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.
vt vt vt UNTERTITEL vt vt vt
Jenny
Luisa
Michael, Luisas Mann Gernot, Jennys Freund
Was stellt sich der Mann vor ? Erst wird geliefert, dann gezahlt.
Was sagt Herr von Bondy dazu ? Der soll sich nicht so anstellen.
Guten Morgen. Ich komme heute später. Tschüs.
Muss diese blöde Telefoniererei am frühen Morgen sein ?
Bis der Optikerkongress vorbei ist. Dann kommen Zahntechniker, Autobauer.
Wann sind küssende Ehemänner dran ? Jakob, denk an das Geschenk für Eric.
Mist ! Hallo und tschüs.
Hast du nichts vergessen ? Tschüs, Muckelchen.
Ich meine das hier. Tschüs.
Wo ist der Speck ? Cholesterin ist schlecht fürs Herz.
Jakob, du musst los. Sag Eric alles Gute zum Geburtstag.
Tschüs, Papa. Viel Spaß, Großer.
Telefon
Wagner. Janine, könnt ihr nicht ein Mal selbstständig denken ?
Ja, bis gleich. Fehlt was ? Nein.
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Gernot, ich muss noch meine E-Mails checken.
Kein Problem. Und am Tourneeplan weiterarbeiten.
Ich bin ganz still. Ist das nicht wunderbar ?
Wir sind erwachsen. Frei, ungebunden.
Kein alberner Beziehungsdruck engt uns ein.
Alles kann. Alles kann.
Nichts muss. Nichts muss.
Was hast du gerade gesagt ?
Gernot, wir müssen dringend reden.
Habe ich dir erzählt, dass in meiner Wohnung Asbest gefunden wurde ?
Ich kann doch noch ein paar Tage bleiben, oder ?
Was ? Super. Danke.
"Lieber Gernot ! Ich besuche meine Kapitalistenschwester in München."
"Zum Tourneestart bin ich wieder da. Jenny."
Trinkst du noch Kaffee ? Nein.
Kümmerst du dich um die Wäsche ? Klar.
Nicht wieder 90 Grad. Du färbst alles blau.
Was muss ich machen ? 30 Grad. Waschpulver ist schon drin.
Dein Vater ist schlecht drauf. Ich merke es.
Er hat Angst vor Krankenhäusern. Er hatte eine Herzattacke.
Ihm war ein bisschen schlecht. Ein bisschen schlecht ?
Ich habe ihn wochenlang bearbeitet. Diesmal geht er in die Klinik.
Schönen Tag. Dir auch. Hast du nichts vergessen ?
Mein Handy.
Kannst du dich jetzt bitte von Napoleon trennen, Papa ?
Von Napoleons General Jean Victor Moreau. Schlacht von Hohenlinden.
Strategie in Perfektion. Die wahre Absicht verschleiern.
Und wenn die Zeit reif ist... A propos.
Luisa, da war nichts.
Ich bin kerngesund. Dann hast du nichts zu befürchten.
Auf !
Und wenn ich wieder meine Rückenschmerzen bekomme ?
Das EKG dauert nicht lange. Das sagen sie immer vorher.
Und dann finden sie alles Mögliche. Keine Spritzen, kein Chloroform.
Frau Dr.Eckstein hat es versprochen. Wer ist das ?
Ich habe meine Lesebrille vergessen. Da.
Guten Tag. Konstanze Eckstein. Sie sind also der Herr General.
Nein, Oberst. Oberst Mayerhofer.
Pensioniert. Nachschubeinheit.
Friedenssicherung ohne Kampfeinsatz. Das tun wir hier auch. Prävention.
Wenn's zum Gefecht kommt, haben wir etwas falsch gemacht. Bitte.
Überraschung ! He, Luisa ! Jenny.
Jenny ! Papa !
Papa, hier geht's lang.
Papa ! Jetzt haben wir es alle verstanden.
So eine Überraschung. Komm, wir haben viel zu erzählen.
Und deine Untersuchung ? Mir fehlt nichts. Sag es Luisa.
Jenny, ich könnte dich... Morgen ist auch ein Termin frei.
Wenn ich ihn noch mal herbekomme. Es tut mir leid. Ich melde mich.
Selbstverständlich. Kein Problem. Danke.
Wir haben uns so lange nicht gesehen. Machen wir uns einen Kaffee ?
Ich gehe schon mal vor. Echtes Jenny-Timing.
Du kommst immer zur falschen Zeit.
Echte Luisa-Begrüßung. Statt Freude gibt es gleich Vorwürfe.
Was machst du hier ? Nichts. Ich wollte mal vorbeischauen.
Ich meine hier in der Klinik. Michael sagte, dass ihr hier seid.
Michael !
Du hast mir nicht gesagt, dass Papa in die Klinik eingeliefert wird.
Er wird nicht eingeliefert. Konntest du nicht 5 Minuten später kommen ?
Bring ihn erst mal zum Homöopathen. Wagner. Ja, Felix ? Ich beeile mich.
He ! Was ?
Kann ich ein paar Tage bei euch bleiben ? Ich mache keinen Stress.
Klar. Jenny, meine Sonne. Komm endlich.
Ja, Papa. "Jenny, meine Sonne."
Einmal Julia Roberts bitte.
Gehen wir zum Brunch oder kann ich mir weiter nur Bilder von Ihnen ansehen ?
Ihr Leben hätte ich gerne. Das ist harte Arbeit.
Ich ziehe uns den Kongress der Steuerberater an Land.
Was ist nun ? Was sage ich an dieser Stelle ?
Dass ohne Sie hier Chaos ausbricht. Ich meinte das andere.
Dass Sie verheiratet sind, ist eine Schande.
Was ist Ihr Mann noch mal ? Schuster ?
Tischler !
Komm, Hund.
Hallo. Wieso bist du nicht im Krankenhaus ?
Wir kamen, sahen und gingen wieder.
Kommt, ich habe einen Riesenhunger.
