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WILLKOMMEN IN NIZZA
FASTEN AUF ITALIENISCH
Ich hab dich gesehen, Dino!
Frag gefälligst vorher!
Ist der nicht zu behäbig? - Aber nein!
Meine Frau ist Model und sehr aktiv.
Ihre Frau wird den Komfort eines Maserati zu schätzen wissen.
Die Sitzheizung lässt sich von 5 bis 30 °C regeln.
Das ist meiner Frau egal.
Die will ein schnelles Auto. Sie ist 22.
Mit 22 muss man sich den Hintern nicht wärmen.
Sie wundern sich bestimmt, dass ich mit einem 22-jährigen Model zusammen bin?
Aber nein! - Geben Sie's zu.
Nein. Gar nicht!
Ich bin ja keine Frau, aber ich finde, Sie haben Klasse.
Und viel Charme.
Ein bisschen Musik? - Ja.
Herr Maizière. - Herr Fabrizzi.
Der kleine Freitagsbesuch?
Ich kann mich nicht entscheiden. - Ihr 17. Besuch.
Manches braucht seine Zeit. - Wir drängen Sie nicht.
Ich liebe das Auto, aber...
ihm fehlt das gewisse Etwas, auf das Svetlana abfährt.
Sie verdienen den Wagen nicht.
Die Limousine liebt Sie. Sie lassen sie zappeln.
Sie sieht Sie jeden Freitag und hofft...
Dieser Schmerz: Jede Woche verlassen zu werden!
Sie sollte Sie vergessen und sich jemand anderen suchen.
Auf Wiedersehen, Herr Maiziere!
Das wirst du mir büßen!
Wart's ab.
Nur die Ruhe.
Wie geht's? - Gut.
Weißt du, warum ich beim Fußball immer auf der Bank sitze?
Ja.
Und?
Jede Mannschaft hat ein Herzstück.
Du bist das Herzstück unseres Teams,
das nur im Notfall zum Einsatz kommt, Bourgeaux.
Bei unserer letzten Niederlage bin ich nicht eingewechselt worden.
Taktischer Fehler. Ich red mit Charles.
Danke, Dino.
Ich kaufe. - Aber sicher.
Schnell.
Gut.
Ich hol den Vertrag.
Kann ich Ihnen was zu trinken anbieten?
Ein Tic Tac?
Charles, Landrin hat Maizière geknackt.
Bravo, Landrin. - Er war eine harte Nuss.
Bourgeaux tut mir leid.
Mir auch. - Lassen Sie ihn zwei Minuten spielen.
Keine zwei Minuten.
20 Sekunden.
Warum sind Sie wohl hier?
Weil Cyril so ein Hübscher ist. - Bin schon vergeben.
Ich gehe.
Wohin?
Nach Las Vegas. Ich werd Céline Dion doubeln.
Wer wird Sie ersetzen?
Céline Dion.
Ich geh in Rente.
Ich darf meinen Nachfolger bestimmen.
Der Beste von Ihnen.
Wo soll ich unterschreiben?
Sie müssen sich sechs Monate reinhängen.
Fragen? - Wo soll ich unterschreiben?
So schön und so allein. Sollen wir...
Reden und was trinken? - Wollt ich gerade sagen.
So, geredet und getrunken. Zu mir oder zu Ihnen?
Sie gehen ja ran. Das mag ich.
Ich bin so ausgehungert.
Wir kennen uns kaum.
Mist! Mein String! - Ja?
Hab vergessen, ihn anzuziehen.
Verrückt...
Nach einem Jahr ist es immer noch wie beim ersten Mal.
Mir geht's genauso.
Ich muss meiner Mutter simsen, dass ich bei einer Freundin schlafe.
Sonst wird sie misstrauisch.
Du bist vielleicht leicht rumzukriegen!
Je später der Abend, desto kleiner die Auswahl.
Wem siehst du ähnlich?
Wie meinst du das?
Siehst du eher deinem Vater oder deiner Mutter ähnlich?
Meinem Vater.
Ich würd beide gern kennen lernen.
Ach ja?
Ja, meine Eltern.
Ja, genau, deine Eltern.
Und auch deine Freunde.
Deine Kollegen.
Ich weiß nichts über dein Leben.
Ich hab kaum Freunde.
Die Kollegen seh ich ständig und die Familie ist in Italien.
Ich will dich für mich allein.
Fährst du morgen nach Italien?
Ja.
Ich komm mit.
So läuft das nicht da unten.
Da gibt es Regeln.
Wenn ich dich einfach so mitbringe, werd ich exkommuniziert.
Ich komm auf den Scheiterhaufen!
Wir sind nicht verheiratet! - Mittelalter.
Unterschätz die Traditionen nicht.
Ich erzähl dir mal was:
In Neapel ist einer mal einfach so mit seiner Freundin aufgekreuzt.
Sie wurde auf einen Esel gebunden und mit Melonen beworfen.
Wer's das?
Ich red mit ihnen.
Versprochen? - Versprochen.
Hallo David. Schon gelandet? - Noch nicht. Ich lass dich rein.
Ankunft des Alitalia-Fluges aus Rom...
Mourad! Mein Mourad!
Wie geht's dir, Mama? - Gut. Gott sei Dank.
Und dir? - Gut. Bist du allein?
Ich fahr doch so ungern. Deine Schwester wartet im Auto.
Ich hätte ein Taxi nehmen können. - Wozu hast du uns denn?
Alles klar, Amel?
Und du? Wie war die Reise?
Bei den Staus in Rom hätt ich fast den Flieger verpasst.
Ein Land von Verrückten. Lass dich nach Frankreich versetzen.
Hier gibt's keine Staus.
In Italien werde ich vielleicht Generaldirektor.
Generaldirektor! Hast du das gehört, Amel? - Ja.
Du wirkst erschöpft, arbeitest zu viel.
Das Reisen ist zu anstrengend, wir kommen zu dir.
Wann lädst du uns nach Rom ein?
Ich hab keinen Platz.
Wir brauchen nicht viel. - Es geht nicht.
Dann gehen wir ins Hotel.
Vielleicht versteckt er eine kleine "Ragezza" vor uns.
"Ragazza", Mama.
Ein Geheimniskrämer.
Warum sollte er uns was verheimlichen?
Nehmt die Einkäufe mit. - Ja, Mama.
Mach nicht so ein Gesicht.
Du kommst damit nicht durch. - Geht's wieder los?
Fünf Jahre geht der Quatsch schon. Und ich muss mitmachen.
Ich hatte keine Wahl. - Ich weiß, 45 Wohnungsbesichtigungen.
"Tut uns leid", will heißen: "Keine Araber".
Wieso hab ich's geschafft? - Du bist hübsch und Beamtin.
Ich hab eine Wohnung, weil ich eine sexy Lehrerin bin?
Dafür musst du eines Tages büßen.
Lass dir was einfallen, ich hab genug davon.
Ich geb einen aus! Vom besten Feinkostladen in Rom!
Das sollst du doch nicht.
Aber natürlich soll er. Danke, mein Sohn.
Wie geht's dir, Papa?
Schlecht geschlafen, aber es geht schon. - Deine Nichte ist da.
Wo ist meine Prinzessin? - Die Prinzessin will nicht aufessen.
Weil sie eben lieber Couscous mag als Karottenpüree.
