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Ich schließe meine Augen und sehe die winterlichen Wälder.
Die Kälte und der weiße Schnee gemahnen mich an den Tod.
Was hier geschah, erschütterte die Grundfesten unser aller Leben.
UMGEBUNG VON POLOTSK, 10. JAHRHUNDERT
Er wird von dort kommen.
Das hast nur du gehört.
Ich habe immer dem Hause der Rurikiden gedient.
Warum habe ich mich unter den drei Brüdern für Oleg entschieden?
Er war so feurig wie sein Vater. Allerdings nicht so klug.
Wir waren nicht allein im Wald.
Ihnen nach! Los, Beeilung!
Hier warteten Fremde auf uns.
Gib es mir. - Hier, nimm.
Schieß!
Wir sind Männer deines Bruders. Das ist unsere Jagd, das Wild gehört uns.
Hier.
Welcher Bruder? Ich habe zwei.
Na?
Der jüngste? Wladimir?
Wir sind aus Kiew.
Wartet! Das reicht! Er steht in Jaropolks Dienst.
Wir können teilen. Wir sind nicht gierig.
Teilen?
Jaropolk hat die besten Männer. Und die beste Stadt.
Aber das reicht ihm noch nicht.
Na los!
Schieß!
Worauf wartest du? Mach schon!
Halt!
Jaropolk...
Fürst, sie haben Ljut erstochen.
Sag deinem Bruder, wir zahlen.
Wir zahlen das Blutgeld für den toten Mann.
Du hast meinem Mann getötet. Was soll ich nun mit dir tun?
Es sollte ein Geschenk für meine Braut werden.
Und deine Leute wollten es stehlen.
Ich habe auch ein Geschenk für dich.
Aha.
Zu deiner Hochzeit.
Also komm zu mir.
Du gehörst nicht zu meinen Gästen.
Wir reiten nach Polotsk. Meine Braut wartet.
Durch die Stadtmauer lässt es sich besser verhandeln.
Geht, fesselt sie.
POLOTSK
Los!
Rogwolod! Da reiten noch mehr Fremde heran. - Das sehe ich selbst. Los!
Aus dem Weg! Rogwolod, mach auf!
Beeilt euch!
Es ist ihr Krieg. Verriegelt das Tor!
Öffne das Tor!
Vergossenes Blut ruft nach Rache.
Daher beschloss Jaropolk, mich dem Gesetz zu opfern.
Hier, im Haus seines Feindes Rogwolod.
Damit jeder weiß: Jaropolk ist nicht schuld an Olegs Tod.
Doch das Blut seines Bruders klebte an ihm.
Jaropolk, antworte mir!
Ist er etwa vor mir geflohen?
Hab ich ihn in die Pfähle gehetzt?
Gib her! - Deine Leute haben uns gejagt.
Du hast meinem Vater gedient.
Er ist tot. Und du lebst.
Du hast auch meinem Bruder gedient.
Und du lebst.
Ich lebe vielleicht nur, weil du nicht hier bist, um mir zu dienen.
Da gehörst du hin.
Exekutiert ihn. Er hat meinen Bruder nicht geschützt.
Sollen wir vor das Tor gehen?
Oder hier das Gesetz vollstrecken?
Ist das dein letztes Wort?
Na los.
Bist du bereit?
Halt, warte noch.
Eine Bitte noch: Hilf mir, mein Haar zu richten.
Ich will nicht mit schmutzigem Haar
hinüber ins Jenseits zu seinem Vater gehen.
Sag meinem Vater, ich hätte seinen Kriegsgott begraben.
Sag es ihm selbst.
Zu den Waffen!
Aufhören!
Ihr könnt mich nicht zweimal köpfen.
Halt! - Halt!
Eine Enthauptung wiederholt man nicht.
Er hat recht.
Zurück! Ich hab gesagt, zurück!
Zurück!
Lasst ihn frei.
Er hat recht.
Du hättest ihn nicht freilassen sollen.
Hör zu, Jaropolk, du trägst die Schuld an Olegs Tod.
Du liebst das Gesetz? Nach dem Gesetz werden sie sich an dir rächen.
Dein jüngerer Bruder Wladimir ist noch am Leben.
Das werden wir sehen.
Das ist Polotsk.
Sie schicken Heiratsvermittler, um dich zu treffen.
Ich war für den Fürsten in Nowgorod, danach im Norden wegen der Wikinger.
Und jetzt sind wir hier.
Ich bin nicht Jaropolks Feind.
Aber auch nicht sein Freund.
Du wolltest, dass zwei Brüder kämpfen.
Du hast mir geholfen.
Es ist nicht mein Krieg.
Jetzt ist er es.
Bist du deswegen hier? - Vater!
Wer ist der Freier?
Ich, Wladimir.
Sei nicht voreilig.
Ein Fürst, aus dem Hause Rurik.
Wladimir? Ich hörte von dir.
Ist es wahr, dass du aus Furcht vor dem Krieg mit deinem Bruder
in den Norden geflohen bist, ohne Olegs Tod zu rächen?
Ich war wegen der Wikinger dort.
