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Original subtitles

Wie geht es dir?

Es geht mir gut, Gott sei Dank. Und dir?

Arbeitest du noch beim Zürcher Obergericht?

Ja, ich arbeite dort noch immer als Übersetzerin.

Die Arbeit kann anstrengend sein, aber gut.

Ist die Arbeit interessant?

Ja, ganz ok.

Aber wisst ihr was, eine Freundin von mir arbeitet dort als Anwältin.

Sie hat mir kürzlich von einem seltsamen Fall erzählt.

Eine Klientin von ihr, eine junge Schweizerin...

hat einen Betrug begangen.

Sie hat ältere Menschen ausgetrickst, um an ihr Geld zu kommen.

Sie hat jeweils eine ältere Frau angerufen und sich als deren Enkelin ausgegeben.

Und die alte Frau hat ihr geglaubt?

Ihre Opfer waren schon fortgeschrittenen Alters...

Hörten nicht mehr so gut oder wiesen Zeichen von Demenz auf.

Die junge Frau gab also verzweifelt vor, in finanzieller Not zu sein.

Und so ging die arme Seele zur Bank um das Geld abzuheben.

Aber kurz vor dem Treffen rief die falsche Enkelin wieder an.

Sie würde es nicht zum Treffen schaffen und schicke stattdessen eine Freundin, die das Geld abholt.

Und die alte Frau hat ihr wieder geglaubt?

Aber ja, sie dachte doch, es sei für ihre echte Enkelin.

Das erinnert mich an einen Film, den ich kürzlich gesehen habe.

Der handelte ebenfalls von einer alten Dame und einem Betrug...

Habt ihr den Film nicht gesehen?

Wie hieß der Film?

Mir kommt der Titel nicht mehr in den Sinn.

Vielleicht ist die Geschichte, die du eben erzählt hast und der Film ein und dasselbe.

Aber ehrlich, ich habe keine Ahnung von welchem Film du sprichst.

Sehr witzig, Mohammed.

Vielleicht fällt es dir ja wieder ein.

Guten Tag, hier spricht Türli von der Everywhere Schweiz AG.

Ja genau, wir sind ein neues Telekommunikationsunternehmen und als erstes möchte ich Sie fragen...

Ob Sie regelmäßig das Internet nutzen.

Aber Geld spielt Ihnen schon eine Rolle oder? Sie bezahlen nicht gerne zu viel?

Ich nehme an, Sie besitzen ein Handy...

Und wenn Sie mit dem Handy unterwegs sind, nutzen Sie oft das Internet?

Es gibt nur Vorteile, es gibt wirklich nur Vorteile.

Sie fühlen sich unwohl wegen dem Modem im Raum.

Aufgrund der Strahlungen.

Guten Tag, hier spricht Rutishauser von der Dezentra Krankenkasse.

Störe ich Sie gerade oder hätten Sie kurz Zeit für mich?

Von welcher Krankenkasse...

Dezentra. Die kennen Sie wahrscheinlich noch nicht, wir sind noch relativ unbekannt.

Unabhängige Krankenkasse, sehr sehr günstig in Ihrer Region.

Ich muss Ihnen ehrlich sagen, ich bin sehr zufrieden mit meiner. – Ehrlich?

Es geht ums Thema Internet. Wir sind Everywhere Schweiz.

Hätten Sie einen Moment Zeit?

Im Rahmen Ihrer eigenen Sicherheit möchte ich Ihnen einige Fragen zu Ihrer Identität stellen:

Wie lautet Ihr Geburtsdatum?

Und der Heimatort?

Besitzt jemand eine Vollmacht zu Ihrem Konto?

Nur Sie.

Und wie lautet Ihr momentaner, ungefährer Kontostand?

G886

753.89996.

Wie hoch ist Ihr ungefährer Kontostand?

Ungefähr 29'000...

Seit mein Großvater gestorben ist...

kriegen wir viel weniger Geld von ihr.

Sogar zu Weihnachten.

Meine Großmutter schickt uns schon immer, egal wer wie alt wird...

Einen Umschlag mit 20 Schweizerfranken.

Ich glaube, sie sind sogar ziemlich reich.

Ziemlich geizig...

Ich habe ein paar Freundinnen, die werden so viel erben, es ist echt verrückt.

Die werden gar nicht mehr arbeiten müssen.

Wie viel verdient ihr hier eigentlich?

Am Anfang bekommt man einen Lohn von 22 Franken pro Stunde...

