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907 nach Christus, China.
Das einst große Reich der Tang-Dynastie ist vom Untergang bedroht.
Unruhen erschüttern das Land.
Und die Aufrührer
beanspruchen Königreiche für sich.
Diese Ära geht in die Geschichte ein als
die "Fünf Dynastien und Zehn Königreiche".
Es ist eine Zeit geprägt von Aufständen,
korrupten Regierungsbeamten
und erbitterten Machtkämpfen
innerhalb der kaiserlichen Familie.
In dieser Zeit nimmt unsere Geschichte ihren Lauf.
Was für eine gesegnete Nacht ist dies?
Den Fluss Qian hinuntertreibend
Was für ein verheißungsvoller Tag ist dies?
Träumend an der Seite meines Prinzen
Eine zarte Liebe ist erblüht
zwischen dem jungen Prinzen Wu Luan und der Kleinen Wan.
Doch sein Vater, der Kaiser, heiratet Wan.
Verzweifelt flüchtet Prinz Wu Luan
in den Süden des Landes,
um in den schönen Künsten Trost zu suchen.
Drei Jahre sind vergangen.
Prinz Wu Luans Onkel tötet seinen Bruder, den Kaiser.
Er beansprucht den Thron und die Kaiserin für sich.
Die Kaiserin Wan schickt heimlich Boten,
um den Prinzen zu warnen und ihn zur Rückkehr aufzufordern.
Doch sie ahnt nicht,
dass der neue Kaiser bereits seine Schergen ausgesendet hat,
um die Rückkehr des Prinzen zu verhindern.
Bäume leben auf den Bergen, und Zweige leben an den Bäumen
Mein Herz lebt für das Deine
Doch du siehst mich nicht...
Von Ihrer Majestät, der Kaiserin.
An Prinz Wu Luan:
"Unserem Land ist großes Leid widerfahren.
Euer Vater, der Kaiser, ist tot.
Euer Onkel sitzt auf dem Thron.
Kehrt in den Palast zurück!"
Vater!
Der Helm passt dir nicht!
Den Kaiser zu duzen geziemt sich nicht.
Die Anrede lautet "Eure Majestät".
Mich so schnell umzustellen fällt mir schwer,
Schwager.
Wohl wahr, er sitzt nicht gut.
Ich werde mir einen neuen machen lassen.
Das Reich soll Nichtwarten.
Verriegelt die Tür!
Schwägerin!
Die korrekte Anrede lautet "Kaiserin".
Euer Bruder hätte Euch Nichttrauen dürfen.
Am Tod des verstorbenen Kaisers
trage ich keine Schuld.
Lebt der Prinz noch?
Ihr scheint sehr besorgt um ihn.
Ich bin seine Kaiserin-Mutter.
Er ist vier Jahre älter als Ihr.
Mein Schwager weiß, wie ich mich abschminke.
Nicht nur wie Ihr Euch abschminkt,
auch wie Ihr Euer Bad nehmt,
ist mir vertraut.
Wird mein Schwager dem Prinzen die Freiheit gewähren?
Werdet Ihr meiner Hand die Freiheit gewähren?
Das Theater steht unter dem Schutz des Kronprinzen.
Senkt die Waffen!
Eure Dienerin Qing verneigt sich vor Eurer Majestät.
Majestät, ist dies das Rot, das Ihr wolltet?
Häng es auf!
Dieser Stoff war ursprünglich gedacht
für deine Hochzeit mit dem Prinzen.
Doch nun wird er meiner Krönung dienen.
Bist du den Weg hierher gerannt?
Als ich an den Inneren Hof bestellt wurde, hoffte ich, der Prinz sei zurück.
Das wollte ich dich fragen:
Hast du vom Prinzen gehört?
Er schreibt mir nie.
Wie kommuniziert ihr dann?
Durch Träume.
Ich träume jede Nacht von ihm.
Und dann reden wir miteinander.
Hast du letzte Nacht von ihm geträumt?
Ja.
Was hat er zu dir gesagt?
Er sagte, ich sollte nicht so viel Süßes essen.
Doch Er sagte auch, viele junge Mädchen äßen gerne Süßes.
Das sei nicht wirklich schlimm.
Ich habe früher auch gern Süßes gegessen.
Mein Schwager weiß, wie man eine Frau berührt.
Besser als mein Bruder?
Der verstorbene Kaiser war ein weiser, tapferer Mann.
Wollt Ihr damit sagen,
er wusste Euch nicht zu berühren?
Nein.
Wenn ihm der Sinn danach stand,
konnte er sehr mannhaft sein.
Doch ihm stand nicht oft der Sinn danach.
Habe ich recht?
Der Zwist zwischen Macht und Liebe
hat über die Jahrhunderte viele Herrscher vor mir gepeinigt.
Mein Schwager erscheint mir nicht gepeinigt.
Bis zu dieser Nacht war alles einfach.
Bis dahin galten meine Gedanken einzig meinem Reich.
Doch nach heute Nacht...
Seit ich nun Euch habe, Schwägerin,
wozu brauche ich da noch ein Kaiserreich?
Mein Schwager weiß einer Frau zu schmeicheln.
