All language subtitles for Efterforskningen - S01E05

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Original subtitles

Keine Verletzungen am Schädel?

Und wir haben keine Arme?

Das ist echt absurd.

Wieso behauptet er, sie habe sich den Kopf gestoßen, wenn es nicht stimmt?

Er war davon überzeugt, dass wir die Leiche nicht finden.

Als er hörte, dass wir das U-Boot geborgen hatten,-

-erfand er eine Geschichte, um die Blutspuren darin zu erklären.

Für mich ist das ein Problem, weil es uns nicht weiterbringt.

Wir haben immer noch keine überzeugenden Beweise.

Aber da der Schädel keine Verletzungen aufweist, ist seine Aussage doch gelogen.

Ja.

Das ist sie.

Aber nur so lange, bis er sich eine neue Erklärung ausgedacht hat.

Und dazu hat er jedes Recht.

Erst will er sie an Land gebracht haben.

Dann will er sie nach ihrer Verletzung am Kopf auf See bestattet haben.

Jetzt ist der Kopf unverletzt, und sie wurde zerstückelt ins Meer geworfen.

Er denkt sich immer was Neues aus, sobald wir etwas finden!

So sind die Regeln. Als Verdächtiger kann er so oft er will seine Aussage ändern.

Die Frage ist:

Können wir einen Unfall ausschließen? Können wir einen Selbstmord ausschließen?

Und können wir beweisen, dass es ein Mord war?

Was ist passiert? Was ist die Todesursache?

Was ist das Motiv?

Das wissen wir nicht.

Genau. Wir wissen es nicht.

Und wir sind in der Beweispflicht.

DIE ERMITTLUNG

Der Wind bläst mit 9 m/s. Die Strömung fließt mit 1,5 Knoten Richtung Norden.

Das Wasser ist 7 Grad warm, aber immerhin die Sicht sollte gut sein.

Ich will mindestens zwei Mann pro Stag haben.

Bleibt dicht zusammen.

Es ist kalt, und wir sind alle erschöpft.

Also passt aufeinander auf.

Fragen?

AUSSENSEITERTUM

MACHT

Fangen wir noch einmal von vorn an.

Was wissen wir?

Wir wissen, dass sie ermordet wurde oder bei einem Unfall starb.

Was ist mit Selbstmord? Ist das absolut ausgeschlossen?

Das ist wie ein Puzzle, bei dem die Hälfte der Teile fehlen.

Okay. Dann sehen wir uns mal die Teile an, die wir haben.

Wir haben Torso, Beine und einen Kopf ohne Verletzungen.

Wir haben Eisenrohre, mit denen die Leichenteile versenkt wurden,-

-und die gleichen haben wir in der Werkstatt des Verdächtigen gefunden.

Das lässt auf Planung schließen.

Wir haben eine Hose und Strumpfhose. Wir haben ein Messer und Kleider.

Wir haben Bücher, die zeigen, dass der Verdächtige von Verbrechen fasziniert war.

Wir haben Zeugen, die ihn als sexuell experimentierfreudig beschreiben.

Wir wissen, dass er drei, vier andere Frauen auf das Boot eingeladen hatte.

Wir wissen, dass sie alle abgelehnt hatten.

Wir wissen, dass die Journalistin danach um ein Interview bat-

-und dann mit ihm hinausfuhr und verschwand.

Aber was beweist das?

Dass er sie ermordet hat,-

-in Stücke geschnitten und ins Wasser geworfen.

Nein. Es beweist, dass sie in Stücke geschnitten wurde,-

-aber nicht, dass sie ermordet wurde.

Wir haben den Kopf gefunden.

Er ist unversehrt.

Und er ändert immer wieder seine Aussage.

Sind das nicht genug Teile?

Nein. Nicht unbedingt.

Nein …

Musa und ich treffen uns morgen früh mit den IT-Leuten.

Sie werden seinen Computer durchsuchen. Vielleicht finden sie etwas, was uns hilft.

Weiß er, dass wir die Beine und den Kopf gefunden haben?