Du hättest ruhig etwas sagen können. Hab ich doch.
Luisa war sauer. Wie krank ist er ? Er ist umgekippt.
Eine Untersuchung wäre nicht falsch.
Danke schön.
Hallo ?
O Michael !
Griechische Musik
Amüsiert ihr euch ? Jenny bringt uns Sirtaki bei.
Mach mit, Mama. Es geht auch andersrum.
Du warst wohl in der Küche. Wir räumen morgen auf.
Wir feiern gerade so schön. Und jetzt andersrum !
Eric, was machst du noch hier ? Wir schlafen heute auf dem Boot.
Tante Jenny hat es erlaubt. Verdirb uns nicht den schönen Abend.
Hast du Hunger ? Es gibt noch Nudeln. Trinkst du etwa Alkohol ?
Prost ! Also wirklich, Michael. Nein !
Ach, komm. Andersrum !
Ich kann meinem Schwiegervater nicht verbieten, einen Schnaps zu trinken.
Nein. Das kannst du nicht.
Das war so ein blödes Gefühl, als Jenny im Krankenhaus auftauchte.
Komm, ich massiere dich.
Es tut mir leid. Ich konnte sie nicht davon abhalten.
Warum eigentlich nicht ? Ich kann Jenny nicht bevormunden.
Und ich möchte ein ganz normaler Mensch sein dürfen.
Dann fang damit an.
Kümmere dich um die paar Sachen, die hier zu erledigen sind.
Jetzt sei mal locker. So wie Jenny ?
Papa, lass die Untersuchung machen. Das ist doch Zeitverschwendung.
Es kann nicht schaden.
Gute Nacht.
Na, Schwager.
Zurzeit läuft es mit dir und Luisa wohl nicht so gut.
Das ist alles nicht so einfach nach 15 Jahren Ehe.
Wieso ? Und bei dir ?
Bei mir ? Was macht die Liebe ?
Das Gleiche wie immer. Deshalb bist du hier.
Wenn es einer ernst meint, läufst du ganz schnell weg.
Ja.
Lohnt es sich, nach seinem Namen zu fragen ?
Nein.
So stelle ich mir die wahre Liebe vor. Frei und doch ein Paar.
Nur platzt es immer.
Nee ! Dann beschwere dich nicht, dass wir nicht aufgeräumt haben.
Ich habe mir den Wecker gestellt ! Irgendwo muss man frühstücken.
Als wären wir zu blöd, drei Teller wegzuräumen.Habt ihr keine Putzfrau ?
Hatten wir. Aber die war so langsam, da konnte man es auch selbst machen.
"Michael Badezimmer Glühbirne". Oh !
Ja. Mit Improvisation wie in eurem Theater bräuchte ich keine Zettel.
Das habe ich nicht gesagt.
Ihr seid doch nur zu faul, euren Text zu lernen.
Ich dachte, die Sache mit dem Ordnungsamt wäre geklärt.
Ich bin gleich da. Bis dann. Hallo und tschüs.
Stopp, Fräulein. Mit diesem Rock gehst du nicht in die Schule.
Hier ist dein frisch gewaschenes Leinenkleid.
Mit der Kutte lachen mich alle aus. Das tragen in Berlin alle.
Siehst du ! Nein, solche Röcke.
Morgen, Papa. Morgen, meine Sonne.
Dein Rührei. Ich habe keinen Hunger.
Papa lässt sich untersuchen. Was ?
Wir haben in Ruhe darüber gesprochen. Und ich rede mir den Mund fusselig.
Die Ärztin hat noch einen Termin. Ich bringe ihn hin. Komm, Papa.
Das kann ich doch machen. Ich bin eh schon wach.
Tschüs, schönen Tag. Dir auch.
Herr Mayerhofer !
Entschuldigung.
Sie mögen das hier wohl gar nicht. Warten Sie einen Moment.
Ich muss los, Papa. Michael holt dich ab. Mach's gut.
Kommen Sie.
Da sind wir. Danke, meine Herren.
Bitte machen Sie den Oberkörper frei.
Sagen Sie Bescheid, wenn Ihnen kalt ist.
Ich bin ja nicht aus Zucker. Falls doch - da liegt eine Decke.
Danke. Ich lasse Sie allein mit dem Ausblick.
Bis dann.
Hallo.
Das ist aber schön geworden. Es ist halt ein Einzelstück.
Bierbänke gehen schneller und bringen mehr Geld.
Willst du das nicht ? Das Geld schon.
Habe ich mich zu sehr eingemischt mit Krista und dem Kleid ?
Mach dir keine Gedanken. Zwischen den beiden ist schon lange dicke Luft.
Krista sollte um 22 Uhr von einer Party zurück sein.
Um 1 Uhr war sie immer noch nicht da. Wir hätten fast die Polizei geholt.
Luisa verbot ihr deshalb alle Feten. Was sagst du dazu ?
Ich habe noch viel zu tun. Kannst du deinen Vater vom Krankenhaus abholen?
Klar. Leihst du mir deinen Pickup ?
Besser als meine alte Keksdose. Pass auf mit dem Rückwärtsgang.
Bitte mal eine Faust machen. Jetzt gibt's einen kleinen Pieks.
Dabei kippen die Männer reihenweise um. Ihnen macht das wohl nichts aus.
Nein. Sie mögen einfach keine Krankenhäuser.
Ja. Sie können die Faust öffnen.
Ihr Hobby ?
Ich arbeite an der Schlacht von Hohenlinden. Originalgetreu.
Möchten Sie es sich mal ansehen ?
Wenn ich nicht zwischen die Fronten gerate.
Wir machen eine Feuerpause.
Gut. Ich überbringe die Laborwerte dann direkt an die Front.
Einverstanden.
Was sagst du dazu ? Was ist das denn ?
Ein Zuckerwatte-Stand. Ich sah ihn auf dem Flohmarkt.
Zwischen Videorekordern und Fahrrädern stand das herrliche Teil.
