All language subtitles for Mord mit Aussicht - S02E04 - Henghasch.deu

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Original subtitles

Untertitel: WDR mediagroup GmbH im Auftrag der ARD Degeto

Sophie Haas

Dietmar Schäffer

Bärbel Schmied

Morgen Frau Haas. - Morgen.

So früh schon da? - Nee, das täuscht.

Fragen Sie mich noch mal, wenn der hier wirkt.

Seit mein Vater keinen Kaffee mehr darf, kriege ich auch keinen mehr.

Dementsprechend ist die Laune. - Das kenne ich.

Meine Tante Ente war nach ihrem Infarkt auch unausstehlich.

Wegen dem Kaffeeentzug. - Tante Ente?

Apropos unausstehlich...

Ist bei Schäffer zu Hause noch...? - Zappenduster.

Heike spricht kein Wort mehr mit ihm. Ist er schon da?

Ich habe ihn zum Blitzen eingeteilt. Macht er doch so gerne.

Das ist aber nett.

Nett von mir, und wir müssen seine Flappe nicht sehen.

* Musik *

Ich bin dann mal weg.

Hab ich dir erzählt, dass ich heute den ganzen Vormittag blitze?

Können wir das mit der Katja langsam mal...

Ich habe mich doch entschuldigt.

* Musik *

Danke.

Das ist lecker. - Heuchler. Das ist widerlich.

Zu hoch.

Sie müssen sich mehr schonen.

Noch mehr?

Ich schone mich bereits mit äußerster Kraft.

Das ist schon Extremschonen, Hochleistungsschonen.

Hier sind Ihre Medikamente. Und an die Diät halten Sie sich auch?

Kaffee, Salz, Cholesterin? - Alles in rauen Mengen.

Esslöffelweise Salz im Kaffee,

in dem ich mir energiesparend ein halbes Dutzend Eier koche.

Machen Sie, dass Sie rauskommen. - Schönen Tag.

Raus!

Und?

54 sage ich, wenn überhaupt.

Nicht schlecht. 52.

Du kannst demnächst zu Hause bleiben, dann mache ich das alleine.

Wie neu.

Wie "wie neu"? Du hast nicht mal ein Rücklicht.

Macht 20 Euro. - Ich benutze das nur auf meinem Gelände.

Die Straße ist nicht dein Gelände, das ist mein Gelände.

Deine Laune heute... Was sagt bloß die arme Heike?

Sie müssen sich eigentlich gar nicht mehr schonen.

Man kann auch Kohlrabi essen und Radio hören,

ohne dass der Blutdruck steigt.

1.000 Sender und nur Müll.

* Rauschen *

(Radiosprecher) Es folgt die Arie "Ach, ich fühls"

aus Mozarts "Zauberflöte" von den Berliner Philharmonikern.

Mit Elisabeth Schwarzkopf... - Ach herrje.

Die Schwarzkopf und Mozart geht überhaupt nicht. - Überhaupt nicht.

Und als Pamina sowieso nicht.

Sowieso nicht.

* Piepsen *

Na, warte.

* Alarmpiepsen *

Mann, Mann, Mann.

* Musik *

Herrgott noch mal, jetzt guck doch mal.

* Musik *

Vielleicht siehst du das?

* Sirene *

Scheiße.

Scheiße, scheiße.

Herbert, kommst du klar?

Weil, sonst würde ich dem hinterher.

Ja, schnapp dir das Aas.

Gut.

Ich ruf dir einen Arzt.

(er keucht)

Oh Gott. Oh Gott. Oh Gott.

So.

* Piepsen * Ja, bim, bim, bim.

Jetzt kannst du was erleben.

* Musik *

Hallo!

(Funk) Wie, was, Verfolgung? Wo denn? - Ich kann jetzt nicht.

Kommen Sie zurück!

Da ist der nicht zurückgekommen?

Nee, ist einfach weitergelaufen.

Wie geht es Ihnen?

Der Oberschenkel ist 2-mal gebrochen.