Warum hast du sie hierher geführt? Dein Bruder ist nicht hier.
Ich will zu dir. Ich will dir Freude schenken
und die Schlüssel zu unserem gemeinsamen Haus.
Halt das. Nur zu, das ist hier Brauch.
Worin liegt die Freude, mit dir in den Krieg zu ziehen?
Zu zweit ist die Freude größer.
Oder fürchtest du dich? Nur zu, nimm deine Leute mit.
Und? Sagst du ja?
Sie mag vielleicht kein Hühnchen.
Bist du gekommen, um Krieger zu holen?
Ich brauche keine Krieger. Ich brauche dich.
Vater, er will zu dir, nicht zu mir. - Geh nicht weg, sprich mit mir.
Warte noch. - Wir haben genug geredet.
Es hat keinen Zweck.
Du kennst mich doch gar nicht. - Ich weiß alles über dich.
Was weißt du denn? - Willst es hören?
Sag es mir. - Soll ich es wirklich?
Ich warte. - Wag es nicht!
Deine Mutter war eine Sklavin.
Ich werde dich niemals heiraten. - Schweig endlich!
Ist er kein Fürst? - Doch.
Vielleicht hätte ich deinen Bruder angehört, er war ein Fürst.
Aber wer bist du schon?
Bist du sicher?
Ich habe meine Mutter geliebt. - Dann sei es.
Bring meinen Sohn weg.
Es war seine erste Schlacht.
Für seine Brüder war er kein Fürst, sondern ein Mischling.
Das Gesetz erlaubte ihm, gegen seinen Bruder Jaropolk in den Krieg zu ziehen.
Und so seinesgleichen zu werden.
Mehr Rauch in den Graben. Macht schon.
Deswegen wollte Wladimir sich mit dem Fürsten von Polotsk verbünden.
Und nun führen sie Krieg.
Denn nur ein Feigling rächt sich nicht für eine Beleidigung, oder ein Sklave.
Wir setzen den Berserker ein. Ich gehe zu den Wikingern.
Wir greifen die alten Tore an.
Vorwärts!
Hierher!
Ruh dich aus. Trink etwas.
Sieh mich an.
Lass den heiligen Zorn und die Kraft der Bestie
durch diesen Trank in dich fahren.
Nimm Rache, töte sie alle. Töte sie alle!
Tötet!
Du warst nicht eingeladen. Reicht ihm den Kelch des Zorns.
So mögest du nun einer von uns werden.
Trink und du gehörst dazu.
In den Kampf!
Geh zu ihr. Sie hat es sich anders überlegt,
jetzt wird sie dir die Stiefel ausziehen.
Steh auf. - Lass sie.
Und die?
Komm. Komm her, komm zu mir.
Sie haben sie getötet.
Da ist ja auch der kleine Bruder. Wo hast du dich versteckt?
Lass mich los!
Jetzt ist die ganze Familie hier. Hinlegen!
Lass sie in Ruhe. - Was?
Sie geht mit mir. - Sie wird sich rächen. Wohin soll sie gehen?
Er geht auch. - Der Junge? Soll mit in den Krieg ziehen?
Ich werde es in Frieden beenden.
Weg da, verschwindet!
Frieden? - Mein Bruder und ich werden gleichgestellt sein.
Jaropolk wird für Olegs Tod zahlen. Blutgeld.
An mich und meine Männer.
Jaropolk hat Oleg getötet, vergiss das nie. Menschen ändern sich nicht.
Wir gehen nach Kiew.
In Frieden.
Du gehst mit mir. Ich mache dich zu meiner Frau.
Ich werde dich lieben.
Nach Kiew!
KIEW
Nichts zu sehen. - Wart es ab.
Sie erwarten uns nicht.
Du suchst den Magier.
Folgt mir.
He!
Ich bin der Bruder eures Fürsten.
Ruft Jaropolk, ich will ihn sprechen!
Los, vorwärts.
Wo sind alle? Warum sagst du nichts?
Sie sind alle geflohen.
Sieh dir das an.
Die Axt deines Vaters.
Der Ort ist besetzt.
Willst du wissen, warum die Menschen sich nicht ändern?
Sie wollen nicht.
Jaropolk schlug sein Lager einen Tag entfernt von Kiew auf.
Er sammelte eine große Streitmacht, um uns mit einem Schlag zu vernichten.
Wladimir schickte seine Männer zu ihm und bot ein Treffen an.
Jaropolk antwortete, dass ein Mischling nicht über ihn urteilen könne.
Kiew wurde für uns zu einer Falle.
Aber das Glück lächelte uns.
Was ist das? Ein Spielzeug?
Woher hast du das? - Ich hab es hier gefunden. Ein Spielzeugschiff.
Sie dachten, ihr Schiff wäre schneller als meins.
Ein gutes Schwert.
Wir haben Jaropolks Banner gesehen.
Wir dachten, er wäre es, aber wir fanden nur eine Frau.
Ich bin die Frau deines Bruders. - Meines Bruders.
Warum bist du hier? Hat dein Mann dich geschickt?
