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Original subtitles

Ich sage, das ist eine rein geschäftliche Entscheidung.

Die Kanadier in Montreal zahlen 70 Millionen Dollar.

Andere Teams würden das Gleiche tun.

Der Markt entscheidet.

Wenn du so schlau bist, warum leitest du keine Bank?

Oder arbeitest als Rektor an einer Universität?

Lennoxville bezahlt ihrem 650.000 Dollar.

Das ist es, was ich meine.

Ich...

Ich bin zu intelligent.

Wie bitte?

Intelligenz ist nicht...

Sie ist kein Vorteil,

sondern ein Handikap.

Sagen wir, du verkaufst Staubsauger.

Du bist nicht allzu clever.

Du sagst einer Frau:

„Dieser Staubsauger wird Sie sehr glücklich machen.“

Du glaubst daran, weil du ein bisschen dumm bist.

Sie ist berührt von deiner Ehrlichkeit.

Sie kauft den Staubsauger.

Das Premiummodell.

Du wirst Verkäufer des Monats,

Abteilungsleiter, Geschäftsführer.

Eine Erfolgsgeschichte.

Aber wenn du nur ein bisschen intelligent bist,

weißt du, dass Staubsauger einen nicht glücklich machen.

Die Frau liest deine Gedanken und kauft den Staubsauger nicht.

Du verlierst deinen Job.

Du nutzt die Zeit, um einen Roman

über das Leid der Menschen zu schreiben und wirst berühmt.

Nein.

Schon wieder behindert dich deine Intelligenz.

Die großen Schriftsteller waren dumm wie Brot.

Dostojewskij hat die Pelze seiner Frau versetzt,

um mit dem Geld zu wetten.

Er war sich sicher zu gewinnen

und blind gegenüber den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit.

Tolstoi hat seinen Dienern verboten, sich impfen zu lassen.

Louis-Ferdinand Celine floh aus Frankreich

und kam bei der SS in Deutschland unter.

Ein Vollidiot!

Hemingway sah sich selbst als Boxer.

Was für Genies!

Und deine Philosophen?

Noch schlimmer! Heidegger war ein Nazi.

Jean-Paul Sartre war Stalinist.

Später sang er Loblieder auf Pol Pot.

Althusser hat seine Frau erwürgt.

Genau so erbärmlich wie Politiker...

George Bush.

Silvio Berlusconi.

Nicolas Sarkozy...

...Tony Blair.

Allesamt totale Verlierer.

Donald Trump.

63 Millionen Amerikaner haben ihn gewählt.

Natürlich.

Die Schwachsinnigen beten einen Idioten an.

Wir sind also alle schwachsinnig?

Nein.

Einige Leute sind sehr intelligent.

Hauptsächlich Männer, schätze ich.

Nein, Frauen genauso wie Männer.

Und wo sind diese Leute?

Isoliert.

An den Küsten.

In den Bergen.

Manchmal in Wohnungen in der Stadt.

In Klöstern oder Labors.

Du wirst ihre Namen nicht in der Zeitung

oder dem Fernsehen finden.

Sie haben keine Blogs oder Facebook-Seiten.

Sie arbeiten als Kurierfahrer und daten geschiedene Bankangestellte?

So ist es.

Ich hätte gerne Geld.

Dann könnte ich mit meinem Sohn eine Reise machen.

Vielleicht passiert das ja noch.

Du meinst, ich bin dumm genug, um reich zu werden.

Das habe ich nicht gesagt.

Wie lange sind wir schon zusammen, Pierre-Paul?

Anderthalb Jahre?

Warum hast du mir noch nie gesagt, dass du mich liebst?

Weil...

Ich weiß nicht, was das genau bedeutet.

Was man nicht erklären kann, darüber muss man schweigen.

Wittgenstein.

Also...

Ludwig Wittgenstein.

Ich kann so nicht weitermachen.

Dann mach es nicht.

Es ist nicht deine Intelligenz, die zählt.

Es ist dein Herz.

Ja.

Das stimmt.

Du tust mir leid.

Du wirst so allein enden.

Roger Federer verdient 128 Millionen Dollar

und er ist Schweizer.

Er muss nur das versteuern, was er zu Hause verdient.

Praktisch nichts.

DER UNVERHOFFTE CHARME DES GELDES

„Le Parcours“, das Straßenmagazin.

- Hey, Jean-Claude! - Hi, Pierre-Paul! Die neue Ausgabe.

- Eine neue? - Ja.

Nein, ist schon okay.

Danke. Die Vorsehung wird dich belohnen.

Ich habe kein großes Vertrauen in die Vorsehung.

Wenn die Vorsehung nicht wäre,

hätte ich schon längst eine Überdosis genommen.

Drei Dollar bitte.

Danke, einen schönen Tag noch.

Eines Tages wirst du belohnt werden, mein Freund.

Der Herr ist mitfühlend und gnädig.

Er belohnt die Gerechten, sogar in dieser Welt.

Der heilige Jakobus, Apostelgeschichte des Lukas.

- Ja okay. Wir sehen uns. - Bis dann, Kumpel.

Noch einen schönen Tag.

Hallo.

Pack alles da rein.

Pack es ein!

Fallen lassen, Wichser!

Keine Bewegung. Hände hoch.

Höher.

Dreh dich um.

Hände gegen den Wagen, Beine auseinander!

Auseinander!

Keine Bewegung!

43-1 Studio, wir haben hier einen 10-12 auf der 409.

Bestätigt, eine Person am Boden.

Wir brauchen einen Krankenwagen für das Schussopfer.

Verdammter Mist.

Ich stieg aus meinem Liefewvagen, und da lag dieser Kerl.

Ich hörte die Sirenen und dann traf die Polizei ein.

Sie haben niemanden gesehen, der da rauskam?

Nein.

- Gehen Sie ruhig ran. - Ja.

Hallo?

Ich weiß, das hört sich unglaublich an,

aber hier gab es einen Überfall.

Ich werde wohl heute nicht alle Lieferungen schaffen.

Ich rufe zurück, okay?

Manchmal vergisst man einige Details.

Wenn Sie sich doch noch an etwas erinnern...

-...rufen Sie an. - Ja, einverstanden.

Was ist hier los?

Versuchter Raubüberfall.

Du hast Morosi verloren.

Nick? Wieso war er hier?

Er ist dein Bodyguard, nicht meiner.

Mein Sicherheitschef.

Jetzt ist er jedenfalls tot.

Wie viel war in deinem Safe?

Ich weiß nicht, das Geschäft läuft nicht gut.

Warum dann ein Banktresor?

Ich habe ihn gebraucht bekommen.

Jedenfalls ist er leer.

Leer?

Du hast kein Geld für deine Freunde aufbewahrt, oder?

- Welche Freunde? - Ich weiß nicht...

- Die West End Gang vielleicht? - Die kenne ich nur flüchtig.

Wir untersuchen das.

Der Begriff, der in den Medien oft gebraucht wird ist...

„Steuerhinterziehung.

Die großen Finanzunternehmen nennen es gerne Fiskaloptimierung

oder aggressive Steuerplanung.

Die Strategie ist immer gleich.

Man schickt das Geld in Länder mit geringen oder gar keinen Steuern.

Diese Praxis reicht überein Jahrhundert zurück,

als die Bank von Nova Scotia im Jahr 1899

ihre erste Filiale auf Jamaika eröffnete.

Alles lief nach Plan, bis unsere Regierung,

immer auf der Suche nach neuen Geldquellen,

alle Mitgliedsbanken der OECD dazu zwang,

die Identität aller ausländischen Kontoinhaber offen zu legen.

Wenn Sie also 5 Millionen Dollar auf den Bahamas versteckt haben,

stehen Sie vor einem Dilemma...

Entweder zeigen Sie sich freiwillig bei der Kanadischen Regierung an

und akzeptieren eine Strafe von 30, 40 oder 50 Prozent.

Die Höhe ist verhandelbar.

Oder...

...Sie erfinden eine neue Strategie der Vermeidung.

Machen Sie sich Gedanken.

Das gilt natürlich nur für Einzelpersonen.

Die Besteuerung gigantischer Unternehmen,

wie Google oder Microsoft, ist etwas komplett anderes.

Das untersuchen wir im nächsten Semester.

ÖFFENTLICHE SICHERHEIT

KEIN BARGELD IM WAGEN

Was machst du zu Hause?

Ich wollte mich nur umziehen.

Warum hast du nicht Bescheid gesagt.

Es hat nur eine Minute gedauert.

- Das liegt nicht auf deiner Route. - Ich bin schon wieder unterwegs.

Hast du Bargeld?

Nein.

Es gab Probleme, aber ich besorge welches.

- Kein Bargeld, keine Behandlung. - Bitte!

MIETLAGER

KLEIDERAUSGABE

- Alles von heute Morgen... - Wo warst du?

Auf der René-Levesque.

Die Straße war blockiert, die Autos kamen nicht weiter.

Deshalb haben die Fahrer was gegeben.

Guten Appetit.

Hey, hallo Joseph.

- Hallo, Pierre-Paul. - Marcel hat dich gesucht.

Ich war in Rougemont und habe Äpfel gepflückt.

- Du bist nicht lang geblieben. - Nein.

Da arbeiten nur noch Mexikaner.

