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Original subtitles

SHIRO SANO

MEGUMI YOKOYAMA

DREHBUCH: TAKASHI ISHII

REGIE: TOSHIHARU IKEDA

Seht mal! Da drüben bei den Felsen!

EVIL DEAD TRAP 3: BROKEN LOVE KILLER

Wenn wir über die Borgia-Familie während der Renaissance sprechen...

... müssen wir uns auf zwei Namen konzentrieren, Cesare und Lucrezia.

Giftmorde.

Inzest.

Perversion.

Diese Familie war in die widerwärtigsten Vorkommnisse verwickelt.

Sie war überall in Europa wegen ihrer Grausamkeit berühmt und berüchtigt.

Im 15. Jahrhundert erlangte sie in ganz Europa großen Einfluss.

Da sie ihre politischen Feinde beseitigen ließ.

Viele von ihnen auf unglaublich grausame Art...

...wie Sie vermutlich alle schon wissen.

Mit Hilfe geheimnisvoller Gifte wie...

Cantarella.

Cantarella ist...

Professor...?

Ach, du bist es.

Jetzt hast du mich beim Rauchen auf dem Dach der Schule erwischt.

Während dieser Zeit in Italien...

...war die Seuche Dysenterie weit verbreitet.

Und die Leichen wurden unter den Häusern begraben.

Das Gift, von dem Sie sprachen, entstand beim Verwesungsprozess der Leichen.

Es wurde als mächtige Waffe eingesetzt.

Das ist doch die Eigenschaft von Cantarella, oder?

Cantarella...

Ich habe meine Lektion gelernt.

Warum fragen Sie nicht nach dem Grund, weswegen ich die Klasse verlassen habe?

Und warum mir übel war...

Professor, Sie wissen doch, dass ich ein Kind von Ihnen bekomme.

Du scheinst wieder meiner Frau geschrieben zu haben.

Du musst damit aufhören. Auch ohne dass...

Sie mieses Schwein!

Ich kann es einfach nicht fassen.

Fumie, das bildest du dir alles nur ein.

Warte!

Wir berichten aus Fumishima, das für seine Möwen bekannt ist.

Der grauenhafte Fund einer verstümmelten Frauenleiche erschüttert die Insel.

Die Leiche wurde am gestrigen Vormittag auf den Felsen im Küstenbereich entdeckt.

Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. - In Fumishima? Eine verstümmelte Leiche...

Es gab wohl Frühstück für die Seemöwen.

Das ist in der Gegend von Izumo... Ist nicht bald Kagura-Festzeit?

Die Frau scheint ungefähr einen Meter sechzig groß gewesen zu sein.

Aber ihr Körper war bereits stark verwest und außerdem fehlte ihr der Kopf.

Die Polizei sucht die Gegend immer noch nach Körperteilen ab.

Ich muss jetzt weg. Du brauchst nicht an die Tür zu gehen.

Kommt schon. Gehen wir. Wir sind spät dran.

Übt weiter.

Das richtige Timing ist wichtig.

Macht das noch mal. Seid diesmal aber vorsichtiger.

Ich muss mit Ihnen reden. Mein Name ist Mizuhashi. Ich bin von der Polizei.

Polizei?! Sie wollen mich sprechen?!

Fräulein Okagawa?!

Wo? Und wann? - Ungefähr vor einer Stunde.

Sie ist vom Dach des Gebäudes Nr. 5 gesprungen.

Wie bitte?!

Wir machen Schluss für heute! Raus mit euch!

Vielen Dank!

Sie hat einen Abschiedsbrief hinterlassen. Darin erwähnt sie die Sache mit Ihnen.

Mit mir?! Aber was...

Das hat sie geschrieben.

Einen Moment mal. Sie war Studentin in einem meiner Kurse.

Das ist alles.

Frau Mizuhashi! - Ja!

Lassen Sie uns gehen. Es war eindeutig Selbstmord.

Dann auf Wiedersehen. Aber vielleicht habe ich noch ein weitere Fragen an Sie.

Ein verschwundenes Mädchen?

Gibt es da irgendeine Verbindung zu der Selbstmörderin?

Ich weiß nur, dass ein Mädchen aus seinem Kurs vor fünf Jahren verschwand.