Du hast schon als kleines Mädchen alles mit nach Hause gebracht.
Was machen wir damit ? Abladen.
Papa, darf ich mit Vanessa die Pyjama-Party aufbauen ?
Deine Mutter will nicht, dass du hingehst.
Sprich noch mal mit ihr. Es gibt doch noch andere Partys.
Das ist voll die Ehre, wenn Vanessa mich fragt.
Ich habe lange gebraucht, bis sie überhaupt mit mir redet.
Ihr versaut mir jetzt alles. Okay, ich rede mit ihr.
Danke schön.
Das müssen wir saubermachen. Wo bleibst du, Papa ?
Ich muss mich noch umziehen.
Was ist das ? Super.
Wie sehe ich aus ? Grandios.
Nicht schlecht.
Heute bin ich nicht in Form.
Der sitzt !
Jemand zerschlägt eine Flasche.
Hallo ! Was macht ihr denn hier ?
Wir wollen Blutsbrüder werden.
Wie Winnetou... ... und Old Shatterhand.
Doch nicht so. Da holt ihr euch eine Blutvergiftung.
Könnt ihr nicht ohne Blut schwören ? Dann sind wir keine Blutsbrüder.
Genau. Moment mal.
Das dürft ihr nicht euren Müttern sagen.
Das haben Winnetou und Old Shatterhand auch nicht gemacht.
Ehrenwort. Heiliges Ehrenwort.
Wer zuerst ?
Michael !
Komm, Mama. Wir sitzen alle draußen am Lagerfeuer.
Wie siehst du denn aus ? Wieso ?
Das ist doch nicht schlimm, oder ? Nein, es ist nicht so schlimm.
Komm mal her, mein Schatz.
Was hast du da gemacht ? Weiß ich nicht.
Was heißt das ?
Ich habe geschworen, nichts zu sagen. Du musst es mir nicht sagen.
Du kannst es flüstern. Ins Ohr.
Es ist nichts zu hören.
Aha.
Das war wahnsinnig lecker. Schaffst du das alles noch ?
Natürlich. Ist dir noch nicht schlecht ?
Luisa ! Hallo.
Schatz, du bist spät. Alles okay ? Die Glühbirne ist immer noch kaputt.
Das habe ich vergessen. Entschuldige. Das Haus ist ein einziges Chaos.
Jenny piekst kleinen Jungs Löcher in die Finger. Ist das eine gute Idee ?
Sie hätten es sowieso gemacht. Also besser unter Kontrolle.
Eric hatte letztes Jahr eine Sepsis nach einem Wespenstich.
Er hat da so eine Veranlagung. Das wusste ich nicht.
Es war ein winziger Pieks. Das kann genügen.
Da passiert schon nichts. Wenn doch, übernehme ich die Verantwortung.
Da kann Erics Mutter dankbar sein. Ich gehe ins Bett.
Papa ! Luisa, wir müssen etwas besprechen.
Krista war völlig am Ende. Sie will zu dieser Clique gehören.
Aha. Richte deine Wut gegen mich.
Jenny hat damit nichts zu tun. Sie hetzt euch doch gegen mich auf.
Ich hetze niemanden auf. Das schaffst du ganz alleine.
Es war meine eigene Entscheidung... Weißt du, was dein Problem ist ?
Du hast kein Vertrauen ! Du bist ja Expertin !
Du hast doch noch nie eine Beziehung auf die Reihe gekriegt !
Hört auf, wir sind nicht im Kindergarten.
Du hast einen Kontrollzwang. Lass das Leben doch mal laufen.
Super-Idee, wenn ich nicht alles am nächsten Tag aufräumen müsste.
Als ob das das Problem wäre. Es passt nicht in dein Weltbild.
Aber wer räumt die Küche auf, schickt die Kinder zur Schule ?
Und verdient das Geld, um den Zirkus hier am Laufen zu halten ? Du etwa ?
Okay.
Na toll. Danke schön ! Michael !
Es tut mir leid. Ich weiß, dass du keine 08-15-Möbel bauen willst.
Das respektiere ich. Ich würde Kompromisse machen.
Du könntest weniger arbeiten. Aber das willst du nicht.
Du schuftest so viel, damit du mir abends eins reinwürgen kannst.
"Du hast die Birne nicht gewechselt, du hast die Wäsche nicht gewaschen."
Dann denke doch mal dran ! Ich halte dir den Rücken frei.
Das ist keine Unterstützung. Du willst deine Ruhe haben.
Und keiner soll dir böse sein. Ich will meine Ruhe haben ?
Und immer diese Blicke als stummer Protest. Die arme, gequälte Kreatur !
Mit dieser Xanthippe als Frau. Das tut mir weh !
Ich habe mich heute mal für einige Stunden richtig gut gefühlt.
Locker wie lange nicht mehr. Kaum bist du im Haus, ist alles vorbei.
Vielleicht hättest du Jenny heiraten sollen.
Was soll das jetzt ? Dann wären alle glücklich.
Ihr könntet die Dinge laufen lassen. Das Konto füllt sich von alleine.
Mit Jenny kann man lachen und Spaß haben. Im Gegensatz zu dir.
Ein Handy läutet.
Hallo. Jenny, hier ist Gernot.
Ich bin schon unterwegs nach Bozen. Hier ist nicht Jenny.
Zum Festival. Du weißt ja. Hier ist nicht Jenny, hier ist...
Ich bin in 1 Stunde in München. Wir treffen uns am Stadion-Parkplatz.
Schaffst du das, Jenny ?
Jenny !
Okay. In 1 Stunde auf dem Parkplatz beim Stadion.
Laute Musik
"Ihr Lieben ! Jenny hat wie immer Recht."
"Man muss die Dinge laufen lassen. Ich bin dann mal weg. Luisa."
Telefon
Eckstein. Guten Abend, hier ist Luisa Wagner.
Entschuldigen Sie, dass ich so spät noch anrufe.
