Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Hallo, Frau Korowkina.
Annett ist sehr stolz auf Sie,
dass Sie diesen Auftrag übernehmen.
Welchen Auftrag?
Operation Sicherheitsventil.
Ah. Nee. Nie davon gehört.
Annett möchte deshalb,
dass Max zu ihr nach Moskau kommt.
Was? Kann ich bitte mit Annett sprechen?
Alle sind bei den Feiern zur Oktoberrevolution.
Überall sind Panzer und Raketen. Max würde es lieben.
Wenn Sie Moskau brauchen,
rufen Sie in der sowjetischen Botschaft in Berlin
die Genossen Kochemasov
oder Maximychev an.
Ich möchte nicht mit Moskau sprechen,
ich möchte mit der Mutter meines Sohnes sprechen!
Ist notiert.
Was bewegt einen Kommunisten
in dieser Stunde?
500.000 Menschen
versammelten sich, um gegen den Kommunismus zu protestieren.
Das war die bislang größte Demonstration,
die Leipzig seit Beginn der Proteste erlebt hat.
Ist das nicht Wahnsinn?
Warum rennen die nicht einfach die Mauer ein?
Ich würde es tun.
Ich habe Genosse Gorbatschow informiert,
dass wir eine Wende eingeleitet haben,
die dazu beitragen wird, notwendige Reformen einzuleiten.
Mr. Gorbatschow, öffnen Sie dieses Tor!
Wir sind das Volk! Wir sind das Volk!
Großes Finale.
Fröhlich auf Schwarz. Bereit?
Und Finale! Und!
-Sehr gut. Los, komm. -Noch mal!
Nee. Wir haben gesagt, jetzt ist Zähneputzen dran.
Das war die Abmachung.
Wir sind das Volk!
Das sieht aus wie ein Saustall hier!
Was rufen die denn da?
Wir sind das Volk!
"Wir sind das Volk."
Was bedeutet das?
Das bedeutet, dass die...
Dass die Leute unzufrieden sind.
Das Eigentum der Deutschen Demokratischen
Republik ist dem Volk zugeschrieben.
Seien wir ehrlich, die Tage der DDR sind gezählt...
Wir sind das Volk!
Hallo, Wolfgang.
Wir hatten uns nach deiner Rede kürzlich gesehen.
Du hattest gefragt, ob ich nicht mal vorbeikommen will
bei deiner Gruppe, und ich dachte...
Ah, ja. Natürlich. Komm doch rein.
Matthias und Torsten kommen nicht mehr in die Schule.
Wieso nicht?
Meine neue Lehrerin hat gesagt,
dass sie ein Loch in der Mauer gefunden haben.
In Prag.
Ach so.
Hinlegen.
Ist das die gleiche Mauer, die Opa gebaut hat?
Ja.
Dann wäre er ganz schön sauer.
Ich will nicht, dass alle meine Freunde weggehen.
Das werden sie nicht. Das ist ein kleines Loch in Prag.
Die echte Mauer steht hier bei uns in Berlin.
Die kennst du doch. Da kommt keiner durch.
Versprochen. Bald ist wieder alles wie immer.
Hat Mama angerufen?
Ja. Sie schickt dir einen ganz dicken Kuss aus Moskau.
Den kriegst du jetzt von mir, und dann ist Schlafenszeit.
Gute Nacht.
Meine neue Lehrerin sagt, dass all die Leute sehen wollen,
was auf der anderen Seite der Mauer ist.
Deine neue Lehrerin ist wohl ein ganz schöner Klugscheißer.
Du warst schon mal auf der anderen Seite.
Du hast richtige Elefanten gesehen in Afrika.
Mit Stoßzähnen.
Gut. Eines Tages gehen du und ich nach Afrika.
Aber nur, wenn du jetzt schläfst.
Hab dich lieb.
Gute Nacht.
Meine Kollegen warten auf die Bewilligung ihrer Neubauwohnung.
