All language subtitles for tod.von.freunden.S01E03

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Original subtitles

Jakob Jensen Karl Küster

* Mysteriöse Musik *

* Mysteriöse Musik läuft weiter. *

Hey.

Hey.

(Charlie) Danke, dass du gekommen bist.

Ich muss dir was sagen.

Wir haben dich angelogen.

Jakob und ich.

Mit dem Unfall.

* Düstere Musik *

* Jakob auf Dänisch *

Charlie.

Ich hätte bei meinem Sohn sein müssen, als er mich gebraucht hat.

Stattdessen habe ich mich auf meine Freunde verlassen.

Aber Freundschaft ohne Wahrheit ist wie ein Boot ohne Steuer.

* Singen auf Dänisch. *

* Nachdenkliche Musik *

* Dumpfes Wasserrauschen *

* Musik läuft weiter. *

Karl schläft.

Zum ersten Mal seit...

Danke.

Ich weiß, wie schwer das heute für dich war.

Aber es war wichtig für Karl.

Für uns alle.

Ich weiß nicht, ob ich das kann.

Was?

Verzeihen.

Weitermachen.

Wir schaffen das.

* Polizistin auf Englisch *

Und dann hat die mich einfach rausgeschmissen.

"Was erwartest du? Die ist Dänin.

Wenn du wirklich wissen willst, was passiert ist,

musst du Jakob verklagen.

Am besten vor einem deutschen Gericht.

Die Dänen halten zusammen, wenn es gegen uns Deutsche geht."

Papa, Jakob verklagen, weißt du, was das bedeutet?

"Was willst du machen, wenn er dich anlügt?"

Ich weiß nicht, ob er lügt.

"Du hast gesagt, dass was nicht stimmt."

Ich habe es gesagt, aber...

Ich kriege es irgendwie nicht zu greifen.

"Du musst die Wahrheit rausfinden. Das bist du Kjell schuldig.

Ich weiß, dass Sabine das anders sieht.

Sie denkt an Karl und an das, was ihr euch da aufgebaut habt.

Aber ich frage dich: Ist das mehr wert als die Wahrheit?

Und egal, wie tief eure Freundschaft vielleicht ist,

am Ende ist sich jeder selbst der Nächste.

Du denkst viel zu viel an alle anderen.

Das mit der dänischen Minderheit

hast du doch nur wegen Sabine gemacht.

Und jetzt schau, wie dich die Dänen behandeln."

Alles okay? - Ja.

Es ist kompliziert.

Eigentlich müssten wir hier an dieser Stelle

noch einen Pfeiler in den Fluss stellen.

Aber dann ... ja, ist der ganze Entwurf im Eimer.

Ich muss das alles noch mal durchrechnen.

Haben sich die Amis schon gemeldet? - Noch nicht.

Mach dir keine Sorgen, ich kriege das schon hin.

Ich mache mir aber Sorgen.

Du musst dich mal ausruhen. Schlafen.

Ich kann nicht schlafen, Charlie.

Nicht, solange...

Verdammt, wie konnte das passieren?

Charlie, das will einfach nicht in meinen Kopf.

Hi.

Wo kommt die her?

Lag unterm Sofa.

Weißt ja, wie Kjell überall seine Sachen hat rumliegen lassen.

Weißt du noch, wie Jakob den Kindern die Figuren geschenkt hat?

Mhm. Und wie sie die geliebt haben?

"Einer für alle, alle für einen."

Vielleicht bringst du sie Karl

ins Gartenhaus für seinen Kjell-Schrein.

Kannst ihn gleich zum Essen holen.

* Melancholische Musik *

Karl, schau mal, was Mama unter dem Sofa gefunden hat.

Kjell war so ein Chaot. Er hat das nicht mal gemerkt.

Nichts geht verloren.

Ich habe recht gehabt. Nichts geht verloren

Wie meinst du das? Was geht nicht verloren?

Erst geht Jakob ...

aber er kommt wieder.

Dann geht Charlie, aber sie kommt wieder.

Dann geht Kjell, aber Athos kommt wieder.

Mama hat den unterm Sofa gefunden.

Natürlich hat sie das. Nichts geht verloren.

