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Untertitel: WDR mediagroup GmbH im Auftrag der ARD Degeto
Sophie Haas
Dietmar Schäffer
Bärbel Schmied
Wurde wegen Geringfügigkeit...
...von weiteren polizeilichen Maßnahmen abgesehen.
Feierabend.
Heute war aber auch wieder was los.
Ach, habt ihr schon Feierabend? - Ja.
Hallo Bärbel. - Hallo Heike. - N Abend.
Das ist schlimm mit der Ellen. - Aber echt.
Welche Ellen denn?
Die Ellen hat doch so schlimme Füße. Die tritt jetzt zurück.
Die Vorsitzende von den Landfrauen.
Kreisvorsitzende, vom ganzen Landkreis.
Die kann einfach nicht mehr. - Ich kann auch nicht mehr.
Ich gehe jetzt nach Hause.
Apropos, ich würde gern Ihren Vater einladen.
Heike, bitte. - Jetzt lass mich doch.
Am Wochenende veranstalten mein Mann und ich
im Gasthof Aubach ein Kegeln für die Senioren.
Das steht noch gar nicht fest.
Mein Vater wäre sicher gern gekommen.
V.a. seine Bandscheibe. Aber leider ist er verreist.
Tschüs. - Tschüs. - Tschüs Chef.
Wer wird Nachfolgerin von Ellen? Du?
Ich? Kreisvorsitzende? Nee, nee, nee.
Das wird Jana machen oder Bettina, die sind schon viel länger dabei.
Für mich ist das auch gar nichts, ich hab zu viel zu tun.
Ich hab überhaupt keine Zeit dafür.
Uschi, kommst du?
Ja.
N Abend. - N Abend.
So. - Danke schön.
Bitte schön.
Tschuldigung. - Klar.
Der Bauer Rieder hat frisch geschlachtet.
Es gibt Wurst, Blutsuppe, Bauch...
Also, die normale Karte gilt überhaupt nicht.
Gibts gar nichts, was nicht ganz so sehr totes Tier ist?
Ich kann Ihnen ein paar Käsebrote machen.
Super, Käsebrot, super.
Das bringt hier nix.
Nach dem Netz zu suchen.
Entweder man hat hier eins oder man hat keins.
Noch nicht mal einen Balken? Das hatte ich noch nie.
Hinten gibts noch ein Telefon.
Ich weiß allerdings nicht, ob das schon Euro nimmt.
Wahrscheinlich hats noch ne Wählscheibe.
Danke schön. - Gern.
Na dann, Prost.
Prost.
Gerard.
Sophie. - Angenehm.
Und was verschlägt eine Frau wie Sie in so eine Gegend?
Das Geld.
So, guten Appetit. - Danke schön.
Und Sie? Nachtisch?
Danke, nein... Nein, danke.
Danke, ist alles in Ordnung hier. - Ja, schön.
* TV * "Die kanarischen Tomaten treffen schon mal den Geschmack."
Mensch, Muschi, jetzt setz dich doch mal hin.
Oder mach woanders, was du da machst.
Seit Ellen gesagt hat, dass sie aufhört,
bist du überhaupt nicht mehr gemütlich.
Stell dich doch einfach zur Wahl auf.
Du hast ja keine Ahnung, wie die sind.
Kreisvorsitzende beim Landfrauenbund,
das wird man nicht einfach so, das ist wie Papst werden.
Da kannst du nicht hin und sagen, "Ich stell mich zur Wahl",
und dann wählen einen alle.
Landfrauen sind sogar noch schlimmer als der Papst.
Wie hast du dir das jetzt genau vorgestellt?
Ich halt mich aus allem raus.
Wenn die erst Gerda und dann Bettina abgesägt haben,
dann fällt allen auf: Guck mal, die Schäffers.
Wie sehr die sich immer ehrenamtlich engagieren.
Was ist mit denen? Also mit Heike.
Was meinst du mit "ehrenamtlich engagieren"?
Obdachlosenessen in Prüm, Altkleidersammlung,
unseren Versammlungsraum renovieren.
Mit Kegeln für die Senioren fangen wir an.
