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Original subtitles

DISKUSSION UM DIE KÜNSTLICHE BEFRUCHTUNG

Merci beaucoup.

- Bonjour. - Bonjour.

Erinnern Sie sich an mich?

Ja. Natürlich.

Wir haben uns entschlossen, ihn Patrice zu nennen.

- Patrice. So wie ich? - So wie Sie.

Dann: "Für Patrice."

Merci. Au revoir.

Bonjour. Ich wollte ihm seinen zweiten Papa vorstellen.

Ohne Sie gäbe es ihn überhaupt nicht.

Natürlich. Wie heißt du?

- Elio. - Elio.

Hier. Bitte. Viel Glück in deinem Leben. - Merci!

Bitte nicht weinen, Madame. Das macht mich verlegen.

Wir wollen uns bei Ihnen bedanken für den kleinen Samen,

der durch Ihre Hilfe gewachsen ist im Bauch unserer Mama.

Merci. Merci. Merci.

Das habt ihr fein gemacht. Und jetzt gebt ihm ein Küsschen.

Sehen wir uns nachher noch?

- Nein. Heute Abend geht's nicht. - Und wieso nicht?

Es ist Freitag, am Freitag ist Schabbat.

Und am Schabbat entflammt man weder Kerzen noch Kellnerinnen.

- Bist du überhaupt Jude? - Nein. Aber ich habe jüdische Freunde.

Man muss Kellnerinnen übrigens nicht nur vögeln, sondern auch bezahlen.

Wie dumm. Mein Computer ist kaputt.

Ich klär das am Montag. Okay?

Ich verspreche euch: Am Montag bekommt ihr euer Geld.

Auch die, die ich nicht gevögelt hab.

Ja. Auch du.

Ja. Ich schlag ihnen vor, dass wir sie am Wochenende besuchen.

Ich richte Grüße von dir aus. Ich mach Schluss, ja? Ich dich auch. Ciao.

- Bonjour. - Bonjour.

Ich möchte die Rechnung für den letzten Monat bezahlen.

- Ja. Merci. Sie warten draußen. - Wer wartet?

Ihre Eltern. Im Garten.

Bei den Preisen sollen sie den auch benutzen. Hab ich recht?

- Haben sie mich schon gesehen? - Es sieht ganz so aus.

Ich hab's geahnt.

Bleib, wo du bist. Ich komme zu dir.

- Bonjour. - Maman.

Wie geht's dir, mein Schatz?

- Hast du schon was gegessen? - Ja. Bei mir im Restaurant.

Ich habe etwas Richtiges, nicht so 'ne Fischpastete gemeint.

Was ist mit Vater? Hast du Blumen auf sein Grab gelegt?

Noch nicht. Ich hab's nicht geschafft. Aber am Montag.

Na, zum Glück wartet er ja nicht auf die Blumen.

Ich geh kurz mal rauf.

Ich habe von den vielen Alten hier die Nase voll.

Ich bitte dich, Papa. Das bringt so ein Altersheim nun mal mit sich.

- Und wann sehen wir mal die Kleine? - Schon bald. Sehr bald.

Fahren wir dieses Wochenende in die Normandie?

Nein. Diesmal nicht. An diesem Wochenende will ich mal nichts tun.

Ich muss mal abschalten.

Es ist schönes Wetter, wir haben Sommer...

Alle wollen Kinder haben. Ich fühl mich wie 'n Hamster im Laufrad.

Nächstes Wochenende. Versprochen.

Es war mir sehr wichtig, dass wir uns heute hier treffen.

Für dich.

Glaubst du, ich bin eine von deinen Huren?

Auf keinen Fall. Ich hab gedacht, du bräuchtest etwas...

Hältst du mich für bescheuert?

Wir waren fünf Jahre lang verheiratet,

und du hast mich immer wieder betrogen.

Und auf einmal willst du mich sehen, um mir Geld zu geben?

- Zum Glück haben wir keine Kinder. - Sieh's als Abschiedsgeschenk.

Als Entschädigung.

Wir haben uns schon verabschiedet, Eric. An dem Tag unserer Scheidung.

Ja. Ja. Ich weiß.

Dann nehm ich's eben wieder mit.

Du wirst dich niemals ändern. Wie erbärmlich du bist!

Und armselig!

Du verstehst gar nichts.

Eines Tages endest du allein und einsam.

- Hallo, Patrice. - Hey.

- Ich bin's. Eric. - Ja.

Wo bist du? Ich muss dich sprechen.

Ich besuch grad meine Eltern.

- Wie geht es ihnen? - So wie's Alten geht.

- Was ist los? - Da vorn steht 'n Polizist. Warte.

Das war's. Kann ich vorbeikommen?

Heute nicht. Ich fahr mit Caro und der Kleinen aufs Land. Montag?

Nein. Heute noch. Montag ist zu spät.

Dann komm doch einfach zum Landhaus vorbei. Da haben wir Zeit.

Gut. Aber ich bleibe nur zum Essen. Und danach fahre ich wieder.

Wie du meinst. Wir erwarten dich.

Hallo, Bärchen!

Hallo, mein Schatz.

- Du hast mich vergessen. - Nein, niemals!

Aber war das nicht später?

Gut. Komm mit.

Hör auf.

Weißt du was? Ich habe eine Entscheidung getroffen.

Du wirst mich heiraten.

Nein. Besser. Wir fahren aufs Land.

Und essen dort zu Abend. Sekunde.

Geh nicht weg.

Was ist das für Post? Und was ist das hier?

Sind das Flugtickets?

- Fliegen wir in den Urlaub? - Das ist nichts. Nur Werbung.

- Eric. Mach mir ein Kompliment. - Ich liebe deinen Arsch.

Kannst ihn jederzeit sehen.

Die auch noch? Wir fahren bloß übers Wochenende weg!

Beim nächsten Mal packst du dein Zeug selbst ein.

Entschuldige. Ich war schon bei meinen Eltern und bin seit sechs auf den...

Und ich lieg auf dem Sofa?

Ich durfte heute Vormittag in vier Stunden 35 Patienten pflegen.

- Falls du weißt, was Pflege bedeutet. - Ich kümmere mich um andere Dinge.

Wovon ich nicht viel merke.

Chloé. Los! Rein ins Auto.

Das geht ja gut los...

Der Magnetstreifen muss defekt sein.

Ja doch! Moment. Moment. Immer mit der Ruhe.

Hier wollen noch mehr durch!

Ich weiß nicht, was damit ist.

Könntest du vielleicht. ...?

Ich geb's dir Montag zurück.

Wer sagt's denn?

Ja doch! Schon gut. Schon gut.

Schon gut! Man wird doch wohl mal 'n Sushi verlieren dürfen.

Du spinnst wohl!

Kann sein.

- Oh. Merde. Merde. Merde! - Passt es nicht rein?

Nein. Zufällig passt es nicht rein!

"Passt es nicht rein?"

Merde! Merde! Merde! Merde!

Den Wasabi lass ich Ihnen auch mit hier. Der passt sehr gut zu Sushi.

Aber Vorsicht! Der ist scharf.

So ein Idiot. Manche Leute sind wirklich komisch.

- Gib mir mal deine Brille. - Aber doch nicht, wenn ich fahre!

Das reicht. Sauberer wird sie nicht.

Hier.

Ja.

Everybody's got to learn sometime.

Everybody's got to learn sometime.

Ist gut. Lass das. Ich fahre.

Früher hat dir mein britischer Akzent gefallen.

Fällt dir was bei der Musik ein?

Ja. Unser erster Kuss im Main Jaune.

Nein. Da haben wir nur einfach getanzt.

Zum ersten Mal geküsst haben wir uns im Landhaus deiner Eltern.

Auf der Feier zum Abi-Abschluss. Bei diesem Lied.

Du weißt es nicht mehr.

Wir hätten doch deine Eltern mitnehmen können.

Aber dafür gibt's doch Altenheime.

Die Leute gehen nach draußen. Gehen wieder rein. Raus. Rein...

Meine Eltern haben's dort gut.

Da sind so...

...so gepflegte...

...Blumenrabatte.

So eine... Hast du das gesehen? Ich wurde geblitzt!

- Diese verfluchten Wegelagerer! Merde! - Doch nicht vor dem Kind!

Sie kriegt doch überhaupt nicht mit, was ich sage.

Verfluchte Scheiße! Merde!

Diese Penner! Scheiß Bullen!

Ouagadougou?

Aber so nennt man doch keine Stadt! Ouagadougou.

Was gibt's denn da so in Ouagadougou?

Das ist in Burkina Faso.

Und außer Malaria gibt's da nicht viel.

Und du überlässt ihm Chloé für einen Monat?

Haben wir schon alles besprochen.

Da unten spielt sich ein humanitäres Drama ab.

Und sieh ihn dir an. Deinem Mann hat das Thema den Appetit verdorben.

Weißt du was, Caroline?

Nimm den Rest, tupper alles ein

und wir beide fliegen nach Ouagadougou und leben von der Liebe.

Übrigens. Chloé...

In diesem Haus hat dein Vater zum ersten Mal deine Mutter angebaggert.

Ja. Ja. Genau. Das stimmt. Bei einem Blues.

- Von der Stereoanlage. - Auf einer Fete. Zum Abi.

Falls man Abi gemacht hat.

Eine Fete ist so was wie eine Party. Aber ohne Drogen.

Und ohne Alkoholmissbrauch.

Verstehst du? Das war im Jahr 1986.

1986 bin ich geboren worden.

Wow. Ganz schön jung.

- Weißt du was, Patricia? - Ich bin Sabrina.

Pardon. Sabrina. Eigentlich wollte ich den Mann da küssen.

Du warst schon damals ein Schürzenjäger.

Nicht doch. Hör auf. Ich hab nur ausprobiert.

Hör bloß nicht auf das, was sie sagt.

Wenn ich mich recht entsinne, warst du damals mit Loic Galland zusammen.

Richtig?

Und wer war das?

