All language subtitles for tod.von.freunden.S01E05

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Original subtitles

Sabine Küster Cecile Jensen

Jakob Jensen Karl Küster

* Mysteriöse Musik *

* Karl schreit. *

* Knacken *

Als Kjell verschwunden ist, waren meine Augen zu.

Aber nichts geht verloren.

Auch nicht in einer Familie. Niemals.

* Friedliche Musik *

* Leise elektronische Musik *

Karl?

Schau mal, was Mama unterm Sofa gefunden hat.

Kjell war so ein Chaot.

Er hat es gar nicht gemerkt.

Nichts geht verloren.

Du hast gesagt, nichts geht verloren.

Was meinst du? Hm? Was geht nicht verloren?

Jakob geht, aber er kommt wieder.

Charlie geht, aber sie kommt wieder.

Kjell geht, aber Athos kommt wieder.

Weil Mama ihn unterm Sofa gefunden hat, Karl.

Natürlich hat sie das.

Nichts geht verloren.

Komm, essen.

Erst Jakob, dann Charlie.

Dann Kjell mit Athos.

Erst Jakob, dann Charlie, dann Kjell mit Athos.

Erst Jakob, dann Charlie, dann Kjell mit Athos. Er kommt wieder.

Warum sagst du das, Karl?

Du hast doch geschlafen?

Und Charlie ist zuerst gegangen.

Dann war Jakob abgelenkt und dann...

dann ist Kjell über Bord gefallen, hm?

Jakob war Skipper. Ich habe nichts falsch gemacht.

Hast du was gesehen?

Ich habe nichts falsch gemacht.

Ich habe nichts falsch gemacht. Ich hab...

Karl, was hast du gesehen? Hm?

Ich habe nichts falsch gemacht.

Weißt du, was an Bord passiert ist? Nein! Nein!

Was hast du... Ich habe nichts falsch gemacht!

Jetzt ist gut. Kjell ist immer für mich da!

Er ist mein bester, bester Freund! Du nicht! Du machst alles kaputt!

Du machst alles kaputt!

Du machst alles kaputt!

Kaputt!

Kaputt! Kaputt!

Warum machst du immer alles kaputt? Alles.

Karl!

Du machst alles kaputt. Kaputt.

Karl, hör auf.

Papa ist böse. Böse auf mich!

Nein, das ist er sicher nicht, Karl.

Ich bin nicht schuld. Ich bin nicht schuld.

Ich habe nichts falsch gemacht.

Ich bin nicht schuld. Karl.

Geh weg.

Karl. Geh weg.

Geh weg.

* Karl schnieft. *

Was hast du dir dabei gedacht?

Karl ist völlig durcheinander.

(Bernd) Es tut mir leid. Er hat versucht, sich wehzutun.

Das hat er zuletzt vor fünf Jahren getan.

Ist es das wert?

Karl, Karl, Karl. Es geht immer nur um Karl.

Er hat etwas gesehen, Biene. Das kann dir doch nicht egal sein.

Er hat irgendwas gemurmelt, und du machst daraus, was du hören willst.

Karl sagt, er hat nichts gesehen.

Jakob hat die Verantwortung übernommen.

Ich meine, was willst du denn noch? Ich will die Wahrheit, Biene.

Das ist das Einzige, was uns noch bleibt.

Sag mal, glaubst du, Jakob hat das absichtlich getan?

Nein, das glaube ich nicht...

* Er atmet hektisch. *

Und lass Karl in Ruhe.

Der hält das nicht aus.

Deinen Druck. Deine Wut.

Karl?

Es tut mir leid.

Ich hätte nicht so auf dich einreden dürfen.

Es tut mir leid.

Kjell ist immer für mich da. Er ist nicht tot.

Ja, mein Schatz, in uns drinnen, da lebt er weiter.

Für immer. Ich kann das auch spüren.

Kjell lebt nicht in mir. Da ist kein Platz.

Kjell ist tot, Karl.

Du hast keine Ahnung.

Kjell ist nur verschwunden, wie Athos.

Aber er kommt zurück, wie Athos.

* Treibende Musik *

Es ist völlig okay, dass du das glaubst.

Es ist gut, wenn man glauben kann.