Die Einladungen sind fertig, die musst du nur noch zur Post bringen.
Bevor ich den verknackt habe, finde ich in seinem Keller eine Truhe.
Da liegt ne Puppe von ihm drin.
Er hat sich selber als Puppe nachgebaut. - Was?
Ja. - Das ist ja gruselig. - Voll.
Oh Gott.
So gehts hier die ganze Zeit?
In einer Tour. Hengasch ist nix für schwache Nerven.
Noch so nen Kleinen? - Unbedingt.
Ich glaube nicht.
Äh. - Ja nu, hier.
Okay. Irre schade.
Wir können bei mir zu Hause noch einen trinken.
Wenn Sie einverstanden sind.
Tschüs.
Wiedersehen.
Tja, dann...
...fahre ich dir mal hinterher.
Genau.
* Musik *
(Hahn kräht)
Gerard?
Morgen.
(seufzt) Morgen. - Oh.
Ich muss die Einladungen fürs Seniorenkegeln fertig machen.
Hab die gestern beschriftet, jetzt muss ich die frankieren.
Nee, ne?
Wo ist eigentlich dieses Schwämmchen,
womit man die Briefmarken feucht macht
und dann draufklebt?
Das habe ich weggeschmissen. Hat so komisch gerochen.
Jetzt muss ich die alle anlecken. 120 Stück.
Mit der Zunge.
Ich hab jetzt 3 Stück.
Und schon keine Spucke mehr.
(Eule ruft)
Guten Morgen.
Hach.
* Telefonklingeln *
Polizei Hengasch, Bärbel Schmied.
Guten Morgen Herr Schäffer.
Guten Morgen Frau Schmied.
Morgen.
Oh.
Ja, kenn ich. Richtung Michelbach.
Sie wissen, dass man die Dinger nur anlecken muss,
dann kleben die von alleine?
Hatten Sie nicht so ein Schwämmchen dafür?
Hat Bärbel weggeworfen. Das roch.
Frau Haas... - Was machen Sie eigentlich?
Hausaufgaben für Ihre Frau?
Auf dem Golfplatz liegt wer tot aufm Rasen.
Früher waren das alles die Erdbeerfelder vom August.
Dem wurde alles zu viel, dann hat er sie verkauft.
Früher war das hier alles brach. Totes Land. Zu nichts zu gebrauchen.
Na ja, und jetzt...
...Sie sehen es selbst.
Sagen Sie, ist das ein großer Klub oder ein kleiner?
Ich kenn mich nicht so aus.
Aber das stimmt doch nicht, dass hier alles totes Land war,
was zu nichts zu gebrauchen war.
Der August hat alles nur verkauft,
weil er mit den Erdbeeren nicht mehr fertiggeworden ist.
V.a. mit den Erdbeeren.
Jedenfalls, hier ist etwas entstanden.
Eine Frage, Herr von Sutter. - Ja, bitte?
Wie kriegen Sie den Rasen so dicht und kurz?
Ohne einen Maulwurf.
Wenn ich an meinen denke, das ist eher so ne Wiese.
Glücklicherweise war ein Arzt vor Ort,
ein Mitglied, trainiert immer morgens.
Kannten Sie den Toten? - Natürlich.
Einer unserer Trainer. Gerhard Müller. - Oje.
Ach.
Herr Dr. Bechermann. Das gibts ja gar nicht.
Das hätte ich nicht gedacht, dass Ihre Praxis so viel abwirft.
Golf ist gar nicht mehr so teuer. - Tag.
Der andere Trainer hat ihn gefunden, da hat er mich gleich angerufen.
Und?
Herzinfarkt? - Ja, vermutlich.
Ja dann.
Das ist Gerhard Müller.
Gerhard... Müller.
Vermutlich Herzinfarkt.
Kein Wunder bei seinem Lebenswandel.
Ich muss mich mal einen Augenblick hinsetzen.
Ist Ihnen nicht gut, Chef? - Vielleicht der Kreislauf.
Frau Haas?
Wollen Sie ein Traubenzückerchen? - Was? Nein.
Ich gerne.
