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Hilfe! Nein, lass mich los!
Laura!
(fröhliche Musik)
"Nächster Halt: Potsdam Hauptbahnhof."
(Musik endet.)
(Hundebellen)
Komm her. Komm.
Komm raus, du Schwein! Komm raus! Raus!
Lass die Finger von dem Kind! Solche wie du gehören in den Knast!
Aufhören. Bitte aufhören. - Papa!
Alles in Ordnung. - Papa!
Papa! - Alles okay.
(leise klassische Musik)
Hallo.
Na, ist sie nicht wunderbar, unsere Vanessa?
Mein Hansglück. - Wo bleibst du denn?
Mein Engel.
Es hört nicht auf, stimmt's?
Sie dachten, der Mann sei Päderast, und haben ihn deshalb angegriffen.
Kein Wunder, nach dem, was Sie durchgemacht haben.
Raus.
Ich schreibe für das Magazin KohlHas.
Ich recherchiere. Wir arbeiten an derselben Sache.
Kinderprostitution.
Frau Wegemann.
Sie haben Ihr Leben riskiert bei Ihrem letzten Fall.
Aber es leben Kinder unter uns, missbraucht,
in bürgerlichen Verhältnissen.
Frau Wegemann. Frau Wegemann.
(Er geht.)
(Die Haustür fällt zu.)
(lauter werdende Musik)
Wer das Schweigen bricht, bricht die Macht der Täter.
Wo haben Sie den Satz geklaut?
Ich will nicht tot in der Havel schwimmen.
Ohne Ihre Hilfe kann ich nichts. Die Leute denken, ich erfinde alles.
Aber Sie haben die Macht. Sie sind die Polizei.
In welchem Jahrhundert leben Sie?
Sie haben nur das Vertrauen in den Apparat verloren.
Und vielleicht auch in sich selbst. - Sind Sie auch Psychologe?
Nein. Nur Schreiber.
Aber wir machen uns mitschuldig, wenn wir nichts tun.
Ich hab einen Zeugen.
Hallo. - Da seid ihr ja endlich.
Nein. Komm her.
Wasch dir die Hände und komm frühstücken.
Bist du dann auch fertig?
Morgen. - Morgen.
Morgen, Süße. Hast du gut geschlafen?
Wir sind in zwei Stunden zurück.
Und macht keinen Quatsch, ihr zwei.
Und räumt bitte den Tisch ab.
Gut schaust du aus. Willst du den Mantel?
Okay.
Wer von Ihnen hat Kinder? Verheiratet?
Gut so. Perfekt für die Karriere.
Schaffen Sie sich ein stabiles Umfeld.
Warum wollen Sie zur Polizei? - Um zu helfen.
Aha. Sie.
Um meinen Beitrag zur Sicherheit zu leisten.
Aha. Und Sie? - Gerechtigkeit.
Gerechtigkeit.
Gerechtigkeit. Stellen Sie sich vor, ein Kind wird entführt.
Alter: 3-4 Jahre. Nein.
Nein, stellen Sie sich vor, Ihr Kind wird entführt.
Es ist über viele Jahre nicht auffindbar.
Sie erfahren, dass das Kind sexuell missbraucht wurde.
Sie haben eine Spur. Sie finden den Täter.
Dann steht er vor Ihnen. Was machen Sie?
Alle Knochen brechen und dann erschießen.
Nachdem, was Sie mit dem Vater des blinden Jungen gemacht haben,
soll ich Sie wieder in den Dienst holen?
Jeder kann mal einen Fehler machen. - Kommen Sie rein!
Ich bin so weit. Ich will wieder einsteigen.
Der Journalist hat einen Zeugen. - Beeindrucken Sie namenlose Zeugen?
Sie haben doch gesagt, wir sollen jeder Spur nachgehen.
Was ist mit Ihrer emotionalen Stabilität? - Gut.
Potsdam. - Bitte?
Der Journalist hat einen Zirkel in Potsdam aufgetan,
zur Ausbeutung und zum Missbrauch Minderjähriger.
Er behauptet anhand Aussagen Polizeibeamter,
dass Ermittlungen verschleppt werden.
Er zitiert einen Abgeordneten des Landtags.
Der behauptet, alles sei erfunden.
Organisierte Kriminalität im Zusammenhang mit Kinderprostitution
gibt's in unserem Land nicht.
Wir wissen davon. Beamte werden abgezogen, versetzt.
Sie haben Fellner auf mich angesetzt.
Das wäre übertrieben.
Haben Sie Ihr Privatleben im Griff?
Ich arbeite dran.
Gut. Ist noch was?
Wer löst mich ab?
Also Potsdam, übermorgen. - Gibt's Buschgeld?
Sie können die Fahrkarten bei der Kostenstelle abgeben.