Doch nicht täglich!
Hör nicht hin.
Wieso denn nicht?
Natürlich kann man es täglich essen.
Einmal Couscous: - Immer Couscous!
Lass sie mit den Fingern essen. - Hör nicht auf Opa.
Wenn du nicht isst, gibt's kein Geschenk.
Iss, Prinzessin.
Iss auf, mir zuliebe.
Iss! - So ist's gut.
Noch eine Stadtansicht von Rom.
Diese Globalisierung: "Made in France". Ganz schön dreist, diese Italiener.
Karim...
Das hier ist unbezahlbar.
Wie hast du denn das geschafft?
Eine Widmung von Totti!
Das kommt mir nicht an die Wand. - Was glaubst du? Das zieh ich an!
Wie hast du das gemacht? Kennst du ihn?
Kennen ist zu viel gesagt.
Er hat einen Maserati gekauft. Da hab ich gefragt.
Fußballer kaufen Maseratis, wie ich mir eine Zeitung kaufe.
Traurig, oder?
Kein Wunder bei seinem Aussehen, dass er einen wichtigen Posten hat.
Hör mal, Mama.
Vielleicht kann ich ja auch was.
Integration gibt's tatsächlich. - Und positive Diskriminierung.
Generaldirektor werden Araber trotzdem kaum. Erst recht nicht in Italien.
Klar, meinen Abschluss gab's ja auch umsonst.
Du kannst den öffentlichen Dienst nicht mit der freien Wirtschaft vergleichen.
Ach nein? Warum ist meine Karriere weniger wert? Weil ich weniger verdiene?
Bei dir entscheiden die Noten, bei mir die Kunden.
Da haben Araber schlechte Karten.
Karim steigt ja auch nicht auf.
Den muss man doch zum Jagen tragen!
Er muss dafür kämpfen.
Mir geht es gut so.
Amel hat Recht: Die Chefs sind nicht schuld.
Karim ist ein Esel. Er hat nur sein Auto im Kopf.
In deinem Alter war ich schon...
Vorarbeiter!
Hast du endlich eine Braut?
Geht das wieder los? - Ja, wo bleibt Frau Ben Saoud?
In Italien. - Ich wusste es!
Eine Italienerin?
Französin. - Ich wusste es.
Sie lebt in Rom? - Sie verkauft Hochzeitskleider.
Ein Wink des Schicksals...
Wieso stellst du sie uns nicht vor?
Ist das jetzt ein Verhör?
Ein Familienessen, also ein Verhör.
Schauen wir uns einen Film mit Sammy Davis jr. an?
Oh ja! Warum nicht?
Hab ich dir jemals erzählt, dass ich Davis 1958 in Algier getroffen hab?
Vielleicht.
Ich hab ihm vorgesteppt.
Und er hat gesagt, ich sei der beste Stepptänzer Algeriens.
Du warst der Einzige.
Nein, da war auch noch mein Freund Brahim.
Gut, wir schauen uns den Film an.
Aber du hast uns lange nicht vorgetanzt.
Seit unserem letzten Essen.
Ich weiß nicht, ob ich die Schuhe noch hab.
In deinem Schrank,
unten links.
Nur eine Nummer.
Ich bin keine 20 mehr.
Ruf den Notarzt!
Wie geht's ihm, Doktor?
Ich will ganz offen sein. Ihr Mann hatte einen Herzinfarkt.
Sein Herz ist müde.
Wir müssen ihn hier behandeln.
Ein sturer Kopf. Ich hatte ihm das Steppen verboten.
Sie kennen meinen Mann? - Ja.
Vor einigen Monaten hatte er Schmerzen in der Brust.
Er hat nichts gesagt. - Er wollte Sie wohl nicht beunruhigen.
Er braucht viel Ruhe.
Ramadan kann er dieses Jahr nicht machen.
Sie können jetzt zu ihm.
Mir geht's gut.
Ich hab zu schwer gegessen, das ist alles.
Lüg mich nicht an!
Wieso tust du mir das an? - Nicht jetzt, Mama.
Soll ich warten, bis er tot ist? Was Gott verhüten möge.
Wenn wir uns anlügen, ist es das Ende!
Er wollte nicht, dass du dir Sorgen machst. - Keine Sorgen machen?
Dazu bin ich doch da! Schäm dich!
Kinder...
Kümmert euch um eure Mutter, ich kann es nicht.
Ich häng hier fest.
Ich kümmere mich um sie.
Ja?
Komm her.
Was denn, Papa?
Hör zu...
ich steh bei Gott in der Kreide.
Ich hab gelogen.
Und bald ist Ramadan.
Der Doktor sagt...
Ich weiß, ich werd dieses Jahr nicht mitmachen.
Du machst ihn an meiner Stelle.
Das heißt?
Ich will,
dass du Ramadan ernst nimmst.
Mach Ramadan...
und denk an mich.
Das tu ich sowieso. Aber ich bin in Italien.
Frag doch Karim!
Den kannst du kontrollieren.
Hast wohl keine Lust.
Doch. Nur dass...
Wenn ich gehen muss,
will ich in Frieden gehen.
Du gehst nirgendwohin.
Dir mag das dumm vorkommen,
aber in meinem Zustand klammert man sich an jeden Strohhalm.
Der Ramadan hält mich am Leben.
Fürs Erste.
Versage ich da, hab ich in allem versagt.
Hör auf, du hast doch nicht versagt.
Du bist ein Vorbild für uns.
Für deinen Bruder, deine Schwester.
Das ist deine Bürde:
Erfolg zu haben
und Vorbild zu sein.
Verstehst du?
Nun, mein Sohn?
Ich werd's tun.
Ich versprech's dir.
Aber denk dran, ein Versprechen, das man seinem Vater gibt,
ist etwas Besonderes.
Und vergiss nicht:
Der Prophet sieht dir zu.
Gott sieht alles.
Du willst es wirklich machen? - Ja.
Ein Vorbild hält sein Wort.
Ich bin kein Vorbild.
Ramadan und Parmaschinken passen nicht zusammen.
Das freut dich. - Das wird dir die Augen öffnen.
Es funktioniert seit fünf Jahren.
Und jetzt präsentiert dir der da oben die Rechnung.
Bist du fertig?
Ein Monat Ramadan ist kein hoher Preis für fünf Jahre Lügen.
Schönen Ramadan, Mourad.
DIE THORA FÜR DUMMIES
RENTENPLANUNG FÜR DUMMIES
PC FÜR DUMMIES
ISLAM FÜR DUMMIES
Wie findest du's?
Das ist dein Ding.
Das mit den Versichertenkarten mochte ich ja nicht so, aber Reisepässe... das haut rein!
Toll. Und du hast mich dazu inspiriert.
Wieso?
Die Identitätsstörung.
Marilyn Monroe, Norma Jean Mortenson. Dino Fabrizzi, Mourad Ben Saoud.
Dann beteiligst du mich am Gewinn?
Nein.
Wann ist die Vernissage? - Dienstag in zwei Wochen.
Wie geht's deinem Vater?
Zwei Wochen Krankenhaus. Das Herz.
Bleibst du zum Essen? - Und Nadège? - Es wird ihr guttun.
Dino, die sind wunderschön.
Skiunfall. Die Skier hat man oben in einer Tanne gefunden.
