. -Lass mich das machen.

Nein, Farshad. Du hast noch nie gute Reden geschrieben.

Du musst dich etwas ausruhen. Das kannst du nicht länger aufschieben.

Du konntest immerhin noch mit ihr reden.

Ihr habt euch versöhnt.

Hallo. Ich heiße Morten. Ich bin der Klempner.

-Es gab Probleme mit der Heizung? -Komm rein.

Die, mit der ich telefoniert hatte, wollte, dass ich gestern komme.

-Das war meine Frau Stina. -Ja.

Sie sagte, sie hätte Wasser nachgefüllt, aber das habe nichts gebracht.

Sie wollte hier mit ihrem Vater und ihrem Bruder essen. Aber du kamst nicht.

Sie wollte nicht, dass ihr alter Vater in der Kälte sitzen muss. Daher gingen sie-

-stattdessen ins Restaurant Svin.

Aber …

Also …

Sie ist tot.

Ich konnte nicht kommen. Mein Wagen wurde gestohlen, daher konnte ich nicht …

Die Auswahl ist nicht leicht, oder?

Ja, danke, das ist nett von dir, aber ich bin schon auf dem Rückweg. Ja.

Ja, ich sage schon Bescheid, wenn …

Nein. Nein, das ist unfassbar.

Hallo, Kinder. Seid ihr bereit?

Hallo. Bist du wach?

Du hast einen ganzen Tag geschlafen.

Geht es dir gut?

-Hast du mit Albert geredet? -Nein, ich war auf der Arbeit.

Du hast ihn also nicht gesehen? Du warst sehr gewalttätig zu ihm.

Ja.

Wo ist er?

-Rose? -Ja.

Wir müssen los.

Sie wollen eine Schweigeminute unten auf dem Platz abhalten. Willst du mitkommst?

Schatz …

Ich weiß, du hast einen Schock.

Ich glaube, es wäre gut für dich, wenn du mitkommst.

-Geht ihr ruhig runter. -Komm schon, Morten.

Dann kannst du mit Albert reden. Das ist wichtig.

-Findest du das wichtig? -Ja, Morten. Du hast ihn geschlagen!

-Schon in Ordnung, Mama. -Nein!

Lass uns gehen.

-Hey. Findest du, das ist eine gute Idee? -Was meinst du?

Schweinefleisch an einem Tag wie heute?

Wieso nicht? Wir leben doch immer noch in Dänemark, oder?

-Müssen wir die Gräben vertiefen? -Soll ich lieber Hummus anbieten?

Bald kommen hier Menschen von überall zusammen, um gemeinsam zu trauern.

Schweinebraten-Sandwiches!

-Soll ich dich zum Flughafen fahren? -Nein.

Ich weiß, was ich getan habe, ist unverzeihlich.

Aber wir haben beide überlebt.

Das dürfen wir nicht vergessen.

Ja, das ist wahr.

Rufst du an, wenn du gelandet bist?

Dieser Zug fährt zum Flughafen Kopenhagen.

Nørreport.

Hier steigen wir aus, Schatz. Und viele andere auch.

Halt dich fest.

Der Samstagabend ist immer ein ganz normaler Abend.

Ein Abend, an dem es sich manche zuhause mit ihrer Familie gemütlich machen.

Andere gehen auswärts essen. Und das ist ganz normal.

Denn wir haben entschieden, unser Leben so zu leben.

Aber an diesem Samstag wurde unsere Lebensweise herausgefordert.

Und etwas in uns zerbrach.

Am einfachsten wäre es heute …

Am einfachsten wäre es heute, zu hassen.

Den Blick zu verfinstern.

Rache zu suchen und uns hinter einem Eisengitter einzusperren.

Aber dann gewinnen die Terroristen.

Und wir alle werden zu kleineren Menschen.

Aber das Schlimmste ist, dass wir die Toten mit Hass erinnern.

Und da will ich nicht mitmachen.