Schon gut. Was kann ich für Sie tun ? Gibt es was Neues von meinem Vater ?
Ich kann nichts sagen. Die Werte teile ich Ihrem Vater morgen persönlich mit.
Natürlich. Das verstehe ich. Sie müssen sich keine Sorgen machen.
Gut, danke. Kein Problem. Schönen Abend noch.
Ihnen auch. Danke.
Ein Auto hupt.
Wo sind die Joints, wo ist die freie Liebe ? O Gott.
O Gott. Jenny ! Was machst du schon hier ?
Trudi und Wolle kommen direkt aus Gomera.
Aha. Hi.
Was ist mit dir los ? Mir geht's nicht so gut.
Und was ist das ? Was ist das für eine Kette ?
Die hat mir meine Schwester geschenkt.
Deine Kapitalistenschwester schenkt dir Ketten ?
Das halte ich nicht aus. Ja, ganz schlechtes Karma.
Mann, siehst du fertig aus. Die tut dir einfach nicht gut.
Aber das kriegen wir wieder hin.
Ich habe auf Ferdis Öko-Bauernhof in Österreich unser Zimmer reserviert.
Unser Zimmer ? Ja, unser Zimmer.
Er imitiert einen Hahnenschrei.
Das hat sie noch nie gemacht. Ich hätte sie nicht anschnauzen dürfen.
Tja.
Ein Handy läutet.
Sie hat sogar ihr Handy dagelassen. Meins ist weg.
Wie ist deine Nummer ? Na ?
Lass Luisa einfach mal in Ruhe. Und wenn ihr was passiert ist ?
Sie ist ja nicht mehr 15.
Ein bisschen Abstand tut euch gut. Wieso Abstand ?
Eine Diskussion bringt jetzt nichts. Ich will nur wissen, wo sie ist.
Das kriegen wir schon. Ich springe hier ein paar Tage für sie ein.
Und was ist mit ihrem Job ? Der Optiker-Kongress !
Wir müssen absagen. Der kann ohne sie nicht stattfinden.
Wer sagt, dass Luisa nicht da ist ? Was ?
Wir sind Zwillinge. Den Unterschied merkt kein Mensch.
Du spinnst ! Sie ist Geschäftsführerin.
Du hast doch keine Ahnung davon ! Ich mache Improvisationstheater.
Seit 12 Jahren ! Das kriege ich schon hin. Gönne Luisa die Entspannung.
Lass dich gehen, Jenny.
Ich habe Nackenschmerzen. Keine Fußschmerzen.
Moment... Wo war gleich der Punkt ? Hier ist der Nacken.
Das ist ja Wahnsinn !
Das habe ich im Transzendental- Workshop gelernt. Gut, was ?
Was machst du jetzt, Gernot ?
Das habe ich im Tantra-Workshop gelernt.
Ich habe mich so danach gesehnt, mich wieder mit dir zu vermischen.
Ich bin heute gar nicht in Vermischungs-Stimmung.
Ich muss mal an die Luft. Schon wieder ?
Zum Meditieren.
Ein Handy-Signalton.
Telefon
Na ?
Na gut. Dann machen wir jetzt alle zusammen Frühstück.
Wann kommt Mama wieder ? In ein paar Tagen.
Und wo ist sie ? Auf dem Land. Sie macht eine Kur.
Lasst ihr euch jetzt scheiden ? Wie kommst du auf so was ?
Warum hast du Mamas Sachen an ? Ich arbeite heute für sie.
Aber das ist ein Geheimnis.
Das muss ein Scheißjob sein. So wie Mama immer drauf ist.
Kriege ich kein Rührei ? Eier sind im Kühlschrank.
Ich muss los. Krista, mach deinem Opa Rührei.
Der hat doch keinen Hunger. Wieso habe ich keinen Hunger ?
Das ist Wahnsinn ! Kümmere dich um die Kinder.
Den Rest kriege ich schon hin. Muss ich noch etwas wissen ?
Luisas Chef ist so ein Partylöwe. Der kann dir nicht helfen.
Du musst alles alleine organisieren. Cool. Wird schon schief gehen.
Ich habe ein ganz blödes Gefühl. Ich habe die Waschmaschine gestartet.
Kümmerst du dich darum ? Luisas Handy läutet.
Mayer... Wagner. Ja, Frau Peters ?
Übertreiben Sie nicht. Das war nur ein winziger Pieks.
Werden Sie nicht unverschämt.
Danke. Erics Mutter wird sich beruhigen.
Dann reden wir noch mal vernünftig mit ihr.
Kommst du ?
Komm mal her. Ich will, dass Mama wieder da ist.
Ich auch.
Tschüs. Kleine Heulsuse.
Gefallen sie Ihnen ? Wer ?
Die Rosen ? Ja.
Charity-Golfen der Rosenzüchter auf Madeira. Fürchterliche Veranstaltung.
Ich habe natürlich gewonnen und das Preisgeld gleich gespendet.
Aber ich bestand darauf, dass diese neue Sorte Ihren Namen bekommt.
Das ist nett. Danke.
Was ist denn ? Sagen Sie es mir.
Ich habe ein neues Parfüm. Das Düftchen kleidet Sie gut.
Darauf ein Glas Champagner ? Ja, gern.
Wie bitte ? Eigentlich müssten Sie sagen: Morgens trinke ich nichts.
Ich hab's heute mit dem Kreislauf. Ein Schlückchen wäre nicht verkehrt.
Ja. Voila ! Sie haben ja alles vorbereitet !
Auf die Luisa multiflora. Wirklich ein prachtvoller Anblick.
Doch die Namensgeberin ist noch schöner. Zum Wohl.
Das haben Sie schön gesagt. Zum Wohl.
Ich muss heute schon wieder golfen. Empfang der Kieferchirurgen.
Da kann ich nicht auf Sie verzichten. Habe ich da kein Meeting ?
Teambesprechung ist jetzt gleich. Ja. Dann steht dem nichts im Wege.