Ein verschwundenes Mädchen. Und eine Selbstmörderin.

Warum begeht eine Frau Selbstmord...

...nur weil sie ein Kind erwartet? - Eine Frau tut eben so etwas.

Um jemandem dafür die Schuld zu geben?

Für mich ist das Verhalten des Professors verdächtig.

Aber...

Ich kann ihm das nicht durchgehen lassen.

Stellen Sie Nachforschungen wegen dieses verschwundenen Mädchens an.

Guten Morgen.

Lassen Sie mich bitte den Fall übernehmen. Ich finde bestimmt etwas heraus, Chef.

Wie sie es geschrieben hatte: Sie war im fünften Monat schwanger.

Blutgruppe Null. Damit scheint auch bewiesen zu sein, dass das Kind...

...von Professor Muraki stammt. Das scheint jetzt ziemlich sicher zu sein.

Was ist denn los?

Es geht um den Professor Tetsuo Muraki. Den wir gestern befragt haben.

Es gab Zeugen für den Selbstmord. Und außerdem...

...gab der Professor zur selben Zeit Kendo-Unterricht.

Er hat ein Alibi. Damit ist sicher, dass es sich um einen Selbstmord handelt.

Es geht nicht um den "Fumie Okagawa"-Fall. Dass sie sich umgebracht hat, ist klar.

Es gab möglicherweise eine Verbindung zwischen dem Professor...

...und dem vermissten Mädchen. Das kann nicht nur reiner Zufall sein.

Wie war noch gleich ihr Name? Die Akte muss hier irgendwo liegen.

Hier ist sie. Der Name ist Yuko Otsuka.

Sie war in Professor Muraki verliebt und war ebenfalls schwanger.

Und irgendwann wurde verschwand sie. Fumie Okagawa beging Selbstmord.

Yuko Otsuka nicht. Sie hat sich nicht umgebracht, aber sie verschwand.

Ich glaube, dass man sie ermordet hat.

Erwarten Sie von mir, einen Fall wieder aufzurollen, der fünf Jahre zurückliegt?

Ich könnte den Fall alleine bearbeiten.

Einen Augenblick, in dem alten Bericht steht...

...dass die Untersuchung ein Jahr gedauert hat...

...aber zu keinem Ergebnis geführt hat.

Die Ermittlungen wurden irgendwann eingestellt.

Das ist wahr.

Yoko, Sie haben sich aber gut in die Materie eingearbeitet.

Das war nicht schwer. Ich hatte in der alten Abteilung etwas mit dem Fall zu tun.

Moment mal. Das wusste ich gar nicht. Verschweig mir so was nicht.

Chef!

Ich habe das Gefühl, dass da was nicht stimmt.

Lassen Sie mich weitere Nachforschungen anstellen.

Sonst findet das Mädchen von gestern keine Ruhe.

Ich wäre auch bereit, dem Fall nachzugehen.

Was ist denn los mit Ihnen beiden? Warum ist Ihnen das so wichtig?

Es ist nur so, dass ich noch den Ermittler des alten Falls kenne.

Was soll das?! Das ist mein Fall!

Aufhören. Nichts da, wir werden nichts unternehmen.

Aber Herr Kanazawa meint doch auch, dass wir die Ermittlungen wieder aufnehmen sollten.

Ich würde das gerne übernehmen und ihm berichten. Wenn ich auf etwas stoße...

...übertrage ich den Fall dann ganz Herrn Kanazawa.

Schon gut!

Chef!

Wir haben einen Mordfall. Die zuständigen Beamten aus den betreffenden Abteilungen...

...werden aufgefordert, sich sofort am Tatort einzufinden. Ich wiederhole...

Mizuhashi. Sie haben den Fall. Erstatten Sie täglich Bericht. Klar?

Ja! - Los, du fährst mit mir.

Guten Tag, Sir! - Gerade noch rechtzeitig.

Da werde ich geradezu nostalgisch.

Das waren noch die guten alten Zeiten.

Jetzt habe ich kaum noch Spaß an der Arbeit.

Heute geht es um eine Vermisste.

Ich regele das schon. Lassen Sie mich mit der Frau sprechen.

Ich muss mir das mal anschauen.