Das hätte schlimm ausgehen können.
Sie hatte bei der Fackelabfahrt ihre Sonnenbrille auf.
Sie ist eitel.
Ich kürze die Stiele etwas.
Wenn du etwas versprichst, hältst du es dann?
Das ist der Sinn eines Versprechens.
Na, es gibt solche und solche.
Und wo ist der Unterschied?
Manchmal will man nur jemand eine Freude machen.
Was ist los?
Ich soll Ramadan anstelle meines Vater machen.
Vergiss es, das hältst du keine zwei Tage durch.
Italiener bleiben und fasten wird schwierig.
Bist du kein Italiener mehr? - Aber sicher, Liebling.
Du bist doch nicht religiös. - Gegen die hab ich nichts,
aber das ganze Drumherum!
Du bist Katholik, auch ohne donnerstags Fisch zu essen.
Freitags. Und ich bin Jude. - Jude oder nicht, das ist das Gleiche.
Eben nicht!
Dein Problem ist nicht die Religion,
sondern das Lügen.
Ich lüge nicht.
Die Gesellschaft ist halt unvollkommen.
Wie sähe denn die vollkommene Gesellschaft aus?
Eine, die Wohnungen bevorzugt an Araber vergibt.
Und an Juden.
Na, in dem Fall. Gut.
Du machst es also?
Ramadan? - Ja.
Das ist der Sinn eines Versprechens.
Ein sündiges Buch.
Warum? - Es ist unrein.
Wieso ist der Islam für Dummies?
Nein, nein.
Das ist nur ein Werbetrick.
Wie bei "Abnehmen für Dummies"...
Wie bitte? - Ich erkläre es Ihnen.
Dieses Buch ist für die,
die den Islam kennenlernen möchten,
aber Dummies sind.
Nur Dummies wollen ihn kennenlernen?
Anfangs ist man immer Dummie.
Der Islam ist nicht für Dummies!
Waren Sie das?
Nein, der Gärtner.
Ihr letzter Ramadan war mit 14? - Ja.
Haben Sie durchgehalten? - Zwei Tage.
Dann hab ich die Zahnpasta geschluckt.
Das wird schwer.
Ich bin einfach nur aus der Übung.
Hier drin haben Sie nicht alle Antworten gefunden?
Bei einigen Sachen wollte ich lieber einen Profi fragen.
Also, einen Imam.
Schon verstanden.
Ich schätze, das Fasten von Sonnenauf- bis -untergang,
ohne Essen und Trinken, das...
das gilt noch? - Weder essen noch trinken.
Unser Klassiker.
Die Gebetszeiten stehen im Internet.
Die sind wichtig. - Im Internet?
Haben Sie Mac oder PC? - PC.
Erlaubt ist nur Mac.
Steht in den Hadithen. Gilt seit letzter Woche.
Witze sind erlaubt.
Wie ist das eigentlich mit...
mit dem...
den...
Kontakten.
Mit anderen?
Ja...
vor allem Kontakte mit...
mit anderen...
Frauen?
Sexuelle Kontakte.
Ein Geschenk Gottes.
Nach Sonnenuntergang.
Ich bin erleichtert. Das hätte meiner Frau nicht gefallen.
Das ist ganz normal. Wenn man verheiratet ist.
Natürlich, ganz normal.
Nur, so ganz verheiratet sind wir nicht.
Sie verwechseln Liebe mit Unzucht, mein Sohn.
Enthaltsamkeit.
Aber wir dürfen uns doch berühren, ohne...
Nicht mal ein bisschen...
Gar nichts? Klar. Das wird hart, aber geht klar.
Nichts.
Nur Gottes Liebe und die Hilfe seines Abgesandten.
Abgesandter...
Wenn ich schwach werde?
Zwei Monate fasten.
Oder ein Essen für 60 Arme. - Jedes Mal?
Wann geht's los?
Sie haben Zeit.
Die Mondsichel erscheint heute um 22.01 Uhr.
Schon fast zu viel...
Fasten ab 5.58 Uhr.
Also, von 22.01 Uhr bis 5.58 Uhr.
Gesegneten Ramadan! - Guten Ramadan. - Na, geht doch.
Nächstes Mal bitte mit Fanfare!
Sehen wir uns später?
Gern, aber es wird spät.
Spät? Wie spät?
So gegen zehn.
Wir müssen uns vor 22.01 Uhr sehen.
Warum denn?
Ich muss früh raus. 21 Uhr?
Ich versuch's.
Ich hab dich gesehen, Dino!
So, die Gebetszeiten hab ich.
Der Geheimniskrämer!
Du willst wohl alle Rekorde brechen.
Kundentermine um 5.58 Uhr habe ich noch nie gesehen.
Ich will diesen Posten.
Gut, weiter so.
Aber warum um 5.58 Uhr?
Der Termin ist um 6 Uhr. Ich geh auf Nummer sicher.
Jeder auf seine Art.
Ihr Kaffee.
Danke, Nadia.
Kann ich heute früher gehen?
Sicher. Gibt's ein Problem?
Ich soll nur meiner Mutter beim Ramadan-Auftakt kochen helfen.
Sie machen Ramadan? - Genau.
Ist das nicht zu hart?
Man macht es einfach.
Ihr Katholiken habt ja auch Pflichten.
Nichts Schwieriges.
Es mag hart sein, aber es bringt auch etwas.
Wirklich? Was denn?
Nichts.
Oder vielleicht: Einen erholten Geist in einem gesünderen Körper.
All das spüren Sie?
Ja, aber das ist sehr subjektiv.
Für mich ist es keine Formalie, sondern eine Suche.
Eine Suche.
Mit der Familie und dem Ehemann ist es leichter.
Wir sind nicht verheiratet.
Das wird hart. Sehr hart.
Danke.
Danke, Nadia.
Hallo? - Hallo, mi amore.
Ich hab Lust auf dich.
Es tut mir leid.
Keine Ahnung, was los ist.
Was los ist? Das fängt mit P an, glaube ich.
P wie Panne.
Das ist mir noch nie passiert.
Witzig, ihr sagt alle das Gleiche.
Hast du mit deinen Eltern gesprochen?
Meine Eltern...
Mein Vater ist krank. Es ergab sich keine Gelegenheit.
Er ist im Krankenhaus. - Etwas Ernstes?
Das Herz.
In zwei Wochen langt er sicher wieder tüchtig zu beim Cous...
Was ist Cous?
Cous? Was meinst du?
Du hast Cous gesagt. - Nein.
Du hast gesagt: Cous! - Wann?
Langt er wieder zu beim Cous.
Hab ich nie gesagt.
Ich bin doch nicht verrückt!
Nein, Cros!
Und was ist Cros?
Crostini alla Mozzarella.
Sein Lieblingsessen.
Alles in Ordnung?
Alles bestens. Ich hab nur viel Arbeit und...
Und was?
Eine besonders schwierige Aufgabe.
Das heißt?
Es ist so eine Art...
Lehrgang.
Eine Prüfung, wo dich dein Chef rund um die Uhr überwacht.
Schläft dein Chef nie?
Nie. Der ist übermenschlich.
Er evaluiert mich. - Der ist nicht übermenschlicher als du.
Doch, ist er.
Dann ist er Gott.