Daher habe ich beschlossen, das Gegenteil zu tun.

Und ich bitte euch, das Gleiche zu tun.

Erinnert euch an die Liebe.

Erinnert euch an die Liebe, die wir für die empfinden, die wir verloren haben.

Und erinnert euch an das …

… was wir füreinander empfinden, während wir hier stehen.

Muslime, Juden, Christen.

Wir Menschen haben unterschiedliche politische und religiöse Überzeugungen.

Lasst uns den Blick heben.

Seht einander in die Augen und zeigt der Welt, dass wir heute zusammenstehen.

Dass wir heute enger zusammenstehen, als wir es gestern taten.

Es gibt kein "die" und "wir".

Es gibt nur ein "wir".

Ich bitte euch nun um eine Minute Schweigen.

Danke.

Schöne Rede.

Du hast die Menschen vereinigt und einige Kollegen zurechtgewiesen.

Haben sie über mich geredet? Natürlich haben sie das. Was haben sie gesagt?

Du hast gerade bewiesen, dass du die richtige Person auf dem Posten bist.

Elisabeth?

Es ist schrecklich, was passiert ist. Mein Beileid.

Das war eine unglaubliche Rede.

Selbst wenn sie deine Frau erschießen, hältst du schützend deine Hand über sie.

Das ist sehr beeindruckend.

Was braucht es, damit du wütend wirst?

Das war schön.

Ich hätte mir aber gewünscht, dass mehr Nicht-Bio-Dänen dort gewesen wären.

Wir brauchen mehr Muslime, die sich unter die Leute mischen.

Wieso?

Du gehst ja auch nicht auf die Straße und distanzierst dich,-

-wenn ein christlicher Psychopath Menschen erschießt.

Sie müssen zeigen, dass sie nicht alle Terroristen sind.

Das wissen wir doch.

Nein, das wissen nicht alle. Die Leute werden immer rassistischer.

-Das spielt keine Rolle. -Was soll das heißen?

Dass es egal ist, was wir tun und was wir nicht tun.

So ein Unfug. Du hast doch gerade einem Mädchen das Leben gerettet.

Ja. Und es war meine Schuld, dass eine Frau getötet wurde.

Und morgen sterben 13 andere in einer anderen Stadt, oder?

-Wieso hast du die alle weggeworfen? -Fischölkapseln halten uns nicht am Leben.

Willst du wirklich nicht mal mit jemandem reden?

-Was du da unten alles gesehen hast … -Wir sind so was von dumm.

Wir sind so verdammt egozentrisch. Wir glauben, wir können alles steuern.

Vielleicht sollten wir einfach aufgeben?

Die Polizei hat gestern Hassan verhört. Farouks Sohn. Der aus der Nummer 24.

-Der das Moped angezündet hat? -Nein, das war sein Bruder.

Die töten Unschuldige im Namen Gottes.

Jetzt verbieten sie wohl auch noch lange Bärte und das Freitagsgebet.

Die werden jeden verdächtigen.

Die Polizei hat mehrere Gefahrenzonen eingerichtet.

Das bedeutet, dass man dort ohne Anlass angehalten und durchsucht werden kann.

-Hatten wir nicht eine Abmachung? -Ja. Entschuldigung.

-Ich sollte das gestern abliefern, aber … -Schon in Ordnung.

Die kannst du auch haben.

-Brauchst du sie doch nicht? -Nein. Das ist nicht mein Ding.

-Ich muss los. -Hey. Warte kurz.

Wieso hast du es so eilig?

-Willst du kein Geld? -Nein, danke.

-Wie bitte? Natürlich kriegst du was. -Ich hab dir nur einen Gefallen getan.

Hilf mir damit. Das ist alter Mist.

-Soll das einfach raus? -Ja.

Und?

-Es sind 19 Menschen gestorben. -Ja, das war echt übel.

-Sie haben ein kleines Mädchen erschossen. -Das ist echt krank.

-Was ist das nur für eine Welt! -Wo warst du eigentlich?