Die machen Überstunden ohne Ende, und das für Hungerlöhne.

Da ist kein Platz mehr für uns.

Ich bin nicht hungrig.

Ich will nur meine Tasche.

Hier, probier das mal an.

Ja, warum nicht.

Warst du nicht oben im Norden?

Ich war dort zur Beerdigung meiner Schwester.

Hatte sie 30 Jahre lang nicht gesehen.

Sie haben das Testament verlesen.

Sie hat mir 200 Dollar vermacht.

Meine Neffen waren stinksauer.

Haben versucht, das annullieren zu lassen.

Geld hat seine eigene Sprache,

und die meisten Leute verstehen sie nicht.

So etwas wie:

„Wir erschaffen Werte für unsere Aktionäre.“

Das bedeutet in Wirklichkeit, dass sie Fabriken schließen,

Tausende gefeuert werden und ganze Regionen aussterben.

Du solltest unterrichten.

Kann ich nicht, Assistenzlehrer verdienen weniger als Kurierfahrer.

- Was? - Ja, wirklich.

„Das Defizit bekämpfen“ heißt, die Armen zu bestrafen.

Sie brauchen staatliche Sozialleistungen.

Dabei profitieren reiche Industrielle

am meisten von staatlichen Zuwendungen.

Das hat die USA zerstört.

Geld.

Der Glaube an das Geld.

Geld interessiert mich nicht.

Deshalb denkt die Welt, du bist nicht wichtig.

Ein Mensch ohne Qualitäten.

Genau wie ich.

Weißt du, wovon ich träume?

Von was?

Meine eigene Wohnung zu haben.

Eine sehr kleine, mit einem Bett.

Ein Sessel zum Lesen...

...ein Fernseher, um Sport zu schauen.

Das ist mein Traum.

Keine Angst mehr, obdachlos zu sein.

Stell dir vor, dass du die Nacht auf der Straße verbringst.

Mitten im November.

Es regnet, es ist kalt,

und du weißt nicht, wo du schlafen sollst.

Die Nacht im Eingang eines Ladens zu verbringen...

...oder unter einer Überführung.

Ich habe Albträume deswegen.

- Willst du noch ein Bier? - Ja.

- Das geht auf mich. - Nein, auf keinen Fall.

Doch, sicher. Ich hatte heute einen guten Tag.

Ronald, noch eine Runde.

...als Beispiel wird die kommende Entlassung

von Sylvain Bigras angeführt,

welcher nur vier von neun Jahren seiner Strafe

für organisierte Kriminalität und Geldwäsche abgesessen hat.

Bigras, unter Rockern bekannt als „the Brain“

erhielt eine Sondererlaubnis des Justizministeriums,

Kurse an der betriebswirtschaftlichen Fakultät

der Universität von Quebec zu belegen,

um seinen Abschluss in Betriebswirtschaft zu machen.

Und nun zum Sport, Frangois, in dem die Kanadier wieder unterlagen.

VORSICHT STUFE

Hallo, Monsieur Bigras.

Kann ich Sie mitnehmen?

Weshalb?

Ein Auto ist bequemer als der Bus.

Nein, danke. Ich schaffe das schon.

Ich bin auf der Suche nach einem Finanzberater.

- Versuchen Sie es in der Stadt. - Ich weiß, aber...

...ich brauche jemanden wie Sie.

- Sie haben kein eigenes Auto? - Nein.

Nein.

Und Sie brauchen einen Berater?

Ja.

Viel Glück.

Hier sind mein Name und meine Nummer.

Bitte helfen Sie mir, ich habe zu viel Geld.

- Madame Rosalbert? - Ja?

Carla McDuff, Polizei von Montreal. Das ist mein Partner, Pete LaBauve.

Die Polizei hat kein Recht, hier zu sein.

Nein, aber wir machen uns Sorgen um ihren Sohn, Jacmel.

- Ist er hier? - Nein.

- Er wohnt doch hier? - Manchmal.

- Haben Sie ihn vor kurzem gesehen? - Nein.

Kennen Sie Chenier Augustin?

Nein.

Sein bester Freund im Gefängnis.

Er wurde bei einem Raubüberfall getötet.

Wissen Sie, wann Ihr Sohn ihn zuletzt gesehen hat?

Wenn Sie ihn sehen, sagen Sie ihm, er soll anrufen.

Na gut.

Auf Wiedersehen.

Und noch einen schönen Tag.

Hallo, meine Herren.

Ich heiße Johanne.

Ich lade Sie ein, mich in meinem Appartement in Verdun zu besuchen,

Diskretion garantiert.

Meine Spezialität: „Deep Throating.“

Ich warte.

Lass deine wildesten Fantasien wahr werden.

Komm und spiel mit Barbara!

Hallo Hübscher, ich bin Alexia.

Ich bin heiß, sinnlich und kurvenreich.

Komm, besuch mich!

ASPASIA - KURTISANE

„Es ist am besten, wenn wir damit beginnen,

dafür zu sorgen, dass es zu meinem und zu deinem Glücke ist.“

„Sagt mir, Madame, wann könnte ich in den Genuss

einer Unterhaltung mit Euch kommen?“

Professioneller Sport ist eine Geisteskrankheit der Politiker.

Wir könnten Land in der Stadt für das neue Stadion kaufen.

Damit kann man ein Vermögen machen.

Denken Sie an das Olympiastadion.

Von wie viel Geld reden wir hier?

- Ich habe Geld. - Wie viel?

Das weiß ich nicht genau.

Hör mir zu.

Ich fange ein neues Leben an. Ich schulde niemandem was

und werde ehrliche Geschäfte machen.

Zeig mir den Finanzplan deines Portfolios...

...deine Kontoauszüge...

Konkrete Zahlen.

Sonst verschwendest du meine Zeit.

Wenn du das alles hast, ruf mich an.

Aspasia?

Mein Personal Trainer.

Er hat den Schwarzen Gürtel.

Ich habe einen Alarmknopf.

Benutzen Sie ihn oft?

Den Alarmknopf?

Nein. Aber er gibt Sicherheit.

Ja.

Sie wissen nie, mit wem Sie es zu tun haben.

Man findet das schnell raus.

Im Allgemeinen sind Männer nicht sehr kompliziert.

Sollte ich Sie jetzt sofort bezahlen, oder...

Haben Sie meine SMS nicht gelesen?

Doch, aber ich habe nicht alles verstanden.

Sie stecken das Geld in einen Umschlag.

Den hinterlegen Sie irgendwo.

Technisch gesehen spenden Sie an meine Wohltätigkeitsorganisation.

Okay.

Warum der Name Aspasia?

Sie war die erste große Hure.

Sie war eine Freundin von Sokrates.

Ja.

In einem von Platons frühesten Dialogen

fragt Sokrates: „Was ist Schönheit?“

Ein Schüler antwortet: „Schönheit ist ein schönes Mädchen.“

Vielleicht hat er sie gemeint.

Sie lesen viel.

Ja.

Kann ich Ihnen etwas zu trinken anbieten?

Ich habe Weißwein im Kühlschrank.

Sehr gerne.

Entschulden Sie, ich bin sehr nervös.

Es ist das erste Mal, dass ich...

Es fällt mir schwer, Frauen zu treffen.

Ich weiß nicht, wie man mit ihnen redet.

Ich habe das Gefühl, sie zu langweilen.

Ich hasse Kneipen und laute Musik.

Ich weiß nicht, warum ich das erzähle...

Sie müssen nicht nervös sein.

Sie müssen nichts beweisen.

Wir können auch einfach nur reden, wenn Ihnen das lieber ist.

Was würde Ihnen gefallen?

Dafür bin ich da.

Natürlich rede ich gerne...

...aber andererseits...

...würde ich ungern etwas verpassen wollen.

Was?

- Den Sex? - Schämen Sie sich.

Ungezogener Junge.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das kann...

Haben Sie eine Krawatte?

Eine Krawatte?

Eine Krawatte.

Ich habe eine für die Beerdigung meiner Großmutter gekauft.

Holen Sie sie.

Setzen Sie sich.

Ich habe einen eher gewöhnlichen Geschmack...

Still.

Hoppla.

Was machen wir nur damit?

Was immer Sie wollen.

Was ist?

Oh Gott. Ich komme sofort.

Entschuldigung, aber ich muss gehen.

Es tut mir leid.

- Kenne ich Sie nicht? - Nicht, dass ich wüsste.

- Vom Fall um den Richter Gamache. - Nehmen Sie ihre Hand weg.

- Erinnerst du dich an Sie? - Aber ja.

- Ich habe es eilig. - Auf Wiedersehen.

Madame.

- Hallo, Monsieur. - Hallo.

- Hallo. - Hallo.

Ist Ihre Familie reich, Monsieur Daoust.

Mein Vater arbeitet in einer Reifenfabrik in Joliette.

Warum?

Sie kostet das Doppelte Ihres Monatsgehalts, wenn nicht mehr.

Sie ist die Teuerste in Montreal.

Sie ist eine Freundin.

Die mit ihrem Chauffeur hierher kommt?

Genau.

Und sie lässt ihr Höschen hier, als Zeichen ihrer Freundschaft?

Halten Sie uns nicht für Idioten, Monsieur Daoust.