Was meinten Sie eigentlich genau mit Lebenswandel?
Ich will mal so sagen: Der war schon gut drauf.
Die Frau, die der noch nicht hatte im Klub,
tritt erst nächsten Monat ein.
Können wir uns drinnen weiter unterhalten?
Natürlich, selbstverständlich. In meinem Büro.
Da wird auch Herr Ritter auf uns warten.
Habe ich was Falsches gesagt?
Ich sammele die Sachen von dem Toten ein, ne?
Ja.
Wissen Sie, woran er gestorben ist? - Nein. Wir warten die Obduktion ab.
Dr. Bechermann tippt auf Herzanfall.
Dr. Bechermann ist ein sehr gewissenhafter Arzt.
Der Bechermann ist Gynäkologe.
Und Herzanfall kann ich mir nicht vorstellen.
Gerard war superfit. So haben wir den Herrn Müller genannt.
Mhm.
Ja...
Ich finde das auch sehr, sehr merkwürdig.
Gibt es Angehörige, die wir informieren sollten?
Familie, Frau, Kinder?
Davon ist mir nichts bekannt. - Kinder hatte der bestimmt viele.
Ich bitte Sie.
Könnten Sie sich vorstellen,
dass er einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist?
Immerhin haben Sie uns angerufen. - In unserem Klub? Auf keinen Fall.
Hatte Herr Müller mit wem Streit?
Jeder hat mal mit irgendjemandem Schwierigkeiten.
Bei Herrn Müller war das schon unnormal.
Der ist mit jeder durch die Betten geturnt.
Der hat alles weggenagelt, was nicht bei 3 aufm Baum war.
Was Herr Ritter sagen will:
Herr Müller war ein außerordentlich gut aussehender
und sympathischer Mann.
Das kann zu Verstimmungen geführt haben.
Dann ist er nicht nur der Trainer,
sondern auch so was wie der Klub-Casanova?
Ja. Mit Casanova hat es bekanntlich auch kein gutes Ende genommen.
Stimmt, der hatte auch viele Freundinnen.
Vielleicht ist einer eifersüchtig geworden.
Mord aus Leidenschaft.
Frau Haas, wahrscheinlich müssen wir nur rausfinden,
mit wem er zuletzt im Bett war. - So ein Unfug.
Wir warten die Obduktion ab, und dann spekulieren wir weiter.
Danke sehr. - Danke.
* Musik *
Tja, ich find das hier...
...alles...
...reichlich komisch.
Sie finden jetzt so viel wie möglich über Gerard...
...über Gerhard Müller raus.
Und über den Klub hier.
Mitgliederliste vom Verein.
Dann die Krankenkasse von Gerard. Am Ende hat der wirklich was am Herzen.
Und die Konten von dem Klub muss ich sehen.
Und mit wem er zuletzt im Bett war?
Hast du sie noch alle, Heidrun?
Du Schwein!
Was ist denn hier los?
Sehen Sie ja, die schmeißt nach mir. - Tu nicht so! Du weißt, warum!
Du hast ihn umgebracht!
Aufhören!
Du bist doch nicht dicht. Dich muss man einweisen!
Aufhören!
Wer sind Sie? Hat er mit Ihnen etwa auch was?
Ich muss doch sehr bitten.
Ah. - Aufhören!
(sie schluchzt) Gerard.
So. - Au!
Können Sie mir sagen, was mit der Frau los ist?
Bildet sich ein, ich hätte unseren Trainer umgebracht.
Mann, Mann, Mann.
Chef, soll die Golfausrüstung zur KTU?
Nee.
Wir müssen noch abwarten, obs nicht ein Herzinfarkt war.
Komisch.
Sonst glauben Sie dem Dr. Bechermann doch auch nie
und wittern immer gleich nen Mord. - Stimmt doch gar nicht. - Wohl.
Das Gerät registriert sicher, wer hier wann rein- und rausgeht.
Bärbel, können Sie ne Liste besorgen von allen, die heute hier waren?
Klar.
* Musik *
Sehr gut. Könnten Sie uns das schriftlich zukommen lassen?