Oder haben Sie Ihren Führerschein wieder?
(laute Musik)
Sie glauben nicht, dass der Krach Ihr Auto abhörsicher macht, oder?
Was treibt Sie?
Die Aussage des Zeugen ist eindeutig.
Wer ist denn Ihr Zeuge?
2 Millionen Kinderbilder im Netz.
Da hält jemand seine Kamera auf ein Kind
und verschickt das als Wichsvorlage. - Mann oder Frau?
Weder Mann noch Frau, stimmt's?
Ihr Zeuge ist ein Kind. Junge oder Mädchen?
Mädchen. - Ich muss mit ihr sprechen.
Sie ist verschwunden. Ich hab nur einmal mit ihr gesprochen.
Es steht nicht alles in dem Artikel. Noch nicht.
Danach hab ich nichts mehr gehört. - Typisch.
Die Mädchen finden meist nur einmal den Mut auszusagen.
Die haben denen die Angst implantiert.
Wie heißt das Mädchen?
Vanessa, sagt sie. Ihre beste Freundin heiße Laura.
Die wohne mit einem Victor zusammen. Keine Ahnung, ob die Namen stimmen.
Was ist? - Du bist Victor Schneider. - Nee.
Fass mich nicht an! - Reiß dich zusammen!
Du bist eine Versagerin. - Dein Hund hat mich wiedererkannt.
Scheiß Zufall. - Ohne Zufall geht's nicht.
Keinen festen Wohnsitz, nicht gemeldet.
Schwarzarbeit. Oder Teilzeitfirma?
Du bist super, wenn's ums Klauen geht,
aber ein Feigling, wenn es darum geht, Wort zu halten.
Was war denn am Nollendorfplatz?
Heidi haben sie ihre Freier genannt. Und du wolltest aussagen.
Und dann hast du dich in Luft aufgelöst.
Deswegen laufen die noch frei rum.
Und wenn du mich wieder hängen lässt,
ist Vanessa auch bald tot, und Laura auch.
Ich muss wieder rein.
Sauber machen. - Wie alt bist denn du?
Weißt du nicht, wa? Ein scheiß Leben ist das.
Ja.
"Nächster Halt: Potsdam Hauptbahnhof."
Keine Ahnung, wie Sie das abrechnen wollen.
Mir ist was dazwischengekommen.
Aber willkommen bei uns, Frau Kommissarin.
Da ist Ihr Arbeitsplatz.
Trunkenheit am Steuer? - Hm?
Weil Sie keinen Führerschein haben. - Es reicht, wenn Sie einen haben.
Ich zeig Ihnen Ihr Zimmer.
Sie sehen älter aus als auf dem Foto.
Und was soll der Bart? - Macht schlanker, dachte ich.
Sie sind von hier? - Ja.
Dann können wir Pionierlieder singen.
Sie sind verheiratet. - Ja. Eine Tochter, 11 Jahre.
Wie es in meiner Akte steht. Ihre hab ich auch gelesen.
Wilde Geschichten.
(Handysignal)
Ja. - Victor. In einer Stunde am Bahnhof.
(Durchsage) "Sie haben Anschluss zum Regionalexpress nach Magdeburg
von Gleis 3 und zur S7 ..."
Entschuldigung.
Trinkst du das Zeug noch?
Das hast du dir gemerkt?
Türkische Brause.
Wo sind Vanessa und Laura?
Vanessa hat eine Aussage gemacht. - Was für eine Aussage?
Eine Aussage, wie du.
Wenn ich dir helfe, will ich einen Perso.
Die sitzt da immer. Mach was.
Hallo.
Na, alles in Ordnung bei dir?
Hast du dich verlaufen?
Wie heißt du denn?
Bist du allein hier? - Hallo, guten Tag.
Gibt's Probleme? - Ach, Sie gehören zu dem Kind.
Sie sind? - Ich hab mich nur gewundert, dass sie allein ist.
Das ist meine Tochter. Wir standen im Stau.
Danke, dass Sie sich gekümmert haben. Hier.
Weil du so lang warten musstest.
Schönen Abend noch. Vielen Dank noch mal.
Sie passen aber gut auf mich auf. Parteiauftrag?
Anstatt was Vernünftiges in der Zeit zu machen!
Voss.
Er heißt Voss.
Das ist Ihre Art, ja?
Sie sehen diesen Mann am Bahnhof. Mit einem Mädchen. Bum, Kinderficker.
Ha? Ts!
Da, sehen Sie das? Das ist Voss.
Er ist Bauunternehmer. Stabiler Arbeitgeber in der Region.
Ohne den ganzen Charity-Quatsch.
Man braucht keine karitative Einrichtung für eine saubere Weste.