Das macht alles nur schlimmer.

Der Safe, der leer geräumt wurde,

gehörte der West End Gang.

Hauptsächlich Iren und Juden.

Die gleiche Bande, die den Hafen kontrolliert.

Das sind keine Pfadfinder.

Warum erzählen Sie mir das?

Damit Sie wissen, worauf Sie sich eingelassen haben.

- Ich habe mich auf nichts eingelassen. - Sie sind ein Zeuge.

Der Ladenbesitzer, der mit dem Mercedes gekommen ist,

heißt Vladimir Frangois.

Ein ehemaliges Mitglied der Straßengang.

Jeder ist hinter diesem Geld her.

Wer auch immer das Geld hat, wird früher oder später umgelegt.

Er ist ein ungewöhnlicher Typ.

Er hat einen Doktortitel in Philosophie.

Er ist also sehr intelligent.

Überdurchschnittlich, auf jeden Fall.

Haben Ihre Lieferwagen GPS?

Wir nutzen Geotab, wie alle.

- Haben Sie die Daten von dem Tag? - Geben Sie mir eine Sekunde.

Er war auf seiner normalen Route.

Dann hat er beim Shop angehalten. Drei Stunden lang.

Aber da waren Sie ja dabei.

Dann hat er eine Pause bei sich zu Hause gemacht.

Hätte er vom Tatort irgendetwas mitnehmen können?

Ja, aber er hat die hinteren Türen des Lieferwagens nicht geöffnet.

Es hätte nur etwas sehr Kleines sein können.

Carla McDuff.

Hier ist Madame Rosalbert. Mein Sohn ist verschwunden.

Seit wann?

Gestern. Da kam er nicht zurück.

Ich habe schon überall angerufen.

- Hallo. - Hallo.

Hallo.

Jacmel Rosalbert wird vermisst.

Wer?

Der Freund von dem Typen,

der vor dem Laden erschossen wurde.

Sie waren in deiner alten Gang.

Die habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen.

Du wusstest nicht, dass er verschwunden ist?

Nein, das wußte ich nicht.

Hast du was von der West End Gang gehört?

Nein, wieso?

Es heißt, die wären nicht glücklich.

Ach ja?

Einige ihrer Leute sind auf der Suche nach den Dieben.

Davon höre ich das erste Mal.

Du hast also nicht mit denen gesprochen?

Nein.

- Hi. - Hallo.

Du hast gesagt, dass du nur noch ehrliche Geschäfte machen willst.

Aber da gibt es ein Problem, du bist vorbestraft.

Banken und Investoren stellen keine Ex-Sträflinge ein.

Ich dagegen bin die Inkarnation eines unbescholtenen Bürgers.

Arbeiterfamilie, Universitätsabschluss...

und noch nie in Konflikt mit dem Gesetz gekommen.

Wir brauchen uns gegenseitig.

Ich kann keine Kontoauszüge vorweisen, weil...

...sich mein Geld in zwei großen Sporttaschen befindet.

Das Geld der West End Gang.

- Woher weißt du das? - Neuigkeiten verbreiten sich schnell.

Das Geld ist zu heiß. Ich kann damit nichts machen.

Es wird sich abkühlen.

Aber jetzt ist es noch gefährlich.

Ich weiß. Aber ich muss es riskieren.

Freude ist direkt vom Glück abhängig.

Das sagt Aristoteles in seinen Ethiken.

Seit Generationen ist meine Familie arm.

Ich habe noch nicht mal mein Studentendarlehen abbezahlt.

Das ist meine einzige Chance.

Selbst wenn ich verhaftet oder getötet werde.

Dann habe ich es wenigstens versucht.

Aber ich weiß nicht, wie. Ich brauche dich.

Wir teilen alles 50-50, wenn du willst.

Du bist total verrückt.

Ein Musterbürger.

Übertreibst du es nicht ein bisschen mit dem Ninja-Outfit?

Hier sind überall Sicherheitskameras. Benutz deinen Verstand!

Absolute Regel: Du änderst absolut nichts.

Die gleiche Routine, die gleiche Kleidung.

Du arbeitest weiter, du kaufst kein Auto.

Du änderst absolut nichts.

Verstanden?

Verstanden.

Ist das hier das ganze Geld?

Fast.

Wie viel fehlt?

Ich hab etwas in einer Schublade zu Hause.

Hast du etwas ausgegeben?

Ich habe auf eine Escort-Website geklickt.

Durch Zufall.

Natürlich.

Ich habe eine Frau gefunden,

die den Namen einer Freundin von Sokrates benutzt.

Und sie hat Racines „Bajazet“ zitiert. Ich konnte nicht widerstehen.

Wäre besser gewesen.

Ich weiß.

Die Polizei hat sie bei mir zu Hause gesehen.

Sie sagten, ich könnte sie mir nicht leisten.

Oh Mann.

Ist das schlecht?

Wenn die Polizei Geld beschlagnahmt,

was machen sie dann damit?

Sie geben es der Regierung?

Nur die Hälfte. Die andere Hälfte behält die Polizei.

Um ihre Operationen zu finanzieren.

Die Polizei sucht immer zuerst das Geld.

Diese Frau kannst du nicht noch einmal treffen.

Nein, ich muss sie sogar wiedersehen. Ich muss.

Ich habe ihnen gesagt, dass sie eine Freundin ist.

Das war mein Alibi.

Herrgott!

Wo ist das Geld?

Ich weiß nicht, wovon du redest.

Du warst bei Chenier.

Du hast das Geld genommen und bist abgehauen.

Nein, ich war nicht da.

Ich denke, du warst da.

Nein.

Ich glaube dir nicht.

Zum letzten Mal.

Wo ist das Geld?

Ich weiß es nicht.

Ich weiß es nicht.

Ich weiß es nicht.

Er hat das Geld nicht.

Das heißt, du hast ein Problem, Kumpel.

Was für ein Problem?

Du bist die Bank.

Du bist dafür verantwortlich.

Ich bin nicht verantwortlich für einen Überfall.

Oh doch, das bist du.

„Ich sterbe, wenn ich dich verliere.

Ich sterbe, wenn ich warten muss.“ - Andromache

Morgen?

Wir haben die Rotatorenmanschette neu aufgebaut

und seine Knorpellippen wieder mit den Schulterblättern verbunden.

Aber selbst mit Physiotherapie

wird er sich nicht wieder vollständig erholen.

Er wurde außerdem in die Hüfte und den Oberschenkel geschossen.

Er wurde genäht, aber die Wunde hat sich entzündet.

Ich bin jetzt am Parkplatz vom Maison Smith.

Ich bin am Camiilien-Houde Aussichtspunkt.

Danke.

Ich habe das Geld für heute Abend mitgebracht.

Vielen Dank.

Aber es sind 200 Dollar zu wenig.

Auf dem Weg hierher habe ich einen Freund getroffen,

der für „Le Parcours“ arbeitet.

Das ist eine Organisation, die Obdachlosen hilft.

Sie brauchten Geld für eine Aktion nächste Woche.

Aber auf die Art müssen Sie mich wiedersehen,

um Ihre Schulden einzutreiben.

Das ist eine kleine List, die ich mir ausgedacht habe.

Geben Sie ihnen viel Geld?

Ich versuche ihnen zu helfen.

Montreal ist voller Obdachloser.

- Wirklich? - Haben Sie das nicht bemerkt?

Nein.

- An den Eingängen zur U-Bahn? - Ich nehme nie die U-Bahn.

Den Inuit geht es am schlechtesten.

Es gibt Inuit in Montreal?

Aber ja. Viele sogar.

Ureinwohner auch.

Das wusste ich nicht.

Ausgestoßene gibt es überall.

Sie sind ein großzügiger Mann.

Das ist gut.

Ich bin eher...

...egoistisch.

Niemand ist perfekt.

Danke.

Könnte ich auch einen Spaziergang bekommen?

- Im Park? - Ja.

Okay.

- Du kannst gehen. - Bist du sicher?

Ich komme klar.

Du bist der Boss.

Seit Ihrem Besuch kann ich nur noch an Sie denken.

Ich bin total glücklich.

Viele Männer verlieben sich in mich.

Ach ja.

Ja.

Es hält einen Monat. Vielleicht zwei.

Aber Sie kehren immer wieder in die Realität zurück.

Mit einigen bleibe ich befreundet.

Wenn sie weit genug reisen, dass es sicher für sie ist,

nehmen sie mich mit.

Ich war oft in Dubai,

in der letzten Zeit.

Sie sind nicht immer alt.

Es ist überraschend, wie vielen gutaussehenden,

jungen und reichen Männern, ihre Frau nicht genug ist.

Sie finden mich sicher lächerlich.

Ein Paketbote...

Meine Mutter war eine Friseurin.

Gemma?

Wo bist du?

Sie sitzen auf einer Bank und erzählen sich ihre Lebensgeschichte.

Das wird noch ewig dauern.

Als Sie mich in Ihre Arme genommen haben...

...war ich in einem Zustand totaler Glückseligkeit.

Ich übertreibe nicht.

Sie kennen mich nicht.

Ich würde Sie gerne kennenlernen.

Ich bin schrecklich oberflächlich.

Ich habe einen Doktor in Philosophie,

ich kann für die Tiefe sorgen.