Stimmt. Ich kümmere mich drum.
Die Regierung plant ein neues Reisegesetz.
Das ist streng geheim.
Fuchs fürchtet, dass Generalsekretär Krenz
übers Ziel hinausschießt, nachdem er so viel Ärger
für seine Scheinreformen bekam.
Fritz, was hab ich damit zu tun?
Du bist der offizielle HVA-Kurier.
Du bringst das Dokument zu Krenz und machst uns
auf dem Weg eine Kopie.
Nein.
-Alle sind extrem dünnhäutig. -Nee. Das war nicht abgemacht.
Martin, Fuchs und Moskau wissen beide,
dass Max deine Achillesferse ist.
Wenn du lieferst, ist morgen Abend alles vorbei.
Max muss nicht nach Moskau.
Ein ganz einfacher Kurierdienst, ja?
Ja.
Ich hol dich morgen bei Robotron ab.
Wir sind kurz davor, den Wendepunkt
in diesem Land zu erreichen.
Die ganze alte Elite, die Stasi, HVA, SED...
Ab ins Gefängnis.
Ich hab da einige Unterlagen...
...über die Bonzen gesammelt.
Wirklich? Wo denn?
Alles gut versteckt.
Wenn ich die an die Öffentlichkeit bringe...
Bumm!
Wer ist das noch mal?
Das ist Trotzki. Das ist ein verrückter Kerl.
Wenn die den 1940 nicht umgelegt hätten...
...dann wäre die ganze Geschichte anders.
Also, na ja...
Auf unsere Revolution.
Was...
-Die ist neu? -Sie ist hübsch.
Du sollst dich auf den Unterricht konzentrieren
und nicht deine Lehrerin hübsch finden.
Das ist sie! Das ist sie!
Fräulein Zangen!
Max. Hallo. Kannst du noch nicht alleine in die Schule gehen?
-Nein. -Dann geh schon mal vor.
Nicole Zangen. Ich bin die neue Lehrerin von Max.
Martin Rauch. Freut mich.
Sie haben's immer so eilig. Ich...
Ich mach mir Sorgen um Max.
Sorgen? Wieso?
Wir sollten mal über den Elefanten sprechen.
Moment. Welcher Elefant?
Sein unsichtbarer Freund?
Ich bringe ihn morgen, dann können wir reden.
Danke.
-Morgen. -Guten Morgen.
-Was? -Rate mal.
Keine Ahnung.
Wir haben die Bewilligung für unsere Neubauwohnung.
Nein!
- Doch! - Glückwunsch!
Toll. Wisst ihr was? Ich hab einen neuen Kunden.
-Nee! -Doch.
-Wo hast du den denn gefunden? -Tja... Da ist er schon.
Wünscht mir Glück.
Alles klar. Wir wollten später was trinken gehen.
-Kommst du mit? -Oh ja!
Das ging ja plötzlich ruck, zuck mit der Wohnung.
Gern geschehen. Ich bringe dich jetzt ins Innenministerium.
Da wird gerade der neue Gesetzesentwurf geschrieben.
Du bringst den Entwurf zu Krenz. Das ist für die Fotos für Fuchs.
Gut. Das sollte ich hinkriegen.
Bleib nah dran an Krenz.
Stell sicher, dass er keinen Mist baut.
Falls er irgendwelche radikalen Vorschläge zum Thema
Reisefreizügigkeit macht, hab ich das hier für dich.
Du wirst das wahrscheinlich nicht brauchen,
aber falls doch, nimm nur eine davon.
Sieht aus wie ein Herzinfarkt.
Anhalten!
Ich will hier raus.
-Ich mach das nicht! -Martin!
Wir haben gerade deinen Freunden eine Neubauwohnung besorgt.
Und deswegen bring ich jetzt den Staatschef für euch um?
Ernsthaft?
Ich will mit Schweppenstette sprechen. Sofort!
"Treuhand..."
