All language subtitles for Mord mit Aussicht - S02E12 - Der Antrag.deu

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Original subtitles

Untertitel: WDR mediagroup GmbH im Auftrag der Degeto

Sophie Haas

Dietmar Schäffer

Bärbel Schmied

(flüstert) 1, 2, 3.

1, 2, 3.

Ah!

Oh, Chef.

Schäffer, haben Sie das gesehen?

Chef, ich weiß, dass Sie sich langweilen.

Aber es geht nicht, dass Sie mit Ihrer Dienstwaffe rumspielen.

Das ist nicht vorschriftsgemäß.

Spielen Sie nie mit Ihrer Dienstwaffe?

Wozu geht man denn zur Polizei?

Oh, die werden nicht mehr hergestellt.

Was? - Hier.

Jetzt haben wir nur noch 4 Stück.

4 Stück haben Sie davon noch und dann gucken Sie mich an,

als ob ich Ihren einzigen Lolli geklaut hätte?

So ein Ding hält doch ewig. - 4,5 Jahre plus/minus 3 Monate.

Haben Sie das gestoppt?

Ich hätte gern, dass die Maschine bis zu meiner Pensionierung hält.

Warum?

Nur so, das ist ein Ehrgeiz von mir.

Ich will mich hier nicht langweilen.

Sie sollten sich auch so was suchen, Chef.

Oder wollen Sie die nächsten 20 Jahre mit Ihrer Waffe rumspielen?

Nein. Nein, das will ich nicht.

Die nächsten 20 Jahre...

Türklopfen

Ach Gott.

Ich bin so froh, dich zu sehen.

Und ich erst mal.

Der Schäffer hat mir heute einen Riesen-Schreck eingejagt.

Der denkt ernsthaft, dass wir uns noch 20 Jahre gegenübersitzen.

Bis zur Pensionierung.

Ist der verrückt geworden? - Ja, eben.

Ich verstehe sowieso nicht, warum du den Schreibtisch nicht umstellst.

Was?

Och, was ist denn hier los? - Nix, wieso?

Oh. Oh, la, la.

Danke. - Bitte schön.

Jetzt mal ehrlich, Jochen, was gibts denn?

Forelle Müllerin. - Nein, Jochen.

Also gut, wir haben Jubiläum.

Vor heute genau 2 Jahren haben wir uns...

...kennengelernt.

Korken knallt

Ich hab gedacht, das wäre morgen.

Macht doch nichts.

Ich habe das zufällig beim Aufräumen in nem alten Kalender entdeckt.

Jo, und da dachte ich...

Dachtest du, einfach mal ran an die Müllerin.

Dann gibt es noch ne Kleinigkeit, die ich mit dir besprechen möchte

zum Dessert.

Dessert gibts auch noch? - Ja, selbstverständlich.

Handy klingelt

Ähm, och Mann, den ganzen Tag ist nix los und dann...

Ich glaube, das ist meins.

Kauth?

Klaus.

Nee, mach mal... Ich verstehe gar nichts. Mal langsam.

Was? Oh, scheiße. Hat er Puls?

Okay.

Ähm, nee, okay, ich komme.

Alles klar, ich komme. Tschüs.

Scheiße. - Notfall?

Allerdings. Ich habe beim Kochen Wein getrunken.

Dann kannst du nicht mehr fahren.

Musik

Jochen. - Kommst du?

N Abend Klaus.

Ich komme nach.

Musik

Und?

Nee. Adrenalin hat nichts mehr genützt.

Tut mir leid, Klaus. - Dat jibbet doch nich.

So ein verfluchter Mist.

So ein verfluchter, verdammter Mist!

Hallo, Tach, Frau Haas, stimmts?

Ja, n Abend.

Tut mir leid, mein herzliches...

Ist es Ihr einziges Schwein?

Der Jacko war nicht einfach nur ein Schwein, was, Jochen?

Nee, nee, Klaus, wirklich nicht.

Dat war ein Ausnahmeschwein!

Ja, Jacko war... was schätzt du, Klaus,

3-, 4-millionenfacher Vater.

Kann wohl hinkommen.

Der war ein Zucht-Eber?

Wir haben ganz Deutschland mit Sperma versorgt,

mein Jacko und ich, ganz Europa.

Letzte Woche war ein Franzose hier und hat sich ne Ladung abgeholt.

Ja, Klaus...

Wir lassen dich mal alleine.

Ja.

Ich danke dir, dass du es versucht hast.

Das ist doch selbstverständlich.