Ich glaube nicht. Ich weiß es.

Lass ihn.

Alles, was ihm hilft, mit dem Verlust klarzukommen, ist gut.

Dann lebt er mit einem Fantasiebruder?

Er hat schon mit vielen Fantasien gelebt.

Aber nicht mit unserem toten Jungen.

* Karl schreit. *

Ich habe nichts falsch gemacht!

* Schreit. *

Ich habe nichts falsch gemacht!

* Reifen quietschen. *

Karl! Karl. Nein!

Karl, atmen, atmen. Bernd, Bernd, seine Medizin.

Ja, ja.

Hier, hier, hier.

Karl, Karl, es ist alles gut. Wasser noch.

Ja, hier, hier.

* Karl atmet hektisch. *

Vielleicht kannst du ja zeichnen, was da heute im Auto passiert ist.

Was hast du gesehen?

Was passiert da?

Ist das Kjell?

Aber das geht nicht.

Er ist nicht hier.

Wo ist er denn?

Alle sagen, er ist tot. Und was sagst du?

Ich habe nichts falsch gemacht. Ich weiß.

Nein, tust du nicht.

Ich will dir helfen, Karl.

Aber du glaubst mir nicht. Niemand glaubt mir.

Klar sagt sie, dass sie dir glaubt. Sie ist deine Therapeutin, Alter.

Dann darf sie nicht lügen.

Die lügen alle.

Das müssen die, sonst drehen wir durch.

Also, das denken die auf jeden Fall.

Du bist mein zweitbester, bester Freund. Du darfst nicht lügen.

Klar, darf ich lügen, ich mache es nur nicht.

Und woher soll ich das wissen?

Weil ich dein Freund bin, du Blödmann.

Also glaubst du mir, dass Kjell noch da ist? Irgendwo.

Ganz ehrlich, keine Ahnung.

Ich meine, wie soll das gehen?

Es gibt Menschen, die haben besonderes Fettgewebe.

So wie Robben oder Pinguine.

Ein Pinguin hätte es auf jeden Fall überlebt.

* Karl hustet. * (Ole) Und? Lebst du noch?

Wie lange?

Noch bist du überhaupt kein Pinguin!

Okay!

* Er hustet. *

Was macht ihr denn da? Pinguin-Test.

Karl?

Karl? Karl?

Karl!

Karl! Karl!

Karl!

Komm mal her. Komm mal her. Nein!

Komm schon, komm. Nein. Ich... Nein.

Ole, komm mal her. Ja.

Nicht bewegen.

Und? Kein Pinguin.

Kannst du bitte gehen. Er braucht Ruhe.

* Treibende Musik *

Bist du böse? Nein.

Ich habe nur furchtbar Angst um dich gehabt.

Ole hat nichts falsch gemacht. Okay.

Ich bin kein Pinguin. Nein.

Dann ist Kjell auch kein Pinguin.

Nein.

Das muss anders funktionieren.

Ohne Fett.

Jetzt nicht. Ich muss nachdenken.

* Treibende Musik *

Hey, Karl. Wieder aufgetaut? Ich war nicht gefroren.

Was machst du da?

Ich verstehe nicht, wie er das gemacht hat.

Was? Nicht sterben.

Glaubst du jetzt, dass er tot ist? Nein.

Es gibt drei Gründe, wieso Kjell nicht tot ist.

Ein Musketier stirbt nicht.

Er hat kein Goodbye-Selfie gemacht. Und er hat Athos zurückgebracht.

Punkt eins und drei gehören zusammen.

Ich verstehe nicht, wie er das gemacht hat.

Ist aber logisch. Ich war ja nicht dabei.

Du bist der beste Bruder, den man sich wünschen kann. Weißt du das?

Ich kann nicht dein Bruder sein.

Das sind Orte, an denen ich mit Kjell dieses Jahr war.

Wenn er vorbeikommt und ein Licht in meiner Lieblingsfarbe sieht,

weiß er, dass ich an ihn denke, und kommt zurück.

Und du glaubst, das funktioniert?

Hast du schon mal geangelt? Nee.

Das langweilt mich. Da passiert so wenig.

Man wirft den Köder aus.

Wenn der Fisch vorbeikommt, schnappt er ihn.

