Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Müssen wir das machen?
Wirklich?
Warmes Sushi vom Bauchnabel einer Frau essen?
Ja, um das Geschäft abzuschließen.
Es wäre auf jeden Fall gut, wenn wir es tun.
Sie lieben dieses Restaurant eben.
Sie lieben alles, was vulgär ist und sie nichts kostet.
Bei den Mengen an Alkohol, die sie trinken,
könnten sie genauso gut Hotdogs im Zoo essen.
Wir müssen ihren Vorstellungen entsprechen, Nagara-san.
In einer halben Stunde sind sie so betrunken,
dass Sie unbemerkt gehen können.
Wir bleiben bei ihnen.
Man muss Geschäfte auch anders machen können.
Kann man auch.
Aber es bringt weniger Gewinn.
Ja? Hallo?
Warum? Warum mache ich das alles?
Wieso hat mir das niemand gesagt?
Warum?
EINE KARTE DER KLÄNGE VON TOKIO
Kein Tag vergeht, an dem ich mich nicht an Ryus Atem erinnere.
Kein einziger Tag vergeht, an dem ich ihr Schweigen nicht vermisse.
Als ich sie kennenlernte, nannte sie sich Ryu.
Später fand ich heraus, dass sie noch andere Namen hatte:
Keiko, Momoyo, Yuri.
Aber ich bin mir fast sicher, dass Ryu ihr richtiger Name war.
Wir trafen uns eines Sonntagnachmittags im Ramen-Museum.
Ich sagte ihr, dass mir das Geräusch gefällt,
das sie macht, wenn sie ihre Suppe schlürft,
weil es mich an das Schlürfen
meiner Mutter erinnert.
Dürfte ich dein Schlürfen aufnehmen?
Das mache ich.
Damit verdiene ich mein Geld.
Damit verdienst du dein Geld?
Ja.
Ich nehme Geräusche auf, für Tonstudios,
für das Radio, das Fernsehen, für Videos.
Manchmal auch...
für einen Film.
Nimmst du auch auf, wie Leute die Nase hochziehen?
Natürlich glaubte sie mir kein Wort,
aber an jenem Tag begann unsere Freundschaft.
Damals wusste ich noch nicht,
dass ich ihr einziger Freund werden würde.
Von diesem Tag an
trafen wir uns oft in kleinen Restaurants,
in der Nähe des Marktes, auf dem sie arbeitete.
Eines Tages fragte ich sie, wieso sie dort arbeitete.
Sie antwortete, es sei das einzige, was sie vom Nachdenken abhalte.
Das war die einzige Äußerung,
mit der sie jemals etwas von sich offenbarte.
Meistens leisteten wir uns nur beim Essen Gesellschaft.
Wenn sie gut gelaunt war, erlaubte sie mir,
unsere langen Gespräche über alles und nichts aufzunehmen.
Hast du am Sonntag etwas vor?
Am Sonntag? - Ja, am Sonntag.
Wieso machst du immer irgendwelche Pläne?
Und wieso machst du nie welche?
Was weißt du schon über die Pläne, die ich mache?
Du erzählst mir nie davon.
Wieso sollte ich dir davon erzählen?
Sie sagte mir nie, ob sie Einzelkind war oder Geschwister hatte,
oder ob ihre Eltern noch lebten.
Ob sie in der Schule gute Noten hatte.
Ob sie "Krieg und Frieden" gelesen hatte.
Ob sie an Gott oder an etwas anderes glaubte.
Wenn sie auf der Straße eine alte Frau sah,
ob sie sich dann fragte,
wie sie wohl in dem Alter aussehen würde.
Ob sie gelitten hatte.
Ob sie jemals verliebt war.
Nach einer Weile
hörte ich einfach auf zu fragen.
Nagara-san...
Midori war...
auch mein Ein und Alles.
Heute ist ein Tag zum Küssen!
Ein Kuss ist die beste Medizin!
Drei, zwei, eins.
Küssen!
Aufhören!
Ein paar Dinge erzählte sie mir schon.
Dass sie an Schlaflosigkeit litt.
Dass sie verrückt nach Erdbeer-Mochis war.
Dass sie mutig war, aber Angst vor Menschen hatte.
Dass sie immer glaubte, dass sie früh sterben würde.
Eine unserer Unternehmungen waren sonntägliche Friedhofsbesuche.
Ich folgte ihr,
während sie bestimmte Gräber aufsuchte
und die Grabsteine dort sorgfältig säuberte.