So, kommst du bitte. (lacht leise)

Musik

(lacht) Entschuldige, aber ich konnte einfach nicht mehr.

Ich meine, also: "Wir haben ganz Europa mit Sperma versorgt.

Mein Jacko und ich."

Natürlich hätte man das anders formulieren können.

Im Wesentlichen hat er recht.

Jacko war fast berühmt. Morgen gibts kein anderes Thema im Dorf.

Nee, ist klar, in Hengasch ist ein Schwein weltberühmt.

Jetzt komm, immerhin hat der Klaus davon gelebt.

Obwohl, der hat noch so viel Sperma im Kühlschrank.

(lacht laut) Im Kühlschrank hat er das?

Ich wohne jetzt 3 Jahre in Hengasch und erfahre erst jetzt,

dass Sperma unser wichtigster Exportartikel ist?

Unser einziger wahrscheinlich auch. (lacht)

Was?

Du hast eben "unser" gesagt.

Ach Quatsch.

Doch, du hast "unser" gesagt und unser Hengasch gemeint.

Stimmt überhaupt nicht.

Ich habe überhaupt nicht "unser" gesagt.

Und wenn ich "unser" gesagt hätte, hätte ich es nicht so gemeint.

Das habe ich ganz anders...

Ich meinte das natürlich im Sinne von "euer".

Willst du mich heiraten?

Was?

Sophie Haas, willst du meine Frau werden?

Musik

Ach, Jochen...

Hey.

Huhu.

Papa.

Sophie, was machst du denn hier?

Ich denke, du übernachtest immer bei deinem Veterinär?

Ja, ähm...

...heute mal nicht.

Und ihr?

Schon zurück aus Krakow?

Ja.

Und da macht ihr als Erstes... was auch immer ihr da macht?

Das wird ne Bank.

Was?

Ja.

Hämmern

Eine Bank?

Ja.

Bei meinen Eltern im Garten steht eine Bank.

Die hat mein Urgroßvater für meine Urgroßmutter gebaut.

Seit Hannes von der Geschichte gehört hat...

Ich hatte die romantische Vision von einer Bank

für diese und kommende Generationen.

Auf dieser Bank habe ich dich sitzen sehen und an mich denken.

Mit deinem Mann und deinen Kindern.

Wie meinst du das jetzt?

Könnte doch passieren, dass du irgendwann mal...

Warum bist du so komisch?

Ich bin doch nicht komisch.

Ich habe schlecht geschlafen.

Musik

Morgen Frau Haas. - Morgen.

Wo ist der Dietmar? - Habe ich weggeschickt.

Und, hatten Sie nen schönen Abend gestern? - Durchwachsen.

Moment mal, warum wollen Sie das so genau wissen?

Ja! Fanfaren ertönen

Sie haben mich noch nie gefragt, ob ich einen schönen Abend hatte.

Seit wann fragen Sie mich so was?

Seit heute. Entschuldigung.

Nee, ich muss mich entschuldigen.

Ich brauche einfach mal wieder so ein richtiges, schönes

Kapitalverbrechen mit allem Zip und Zap.

Können Sie nicht eins begehen?

Telefon klingelt

Sophie Haas, Polizei Hengasch.

Jochen.

Ich habe doch gesagt, ich brauche etwas Bedenkzeit.

Du hast was gefunden?

Musik

Das ist doch die Magdalena Junk. - War.

Blut noch nicht richtig geronnen, halbe, Dreiviertelstunde höchstens.

Was ist denn passiert?

Ich meine, nein, was machst du hier?

Äh, die hat mich vor 2 h angerufen,

ich soll so schnell wie möglich zu ihr kommen.

Ich war mit Jacko beschäftigt und habe gedacht,

was kann die schon wollen, so wichtig kann es nicht sein.

Dann bin ich hergefahren, war Tür offen. Aber so was...

Da habe ich dich gleich angerufen.

Ich bin jetzt irgendwie ein bisschen durcheinander.

Chef, soll ich mal die Spurensicherung rufen?

Ja, Schäffer, rufen Sie doch mal von draußen die Spurensicherung an.

Bärbel, Sie wollen bestimmt dem Herrn Schäffer draußen helfen.

Ja.

Mach ich.

Jochen? Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht.

Das ist alles Beweismaterial.

Jochen, kanntest du das Opfer?

Und wie.

In welcher Beziehung standest du zu ihr?

Gar keine, wir haben uns gehasst. - Wie bitte?

Also, ich sie jedenfalls. Was sie über mich dachte, ist mir egal.

Pass mal auf, Jochen.