Ich spreche von Herzen.
Warum gebt Ihr dann nicht den Thron ab
und wir ziehen in die Einöde, um wie Eremiten zu leben?
Was meint Ihr?
Schwägerin!
Wünscht Ihr meinen Tod?
Ich necke Euch nur.
Ich necke Euch nur.
Wenn es mein Leben ist,
das Ihr wollt, so gebe ich es Euch.
Was mir gehört, gehört auch Euch.
Eure Hoheit!
Mein Vater...
Wie ist er gestorben?
Man sagt,
er sei von einem Skorpion gestochen worden, während er Mittagsschlaf hielt.
Es gibt Skorpione im Palast?
Man sagt, es gibt alles Denkbare im Palast.
Wer ist "man"?
Die Menschen, die dort leben.
Also auch sie?
Sie wird bald erneut zur Kaiserin gekrönt.
Von wem?
Eurem Onkel.
Dem neuen Kaiser.
Wu Luan?
Ja.
Ich habe mich zu Tode gesorgt. - Kaiserin-Mutter.
Deine Stimme klingt rau.
Warum trägst du diese seltsame Maske?
Und so eine abgenutzte Schwertscheide?
Was ist dir passiert?
Diese Frage
sollte ich Euch stellen.
Was hast du gehört?
Bin ich zurückgekehrt,
um meinen Vater zu betrauern?
Oder um meiner Stiefmutter zu gratulieren? - Sprich nicht so mit einer schutzlosen Frau!
Ich habe genug geopfert.
Für dich und deinen Vater.
Doch der Geist meines Vaters wandelt ruhelos vor den Palast-Toren.
Kaiserin-Mutter,
seht mir in die Augen und sagt mir:
Ist mein Vater
wirklich an einem Skorpionstich gestorben?
Wu Luan!
Der Schmerz in deinen Augen
bricht mir das Herz.
Frag nicht so viel!
Denk nicht so viel darüber nach!
Versprichst du mir das?
Die Seele deines Vaters wird Ruhe finden,
wenn er uns beide in Sicherheit weiß.
Vor allem dich.
Eure Majestät!
Verzeiht mir!
Meine abgetragene Kleidung
hat das Gewand der Kaiserin beschmutzt.
Zeig, was du in der Schwertscheide hast!
Das Schwert der Maid Yue.
Gut für den Nahkampf!
Ich schneide damit nur noch Papier.
Als dein Vater uns die Schwertkunst lehrte,
warst du der bessere Schüler.
Ist das dein Werk?
Es ist das "Lied der Yue".
Singst du es mir vor?
Ein Prinz fährt den Fluss hinab.
Und das Schiffermädchen verliebt sich in ihn.
Sie singt dieses Lied.
Ein Liebeslied also.
Nein.
Es ist ein Lied über die Einsamkeit.
Dann sing es deiner kleinen Freundin Qing!
Sie würde es Nichtverstehen.
Kein Mensch versteht einen anderen wirklich.
Denn sonst gäbe es keine Einsamkeit.
Als dein Vater dir erlaubte, dich den schönen Künsten zu widmen,
war ich dagegen.
In meinen Augen sollte ein Mann kein einsamer Musiker sein,
geprägt von warmen Bergen, sanften Strömen.
Ein wahrer Mann ist ein Prinz,
der sein Reich
mit fester Hand und Kühnheit regiert.
Das ist nur Eure Idee eines Mannes, Kaiserin-Mutter.
Aber du trägst Verantwortung!
Sie ist dir vom Himmel auferlegt.
Von deinen Vorfahren an dich übertragen.
Dein Volk erwartet sie von dir!
Würde mein Onkel mich auch in der Verantwortung sehen?
Er...
Seine Majestät hat mir aufgetragen, euch hierzu empfangen.
Ihr habt den Prinzen entkommen lassen, den Kaiser durch solche Inkompetenz beschämt.
Welche Strafe schlagt ihr vor?
Wir bieten unser Leben zur Sühne an.
Einverstanden.
Dann bleiben eure Familien verschont.
Dank sei Seiner Majestät!
Säubert die Brücke!
Dieser Palast zerfällt.
Der verstorbene Kaiser war sparsam.
Doch ich erdulde weniger als er!
Übersät die Decke
mit Blumen aus Goldblatt!
Sehr wohl, Eure Majestät.
Darf ich fragen:
Soll der Hauptpfeiler zinnrot gestrichen werden?
Oder tintenschwarz?
Zinnrot ist die Farbe des Blutes.
Und Gold repräsentiert den Ruhm.
Welch ruhmvolle Dynastie
wurde nicht aus Blut geschmiedet?
Minister Yin.
Eure Majestät.
Ich beneide Euch
um Euren ansehnlichen und scharfsinnigen Sohn,
begabt in diplomatischen und militärischen Aufgaben.
Anders als mein Neffe, der Kronprinz, der nur singen und tanzen kann.
Sollte der Schneeleopard Eurer Majestät nicht gefallen, ändern wir das sofort.
Er gefällt mir.
Wenn es schneit,
bleibt dieses Tier in seiner Höhle und pflegt sein Fell.
