All language subtitles for Mord mit Aussicht - S02E07 - Waldhaus Amore.deu

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Original subtitles

Untertitel: WDR mediagroup digital GmbH im Auftrag der ARD Degeto

Sophie Haas

Dietmar Schäffer

Bärbel Schmied

Musik

Auf den Chef. - Ja.

Auf Sie, Frau Haas. - Jawoll. Auf mich.

Prösterchen.

Vielen Dank für die Einladung.

Heike und ich essen eher selten auswärts. - Keine Ursache.

Ist ja immerhin mein Dienstjubiläum.

Ich weiß noch, bei deinem 15-Jährigen.

Da habe ich gerade angefangen.

Da hat dir der Chef eine Urkunde überreicht.

Da musste er fast weinen. - Bärbel.

Schäffer, macht einen Mann erst attraktiv.

Außerdem, wenn der Zielonka mir eine Urkunde überreicht,

fange ich auch an zu heulen.

Bärbel.

Heike macht da noch Majoran ran.

Frau Schmied. - Hä?

Aber so ist auch nicht schlecht.

Der Mann da drüben. Kennt den jemand?

Nee, wieso?

Der hat vor irgendwas Angst.

Ich finde, der macht eher ein Gesicht,

als wäre sein letztes Bier schlecht gewesen.

Ich glaube, so ein Gesicht mache ich morgen auch. Noch eins, bitte.

Nee, seine Körpersprache drückt Angst aus.

Haben Sie bei der Vivien gelernt. In der Fortbildung.

Ich möchte zu gern wissen, ob der sich bedroht fühlt.

Wovon denn? Er hat das noch nicht gesehen.

Auch noch einen Schluck?

Und wie sind die Frikadellen? - Heike macht da Majoran ran.

Aber so ist eigentlich auch nicht schlecht.

Musik

Ach, Bärbelchen.

Gute Nacht.

Schäffer. Oh, Entschuldigung.

Ein kleiner Schritt für die Menschheit,

aber ein großer für mich.

Ich danke Ihnen sehr, dass Sie diesen Tag mit mir begangen haben.

Gern. - Gern.

Gute Nacht. - Nacht. - Nacht.

Sie wollen jetzt aber nicht mehr fahren, Chef?

Was? Och.

Ich habe doch nichts getrunken.

3 Gläser Sekt und 2 Tassen Kaffee.

Das reicht bei mir noch lange nicht zum Schlangenlinien fahren.

An Ihrer Stelle wäre ich vorsichtig.

Bin ich eben vorsichtig.

Ich fahre unten rum über Hümmel.

Und ich fahre nur 30.

Na ja.

Gut finde ich das nicht. Von wegen Vorbildfunktion und so. - Was?

Vorbildfunktion.

Selber. Gute Nacht.

3 Sekt. Pff... - Pff...

Das war mehr. - Viel mehr.

Na ja.

Gute Nacht Dietmar. - Nacht. Bis morgen.

Musik

Schuss

Guten Abend.

N Abend. Was ist denn los? Ist was passiert?

Allgemeine Verkehrskontrolle. Die Papiere, bitte.

Was? Wieso weiß ich das nicht? Ich bin Kollegin.

Polizei Haas, Sophie Hengasch.

Sophie Haas, Polizei Hengasch.

Schulte, Dienststelle Cochem. - Aha.

Hat man Sie nicht informiert? - Nee, eben nicht.

Zeigen Sie doch mal.

Ach so, ja, genau.

Haben Sie im Verlauf des Abends Alkohol zu sich genommen?

Nein.

Bisschen Sekt vielleicht.

Aber das ist ja bekanntlich kein Alkohol.

Ich habe heute Dienstjubiläum.

Darf ich Sie kurz bitten auszusteigen?

Wir sind doch Kollegen.

Ich wohne gleich da vorne.

Bitte.

Hannes? - Hm?

Du musst das endlich Sophie sagen, das mit uns.

Ja, das ist nicht so einfach.

Was soll daran nicht so einfach sein?

Ich bin der einzige Vater, den sie hat.

Die will mich nicht teilen.

Außerdem glaubt sie, dass es mir noch immer nicht gut geht.

Papa, du musst mir helfen.

Mir ist etwas Schreckliches passiert.

Ich bin in eine Verkehrskontrolle geraten.

Ausgerechnet. Die haben mir einfach den Führerschein abgenommen.

Gut, ich habe zu viel getrunken, aber deswegen muss man nicht...