Gut, vielleicht hat er Grundstücke billig erworben
und nach der Wende teuer verkauft. Und?
Kleine Geschäfte unter Freunden. Kennt man ja.
Echt jetzt?
Sie müssen noch viel lernen hier in Brandenburg.
Wissen Sie: Das geht hier alles sehr familiär zu.
Man hilft sich, passt aufeinander auf.
Hier lässt sich keiner in die Suppe spucken.
Schon gar nicht von einer Hauptstadtziege,
die glaubt, das Baumblütenfest wäre der Höhepunkt unserer Arbeit.
Und der Junge am Bahnhof? Wer war das?
Ah, verstehe, ist wohl die Berliner Art der Zusammenarbeit.
(Elektro-Musik im Auto)
Das ist sein Job. Krug ist harmlos.
Das sind die Schlimmsten.
Polizisten kriegen dort eine Flatrate.
Aber das hat nichts mit seiner Qualität als Polizist zu tun.
Ich krieg hier Depressionen. - Sie sind doch erst einen Tag hier.
Ich weiß einfach nicht, wo ich ansetzen soll.
Aber abwarten. Sonst schlagen wir allgemeinen Alarm.
Haben Sie auch andere Musik?
Was haben Sie denn gegen meine Musik?
Seit wann haben Sie denn eine Brille?
Nachtblind.
Haben Sie was gegen meine Brille? - Nee, nee.
Heute vor dem Spiegel hat meine Brille gesagt:
"Fellner, du siehst nie aus wie James Dean."
Was sagen Sie?
Ich mag Ihre Brille.
Sie hat zu viel gesehen. Vielleicht mal eine Pause.
Pass auf dich auf.
Schöne Musik. - Sucht der für mich aus.
Er ist sehr wählerisch.
(Die Musik leiert und verstummt.)
Ja?
Kripo, Wegemann. Frau Voss? - (Kind) Fertig.
Ja.
Mama?
Hallo. - Sag mal Hallo, Lucy.
Was ist der Grund Ihres Besuchs?
Reine Schutzmaßnahme. Auf Wiedersehen.
Und? Gefällst du dir?
Ist schön. Ich.
Jetzt noch Lippenstift. - Parfum auch?
Das brauchst du nicht. Du riechst auch so gut.
Welche Farbe?
Ist die Polizistin weg? - Ja, die kommt auch nicht wieder.
Mach weiter.
(Hupen) So, jetzt aber fix.
Na los, die Hose aus.
(Hupen)
Was sagt man?
Danke.
Gut.
(bairisch) Das hat ja gedauert. - Ich bin nicht dein Laufbursche.
Jetzt hol mir mal meine Frau. Meine Frau.
Ich muss was mit dir besprechen. - Ja, nächstes Jahr.
Hör auf, Lucy zu verprügeln. - Wie?
Das Mädchen. Keine Schläge ins Gesicht oder woanders hin.
Hast du mich verstanden? Lass das sein, kapiert?
So was traust du dich sagen, du Vollwichser?
Weißt du, was du bist? Du bist unser Eunuch.
Du passt auf die Mädels auf. Das ist dein Job. Berühren verboten.
Du gibst der Ware was zu essen. Du bringst und holst die Ware.
Was du auf keinen Fall machst, ist, uns Ratschläge zu erteilen.
Hast du das kapiert? Ha? Hast du das kapiert?
Ha? Sag! - Ja.
Gut, dann holst du jetzt meine Frau und um 17 Uhr holst du sie wieder ab.
Wenn sie wieder nicht pariert: pitsch-patsch.
Geht doch.
Ich will Ergebnisse von Ihnen.
Ich will den Eltern sagen, dass ihre Kinder sicher sind.
Und es so einen Dreck nicht gibt. - Herr Innenminister.
Da müssten wir die Internetseiten sperren.
Sie kennen meine Meinung. Porno ist für jeden zugänglich.
Die Jugendlichen schauen sich Fistfucking-Videos an,
bevor sie ihren ersten Kuss haben.
Staatsanwalt Dr. Mack leitet ab sofort den Einsatz.
Er wird Sie mit allem unterstützen.
Herr Innenminister, eine Frage.
Wenn Ermittlungen so lange ausgebremst werden...
Dann stinkt das zum Himmel. - Maik Fellner
berichtet über ein Netzwerk in Brandenburg,
in dem angeblich Angehörige von Justiz, Politik, Polizei...
Die Vorstellung, dass ich einem die Hand geschüttelt
oder mit denen Gesetze verabschiedet habe,
während die unschuldige Kinder... - ...ficken.
Ja.
Der Gedanke, es könnte einer von uns sein, macht mich krank.
Vor 25 Jahren hatte ich die Hoffnung,
dass das gegenseitige Bespitzeln endlich aufhört.