Das war mein Freund. Bevor Papa mein Freund wurde.

- Echt süß war der. - Allerdings.

Hat viel gekifft, aber war süß.

Hast du auch gekifft?

- Ab und zu... - Echt krass.

Na bravo! Erzähl ruhig weiter. Gib ihr noch mehr Tipps.

- Damit sie weiß, wie's gemacht wird. - War doch nur Spaß. Entspann dich.

Außerdem hat Papa dafür gesorgt, dass er mit mir Schluss gemacht hat.

Oder?

Damals gab's noch keine SMS, um Schluss zu machen.

Hast du denn schon mal so Schluss gemacht? - Ich? Nie!

Ist nicht mein Stil.

Galland heißt der? Ich guck mal, ob er bei Facebook ist.

Hör auf damit! Es reicht. Das kommt davon, wenn man alte Sachen auftaut!

Ich kann machen, was ich will.

Du setzt dich hin und bleibst am Tisch! Und dann gibst du mir dieses Ding!

Aber vorher nehm' ich dir deine blöde Weinflasche weg.

Das wär ja noch schöner!

Ich wär beinahe im Treppenhaus zur Welt gekommen.

Warum erzählst du das?

Ich dachte, wir wollen von alten Zeiten erzählen.

Warst du denn schon mal bei einer Geburt im Treppenhaus dabei?

Mit so was kann ich nicht dienen. Ich bevorzuge Geburten in einer Klinik.

Da sind die Bedingungen besser. Vor allem in Bezug auf die Hygiene.

Keine Panik, Mädels. Das bekomm ich mit Alkohol bestimmt wieder hin.

Ehrlich, mein Freund, du hast den ganzen Abend eine Fresse gezogen.

Hey. Du hast doch alles, was ein Mann braucht.

Du hast gut reden! Hab du mal meinen Tag.

Meine Arbeit. Meine Frau. Meine Tochter. Meine Eltern.

Wem sagst du das? Die Zeit vergeht.

Sie vergeht viel zu schnell.

Wir waren ruck-zuck erwachsen. Das war's.

- Steckst wohl in der Midlife-Crisis? - Ich rede von meiner Ehe.

Caro will nicht mehr mit einem Mann wie mir zusammen sein.

Und ihr Samariter-Getue nervt dermaßen, dass einem die Lust auf Sex vergeht!

Ich geh bloß nicht wegen Chloé.

Soviel ich weiß, siehst du die doch gar nicht so oft.

Macht richtig Spaß, sich mit dir zu unterhalten.

Ich versteh nicht, was du willst. Du hast die perfekte Frau.

Ich dagegen bloß meine Mutter und meine verrückte Ex-Frau.

- Ich würde sofort mit dir tauschen. - 12-jährige Tochter inbegriffen?

Da sie dein Kind ist, seh ich darin kein Problem.

Sie ist gut erzogen... Ein braves Kind...

Du nun! Hast ja kein Balg.

Dazu fehlt mir die richtige Mutter.

Du hast die Richtige gefunden. Aber sieh dir mich an.

In unserem Alter...

Ich suche immer noch. Und wer weiß...

Du warst doch schon fündig.

Aber du wolltest ja Anne unbedingt loswerden.

Sabrina.

Die wird's sein. Die Frau ist gut.

Oder Lola, Karen, Ashley, Dominique...

Jede von denen war gut.

- Ich verzieh mich, Patrice. - Nein. Du hast viel zu viel getrunken.

- Ihr schlaft beide hier. - Ich hab noch was zu regeln.

Bedrückt dich was?

Ich muss fünf Jahre Steuern nachzahlen.

Ich muss weg, sonst komm ich in den Knast.

Wie viel brauchst du?

Zu viel.

Wohin willst du?

Weit weg. Thailand.

Ich habe Geld gespart. Ich will da einen Laden eröffnen.

Ein Grillrestaurant. Hähnchen über offenem Feuer.

Und wann geht's los?

- Montag früh. - Na, erst mal

bleibst du hier und wir reden morgen darüber.

Ich hole mal einen '86er Château La Favière,

der passt zu deinem Hähnchen.

Du hast einen Wein von '86? Ich komme mal mit.

Einer von 2006 wäre auch okay.

Hähnchen braten in Thailand, verarschst du mich?

- Scheiße. - Verdammt.

- Deine Mutter lässt dich doch nicht weg. - Voyage, Voyage...

Leise, du weckst ja alle auf!

- Hättest du Desireless vögeln wollen? - Nein.

Wie kann man "Desire" heißen, wenn man so aussieht?

Sie heißt Desire-less, das ist Englisch für "lustlos".

Englisch war noch nie deine Stärke.

- Und Harlem Désir? - Bei dem ist das der Nachname.

Den hätte ich im Zweifelsfall lieber gevögelt als Desireless.

Du bist echt so blöd!

Und du? Hättest du's mit 'nem Kerl getrieben?

Du hast aber einen hübschen Rücken. Und du riechst so gut.

Hör auf! Wir fallen noch auf die Fresse.

Ich hab Angst, es ist so dunkel.

Du bist 'n ganz Wilder, was?

- Scheiße! Scheiße... - Scheiße. Ich mach das Licht wieder an.

Es ist 9 Uhr. Sie hören Nachrichten mit Jean-Claude Larrivoire.

Was ist das denn für 'n Scheiß?

Morgen, Liebling.

ZU VERWENDEN BIS MAI 1987

Alter, wir haben gestern gut gesoffen!

Papa?

Verdammt!

Verdammt, Papa!

Patrice, einmal reicht. Beim zweiten Mal hört der Spaß auf!

Morgen, mein Schatz.

- Verdammt! Mama! - Patrice!

Wart ihr gestern spät im Bett?

Du siehst komisch aus.

Sieht er nicht komisch aus?

Mann, haben wir uns die Kante gegeben!

Guten Morgen, Eric.

Guten Morgen.

Ich...

Ja, ich werde mich dann mal...

Bin gleich wieder da.

Ich... Ich...

Ich gehe mich mal umziehen.

Sie haben wieder getrunken.

- Was ist hier los? - Keine Ahnung.

Das sind meine Eltern in jung.

- Findest du das normal? - Nein.

Wieso bin ich nackt? - Ich war auch nackt. Was haben wir getan?

Wir haben gesoffen. - Und sind die Kellertreppe runtergestürzt.

Ich schwöre dir, irgendwas stimmt hier nicht.

Verdammt!

Verdammt!

- Was soll der Scheiß? - Was ist mit uns?

Das ist sicher "Versteckte Kamera".

Nein, hier ist nichts. Keine Kabel.

Verfluchte Kacke!

Oh ja!

Oh ja!

Ja!

Ist schon ewig her.

Wie gut das tut.

Oh lala! Das kann nur ein Traum sein.

Oh ja!

- Tut das gut. - Hey. Kneif mich mal.

Kräftiger.

Nein. So wird das nichts.

- Gib mir 'ne Ohrfeige. - Was?

Hörst du schwer? Du sollst mir 'ne Ohrfeige geben.

- Sag mal, spinnst du, oder was? - Entschuldige bitte.

Das heißt, wir sind es wirklich.

Aber wir sind viel jünger. So wie meine Eltern.

Und sehen uns die anderen auch so jung wie wir uns im Spiegel?

Vermutlich. Nehm ich an.

Ich denke, du bist Arzt. Dann musst du es doch wissen.

Ich bin Gynäkologe. Na schön. Was willst du wissen?

Warum meine Eltern wieder jung sind?

Wieso ich Haare habe und du keinen Bauch?

Nein.

Nein, nein. Das geht nicht. Irgendwas stimmt hier nicht.

Das sind Wahnvorstellungen. Von Männern, die zu viel getrunken haben.

- Ich glaube, mir wird übel. - Noch 'ne Ohrfeige? - Nein.

Nein, nein. Ist gleich wieder weg.

Oh, verflucht!

Dieses alte Zeugs hier kann ich doch unmöglich anziehen.

- Was machen wir jetzt? - Wenn ich das wüsste.

Wir stecken wohl tief in der Scheiße.

Wo bleibt ihr denn? Das Frühstück ist fertig.

Wir müssen etwas tun. Am Montag ist eine Lesung, zu der ich unbedingt hin muss.

Wie werden wir wieder alt, Patrice?

Ich weiß es nicht.

Du hast recht: Wir stecken verdammt tief drin.

Wo bleibt ihr denn? Und du zieh dir vorher was über.

Ja, Madame.

Ja, Jungs...

Es ist soweit. Am Montag ist euer großer Tag.

Ich weiß es noch, als wär's heute:

der Tag, an dem die Abi-Ergebnisse bekanntgegeben wurden.

MITTERAND, CHIRAC: ZÄHE VERHANDLUNGEN

Papa.

Ja?

Müsste Mitterrand nicht längst tot sein?

Habt ihr gestern zu viel getrunken? - Nein, nein...

Nein. Nein, Papa. Nein.

Vorsicht, Patrice. Ich kann immer noch deine Fete zum Abi-Abschluss absagen.

Ja, Papa.

Weißt du was? Wenn du das Abi mit Auszeichnung machst,

darfst du dir "Jean de Florette" ansehen. Der kommt am Mittwoch in die Kinos.

- Gilt für dich genauso. - Den kenne ich schon.

Ihr habt getrunken.

Ich hab's gewusst.

Ihr habt es nicht anders gewollt.

Ich werde bei eurer Fete die Aufsicht übernehmen.

Ich werde auf gar keinen Fall zulassen, dass diese Feier ein Besäufnis wird.

Ich warte am Auto auf euch, um das Gepäck einzuladen.

Jedes Mal das Gleiche. Wir fahren doch bloß übers Wochenende weg!

- Wir müssen zurück. - Noch nicht.

Du hast deine Eltern gesehen. Ich aber noch nicht meine.

Das kannst du mir nicht verwehren.

Okay. Aber morgen früh dann.

Worauf wartet ihr? Wir wollen los.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Wir sind im Jahr '86 oder im Irrenhaus.