Warum er vorbeikommt, ist egal.

Und wenn er nicht da ist?

Irgendwann ist immer ein Fisch da.

Alter.

Das ist echt öde.

Aber Kjell ist ja auch kein Fisch.

Danke, dass wir das hier machen dürfen.

Kein Problem. Wie kommt ihr drauf, dass er lebt?

Weil er nicht tot ist. Ich muss ihn nur finden.

Wie beim Angeln. Man wirft den Köder dahin, wo der Fisch sein könnte.

Weil er da schon mal war. Das ist logisch, oder?

Aber warum glaubt ihr, dass sein Bruder schon mal hier war?

Einer für alle, alle für einen.

Das ist so ein Mantel- und Degen-Scheiß.

Hast du was zu essen?

Wir haben keine Zeit. Wir müssen weiter.

Ich komme regelmäßig vorbei und schaue, ob das Licht noch brennt.

* Ruhige Musik *

Hey, Karl. Du bist zu früh.

Es ist 19.28 Uhr. Ich werde erst 19.30 Uhr von dir abgeholt.

Du hast neulich gesagt,

ich soll mit deiner Musik sprechen, wenn...

wenn ich was wissen will über Kjell.

Das würde ich jetzt gerne tun.

Du kannst dich bestimmt erinnern, wann du die Playlist gestartet hast.

Ich merke mir alles. Ich bin viel schlauer als Kjell.

Ja, das stimmt. Zeigst du es mir?

Wenn ich dir helfe, bist du dann mein Freund?

Natürlich bin ich dein Freund.

Also, willst du nicht, dass ich weg bin?

Was redest du? Nein.

Ich glaube, du hast Kjell trotzdem lieber.

Aber das ist okay. Ich habe ihn auch lieber.

Ich habe euch beide gleich lieb. Das weißt du doch.

Helfe ich dir gerade? Äh, komm, komm.

Wo gehst du hin? Verdammt, beeil dich, Karl, komm.

Du kannst ihn nicht so drängeln.

Bin ich sein Vater oder du?

Du musst ihm sagen, wo ihr hingeht.

Ja. Wir gehen nach Hause. Wir gehen nach Hause.

Okay.

Wir sind fünf Minuten zu spät.

* Aufreibende Musik *

* Hektisches Atmen *

(Bernd) Es tut mir so leid.

(Charlie) Slip ham.

* Karl keucht. *

Du darfst dir nicht selber wehtun, Karl.

Papa und Jakob haben sich geschlagen.

Man darf auch keinen anderen schlagen.

Aber sie haben es gemacht.

Sie sind beide sehr verzweifelt.

Irgendwann ist Papa stolz auf mich. Wie auf Kjell.

(Dr. Tauber) Wie hast du dich gefühlt?

Ich weiß nicht.

Man darf sich nicht schlagen.

Aber es ist passiert.

Ich kann es wegmachen.

Du hast es nur versteckt.

Ich kann es löschen.

Aber in dir, da bleibt es immer da.

Alles, was wir erleben, ist wichtig.

Es macht uns zu dem, der wir sind.

Ich habe nichts falsch gemacht.

Wieso sagst du das?

Ich habe Kjell nicht geschlagen. Weil man das nicht darf.

Warst du sauer auf Kjell?

Ich weiß nicht.

* Schnieft. *

Ich will, dass Papa mich lieber hat als Kjell.

Und wie stellst du das an?

Ich darf nichts falsch machen.

(Dr. Tauber) Ich denke, dass der Streit zwischen Bernd und Jakob

etwas in ihm ausgelöst hat.

Irgendwie zieht er Parallelen zu sich und Kjell und dem Unfall.

Und was bedeutet das?

Ich bin mir nicht sicher.

(Frau) Du bekommst Muskelkater. - (Mann) Muskelkater gehört dazu.

(Dr. Tauber) Er vermisst Bernd.

Ja.

Hey.

* Treibende Musik *

Also echt. So geht das nicht. Das Licht ist schon wieder weg.

Was wäre denn los, wenn Ihr Sohn verschwunden wäre?

Haben Sie Kinder? Nein?

Sie sollten Kinder haben, dann würden Sie es verstehen.