Wie kommst du darauf?
Wer kann dich nachts überwachen? Gott. Oder Batman.
Blödsinn.
Ich begebe mich auf dein Niveau.
Wir sollten uns etwas weniger sehen.
Ich muss mich darauf konzentrieren.
Total gestresst von der Arbeit.
War nur eine kleine Panne.
Wie spät ist es?
Bald 6 Uhr, glaub ich.
Was ist denn los?
Was ist los? - Ein Termin.
Um 6?
Die Evaluierung!
Wudu: Rituelle Waschung
Im Namen Allahs.
Hand, Mund, Nase. Gesicht.
Mund. Ein Mal.
Zwei Mal.
Drei Mal.
Gesicht.
Ein Mal.
Fajr: Gebet vor Sonnenaufgang Dhuhr: Mittagsgebet
Asr: Nachmittagsgebet Maghrib: Gebet nach Sonnenuntergang
Ischa: Nachtgebet
Ich hab nicht gedacht, dass es so leicht ist.
Selbst bei der Arbeit:
Ich schwebe.
Das wundert mich nicht.
Es kann aber auch zu Albträumen führen.
Bei mir nicht! Ich Schwebe.
Und auf spiritueller Ebene?
Ich fühle mich gereinigt. Der Kampf gegen die Versuchung stärkt mich.
Ich bin auf dem Weg der Erlösung.
Freu dich nicht zu früh. Es sind erst fünf Tage.
Fünf Tage?
Wie geht's dir, mi amore?
Gut und dir? Wo warst du?
Bei Kunden.
Willst du immer noch meine Eltern treffen?
Sicher, sobald sie wieder da sind.
Sind sie. Aber sie fahren abends wieder.
Schade. - Wieso?
Lass uns gemeinsam essen. Um 13 Uhr?
Lieber heut Abend, sagen wir so 22.02 Uhr, 22.03 Uhr, irgendwas um den Dreh...
Ihr Flugzeug geht um 21 Uhr.
Sie möchten dich wirklich gern kennenlernen.
Ist das ein Problem?
Naja, ich hab ein Meeting um 12, Telefonkonferenz um 13 Uhr...
Ich bin echt eingespannt.
Versuch's doch bitte.
Zwischen 15.00 und 15.02 Uhr bin ich frei. - Also 15.01 Uhr, ich liebe dich.
Das wird nett. Keine Sorge.
Ich mach mir keine Sorgen.
Mein Vater hat seine Macken, aber er ist gastfreundlich.
Was für Macken? - Er übertreibt gern etwas.
Das heißt?
Lieber Dino, willkommen! Mein Haus ist auch deins!
Entschuldige den Akzent. Ich bin Andre.
Aus welcher Region kommen Sie?
Aus Rom.
Auf Italienisch: Roma.
Hauptstadt von Italien.
Mit einer Bevölkerung von 2.718.765 Einwohnern
auf 1.285 Quadratkilometern.
Das sind 2000 Einwohner pro Quadratkilometer.
Was ist Ihre schönste Erinnerung an Italien?
Mit Mamma im Kolosseum.
Ich war fünf. Ich bekomme heute noch eine Gänsehaut.
Es war schön.
Es war groß... Es war rund.
Dino, sagen Sie mir Ihre Meinung!
Wozu?
Marie-Faule hat Tiramisu gemacht.
Wo ist die Toilette?
Ganz hinten rechts.
Jacques, ich sitz in der Klemme. Ruf mich in zwei Minuten an!
Wie findet ihr ihn? - Viel sympathischer als den Bretonen vor vier Jahren.
Bretonisch ist schwer. - Und erst die Kuchen!
Seid ihr fertig?
Du bist fast 42, er ist der Richtige. - Definitiv!
Verstanden?
Ein Rezept von einer italienischen Webseite.
Auf Italienisch? - Hört euch den an!
Perfekt, Mama.
Tiramisu...
das ist meine ganze Kindheit.
Donnerstags hat Mamma immer Mozzarella und Mascarpone zubereitet.
Es roch so gut.
Mozzarella im Tiramisu? - Ja.
Familiengeheimnis.
Also Dino? Ganz ehrlich!
Zuerst mal...
schöner Gesamteindruck.
Keine Abweichungen.
Bisonor. Perfekt. Wirklich.
Drei Mal, das ist selten.
Acht. Wirklich gut.
Probier doch mal. - Wir probieren mit den Augen.
Ihr wollt meine Meinung, also analysiere ich.
Das Büro.
Der Maserati von Herrn Maizière?
Beheizbare Sitze will er? Unterschreiben Sie für mich.
Leckerli, Leckerli.
Komm her, Wauwau.
Süßer Wauwau.
Wer ist dran?
Dino, er will uns eine Sitzheizung einbauen. - Gute Idee.
Alles in Ordnung?
Was ist denn, Schatz?
Es erinnert mich so an zu Hause. - Danke.
Sie haben einen neuen Freund.
Kein Sorge, er braucht nicht lange.
Sie sind aber früh dran.
Bei uns sagt man:
Der Morgen ist die Mutter des Sieges.
Herr Calves aus Barcelona hat angerufen. Wegen der Fotos vom neuen Gran Turismo.
Morgen. Ich muss erst das Rechtliche klären.
Nadia, arrangieren Sie eine Videokonferenz mit Calves und Klaus.
Ich will die Fotos für den Katalog.
Aber Herr Fabrizzi... - Nein, ich hab genug zu tun.
Was ist das? - Ihr Kaffee.
Merken Sie sich: Kein Kaffee mehr und der Wasserspender bleibt leer! - Ach so.
Was ist los? - Dino lässt seinen Ärger an Nadia aus.
Ich hab Nadia nur erklärt, dass Kaffee ungesund ist
und Koffein mich nervös macht. Aber ich bin nicht wütend.
Nadia, bin ich wütend?
Nein. - Ich werd nie wütend.
Ich bin die Ruhe selbst. - Helene hat sechsmal angerufen.
Das sagen Sie erst jetzt? Aber Sie hatten ja keine Zeit.
Ein Chef sollte sich beherrschen können, oder?
Finde ich zumindest.
Na, hast du dich beruhigt?
Alles in Ordnung. Ich bin nur etwas gestresst.
Ich hol meine Tasche und los geht's.
Hast du etwa das Spiel gegen Renault vergessen? - Natürlich nicht.
Gut, denn das wird hart.
Also, erste Halbzeit defensiv, in der zweiten machen wir sie platt.
Gute Taktik, Charles.
Wie wär's mit etwas Musik?
Verdammt.
Jetzt hast du Mist gebaut.
Polizei, bitte den Motor ausstellen.
Führerschein und Fahrzeugpapiere. - Papiere?
Sie sind 50 gefahren statt 30.
Dachten Sie, ich will ein Küsschen?
Im Kofferraum.
Ich hab nicht aufgepasst. - Ich aber.
Sie haben Humor. - Früher mal.
Ich bin sauber. Keinen einzigen Punkt. - Es gibt immer ein erstes Mal.
Ich bin etwas erschöpft im Moment.
Dann schlafen Sie.
Ich esse spät.
Sehr spät.
Zum Glück ist es nur...
für einen Monat.
Ich bin aus Algier.
Mein Cousin Bachir lebt da.
Der Ramadan macht mich fertig.