Ja.

Und er hat seine Aussage daraufhin nicht geändert?

Nein.

Was ist mit seinem Umfeld? Haben sich noch mehr gemeldet?

Nein.

Irgendjemand muss doch etwas wissen.

Hallo. Jens hier.

Ich möchte eine Pressekonferenz abhalten.

Ich möchte von unseren letzten Funden berichten.

Kannst du das organisieren?

Prima. Danke.

Wenn wir den Medien sagen, dass er uns über die Kopfverletzung angelogen hat,-

-dann melden sich vielleicht weitere seiner alten Freunde bei uns.

Und dann will er vielleicht selbst noch etwas sagen.

Guten Morgen.

Wir möchten über den aktuellen Status der Ermittlungen im "U-Boot-Fall" informieren.

Wir haben gestern mit Hilfe der Marine einige Tauchgänge durchgeführt.

Dabei konnten wir am Vormittag eine Tüte finden,-

-in der sich sich Kim Walls Kleider befanden:

Ein Pullover, ein Rock, Schuhe und Socken.

In der Tüte befanden sich außerdem ein Messer-

-und diverse Gewichte, die die Tüte am Auftreiben hindern sollten.

Gegen Mittag fanden wir ein Bein,-

-und dann noch ein Bein.

Kurz darauf fanden wir einen Kopf.

Sehr interessant ist die Tatsache, dass der Schädel keine Frakturen aufweist.

Es gibt keinerlei Anzeichen für stumpfe Gewalt am Schädel.

-Cecilies Telefon, hier ist Anders. -Hallo. Hier ist Jens, Cecilies Vater.

-Hallo. Cecilie kann gerade nicht reden. -Aha.

-Ich habe es schon mehrmals versucht. -Oh, wirklich? Das wusste ich nicht.

-Sagst du ihr, sie soll mich zurückrufen? -Ja, das mache ich. Tschüs!

Wir wollen ihn nun zu einer neuen Aussage bewegen, die der Wahrheit näher kommt.

Oder wir bringen jemanden aus seinem Umfeld dazu, mit uns zu reden.

Es sind zwei Monate vergangen.

Und wir sind natürlich erleichtert, dass ihr jetzt … was gefunden habt.

Ich verstehe nicht, wieso wir nicht mehr wissen.

Jedes Mal, wenn ihr etwas habt … Dann kommt er mit neuen Erklärungen.

-Und jetzt hat er wieder gelogen. -Hat das keine Konsequenzen für ihn?

Wie sollen wir je erfahren, was geschehen ist?

Ich wünschte, ich wüsste das.

-Aber ihr taucht doch weiter? -Ja, natürlich.

Die Taucher sind immer im Wasser, wenn es das Wetter zulässt.

Suchen sie auch nach den Telefonen?

Also … Die Telefone haben nicht unsere oberste Priorität.

Und wieso nicht?

Wenn wir die Telefone finden, können wir vielleicht herausfinden, was passiert ist.

Das verstehe ich. Die Frage ist aber, ob die überhaupt auffindbar sind.

Oder ob sie im Sand auf dem Meeresgrund verschwunden sind.

Ich bin bereit, Jarl!

Gelbe Boje an der Oberfläche!

Und?

Wir haben was gefunden.

-200 Meter, sagtest du? -Ja, von der Mittellinie. 219.

Ihr habt die Säge gefunden?

-Was ist los? -Irgendwas stimmt nicht mit der Route.

Inwiefern?

Wir fanden die Säge hier unten, aber das kann nicht sein.

Laut unserer Route war das U-Boot gar nicht dort.

-Wie weit ist das von der Route entfernt? -Über 200 Meter.

Was wiegt so eine Säge? Sie trieb sicher mit der Strömung weg.

Ja, das dachte ich auch.

Wir kauften eine ähnliche Säge, fuhren ein Stück raus und warfen sie ins Wasser.

Und?

Sie trieb nicht mit der Strömung. Sie sank gerade nach unten.

Wenn wir die Arme finden sollen, brauchen wir eine detailliertere Route.