Wir müssen versuchen das anzufechten.

Das ist oft mit diesen Alkomat-Dingern,

dass die nicht richtig geeicht sind.

Um Gottes willen.

Hallo. - N Abend Sophie.

Was ist denn hier los? - Das ist nicht so, wie du denkst.

Was?

Ich wollte schon längst mit dir reden.

Sophie!

Musik

Glückwunsch. Auch von der Heike.

Ja, Grüße zurück.

Auch an die Sonne, ja.

Ja, dann, bis Sonntag. Vielleicht.

Ja, tschüs.

Und?

Was sagt der Sebastian?

Der ist befördert worden.

Ja, der hat ja auch Ehrgeiz.

Hm?

Hm?

Wie Ehrgeiz?

Mache ich dir zu wenig aus mir? - Nee, alles gut.

Ich mache dir zu wenig aus mir.

Musik

Das ist einfach passiert.

Schicksalsmäßig.

Wir haben uns gut verstanden. Wir haben geflirtet.

Ich wollte mit dir reden, aber du hattest nie Zeit.

Ja, ja. Weil ich so wahnsinnig beschäftigt bin hier in Hengasch.

Hör doch auf.

Papa, ich bin wegen dir hiergeblieben.

Ich habe mir Sorgen gemacht.

Ich habe gedacht, du stirbst.

Freu dich doch, dass es mir wieder gut geht.

Echt.

Dass du es nicht mal für nötig hältst, mit mir darüber zu reden.

Dann machst du dich noch kränker, als du eigentlich bist.

Ehrlich, Papa.

Das habe ich doch nur gemacht, weil ich bei dir bleiben wollte.

Das ist doch Quatsch.

Musik

Oh. Ja, verstehe.

Weiß man, von wem die Dienstaufsichtsbeschwerde kam?

Das können Sie nicht sagen, klar.

Gut, dann sage ich ihr, dass sie sich bei Ihnen melden soll.

Ja, gut, wiederhören.

Mann, Mann, Mann.

Wie viel? - 1,1.

Nee, ne?

Von wegen 3 Sekt.

Das war mehr. - Viel mehr.

Jetzt wird überprüft,

ob sie ne Dienstaufsichtsverletzung begangen hat

und was das für Konsequenzen hätte.

Was bedeutet das? - Na ja.

Sie kommt.

Du sagst es ihr. - Nee. - Doch.

Nee. - Doch.

Morgen.

(beide) Morgen.

Entschuldigung.

Ich hatte eine entsetzliche Heimfahrt

und einen fürchterlicheren Morgen.

Ist was?

Es gab eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Sie.

Dienstaufsichtsbeschwerde?

Ich gehöre normalerweise nicht zu den Leuten, die sagen,

ich habe es Ihnen ja gesagt, aber... - Woher wissen Sie das denn schon?

Sie sollen sich in Köln melden. - In Köln?

Die Arschlöcher haben mich erst hierhergebracht.

Warum haben die mich nicht angerufen?

Weil Sie beurlaubt sind.

Beurlaubt.

Und wer soll die Dienststelle leiten?

Stimmt. Da haben Sie recht. man kann Sie... - Ich.

Wie bitte?

Kommissarisch. Übergangsweise quasi.

Der Herr Zielonka ist in Rente und Bärbel... Pff, na ja.

Sag mal. - Ich habe mir das auch nicht ausgesucht.

Kommissarisch. - Übergangsweise.

Musik

Wie lange soll ich auf das Ergebnis dieser Untersuchung warten?

(Stimme am Telefon) Das kann man noch nicht absehen.

Was soll das heißen?

Aber schon noch vor meinem 30. Dienstjubiläum, ne?

Ich sage Ihnen mal was... - Nee.

Jetzt will ich Ihnen mal was sagen.

Solange diese Untersuchung läuft, können Sie mir gar nichts.

Sie können mich in den Innendienst versetzen.

Dann werden wir Sie in den Innendienst versetzen.

Kein Problem. - Okay.

Kein Problem, oder? - Ja, klar.

Gern. - Wiederhören.

Musik

Ja, ich mich auch.

Ich dich auch.

Ja. Tschüs.

Tja, dann...

Wenn Sie jetzt hier der Chef sind,

dann ist das nicht mehr Ihr Platz, sondern meiner.

Ihrer ist da drüben.

Ja, hopp.

Na, das ist ja...

Oh hoppala. Sehr...

...bequem hier.

Und bei Ihnen?

Jo.