Ist alles in Ordnung mit Ihnen ? Sie kommen doch sonst nie mit. Nie !
Heute ist ein besonderer Tag in diesem wunderschönen Leben.
Bis später. Tschüs.
Halleluja ! Ich hole Sie ab !
Guten Morgen, Frau Wagner !
Wir müssen über den Konferenzraum und den Gartenbereich sprechen.
Und die Catering-Teams. Machen wir ein Round-Table-Gespräch.
Ein Brainstorming. Ein Briefing. Wir machen ein genaues Briefing.
Team A und Team C in den Konferenzraum.
Team B in die Lounge Bar.
Und ihr... Ihr geht mit Guido in den Gartenbereich.
Luisa, Luisa, Luisa. Telefon
Mayer... Wagner !
Das kann Luisa doch nicht machen. Sie lässt alles stehen und liegen.
Offenbar kann sie das schon. Wir waren alle nicht ganz unbeteiligt.
Besonders du. Und was ist mit deinem Anteil ?
Du hast ständig an ihr rumgenörgelt. Ich lasse mich nicht kommandieren.
Sie meinte es gut. Vor allem wegen deines Herzens.
Das ist meine Sache.
Jenny, was ist nur los mit dir ? Warum ?
Du bist noch nie vor mir aufgestanden.
Du überraschst mich immer wieder. Bei dir ist alles so im Fluss.
Oh ! Ich glaube, du kriegst Herpes.
Möchtest du ein Müsli ? Hier, für dich !
Tee ?
Gut geschlafen ? Ja.
Bob Dylan: Hey Mr. Tambourine Man
Sie singen mit: Hey, Mr. Tambourine Man !
Play a song for me. (Spiel mir ein Lied.)
In the jingle jangle morning I'll come followin' you.
Das ist auch ganz schön, nur etwas kitschig.
Hier sind die Stoffe. Die Tischdecken ! Schön !
Das nehmen wir ! Das ist super.
Oder vielleicht besser das Grün. Wunderschön !
Hier das Geschirr ! Da gibt's einmal das.
Das ist ein bisschen langweilig. Oder das.
Das bunte hier. Und die Gläser mit diesem Schwupps. Das ist es !
Sicher ? Sonst nehmen wir immer das. Nein. Das !
Gut. Super. Toll !
Was ist denn das ? Ich habe keine Ahnung.
O Gott ! Wir müssen !
Es geht nicht. Da ist was kaputt. Janine soll die EDV anrufen.
Das wäre toll. Vielen Dank, Janine. Bis später. Ciao !
Was machst du da ? Wonach sieht's denn aus ?
Ich mache mein altes Schild wieder hin.
Ich will keine Fremden hier. Deshalb haben wir's abgenommen.
Ich brauche Laufkundschaft. Luisa verdient doch genug.
Die arbeitet für zwei. Ich muss was tun, damit sich das ändert.
Ein wenig frischer Wind würde deinem Sturschädel auch gut tun.
Ich weiß nicht, was du meinst. Hilfst du mir beim Streichen ?
Das geht nicht. Ich kriege Besuch. Oh !
Meine Ärztin kommt. Schön.
Oh ! Wie lange haben Sie dafür gebraucht ?
Sieben Jahre.
Ihre Frau ? Ja.
Sie haben gleich nach ihrem Tod mit den Zinnsoldaten begonnen ?
Ja.
Es ist fast fertig.
Ist es Ihnen unangenehm, wenn ich über Ihre Frau spreche ?
Ihre Tochter sagte mir, dass sie mit dem Rad verunglückte.
Ein Lkw erfasste sie. Aber sie starb im Krankenhaus.
Auf der Intensivstation.
Ich hielt ihre Hand, bis es zu Ende war.
Johanna hat die Augen nicht mehr geöffnet.
Und seitdem wollen Sie kein Krankenhaus mehr betreten.
Herr Mayerhofer, ich muss Ihnen was Wichtiges sagen.
Meine Untersuchungswerte sind ... Ich habe gar nichts gefunden.
Sie haben Werte wie ein 50-Jähriger. Ich wusste es.
Aber Sie haben oft diese Herzbeschwerden.
Das gibt sich wieder.
Das glaube ich nicht. Was soll das heißen ?
Aus meiner Erfahrung als Ärztin weiß ich:
Man muss immer das Medizinische und das Seelische betrachten.
Sie haben die Beschwerden, seit Sie ein Ende mit Ihren Zinnsoldaten sehen.
Das Herz ist nicht nur ein Muskel, der Blut durch den Körper pumpt.
Musik: "Two of us"
Geil !
Aufregend !
Oje ! So was kann ich gar nicht sehen.
Ich auch nicht. Lebewesen einsperren, die man vorgibt zu lieben.
Das ist doch grauenvoll.
Papageien können in Deutschland auch in freier Wildbahn überleben.
Sind Sie da ganz sicher ? Das kommt häufig vor.
Sie brechen aus Zoos aus und machen sich selbstständig.
Dann müssen wir wohl auf den Kongress der Kieferchirurgen verzichten.
So ist es.
Schauen Sie ! Da kommt ein Designersofa !
Das ist mehr eine Butterdose. Oder ein Iglu.
Ein Eisbärbaby. Ein Kuhfladen.
Kuhfladen ? Das ist der Schleier einer schönen Fee.
Und was macht die Fee ? Sie tröstet ein Mädchen, das weint.
Warum weint das Mädchen ? Es ist traurig.
Es ist einsam. Obwohl es so schön ist ?
Es findet nie den Richtigen.
Mit dem es glücklich und trotzdem frei sein kann.
Luisa, wenn ich nicht genau wüsste, dass Sie das sind, dann ...
Im Moment weiß ich das selber nicht so genau.
Ein Handy läutet. Klingeln lassen !
Klingeln lassen ! Das ist eine Dienstanweisung.
Hallo, Janine ? - Oh ! Eine unangemeldete Kontrolle.