Du erzählst mir gerade, dass du das Mordopfer gehasst hast,

das Mordopfer, das du alleine gefunden hast.

Ja. - Ja.

Wie bitte?

Hast du mich das alles als Polizistin gefragt, oder...?

Verdächtigst du mich etwa?

Nein.

Also...

Bitte...

Ich muss dann jetzt auch mal fahren.

Habe noch zu tun.

Falls ich darf, natürlich nur.

Ja klar.

Aber...

Aber verlassen Sie nicht die Stadt

und halten sich für mögliche Fragen zur Verfügung.

Ich glaube, ich spinne!

Ja, mhm.

Jetzt bin ich mir ganz sicher, die hat definitiv Nein gesagt.

Nee, die hat sich Bedenkzeit ausgebeten.

Das heißt doch Nein, das ist ein verschobenes Nein.

Mist.

Warum willst du unbedingt, dass die heiraten?

Ich habe mit Heike gewettet. - Aha. Worum?

(lacht) Ist Privatsache.

(lacht) Ich glaube, wir können wieder rein.

Ja.

Sagen Sie, Frau Schmied, Sie haben die Tote auch gekannt?

Klar, meine Brüder lassen die immer auf den Hof kommen.

Die ist super mit Vieh und Pferden.

Also, gewesen.

Die hat Sachen in 10 min ausgependelt,

die hat der Kauth wochenlang nicht gefunden.

Ja, kann ich bestätigen, die kannte sich aus mit ihrem Zeug.

Sie kannten die auch?

Mhm, wir hatten mal die Weißpünktchen-Krankheit im Aquarium.

Die hat das wieder hingekriegt.

Frau Haas, schauen Sie mal hier.

Alle Termine heute durchgestrichen, warum das denn?

Und dann da so ein einzelnes J.

Joa...

Guten Tag, Polizei Hengasch, Bärbel Schmied.

Stimmt das, dass Sie heute einen Termin bei Frau Junk hatten,

dieser Tier-Hömo... Homo... Homöopathin?

Äh, genau.

Und stimmt das, dass sie den Termin abgesagt hat?

Ah ja. Jetzt ist meine Frage die, ob Frau Junk Ihnen zufällig gesagt hat,

warum sie den abgesagt hat?

Na ja, trotzdem danke. Tschüs.

Auch nichts. Sie war wohl kurz angebunden.

Einer hat gesagt, sie hätte bedrückt geklungen.

Was hat Dr. Kauth gesagt?

Kann ich das schon mit protokollieren?

Sparen Sie Ihr Farbband, mit dem spreche ich später.

Wie, Sie haben den heute Mittag noch nicht befragt?

Der hat doch die Leiche gefunden.

Gut, fassen wir noch einmal zusammen.

Was haben wir bis jetzt?

Der Kalender von Magdalena Junk ist ordentlich geführt, prall gefüllt,

war offenbar erfolgreich, die Praxis.

Alle Patienten sind mit Vor- und Nachnamen genannt,

egal, wie oft sie auftauchen.

Es gibt eine Ausnahme, und zwar PJ, als Abkürzung, also P.J.,

feinsäuberlich auf den ganzen Kalender verteilt.

Auffällig ist, das P bricht vor 4 Wochen abrupt ab, dafür mehr J.

Und das letzte J 2 Abende vor ihrem Tod.

PJ...

Schäffer, was assoziieren Sie da?

Papa. Und, äh, J, Je... Jagd.

War die Jägerin?

Hallo?

Die hat bestimmt nicht auf Tiere geschossen.

Die Angehörigen habe ich schon ermittelt,

Papa tot, Mama im Altersheim.

Trotzdem sehr interessant, Schäffer.

Weiter.

Vielleicht...

Vielleicht waren das keine richtigen Termine.

Vielleicht irgendwelche Globuli, die sie nehmen musste.

Oder die Lieblingssendung im Fernsehen oder so was.

Glaube ich nicht: zu unregelmäßig. Und warum Abkürzungen?

Wollte sie nicht, dass jemand im Vorbeigehen einen Blick drauf wirft

und gleich weiß, wer oder was gemeint ist, hm?

Gut. Fangen wir noch mal von vorne an.

PJ. Schäffer?

Papa. Peter. Sollen wir jetzt irgendwelche Namen sagen?

Ja.

Was man auch machen könnte, wäre den Dr. Kauth zu befragen.

Immerhin hat der Frau Junk gefunden.

Und das wäre normalerweise das, was wir als Erstes,

also, das wäre das Naheliegende, finde ich.