Ich will das nicht. - Was bleibt uns übrig?
Die Täter sind doch längst vorgewarnt.
Diese Täter vermieten minderjährige Prostituierte...
Prostituierte? Dr. Mack, das sind Kinder.
Oder glauben Sie, die machen das freiwillig?
Aber das müssen wir beweisen.
Neu ist: Ehepaare kriegen Rabatt. - Und die Frau?
Schaut zu. - Pädophilie ist eine Krankheit...
Stopp! Wir reden nicht von Pädophilie.
Die Haupttäter sind Ersatzhandlungstäter.
Wartet mal. Was ist das für ein Wort, Ersatzhandlungstäter?
Weil diese Hausschuh-Pädophilen sich "nur" an Fotos aufgeilen,
nimmst du die in Schutz? - Kannst du dich versachlichen?
Das ist sachlich. - Entschuldigung.
Ich weiß, es ist sauschwer, aber nehmen Sie die Emotionen raus.
Haben Sie Kontakt zu Fellner? Wir brauchen den Zeugen.
Er braucht eher uns. - Uns?
Was ist daran so lustig? - Nix...
Können Sie nicht oder wollen Sie nicht?
Sie müssen zusammenarbeiten.
Und was war gestern? - Was denn?
Was war gestern? - Sie verdächtigt Voss.
Den Voss? Entschuldigen Sie, aber das ist wirklich wild.
Ich will einen Durchsuchungsbefehl. - Wieso?
Die Nichte von Voss musste am Bahnsteig warten,
weil Onkel Voss keinen Parkplatz gefunden hat.
Warum hast du gestern nichts gesagt? - Du hast nicht gefragt.
Herr Voss hatte eine Schwester,
die bei einem Unfall in Frankreich ums Leben kam.
Familie Voss nahm das Kind damals auf.
Das haben Sie geprüft? - Wenn Sie die Akten studieren würden
und nicht jeden wahllos verdächtigen
und wie eine Leuchtreklame rumlaufen und die Täter warnen würden.
Das heißt nicht, dass sie nicht missbraucht wird.
Das Kind saß geschminkt am Bahnhof.
Haben Sie sich als Kind nie geschminkt?
Es gibt keinen ausreichenden Tatverdacht für einen Haftbefehl.
Wer ist Ihre Kontaktperson?
Ich habe keine Karriereabsichten mehr.
Es bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als mir zu vertrauen.
Er heißt Victor. Er treibt sich in der Gegend "Bahnhof Zoo" rum.
Er weiß, wo die Zeugin ist, aber er hat Angst.
Können wir ihn zwingen?
Nee, sieht schlecht aus. Er ist sauber.
Und was können wir ihm versichern?
Hm. Er will, dass wir seine Kavallerie sind.
Kavallerie?
Ziehen wir in den Krieg? - Wir sind mittendrin.
Ich hab dir eine Cola mitgebracht. Die magst du doch so gern.
Hier.
Entschuldigung. - Ist nicht schlimm. Trink weiter.
Hast du viele Medikamente nehmen müssen?
Denk an was Schönes.
(Handyklingeln)
Voss? Ja.
Die Fliesen werden nicht geliefert? Dann bestellt nicht in Italien.
Dann macht Nachtschicht. Besorg dir die Genehmigung!
Was?
Ja, ich halt mich zurück. Aber in letzter Zeit übertreibt er.
Nein, ich hab nix gesagt.
Ich mag den bayerischen Drecksmakler nicht.
Es hat immer mal einer übertrieben. Du schaffst das, wie immer.
Übrigens: Matador hat heut angerufen. - Was wollte er?
Wir sollen uns keine Sorgen machen. - Sorgen?
Guten Tag. Ich komme gleich. - Holger, kannst du mir antworten.
Komm ruhig rein. Du brauchst dich nicht zu drücken.
Was ist das? - Mack meint, wir brauchen Kenntnis der Untersuchungen.
Das ist Sabotage. Da brauchen wir zu lange.
Bis dahin... - ...ficken die seelenruhig weiter.
Wo gehst du hin? - Mein Kind umarmen.
Es reicht jetzt, Vanessa. Kommst du da runter!
Das machst du alles wieder sauber.
Was ist denn hier los? - Die geht mir so auf den Sack!
Vanessa.
Was machst denn du da?
Toastbrot-Beweis.
Weißt du, warum Toast immer mit der Marmeladenseite unten landet?
Warum? - Weil der Weg zu kurz ist.
Unsere Tische sind nur 70 cm hoch.
Da kann sich das Toast nur einmal halb umdrehen.
Und 70 mal 2 ist 1,40.
Das ist hier oben. Von hier kann sich das Toast einmal komplett drehen.