Als ich jünger war, war ich ehrgeizig.

Ich wollte philosophische Abhandlungen schreiben.

Sie sind auf dem Rundweg.

Mir fiel auf, wie lächerlich das ist.

Ich habe...

...eine Bitte an dich.

Welche?

Ich möchte deinen Namen wissen.

Ich sage niemandem meinen Namen.

Ich verstehe, aber...

Ich möchte dem Gesicht der Frau, die ich lieben werde,

einen Namen geben.

Ich kann nicht.

Das Geld, das du mir gibst...

...hast du das gestohlen?

Das ist eine ziemlich unglaubliche Geschichte.

Kannst du sie mir nicht erzählen?

Ich sollte sie dir nicht erzählen, nein.

Du hast gesagt, du hast keine Geheimnisse vor mir.

Ich habe schlechte Nachrichten, meine Freunde.

Sieht so aus, als würden sie nicht ins Bett gehen.

Sie machen einfach immer weiter.

Ich wecke LaBauve.

Vielleicht schickt er noch ein anderes Team.

Du hast ihm dein Geld gezeigt?

Er weiß, wo es ist?

Ein Rocker?

Er wirkte wie ein netter Typ.

Das ist verrückt.

Dein Lager ist bestimmt schon leer geräumt.

Nicht unbedingt.

Ich vertraue Menschen im Allgemeinen.

Ich hab es dir gesagt.

Was hast du dir nur dabei gedacht?

Einem Rocker!

Ich bin nicht für das Verbrecherleben gemacht.

Ich werde wohl wieder Pakete ausliefern.

Immerhin habe ich dich getroffen.

Auch wenn es nicht für lange war.

Antworte ruhig.

Du verpasst sonst eine Reise nach Dubai.

Es tut mir leid!

Bitte geh nicht!

Ich besorge mehr Geld.

Ich verkaufe Drogen, ich stehle Autos, was auch immer.

Darf ich fragen, warum Sie hier sind, Madame Lafontaine?

Wie haben Sie sie genannt?

Lafontaine.

Camille Lafontaine. Wie sollte ich sie sonst nennen?

Sie kennen den Namen Ihrer guten Freundin nicht?

Doch, es war nur die Betonung.

- Haben Sie das gemietet? - Ja.

- Warum? - Für mich.

Um Kleider zu lagern.

Meine Wohnung ist voll, also miete ich hier.

Und Sie hatten keine Zeit, das selbst zu regeln?

Ganz genau.

Haben Sie den Lagerraum einen Tag nach dem Überfall gemietet?

Ich erinnere mich nicht.

Wir kommen ganz leicht an das Datum.

Das hier ist Jacmel Rosalbert.

Er ist im St. Lukas-Krankenhaus.

Sie dachten, er hätte das Geld gestohlen...

...und haben ihn gefoltert.

Lassen Sie mich das demonstrieren.

Zuerst haben Sie ihn gefesselt.

Sie hängten ihn an ein Kabel

und haben ihn hochgezogen.

Ganz langsam

Letztendlich hat er dann den Boden nicht mehr berührt.

Zuerst halten die Schultern das aus.

Dann reißen alle Muskeln.

Die Arme werden aus den Schultern gerissen.

Die einfachste und schmerzhafteste Form der Folter.

Die SS hat das in Auschwitz gemacht.

Wer auch immer das Geld gestohlen hat, ist dafür verantwortlich.

Ich verstehe nicht, was das mit mir zu tun hat?

Bitte.

Danke.

Ich bin mir sicher, er ist schon lange weg.

Du Mistkerl!

Suchst du dein Geld?

Es ist hier.

Du kannst es zählen.

Ich bin kein Anwalt, ich bin ein ehrlicher Krimineller.

Wie hast du das Schloss geöffnet?

Es gibt Leute, die Hauptschlüssel verkaufen.

Ich habe meine Freunde bei der Polizei angerufen.

Deine Freunde?

Die Polizei in Montreal hat viele Lecks.

Wusstest du das auch nicht?

Du wurdest beschattet,

also habe ich das Geld schnell verlegt.

Als wir da waren, tauchten sie sofort auf.

Natürlich.

Sie überprüfen alle Überwachungsvideos.

- Hast du ein Alibi? - Ein Alibi?

Was ist in den Taschen?

Warum hast du das Lager gemietet?

Wer bin ich? Warum habe ich sie genommen?

- Du brauchst gute Antworten. - Ich finde welche.

Dein Escort-Mädchen?

Hat sie gesagt, dass ich dich beklaut habe?

Du siehst zu viele Filme.

Ach ja?

Im Film verführen böse Mädchen den Typen, um ihm das Geld zu klauen.

Es gibt nur eine Sache,

für die sich Escort-Mädchen interessieren:

Geld.

Rocker-Argumente. Idioten-Argumente.

Weil Rocker alle Betrüger sind.

Argumente einer Escortdame. Argumente einer Tussi.

- Aber häufig wahr. - Es gibt Ausnahmen.

Vielleicht.

Camille, das ist Sylvain. Sylvain, das ist Camille.

Meine Tochter Cindy.

Hallo Cindy.

- Haben wir dir Angst gemacht? - Ein bisschen.

- Das tut mir leid, Kleine. - Schon okay.

- Beobachten sie uns rund um die Uhr? - Nein, dafür fehlt ihnen das Geld.

Das ist zu teuer und ihre Priorität liegt auf den Arabern.

Aber sieh dich immer gut um.

Sie könnten da sein.

Hier, Liebes. Wir gehen jetzt zu deiner Mama.

Du weißt nicht, wer die waren?

Nein.

Oder warum die das gemacht haben?

Nein.

Und du warst nicht bei Chenier, als er erschossen wurde?

Nein.

Andere Gangs werden dich schnappen wollen.

Verlass dich nicht auf unseren Schutz.

Das nächste Mal reißen sie dir die Eier ab.

Ich habe gehört, das soll weh tun.

Wie alt war Chenier?

- Ich weiß nicht. -22, 23?

Er hatte nicht gerade ein langes Leben.

Wie alt bist du?

22.

Du warst zwei Jahre im Knast und davor in einer Erziehungsanstalt.

Hast du nie über deine Zukunft nachgedacht?

Nein.

Wenn du nichts änderst, wirst du sterben.

Oder zurück in den Knast gehen, für eine sehr lange Zeit.

Wenn du nicht mehr da bist...

...wer kümmert sich dann um deine Mutter?

Ich weiß.

Das ist traurig.

Chenier wurde getroffen.

Ich bin mit meiner Tasche rausgerannt.

Morosi hat auf mich geschossen.

Ich habe meine Tasche fallen gelassen und bin gerannt.

Vladimir auszurauben war nicht deine eigene Idee.

Jemand hat dich dafür angeheuert. Wer?

Die Italiener? Die Rocker?

Rede mit mir. Wir sind hier, um dir zu helfen.

Ich kann nicht.

Okay.

Es war Vlad.

Vladimir hat dich angeheuert, seinen eigenen Laden zu überfallen?

Er wollte einen größeren Anteil vom Profit der West End Gang.

Okay.

Niemand sollte dabei getötet werden?

Natürlich nicht.

Wir hatten Morosi nicht erwartet.

Ich weiß nicht, warum er da war.

Das war alles eine große Scheiße.

Ja.

Das ist mein Versteck.

Wir vergraben deine Kohle neben meiner.

- Wen hast du ausgeraubt? - Niemanden.

Legal enrworben, während der Ausübung meiner Tätigkeiten.

Damals, als ich noch eine Tätigkeit hatte.

Als ich hier das erste Mal gegraben habe, lagen da zwei Skelette.

Ich habe sie da drüben begraben.

Wenn wir hier fertig sind, besuchen wir Jacmel im Krankenhaus.

Warum das?

- Um ihn rauszuholen. - Nein, bleib nur weg von dem Typ.

Das ist ein Penner, verlorene Liebesmüh.

- Wir helfen ihm. - Er hat Recht.

- Halt dich da raus. - Keine Chance.

Willst du ein Jugendzentrum eröffnen?

Es geht um Ethik. Ich respektiere die Gesellschaft nicht.

Ich auch nicht.

Verbrechen, ja. Aber keine Opfer.

- Die wird es immer geben. - Nicht unbedingt.

Vor dem Gesetz bin ich eine Kriminelle.

Aber ich schade niemandem.

Im Gegenteil, die Kerle sind danach immer recht glücklich.

Er wurde gefoltert, weil ich mir die Kohle geschnappt habe.

- Pech. - Nein, kein Pech.

Ich bin für ihn verantwortlich.

Ich habe keine Wahl.

Es ist der Imperativ nach Kant.

Schön.

Aber der Typ steht 24 Stunden am Tag unter Beobachtung.

Wenn wir uns ihm nähern, ist es gelaufen.

Wir drei stecken da zusammen drin. Du, ich und sie.

- Lebendig oder tot. - Nimm mich da raus.

Du hast keine Wahl. Das ist Schicksal.

Fatum.

Wir müssen das Schicksal lieben. „Amor fati.“ Marc Aurel.

Der Kaiser. Marc Aurel.

Er wurde gefoltert und wollte trotzdem nicht reden.

Das Geld ist verschwunden.