Ist doch nicht schwer: Licht an, Kind dran.

Sie haben keine Stromkosten. - (Verkäuferin) Ist ja schon gut.

Was soll ich machen, wenn mir die Leute das abreißen?

(Ole) Die Leute sind blöde.

Also nicht behindert, sondern blöde.

Wir sind behindert, aber nicht blöde. Das ist besser, oder?

Machen Sie es von innen fest, dann kann es keiner klauen.

Außer, er bricht in den Laden ein.

Aber das wäre echt voll fies, und die Polizei würde den kriegen.

Du musst den echt gern haben.

Es geht so. Ich habe Karl gerne, der, der da nur rumsteht.

Ey, Karl. Wo gehst du hin?

Die Frau ist voll nett.

Hey, soll ich dich ein Stück mitnehmen?

Wohin? Wohin willst du denn?

Zu Kjell. Okay.

Du weißt, wo Kjell ist? Ja, klar.

Du lügst. Nein.

Du lügst. Niemand weiß, wo Kjell ist!

Hey.

* Bedrückende Musik *

Die wissen nicht, wo Kjell ist. Was?

In den Autos. Du bist doch in eines eingestiegen.

Ich habe dich gesehen. Am Busbahnhof.

Ich habe keine Zeit. Du kannst ihn nicht suchen.

Er muss uns finden. So wie Athos uns gefunden hat.

Ich muss rein.

Geht eine Frau zum Bäcker, sagt: "Ich will drei Brötchen."

Der Bäcker: "Normale?" Die Frau: "Nein, behinderte."

Verflucht, Jakob. Wie kannst du Fotos von der Waffe machen?

Wieso? Die ist doch Teil von alledem.

Mit ihr hat alles angefangen.

Was machst du denn als Nächstes? Weiß ich nicht, keine Ahnung.

Ich will, dass das alles endlich mal aufhört.

Ich will Frieden. Ich will Frieden mit meinem Bruder.

Ich will Frieden mit mir. Ich will Frieden mit was weiß ich.

Wenn du Jonas die Waffe gibst ...

wird er uns alles wegnehmen, was wir noch haben.

* Geheimnisvolle Musik *

* Musik läuft weiter. *

Man darf Geheimnisse haben, oder?

Wieso fragst du das?

Ja oder nein?

Ich glaube, jeder hat Geheimnisse.

Hast du auch Geheimnisse? Ein paar.

Und Papa?

Ich denke schon.

Jakob auch?

Wieso fragst du das?

Er und Papa dürfen sich nicht umbringen.

Wie kommst du denn da drauf?

Das würden sie nie tun.

Jakob ist Papas Freund. Sie haben nur Streit.

Du hast doch auch schon mal Streit gehabt mit ...

Kjell oder mit Emile.

Oder mit Ole.

Wenn ich alles richtig mache, kommt Papa dann wieder?

Du hast nichts falsch gemacht.

Kjell kommt auf jeden Fall wieder, wenn ich alles richtig mache.

Und dann machen wir ein Selfie.

Du darfst nicht drauftropfen.

* Bedrückende Musik *

Wer sind die beiden?

D'Artagnan und Athos.

Was machen sie?

Sie streiten.

Worüber?

Ist es okay, sich zu streiten?

Nein, ist es nicht.

Er muss immer für mich da sein. Immer.

Und jetzt ist er einfach weg.

* Dramatische Musik *

* Bedrohliche Musik *

Das war gut.

Das hat Spaß gemacht. Warst richtig gut heute.

Kommst du jetzt zurück?

Das ist nicht so einfach, Karl.

Mama und ich, wir sind gerade nicht so gut miteinander und ...

mit Jakob...

Bringt ihr euch um?

Nein, natürlich nicht, wir sind ja Freunde.

Aber ihr habt euch geschlagen.

Ich war wütend auf Jakob, weil er mir nicht die Wahrheit sagt.

Was auf dem Schiff wirklich passiert ist.

Bist du wieder sein Freund, wenn er dir die Wahrheit sagt?

Ich weiß nicht.

Das kommt auf die Wahrheit an.

Manchmal kann man hinterher nicht mehr Freunde sein.

Willst du mich verarschen, Bernd?