Per Mail ist nicht so gut. Geht per Fax?
Ja? Super. Vielen Dank.
Ihnen auch. Tschüs.
Das wars jetzt aber auch.
Frau Haas?
Ja?
Raten Sie mal.
Was denn?
Das war die Bank.
Der Golfklub steht kurz vor der Pleite.
Ja, dann...
...scheint das gar nicht so rosig zu sein, wie uns der...
...Präsident da weismachen will.
Jedenfalls sind die schnell im Golfklub.
Hier, die haben uns schon die Mitgliederliste geschickt.
Und die Liste von allen,
die um diese Zeit auf dem Gelände eingecheckt waren.
Nur mal theoretisch.
Falls es sich doch um einen Mord handelt.
Psychologisch gesehen ist bei einem derart polygam veranlagten Mann
Mord aus Eifersucht am wahrscheinlichsten.
Polygam veranlagt.
Sie haben ja gehört, was dieser andere Golftrainer...
...Herr Ritter, was der über den Toten gesagt hat.
Ja.
Was hat er denn gesagt?
Dass er alles wegnagelt, was nicht bei 3 aufm Baum ist.
Als Golftrainer muss man ja auch viel einlochen.
Hole-in-one.
Schäffer, jetzt reichts.
* Musik *
Auf den 1. Blick sind das Symptome für nen Herzinfarkt.
Ist nicht Ihr Ernst.
Ich sagte, auf den 1. Blick.
Ich fand es komisch,
dass ein sportlicher Mann wie er einen Herzinfarkt erleidet.
Also habe ich ihn aufgeschnitten. Da war nichts.
Aber dann habe ich gesehen, dass die Magenschleimhaut rot war, ganz hell.
Dann habe ich...
Er liegt da vorn. Ich hole ihn schnell.
So.
Da ist er.
Also.
Er ist vergiftet worden. Irrtum ausgeschlossen.
Und zwar mit Kaliumcyanid.
(mit brüchiger Stimme) Kenne ich gar nicht. Was ist das?
Blausäuresalz, ähnlich wie Zyankali.
Kann man das kaufen?
Natürlich nicht. Da muss man Zugang zu haben und Ahnung.
Wie nimmt man das auf? Wie vergiftet man jemanden damit?
Über die Schleimhäute.
Es genügt, das ins Essen zu mischen? Oder in ein Getränk? - Mhm.
Wie schnell wirkt das?
Ein Mann von seinem Körpergewicht... 1/2 min, vielleicht eher.
Bevor ichs vergesse.
Er hatte kurz vor seinem Tod noch Geschlechtsverkehr.
Aha.
Wusste ichs doch.
Sie sind doch nicht alt, Frau Ziegler.
Abgesehen davon heißt das doch Seniorenkegeln.
Tschüs Frau Ziegler.
Bis Samstag, ja?
Heike, sag mal, die Haas...
Ja?
Die hat sich neulich bei uns im Lokal wen angelacht.
Nee, ne? - Ja.
Die sind zusammen weggefahren.
Sie in ihrem roten Auto, und er hatte ein schwarzes Cabrio.
Ein schwarzes Cabrio? - Wenn ichs dir doch sage.
Die saßen drin. Ein Bierchen nach dem andern haben die gezischt.
Früh am Morgen, ist allein aufn Golfplatz.
Und was? Dann nimmt er was zu sich, irgendwie Gift.
Nach 30 sek, bums, fällt er tot um?
Dann muss ihm jemand hier direkt das Gift verabreicht haben.
Aber wie?
Oder er hat es sich selbst verabreicht,
hatte was Giftiges bei sich.
Was zu trinken oder was zu essen.
Nee, hier ist nichts.
Hier, Moment...
Doch, hier ist so ne Trinkflasche.
Halbvoll. - Nicht anfassen, Schäffer.
Eintüten und in die KTU. Da könnte Gift drin sein.
Mache ich. - Super.
Danke schön. Tschüs. - Tschüs Chef.
Bär. - Ach, sehr gut.
Nimmst du mal?
Hä? - Ich bin vergiftet.
Oh Gott. - Ja.