Wenn ich Glück habe, sagen sie, geht es ohne OP.

Das tut mir leid... Das freut mich natürlich, das mit der OP.

Aber insgesamt tut es mir leid.

Unterm Strich.

Kann ich sonst noch was für Sie tun?

Wenn Sie mir den dann mal vorstellen können,

dem ich das zu verdanken habe.

Den würde ich gerne mal kennenlernen. - Das machen wir.

Versprochen. Wir arbeiten schon dran, ne? - Mit Hochdruck.

Dann schießen Sie mal los.

Täterbeschreibung. Herr Winnen wird ihn nicht gesehen haben. - Nee.

Nee.

Aber Sie. Sie haben ihn ja gesehen. - Ja.

Ähm, blond...

Hose...

Schuhe.

Ich habe den nur von hinten gesehen.

Körperbau?

Athletischer Typ.

So meine Figur.

Hut ab vor Ihrer Beobachtungsgabe.

Bringen Sie das mal mit Ihrer Frau in Ordnung.

Sie stehen ja völlig neben sich.

Wissen Sie, was Ihnen da durch die Lappen gegangen ist?

Wochenlang ist nichts als Flaute.

Dann passiert so was, und Sie rennen ihm nicht hinterher.

Das war Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Da hätten Sie Ihre Pistole ziehen dürfen.

Von so was träume ich.

Ich habe Verstärkung gerufen und das Fahrzeug sichergestellt.

Mit meiner Frau hat das nichts zu tun. - Ich sag ja nur.

Manchmal bringt man private Probleme mit auf die Arbeit.

Mehr sage ich ja gar nicht. Entschuldigung.

Also, Hochdruck jetzt.

Immerhin schwere Körperverletzung mit Fahrerflucht.

Sie finden den Halter des Wagens raus... - Paul Schönfelder.

Was? Wer jetzt? - Na, er.

Tag Paul. - Tag Dietmar. - Tag Frau Haas.

Sie sind jetzt wer? - Schönfelder.

Das ist Herr Schönfelder. Der stand gerade bei mir auf der Wache.

Du suchst dein Auto. - Jo, ist geklaut worden.

Wie ist Herbert zuwege? Meint ihr, ich kann kurz hin? - Ja klar.

3. Tür rechts. - Danke.

Und jetzt?

Ja, Hochdruck.

Ja, Hochdruck, Bärbel.

Ja, Hochdruck.

Und der Wagen wurde Ihnen vom Hof der Gärtnerei gestohlen. - Ja.

Nee, also... Eigentlich stand er weiter hinten an der Straße.

Ich stelle ihn nicht mehr so gerne auf den Hof, wegen der Kunden.

Ist nicht gerade ein Schmuckstück.

Was glauben Sie, wann er gestohlen wurde?

Das kann ich nicht genau sagen.

Heute Morgen? Vielleicht heute Nacht?

Seit ich nicht mehr fahren darf, achte ich da nicht mehr so drauf.

Sie dürfen nicht mehr fahren? - Führerschein weg.

1,3 Promille, 7 Punkte.

6 Monate Fahrverbot. - Waren die Kollegen aus Aachen.

Ja... Ähm...

Wer hat den Wagen seitdem gefahren? - Keiner.

Der stand da seit...

(eine Fliege summt)

April.

Hat immer da gestanden.

Bis heute Morgen. Und auf einmal liegt der Herbert im Krankenhaus.

Ich mache mir solche Vorwürfe.

Können Sie sich erklären, warum der Wagen nicht kurzgeschlossen wurde?

Ich hätte den Schlüssel abziehen sollen. - Was?

Der Schlüssel hat gesteckt?

Sicher. Ich bin ihn sonst nur am Suchen.

Aber Sie haben schon recht. Für 1/2 Jahr hätte es sich gelohnt.

1/2 Jahr? Das ist nicht Ihr Ernst.

Wer lässt so lange einen Auto- schlüssel im Zündschloss stecken?