Sobald die Sonne scheint, kommt es glänzend und geschmeidig hervor.
Es passt sich dem Wetter an.
Ein schlaues Tier.
Darf Euer Untertan anmerken, dass ein Tiger noch passender wäre.
Das I-Ging sagt, der große Mann ändere wie ein Tiger, der Ehrenmann wie ein Leopard.
Eure Majestät ist ein großer Mann.
Der Tiger ist einer Majestät würdig.
Pei Hong, Gouverneur der You-Provinz!
Eure Majestät!
Warum äußert Ihr Euch nicht?
Ich denke, vielleicht sollte man
diesen Schneeleoparden
Minister Yin widmen.
Aus welchem Grund?
Weil auch er sich dem Wetter anpasst.
Ein exzellenter Vorschlag, Gouverneur Pei.
Wir schenken diese wunderschöne Schnitzerei unserem Minister Yin.
Meine tiefste Dankbarkeit, Majestät.
Als Ersatz...
fertigt mir also einen Tiger an.
Noch besser wäre ein fliegender Drache.
Lang lebe Eure Majestät, die Kaiserin!
Euer Untertan Pei Hong
verneigt sich vor der Kaiserin-Witwe.
Gouverneur Pei Hong betitelt die Kaiserin als Kaiserin-Witwe.
Haben das alle gehört?
Ja.
Was bedeutet das?
Traut sich niemand?
Dann werde ich antworten.
Der Kaiser hat das Zeitliche gesegnet.
Folgt ihm der Kronprinz auf den Thron,
wird die Kaiserin zur Kaiserin-Witwe.
Demnach wäre ich ein Thronräuber.
Haben wir Euch richtig verstanden, Gouverneur Pei Hong?
Ihr seid zu Recht ein geschätzter Gelehrter.
Mit nur zwei Worten
habt Ihr die Ordnung des Hofes umgestellt.
Gemäß Tradition gebührt es sich,
dass der Kaiser vor der Kaiserin-Witwe niederkniet
wie ein Sohn vor seiner Mutter.
Die Kaiserin aber kniet vor dem Kaiser
wie die Frau vor ihrem Mann.
Seid Ihr die Kaiserin-Witwe?
Oder seid Ihr die Kaiserin?
Sollte ich niederknien?
Oder Ihr?
Bitte klärt uns auf!
Welches ist die korrekte Zeremonie?
Eure demütige Kaiserliche Gemahlin
kniet vor Eurer Majestät.
Eure Majestät!
Verstorbener Kaiser,
ist Eure Seele im Himmel
Zeuge dieses Frevels?
General Yin!
Eure Majestät!
Ihr übernehmt die Befehlsgewalt über die You-Provinz.
Wie Ihr wünscht, Majestät!
Kaiserliche Garde!
Eure Majestät!
Man soll Pei Hong zu Tode prügeln.
Seine Sippe wird exekutiert.
Zu Befehl, Majestät!
Was für eine Schnitzerei hattet Ihr vorgeschlagen?
Einen fliegenden Drachen.
Es sollen Drache und Phönix werden!
Das ist äußerst grausam.
Es heißt, Pei Hong selbst habe die Bestrafung erfunden,
dem verstorbenen Kaiser zu Nutzen.
Pei Hong wird meinetwegen sterben.
Solltet Ihr Bedenken haben,
werde ich ihn Sofortbegnadigen.
Nein!
Ich bin Euch zu Dank verpflichtet.
Das müsst Ihr nicht.
Habt Ihr den verstorbenen Kaiser genauso unterstützt?
Nein.
Warum erweist Ihr mir diese Großzügigkeit?
Ihr gebt mir so viel mehr als Der verstorbene Kaiser.
Oberhofmeister! - Zu Befehl!
Ich verkündige hiermit:
Die Krönung der Kaiserin
findet am 15. dieses Monats statt.
Eure Majestät!
Der Verräter Pei Hong ist tot.
Er ist zurück!
Er ist keine Gefahr für Euch!
Ihr sagtet doch,
das Volk erwarte seine Thronnachfolge.
Yin Sun!
Was tust du da?
Dieses Geschenk des Kaisers
ist eine Beleidigung für meinen Vater!
Das mag sein.
Doch vor allem ist es eine Prüfung.
Wäre dein Vater nicht fähig,
von Zeit zu Zeit eine Demütigung hinzunehmen,
hätte er es weder jemals soweit gebracht
noch das Vertrauen aller Nachfolger gewonnen.
Wer mir Sorgen macht, ist deine kleine Schwester.
Sie ist zu gutherzig.
Die Augen des Phönix wollen mir nicht gelingen.
Denk an die Augen der Kaiserin Wan!
Die Augen der Kaiserin
sind manchmal warm und sanft.
Und manchmal beängstigend.
Ein Phönix mit einem fixierenden Blick.
Das würde die Kaiserin erfreuen.
Die Krönung ist in zwei Tagen. Ich fürchte, das schaffe ich nicht.
Es ist besser, wenn du den Prinzen ab sofort nicht mehr siehst.
Warum?
Als Der verstorbene Kaiser noch lebte,
war diese Verbindung ein Segen für unsere Familie. Doch erlebt nicht mehr.