Und je nachdem, wie gut man sich anstellt, kriegt man einen Bonus.

Ich hoffe meine Großmutter lebt noch ein Weilchen, sie war immer so süß.

Sie lebt im Altersheim? – Ja.

Und sitzt dort auf ihrem Erbe?

Nein, meine Eltern haben das Geld.

Von meiner Großmutter werden wir nicht viel erben, leider.

Gar nicht.

Ich denke, meine Kinder werden ja mal gar nichts von mir erben.

Am Wochenende war ich in einer Ausstellung im Kunsthaus Zürich.

Ich weiß gar nicht mehr wie der Künstler hieß.

Wie hiess er denn...

Ich kann mich nicht mehr daran erinnern.

Ich war wirklich nicht begeistert, ehrlich gesagt.

Hast du die Ausstellung gesehen?

Nein, ich hatte keine Zeit.

Sie war echt nicht gut.

Wie geht es eigentlich deiner Schwester?

War sie lange im Krankenhaus?

Ja immer wieder, weißt du.

Das ist hart.

Sie hat es eigentlich ganz gut überstanden.

Danach kamen aber die Probleme mit der Krankenkasse.

Sie musste viel zu viel bezahlen.

Unser Dienst-Internet ist so langsam.

Das müsste echt schneller gehen.

Schau dir mal Schweiz Everywhere an.

So billig.

Hast du das für dein Handy?

Ja. Kostet nur 20 Franken pro Monat.

Funktioniert in ganz Europa. Alles inbegriffen.

Klingt gut.

Mir geht dieses eine Lied nicht mehr aus dem Kopf.

Von diesem englischen Sänger...

Kennst du diesen Film?

Ein unglaublich guter Film, den ich erst vor kurzem gesehen habe.

Wie hieß der denn?

Er handelt von zwei Polizisten, die sich ineinander verlieben.

Ich habe ihn schon zweimal gesehen, er ist wirklich unglaublich gut.

Entschuldigen Sie mich...

Aber ich bräuchte dringend WLAN.

Ich müsste für die Arbeit dringend eine Mail verschicken...

Und auf meinem Handy funktioniert das Internet nicht.

Vielleicht könnten Sie mir weiterhelfen...

indem Sie mir einen Hotspot geben?

Das Passwort lautet...

T19F...

XP07...

YT56...

7TZ5...

Vielen Dank. Schönen Tag noch.

Gern geschehen.

Könnte ich Ihren Ausweis sehen?

Jawohl.

Womit kann ich Ihnen behilflich sein?

Ich hätte gerne 50'000, bitte.

50'000 Schweizerfranken?

Kaufen Sie sich ein neues Auto?

Frau Oberli?

Wer weiß.

Nun ist es so, bei einem Betrag über 25'000, müssen wir die wirtschaftliche Berechtigung abklären.

Sie müssten ein Dokument unterschreiben...

Sicher, machen Sie nur.

Zusätzlich bräuchte ich von Ihnen den Transcode, ansonsten habe ich keinen Zugriff auf Ihr Konto.

Den habe ich aber nicht dabei.

Haben Sie keine Unterlagen dabei, in welchen Sie kurz...

Vielleicht eine E-Mail?

Wie soll ich denn eine Mail dabeihaben?

Besitzen Sie zufälligerweise ein Smartphone?

Do you have a smart phone?

Sie können unser Wi-Fi benutzen.

Haben Sie es gefunden?

Dann gebe ich Ihnen gerne den 14-stelligen Code dazu.

7, 2, 4, 3...

5, 6, 3, 7...

4, 4, 0, 4...

7, 2.

Haben Sie Internet? Gut.

Nun, wenn Sie in Ihrem Postfach unter USBS suchen...

Sollten Sie irgendwo den Begriff Transcode finden und daneben eine 9-stellige Zahl.

Ja, hier ist so eine längere Zahl.

Aber nicht Ihre IBAN, ich benötige den Transcode.

Gut, wie lautet der Code?

9...

7...

7...

7...

6...

4...

3...

9...

7.

Vielen Dank.

Für die Vervollständigung des Dokuments bräuchte ich noch einige weitere Angaben.

Ist jemand außer Ihnen wirtschaftlich berechtigt an dem Konto?

Nur ich.

Nun möchte ich gerne wissen, wofür Sie diesen hohen Betrag an Bargeld benötigen.

