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Musst du morgen arbeiten?
Ja, ziemlich früh schon.
Und du?
Ebenso.
Früher konnte ich bis spät ausgehen, viel trinken und dann...
am Freitag arbeiten, als wäre nichts gewesen.
Kann ich schon länger nicht mehr. Jetzt schlafe ich immer ein.
Das geht mir genauso. Eine Katastrophe.
Warum bist du so viel auf Reisen?
Arbeitest du im Tourismus? Oder in einem Hotel?
Ich bin Touristin.
Das muss ein toller Job sein. Den will ich auch.
Ich arbeite in einem Reisebüro...
von neun bis sechs.
Was machst du?
Physiotherapeut.
Für alle möglichen Leute, größtenteils alte Menschen.
Außerdem mache ich Reha und Sporttherapie.
Wenn ich mich also beim Sport verletze, oder beim Laufen...
Krieg ich dich wieder hin.
Sehen wir uns wieder?
Ich denke nicht.
Aber ich danke dir.
Ich habe mich...
wohlgefühlt.
Mach's gut.
Ciao.
Ciao.
An dem Tag, als wir uns kennengelernt haben,
habe ich meine Cousine zu einem Arzttermin begleitet.
Das war die mit den roten Haaren. Du erinnerst dich.
Bei einer Vorsorgeuntersuchung wurde etwas bei ihr gefunden.
Ganz unerwartet...
Sie hat dann eine Chemo gemacht und wurde am Ende wieder gesund.
Seitdem begleite ich sie jedes Jahr zur Vorsorgeuntersuchung.
Und für kurze Zeit haben wir dann diese Angst.
Aber auch diesmal wurde ihr gesagt, dass alles in Ordnung ist.
Dass sie nichts hat.
Wir beide wollten das feiern, uns amüsieren.
Und dann bin ich hier gelandet...
mit dir.
Das heißt, an diesem Abend hast du das Leben gefeiert?
Buchstäblich.
Das freut mich sehr!
Für deine Cousine und für mich.
Mir gefällt, wie du lachst.
Das mag ich an dir.
Als Kind habe ich niemals gelacht...
war immer ernst.
Wirklich?
Ich war super strukturiert.
Wenn du meine Hefte gesehen hättest, alles ganz ordentlich...
niemals ein Blatt rausgerissen.
Meine Handschrift war perfekt.
Aber ich habe nie gelacht.
Kann ich mir gar nicht vorstellen.
Doch.
Ich hatte einen Freund, der das an mir nicht mochte.
Er sagte, ich könne keine Witze erzählen.
Und dann erzählte ich doch einen.
Zuerst musste ich einen finden.
Ich suchte nach dem „besten Witz der Welt“...
und lernte ihn auswendig.
Eines Abends, beim Essen mit ihm und seinen Freunden,
habe ich den Witz erzählt.
Keiner hat gelacht.
Sie haben nicht einmal ein bisschen gelacht.
Niemand lachte.
Was für ein Witz war das?
Was?
Der Witz. Welcher war es?
Ich kenne fast alle.
Mach dich nur lustig.
Zwei Jäger gehen in den Wald...
und einer der beiden wird ohnmächtig.
Der andere wählt die Notrufnummer und sagt dann:
„Ich glaube, mein Freund ist tot. Was soll ich tun?“
„Bleiben Sie ruhig und sehen Sie nach, ob ihr Freund wirklich tot ist.“
Erst kurze Stille... Dann ist ein Schuss zu hören.
Und der Jäger sagt ins Telefon: „Okay. Und als nächstes?“
Das ist ein übler Witz.
Hallo.
- Hallo. - Komm rein.
Was denkst du?
Dass ich Glück habe.
Und dass du perfekt bist.
Weil du mich nicht kennst.
Mir passieren immer peinliche oder eklige Sachen.
Am Anfang mochte ich Oralsex nicht besonders.
Ich war also mit einem Typen zusammen und habe angefangen...
Urplötzlich, ohne Vorwarnung kam er.
Und boom... Ich konnte das Zeug nicht schlucken,
gebe mich aber sexy, komm zu ihm, damit er mich ansieht...
aber ich halte es nicht aus
und kotze es ihm mitten ins Gesicht.