Was ist denn das Problem? Haben Ihnen ein paar Jungs die Unterwäsche geklaut?

Machen Sie sich keine Sorgen. Fünf Slips... Was fünf? Und ein BH...

Wir kriegen das schon hin. Ich schnappe mir den Burschen.

Entschuldigung, Sir. - Ja.

Das ist eine Kriminalbeamtin vom Polizeipräsidium.

Was?!

Sie benötigt einige Informationen, Herr Muto.

Gibt es hier noch jemanden, der an dem Fall gearbeitet hat?

Also, da gibt es noch ein paar, glaube ich.

Aber ich bin mir nicht ganz sicher.

Erinnern Sie sich noch an Yuko Otsuka? Ein Mädchen, das vor fünf Jahren verschwand.

Yuko Otsuka? Ich glaube, sie war Mitglied im Kendo-Verein.

Hat sich Yuko Otsuka je bei Ihnen gemeldet?

Vielleicht eine Postkarte? Oder vielleicht ein Brief?

Erinnern Sie sich an Yuko Otsuka?

Yuko Otsuka? - Ja.

Tut mir leid, ich bin erst seit drei Jahren hier.

Ich kann nichts herausfinden.

Wo sie wohl hin ist, diese Yuko Otsuka...

Ist das Foto von früher?

Yuko Otsuka.

Ich weiß, dass Sie glauben, man hätte sie ermordet.

Ich weiß es. Wenn es nur einfach eine verschwundene Studentin wäre...

...würde man keine Beamtin vom Präsidium schicken.

Das war ja klar... Und warum hat man den Fall wieder aufgerollt?

Und wieso verdächtigen Sie Professor Muraki?

Das habe ich doch gar nicht gesagt.

Stimmt.

Was für ein großes Haus.

Die Familie seiner Frau war sehr wohlhabend.

Offenbar ist niemand zu Hause.

Tut mir leid, Sie noch mal stören zu müssen.

Ich habe gehört, Sie hätten sich den heutigen Tag freigenommen.

Weil ich zu der Beerdigung gegangen bin.

Haben Sie noch mehr Fragen wegen Fräulein Okagawa?

Nein. Diesmal geht es um Yuko Otsuka.

Otsuka? - Es ist schon fünf Jahre her.

Ach, dieses Mädchen.

Damals hat man mir bereits sehr viele Fragen deswegen gestellt.

Sie hatte ihren Freunden erzählt, dass wir ein Verhältnis hätten.

Aber warum wollen Sie jetzt wieder etwas darüber wissen?

Laut der alten Akte sagten Sie...

...das sie sich alles nur eingebildet hätte.

Ich glaube, sie litt unter Wahnvorstellungen.

Sie war in so einem Alter... vielleicht trifft mich auch ein wenig Schuld.

Im Unterricht habe ich über bestimmte Sexualtheorien gesprochen.

Denn statt über Kunstgeschichte sprach ich ständig über Jung und Freud.

Ihre Frau wurde nach dem Vorfall doch für längere Zeit in ein Krankenhaus eingewiesen.

Nein, das hatte nichts direkt damit zu tun.

In welches Krankenhaus? - Es ist gar kein Krankenhaus.

Sie hatte sich in meine Heimat Izumo zurückgezogen, um sich zu erholen.

Ich dachte, ich hätte diese Sache endlich hinter mir.

Und jetzt werde ich für diesen Selbstmord verantwortlich gemacht.

Nein, das behaupten wir ja gar nicht...

Warum kommen Sie nicht rein? Dann reden wir weiter.

Bitte entschuldigen Sie die Unordnung, meine Frau ist gerade nicht da.

Nein, für heute wäre das alles. - Was?

Es ist fünf Jahre her. - Fünf Jahre?

Ja, ich erinnere mich. Wir hörten jemand schreien. Es war schrecklich.

Wir riefen die Polizei. Seitdem haben wir seine Frau nicht mehr gesehen.

Stimmt etwas nicht mit ihr?

So kann man das nicht sagen.

Sie soll so eifersüchtig gewesen sein, dass sie neurotisch wurde.

Neurotisch?

Niemand.

Nichts.

Niemand. Keine Menschenseele.