Sie sagte mir nie, wer dort begraben war.
Und ich fragte nicht danach.
Die Stille eines Friedhofs im Sommer
unterscheidet sich von jeder anderen Stille der Welt.
Wir brachen diese Stille niemals.
Nagara-san,
soll ich ins Badezimmer gehen und...
Nein.
WIESO HAST DU MICH NICHT SO GELIEBT WIE ICH DICH?
Geht es Ihnen gut?
Ich kann mir keine Welt vorstellen, in der meine Tochter tot ist
und dieser Mann
noch am Leben.
Das ertrage ich nicht.
Sie ist nicht mehr hier.
Die Vorstellung,
dass er noch atmet,
lacht,
isst...
Ich weiß, dass ich es nicht kann.
Überlassen Sie das mir.
Ich werde mich um alles kümmern.
Sie hörte gerne Musik,
erwähnte aber nie eine bestimmte Gruppe
oder einen Sänger.
Auch nicht, wie viele Versionen
von "Someone to Watch Over Me"
sie auf ihrem iPod hatte.
Ich weiß, dass ihre Arbeit um 19:00 Uhr begann
und um 5:30 Uhr endete.
Aber ich wusste nicht,
worüber sie während dieser Stunden nachdachte.
Sie erzählte mir nie, ob es einen Punkt
in diesen langen Nächten gab,
in der seltsam kalten Stunde gegen vier Uhr morgens,
an dem ihr Herz sich zusammenzog
und sie sich fragte, ob das alles überhaupt einen Sinn hatte.
Während ich ihren Schritten
und ihrem Atem
in der Einsamkeit meines Zimmers lauschte,
fragte ich mich das auch.
Hallo?
Murakami-san hat mir diese Nummer gegeben.
Ja.
Ich habe ein Foto und seine Adresse.
In Ordnung, die Hälfte im Voraus.
Um sieben? Wo?
In Ordnung, ich werde da sein.
Ich bringe die erste Hälfte des Geldes mit.
Guten Morgen, David.
Guten Morgen.
Danke.
Was ist los?
Nichts. Ich brauche keine Hilfe, ich kann die Tür selbst öffnen.
Das habe ich schon tausend Mal gesagt.
Da fehlen drei Kartons.
Soll ich sie anrufen? - Nein, ich mache das.
Okay, ruf du sie doch an. Das ist besser.
Yoshi!
Was? - Danke.
Kein Problem. Komm rein, bevor du dich erkältest.
Ja.
Sollen wir woanders hingehen?
Woandershin? Wozu?
Entschuldigung. Das ist das erste Mal, ich habe nie...
Ich habe Karten.
Willkommen.
Vielen Dank.
Es ist alles hier drin. Das Geld und die Informationen.
In Ordnung.
Wollen Sie nicht wissen, warum...
Also, die Umstände?
Umstände?
Ja.
Warum wir diesen Mann...
Das interessiert mich nicht.
Nicht?
Was würde das ändern? Würde ich den Auftrag dann besser erledigen?
Nein.
Wahrscheinlich nicht.
Es gibt nichts, was ich wissen will.
Mich interessiert nur, ob es ein aktuelles Foto ist,
ob die Adresse korrekt ist
und ob Sie das Geld richtig gezählt haben.
Ich habe es richtig gezählt. - Gut.
Wann...
Wann erledigen Sie den Auftrag?
Wann immer es geht.
Sagen Sie es mir dann?
Und das restliche Geld?
Ich rufe Sie an.
Danke.
Vielen Dank.
Willkommen.
Guten Tag.
Kann ich Ihnen helfen?
Wie bitte?
Entschuldigung, mein Japanisch ist furchtbar.
Kann ich Ihnen helfen?
Lernen Sie Japanisch?
Schon zwei Jahre, aber es ist eine Katastrophe.
Wir Spanier sind furchtbar mit Fremdsprachen.
Aber ich gebe wirklich mein Bestes.
Suchen Sie etwas Bestimmtes?
Einen Rotwein, aber er darf nicht zu schwer sein.
Ich verstehe. Etwas Leichtes, das dennoch Substanz hat.
Hier stehen einige Weine,
die sehr interessant sind.
Sehen Sie mal. Das ist ein fantastischer Wein.
Er ist nicht sehr bekannt, aber sehr frisch.
Ich trinke ihn immer zu Ramen oder Yakitori.
Es ist ein sehr sinnlicher Wein.
Sinnlich?
Ja.
Ich wusste nicht, dass Wein sinnlich sein kann.