Und ich fürchte, jetzt könnte sie unserer Familie schaden.
Mein Herz wird sich nicht ändern. - Zwing es dazu!
Lerne von der Kaiserin!
Wer fürchtet den Verlust seines Reiches
angesichts so exquisiter Schönheit?
Ihr sitzt sicher auf dem Thron.
Auch ich kann Euch nichts anhaben.
Qing, lass uns allein!
Ja, Eure Majestät.
Im Tiefsten Eures Herzens misstraut Ihr mir, oder?
Es Ist mein lieber Neffe, dem ich misstraue.
Ich frage mich, wie er sich auf die Krönung vorbereitet.
Eure Majestät!
Die Probe folgt den üblichen Regeln.
Es werden allein Holzschwerter benutzt.
Bitte untersucht die Waffen, Eure Hoheit!
Danke.
Man sagt, Eure Hoheit seien ein exzellenter Schwertkämpfer.
Das waren Kinderspiele. Ich habe seit Jahren nicht geübt.
Der Kaiser wünscht,
unsere Darbietung am Krönungstag
möge den Hof beeindrucken.
Schwertkampf ist immer beeindruckend.
Und die Kunst der Darbietung beherrsche ich.
So beginnt bitte, Eure Hoheit.
Ich bin tot.
Ihr wolltet ihn wirklich töten.
Das war nicht unsere Absicht.
Er sagte, er sei tot.
Was meint die Kaiserin, woran ist er gestorben?
Er...
hielt einen tödlichen Kampf
für eine Aufführung.
So ist es.
Mir gefiel die Aufführung!
Wie konntest du heute bloß so verlieren?
Ihr denkt, ich habe verloren?
Ich hoffe, dass du besser sein wirst
am Tag meiner Krönung.
Warum trägst du bei deinen Aufführungen eine Maske?
Sie hebt den Darsteller auf das höchste Niveau seiner Kunst.
Ohne Maske
sind ihm Glück, Wut, Trauer und Freude
einfach ins Gesicht geschrieben.
Doch mit einer Maske
kann ein großer Künstler
seinem Publikum
die komplexesten und geheimsten Gefühle vermitteln.
Wenn das so ist, was steht dann in meinem Gesicht geschrieben?
Sechs Teile Überheblichkeit,
drei Teile Sorge
und ein Teil Schuldgefühl gegenüber Eurem toten Ehemann.
Du irrst dich!
Es ist Enttäuschung!
Du enttäuschst mich.
Ich bitte nicht mehr um die Erfüllung meiner Wünsche.
Doch ich flehe den Himmel um Gnade an.
Möge er uns beide beschützen!
Du beherrscht nicht einmal die einfachste Schauspielkunst!
Deine Trauer, Wut und Unentschlossenheit
sieht dir ein jeder an!
Du setzt dich immer und überall der Gefahr aus.
Du glaubst, dich hinter einer Maske zu verstecken veredele deine Kunst?
Die höchste Kunst ist es,
das eigene Gesicht zu zeigen
und es in eine Maske zu verwandeln.
Ihr seid gekommen.
Ja.
Hier ist, was Ihr verlangt habt.
Riecht nicht daran!
Das Gift
ist tausend Mal tödlicher als Arsen.
Wenn ich nicht daran riechen darf,
wie benutze ich es dann?
Pustet es mit einer Feder ins Ohr.
Welche Zutaten sind da drin?
Was macht es so giftig?
Es enthält Erysipel aus dem Nordosten,
vermahlen mit
schwarzen Skorpionen aus dem Nordwesten.
Etwas Giftigeres gibt es also nicht?
Nein.
Gibt es etwas Tödlicheres?
Das Herz des Menschen.
Es gibt doch keine...
Was gibt es nicht?
Es gibt doch keine Skorpione im Palast?
Man sagt, Ihr habt ein Lied mitgebracht.
Die Kaiserin hat es mir erzählt.
"Bäume leben auf den Bergen, und Zweige leben an den Bäumen.
Mein Herz lebt für das Deine,
doch du siehst mich nicht."
Wie bemitleidenswert.
Wer?
Das Schiffermädchen.
Sie liebt ihn.
Doch er übersieht sie.
Nein.
Du redest von mir!
Ich tue dir leid!
Auch sie bemitleidet mich.
Ihr beide...
Ihr nutzt mein Leiden aus,
um mich in eure Arme zu ziehen!
Ist es nicht so?
Nein! - Gib's zu!
Nein!
Ich bin nicht sie!
Doch, du bist sie!
Ich bin nicht sie! - Doch, das bist du!
Ich bin nicht sie!
Du bist sie!
Die Feierlichkeiten zur Krönung
Ihrer Majestät, der Kaiserin Wan,
sind hiermit eröffnet.
DAS SIEGEL DER KAISERIN
Möge der Kaiserzehntausend Mal zehntausend Jahre leben!
Möge die Kaiserin zehntausend Mal zehntausend Jahre leben!
Eine Schwertkampf-Darbietung
des Prinzen Wu Luan und der Kaiserlichen Garde.
Onkel!
Kaiserin-Mutter!