Aber pass jetzt besser auf. Du hast nicht überall Cousins.
Gesegneten Ramadan.
Guten Ramadan.
Sogar mit Bullen kannst du umgehen. Unglaublich.
Man darf denen nur nicht mit Anti-Haltung kommen. - Trotzdem, du bist echt gut.
Echt gut!
Beweg deinen Hintern!
Spiel doch für zwei, wenn du kannst!
Wie bei der Arbeit!
Was bist du so lahm? Batterie leer?
Geht schon. Bin wieder fit.
Ich kann für Dino spielen.
Noch nicht, Bourgeaux. - Aber es läuft schlecht!
Jetzt bloß nicht schlappmachen.
Los, ein bisschen Power!
Soll ich? - Nicht jetzt.
Sonst muss ich noch Bourgeaux einwechseln! - Wär wohl besser. Ich bin groggy.
Hier, trink.
Ich Vertrag keine Spurenelemente.
Du bist erledigt.
Es ist soweit...
Bourgeaux!
Ich geh lieber.
Ist gut, aber vor allem: Trink was!
Das Herzstück, Dino! - Genau.
Charles, als Chef sollte man körperlich doch fit sein, oder?
Wolltest du mich nicht anrufen? - Tut mir leid, keine Zeit.
Ich hab alle Hände voll zu tun. - Wo bist du?
Beim Firmenfußball. Das schlimmste Spiel meines Lebens.
Unvorstellbar.
Alle Hände voll zu tun? - Es ist doch für die Firma.
Ich bin in der Nähe.
Gehen wir was essen?
Du und ich, so wie früher?
Ich fahr heim. Ich bin fertig und hab keinen Hunger.
Du hast also keine Zeit.
Nein.
Alles recht so? - Perfekt, Hubert.
Noch eine Flasche? - Sehr gern.
Was empfehlen Sie zum Dessert?
Einen Château Sainte Hélène 1964.
Lustig, meine Verlobte heißt Hélène und ich bin 1964 geboren!
Es gibt keine Zufälle.
Das Mittagessen war gut?
Ich war so unvorstellbar hungrig und durstig.
Ja, ich kann es mir vorstellen.
Sagen Sie mal, Hubert,
wie viele Gäste haben Sie?
Heute Mittag 60 Gedecke. Warum?
Setzen Sie alles auf meine Rechnung.
Oh, doch so viel? 18.000 Euro.
Kein hoher Preis für den Verrat am Vater.
Alles klar?
Ja, wieso?
Du hast geschrien.
Das war eine Vorahnung:
Ich hab gespürt, dass du kommst.
Es lässt dir keine Ruhe.
Ich weiß, dass er Fabrizzi vorzieht. Ich mach mir keinerlei Hoffnungen.
Du bist ein Herzstück der Firma, Cyril.
Herzstück?
Seit Jahren schufte ich hier,
während er immer nur "pronto" und "mi amore" sagt.
Aber das ist ja keine Kunst.
Der Typ ist ein Schwindler.
Aber er kommt mit allen gut aus, das kann er. - Ja, aber er ist nicht aufrichtig.
Im Moment ist er doch komisch, oder?
Das hast du einfach so entschieden? - Du machst mir Spaß! Zehn Tage Ramadan.
Helene, die Arbeit. Ich kann nicht mehr.
Etwas nach rechts. - Ich steh kurz vorm Selbstmord.
Du übertreibst. Nach links.
Wenn ich nicht übertreibe, zwingt mein Vater mich weiterzumachen.
Schade. Nach rechts.
Was ist schade?
Ich war überrascht von dir. Dein Einknicken enttäuscht mich.
Ein Jude, der Ramadan mag.
Ich mag Typen, die nicht aufgeben. Nach rechts.
So ist gut! Und willst du Hélène wirklich mitbringen?
Ich hab Angst, dass sie mich verlässt.
Bleibt es bei Donnerstag?
Genau so! Sicher bleibt es bei Donnerstag.
Wo die Mamma immer Mascarpone mit Mozzarella macht.
Und es riecht so gut im Haus.
Ich konnte ein bisschen mithören.
Endlich lerne ich euch kennen. - Er redet schon so lange von dir.
Wir dachten, er schämt sich für uns. - Hör auf!
Wir haben leider keinen Wein. - Ein Essen ohne Wein, also echt.
Ist doch egal.
Diese prickelnde Sauce ist ungewöhnlich.
Was ist da drin?
Aspirin.
Ich wollte Pasta machen, aber weil Dino Italiener ist,
hab ich mich nicht getraut.
Und diese Bilder über Identität, Nationalität,
wie bist du darauf gekommen?
Vor 10 Jahren hab ich mit Geburtsurkunden gearbeitet.
Und so bin ich auf die Pässe gekommen.
Nächste Woche stelle ich in der Galerie Stefani aus. Komm doch.
Sehr gern. - Es ist fast Mitternacht.
Was hast du jetzt bloß immer mit der Zeit?
Er ist gestresst, oder?
Nicht mehr als sonst, oder?
Genau wie Jacques. Wenn du malst,
bist du nicht ansprechbar.
Mein Schatz, das ist der Schöpfungsprozess. Die Leere vor dem Auffüllen.
Aber Dino leert sich und bleibt leer.
Klar, er macht ja Ra...
Ra?
Ja, Ra.
Das ist eine Redensart.
Ra?
Ra machen, Nickerchen machen, Siesta machen. Alles dasselbe.
Noch nie gehört.
Gut, gleich fünf nach zwölf.
Wir müssen früh raus morgen.
Ich hab Lust auf dich.
Jetzt streichle ich deinen Nacken.
Ich fange unten am Rücken an.
Konzentrier dich.
Spürst du meine Hand? - Nein.
Auf Höhe der Nieren.
Spürst du sie?
Nein, mir ist kalt.
Hör zu...
Ich sauge an deinem Ohrläppchen.
Spürst du's? Das war eine Mücke!
Schluss mit dem Quatsch!
Soll ich mich etwa auf dich stürzen?
Genau das! Ich will mit dir schlafen!
Berühr mich, nimm mich! Ich will schreien!
Willst du ein Megafon für die Nachbarn?
Hast du mir nichts zu sagen?
Nein, wieso?
Ich kenn dich nicht mehr. Du weichst mir aus.
Ich hab dir gesagt, ich werde... - Evaluiert, ja.
Warum schläfst du nicht mehr mit mir? Gibt es eine andere?
Aber nein, mia ragazza.
Schluss mit "ragazza"!
Wenn du mich satthast, musst du das sagen.
Ich liebe dich.
Dann beweis es mir.
Küss mich.
Ich brauche deine Liebe.
Was tust du?
Ich dringe in Gedanken in dich ein.
Hier ist die Mailbox von Rachida, hinterlassen Sie eine Nachricht.
Mama, ich bin's.
Ich komme wie geplant um 16 Uhr. Einen dicken Kuss.
Wie immer,
am späten Nachmittag am Flughafen.
Verstanden.
Toll! - Was?
Fliegst du nach Rom zu deiner Familie? - Ja.
Ich auch.
Buchen Sie zwei Plätze in der 16-Uhr-Maschine.
Ist gut.
Was machst du in Rom? - Ich treff den Chef wegen der Katarer.