Das Gesundheitsamt.
Trudi ! Gernot !
Gut, dass ihr so früh kommt.
Gerade noch rechtzeitig. Wieso rechtzeitig ?
Die haben den Plan geändert. Wir spielen doch morgen Abend.
Eben nicht. Wir eröffnen das Festival.
In einer halben Stunde stehen wir auf der Bühne.
Toll !
Guten Tag, die Herren. Was kann ich für Sie tun ?
Die Küche bitte ! Die Küche. Ja !
Wenn Sie mir bitte folgen wollen !
So !
Unsere sehr hygienische Abstellkammer.
Die Küche bitte.
Selbstverständlich die Küche.
Die Küche ! Hallo !
Zeigen Sie mir bitte Ihr Gesundheitszeugnis !
Entschuldigung.
Abgelaufen ! Aber doch erst gestern.
Herr Ogundare wird sich um eine Verlängerung kümmern.
Das muss ich zur Anzeige bringen. Gut,dass wir keine Katzen mehr kochen
Nichts.
Grüß Gott. Darf ich mich ein wenig umsehen ?
Klar.
Die gefällt mir. Was kostet sie ? 1750.
Der Schrank ist auch sehr schön. Ja.
Ich eröffne bald ein Hotel. Die Kommode wäre für den Speiseraum.
Ich brauche natürlich noch viel mehr Möbel.
Ihr Stil gefällt mir. Aber über den Preis müssen wir noch mal reden.
Gern.
Das haben wir und das ... Das nimmt ja gar kein Ende.
Ich mache jetzt Feierabend. Natürlich, Janine.
Der EDV-Mann wurde gerade erst fertig. Sie müssten die Daten selbst eingeben.
Ach, ich mach's schnell. Nein, das ist kein Problem.
Funktioniert's wieder ? Oder muss ich da was wissen ?
Die Datei liegt auf dem Desktop. Und die Anmeldungen liegen da.
Gut. Schönen Abend. Ihnen auch.
Okay ...
Schönen Feierabend !
Na super !
Lass es ! Die haben den Hörer ausgehängt.
Wo ist die Flasche Schampus im Kühlschrank hingekommen ?
Die hat Mama der Ott geschenkt. Lasst euch eine Pizza kommen.
Ich muss noch mal in die Stadt. Gut.
He, Großer ! Das wird schon wieder.
Komm her !
Locker, locker. Okay. Los ! Gut.
One, two, three, four ! One, two, three, four !
Ich muss auf die Toilette. Fangt ohne mich an. Okay ?
He, Jenny ! War da was in deinem Ingwertee ?
Italienisch: Applaus, meine Damen und Herren !
Direkt aus Berlin: das Improvisationstheater "Die Flöhe".
Und jetzt please welcome das Theater "Die Flöhe" !
Ciao, ragazzi ! Willkommen bei uns zu den "Flöhen" !
Was sollen wir spielen ? Krimi, Märchen, Familiendrama ?
Familiendrama !
Familiendrama ? Sehr schön. Okay, okay.
Alltag einer deutschen Familie ! Die Bollermanns ?
Die Bollermanns !
Dann bin ich Tochter Bollermann. Sohn Bollermann.
Papa Bollermann. Na gut. 5, 4, 3, 2, 1, los !
Und wo ist Mama Bollermann ?
Jenny ! Mama !
Meine Frau. Ich bin gar nicht Jenny.
Ich bin Luisa, die Zwillingsschwester.
Was machst du denn so, Luisa ? Ich ? Nichts Besonderes.
Quatsch ! Erzähl doch mal ! Na ja, ich arbeite ganz normal.
Ich habe einen ganz guten, kreativen Job. Ich verdiene Geld.
Ich ernähre die Familie. Ich habe einen netten, verständnisvollen Mann.
Der ist Schreiner, aber kein Hausmann.
Wäsche, Glühbirnen, Geschenke, Frühstück - das bleibt an mir hängen.
Hallo !
Ich habe 2 Kinder: eine streitbare Tochter.
Und so einen Indianerhäuptling.
Das ist der Einzige, der manchmal Verständnis für mich hat.
Laute Musik. Hallo, hallo !
Kannst du nicht anklopfen ? Hab ich ja. Was tust du?
Wonach sieht's denn aus, "Mama" ?
Jakob ? Hau ab !
Was ist denn mit dir los ? Du bist schuld !
Eric und ich dürfen nicht mehr zusammen spielen.
Ihr wolltet doch Blutsbrüder werden. Ich hasse dich, Tante Jenny !
Sag mal !
Dann lebt noch mein alter störrischer Vater bei uns.
Ich muss auf seine Gesundheit achten. Das dankt er mir nicht immer.
Wir haben einen Hund. Ich wollte ihn nie, muss ihn aber füttern.
Dann hast du ja nie Ruhe.
Ich wünsche mir schon, dass es mal anders ist, wenn ich heimkomme.
Dass das Abendessen gekocht ist und die Kerzen brennen.
Die Kinder begrüßen mich mit einem Kuss.
Mein Vater hat mir Blumen mitgebracht.
Und der Hund springt nicht mit seinen Sumpfpfoten an mir hoch.
Aber das ist leider Illusion.
Nein ! Michael !
Wenn ich alles erledigt habe, breche ich todmüde auf dem Sofa zusammen.
Ich habe einfach nie Zeit für mich.
Bücher, Freundinnen - das habe ich längst gestrichen.
Klar bin ich nicht sehr entspannt und locker. Das stimmt schon.
Ich bin ungerecht, ungeduldig, schnell genervt.
Ich habe keine Kraft mehr, witzig und charmant zu sein.
Hallo ? Hi.
Ich habe einen neuen Kunden, einen Riesenauftrag.
Keine Bierbänke, sondern Schränke und Kommoden.
Super. Ist doch toll !
Darauf trinken wir einen. Ich hole schnell Gläser.
Alles okay ? Super.