-Die haben wir nicht. -Dann besorgen wir sie uns.

Ich habe uns für morgen bei VTS in Malmö angekündigt.

Ich kenne dort jemanden von früher.

Wir müssen die Radarbilder einfach Sekunde um Sekunde durchgehen,-

-bis wir alle Details haben.

-Wie lange wird das dauern? -Das weiß ich nicht.

Das kann so nicht weitergehen. Jetzt finden wir alles.

Wir wählen zunächst eine Reihe an Stichwörtern aus.

Zum Beispiel "Mord", "U-Boot", "Sex" - etwas in der Art.

Danach suchen wir in seinen Dateien und seinem Browserverlauf.

Wenn wir einen Treffer haben, suchen wir dort weiter.

Auf diese Weise graben wir uns langsam aber sicher tiefer in die Daten hinein.

Könnt ihr die Stichworte auch nach dem Motiv kategorisieren?

Daran arbeiten wir bereits.

Ich schicke euch die Liste, sobald sie fertig ist.

Dann könnt ihr noch was hinzufügen, falls wir etwas übersehen haben.

-Und wenn er Dateien gelöscht hat? -Dann werden wir sie trotzdem aufspüren.

Wie?

Es ist fast unmöglich, etwas von einer Festplatte zu löschen.

Es bleiben immer Spuren zurück.

-Und wie löscht man dann etwas? -In einer Badewanne. Mit einem Hammer.

Wann habt ihr die Ergebnisse?

Wenn es keine Treffer gibt, geht es schnell.

Aber wenn wir etwas finden und gründlicher suchen, kann das dauern.

Wie lange?

Wochen … oder Monate.

Sie suchen nach potenziell interessanten Wörtern.

"Sex", "U-Boot", "Mord".

-Wie weit sind sie schon? -Nicht weit. Es ist wohl schwierig.

Dein Plan scheint zu funktionieren. Die Anwältin des Verdächtigen rief an.

Sie sagte, ihr Klient wolle die Wahrheit über die Ereignisse jener Nacht berichten.

Er will morgen erneut verhört werden.

Was hat er gesagt?

Er habe nach gründlichem Nachdenken beschlossen, die Wahrheit zu sagen.

Er erklärte, sie sei nicht gestorben, weil ihr eine Luke auf den Kopf gefallen war.

Er habe sie zerteilt, weil sie zu schwer war, um sie durch den Turm zu bekommen.

Er gibt also zu, dass er die Leiche zerstückelt hat?

Und die Todesursache?

Er tippt auf Sauerstoffmangel oder Kohlenmonoxidvergiftung.

Er sagte was von irgendwelchen Motorproblemen und defekten Ventilen …

Es war ein langer technischer Vortrag.

Die Luke sei zugeschlagen, als er oben im Turm war und sie unten im Boot.

Ein Vakuum habe verhindert, dass er die Luke öffnen konnte.

Als er sie endlich auf bekam, kletterte er runter und fand sie dort tot vor.

-Und dann sägte er sie in Stücke? -Ja. Oder … nein.

Erst versuchte er sie hochzutragen, was ihm aber nicht gelang.

Später in der Nacht beschloss er, die Leiche in Stücke zu zerteilen.

Danach wollte er Selbstmord begehen.

Aber entweder verschob er das, oder er überlegte es sich anders.

Und was ist mit der Strumpfhose und der Hose?

Er glaubt, die seien runtergerutscht, als er sie hochtragen wollte.

Er behauptet, er habe das nicht bemerkt.

Immer, wenn ihr etwas findet, ändert er seine Geschichte.

Wir müssen die Arme finden.

Nächstes Mal behauptet er, sie habe sich absichtlich die Handgelenke aufgeritzt.

Und dass er ihr versprochen habe, ihren Eltern nichts zu verraten.

Wir müssen alles außer Mord ausschließen können.

-Na, bist du noch hier? -Ja, ich hatte eh nichts vor.

Ich habe diese U-Boot-Expertin erreicht, Ditte Dyreborg. Ich treffe mich mit mir.