Oh Gott. Was ist denn dir über die Leber gelaufen?

Wie schön du bist, Maman.

Du hast doch was ausgefressen. Hab ich recht?

- Arlette! - Ja.

Wenn du mit deinem Sohn fertig bist: Tisch 6 wartet. - Gut.

- Siehst gut aus, Papa. - Lass das.

- Was hat er denn? - Er ist noch sauer.

- Weswegen? - Weswegen?

Er wollte dich von der Schule abholen und du hast ihn verärgert.

Und womit?

Er stand mit dem Kastenwagen vor der Schule und du bist weggerannt.

Anscheinend war's dir peinlich. Und das hat ihn verärgert.

Deswegen spricht er nicht mehr mit dir. - Und seit wann?

Seit zwei Tagen.

- Arlette. Tisch 6! Zum zweiten Mal. - Ja.

Madame. Dürfte ich...? Wir haben immer noch keine Bestellung aufgegeben.

Patrice! Patrice. Wach auf.

Komm schon, steh auf. Es ist schon spät.

Du musst Chloé zum Tanzkurs bringen.

Du nervst.

Ich begreife immer noch nicht, was gestern passiert ist.

Technisch gesehen passierte was auf der Kellertreppe.

- Und woher die Erkenntnis? - Ich habe nachgedacht.

Seitdem ich "Die Besucher" 1 und 2 gesehen hab, kenn ich mich aus damit.

Wenn man zurück will, muss man den umgekehrten Weg gehen.

Wir müssen also noch mal zurück zu der Kellertreppe.

Das nennt man "die Passage".

Du willst, dass ich einem Typen vertraue, der zwei Filme gesehen hat, ja?

Wir müssen zurück. Weißt du was Besseres?

Das klappt nie und nimmer.

Lass es uns ausprobieren.

- Okay. Gehen wir wieder zurück. - Nein.

Erst heute Abend.

Wir machen's heute Abend. Oder hast du da schon was vor?

Wir machen's heute Abend. Vorher sehen wir uns die Abi-Ergebnisse an.

Die kennen wir doch längst.

Ja. Natürlich. Aber ich find's aufregend. Caro ist auch da.

Das wird überhaupt nichts bringen.

- Was wird das? - Das macht Spaß.

Ich versteh nicht, warum du die Ergebnisse sehen willst.

Um die Vergangenheit nicht durcheinanderzubringen.

- Wir machen alles so wie 1986. - Und was hast du davon?

Bist du denn so schwer von...

Siehst du die Kleine da?

Ja. Aber sie ist noch sehr jung. Im Gegenteil zu dir.

Wir sind aber im Jahr '86. Also bin ich 17. Und solo bis zu den Ferien.

Ich weiß. Die Holländerin. Hinter den Toiletten vom Campingplatz.

Hätte ich damals gewusst, was ich heute weiß...

Sie hätte mit mir niemals wegen des Bademeisters Schluss gemacht.

Sieh nur. Wie zufrieden der Typ ist.

- Wer war das noch mal? - Das ist Michel Huon.

"Abi mit Auszeichnung". Was er nicht weiß:

Heute ist er Werbetexter bei Picard und seine Frau ist kalt wie 'n Kühlschrank.

- Woher weißt du das? - Er kommt oft zu mir essen. - Zu dir?

Oder die da. Isabelle Ramos.

"Nicht bestanden". Sie geht für vier Jahre nach Indien,

kommt zurück und wird Yoga-Lehrerin.

Das Schlimmste ist: Sie heiratet den Braunhaarigen da.

- Woher weißt du das alles? - Weil sie's mir gesagt hat.

- Ja? - Ich hab sie mal gevögelt.

"Schulfreunde.com".

Sieh dir das an. Doktor Hervé Rolland.

Wir haben zusammen Medizin studiert. Dann fiel er durch die Prüfung.

Und so was wollte Arzt werden wie ich!

Inzwischen ist er Bibliothekar im Gefängnis von Fresnes.

Da hinten...

Die ist aber so was von hübsch, hübsch, hübsch...

Die sieht wirklich gut aus.

Das ist meine Frau.

Ihr wart aber kein Paar zu dieser Zeit.

Da hatte ich noch nicht den Mut, sie zu fragen.

Caro. Salut!

Bonjour. Bonjour.

Ich hab meine Ergebnisse noch nicht gesehen. - Hast bestanden.

- Ach wirklich? - Mit Auszeichnung.

Das gibt's doch nicht. Da werden sich ja meine Alten freuen. Und bei euch?

- Bestanden. - Eine Nachprüfung.

Alles klar, Pupuce?

Das war Loic Galland, der Frauenschwarm.

Cary Grant war ein Frauenschwarm.

Cary Grant.

Jedem sein Vergnügen. Die eine steht auf irgendwelche Tablets,

die andere auf Cary Grant.

Gehen wir? Die Jungs wollten noch einen draufmachen.

- Kommt ihr auch? - Ja. Wir kommen gleich nach.

- Bist du eifersüchtig? - Bin ich nicht.

Wieso auch? Sie wird ihn ja verlassen.

Wenn wir nicht die Vergangenheit ändern, weiß ich, was passiert.

Ich treffe sie in ein paar Tagen im Main Jaune.

Und dann, bei der Abi-Fete,

gibt's den ersten Kuss. Schon vergessen?

Und dann, 25 Jahre später, hast du die Nase voll.

Schon vergessen?

Schon entschieden, was ihr trinken wollt?

Ich hätte gern einen lieblichen Burgunder. Für meinen Freund auch einen.

Bist wohl Komiker. Seid ihr schon 18? Nein.

Also kriegt ihr nur 'n Kaffee. Wie die anderen.

Machine. Hast du's geschafft?

- Hab ich. - Super!

Kommst du nachher mit, um das zu feiern?

Heißt das, du darfst jetzt nach sechs das Haus verlassen?

- Und wohin fährst du in den Ferien? - Nach La Baule. Wie jedes Jahr.

Ach ja. Patrice... Bleibt's dabei? Die Fete? Bei deinen Eltern?

Die Fete?

Die Fete. Bei deinen Eltern auf dem Grundstück.

- Du gibst ihr den ersten Kuss. - Aber ja. Die zum Abi-Abschluss.

Wie kannst du denken, dass die ausfällt?

Das wird 'n lustiges Rumgeknutsche.

Das klingt ziemlich blöd. Vielleicht lassen wir die Fete ausfallen.

Nein. Es liegt doch auf der Hand. Warte mal. Und wer fragt mich?

- Worüber redet der mit meiner Frau? - Keine Ahnung.

Caro!

Das ist absoluter Schwachsinn.

- Worüber sprecht ihr? - Bloß übers Getrenntsein. Wieso?

Dreht ihr jetzt völlig durch?

Das müsste reichen. Lass uns gehen.

Ja. Wir werden... Viel Spaß noch.

- Patrice. - Ja.

- Spielen wir 'ne Runde Pac-Man? - Nein. - Schade.

Ich geh dann jetzt mal hoch.

- Um zu lernen? - Ja. Genau. Um zu lernen.

- Wo ist Papa? - Er ist oben. Und sieht fern.

Du wirst doch die Nachprüfung schaffen, oder? - Gib auf ihn Acht.

Auf wen?

Auf Papa. Gib auf ihn Acht.

Eric.

Du nimmst zu viele Drogen.

Ich bin's, Papa.

Ich wollte dir nur sagen, dass es mir leid tut, das mit dem Kastenwagen.

Tut mir leid. Wirklich.

Ob mit oder ohne Abitur: Du musst dir um mich keine Sorgen machen.

Er hat mit mir bis zu seinem Tod nicht mehr gesprochen.

Ist doch verrückt, oder?

Ist schon 'ne Klasse besser, so 'n Smart mit 'nem Sushi drauf.

Das ist Werbung.

Natürlich. Und ich lass mir 'n Eierstock aufs Dach von meinem Wagen montieren.

Warum nicht?

Halt hier an.

- Wir sind gleich da, falls du pissen musst. - Ich muss mit dir reden.

Heißt das, wir bleiben hier?

- Wir beide haben doch 'n scheiß Leben. - Und was können wir hier besser machen?

Alles. Von Anfang an.

Du willst nicht wieder zurück?

Nein.

Das kannst du mir nicht antun! Du hast es versprochen. Ich hab Familie, Arbeit...

- Ist es wegen deines Vaters? - Ja. Auch.

Aber nicht nur das.

Ich könnte mein Abi nachmachen. Ich könnte dann studieren...

Und wenn ich fertig bin, könnte ich ein bürgerliches Leben führen wie du.

Und was hab ich davon?

Sehr viel.

Du hast doch die Nase von deinem langweiligen monogamen Leben voll.

Hast du gesagt.

- Ja. - Siehst du?

Du nimmst dir mein Leben.

Ohne feste Bindungen, ohne Verpflichtungen... Du wärst frei.

Ich weiß nicht, ob ich dein scheiß Leben haben will.

Das weißt du nicht?

Du willst lieber ein Leben mit drei bis 350 Patientinnen pro Monat?

Mit wöchentlich zehn Autogrammstunden?

Und zweimal Streit mit deiner Frau? Pro Tag?

Du warst unzufrieden. Und jetzt erhältst du die Chance, mein Leben zu leben.

Du willst wirklich so leben, wie ich gelebt hab?

So ein Leben würde dir gefallen?

Hast du 'ne Ahnung, was das heißt?

- Ja? - Ja.

Klingt verführerisch.

- Das wäre schon was. - Das garantiere ich dir.

- Und meine Tochter? - Du machst einfach eine zweite.

Du hast doch dein Leben bereits gelebt. Und es ging dir auf den Wecker.

Na los, mach schon. Drück auf die Wahlwiederholung.

Wir machen es.

Ich bin dabei.

Wir tauschen mein Leben gegen dein Leben.

- Verdammt. Die Bullen. - Überlass mir das Reden.