Ich kann einfach abends nicht mehr. An Erotik ist gar nicht zu denken.
Ich habe alles, was ich mir immer gewünscht habe.
Trotzdem bin ich total unzufrieden.
Alles ist gar nicht so, wie ich mir das immer ausgedacht habe.
Es funktioniert nicht.
Ich muss jetzt nach Hause. Ich muss etwas erledigen.
Tschüs !
Ja, he !
Ja, he ! Ja ...
Was soll denn das jetzt ?
Ich habe dich gar nicht gesehen. Ich wollte den Schalter reparieren.
Sonst vergesse ich's wieder. Mach ruhig weiter.
Ich sehe eh aus wie deine Frau.
Ich bin keine Beziehungsexpertin. Stimmt.
Aber ich steckte einen Tag in Luisas Haut. Wenn das immer so ist...
Es ist immer so. Dann wundert mich gar nichts mehr.
Küche, Kinder, Job. Wo soll denn da die Erotik herhommen ?
Luisa schläft auch immer auf dem Sofa ein. So wie du gestern Abend.
Was will uns das sagen ? Ich weiß schon.
Ich hab's ein bisschen schleifen lassen.
Du musst sie mehr entlasten. Ja, stimmt. Das muss ich.
Jenny !
Luisa.
Ach so. Aber dieses frühe Aufstehen, das geht gar nicht.
Soll ich dir einen Kaffee machen ? Du bist echt wie deine Schwester.
Nicht nur körperlich.
Deine Schwester ist genauso ein Disziplinfreak wie du.
Jenny und Disziplin ?
Sie hat Strafgebühren eingeführt, wenn man zu spät zur Probe kommt.
Das ist nicht dein Ernst.
Warte mal ! Was war das gestern ? Sorry, ich habe ein bisschen gezickt.
Das habe ich gemerkt. Ich gehe nach der Schule zu Vanessa.
Mit den Jungs alles im Griff ? Es ist immerhin eine Pyjama-Party.
Ja, ich habe alles im Griff. Du bist schlimmer als Mama.
Grüß Gott ! Hallo.
Tja, dann viel Spaß euch beiden.
Ich fahre morgen zu einem Workshop auf Ibiza.
Willst du nicht mitfahren ? Nein. Ich muss zu meiner Familie.
Du hast uns gestern Abend ganz schön umgehauen.
Es war schön mit euch. Mach's gut. Hau rein !
Jenny ! Luisa, vergiss nicht den Akupressurpunkt, den ich dir zeigte.
Man muss gelegentlich an Körper und Seele denken. Peace up !
Okay.
Fertig !
Guten Morgen, Frau Wagner ! Guten Morgen. Jetzt wird's ernst !
Die Agenda habt ihr. 16 Uhr Begrüßungscocktail in der Lounge.
Danach Unterbringung der Gäste. Wann halten Sie die Ansprache ?
Ansprache ? Wie immer ! Gleich nach dem Begrüßungscocktail.
Genau. Sie sehen entzückend aus heute. Dann mal los. Toi toi toi !
Auch noch eine Ansprache !
Michael !
Ich freue mich über Ihr zahlreiches Erscheinen.
Liebe Gäste, man sieht eben nicht nur mit dem Herzen gut.
Das ist schrecklich.
Ich freue mich über Ihr zahlreiches Erscheinen.
Fühlen Sie sich wohl und herzlich willkommen !
Endcheck Lounge. Okay !
Felix ! Ich habe Sie schon vermisst. Das ist ja schön.
Ich muss in die Lounge. Auf dem Schreibtisch liegt was für Sie.
Ich muss wissen, was Sie davon halten.
Michael !
Luisa !
Es ist schön, wieder zu Hause zu sein.
Ist hier über Nacht die gute Fee eingezogen ?
Ich hatte das Gefühl, es müsste sich was ändern.
Da fing ich gleich damit an.
Hallo. Hallo.
Komisch siehst du aus in Jennys Klamotten.
Ich könnte sie ausziehen.
Ja.
Und ? Wie ist es ? Ich habe nicht mal mehr 45 Minuten Zeit.
Das ist weit unter Ihrem Niveau. So rasch fällt mir nichts Neues ein.
Jahrelang flirten wir auf Weltniveau miteinander.
Dann legen Sie mir ein Kondom auf den Tisch.
Das haben Sie ganz falsch verstanden. Aber gut, dass Sie mich erinnern.
Das Kondom hat nichts mit Ihnen zu tun.
Laute Musik
Ihr Handy piepst. Eine SMS. Warte mal bitte !
"Krista, du musst das nicht machen." Hab ich gar nicht vor.
Mit wem redest du ?
"Tobi ist eine Schlaftablette."
Verbieten nützt ja nichts. Aber sie in ihr Unglück rennen lassen ?
Und ich dachte schon, als ich das auf dem Tisch liegen sah ...
Ihr Handy piepst. Gott seid Dank !
Dann wollen wir mal !
Wenn es noch irgendetwas gibt, was ich falsch verstehen könnte ...
Sie würden's mir doch sagen. Oder ? Ja.
Da ist noch was. Was ?
Ich ließ Krista zu dieser Pyjama-Party gehen.
Oh ! Sie lacht.
Aber da ist noch was. Was denn ?
Jakob und Eric spielen unten am Steg.
Dabei hat Erics Mutter jeden Kontakt untersagt.
Frau Peters ! Oh ! Das war nicht anders zu erwarten. Oder ?
Nein.
Komm ! Wir gehen unter Deck.
Wir machen zu.
Au !
Geht's ? Au, Mann.
Hast du's drin ?
Hier findet uns kein Mensch.
Cool.
Mist ! Was machen wir jetzt ? Wir gehen rauf !
Opa reißt uns nicht den Kopf ab. Und meine Mutter ?
Ich muss mal im Büro vorbeischauen. Da musst du dich nicht stressen.
Jenny hat das alles im Griff.
Jenny ?