Jaropolk hat mich für die Dauer des Krieges
nach Korsun in die Heimat geschickt.
Vater Anastas brachte mir eine Erlaubnis, das Reich zu betreten.
Wieso Korsun?
Wir hatten von Polotsk gehört.
Deshalb also.
Warum hat mein Bruder sie mit euch reisen lassen? - Mit mir?
Wir waren unterwegs mit ihm nach Glina.
Er will die Leute da ins Wasser tauchen.
Schick diesen Krieger zu meinem Bruder.
Sieh mir in die Augen.
Komm, ich will mit dir reden. Na los.
Worauf wartest du. Komm.
Zeig mir deine Hand.
Setz dich.
Sucht hier nicht nach Schätzen. Jaropolk hat alles mitgenommen.
Nur warum?
Er sammelt Krieger.
Welchen Grund hätte ich, dich nicht zu töten, hä?
Ich bringe dir Jaropolk hierher.
Warum sollte er sich darauf einlassen zurückzukommen?
Ihr habt Irina.
Sie trägt sein Kind. - Ach ja?
WACHTPOSTEN IN DER NÄHE VON JAROPOLKS LAGER
Halt! Aufhören, das reicht.
Genug! - Genug, Warjaschko!
Genug!
Frag ihn, wo deine Frau ist.
Ist sie am Leben? - Sie lebt.
Was verlangt er für sie?
Nichts. Er erwartet dich. Um Friedensverhandlungen zu führen.
Du darfst nicht allein gehen. Geh mit einer Armee.
Lagere vor der Stadt. Dann kannst du verhandeln.
Woher hast du das?
Wladimir schickt es dir.
Wenn sie die Armee sehen, werden sie sie an die Wand hängen.
Sie haben Irina.
Wir treffen eine Übereinkunft.
Warum hast du meinem Sohn nicht meinen Namen gegeben?
Du kamst nicht zurück.
Er ist eingetroffen!
Wo habt ihr meine Frau?
Irina, dein Mann verlangt nach dir.
Du bist gesund?
Warte hier.
Wo ist mein Bruder?
Er wartet auf dich.
Halte hier Wache. - Du willst ohne mich gehen?
Halte ihn.
Ihr habt meinen Hof umgegraben, hast du etwas verloren?
Ich habe es schon gefunden.
Du kommst mit.
Wo hast du es gefunden?
Das weiß nur ich.
Ich dachte, Oleg hätte es gestohlen. - Das hat er auch.
Großmutter holte es zurück.
Sie hat es im Hof vergraben und ich hab es gefunden. Großmutter...
Was wollen wir tun?
Wir reden.
Was ist? Wohin willst du? Halt!
Ruhe!
Halt!
Frohlocket. Fürst Jaropolk sitzt an der Tafel seiner Vorfahren.
Freut euch! - Jaropolk!
Aufhören! - Ruhig bleiben!
Ruhig!
Geh.
Zur Seite!
Zur Seite! - Zur Seite!
Schick deine Männer nach Hause. Der Krieg ist zu Ende.
Wo ist Wladimir?
Wladimir?
Wladimir ist der neue Großfürst.
Er ist nur ein Mischling. Der Sohn einer Sklavin.
Solche Männer haben kein Recht zu leben.
Halt, warte!
Fjodor, du bist verantwortlich für den Schutz von Irina.
Wenn sie noch am Leben ist.
Pass auf dich auf.
Alle sind nach Kiew gegangen.
Wladimir versprach, es würde alles wieder so werden, wie unter seinem Vater.
Es können nicht alle Verräter sein. - Also heißt es, wir gegen alle?
Er hat recht, es sind viele.
Und wenn es viele sind, heißt das, sie sind keine Verräter?
Lasst uns bei unserem Blut schwören, dass wir uns an Wladimir rächen.
Ich sterbe für mein früheres Leben,
und nur das Blut des Mischlings bringt mich zurück.
Der Herr sei uns gnädig.
Und nur das Blut des Mischlings bringt mich zurück.
Wladimir beendete den Krieg.
Und das Volk akzeptierte den Tod Jaropolks.
Aber Wladimir akzeptierten sie nicht.
Er blieb ein Mischling und für alle ein Fremder.
Um sich durchzusetzen, musste Wladimir größer werden
als sein Bruder es je für alle gewesen war.
Nur sein Vater war noch größer gewesen.
In jener Nacht erwartete man in der Stadt,
dass der tote Fürst kommen würde, um Rache zu nehmen.
Habt ihr jemanden gesehen?
Wer war das?
Der tote Mann nimmt Rache an dir.
Nimm die Hände weg.
Du wolltest ihn auferstehen lassen? Damit?
Er ist tot. - Du lügst!
Du hast ihn beschworen.
Ja. Ich habe ihn beschworen. Und er wird bald auferstehen.
Weißt du das nicht? Alle Toten werden wieder auferstehen.
Sie stehen auf und gehen.
Er wird auferstehen? Aber später, ja?
Dann ist er es nicht.
Du brauchst nichts zu fürchten.
Ich werde seinen Sohn großziehen wie meinen eigenen.