Telefonklingeln

Was ist? Denken Sie, ich gehe da jetzt ran an Ihren alten Hund?

Polizei Hengasch, Bärbel Schmied.

Was?

Wo?

Ja, klar. Wir kommen sofort.

Vor dem "Waldhaus Amore" wurde wer erschossen.

Wie erschossen? Vor dem "Amore"? Erschossen?

Ja. - Erschossen?

Ja. - Vor dem "Waldhaus was"?

(beide) Amore.

Das ist ein...

...ein Puff.

Bordell.

Oh, Schäffer.

Mord im Rotlichtmilieu.

Na ja, viel Glück, ne?

Ja.

Musik

Morgen. - Morgen.

Morgen Herr Dr. Bechermann.

Hier war gestern Ruhetag.

Spaziergänger haben die Leiche erst heute Morgen gefunden.

Der Tote heißt...

Ist Frau Haas nicht da?

Herr Schäffer leitet die Ermittlungen.

Echt? - Ja, echt. Und?

Gut. Tja, der Mann heißt Max Hähner.

Ist einer der beiden Besitzer, dieses netten "Ausflugslokals".

Kopfschuss aus größerer Distanz. - Aha.

Wann? - Genau.

Wann genau ist es denn passiert?

Schätze, gestern am späten Abend.

Aha.

Zeugen? - Gabs die? Zeugen?

Ja, Anwohner von da drüben.

Die haben einen weißen Kastenwagen gesehen.

Der war nicht von hier.

Könnten wir dann... - Bärbel.

Entschuldigung. Bärbel, so geht das nicht.

Der Chef ist... Jedenfalls bin ich jetzt Chef.

Können wir uns darauf einigen, dass ich die Fragen stelle?

Dann stell sie doch. Aber machste ja nicht.

Möchte vielleicht jemand mal gucken?

Ja, möchten wir. - Klar.

Siehste. Ich hatte recht.

Der Mann fühlte sich bedroht.

Und zwar von seinem Mörder.

Weh getan hat das aber nicht mehr, oder?

Kann ich mir nicht vorstellen.

Das Leben steckt voller Überraschungen.

Wer sind Sie?

Wolle.

Also Wolfgang Zastrow.

Ich war sein Geschäftspartner.

Uns beiden gehört der Laden.

Äh, Polizei Hengasch.

Dürfen wir Ihnen ein paar Fragen stellen?

Von mir aus.

Jetzt geht der weg.

Viel Glück.

Du hast ziemlichen Ärger, nicht? - Mhm.

Haben Sie dir Blut abgenommen?

Nein.

Die Messwerte dieser Geräte sagen ohne Blutabnahme nichts aus.

Ich werde die Kollegen mal zart drauf hinweisen.

Lass doch.

Ach...

Da ist es.

Schön haben Sie es hier.

Wo wird hier eigentlich...

1. Etage. Aber erst heute Abend.

Ich nehme mal an, Sie trinken keinen mit. - Danke.

Man merkt Ihnen an, dass Ihnen die Sache mit Ihrem Partner nahe geht.

Ihre rechte Hand zittert. - Hört gleich auf. - Aha.

Sie wollten mich was fragen? - Ja.

Chef!

Hm? Ja, genau. Fragen.

Hatten Sie das Gefühl,

dass Ihr Partner in letzter Zeit bedroht wurde?

Nein, nein.

Von wem denn?

Von Feinden.

Osteuropäische Schleuserbande. Russische Frauenhändler.

Sie haben ein falsches Bild.

Bei uns gibt es keine Zwangsprostitution.

Ach so.

Hier arbeiten nur Frauen aus der Region,

die sich ab und zu was dazuverdienen wollen?

Und die auch alle Spaß am Sex haben. - Genau.

Die bumsen sich hier ein paar mal Extraurlaub im Jahr zusammen.

Oder die neue Küche oder den neuen Carport.

Oder einfach nur ein bisschen Taschengeld.

Wenn man Spaß am Sex hat, ist das leicht verdientes Geld.

Ich kann das empfehlen und eine kurzhaarige Brünette...

Ich muss doch sehr bitten.

Dietmar! - Ja.

Ich muss auch sehr bitten.

Hier kennt jeder jeden. Fast wie eine große Familie.

Wir machen auch Mottopartys.

"Altes Rom", "Feuchter Frühling", "Eifel tabulos".

Wollen Sie Fotos sehen?

Danke. Später vielleicht.

Was hatten Sie für ein Verhältnis zu Ihrem Partner?