Die Zinsen liegen bei 5 Prozent.

- Pro Woche. - Fünf Prozent pro Woche?

- Das ist verrückt. - So sind die Regeln.

Das kann ich nicht bezahlen. Ich bin nicht die Bank von Kanada.

Woher soll ich so viel Geld nehmen?

Es interessiert mich nicht, wie du an das Geld kommst.

- Zahl es einfach zurück. - Komm schon, Mann.

Wir reden hier über Millionen.

Uns interessiert nur, dass du uns das Geld schuldest.

Mr. LaBauve. Wie geht es Ihnen?

- Gut, und Ihnen? - Großartig.

- Mrs. McDuff. - Mr. McDowell.

Machen Sie Geschäfte mit unserem Freund, Mr. Frangois?

Nein, ich war nur in der Gegend und dachte mir, ich sag mal hallo.

- Einen schönen Tag noch. - Ihnen auch.

Schickes Auto.

Hallo.

Hallo.

Möchtest du reden?

Worüber?

Die Sache spitzt sich langsam zu, da draußen.

Das Gericht wäre vielleicht zu einem Deal bereit.

- Wir könnten dir dabei helfen. - Nein, danke.

Sicher?

Sicher.

Das ist ein Fehler.

Hallo, Madame.

Kennen Sie einen Pierre-Paul Daoust?

1901.

Es fühlt sich komisch an, hierher zu kommen.

Warum?

- Ich bin sicher nicht der erste Mann... - Der zweite.

Nach meinem Ehemann.

Du bist verheiratet?

Ich war es. Fünf Jahre lang.

Das Appartement war Teil der Scheidungsvereinbarung.

Was ist das?

Das Geld für heute.

Nicht hier.

Okay.

Er war 48.

Ich war 23.

Er hatte eine große Segeljacht mit einer eigenen Mannschaft.

Er wollte mich immer wie einen Jungen nehmen.

Du weißt, was das heißt?

Er hat mich auch geschlagen.

Sehr oft.

Er nannte es: „Meine Erziehung vervollständigen.“

Warum hast du ihn geheiratet?

Mein Vater verließ uns, als ich acht Monate alt war.

Ich habe ihn nie kennengelernt.

Meine Mutter glaubte immer,

dass die einzige Sicherheit für eine Frau darin besteht,

einen Millionär zu heiraten und einen guten Ehevertrag abzuschließen.

Wo ist deine Mutter jetzt?

In Cheteauguay.

Entschuldige.

Sie ist immer noch Friseurin.

Ich schicke ihr Geld.

Ich habe ihr gesagt, dass ich Öffentlichkeitsarbeit mache.

Das ist ja auch nicht ganz falsch.

Sie hat große Opfer gebracht,

um mich auf eine Eliteschule in Westmount zu schicken.

Sie hat alles bezahlt.

Reitkurse, Segelkurse.

Ich musste sogar ehrenamtlich im Kunstmuseum arbeiten.

Sie sorgte dafür, dass ich eingeladen wurde...

...zu Wohltätigkeitsveranstaltungen für die Krebs- oder Herzforschung.

Überall...

...wo die Chance bestand, dass ich einen Millionär treffe.

Das hat funktioniert.

Nicht lange.

Aber lange genug, dass sein Geld mich verderben konnte.

Du wirst es sehen.

Das passiert dir auch.

Da bin ich mir nicht so sicher.

Das sagt sich leicht, du hattest nie Geld.

Warte, bis du in Belize tauchen gehst.

Du wirst schon sehen.

Weißt du, wie es ist einen Koch zu haben,

der jede Mahlzeit zubereitet, die du zu dir nimmst?

„Es ist nicht wichtig, was du isst, sondern mit wem du isst.“ Epikur.

„Es ist besser in einem Jaguar zu weinen,

als in einer U-Bahn.“

Camille.

Erinnerst du dich an mich?

- Ich habe das Geld nicht! - Das weiß ich, du Trottel!

Vladimir reinzulegen, clever!

Jetzt hör mir genau zu,

weil ich mich nicht wiederholen werde.

Es gibt sehr wohltätige Menschen, die dir helfen wollen.

Ich kann dir nicht sagen, wer.

Sag deiner Mutter,

dass du für eine Weile verschwinden musst.

Ein Chinese wird kommen und du wirst mit ihm gehen.

Eine Polizistin hat versprochen, mir zu helfen.

Die Polizei wird dich zum Informanten machen,

das bedeutet ein Bus-Ticket nach Halifax oder Vancouver.

50 Dollar im Monat für Nahrungsmittel.

Da wird man nicht fett.

Und 500 Dollar pro Woche zwei Jahre lang.

Dann ist es vorbei.

Du fühlst dich einsam, du kommst zurück...

...und wirst umgelegt.

Die Polizei gehört zur Regierung.

Die Regierung will dir nie helfen.

Sie will nur auf dir herumtrampeln, das weiß jeder.

Die Leute, die ich repräsentiere, sind großzügig.

Für meinen Geschmack zu sehr.

Aber es sind gute Leute.

Du weißt nicht, wie viel Glück du hast.

Einen schönen Tag noch.

- Hey. - Hi.

- Willst du was einzahlen? - Nein, das ist für dich.

Dein Sohn mag Biologie.

Flieg mit ihm in die Karibik und schaut euch Fische an.

Wo hast du das Geld her?

Das ist ein Geheimnis.

Geht es dir gut?

Alles super.

Bis dann.

Wir haben Kisten voller Geld, das wir nicht nutzen können.

Wenn ich mein Geld mit deinem zusammenlege,

könnte das interessant genug sein für einen großen Anleger.

Ich kenne einen.

- Wen? - Wilbrod Taschereau.

Das ist der Beste der Besten.

- Ich weiß. - Woher kennst du so jemanden?

Mit mir wird er nicht reden wollen.

Wir brauchen unseren ehrlichen Musterbürger.

Du bist besser überzeugend.

- Ist das wirklich nötig? - Absolut, es geht nicht ohne ihn.

Sie ist wirklich eine schöne Frau.

- Fang nicht damit an. - Was?

- Ich kenne dich. - Wer im Glashaus sitzt...

- Ist das so? - Deine Scheidung war zu teuer.

Nicht die Scheidung, nur die Alimente.

Beschissener feministischer Richter!

- Guten Tag. - Guten Tag!

Ich würde gerne mit Maitre Taschereau sprechen.

- Erwartet er Sie? - Sagen Sie ihm, hier ist Aspasia.

- Worum geht es? - Das ist persönlich.

Haben Sie einen Lieferschein?

Nein, ich bin nicht... Ich bin...

Er ist mit mir hier. Ich hatte ein Lieferproblem.

Hallo, Wilbrod.

Das Büro war immer Sperrbezirk.

Ich weiß.

Es tut mir leid.

Du solltest gehen.

Wie lange war ich deine einzige Geliebte, Wilbrod?

Ein Jahr. Vielleicht etwas länger.

Hattest du während dieser Zeit Grund, dich über mich zu beschweren?

Auch nur einmal?

Niemals.

Ist es meine Schuld, dass deine vortreffliche Frau

Marie-Danielle misstrauisch geworden ist.

Nein.

War ich es, der unsere Beziehung beendet hat?

Das war ich.

Habe ich dich glücklich gemacht?

Ich vermisse dich jeden Tag.

Und ich werde dich vermissen, bis ich sterbe.

Ich möchte dich um einen Gefallen bitten.

Guten Tag, Monsieur.

Mein Name ist Pierre-Paul Daoust.

Ich repräsentiere eine Gruppe, die durch einige glückliche Umstände

kürzlich in den Besitz einer großen Menge Geld gekommen ist.

Wir haben vor, das Geld im Ausland zu investieren.

Und wir würden gerne Ihre Beratung in Anspruch nehmen.

Ihre Provision wäre der Höhe der Summe angemessen.

- Hallo? - Ja?

Wir suchen nach einer Frau in einem schwarzen Kostüm.

Unser Büro ist geschlossen.

Sie war zusammen mit einem Kurierfahrer.

Nein, hier war niemand.

- Hallo, Madame. - Hallo.

Ich suche nach einer jungen Frau.

Sie war in Begleitung eines Kurierfahrers.

Die Identität von Klienten ist vertraulich.

Pete LaBauve, Abteilung für Schwerverbrechen.

Vielen Dank.

Pete LaBauve.

Carla McDuff.

Maitre Taschereau, könnte man sagen,

dass Sie ein Spezialist für Steuerparadiese sind?

Das ist ein abgedroschener Begriff aus den Medien.

Soweit es mich betrifft, ist das einzige Paradies im Himmel.

Der Vizepräsident der Bank möchte Sie sprechen.

Ich rufe ihn zurück, danke.

Wenn jemand an eine wirklich große Summe Geld käme,

könnten Sie ihm helfen, die im Ausland zu investieren?

Insofern es vom Gesetz erlaubt ist, natürlich.

Aber die Gesetze variieren von Land zu Land.

Ich benutze gerne ein einfaches Beispiel.

Wenn Sie zufällig aus dem einen oder anderen Grund

gerne ihre Frau schlagen möchten,

bekämen sie hier ernsthafte Probleme.