Ich denke nicht, dass Sie das wissen müssen.

Die Information benötigen wir für das Dokument.

Besteht vielleicht eine andere Möglichkeit für die Überweisung...

Es ist für Ihre Familie?

Besteht die Möglichkeit, das Geld zu überweisen?

Nein, deswegen bin ich hier.

Fahren Sie mit Ihrer Familie in den Urlaub?

Sie sind aber neugierig, Herr... Vögeli.

Wissen Sie Frau Oberli, mir geht es darum, genaue Informationen zu erhalten.

Letztendlich geht es um Ihre eigene Sicherheit.

Es ist für meine Enkelin.

Die Glückliche.

Einen Moment bitte.

Frau Oberli?

Sie sind Sarah?

Genau ja, die beste Freundin.

Sie hat mich geschickt.

Ja, sie hat mich angerufen.

Julia wurde ja aufgehalten.

Was ist denn passiert mit ihr?

Ein Auffahrunfall.

Jemand ist in ihr Auto reingefahren.

Aber ihr ist nichts passiert? – Nein, ihr ist nichts passiert.

Sie kann nur momentan nicht da sein, deswegen hat sie mich geschickt.

Dann ruf ich sie vielleicht kurz an.

Das können Sie ruhig versuchen.

Ist das die richtige Nummer?

Ja, die sollte stimmen.

Sie nimmt nicht ab.

Sie wird sich bestimmt gleich melden, sobald sie Zeit hat.

Es sollte alles gut sein, ich werde ihr sagen, dass sie Sie anrufen soll.

Sagen Sie ihr, sie soll sich sofort bei mir melden.

Werde ich tun.

Ich bin mir sicher, dass alles in Ordnung ist.

Vielen Dank, ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. – Tschüss Sarah.

Liebe Grüße! – Werde ich ihr ausrichten.

Hast du auch schon gehört von dieser Dezentra?

Dezentra? Ja, davon habe ich gehört. Die sollen ziemlich günstig sein?

Genau das habe ich auch gehört, ja.

Sind das im Vergleich extreme Preisunterschiede?

Oder letztendlich auch wieder nur so Peanuts?

Ob man damit tatsächlich sparen kann?

Ich weiß nicht so recht.

Darüber könnte man sich erkundigen. – Genau.

Es gibt ja jedes Jahr günstigere Angebote.

Man könnte jedes Jahr die Versicherung wechseln.

Ist mir schon passiert, dass ich zu spät gekündigt habe, dann musste ich doppelt bezahlen.

Leidiges Thema, all diese Versicherungen.

Darum sollte man sich mehr kümmern können, aber wir haben doch auch keine Zeit dafür...

Weiß Gott, wir haben wirklich genug zu tun.

Ja, stimmt schon. – Ausgang freihalten bitte!

Was befindet sich in Ihrer Tasche?

Ein Zalando-Paket mit Turnschuhen, die ich zurückschicken möchte.

Wäre es möglich, eine Rechnung zu sehen?

Ja, ich habe eine per Mail bekommen, auf meinem Telefon.

Kann ich meinen Ausweis wiederhaben?

Eins nach dem andern, Herr Fischli.

Wieso gibt es diese Kontrollen heute?

Bombendrohung, es soll wieder was beim Hauptbahnhof sein.

Wäre es möglich den Inhalt Ihres Pakets zu sehen, Herr Fischli? – Natürlich.

Da ist es.

Soll ich es öffnen? – Gerne.

Sie waren Ihnen zu klein?

Nein, die hätten schon gepasst. Sie haben mir aber nicht gefallen.

Vielleicht beim nächsten Mal. – Ich hoffe es.

Jetzt kann ich alles wieder einpacken, oder? – Natürlich.

Herr Fischli, Ihren Ausweis, Ihr Telefon. – Danke.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag. – Gleichfalls.

Nein, es ist gut, wenn man ganz geringe Grundgebühren hat. Ich hatte einen Vertrag, bei dem alles Flatrate war.

Und da ist letztendlich immer was dazugekommen.

Man muss sich einfach absichern, auf allen Ebenen.

Nicht einmal mehr den Telekommunikationsunternehmen kann man heutzutage noch trauen.

Guten Tag, Personenkontrolle. Dürfte ich Ihren Ausweis sehen?

Sie wohnen in Zürich? – Ja.

Ich müsste kurz Ihren Rucksack durchsuchen.