Wir wollen seine letzte Aussage durchgehen.

Kann die Luke überhaupt so fest sitzen?

-Gut. Das würden wir gern widerlegen. -Ja. Bis morgen.

Hallo, hier ist die Mailbox von Cecilie. Bitte hinterlasse eine Nachricht. Tschüs.

Hallo, Cecilie! Hier ist Papa.

Magst du mich zurückrufen?

Wir telefonieren.

Wir hatten ein Stück Backpapier an den Radarschirm geklebt.

Wir haben jedes Mal, wenn das Radar etwas registriert, einen Punkt gemacht.

Von 19.30 Uhr, als sie ausliefen, bis 10.22 Uhr, als das U-Boot sank.

Minute für Minute für Minute für Minute. Es sind über 600 Punkte.

-Hat sich die Route dadurch geändert? -Ja, vor allem im südlichsten Teil. Guck.

Da sind große Abweichungen, von denen wir nicht wussten.

Aber jetzt ergibt es Sinn, dass wir die Säge dort fanden.

Wollt ihr vielleicht noch einmal dorthin?

"Vielleicht"? Sie machen sich bereits startklar.

Ich hatte ein interessantes Gespräch mit der U-Boot-Expertin-

-über die letzte Aussage des Verdächtigen.

Was sagt sie?

Sie sagte, es könnte gut sein, dass ein Unterdruck entsteht, ein Vakuum,-

-wodurch sich die Luke nicht mehr öffnen lässt.

Sie verstand aber nicht, wie es ihm doch gelungen ist.

Das ist ihrer Ansicht nach nicht möglich.

Okay … Wenn so ein Unfall passiert, wird sich die Luke nicht öffnen lassen?

Ja. Und es würde lange dauern, den Unterdruck auszugleichen,-

-um die Luke wieder öffnen zu können.

-Wie lange? -Mindestens eine Stunde.

Wie lautet ihre Analyse?

Es waren nicht alle Fotos verfügbar,-

-und das U-Boot hat beim Versinken große Schäden davongetragen.

Wie lautet ihr Fazit?

Sie glaubt, dass er lügt.

Wenn alles so abgelaufen ist, wie er behauptet,-

-hätte es eine heftige Wärmeentwicklung gegeben, die das Vakuum erzeugt hätte,-

-aber auch deutliche Spuren von Hitze an der Leiche hinterlassen hätte.

Ich habe die Techniker gebeten das zu untersuchen und im Bericht zu bewerten.

Aber sie glaubt auch, dass das U-Boot absichtlich versenkt wurde?

-Ja, daran besteht kein Zweifel. -Darüber wird sich Jakob freuen.

Jens hier.

Wie bitte?

Hallo, Jakob. Hier ist Jens.

Ich wollte dir nur sagen, dass wir vor einer Stunde einen Arm gefunden haben.

Nein, nur den einen.

Jetzt finden wir auch noch den anderen.

Markierungsboje an der Oberfläche! Taucher an der Oberfläche!

Yes! Yes!

Gut gemacht! Sauber!

-Tolle Leistung, Jungs! -Scheiße, ist das toll!

Yes!

Ich habe gerade mit den Eltern gesprochen.

Ich soll deine Männer grüßen und ihnen für ihren Einsatz danken.

Es bedeutet ihnen alles, ihre Tochter beerdigen zu können.

Wenn wir nach einem Tag auf See an Land gehen …

… dann ist eigentlich immer gute Stimmung.

Die Jungs reden dann darüber, was sie essen und trinken wollen …

… und wen sie küssen werden, wenn sie nach Hause kommen.

Aber heute, nachdem sich das Adrenalin gelegt hatte …

… hat keiner etwas gesagt.

Sie waren ganz still.

Gute Arbeit.

Wir haben zumindest getan, was wir konnten.

Jetzt müssen wir hoffen, dass es ausreicht.

-Klaus hier. -Hallo, hier ist Jens.

-Ja, Jens. -Was hast du für mich?