Komm essen.

Erst Jakob, dann Charlie.

Dann Kjell mit Athos.

Erst Jakob, dann Charlie, dann Kjell mit Athos.

Aber er kommt wieder.

Erst Jakob, dann Charlie, dann Kjell mit Athos, aber...

Karl, warum sagst du das?

Du hast doch geschlafen.

Und erst ging Charlie.

Und dann war Jakob abgelenkt und...

und dann ist Kjell über Bord gefallen, hm?

Jakob war der Skipper. Ich habe nichts falsch gemacht.

Hast du was gesehen?

Ich habe nichts falsch gemacht.

Ich habe nichts falsch gemacht. Ich... ich hab...

Was hast du gesehen, Karl? Ich habe nichts falsch gemacht.

Weißt du, was auf dem Boot passiert ist? Nein, nein, nein!

Weißt du, was passiert ist? Nein!

Lass mich in Ruhe! Hast du was gesehen, Karl?

Karl! Nein. Lass mich los.

Kjell ist mein bester, bester Freund. Du nicht. Du bist böse.

Karl. Du bist nicht immer für mich da.

* Karl schreit auf, Bernd stöhnt. *

Was hast du dir dabei gedacht?

Karl ist völlig durcheinander. Das tut mir leid.

Er hat versucht, sich wehzutun.

Das hat er zuletzt vor fünf Jahren getan. Ist es das wert?

Sag, ist es das wert?

Karl, Karl, Karl. Es geht immer nur um Karl.

Er hat etwas gesehen, Biene. Das kann dir doch nicht egal sein.

Er hat irgendwas gemurmelt,

und du machst daraus, was du hören willst.

Karl sagt, er hat nichts gesehen.

Und Jakob hat die Verantwortung übernommen!

Ich meine, was willst du denn noch? Ich will die Wahrheit, Biene!

Das ist das Einzige, was uns noch bleibt.

Glaubst du, Jakob hat das absichtlich getan? Nein.

Dann hör auf damit.

Und lass Karl in Ruhe.

Der hält das nicht aus. Deinen Druck.

Deine Wut.

Wir halten das nicht aus.

Und nichts davon bringt Kjell zurück.

* Musik über Kopfhörer *

(Emile) Coach.

Weißt du, wie wir angefangen haben, an diesem Boot zu arbeiten?

Ich will, dass das irgendwann wieder möglich ist.

Du hast versucht, an die Protokolle der Unfallsuntersuchung zu kommen.

Die Beamten in Sonderburg haben mich gefragt,

ob ich zustimme, dass du sie liest.

Hier.

Ich habe es für dich fotokopiert.

Das sind die Aussagen von allen und das Ergebnis der Untersuchung.

Ich bin schuld am Tod von Kjell.

* Mysteriöse Musik *

* Musik läuft weiter. *

* Musik läuft weiter. *

* Musik läuft weiter. *

* Musik läuft weiter. *

* Musik läuft weiter. *

* Donnergrollen *

(Charlie) Also, ihr habt drei Tage für euch.

(Bernd) Ich weiß. - (Charlie) Kriegst du das hin?

(Bernd) Ja, das schaffe ich.

Die Amis wollen langsam wissen, wo wir stehen.

Jetzt mach dir keine Sorgen, ich kriege es hin.

* Spannungsvolle Musik *

* Tastentöne *

* Musik läuft weiter. *

Scheiße.

* Musik läuft weiter. *

* Auf Englisch *

* Musik läuft weiter. *

(Bernd) Hey, Karl. Du bist zu früh.

Es ist 19.28 Uhr. Ich werde erst 19.30 Uhr von dir abgeholt.

Das stimmt.

Halb so schlimm, hm?

Dann warte ich solange.

Was machst du? Alle Lichter sind auf Position.

Wie lange willst du das noch machen mit den Kjell-Lichtern?

Bis Kjell zurückkommt. Er kommt wieder. Ganz bestimmt.

Er hat nicht "Goodbye" gesagt und kein Selfie gemacht.

Kjell macht immer ein Goodbye-Selfie.

Und Athos ist zurückgekommen. Karl ... entschuldige.