Was befindet sich in dem weißen Umschlag? - Unterlagen für die Steuererklärung.

Nur Papier?

Dann würde ich Sie gerne einmal abscannen, wenn Sie sich einmal umdrehen möchten.

Den Rucksack können Sie abstellen.

Einmal Arme ausbreiten, bitte.

Danke, schönen Abend noch. – Gleichfalls.

Hast du das Navigationssystem?

Nein.

Die andern haben bestimmt schon alle mitgenommen.

Die sind immer alle schon weg.

Nehmen wir einfach dein Handy.

Okay, ich habe aber oft Internetprobleme.

Internetprobleme?

Ja, Internetprobleme.

Was für Internetprobleme?

Ach, Probleme halt. Datenvolumen.

Hast du ein so schlechtes Abo?

Lenno. Ist eigentlich ganz gut, funktioniert für mich.

Hast du kein unbegrenztes Internet?

1.5 Gigabytes.

Es soll ein neues Abo geben mit unbegrenztem Internetzugang...

Man sieht ständig und überall die Werbung.

Ich weiß, von welchem du sprichst, das soll echt günstig sein...

Everywhere Schweiz.

19.95. – Sogar nur 9.95.

9.95? Das klingt unglaublich!

Alles inklusive?

Klar. Tutti quanti.

Und es funktioniert überall?

Sicher. Everywhere Schweiz.

Morf, Stadtpolizei Zürich.

Hallo ihr beiden, hier spricht Andi, hört ihr mich?

Andi! Hallo.

Es ist soeben ein neuer Fall reingekommen. Trickbetrug, Deliktsumme 50'000 Franken.

Könnt ihr den Fall übernehmen?

Gut, die Daten der Geschädigten:

Oberli, Elisabeth, geboren 1932.

Sie befindet sich noch in Behandlung.

Ihr seid schon aufgebrochen in Richtung ZQ7, stimmt's?

Ja, haben wir soeben gemacht.

Dann müsst ihr nochmals umkehren.

Ich schlage euch vor, bei der betreffenden Bank vorbeizuschauen.

Und warum befragt ihr nicht auch gleich noch die tatsächliche Enkelin.

Ich gebe euch beide Koordinaten durch.

Einen Moment bitte. - Hallo?

Die Verbindung ist schlecht.

Ich höre euch nicht... ich werde euch...

Ja danke, tschüss.

Wo müssen wir lang?

Geradeaus. Ich habe aber keinen Internetzugang.

Es steht „keine Netzwerkverbindung“, aber ich habe 3G.

Aber dieses Everywhere Schweiz...

Das ist ja ein eklatanter Unterschied.

Die Hälfte von dem, was andere Anbieter fordern. Falls es wirklich nur 9.95 sind.

Wie viel bezahlst du? 39 Franken?

Ja, aber ich kann nach ganz Europa telefonieren.

Ganz Europa?

Ja, umsonst!

Bei mir steht immer Europa, Sternchen...

Und dann, Zone 1.

Zone 1 ist Deutschland, Italien, Frankreich... Die normalen Länder eben.

Mit Europa meinen sie also nur Zone 1.

Also Serbien, beispielsweise, ist nicht Teil davon.

Ja, aber nach Serbien müsste ich auch nicht telefonieren.

Rufst du dann aber auch wirklich Leute im Ausland an?

Nein, nicht wirklich.

Woher kommt deine Frau? Ist sie... Schweizerin?

Ja, jetzt ist sie Schweizerin. Wir haben geheiratet.

So toll. Schön.

Sie müssen Herr Ailyev sein.

Willkommen bei Heinrich Briner Private Banking Group. Ich begleite Sie zu Frau Toblers Büro.

Hätten Sie gerne etwas zu trinken?

Wasser, mit Kohlensäure.

Herr Sergei Ailyev, 10. August, 1953 in Rybinsk...

Und die Passnummer...

7, 6, 8, 1, 2...

9, 9, 3, 8, 9.

(Übersetzung ins Russische)

Der Betrag des Startkapitals, exklusive Zinsen und Steuern beträgt...

Einhundertzehn Millionen Rubel, ergibt eine Million

neunhundertfünftausendzweihundertneunundachtzig Schweizerfranken.

Nun, hier ist Ihr Vertrag.

Unterschreiben Sie bitte hier und hier.

Entschuldigen Sie mich, ich müsste das draußen installieren.

Dort hinten links, der Code ist Q773.