Ich nehme an, da sind wir uns einig: Er ist nicht volljährig. - Ja.

- Und er hat keinen Führerschein. - Richtig.

- Er behauptet jedoch, er hätte einen. - Mein Sohn lügt ab und zu.

- Was habt ihr euch nur dabei gedacht? - Es ist halb zwei.

Am 24. Juni. Unterschreiben Sie hier unten, und Sie können sie mitnehmen.

Vielen Dank, Herr Kommissar.

Sie haben ihre Lektion gelernt.

- Raus. - LOS!

Ich versteh dich nicht, Patrice. Du machst dein Abitur,

hast deine Zukunft vor dir, und landest im Gefängnis.

Es ist doch nichts geschehen. Übertreib nicht gleich.

Wir wollten nur 'ne Spritztour machen. Mehr nicht. - Untersteh dich!

Pardon, Papa. - "Papa"? Das bedeutet, dass du mich wiedererkennst?

Dich von hier abholen, das darf ich, ja?

Ab heute hast du Stubenarrest. Du darfst erst wieder raus, wenn ich's erlaube.

Was heißt "wenn du es erlaubst"?

- Au revoir, Monsieur. - Au revoir, Monsieur.

Du tust mir weh, Papa.

Und du konzentrierst dich aufs Abitur. Hast du gehört?

- Ja doch. Ist ja gut. - Raus hier.

Kellner. Ein Pastetchen.

Ein Pastetchen!

Der Geschmack. Die herbe Note. Der Schaum.

Pastetchen. Der volle Genuss eines exzellenten Bieres.

Und das Ganze ohne Alkohol.

Da kann man lange, sehr lange trinken.

Bis zum Morgengrauen, wenn einem danach ist.

- Hallo? - Hallo, Monsieur Olesky.

Ja?

Ich bin's. Eric. Dürfte ich vielleicht bitte Patrice sprechen?

Was willst du denn? Es ist schon sehr spät.

Entschuldigen Sie bitte. Aber es ist wichtig. Es ist wegen der Nachprüfung.

Gut. Bleib dran. Es ist Eric.

Aber mach's kurz.

Eric? Was willst du?

Patrice. Ich hab's mir überlegt. Und weißt du was? Ich studiere Medizin.

Ja, ja. Klar. Klar.

Klar. Moment. Bleib dran.

Bist du noch da? Warte.

Ich schlage vor, wir treffen uns morgen früh. Am besten in unserem Café. Ja?

Okay. Bis morgen.

Da wieder hin?

Grüß dich.

Kellner!

Ein Pastetchen.

Das wollte ich schon immer mal tun. Was gibt's? - Folgendes:

Wie ich schon sagte: Das ist es. Endlich weiß ich's.

Du warst dir noch nie über irgendwas sicher. Warum jetzt?

Wir leben in den Achtzigern. Und die inspirieren mich.

Du willst dir im Ernst zehn Jahre Studium antun?

Na klar. Warum nicht?

Das schriftliche Abi hab ich schon. Ich war ziemlich gut.

Und was die Nachprüfung betrifft, weiß ich ja, was kommt.

Verstehst du? Das kleine Detail, das mein Schicksal verändert.

Und bei meinem heutigen Englisch mach ich das mit...

- Seit wann das denn? - Wie "seit wann"? Seit...

Since I have Gäste aus Amerika in the restaurant.

- At the restaurant. - At the restaurant. Sorry.

Ich werde mich also an der Uni für Medizin einschreiben und eines Tages Arzt werden.

Medizin studieren. Weißt du, was das heißt?

Natürlich. Was du schaffst, schaff ich auch.

Ja. Nur... Das eben mit der Bestellung war nur ein Witz.

- Das ist ein Spruch in einer Werbung. - Klar. Sie haben bestellt.

Ich bekomme vier Franc.

- Schon Bier am frühen Morgen. - Ja.

Na schön. Der Rest ist für Sie.

Woher hast du die Francs? Ich hab nur Euros.

Besorgt. Besorgt hab ich sie mir.

Oh, nein. Du hast sie aus dem Portemonnaie deines Vaters.

Sag mal, wofür hältst du mich eigentlich? So etwas tue ich nicht!

- Aus dem meiner Mutter. - Große Klasse.

Sonst bildet sich zu viel Schaum.

Du kriegst das schon hin. Ich muss los. Ciao. - Warte!

Du hast genug Zeit. Du bist Patrice.

Nicht auf die Art.

Glaub mir, es wird funktionieren. Wir werden Drehbuchautoren.

Wir erzählen denen einfach den Inhalt von Filmen, die erst später rauskamen.

Kann ich euch helfen?

Wir wollen mit Monsieur Claude Berri sprechen. Dem Filmproduzenten.

Wir haben eine super Idee für ein Drehbuch, die wir ihm präsentieren wollen.

- Habt ihr einen Termin? - Nein.

Dann wird es schwierig werden. Überhaupt: Wie alt seid ihr?

Das Alter spielt doch hierbei gar keine Rolle.

Dann schicken Sie uns eben zu jemand anderem.

Tut mir leid. Ohne Termin wird das schwierig.

- Na los, spiel endlich weiter. - Das ist das Intro.

Bitte etwas Geduld, Monsieur Barclay.

Sie haben Ihre Tochter gleich wieder für sich.

Das ist meine Frau.

Drehbuch, erste Szene. Da ist ein Typ.

Er arbeitet bei der Post. In Südfrankreich.

Und er gibt sich als schwerbehinderter aus,

um den Posten des Filialleiters zu kriegen, was aber...

Seine Vorgesetzten finden das aber heraus.

Und zur Strafe versetzt man ihn in den Norden von Frankreich.

- Da, wo es immer kalt ist. - Da, wo es kalt ist!

Natürlich will er nicht in den Norden.

Denn da regnet's. Was schon von daher sehr lustig ist.

Wenn er eine Linie überfährt, an der ein Schild steht mit der Aufschrift...

"Willkommen in Nord-Pas-de-Calais." Und ab da geht der Regen los.

- Und es regnet. Unaufhörlich. Ständig. - Hört gar nicht mehr auf.

In der Stadt trifft er einen Einheimischen.

Der aber ist nicht ganz dicht im Kopf.

Der aber ist nicht dicht im Kopf. Der spricht ihn an.

Aber er versteht kein Wort. Im Norden sprechen die Leute anders.

Sie sagen "Scheug" statt "Zeug"... Ihr Akzent klingt in etwa wie...

Verstehen Sie? Und am Ende wird die Hauptfigur, wie soll ich sagen...

Am Ende wird er genauso wie die anderen Bewohner.

Stimmt. Du hast recht. Er passt sich den Gewohnheiten der Bewohner an.

Aber warum bleibt er dann nicht im Norden? Wie auch immer...

Der Film könnte heißen: "Willkommen bei den Sch'tis."

Ein Ritter, der unterwegs ist...

Und auf einmal ist er gezwungen, einen Umweg zu gehen und...

Der begleitet wird von seinem Knappen.

- Seinem Knappen. - Seinem Stallburschen.

Sein Gesicht... Es verzieht sich. Der Schlamm... Er wird nervös.

Ja. Im Gegensatz zum Ritter, der geschniegelt aussieht.

Toll sieht der aus.

Und auf einmal findet er sich...

...in der Gegenwart wieder.

Das ist lustig. Wenn man sich vorstellt, wie der Knappe,

der immer so verkniffen herumläuft...

...und nicht versteht, was die Leute in der Gegenwart von sich geben...

Zum Beispiel: "okay". Okay hier, okay da.

Also ist er gezwungen, es zu übernehmen. Was bei ihm so klingt: Okay.

Okay.

- Okay. - Okay!

Okay. Verstehen Sie? Klingt doch lustig, oder?

- Wer soll denn das aushalten? - Der Film könnte heißen: "Die Besucher".

Ein Film in Schwarz-Weiß. Ohne Ton. Aber dafür mit Hund.

Oder ein Querschnittsgelähmter...

Sehr reich.

Sucht einen Pfleger.

Er führt ein Casting durch, und es bewirbt sich

ein Delinquent.

Den er einstellt. Später dann. Weil die anderen...

- Den Ganoven. - Den Ganoven.

- Ein Schwarzer. - Ja. Ein Schwarzer.

Wir waren dicht dran.

Wenn du nicht so hoch gesungen hättest.

Ich hab den Ton genau getroffen.

- Ich sing nun mal sehr hoch. - "Singen" ist ja wohl das falsche Wort.

Das fängt ja gut an.

Was machen wir als Nächstes?

Ich muss für die Nachprüfung büffeln.

Ist dein Englisch besser geworden?

Ich weiß doch schon, was drankommt. "Hamlet".

Und was noch?

Ich verlass mich lieber auf das, was hier drinnen gespeichert ist.

Frag doch einfach Caroline.

Warum sollte ich?

Sie war ziemlich gut. Und nicht bloß in Englisch.

Gute Idee.

- Es würde dir nichts ausmachen? - Warum denn?

Ich meine ja nur.

Ich kann sie ja mal fragen.

Na los. Es ist dein Leben, nicht mehr meins.

Wir sprechen uns heute Abend.

Wie wollen wir das anstellen?

Na, per Telefon. Ich ruf dich an.

Ich muss wissen, wann genau. Oder glaubst du,

ich warte stundenlang vor dem Telefon?

Wieso? Hast du heute Abend schon was vor? - Nein.

- Ich ruf dich einfach an. - Sag mir, um wie viel Uhr.

Das weiß ich noch nicht. Vergiss es. Weißt du was? Ich komm einfach zu dir.

Okay. Und wann genau kommst du?

Ruf mich an und sag mir, wann ich kommen soll.

Und wann soll ich dich anrufen und dir sagen, dass du kommen sollst?

Kurz bevor du meinst, dass ich kommen soll.

Nein.

Nein. Ruf mich nicht an. Ich komm einfach.

Ist gut. Und wann kommst du?

Wenn die wüssten...