Schon gut, schon gut. Ich habe verstanden.

Bis später.

Ich möchte morgen früh auf meinem Schreibtisch eine Liste von allem,

was in Hengasch mit P und J anfängt!

Jeder Mensch, jeder Strauch, jede Maus. Ist mir ganz egal.

Kann ja nicht so viel sein, in euerm vermaledeiten...

Musik

Leber 2.500 g, minimal vergrößert, aber im Rahmen.

Keine zirrhotischen Verhärtungen, Leber unauffällig.

Hallo.

Sophie. Oder Frau Haas.

Bist du privat oder sind Sie dienstlich hier?

Ich wünschte, wir könnten das genau so trennen. Ja?

Bitte, ich kooperiere sehr gerne mit der Polizei.

Stellen Sie Ihre Fragen.

Jochen, jetzt hör auf rumzuzicken.

Was kann ich denn dafür, wenn du ne Leiche findest?

Ich mache nur meine Arbeit.

Soll ich dich anders behandeln, nur weil wir miteinander, ähm...

Ich bin ganz Ohr.

Weil wir miteinander, stammel, stammel, was am Hut haben, oder wie?

Du musst mir helfen, ich bin verwirrt.

Gestern Abend mache ich dir einen Heiratsantrag.

Nicht nur, dass du nicht Ja sagst.

Heute um 10 verdächtigst du mich, dass ich jemanden umgebracht habe.

Sehe ich aus, als ob ich jemanden umbringen könnte?

Entschuldige.

Dr. Lector.

Ha ha. Für dich ist das alles nur ein Witz, oder?

Hengasch, ich.

Jochen... - Vergiss es.

Ich ziehe mich um, wir sehen uns in 5 min in meinem Büro.

Heike, na?

Hallo Hans. - Hallo.

Hallo Lydia. - Hallo Heike.

Machst du mir bitte ein Bier? - Ein Bier für Heike.

Na komm, raus damit, wie gehts Frau Haas?

Hat sie den Antrag angenommen?

Bedenkzeit, verschobenes Nein. - Ah, verstehe, tut mir aber leid.

Das ist noch längst nicht alles. Prost.

Hans, halt dich fest. Dr. Kauth ist Hauptverdächtiger in nem Mordfall.

Was? Wer ist ermordet worden?

Diese Junk, diese Tierheilerin. - Junk, die kannte ich doch.

Du weißt bestimmt, wie es passiert ist?

Sie wurde erschlagen. - Erschlagen.

Sie war noch warm, als Dietmar sie gefunden hat. - Warm.

Der geht noch anderen Spuren nach,

aber es sieht nicht gut aus für Kauth.

Dietmar sagt, die Haas ist völlig durch den Wind.

Jetzt muss er wieder alles alleine machen.

In ihren Augen sind alle verdächtig, deren Namen mit P anfangen.

Willste noch eins, Paul?

(Heike) Ist das heiß. - Was hast du denn?

Ich konnte nicht ans Telefon gehen,

weil ich mit dem Eber beschäftigt war.

Dann habe ich gehört, dass jemand auf den Anrufbeantworter sprach.

Natürlich hatte ich die Hoffnung, dass es meine Freundin sein könnte.

Aber nein, im Gegenteil,

meine einzige wirkliche Feindin war dran, Magdalena Junk.

Wieso wart ihr denn verfeindet?

Weil ich ihren Berufsstand ablehne. Berufsstand, es ist ja kein Beruf.

Wussten Sie, dass Sie aus dem Stand

als Tierheilpraktikerin arbeiten dürften, Frau Haas?

Nein, wusste ich nicht, Jochen.

Heilpraktiker, die an Menschen rumpfuschen,

müssen eine Prüfung ablegen.

Tierheilpraktiker kann sich jeder nennen.

Wissenschaftlicher Unsinn ist beides.

Es gibt Leute, die drauf schwören.

Krankheiten gehen auch mal von selbst vorbei.

Es sind nicht immer Wunderheilungen. - Okay, zurück zum Ablauf.

Kann ich die Nachricht vom AB abhören?

Die habe ich gelöscht. - Was?

Wieso das denn?

Mache ich immer, Reflex.

Ich schaue nicht gerne auf das, was gestern war.

Und, was hat sie gesagt?

Dass ich sofort zu ihr kommen soll, was ich gemacht habe.

Aber erst 1 h später, wenn ich das richtig verstanden habe.

Ich war beschäftigt, ich war mit beiden Händen im Eber.

