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Untertitel: WDR mediagroup digital GmbH im Auftrag der Degeto
Sophie Haas
Dietmar Sch�ffer
B�rbel Schmied
Henry, kommst du her.
Komm zur�ck.
Henry, kommst du zur�ck.
Henry, bleibst du stehen.
Du altes Mistvieh.
Henry, bei Fu�.
Kommst du her.
Mein Gott, was soll denn das?
Hallo.
Musik
Papa, wie lange willst du noch rumstehen wie n angeschossenes Reh.
Endlich haben wir die perfekte Haushaltshilfe.
Dann wird alles kompliziert, weil du...
...also weil ihr...
Ich meine, weil du mit ihr...
Tut mir leid. Ich habe mich verliebt.
So was kommt vor.
Ruf sie an.
Oder ich mach das.
Dass die Leute ihren M�ll nie auf die Deponie fahren
und immer in den Wald schmei�en.
Das hat doch niemand weggeschmissen.
So was l�sst man nicht im Wald stehen.
Von einem vermissten Kind w�ssten wir, Heike.
So wie Henry angeschlagen hat, ist was faul.
Tiere haben einen Instinkt.
Instinkt. Der hatte Hunger und sonst nichts.
Ich hol den mal rein. Er macht so n trauriges Gesicht.
Muschi, wirklich nicht.
Es reicht, dass der bei uns ist.
Was is n los? - Der ist eifers�chtig auf den Hund.
Quatsch. Eifers�chtig.
Ich bin allergisch gegen Hunde.
Hier, Schnupfen. - Allergie, auf einmal.
Und die Hundehaare? Ist auch nur Einbildung?
Da drau�en hat sich jemand selbst�ndig gemacht.
B�r, komm nicht so sp�t. Ich mach Bratwurst.
Tag, Frau Sch�ffer.
Morgen Chef. - Morgen Frau Haas.
B�rbel, Nachwuchs?
Nein, den hat Henry im Wald gefunden.
Wer? - Der Henry. Der geh�rt Bettina.
Der Hund.
Ist f�r 2 Wochen nach Ibiza, also die Bettina.
Deshalb ist der Hund jetzt bei uns.
War da nichts drin?
Nee. Doch, die Kekse.
Getreidefrei, Kartoffelmehl, M�hren.
F�r Allergiker.
Geht auch zur Not.
Wer im Ort hat ein Baby mit Getreideallergie?
Heutzutage hat jeder Allergien.
Gegen Gluten, gegen Laktose.
Da k�nnen Sie auch fragen, wer hat Blutgruppe Null.
Telefon klingelt
Polizei Hengasch, B�rbel Schmied.
Gr�� dich, Ludwig.
Wie? Euer Kind ist weg?
Musik
Wow, ich dachte, den Bauern hier gehts so schlecht.
M�ssen die nicht alle an Holl�nder verkaufen?
Letztes Jahr hatte der Ludwig nicht mal Geld f�r Saatgut.
Wahrscheinlich reich geheiratet inzwischen.
Nee, die Nicole ist Kosmetikerin, aber arbeitslos.
Die haben sich im Internet kennengelernt.
2-mal Abendessen und schon stand die mit gepackten Koffern vor der T�r.
Solarzellen.
Die haben nur das eine Kind? - Ja, den Timmi.
(Mann br�llt) Was soll ich machen?
(Frau br�llt) Der kann doch nicht weg sein, Ludwig.
Was hast du mit ihm gemacht? Wo ist er?
B�rbel endlich. Der Timmi, gerade war er noch da.
Jetzt ist er weg und der Kinderwagen auch.
Da hat er gestanden?
Welche Farbe hat Ihr Kinderwagen?
Farbe Gr�n. - Blau.
Kann sein, dunkel halt.
Sind das seine Kekse?
Ja, das... Wo haben Sie...
Wir haben den Kinderwagen im Wald gefunden.
Im Wald?
Setz dich hin.
Sie haben niemanden gesehen, der nicht hier hingeh�rt?
Nee, es ging drunter und dr�ber.
Lena hat gekalbt.
Wenn die Lena kalbt, kann jeder unbemerkt rein und raus?
Ich musste das Kalb mit der Schlinge holen.
Wie kann er in den Wald? Er war gerade noch da.