Ich sage Ihnen, außer ihm ist niemand dort.

Aber ich habe jemanden auf der Treppe gesehen.

Sie haben einen Schatten gesehen. Vielleicht hat sich nur der Vorhang bewegt.

Hören Sie doch endlich mal auf! Sie essen ja wie ein Schwein!

Sie sind doch keine Amateure. Reißen Sie sich zusammen.

Auch Polizisten können verklagt werden, wenn...

...sie jemanden ohne triftigen Grund überwachen.

Gut, der Unsinn hat jetzt ein Ende.

Wir sind nicht unvorsichtig gewesen!

Ich habe einen Anzug gefunden, der mir passt.

Darf ich mit Ihnen trainieren?

Noch nicht!

Sie sollten sich nicht bewegen.

Sie sind ziemlich dickköpfig.

Lassen Sie mich das machen.

Es hat mich gefreut, so einen ebenbürtigen Gegner zu haben.

Ihre Verteidigung...

Warum haben Sie mich nicht angegriffen? Ich war völlig ungeschützt.

Ich habe Angst gehabt, dass es eine Falle ist.

Wenn man sich bewegt, verliert man. Stimmt's?

Ich hole einen Verband.

Warten Sie doch. Herr Muto. Lassen Sie mich runter.

Wie geht es Ihrem Knöchel?

Ich muss noch einige Zeit einen Verband tragen.

Soll ich Ihnen vielleicht für die Überwachung Windeln besorgen?

Für diese Überwachung habe ich von ganz oben eine Erlaubnis bekommen.

Alles hervorragend vorbereitet.

Könnten Sie das vielleicht lassen?

Ach, ein Nichtraucher-Auto.

Machen Sie das Fenster zu. Man könnte den Rauch sehen.

Warum sind Sie denn so von dem Professor besessen?

Yuko Otsuka war auf in Schule meine Klassenkameradin.

Was?! Wirklich?

Irgendetwas geht da vor. Die Polizei beobachtet mich.

Sie behandeln mich wie einen Verbrecher.

Dabei habe ich doch gar nichts getan.

Ich habe sogar ein Alibi.

Oder zweifelst du etwa auch an mir?

Das war nicht so gemeint. Entschuldige.

Fahren wir nach Hause? - Es fuhr ein Wagen weg!

Sehen Sie mal. Ist er das?

Was halten Sie davon? - Laut Nummernschild ist das sein Wagen.

Aber wer ist die Frau?

Eintritt nur für Mitglieder.

Das ist eine Lesben-Bar. Sie müssen draußen bleiben.

Was?! Da will ich einen Blick reinwerfen.

Du bist ja schon wieder da. Hast du mich nicht verstanden?

Ich habe sogar sehr gut verstanden.

Du siehst süß aus.

Willst du was trinken? - Ein Gingerale.

Bist du das erste Mal hier?

Willst du mit mir nach hinten gehen?

Komm.

... und dann fasse ich deine Schenkel an.

Bin ich nicht gut genug für dich? Oder warum schaust du nach jemand anderem?

Du bist so selbstsicher und so schön.

Tanz mit mir.

Komm schon!

Stimmt was nicht? - Nein.

Willst du schon gehen?

Was ist passiert? - Was machen Sie eigentlich?

Sie Idiot haben nur Essen im Kopf!

Spielen Sie sich nicht so auf. Nur weil Sie vom Präsidium kommen.

Ich verschwinde.

Professor...? - So ein Zufall.

Was haben Sie denn da an? Haben Sie noch einen Nebenjob?

Also... nein.

Ermitteln Sie etwa verdeckt?

Professor, was machen Sie hier?

Was sagen Sie? Man versteht vor lauter Regen nichts.

Professor, Ihre Frau, ist Sie wirklich in Izumo?

Was soll mit meiner Frau sein?

Tut mir leid.

Ihre Verteidigungsmethode, setzen Sie dabei den Oberkörper ein?

Reden Sie über Kendo?

Wenn Sie zuerst angreifen, verlieren Sie.

Ich will gar nicht gewinnen. - Was?

Das ist die Strafe für meine Sünden...

...die ich in der Vergangenheit begangen habe.

Strafe?