Ich wünsche Euch beiden ewiges Glück.
Verzeiht mir die Verspätung!
Verzeiht, ich kämpfe heute nicht mit euch!
Stattdessen habe ich ein Schauspiel zu Eurer Unterhaltung vorbereitet.
Die Dunkelheit ist hereingebrochen.
Mein lieber Neffe.
Ich habe dich erwartet.
Nimmst du die Maske ab, damit ich dein Gesicht sehe?
Du bist schweißüberströmt.
Es sind Tränen.
Komm!
Ich will sie dir abwischen.
Nein!
An eurem Ärmel ist Erysipel.
Er riecht nach Skorpion.
Wu Luan, die Aufführung ist zu Ende!
Was für ein talentierter Künstler.
Ich fühle mich gut unterhalten.
Verneige dich! Danke Seiner Majestät!
Ich danke Euch, Onkel!
Du bist groß geworden in den vergangenen drei Jahren.
Es ist an der Zeit, dir Verantwortung zu übertragen.
Minister Yin!
Eure Majestät!
Was stand in der Botschaft der Kitanen?
Da stand: Um das Vertrauen zwischen beiden Nationen zu stärken,
sollten wir unsere Kronprinzen aussenden,
damit sie im jeweils anderen Land leben.
Haben sie ihre Geisel geschickt?
Ja, Majestät.
Doch wie ich hörte, ist er
in Wahrheit der Sohn eines Schäfers.
Wir werden uns nicht wie Kitanen benehmen.
Wir sind eine edle Nation!
Und wir halten unser Wort.
Wir werden den wahren Prinzen schicken!
Nein!
Und warum nicht?
Sein Wesen ist zu sanft.
Umso besser.
Die Sandstürme und Wüsten des Nordens werden es schleifen.
Er ist zu emotional!
Er könnte den Khan der Kitanen beleidigen. - Jetzt erscheint ihr emotional!
Und doch: Beleidigt es mich?
Die Güte Eurer Majestät ist groß genug,
um die Ozeane zu umfassen.
Und doch dulde ich nicht ein einziges Sandkorn in meinem Äuge.
Oberhofmeister!
Ja, Eure Majestät. - Schreibt:
"Der Kronprinz Wu Luan
wird hiermit Botschafter für Kitan.
Die Kaiserliche Garde wird ihn eskortieren.
Man wird noch heute abreisen.
Dies ist der Befehl des Kaisers."
Kaiserliche Garde! - Eure Majestät!
Eskortiert den Kronprinzen!
Zu Befehl!
Seine Majestät tut das zu deinem Besten.
Geh!
Wartet!
Eure Majestäten, Kaiser
und Kaiserin!
Eure Dienerin Qing möchte den Prinzen begleiten.
Aus welchem Grund?
Damit er jemanden hat, der für ihn singt, wenn er einsam ist.
Was erlaubst du dir?
Oberhofmeister! - Zu Diensten!
Führt sie ab! Gebt ihr dreißig Peitschenhiebe!
Kaiserin-Mutter!
Tut es weh?
Ja.
Meine liebste Tochter.
Du musst lernen, Schmerz zu ertragen.
Es tut sehr weh!
Doch ich werde gehorchen und den Schmerz ertragen lernen.
Ihre Majestät die Kaiserin naht.
Tut das weh?
Nein.
Sieh dich an!
Dir kommen die Tränen.
Und doch sagst du, es tue nicht weh?
Es tut nicht weh!
Weißt du, warum ich dich bestrafen ließ?
Weil Ihr eifersüchtig seid.
Qing!
Lass sie reden!
Ich möchte die Wahrheit hören.
Und warum bin ich eifersüchtig?
Weil meine Liebe wahr ist.
Und meine Liebe nicht?
Ihr liebt nur Euch selbst.
Unsinn!
Wer tut das denn nicht?
Nehmen wir ihn als Beispiel.
Deinen Vater.
Mein Vater liebt seinen Sohn und mich
mehr als alles in der Welt.
Wirklich?
Wir wollen sehen, ob das wahr ist.
Wachen!
Eure Majestät!
Brandmarkt ihr Gesicht! Danach schickt sie ins Exil in den Süden.
Eure gnädigste Majestät!
Ich wusste es immer schon,
dass der Minister ein weiser Mann ist.
Wo sind wir?
Fast 600 Kilometer von der You-Provinz entfernt.
Die Grenze zu Kitan ist nicht mehr weit.
Wirklich?
Warum hast du nichts gesagt, als wir die You-Provinz verließen?
Ich hätte Yin Sun besucht.
Seine Majestät hat befohlen,
dass wir nicht halten.
Wer ist das?
Das seid Ihr.
Der Prinz.
Die Geisel.
Wenn das so ist,
werde ich Kitan Nichtbetreten.
So ist es.
Wann hast du vor, mich zu töten?
Jetzt!
Und du glaubst, du kannst mich töten?
Es ist Euer Leben oder unseres.
Ich bin Yin Su, Gouverneur der You-Provinz.
Ich grüße Eure Hoheit.
Warum hast du mich gerettet?
Es ist ein Befehl dieser Frau.
Sie?
Sie!