Ich hab ein Kreuz da gemacht, wo sonst Marmelade ist.
Siehst du?
Kommt jetzt, ihr beiden. Pizza wird kalt.
Ich hab Bauchschmerzen. - Quatsch. Du hast keine.
Doch. - Nein. Hier tut dir keiner was. Okay?
Ich finde dein Experiment übrigens sehr schlau.
Echt?
Ist alles Rucola. - Ich hab Diavolo und Margherita bestellt.
So ein Idiot.
Lucy, ich mach dir die Rucola runter, ja?
Mit oder ohne Rucola, Vanessa? - Ist mir egal.
Dann lass ich's drauf. Ist eh gesund.
Also.
Guten Appetit. - Guten Appetit.
War auch schon mal besser, oder?
(laute Musik)
Haben Sie was rausgefunden? - Kann sein.
Ich meld mich. - Hallo. Alles okay?
(laute Musik)
Schlaft gut, ihr zwei.
(Er sperrt die Tür ab.)
Tut's noch weh?
Bin mit Mama wieder Schlitten gefahren.
Den Berg runter und gleich noch mal.
Ganz oft. Hundertmal.
Weiß nicht mehr.
Hab wieder Tabletten nehmen müssen und war ganz müde.
Hat aber nicht wehgetan.
Der Schnee war ganz weich und schön.
Wie hast du das eigentlich rausgefunden mit dem Toastbrot?
Ich dachte einfach, das muss so sein.
Du wirst bestimmt mal Millionär.
Bestimmt nicht.
Guten Tag.
Sudhoff. - Guten Tag, Herr Staatssekretär.
Ich will Ihre Zeit nicht unnötig in Anspruch nehmen.
Bitte. - Sagt Ihnen der Name Fellner etwas?
Ja, aber ich weiß nicht, was. Helfen Sie mir mal.
Sie hatten mal ein Verfahren angestrengt wegen Beleidigung.
Ich erinnere mich. Das hat sich aber erledigt.
Sie wollten mich in heikler Angelegenheit sprechen?
Irgendwas mit Prostitution? - Zwangsprostitution, ja.
Hat Sie jemand jüngst bedroht?
Versucht jemand, Sie in Verbindung mit dem Milieu zu bringen? - Nein.
Das wär auch nicht möglich. - Hier verlässt nichts den Raum.
Wir wollen unguten Verleumdungen vorbeugen.
Sicher, sicher. Jemand beschuldigt mich?
Es gibt ernst zu nehmende Recherchen. - Von wem?
Und ich handle auf Anweisung des Innenministers.
Aber das wissen Sie ja. - Ja, der Minister hat was erwähnt.
Beunruhigend, dass Ihr Weg Sie zu mir führt.
Absolut. - Bitte?
Absolut beunruhigend, dass ich Sie befragen muss.
Ich mach's kurz: Versucht jemand, Sie in schlechtes Licht zu rücken?
Nein.
Wirklich nicht. - Gut.
Dann betrachten Sie meinen Besuch als erledigt.
Wenn es Sie beruhigt: Er muss nicht mal stattgefunden haben.
Sie machen Ihre Arbeit. Wunderbar.
Ich wünsche viel Erfolg. - Danke, Herr Staatssekretär.
Warte.
Nervös? - Ich glaub, der kommt aus der Tiefgarage.
Seitenausgang. - Tiefgarage. Da ist er.
Aber wir haben das doch schon besprochen.
Was machst du hier? - Die Kripo war bei mir.
Weswegen denn? - Da ist was im Gange.
Bist du irre, hier aufzutauchen? Wir kennen uns nicht.
Kai, ich... - Hast du nix zu tun?
Ich warte noch auf die Genehmigungen.
Hallo? - Mein Engel.
Du kannst nicht einfach anrufen. - Ich weiß.
Ich muss wissen: Hattest du Kontakt zur Polizei?
Entschuldigung, bitte, ich... - Das geht so nicht.
Ich weiß. Aber ich muss dich sehen. - Nein!
Bitte! - Entschuldige.
Gut, am Freitag. Ich liebe dich. Und ich möchte, dass wir...
Entschuldigung.
Sekunde. Er hat noch einen Termin. - Wer war das?
Verfassungsschutz.
Herr Krug. - Herr Innenminister.
Mich beschäftigt die Frage, ob ich einen Bumerang im Büro habe.
Frau Wegemann hat meinen Staatssekretär befragt,
woraufhin er das Büro verlassen hat.
Wenn es etwas gibt, das ich wissen sollte, sagen Sie es.
Was meinen Sie? - Wenn es jemanden gibt
in meiner Umgebung, dann will ich das wissen.
Damit ich handeln kann, bevor die Öffentlichkeit was erfährt.