Na ja, praktisch ist es schon. - Ne?

Und so einen alten Wagen, den klaut ja auch keiner.

Also, normalerweise.

Machen Sie das mit dem Dienstwagen auch so?

(beide) Nee, natürlich nicht.

Also gut.

Vielen Dank für Ihre viele Zeit.

Wir fangen jetzt mal an zu ermitteln.

Ach so, ja.

Dann wünsche ich viel Erfolg. - Danke.

Entschuldigung, ich weiß gar nicht, wie ich nach Hause komme.

Der Wagen ist noch hier, und der Führerschein ist weg.

Den Wagen bringen wir Ihnen natürlich.

Der muss vorher noch zur Spurensicherung. - Oh.

Aber Sie müssen natürlich nicht nach Hause laufen. Schäffer?

Hm?

Brauchen Sie nicht sowieso einen Blumenstrauß?

Ach so.

Danke, Chef. - Ja.

Schlüssel hast du ja, Dietmar. - Ja klar.

Wer macht denn so was?

Besonders hier in...

..."Hängarsch".

Ausgerechnet...

...am helllichten Tag?

Jugendliche?

In Hengasch? Ich kenne hier niemanden, der jünger ist als Sie.

Was ist das denn? - Das ist...

Ein... äh... Eine...

Eine kleine Spule.

Oder so.

Ein kleiner Ventilator?

Wir finden es raus.

Endlich können wir mal wieder ein Auto durchsuchen.

Das habe ich so vermisst.

Das machen wir mal so richtig gründlich, ja? - Ja.

Das Zauberwort heißt Hohlraum.

Da landet alles, was man verliert.

Oder was niemand finden soll.

Sie können ruhig hinten weitermachen.

Hohlraum?

Äh... Frau Haas? - Hm?

Oh.

Nee, ne?

Ist das...?

(keucht)

2,5. - Boah.

2,5 kg Gras.

So was findet man selbst in Köln selten auf der Straße.

Was hat das dann für einen Marktwert? - Na ja....

20, 25.000.

Nee, ne?

Mahlzeit. - (beide) Mahlzeit.

Wenn Sie mit Ihrem Grünzeug fertig sind,

dann interessieren Sie sich vielleicht auch mal für unseres.

Was ist das denn?

Marihuana.

Haben wir im Wagen gefunden.

Drogen?

Seid ihr sicher?

Ich werde noch Gras erkennen. Jetzt riechen Sie mal dran.

Aber das heißt ja... Da habe ich quasi einen Drogenkurier geschnappt.

Geschnappt haben Sie den?

Wenn ich das Heike erzähle und dann noch der Blumenstrauß...

Da freut die sich bestimmt.

Ja, aber vielleicht verwenden Sie

nicht unbedingt das Wort "geschnappt".

Wer hat denn so viel Drogen dabei?

Und klaut dann auch noch ein Auto und fährt dann auch noch Herbert um?

Der Wagen wurde nicht geklaut.

Das war ne Schutzbehauptung. Der Gärtner wars.

Nee, wirklich nicht. Nicht der Schönfelder.

Sie waren doch gerade da. Was hat er da? Ein Gewächshaus mit allem?

Sicherlich. Aber der baut doch da kein...

So was baut der doch da nicht an.

Ich kenne den Schönfelder jetzt seit...

Der hat nichts mit Drogen zu tun. - Schäffer...

Der wollte seine letzte Ernte verkaufen, dann sieht er Sie,

wird nervös, rammt den Bauern von der Fahrbahn und haut ab.

Ich habe den Fahrer nur kurz von hinten gesehen,

aber der Schönfelder war das nicht.

Weil 1. darf der nicht fahren und 2. hat der einen Zopf.

Außerdem hätte ich den eingeholt.

Der Fahrer war schnell.

Das war so n Schrank, n Hüne.

Und blond. - Und Hose und Schuhe.

Ich weiß, ich weiß.

Ich gehe da jetzt noch mal hin.

* Musik *

Ach, die Polizei.