Aber warst du nicht furchtbar neugierig?

Deine Nemesis ruft an und will was ganz Dringendes von dir.

Ich wäre vor Neugier gestorben, ich wäre sofort hingefahren.

Ich hätte auch die Nachricht am Anrufbeantworter nicht gelöscht.

So, Frau Haas, ich hatte anderes im Kopf,

außer den 2 Flaschen Champagner, die ich abends allein reingeknallt habe.

Okay, wars das? Fertig?

Hier, die habe ich in Magdalena Junks Drucker gefunden.

Das sind Artikel über Medikamente.

Kannst du da bitte einen Blick drauf werfen?

Vielleicht hast du ne Idee, warum die das angeschaut hat.

Okay, ich muss weiterarbeiten.

Vogelgezwitscher

Ich muss noch was holen.

Im Keller.

Hm?

Was ist los?

Es sind nicht nur die Menschen.

Es ist das gesamte Hengasch.

Die gesamte Hengascher Materie, die mich hasst.

Das bildest du dir ein.

Der Jochen hat mir einen Antrag gemacht.

Und, was hast du gesagt?

Sag mal, weißt du das schon?

Nein, das ist das Erste, was ich höre.

Du weißt das schon.

Also gut, ich weiß es schon. - Woher denn?

Jochen war hier und hat um deine Ha...

Wir haben uns unterhalten über das Thema.

Er hat gesagt, dass ich dir das nicht erzählen soll.

Der hat um meine Hand angehalten? - Ach Quatsch.

Na ja, irgendwie schon.

Es gehört sich schließlich so.

Worüber habt ihr denn geredet?

Wir haben ein nettes Gespräch unter Kollegen geführt.

Kollegen? Papa, der Mann ist Tierarzt, das weißt du hoffentlich.

Arzt ist Arzt. Irgendwie erkenne ich mich wieder in ihm.

Der sieht mir ein bisschen ähnlich, findest du nicht?

Also, ich weiß gar nicht, warum du zögerst.

Klirren

Genau, Papa, ich habe in allen Männern immer nur dich gesucht.

Ich gehe auf die Wache. - Sophie, das war ein Scherz.

Es ist allgemein bekannt, dass viele Frauen auf Männer fliegen,

die ihren Vätern ähnlich sind, dagegen ist nichts einzuwenden.

Papa, du bist absolut anders als Kauth.

Du bist egozentrisch, selbstverliebt und redest nie über Gefühle.

Kauth ist hilfsbereit, denkt erst an andere

und sagt mir den ganzen Tag, wie toll ich bin.

Habe ich auch schon ein paar Mal gemacht.

Papa, schau dich doch mal um.

Hengasch, so weit das Auge reicht.

Das ist nicht New York oder ein Schloss

oder der Mond oder wenigstens Köln.

Das ist Hengasch.

Wie viele kleine Mädchen kennst du, die immer geträumt haben,

den Tierarzt von Hengasch zu heiraten?

Keins.

Ich kenne überhaupt kein einziges kleines Mädchen.

Musik

Paco, Poldi.

Musik

Na ja, es war aber auch ungeschickt von dem Kauth,

dass er es erst überall... - Morgen.

Sie wissen auch Bescheid?

Bescheid, worüber denn? - Schäffer, hören Sie bitte auf.

Gott sei Dank, es war so anstrengend.

Und woher wissen Sie es? Hat es Ihnen der Jochen selbst erzählt?

Nee, ich weiß es von Dietmar.

Ich weiß es von Heike.

Woher weiß die das? Durch Osmose? - Nee, die weiß es von Zielonka.

Was? - Dem hats der Kauth wohl selber erzählt im Aubach.

Echt? - Ja, hat sich wohl drauf gefreut wie ein kleines Kind.

Gut. Kommen wir zu etwas ganz anderem.

Wir haben ja Gott sei Dank noch unsere Arbeit.

Schauen Sie mal, was ich gefunden habe.

Ist mit Selbstauslöser fotografiert,

das sieht man an der Spiegelung im Rahmen.

Aber das meine ich nicht.

Kleiner Tipp.

(beide) Ah.

Ja gut, aber mit Verlaub, Chef, das muss ja nichts heißen.

Nur weil der ein P auf den Pullover gestickt hat,

heißt das nicht zwangsläufig, dass er der aus dem Kalender sein muss.

Haben Sie vollkommen recht, Schäffer.

Und noch ein Tipp.

Öh. - Haben Sie es?

Nee, ne? - Eben.

Äh, was denn?

Da.