Wieso bauen deine Eltern so eine Scheiße?

Oder schickst du sie vor, weil du zu feige bist?

Du darfst nicht so mit Papa... Jetzt nicht!

Deine Eltern sind Hinterwäldler,

die noch nie verstanden haben, wie wir hier leben.

Jetzt können sie alles kaputtmachen, und du schaust zu!

Wo ist mein Kakao? Karl, einen Moment!

Wie willst du denn den Dreck unseren Freunden erklären?

Sag mir das oder sind die dir inzwischen scheißegal?

Ich brauche jetzt meinen Kakao...

Du bist Teil der dänischen Minderheit.

Ich darf nicht zu spät... Karl!

Ich darf nicht zu spät kommen! Ich darf nicht...

Karl, sch. Karl.

Ich darf nicht...

Heute machen wir Turbo. Kriegst du das hin?

Ja?

Hey, was ist denn da los, hm? Erzähl mal.

Geht weg. Geht weg. Ihr dürft das nicht.

* Karl schreit. *

* Stimmengewirr *

* Karl schreit. *

Komm her, komm jetzt runter.

Hey, Karl, was macht ein Mann ohne Beine?

Sackhüpfen. Kann ich runterkommen?

Ja.

Hey, du bist doch der Spast, der mit Cecile abhängt.

Ich bin kein Spast, ich bin Autist.

Na, umso besser. Kannst dir gut Sachen merken, hm?

Woher hat denn Cecile auf einmal so viel Geld?

Lass ihn in Ruhe. Wir wollen nur das Licht...

Scheiß auf dein Licht.

Geh weg. Hm?

Was? Geh weg!

Hey, lass ihn in Ruhe, du Arsch.

Das darfst du nicht. Einer für alle.

Seid ihr behindert, oder was?

(Junge 1) Hey! Hey! - (Junge 2) Hey!

(Ole) Komm. Karl, komm. Renn, renn, renn, renn.

Er ist weg. Ja, wir haben sie abhängt, die Loser.

Er ist weg. Athos ist weg.

Ich muss zurück, ihn finden.

Athos ist weg! Nein! Hallo, bist du irre?

Ich muss ihn finden! Was ist, wenn die noch da sind?

Ich muss ihn finden! Er ist weg!

Nichts geht verloren, nichts geht verloren.

Nichts geht verloren.

Nichts geht verloren.

Nichts geht verloren.

Nichts geht verloren.

Nichts geht verloren. Nichts geht...

Nichts geht verloren.

Nichts geht verloren.

Oh Gott, alles okay?

Ich muss... ich muss Athos finden, sonst kommt Kjell nicht zurück.

Nichts geht verloren. Nichts geht verloren.

Er ist weg. Ich bin schuld.

Kjell kommt nicht mehr zurück. Er ist weg.

Du bist nicht schuld. Doch.

Man darf sich nicht schlagen.

Er ist weg. Ich bin schuld. Er ist weg.

* Unruhige Musik *

Du musst immer für mich da sein.

Du musst... du musst immer für mich da sein.

Du musst immer für mich da sein.

* Musik läuft weiter. *

Karl, spinnst du? Komm mit.

Wieso? Kjell, er lebt.

Karl, hör endlich auf damit. Er hat Athos zurück...

Lass mich in Ruhe, ich will das nicht mehr hören.

Wie kannst du so etwas sagen?

Du hast Sex mit ihm gehabt, du musst für ihn da sein.

Wenn man Sex hat, dann liebt man sich.

Karl. Karl, bleib stehen! Karl!

Ich habe nicht mit ihm geschlafen. Hör auf, das zu erzählen.

Ihr habt Sex gehabt, und jetzt kommt er nicht zurück.

Halt die Fresse. Sei still!

Ihr habt euch in den Mund gespuckt und dann Sex gehabt.

Hier, ich hab's gefilmt.

Du bist krank! Du Vollspast!

Du Perverser!

Du bist pervers! Lass mich gehen! Lass!

Gib es her! Hey.

Beruhigt euch, beruhigt euch.

Hört auf, beide. Hör auf, Mann. Hör auf.

Was ist denn los? Karl?

Alles gut, Sabine. Ich habe ihn. Alles gut.