Ich bringe Sie nach Hause. Wo wohnen Sie?

Ich weiß nicht, ob sie nach Hause gefahren ist.

Ich weiß nicht, ob sie zusammen weggefahren sind.

Ich weiß noch nicht mal, wer sie ist.

Was mache ich eigentlich hier?

Aufhören!

Alles in Ordnung. Ich sage doch, es ist alles in Ordnung.

Aber der Wagen... - Ich ermittle verdeckt.

Ich bin mitten in einer Überwachung. - Ich verstehe.

Bitte behindern Sie meine Ermittlungen nicht weiter.

Helfen Sie mir, den Wagen wegzuschaffen. - Was?!

Wo bin ich?

Wo... wo bin ich?

Halt!

Arschloch!

Wo ist er? Wo ist er?

Er will nicht abbiegen, er fährt geradeaus. Ja!

Ich bin Polizistin. Ich brauche Ihre Hilfe.

Zum Flughafen?

Nach Izumo. Dann ist das die Frau des Professors.

Hat sie vielleicht doch jemanden im ersten Stock gesehen?

Entschuldigung!

Sind Sie frei?

Folgen Sie dem Wagen.

Damit handele ich mir bestimmt Ärger ein.

Herr Muraki!

Der Wagen fährt zum Izumo-Schrein. - Zum Izumo-Schrein?

Also fährt sie nach Hause.

Herr Muraki!

Yoko!

Meine Dame, kennen Sie eigentlich Fumishima? Die Insel ist berühmt für seine Möwen.

Fumishima? - Sie liegt direkt hinter dem Izumo-Schrein.

Unter den Einheimischen erzählt man sich die Geschichte...

...dass die Möwen angeblich die Götter beschützen würden.

Der Wagen fährt also nach Fumishima. - Ja.

Wir müssen nur auf dieser Straße weiterfahren, dann kommen wir dorthin.

MURAKI

Sie sind in Izumo?! Als Touristin, oder was treiben Sie da?

Wir werden die Polizei dort darüber informieren.

Aber was ist, wenn Ihnen etwas zustößt, was machen wir dann?

Es tut mir leid...

Tetsuo Muraki ist ein Einzelkind. Er verlor seine Eltern, als er noch klein war.

Er hatte es nicht einfach, aber schaffte es irgendwann bis auf die Universität.

Seine Familie war sehr wohlhabend.

Aber das Haus ist jetzt völlig heruntergekommen.

Seine Frau kam vor fünf Jahren hierher.

Anscheinend, um sich von ihrer Krankheit zu erholen.

Seitdem lebt sie hier vollkommen zurückgezogen.

Sie verlässt niemals das Haus, wahrscheinlich aufgrund ihrer Krankheit.

Es scheint aber so, als ob jemand dort ist.

Aber ehrlich gesagt, hat die Frau bisher noch niemand gesehen.

Wir haben ein Fax vom Polizeipräsidium in Tokio bekommen...

...mit der Bitte, Ihnen zu helfen.

Aber unsere Leute sind alle im Einsatz...

...wegen des Falls mit der verstümmelten Leiche.

Eine verstümmelte Leiche? - Ja.

Sie müssten eigentlich davon gehört haben.

Gleich da vorne.

Auf Fumishima wurde eine von Möwen zerfressene Frauenleiche angespült.

Vor einer Woche erst.

Ungefähr vor einem Jahr wurde schon einmal eine kopflose Leiche...

...am Kap von Hino an Land geschwemmt.

Yoko! Bitte hilf mir.

Yoko! Bitte hilf mir.

Yoko! Bitte hilf mir.

Yoko!

Zwischen beiden Fällen gibt es einige Gemeinsamkeiten.

Denn einige der Organe waren gefroren.

Das Wasser ist zwar sehr kalt, aber es ist dennoch seltsam.

Zumal auch nicht alle Organe gefroren sind.

Was ist das?

Diesmal haben wir ein Stück Stoff unter ihrer Brustwarze gefunden.

Womöglich wurde sie erst in Stoff eingewickelt...

...und dann hat man sie weggeschafft.

Kann ich hier nach Tokio telefonieren? - Selbstverständlich.

Gibt es etwas Neues? - Nein.