Tag Herr Schönfelder.

Kleinen Moment, ich bin gleich bei Ihnen.

Nur gerade das hier noch...

Mensch.

Soll ich mal?

Das ist daneben.

Ich bitte Sie, Sie müssen doch... - Hier, so...

Danke, danke. - Bitte. Ah, Achtung.

Oh, Entschuldigung.

Macht ja nichts. - Na, egal jetzt.

Was kann ich für Sie tun?

Haben Sie schon rausgefunden, wer mit meinem Wagen den armen...

Nein.

Ich bin eher privat hier.

Ich habe den Strauß vom Schäffer gesehen und dann habe ich gedacht,

so einen hätte ich auch gerne. - Ach so.

Ja, dann...

Dann darf ich mal vorgehen? - Ja.

Oh...

...Gurken.

Nicht nur.

Läuft es gut, Ihr Geschäft? - Machen Sie Witze?

In jedem Supermarkt kriegen Sie heute Billigblumen.

Mit den Preisen kann ein ehrlicher Gärtner nicht mithalten.

Na ja, noch ein Jahr, dann kommt die Rente.

Sommerstrauß aus Gerbera und Aster? - Ja.

Gerbera, Astern. Gern.

Wie viel darf er denn kosten? - 15 Euro?

Dann wirds ein Schöner.

Haben Sie Mitarbeiter?

Nee, das kann ich mir nicht mehr leisten. Wieso fragen Sie?

Gehört das Ihnen?

Was ist das?

Das haben wir in Ihrem Wagen gefunden.

Nee, kenne ich nicht.

Komisch.

Wie steht es damit?

Was ist das denn?

Marihuana. Ich glaube, das wissen Sie.

Davon haben wir 2,5 kg in Ihrem Wagen gefunden. - Bitte?

Sie haben mich richtig verstanden. - Das war in meinem Wagen?

Ich frage mich, wie es da hinkommt.

Entweder es gehört dem, der Ihr Auto gestohlen hat,

oder das Auto wurde nicht gestohlen, und das Zeug gehört Ihnen. - Ach so.

Dann gucken Sie sich mal um. Nehmen Sie alles auseinander.

Wenn Sie dann Ihre Drogenplantage gefunden haben, sagen Sie Bescheid.

Vielleicht kann ich den Laden dann noch retten.

Dass Sie wirklich glauben, ich fahre meinen Freund Herbert halb tot

und haue dann auch noch ab, das finde ich...

Das ist ein starkes Stück.

Nee, für Sie gibt es hier keine Blumen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Also hat der Dietmar doch recht gehabt.

Ich glaube fast, ja.

Der wars nicht. So kaltblütig ist der nicht.

Und hier siehts aus. So was kriegt der gar nicht organisiert.

Und was machen wir jetzt?

Wir zäumen das Pferd von hinten auf.

Wie sieht es aus mit Haschisch in Hengasch?

Das kann man kaum aussprechen.

Wer konsumiert, wer verkauft

und wer verkauft dem, der an den Konsumenten verkauft?

Irgendwo in der Kette finden wir den Besitzer unseres Päckchens. - Aha.

D.h. Sie und Schäffer kümmern sich darum rauszukriegen,

wer sich in Hengasch gerne mal ein Tütchen baut.

Das geht nicht.

Warum nicht?

Dietmar hat schon Feierabend.

Und ich muss auch los. Ich habe heute Familie.

Das macht doch nichts, dann halt morgen.

Sagt sich der Kiffer wahrscheinlich auch.

Also, tschüs Bärbel. - Ja, bis morgen.

* Musik *

Ist was mit dem Bauern?

Ist der Bauer tot?

Jo, der ist hin.

Den hast du in die ewigen Jagdgründe...

Quatsch. Krieg dich ein. Der wird wieder.

Du blöder, mieser... - Ja, ja, kommt gleich.

Jetzt mal ganz ruhig.

Es ist alles halb so schlimm. - Halb so schlimm?