Und wie ging's dann weiter?
Gar nicht.
Er ging duschen, ich haute ab und hab ihn nie wiedergesehen.
Wir veranstalten bei der Arbeit jedes Jahr ein Kostümfest.
Das nennt sich „Woche der Klinik“.
Es gibt Gruppen,
und die Abteilungen treten gegeneinander an.
Es ist wichtig, dass man dabei ist.
Ich verkleidete mich als Batman.
Batman ist sexy.
Es war ein gutes Kostüm.
Es war mir leider ein bisschen zu klein.
Es war etwas enger als es hätte sein sollen.
Gut.
Ich komme also dort an...
und das Kostüm war eine Sensation.
Ich kam ins Finale und musste auf die Bühne.
Da passierte das Furchtbare.
Aus irgendeinem Grund...
keine Ahnung wieso, musste ich plötzlich denken:
„Krieg jetzt keine Erektion.“
Es gab keinen Grund, warum ich eine Erektion haben sollte.
Das war ein so dummer Gedanke.
Wozu brauche ich einen Ständer,
auf einer Bühne, verkleidet als Batman in einer zu knappen Hose?
Nun ja...
Anscheinend hat das viele Denken daran den gegenteiligen Effekt erzeugt.
Plötzlich hatte ich lauter Bilder im Kopf, ich dachte an Pornos.
Und da war sie.
Das Kostüm wurde so gedehnt, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte.
Am Ende bin ich sogar der Gewinner...
und bekomme einen Preis. Ich nehme dann die Trophäe...
und versuche mich damit zu bedecken, aber ich sollte sie hochhalten.
Ich hielt sie hoch. Und da wurde es offensichtlich...
Im Saal wurde es ganz still und alle starrten mich an.
Plötzlich brüllt eine Krankenschwester: „Passt auf, er ist bewaffnet!“
Ich weiß nichts mehr.
Ich erinnere mich nur, dass sie vor Lachen fast gestorben wären
und nicht mehr aufhören konnten.
- Hör auf. Hör auf. - Nein. Nein.
Doch.
Hier.
- Was? - Hör mal.
Die Wellen sind riesig geworden
während ich ertrinke
Meine Füße sind nicht mehr dieselben
nach all dem
Die Wellen sind riesig geworden
während ich ertrinke
Meine Augen sehen nicht mehr wie früher
Ich bin älter geworden, ich bin größer geworden
Die Wolken sind größer geworden
während ich mich entferne
Meine Augen sehen nicht mehr wie früher
Ich bin älter geworden, ich bin größer geworden
Ich bin klüger geworden, aber auch feiger
Feiger
Feiger
Du hast mir noch nie von deiner Frau erzählt.
Nein...
Was macht sie beruflich?
Sie ist Lehrerin.
Sie unterrichtet Kinder von fünf bis sechs Jahren.
Einmal habe ich sie von der Arbeit abgeholt und gesehen
wie sie sich um jedes einzelne Kind kümmerte.
Dann kam ein Kind angerannt, weil sie ihm die Schnürsenkel zubinden sollte.
Sie hat ihm gezeigt, wie es geht. Ganz geduldig...
Und sie hat diesem Kind etwas für sein ganzes Leben mitgegeben.
Damit hat sie mich erobert.
Ich habe mir gesagt:
„Ich werde diese Frau für immer lieben.“
Vermutlich lässt mich das nicht gerade konsequent erscheinen.
Was?
Nichts.
Woran denkst du?
Daran, dass ich dich nicht kenne.
Wir hatten bisher aber auch zu wenig Zeit, um uns kennenzulernen.
Die Zeit hat damit nichts zu tun.
Manche Verheirateten wissen nicht, ob ihr Partner Brokkoli oder Katzen mag.
Mh... Die Vorlieben des anderen...
Was ihm im Bett gefällt,
und was ihm nicht gefällt.
Die Zeit hat nichts damit zu tun.
Drei Monate hält es, sagt man.
Du willst also sagen, dass das hier...
Zu Ende gehen wird.
Ja sogar zu Ende gehen muss.