Wir waren so.

Fast wie Blutsbrüder.

Gut. Wann können wir mal mit den Damen sprechen?

Am einfachsten wäre heute Abend. Dann sind alle da. - Was?

Sie machen den Laden auf? - Natürlich.

The show must go on. - Klar.

Dann bis heute Abend. Bärbel? - Ja.

Ach so, Anwohner haben gestern einen weißen Kastenwagen wegfahren sehen,

der hier keinem gehört.

Kennen Sie die Autos Ihrer Stammkunden?

Ja, die kenne ich. Aber gestern Abend hatten wir zu.

Wen mit einem weißen Kastenwagen kenne ich nicht.

Die Haas hätte dem was gehustet. - Ja, ja, die Haas, die Haas.

Mahlzeit.

Mahlzeit.

Mahlzeit.

Mh.

Mann, Mann, Mann.

Heute ist wieder was los, ne?

Frau Haas?

Der Fall ist ziemlich knifflig, und ich glaube,

dass wir das ohne Ihre Hilfe nicht hinkriegen. - Bärbel!

Ich dachte, ihr braucht bestimmt Hilfe.

Immerhin ist meine alte Wache führerlos.

1,1 Promille. Nicht schlecht, Frau Schluckspecht.

Ja, Chef, Herr Zielonka, wir kommen hier gut alleine klar.

Du als Chef? Dass ich nicht lache.

Was soll das denn heißen?

Also, der Mann, den wir gestern im Gasthof Aubach gesehen haben...

Chef, bitte.

Oh, danke, danke.

Also der, von dem ich gemeint habe, dass er sich bedroht fühlt,

das war einer von den beiden Puffbesitzern.

Dem wurde in den Kopf geschossen.

Vor seinem eigenen Laden. - Der Hähner?

Ja, und das Einzige, was wir haben, ist ein weißer Kastenwagen,

den Anwohner wegfahren gesehen haben.

Die Leute im Puff, haben Sie die befragt?

Nein, aber wir haben mit dem anderen Besitzer gesprochen.

Dem Wolle... - Zastrow.

Der weiß von nichts und hat gesagt,

dass wir noch mal vorbeikommen sollen.

Ich würde mich um den kümmern.

Dann würde ich in Cochem anrufen,

ob denen noch ein anderer Trottel ins Netz gegangen ist.

Nämlich n weißer Kastenwagen.

Herr Zielonka, was denken Sie?

Ein Zuhälter braucht doch wahrscheinlich Geld.

Wir müssen die Bank befragen.

Und was sagst du jetzt?

Ich denke, du bist der Chef. - Ist er doch auch.

Ist doch ein 1-a-Chef.

Der sicher keine Probleme damit hat, dem Herrn Zielonka zu sagen,

dass er in Rente ist.

Ja, also... Genau.

Als Erstes ist hier mal Ruhe im Karton.

Als Erstes kümmern wir uns heute Abend um den Wolle Zastrow.

Cochem.

Und du fragst in Cochem nach,

ob denen auch ein weißer Kastenwagen ins Netz gegangen ist. - Ja.

Und Sie, Chef, Herr Zielonka, Sie sind in Rente,

und wir haben zu arbeiten.

Also, bitte.

Gut, Schäffer, endlich.

Danke.

Und Sie rufen gefälligst bei der Bank von diesem Zastrow an.

Frau Haas... Ist das in Ordnung?

Ja, klar.

Was machst du da?

Du brauchst doch sonst nicht so lange im Bad.

Gehst du noch mal weg? - Ja, ich muss.

Ins Waldhaus Amore. - Wie bitte?

Ich muss mich um den Fall kümmern.

Im Puff?

Ja, klar.

Ich muss die Damen befragen,

und das geht am einfachsten, wenn die am Abend da sind.

In deinem guten Hemd?

Ich bin Chef, da muss man seriös auftreten.

Mit so viel Rasierwasser? - Genauso viel wie sonst auch.

Was ist denn jetzt?

Ach Mensch, Heike.

Du wolltest das doch, dass ich was aus mir mache.

Danke schön.

Wiedersehen. Schönen Feierabend. - Tschüs. Ebenso.

N Abend Schäffer. - Hallo Chef.

Haben Sie noch was vor heute Abend?

Oder ist das der Duftbaum?

Das ist genauso viel wie sonst auch.

Wolle Zastrow hat bis vor ein paar Wochen in den roten Zahlen gesteckt.

Deshalb wollte er sich einen Kredit geben lassen.