Warum nicht? Alles kann sinnlich sein.
Was ist mit diesem hier?
Dieser Wein ist eher klassisch.
Es ist ein guter Wein, aber...
Aber was? - Ich glaube...
Dieser ist genau das, wonach Sie suchen.
Woher wissen Sie, wonach ich suche?
Ich weiß nicht. Ich denke, das gehört einfach zu meinem Job.
Ja, aber ich kenne mich mit Wein überhaupt nicht aus,
also ist es einfach für Sie.
Nein, das ist nicht möglich.
Sie sehen aus, als wüssten Sie viel über Wein.
Glauben Sie mir.
Wann geschah es?
Wann begann Ryu,
etwas Besonderes in diesem Mann zu sehen?
Als er sagte, er wisse,
wonach sie sucht?
Oder als er sagte: "Ihr Geld ist hier wertlos",
und sie dabei die Wärme
seiner Hand auf ihrer spürte,
die immer kalt war?
Würden Sie heute mit mir zu Abend essen?
Warum?
Warum wollen Sie heute mit mir zu Abend essen?
Ich kann heute nicht allein essen.
Wenn ich allein esse, trinke ich zu viel,
und wenn ich zu viel trinke, werde ich schrecklich traurig.
Und wenn ich traurig werde, weine ich
und denke über all die Gründe nach, die ich habe,
Harakiri zu begehen.
Sie bitten mich, Ihr Leben zu retten?
Ja.
Ich frage mich, was Ryu fühlte,
als sie die Straße überquerten,
und sie dabei ein zerrissenes Foto von ihm in der Tasche trug.
Ich weiß, dass man schlürfen soll, wenn man Ramen isst,
aber in Spanien ist das ungesittet.
Siehst du? Ich bin ein Schwein.
Ja, das bist du.
Jetzt weiß ich es.
Es war, als sie zum ersten Mal gemeinsam lachten.
In diesem Moment begann alles.
Meine Freundin liebte Pachinko.
Sie sagte immer, es sei viel entspannender als Yoga.
Dass es ihr half, zu vergessen.
Sie war stundenlang hier, ganze Tage.
Manchmal gewann sie auch.
Wieso sprichst du in der Vergangenheit? Hat sie dich verlassen?
Auf gewisse Weise.
Sie hat sich vor einem Monat umgebracht.
Sie hat sich in der Badewanne die Pulsadern aufgeschnitten.
Karaoke mochte sie auch.
Sie sang immer "Like a Virgin", und ich...
"Enjoy the Silence".
Ich singe grauenhaft.
Wir sangen beide ganz grauenhaft.
Aber das ist ja das Lustige an Karaoke.
Grauenhaft zu singen.
Ich tat alles, was ich tun konnte. Ich zog hierher.
Das war kein Problem, die Stadt gefällt mir.
Ich wollte schon immer in Tokio leben.
Als Kind liebte ich alles, was japanisch war,
Cartoons, Speisen, Bilder, Filme...
Ich weiß nicht, wieso.
Und das Abenteuer war...
Ich habe versucht, sie zu verstehen.
Ich schwöre es.
Aber nichts war gut genug für Midori.
Es war nie genug.
Ich rede ziemlich viel, oder?
Nein, gar nicht.
Der ganze Quatsch über den Unterschied zwischen den Japanern
und dem Rest der Welt...
So groß ist der Unterschied nicht.
Männer sind in allen Ländern Idioten.
Ich habe nur über mich geredet.
Ich habe dir keine Fragen über dich gestellt.
Ob du allein lebst oder mit jemandem zusammen,
wo du arbeitest,
was du gernhast.
Ich arbeite nachts auf dem Fischmarkt.
Heute Nacht habe ich frei.
Was machst du da? Auf dem Markt, meine ich.
Nicht viel.
Gefällt dir die Arbeit?
Du magst Fragen wohl besonders.
Ich liebe sie.
Ich traf einmal einen Mönch, der ein großer Kinofan war.
Er schaute sich jeden Tag zwei Filme an.
Das war gar nicht gut für seine Meditation.
Wie kann man jemandem vertrauen, der den ganzen Tag im Kino verbringt?
Willst du, dass wir reingehen? - Warum nicht?
"Warum nicht"? Was ist das für eine Antwort?
Willst du oder nicht?
Ja.
Wir waren jeden Donnerstag hier.
Sie war hier beinahe glücklich. Midori.
Ich gehe mich duschen.
Nein.