Der Bauer ist im Krankenhaus, das Gras ist weg,

wir sind so gut wie im Knast.

Beruhig dich! - Was soll noch passieren? Kometeneinschlag?

Warum fährst du nicht ran und lässt dir einen Strafzettel geben?

Bin halt kein Drogenkurier. Ich bin Ingenieur.

Das sind andere Kompetenzen.

Nach Hürth fahren und auf dem Parkplatz 2 Päckchen austauschen,

das ist alles, was du hinkriegen musstest.

Scheiße. Weiß gar nicht, was ich unserem Abnehmer sagen soll.

Der hält uns doch für Amateure.

* Musik *

Hallo.

Kannst du das leiser machen?

Was sagst du? Die Musik ist so laut.

Was macht ihr hier?

Wir hören zu. Schon den ganzen Tag.

Sie hat die geläufige Gurgel für die Arie, die Mozart sich gewünscht hat.

Das weiß ich. Milek, Bukarester Konzert.

Ja, ich bin bei dir aufgewachsen. Erinnerst du dich? - Dunkel, ja.

Sie hat als Baby nächtelang lauter geschrien,

als die Schwarzkopf fortissimo singen konnte. - Oh Gott.

Sie ist bald 40, aber wohnt immer noch bei ihrem stolzen Vater.

Papa, ich stehe hier. - Ja, Sophie.

Du bist eine starke, selbständige Frau. Meine wunderbare Tochter.

Ab morgen kriegst du wieder Kaffee zum Frühstück.

Wenn du lieb bist, nehmen wir dich mit auf die Nachtwanderung.

Nachtwanderung?

Danke. Was haben Sie denn mit dem gemacht?

Ich erkenne ihn kaum wieder.

Stefan?

Ist doch wirklich noch mal gut gegangen.

Schäffer hat dich nicht erkannt,

ich habe den Wagen als gestohlen gemeldet.

Ich glaube...

Ich hoffe, seit eben habe ich sogar diese Kommissarin im Sack.

Ach. - Ja, nicht...

Was machst du da?

Ich mache die Löcher zu. - Warum?

Ohne Filter können wir das nicht offen lassen.

Sonst stinkts nach Marihuana.

Wir brauchen dringend einen neuen Filter.

Wo kriegen wir den her?

Ich kenne da einen Laden in Köln.

Dumme Sache mit dem Auto, sonst könnte ich...

...schnell hinfahren.

Mann, Mann, Mann, wir sind voll die Profis.

Ich habe dann noch schnell beim Herbert Erste Hilfe gemacht.

Dann bin ich aber hinter dem her. In einem Affenzahn.

Er raus aus dem Auto, rein in den Wald.

Das war so ein 2-m-Mann.

Man muss ja Verstärkung rufen. Leider.

Sonst wäre ich dem natürlich hinterher.

Ich hätte sogar...

Du... Ich habe sogar meine Waffe gezogen.

Warte mal.

Und dann stellt sich raus:

Das ganze Auto von dem voll mit Drogen.

Hier. Zur Feier des Tages...

...habe ich dir was mitgebracht.

* Musik *

Cannabis. Ist das so ein furchtbares Wort?

Das ist ein genauso ein natürlicher, botanischer Ausdruck

wie Geranie, Margerite, Stiefmütterchen.

Cannabis. - Gut, Cannabis.

Ich habe dir versprochen, dich nie zu fragen,

wo du dein Cannabis herbekommst.

Es sind auch nur kleine Mengen.

Aber wir haben jetzt einen Fall, da geht es nicht um kleine Mengen.

Jetzt willst du wissen, woher ich meins habe?

Ja. - Nein, Bärbel.

Das mache ich nicht.

Tante Ente, da ist jemand verletzt worden.

Der Herbert Winnen ist richtig schlimm angefahren worden.

Das ist kein Spaß mehr. - Der kommt wieder auf die Beine.

Dem bringe ich morgen einen Karottenkuchen.

Außerdem muss das eine nicht was mit dem anderen zu tun haben.