Mh.
Und deine Freundin, wo ist sie gerade?
Verreist.
Erzählst du es ihr?
Möglicherweise.
Mh.
Ich liebe Picknick im Bett. Ist das nicht ein perfektes Konzept?
Eine Freundin sagte immer:
„Schlafe niemals mit jemandem, mit dem du nicht im Bett essen kannst.“
Essen ist was sehr Intimes.
Dinge nehmen und sie dir in den Mund stecken, das ist...
supersexuell.
Man sagt, ein Mann macht es so, wie er isst.
Wenn er schön isst, wird es schön werden.
Wenn er sich beim Essen bekleckert oder etwas verschüttet?
Dann ist er sehr leidenschaftlich.
Die Japaner haben eine Technik, Sushi auf dem Körper einer Frau zu essen.
Denk nicht mal daran.
- Nein. Nein. - M-hm.
Nein.
Nein...
M-hm.
Sojasauce.
Ich habe etwas für dich.
- Was ist das? - Für dich.
Für mich?
Ja.
Mit meinem Namen.
Ein Notizbuch?
Nein, du irrst dich.
Es ist ein Computer aus Papier.
Sieh mal.
Hier sind die üblichen Apps installiert,
Kontakte, der Kalender, Notizen und Reminder.
Hier sind die Projekte, an denen du arbeitest.
Und hier kannst du sie speichern.
Ohne Akku, du musst ihn nicht einschalten und nicht updaten.
Immer verfügbar.
Eine Freundin hat ein Papiergeschäft.
Wir wollen in Produktion gehen und verkaufen.
Das hast du selbst gemacht?
Ja.
Bei mir zuhause habe ich eine richtige Werkstatt
und mache dort immer Sachen aus Papier.
Und das Reisebüro und deine Arbeitszeit von neun bis sechs?
Ich dachte...
wenn ich sage, dass ich rein technisch zu den Frauen gehöre, die nichts machen
und dass ich einen Ehemann habe, der Geld hat, wirst du sicher denken...
„Sie ist eine typische Frau, die sich langweilt und ein Abenteuer sucht.“
Ich denke gar nichts...
Ich bin einfach nur hier.
Das ist alles.
Welche ist deine Freundin?
Sie hier.
Reist sie viel?
Ja.
Sie importiert Kleidung, deshalb ist sie andauernd unterwegs.
Und wer sind die hier?
Das ist ihre Schwester,
ihr Neffe
und der Mann ihrer Schwester.
- Sie sehen sehr nett aus. - Das sind sie.
Eine tolle Familie...
Sie mögen sich.
Wir sollten eine Reise machen.
Ich weiß nicht...
Weit weg fahren.
In welche Stadt?
In eine, die man erkunden kann...
mit Geschichte...
...nicht zu touristisch und schön abgelegen.
Wir beide würden zum ersten Mal zusammen rausgehen,
unter Leuten sein, ohne sich nach allen Seiten umzuschauen zu müssen.
Wäre das kompliziert?
Was ich sagen will, ist...
Wir haben noch nie die üblichen Paar-Sachen gemacht.
Wir waren niemals händchenhaltend im Park spazieren...
sind noch nie an den Strand gegangen...
waren noch nie einfach so einen Kaffee trinken.
Einfach nur, um da zu sein.
Wenn wir uns treffen, was sagst du ihr?
Was glaubt sie, was du machst?
Dass ich einen Fortbildungskurs für Sportverletzungen mache.
Jeden Donnerstag...
Und du?
Kino mit meinen Freundinnen.
Und er fragt dich nie, welchen Film du dir angesehen hast?
Er vertraut mir.
Was hast du?
Ich denke...
jeden Tag an dich.
Wenn mir tagsüber etwas Aufregendes passiert...
an wen denke ich, um es ihm zu erzählen?
An dich.
Wenn mir etwas Unangenehmes passiert, möchte ich dich anrufen.
Ich will die ganze Zeit bei dir sein.
Eingeschlossen...
Hier...
Es gibt einen Jungen. Okay, er ist schon 16. Jonas.
Er kommt jeden Mittwoch zu mir in die Klinik.