Setz dich einfach zu mir.
Willst du, dass wir reingehen? - Warum nicht?
"Warum nicht"? Was ist das für eine Antwort?
Willst du oder nicht?
Ja.
Warum nicht?
Warum nicht.
Möchtest du ein Mochi?
Bist du sicher?
Es macht mir nichts aus, dir nebenan welche zu holen.
Sie so nah bei mir zu haben,
und sie in Gedanken so fern zu wissen,
bereitete mir eine Qual, die schwer zu beschreiben ist.
Nie hatte ich mir so sehr gewünscht,
ein anderer zu sein.
Was willst du?
Nichts.
Ich will dich nicht belügen.
Willst du nicht?
Ich will ehrlich zu dir sein.
Das ist wirklich beängstigend.
Weißt du, ich denke an sie.
Wenn ich dich ficke, denke ich an sie.
Wir spielten dieses Spiel.
Sie sagte:
"Bitte, den ersten Finger."
Bitte, den ersten Finger.
"Bitte, den zweiten Finger."
Bitte, den zweiten Finger.
"Den dritten, bitte."
Den dritten, bitte.
"Den vierten."
Den vierten.
Den fünften,
bitte.
Und den sechsten.
Hast du Hunger?
Worauf hast du Lust?
Auf den Tafeln am Tempel steht:
"Ich wünsche mir ein Kind,
einen Ehemann,
eine Verlobte,
ein Auto, Geld,
Ruhm, Glück,
Gesundheit."
Ryu wünschte sich an diesem Tag
nichts davon.
Ishida-san?
Ich würde gerne Nagara-san sprechen, wenn es möglich ist.
Was ist passiert?
Muss er lange im Krankenhaus bleiben?
Ja, ich verstehe.
Richten Sie ihm bitte Grüße aus.
Bis bald.
Papa!
Papa!
Papa, schau mal, Midori!
Schau mal, Midori!
Ryu sprach mit mir nie über diesen Mann,
den Besitzer des Weinladens.
Aber seit sie ihn getroffen hatte,
strahlten ihre Augen in einem neuen Glanz.
Nur ihr Schweigen
war gleich geblieben.
Wir übersehen das eigentliche Problem, das im Raum steht:
Der Dollar ist im freien Fall
und die Welt bricht vor unseren Augen zusammen.
Wir müssen einsehen, dass es ein großer Fehler war,
ein amerikanisches Unternehmen mit den Berichten zu beauftragen,
ganz abgesehen davon, dass der Preis exorbitant hoch war.
Ich verlange dazu eine Erklärung des Vorstands.
Gondo-san, vor sechs Monaten stimmte genau diese Runde
einstimmig dafür,
die Berichte bei der Waterholmes Company in Auftrag zu geben.
Genau wie in den zehn Jahren davor.
Es gab bisher nie Beschwerden.
Außerdem hält die Nagara Company,
wie Gondo-san sicher weiß, 80 Prozent der Anteile an Waterholmes,
deren Vorstandsmitglieder allesamt japanische Staatsbürger sind.
Wir investieren ein Vermögen in diese Berichte, weil wir bereit sind,
den Marktexperten zu glauben. Andernfalls...
Entschuldigen Sie mich.
Nagara-san.
Sie muss etwa sieben gewesen sein,
als wir mit ihr zum Ocean Dome in Miyazaki fuhren.
Midori war...
so glücklich, im Wasser zu sein.
Sie planschte in ihrem neuen Badeanzug herum.
Sie war so glücklich,
sie kreischte, als die Wellen ankamen.
Und plötzlich
änderte sich ihr Gesichtsausdruck, sie kam aus dem Wasser gerannt
und flüchtete sich in ihr Handtuch.
Der Vorstand wartet...
"Wieso weinst du Midori?", fragte ich sie auf dem Rückweg.
"Hat das Wasser dir Angst gemacht?"
Und sie sagte:
"Nein, Papa. Ich habe geweint...
weil ich so glücklich war, dass ich es nicht ertragen konnte."
Nagara-san, Sie brauchen Ruhe.
Ich bringe Sie nach Hause.
Wenn du ihr deine Liebe gestanden hättest,
hätte alles ganz anders kommen können.
Ich habe dich noch nie
so lächeln gesehen.
Wie "so"?
Ich habe dich noch nie einen Koala mit Sojasauce zeichnen sehen.
Menschen ändern sich.
Wir alle ändern uns.
Die Dinge ändern sich.
Nein, Menschen ändern sich nicht.