Frankreich im Halbfinale. Mein Vater konnte nicht schlafen vor Aufregung.

- Ins Bains-Douches? - Ins Bains-Douches?

- Da waren wir nie drin. - Du warst da nie drin. Ich war öfter da.

Und wenn du wirklich mein Leben leben willst, fang mit den Grundlagen an.

Los. Aufsitzen.

Komm rein. Salut.

Siehst toll aus. Viel Spaß.

Bonsoir.

- Dürfen wir rein? - Ihr seid noch viel zu jung. Abmarsch.

Nicht doch, Maryline, Malou, Maloche. Ich bin es. Eric.

Ich war mindestens tausend Mal hier drin. Erkennst du mich nicht?

Das war von '88 bis '95. Ich hab euch die Bude hier vergoldet.

Schickt die Komiker weg.

Etwas mehr Respekt, wenn ich bitten darf.

Wir wollten Ihnen schließlich unser Geld anvertrauen.

Die Rausschmeißer waren echt schlimm damals.

Schrei bitte nicht so. Sie können uns hören. Wir werten das später aus.

Ich geb doch jetzt nicht auf!

Salut. Habt ihr nicht Lust, mit uns da reinzugehen? Mit zwei so tollen Typen? Ja?

- Nein. - Dann eben nicht.

Nicht mein Typ.

Das Jahr '86 war wohl nicht grad deine Sturm- und Drangzeit.

Nein. Nicht so richtig. Und wenn schon.

- Und ich sag dir, das wird nie was. - Was meinst du?

Das mit dem Tauschen. Wir sind 17. Ob wir es wollen oder nicht.

Klappt nicht.

"To be, or not to be, that is the question.

Whether 'tis nobler in the mind to suffer. The slings and arrows..."

Pardon. Ich wusste nicht, dass es dir damit so ernst ist.

Wer Arzt werden will, braucht ein Abitur.

- Du willst Arzt werden? - Ja.

Was ist daran lustig?

Um Arzt zu werden, muss ich doch nicht hässlich sein und 'ne Platte haben.

Oh. Merci.

- Trifft auf dich nicht zu. - Nein.

Und Arzt bist du auch nicht.

- Können wir vielleicht weitermachen? - Ja, Papa.

- Wusstest du, dass er Arzt werden will? - Ja. Er hat es mal erwähnt.

Mach weiter. Auf Englisch.

Ich hoffe, ich störe nicht.

Entschuldigung. - Ihr seid wie kleine Kinder. Wisst ihr das?

Fertig? Können wir?

Sorry.

Im Ernst. Wieso willst du Arzt werden?

- Ja. "That is the question." - "That is the question."

- Kannst du's noch mal wiederholen? - "That is the question."

- Noch mal, bitte. - "That is the question."

Hilfst du ihm oder mir?

"The heart..."

Ernsthaft, Papa!

Ich sagte nein.

- Dann wenigstens bis eins. Bis eins, ja? - Nein.

- Bis Mitternacht. - Es bleibt dabei: nein.

Ist wie 'n Gefängnis hier.

Patrice. Wir sind noch nicht fertig mit unserem Gespräch.

Schluss jetzt. Her mit dem Kassettenrekorder!

Das ist kein Kassettenrekorder, das ist 'n Walkman.

Und nehm ich dir deine Flasche Wein weg?

- Was ist in dich gefahren? - Was in mich gefahren ist?

Ich will ausgehen. Ich will Mädchen treffen. Hier ersticke ich.

Du hast es so gewollt. Deine Feier kannst du ein für alle Mal vergessen!

Ich werd dir jetzt mal was Grundsätzliches erklären, Papa.

Es heißt nicht "Feier". Kapiert? Entweder "Fete" oder "Party". Aber auf keinen Fall "Feier".

Setzt dir etwa Eric solche Flausen in den Kopf?

- Ich weiß auch ohne ihn, was ich will. - Ach ja? Und was willst du?

Keine Ahnung. Jedenfalls nicht Arzt werden. So wie du.

Ich werde kein Arzt werden. Und von dir lass ich mich nicht zwingen.

Ich würde dich niemals zwingen.

Ich wusste überhaupt nicht, dass du Arzt werden willst.

- Hörst du? Ich werde kein Arzt. - Dann wirst du eben kein Arzt.

- Na toll. Dann sind wir uns ja einig. - Du wirst kein Arzt. Einverstanden.

- Ich studiere nicht Medizin. - Na schön. Dann eben was anderes.

Jedenfalls nicht Medizin.

- Dann eben nicht. - Wohin gehst du?

Mich ausruhen.

Und dieser altmodische Blouson geht mir tierisch auf die Nerven.

- Den hab ich dir gekauft. - Wahrscheinlich deswegen.

Oh, nein. Nein. Nein. Nicht doch.

Jetzt wartet doch mal. Wir haben 'ne Einladung.

Selbst mit Einladung lassen die uns nicht rein. Da kann man nichts machen.

Du kannst ja noch bleiben.

Ich hau ab. Bevor mich meine Eltern hier erwischen.

Eric. Alles klar?

Ja. Warum fragst du?

Ich treff mich morgen noch mal mit Caro, um mit ihr zu lernen.

Wenn du meinst. Ist doch gut.

Ich pass schon auf mich selbst auf. Schließlich bin ich ein Bad Boy. Jawohl.

Eric...

Ja.

Du hast nicht zufällig zehn Francs?

Du hältst dich für erwachsen, für reif,

aber schaffst nicht mal das Abitur beim ersten Mal.

Ja, aber dafür gibt's doch so was wie 'ne Nachprüfung.

Es war die Idee von Patrice. Er wollte seinen Abschluss feiern.

Ich war von Anfang an dagegen.

Und seine Eltern haben ihn ausgehen lassen? In eine Disko?

- Natürlich nicht. - Dann hast du ihn überredet?

Er wollte Sex machen.

- Wohin gehst du? - Pipi machen.

Geh schon!

Du bist aber süß. Wartest du auf wen?

Nein, nein, nein. Nein, nein. Überhaupt nicht.

Dann geh doch schon mal vor.

Ich hol nur meine Mentholzigaretten. Bin gleich wieder bei dir. - Ist gut.

- Gehst du oft da rein? - So gut wie jeden Tag.

Da drin tut dir niemand was. Relax, Max.

Nein, nein. Ich bin relaxt.

Ist echt abgefahren der Laden.

Ich wollte sagen: Echt krass, Mann.

- Hammermäßig. - Was?

Einfach super.

Ja. Super.

Und was machst du so arbeitstechnisch?

Noch 'n bisschen jung.

- Aber 'n hübscher Bengel. - Bonjour, Monsieur.

Wir gehen jetzt rein. Willst du auch rein?

- Ich bin mir nicht sicher... - Was ist los mit dir?

Wir gehen zu dritt rein und kommen zu dritt raus.

Ja. Klingt verführerisch. Aber ich glaube, ich bleib lieber allein. Ja?

Salut. Wie geht's? Ist der Platz frei?

- Nein. Der ist besetzt. Für Caro. - Ja. Der ist von ihr.

Diese Ziege.

Am Telefon war alles noch in Ordnung. Und auf einmal macht sie Schluss.

Ihr beide hättet euch sowieso bald getrennt.

Woher willst du das wissen?

Und wieso übergibst du mir den Abschiedsbrief?

- Ist sie jetzt mit dir zusammen? - Glaub mir, du wirst es überleben.

Wenn man bedenkt, was sonst noch auf dich zukommt.

Gehen wir raus!

- Das könnte schlimm ausgehen. - Komm mit raus!

- Hör auf damit. - Komm mit raus!

Okay.

Gehen wir.

Das war 'ne blöde Idee. Er hat mir 'ne Rippe gebrochen.

Loic Galland. Schwarzer Gürtel in Karate. Nicht mehr gewusst?

Ich beherrsche bloß den Fumi Zuki.

Verkaufst du so was jetzt nicht in deinem Restaurant?

Was macht denn Caro hier?

Woher soll ich das wissen?

Und wenn ich jemanden mitgebracht hätte? Bist du verrückt?

- Hast du 'n Mädchen herbestellt? - Nein.

Dann kann ja nichts schiefgehen.

Trefft ihr euch jetzt schon, wenn ihr nicht lernt?

Ich sag dir, Loic ist explodiert.

Hattet ihr schon so was wie 'n Tete-à-Tete?

- Du bist doch nicht eifersüchtig? - Nein, bin ich nicht.

Gib mir mal deine Brille.

Die brauch ich nur zum Lesen und wenn ich Auto fahre.

Jetzt ist sie wieder wie neu.

Merci.

Oh. Jetzt seh ich wieder was.

Sie macht dich so männlich. Steht dir super.

- Und dich macht dein Kleid weiblich. - Ich seh also alt aus?

Nein. Richtig elegant.

Du hast mit Loic Schuss gemacht?

Na ja, so ein Typ, der immer high ist, ist nichts für mich.

- Und wie muss dein Typ sein? - Du stellst ja vielleicht Fragen.

- Das hat Zeit. - Achtung. Es fängt an!

Arlette. Arlette. Komm zu mir.

Komm, setzt dich zu mir, mein Schatz.

Eins zu null für Deutschland.

Brehmes Freistoß bringt die Deutschen in der neunten Minute in Führung.

Und das zwei zu null für Deutschland. In der Schlussminute!

Damit scheidet Frankreich im Halbfinale aus und spielt nun...

Versuchen Sie doch mal unser neues Mixgetränk.

Zur Hälfte Wasser, zur Hälfte Tri Top.

Immer das Gleiche.

Tja. Dann werde ich mal gehen.

- Sehen wir uns morgen? - Was ist denn morgen?

Wir gehen morgen ins Main Jaune. Komm doch mit.

Gern. Aber es ist nicht ganz so einfach. - Na los.

- Ich versuch's. - Mach das. Ich muss los.

- Kannst gern Patrice mitbringen. - Yes.

Ist Caro schon weg?