Die Mutter fährt zwei Stunden hin, und wartet, während ich ihn behandle.
Wenn ich fertig bin, fragt sie, ob er Fortschritte macht
und ich sage ja, er macht große Fortschritte.
Aber es stimmt nicht...
Er bewegt keinen einzigen Muskel.
Er hat eine degenerative Krankheit.
Aber ich sage: „Doch, das wird schon.“ Und sie lächelt.
Und er wird nicht wieder gesund?
Vor kurzem dachte ich, dass er lächelt. Das ist unmöglich, aber ich dachte es.
Und ich erzähle ihm Geschichten,
sage, dass eine unserer Krankenschwestern,
ein hübsches Mädchen, Rosita...
dass sie in ihn verliebt ist und es ihm sagen wird.
Ich sage: „Da hinten ist deine Süße“, und er sieht mich an.
Was wohl in seinem Kopf vorgehen muss?
Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass er in Rosita verliebt ist.
Mh.
Ich muss damit aufhören.
Vor kurzem haben sich Rosita und ein Rettungssanitäter geküsst.
Und ich habe gedacht:
„Jonas darf das nicht sehen. Es würde ihm das Herz brechen.“
Ich will mit dir zusammen sein...
Ein Leben mit dir haben...
Gestern Nacht habe ich was geträumt.
Und was?
Ich war an einem Fluss...
darüber ein Baumstamm.
Ich wusste nicht, ob ich den Fluss überqueren sollte.
Und dann bist... du aufgetaucht.
Wir hatten zwei Töchter...
Zwillinge.
Hast du Kinder?
Nein.
Ich kann keine kriegen.
Tut mir leid.
Bedauerst du es denn?
Keine Ahnung.
Mein Mann wollte Kinder haben, viele Kinder.
Er wollte eine Familie und träumte von vielen Kindern, die herumlaufen.
Aber es kam anders...
Wir sind keine Familie geworden.
Hast du an Adoption gedacht?
Nein...
will ich nicht.
Mag wahrscheinlich egoistisch sein und vielleicht bin ich es...
...aber ich habe mich so sehr daran gewöhnt, keine Mutter zu werden,
dass ich nicht mehr daran denke.
Mein Bruder fuhr mit mir zu einem Zentrum für Adoptionen.
Aber wir sind draußen geblieben.
Wir sind nicht mal ausgestiegen.
Wir blieben im Auto und haben lange geredet.
Es machte mir Angst.
Angst?
Ich habe es nicht geschafft, aus diesem Auto auszusteigen.
Ich habe einen Sohn.
Er heißt Nicolás.
Wie alt ist er denn?
Er ist neun.
Er ist ein besonderes Kind.
Er lacht...
...und spielt. Er liebt mich.
Aber er kann es mir nicht zeigen.
Was wird mit ihm, wenn er groß ist
und ich nicht mehr da bin, um mich um ihn zu kümmern?
Wird er mit dem Leben zurechtkommen? Es meistern?
Wird er glücklich sein?
Werden sie ihn ausgrenzen? Wie wird er die Pubertät überstehen?
Steigt er nie betrunken ins Auto eines betrunkenen Freundes?
All die gefährlichen Dinge, die man auch getan hat,
aber nicht will, dass die eigenen Kinder sie tun.
Und am Ende machen sie es genauso.
Das klingt furchtbar.
Ist es.
Aber das ist es wert.
Es klingt zwar abgedroschen...
aber die Liebe zu einem Kind ist wahrhaftig.
Alle anderen Arten von Liebe sind nur...
Nur Lügen?
Nein.
Keine Lügen...
Sie sind anders.
Das ist alles. Nicht vergleichbar.
- Hallo. - Hallo.
- Komm rein. - Klar.
Als ich letzten Donnerstag auf dich wartete, schrieb ich etwas.
Meine Handschrift ist furchtbar.
Ich bin dran gewöhnt, mit dem Computer zu schreiben...
aber ich schrieb auf, was ich mit dir machen und nicht machen will.
Es ist unglaublich, wie viele Dinge einem in zwei Stunden einfallen.
Oder waren es drei?
Was soll's.