Ach so, aber was soll das beweisen?

Das kann doch mal passieren.

Was? Im Leben nicht, Dietmar.

Ist das Ihr Ernst? - Das muss ja nicht Absicht sein.

Wir stellen uns einfach mal vor, ich hab den Selbstauslöser gedrückt,

und Sie legen den Arm um mich.

Wie auf dem Foto.

Wie auf dem Foto.

So bleiben wir eiskalt 10 sek stehen, bis der Fotoapparat auslöst.

21, 22, 23...

Gut, der wars, der hatte was mit der Junk.

Und wer ist das?

Im Telefonbuch steht, der Mann heißt Paul.

Also, Frau Haas...

Zufällig...

Türklingeln

Hund bellt

Poldi, aus! Aus jetzt, Poldi!

Ist ja quietschlebendig, der kleine Kerl.

Und kerngesund sieht der aus, ne?

Guten Morgen. Mit wem habe ich das Vergnügen?

Sophie Haas, Polizei Hengasch.

Hatten Sie bis vor 5 Wochen eine Affäre mit Magdalena Junk?

Ich? Wie kommen Sie darauf?

Ja, hatte er.

Kennengelernt haben wir uns, als der Hund den Allergieschub hatte.

Da war sie hier...

Und dann war ich öfter mit Poldi mal in der Praxis.

Tja. - Tja.

Und was ist vor 5 Wochen passiert?

Da habe ich Schluss gemacht. - Ja.

Meine Frau... Telefonrechnung, Einzelverbindungsnachweis...

Ah, ist praktisch so was.

Ich wünschte, Magdalena Junk hätte so was auch gehabt.

Entschuldigung, Sie verstehen bestimmt,

dass ich Sie das fragen muss:

Wo waren Sie gestern Morgen zwischen 10 und 12?

In der Kanzlei, habe ich genügend Zeugen für.

Können Sie sich irgendwen vorstellen,

der einen Grund gehabt hätte, Magdalena Junk zu ermorden?

Poltern von nebenan

Frau Thielen, wo waren Sie gestern Morgen zwischen 10 und 12?

Hier, wo denn sonst?

Gibts dafür Zeugen?

Wie bitte? Nein, natürlich nicht.

Der Postbote vielleicht oder der Mann, der die Tiefkühlkost bringt?

Nein, ich weiß es nicht.

Was wollen Sie überhaupt von mir?

Ich habe mit diesem Mordfall überhaupt nichts zu tun.

Wieso? Da vertust du dich doch.

Gestern war Mittwoch, da hast du vormittags immer Pilatus. - Psch.

Aber da hast du doch genug Zeugen dafür.

Zeugen wären nicht schlecht.

Wo machen Sie denn in Hengasch n Kurs für Pilates?

Da möchte ich auch mal hin...

Und dann nachfragen, und dann ist das mit dem Alibi schnell geklärt.

Es gibt gar keinen Pilates-Kurs.

Den Mittwoch verbringe ich immer bei meinem Liebhaber, Jörg Walter.

Der kann Ihnen das bezeugen.

Aha.

Ingeborg.

Mit dem Jörg?

Ja, mit dem Jörg.

Ist ein guter Freund von ihm.

Dann...

...frage ich den mal, den Jörg Walter.

Wiedersehen. - Wiedersehen.

Ja, genau. Ich finde alleine raus.

Danke schön.

"Leber minimal vergrößert, aber im Rahmen.

Hallo? Hallo? Ist ja ekelhaft hier.

Jochen? Hör mal.

Ich bin einfach nicht so ne Ja-Sagerin.

Weißt du, einfach nur so 'Ja'.

Dann dieses Romantische und auf die Knie fallen

und um die Hand anhalten.

Ich habe das nicht so damit.

Das heißt ja auch, Hengasch für immer. Ich meine, puh.

Dann nehme ich womöglich deinen Namen an

und dann hätte ich einen Namen wie ein Aussagesatz.

Sophie Kauth, das irritiert mich schon bei anderen.

Was ich eigentlich sagen will, ich habe...

...ich brauche wirklich Bedenkzeit.

Das ist kein verschobenes Nein."

Wie, wieder am Anfang?

Ja, hat alles richtig ausgesehen, aber P war es nicht.

Und wer J ist, wissen wir nicht.

Selbst wenn wir es wüssten, müsste er noch lange nicht der Täter sein.

Kann ja auch sein, dass sich jemand für ein ungeheiltes Tier gerächt hat

oder äh, gibt ja so Leute, die vererben Hunden Millionen.