Dann geht's nach Doha. Ich wollte morgen fliegen,
aber zu zweit ist doch netter.
Stört dich doch nicht? Gehen wir!
Ich pack meine Sachen und komme.
Hier ist der Anrufbeantworter der Familie Ben Saoud...
Wer ist dran? Berlusconi?
Hör auf damit. Mama soll mich nicht abholen.
Ruf sie an. - Sie geht nicht ran und ich muss los.
Wohin? - Nach Rom.
Und in echt? - Ruf sie an!
Der Flieger nach Rom ist voll.
Immer dasselbe.
Sie können um 16 Uhr ab Marseille fliegen.
Marseille. - Das schaffen wir. Gehen wir!
Wegen Bourgeaux haben wir verloren.
Er spielt wie ein Buchhalter. - Kein Wunder!
Nicht durchdrehen, wir kriegen den Flieger.
Ich hol eine Zeitung. Bis gleich in der Halle!
Eine "Automobil" und Tic Tac für mich.
Ich mag TicTac.
Jacques, Mourad hier. Ich sitz in der Klemme.
Hier. - Und die TicTac?
Mist. - Jetzt ist es zu spät.
Jacques? Was gibt's?
Wieso? Ich glaub's nicht!
Nadège hat ihr Kind bekommen!
Ja, aber...
Ich komme.
Wer war das? - Dino.
Und was wolltest du? - Ihm sagen, dass du entbunden hast.
Was ist los? - Mein bester Freund hat entbunden.
Seine Frau? - Ich bin Patentante.
Patenonkel. - Ja, natürlich.
Es ist mein erstes Mal. Das ist bei Italienern sehr wichtig.
Ich mach mir Sorgen um dich.
Ich will den Posten haben. - Nicht dass du mir umkippst.
Mama nicht erreicht.
Du wirst immer fahriger! - Ich doch nicht!
Ich glaube an dich, Dino. Wir sind aus dem gleichen Holz.
Auch ich hab manchmal Zweifel. Aber ich rede darüber.
Hast du mir nichts zu sagen?
Ich komme mit.
Da lang ist es kürzer.
Die Katarer wollen 40 Autos für ihre Botschaften.
Sie begleiten mich am Montag nach Nizza, um zu unterschreiben.
Das wird mein letztes großes Geschäft vor der Rente.
Und du kümmerst dich um sie. Was sagst du?
Ich sage: Armer Landrin.
Allerdings findet das Meeting im Morgengrauen statt.
Wegen Ramadan. - Ist der gerade?
Flugzeug verpasst. Fahre direkt zu Papa.
Was hast du für eine schöne Heimat!
Dann bis Montag. Ich nehm das nächste Taxi.
Machst du Witze? Los, schnell zu deiner Familie!
Dann bis Montag. - Bis Montag.
Wo geht's hin? - Zum Flughafen bitte.
Scheißkerl.
Guten Abend.
Es gibt Huhn mit Erbsen und Möhren.
Guten Appetit.
Danke.
Wie geht es dir?
Ganz gut.
Sie kümmern sich gut um mich.
Aber leider...
kochen sie nicht so gut wie deine Mutter.
Ich sollte nicht vor dir essen.
Iss nur.
Du machst wirklich richtig Ramadan?
Genau...
Ich muss mit dir reden. - Ich auch mit dir.
Weißt du,
dass du dich an die Traditionen hältst,
wärmt mir das Herz.
Du machst mich glücklich.
Ich bin stolz auf dich.
Das hast du noch nie gesagt.
Was? - Dass du stolz bist auf mich.
Spürst du das nicht?
Aber du sagst es nicht.
Auch nicht, dass du mich liebst.
Wozu dich damit nerven?
Das musst du doch wissen, solange, wie wir uns kennen.
Es würde mir guttun, es zu hören.
Gut.
Ich liebe dich, mein Sohn.
Ich liebe dich, Papa.
Dafür bist du extra aus Rom gekommen?
Stimmt,
extra aus Rom.
Was wolltest du wegen Ramadan sagen?
Dass ich...
glücklich bin.
Mein Mourad.
Ich brauch kein Geld. - Nimm es.
Gönn dir heute Abend eine gute Chorba und denk dabei an mich.
Nimm!
Erhol dich gut.
Ein Tic Tac? - Nein, danke.
Ich muss zugeben, ich hatte noch nie einen Termin um 5.30 Uhr.
Wir danken für Ihr Entgegenkommen. - Ich bitte Sie!
Die Zentrale hat die Verträge geschickt.
Herr Fabrizzi übernimmt die Abwicklung. - Ich habe Ihnen den Ablauf gefaxt.
Wissen Sie, ich gehe in Rente.
Dino ist auf dem besten Weg, meine Nachfolge anzutreten.
Glückwunsch! - Danke.
Reich mir bitte den Zucker. - Hier.
Sprechen Sie Arabisch?
Nein... Nur "Danke", "Wie geht's?", das ist alles.
Eine simple Schlussfolgerung:
Croissants, Früchte und Joghurt stehen vor Ihnen,
was fehlt noch?
Der Zucker!
Auf Italienisch "zucchero", und bei Ihnen?
Fast dasselbe.
Stimmt's?
Hätten Sie auf Italienisch gefragt, hätte ich schneller verstanden.
Ja!
Eine Freude, mit einem so scharfsichtigen Mann zusammenzuarbeiten.
Hallo, Cyril. - Hallo, Bourgeaux.
Du bist sicher kaputt, oder? - Nein, warum?
Hast doch nicht immer Meetings um 5.30 Uhr. - Welches Meeting?
Mit den Katarern.
Warst du nicht mit Dino da?
Dieses Arschloch.
Wo ist er? - Stör ihn nicht, er macht ein Nickerchen.
Was war das?
Nichts.
Doch. Du hast gebetet.
Es ist nicht, was du denkst.
Ist doch komisch...
ich hab immer gewusst, dass du kein Italiener bist.
Noch nie einen italienischen Moslem gesehen?
Schau über deinen Tellerrand.
Eine Milliarde Moslems, aber nur 300 Millionen Araber.
Woher bist du?
Algerien?
Tunesien, Marokko?
Was lässt dich an Nordafrika denken?
Alles.
Verpfeifst du mich jetzt bei Charles?
Das denkst du von mir?
Du hattest sicherlich deine Gründe.
Ich hab kein Recht, dich zu verurteilen.
Das bleibt unter uns.
Wie ist dein Vorname?
Mourad.
Das hätte ich nicht von dir gedacht. Manchmal täuscht man sich eben.
Für mich ändert das nichts.
Du hast deinen Platz bei Maserati.
Und ich werd dich brauchen.
Sie wollen also den Posten nicht mehr?
Nein. Daher hielt ich es für richtig,
Landrin mitzuteilen, dass ich aus dem Rennen bin.
Ich war sehr überrascht.
Und warum, Dino?
Dino glaubt, an die Grenzen seiner Fähigkeiten zu stoßen
und dass er das Katarer-Geschäft nicht packt. Nicht wahr?
Genau. Ich pack das nicht.
Landrin, lassen Sie uns bitte allein.
Natürlich.
Aber vorher möchte ich Dino danken.
Er ist ein echter Profi.
Danke, Dino. Ich hoffe, an unserem Verhältnis ändert sich nichts.