Aber wenn Sie sie überreden würden,

Sie auf eine wunderbare Reise nach Pakistan zu begleiten,

könnten Sie sie dort nach Lust und Laune verprügeln.

Sie würden ein Privileg ausnutzen,

dass Ihnen vom islamischen Recht gewährt wird.

In der Finanzwelt ist es genauso.

Das Universum des Geldes ist unendlich groß.

Niemand weiß, wie viel davon genau im Umlauf ist.

Milliarden und Billionen.

Beispielsweise haben die Familien beinahe jedes afrikanischen Diktators

hier in Montreal massiv in Immobilien investiert.

Itno, Nguesso, Bongo, Compaorö... Die sind alle hier vertreten.

Und kein Bundesgesetz verbietet das?

Ich hoffe doch, Sie sind kein Rassist.

Kanada empfängt alle mit offenen Armen,

wie unser Premierminister so schön sagt.

Davon abgesehen...

...diese Summen sind trivial,

vergleicht man sie mit dem Geld in Hedgefonds,

dem Geld aus der Ölindustrie,

aus dem Drogen- und Waffenhandel,

oder dem Vermögen undurchsichtiger Staaten,

wie Russland oder Saudi-Arabien.

Oder die Vermögen chinesischer Millionäre,

die im Ausland investiert sind.

Da reden wir über etwa 700 Milliarden Dollar.

Wie viel ist dieses Gemälde wert?

Ich gebe zu, das ist etwas extravagant.

Aber Sie wissen ja,

man braucht Geld, um Kunst wirklich genießen zu können.

Natürlich können Sie auch jederzeit ins Museum gehen.

Ein Typ wie der hat meinen Vater ruiniert.

Hat ihn dazu gebracht, in die IT-Blase zu investieren.

Er hat alles verloren.

Ich war dazu gezwungen, die Mathematik aufzugeben

und Kriminologie zu studieren.

Ein sicherer Job fürs Leben.

Ich habe von einem Doktorgrad in Princeton geträumt,

stattdessen habe ich es mit Zuhältern und Psychopathen zu tun.

Dem Abschaum der Menschheit.

Hey, wenn du einsam oder unglücklich bist,

bist du in meinem Bett willkommen.

Ich hätte den Eindruck, dass du es nur aus Mitleid machst.

Nein, das eine Mal, als wir es gemacht haben,

war nicht so schlecht.

Es war super.

Ich hab dir doch gesagt, wenn ich auf Kerle stehen würde,

wäre ich sofort hinter dir her.

Das netteste Kompliment, das ich je bekommen habe.

Tante Carla hat das, was du brauchst.

Dein Telefon klingelt ziemlich oft.

Ich schalte es aus.

Ich weiß nicht, ob ich damit leben kann...

...mich...

...daran gewöhnen kann.

Um genau zu sein, kann ich es nicht.

Ich verstehe nicht, wie du das schaffst,

mit all diesen Männern.

Hey.)'-

Was ist los?

Wünschst du dir, der Einzige zu sein?

Natürlich tue ich das.

Welcher Mann wäre nicht gern der Einzige.

Warst du nicht glücklich, als du mit mir geschlafen hast?

- Guten Tag. - Guten Tag.

Monsieur Daoust...

Wir haben uns die Aufnahmen der Sicherheitskameras angesehen,

die zeigen, dass Sie das Lager kurz nach dem Überfall angemietet haben.

Man sieht, wie Sie zwei große,

schwere und gefüllte Sporttaschen einlagern.

Was war darin?

- Kleidung. - Ihre Kleidung?

Ja.

Ein paar Tage später kamen Sie mit jemandem zurück,

der ganz in Schwarz gekleidet war.

Wer war das?

- Bill. - Welcher Bill?

- Das weiß ich nicht. - Haben Sie seinen Namen vergessen?

Nein, er ist obdachlos.

Wie haben Sie ihn kennengelernt?

Ich arbeite ehrenamtlich bei „Le Parcours“,

das ist eine Organisation...

Die kennen wir.

Warum haben Sie Bill dahin mitgenommen?

Um ihm meine Kleidung zu geben.

Aber er wollte sie nicht?

Nein, er wußte nicht wo er sie verstauen sollte.

Und er kam dann ein paar Tage später wieder.

So ist es.

Und er hatte den Schlüssel zu Ihrem Lagerraum?

Genau.

Können wir mit Bill sprechen?

Ich weiß nicht, wo er ist.

- Er ist verschwunden? - Ja.

Er ist obdachlos, das passiert oft.

Wollten Sie dort nicht Ihre Kleidung lagern?

Ich hatte dafür noch keine Zeit.

Können wir die Kleidung sehen, die Sie dort lagern wollten?

Haben Sie einen Durchsuchungsbefehl?

Noch nicht.

Dann fragen Sie mich dann noch mal.

Monsieur Daoust...

Ich habe den Eindruck,

dass Sie bisher immer ein ehrlicher Bürger waren.

Jetzt riskieren Sie, alles zu verlieren.

Was genau?

Ich habe keine Frau, keine Kinder.

Meine Knie sind kaputt.

100 Mal am Tag in den Lieferwagen zu steigen,

ist schlecht für die Gelenke.

Viele von den Jungs gehen auf Krücken, wenn sie in Rente gehen.

Nicht gerade eine leuchtende Zukunft.

Sicher besser als das Gefängnis.

KUNSTMUSEUM MONTREAL

Maitre Taschereau, vielen Dank für Ihr Kommen.

Darf ich Ihnen Sylvain Bigras vorstellen?

Ich habe viel über Sie in meinen Kursen gelernt.

- Nur Gutes, hoffe ich. - Sie sind eine Legende.

In meinen Kursen habe ich auch gelernt,

dass einige Kanadier Bankkonten in Ländern unterhalten,

deren Steuern etwas weniger erdrückend sind.

Korrekt.

In vielen Fällen werden diese Konten nicht angegeben.

Das ist wahr.

Neue internationale Regeln besagen,

dass diese innerhalb von zwei Jahren angegeben

und versteuert werden müssen.

Ja, genau.

Mama Taschereau ...

Wenn einige ihrer Klienten sich

in einer solch schwierigen Situation befinden...

„hätten wir einen Vorschlag für sie.

Der da wäre?

Wir würden ihnen hier die Summe an Bargeld übergeben,

die sie auf ausländischen Konten haben.

Sie würden diese ausländischen Geldmittel

auf unser Konto überweisen,

welches ebenfalls im Ausland liegt.

Auf diese Art würde kein Geld die kanadische Grenze überqueren.

Wie ein Hawala.

Exakt.

Ich rate meinen Kunden nie zu illegalen Aktivitäten.

Sie könnten sie einfach nur über unseren Vorschlag informieren.

Ohne ihn zu empfehlen.

Es ist mir verboten als Vermittler von Bartransaktionen

über mehr als 7.500 Dollar zu fungieren.

Das müssten Sie wissen.

Wir wären die Vermittler.

Zum Zeitpunkt der Transaktion könnten Sie eine Reise machen.

Vielleicht nach Bali?

Aber das Konto das Sie im Ausland eröffnen,

könnte ebenfalls offen gelegt werden.

Ja.

Aber wenn das Konto

einer internationalen Organisation gehören würde,

deren Verbindungen nach Kanada so komplex und diskret wären,

wie im Fall des Olympischen Komitees

oder der FIFA zum Beispiel...

Kompliziert...

...aber möglich.

- Hallo. - Hallo.

Es gibt einen Auftrag Vladimir zu erschießen,

sobald er auftaucht.

- Von der West End Gang? - Ja.

Er wird bezahlen.

- Das Geld ist noch nicht aufgetaucht? - Nein.

Es ist ein Mysterium.

Ich weiß, was ich tun würde.

Was?

„The Brain“-Bigras ist gerade rausgekommen.

Wenn jemand etwas weiß, dann er.

Wo hält er sich auf?

Das weiß keiner.

Aber er wird seine Tochter besuchen.

- Kennst du seine Ex? - Ja.

Finde sie und du findest ihn.

Sonst noch was.

Manche ist in einem Ueferwagen nach Texas gefahren.

Er kauft dort AK-47s und Glocks.

- Wann kommt er zurück? - Keine Ahnung.

Finde es heraus...

...und informier mich.

Könnte ich einen Vorschuss bekommen?

Du musst das Glücksspiel sein lassen.

Ich spiele nicht.

Wir haben schlechte Nachrichten.

Auf dich ist ein Kopfgeld ausgesetzt.

Eine Minute.

Schatz...

...kannst du mit den Kindern in den Keller gehen?

Danke.

Okay.

Du solltest wissen,

wer auch immer dich umlegt, kassiert 10.000 Dollar.

Ich mache mir keine Sorgen. Ich werde beschützt.

Durch wen?

Durch mein Grigri.

- Also. .. - Ich weiß, du glaubst nicht daran.

Aber ich tue das.

Eine Wohltätigkeitsorganisation ist Ihre beste Option, denke ich.

Und es würde zu diesem Ort tiefer spiritueller Bedeutung passen.

Wir sollten also eine Stiftung gründen?

Leider gibt es so viele Stiftungen, dass das verdächtig wäre.

Das sind normalerweise Fassaden für Betrüger, richtig?

Meistens ja.

Wohltätigkeit für was?

Afrika?