Ein paar jüngere Kollegen überwachen das Haus.

Es war bisher nur ein Kurierwagen da. - Ein Kurierwagen?

Gab es nicht vor fünf Jahren einen Fall mit einer verstümmelten Leiche?

Bei uns nur vor einem Jahr. Ja, vor einem Jahr war es.

Verzeihung.

Vielen Dank.

Hier bitte.

Falls es um das Haus gegenüber geht, da passiert nichts Ungewöhnliches.

Wie gesagt, es geht um die vielen Einbruchsfälle hier in der Gegend.

Können Sie uns irgendwas über das Haus gegenüber sagen?

Wer die Götter in Frieden lässt, den werden sie auch in Frieden lassen.

Wie bitte?

Das ist in Izumo nicht ungewöhnlich.

Man erzählt sich von der Familie der Frau...

...dass sie von einem göttlichen Geschlecht abstammen soll.

Wirklich? Nachkommen von Göttern?

Der Sohn ist Professor in Tokio, aber er hat keine Kinder.

Sein Tod bedeutet das Ende dieser Familie.

Ich gehe schlafen.

Ein Haus, in dem niemand lebt, verfault.

Gute Nacht. - Gute Nacht.

Polizei! Hören Sie sofort auf damit!

Halt!

Kommen Sie raus! Ich weiß, dass Sie Murakis Frau sind. Kommen Sie raus!

Aufmachen! Aufmachen! Ich weiß, dass Sie da drin sind!

Ich habe mich schon gefragt, wer das sein könnte.

Professor?

Kommen Sie rein. Es ist kalt draußen.

Bitte sehr.

Was machen Sie hier?

Das hier ist mein Zuhause.

Aber warum ausgerechnet jetzt?

Ich komme immer zu dieser Jahreszeit hierher...

...um den Göttern meine Ehre zu erweisen.

Sind Sie mit Ihrer Frau hier?

Ich bin alleine hier. - Warum verstecken Sie sie?

Verstecken?! Wovon reden Sie?

Ich bin Ihrer Frau von Ihrem Haus in Tokio bis hierher gefolgt.

Ich habe gesehen, wie Ihre Frau in dieses Haus ging.

Vorhin beobachtete ich, wie Ihre Frau ein Paket aus Tokio entgegennahm.

Sie brachte das Paket zu einer Klippe und warf es ins Meer.

Das Paket?! Warum sollte sie so etwas tun?

Um Leichenteile zu beseitigen. Sie hat die Leichen verstümmelt...

...und die gefrorenen Körperteile dann hierher geschickt.

Das ist doch völliger Unsinn. - Wo ist Ihre Frau denn?

Sie haben sich kein bisschen verändert. - Wie bitte?

Sie waren sehr aggressiv und haben niemals aufgegeben.

Vor allem für ein Mädchen... aber das darf man vielleicht nicht so sagen.

Für eine Schülerin haben Sie diese ungewöhnliche Angriffslust besessen.

Es war nicht nur, weil Sie niemals verlieren wollten...

Bei unserem Duell neulich...

...als ich Ihre Angriffshaltung gesehen habe, kam die Erinnerung zurück.

Es ist ja schon recht lange her...

Sie erinnern sich doch auch an Yuko, oder?

Der Kendo-Verein unserer Schule hatte oft an Ihrer Universität trainiert.

Ich weiß noch, dass Yuko sich in Sie verliebt hatte.

Ich hatte mich immer gefragt, ob Kendo nur ein Vorwand war, um Sie sehen zu können.

Nein. Hören Sie auf damit.

Yuko schrieb sich dann an Ihrer Universität ein

Und ich wurde Polizistin.

Immer wenn ich Yuko sah...

... redete sie nur von Ihnen.

Und als ich dann von ihrem Verschwinden hörte...

... schaute ich mir den Fall genauer an.

Aber ich ahnte, dass Yuko nie wieder auftauchen würde.

Ich tue das nicht nur für sie.

Ich meine, ich...

Seit wann haben Sie Ihre Technik verändert und attackieren den Oberkörper?

Wann war das?

Vor fünf Jahren.

Professor...?

Was hat es mit den Göttern auf sich?

Sie sind unsere Vorfahren.