Die Dinge ändern sich vielleicht,
aber Menschen nicht.
Wirklich nicht?
Nein.
Ja?
Sie sollten mich doch nicht anrufen.
Ich weiß, wir hatten eine Vereinbarung.
Vereinbarungen kann man rückgängig machen.
Ich gebe Ihnen Ihr Geld zurück plus 50 Prozent.
Das ist die Regel.
Rufen Sie mich nicht an.
Ich sagte, rufen Sie mich nicht an.
Ich habe mich geschnitten. Deswegen komme ich so spät.
Das macht nichts.
Ich bin ein Wrack.
Jeder kann sich mal schneiden.
Nein, das meine ich nicht.
Ich will das nicht hören.
Früher oder später musst du es hören.
Wir müssen reden.
Das macht man normalerweise, neben vögeln und essen.
Wieso müssen wir reden?
Was soll das heißen, "wieso"?
Hör zu... - Ich werde dir nicht zuhören.
Ich will dir nicht zuhören.
Ich kann jetzt keine Vorträge gebrauchen.
Ich bin müde, ich habe Hunger
und mir ist kalt.
Ich hätte dich nicht herbitten sollen.
Es tut mir leid.
Ich habe auf gar nichts Lust.
Ich hätte nicht kommen sollen.
Aber ich bin hier.
Vergib mir.
Komm zu mir.
Ich will nicht.
Ich verspreche, dass ich keine Vorträge halten werde.
Komm zu mir.
Versprichst du es?
Ich schwöre es.
Komm zu mir.
Komm zu mir.
Zieh deinen Slip aus.
Ich dachte, du hättest zu nichts Lust.
Na ja, zu manchen Dingen...
Du hast gesagt, dir wäre kalt.
Setz dich.
Wohin?
Auf mich.
Auf mein Gesicht.
Nur solange, bis dir warm wird.
Du schmeckst nach Zitrone.
Heute ist ein Tag der Wut!
Befreit euch von eurem Stress und eurer Wut!
Drei, zwei, eins.
Werdet wütend!
Stopp!
Aufhören!
Ich gebe Ihnen das Geld zurück.
Ich habe den Auftrag angenommen, jetzt trete ich davon zurück.
Wollen Sie etwa zur Polizei gehen?
Ich biete Ihnen an, dass ich das Geld zurückgebe,
und zusätzlich 50 Prozent für den Vertragsbruch zahle.
Niemand kann mich zu irgendetwas zwingen.
Niemand.
Warum sind Sie nicht endlich still? Halten Sie das Maul!
Yoshi. - Ja?
Dir gefällt es doch hier, oder?
Ja, natürlich. Es gefällt mir.
Ich habe hier viel gelernt.
Ich habe nachgedacht...
Nach allem, was geschehen ist...
Ich dachte... Ich wollte wissen, ob du vielleicht...
Ob du Interesse hättest, das Geschäft zu führen.
Das Geschäft zu führen? - Oder es zu kaufen.
Wir könnten uns sicher einigen.
Du musst es aber nicht gleich entscheiden.
Ich dachte, es gefällt dir hier.
Ich würde mich besser fühlen,
wenn ich wüsste, dass du das Geschäft weiterführst.
Dann hätte ich wenigstens das Gefühl, dass sich all das gelohnt hat,
die ganze Zeit hier.
Und... Was willst du machen?
Ich weiß es nicht, keine Ahnung.
Aber ich könnte einiges richtig machen.
Es zumindest versuchen.
Ich will mit Nagara-san reden.
Midoris Vater? - Ja.
Wieso willst du mit jemand reden, der noch nie mit dir gesprochen hat?
Das stimmt nicht.
Einmal sagte er etwas zu mir. Nur ein Wort: "baka".
Arschloch?
Arschloch.
Es geht mich nichts an, und es widerspricht der Idee,
die ihr im Westen von der asiatischen Diskretion habt,
aber ich sage es trotzdem.
Midori lebte in ihrer eigenen Welt.
Sie hat sich nicht umgebracht, weil du sie nicht geliebt hast,
oder sie nicht glücklich machen konntest oder weil du mal zu spät kamst
oder einer Kellnerin zu lange nachgeschaut hast.
Sie beging Selbstmord, um ihren Vater traurig zu machen, und dich dazu.
Das ist kein ausreichender Grund, um jetzt dein Leben zu zerstören.
Du hast anscheinend viel darüber nachgedacht.
Midori war krank, aber sie war eine der Personen, die krank sein wollen.