Genosse Fuchs?
Genosse Hartmann hat mich angerufen.
Er sagt, Kolibri will aussteigen aus der Mission.
Mhm.
Die Legende von Kolibri?
Der neue Roman von Thomas Posimski.
-Kommt heute raus. -Das muss ich lesen.
-Ist nur ein Roman, Walter. -Bitte. Ich muss das lesen.
- Gut. - Danke.
Wenn Kolibri Probleme macht,
dann sollten wir ihn durch jemanden ersetzen,
der mehr Erfahrung mit solchen Operationen hat.
Nina zum Beispiel.
Sie ist doch beschäftigt. Zudem wäre sie die einzige Frau.
Kolibri ist unser erfahrenster Agent.
Aber Sie wissen, dass Kolibri gerne aus der Reihe tanzt.
Er ist gewarnt worden, dass wir, sollte er aus der Reihe tanzen,
seinen Sohn nach Moskau schicken.
Max? Nach Moskau?
Harte Zeiten erfordern harte Maßnahmen, Walter.
Ja, klar.
Das Politbüro ist gestern im Laufe des Tages
erstmals in seiner Geschichte zurückgetreten
und trat nur wenige Stunden später
in ähnlicher Aufstellung wieder an.
In diesen chaotischen Stunden wurde Egon Krenz dabei
erneut zum Generalsekretär ernannt.
In einer programmatischen Rede
betonte Krenz seinen Reformwillen.
Jedoch waren die Versuche der letzten Tage,
etwa ein neues Reisegesetz auf den Weg zu bringen
und damit die Reisefreizügigkeit der DDR-Bürger zu erweitern,
krachend gescheitert.
Schon jetzt wollen zwei bis drei Millionen Menschen
das Land verlassen.
Wenn sie sich nicht ändern und ihrem Volk
keine Hoffnung geben, dann wird die Lage hochexplosiv.
Hier drin wird der Entwurf geschrieben. Warte hier.
Fritz, völlig egal, was die dadrin verzapfen.
Das hier mach ich nicht.
Martin, dazu wird es nicht kommen.
Moskau guckt sich erst jedes Gesetz genau an,
bevor es verabschiedet wird.
Die winken nichts durch, was gegen ihr Interesse ist.
-Wo bleibt Walter? -Ist auf dem Weg.
Ich hol ihn ab.
"...zur Veränderung der Situation
der ständigen Ausreise von DDR-Bürgern...
Ab sofort..."
"Es können ohne Vorliegen von Voraussetzungen...
Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt.
...können über alle Grenzübergangsstellen der DDR
zur BRD beziehungsweise zu Berlin-West erfolgen."
"Ohne Vorliegen von Voraussetzungen. Ab sofort."
Mama! Da bist du ja.
Nanu! Was verschafft mir die Ehre?
-Können wir reden? -Willst du was essen?
Nee. Ich bräuchte deinen mütterlichen Rat.
Mhm.
Die vier Herren in der Mitte dahinten, kennst du die?
Aber wir dürfen's auch nicht verwässern.
Was weißt du über die?
Das sind Beamte aus der zweiten Reihe.
Die haben das letzte Reisegesetz zu verantworten.
Die schreiben einen neuen Entwurf.
Der ist so radikal, die Leute könnten
heute noch die Grenze stürmen.
-Wie bitte? -Ja.
Warum würden die so was schreiben?
Was die letzte Fassung gebracht hat, das haben wir ja gesehen.
Außerdem, wenn es jetzt nicht bald eine Lockerung gibt,
dann... ist hier bald die Hölle los.
Krenz, die Demonstranten, die Tschechen.
Okay, Mama, was glaubst du, würde passieren,
wenn die Mauer fallen würde?
Das wäre das Ende der DDR.
Und der HVA.
Könntest du Max von der Schule abholen
und heute Abend auf ihn aufpassen? Ja?
Conny und Sven wollen ihre Neubauwohnung feiern.