Wie erwartet ist die Todesursache nicht an den Armen zu finden.

Keine Anzeichen für Selbstmord, keine Verletzungen oder anderes.

-Okay. -Ja.

Ja. Es bleibt die Frage, was passiert ist.

Ja. Das müssen wir rausfinden.

Selbstmord ist also vom Tisch.

Dann bleibt doch nur Mord übrig.

Ja, vielleicht …

Und vielleicht reicht das auch für ein Urteil wegen Mordes.

Aber dann kommt er mit 14 Jahren Gefängnis davon und nach acht bis zehn Jahren frei.

Für lebenslänglich oder Sicherungsverwahrung-

-brauchen wir Mord PLUS etwas anderes. Aber das muss ich dir ja nicht sagen.

-Vergewaltigung? -Ja, das wäre brauchbar.

Aber dazu müssen wir beweisen, dass sie stattfand,-

-und dass sie stattfand, bevor der Tod eintraf, oder dass sie geplant war.

Wenn sie spontan NACH Eintreten des Todes geschah, zählt das nur als …

… Störung der Totenruhe.

Und Nekrophilie … Das reicht nicht.

Wir müssen herausfinden, was in jener Nacht geschah.

Und das schaffen wir …

… indem wir das Motiv finden.

UNFALL - SELBSTMORD - MORD

Die Arme verraten uns nicht, wie sie gestorben ist.

Daher müssen wir weiter auf das Fazit des Rechtsmediziners warten.

-Habt ihr mal zehn Minuten? -Ja. Sicher.

Bisher haben wir sieben Texte gefunden, die vom Aufspießen von Frauen handeln.

-"Aufspießen"? Was heißt das? -Das ist eine gute Frage.

Die Texte sind sexueller Natur, Fantasien, die vom Aufspießen handeln,-

-dem Durchdringen von Haut mit spitzen Gegenständen.

Grillspieße, Bleistifte, Messer, Ahlen, Nadeln … ja, lest selbst.

-Wie viele Einstiche waren im Torso? - 17.

-Ist da noch mehr in dieser Richtung? -Ich befürchte, schon.

Wir sind seinen Browserverlauf durchgegangen.

Welche Webseiten er besucht hat, wonach er gesucht hat usw.

-Darf ich? -Ja, klar.

"Beheaded" …

… "argony", "girl."

Drei Wörter, nach denen er oft gesucht hat, zuletzt 18 Stunden vor dem Auslaufen.

-Schreibt sich "agony" nicht ohne "r"? -Ja, er hat das Wort falsch geschrieben.

Trotz des Schreibfehlers ergab die Suche ziemlich interessante Ergebnisse.

Unter anderem ein sog. "Snuff-Film", in dem eine Frau enthauptet wird.

Also in echt?

Unserer Einschätzung nach sieht das sehr echt aus.

Hat er sich das angesehen?

Ja. 18 Stunden bevor er mit seinem Opfer auslief.

Außerdem fanden wir drei Animationsfilme gleichen Inhalts auf seiner Festplatte.

Zeichentrickfilme?

Enthauptung und Aufspießen in einem sexuellen Kontext.

Ich möchte diese Filme sehen.

Davon kann ich nur abraten.

Könnte er versucht haben das Video nachzuspielen?

Was das alles geplant?

Er nahm die Bleigewichte und die Säge am gleichen Tag mit aufs U-Boot.

Das widerspricht der Behauptung, er habe versucht, die Leiche am Stück zu bergen.

Wieso hat er die Säge mitgenommen, wenn er gar keine Verwendung dafür hat?

Außerdem hatte er drei andere Frauen am gleichen Tag aufs U-Boot eingeladen.

Aber alle schlugen die Einladung aus.

Nachdem seine drei Favoritinnen abgesagt haben, scheint er aufzugeben.

Er versucht es nicht noch einmal.

Aber dann klingelt sein Telefon.

Es ist die schwedische Journalistin, die ihn schon einmal interviewen wollte.

Sie möchte ihn gern interviewen. Und dann läuft der Plan wieder an.