Sie haben uns hervorgebracht.

Und wir haben sie hervorgebracht.

Getötet in Tokio!

Und die Leiche hat man in Izumo beseitigt!

Aber wie hat man die Leiche transportiert?

Sie wurde zerteilt und in einem Kühlwagen transportiert.

Und zwar gefroren.

Murakis Frau hat das Mädchen in einer Lesben-Bar aufgegabelt.

Daher stammen wohl auch die Stoffreste.

Dann wurden die Einzelteile von Tokio aus in einem Wagen transportiert.

Habe ich das richtig verstanden? Stimmt das?

Ich gehe auch noch anderen Hinweisen nach.

Ja.

Herr Muto? Nein. Ich war ganz allein.

Muto wird auch vermisst.

Wirklich?

Von Izumo aus ist die Ankunftszeit in Tokio 11:05 Uhr.

Aber von Hiroshima aus wäre es 9:05 Uhr, also früher.

Ich muss weitermachen.

Wir können sie nicht finden! Sie ist verschwunden!

Was heißt das, sie ist verschwunden? Finden Sie sie!

Chef! Wir haben gerade Nachricht erhalten...

...dass in der Nähe einer Klippe Leichenteile gefunden wurden.

Sagt der Zentrale Bescheid!

Aus dem Weg!

Es ist niemand hier! Keine Menschenseele.

Gibt es ein Bild von Murakis Frau?

Chef! - Was ist?

Was ist los?

Chef! Sie müssen das... Sie müssen das in Tokio melden.

Und zwar sofort!

Yuko!

Der Flug aus Izumo kann noch nicht gelandet sein.

Weder er noch seine Frau können also hier sein.

Wer ist da?

Ist jemand da?

Wer ist da?

Wo bist du?

Ich weiß, dass jemand da ist.

Ich weiß, dass du hier bist.

Du brauchst dich nicht zu verstecken.

Zeig dich doch.

Hat er wieder eine kleine Rumtreiberin aufgelesen?

Ich lasse dich gehen, wenn du aus deinem Versteck kommst.

Nami.

Nami?

Was machst du da?

Ich habe jemanden gehört. Du hast wieder jemanden hergebracht, nicht wahr?

Habe ich nicht. Hier ist niemand.

Aber ich habe hier jemanden gehört.

Wer könnte das dieses Mal nur sein?

Wie oft willst du mich noch betrügen?

Ich habe es doch schon immer gesagt.

Alles ist meine Schuld.

Gehen wir nach oben. Ich habe dir ein kleines Souvenir mitgebracht.

Wie viele Mädchen sollen denn noch getötet werden?

Ist schon gut. Gehen wir...

Als du diese Studenten-Schlampe geschwängert hast...

...und du mich um Vergebung gebeten hast, habe ich mich um sie gekümmert.

Yuko.

Ja, das hast du. Und dafür bin ich dir auch dankbar.

Lass uns gehen.

Jemand ist hier. - Was?

Du hast ein Mädchen für mich gefangen.

Wie kommst du darauf? - Du hast es selbst gesagt.

Denkst du, dass du so deine Verlogenheit sühnen kannst, ja?

Willst du mich etwa für dumm verkaufen?

Ich weiß, dass du böse auf mich bist...

...weil ich dich so lange allein gelassen habe, aber...

Aber? Aber was? Aber? Sag es schon.

Aber du musstest in deine Heimat zurück, um das Paket anzunehmen.

Du hast mich betrogen.

Ist ja gut.

Komm jetzt.

Siehst du. Es ist jemand hier. Du hast hier wieder ein Mädchen versteckt.

Da ist sie ja.

Sind Sie seine Frau? Stimmt das?

Ich nehme Sie wegen mehrfachen Mordes fest. Es ist vorbei.

Nein, das ist nicht wahr.

Werfen Sie die Axt weg! - Es ist nicht wahr. Es ist nicht wahr.

Sie ist unschuldig! Ich war es! Sie ist krank! Mich müssen Sie verhaften!

Du hast wieder ein Mädchen hergebracht!

Professor, flüchten Sie! Ich werde das jetzt beenden!

Du...

Du hast dich verändert.

Nami!

Nami!

Aufhören!

Nami!

Nami!