Ich habe Ihnen den Auftrag erteilt. Seien Sie unerbittlich.
Wenn es sein muss, auch intern. - Gut, ich kümmer mich drum.
Nein, lass mich los! Nein!
(laute Musik)
(Sie schaltet die Musik aus.)
Ist alles okay?
Ja.
Wie geht's eigentlich Vanessa?
Wieso fragst du das jetzt? - Keine Ahnung.
Ich musste heute an sie denken. - Warum?
Ich hab eine alte Zeitung mit dem Artikel gefunden.
Ich glaube, es war falsch, dass sie bei ihm war.
Laura, wir müssen verschwinden. Vanessa, du und ich.
(Handysignal)
Ja?
Jetzt noch? - Nicht schon wieder Potsdam.
Ja.
(Klassische Musik im Auto)
Laura!
(Signalton)
Wer hat dich auf mich angesetzt?
Warum hältst du Infos zurück? - Dass du sie nicht ausplauderst.
Alle wissen, dass du den Journalisten kennst!
Hast du gesagt, dass ich ihn treffe. - Nein!
Er wird verfolgt. Da plauder ich keine Infos raus!
Warum rennt Sudhoff zu Voss? - Wem kann ich trauen? - Mir.
Ich sag auch nix über die Nutten.
Ich krieg eh keinen mehr hoch, seit wir an der Sache sitzen.
Wie viel Umsatz bringt Kinderpornografie? 10 Millionen?
50 bis 100 Millionen. - Ich meine in Deutschland.
Ich auch. Neben Waffen und Drogen am lukrativsten.
Täter zahlen, Tätige verdienen. - Was ist das?
Tätige sind Lieferanten, die, die Schmiergeld bekommen
und die Serviceleistungen organisieren.
Täter sind die, die Dienstleistungen in Anspruch nehmen.
Irgendwo steht, die Kinder werden frei Haus geliefert.
Lebend-Pizza nennen sie das.
Und in jede kleine Öffnung kommt ein ausgewachsener Schwanz.
Vanessa, du musst noch mal los.
(Er sperrt die Tür zu.)
(Das Auto startet.)
Ich wurde überfallen und verprügelt.
Sie sagten, ich bin tot, wenn ich noch was schreibe.
Wo bist du? Ich komm vorbei. - Nein!
Ich sagte, ich weiß nicht, wo die Zeugin ist.
Aber sie haben mir nicht geglaubt. - Wann können wir uns treffen?
Ich hab so Angst.
Hallo? Hallo?
Was ist passiert?
Warum hier? - Ist ein sicherer Ort.
Ich verschwinde.
Tut mir leid.
(Fellner röchelt.)
Verdammte Scheiße!
Wieso haben Sie nicht gesagt, dass der Fellner bedroht wird?
Sie müssen da weg. - Wo ist sie?
Alter Friedhof. - Ich hab gedacht, er übertreibt.
Es kann doch keiner ahnen, dass die Killer schicken.
Wer hat was davon, dass er stirbt?
Stellen Sie einen Haftbefehl aus. - Hab ich gerade.
(Schreie)
Kalt, he?
Schau mich an.
Schau mich an.
Ich hab gedacht, wenn eine von euch eine Dummheit macht,
dann wäre das Laura.
Wir möchten Ihre Tochter sprechen, Frau Voss.
Die schläft. - Dann wecken Sie sie.
Das möchte ich aber nicht. - Wo ist Ihr Mann?
Auf der Baustelle. - Es gibt eine offizielle Befragung.
Sie werden als Zeugin vernommen. Sie haben kein Recht zu schweigen.
Kommen Sie.
Jetzt? Ich muss hierbleiben. - Nein.
Darf ich meinen Mantel mitnehmen?
(Klospülung)
Ich kann alleine laufen. - Jaja.
Kann ich den Mantel anziehen? - Nein!
Lucy, ich bin von der Polizei. - Wo ist Papa?
Äh, Papa ist arbeiten. Komm jetzt. Lucy.
Karin, Auto für dich.
Danke.
Der Stick ist von Fellner. Deswegen das Treffen.
Ist wichtig. - Ja.
Und Sudhoff und Laura? - Bin ich dran.
Die Kollegen suchen Voss. - Komm, Lucy.
Mama. - Komm, Kleine. Es wird alles gut.
Mama!
Mama! Mama!
(Lucy) # Schlaf, Kindchen, schlaf. Der Vater hüt' die Schaf.
# Die Mutter schüttelt's Bäumelein.
# Da fällt herab ein Träumelein.
# Schlaf, Kindchen, schlaf.
# Schlaf, Kindchen, schlaf.
# Der Vater hüt' die Schaf.
Der Kurti macht das Weinen weg.
Entschuldige, Lucy.
Entschuldige.