(aus Toilette) Also doch ne Liste mit allen Jots, oder wie?

Ja, Schäffer! Herrgott, ich weiß es einfach nicht.

Was wollte Magdalena Junk von Jochen?

Das ist die 125.000-Euro-Frage.

Vielleicht wollte sie ihn warnen.

Vielleicht läuft da draußen jemand rum,

der alles umbringen will, was mit Tierheilung zu tun hat.

Vielleicht müssen wir erst die 64.000-Euro-Frage beantworten.

Nee. Was?

Wieso wollte Frau Junk das, was sie von Jochen Kauth wollte,

ausgerechnet gestern Morgen?

Was ist davor passiert?

Toiletten-Spülung

Ich weiß, was am Mittwoch passiert ist.

Was denn? - Sie haben einen Antrag bekommen.

Was soll das denn damit zu tun haben?

Ich sags ja nur. - Was sagen Sie nur?

Ja, also, vielleicht hatten Herr Kauth und Frau Junk eine Affäre.

Wie bitte?

Und wenn J Jochen Kauth ist und am Mittwoch im Ort rumging,

dass er Ihnen einen Antrag machen will, dann...

Wenn Frau Junk eifersüchtig ist, hat sie vielleicht gedroht,

dass sie zu Ihnen geht und erzählt,

dass Herr Kauth eine Affäre mit ihr hat.

Jetzt soll ich der Grund sein für den Mord?

Also, logisch ist es schon, finde ich.

Was ist daran logisch? Jetzt machen Sie mal halblang.

Das ist überhaupt nicht logisch.

Donnerstagmorgen wusste Jochen, dass ich nicht Ja gesagt hatte.

Warum soll er sie dann ermorden?

Na ja, aber Sie haben auch nicht Nein gesagt, oder?

Ich habe mir eine Bedenkzeit ausgebeten.

Okay, wir müssen mit ihm reden.

Musik

Jochen?

Musik

Jochen.

Rufst du mich zurück, wenn du das hörst?

Danke.

"Mein Jacko und ich."

Musik

Es sind nicht die Menschen, Bärbel, es sind die Tiere.

Die hat nicht die Vornamen ihrer Liebhaber abgekürzt,

die hat die Namen der Tiere ihrer Liebhaber abgekürzt.

Dann ist P nicht Paul, sondern Poldi.

Und J natürlich nicht Jochen.

Schauen Sie das bitte in den Patientenakten nach, ja?

Ich hab schon ne Idee, die überprüfe ich jetzt.

Mittwoch ist nämlich noch was anderes passiert

außer Jochens Antrag.

Musik

Frau Haas.

Was kann ich für Sie tun?

Herr Harnischmacher, ich wollte kurz mit Ihnen sprechen.

Kann ich reinkommen? - Ja, nein, ich habe...

Ich bin sehr beschäftigt.

Kannten Sie Magdalena Junk? - Wen?

Die ermordete Tierheilpraktikerin, haben Sie nichts davon gehört?

Nein, ich war seit gestern nicht mehr im Dorf. - Ach ja?

Ich habe Jackos Stall sauber gemacht.

Ach so, verstehe.

Verstehe, verstehe.

Und wo waren Sie gestern Morgen zwischen 10 und 11?

Da habe ich den Jacko zum Jochen Kauth gebracht,

mit meinem Kleinlaster.

Ja, das wusste ich auch schon.

Kann Jochen übrigens bezeugen. Wir haben ganz schön geschuftet.

Und dann?

Direkt wieder nach Hause.

Gibts dafür Zeugen?

Das wüsste ich jetzt nicht, zufällig vielleicht.

Sagen Sie mal, wie kommen Sie darauf,

dass ich diese Frau umgebracht habe?

In Frau Junks Kalender stand ein J,

regelmäßig und bis kurz vor ihrem Tod.

Ja und? Ich heiße Klaus, mit K.

Und Harnischmacher, mit H.

Und Ihr Eber heißt Jacko, mit Dsch, also mit J.

Deswegen kommen Sie zu mir?

Ja, also, nein.

Wir haben uns gefragt, was an dem Tag vor der Ermordung

passiert ist in Hengasch, außer dass Jochen mir nen An... äh, egal.

Wir haben uns gefragt, was an dem Tag noch passiert ist.

Da ist mir eingefallen, dass Jacko gestorben ist.

Da habe ich gedacht, ich komme zu Ihnen.

Gut, das haben Sie ja jetzt gemacht.

Frau Haas, ich habe ne ganze Menge zu tun.