Glaub mir,
ich werde stark sein wie mein Vater.
Die alten Götter konnten Jaropolk nicht schützen.
Und Wladimir stürzte sie vom Hügel.
Er grub den alten Gott seines Vaters aus,
um seine Kraft zu gewinnen.
Jeder sollte sehen, dass er ein ebenso großer Herrscher war,
wie sein Vater.
Doch der Gott von Swjatoslaw liebte Menschenblut,
deshalb wurde er begraben, als der alte Herrscher getötet wurde.
Ich bin am Leben.
Er hat Hunger.
Nicht so laut...
Ich übergebe meinen Bruder dem Gott meines Vaters.
Er verlangt frisches Blut.
Lebendiges Fleisch.
Antworte. Bist du seiner wert?
Des Gottes deines Vaters?
Wir werden dieses Opfer darbringen.
Steht mir bei!
Verlassen wir diesen Ort.
Der Gott meines Vaters ist der Gott des Ruhmes.
Er wird uns alle beschützen.
Steht mir zur Seite!
GRENZE ZUM LAND DER PETSCHENEGEN
Wir töten den Mischling.
Setzen Irina auf den Thron.
Und bleiben in ihrer Nähe.
Da kommen die Nomaden. - Ja.
Die Petschenegen.
Ich dachte schon, sie würden nicht kommen.
Das ist ihr Wächter. Er hat den Rauch gesehen.
Ich brauche euren Khagan.
Khagan!
Jaropolk wurde getötet. Ich habe all seine Schätze.
Ich mache dich reich.
Wenn du mir hilfst, den russischen Fürsten zu töten.
Kennst du die verfallene Mauer in der Unterstadt? - Ja.
Wartet dort.
Hoch damit!
Ich kann nicht mehr.
Hast du's?
Die Petschenegen!
Die Petschenegen!
Du Hund!
Worauf wartest du? Los, schnell!
Weiter!
Nein! Tu es nicht! Bitte, tu's nicht!
Jagt die Leute weg!
Denkst du, Hohlkopf, es gibt noch einen Fürsten in Kiew?
Halt! - Soll ich ihn dir bringen?
Soll ihn runterwerfen?
In der Sonne wird er reifen.
Zurück! Zurück!
Aufhören! Zurück!
Zurück! - Khagan, ruf deine Männer zurück!
Ich reiß dir die Arme aus!
Weg da.
Gib mir Irina! - Beruhige dich.
Lass sie frei und ich ziehe mich zurück! So kannst du die Stadt retten.
Wenn du mir nicht glaubst, dann glaube dem toten Jaropolk.
Ich habe seine Schätze.
Ich bezahle sie und sie ziehen ab.
Es gibt keine weiteren Toten.
Also gebt mir Irina.
Wladimir!
Ich habe dir das Leben geschenkt. Was hast du daraus gemacht?
Wenn du es dir anders überlegst, weißt du, wo du mich findest.
Der neue Fürst hat sich für den Krieg entschieden!
Lass mich frei.
Ich flehe dich an, lass mich gehen.
Rette mich und die Stadt.
Lass sie gehen.
Gib uns Hoffnung.
Ich werde dich beschützen. Glaub mir.
Warum bist du hier?
Der Feind ist draußen.
Jeder, der sein Wort bricht, kann der Feind werden.
Wir kämpfen nicht ohne Lohn,
also rate ich dir, uns möglichst schnell zu bezahlen.
Das ist viel zu wenig.
Ein Almosen.
Was ist das? - Römergold.
Was sagen wir dazu?
Ich hielt euch für Krieger.
Aber nein. Ihr seid gierig wie Handelsmänner.
Du schuldest uns viel mehr als das.
Gebt ihnen den Berserker.
Für euer Gold kriegt ihr nur einen Krieger. Aber er ist mein bester.
Das garantiere ich.
Die Petschenegen brannten darauf zu plündern,
und Warjaschko versammelte ein Riesenheer
vor den Mauern Kiews.
Da beschloss Wladimir, Krieger vor die Tore zu schicken,
um ihre Reiter näher an die Stadtmauern zu locken.
Jeder wusste, er würde nicht zurückkommen, also gingen nur Freiwillige.
Auf das Signal geht ihr zu den Wällen. - Alles klar.
Jaropolks früherer Heerführer, Fjödor, übernahm die Leitung.
Er hatte einen anderen Glauben als wir, aber er war ein echter Krieger.
Gott segne und beschütze uns.
Kehre lebend zurück.
Gib das Iwan, meinem Sohn.
Mögest du erfolgreich sein. - Das liegt in der Hand meines Vaters im Himmel.
Wer bist du? Gottes Sohn?
Ich bin der Sklave Gottes. Doch niemandes sonst.
Möge er dir helfen.
Vorwärts! Beeilt euch. - Ich beeile mich.
Schneller!
Los!
Zum Angriff!
Stoßt sie zurück!
Fjödor!
Vorwärts!
Alle zusammen!
Kreis bilden! Einen Kreis!
Schilde verzahnen! Schilde verzahnen!
Zur Mitte!