In der Flasche, da ist Gift drin.
Ich muss mir sofort die Hände waschen.
Sag mal, die Haas hat nen neuen Kerl, und du sagst mir nichts?
Die hat keinen Kerl, das wüsste ich. - Mit nem schwarzen Cabrio.
Ein schwarzes Cabrio? Ist doch Quatsch.
* Musik *
* Handyklingeln *
Kauth. - Hallo Jochen. Ich bins.
Sophie? - Ja.
Stör ich?
Nee, gar nicht, gar nicht.
Gut.
Sophie?
Ja, ähm...
Ich wollte dich was fragen. Ich...
Sag mal, mein Verhältnis zu Männern ist doch in Ordnung, oder?
Da ist nichts komisch dran, oder so. - Hä?
Äh, ja, ich weiß. Gute Nacht.
* Musik *
Muschi? - Ja?
Kann Mittag nicht finden.
Oder kommst du nachher? - Ich kann heute nicht.
Ich muss mit Lydia besprechen, was für Schnittchen ich mache.
Gestern habe ich nichts vorgekocht, da musste ich mit Willi reden.
Der bedient die Kegelbahn. - Dafür hast du Zeit.
Brot ist noch im Kasten.
Du kannst dich schon dran gewöhnen.
Wenn ich die Nachfolge von Ellen antrete...
Du hast nur noch deine Landfrauen im Kopf.
Ich habe auch meine Karriere.
Mann, Mann, Mann.
Ja, ich war mit Gerard zusammen.
Dann kam Agnes Schneider und hat ihn mir weggeschnappt.
Sie ist aber mit Lothar verheiratet. - Ah.
Der, den Sie mit Piccolos beworfen haben?
Ja.
Sie denkt...
...ich hätte was mit Gerards Tod zu tun.
Warum denkt sie das denn?
Ich wette, der hat das mit Gerard und Agnes rausgekriegt,
dann ist er auf ihn los.
Wann soll er das rausgekriegt haben? - Weiß ich doch nicht.
Oh Gott.
Ihr Gerard...
...der war nicht...
...ganz treu, oder?
Ein Mann wie er muss sich ausleben.
Aber geliebt hat er nur mich.
Hat er mir vorgestern noch gesagt.
Er kam in die Umkleide und hat gefragt, ob ich Seife hätte.
Dann haben wir zusammen geduscht.
Wo waren Sie gestern Morgen? - Beim Zahnarzt.
Dr. Pfeifer.
In Bonn. Können Sie gerne nachfragen.
Ja, das werde ich.
Rücksichtslos, komplett triebgesteuert.
Wie läufts zwischen Ihnen und Ihrer Frau?
Super. Wieso?
Die soll ein Verhältnis gehabt haben mit diesem Gerard.
Das zählt nicht. Das war ein Ausrutscher.
Ich habe ihr verziehen. - Wahnsinnig großzügig von Ihnen.
Sie haben davon gewusst, aber es ist beendet? - Ja.
Sie sind Apotheker. - Ja, lieber nich.
Was? - Ihm gehört die Apotheke in Liebernich.
Wieso?
Diese Heidrun... Ich sags ganz direkt.
...die hat Sie konkret beschuldigt.
Können Sie sich das umgekehrt auch vorstellen,
dass sie dem Gerard was antut? - Auf jeden Fall.
Uns ist zu Ohren gekommen,
dass der Tote ein Verhältnis mit Ihrer Tochter hatte.
Ja, leider.
Und da hat er sich mit Ihnen getroffen? - Ja.
Sie sagten, im Sommer am Wochenende regelmäßig.
Ja, aber Ihr Mann wird das nicht erfahren.
Hat er Ihnen das Einlochen gezeigt? - Ja.
Schön.
Aber aktuell waren Sie nicht mehr mit dem Gerard zusammen?
Zusammen in dem Sinne waren wir nie. Wir hatten eine Affäre.
Aber das war nur... sagen wir, eine Phase von mir.
Und Ihr Mann wusste davon?
Er konnte es sogar verstehen.
Wir hatten uns Kinder gewünscht, und es hat nicht funktioniert.