Ja, natürlich.

Tschuldigung.

Bin schon weg.

Wiedersehen.

Wiedersehen.

Rufzeichen

Handy klingelt

Oh Gott. - Los!

Jochen, Jochen.

Sophie, das ist blöd gelaufen, ne?

Insgesamt nicht so meine Woche. - Frag mich mal.

Schnauze da jetzt!

Könnt ihr euch vorstellen, wie meine Woche war?

Klaus, die ging damit los, dass du Jacko vergiftet hast.

Was? Wie bitte?

Ich habe mir die Ausdrucke aus Magdalena Junks Praxis angeschaut.

Alles toxische Substanzen, schwer nachweisbare Gifte.

Dann fiel mir ein, dass du im Raum warst,

als Magdalena Junk mir auf Band gesprochen hat.

Und dass du es plötzlich eilig gehabt hast.

Hey!

Und da hast du schon Verdacht geschöpft?

Ich habe Jackos Blut auf diese Substanzen hin getestet.

Zack, Treffer, Thallium.

Das verabreicht man über Wochen in kleinen Dosen.

Am Ende siehts aus wie ein normaler Herztod.

Da bin ich hierher, Klaus, um dich zur Rede zu stellen.

Warum haben Sie das gemacht? Warum machen Sie so was?

Für die Versicherung. - Was?

Die Zeit war reif. Jackos Sperma war nicht mehr so gut wie früher.

Bei der nächsten Untersuchung

hätte die Versicherung die Summe runtergesetzt.

Das ist alles Magdalenas Schuld!

Mit der hatten Sie eine Affäre?

Blöde Kuh mit ihrem Scheiß-Naturquatsch.

Letzte Woche hat sie festgestellt, dass Jacko schlappmacht.

Sie wollte an ihm rumpendeln.

Sagt sie mir auf den Kopf zu, dass da Gift in seinem Körper ist.

Quatsch, kann Zufall... - Ich konnts auch kaum glauben.

Ich war so platt, dass ich die Wahrheit gesagt habe.

Sie hat mich angefleht, ich soll aufhören. - Und Sie?

Ich habe sie rausgeschmissen.

Ach so. Und dann, als der Eber am nächsten Abend tot war, da...

Da hat Magdalena Junk bei mir angerufen.

Ja? Aha. Und dann?

Ich wusste, was sie vorhat.

Ich bin zu ihr hin, ich habe ihr Geld geboten, viel Geld.

Wollte sie nicht!

Bin immer wütender geworden.

Die ist immer hysterischer geworden.

Stand da diese Statue und... Ich wollte das nicht.

Das war ein Unfall.

Ach, Unfall, dass ich nicht lache.

Der Jacko war ein guter Zucht-Eber,

aber das Ausnahmeschwein bist du allein, Klaus! - Jochen!

Tut mir wirklich leid, Jochen. - Wir wollen heiraten!

Oder? - Ja.

Was?

Wir wollen heiraten.

Sie wollen doch nicht ne junge Familie aufm Gewissen haben.

Ist doch Quatsch, Jochen. Ihr passt gar nicht zusammen.

Guck mal da.

Nee.

Jetzt sind Sie verhaftet.

Hoch. Komm, du auch, Schätzchen.

So, raus jetzt.

Schäffer, Sie hätten mich sehen müssen, es war wie im Kino.

Wie so ne Was-passiert-dann-Maschine.

So das Seil, ich habe es losgemacht, es geht da rüber,

und dann der ganze Strohballen, wusch, auf seinen Kopf.

Das hätte aber auch ins Auge gehen können.

Ja, aber in sein Auge.

Ist es schlimm? - Nee.

Musst du ins Krankenhaus. - Nur ne Platzwunde.

Die nähe ich mir selber.

Bärbel.

Arzt ist Arzt, ne?

War ne gute Idee, das mit der Hochzeit,

das hat ihn wirklich abgelenkt.

Aber wenn du mir keinen Antrag gemacht hättest,

wäre ich auch nicht drauf gekommen.

Teamarbeit.

Ja, Teamarbeit.

Wollen wir dann mal... - Warte.

Ich wollte noch kurz mit dir reden.

Worüber?

Fängt auch mit J an und...

Schäffer, was ist los?

Kupplung langsam kommen lassen...

Die haben sich geküsst. - Was?

Ich sags dir, die haben sich geküsst. - Echt jetzt?

Ich sags dir, die hat Ja gesagt.

(summt Hochzeitsmarsch)

Die passen überhaupt nicht zusammen.

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