Entschuldige, Karl.

Du hast kürzlich gesagt, ich soll mit deiner Musik reden wegen Kjell.

Das würde ich gerne tun.

Meinst du, deine Musik weiß was über den Unfall?

Ich weiß nicht. Jakob war der Skipper.

Ich habe nichts falsch gemacht.

Nein, nein. Natürlich nicht.

Du hast ja geschlafen.

Ich habe gesagt: "Meine Augen waren zu."

Dann hast du gar nicht geschlafen?

Jakob war der Skipper.

Er weiß, was passiert ist. Ich war bei meiner Musik.

Was hast du denn gehört?

Gut-tu-Playlist 34. Track 7, Minute 2.32.

Dann war dieser Track 7 dabei, als Kjell über Bord ging?

Karl.

Du kannst dich doch bestimmt noch erinnern,

wann du die Playlist gestartet hast?

Natürlich. Ich merke mir alles.

Ich bin schlauer als Kjell. 22.49 Uhr.

Kann ich sie mal sehen?

Wenn ich dir helfe, bist du dann mein Freund?

Du, jetzt ist gerade schlecht. Können wir später sprechen?

Ich will jetzt mit dir reden.

Bernd, Sille ist mit Drogen an der Grenze erwischt worden.

Das ist mir egal. Wir reden jetzt.

Draußen oder hier, das kannst du dir aussuchen.

Du sagst mir jetzt, was in dieser Scheißnacht

auf diesem Scheißboot wirklich passiert ist.

Bernd.

Bernd, was soll das hier?

Bernd, ich habe dir doch alle Protokolle gegeben.

Du hast mich genauso angelogen wie die dänische Polizei.

Ich weiß, wann Kjell über Bord gegangen ist. 23.17 Uhr.

Ganze fünf Minuten, bevor euer erster Funkspruch raus ist.

Zehn Minuten, bevor ihr überhaupt den "Distress Button" gedrückt habt.

Bernd, Bernd, was soll das hier? Ruhig, ruhig.

Ihr habt noch nicht mal die Rettungsboje rausgeworfen,

als mein Junge über Bord gegangen ist.

Ihr seid einfach weitergesegelt! Ihr seid einfach weitergesegelt!

Bernd, Bernd, das ist nicht wahr.

Wir haben Kjell nicht gesehen.

Ach, Bullshit! Warum hast du die Route im Plotter gelöscht? Warum?

Damit man nicht sehen kann, dass du weitergesegelt bist?

* Karl schreit. *

Karl, was ist los? Wo ist Papa?

Ich habe Papa geholfen, aber er hat mich angelogen.

Er ist nicht mein Freund.

Du willst die Wahrheit? Gut, dann kriegst du die Wahrheit!

Du Arschloch!

Kjell ist aufs Vorschiff.

Weil du die Scheißkajaks so schlampig befestigt hast.

Und weißt du was?

Er war auf Drogen.

Kjell hat Pillen genommen.

Wahrscheinlich war er high, als er ins Wasser gefallen ist.

Oder er ist gesprungen. Aber ich weiß es nicht.

Karl, Karl, Karl.

* Bernd stöhnt. *

Ich will, dass ihr mitkommt nach Flensburg in die Firmenwohnung.

Ich habe Karl Triazolam gegeben.

Damit er nicht völlig durchdreht.

Triazolam.

Ist dir eigentlich klar, was du hier anrichtest?

Und dir? Ist dir eigentlich klar, dass Jakob uns angelogen hat?

Das war kein Unfall. Das war grob fahrlässig.

Der hat Kjell ertrinken lassen. Das ist doch Irrsinn.

Du beschuldigst Jakob aufgrund von Karls Playlist?

Es passt eine Menge nicht zusammen,

aber nach Karls Liste macht endlich alles einen Sinn.

Das glaube ich nicht.

Auf keinen Fall.

Jakob hat Kjell niemals einfach ertrinken lassen.

Was macht dich da so sicher? Weil...

Hm?

Er ist unser Freund.

Er hätte sein Leben für Kjell gegeben.

Mach die Augen auf, Sabine. Mach die Augen auf.