Ja. Ja. Sie musste schon gehen. Schönen Gruß von ihr.

Ich muss auch los. Es wird Zeit. Sehen wir uns morgen?

Nein, morgen nicht. Ich muss morgen Englisch lernen.

Ach ja? Du änderst dich ja wirklich.

Gut. Salut. Au revoir, Monsieur.

Komm gut heim.

Du nimmst dir mein Leben. Keine Bindungen, ohne Verpflichtungen.

So ein Leben würde dir gefallen. Los! Drück auf die Wahlwiederholung.

Wir machen es. Wir tauschen mein Leben gegen dein Leben.

Entschuldigung.

Brauchst du noch lange? Ich muss telefonieren.

- Ich hab eben erst angefangen. - Aber es ist dringend.

Glaubst du, was ich mache, ist nicht dringend?

- Ich wohn hier nicht nur zum Putzen. - Ich brauch frische Luft.

- Willst du die Telefonkarte? - Nein, geht schon.

Pardon, Madame.

Warten Sie. Ich brauche nur eine Minute! Merci.

Ja. Bonjour. Würden Sie mich bitte mit...

Geben Sie mir bitte die Telefonnummer von Caroline Tourat.

Beziehungsweise von Monsieur und Madame Tourat.

Avenue de L'Opera. Ja. In Paris.

Ja. Ich warte.

- Brauchst du noch sehr lange? - Was weiß ich? Das hängt nicht von mir ab.

- Ich hab's sehr eilig. - Jeder hat's eilig.

- Ich muss zur Arbeit. - Na dann geh doch. Worauf wartest du?

Ich wüsste nicht, dass ich dir erlaubt habe, mich zu duzen!

Ja, Madame. Was? Was? Nein, Madame. Nein.

Ich habe nichts zum Mitschreiben dabei. Einen Stift. Einen Stift.

Ich hab bloß einen Füller. Aber den Verleihe ich nicht an Fremde.

Ja, Madame. Ich versuche, sie mir zu merken.

- Einen Franc. Einen Franc. Schnell! - Nein. Den brauch ich selbst.

Arschloch.

- Jetzt werd mal nicht frech, junger Mann! - Du kannst mich mal!

Das nennt man in ein paar Jahren "Handy". Wirst du später verstehen.

Wo ist Caro?

Caro? Kenn ich nicht. Tut mir leid, mein Freund.

Erstens bin ich nicht dein Freund.

Zweitens bin ich älter als du.

Und drittens hab ich schlechte Laune. Also: Wo ist Caro?

- Frag doch mal deinen Freund Eric. - Noch mal: Wo ist Caro?

- Wo ist sie? - Sie sind im Main Jaune.

- Brauchst du die Adresse? - Jetzt mach dir nicht ins Hemd.

Und ihr Penner glotzt nicht so!

Bonjour.

Merci.

Ja?

Nein. So was brauch ich nicht.

Aber wenn ich's Ihnen sage. Ich bin in zwei Minuten wieder zurück.

Du siehst ja so bedrückt aus.

Ich find's nur irgendwie komisch, dass ich mit dir hier bin.

Du meinst, wir beide auf Rollschuhen?

Jetzt bleib doch mal ganz entspannt. Du hast es dir verdient.

- Geht es? - Ja, ja. Alles bestens.

Du bist aber schüchtern.

Ja. Und du etwas zu jung.

Stehst du mehr auf 25-Jährige?

Nein. Das Problem ist nur... Im Moment steck ich in einer Zwickmühle.

Entschuldige bitte. Alles in...

Hast du dich verletzt?

Nein.

- Du gehst schon so früh hierher? - Na was denn sonst?

- Wo ist der Ausgang? - Da drüben. Rechts.

Gib mir deine Hand. Ich bring dich raus.

- Bist du mit dem Auto hier? - Ja, warum?

Das glaubst du mir sowieso nicht. Komm.

Warte draußen auf mich. Ich komm gleich. - Okay.

Und was machen wir da? Auf dem Land? In einem großen Haus?

- Frag lieber nicht. - Komm, sag es.

Ich bin schon oft mit Jungs "verreist". Ich kenne eure Männerträume.

Mein Freund spannt mir meine Frau aus.

Und deshalb will ich wieder zurück ins Jahr 2014.

Du solltest dir in deinem Alter nicht so viel reinziehen. Echt.

Du sollst das lassen, verdammt noch mal!

Du willst es nicht im Auto.

Merci. Ich zieh mich zurück.

- Wohin denn? - Ich geh in den Keller.

Du redest Klartext. Das mag ich.

Es ist nicht so, wie du denkst.

- Du warst so komisch im Main Jaune. - Ist wegen der Nachprüfung.

Du hast dich doch gut vorbereitet. Ist Patrice sauer auf dich?

Nein. Er leidet mit mir.

Weißt du, wie ihr zwei manchmal wirkt? Als wärt ihr alte Männer.

Nichts ist unmöglich.

Was ist?

Ich glaube, ich hab was im Auge. Kannst du mal nachsehen?

Ich muss jetzt gehen.

Guck nicht so. Wie soll ich mich da konzentrieren?

Du wolltest doch, dass ich mitkomme.

Einen Typen, der sich die Treppe aus Lust runterstürzt, hatte ich noch nie.

Es ist nicht so, wie du denkst.

- Verflucht! - Soll ich mich lieber ausziehen?

Und dir ein bisschen wehtun?

So wird das nie was. Wir sind zu zweit hergekommen

und müssen zu zweit wieder zurückgehen.

Nein.

Sind Sie nicht David Guetta?

David!

Das ist David Guetta.

Das ist David Guetta! Ich fass es nicht!

Das ist David Guetta. Wenn das meine Tochter wüsste.

Hey. Salut, David! "And the night..."

Bonsoir!

Ich explodiere jeden Moment!

Jeden Moment in dir!

- Ich war noch nie so geil! - Oh ja!

Mach schon. Tu es!

Ich bin so scharf! Na los! Worauf wartest du? Oh, ja. Bitte!

- Gut so. Gib's mir! - Kannst du mal die Klappe halten?

Ich sag kein Wort mehr.

Ich bin total...

...verrückt nach dir.

Ja. So ist gut. Sehr gut. Nein. Tut mir leid.

Es tut mir leid.

Warte. Ich helf dir.

Lass das!

Ist es meinetwegen?

Tut mir leid. Du und ich, das funktioniert nicht.

Ich bin verheiratet, hab 'ne Tochter, und ich liebe meine Frau.

Klar. Logisch. Verheiratet. Ich bin nicht bescheuert.

- Du kannst das nicht verstehen. - Ja. Natürlich. Dazu bin ich ja zu blöd.

Au revoir, Arschloch.

Ja?

Jetzt hör mir mal zu. Ich weiß nicht, was du da ausheckst,

aber lass deine verdammten Hände von meiner Frau!

Ich weiß genau, wohin das führt. Also hör auf damit.

Wir machen alles rückgängig. Ich will mein Leben wieder-haben.

Ich liebe nämlich meine Frau. Genau wie meine Tochter. Also Schluss damit.

Du kannst mit deinem Leben machen, was du willst. Aber meins

will ich wieder-haben. Haben wir uns verstanden?

Patrice?

Steht die Feuerwehr schon vorm Haus? - Nein.

Wo bleiben die denn? Bei meiner Frau haben schon die Wehen begonnen.

- Geht es Ihnen gut, Madame? - Wer bist du denn?

Ich bin der Nachbarsjunge von oben.

Ich seh vielleicht jung aus, aber ich bin Gynäkologe.

- Bernard! - Wer ist Bernard?

Mein Mann.

Ich hab ihn getroffen. Er wartet auf die Feuerwehr.

Ist Ihre Fruchtwasserblase schon geplatzt? - Ja, eben!

- Erstgebärend oder nicht? - Was?

- Ist das Ihr erstes Kind, Madame? - Ja, ja, ja...

Sehr gut. Gibt es hier irgendwo Handtücher? Oder Bettwäsche?

- Hinter dir. In der Schublade. - In welcher Schublade? Der hier?

Wer bist du eigentlich?

Sie können es glauben. Ich bin wirklich Gynäkologe.

Auch wenn ich noch jung aussehe.

Rutschen Sie etwas nach vorn.

Vorsichtig nach vorn. Etwas nach vorn.

Sie haben nichts zu befürchten. Alles wird gut.

Und jetzt einatmen, ausatmen... Einatmen. Und ausatmen. Sehr gut.

Ich versteh nicht, wo die Feuerwehr bleibt!

Was machst du denn da, Mann?

Raus hier oder ich ruf die Polizei!

Ich weiß: Sie glauben, ich wär noch sehr jung. Aber ich bin Gynäkologe.

Bitte nehmen Sie die Hand Ihrer Frau.

- Alles wird gut verlaufen. - Willst du mich verarschen?

Verschwinde! - Ihre Fruchtblase ist geplatzt. Wir können nicht mehr warten!

- Du fasst meine Frau nicht an! - Er ist Gynäkologe.

Willst du, dass ich sterbe? Also lass ihn. Auch wenn er noch jung aussieht.

- Was machst du da? - Ich ertaste den Gebärmutterhals.

- Muss das sein? - Sei still, Bernard!

Du bekommst ja kein Kind!

Weiter geht's. Können wir? Alles klar, Monsieur?

Ja, ja.

Dann nehmen Sie hier auf dem Stuhl Platz und unterstützen Sie Ihre Frau.

Sehr gut, Madame. Das kriegen wir hin, ja?

Immer schön einatmen, anhalten und pressen.

Einatmen, anhalten...

...und pressen.

- Sie ist so winzig. - Gratuliere. Sie haben ein Mädchen.

- Merci. - Merci, Herr Doktor. - Ach was.

Das ist mein Job. Haben Sie schon einen Namen für sie? - Sabrina.

Sabrina. Bist ein hübsches Kind.

Wo waren Sie denn? Wir haben zwei Stunden auf Sie gewartet.