Stimmt es, dass nichts darauf hindeutet, dass sie sich schon vorher kannten?

-Ja. -Da sind wir uns einig?

Dann können wir einiges streichen: Eifersucht, Rache und Außenseitertum.

Spricht irgendetwas für Geld?

Nein.

Spricht irgendetwas für ein religiöses oder politisches Motiv?

Satanismus, politische Botschaften oder Terror?

Nein.

Begierde. Er hatte Spermaspuren in der Unterhose.

Er ist ein bekanntes Gesicht in Kopenhagens Sexklubs.

Er sieht nur Stunden vor dem Mord einen Snuff-Film, in dem eine Frau geköpft wird.

Das alles deutet auf ein sexuelles Motiv hin.

Macht. Vielleicht wollte er irgendwie seine Macht zeigen oder beweisen,-

-weil er sich ohnmächtig fühlte.

Er hatte ja Probleme mit seinen Projekten. Seine Firma stand kurz vor dem Konkurs.

Das könnte der Auslöser gewesen sein.

Plötzlich fehlte ihm dieser Teil seiner Persönlichkeit: Macht. Kontrolle.

Dafür steht auch die Unterwäsche im Buch über den "Amagermann".

Er will sich selbst etwas beweisen, indem er das Video nachspielt.

Er will beweisen, dass er damit davonkommt. Es gab ihm einen Kick.

Macht.

BEGIERDE - MACHT

Ja …

-Jens? -Darf ich reinkommen?

Was ist los?

"Beheaded", "agony", "girl".

Wir haben ein Motiv. Wir haben ein Motiv.

Wenn der Rechtsmediziner Enthauptung als Todesursache feststellt, ist alles klar.

Und wenn nicht?

Dann müssen wir beweisen, dass er das Video nachspielen wollte.

Das Schlimmste ist, was für ein Zufall das war.

Sie wollte ihn früher schon einmal interviewen.

Es wurde nichts daraus, und sie vergaß es.

Plötzlich fällt es ihr wieder ein. Sie ruft ihn an und macht einen Termin aus.

Aber sie wusste ja nichts.

Er wusste genau, was er tat. Er hatte alles nötige Werkzeug dabei.

Sie hatte keine Chance.

Sie hatte nichts falsch gemacht.

Sie war neugierig, vertrauensvoll, fröhlich und mutig.

Sie war genau so, wie wir uns unsere Kinder wünschen.

-Hallo? -Hallo, Cecilie, hier ist Papa.

Können wir reden?

-Hallo? -Ich komme runter.

-Hallo, Schatz. -Hallo.

-Ich habe versucht dich anzurufen. -Ja, ich weiß.

-Aber du hast nicht zurückgerufen. -Ich hatte so viel um die Ohren …

Es tut mir leid, dass ich neulich nicht kommen konnte. Ich kam nicht weg.

Du weißt ja, wie das ist.

Ja, das weiß ich.

Vielleicht habe ich dich auch deshalb nicht zurückgerufen.

Was meinst du damit?

Du hättest dich eh nur entschuldigt.

Du hättest erklärt, wie wichtig der Fall ist, und ich hätte Verständnis geheuchelt.

Was soll ich denn sagen? Die Arbeit bestimmt mein Leben.

Das weiß ich nicht. Ich will nicht, dass du etwas sagst. Ich …

Ich bekomme bald mein erstes Kind, und ich habe riesige Angst, und ich …

Ich ertrage es nicht, wieder und wieder enttäuscht zu werden.

Dann sag mir doch, was du von mir erwartest.

Ich bin deine Tochter. Ich brauche Fürsorge und Aufmerksamkeit und das Gefühl …

Das Gefühl, dass ich dir wichtig bin!

Du BIST mir wichtig!

Eine junge Frau wurde ermordet.

Sie wurde ins Meer geworfen. Was soll ich denn machen?!

Das weiß ich nicht.

Ruf mich bitte erst wieder an, wenn du es weißt.

Übersetzung: filmtiger

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