Der hat uns angelogen. Er ist garantiert nicht mehr unser Freund.

Und jetzt bitte, komm mit mir mit.

Lass uns zusammen nach Flensburg gehen in die Wohnung.

Wir bleiben da, bis wir endlich wissen, was wirklich passiert ist.

Nein, hier ist unser Zuhause.

Und ich werde mich nicht gegen unsere Freunde stellen,

sondern das mit ihnen klären.

Außerdem braucht Karl seine Umgebung. Gerade jetzt.

Ist das dein Ernst?

Karl würde es in der Wohnung in der Stadt nicht aushalten.

Dann holen wir uns Hilfe.

Wenn dir Karl irgendetwas bedeutet, dann zerstöre nicht seine Welt.

Schlimm genug, dass du ihn benutzt hast,

um Jakob einen weiteren Fehler nachzuweisen.

Es geht nicht um irgendeinen Fehler.

Es geht darum, was wirklich passiert ist.

Was ist mit Kjell wirklich passiert? Du wirst es nie wissen.

Weil niemand es gesehen hat.

Niemand weiß, ob er ins Wasser gefallen oder gesprungen ist.

Ob er unter Drogen war vielleicht.

Unser Junge hat Drogen genommen.

Wessen Schuld ist das? Meine, Bernd.

Greifst du als Nächstes mich an? Komm zur Vernunft.

Komm, Sabine.

Nichts ... von dem, was du tust, macht irgendwas besser.

Siehst du das nicht?

Kjell ist tot.

Karl ist am Leben.

Der braucht das alles hier, was du gerade zerstörst.

Dir geht's doch gar nicht um Karl.

Du hast Angst, deine Freunde zu verlieren. Dein kleines Paradies.

Das war immer viel wichtiger als alles andere.

Du bist so was von selbstgerecht in deiner Scheißwut.

Ich will einfach nur die Wahrheit. Wo es denn deine Wahrheit? Hm?

Glaubst du, ich sehe nicht, was wirklich mit dir los ist?

Du schlägst doch nur um dich,

um deinen eigenen Scheiß nicht zu fühlen.

Hier liegt dein anderer Sohn.

Du kannst ihn nicht mal ansehen.

Sei doch mal ehrlich.

Wärst du genauso außer dir,

wenn Karl gestorben wäre, nicht Kjell?

* Ruhige Musik *

* Musik läuft weiter. *

* Mysteriöse Musik *

* Musik läuft weiter. *

* Musik läuft weiter. *

(Emile) Coach.

Emile, was ist los? Warum bist du nicht umgezogen?

Ist es wegen deinem Vater?

Das hat nichts mit uns beiden zu tun.

Kjell war dein bester Freund. Willst du nicht wissen, was passiert ist?

Bernd, Bernd, Bernd.

Dein Onkel ist in der Stadt. Jonas.

Ist das nicht seltsam?

Kaum ist er in der Stadt, habt ihr mit Drogen zu tun.

Okay.

* Rockmusik *

Geht's dir gut? - Ja.

Muss doch ein Fest für dich sein, uns so am Arsch zu sehen.

Bist du deshalb zurückgekommen? Aus Rache?

Frag dich lieber, wieso ich weggegangen bin.

Jonas?

Hast du meinem Jungen Drogen gegeben?

Fick dich.

Wenn ich das rauskriege,

dann bringe ich dich um.

* Türklingel *

Schickt er dich? - Nein.

Darf ich reinkommen?

Was willst du jetzt machen?

Keine Ahnung.

Hm?

Seltsam, oder?

Wir haben immer so getan, als wären wir eine Familie.

Dabei sind wir nicht mal Freunde. - Doch, sind wir.

Nein, Freunde lügen sich nicht an.

Es sind nicht alle so perfekt wie du.

Was willst du mir damit sagen, Charlie?

Dass ich keiner von euch bin?

Dass ich nicht dazugehöre? Das wusste ich schon lange.

Du bist so verbohrt wie damals, als du dachtest,

Sabine hätte wieder was mit Jonas.

Dabei war da gar nichts.

Aber du musstest erst mal alles niederbrennen.

Ich habe Sabine gezeigt, dass ich mich nicht verarschen lasse.