Du hast einen Karottenkuchen gebacken?

Ich dachte, du kannst nicht mehr so gut reiben.

Doch.

Kann ich wieder.

Ich kann fast alles wieder.

Ich merke manchmal gar nicht, dass ich Arthritis habe.

Alles dank dem Cannabis.

Ich sage ja nicht, dass dein Dealer was damit zu tun hat, direkt.

Aber über ihn kämen wir vielleicht an die Hintermänner.

Dealer, Hintermänner. Ich glaube, ich bin im Kino.

Das ist ein netter Mann, der besorgt mir ab und zu ein bisschen Cannabis.

Der nimmt nicht mal Geld. - Wie, kein Geld?

Was nimmt er dann?

Meinen Körper.

Tante Ente, mach so was nicht mit mir.

Ich glaube doch immer alles.

Wenn du es genau wissen willst, ich habe ihm mal gesagt,

dass ich das Kochen und Backen so vermisse.

Da hat er gesagt, dann backen Sie mir ab und zu einen Kuchen,

wenn Sie wieder können.

Vorhin habe ich ihm erst wieder einen vorbeigebracht. - Wem?

So, jetzt deck den Tisch.

Schön, dass es Ihnen gefallen hat.

Es hat mir gefallen, weil Sie mir gefallen.

Schön. - Wir sollten das öfter machen.

Ist eine Schande, dass Sie sich hier besser auskennen als ich.

Dass Sie noch nie nachts auf dem Moor waren. Das ist die Attraktion.

Es hat mich niemand begleitet.

Außerdem, nachts allein im Moor ist viel zu gefährlich.

Das sind Märchen.

Wenn man sich verläuft, taucht man erst nach Jahrhunderten wieder auf.

Als Moorleiche. - Die sind extra da hingebracht und vergraben worden.

Habe ich mal gelesen.

Der Kuchen ist so lecker. Haben Sie den gebacken?

Ist das ein polnisches Rezept? - Nein, der ist nicht von mir.

Das macht doch nichts.

Kann ich den morgen mit auf die Wache nehmen?

Kommt rein.

Wir kniffeln noch.

* Musik *

Ach, du lieber Himmel. Und ich dachte, ich hätte Kopfschmerzen.

Können wir erst mal guten Morgen sagen?

Guten Morgen.

Ist die Couch so unbequem? - Die ist viel zu kurz.

Ich muss Protokolle schreiben jetzt.

Was haben Sie denn da?

Genau das Richtige. V.a. für Sie, Herr Schäffer.

Ich bin nicht so für süß.

(eine Fliege summt)

Deckel, Bärbel.

Ja, na ja...

Ich habe noch mal nachgedacht...

...wegen dieser...äh, Dealer, ja.

Wahrscheinlich kommen sie hier noch mal durch und... Bärbel.

Was ich sagen will, ist, Sie sollten sich mal auf die Lauer legen.

In Ihrer Radarfalle.

Das ist ein guter Gedanke.

Danke.

Danke, Chef.

Und für uns auch alle besser. - Schlüssel habe ich.

Sie wollten doch Ihre Brüder fragen, was es damit auf sich hat.

Bärbel? - Was?

Nein, meine Brüder wissen es leider auch nicht.

Macht ja nichts. Fragen wir wen anders.

Was ist los mit Ihnen? Sie gucken, als hätten Sie ein Gespenst gesehen.

Frau Haas...

...Folgendes...

Was machst du denn schon wieder hier?

Hast du was vergessen?

Kann ich was für dich tun? - Nö.

Wieso?

Mh, dieser Kuchen.

Der ist so lecker.

Wer auch immer den gebacken hat, der kann richtig gut backen.

Na gut, ich habe Frau Schmied im Krankenhaus kennengelernt.

Sie hat Arthritis. Ich bin Orthopäde.

Sie hat Schmerzen, nichts hilft. Sie fragt, was ich empfehlen würde.

Da empfiehlst du illegales Cannabis und beschaffst es ihr auch noch?