Sie wurden wahrscheinlich bereits informiert. Ihre Großmutter wurde angerufen...

Von einer jungen Frau, die vorgab ihre Enkelin zu sein.

Also eigentlich vorgab, Sie zu sein.

Sie hat gesagt, sie bräuchte dringend Geld, da sie in einer Notsituation sei.

Kurz darauf ist Ihre Großmutter zur USBS...

Und hat 50'000 Franken abgehoben, in bar.

Wir versuchen nun die Täterschaft einzugrenzen.

Deswegen versuchen wir herauszufinden, ob es sich vielleicht um einen ihrer Facebook-Freunde handelt.

Wie sind Ihre Privateinstellungen auf Facebook?

Ich kann mir aber nicht vorstellen...

Entschuldigen Sie mich.

@gmx.net.

Ja vielen Dank, auf Wiederhören.

Entschuldigen Sie mich, wie war die Frage?

Sehen Sie Ihre Großmutter häufig?

Normal, denke ich, so ein bis zwei Mal im Jahr.

Herr Siegrist.

Policen-Nummer, 8430, 7814

Geboren 1929.

Madopar, 250 Milligramm.

Efixor.

100 Milligramm.

Cymbalta, 10 Milligramm.

Zythalopram, 100 Milligramm.

Deroxat, 250 Milligramm.

Je eine Einheit.

Gut.

Frau Rüegg.

Rüegg...

Policen-Nummer 1189, 3560.

Geboren 1938.

Wie hat sie diese Nacht geschlafen?

Gar nicht gut, Frau Demiri von der Nachtwache meinte...

Sie sei die ganze Nacht wachgelegen. Man musste sie zum Schlafen zwingen.

Wurde sie gestern von jemandem besucht?

Nein.

Hat sie Familie?

Sie hat Familie. Die waren aber bereits länger nicht mehr hier.

Stilnox.

Aurorix.

Exelon, 250 Milligramm.

Haldol, dreissig Tropfen.

Herr Lazarovic.

Ich schalte noch kurz das Licht ein.

Wer sitzt dort? - Wo?

Dort drüben, auf dem Stuhl.

Dort sitzt niemand, Frau Rüegg.

Es ist alles in Ordnung. Sagen Sie mir, was Sie hier sehen.

Ein Haus.

Ein Haus?

Ich würde jetzt gerne nach Hause gehen. – Ich weiß.

Vorher beenden wir das hier, Frau Rüegg.

Wo waren wir? – Da.

Was ist das für ein Bild?

Ein Balkon.

Das kennen Sie auch.

Eine Familie.

Gut, war doch ganz einfach heute, nicht?

Ich möchte nach Hause.

Ich begleite Sie auf Ihr Zimmer. Ist Ihnen das recht?

Nach Hause? - Ja.

Ich hole kurz den Rollator, danach bringe ich Sie auf Ihr Zimmer.

Das haben Sie gut gemacht, Frau Rüegg.

Bitte alle zuhören.

Wir starten heute eine neue Kampagne.

Es geht um Festnetztelefonie.

Vorteile: keine Grundgebühr, sehr günstig und auf die Minute abgerechnet.

Unser Ziel ist das ältere Modell. Gutgläubige Leute.

Sozusagen die ältere Generation.

Denkt daran, Ihr verkauft mit Emotionen.

Ihr müsst die Leute glauben lassen, dass ihr in diesen Minuten nur für sie da seid.

Wenn Sie einen Internetanschluss haben,

so kostet Sie das bereits 25 Franken, ohne dass Sie diesen benutzen.

Das würde sich bei uns...

Sie besitzen keinen Computer!

Aber Sie besitzen ein Smartphone?

Nichts in der Richtung.

Es wäre aber höchste Zeit -

Auf Wiederhören.

Nein, das ist nicht nötig.

Ich nehme an, Sie sind bereits bei einer Krankenkasse?

Ich würde Sie gerne mit unseren Angeboten begeistern.

Wir bieten mit Abstand die günstigste Krankenkasse von ganz Zürich an.

Könnten Sie mir Ihre Kundennummer geben?

Frau Kräntzlin? Hier spricht Giger von Everywhere Schweiz.

Störe ich Sie, oder haben Sie einen Augenblick Zeit?

Und wie hoch ist Ihr ungefährer Kontostand?

Es geht um das Thema Internet, hätten Sie einen kurzen Augenblick Zeit?

Ich bin 90 Jahre alt und habe kein Internet.