Ich bin doch dein zweitbester, bester Freund, oder?

Egal, was ist, erzähl nichts über Sille und Kjell.

Okay? Du glaubst mir, dass sie Sex...

Pst. Du glaubst mir, dass sie Sex gehabt haben?

Ja, ich glaube dir. Aber das ist ein Geheimnis, okay?

Ja? Ja.

Sille glaubt, ich lüge. Aber ich habe Athos wieder.

Und Kjell hat ihn mir gebracht. Diese Nacht.

* Mysteriöse Musik *

Du bist böse. Ich werfe dein Kajak weg.

(Kjell) Karl! Hör auf!

Karl, hör auf. Lass das, du Spast.

Ich bin kein Spast.

Karl!

Karl!

Karl!

Karl!

* Musik läuft weiter. *

(Emile) Karl.

Ich bin schuld. Ich bin schuld.

Alles gut. Ich bin schuld.

Bleib ruhig. Ich bin schuld. Ich bin schuld.

(singt) Ich habe nichts falsch gemacht.

Ich habe nichts falsch gemacht.

Ich habe nichts falsch gemacht.

Auf einmal erzählt er diese Geschichte,

wie er mit Kjell gestritten hat.

Und er wäre ins Wasser gefallen und...

Er ist kein bisschen traurig oder...

Er glaubt, dass Kjell lebt.

Deswegen macht ihm die Geschichte keine Angst mehr.

Das ist gut. Das ist doch nur eine Fantasie.

Kjell ist tot und Karl...

Einer für alle und alle für einen.

Ich weiß nicht mal, ob es wahr ist, was er da erzählt.

Ich glaube, dass das die Wahrheit ist,

die er vor sich selbst versteckt hat.

Jetzt hat er keine Angst mehr davor.

Dann ist er...

Er hat niemanden zu Hilfe gerufen, als Kjell über Bord gefallen ist.

Wie gehe ich damit um, wenn... wenn ihm das voll bewusst wird?

...immer für mich da.

Und wenn er merkt, dass Kjell...

Ich bin immer für Kjell da.

Dass er nicht zurückkommt.

Alle für einen.

Du musst nicht böse sein, Papa. Es ist alles gut.

Nichts geht verloren.

Das ist die Wahrheit, die du immer gesucht hast.

Karl hatte solche Angst vor ihr,

dass er sie völlig ausgeblendet hat.

Was machen wir jetzt? Ich weiß es nicht.

Du musst nicht weinen, Papa.

Jetzt finden wir Kjell. Die Wolke ist weg.

Ich habe Angst davor, wenn Karl merkt,

dass Kjell doch nicht wiederkommt.

Wenn die Schuld zuschlägt.

Wir... wir schaffen das.

Wir?

Ich war bei Jakob im Krankenhaus. Ich will, dass...

Kommst du jetzt wieder zurück nach Hause?

Erst kommst du zurück und dann Kjell.

* Bedrückende Musik *

Hey, Karl. Kommst du?

Wir sitzen alle zusammen. Zum ersten Mal.

Ich habe keine Zeit.

Wir wollen feiern, dass Papa und Jakob nicht mehr streiten.

Und dass Jakob aus dem Krankenhaus raus ist.

Ich muss den Ort finden.

Welchen Ort?

Wo ich Kjell finde.

Glaubst du wirklich, dass es wieder gut werden kann?

Ich weiß nicht.

Wir müssen neu anfangen.

Vielleicht ist jetzt der richtige Moment. Nein. Nein.

Bernd und Charlie... Auf keinen Fall.

Sabine, hörst du? Auf keinen Fall.

Sille...

Jakob.

Die waren ein Paar.

Sille und Kjell.

Bernd hat Briefe gefunden.

So findest du ihn nicht.

Du musst die Orte mehr eingrenzen. Das habe ich.

Nur noch Orte mit Trefferquote von über 60 Prozent.

Das sind trotzdem zu viele. 70 Prozent?

Nein, ich meine... Schwenk mal nach links.

Ich meine, einen Ort. Ein Gebiet.

Das sind 100 Prozent.

Mathematisch ist das nicht möglich. Scheiß doch mal auf Mathe.