Die meisten Kollegen empfehlen das.

Das ist ein offenes Geheimnis.

Wie sollte die Schmied drankommen, wenn ich es nicht beschaffe?

Wie du drankommst, will ich wissen.

Das geht dich nichts an. Ärztliche Schweigepflicht. - Mein Gott...

Es ist Danuta, stimmts? Natürlich.

Bärbels Tante bekommt ihre neue Medizin, seit Danuta da ist.

Sie weiß nichts davon, und ich möchte, dass das so bleibt.

Ich weiß nicht, wie sie dazu steht.

Ach, das ist dir dann doch peinlich.

Der alten Dame besorgst du das Zeug, aber Danuta darf das nicht wissen.

Bisschen schizophren, oder? - Du nennst mich schizophren?

Darf ich dich daran erinnern,

wie du gestern Nacht durchs Haus geschwebt bist?

Glaubst du, ich bin doof?

Deine ganze Zunft ist schizophren bei dem Thema.

Hallo. - Das ist Danuta.

Kein Wort bitte.

Na gut. Ich gehe einfach zurück auf meine Wache.

Danke.

* Musik *

Nicht gut geschlafen, Dietmar?

Willst ein Käffchen?

Nee, ich hatte schon so viele. Bin schon ganz flatterig.

Warst du schon beim Herbert? - Mhm. - Wie gehts dem denn?

Gar nicht mal übel. Kriegt n dicken Gips.

Aber das wird alles wieder. - Gott sei Dank.

Schaffst du es denn bis dahin alleine?

Bin nicht alleine. Unser Jüngster kommt n paar Wochen und hilft.

Schön.

Sag der Heike noch mal schönen Dank. - Wofür?

Die kommt seit dem Unfall jeden Tag vorbei und packt mit an.

Weißt du das gar nicht? - Ach so, das, doch klar.

Ja sicher.

Klar erzählt die mir das.

Ich lass dich mal.

* Alarmsignal *

* Reifenquietschen *

Haben Sie einen Augenblick Zeit?

Oder sind Sie sehr beschäftigt?

104.

Ei.

* Klingeln *

(er keucht)

* Klingeln *

* Klingeln *

Guten Tag, Sophie Haas.

Das ist mein Kollege, der Herr Schäffer.

Tag. - Tag.

Polizei Hengasch. Sie bringen meinem Vater die Medikamente.

Der Herr Haas aus Hengasch.

Sie sind doch der Herr Brinkmann, oder? - Oder nicht?

Ja, ja.

Können wir mal reinkommen? - Ja klar.

Danke.

Der neue Filter ist da.

Einbauen.

Danke.

Gehts denn Ihrem Vater gut?

Auf jeden Fall besser als dem Herrn Winnen,

den Sie gestern fast umgebracht hätten.

Wie bitte?

Was hab...? Umgebracht?

Geht ganz schön auf den Kreislauf, ja?

Ich habe...

Wer? Ich habe doch keinen umgebracht.

Ich war... - Wo?

...gestern Morgen die ganze Zeit bei Ihrem Vater.

Chef, Drogenpflanzen. 2 Stück.

Passt? - Ja.

Klasse, jetzt sind wir langsam wieder auf Spur.

Ich telefoniere gleich mit unserem Abnehmer.

Ich glaube, der will uns noch ne Chance geben.

Du? - Hm?

Was ist mit dem Winnen?

Mach dir keine Sorgen, der kommt bald nach Hause.

Das kommt Ihnen also in keiner Weise...

...bekannt vor?

Nein.

Absolut nicht. Das ist nicht meins.

Das haben nicht Sie produziert?

Nein.

Ich schwöre Ihnen, das war ich nicht.

Aber am Ende dann eben doch.

Das kriege ich nicht hin. Schon gar nicht in der Menge.

Ich habe da 2 Pflanzen. Ich bin nur Selbstversorger.

Ja, ab und an verkaufe ich was in Hengasch.