Ich dachte,du hättest was verstanden! Luisa, warte !
Ich fasse es nicht ! Hör mir zu !
Die kriegt dich noch rum !
Ah ! Ein dumpfer Aufprall.
Ach du Schande ! Opa !
Komm ! Ich weiß, wie das geht. Mein Vater hat CB-Funk.
Hört mich jemand ? Hier ist die Mephisto !
Wir brauchen Hilfe ! Wasserschutzpolizei. Was ist los ?
Mein Opa muss ins Krankenhaus. Wir sind hier allein. Das Ruder klemmt.
Wie lautet Ihre Position ? Ich sehe den Feldafinger Hafen.
Wären Sie Chirurgen, hätten wir Ihnen eine Bloody Mary serviert.
Für Optiker passt das ja nicht.
Unser Barmann hat sich was anderes einfallen lassen.
Herzlich willkommen mit dem Cocktail "For your eyes only".
Janine, das muss alles weg !
Die ganze Deko. Bitte ?
Lassen Sie das Zeug verschwinden. Und dann bitte die normalen Teller.
Sie haben doch gestern selber ... Und es ist doch alles so schön.
Ich habe keine Zeit für Erklärungen. Tun Sie, was ich sage ! Das muss weg.
Hallo !
Was machst du da ? Danke für deine Hilfe.
Aber es ist besser, wenn ich wieder übernehme.
For your eyes only ! Den Leuten hat's geschmeckt.
Wie kommst du dazu, in meinem Büro aufzukreuzen ?
Du bist abgehauen. Wo warst du ? Ich habe für dich Theater gespielt.
Ich war mit deinen Leuten in Bozen.
Gernot wollte sich mit mir vermischen. Ich war Frau Bollermann.
Spinnst du ? Das kannst du gar nicht. Und das hier ist ein Kongress.
Das kannst du nicht. Das hat nämlich mit Arbeit zu tun.
Das ist keine Spaßveranstaltung. Mir hat's aber Spaß gemacht.
Und den Leuten hat's auch gefallen. Das kannst du nicht beurteilen.
So schwierig ist das nicht, Familie und Beruf.
Die Teller kommen trotzdem weg ! Die Teller bleiben !
Du bist mein bester Freund. Du meiner auch.
Blutsbrüder. Blutsbrüder.
Das machst du nur, weil ich die ausgesucht habe.
Unsere Kunden erwarten Seriosität ! Halt mich nicht von der Arbeit ab !
Ein kleines Dankeschön wäre mal nett gewesen.
Dich hätte ich gern auf der Bühne gesehen !
Spontan drauflos plappern kann ich auch. Den Leuten hat's gefallen.
Das kannst du nicht beurteilen. Ihr Handy läutet.
Hallo ?
Ja ...
Papa hatte einen Unfall. Er ist im Krankenhaus.
Luisa Wagner, unser Vater ... Ihrem Vater ist nichts passiert.
Können wir zu ihm ? Nehmen Sie noch einen Moment Platz.
Gut.
Ganz ruhig. Es ist alles in Ordnung.
Was ist passiert ?
Herzrhythmusstörungen. Das kriegt man mit einem Medikament in den Griff.
Konstanze, ich muss Ihnen was sagen. Das hat Zeit.
Nein.
Das hast du wieder toll hingekriegt. Dann darf man nicht einfach abhauen.
Das ist doch irgendwie lächerlich.
Was ? Wir streiten uns um Teller.
Und Papa liegt im Krankenhaus.
Als meine Frau starb, war ich nicht bei ihr.
Was ich da immer erzähle, ist gelogen.
Ich ließ sie in ihrem letzten Augenblick allein.
Die Klinik hatte gesagt, ich müsse mich auf das Schlimmste vorbereiten.
Ich stand auf dem Flur vor ihrem Zimmer.
Ich hatte Angst, sie so zu sehen.
Ich konnte nicht hineingehen.
Ich habe gezögert, nur fünf Minuten.
Und in diesen fünf Minuten ist sie gestorben.
Warum musst du immer alles anders machen als ich ?
Wenn wir uns äußerlich schon so ähnlich sind.
Gernot hat keinen Unterschied bemerkt.
Gernot übersteht auch nicht die Dreimonatsgrenze.
Ich beneide dich um deine Ehe mit Michael, um deine Familie.
Und ich dich um deine Freiheit.
Sag mal, Luisa, dein Chef ... Ja ?
Er ist jetzt so weit. Aber er möchte zuerst mit Luisa sprechen.
Papa, du darfst nicht aufstehen ! Schon kommandiert sie wieder !
Du nörgelst immer an mir herum. Ich ertrage das nicht länger.
Das sollst du auch nicht. Setz dich !
Luisa, ich habe mich all die Jahre wie ein Scheusal benommen.
Ich war nicht mit mir im Reinen und hab's an dir ausgelassen.
Es tut mir leid.
Luisa, mein Mädchen.
Ich habe dein Rührei vermisst. Es ist das beste.
Hallo, Felix ! Luisa, wie geht's deinem Vater ?
Hallo, Felix ! Sehr komisch. Wirklich.
Das ist Jenny, meine Zwillingsschwester aus Berlin.
Jenny !
Mit wem habe ich den Papagei freigelassen ?
Mit mir.
Und wer war das traurige Mädchen mit dem Feenschleier ?
Ich !
Dann habe ich mich wohl auch in dich verliebt.
Das hoffe ich. Sogar sehr.
Nein, rechts. Rechts ! Da ?
Nein. Ich finde ihn nicht.
Ich muss doch noch einen Wochenend-Workshop machen.
Den machen wir aber zusammen. Aber ich zahle.
Mama, darf ich ins M 20 ? Natürlich. Aber nur bis um ...
Halb zwölf. Mama, ich liebe dich.
Ich dich auch. Tschüs.
Ah ! Da ist er !
Musik: "Two of us"
UNTERTITEL: Peter Endres / Raimund Mehrwald
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