Hat er aber nicht bekommen.

Hätte ich dem auch nicht gegeben. - Mhm.

Mhm.

Schäffer, Sie geben viel zu früh auf und sind zu schnell zufrieden.

Jedenfalls vor 2 Wochen

bekommt dieser Wolle Zastrow 40.000 auf sein Konto überwiesen.

3-mal dürfen Sie raten, von wem.

Keine Ahnung.

3-mal dürfen Sie jetzt raten, von wem.

Keine Ahnung.

Von dem Toten.

Max Hähner. Der Kompagnon.

Also, was ist der Plan?

Was ist Ihre Strategie?

Ich werde erst mal die Damen im Waldhaus Amore befragen.

Okay.

Musik

Musik

N Abend zusammen.

Ah, Polizei.

In Zivil. Wie nett von Ihnen.

Oder haben Sie hier noch was vor?

Das ist genauso viel wie...

Ich bin rein dienstlich hier. - Schade.

Wissen Sie, wir stehen hier alle noch ziemlich unter Schock.

Ja, das sieht man.

Ich habe noch eine Frage.

Mein Chef, die Frau Haas, eine Kollegin...

Die ist noch vor der Tür. - Ach so.

Sorry, Abendbetrieb.

Um die Zeit sind Frauen bei uns Tabu.

Es sei denn, Ihre Kollegin hat einen Stringtanga dabei.

Ich würde Sie gern unter 4 Augen sprechen.

Das haben Sie doch schon heute Vormittag.

Ich dachte, Sie wollten mit den Mädels plaudern.

Vielleicht mag er uns ja nicht?

Doch.

Doch.

Na dann.

Wie gesagt, meine Kollegin ist draußen.

Wenn Sie bitte rausgehen würden und ein paar Fragen beantworten würden.

Wenn man näher an die Tür rantritt, dann...

...kann man durchs Schlüsselloch den Damen beim Strippen zusehen?

Hoppala. - Sind Sie die Kollegin von dem Polizisten?

Ich soll mich bei Ihnen melden. - Aha.

Die Kollegin, genau.

Der ist knuffig. Ein ganz Schüchterner.

Die sind meistens handzahm. Mögens aber deftig. - Ja.

Auch ne Zigarette? - Gern.

Darf ich Sie mal was fragen?

Ob ich hier freiwillig arbeite? - Ja.

Tue ich.

Sogar ganz gern.

Eigentlich mache ich eine Ausbildung in Liebernich.

Aber das hier ist ein ordentlicher Nebenverdienst.

Und die Typen da drin? Das macht Ihnen nichts aus?

Das sind fast alles Stammkunden.

Die meisten wollen nur kuscheln

und andere Brüste anfassen als die zu Hause.

Und reden. Die böse Frau, die Hypothek fürs Haus.

Und Ihre Freunde denken, Sie kellnern irgendwo.

Natürlich. Hiervon weiß keiner was.

Ihre Eltern wären auch nicht begeistert.

Mein Vater würde Amok laufen.

Kommst du rein, Bea? Der Günther möchte eng tanzen.

Schlimme Sache, das mit unserem anderen Chef.

War ein feiner Kerl.

Bestimmt.

Viel Spaß beim Engtanzen.

Tut mir leid. The show must go on. - Ja.

Und der Herr Hähner hat Ihnen die 40.000 einfach so geliehen? - Ja.

Woher kamen Ihre ganzen Schulden?

Ich kann nicht mit Geld umgehen.

Teure Frauen, schlecht beraten bei Aktien, Sportwagen.

Da kam so ein Blutsbruder gerade recht.

Max wollte noch nicht mal Zinsen.

Handyklingeln

Muschi, ist gerade ganz schlecht.

Nee, nee. Ist alles in Ordnung. Wie, wo ich bin?

Ich bin hier in so nem Separee.

Ja, zu zweit.

Nein, nicht zu... Muschi.

Entschuldigung, das war jetzt nur meine... - Muschi.

Genau.

Wo waren wir stehen geblieben?

Jetzt mal unter uns Männern.

Warum sollte ich den Max umbringen?

Na ja, um das Geld nicht zurückzahlen zu müssen.

Für 40.000 meinen besten Freund und Partner kalt machen, ist das schlau?

Nee. Stimmt.

Ich habe Sie noch gar nicht nach Ihrem Alibi gefragt.

Ich war im Bett.

Allein.

Das ist schlecht.