Du gehorchst ihrem Befehl?
Meine Schwester ist in ihrer Gewalt.
Das tut mir leid.
Spart es Euch.
Was wirst du meinem Onkel sagen?
Ich werde ihm sagen,
dass alle Gesandten von den Kitanen ermordet wurden.
Dass niemand überlebt hat.
Aber ich bin am Leben.
Ihr müsst Euch verstecken.
Ich möchte nicht wie ein Maulwurfleben.
Das ist nur vorübergehend.
Vorübergehend?
Wie lang ist das genau?
Drei Jahre? Fünf Jahre?
Oder bis mein Haar ergraut?
Das ist besser, als zurückzukehren
und sinnlos zu sterben!
Ich fürchte den Tod nicht.
Doch es sterben auch andere für Euch!
Seid Ihr erst zufrieden, wenn meine Schwester,
mein Vater,
unsere gesamte Sippe sich für Euch geopfert hat?
Sowie diese arme Garde? Nur weil Ihr auf Rache sinnt?
Seid Ihr erst zufrieden, wenn die Flüsse blutrot fließen
und die Welt in Chaos versinkt?
Wenn ihr diese Maske betrachtet,
was seht ihr beiden da?
Das Spiel des Schicksals.
Eure Majestät ist der wahre Sohn des Himmels.
Niemand kann das anfechten.
Doch hätte ich nicht
zur rechten Zeit gehandelt,
wäre es mein Blut gewesen,
auf das ihr jetzt dort starrt, nicht wahr?
Ihr scheint nervös...
Fühlt sich der Minister unwohl?
Warum schwitzt Ihr so?
Gouverneur Yin!
Eure Majestät!
Dein Vater hat immer hart gearbeitet.
Bleib zu Hause und leiste ihm Gesellschaft!
Meine militärischen Pflichten führen mich von zu Hause fort.
Deine militärischen Pflichten?
Auch ohne dich wird der Himmel kaum einstürzen.
Die Güte Eurer Majestät
rührt Euren Diener zu Tränen.
Wir sind Eurer Majestät überaus dankbar für seine Güte.
Ich konnte Masken nie leiden!
Ihr könnt gehen.
Ja, Eure Majestät.
Oberhofmeister!
Zu Diensten!
Wir geben ein Bankett für den gesamten Hof.
Übermorgen ist ein günstiger Tag zum Feiern.
Das ist zu spät.
Es soll morgen Nacht stattfinden.
Morgen ist ein ungünstiger Tag
für den Empfang von Gästen.
Ich beuge mich keinem Aberglauben!
Schreibt:
"Morgen um Mitternacht
ist der gesamte Hofstaat zum Kaiserlichen Bankett
in die Goldene Halle geladen."
Sehr wohl, Eure Majestät.
"Jeder, der nicht erscheint,
wird hingerichtet."
Seit der Abreise des Kronprinzen
hat deine Schwester kein einziges Reiskorn gegessen.
Dann lasst mich ihr sagen, dass erlebt!
Nein!
Gib ihr dies!
Den Fluss Qian hinuntertreibend
Was für ein verheißungsvoller Tag ist dies?
Träumend an der Seite meines Prinzen
Bruder.
Ich habe wieder von ihm geträumt.
Er tanzte irgendwo weiß wie Schnee.
Es waren viele Leute dort.
Und er lud mich an seine Seite ein.
Kleine Schwester.
Belüge dich nicht selbst!
Erträgt dich nicht in seinem Herzen.
Ich weiß.
Doch ich versprach, ewig auf ihn zuwarten.
Dein Bruder trägt dich in seinem Herzen.
Niemand darf dir Leid zufügen.
Gibt es etwas Giftigeres?
Ja.
Was?
Das Herz des Menschen.
Gut gesprochen!
Warum hat der Prinz es nicht mitgenommen?
Er war nicht skrupellos genug.
Das Hier ist deine Entlohnung.
Arsen?
Es ist nicht viel.
Doch für eine Person sollte es reichen.
Seine Majestät der Kaisernaht!
Wir haben lange kein Polo mehr gespielt.
Spielen wir eine Partie, Ihr und ich.
Eure Majestät gibt heute Nacht ein Bankett.
Ist für ein Spiel noch genug Zeit? - Es ist noch früh.
Ich habe Kopfschmerzen.
Oberhofmeister! - Zu Diensten!
Ruf den Hofarzt! - Sofort, Majestät.
Nicht nötig.
Ich muss mich nur etwas ausruhen.
Erlaubt mir!
Eure Majestät.
Bewegt Euch nicht!
Seht Euch an!
Eine Kaiserin.
Mutter einer Nation.
Doch noch immer strampelt Ihr Euch von Euren Bettdecken frei.
Habt Ihr Euch gestern Nacht erkältet?
Eure Majestät!
Wie lange sind wir jetzt zusammen?
Warum fragt Ihr?
Mit dem heutigen Tag
sind es genau einhundert Tage.
Ihr habt mitgezählt.
Doch mir erscheint es
weniger als ein einziger Tag zu sein.
Einhundert Tage...
Und doch habe ich mich bisher nie vollkommen hingegeben.