Es ist Zeit! Macht auf!
Gebt das Signal! Das Signal! - Das Signal!
Macht die Räder fertig! Schnell!
Rückzug! An die Wälle!
An die Wälle! - Nicht zu den Toren!
Halt!
Fjödor!
Feuer! Holt Feuer!
Wenn wir die Steppe in Brand setzen, verbrennen wir auch.
Ich habe von meiner Mutter geträumt, also werden wir heute nicht sterben.
Los!
Anzünden! Schnell!
Wasser. Schütte Wasser auf die Wälle! Schnell!
Schneller!
Rauf mit dem Wasser!
Beeilt euch!
Wir werden verbrennen. Gott sei uns gnädig.
Der Gott meines Vaters hat uns geholfen.
Dankt ihm, dass ihr am Leben seid.
Die Petschenegen sind nicht abgezogen.
Alle Krieger bleiben bei mir auf den Wällen.
Berührt ihn, das bringt Glück.
Weißt du, wie man Feuer entzündet?
Natürlich. - Hast du Lust, uns zu helfen?
Vater hat gesagt, ich soll zu Hause warten.
Wusstest du, dass die Götter den Regen schickten?
Jetzt kannst du uns retten.
Ich sehe meinen Vater!
Ich sehe meinen Vater!
Ich sehe meine Mutter!
Ich sehe meine Mutter!
Ich sehe meinen Meister!
Ich sehe meinen Meister!
Er sitzt in einem Garten!
Der Garten ist herrlich grün!
Er sitzt in einem Garten!
Der Garten ist herrlich grün!
Er wartet dort auf mich!
Er wartet dort auf mich.
Er wartet dort auf mich.
Vater, ich werde sie alle retten!
Wir gehen nach Hause.
Sie sagten, ich rette sie alle.
Du wirst sie retten, aber jetzt geht's nach Hause.
Was ist?
Der Junge ist auserwählt. Er wird uns alle retten.
Wo ist dein Ehemann? Wladimir!
Aus dem Weg!
Vater! Vater! Vater!
Zur Seite, sag ich!
Sei vorsichtig!
Hörst du? Sie feiern.
Solltest du nicht mit ihnen feiern?
Hab keine Angst.
Sie glauben, die Kraft meines Vaters ist wieder zurückgekehrt.
Wladimir!
Sie werden ihn töten.
Lass uns wetten.
Wenn er überlebt, geb ich dir mein Messer.
Vor wem verneigt ihr euch?
Das sind keine Götter. Sie werden morgen verfaulen.
Vorwärts, stürzt die Säulen! - Stürzt die Säulen.
Stürzt die Säulen!
Werft sie um.
Wladimir!
Fürst!
Komm mit!
Geh.
Gott sei uns gnädig.
Vater. - Was ist?
Werden wir sterben?
Nein.
Ich habe dir gesagt, es gibt keinen Tod.
Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt
und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,
der spricht zu dem Herrn:
Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott,
auf den will ich hoffen.
Denn er errettet dich vom Strick des Jägers
und von der schädlichen Pestilenz...
Hört auf! Hört sofort auf!
...und deine Zuversicht wird sein unter seinen Flügeln.
Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,
dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht...
Nein!
Komm her mein Sohn. - Zurück!
Herr sei uns gnädig. - Herr sei uns gnädig.
Fjödor!
Ich hab gewonnen.
Was ist?
Was ist?
Wenn wir den Göttern nicht schenken, was uns das Liebste ist,
wie sollen sie dann wissen, dass wir sie lieben?
Das Opfer wurde dargebracht. Die Götter werden uns schützen.
Er hatte dich gewarnt.
Du gehörst genauso wenig hierher, wie ein Wikinger.
Du hast uns Zwietracht gebracht.
Du wirst ihn gewiss wiedertreffen, hörst du?
Du wirst ihn treffen.
Es gibt keinen Tod.
Doch.
So dürfen sie dich nicht sehen.
Bitte, lass mich gehen.
Bitte.
Die Götter unserer Vorfahren nahmen unser Opfer nicht an.
Die Petschenegen zogen nicht ab.
Jeder musste erkennen, dass wir die Stadt nicht retten konnten.
So ging Wladimir das Risiko ein und packte das Glück an der Kehle.
Er stimmte einem Treffen mit Warjaschko zu.
Helme.
Wenn das nächste Mal Regen fällt,
denkst du vielleicht an mich.
Was ist das?
Anna.
Was?
Anna. Der Name ist griechisch.
Nicht hiesig.
Woher weißt du, dass da Anna steht?
Das sind griechische Buchstaben.
Dieser bedeutet "A".
"N"...
"N"... "A"...
Und was bedeutet das?
Anna.
Es bedeutet "göttliche Gnade". Diesen Namen gab man mir im Kloster.
Was ist "Gottes Gnade"?
Es gibt die Liebe einer Frau und es gibt die Liebe Gottes.
Gottes Gnade ist das Geschenk der Liebe von Gott.
Ein Geschenk von Gott. Welcher Gott? Das hast du nicht gesagt.
Es gibt nur einen.