Brauchen Sie das gar nicht?

Ich rufe Sie an von der Dezentra Krankenkasse.

Wir sind die günstigste Krankenkasse der Stadt Zürich.

Das wäre nun die Frage: Waren Sie oft krank in den letzten Jahren?

Dürfte ich wissen wie alt Sie sind?

78 Jahre alt. In Ordnung.

In dem Fall wäre es womöglich besser, wenn Sie bei Ihrer Krankenkasse bleiben.

340'000 Franken.

XC365, 7VZ...

U890.

QRP, 789, 64...

NB, L4...

Ist Frau Oberli alleine gekommen oder war sie in Begleitung einer jungen Frau?

Wie bereits gesagt, sie war alleine.

Aber das ist normal, es kommen oft ältere Menschen in unsere Filiale, um solche Summen abzuheben.

Das ist nichts Außergewöhnliches.

Denken Sie, dass es sich im Fall von Frau Oberli um eine Schweizerin handelt?

Darüber dürfen wir leider nichts sagen.

Aber ja, immer öfter sind es schweizerische Einzeltäter.

Das macht die ganze Sache noch schwieriger.

Wie hoch ist Ihre Erfolgsquote?

Man muss die Fälle immer isoliert betrachten.

Eher schwankend.

Nun, Frau Türli...

Wir haben Ihre Dokumente und wirtschaftliche Berechtigung geprüft.

Sieht alles gut aus, wir haben keine Einwände.

Jedoch mussten wir feststellen, dass wir hinsichtlich Ihrem

Risikoprofil und Ihrem längerfristigen Anlagehorizont...

Keine Ausnahme betreffend des Mindestbetrages machen können.

Wir können Ihnen jedoch eine andere Lösung vorschlagen, nämlich ein Wertschriftendepot.

Das bedeutet, dass Sie Ihr Vermögen bei uns deponieren können.

Und sobald der Zeitpunkt gekommen ist, da Sie ihren Mindestbetrag

erreicht haben, können wir die Kontoeröffnung vornehmen.

Ich habe den Vertrag vorbereitet. Schauen Sie Ihn doch nochmals durch.

Eine Kopie für uns.

Hier sehen Sie das Eröffnungsguthaben, die 822'000 Schweizerfranken.

Lesen Sie den Vertrag durch und unterschreiben Sie danach auf Seite vier und sechs.

Gut, in Ordnung.

Sie müssen Herr Deng und Frau Li sein.

Willkommen bei Heinrich Briner Private Banking Group. Ich begleite Sie zu Frau Toblers Büro.

Hätten Sie gerne etwas zu trinken?

Hey Leute, ich bin‘s wieder.

Ich nehme an ihr seid bereits auf dem Nachhauseweg?

Es gibt noch was zu tun.

Wir haben soeben eine Aufnahme von einem verdächtigen Telefongespräch erhalten.

Ein mutmaßlicher Trickbetrug...

Der Anruf ist eingegangen bei einer gewissen Frieda Rüegg, Jahrgang 1938...

Sie befindet sich im Krankenhaus Blaumeisli.

Die Adresse lautet...

Blaumeisliweg 26, Zürich.

Blaumeisliweg 26. - Genau.

Ich sende euch sogleich die Daten des zuständigen Arztes.

Aber wenn du eine wirklich schlimme Krankheit hast, die

du einfach ignorierst, nur um deine Krankenkasse...

Ich werde nie krank, von da her lohnt es sich für mich schon.

Sonst steigt die Prämie. Unfassbar schnell.

Nein die geht nicht einfach hoch, du bekommst schließlich Rückvergütungen.

Bei welcher bist du?

Aquilana. Die bezahlen mein Fitness-Abo, Massagen, alles.

Wie toll.

Es soll aber eine neue geben. Dezentra, oder etwas in der Richtung.

Die Adresse, Blaumeisliweg.

Hast du deine Internetprobleme gelöst?

Ich bin immer noch dran. Ich sehe, wo wir uns befinden...

Kann aber die Route nicht wirklich eingeben.

Wir möchten Ihnen gerne eine Aufnahme abspielen, die wir von unserem Datendienst erhalten haben.

Es geht um eine Ihrer Patientinnen.

Rüegg?

Hallo Oma, ich bin es, Tabea.

Wer?

Tabea. Hallo.

Hörst du mich?

Schön von dir zu hören. - Wie geht es dir?