Niemand interessiert sich mehr für Afrika.

Das ist verlorene Liebesmüh.

Ich muss es wissen,

ich bin ehrenamtlicher Konsul von Benin.

Kinder wären besser. Kinder im Allgemeinen.

Kranke Kinder sind unwiderstehlich.

Wo hätten wir unsere Zentrale?

In Lausanne oder Zürich, da haben wir keine Wahl.

Wie Sie sagten, der IOC, die FIFA...

Die Schweizer werden uns verraten.

Ja, den meisten Schweizer Banken kann man nicht mehr vertrauen.

Die Amerikaner haben sie entmannt.

Traurige Zeiten.

Und wir schicken das Geld direkt in die Schweiz?

Natürlich nicht. Wir schicken es auf eine kleine Reise.

Die Schweiz wird nur das endgültige Ziel

einer langen Reise sein.

Und die Reiseroute?

Ich erspare Ihnen die Details.

Aber der wichtigste Halt wird in London sein.

Warum?

Es wäre natürlich leichter und günstiger

über Malta, Slowenien oder Irland,

aber mir gefiel die Aura der Seriosität,

die England umgibt, schon immer besonders gut.

Ihr Kapital wird seine Reise in der Schweiz beenden.

Danach können Sie sich Gehälter zahlen,

Geschäftsausgaben tätigen und investieren.

Wie Sie wünschen.

Ich habe hier eine Liste

von Kunden, die Interesse an Ihrem Angebot haben.

Ich gebe sie Camille.

Zerstören Sie die Liste nach der Aktion.

Ich habe das nur für dich gemacht.

Ich danke dir.

Ist er der Mann deines Lebens?

Vielleicht.

Er hat großes Glück.

Ach ja.

Von diesem Moment an können Sie alle Ausgaben,

die ihre Wohltätigkeitsorganisation betreffen,

von der Steuer absetzen.

Nutzen Sie das voll aus.

Einen schönen Tag noch.

Jetzt brauchen wir jemanden, der rechnen kann.

Meine Ex arbeitet in einer Bank.

- Stell mich vor. - Du hast sie nie erwähnt.

Ich hoffe, du bist nicht eifersüchtig. Das ist eine so negative Emotion.

In der Zwischenzeit brauche ich etwas Geld.

- Unmöglich. - Nicht viel, es ist für einen Freund.

Ich hab's dir doch erklärt.

Dein Konto wird überwacht.

Ich habe Geld.

Ich kann dir was leihen.

Ihr Geld ist kein Problem.

Das ist mein Schatz.

Ich habe noch andere Schließfächer.

In Montreal, Toronto...

und eines in Ottawa.

Ich vertraue nur amerikanischen Dollar.

Das ist der Grund,

warum die Regierung Bargeld verbieten will.

Sie kontrollieren alles andere.

Nimm dir, was du brauchst.

Nein.

Ich empfinde keine Loyalität gegenüber meiner Bank.

Der Geschäftsführer hat letztes Jahr 12 Millionen Dollar verdient.

Das ist 257-mal mein Gehalt.

Es ist nur...

Ich bin eine allein erziehende Mutter.

Ich habe einen Sohn, ich brauche Sicherheit.

Ja.

Wie alt ist er?

Zwölf.

Er ist ein guter Junge.

Meine Tocher ist 10.

Sein Vater ist vor ein paar Jahren verschwunden.

Meine Frau wollte nicht mehr warten.

Das erste, was wir brauchen, ist ein Büro.

Etwas Bescheidenes und Diskretes.

Genau passend zu einer Organisation wie der unseren.

Vertrauen Sie mir.

Langsam nach unten ziehen. So ist gut.

Du schaffst das.

Ist schon gut.

Mach 'ne Pause.

Vladimir wurde nicht ohne Grund getötet.

Sie wollen das Geld aus dem Land schaffen.

Ich bin mir sicher, ich weiß nur nicht wie.

Sie werden sicherlich keine Bank benutzen.

Dann wüssten wir binnen einer Stunde Bescheid.

Uns fehlt ein Puzzleteil.

- Guten Morgen, Mr. Christian. - Guten Morgen, Mr. Taschereau.

Ich werde Sie nicht nach dem Wetter fragen.

Okay, tun Sie das besser nicht.

Ich möchte, dass Sie ein neues Nummernkonto eröffnen,

auf das einige meiner Klienten Geld einzahlen können.

Auf einen bestimmten Namen?

Irgendetwas angemessen Vages.

Kindco Investments.

Desmond Management.

Irgendwas.

Sobald die Zahlungen hinterlegt sind,

möchte ich, dass Sie das ganze Konto

unserem Freund Ashok Krishnan auf den Seychellen übertragen.

Okay, Sir. Ich melde mich.

Guten Abend, Ashok.

Ich möchte, dass Sie für mich eine neue Firma gründen.

Natürlich.

Etwas mit einem passenden asiatischen Namen.

Diese wird dann eine erhebliche Menge an US-Dollar

von Stewart Christian erhalten.

Ich möchte, dass Sie dieses Geld an die SIB auf Jersey weiterleiten.

Sehr gerne.

Ich warte dann auf Sabines Anweisungen.

Vielen Dank.

Guten Abend, Sabine.

Ich möchte, dass Sie einen neuen gemeinnützigen Fonds gründen.

Dieser Fonds wird dann letztlich

in einen anderen Fonds in der Schweiz investieren.

Sie möchten nicht,

dass das Geld direkt dorthin fließt, oder?

Natürlich nicht.

Ich möchte, dass es zuerst über London geht.

Über Sir James?

- Ja. - Sehr gerne, Sir.

Sir James, Sie werden in den nächsten Wochen

eine bestimmte Summe US-Dollar

von einem gemeinnützigen Fonds auf Jersey erhalten.

Ich möchte, dass Sie das Geld festhalten,

bis sie grünes Licht von Mario Shlittler bekommen.

Mario ist der Beste.

Ich hab ihn im Juli in Wimbledon getroffen.

Mario, ich helfe gerade dabei

einen internationalen Fonds für Kinder zu gründen.

„Rettet die Kinder“ oder irgendetwas in der Art.

Sie werden eine erhebliche Summe Geld aus London

von einem Spender erhalten, der gerne anonym bleiben möchte.

Wie so oft.

Ich möchte, dass Sie einen internationalen Vorstand bilden.

Ein oder zwei Asiaten, einen Amerikaner, einen Afrikaner.

- Sie wissen, was ich meine. - Betrachten Sie es als erledigt.

Wenn Sie die Satzung der Organisation festlegen,

möchte ich, dass die entscheidenden Stimmen

an die kanadischen Delegierten gehen.

Aber natürlich.

Entschuldigen Sie mich bitte.

Ja.

Entschuldigen Sie die Störung, aber die Polizei ist wieder da.

Natürlich.

Haben Sie mich beschattet?

Natürlich nicht.

Einer unserer Detectives...

Sergeant... Sie sind doch Sergeant, oder?

Genau.

Haben Sie die Namen am Eingang bemerkt.

Sie hätten dann bemerkt, dass zu den Partnern unserer Firma

zwei ehemalige Premierminister von Kanada

und ein ehemaliger Premierminister von Quebec gehören.

Ich bin mir nicht sicher, dass Sie verstehen, was das bedeutet.

Auf diesem Foto...

...sieht man, wie Sie Camille Lafontaine etwas geben.

Was war das?

Ein persönliches Andenken.

Diese Untersuchung ist noch nicht vorbei.

Machen Sie ihre Arbeit, ich mache meine.

So funktioniert die Gesellschaft.

- Bereit? - Bereit.

Ja, bitte?

Nein, alles gut.

Ich verstehe das nicht.

Sie sollten längst hier sein.

Was suchen Sie denn hier?

Ich suche nach dem Yogakurs.

Das hier ist eine Frauen-Kooperation.

Männer sind nicht willkommen.

Raus!

- Okay, aber die Hot-Yoga-Gruppe... - Raus!

Na, endlich.

Verdammter Verkehr.

Ja, bitte?

Ich suche nach der Yogagruppe.

Das ist nicht hier.

Hot-Yoga ist nicht hier?

Nein.

Entschuldigung.

Tschüss.

Euer Ehren, alle diese Leute haben sich

heute an dieser Adresse versammelt.

Ein Polizist, der sie beschattet hat, hat sie dort identifiziert.

Ich brauche sofort einen Durchsuchungsbefehl.

Maitre Taschereau ist auch dort?

Nein.

Er wurde heute dort nicht gesehen.

Bei ihm müssen Sie vorsichtig sein.

Das weiß ich.

- Sehen Sie, es ist so... - Schon okay, Damien.

Wir hatten BBQ-Restaurants in der Region Monteregie.

- Fünf BBQ... - Damien...

Es waren fünf Restaurants.

Wir haben sie für einen guten Preis verkauft.

Wir trafen die Vereinbarung mit dem Käufer,

dass er uns in regelmäßigen Raten bezahlt.

In bar.

- Natürlich. Selbstverständlich.

Wir haben das Geld auf die Turks- und Caicasinseln geschickt.

- Caicos. - Caicas, Caicos...

- Wie viel? - Ganz genau? Hier.

Okay. Heute morgen waren es 2.880.000,60.

US-Dollar?