Genauso wenig wie von deinem Mann.

Kommst du wieder in die Firma? Ich brauche dich da.

Weiß ich nicht.

Ich kann nicht einfach so weitermachen,

als wäre nichts passiert, Charlie.

Solange dein Mann mir offen ins Gesicht lügt.

Rede doch mit ihm. Bring ihn dazu, mir die Wahrheit zu sagen.

Was hat denn unsere Firma damit zu tun?

Auf welcher Seite stehst du? - Ich lasse mich nicht erpressen.

Du, nenn das, wie du willst.

Solange ich nicht weiß, was auf dem Boot passiert ist,

komme ich nicht zurück.

Okay. Alles klar.

Dann gehe ich davon aus,

dass du mit allen Entscheidungen, die ich treffe, einverstanden bist.

Dir gehören 51 Prozent der Firma. Mach, was du willst. Machst du eh.

* Er schreit. *

* Raue Musik *

* Er stöhnt schmerzerfüllt. *

(Opa Küster) "Ich habe mich mal schlaugemacht.

Du kannst die Sache vor Gericht bringen.

Vielleicht sogar vor ein deutsches. Das prüfe ich gerade.

Dann müssen alle unter Eid aussagen.

Wobei Ehefrau und Kinder des Beklagten

nicht gezwungen werden können.

Also läuft es auf die Indizien hinaus.

Und vor allem auf die Aussage von Karl.

Steht er das durch?"

(Dr. Tauber) Es wäre verheerend für Karl vor Gericht.

Sein ganzer therapeutischer Prozess wäre...

Aber er weiß was. Er weiß irgendwas.

Vielleicht ist es aber auch nur eine Fantasie,

um das Trauma zu verarbeiten.

Eines ist klar, Bernd. Kjells Tod hat ihn komplett traumatisiert.

Wenn er vor Gericht darüber sprechen müsste,

dann kann ihn das völlig aus der Bahn werfen.

Das gibt's doch nicht.

Dann kann ich überhaupt nichts machen.

Ich muss doch irgendwas machen können.

Ich weiß noch, wie ihr das erste Mal bei mir wart mit Karl.

Und du immer gesagt hast:

"Mein Sohn ist doch nicht behindert."

Dann habt ihr ihm diese Welt geschaffen. Und euch natürlich auch.

Willst du das wirklich aufs Spiel setzen?

Ich will die Wahrheit.

Ich brauche sie. Ist das so schwer zu verstehen?

Ich verstehe dich, Bernd. Ich verstehe dich absolut.

Aber gibt es nicht noch einen anderen Weg?

Wenn du so weitermachst, gehst du vor die Hunde.

Das sage ich dir als Therapeutin und als Freund.

Und du wirst Karl verlieren.

Weil er deine ganze Wut und deinen Schmerz auf sich bezieht.

Ich mache Karl keine Vorwürfe. Jakob...

Darum geht es nicht, Bernd.

Deine Wut schützt dich davor, Kjell wirklich loszulassen.

Und sie hindert dich daran, um deinen anderen Sohn zu kämpfen.

Der ist nämlich genauso traurig und verloren wie du.

Und kann es ebenso wenig zeigen.

Bernd.

Lass los.

Tu's für Karl. Du liebst ihn doch.

Ich weiß doch, dass du ihn liebst.

* Nachdenkliche Musik *

(Opa Küster) Wieso sprichst du Dänisch im Training,

die können doch Deutsch?

Weil es ein dänischer Ruderklub ist,

und weil ich Mitglied der dänischen Minderheit bin.

Das habe ich nie verstanden.

Wie kann ein Deutscher zur dänischen Minderheit gehören?

Ich finde, du solltest da austreten,

so wie die Dänen dich behandelt haben.

Ich habe mich damals dafür entschieden,

wegen Sabine, wegen der Kinder.

Und inzwischen gehöre ich dazu. - Tust du nicht.

Wenn Spitz auf Knopf geht, bist du immer der Fremde.

Und wenn du keinen Druck machst, wirst du nichts erreichen.

Ich habe mir überlegt, dass man auch über die Presse sehr viel...