Kommt mein Vater nicht zum Essen runter? - Er ist spazieren.

Wollte sich entspannen.

Ich dachte, dafür bist du jetzt zuständig.

Ich habe uns Zurek gekocht. Möchtest du? - Gern. Vielen Dank.

Ich habe bloß überhaupt keinen Hunger.

Sophie, es tut mir leid.

Es liegt ja nicht an dir. - Ich weiß.

Wie? Du weißt?

Es geht um dich und deinen Vater. Ihr müsst euch aussprechen.

Ihr habt ein so komisches Verhältnis zueinander.

Was soll das heißen?

Sophie, jetzt warte doch.

Dom wariatow.

(Stimme aus dem Fernseher) Das sind unsere Mäuse.

Sie kommen Punkt 6 Uhr nach Hause, dann gibt es eine Belohnung.

Was ist denn?

Ich habe mir echt Sorgen gemacht.

Sorgen?

Da sind schon andere Männer schwach geworden,

wenn sich die Gelegenheit bietet.

Denk an den amerikanischen Präsidenten mit seiner Praktikantin.

Und du setzt alles aufs Spiel und gehst in einen Puff.

Ich war bei der Arbeit. - Im Separee?

Was willst du?

Erst heißt es, ich mache nichts aus mir.

Wenn ich mich reinknie, passt dir das auch nicht.

Dein Ehrgeiz und deine Karriere. Es geht immer nur um dich.

Musik

Rumpeln

Was ist denn hier los?

Was wird das, wenn es fertig ist? - Ich reise ab.

Du bist schuld. - Ich?

Ich fahre nach Polen.

Solange ihr nicht miteinander gesprochen habt,

bin ich das 3. Rad am Fahrrad.

Am Wagen. - Das wäre das 5. Lass es gut sein.

Wieso ich?

Du hast dich drum rumgedrückt, mit mir zu reden

und hast mir was vorgemacht. - So kann man es nicht sagen.

Doch. - Genau das meine ich.

Echt, ihr beiden.

Na ja, hinterher. Oder tut der Fuß so weh?

Handyklingeln

Schäffer?

Was?

Scheiße.

Bechermann. - Frau Haas.

Hätte ich mir ja denken können. - Na dann.

Ich weiß gar nicht, was das soll. Ich habe doch gar nichts gemacht.

Jetzt sagen Sie erst mal, was genau passiert ist.

Vorhin... Als ich den Laden dicht gemacht habe,

da bin ich über den Parkplatz gegangen und zu meinem Auto.

Dann habe ich hinter mir einen Wagen gehört.

Ich habe mich umgedreht und...

Da habe ich einen weißen Kastenwagen gesehen und mich daran erinnert,

wie Ihre Kollegin mich danach gefragt hat.

Plötzlich hat jemand auf mich geschossen. 2-mal.

Ich lasse mich auf den Boden fallen, aber da ist alles voller Blut.

Streifschuss, hat der Arzt gesagt. - Ja, ja.

Haben Sie denn wen erkannt? - Nee.

Nur dieser Wagen. Was wollen die denn von mir?

Was soll das?

Erst der Max und jetzt ich.

Wer macht denn so was?

Ja, gute Frage.

Wer macht denn so was?

Erst ihr Partner, dann Sie.

Die beiden Besitzer von dem Laden hier.

Worum gehts?

Rache?

Rache?

Aber wofür?

Ja, das ist die Frage.

Ich habe doch nichts gemacht.

Schäffer, wir gehen.

Gute Besserung.

Damit steht fest, dieser Wolle wars nicht.

Oder er hat auf sich geschossen, um nicht mehr verdächtig zu sein.

Es gibt Täter, die machen so was.

Das hat uns die Vivien erzählt.

Die wollen einer Strafe entgehen und sich gleichzeitig selbst bestrafen.

Bärbel? - Ja?

So was gibt es ganz sicher bei der Vivien, aber nicht hier bei uns.

Außerdem war der total fertig mit den Nerven.

Und wenn wir ein Täterprofil erstellen?

Wer könnte ein Motiv haben, 2 Puffbesitzer zu ermorden.

Russen oder ein Konkurrent.

Ne unzufriedene Prostituierte.

Ne Ehefrau, die nicht mehr will, dass ihr Mann da hingeht.

Schäffer, wo war Ihre Frau gestern Abend?

Hallo zusammen.

Hallo. - Andy.

Stör ich bei der Arbeit? - Nicht wirklich.

Kann ich mit dir kurz unter 4 Augen sprechen? - Klar.