Was soll der Quatsch? Du änderst doch nicht einfach so deine Meinung!
Landrin hat recht.
Ich bin dem Posten nicht gewachsen.
Und du denkst, Landrin
eignet sich als Chef?
Absolut.
Derselbe Landrin, den du regelmäßig einen Deppen nennst?
Genau der.
Die Katarer müssen denken, ich spinne. Die Chefetage war auch schon informiert.
Übergib ihm das Projekt.
Ich spür doch, dass du mir etwas verheimlichst. Spuck's aus.
Das bildest du dir ein.
Ich verheimliche nichts.
Ich will einfach nicht.
Verstehe ich richtig, Mourad?
Du überlässt einem Kollegen deinen Posten und nimmst es ihm übel?
Das ist verwirrend.
Ich hatte keine andere Wahl. - Wieso?
Wolltest du den Job? - Ja!
Er ist wie für mich gemacht.
Landrin ist ein Schlappschwanz. Ich meine, er ist unfähig.
Auf Treibsand baut man keine Straße.
Die Wahrheit kann jedes Übel heilen.
Erzähl mir doch einfach alles.
Alles erzählen?
Das wird nicht leicht.
Ich habe Zeit.
Anfangs ging's nur um eine Wohnung. Aber als Mourad Ben Saoud kriegst du keine.
Da hab ich den Italiener erfunden.
Italiener zu sein, ist gut.
Es ist witzig, es hat Klasse.
Und so machst du weiter.
Bis du eines Tages besser Lasagne machst als Tajine mit Pflaumen.
Dann findest du auf einmal einen Job.
Ab dann führt kein Weg zurück.
Dino Fabrizzi, Maserati-Verkäufer, das klang gut.
Schon beim Vorstellungsgespräch war ich Teil der Familie.
Meine richtige Familie glaubt, dass ich in Italien arbeite.
Sie waren so stolz auf mich, ich konnte ihren Traum nicht zerstören.
Und dann kamst du.
Du hast dich in Dino verliebt. Ich musste den Namen behalten.
Mourad, richtig?
Mourad Ben Saoud.
Geboren in Sidi Bel Abbes, aufgewachsen in Aubagne,
Sohn von Rachida und Mohamed Ben Saoud.
Es tut weh,
dass du die ganze Zeit über nicht genug Vertrauen zu mir hattest.
Ich hätte es verstehen können.
Ich will mich nicht rausreden, ich hatte Angst, dich zu verlieren.
Was heißt "ragazza" auf Arabisch?
So hättest du mich von Anfang an nennen sollen.
Nichts vergessen?
Ich hab die fünf Vertragsexemplare dabei.
Du hast echt Nerven.
Dich als Itaker auszugeben.
Und warum Italien? - Kann dir doch egal sein. Lass mich in Ruhe.
Machst du jetzt auf Mafioso?
Los, machen wir sie fertig.
Ich mach niemanden fertig.
Na komm, sei kein schlechter Verlierer!
Wann kommen sie? - Einer ist schon da, der andere parkt noch.
Ich hoffe, es geht schnell.
Schon mal ein Kamel eingeparkt?
Vor 50 Jahren sind die noch mit 1 PS gefahren und jetzt mit 400!
Halt einfach die...
Er meint's nicht so, das ist seine Art Humor.
Ich hätte lieber mit dir gearbeitet.
Ich muss gehen.
Mein Kamel wird unruhig.
Landrin, warum sind die Katarer Knall auf Fall abgezogen
und haben bei Bentley unterschrieben?
Ich hab keine Ahnung.
Eben.
Ich glaub immer noch, Dino wär der richtige Mann dafür gewesen.
Wissen Sie, Charles...
Ich vermute, dass Dino heimlich für die Katarer arbeitet.
Er hat sie zu Bentley geschickt.
Ich beschuldige nicht Dino Fabrizzi.
Wen dann?
Jetzt ist Schluss, Landrin.
Klärt mich jemand auf?
Kaffee? - Nein.
Dino Fabrizzi hat's nie gegeben.
Ich heiße Mourad Ben Saoud.
Krass.
Du bist kein Italiener?
Ich stamme aus Sidi Bel Abbes. Hättest du mich trotzdem eingestellt?
Wie kannst du mich das fragen? - Weil Einwanderer sich das ständig fragen.
Jetzt sind wir auch noch Rassisten.
Armer Cyril.
Ich hab gelogen, damit du keiner wirst.
Ich hätte dich auch unter deinem richtigen Namen eingestellt.
Es wär vielleicht schwieriger gewesen,
aber du hättest deinen Platz gefunden.
Was hat dich dazu getrieben?
Rassismus,
Dummheit, Angst, fehlende Courage.
Nenn es, wie du willst.
Bourgeaux, du bist eine Null beim Fußball, aber ein guter Kerl.
Sie haben Recht, Nadia. Ramadan ist keine Formalie.
Hier...
Meine Karte.
Meine Waffe.
Ach, übrigens...
Ich kündige.
Das musste ans Licht.
Ganz recht, Landrin.
Und ich schätze Ihre Loyalität.
Sie werden die Einführung des neuen Modells betreuen.
Sie werden es nicht bereuen.
Wie heißt das neue Modell?
Arbeitsagentur. Ein revolutionäres Modell,
mit nur einer Tür.
Dieser da!
Krass.
Beim nächsten "krass" polier ich Ihnen die Fresse!
Soll ich das Gehalt an Herrn Fabrizzi überweisen?
Ja. Machen Sie die Endabrechnung.
Auf welchen Namen?
Wir waren in der Normandie auf einem Schloss.
Und auf einer Ballonfahrt hat er mir den Antrag gemacht.
Jetzt ist der richtige Moment.
Wir stehen alles gemeinsam durch.
Sie glauben nicht, wie Männer lügen können!
Ja, einige vielleicht, aber nicht Thierry.
Sind Sie sicher, dass er Thierry heißt? Haben Sie Beweise?
Wie bitte?
Dino, nimmst du heute keinen Wagen? - Danke, Albert.
Ich geh zu Fuß.
Jeder hat mehrere Identitäten:
Die reale und eine Wunschidentität.
Auch der soziale Status ist für mich Identität.
Personalchef, Anwalt oder Doktor. Das sind doch quasi Pseudonyme...
Moment, bitte.
Was ist los?
Du bist aufgeflogen.
Ach komm, das musste doch eines Tages passieren.
Aber ich wollte bestimmen, wann.
Bist du nicht erleichtert?
Erleichtert, ja:
Ohne Job, ohne Frau, ohne alles.
Mach weiter. - Was?
Sag's deinen Eltern. - Auf keinen Fall.
Begreif es als Chance.
Da musst du jetzt durch. Sie werden es verstehen.
Du kennst meine Mutter nicht. - Sie wird dich nicht verleugnen.
Das hab ich fünf Jahre lang getan.
Sagt dein Handbuch für Dummies nichts über Vergebung? - Vermutlich.
Religion ist auch zu was nütze. Sie hilft zu vergeben. Sag ihnen das.
Was wirst du tun?
Improvisieren.
Improvisierst du nicht schon lang genug?
Hier ist Ihr Kundenberater. Ihre Konten wurden leider gesperrt.
Einmal Marseille, bitte.