Das wei� ich nicht. Wir finden das raus.
Er schreit doch, wenn er was braucht.
Hat er aber nicht.
Wo warst du heute Morgen?
Ich bin als Erstes in den Ort einkaufen, bei der Runkelbach.
Am besten, Sie bleiben hier, falls sich jemand meldet.
M�glicherweise ein...
...Erpresser.
Ludwig?
Hast du das gerade geh�rt, Ludwig?
Es reicht auch, wenn einer hierbleibt.
Wir machen uns auf die Suche nach Ihrem Sohn.
Wir brauchen Fotos von Ihrem Sohn, seinen Spielsachen
und was er heute Morgen anhatte.
Ja. Kommen Sie mit.
Wenn wir den Wald durchk�mmen, brauchen wir Freiwillige.
Das k�nnen wir nicht zu dritt machen.
Sch�ffer, Sie rufen Ihre Frau an.
Die soll die Landfrauen mobilisieren, die Nachbarn, jeden.
Ganz Hengasch muss mitmachen.
B�rbel? - Ja. - Sie rufen den Zielonka an.
Der soll seine Skatbr�der mobilisieren und...
...den Kegelverein, seine Damen aus dem Waldhauser Moore.
Noch ne Frage: Gibts jemanden im Ort, der vorbestraft ist?
Der mal an Kindern rumgefummelt hat?
Nicht, seit ich hier bin.
Kann ich mir nicht vorstellen, in Hengasch.
Der R�sser vielleicht. - Nee.
Der ist in der Turnhalle beim Schulsport
in die Duschen von den Kindern gegangen und hat die bel�stigt.
Seitdem muss der 200 m Abstand zur Schule halten.
Als Bew�hrungsauflage darf er nichts mehr trinken.
Da fahr ich hin, um eine Wiederholungstat auszuschlie�en.
Der wohnt hinten.
Wenn Sie von der Runkelbach Richtung Fischteiche fahren, 1. rechts.
Sie koordinieren hier alles.
Mach ich, Chef.
So, B�rbel, Hochdruck jetzt. - Ja. Hochdruck.
Musik
Herr R�sser?
Wo waren Sie heute Morgen?
Hier.
Besoffen.
Hab seit gestern Nachmittag durchgesoffen.
Das wird ein paar Tage so bleiben.
Das d�rfen Sie nicht.
Das verst��t gegen Ihre Bew�hrungsauflage.
Wie s��.
Die wievielte ist das heute?
Meine Frau ist abgehauen.
Sie hat n Neuen.
Hat sie mir gestern erz�hlt.
Seitdem zerr ich mir einen rein.
Mit dem Kind hab ich nichts zu tun.
Wo steht Ihr Auto?
Hab keins mehr.
Hat meine Frau mitgenommen.
Gibts Zeugen, dass Sie den Morgen hier waren?
Nein.
Werde ich jetzt verhaftet, oder was?
Ich muss mal pissen.
Flaschen klirren Schei�e hier. Schei� Weiber.
Nee, der hat heute Morgen alles gemacht, nur kein Kind entf�hrt.
Dazu ist der viel zu stramm.
Wir m�ssen dieses Baby finden. Wie weit sind Sie?
Es l�uft alles.
Heike sammelt die Landfrauen ein.
Zielonka ist mit B�rbel unterwegs.
Ich koordinier das alles.
Super. Was haben wir noch f�r ne Spur?
Was sagt Ihre Frau?
Heike hat gesagt, dass im Ort einige stinksauer auf Ludwig Jaschke sind.
Wegen dem Gen-Mais.
Gen-Mais? H�tte ich blo� nicht gefragt.
Gut, der pflanzt Gen-Mais an.
Aber deswegen entf�hrt ihm doch keiner sein Kind.
Der Petri z.B., der Imker, ist total am Ende.
Alle Bienen tot, Haus zwangsversteigert.
Der wohnt in seiner alten H�tte.
Der hat dem Jaschke Rache angedroht, weil er ihm daf�r die Schuld gibt.
Der wohnt da, wo Sie jetzt sind.
Im Wald hinter den Fischteichen.
Hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen.
Dann schau ich mir den auch an.
Damit wir ihn ausschlie�en k�nnen, wenn ich schon so nah bei ihm bin.
Bis sp�ter.
