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Jakob, was brauchst du, um Anklage erheben zu können?
Eine Todesursache.
Und wenn wir keine feststellen können?
Dann weiß ich nicht, ob ich seine Aussage widerlegen kann.
-Zweifelst du an seiner Schuld? -Das ist egal. Ich bin nicht der Richter.
Aber wenn ich nicht jeden plausiblen Zweifel an seiner Schuld ausräumen kann,-
-kann er nicht verurteilt werden. "In dubio pro reo."
Was bedeutet das?
"In dubio pro reo." - "Im Zweifel für den Angeklagten."
"Plausible Zweifel sind immer zugunsten des Angeklagten anzuwenden."
-Damit haben wir es hier zu tun. -Welche PLAUSIBLEN Zweifel gibt es?
Die Todesursache ist unbekannt.
Daher kann ich die Aussage des Angeklagten nicht widerlegen.
Ja, er hat drei verschiedene Erklärungen abgegeben, aber das ist sein Recht.
Die Beweislast liegt bei uns, und jeder Zweifel wirkt zu seinem Vorteil.
Gut. Dann fangen wir von vorn an. Was haben wir zu bieten? -Musa?
Ihr Blut wurde im U-Boot gefunden.
Das erklärt seine Aussage, er habe die Leiche zerstückelt und ins Wasser geworfen.
-Er wollte also Beweise zerstören. -Nein.
Er zerteilte die Leiche, weil er sie nicht im Ganzen durch den Turm bekam.
So hat er das doch gesagt?
Er wollte die Leiche unbedingt loswerden.
Ja. Aber nicht, um etwas zu verbergen, sondern um die Angehörigen zu schonen.
Er hatte alles vorbereitet.
Er hatte eine Säge, einen Wasserschlauch, Kabelbinder und Eisenrohre dabei.
Er versuchte andere Frauen ins U-Boot zu locken, ehe sie sich zufällig meldete.
Mit der Säge wollte er Regale zurecht sägen.
Eisenrohre und Wasserschläuche gehören quasi zum Inventar eines U-Boots.
-Das sehen manche Zeugen anders. -Wer kennt das Boot am besten?
Der Betreiber oder einer seiner mehr oder weniger flüchtigen Bekannten?
-Und die anderen Frauen? -Er darf einladen, wen er will.
Wir fanden Videos auf seinem Computer, die darauf hindeuten,-
-dass er von Aufspitzen, Enthauptungen und Gewaltpornografie fasziniert war.
Kurz vorm Auslaufen sah er einen Snuff-Film, in dem eine Frau enthauptet wird.
Das vermutest du. Er hat danach gesucht.
Aber wir können nicht beweisen, dass er es sich angesehen hat.
Außerdem ist es nicht verboten, auf Gewaltpornografie zu stehen.
Es mag geschmacklos sein, ist aber nicht illegal.
Komm schon, Jakob!
Wir wissen alle, dass er sie ermordet, zerstückelt und ins Meer geworfen hat.
Ja, das wissen wir.
Wir wissen auch, dass er es geplant und auch ein Sexualverbrechen begangen hat.
Aber können wir das beweisen?
In den nächsten Tagen wird das rechtspsychiatrische Gutachten fertig sein.
Wenn es seine geistige Gesundheit infrage stellt, stehen wir etwas besser da.
Außerdem erwarten wir den Bericht des Technologischen Instituts-
-zu den technischen Fragen, die seine letzte Aussage aufwarf.
Ist es technisch möglich, dass sie an Kohlenmonoxidvergiftung starb?
Würde das zu einer Wärmeentwicklung führen, und würde man das an der Leiche sehen?
Entscheidend ist aber, ob die Rechtsmedizin bald die Todesursache feststellen kann.
In dubio pro reo.
Wir müssen jeden plausiblen Zweifel ausräumen können.
DIE ERMITTLUNG
Hallo.
Es ist schon spät.
Gibt's was Neues?
Wir warten immer noch auf den Bericht des Rechtsmediziners.
Wenn sie keine Todesursache feststellen, weiß ich nicht weiter…
Nein.
Hier. Ein Schluck Wein … für die Wartezeit.
Ich hasse es, zu warten.