Er liebt dich. Und er kann dich retten.
Vergiss das nie.
Nimm das mit als Andenken.
Los.
Wladimir!
Lasst sie nicht entkommen!
Steh nicht da!
Hier lang.
Springen!
Mischling!
Ich weiß, dass du hier bist!
Hast du etwa Angst? Antworte!
Halt! Wo wollt ihr hin?
Wir kämpfen nicht gegen Römer. Aber versuch's ruhig.
Halt! Du hattest mir doch versprochen...
Khagan!
Wo ist Rogneda? - Sie ist auf dem heiligen Boden.
Worüber denkst du nach?
So lange die römischen Gesandten hier sind,
lassen die Petschenegen sich nicht sehen. Die Römer sind die Stärksten.
Geh auf alles ein, aber vertrau ihnen nicht.
Du wirst immer ein Fremder für sie bleiben.
Mein Bruder...
...traf ein Abkommen mit den Römern und die Petschenegen ließen ihn in Ruhe.
Ein Abkommen? Sie haben deinen Vater gekauft.
Und als er nicht gehorchte,
da ließen sie es zu, dass die Petschenegen ihn töteten.
Wir dürfen uns nicht länger davor fürchten...
...dass die Petschenegen angreifen.
Auf jede Nacht folgt wieder ein Tag.
Ich brauche die Kraft der Römer.
Diese Truhen mit Geschenken und der Leopard
sind Geschenke des Kaisers an den Herrscher.
Das sind Kaiser Basilius Porphyrogenitus,
sein Mitherrscher Konstantinus
und ihre Schwester Anna.
Anna, ein Geschenk Gottes... - Wie bitte?
Ein Geschenk Gottes.
Der Kaiser bietet dir und deinen Kriegern großen Ruhm,
wenn ihr Korsun belagert.
Es herrscht eine Rebellion im Reich und Korsun unterstützt die Rebellen.
Der Kaiser wird eure Hilfe großzügig belohnen.
Der Gesandte erwartet die Antwort des Herrschers.
Ich helfe euch gern aber nicht für Gold.
Wie meint der Herrscher das? Was verlangt er?
Ein Geschenk Gottes.
Du sagst ein Geschenk Gottes? - Anna.
Das ist unmöglich.
Du musst sie vergessen.
Der Herrscher kann nicht die edle Anna zur Frau bekommen.
Sie hat sogar den deutschen Kaiser abgewiesen.
Der Herrscher kann den Kaiser um alles bitten außer Anna. Sag, was du verlangst.
Ich will sie zur Frau. Sonst nichts.
Er will Anna.
Du hast dein Wort gehalten.
Das Gold der Römer stärkt die Kampfmoral.
Wir gehen zum Wall.
Wirst du die anderen begleiten? - Wohin?
Zum heiligen Boden.
Wir müssen die Götter um Schutz vor den Petschenegen bitten. Die Römer reisen ab.
Ich habe alle Opfer dargebracht.
Alle?
Zieh dich an.
Ich hätte dir auch mein Leben geschenkt
und wäre bis zum Ende der Tage bei dir geblieben.
Du bekommst einen Sohn.
Ist das wahr?
Ja.
Und du wolltest uns alle umbringen.
Du gehst zurück nach Polotsk.
Was für ein Geschenk willst du? Von welchem Gott?
Während der Nacht gab es großen Lärm im Lager der Petschenegen.
Jenseits der Wälle hörten wir jemanden schrecklich schreien.
Jeder bereitete sich auf das Schlimmste vor.
Ja, die Römer erklärten sich bereit Anna, die Schwester des Kaisers, zu geben.
Sie wussten: Wir konnten die steinerne Stadt nicht einnehmen.
Und Korsun zu erobern war reiner Wahnsinn.
Aber an diesem Morgen war das bedeutungslos.
Jeder dachte nur an den Tod, der im Nebel verborgen war.
Halt.
He!
Wie sieht's aus? Wo sind die Petschenegen?
Die Römer sagten, sie seien jetzt mit Wladimir verbündet.
Und Petschenegen kämpfen nicht gegen Römer. Sie nahmen Khagans Sohn als Geisel,
damit die Petschenegen ihr Wort halten.
Lebt Irina?
Ja. Warjaschko ist mit ihr nach Korsun.
Schick sofort Botschafter in alle Städte. Ich brauche das Geschenk Gottes.
Wir erobern Korsun!
KORSUN
Aus dem Weg. Zur Seite! Platz da!
Irina! Komm her.
Du wirst übersetzen.
Ich bin Wladimir. Ich bin ein Freund eures Kaisers!
Ich schwöre im Gedenken an meinen Vater Swjatoslaw:
Ich werde erst abziehen, wenn ich eure Stadt erobert habe.
Doch wenn einer von euch
mir die Tore öffnet,
du da oben vielleicht, du oder du,
oder du,
schwöre ich feierlich bei meinen Vorfahren,
ich werde keinen von euch töten.
Ich werde euch kein Haar krümmen.
Rette dich und deine Stadt!
Rette dich und deine Stadt.
Rette dich und deine Stadt.