Lucy, ich muss dir mal ein Foto zeigen.
Und ich will jetzt mal wissen, ob du errätst, wer das ist.
Kennst du das Mädchen?
Das ist ja schwer. Die Nessi ist das.
Die ist fast meine Schwester. Die schläft bei mir im Bett oft.
Und die Nessi weiß ganz viel. Dann kommt sie ins Fernsehen.
Und dann wird sie Millionär.
Die Nessi, die schläft bei dir.
Und wo ist die Nessi jetzt?
Die musste raus. - Aha. Wohin denn?
Ist sie vielleicht bei Victor?
Victor kennst du doch, ne? Wo wohnt denn der?
Am Hafen. - Am Hafen in Potsdam?
Berlin.
Und Nessi ist Victors Freundin?
Das ist die Laura.
Und wer ist dein bester Freund?
Ich bin Karin.
Hallo, Karin.
Wegemann hier. Fellners Zeugin ist bei Voss.
Ja, die haben zwei Kinder. Zwei.
Ich fahr zum Westhafen in Berlin zu Victor. Lucy ist bei mir.
Hier.
Dieses Mädchen, acht Jahre alt,
das Sie für die Männer schminken, zu denen Ihr Mann sie bringt.
Ein wehrloses Opfer, genauso wie Vanessa.
Die mal den Mut hatte, eine Aussage zu machen.
Du hast gleich gesehen, dass ich mal eine Nutte war.
Seit ich mit Kai verheiratet bin, ist das niemandem aufgefallen.
Du bist ein Super-Bulle.
Wir sind die Guten.
Wir retten die Kinder.
Ohne uns würden die an der Nadel hängen.
Oder in den Fängen der Albaner, die sie ausnutzen,
bis die Kleinen jämmerlich verrecken.
Entschuldigung. Albaner darf man ja bei euch nicht mehr sagen.
Wie nennt ihr Bullen die noch gleich? Südschweden?
Was soll das? Sind Sie betrunken?
Ich war schon lange nicht mehr so klar.
Du gehst doch sicher auch ins "Bunny Range" im Westend, oder?
Da geht ihr Bullen doch alle hin. Die Mädchen da sind sauber.
Die darfst du ohne Kondome ficken.
Kommen die meisten eigentlich immer noch aus der Schweiz?
Ich möchte, dass Sie mir einen Gefallen tun, Frau Voss.
Ich möchte, dass Sie beten.
Falten Sie Ihre Hände. Laut oder still, wie Sie möchten.
Aber beten Sie.
Für diese armen, unschuldigen, geschändeten Kinder.
Ich glaube nicht an Gott.
Sonst würde diese Scheiße nicht passieren.
Wo sind die Kinder?
Sag mal, wollt ihr mich verarschen?
Oder habt ihr zwei wirklich keine Ahnung?
Bei uns sind die Kinder sicher.
Sie können froh sein. Sie haben ein Zuhause.
Sie fühlen sich geborgen, haben ein Bett und was zu essen.
Wo sind die Kinder? - Uh.
Ich sag dir, wo die Kinder sind. Sie sind überall.
Warst du schon mal in Cheb, an der deutsch-tschechischen Grenze?
Da gibt es Mütter, die tragen das Jesuskreuz um den Hals.
Es baumelt zwischen Ihren Brüsten, die gefüllt sind mit Muttermilch.
Aber irgendwann ist die Milch alle. Und was geben Sie dann den Kleinen?
Sie stellen eine Puppe ins Fenster.
Die Händler cruisen auf der Straße auf und ab, auf und ab.
Da, wo sie die Puppe im Fenster sehen, ist das größte Geschäft.
Die Mütter rennen den fahrenden Autos hinterher
und reichen ihre Babys durch die Fahrertür.
Für 4000 Euro.
Und davon können sie die nächsten Monate leben.
Sie gehen wieder anschaffen
und werden wieder schwanger von einem Arschloch.
Und so geht das immer weiter und weiter.
Und weiter und weiter.
Stimmt gar nicht. Der Absatz steigt, wie an der Börse.
Also, was passiert mit diesen süßen, kleinen Babys?
Hm?
Die Babys werden gefickt und landen danach im Müll.
Hey. Hier.
Und dann machen wir noch so.
Wer hat das Foto gemacht?
Der Journalist, mit dem Nessi gesprochen hat.
Wo ist Vanessa, Victor? Und wo ist deine Freundin?
Ich weiß nicht, verdammte Scheiße!
(Handysignal)
Hm.
Vanessa ist von zu Hause weggelaufen.
Weil ihr Vater sie fast totgeprügelt hat.
Die Eltern haben sie nie als vermisst gemeldet.
Warum denn auch? Ein Esser weniger.