Ja. Du hasst es, zu warten.
-Was ist das? -Alle Akten zu dem Fall.
-Was willst du damit? -Sie lesen.
-Alle? -Ja.
Alle. Bis ich das finde, was wir übersehen haben.
Wieso glaubst du, dass wir etwas übersehen haben?
Weil …
Weil das hier kein perfektes Verbrechen ist.
Es ist ein simples, widerwärtiges Verbrechen.
Daher müssen wir etwas übersehen haben.
Was ist mit dir? Gehst du nach Hause oder hilfst du mir?
Ich wollte nach Hause. Aber jetzt werde ich dir helfen.
Nikolaj?
Per Mail? Was steht denn drin?
Das ist nicht wahr!
Ja. Ich drucke ihn aus und lese ihn sofort.
Was ist los?
Der Rechtsmediziner konnte keine Todesursache feststellen.
Und was jetzt?
Ich weiß es nicht.
Hast du ihn gelesen?
Ja.
Was machen wir?
Ich fahre zu Jakob.
Sie stellen gar nichts fest!
Alle Teilergebnisse deuten in die gleiche Richtung.
Ich bin kein Arzt oder Experte, aber sie sind sich offensichtlich nicht so sicher.
-Wie sieht es jetzt für uns aus? -Ohne Todesursache? Scheiße.
Was machen wir jetzt?
Den Bericht gründlich lesen und einen Weg suchen.
Aber derzeit können wir nicht einmal Anklage wegen Mordes erheben.
Ich muss zurück ins Gericht. Wir müssen sie dazu bringen, sich präziser auszudrücken.
Klaus?
-Jens, ich habe Mittagspause. -Iss ruhig, das ist kein Problem.
-Wieso stellt ihr nichts fest? -Wir stellen eine ganze Menge fest!
-Nicht die Todesursache. -Weil wir sie nicht feststellen können.
Wir wissen beide, dass er sie ermordet, zerstückelt und ins Meer geworfen hat.
Jens, ich kann nicht etwas feststellen, nur weil es dir so passt.
Ich muss mir zu 100 % sicher sein.
Was willst du von mir hören?
Dass ihr euch das noch einmal anseht.
Schick mir eine Mail mit ergänzenden Fragen, dann sehen wir uns das an.
"Er erscheint als pervers und stark sexuell abweichend."
"Durch sein abweichende Persönlichkeit und seine abweichende Sexualität"-
-"stellt er eine Gefahr für Leben, Gesundheit und Freiheit anderer dar."
-Ist das das psychiatrische Gutachten? -Mm.
Er ist offenbar abweichend.
Und das ist nicht verboten.
Es klingt zwar gut, aber es ist keinesfalls Manna vom Himmel.
-Es stärkt aber den Verdacht. -Ja. Aber das reicht nicht.
-Das sind doch gute Neuigkeiten? -Ja.
Und wenn wir die Todesursache haben, nimmt das langsam Formen an.
Aber wir brauchen eine Todesursache, die unsere These unterstützt.
Der Bericht des Technologischen Instituts ist da.
Er sagt nicht, dass es passiert ist, aber auch nicht, dass es auszuschließen ist,-
-dass es unten im U-Boot eine kräftige Wärmeentwicklung gegeben-
-und die Luke sich dann festgesogen hat.
Er widerlegt also nicht die Aussage des Verdächtigen.
Dann sind wir jetzt auch nicht klüger.
Was machen wir jetzt?
Ich weiß es nicht.
Was ist mit den Mobiltelefonen? Wäre das eine Möglichkeit?
LM sagt, dass wir sie nicht finden werden.
Und wenn doch, wird das Salzwasser sie wohl zerstört haben.
Dann ist unsere einzige Chance, dass sie Enthauptung als Todesursache feststellen.
Wann triffst du dich mit den Eltern?
Nachher.
-Danke, dass ihr gekommen seid. -Das ist doch selbstverständlich.
Ich möchte euch über den aktuellen Stand der Ermittlung informieren.
Ich hatte euch ja versprochen, alles mit euch zu teilen.
Daher muss ich euch auch mitteilen, dass der Bericht des Technologischen Instituts-
-seine letzte Aussage nicht mit Sicherheit widerlegen kann.