Leg den Armreif zu der Karte, damit er weiß, von wem es kommt.
Ruhig, ruhig...
Schau mal...
Warte.
Hast du ihm geglaubt?
Sie hat mir alles genau erzählt.
Von dem Hügel und der Wasserleitung in die Stadt.
Sag nur, wissen alle davon oder du allein?
Ich selbst habe den Segen gesprochen. - Und wo ist das?
Auf dem kleinen Hügel.
Du hast also die Karte gezeichnet und abgeschickt.
Vater. Komm zu mir.
Irina...
...überall geschieht das Gleiche.
Wieso? Wieso?
Wieso, Irina?
Er ist ein Mischling! Ein Sklave!
Warum hast du es ihm gesagt? - Wladimir wird keine Gnade mit ihm haben.
Er wird die Wasserleitung unterbrechen und die Stadt austrocknen.
Du hast uns alle verraten!
Warst du bei ihm? Antworte.
Vater!
Ich möchte beichten.
Ich habe gesündigt.
Du hast uns beschützt...
Und ich bat dich, den Pfeil zu schicken,
nicht zum Wohle der Stadt, sondern für ihn.
Sieh mich an! Schwöre!
Wenn der Mörder herkommt, wirst du alles tun, damit er dich auf keinen Fall findet.
Schwöre, oder ich töte das Kind.
Du wirst die Stadt verlassen und nicht nach ihm suchen.
Schwöre, oder ich töte das Kind! - Nein.
Du hast in meinem Herzen das Licht gelöscht.
Da, sieh. Zwei Bäume.
Wo ist die Wasserleitung? Die Stadt liegt in dieser Richtung.
Jedem war klar, dass die Stadt nicht mit einer Belagerung erobert werden konnte.
Die Krieger kehrten allmählich nach Hause zurück.
Um sie aufzuhalten, ließ Wladimir ihre Schiffe aufs Land ziehen.
Diejenigen, die in die Steppe flüchteten, stießen auf die Petschenegen.
Sie saßen uns im Nacken.
Die Wasserleitung war Wladimirs einzige Hoffnung.
Freu dich Fürst.
Ich bin gekommen, um dir zu helfen. Als erster der Wikinger.
Wo sind die anderen?
Sie schlafen.
Zu viel Wein und Bier. Also bin ich allein.
Warst du in den Städten der Römer?
Deren Wasserleitungen können richtig lang sein.
Hast du davon gehört? - Nein.
Sveneld!
Bist du es?
Immer wenn ich dich sonst sehe, gräbst du Löcher.
Die grabe ich nicht für mich. Ich will deine alten Knochen darin verscharren.
Mischling!
Siehst du das?
Das ist für dich.
Ich habe die Petschenegen überredet. Sie wollten dich einfach abschlachten.
Sie sagen, du wärst ein Narr. Weil du einer Frau geglaubt hast.
Worauf wartest du noch? Schilde und Speere anlegen. Schnell.
"Schnell!" hat er gesagt!
Dein Glück ist zurückgekehrt.
Die Schiffe. Rollen wir die Schiffe auf sie.
Mir nach!
He, Mischling! Wo willst du hin?
Wir sagen den Römern, deine eigenen Leute hätten dich gepfählt.
Löst die Blockaden! Beeilt euch! Los!
Das nächste Schiff, los!
Schieben! Los!
Wo bleiben die Schiffe?
Hast du lange auf uns gewartet?
Hierher! Macht schon!
Wikinger kommen immer rechtzeitig.
Es kann losgehen.
Einar!
Los! - Los! Schieben!
Los!
Halt!
Wladimir!
Das reicht Bruder. Gehen wir nach Hause.
Wo ist jetzt mein Zuhause?
Siehst du, alter Mann?
Er wurde als Sklave geboren und versucht sich wie einer zu retten.
So, wo ist es? Hier?
Wenn du redest, hast du einen leichten Tod. Ohne Folter.
Frag Anastas. Er ist von hier. Er wird es wissen.
Ich frage ihn.
Und er dachte, Irina hätte ihm die Wahrheit gesagt. - Er sagt nichts.
Du hast sie verraten und mir überlassen. Du hast sie selbst hergebracht.
Wo ist sie? - Sie will dich nie wiedersehen.
Wo ist sie?
Und wo ist deine Frau? Hast du sie erwürgt oder rausgeworfen?
Du bist doch wegen einer neuen Frau hier.
Dein Bruder Jaropolk hat dich geliebt. Und du hast ihn abgeschlachtet.
Nicht die, du warst es.
Wer wird ihn rächen?
Nur du bist übrig. Sie sind alle tot. Und jetzt?
Willst du dich selbst hetzen? Dich hinrichten? Ja?
Ich sehe meinen Herrn. Ich sehe meinen Herrn.
Fürst, hier ist sie! Die Wasserleitung! Gefunden!
Na los! - Nichts siehst du!
Nichts siehst du!
Mach ein Ende!
Ich hab ihn nicht getötet.
Und ich töte auch dich nicht.
Wo ist Anastasius?
Du darfst hier keine Waffen tragen.