Tut mir leid, Monsieur. Wir sind mit einem Mofa zusammengestoßen.

Wenn der Junge nicht gewesen wär, hätte meine Frau unser Baby

auf der Straße entbunden. Ist Ihnen das klar? - Wir mussten erst...

Etwas leiser!

Papa!

Papa!

Was ist denn?

- Bist du verletzt? - Nein. Ist nichts weiter.

- Ich muss dir etwas sagen. - Um diese Uhrzeit?

Es ist wichtig. Ich will kein Arzt werden.

Aber ja doch. Das weiß ich bereits.

Dann wirst du halt was anderes.

Ich meine das ernst, Papa.

Ich will nicht Arzt so wie du werden. Sondern Gynäkologe.

Gynäkologe willst du...

Von mir aus.

- Das war das so Wichtige? - Ja. Bonne nuit, Papa.

Ich hab dich lieb.

- Bonne nuit. - Bonne nuit.

Was wollte er denn?

Er möchte Gynäkologe werden.

Dieser kleine Lustmolch.

Was willst du?

Welcher von denen ist Zidane?

Was soll das, Zinédine? Warum hast du das getan?

Er hat meine Mutter beleidigt.

Ich heiße übrigens Eric Drigeard.

Ich möchte dir etwas sagen, das dir vielleicht komisch vorkommen wird.

Ich bin älter, als du denkst.

Ich bin schon über 40.

Um es kurz zu machen: Du musst unbedingt mit dem Fußball weitermachen.

Ich hab auf Fußball keine Lust mehr. Ich will lieber Tennis spielen.

Nein. Kommt nicht infrage.

Also wirklich! Frankreich und Tennis... Nein, nein, nein, nein, nein.

- Nein. Du bist der geborene Fußballer. - Was willst du denn?

Bist du ein Scout?

Hör mal, Zizou... Du wirst für uns mal die Weltmeisterschaft holen.

Okay?

Nenn mich bloß nicht Zizou. Ich bin doch kein Vogel.

Bist ja immer noch hier.

Ich wollte mich nur bei ihm bedanken. Dem Maestro...

Für das, was er für Frankreich mal tun wird. Auch im Namen meines Vaters.

Und diese Frisur...

Egal. Gegen Haarausfall kann man nichts machen.

Na ja... Wer will nicht mehr davon?

- Ach was? Auch wieder da? - Können wir reden?

Klar. Wieso nicht? Nimm dir 'n Stuhl.

Nein. Allein. Es ist wichtig.

Merci.

Du bist ja so nervös.

Was ich dir sagen will, ist nicht so einfach.

Bevor du abwinkst, will ich dir sagen...

Nein. Am besten, ich fang mit dem Schluss an.

Ich liebe dich.

Du gehst ja gleich aufs Ganze. Du liebst mich?

Ich meine es wirklich ernst.

Ich hab darüber nachgedacht.

Du bist ein ganz seltener Mensch. Du...

Du wirst eines Tages eine wunderbare Ärztin sein.

Eine wunderbare Ehefrau.

Und eine wunderbare Mutter.

Du hast recht...

Ich war in letzter Zeit total langweilig. Dabei möchte ich,

dass du so bist wie Bernard Kouchner. Dass du anderen Menschen hilfst.

Ich will mit dir zusammen sein.

Um nichts missen zu müssen von dem, was wir uns gemeinsam aufgebaut haben.

Ich möchte nicht bloß neben dir her leben.

Wow. Klang ja ganz nett. Auch wenn ich nicht viel davon verstanden habe.

Ich wollte nicht nett sein. Das ist die Wahrheit. - Merci.

Ich hab den Rest aufgeschrieben.

Nein, nein, nein. Nicht gleich jetzt lesen. Das ist mir peinlich.

Wie du willst.

Das war's eigentlich schon. Kommst du trotzdem noch zu meiner Fete? - Klar!

Wenn ihr wollt... Im Auto meines Vaters sind noch zwei Plätze frei.

Cool.

Okay. Cool.

Ich bin nicht zu weit vorgeprescht, oder? - Nein.

Sehr gut. Salut. Kannst dich wieder hier hinsetzen.

Ich wollte wirklich nicht mithören. Weißt du, wie süß das war?

- Drigeard, Eric. - Yes. It's me.

Good morning.

How do you do?

Good morning.

Well...

Than my name is... Eric... Eric Drigeard.

But you can Call me Eric...

And I speak...

...good English. Wall Street English.

Okay, Mr. Drigeard. What could you tell me about...

I guess you want to ask me about Shakespeare...

The famous "Hamlet". I think it's a very good choice.

You seem very keyed on "Hamlet". So no need to go further.

Heißt das, ich hab's geschafft?

What could you tell me about "Richard III."?

"Richard III."?

The third.

The third?

Tut mir leid. Aber ich dachte, es kommt "Hamlet" ran.

Let's talk about "Hamlet".

"Hamlet" is very good. "Richard III."...

Boring.

Ich habe "Hamlet" gelernt, nicht... Ja. "Hamlet". Nicht "Richard III.".

So...

What else?

So, what could you tell me about "Richard III."?

I'm not in my plate.

Not in your plate.

Merci, Monsieur. Ich meine fürs Mitnehmen.

Nicht doch. Kein Problem. Ist doch selbstverständlich.

Und wie kommt Eric zu deiner "Party", wenn ich fragen darf?

Ja. Wo ist er überhaupt? Er hat sich nicht mehr gemeldet.

Geht es immer nur um ihn?

Warum sagen wir nicht gleich das Wochenende ab, nur weil wir nicht wissen,

wie Monsieur Eric in die Normandie kommt?

Was ist denn heute nur los mit dir?

Wir werden doch wohl mal fragen dürfen, wie dein Freund da hinkommt.

Also wirklich: Deine Mutter hat recht. Sag schon. Wo ist Eric?

Geht dich 'n Scheiß an, Papa.

Untersteh dich!

Einsteigen. Wir fahren los.

- Niemand holt dich ab? - Niemand, wie du siehst.

Ich hab's auch verdient, oder?

Ich werd dich hinfahren. Natürlich bloß, wenn es dir nicht zu peinlich ist.

Vielleicht willst du hinten sitzen. Wo dich niemand sieht.

Nicht doch. Dein Kastenwagen ist toll, Papa.

Klar doch. Nur nicht so toll wie der BX von Patrices Vater, oder?

Auf geht's.

- Arlette. - Was ist?

Bin gleich wieder da.

Alles klar.

Nicht so wild.

Also mir gefällt er super.

Ich würde auf dem Dach ein Paprikawürstchen anbringen.

Es reicht. Hör auf damit. Obwohl... Die Würstchen laufen wirklich am besten.

- Ich meine es ernst. - Ja, ja. - Papa?

- Was? - Ich wollte dich was fragen.

Wenn ich...

...sagen wir mal, Arzt werden würde...

- Wärst du dann stolz auf mich? - Wie der Vater von Patrice?

Um einen BX zu fahren?

Du übernimmst irgendwann das Restaurant.

Ja doch. "Irgendwann". So 'n Restaurant ist was Feines.

Aber...?

Nichts.

Du schämst dich meinetwegen.

Unsinn! - Natürlich. Ich bin ja bloß Restaurantbesitzer.

Unsinn. Du schämst dich meinetwegen.

Was soll der Blödsinn, Eric?

Du behauptest doch immer, ich würde zu nichts taugen.

Das sag ich nur so.

Ich sag so was ständig. Das hat nicht das Geringste zu bedeuten.

- Du hältst mich nicht für dumm? - Quatsch.

Papa?

Ich muss dir zwei Dinge sagen. Nummer eins: Ich werd meinen Weg gehen.

Du musst dir keine Sorgen machen.

Und zweitens bist du durch die Nachprüfung gefallen. - Ja.

Das darf doch nicht wahr sein!

Du taugst aber auch wirklich zu gar nichts. Zu nichts!

- Also doch? - Was für eine dumme Frage!

Natürlich nicht!

Ich mach mir Sorgen. Wenn du Kinder hast, verstehst du mich.

Du wirst doch mal Kinder haben, oder?

Ja. Ich gebe mein Bestes.

Hoffentlich.

Und das mit der Prüfung behalten wir für uns.

- Papa? - Ja?

- Ich hab dich lieb. - Was?

Ich hab dich lieb.

Wir brauchen bestimmt noch mehr davon.

Hallo! Hallo! Geht es vielleicht etwas leiser?

- Und hier wird nicht geraucht! - Entschuldigung, Monsieur.

- "Entschuldigung, Herr Doktor." - Entschuldigung.

"Herr Doktor."

Herr Doktor.

Ich mache hier einen Strich...

...und kontrolliere das.

Mach noch mehr davon rein!

- Da wären wir. - Okay.

- Geh schon. - Au revoir, Papa. - Ja.

Wir sehen uns ja morgen schon wieder. Oder?

- Dir noch viel Spaß. - Merci.

Ach ja. Noch was. Tu mir einen Gefallen.

Such dir da drin ein Mädel. Weißt du? So ein richtig nettes Mädel.

Das sich dann später um dich kümmert. Ich und Maman leben nicht ewig.

Gut. Ich versprech's.

Ich werde die Richtige finden und sie nicht mehr gehen lassen. Versprochen.

Okay.

Übrigens:

Frankreich wird Weltmeister.

Und woher willst du das wissen?

Ich weiß es eben. 3:0 gegen Brasilien. 1998. Im Stade de France.

Was für 'n Stade de France?

Ich schwör's dir. Frankreich wird Weltmeister, Papa.

Du nun wieder!

Glaub es mir.

- Und was jetzt? - Hast du meinen Brief gelesen?

Ja. Natürlich.

- Und was sagst du dazu? - Da ist Eric. Eric!

Eric!

"Da ist Eric. Eric."

- Salut, Eric. Wie geht's? - Super.

Toll.

Patrice. Komm her. Ich mach ein Foto.

Geht mal zur Seite.

Komm mit!