Ich war mit ein paar Freunden unterwegs.

So.

Kommst du mit zum Sperrmüll? Dann können wir danach was essen.

-In Ordnung. -Okay. Dann komm.

Komm schon!

Jamal …

Jamal, was ist los?

Jamal!

Jamal, komm her!

Hallo! Was ist dein Problem?

-Wieso dauert das so lange? -Wurdest du nicht informiert?

Was ist passiert?

Nach der OP bekam Marie ein Blutgerinnsel.

-Ein Blutgerinnsel? -Sie wurde wieder in Narkose versetzt.

-Du wirst informiert, wenn sie … -Davon kann sie doch sterben!

-Sie könnte Hirnschäden davontragen! -Setz dich bitte.

Das stimmt doch, oder?! Sie könnte Hirnschäden davontragen!

Ich suche jetzt jemanden, der mehr weiß als ich. Louise? Sieh mich an.

Dann komme ich zurück und rede mit dir.

-In Ordnung? -Ja.

Bleib hier, bis ich komme.

Hallo? Hallo!

-Ist Marie da drin? -Du darfst hier nicht rein.

-Sie muss getauft werden. -Nicht jetzt.

Doch! Ich will sie taufen. Ich kann das machen.

Sie darf nicht bestraft werden, weil ich nie an etwas geglaubt habe.

Es ist nicht ihre Schuld!

-Wir setzen uns mal hin. -Nein! Nein!

Nein!

Es ist nicht ihre Schuld! Ich habe alles falsch gemacht!

Das hast du nicht.

Das wird schon wieder.

Wieso sind wir nicht einfach ins Tivoli gefahren? Es war doch ihr Geburtstag!

Ich bin viel zu hart. Aber ich trage die ganze Verantwortung allein.

Aber jetzt bist du nicht allein. Ich bin bei dir, und ich werde dir helfen.

-Ich weiß nicht mal, wie du heißt. -Ich heiße Annika.

Wollen wir für Marie beten?

-Vater unser im Himmel. -Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Wir danken dir, weil du uns beschützt hast und weil wir wissen, dass du Marie siehst.

Herr, wir glauben, dass du Frieden stiften kannst.

Dass du Vergebung bringen wirst, auch wenn Unrecht geschehen ist.

Dass du Liebe bringen wirst, auch wenn Hass herrscht.

Wir bitten dich, gib den Hoffnungslosen Hoffnung,-

-und gib uns die Kraft, durchzuhalten.

Zeig uns den Weg, damit wir alle durch diese Zeit kommen.

Und bring uns die Freude, den Alltag und Marie zurück.

-Ist sie tot? -Nein. Es geht Marie besser.

Wer trifft sich hier? Wieso wurde ich nicht informiert?

Der Abteilungsleiter wollte, dass ich dich nicht störe.

Ihr haltet eine Sitzung ab? Wieso wurde ich nicht informiert?

-Wir wollten nur … -"Wir"? Wer ist "wir"?

-Wir wollten nur Rücksicht nehmen. -Das tut niemand in der Politik.

Wenn du glaubst, mich aufs Abstellgleis schieben zu können, hast du dich geirrt.

Du hast keine Ahnung, wozu ich fähig bin!

Guten Abend. Entschuldigt die Verspätung.

Aber das ist ja nicht schlimm, wenn man nicht eingeladen wird.

-Das war wohl ein Versehen, oder? -Ja, natürlich.

Gut. -Gibt es was Neues?

Ja. Dieses Video stammt von einer Überwachungskamera.

Sie ist 300 Meter vom Tatort entfernt.

Es zeigt die Minuten direkt nach dem Angriff.

Wir glauben, er hat eine Pistole in der Hand.

-Wer ist das? -Er wurde noch nicht identifiziert.

Aber wir überprüfen gerade alle silbergrauen BMW.

In ein paar Stunden haben wir einen Namen.

Gut.

Übersetzung: filmtiger

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