Gehört das dir?
Wo ist Irina?
Sie ist weggegangen.
Vor zwei Tagen.
Wohin? - Ich weiß es nicht.
Du lügst.
In diesem Hause darf man nicht lügen.
Was willst du von ihr? Du bist ein Freund des Kaisers.
Sie geben dir seine Schwester Anna.
Ja. Das werden sie wohl.
Geht man hier ins Wasser? - Ja. Hier.
Aber vorher
müssen wir miteinander reden.
Reden?
Du musst mir alles Schlimme erzählen, woran du dich erinnerst.
Das sind unsere Regeln hier.
Wenn du es jetzt nicht kannst, komm später.
Wenn du dazu bereit bist.
Tun wir's jetzt. Wozu warten?
Was soll ich sagen?
Was immer du willst.
Böse Dinge?
Als Kind habe ich meinem Bruder ein Spielzeugschiff gestohlen.
Und was dann?
Dann hab ich ihn getötet.
Wegen eines Spielzeugs?
Du selbst?
Ja.
Ist das alles?
Nein.
Ich habe auch meine Frau vergewaltigt.
Und ihre Mutter hat dabei zugesehen.
Ihr Vater auch.
Dann habe ich die Mutter meiner Frau getötet.
Und ihren Vater.
Hast du sie selbst getötet?
Ich selbst.
Ich habe viele getötet.
Auch meinen besten Mann.
Sein Sohn ist gestorben,
er war erst so groß.
War es deine Schuld?
Wessen Schuld sonst?
Wessen sonst?
Bitte warte.
Hast du Wasser? Ein wenig Wasser.
Warte. Warte noch.
Es ist rein.
Das bist du.
Zu Beginn deines Lebens.
Und jetzt stiehlst du deinem Bruder das Spielzeug.
Jetzt tötest du deinen Bruder.
Jetzt ermordest du den Vater deiner Ehefrau.
Dann tötest du die Mutter deiner Frau.
Dann starb dieser Krieger.
Dann sein Sohn.
Das bist du jetzt.
Dein Herr und Gott liebt auch dich.
Er kann dich mit seinem heiligen Feuer reinigen.
Kannst du es jetzt trinken?
Ja, das kann ich.
Aber es stinkt.
Der Kaiser.
Wenn du in die Kirche gehst, lass es mich wissen. Ich werde in der Nähe sein.
Unsere Männer werden auch hingehen.
Wohin? - In die Kirche.
Wir gehen hin, sagen, wir wollen den neuen Glauben annehmen. Wie unser Fürst.
Was?
Ich dachte, ich stünde ohne dich da.
Wie könnte das sein?
Was wäre ich ohne dich.
Ich wäre auch allein gegangen. Aber sie würden mich nicht zu ihm vorlassen.
Zu wem? - Zum Kaiser. Nur du kannst mit ihm reden.
Man sagt, er sei sehr flink.
Wenn du so schlägst, wird er es abwehren.
Du musst so zuschlagen.
Mach dir keine Sorgen. Ich nähe für dich eine Schlinge drauf.
Du gehst lächelnd auf ihn zu und sagst:
"Ich liebe dich, Bruder. Und deinen Gott auch."
Du brauchst ihn nur genau zu treffen, und aus.
Schluss mit Basileus.
Verstehst du? Du rächst deinen Vater. - Nein.
Nein?
Ich will kein Mörder mehr sein.
Du bist der Sohn deines Vaters.
Es gibt keinen Tod. Du wirst auferstehen.
Und das glaubst du wirklich?
Na gut.
Ich glaube es nur, wenn ich es sehen kann. - Was sehen?
Wenn ich dich töte, erstehst du auf und besuchst mich. Dann glaube ich es.
Du sagst doch, der Tod existiert nicht und du wirst auferstehen.
Warte. - Na los!
Es gibt keinen Tod!
Ich hab an dich geglaubt und du hast mich verraten.
Du bist ein Sklave und verreckst wie ein Sklave.
Du hast alle verraten, die dir gefolgt sind.
Es gibt den Tod, das weißt du.
Ich werde nicht im Bett sterben.
Recht hast du! Stirb wie ein Krieger!
Nein.
Ich will mich nicht an dir rächen. Ich vergesse es. Glaub mir.
Was erzählst du für einen Unsinn?
Der Mensch ändert sich nicht.
Warum auch?
Na los!
Los, komm schon!
Nur das, was du siehst, glaubst du auch?
Sehen was?
Ich bin bereit. Nur zu.
Nimm dein Schwert!
Stirb wie ein Krieger. Nicht wie ein Sklave!
Ich bin Sklave Gottes, niemandes sonst.
Das Rauschen des Meeres gemahnt mich an die Ewigkeit,
aber wenn ich meine Augen schließe, sehe ich die Wälder im Winter.
Die Kälte und der weiße Schnee erzählen vom Tod.
Warum ich ihn nicht getötet habe?
Er war ein Teil meines Lebens geworden.
Und ich werde kein anderes mehr bekommen.
Kommt alle hierher!
Nennt euren Namen!
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