Falsche Identitätsangaben können zu vier Monaten Haft führen.
Es tut mir leid. Rufen Sie mich an.
Entschuldigen Sie, ich hab ein Problem.
Mir fehlen 4,50 Euro. Kann ich die morgen bringen?
Ich lasse Ihnen ein Pfand da. - Klar...
Wie "Klar"?
Vergessen Sie's.
Ich lasse doch ein Pfand da.
Mach keinen Ärger.
Duzen wir uns? Kennen wir uns? Sind wir verwandt?
Wohl kaum.
Oder steht hier "Kebab"? Fürs Essen wird bezahlt.
Meinst du etwa, der Araber bescheißt mich eh?
Etwa nicht?
Hört das denn nie auf?
Dass Typen wie du mich so angucken? - Raus hier.
Vorher stech ich dich ab und vergewaltige deine Frau.
Das wolltest du doch hören, oder?
Was noch?
Soll ich deinen Saftladen abfackeln?
Willst du das? Willst du das?
Keine Papiere,
Zechprellerei,
Androhung von Gewalt gegen den Kellner, seine Frau und so weiter...
Wie heißen Sie?
Dino.
Nein.
Mourad.
Also, Dino oder Mourad?
Mourad Ben Saoud.
Na also.
Mal überprüfen.
Was überprüfen?
Na ja, Freunde, Arbeit, Bank, Familie.
Sie wollen meine Eltern anrufen?
Leben die denn hier? - Warum sollten sie?
Allmählich fängt's an, kompliziert zu werden, Herr Dino Mourad.
Sie sind nicht zufällig illegal hier?
Was ändert das?
Alles.
Wenn Sie illegal eingereist sind, müssen Sie wieder zurück.
Dann ist mir Ihre Identität egal.
Ich bin Algerier. Ich bin illegal hier.
Amel, ich bin's. - Alles okay?
Hol bitte meinen französischen Pass aus meiner Wohnung.
Wo willst du denn hin?
Ich werd abgeschoben.
Was?
Schick einfach den Pass zu unserem Cousin Bachir in Algier.
Dann reise ich als Tourist wieder ein.
Was ist los? Du machst mir Angst.
Ich bezahle die Rechnung, Amel.
Alles in Ordnung? - Ja, war nur die Arbeit.
Seit zwei Stunden erklär ich Ihnen,
dass ich um meine Ausweisung gebeten habe.
Aber Sie sind doch Franzose?
Doppelte Staatsangehörigkeit:
französisch und algerisch. Meine Papiere kommen bald.
Sehr gut.
Aber warum weist man Sie dann aus?
Hätte ich die Wahrheit gesagt, hätte meine Mutter alles erfahren.
Was denn? Dass Sie Franzose sind?
Dass ich kein Italiener bin.
Ja! Sie sind kein Italiener.
Genau. Ich bin kein Italiener! Nur auf der Arbeit bin ich es.
Das heißt, da war ich Italiener.
Nur meine Mutter weiß das nicht. Für die bin ich immer noch Franko-Algerier.
Ich krieg Kopfschmerzen.
Das ist ein Skandal.
Das lass ich mir nicht gefallen!
Ich rufe die Botschaft an!
Die französische, die italienische oder die algerische?
Halt's Maul!
Lassen Sie mich wenigstens telefonieren, verdammt!
Sie haben Besuch, Mister Bond.
Ich hab gelogen.
Ich weiß, das war falsch.
Aber ich bin doch nicht der Einzige. Alle lügen!
Papa!
Wie hat sich Onkel Reda bei seinen zukünftigen Schwiegereltern genannt?
Raoul! So hat er sich genannt.
Man muss echt ein Problem haben, um sich Raoul zu nennen.
Gut, ich entschuldige mich, dass ich es zu etwas bringen wollte.
Was machst du da, Papa?
Komm schon, Papa.
Sprich mit mir.
Siehst du?
Hier hab ich als Kind gesteppt.
Das war hier mit Sammy Davis jr.?
An dem Abend hab ich in Oran auf einer Hochzeit getanzt.
Ich konnte nicht absagen.
Mein Freund Brahim war mit ihm auf der Bühne.
Es war furchtbar.
So ungerecht.
Ich hab es mir ausgemalt,
mit immer mehr Details,
und auf einmal war ich es, der mit Sammy Davis jr. getanzt hat.
Verstehst du, Herr Fabrizzi?
Weiß Mama Bescheid
über Dino?
Wie hast du's geschafft, du selbst zu bleiben?
Als dein Vater und ich nach Frankreich kamen,
haben wir uns ganz klein gemacht.
Niemand wollte, dass wir uns integrieren.
Wir sollten bloß nicht stören.
Das ist ein Unterschied.
Als dein Vater mich das erste Mal ausführte, hatte er auf den Namen Ferrand reserviert.
Wenn schon ein neuer Name, dann wenigstens Rothschild
oder de la Rochefoucauld. Aber nein, wir waren die Ferrands.
Dein Vater hat sich ständig beim Kellner bedankt.
Er hätte ihm fast beim Abräumen geholfen!
Und dann
seid ihr Kinder gekommen.
Du als erster, Mourad.
Du solltest François heißen.
Ich wollte das nicht.
Es ist wichtig zu wissen, woher man kommt.
Verstehst du?
Und deine "Ragezza"?
Hast du die auch erfunden?
Die gibt's nicht mehr.
Sie hat's erfahren und ist gegangen?
Immerhin hast du ihr die Wahrheit gesagt.
Sie kommt nicht zurück.
Vertraust du deiner Mutter?
Guten Tag.
Sie wünschen?
Ein Hochzeitskleid.
Weit oder tailliert?
Das weiß ich nicht.
Empirestil?
Sie hat einen hübschen Busen, also mit Ausschnitt, aber dezent.
Wann ist die Hochzeit?
Ich weiß es nicht. - Eine Maßanfertigung braucht Zeit.
Nehmen Sie lieber eins von der Stange.
Für sie nur das Beste, das schönste Hochzeitskleid von allen.
Sollte sie es nicht selbst aussuchen?
Sie weiß es noch nicht.
Eine Zwangsheirat? Eine Cousine aus Sizilien oder Algier?
Ich hatte noch nicht den Mut, sie zu fragen.
Warum?
Ich war unaufrichtig, hab ein bisschen gelogen...
Viel gelogen.
Ich war...
ein Esel.
Ein Mann.
Mourad bedeutet "Verlangen" auf Arabisch.
Hast du denn noch ein bisschen "Mourad" nach mir?
Ein kleines bisschen?
Ja, wir hören euch gut! Wie ist es? Gut? Genießt es!
Hallo Mourad! Also, wie ist es? - Es ist schön.
Es ist groß.
Es ist rund.
Grüß alle herzlich von uns, Papa.
ENDE
Vergib mir, liebe Mutter,
und vergib mir, lieber Vater,
die Verlockung des Erfolgs verführte mich.
Gib mir Kraft, meine einzige Liebe,
mich zu wehren gegen das, was auf mich einstürmt.
Der Kummer über das Exil quält mich.
Ich hab mich selbst in die Irre geführt.
Ich hab meine Wurzeln verheimlicht,
meine Sonne hat sich verdunkelt.
Das ist meine Wahrheit.
Vergib mir.
Can't find what you're looking for?
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