Musik
(brabbeln)
Sie machen keinen Honig mehr? - Nein.
Warum ist der Jaschke an allem schuld?
Als der Ludwig angefangen hat, Gen-Mais zu pflanzen,
ist ein Bienenvolk nach dem anderen eingegangen.
Die Bienen werden durch die Maispollen geschw�cht
und sterben an Parasiten.
Das Gericht hat meine Klage abgewiesen.
Der Jaschke ist schuld, dass Sie pleite sind.
Sie haben ihm Rache angedroht? - Wer sagt das?
Daf�r gibt es Zeugen.
Ich habe keine Ahnung, wovon Sie reden.
Wenn ich ein Ding mit dem Jaschke zu laufen h�tte,
kl�r ich das und vergreif mich nicht an seinem Jungen.
Haben Sie ne Zigarette?
Musik
Wo waren Sie heute Morgen?
Hier.
Wo sonst? Das Haus ist ja weg. - Mhm.
Musik
Ich bin die Anlaufstelle f�r Fahndungsergebnisse.
K�nnt ihr euch vorstellen, was das f�r n Druck bedeutet f�r mich?
Wenn ihr Informationen habt, sofort damit zu mir.
Ich muss auch wieder. Ich muss den ganzen Tag erreichbar sein.
Immer.
Bis sp�ter.
Der Petri hat aber doch n Motiv.
Ja schon.
Aber w�hrend wir den stundenlang auf der Wache befragen,
erfriert uns das Kind in seinem Versteck.
Wir m�ssen als Erstes das Baby finden
und uns dann um den T�ter k�mmern.
Hat sich jemand bei den Jaschkes gemeldet?
Nee, aber wir sind bald soweit.
Frau Haas, es machen alle mit.
Oh.
B�rbel, ich meld mich wieder.
Frau Jaschke? - Hallo.
Es geht schon. Ich geh nur runter in den Ort.
Wissen Sie, wo Timmi ist? - Nein.
Was machen Sie hier?
Laufen Sie weg von zu Hause?
Haben Sie sich mit Ihrem Mann gestritten?
Ich...
Ich kann das alles nicht. Bitte lassen Sie mich in Ruhe.
Kann ich Sie ein St�ck mitnehmen?
Ja. - Kommen Sie.
So.
Wo soll es hingehen?
Zum Gasthof Aubach.
Wirklich nur, wenn es keine Umst�nde macht.
Machts nicht.
Steigen Sie ein.
Musik
Gehts wieder?
Worum gings denn in dem Streit mit Ihrem Mann?
Um Timmi. Worum sonst?
Sie geben ihm die Schuld daran, dass er weg ist.
Was genau werfen Sie ihm vor?
Dass er nicht aufgepasst hat?
Nee, nichts.
Irgendwas anderes?
Ich... Ich wei� nicht mehr, was ich denken soll.
Und da sind Sie erst mal gefl�chtet? - Ja.
Aber nur, bis Timmi wieder da ist. Dann gehe ich wieder zur�ck.
Also zu meiner Mutter.
Sie werden ihn doch finden, oder?
Ganz bestimmt.
Tsch�s.
Hupen
Na, Frau Haas, dann kann es losgehen.
Ja, Herr Zielonka.
Das ist ja toll.
Hallo, Frau Haas.
Eine Sekunde, ich muss noch kurz rein.
Alles klar, wir sind bereit.
Alle mal herh�ren.
Haben Sie Ihre Vorgesetzten in K�ln informiert?
Dieser Saftladen ist mit dem Fall �berfordert.
Wie? Saftladen.
Sie, Ihre Kollegen, die da drau�en... Ist doch n Witz.
Ah, da meinen Sie auch mich.
Sophie Haas, ich leite diesen Saftladen.
Robert Jaschke mein Name. Das ist meine Frau Jenny.
Ah, ja. Der gro�e Wagen da drau�en ist von Ihnen. - Ja.
Unser Neffe, der Timmi, ist entf�hrt worden.
Wir machen uns gro�e Sorgen.
W�re es nicht besser,
diesen Fall an eine richtige Dienststelle abzugeben?
An Kollegen mit Erfahrung. Sonst kann ich das selber machen.
Sie k�nnen selber was machen.
Bitte k�mmern Sie sich um Ihren Bruder und seine Frau.