Aber ich habe nie mehr als ein paar Gramm.

So viel wie das da habe ich noch nie gesehen.

Nee, damit habe ich nichts zu tun. - Ich wars nicht, ich wars nicht.

So was sagt sich so leicht. Überzeugen Sie mich.

Warum kriegen Sie so was nicht hin?

Sehen Sie den weißlichen Staub?

Da ist der Wumms drin. - Mhm.

Die Pflanzen produzieren so was nur, wenn Sie alles richtig machen.

Wenn Sie Topsamen haben.

Wenn Sie das neben meins legen,

das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Das ist Coffee-Shop-Qualität. Das haben Profis angebaut.

Wie meinen Sie das?

Abgedunkelte Räume, Tageslichtlampen,

Bewässerung, Belüftung.

So was baut man nicht in seinem Garten an.

Belüftung haben sie gesagt?

Genau. Belüfter für einen Aktivkohlefilter.

Die Profis benutzen so was für ihre Gewächskammern.

Sonst stinkts nach Gras wie bekloppt.

Was glauben Sie, wie groß so eine Gewächskammer sein müsste,

um das hier herzustellen?

Weniger, als man denkt. 20 qm?

25 vielleicht. - Aha.

Ich wohne auf 30. Hab sonst nichts. Keinen Keller, keine Garage.

Ich habe damit nichts zu tun.

Ich habe niemanden umgebracht und auch nicht fast.

Danke, Herr Brinkmann.

Ja, ab.

Und schnell, sonst überlege ich es mir anders.

Das ist doch jetzt... Der entkommt uns doch jetzt.

Schäffer, wir suchen nicht nach jemandem, der 2 Drogenpflanzen hat.

Wir suchen was Größeres.

Was wir suchen, ist ein großer, geschlossener Raum...

...ohne Fenster.

Pst.

Sie gehen hinten rein, ich vorne.

Schäffer.

Oh Gott. - Himmel.

Sind sehr interessante Pflanzen, die Sie da züchten...

...Herr Schönfelder.

Und auch so schön versteckt.

Das hätte ich nicht von dir...

Nee, wirklich nicht.

Schäffer, gucken Sie mal. Blond, Hose, Schuhe.

Wie Sie gesagt haben.

Wow.

(er keucht)

Und wie geht es jetzt weiter?

Sie kommen erst mal mit uns auf die Wache.

Dann reden wir mal in Ruhe über alles.

Wenn Sie wollen, natürlich nur.

Sie haben auch das Recht zu schweigen.

Entschuldigen Sie, können wir im Krankenhaus vorbeifahren?

Ich würde gern den Herrn Winnen sehen.

Das machen wir.

Dem habe ich sowieso versprochen, dass ich Sie ihm vorstelle.

Ja, Bärbel, so siehts aus. Ab.

Das Recht zu schweigen?

Das Recht zu schweigen.

* Musik *

* Musik *

Wie? Keine Oper heute?

Hallo Danuta, hallo Papa.

Hallo. - Hallo Sophie.

Na?

Wie wars auf deiner Arbeit?

Erzähl ich dir später.

Aber nicht übel. Und wie wars bei euch? - Nicht übel.

Ich ziehe mich nur schnell um und bin dann weg.

Ich bin noch verabredet. (er pfeift)

* Musik *

Ganz so schlimm wird es wahrscheinlich nicht.

Nicht ganz so schlimm.

Sind ja beides Ersttäter.

Und reuig wie nur was.

Das zählt ja vor Gericht.

Sagen Sie mal...

Wieso heißen Sie eigentlich Tante Ente?

Als Bärbel klein war, hatte ich eine Ente.

Seitdem heiße ich Tante Ente. - Ne richtige einzelne Ente?

Ja. - Nein.

Nein.

Das Auto.

Ich habe gedacht, so ne richtige Ente. So quak, quak, quak.

Ach Gott...

Mir wird schlecht. - Mir auch.

Oh je, je, je.

(sie würgen)

* Musik *

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