Wir haben es lange probiert. Sehr lange.
Irgendwie hat es dazu geführt, dass wir uns auseinanderentwickelt haben.
Dann habe ich mich in das Abenteuer mit Gerard gestürzt.
Gerard war so...
...so unkompliziert.
Der war so lustig.
Mit ihm konnte man jede Menge Spaß haben.
Vorher war der mit dieser Frau Wagner zusammen. - Heidrun.
(beide) Ja.
Die scheint das nicht so gut verkraftet zu haben, die Trennung.
Heidrun ist sehr impulsiv. Da muss man aufpassen.
Die haben sich ständig gestritten, dieser Gerard und der... - Ritter.
Worüber denn? - Keine Ahnung.
Einmal haben die sich sogar geprügelt. - Nee, ne?
Aber das hast du nicht von mir. - Kannst dich auf mich verlassen.
Ich will meinen Job nämlich behalten. - Klar.
Grüß Timo. - Mach ich.
Wo bleibt denn Herr Ritter? Kommt der heute nicht?
Herr Ritter? Da muss ich nachschauen.
Nee, der kommt heute nicht, der trainiert heute gar nicht.
Das ist der Trainingsplan? Vielen Dank.
Mhm, mhm.
Der sollte zu meiner Befragung erscheinen, ist er aber nicht.
Ich muss dringend mit ihm sprechen. Geben Sie ihm bitte meine Karte.
Ja.
Vielen Dank.
Chef. KTU.
Einen Moment bitte.
Das Gift war in dem Wasser aufgelöst,
das in der Trinkflasche war.
Gut, dann sollen die die Trinkflasche
auf DNA-Spuren untersuchen.
Dann sollen Sie die Trinkflasche auf DNA-Spuren untersuchen.
Ja, danke.
D.h. dass alle die Leute infrage kommen,
die vor der Tat Zugang zu dem Golfberg hatten.
Und die, die kurz zuvor noch Sex mit ihm hatten.
Hören Sie auf, auf dieser Sex-Nummer rumzureiten.
Warum soll ich wen umbringen, mit dem... mit dem man es...
...die Nacht vorher noch...
...noch nett hatte?
Auf jeden Fall sollten wir einen DNA-Test bei den Frauen machen.
Da hat sie recht.
Wenn die KTU was findet, unbedingt.
Vorher nicht.
"Ja, da hat sie recht."
* Musik *
Na?
Hast du mich erschreckt. - Was erzählst denn du der Polizei?
"Heidrun ist sehr impulsiv, da muss man schon aufpassen."
Hats dir nicht gelangt, dass du mir Gerard weggenommen hast?
1. habe ich ihn dir nicht weggenommen.
2. bist du wie eine Furie auf Lothar los.
Gerard hätte mich nie verlassen.
Heidrun, du bist krank. Du musst dir Hilfe suchen.
Gerard hatte die Nase voll
von deinem Himmelhoch-jauchzend- zu-Tode-betrübt. - Du lügst!
Du lügst, sobald du den Mund aufmachst.
Als du der Polizei erzählt hast, dass ihr euch versöhnt habt,
war das auch gelogen, das stimmt doch gar nicht!
So.
Kümmern Sie sich um Lothar
und den Kaliumcyanid-Bestand seiner Apotheke.
Sie kümmern sich... - ...um den Zahnarzttermin von Frau Wagner.
Sehr gut.
(beide) Und Sie?
Ich geh da noch mal hin.
Unangekündigt.
Ich muss mir da noch mal...
...nen 2. Eindruck verschaffen.
Sehr gut... Chef.
Danke... Schäffer.
Okay, Jungs, wir gehen in die 2.
Na? - Sie?
Ich.
Ich dachte, heute gibts kein Training.
Leute, die Stunde fällt aus. Sorry.
Nett hier.
* Telefonklingeln * Boah. Mann, Mann, Mann.
Polizei Hengasch, Schäffer am Apparat.
Herr von Sutter.
Seine Golftasche? Steht direkt neben mir.
Autoschlüssel sind da drin, glaube ich.
Ich guck mal.