-Ja. Natürlich. -Danke.
-Ich muss los. Hab dich lieb. -Pass auf dich auf.
Ja. Danke.
Walter ist da. Er wartet unten auf dich.
Sag Walter, ich hab's mir anders überlegt.
Ich mach alles wie befohlen.
Guten Tag, meine Herren.
Gestatten Sie, dass ich mich vorstelle.
Martin Rauch, Ihr ZKD-Bote.
Ich werde Ihren Entwurf zu Generalsekretär Krenz bringen.
Aber nur, wenn Sie so weit sind, meine Herren.
Ach, und eine Sache noch.
Dass Sie alleine die komplette Verantwortung für Ihren letzten
Versuch übernehmen mussten, das war nicht in Ordnung.
-Okay. -Die da oben...
...die haben uns an den Pranger gestellt.
Aber der neue Entwurf ist wesentlich mutiger.
Gut.
Wir denken darüber nach, ob er vielleicht zu mutig ist.
Wie bitte?
Vielleicht lassen wir das erst etwas später in Kraft treten.
Oh nein, das müssen Sie nicht. Ich hab von ganz oben...
-Vorsichtig fahren, bitte. -Ja.
"Ab sofort treten folgende Übergangsregelungen...
Ohne Vorliegen von Voraussetzungen...
Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt...
Ab sofort...
Unverzüglich..."
Ist da irgendwas Lustiges dabei?
Nee.
Hier.
Wir sind gleich da.
Von Moskau genehmigt.
Ist das wirklich von Moskau genehmigt?
Ja.
Von wem?
Von Genosse Kochemasov und Genosse Maximychev.
Von der sowjetischen Botschaft?
Ich kenn die beiden persönlich.
Ja?
Ja.
Ich würde gern der Rede von Genosse Krenz
an das Zentralkomitee beiwohnen, geht das?
Gerne.
Die Hörerkabine ist hier vorne links.
Danke.
Die Verordnung vom 30. November 1988
über Reisen von Bürgern der DDR in das Ausland
findet bis zur Inkraftsetzung des neuen Reisegesetzes
keine Anwendung mehr.
Ab sofort treten folgende zeitweilige...
Hier bist du! Wir haben den Entwurf gelesen.
Und?
...Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen...
Der stellt das jetzt schon dem ZK vor?
Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt.
Ständige Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen...
Versteht der nicht, wie destabilisierend das ist?
Damit entfällt die vorübergehend ermöglichte Erteilung...
Wenn das wirklich so wäre, würde sich doch
das Zentralkomitee dagegen sperren.
Martin, das Zentralkomitee ist ein Haufen von Ja-Sagern.
Fuchs hat schon versucht, Moskau zu erreichen.
Die sind alle auf der Parade.
Ich fürchte, du musst in Aktion treten.
Jetzt.
Holen Sie bitte Genosse Krenz einen Kaffee.
Wann wird denn das neue Gesetz der Öffentlichkeit vorgestellt?
Schabowski hat jetzt den Text gekriegt
und macht wieder so 'ne Pressekonferenz.
Die kommt live im Fernsehen.
In einer Stunde.
Darf ich Sie noch mal was fragen?
Natürlich.
Sind Sie Martin Rauch?
Der Mann, der uns '83 vor der nuklearen Auslöschung
bewahrt hat?
Hab ich's mir doch gedacht. Es ist mir eine große Ehre.
Entschuldigung.
Sie persönlich kennenzulernen.
Wenn Sie damals noch eine Sekunde gezögert hätten,
dann...
Dann wären wir alle heute nicht hier.
Na ja, ich hab nur meinen Job gemacht.
Bin großer Fan von Ihnen. Ich hab auch das Buch gelesen.
-Entschuldigung? -Ja?
Guten Tag. Dürfte ich den Kaffee Herrn Krenz bringen?
-Den hab ich mir gerade geholt. -Aber Herr Krenz braucht einen.