Guck mal, wo würde sich Kjell verstecken?

Warum soll er sich verstecken? Weil er nicht hier ist.

Also versteckt er sich. Und wo versteckt man sich?

Wo einen keiner findet. Wo einen keiner sucht.

Also, gibt es einen Ort, den nur du und Kjell kennen?

* Kuckuck ruft. *

Ja? Ole hier.

Ja, der ist bei mir.

Ja, genau. Solitude.

Okay, alles klar. Okay, ich sag's ihm.

Bild. Okay, tschüss. Tschau.

Bild. Deine Mutter, Alter.

Die hat uns voll auf dem Schirm, so NSA-mäßig.

Die hat auf ihrem Handy gesehen, wo wir sind.

Du sollst nicht so weit weg von zu Hause, ohne Bescheid zu sagen.

* Bedrückende Musik *

* Treibende Musik *

Karl. Wir wollen uns verabschieden.

Okay.

Jakob stellt die Kjell-Skulptur in London aus.

Ich weiß nicht, ob Kjell das gut findet.

Er ist ja nicht tot.

* Treibende Musik *

* Geheimnisvolle Musik *

* Brummen *

Soll ich nicht doch mitkommen?

Du fährst zurück und lässt dein Handy an.

Dann kann meine Mutter dich anrufen und ist beruhigt.

Ich mache mein Handy aus. Dann weiß sie nicht, wo ich bin.

Wir können also nicht telefonieren.

Und wenn du Hilfe brauchst?

Ich bin nicht allein.

Ja, und wenn einer Stress will.

Ich kann mich wehren.

Fuck.

* Bedrohliche Musik *

* Musik läuft weiter. *

Nein! Nein!

Nein!

Ah, ah.

Ah.

Ah.

* Er schreit. *

* Geheimnisvolle Musik *

* Knacken *

* Musik läuft weiter. *

(Kjell) Karl, stopp, stopp! Hör auf, hör auf! Ich bin's!

Bist du alleine?

Ich habe deine Drohne gehört. Hast du die Hütte gesucht?

Komm, ich führe dich hin.

Du hast deine Haare angemalt.

Gefällt mir.

Wo hast denn du die Waffe her?

Wie alt waren wir, als wir uns hier versteckt haben?

Zusammen zwölf. Warst du die ganze Zeit hier?

Nein.

Es tut mir leid, Karl.

Nicht so schlimm.

* Schniefen *

Das war gefährlich, da draußen alleine durch den Wald zu laufen.

Bist du böse? Nein.

Du musst nicht immer für mich da sein.

Du bist der Einzige, der mich gesucht hat.

Nichts geht verloren.

Nichts geht verloren.

Kommst du nach Hause?

Zu Hause ist es schöner.

Und da ist Cecile.

Es ist kein Geheimnis mehr, dass ihr Sex hattet.

Alle wissen es.

Was? Ja.

Papa hat es allen erzählt.

Ich habe nichts falsch gemacht.

Papa? Ja, er hat Briefe gefunden.

Du musst ein Selfie machen.

Kjell?

Karl.

Ich komme nicht mehr nach Hause.

Goodbye-Selfie.

Du musst ein Goodbye-Selfie machen.

Dann ...

kannst du machen, was du willst.

* Bedrückende Musik *

"Um Himmels willen, Karl, wo steckst du?

Karl?"

Die kannst du haben.

Ich glaube, ich bin kein guter Schütze.

"Mit wem redest du, Karl? Karl?

Sag doch was." Nichts geht verloren.

* Geheimnisvolle Musik *

* Auto nähert sich. *

* Musik verklingt. *

Verdammte Scheiße, Karl, sag was.

Was hast du dir gedacht? Lass uns kurz red...

Nein, äh, Biene, ich will das wissen.

Wir waren krank vor Sorge. Weißt du das, Karl?

Dein Handy war aus, wir haben gedacht, du bist weg.

So wie Kjell.

Warst du traurig?

Ja, war ich.

Weil ich dich so furchtbar lieb habe.

* Treibende Musik *

Ihr müsst nicht traurig sein.

Kjell ist nicht weg.

Er hat ein Selfie gemacht.

* Musik läuft weiter. *

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2021

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