Der Wagen steht im Weg?
Ja.
Nee, da weiß ich auch nicht, was damit passiert.
Da kümmern wir uns drum. Hier ist er schon.
Hab ihn hier, den Schlüssel.
Ja, Herr von Sutter.
Ich habe mal eine Frage.
Ist nicht zufällig ein schwarzes Cabrio?
(murmelt) Ja, kümmern wir uns drum.
Ich glaub, ich weiß, warum die Haas so komisch zu dir ist.
Das macht jeder Golflehrer.
Es gibt ne Menge Leute, die sich die Gebühren nicht leisten können.
Die trotzdem spielen oder reinschnuppern wollen.
Studenten z.B. Die lass ich heimlich rein gegen 10 oder 20 Euro.
Verstehe, verstehe.
Das läppert sich für Sie.
Damit Ihre Praxis dem Klubpräsidenten nicht auffällt,
sind Sie gar nicht erst zu der Befragung erschienen?
Und ich nehme an, Gerard ist Ihnen auf die Schliche gekommen.
Deswegen sind Sie immer mit ihm aneinandergeraten, hm?
Stimmt. Er hat sich aufgeregt. Gerade der.
Wer von Ihnen...
...war der bessere Golfer?
Ist das Ihr Ernst? Gerard hatte gerade mal ein 5er-Handicap.
Weltrangliste hat der nie gespielt.
Aber Sie?
Ja, lange her. Jetzt muss ich mir ein paar Euro verdienen
mit Studenten, die ich schwarz spielen lasse.
Die reichen Schnepfen sind alle zu ihm.
Für mich sind nur noch die Krümel übrig geblieben.
Oh, gut.
Und jetzt?
Selbstanzeige. Kommt immer gut an beim Finanzamt.
Nee, Finanzamt. Bitte nicht.
Ich tus nie wieder.
Großes Indianerehrenwort? - Versprochen.
Frau Haas?
Herr Ritter?
Herr von Sutter.
Gut, dass Sie gerade kommen.
Sie haben doch bestimmt einen Schlüssel für die Umkleiden.
Bärbel hat mit der Zahnarztpraxis gesprochen.
Das Alibi von Gudrun Wagner stimmt, sie hatte ne Wurzelbehandlung
und saß zur Tatzeit aufm Behandlungsstuhl.
Wurzelbehandlung? Da hätte ich auch mit Piccolos geworfen.
Sie können wieder zumachen. Was gabs sonst noch? Ah...
Den Spind von Agnes Schneider möchte ich sehen.
Wir können morgen die Speicheltests machen.
Die KTU hat DNA-Spuren auf der Trinkflasche gefunden.
Super. Sonst noch was?
Ja.
Ich glaube...
Was? - Ich glaube, wir wissen, mit wem Gerard zuletzt Sex hatte.
Aha.
Deswegen können wir diese Person...
...als Täterin ausschließen.
Da sprechen wir später drüber. Ich muss hier weitermachen.
* Freizeichen *
Ich glaube, wir können auflegen.
So, bitte schön.
Ist das auch der richtige? - Das ist der Spind von Frau Agnes Schneider.
Gut, danke.
Was ist das?
Ein Rezept.
Für was?
* Musik *
Ich bin zwar pensioniert, und fürs Seniorenkegeln finde ich es zu früh,
aber ich komm natürlich trotzdem.
Damit tust du mir einen großen Gefallen.
Je mehr Leute kommen, umso besser.
Was macht ihr für ein Gesicht?
Ist was? - Nee.
Was ist denn los?
Nichts.
Ist was mit der Haas? Oder mit ihrem neuen Kerl?
Also nee... - Mit dem schwarzen Cabrio?
Nee ist keine Antwort.
Das habe ich von der Bärbel noch nie gehört. - Bär?
* Musik *
Hätte ich mir denken können.
Bär, du bist so verspannt. - Mhm.
Hm? - Einen nehme ich noch.
Frau Schäffer.
Herr Zielonka, das muss für Sie das Fest der Feste sein,
Ostern und Weihnachten am gleichen Tag.
Was? - Hä?