Schäffer, darf ich kurz raus?

Ja, natürlich. - Danke.

Kurz.

Ich dachte, ich komme einfach mal vorbei...

Weil das Ganze ist...

Mit... Oder...

Na ja.

Steht dir gut. - Ja?

Was soll denn das?

Wenn die in Köln wollen, dass Schäffer Chef ist und ich Schäffer,

dann können die das haben.

Wow.

Riecht lecker. - Mhm.

Jedenfalls wollte ich mich für meinen Vater entschuldigen.

Du hättest dir damals einen besseren aussuchen können.

Ich wollte nie Dienststellenleiter in Hengasch werden.

Was hat das mit deinem Vater zu tun?

Die Sache mit der Dienstaufsichtsverletzung.

Die anonyme Anzeige.

Dass der alles eingefädelt hat, damit ich zurückkommen kann.

Das geht nicht.

Der hat das eingefädelt? - Ja. Ich dachte, du wüsstest es.

Musik

Ach, die Frau Haas.

Erst einmal schön einen zwitschern und dann schön Auto fahren.

Herr Zielonka, Ihr Sohn will meine Stelle gar nicht.

Ich sag nur, 1,1 Promille.

Ich sag nur, spielen Sie nicht den Oberpolizisten.

Ich bin der Oberpolizist.

Eher der Oberdenunziant.

Das muss ich mir nicht anhören.

Lydia, anschreiben.

Was ist das denn?

Das nennt man Fotowand. Lauter liebe Stammgäste.

Das Bild hier. Die, ähm... Die kenne ich doch.

Das ist die Bea Fischer mit ihren Eltern.

Das ist der Berthold, die Roswitha.

Der Berthold war mit meinem Mann im Schützenverein. Früher.

Der ist echt der beste Schütze.

Der beste Schütze?

Und der Kastenwagen ist von ihm?

Ja, wir sind vor ein paar Jahren mit an die Mosel gefahren.

Das war ein herrliches Wochenende... Also, Frau Haas.

Sind Sie sicher,

dass Ihr Vater nichts von dem Job im Waldhaus Amore weiß?

Ja, ziemlich.

Obwohl... Vor einer Woche hatte ich das Gefühl, er ist mir gefolgt.

Zum Waldhaus, meine ich.

Ja, und? Hat er danach nichts gefragt?

Nein.

Ja, danke. Das wars schon. Sie können jetzt gehen.

Normalerweise würde ich Sie bitten, Stillschweigen zu wahren,

aber das tun Sie ja eh.

Ja, mache ich.

Tschüs. - Tschüs.

Danke. Tschüs. - Tschüs.

Vielleicht wollte ihr Vater die Sache anders lösen.

Viele Väter wollen zu Hause immer heile Welt. Um jeden Preis.

Und ihre Töchter schützen. - Schön wärs.

Das ist ein typisches Täterverhalten.

Man will die Schande tilgen,

in dem man versucht, heimlich alle Beteiligten auszulöschen.

Mann, Mann, Mann. Was die euch alles auf der Fortbildung erzählt haben.

Und er fährt einen weißen Kastenwagen. - Eben.

Der Wind weht eindeutig aus dieser Richtung.

Oder was meinen Sie?

Wenn Lydia sagt, dass Berthold Fischer der beste Schütze war,

dann könnte das passen. - Was könnte passen?

Weil Dr. Bechermann gesagt hat,

dass das ein Kopfschuss aus größerer Distanz gewesen ist.

Und dann auch noch nachts.

Warum sagt mir das keiner?

Als Sie angeschossen wurden... (stöhnen) Oh Gott.

Als Sie angeschossen wurden,

haben Sie zuerst den Schmerz gespürt oder zuerst den Schuss gehört?

Stimmt, erst hat es im Arm gezogen, als ob mich was gebissen hätte.

Dann habe ich den Schuss gehört. - Schallverzögerung.

Schäffer. - Was?

Schallverzögerung.

Schuss aus größerer Distanz.

Ausgeführt von einem sehr guten Schützen.

Wir haben einen dringenden Verdacht.

Und wir haben einen Plan, wie wir den Täter überführen können. - Ah.

Wer von Ihnen leitet denn nun die Ermittlungen?

Er. - Sie.

Wir müssen ihn dazu bringen, dass er die Tat erneut begeht.

So lange ich die Sache überlebe. - Na klar. Dafür sind wir ja da.

Sie rufen Fischer an und sagen ihm, dass Sie ihn erkannt haben.