-Das ist ein Freund von mir. -Dann holen Sie noch einen.
Sie geben mir jetzt diesen Kaffee!
Nur Kaffee.
Komm, lass uns gehen.
Kein Wort zu niemandem.
Eine neue Tradition wird fortgeführt.
Jeden Abend nach dem Abschluss der Tagung des Zentralkomitees
der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands
steht ein Vertreter dieses Gremiums
den in- und ausländischen Journalisten Rede und Antwort.
Schäuble hat gesagt,
alle Ostdeutschen sollen bitte hier bleiben.
Im Westen gibt es keine Wohnungen mehr für DDR-Bürger.
Und die Flüchtlingslager da sind alle voll.
Wer will in einem Flüchtlingslager leben?
Ja, wer will denn ein Flüchtling sein?
Ja. Eben. Auf die Neubauwohnung!
-Auf euch. -Prost.
Schön, dass ihr dabei seid.
Ja, so sieht's aus.
Was das heißt, weiß ich nicht so genau.
Sven. Guck mal, da hinten an der Bar.
Siehst du die Frau?
Das ist Max' neue Lehrerin.
Also so eine Lehrerin hab ich aber nicht gehabt.
-Fräulein Zangen. Hallo. -Herr Rauch.
Das ist wirklich seltsam.
Was denn?
Ich hab gerade was für Max besorgt.
-Was? -Hier.
Ich dachte, das könnte vielleicht
sein neuer Freund werden.
Der ist ja süß.
Guten Abend.
Wolfgang Lauer hat mir von Ihrer Gruppe erzählt.
Ich hab seine Rede gehört und war beeindruckt.
Und er hat mir diese Adresse gegeben.
Wolfgang ist gestern von uns gegangen.
Was? Das... Das tut mir leid.
-Wie... -Herzinfarkt.
Ähm, wie... Wie war Ihr Name noch mal?
Lutz Schobler.
Aha.
Wollen Sie nicht kurz reinkommen?
Über Frauen in der DDR...
Das ist Lutz. Er ist auch noch spontan dazugekommen.
-N'Abend. -Hallo.
Ja, das ist unser Wohnzimmer.
Und... da haben wir ihn gefunden.
Ja, das tut mir leid.
Ja.
Vielleicht darf ich
für den WDR-Rundfunk eine Frage stellen...
Sie verpassen nichts.
Das ist immer nur das gleiche Gelaber.
...Wirtschaftsreformen in der DDR...
Alle wollen weg.
Sogar Max.
Ja. Max redet nur noch von Afrika.
- Ja, das stimmt. - Na ja.
Wieso gucken Sie die ganze Zeit auf Ihre Uhr?
Ach so. Das ist so... So 'ne Macke.
Ich stelle Ihnen nicht nach oder so was.
Ich bin hier gerade eingezogen, und das ist die nächste Kneipe.
Ach so. Andreas!
Könntest du vielleicht einen Fernseher aufstellen?
-Was? Einen Fernseher? -Ja.
Wieso unterhältst du dich nicht mit der hübschen Dame?
Das frage ich mich auch. Wieso denn nicht?
Würdest du?
-Ja. Okay. -Danke.
Was waren Ihre Pläne, um diese schlimme Lage zu verbessern?
Wir... haben ein ganz wunderbares Konzept entwickelt.
Wir nennen es Treuhand.
Und zwar wollen wir das gesamte Vermögen der DDR zusammenführen,
also alle Unternehmen, Fabriken, LPGs,
um es dann den Bürgern der DDR zurückzugeben.
Und jeder kriegt den gleichen Anteil.
Wir wollen unserer Verfassung gerecht werden,
"Alles gehört dem Volk."
Was für eine wunderbare Idee.
Ja.
Dreh mal ganz langsam im Uhrzeigersinn. Ganz langsam.
Richtung Fenster. Die Antenne ein bisschen Richtung Fenster.