Wir haben noch was Dringendes zu besprechen.
Über den Fall.
Zu dritt.
Heike.
Chef, Sie haben Bärbel gehört.
Ich hab eh keine Zeit. Ich muss mich um Samstag kümmern.
Tschüs Bär. - Tschüs.
Bärbel. - Tschüs.
Frau Haas.
Tschüs Bärbel. Nacht Frau Haas.
Ich hab ein Rezept gefunden in dem Spind von Agnes Schneider.
Krampfadern.
Wird Frauen oft verschrieben, wenn sie schwanger sind.
Raten Sie, wer das ausgestellt hat.
Der Dr. Bechermann.
Haben Sie denen nichts gesagt?
Nee. - Nee.
War ja auch für unsere Ermittlungen völlig irrelevant.
Das war mir einfach...
...peinlich.
Vor Ihnen.
(seufzt)
Ja, dann...
Dann, ähm...
...prüfen wir das morgen nach mit dem Dr. Bechermann, ne?
Ja, gute Nacht.
* Musik *
Danke.
Gerne. - Klar.
* Musik *
Seit wann ist Agnes Schneider schwanger?
Woher wissen Sie das?
Von Ihnen. Seit gerade eben.
Ich habe Schweigepflicht. - Ich muss los.
Frau...
...Haas.
Bitte schön. Für Sie auch? - Danke, ich darf gerade nicht.
Warum dürfen Sie gerade nicht?
Ich glaube, ich weiß, warum. Weil Sie schwanger sind.
Was fällt Ihnen ein? - Von Gerard, oder?
Was soll das?
Wir haben Ihnen alles gesagt. Lassen Sie uns in Ruhe.
Von wem das Kind ist, können wir nach der Geburt feststellen.
Vorläufig nehmen wir eine Speichelprobe von Ihrer Frau.
Nein. - Doch.
Nein. - Doch!
Gerards Mörder hat DNA-Spuren hinterlassen. - Lächerlich. Wo denn?
An seiner Wasserflasche.
Einmal den Mund aufmachen. Geht ganz schnell.
Wir sind dazu nicht verpflichtet.
Sie wollten ein Kind von Ihrem Mann, und das hat nicht geklappt.
Dann sind Sie "überraschend" schwanger geworden von Gerard.
Ihr Mann sollte denken, dass das Kind von ihm ist.
Deswegen mussten Sie Gerard loswerden.
Völlig falsch, was Sie sich zusammendichten.
Wirklich?
Ach so.
Sie haben das gewusst und mitgemacht.
Gerard musste sterben, damit er später keine Ansprüche stellen kann.
Sie haben ja Zugang zu dem Gift als Apotheker.
Das ist eine Frage der Zeit, bis wir es rauskriegen.
Lassen Sie meine Frau in Ruhe!
Sie hat nichts damit zu tun.
* Musik *
Ich möchte ein Geständnis ablegen. Kann ich meinen Anwalt anrufen?
Schon gut.
Ich ruf dich nachher an.
Ja, dann... Natürlich.
Muschi, guck jetzt.
Super, Bär. - Toll, wie du das hier gemacht hast alles.
Ja, ne? Das wird mir noch helfen.
Hast du die Gesichter von Bettina und Gerda gesehen?
Guck mal, die Frau Ziegler.
Mann, Mann, Mann.
Na ja.
* Musik *
Ich habe schon null aufgeschrieben hier.
Chef, Sie sind dran.
Sie schaffen das, Frau Haas.
Nee, erst der Chef, dann Sie, Herr Zielonka.
Tja.
So.
Toi, toi, toi, Frau Haas.
Ja, ja, ja.
Super!
Anfängerglück, Frau Haas, Anfängerglück.
Oh. - Schade.
Na, zeigen Sie mal.
Schafft der nicht.
Prost.
Ich zähl auf dich, Hans.
Ja, ja.
Packt jedes Mal die Kugel wieder ein.
Bin ich gespannt.
Viel Glück.
Jetzt mache ich meinen Spezialwurf.
Da brauchen Sie 2 Kugeln.
Na ja.
Copyright ARD Degeto 2020
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