Was soll ich sagen, immer etwa gleich.

Ich ruf dich an, weil mir geht es gerade nicht so gut.

Wie du womöglich gehört hast, habe ich meinen Job verloren.

Ich habe mir auch schon einen neuen Job gesucht und wohne gemeinsam mit

Markus. Jetzt möchte er aber nicht mehr und hat mich rausgeworfen.

Ich habe alles falsch gemacht. – Das kommt bestimmt wieder gut.

Das Problem ist, dass ich dringend Geld brauche, um eine neue Wohnung zu finden.

Und vielleicht habe ich ein Bewerbungsgespräch in London. Irgendwie muss ich ja dorthin kommen...

Und wie du weißt, Mama kann ich nicht fragen.

Es handelt sich um ungefähr 30'000 Franken. Ich gebe

Sie dir wirklich zurück, sobald ich wieder Geld habe.

Denkst du, das schaffen wir heute noch?

Heute?

Es gibt doch eine Bank, direkt neben dem Heim.

Du bist wirklich die einzige, die mir im Moment helfen kann.

Guten Tag Frau Rüegg. Zürcher Stadtpolizei. Morf, Binggeli.

Hier der Betrag, wie bereits besprochen.

Vielen Dank, dass Sie sich gemeldet haben.

Ich zeige Ihnen kurz, wo es lang geht. Wir sind der rote Punkt.

Sie müssen geradeaus, die Straße runter.

Einfach alles geradeaus? - Genau. Wir befinden uns ständig in Ihrer Nähe.

Und es kann nichts passieren? - Keine Sorge, Sie können sich sicher fühlen.

Adieu. – Bis später Frau Rüegg.

Gehen wir los.

Frau Rüegg?

Guten Tag, ich bin Sarah.

Ich bin eine gute Freundin Ihrer Enkelin Tabea.

Hallo Sarah.

Sie wurde verhindert, da sie geschäftlich nach London reisen musste.

Aus dem Grund hat sie mich hierher geschickt.

Wie geht es ihr?

Es geht ihr gut, sie hatte lediglich etwas Stress im Geschäft.

Wo ist sie jetzt?

Kennen Sie sie gut?

Sie ist eine sehr gute Freundin von mir.

Ich habe mit Ihr besprochen, dass ich den Betrag abhole und ihr mittels E-Banking überweisen werde.

Wie genau wollen Sie ihr das Geld geben?

Ich überweise ihr das Geld via E-Banking.

Darum müssen Sie sich keine Sorgen machen.

Sie wird sich bestimmt bei Ihnen melden, sobald Sie das Geld hat.

Vielen Dank.

Adieu, Sarah.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Guten Tag. Stadtpolizei Zürich. Binggeli, Morf.

Dürften wir bitte Ihren Ausweis sehen? – Klar.

Vielen Dank.

Sie sind Frau Alice Türli? – Ja.

10. November, 1992. – Jawohl.

Geboren in Gmürlos, Kanton Uri.

CHE...

548...

944...

76.

Hast du Sie gefunden? – Ja.

Danke.

Nun würden wir gerne den weißen Umschlag sehen, den Sie bei sich tragen.

Zehn... Jawohl... Zwanzig...

Dreißig tausend Franken. Jawohl, vielen Dank.

Frau Türli, darf ich Sie bitten mit uns mitzukommen?

UX, 89...

ZN, 16...

27, IP...

63, 19.

Es funktioniert, danke.

Krass, das erinnert mich jetzt an den Film.

Wie hieß der nochmal?

Da gibt’s diese Szene, in der ein Terrorist dem anderen ein Passwort gibt.

Der eine Terrorist ist als Bankangestellter verkleidet und gibt

dem anderen Bankangestellten, dem wirklichen, das Passwort.

Und das aktiviert dann die Bombe und deswegen fliegt die gesamte Bank in die Luft.

In der Bank läuft währenddessen der Chef Amok.

Unabhängig von den Terroristen.

Und in der Bank werden echt viele Geldgeschäfte gemacht.

Es ist eine große Bank, so etwa wie die europäische Zentralbank.

Und während der Explosion fliegen die Geldscheine durch die Luft.

Mega krass, in slow motion.

Und die Musik war so...

Was war denn das für Musik?

Es war nicht klassisch, es war so wie Minimalmusik.

Und dann ist das Feuerwerk losgegangen.

Ihr wisst wirklich nicht, von welchem Film ich spreche?

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