- Geh doch nach Hause! - Stopp.
Jetzt ist gut.
Hey, hey, hey. Ist ja gut. Ich geb 'ne Runde aus, ja?
Jetzt sind wir wieder Freunde, ne?
-Hier. -Für alle.
Wir sind aus der Tagung herausgegangen,
und jede Minute, die man dort nicht anwesend sein kann...
-Sie rauchen? -Nee.
Würden Sie noch einmal vielleicht akzentuieren,
worin die Frage bestand, jetzt der erste Teil.
-Und das hier sind nicht Ihre? -Ey!
Danke.
Ja, gut, gut.
Selbstverständlich bin ich mir dessen bewusst,
und meine Kontakte mit den Genossen...
Sie interessieren sich für Politik
und Sie lieben stinklangweilige Regierungspressekonferenzen?
Wir sind uns dieser Tatsache bewusst, und diese Tatsache
hat ja zur Einführung der ZK-Tagung geführt.
Quatsch.
Glauben Sie, Sie können den so... hypnotisieren?
Schön wär's.
Nee, wissen Sie, was wirklich schön wäre?
Wenn dieses ganze Scheißland in sich zusammenbrechen würde!
Das wär schön.
Hallo.
Mein herzliches Beileid.
Danke.
-Hallo. -Hallo, Max.
Na, kommt mal rein.
Max, guck mal, wer da ist.
-Max! Komm! -Malou!
Wolfgangs Lieblingssuppe.
Du bist ein Schatz. Danke. Ich geh mal zu den anderen.
Zieh deinen Anorak aus.
Na?
Und wie lange sind Sie jetzt dabei?
-Drei, vier Monate. -Ach so.
Wie oft treffen Sie sich?
Ein paar Mal in der Woche abends.
-Hallo. -Ingrid.
-Lutz. -Wir kennen uns irgendwoher.
Ich bin neu hier.
Lehrer?
Nee. Ich bin Astronom.
Interessieren Sie sich für Astronomie?
Ich nicht, aber mein Enkel.
War der mal in der Sternwarte in Treptow?
Dann daher. Ich mach da Führungen.
-Hallo, Ingrid. -Hallo.
-Grüß dich. -Hallo.
Wir kommen nun zum Ende der Pressekonferenz.
Ich muss los.
Oh. Okay.
Ich muss Max abholen.
Aber danke noch mal für den Elefanten.
-Der ist echt super. -Gut, dann...
Tschüss.
-Hey. Hat mich gefreut. -Ja. Mich auch.
-Ich mach mich auf den Weg. -Jetzt schon?
-Ja! -Mach's gut.
...die Chance, also der souveränen Entscheidung
des Bürgers, zu reisen, wohin er will.
Es ist eine Empfehlung des Politbüros aufgegriffen worden,
dass man aus dem Entwurf des Reisegesetzes den Passus
herausnimmt und in Kraft treten lässt,
der ständ... Wie man so schön oder so unschön sagt...
...die ständige Ausreise regelt, also das Verlassen der Republik.
Wann tritt das in Kraft?
Das tritt, nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich...
Privatreisen nach dem Ausland
können ohne Vorliegen von Voraussetzungen,
Reiseanlässen und Verwandtschaftsverhältnissen,
beantragt werden.
Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt.
Ständige Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen
der DDR zur BRD erfolgen.
Wussten Sie das?
Dass so was Großes passiert heute?
Ich glaube, dass ich das war.
Ja. Natürlich waren Sie das!
Ja.
Was hat er jetzt genau gesagt?
Sofort.
Also, wenn das stimmt,
dann bricht jetzt eine neue Zeit an.
Ich meine, vielleicht werden unsere Träume ja Wirklichkeit.
Die Brille.
Was?
Sie haben eine andere Brille. Darum hab ich Sie nicht erkannt.
Die hab ich schon immer.
Sie sind HVA-Agent.
Sie waren in unserem Haus in Kleinmachnow.