Die haben sich verstritten.
Wie? Zerstritten.
Nicole ist ausgezogen. In den Gasthof Aubach.
Warum das denn?
Hatten die schon l�nger Probleme in ihrer Beziehung?
So n Kind kann zur Belastungsprobe werden.
Letztes Jahr hatte mein Bruder Geldsorgen.
Davor ne unangenehme Operation.
Das hat die belastet. Dann bin ich eingesprungen.
Mein Mann hat sich gro�z�gig gezeigt.
Mein Eindruck ist, dass die beiden seit Timmis Geburt gl�cklich sind.
Haben Sie schon eine Spur?
Mein Schwager hat nicht nur Freunde.
Es gab mal jemand, der ihn verklagt hat.
Der Petri, der Imker.
Den Imker haben wir schon befragt. Der wars nicht.
Wir ziehen jetzt alle gemeinsam los, um Timmi zu suchen.
Mit denen da drau�en?
Ja.
M�dels.
Na los, weiter.
Igitt, nein.
Das ist ja ekelig.
Na los, M�dels.
Beeilt euch.
Musik
Das wars leider. Mehr k�nnen wir jetzt nicht machen.
Vielen Dank Ihnen allen.
Ich schlie� mich dem an.
Vielen Dank. Habt ihr alle gut gemacht.
Jetzt wissen wir wenigstens, wo der Timmi nicht ist.
Kommt gut nach Hause.
Herr Zielonka, vielen Dank. - Nichts f�r ungut.
Ich geh jetzt einen Korn trinken. Tsch�s B�rbelchen.
Oh, Sch�ffer.
K�sebrot irgendjemand? - Oh, ja.
Nein, danke.
Ich versteh das nicht.
Was ist denn das hier?
Kidnapping ohne Kidnapper.
Wie gehts jetzt weiter, Chef?
Sie machen jetzt mal 3 h Pause.
Dann l�sen Sie Frau Schmied hier auf der Wache ab.
Ich geh kurz nach Hause, zieh mich um und mach dann weiter.
Wann schlafen Sie?
Wenn das Kind wieder da ist?
Tsch�s. Bis gleich. - Bis gleich.
Tsch�s. - Tsch�s.
Sophie, bitte. Ich mach morgen gr�ndlich sauber.
Du musst jetzt nicht aufr�umen.
Das hatte ich nicht vor.
Heut ist mal was los hier.
Handy, Schl�ssel...
Was ist mit dir?
Hast du mit Danuta gesprochen?
Papa, ich versteh dich nicht.
Ich w�re auf dem Weg nach Polen, wenn ich so verliebt w�re.
M�nner. Na ja.
Oh.
Hat sie hier liegenlassen.
Ist gesperrt und ihre polnische Adresse hab ich nicht.
Ist zu stolz, mich anzurufen.
Das wars dann wohl. - Papa.
Lass dein Selbstmitleid weg.
Das schaffen wir schon irgendwie.
Wir?
Nat�rlich wir. Schau dich doch mal um hier.
B�r, da bist du ja endlich.
Ja. Ich muss nachher noch mal wieder r�ber.
Muss B�rbel abl�sen.
Immer noch nichts Neues von Timmi? - Nee.
Wir haben auch nichts gefunden. Quietschen
Was ist das denn hier?
Der arme kleine Kerl.
Ganz allein da drau�en. Das musst du dir mal vorstellen.
Nee, ich muss auch mal irgendwann abschalten.
Und ich hab Hunger.
Hast ja recht. Geht gleich los.
Auf die Bratwurst freue ich mich schon den ganzen Tag.
Die ist weg. - Wie weg?
Ich habe sie auf den Tisch gelegt und wollte sie braten.
Dann hat Bettina angerufen.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie hoch Henry springen kann.
Dabei hat der heute ganz toll mitgeholfen.
Du s��e, kleine Maus.
Ich hab dir ne K�seplatte gemacht.
Du hast meine Wurst gefressen, du sitzt auf meinem Platz.
Und du hast meine Wurst gefressen.
Fr�her kam der doch auch ins Heim.
Was soll das �berhaupt?
Was kannst du denn?
Kannst du was?
M�nnchen machen?
Nee, du kannst in der K�che die Ecken auslecken.
Das kannst du machen.