Tetsuo, Liebling.

Nami!

Tetsuo, Liebling.

Nami!

Ihre Frau hat sich die Opfer in der Lesben-Bar gesucht.

Denn für eine Frau ist es einfacher, an eine andere Frau heranzukommen.

Das stimmt nicht. Sie irren sich.

Sie hätte niemals das Haus verlassen.

Ich habe mich als Frau verkleidet und habe Jagd auf die Mädchen gemacht.

Ich habe sie umgebracht. Warum sollte sie so etwas tun?

Und warum sollten Sie so etwas machen?

Sie wollen doch nicht behaupten, dass Sie nur zum Spaß getötet haben?

Doch, ich genieße es. Ich habe das alles getan.

Die Frau, die ich verfolgt habe, die das Paket ins Meer geworfen hat...

...waren Sie das? - Das stimmt. So ist es.

Wenn es so ist, wie Sie sagen, wie erklärt es sich dann...

...dass Sie nicht hier waren, als Muto getötet wurde?

Die Wunde an seinem Kopf stammt von einem stumpfen Gegenstand.

Die Axt Ihrer Frau. Wie auch bei den den Leichen. Sie ist die Mörderin.

Und ich habe gehört, wie sie sagte, dass sie vor fünf Jahren Yuko Otsuka getötet hat!

Nein, das war ich.

Und die Mädchen aus der Lesben-Bar wurden ebenfalls von Ihrer Frau getötet!

Das ist nicht wahr. Ich war es.

Professor, was Sie taten, war die Leichen im Meer von Izumo verschwinden zu lassen!

Ich habe sie geliebt. - Professor!

Sie haben nur die Leichen beseitigt! Sie war die Mörderin!

Diese Mädchen waren Opfer für die Götter.

Sie war krank! Wenn Sie alles gestehen, gibt es sicher mildernde Umstände für Sie.

Sie müssen nur die Wahrheit sagen.

Ich bin der Mörder.

Ich will sie mir mal ansehen. - Fassen Sie sie nicht an!

Als ich Yoko Otsuka getötet habe...

...wurde sie wieder zu der Frau, die ich geliebt habe.

Welche andere Möglichkeit hätte ich sonst gehabt...

...um den Zorn der Götter zu besänftigen?

Mir blieb nichts anderes übrig, als ihnen Opfer zu bringen.

Ich habe alles für dich getan, um deinen Schmerz zu lindern...

...und um deine Vergebung zu erbitten.

Fass sie nicht an!

Fass mich gefälligst nicht an.

Du hast das alles also für mich getan. Etwa auch, mit diesen Schlampen zu schlafen?

Du würdest mir nicht glauben, wenn ich sage, dass ich nicht mit ihnen geschlafen habe.

Jeden Tag, jede Nacht. Gestern, heute. Morgen.

Stirb nicht. Bitte stirb nicht.

Sonst weiß ich nicht, was ich...

Denkst du vielleicht, dass du meine Sünden sühnen kannst?

Nein, das denke ich nicht, aber...

Nami, du darfst nicht sterben.

Selbst, wenn ich sterbe, sollst du ewig weiterleben.

Du hast doch jede Möglichkeit genutzt, um mit deinen Studentinnen zu schlafen.

Das... das war nur ein einziges Mal, ein Fehltritt.

Du hast mich betrogen!

Das stimmt nicht.

Ich habe dir nur vorgespielt, dass ich dich mit den Mädchen betrüge.

Damit du sie dann tötest.

Ach ja? Und was ist mit dem Mädchen da drüben?

Professor!

Wer ist sie? - Ich bin Yoko, Professor!

Professor!

Das Mädchen hat nichts anderes verdient als den Tod.

Es ist alles meine Schuld. Ich habe alles getan. Alles.

Das ist nicht wahr!

Genauso sollte es sein.

Ich wollte, dass es früher endet.

Das ist die Strafe der Götter.

Dafür, dass ich meine Frau ein einziges Mal betrogen habe.

Aber all die anderen, die waren nur für sie.

Ich kann jetzt für immer bei ihr sein...

...bei meiner geliebten Frau.

Ich hätte mir gewünscht, Professor, dass Sie es nicht gewesen wären.

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