Sonst hätten sie auf Kindergeld und Stütze verzichten müssen.
Die war so dürr, als sie bei uns... - Wer sind Ihre Kunden?
Mein Mann darf nicht erfahren, dass die Kinder anschaffen gehen.
Er weiß nichts davon.
Tun Sie mir den Gefallen?
Das würde er nicht ertragen.
Er steht unter enormem Zeitdruck,
das Einkaufszentrum termingerecht zu eröffnen.
Ich liebe meinen Mann.
Ohne ihn wäre ich wahrscheinlich tot.
Sie kotzen mich an.
Hallo!
Gut, dass Sie da sind. Ich versuche, meine Frau zu erreichen.
Ist was passiert? Meiner Tochter? Ich mache mir Sorgen.
Im Bauch von Maik Fellner wurde eine Einstichstelle entdeckt.
Und in den Nieren der Leiche war Ethylenglycol.
Das ist ein Frostschutzmittel.
Also wurde er vergiftet.
Du bist jetzt echt verdammt wichtig für mich.
Ich brauch dich jetzt, Victor.
Wo sind Laura und Vanessa?
Wir wollen abhauen.
Ans Meer.
Meer. - Was ist, Lucy?
Meer. - Was ist Meer, Lucy?
Meer. - Hey.
Meer.
Sie redet immer von Meer, Meer, Wald, Meer. Ich weiß es nicht.
Meer, Meer? Vielleicht ein Ort in Brandenburg.
Ich lass das checken. Warte auf mich.
Ich bin in ca. 40 Minuten da. Und Lucy lass ich abholen.
War das dein bester Freund?
(klassische Musik)
(Alle reden durcheinander.)
Dietmar. Dietmar. - Dietmar!
Für die Frankfurter Wohnung. Drei auf fünf Meter mindestens.
Irgendwas in Rot. Besorgst du mir den?
So, auf die Knie, auf die Knie. Gib ihm was.
Meine Herren. Meine Herren!
Meine Herren, ein Toast. - Seid mal still. Ein Toast.
Ein Toast. Kommen wir zum Nachtisch, meine Herren.
Auf die Liebe und die Schönheit.
Und ein Abend voller Überraschungen.
Zum Wohl. - Auf den Matador!
Sudhoff! Du kommst auch. Du wirst noch gebraucht. Los, los.
Da hab ich diese Dinge gehört.
Diese unglaublichen Dinge. Die eine verrät uns.
Die andere will uns verlassen.
Ich bin doch der Verfassungsschutz, Nessi.
Also dann. Lauft, Kinder.
(Schuss)
(Ein Mann röchelt.)
Scheiße!
Sudhoff. Komm. (Er hustet.)
Diesmal übernimmst du die Endreinigung.
(bairisch) Ich kümmer mich ums Haus.
Laura.
Laura.
Mein Hansglück.
Hab ich dich all die Jahre schlecht behandelt?
War ich grob zu dir? War ich böse?
Jetzt komm.
Komm, lauf. Lauf.
Lauf, komm, lauf.
Lauf.
(Schuss)
Da, Meerburg.
Nein!
Nein!
Er hat sich erschossen?
Wo hat er denn die Waffe her?
Hatte er Depressionen?
Er hat doch gerade erst geheiratet.
Wir haben nichts.
Keine Spur, keine Leiche.
Frau Voss hat ihr Geständnis widerrufen.
Es gibt keinen einzigen Hinweis
auf die Existenz eines zweiten Mädchens in dem Haus.
Wir haben gar nichts.
Dann stellen wir die Ermittlungen ein.
Grüße vom Innenminister.
Wie weit sind Sie mit der Auswertung des USB-Sticks?
Der USB-Stick ist verschwunden. - Was?
Ich hatte ihn zur Bearbeitung weitergegeben. Jetzt ist er weg.
Aber ich versichere Ihnen: Da bleib ich dran.
Hat das Mädchen was gesagt, die Lucy?
Dr. Mack?
Sie hat...
...Mama gesagt.
Als die Voss auf den Flur kam.
Und nichts über Vanessa?
Nichts.
Helen Voss wird mit einer Geldstrafe davonkommen.
Aber wir wissen, dass alles gelogen ist.
Wissen Sie jetzt, was ich meine? Es hört nicht auf.
Die wussten, dass wir kommen. Wer hat die gewarnt?
Wer hat Fellner ermordet? Und wer deckelt das von oben?
Wer deckelt diese Kacke? Bin ich paranoid
oder sind wir in einem Täterschutzland?
Der Innenminister kannte das Foto von Vanessa.
Ich hab eine Kopie gemacht.
Was machst du denn da?
Schau mal.
Ich hab dir jemanden mitgebracht.
Heißt du auch Vanessa?
Untertitelung: BR 2016
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