B�r, ich kanns dir auch �berbacken oder mit ner Ananas...
Wenn du mich eifers�chtig machen willst mit dem Hund da...
Nur weil die Haas jetzt wieder Chef ist, dann...
Heike, ich kann auch anders.
Und zwar ganz anders.
Das gibts doch gar nicht.
Der Ludwig geht nichts ans Telefon.
Schon seit ner Stunde nicht.
Was machst du schon hier?
Zu Hause bin ich �berfl�ssig.
Da ist jetzt der Hund der Mann im Haus.
Vielleicht schl�ft der Ludwig.
Sein Sohn wird vermisst. Da schl�ft man nicht ein.
Vor Ersch�pfung.
Ist doch komisch von dem Ludwig.
Mann, Mann, Mann.
Telefon klingelt Polizei Hengasch, B�rbel Schmied.
Lydia, gr�� dich.
Welcher von beiden?
Wie, alle beide?
Wir kommen.
Los.
Hier.
Ich koordinier von hier aus.
Telefon klingelt
B�rbel.
Ich bin vor Aufregung eingeschlafen. Was gibts?
Gut, treffen wir uns da.
Sch�n draufdr�cken. Dann wird das kein Veilchen.
Ich hab schon viele M�nner verarztet nach Raufereien.
Ich krieg bald n schwarzen G�rtel in Erster Hilfe.
Was ist los hier? Was ist los mit ihm?
Ihr Kind ist verschwunden, Ihr Sohn, wahrscheinlich entf�hrt.
Wenn Sie Interesse haben,
dass dieses Kind lebendig und so schnell wie m�glich auftaucht,
h�ren Sie auf das, was wir Ihnen sagen.
Warum sind Sie nicht zu Hause geblieben?
Ich wollte Nicole holen.
Und wenn sich der Entf�hrer meldet?
Ich habs auch bei euch versucht.
Er klingelt ins Leere. Ludwig.
Ich wei�, B�rbel.
Das auch noch. Wie kannst du...
Wie kann man in der Situation nicht zu Hause bleiben?
Worum gings in Ihrem Streit?
Worum es unter Br�dern so geht.
N�mlich?
Wir haben immer mal wieder Streit.
Es ging um das Geld, das ich ihm geliehen hab.
Das war nicht geschenkt. Das war nur geliehen.
Jetzt kann er es nicht zur�ckzahlen und dann...
Weil du mit Geld nicht umgehen kannst, Ludwig. Stimmts?
Musik
Radio: Seit gestern Morgen wird der einj�hrige Timmi vermisst.
Zuletzt trug er einen blau geringelten Strampler
und lag in einem dunklen Kinderwagen.
Hinweise nimmt die Polizei- dienststelle Hengasch in Empfang.
Was haben wir bis jetzt?
Einen Vorbestraften, der zu strack war, um ein Kind zu entf�hren.
Ein zerstrittenes Br�derpaar, das total mauert und...
B�rbel, was sind das f�r Typen?
Warum sind die so unterschiedlich?
Der Ludwig ist der Praktische und hat deshalb den Hof �bernommen.
Der Robert ist der Schlaue und hat Abi und ist zur Uni.
Dann hei�t es,
dass der reiche Bruder dem armen unter die Arme greift.
Wegen dem Timmi und weil der so lange im Krankenhaus war.
B�rbel.
Dann hei�t es,
die beiden kloppen sich, weil das Ganze ein Darlehen war,
das nicht zur�ckbezahlt werden kann.
In der Situation zieht die Mutter von dem Kind aus.
B�rbel, Sie haben einen guten Draht zu Nicole.
Gehen Sie hin und reden mit der.
Ja, mach ich.
(g�hnt) Ich find das extrem merkw�rdig.
Wir haben noch den Imker, den Petri.
Der Imker, der sich an dem Vater des Kindes r�chen will.
Angeblich r�chen will.
Das hat die Heike gesagt.
Was hab ich gesagt?
Ich hab gesagt, dass du gesagt hast, dass der Petri gesagt hat,
dass er sich am Ludwig r�chen will, weil die Bienen tot sind.
Das hat Gerda gesagt und die Runkelbach gestern auch,
als sie an uns vorbeigefahren ist.
Ich hab euch Fr�hst�ck mitgebracht.