Aha.
Zudem halten es die Taucher für unmöglich, die Telefone nach so langer Zeit zu finden.
Sie liegen begraben unter Sand und Seetang.
Gib mir diese Radar-Daten und eure Dokumentation, dann suche ich weiter.
Das kann ich nicht, Joachim.
Jens …
Sie hat alle ihre Interviews mit diesem Telefon aufgezeichnet.
-Ich weiß. -Alle!
Wenn wir es finden, können wir herausfinden, was passiert ist.
Für die Staatsanwaltschaft spielen die Telefone keine Rolle in der Anklageschrift,-
-weil eventuelle Aufzeichnungen höchstwahrscheinlich zerstört sind.
Dann verstehe ich nicht, wieso ihr den Gerichtsprozess nicht startet.
Ich kann verstehen, dass es einfach wirkt.
Aber das ist es leider nicht.
Er hat Dinge ausgesagt, die wir noch nicht widerlegen können.
Wieso taucht ihr dann nicht weiter?
So lange es etwas zu finden gibt, bestehe ich darauf, dass ihr weitersucht.
Das verstehe ich. Aber was ist, wenn wir sie nicht finden?
Ohne Todesursache können wir ihn womöglich nicht einmal wegen Mordes anklagen.
Ja, hallo?
Hallo, Klaus!
Du, ich bin gerade in der Tiefgarage. Kann ich dich zurückrufen? Danke.
-Klaus hier. -Hier ist Jens. Was hast du für mich?
Hallo, Jens. Also: Ich will Zeit sparen und sage dir, wie es aussieht,-
-bevor wir den Bericht abgeben,
Wie sieht es aus?
Wir haben hinzugefügt, dass wir nicht ausschließen können,-
-dass die die Todesursache Enthauptung oder Ersticken ist.
Genaueres können wir nicht sagen.
-Ihr stellt also weiterhin nichts fest? -Doch, wir stellen fest, was wir können.
Nur die Todesursache können wir nicht feststellen.
Betrachte das doch mal aus meiner Perspektive, Jens!
Ja!
Ja!
Ja!
Ach, verdammt!
Jens? Ich habe etwas, das du sehen musst.
Sie lebt noch, als sie um 20.25 Uhr eine SMS an ihren Freund schickt. Dann tauchen sie.
Gegen 23.24 Uhr sind sie wieder oben.
Das wissen wir, weil der Verdächtige dann eine SMS an seine Frau schickt.
Da das Telefon des Opfers nicht aktiv ist, nehmen wir an, dass sie bereits tot ist.
Hier wird es interessant. Im Bericht des Rechtsmediziners …
Lies das über den Torso.
Zu zwei der Stichwunden am Torso konnten sie Angaben machen.
Sie wurden dem Torso laut Bericht vor oder unmittelbar nach dem Tod zugefügt.
Das zeigte sich an Blutungen im Gewebe, d.h. das Blut zirkulierte noch. Aber …!
Im letzten Verhör behauptet er, das Opfer sei an Kohlenmonoxidvergiftung gestorben,-
-und dass er sich erst nach stundenlangen Versuchen, sie aus dem U-Boot zu hieven,-
-gezwungen sah, sie zu zerstückeln und ins Meer zu werfen.
Siehst du es nicht?
Die Rechtsmediziner sagen,-
-die Verletzungen wurden dem Opfer vor oder unmittelbar nach dem Tod zugefügt.
Der Verdächtige behauptet aber, er habe stundenlang nichts getan!
"Vor oder unmittelbar danach …" Was bedeutet das?
"Unmittelbar danach?"
Sind es Stunden? Minuten? Sekunden?
Da ist noch niemand.
-Wo willst du hin? -Zur Rechtsmedizin.
Da ist er. Warte hier.
Klaus!
Verdammt! Ich hab doch noch gar nicht angefangen!
-Keine Sorge; ich habe nur eine Frage. -Du kriegst zwei Minuten.
In eurem Bericht steht, dass die Stichwunden-
-dem Torso vor oder unmittelbar nach dem Tod zugefügt wurden.
Ja.
-Was heißt das? -Ich erkläre es dir gern per Mail.