Sie haben uns da angegriffen. 1983.
Nein. Ich bin Astronom.
Das sind Sie sicher nicht.
Aber ich bin Martin Rauchs Mutter.
Sie verlassen jetzt sofort diese Gruppe
und tauchen hier nie wieder auf.
Wagen Sie es nicht zu erzählen,
dass Sie mich hier gesehen haben.
Wir müssen doch jetzt wissen, wie's weitergeht.
Sie nehmen sofort Ihren Enkel und gehen nach Hause.
Oder ich bringe ihn höchstpersönlich
zu seiner Mutter nach Moskau.
-Wir gehen. -Was? Wieso denn?
-Der Wahnsinn. Tschüss. -Max? Komm, wir gehen.
Tschüss.
Herzlichen Dank.
Damit geht diese zweite Pressekonferenz...
-Das ist doch unglaublich. -Wo ist Kolibri?
Der ist den ganzen Tag bei Krenz.
Und wo ist Fritz?
Der infiltriert die Lauer-Gruppe.
Alles kann jetzt passieren.
Es würde mich nicht überraschen, wenn auf unserem Gebäude schon
die amerikanische Flagge weht.
Moskau hat sich auch nicht gemeldet.
Ja?
Danke.
Das Militär ist auf Alarmstufe Rot.
Was sollen sie auch anderes tun.
Mama!
Was für ein Abend, was? Wie geht's dir?
Mir geht's gut.
-Ja? -Warst du das?
Erzähl ich dir nachher in Ruhe.
Da hab ich ganz schön was losgetreten.
Na? Na, Max, hast du 'nen neuen Elefanten gekriegt?
Der Umweg über Drittländer.
Politbüromitglied Günther Schabowski betonte
am Abend vor Journalisten in Ostberlin,
mit dieser Regelung sei noch nicht
die Frage nach dem Sinn der Mauer beantwortet.
Für deren Abbau
sei die Erfüllung anderer Faktoren nötig.
Unter anderem sei die Bundesrepublik Deutschland
und die NATO gefragt.
Und? Was denkst du?
Bin gespannt, ob Krenz den Mut aufbringt,
sich endlich ein Beispiel
an der chinesischen Regierung zu nehmen.
Ich fürchte nicht.
Kurz nach Bekanntwerden der neuen Regelung
begeben sich die ersten Ostberliner
zur Bornholmer Straße.
Wir machen Sie darauf aufmerksam,
dass für diese Ausreise ein Visum notwendig ist.
Mauer weg! Mauer weg! Mauer weg!
Tor auf! Tor auf!
Hier steht ganz klar, dass die Bürger nach wie vor
ihre Visa an den offiziellen Stellen beantragen müssen
und nicht an der Grenze.
Von daher können wir die gar nicht rauslassen.
Hoffentlich haben die Grenzer den Text genauso gut studiert.
Davon gehe ich aus.
Wo ist Kolibri?
Ich hab ihn noch nicht erreichen können.
Aber ich werde sicherstellen... Oh mein Gott!
Oh mein Gott!
Die Leute schreien nach Freiheit.
Und was sie kriegen, ist Kapitalismus.
Kapitalismus ist doch auch 'ne Form von Freiheit.
Kapitalismus ist nichts als Kapitalismus.
Der lässt sich für nichts einspannen,
nicht für Freiheit, nicht für irgendwas.
Der Kapitalismus spannt alles für sich ein
und verschlingt es.
Meine Mutter und mein Vater sind da drüben.
Kann ich jetzt meine Eltern besuchen gehen, ja?
Jetzt fliehen sie alle in den Westen.
Es wird nicht lange dauern,
bis gewisse westliche Elemente hier bei uns auftauchen.
Ja, Frau Winger, bringen Sie alle verfügbaren Aktenvernichter
in den zweiten Stock ins Büro Fuchs.
Dann eben die, die funktionieren!
Mein Gott. Aber schnell, bitte.