B�rbel, Rollmops. F�r Sie, Frau Haas, Tomatenbrote.
Wer ist gestern Morgen an Ihnen vorbeigefahren?
Der Petri. - Gestern Morgen?
Ja, in einem Affenzahn.
Ich hab mit der Runkelbach vor der ihrem Laden gestanden
und hab gesagt...
Was?
Gestern ist der Petri in seinem Wagen an Ihnen vorbeigefahren? - Ja.
Musik
Danke sch�n. Los, B�rbel.
Danke, Heike.
Das ist doch schade drum.
Und f�r dich, B�r...
...hab ich ne frische Bratwurst.
Jetzt will ich keine Wurst mehr.
Du hattest deine Chance, und da war dir der Hund wichtiger.
Das ist nicht war.
Ich hab zu tun.
Du bist wirklich eine beleidigte Leberwurst.
Wirklich war. Unfassbar.
Sie haben mich angelogen.
Sie waren gestern nicht den ganzen Morgen hier.
Doch, war ich.
Nein, Heike Sch�ffer und Frau Runkelbach haben Sie beide gesehen,
wie Sie im Affenzahn vorbeigefahren sind.
Morgens, zu dem Zeitpunkt,
zu dem aller Wahrscheinlichkeit nach das Kind entf�hrt wurde.
Die Sch�ffer und die Runkelbach, nat�rlich.
Was solls?
Ja, ich war auf dem Weg.
Ich wollte mit Jaschke sprechen,
aber dann hab ichs mir anders �berlegt.
Warum denn?
Als ich auf den Hof kam, stand da der Wagen von seinem Bruder.
Wenn die ganze Sippschaft da ist, hat das keinen Sinn.
Was soll ich glauben?
Sie haben ein Motiv.
Sie haben gesagt, Sie wollen sich wegen der Bienen r�chen.
Und Sie geben zu, dass Sie auf dem Hof waren.
Deshalb hab ich Sie auch angelogen.
Wissen Sie was? Ich nehm Sie fest.
Das ist Quatsch. - Warum?
Was h�tte ich davon, wenn ich den Jungen entf�hren w�rde?
Sie k�nnten den Vater erpressen,
weil Sie glauben, er ist zu Geld gekommen.
Der hat doch kein Geld.
Das ist der Robert mit der Kohle.
Sie kommen jetzt sch�n mit.
Was wei� ich, was bei Jaschkes los ist, diesen Arschgeigen?
Ich hab nicht damit angefangen, mit dem Gen-Mais.
Ich kann nichts daf�r, dass das Kind weg ist.
Ne Schei�sippe ist das.
Der Robert, der auf dicke Hose macht,
mit seinem Gel�ndewagen und seiner bekloppten Jenny.
Und ich? Ich bin auf Hartz IV oder besser Hartz VIII.
Haben Sie gesagt,
Sie haben den Wagen vom Robert auf dem Hof gesehen?
Was? Ja, den Gel�ndewagen von Robert.
Auf dem Hof? - Ja.
Was mach ich jetzt mit Ihnen?
Musik
Lassen Sie mir noch eine da? - Ja.
Ich hol Sie nachher ab.
So, 2 Spezi. - Danke.
Ist gut f�r die Nerven.
Nicole.
Du kannst den Ludwig nicht so allein lassen.
Der braucht dich doch.
Davon merke ich nichts.
Wei�t du, der...
Ich wei� nicht, was in seinem Kopf vorgeht.
Der kann noch nicht mal auf den Timmi aufpassen, auf seinen Sohn.
Komm, Prost.
Ach Nicole, ich...
Ich find das nicht richtig. Ehrlich.
Warum bist du abgehauen?
Weil...
Der Ludwig, der...
Ich kann dir das nicht erz�hlen.
Nicole.
Magste was essen?
Hier gibts leckere Bouletten.
Nee.
Komm, ich fahr dich nach Hause.
Komm, nimm mal die Tasche.
Lydia, ich w�rde gern zahlen, bitte.
Musik
Dass mit dem Timmi ist so schlimm.
Ich hab kein Auge zugemacht.
Der liegt Ihnen sehr am Herzen, der Junge, was?
Meine Frau und ich haben keine Kinder.
Da ist er nat�rlich der Stammhalter.
Das ist wichtig in unserer Familie.