-Was bedeutet "unmittelbar danach"? -Das lässt sich schwer präzisieren.
Sekunden? Minuten? Stunden?
Es kommt nicht so gut an, wenn man vom Julklapp im Kindergarten verschwindet.
Ich hoffe, ihr habt was Gutes.
-Setz dich. Kaffee? -Nein, danke.
Wir haben keine Todesursache, aber … -Möchtest du?
Heute früh bin ich über etwas ziemlich Interessantes gestolpert.
Der Verdächtige sagte, die Stichwunden seien beim Zerteilen der Leiche entstanden.
Und dass das Zerteilen viele Stunden nach dem Tod des Opfers stattfand.
Ja, aber …
Der Bericht der Rechtsmedizin hat Mängel, aber ein paar Details stechen heraus.
Zu den wenigen Dingen, die sie feststellen konnten, gehört die Tatsache,-
-dass zwei Stichwunden dem Torso vor oder unmittelbar nach dem Tod zugefügt wurden.
Da.
-Was heißt "unmittelbar danach"? -Keine Stunde. Eher Minuten.
-Okay … -Und …
Im Bericht des Technologischen Instituts wird festgestellt,-
-dass es zu einer Wärmeentwicklung im U-Boot gekommen sein muss,-
-wenn seine Geschichte über Motorprobleme und Kohlenmonoxidvergiftung stimmt.
Die Rechtsmediziner konnten aber keine Hitzeeinwirkung an der Leiche feststellen.
"Unmittelbar danach", die fehlende Hitzeeinwirkung, und die Tatsache,-
-dass sie eine Enthauptung nicht ausschließen können …
Das ist es!
Der Zweifel ist nun zumindest nicht mehr plausibel.
Jakob hier. Weihnachten ist abgesagt. Wir müssen eine Anklageschrift schreiben.
London? Okay. Dann komm nach Hause. Gibt es dort keine Flughäfen?
Jakob? Wir sind gleich fertig. Dann gehört der Fall offiziell dir.
Okay. Ich habe eine Idee.
Die besondere Schwere der Schuld könnte doch darin bestehen,-
-dass das Opfer als Journalistin unterwegs war.
Wie denn?
Die besondere Schwere besteht darin,
-dass sie sich NUR in ihrer Eigenschaft als Journalistin mit ihm getroffen hat.
Sie will seine Geschichte erzählen und erfüllt dadurch-
- eine gesellschaftlich wichtige Funktion.
Und das nutzt er aus.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger kann ich mir vorstellen,-
-dass das keine besondere Schwere ist.
Wenn die Staatsanwaltschaft nachher die Anklageschrift öffentlich bekanntgibt,-
-ist das vor allem euer harten, gründlichen und hartnäckigen Arbeit zu verdanken.
Vielen Dank für euren Einsatz. Danke für euer Vertrauen. Danke.
Du klingst, als würdest du in Rente gehen.
Man hört, was man hören will …
Das war alles. Habt noch einen schönen Tag.
Weißt du, in wie vielen Mordfällen ich ermittelt habe?
183.
Trotzdem habe ich noch nie einen Fall wie diesen erlebt.
Es ist, als könnten wir nicht genug kriegen.
Ich habe die Schlagzeile einer Tageszeitung gesehen.
Sie bringen eine Geschichte darüber, wie der Verdächtige Weihnachten feiert.
In Dänemark werden jedes Jahr rund 50 Morde verübt, oder?
Ja, so ungefähr.
So wenige waren es noch nie.
Es fühlt sich nur nicht so an.
Denn wir erfahren von jedem einzelnen.
Vielleicht ist es ja so:
Je zivilisierter wir werden,-
-desto größer ist unser Bedürfnis, in die Dunkelheit zu blicken.
Willkommen zur Pressekonferenz im Kopenhagener Polizeihauptquartier-
-anlässlich der Anklageerhebung im U-Boot-Fall.
Ja … Wie lange wird er wohl ins Gefängnis müssen?
Das ist schwer zu sagen, aber …
Wenn er für schuldig befunden wird, streben wir eine lebenslange Haft an.
Alternativ Sicherungsverwahrung.
Wollt ihr im Gericht dabei sein?
Ja, selbstverständlich.