Selbst wenn Ihr ein Stück Eis seid,
schmelzt Ihr irgendwann in meinem Mund.
Doch was, wenn das Eis
sich in Feuer verwandelt?
In einen Feuerball in Eurem Mund?
Dann werde ich ihn schlucken.
Und er wird mein Herz erwärmen.
Tut es jetzt!
Schluckt ihn jetzt!
Was hat sie gesagt?
Die Kaiserin sagte,
ihr Entschluss stehe fest,
seit der Prinz als Geisel verbannt wurde.
Der Kaiser ist wankelmütig und argwöhnisch.
Derzeit mag sie seine Favoritin sein.
Doch früher oder später
wird er sein Interesse verlieren.
Darauf will sie Nichtwarten.
Lieber schlägt sie als Erste zu.
Sie will den Thron für sich?
So ist es.
Sobald sie den Thron bestiegen hat,
will sie den Kaiser als Brudermörder und Usurpator verurteilen.
Sie wird sagen, sie vertrete die himmlische Gerechtigkeit für den verstorbenen Kaiser.
Sie möchte, dass wir uns sammeln
und Ihren Anspruch auf den Thron verteidigen.
Diese Frau!
Oh, diese Frau!
Vater!
Auf wessen Seite sollen wir uns stellen?
Wir haben keine Wahl. Sie hat alles perfekt eingefädelt.
Erstens ist deine Schwester in ihrer Hand.
Zweitens befahl sie dir nicht ohne Hintergedanken, den Prinzen zu retten.
Damit machte sie uns zu Komplizen.
So dass wir nicht anders können, als auf ihrer Seite zu stehen.
Sie weiß, Wir haben keine Wahl mehr.
Wenn der Plan dieser Frau aufgeht,
müssen wir sie sofort anklagen.
Als eine Verräterin und Attentäterin!
Die Person, die den Thron verdient,
das ist nicht sie.
Das bist du!
Vater!
Hast du etwa Angst?
Nein!
Wenn der Himmel es so vorsieht,
wäre es sträflich,
sich dem Willen der Götter zu widersetzen.
Ling!
Schick nach der Sänfte!
"An den Justizminister.
Minister Yin und sein Sohn Yin Sun
werden folgender Verbrechen
für schuldig befunden:
Verrat am Kaiser und Tyrannei des Hofes.
Machtmissbrauch und Verbündung mit dem Feind.
Sie werden ihrer Titel entledigt
und ins Exil in den Süden verbannt.
Ihr gesamter Besitz
wird konfisziert
und in den Hofschatz überführt.
Dies ist der Befehl des Kaisers."
General Yin!
General Yin!
Oberhofmeister! - Zu Diensten!
Ich möchte ein paar Worte sagen. - Sehr wohl, Majestät.
Schenkt Wein ein!
Sehr wohl, Majestät!
Unsere Vorfahren sind des Nachts mit Kerzen durch den Palast gestreift.
Unser gütiger Kaiser aber arrangiert große Bankette für den Hof.
In seiner Großzügigkeit übertrifft er alle seine Vorgänger.
Es ist mir eine Ehre,
Seiner Majestät mit diesem Toast zu danken.
Darüber hinaus...
werde ich heute Nacht
Eurer Majestät das Leben nehmen!
Ausgezeichnet.
Ehrenwerter Hofstaat,
lasst uns gemeinsam trinken!
Auf das Wohl Eurer Majestät!
Eure Dienerin Qing und ihre Tänzer bitten darum,
Eure Majestät mit einer Aufführung unterhalten zu dürfen.
Minister Yin!
Eure Majestät!
Habt ihr diese Überraschung geplant?
Eure Majestät!
Das war allein Qings Idee.
Mein Vater weiß nichts davon.
Gut.
Was hast du für uns vorbereitet?
Das "Lied der Yue".
Das klingt bekannt.
Es war das Lieblingslied des Kronprinzen.
Gedenken wir seiner!
Ich möchte ihn wissen lassen:
Selbst wenn ihn die ganze Welt verrät,
ich werde es nicht tun.
Und meine Liebe auch nicht.
Das ist ergreifend.
Bietet ihr Wein an!
Ja, Eure Majestät!
Gebt ihr mein Glas!
Lass mich mit dir gemeinsam
meines lieben Neffen gedenken.
Das ist eine zu große Ehre für Wu Luan.
Nehmen wir ein neues Glas!
Oberhofmeister! - Zu Diensten!
Das ist nicht nötig.
Ich danke Euch.
Doch ich trinke keinen Wein.
Du darfst das Geschenk des Kaisers nicht ablehnen!
So trinke ich einen kleinen Schluck.
Schwester!
Was für eine gesegnete Nacht ist dies?
Den Fluss Qian hinuntertreibend
Was für ein verheißungsvoller Tag ist dies?
Träumend an der Seite meines Prinzen
Zu schüchtern, den Blick zu heben
Ein Geheimnis hegend,
Erfüllt mein Herz die Sehnsucht
Dich zu kennen, mein geliebter Prinz
Bäume leben auf den Bergen,
und Zweige leben an den Bäumen
Mein Herz lebt für das Deine
Doch du siehst mich nicht
Du siehst mich nicht
Qing!