Warum haben Sie mir verschwiegen, dass Sie am Hof Ihres Bruders waren?
Was? - Das haben Sie genau verstanden.
Ach so. Nein.
Weil ich das nicht wichtig fand.
Ich hab da nur...
...Post vorbeigebracht.
Ich kriege �fters Post, die f�r Ludwig gedacht ist.
Das ist ganz normal.
Ich mach das fast jeden Tag.
Ist ja auch nicht verboten.
Mit Nicole hat das nichts zu tun.
Hab ich auch nicht gesagt.
Was solls mit der Nicole zu tun haben?
Ja... Eben...
Weil Nicole... �h...
Wie?
Na ja, �h...
Wie stehen Sie eigentlich zu Ihrer Schw�gerin?
�h... Was?
Kann es sein, dass Sie sich deswegen mit Ihrem Bruder gepr�gelt haben?
Jetzt komm ich drauf.
Ihr Bruder war vor 1,5 Jahren im Krankenhaus.
Da haben Sie auf dem Hof ausgeholfen
und sind sich mit der Schw�gerin bisschen n�hergekommen.
Das war nur ein Ausrutscher.
Ja, ich liebe meine Frau, und Nicole liebt Ludwig.
Geht mich nichts an.
Aber wie viele Leute wissen davon?
Ludwig wei� es.
Meine Frau allerdings nicht.
Ich m�chte bitte, dass das so bleibt.
Deswegen greifen Sie dem so t�chtig unter die Arme.
Nein. Nein, es geht mir nur um den Hof.
Den Hof? - Ja.
Quatsch.
Nee, um den Timmi geht es Ihnen.
Sie sind der Vater von Timmi. Hab ich recht?
Das gibts doch gar nicht.
Sie lassen nix aus, um Ihren Bruder zu dem�tigen.
Jetzt h�ren Sie auf.
K�nnen Sie sich vorstellen, dass Ihr Bruder Ihren Sohn entf�hrt hat?
Was?
Guten Tag, Frau Jaschke.
Hallo. Gibts schon was Neues?
Nein, leider nicht.
F�r Timmi.
Zum 1. Geburtstag.
Wir finden Ihren Jungen, ganz bestimmt.
Ich muss los.
Wiedersehen. - Wiedersehen.
Musik
Wache.
Besetzt?
Nee, wir wissen noch nichts, Herr Zielonka.
Ich koordiniere alles von hier aus.
Ja, wie? Ich koordiniere das alles.
Alles. Damit uns nichts durch die Lappen geht.
Was soll das jetzt hei�en? Ja, bis sp�ter.
Frechheit. Telefon klingelt
Polizeidienststelle Hengasch, Sch�ffer.
Frau Runkelbach. Nee, noch gar nichts Neues.
Wir arbeiten hier unter Hochdruck nat�rlich.
Hat sich inzwischen ein Entf�hrer bei Ihnen gemeldet?
Nein, noch nicht. Ich versteh das nicht.
Ich glaub, ich versteh es langsam.
Hallo, Herr Jaschke.
Sagen Sie mal, der Timmi ist nicht von Ihnen, der ist von Ihrem Bruder.
Haben Sie das Kind weggeschafft?
Was ist los?
Ich wei�, der Timmi ist nicht von mir, aber ich bin sein Vater.
Ich bins, der sich Sorgen macht, wenn er nicht gut schl�ft.
Ich bin der, der ihn gewickelt hat.
Ich bin sein Vater.
Auch wenn ich ihn nicht gemacht habe.
Ich tu ihm doch nichts an.
Wegen seiner OP war n paar Monate Pause.
Im Bett, meine ich.
Timmi konnte nicht von ihm sein.
Ich war krank.
Ich hatte �berlegt, ob ichs wegmachen soll.
Dann kam Robert und hat angeboten, uns zu helfen,
wenn wir das Kind gro�ziehen.
Wer wei� davon?
Nur Sie 3?
Ja.
Da sind Sie ganz sicher?
Ja.
Auch nicht Ihre Schw�gerin?
Nein.
Ist das neu?
Ja. Wieso?
Der Robert und die Jenny, warum haben die keine Kinder?
Die hat irgendwas an den Eierst�cken.
Jetzt glaube ich,
dass die Jenny von diesem Kuckuckskind gewusst hat.