Ich weiß nicht genau, wie es ablaufen wird,-
-aber bereitet euch darauf vor, dass eine Zeugenaussage hart sein kann.
Alle Details kommen ans Licht, und es wird einen großen Presserummel geben.
Wir sind immer noch ihre Eltern .
Natürlich wollen wir dabei sein.
Ja …
Wie geht es deiner Tochter? Kriegt sie nicht bald ein Kind?
Ja, es könnte jeden Augenblick losgehen.
Und es geht ihr gut?
Glückwunsch, Jens! Du wirst Opa!
Das gehört wohl zum Besten, was man werden kann.
Ich weiß nicht, wie wir das hier ohne dich durchgestanden hätten.
Ich wünschte, ihr hättet mich nie kennengelernt.
Wie ist es gelaufen?
-Es lief gut. -Komm.
Guck mal.
Es ist alles schwarz und weiß.
Aber auch wenn die Farben jetzt weg sind …
… sind sie trotzdem noch da.
Wir können sie aber erst wieder sehen, wenn die Sonne wieder scheint.
Bist du bald fertig, Junge?
Hej, wir müssen gleich los. Mach das aus.
-Tomaten? Ja? Nein? -Ja, bitte.
Du bekommt heute ein ordentliches Lunchpaket.
Das wird gut werden.
-Was wird gut werden? -Papas erster Tag im Gericht.
-Hast du das nicht schon 100 Mal gemacht? -Ja, aber …
Bitte schön. Okay.
Komm schon, Trollkind!
JOURNALISTIN
Am Mittwoch, dem 25. April 2018, wurde der Täter für schuldig erklärt und zu Dänemarks strengster Strafe verurteilt: Gefängnis auf Lebenszeit.
Jakob Buch-Jepsen war es gelungen, mit dem Fakt, dass Kim Wall als Journalistin im Dienst war, eine besondere Schwere der Schuld nachzuweisen.
Joachim Wall sucht weiter im Öresund und in der Køge Bugt nach dem Telefon seiner Tochter.
So, mein Prinz … Wir haben Besuch.
Wir haben Besuch. Du musst hallo sagen.
Wir haben Besuch.
Dein Opa ist gekommen, um dir hallo zu sagen.
Dein Opa.
Jetzt geht's zu Opa.
Jetzt bist du bei Opa.
Hallo, mein Kleiner. Na, du.
-Bedient euch. -Danke.
Jens Møller hörte 2018 als Chef der Mordkommission auf und beschloss kurz darauf, in Rente zu gehen.
-Schön, dich zu sehen. -Gleichfalls.
Schon während der Ermittlung stifteten Ingrid und Joachim Wall den "Kim Wall Memorial Fund".
Der Fonds vergibt jedes Jahr Stipendien an junge Journalistinnen, die wie Kim Wall dafür brennen, Geschichten über Menschen zu erzählen, die es selbst nicht können.
Kim wurde zu einer tüchtigen Journalistin.
Sie brannte dafür, von den Ungerechtigkeiten der Welt zu erzählen-
-und von ihrer Schönheit.
Sie wollte beweisen, dass ein Mädchen vom Stadtrand von Trelleborg-
-in einer männlich dominierten Medienwelt einen Unterschied machen kann-
-und anderen Menschen helfen, sich selbst zu verstehen-
-und einander, in dem sie Geschichten erzählte aus …
… ja, aus der ganzen Welt.
Sie wollte zeigen, dass wir alles aus unserem Leben machen können-
-und dass wir daher eine Verantwortung tragen.
Das ist es auch, was ich von ihr gelernt habe.
Dass ich eigentlich viel stärker bin, als ich glaube.
Und es ist meine Pflicht, weiterzukämpfen.
Das Leben gehört euch.
Sorgt dafür, dass es ein gutes Leben wird.
Ein reiches Leben. Ein schönes Leben. Ein neugieriges Leben.
Tretet aus der Dunkelheit heraus. Glaubt an das Licht.
Ich heiße Ingrid Wall, und Kim Wall ist meine Tochter.
ZUM GEDENKEN AN DIE JOURNALISTIN KIM ISABEL FREDRIKA WALL
Übersetzung: filmtiger
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