Wu Luan!
Ich bin es.
Ich bin hier.
Als das Lied begann...
fühlte ich, dass Ihr mir nahe seid.
Meine liebste Qing.
Eure Hoheit!
Fühlt Ihr Euch noch einsam?
Mit dir werde ich mich
nie mehr einsam fühlen.
Dein Bruder liebt dich.
Niemand darf dir Leid zufügen!
Ihr habt den Wein vergiftet?
Ja.
Ihr wolltet meinen Tod?
Ja.
Und ich glaubte die ganze Zeit, ich würde Euer Herz erwärmen.
Es ist so warm, dass es beinahe brennt.
Oberhofmeister!
Zu Diensten!
Erlasst Folgendes:
Qing soll ein Staatsbegräbnis erhalten.
Minister Yin!
Worauf wartet Ihr?
Ihr...
Giftschlange von einer Frau!
Wo ist die Kaiserliche Garde?
Kaiserliche Garde!
Schützt den Kaiser!
Wer mir im Weg ist, stirbt!
Dieser Mann...
hat meinen Vater feige ermordet.
Das ist eine Angelegenheit
zwischen ihm und mir.
Niemandem sonst!
Ich will kein unschuldiges Blutvergießen.
Aus dem Weg!
Welch majestätisches Gebaren!
Wie es sich für einen Neffen von mir gebührt.
Ich wusste, solltest du am Leben sein,
musste dieser Tag früher oder später kommen.
Und da bist du also.
War es dein Wunsch nach Rache,
der dich dem Tal des Todes entriss?
Oder war es deine Melancholie,
die die Frauenherzen rührt?
So dass ihre Fürsorge
ein schützendes Netz um dich spann?
Oder vielleicht ist es so,
dass selbst der gerissenste Stratege
an einem reinen Herzen scheitern muss?
Oder bist du es?
Mein Bruder,
der seinen Sohn die ganze Zeit beschützt?
So dass er mein Blut in deinem Namen vergießen kann?
Wenn es das ist, was du willst,
Bruder,
so will ich dich heute Nachtbeschwichtigen.
Ihr wolltet auf mein Wohl trinken!
Wie könnte ich das ausschlagen?
Der Kaiser ist tot!
Eure Majestät!
Eure Majestät!
Macht mit mir, was Ihr wollt.
Bitte gebt mir nicht diesen mit Frevel behafteten Titel!
Euch zu töten,
würde das Qing wieder lebendig machen?
Die Klinge ist vergiftet!
Wu Luan!
Es ist nichts!
Alles wird gut!
Erlügt!
An der Klinge ist kein Gift!
Wu Luan!
Kaiserlicher Hofarzt!
Oberhofmeister!
Ling! Wo seid ihr?
Wu Luan!
Wo sind denn alle?
Kleine Wan...
Kleine Wan...
Die Kleine Wan ist hier...
Deine Kleine Wan ist hier!
Sieh mich an! Sieh mich an!
Deine Kleine Wan ist hier.
Die Kleine Wan ist hier.
Es ist gut...
sterben zu können.
Du kannst nicht sterben!
Du darfst nicht sterben!
Wu Luan!
Möge Eure Majestät zehntausend Mal zehntausend Jahre leben.
Lang lebe,
lang lebe,
lang lebe Eure Majestät!
"Minister Yin plante den Thronraub.
Laut Gesetz sollte er exekutiert werden.
Doch in Anbetracht seiner langen Dienstzeit
wird er ins Exil in den Norden verbannt.
Auf Lebenszeit!
So befiehlt es die Kaiserin."
Kleine Wan.
Wann habe ich begonnen, meinen Namen zu vergessen?
Vielleicht an dem Tag, an dem dein Vater mich zur Frau nahm?
Du gingst fort.
Und niemand hat mich mehr bei meinem Namen genannt.
Bis ich ihn schließlich selbst vergaß.
Dann hat mich dein Onkel geheiratet.
Und wieder nannte mich jeder Kaiserin.
Doch von heute an...
wird mich niemand mehr Kaiserin nennen.
Stattdessen heiße ich:
Ihre Majestät, der Kaiser!
Willst du wissen, warum mir genau dieses Rot gefällt?
Weil diese Farbe...
die Farbe flammender Leidenschaft ist.
Ja.
Leidenschaft.
Wie viele Leben...
sind von dieser Flamme verzehrt worden?
Nur ich allein...
werde aus ihr emporsteigen.
Wie ein Phönix.
Das lautlose Flüstern eines einzigen Verses
Schon blüht Einsamkeit in meinem Herzen auf
Der Schimmer eines einzigen Traumes
Schon ist meine Welt aus den Angeln gehoben
Die Erinnerung an eine einzige Berührung
Schon entzündet der Schmerz der Liebe meine Wunde neu
In dem Moment, in dem eine einzige Träne fällt,
Ist jeder Hass nur ein entfernter Nebel
Auch wenn ich dich von ganzem Herzen liebe,
Kann dich das nicht zu mir zurückbringen
Von nun an werde ich wie ein Schatten leben
Auf ewig...
in der Vergangenheit.
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