Aber natürlich.

Okay.

Sie erhalten diese Summe in bar. Kanadische Dollar,

zum Kurs der Bank von Kanada. Minus 15 Prozent.

- Einverstanden? - Perfekt.

Sie transferieren ihre Konten auf den Turks- und Caicosinseln

auf unser Konto auf den Westindischen Inseln.

Hier ist die Bankleitzahl,

die Kontonummer und das Passwort.

Sie erhalten ihr Geld von uns. steuerfrei.

6.113.523,65 Dollar. - Ja, das habe ich raus.

Ich auch.

Super.

Ich brauche 3.113.523,65 Dollar.

- Wieviel ist da drin? -2.300.000.

Okay, dann füll den Rest auf.

Okay, ich hab den Durchsuchungsbefehl.

Ich brauche zwei Detectives und vier Uniformierte.

- Hab ich nicht. - Was?

Es gibt eine Demo an der Universität von Quebec.

- Wir sind unterbesetzt. - Aus einem anderen Bezirk?

- Da sieht es genauso aus. - Das ist doch verrückt.

Worum geht's bei der Demo?

Wer weiß?

Kapitalismus, Pipelines, Polizeibrutalität, oder sowas.

Verdammter Mist!

Ein Haufen gottverdammter fauler Penner.

Meine Tatverdächtigen drehen gerade ein Ding.

Nach der Demo.

Das dauert doch Stunden.

Gib mir Tränengas, Wassewverfer, Blendgranaten...

Dann ist es in zehn Minuten vorbei.

Aber unsere Politiker haben keine Eier.

Das glaub ich jetzt nicht.

ÜBERWEISUNG LÄUFT

ÜBERWEISUNG KOMPLETT

Die Überweisung ist fertig.

Zählen Sie nach, wenn Sie wollen.

Klar.

Du kannst eh nicht bis drei Millionen zählen.

Hilf mir mit dem Reißverschluss, meine Nägel...

Gut.

Hoffentlich werden wir nicht ausgeraubt.

Bringen Sie es zur Bank?

Danke.

Gute Heimfahrt.

Gib mir das.

Vielen Dank.

Es ist zu Ende. Ich besorge euch eure Leute.

Ja!

Das sind Ihre Provisionen von Vertragspartnern?

Wie man sehen kann.

Die wurden direkt auf die Bermudas überwiesen?

Sicher.

Sicher.

Ich hätte mich lieber freiwillig erklärt

und die 30% Strafe bezahlt.

Damit hätte ich mich wohler gefühlt.

Aber als Stellvertreter des Transportministers

war mir das zu riskant.

Ich kann mir nicht leisten, dass die Medien sich darauf stürzen.

Verständlich.

Vielen Dank.

Die Treppe hoch, zweite Etage.

Schnappt euch die Computer und die Handys.

Hallo.

Pierre-Yves Maranda. Dr. Pierre-Yves Maranda.

- Setzen Sie sich Doktor. - Vielen Dank.

Ich bin Radiologe.

Ich besitze drei Privatkliniken in Lanaudiere.

Wir bieten einen besonders schnellen Service.

Gegen Barzahlung.

Ich habe das Geld früher immer

auf mein Konto in Liechtenstein transferiert.

Damals war das alles noch komplett sicher.

Mein Steuerberater hat mir gesagt,

dass sich das geändert hat,

deshalb bin ich hier.

Über wie viel reden wir da?

5,5 Millionen, etwas mehr. Ich habe hier die genaue Summe.

Nicht schlecht.

Radiologische Ausrüstung ist sehr teuer.

Kann ich mir vorstellen.

Das ist der letzte Koffer.

Gib mir deinen Rucksack.

Was machen wir damit?

Polizei. Keine Bewegung.

Hände hoch.

In den Warteraum

Das ist eine Spende.

- Willst du eine Quittung. - Nein, danke.

Was ist das für ein Büro?

Eine Wohltätigkeitsorganisation.

Für Kinder.

Und was war in den leeren Plastikkisten?

Keine Ahnung.

Die waren schon hier, als wir hergekommen sind.

Was machen Sie hier, Monsieur Bigras?

Ich gebe der Gemeinschaft etwas zurück.

Dreh dich um.

Dreh dich um!

- Bist du bewaffnet? - Nein.

Und du arbeitest auch wohltätig?

Sie haben mir Arbeit gegeben.

- Was ist das für Geld? - Die Portokasse.

Wir sind noch im Aufbau.

Und wer sind Sie?

Linda Demers, Sekretärin.

- Und wo waren Sie? - Auf der Toilette.

Keine Handys, keine Computer. Gar nichts.

Die halten uns zum Narren.

Hallo, MaTtre Taschereau.

Hallo.

Ich bin eine Freundin von Aspasie.

Ach ja?

Sie möchte, dass Sie wissen, wie dankbar sie für Ihre Hilfe ist.

Aber sie macht sich Sorgen um Sie.

Sie fragt sich, ob Sie jemanden treffen möchten,

der sie ersetzen könnte.

- Hallo. - Hallo.

Möchten Sie etwas trinken?

Scotch? Oder Weißwein?

Scotch. Nur einen Finger hoch.

Eis?

Ein Würfel.

Danke.

Wohnen Sie hier schon lange?

Ich wohne hier nicht wirklich.

Das ist sozusagen...

...ein Rückzugsort.

Ich verstehe.

Sollten wir vielleicht zuerst...

...das Finanzielle regeln?

Ich habe 500 Dollar oben drauf gelegt.

Ich bin sicher,

Sie werden meine Erwartungen übertreffen...

Maitre Taschereau, Sie sind verhaftet wegen Verführung einer Minderjährigen.

- Alles was Sie von jetzt an sagen... - Das können Sie sich sparen.

Glückwunsch.

Heutzutage überlebt man einen Sexskandal nicht.

Die Herrschaft der politischen Korrektheit.

Das wird mich vermutlich eine Scheidung kosten.

Erwarten Sie kein Geständnis.

Ich kenne das Rechtssystem. Das Verfahren wird Jahre dauern.

Bevor der Fall abgeschlossen ist, bin ich tot.

Die Reichen entkommen normalerweise der Justiz.

Es gibt Ausnahmen, aber nur wenige.

Mit Geld kauft man sich Glück. Das ist das Geheimnis.

Ach, Sie verstehen das sowieso nicht.

Der Mann, der auf der Straße schläft

Dieser Mann ist dein Nächster

Die Frau, die so oft geschlagen wurde

Sie ist auch deine Nächste

Alle zusammen

Alle zusammen

Entdecken wir die Hoffnung wieder

Ja, wir werden alle die Hoffnung wiederentdecken

Haben Sie mich noch nicht genug belästigt?

Das ist unser Job.

Ich habe eine Idee.

Sie können mich von ganz nahem beobachten.

Wir brauchen Helfer.

Machen Sie sich doch mal nützlich.

Sie verteidigen eine Gesellschaft, die man nicht verteidigen sollte.

Einen Chef, der das 500fache seiner Angestellten verdient,

kann man nicht verteidigen.

Unsere politischen Parteien sind total korrupt.

Vielleicht gibt es eines Tages eine Revolution.

Nichts ist unmöglich.

Ist schon mal passiert.

Ja.

Aber worin liegt die Priorität einer solchen Revolution?

Ein effizientes Polizeisystem.

Ich mache mir keine Sorgen.

Ohne uns wäre es noch viel schlimmer.

Brauchen Sie Hilfe beim Essen?

- Nein, das geht schon. - Okay.

Sie da!

Sie erinnern mich an eine Frau, die ich mal kannte.

Tue ich das?

Ja. Eine Frau, die ich in Amsterdam in einem Fenster getroffen habe.

Sie kostete ein Vermögen.

War sie es wert?

Oh mein Gott, ja!

Wie lange ist das her?

30-40 Jahre, wieso?

Er redet immer noch über sie.

Wenn man Ihr Leben bedenkt,

überrascht es mich, dass Sie hier sind.

Was man nicht erklären kann, darüber redet man besser nicht.

Komm mit, wir wollen dir was zeigen.

Ich habe an dich gedacht, als ich das gesehen habe.

Ein Bett.

Ein Sessel, ein Fernseher.

Das wolltest du doch, oder?

Ja klar, das ist es.

Ich habe es von einem lange verschollenen Onkel geerbt.

Ja? Das sieht alles so neu aus?

Ja, der Notar wußte es auch nicht.

Gefällt dir die Wohnung?

Natürlich.

Aber ich könnte mir das hier auf keinen Fall..

Ich habe einen Vorschlag.

Sie wohnen hier

und bezahlen die Nebenkosten.

Ich verlange keine Miete.

Sie können bleiben, so lange Sie wollen.

Das ist verrückt.

Einverstanden?

Nein, Sie geben mir da ein Vermögen.

Du hast doch über Vorsehung gesprochen.

Und dass die Gerechten ihre Belohnung erhalten werden.

War das alles Blödsinn?

Das ist zu viel.

Der Schlüssel.

Ich weiß nicht, was ich sagen soll.

Dann sag nichts.

Das ist für dich.

Danke.

Hilfst du uns am Samstag?

Uns fehlen noch ein paar Leute.

- Okay, ich komme. - Ich auch.

Großartig.

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