-Genossen. -Na endlich. Und?
Wir haben der Lauer Gruppe mit Wolfgang Lauers Herzinfarkt
das Herz gebrochen.
Und?
Die haben eine faszinierende Idee entwickelt,
alle Ressourcen unserer DDR in einen Topf zu werfen,
und dann jedem Arbeiter und Bauern den gleichen Anteil
am Volksvermögen auszuzahlen.
Die nennen das Treuhand.
Ja, und?
Der größte Gefängnisausbruch in der Geschichte!
Der größte Gefängnisausbruch!
Der größte Gefängnisausbruch!
Der größte Gefängnisausbruch! Der größte Gefängnisausbruch!
Für den Fall der Fälle.
Wie bitte?
Falls der Westen doch angreift.
Die finden hier unseren ganzen Luxus.
Dann ist das hier unsere beste Option.
Markus...
Wir sind nicht im Zweiten Weltkrieg.
Ich bin nicht Eva Braun,
und vor allem, du bist nicht Adolf Hitler.
Das stimmt.
Was ist das Beste an einer Staatskrise, einer Revolution?
Ganz neue Möglichkeiten.
Und neue Gewinner.
Jetzt lass uns doch mal nachdenken,
wie wir das hier gewinnen können.
Wir wollen raus!
Ich hab's selbst erlebt, wie Leute korrumpiert werden.
Von "der Freiheit"!
Mein Neffe war so ein guter Junge,
und dann hat er mich verkauft, ohne mit der Wimper zu zucken.
Wir wollen raus!
-Nina. -Martin.
Was? Ganz ohne Waffe?
So besser?
Was ist heute vorgefallen?
Ich... Mein Sohn schläft.
Martin Rauch.
Annett fragt sich,
ob ihr alle verrückt geworden seid in Berlin.
Sie will Max nach Moskau holen, so schnell wie möglich.
Wir schicken einen Fahrer,
der ihn morgen um 18 Uhr zu Hause abholt.
Was? Nein. Lassen Sie mich mit Annett sprechen. Jetzt!
Hallo?
Nina, war ein scheißlanger Tag. Was gibt...
Fuchs will wissen, was heute passiert ist.
Ich hab alles gemacht, was mir befohlen wurde. Wirklich.
Er denkt, ich könnte dich mit der Waffe zum Reden bringen.
Das...
Aber ich bin müde, Martin.
Was mache ich, wenn unser ganzes Leben hier...
Wenn das alles kaputtgeht?
-Kann ich dann mit dir rechnen? -Klar.
Wenn ich 'nen neuen Job brauche?
Du kennst dich aus. Du kennst Leute.
CIA, BND. Ich hab Fähigkeiten. Ich kann auch im Westen...
Gut. Hör zu. Versprochen, ja?
Lass uns 'ne Runde Fernsehen gucken.
Hm? Das sind aufregende Zeiten für alle von uns.
Setz dich.
Schön, dass Sie gekommen sind.
Hätten Sie uns nicht vorwarnen können?
Wir hatten selbst keine Ahnung.
Glauben Sie mir. Bitte setzen Sie sich.
Na dann... Ist das jetzt das Ende des Kalten Krieges?
Hoffentlich nicht. Wir bräuchten einen neuen Feind. Bloß wen?
Ich weiß auch nicht. Wo doch alle Amerika lieben.
Was kann ich für Sie tun?
Westliche Geheimdienste werden sich um HVA-Personal reißen.
Und ob.
Meine Chefs sind beschäftigt mit internen Streitigkeiten.
Ich habe unsere Zusammenarbeit 1986 sehr geschätzt.
Danke.
Ich denke, wir könnten ein gutes Team abgeben
und unter der Hand ein paar verdeckte HVA-Agenten
für uns arbeiten lassen.
Klingt gut für mich.
Sehr schön.
Fällt Ihnen dafür spontan jemand aus der HVA ein?
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.