Was ich mit Julia tun will...
„Ich möchte mit ihr im Bett bleiben...
an einem kalten Ort...
zu zweit unter der Decke...
zugedeckt bis an die Nasenspitze.“
„Flüsternd reden, während es regnet...
sie umarmen...
ihr beim Schlafen zusehen...
ihren Atem spüren.“
„Lachen. Schokolade essen.
Sich lieben. Sex haben. Ficken.“
„Reden. Tanzen. Diskutieren.
Theoretisieren. Meinungsverschiedenheiten haben.
Flüstern. Musik hören. Alles unter der Bettdecke.“
„Ein Geschenk in ihrer Handtasche verstecken.
Sie beißen... Sie ganz langsam ausziehen.
Ihr die Kleider vom Leib reißen.“
„Sie waschen... mit Schlamm beschmieren, eincremen.
Sie verrückt machen.“
„Sie zum Schreien bringen.
Beobachten, wie sie bei Dunkelheit aus dem Fenster sieht.“
„Eine Tochter haben oder es sich ausmalen.“
„Dieselben Bücher lesen wie sie.
Mit ihr alt werden.“
„Und ebenso wünsche ich mir...
sie zu vergessen.
Dass sie mich vergisst.“
„Einfach abzuhauen... dass sie weggeht.“
„Sie ganz sanft zu verlieren...
ohne Schmerz.
Dass sie mich ganz sanft verliert...
ohne Schmerz.“
„Zur Ruhe zu kommen.
Dass sie zur Ruhe kommt.
Dass die Zeit nie vergehen mag...
und dass sie vergeht.“
Hat's dir gefallen?
Ich schreibe sonst immer nur Behandlungen und Rezepte auf.
Drei Stunden...
Ich habe drei Stunden da draußen gewartet.
Ich konnte nicht kommen.
Du hättest Bescheid sagen können.
- Mein Akku war leer. - Du hättest ein Ladegerät holen können.
Ich konnte nicht.
Wo bist du gewesen?
Hast du mit deinem Mann gefickt?
Oder wolltest du Schluss machen und hast vergessen, es mir zu sagen?
Verschwinde.
Julia.
Ich kenne dich...
Es ist etwas passiert.
Letzten Donnerstag, wo warst du?
Sieh mich an.
Ich konnte...
...es nicht ertragen.
Ich wollte es nicht fühlen.
Ich habe Freundinnen angerufen und wir gingen tanzen. Irgendwo.
Gleichzeitig konnte ich nicht aufhören, daran zu denken,
dass du hier auf mich wartest.
Mir war klar, dass der kleinste Zweifel ausreichen würde,
um ein Taxi zu nehmen und hierher zu dir zu kommen.
Und da war ein Typ. Er stand an der Bar und hat zu mir rüber gesehen.
Groß und blond und mit einem Bart.
Ich dachte...
„Ich möchte diesen Bart hier in meinem Mund spüren.
Und ich möchte diesen Bart dort spüren, dort unten.“
Ich ging hin und küsste ihn.
Und als wir zum Parkplatz liefen hat er mich beim Gehen angehalten...
und fasste mir mit der Hand zwischen die Beine.
Wir schafften es kaum zu seinem Auto und vögelten dann dort wie die Tiere.
In allen möglichen Positionen. Von hinten wie läufige Hunde.
Möchtest du etwas?
Nein, danke.
Erging es dir gut?
Ja.
Und dir?
Auch gut.
Es waren ein paar ruhige Wochen.
Als ob viel mehr Zeit vergangen wäre, oder?
Ja...
Und deine Freundin?
Ich habe ihr endlich...
von dir erzählt.
Was hat du ihr gesagt?
Dass du süß bist.
Und was hat sie gesagt?
Dass ich dich nicht gehen lassen soll.
Würdest du ihr etwas von mir ausrichten?
Ja...
Klar.
Sag ihr, dass sie superschlechte Musik hat.