- Ich will nur die beiden fotografieren. - Wieso hast du mich nicht abgeholt?

In die Kamera sehen!

Und lächeln.

Ich muss mit dir reden.

- Warte. Was ist das Problem? - Komm mit rauf.

Und weiter? Was willst du von mir?

Was ich will? Ich will nicht, dass du mir mein Leben wegnimmst.

Irgendwas läuft doch da zwischen euch.

Ich weiß nicht, wovon du sprichst. Zwischen uns ist nichts passiert.

Und im Main Jaune?

- Was soll da passiert sein? - Willst du mich verarschen?

Du nimmst mir meine Frau weg. Das war von Anfang an dein Plan.

Warte mal. Deine Frau...

Caro ist niemandes Frau. Jedenfalls noch nicht.

Und wolltest du nicht ein anderes Leben haben? Ohne Verpflichtungen?

Aber jetzt will ich's nicht mehr. Du kannst dein Leben behalten.

In deinem gibt's nichts, was ich will.

Erstens: Du hast nicht mein Leben zu beurteilen. Klar?

Und damit wir uns nicht missverstehen: Caro ist noch nicht deine Frau.

Bis jetzt hast du sie noch nicht mal umarmt.

Und deshalb darfst du das etwa vor mir?

Nicht unbedingt. Aber vielleicht fragen wir sie einfach mal. - Tun wir das!

Caro!

- Ich muss mit dir reden. - Nicht jetzt. Ich tanze.

Du bleibst bei mir, solange wir warten.

Kannst du mal die Musik ausmachen?

Das passiert, wenn der Kassettenrekorder zur selben Zeit läuft wie der Fernseher.

Dann fliegen die Sicherungen raus.

Ist ein altes Haus. Da kann so etwas schon mal passieren.

Ich bin müde.

Du bist dran, Caro. Was ist dir lieber? Wahrheit oder Pflicht?

Wahrheit.

- Ich hätte auch "Wahrheit" genommen. - Blödes Spiel.

Sieh mal an. Monsieur Patrice Olesky findet das Spiel also blöd?

Weil nämlich unser großer Experte für künstliche Befruchtung

es nicht mal fertigbringt, eine 17-Jährige ins Bett zu kriegen.

Du Experte für Fischsuppen hast es nötig! Spannst dem besten Freund die Frau aus!

Die Frau? Ist hier jemand von irgendwem die Frau? Bist du seine Frau?

Habt ihr den Verstand verloren? Das ist wirklich too much.

Statt meiner Frau nachzustellen, solltest du dich lieber um deinen Vater kümmern.

- Was soll das heißen? - Du weißt, was das heißt!

- Kümmere dich um deinen Vater! - Alles klar. Lasst uns weitermachen.

Ihr wollt euch doch jetzt nicht etwa prügeln?

Und? Habt ihr 'n schönen Abend gehabt?

Ja, super.

- Und was habt ihr gemacht? - Ein bisschen getrunken...

Über unser Leben nachgedacht. Na, das Übliche eben.

Und zwar nackt.

Ergab sich so. Mit deinem Mann. Patrice.

Er ist doch dein Mann?

Ja. Patrice ist auch heute noch mein Mann.

Ihr müsst ja 'ne Menge getrunken haben.

Ja.

- Dann zieh ich mich mal an. - Ja.

Oh mein Gott...

Anne...?

Das darf nicht wahr sein...

Oh, mon amour.

Ich muss mich ja sehr wundern.

Wir sind hier nicht am Nacktbadestrand.

Zieh dir was an.

- Wir haben ziemlich viel getrunken. - Ich weiß. Er kam auch nackt hier rein.

- Wie? Eric war ebenfalls nackt? - Er war gerade hier. Kurz vor dir.

- Und wohin wollte er? - Nach oben wahrscheinlich.

Dem werd ich die Meinung geigen!

- Raus! - Gleich.

- Nein, sofort! - Ich komme ja!

Was gibt's? Was willst du?

Du warst also nackt bei meiner Frau?

Was beschwerst du dich? Nichts ist passiert. Ich werde Papa.

Und Caro ist immer noch deine Frau.

Mein bester Freund hat versucht, mir meine Frau wegzunehmen.

Zwischen ihr und mir war nichts. Das musst du mir glauben.

- Würdest du es schwören? - Bei unserer Freundschaft!

Zwischen uns war nichts. Aber...

Aber '86 war Caro noch nicht mit dir verheiratet.

Wenn du nicht sofort still bist, hau ich dir eine rein.

Nur keinen Zwang, keinen Zwang, keinen Zwang, keinen Zwang...

Hey. Was macht ihr da?

Wir diskutieren.

Seit wann steht ihr beide auf schrille Klamotten?

Wie geht's?

Bestens. Bestens. Ich fühl mich nur heute Morgen etwas komisch.

Denk dran: Am Mittwoch ist die zweite Vorsorgeuntersuchung.

- Das ist schon die zweite? - Ja. In sechs Monaten.

Wie die Zeit vergeht.

Und du vermisst nicht zufällig etwas?

- Man kommt kaum hinterher... - Dir geht's wirklich gut?

Ja. Bestens. Ich bin nur ein wenig durch den Wind.

- Ihr habt vielleicht zu viel getrunken. - Ja. Das wird's sein.

Weißt du, Chérie?

Ich muss dir...

...gestehen, du hast mir gefehlt. - Irgendetwas ist passiert.

Du hast mir nämlich auch gefehlt.

Seid ihr schon wach? Wir sind's nur.

Papa. Maman. Ihr seid gekommen?

- Wir waren auf dem Markt. - Ich meine...

Wie kommt es, dass ihr hier seid?

Nun ja, wir wohnen hier.

Seit wir in Rente sind, Patrice.

- Stimmt was nicht? - Es geht mir prächtig.

Freut mich, euch zu sehen.

Und euch geht's, wie mir scheint, auch prächtig. Uns allen!

Vom Altersheim mal abschalten, was?

Von diesen vielen, vielen Parkbänken... Den vielen Alten...

So geht das schon den ganzen Morgen.

Nehmt ihr heute Abend Chloé mit ins Kino? - Aber gern.

Perfekt.

Seit heute Morgen ist sie wie ausgewechselt.

Und meine Eltern nehmen meine Tochter mit ins Kino... Das gibt's doch gar nicht!

Er muss zu viel getrunken haben.

Oh ja, haben wir. Und das, weiß Gott, nicht zu wenig.

Hör mal, Schatz...

Weißt du was, Chloé? Ich werd dir jetzt etwas Wichtiges sagen.

Das Leben ist ein Chaos, in das man keine Ordnung bringen kann.

Maman hat recht. Ihr beide habt zu viel getrunken.

Muss ich geimpft werden für Ouagadougou? - Ja.

Natürlich. Wollten wir nicht irgendwann mal nach Kabul?

Im Auftrag der Gesundheitsbehörde?

- Da waren wir vor zwei Jahren. - Weiß ich doch.

Vor zwei Jahren. In Kabul.

Und wann wirst du dein Versprechen einlösen, Liebling? Das von damals?

Schon vergessen?

"...bestens geeignet für eine Ehe und zwei Kinder."

"Für immer und ewig."

- So romantisch warst du als Teenager. - Na ja...

- Das ist unser Lied. - Unser Lied?

Du hast mich bei diesem Lied das erste Mal umarmt.

Nachdem du dich die Treppe runtergestürzt hast.

Du warst mein erster Patient.

Augenblick. War das vielleicht so 'ne Umarmung?

- Ein bisschen besser. - Besser?

Vielleicht so?

Und offensichtlich habe ich keine Steuerschulden mehr.

Um die Finanzen kümmert sich meine Frau.

Es gibt Schlimmeres.

Wir arbeiten zusammen. Aber nicht direkt.

Ich fass es nicht.

Eric Drigeard. Ohne Schulden. Und bald Papa.

Du wolltest doch immer ein Leben wie meins.

Nicht ganz.

Denn man kann nie wissen.

Eine SMS. 22:49 Uhr. Von Natasha. Ein Seitensprung ist doch was Schönes.

Komm. Mach keinen Scheiß.

Du hast recht. Ich lösche sie.

Mach schon. Worauf wartest du? Du wolltest sie doch löschen.

- Sofort? - Ja. Natürlich. Sofort.

Ich hab's geahnt.

Das Leben ist nicht einfach.

Schon gar nicht, wenn man verheiratet ist.

Und bei dir?

Bin wieder zufrieden.

Ich hab mein gut sortiertes Leben zurück. Das eines Monogamen.

Für mich gibt's nichts anderes.

Das Auto war voller Taschen, und es war mir egal.

So glücklich war ich noch nie. Ich liebe meine Tochter...

Ich liebe meine Frau, ich liebe mein Leben.

Ich liebe mein Haar, das mir fehlt...

Genauso wie ich dich liebe.

Weißt du... Was du eben aufgezählt hast, Punkt für Punkt... Du hast recht.

Was mich betrifft, meine Lebensplanung, bin ich zufrieden.

Jetzt wirst du noch Philosoph.

Warte. Ich hol neuen Wein.

Nein. Es reicht für heute. Wir haben gestern schon zu viel getrunken. Wie du weißt.

Du hast recht. Jetzt sind wir ja erwachsen.

Und müssen bis null Uhr im Bett sein.

Besser ist es. Denn immerhin sind wir zwei seriöse Familienväter.

Das Salz in der Suppe, sozusagen.

"Voyage, voyage..." Weißt du, dass Desireless dieselbe Frisur wie du hat?

- Wirklich? - Ja.

- Hör auf mit dem Herumgezwicke. - Du hast 'ne Speckrolle bekommen.

Kann sein.

Das macht nichts. Hauptsache, du bist mit dir zufrieden.

- Nimmst du 'n Deo oder so was? - Du sollst aufhören!

Adrien.

Matthieu.

Raphael.

- Diesmal sind wir zu tief gefallen. - Oh, verflucht!

Patrice. Vor die Tür!

Oh, immer ich!

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