Der Imker hat mir erz�hlt, dass ihm der Gel�ndewagen von Jennys Mann
in der N�he vom Hof entgegen gekommen ist.
Den kann doch auch sie gefahren haben.
Das kann man doch nicht erkennen, wenn man durch die Scheiben guckt.
Wahrscheinlich hat ihr Mann das durchschaut
und mir den Quatsch mit der Post erz�hlt.
Sie meinen, sie selbst kann keine Kinder kriegen.
Dann hat sie erfahren,
dass ihr Mann mit ihrer Schw�gerin eins gezeugt hat.
Deshalb dreht sie dann am Rad?
Genau. Dreht durch und l�sst das Kind verschwinden.
Mann, Mann, Mann. - Ja. Mann, Mann, Mann.
Musik
(Robert) Jetzt warte doch mal.
Musik
(singt) * Kein sch�ner Land in dieser Zeit.
Als hier das unsre weit und breit.
Wo wir uns finden wohl unter Linden zur Abendzeit.
Kein sch�ner Land in dieser Zeit.
Als hier das unsre weit und breit.
Wo wir uns finden wohl unter Linden zur Abendzeit. *
Was wollen Sie? Gehen Sie weg.
Hallo, Frau Jaschke.
Lassen sie uns in Ruhe.
Ich geh gleich wieder, keine Angst.
Ich wollte nur schauen, wie es Timmi geht.
Timmi gehts gut, sehen Sie doch.
Es fehlt ihm bei mir an nichts. Nicht wahr, Timmi?
Ja, das sehe ich.
Sch�n ist das.
Warum finden Sie das sch�n?
Glauben Sie mir nicht?
Wir gehen gleich ein bisschen spielen, und dann stille ich dich.
Frau Jaschke, Sie wissen, dass Sie ihn nicht stillen k�nnen.
Sie wissen auch, dass das hier aufh�ren muss.
(Timmi weint) Pst.
(singt) * Kein sch�ner Land in dieser Zeit.
Als hier das unsre weit und breit. *
(Timmi weint)
Sei doch mal still. Was soll das?
Sagen Sie bitte, dass er leise sein soll.
Mhm, mach ich.
(Timmi weint)
Sagen Sie bitte, dass er leise sein soll.
Geben Sie ihn kurz, und ich sags ihm.
Komm her.
Musik
Seit wann wussten Sie, dass Timmi der Sohn von Ihrem Mann ist?
Seit 2 Wochen.
Da m�ssen wir jetzt einsteigen. - Ich wei�.
Alles okay, Frau Haas? - Ja.
Ich glaub, nur hier ist n bisschen...
Also... Auch in der Hose.
Puh.
Oh.
Gott sei Dank.
Vielen Dank f�r alles, Frau Haas.
Wir haben gerade geschlachtet. Ich habe Ihnen was abgeschnitten.
Das w�r doch, das w�r ja gar nicht n�tig gewesen.
Und in Zukunft passen Sie besser auf das Kind auf.
Der ist doch ganz s��.
B�rbel, du bist ne 1-a-Polizistin.
Wenn ich nicht verheiratet w�re, w�rde ich dir ne Wurst schenken.
Danke, Ludwig.
Und ich? Kriege ich nichts ab von der Wurst?
Ist genug f�r alle da.
Sag mal, wo is n der Sch�ffer?
Immerhin gibts hier Freiwurst.
Da haben Sie recht.
Du gehst jetzt sch�n vor die T�r. Und sitz.
B�r.
Wenn du nicht gewesen w�rst, h�ttet ihr den Timmi nie gefunden.
Das hast du koordiniert, du ganz allein.
Naja. - Ich bin sehr stolz auf dich.
Wobei, das stimmt schon. Ja.
Musik
Papa, endlich. Wo bist du denn? Am Flughafen?
Ja. - Wie hast du Danuta erreicht?
Gar nicht. Sie hat mich angerufen, weil sie mich vermisst hat.
Stell dir das vor. Sie vermisst mich.
Deinen alten Vater.
Papa, ich vermiss dich auch.
Das ist auch lieb.
Ich komm ja bald wieder.
Viel Spa�. Das meine ich ernst.
Und gr�� sch�n.
Danke, Schatz.
Bis dann. - Tsch�s.
Oh nein.
Musik
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