Bitte mich nicht darum, dich zu verlassen
Das wirst du nicht schaffen
Die Liebe, die ich in mir trage,
die Liebe, die ich in mir trage, wird mich bis zum Ende begleiten
Verlange nicht, dass ich dich nicht ansehe,
wenn deine Augen mein Licht sind
Zwei Sterne, die mir in der Nacht leuchten,
die Ursache für das blaue Meer.“
Weil ich deine Liebe in meinem Nachttisch verwahre
Was wirst du tun, wenn wir uns wiederbegegnen?
- Wenn wir uns wiederbegegnen? - Ja.
In fünf Jahren...
in einem Supermarkt.
Ich würde dich ganz normal begrüßen.
Hallo Julia... Manuel. Kannst du dich an mich erinnern?
Natürlich. Wie schön dich zu sehen...
- Wie geht es dir? - Danke, gut.
Wie lange ist es her? Acht oder zehn Jahre?
Zehn. Zehn Jahre.
Und wie läuft es mit den Computern aus Papier?
Gut... Es läuft sehr gut.
Und bei dir?
Ich habe mich endlich getrennt...
und die Kinesiologie aufgegeben.
Ich habe einen Plattenladen für Schallplatten.
Nur Klassiker.
Bist du noch mit deinem Mann zusammen?
Nein, wir sind geschieden.
Er hat eine zehn Jahre jüngere Freundin und drei Kinder.
Musst du manchmal noch an mich denken?
Ganz oft.
Und du?
Ich...
...muss auch an dich denken.
Ganz oft.
Das Bild in meinen Träumen
zeigt dein gemaltes Gesicht
Fordere nicht, dass ich es ausradiere
Fordere nicht, dass ich es ausradiere, oder meine Seele wird sterben
Weil ich deine Liebe
in meinem Nachttisch verwahre
Sie steckt wie eine Nadel
mitten in meinem Herzen
Ich verwahre deine Liebe in meinem Nachttisch
Ich hüte sie wie eine Brosche Ich hüte sie, hey! Ich hüte sie
Ich verwahre deine Liebe in meinem Nachttisch
Zwei Sterne, die mir nachts den Weg leuchten
Ich verwahre deine Liebe in meinem Nachttisch
Ich habe deine Liebe
Ich habe etwas für dich.
Hier.
Ich danke dir.
Sie gehörte meiner Mutter...
Sie das Einzige, was mir von ihr geblieben ist.
Ich möchte sie dir geben.
Nein...
Das solltest du nicht.
Sie zeigt die Zeit nicht mehr an. Sie ist kaputt.
Sie ließ sich nicht reparieren, aber...
ich glaube, es ist besser so.
Immer zwanzig nach sieben.
Danke.
Lass uns spazieren gehen...
...um die Häuserblöcke unter Leuten, so wie normale Menschen.
Auch wenn es nur ein einziges Mal ist.
Ich habe dir nie von meinem Mann erzählt.
Am letzten Dienstag kehrte er von einer kurzen Reise zurück.
Einer Dienstreise.
Ich hole ihn sonst nie ab,
aber an diesem Tag fuhr ich zum Flughafen, um ihn zu überraschen.
Ziemlich spontan...
aber ich wollte es.
Die Passagiere seines Fluges kamen raus...
...und plötzlich sah ich ihn.
Er trug ein Kind auf dem Arm...
Einen Jungen... Drei oder vier Jahre alt.
Ich war überrascht und wusste nicht, was ich denken sollte.
Er wollte einer Mitreisenden helfen, die Probleme mit ihren Koffern hatte.
Und er...
hat den Jungen als freundliche Geste für sie gehalten.
Als er das Kind dann der Mutter zurückgab...
...streichelte er ihm über den Kopf und küsste das Kind auf die Stirn.
Aus der Ferne...
sah ich diese...
diese Geste, simpel und so beiläufig...
Aber mir ist klar geworden, wie sehr er sich ein Kind wünscht.
Und wie sehr er mich lieben muss, obwohl wir keine haben können.
Mir wurde klar...
dass das mein Platz ist.
Dass ich bei ihm bleiben will.
Nicht aus Resignation oder Bequemlichkeit...
...sondern weil das...
was wir zusammen haben...
und nicht haben...
...wahre Liebe ist.
Also...
Vielleicht ein anderes Mal...
Can't find what you're looking for?
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