Aber ich kenne den doch gar nicht. Ich kenne nur seine Tochter.

Er muss Ihnen nur glauben.

Sie sagen, Sie wollen Schweigegeld,

oder Sie verraten ihn an die Polizei.

Dann machen Sie als Treffpunkt morgen um halb 11 hier aus.

Und wenn er kommt?

Dann hat der Plan funktioniert. - Und wir nehmen ihn fest.

Und wenn er wieder schießt?

Dann sind wir schneller. Aber bestimmt, Herr Zastrow.

Ich kenne mich wirklich aus mit wild gewordenen Vätern.

Bestimmt. Nee, Entschuldigung.

Musik

Hallo.

Papa.

Ah, Danuta ist... - Ja.

Verstehe.

Ja, dann...

Musik

Meinen Sie nicht, wir sollten doch lieber Verstärkung rufen?

Sie sind der Chef, Schäffer.

Aber mal im Ernst. Was soll passieren?

Wir sind 3 Polizisten. Das ist ein älterer Einzeltäter.

Wen wollen Sie anrufen? Die GSG 9?

Viele Täter reagieren in Stresssituationen panisch,

wenn Sie sehr hohe Polizeipräsenz bemerken.

Da hören Sie es, Schäffer.

So, Uhrenvergleich.

Dreiviertel 10. - Viertel vor 10.

Dreiviertel.

Was ist dann Viertel nach 9? (beide) Viertel 10.

Ehrlich? (beide) Ja.

Irgendwie ist mir nicht wohl bei der Sache.

Sie haben überhaupt keine Nerven.

Immerhin ist das jetzt meine Verantwortung.

Scheiße. - Was? Was?

Der Fischer ist schon da. (beide) Scheiße.

Warum kommt der zu früh?

Schäffer!

Genau das meinte ich.

Zielonka?

Um die Uhrzeit?

Frau Haas? Bärbel?

Chef?

Chef, Chef!

Chef, Chef! - Hä?

Der Fischer ist oben.

Chef. - Ist was?

Nee.

Und was jetzt? - Zahlen, bitte.

Lassen Sie die Waffe fallen.

Schnauze.

Lassen Sie die Waffe fallen.

Herr Fischer, wir sind zu dritt. Sie haben keine Chance.

Meine Tochter hatte auch keine Chance,

als dieses Schwein sie gezwungen hat, auf den Strich zu gehen.

Dann soll er hier die Konsequenzen tragen.

Ich habe sie nicht gezwungen. - Natürlich.

Er hat recht.

Bea hat freiwillig hier gearbeitet. - Sie lügen.

Ihre Tochter würde das nicht wollen, was Sie hier machen.

Sie lieben Ihre Tochter, stimmts?

Was wollen Sie? Gehen Sie weg. - Wissen Sie, was zu Liebe gehört?

Dass man den anderen so akzeptiert, wie er ist.

Ihre Tochter arbeitet hier, das gefällt Ihnen nicht.

Ihrer Tochter gefällt bestimmt auch nicht,

dass ihr Vater ein Mörder ist.

Ich bin kein Mörder. - Doch.

Sie hätten es bestimmt gerne anders.

Sie hätten bestimmt gern, Ihre Tochter wäre nie hier gewesen.

Und Sie könnten die Zeit zurückdrehen,

bis dahin, wo sie wieder das brave, kleine Mädchen ist.

Aber wissen Sie was? Kinder werden erwachsen.

Gehen Sie. Bitte.

Und Erwachsene treffen Entscheidungen.

So wie Sie sich jetzt auch entscheiden können.

Musik

Hätte auch ins Auge gehen können.

Stellen Sie sich nicht so an.

Das war die Personalabteilung aus Köln. - Oh, und?

Kriege ich nichts zu trinken? - Doch, natürlich.

Bärbel. - Danke.

Jetzt sag schon.

Du musst machen, was ich sage. Ich bin der Chef.

Nee, biste nicht mehr.

Ach, Gott sei Dank.

Das Verfahren gegen Sie wurde eingestellt.

Hat der Andreas Zielonka das eingefädelt? - Nee.

Ihr Vater hat wohl einen Brief geschrieben, von wegen,

dass wenn es keine Blutentnahme unter Aufsicht gegeben hat,

alles hinfällig ist.

Jedenfalls ist die Sache vom Tisch.

Mein Vater.

Prost, Chef. - Prost, Frau Haas.

Prost.

Prost, Wolle.

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