Sie wollte alle, die sie liebten, mit in den Abgrund ziehen.
Solche Leute gibt es, Männer und Frauen.
Sie vergiften das Leben.
Ich habe sie wirklich geliebt.
Aber sie hat niemanden geliebt.
Tja, das werden wir nun wohl nie erfahren.
Nein.
Hey, es tut mir leid.
Ich hätte nichts sagen sollen.
Übrigens...
Wer ist das Mädchen mit den langen schwarzen Haaren?
Mit dem glatten Pony?
Ist das, du weißt schon, deine neue Freundin?
Nein, sie ist niemand.
Niemand?
Niemand.
Manchmal frage ich mich,
ob Ryu sich wünschte, dass ich irgendetwas für sie tat.
Ob sie tief in ihrem Innersten
um etwas mehr bat
als nur meine stumme Gesellschaft.
Ich weiß, dass es in Tokio bis heute Stimmen aus der Edo-Zeit gibt,
die in der Dunkelheit zwischen den Gebäuden gefangen sind.
Es sind vielleicht andere Worte,
aber Ryu hatte recht damit,
dass Menschen sich nie ändern.
Nagara-san, hier ist David.
Ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich Japan verlasse.
Ich weiß, dass Sie mich wahrscheinlich nie wieder sehen wollen,
und dass Sie mich für Midoris Tod
verantwortlich machen.
Aber ich möchte, dass Sie wissen,
dass ich Ihre Tochter geliebt habe.
Leben Sie wohl.
Hallo.
Das machst du also, um dich vom Nachdenken abzuhalten?
Sieht nach Spaß aus.
Ja, richtig viel Spaß.
Ich bin hier, weil...
Wenn du für das Sushi-Essen hier bist,
das fängt erst später an.
Nein, auch nach drei Jahren hier,
habe ich mich immer noch nicht an Sushi zum Frühstück gewöhnt.
Oder zu schlürfen, wenn du Ramen isst.
Oder zu schlürfen, wenn ich Ramen esse.
Warum bist du hier?
Willst du dich nicht umziehen?
Magst du meine Uniform nicht?
Doch.
Frauen in Uniformen haben mir schon immer gefallen.
Krankenschwestern, Polizistinnen, Mädchen vom Fischmarkt.
Willst du dich verabschieden?
Nein.
Na ja...
Ja.
Ich will mich verabschieden
und mich bei dir bedanken.
Du musst dich für nichts bedanken.
Doch, ich muss mich bedanken.
Ich weiß nicht, was ich ohne dich getan hätte.
Du musst dich nicht bei mir bedanken.
Wir waren ein paar Mal in einem Liebeshotel.
Ich probierte interessante Weine, wir haben Ramen gegessen,
wir vögelten, weil dir deine Freundin fehlte. Das ist alles.
Also...
Ich hätte dich gerne...
Ich weiß nicht... in einem anderen Moment getroffen.
Das wäre schön gewesen.
Ich mag dich. Und ich merke, dass ich nichts über dich weiß.
Es ist besser so.
Wenn du mich kennen würdest, würdest du mich nicht mögen.
Nein.
Das glaube ich nicht.
Das glaube ich nicht.
Das glaube ich nicht.
Sag meinen Namen.
Ryu. - Sag ihn mehrmals.
Ryu.
Ryu.
Ryu.
Einige Tage nach Ryus Tod
wurde der Markt wieder für Touristen geöffnet.
Die Angestellten ihrerseits
vergaßen nach und nach, was geschehen war,
auch wenn niemand wusste,
was wirklich geschehen war.
Ich versuche, nicht daran zu denken,
wie anders ihre Geschichte hätte verlaufen können,
denn dafür ist es nun zu spät.
Vielleicht war es
von Anfang an zu spät.
Ich weiß, dass Ryu sicher gerne gewusst hätte,
dass David noch eine Weile nach seiner Rückkehr nach Barcelona
nicht genau wusste,
wer er war oder wo er war,
sondern nur an das Mädchen mit den langen Haaren dachte,
das Erdbeer-Mochis liebte.
Später eröffnete David einen Laden für japanische Lebensmittel,
in dem jeden Freitag Sake-Proben stattfanden.
David, kommst du?
Ja, gleich.
Und er begann ein neues Leben.
Aber tief im Innersten seines Herzens
bewahrte er einen geheimen Ort in Form eines U-Bahn-Wagens,
in dem Ryu immer auf ihn wartete.
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.