Ja, genau, Papa. Bloß nicht. Auf gar keinen Fall.

Ich bin froh, dass die uns bisher in Ruhe lassen.

Was willst du dann machen? - Weiß ich nicht.

Reden wir über was anderes? - Jetzt wird erst mal gegessen.

Komm, Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast.

* Türsummen *

Hey.

Hast du einen Moment?

Meine Eltern sind gerade da.

Hallo, Kurt, ich wollte nicht stören.

(Opa Küster) Wir sind beim Essen. - Willst du mitessen?

Danke, nein, ich...

Kannst du kurz rauskommen? Bin gleich wieder da.

Sie hassen mich. Haben sie immer schon.

Ach, Quatsch. Die sind...

Ein einziger Vorwurf. Das sind sie.

Fanden schon immer scheiße, wie wir leben und jetzt ...

ist das der Beweis, dass sie recht hatten.

Jonas ist in der Stadt.

Hast du das gewusst? Ja.

Ich hatte Angst, dass du irgendeine Dummheit machst.

Schön, dass du mir so vertraust.

Es hat nichts mit Vertrauen zu tun, sondern damit, wie du eben bist.

Mhm.

Was, wenn er es war, der die Kinder mit Drogen versorgt hat?

Suchst du immer noch einen Schuldigen?

Wie wäre es damit?

Ich weiß von euren Amerikaplänen.

Jakob hat es mir erzählt.

Deswegen hatte er Streit mit Charlie auf dem Boot.

Hat nicht aufgepasst.

Vielleicht hättet ihr beiden das mal vorher

mit Jakob und mir besprochen.

Dann hätte es diesen verdammten Segeltrip

so überhaupt gar nicht gegeben.

Wo fängt sie jetzt an, deine Scheißschuldkette?

Bist du gekommen, um mir das zu sagen? Nein.

Um dich daran zu erinnern, dass du noch einen Sohn hast.

Egal, wie sehr du dir wünschst,

dass Kjell statt ihm überlebt hätte.

Ich kann mit den anderen zusammen auffangen, dass du weg bist.

Das kennt er ja, wegen der Arbeit.

Aber er glaubt, dass du wütend auf ihn bist.

Dass er was falsch gemacht hat.

Dabei wollte er dir nur helfen.

Damit du endlich mal stolz auf ihn bist.

Ich weiß nicht, ich...

Vielleicht kannst du an der Schule vorbeigehen

und Kjells Sachen abholen.

Ich habe alle Formalitäten erledigt, aber seine Sachen...

Das packe ich nicht.

Biene. Biene...

Wann wolltest du mir eigentlich von euren Amerikaplänen erzählen?

Ist doch überhaupt noch nichts entschieden. Was soll's.

Ist ja nun auch schon egal.

Und ich bin so bescheuert und erzähle dir davon,

dass ich noch ein Kind mit dir möchte.

Biene.

Biene.

Danke. Weißt du, wo Kjells Spind ist?

* Mysteriöse Musik *

"Mein Liebster. Wie das klingt.

Wie bei Dornröschen.

Das ist echt altmodisch, aber ich liebe es, dir Briefe zu schreiben.

Denn das, was wir zusammen haben, ist so besonders,

dass ich es nicht übers Handy schicken will.

Und ich will auch nicht, dass irgendjemand unser Geheimnis kennt.

Das gehört nur uns beiden. Und ich gehöre zu dir.

Das weiß ich.

Und du bist überhaupt nicht uncool,

sondern der mutigste Typ, den ich kenne.

Weil du mich liebst.

Wo ich doch so verrückt bin.

So anstrengend,

so egoistisch.

Und bitte, Liebster, du darfst glücklich sein.

Und verrückt, auch wenn Karl das nicht ist.

Und du darfst ihn auch mal hängenlassen.

Du bist der beste Bruder, den es gibt.

Und er hat noch deine Eltern, die cool sind

und ihn genauso lieb haben wie dich.

Und selbst wenn Bernd Karl tatsächlich scheiße findet,

kannst du das eh nicht ändern.

Aber ich glaube nicht, dass Bernd so ein Arsch ist.

Wie kann er denn sonst dein Vater sein, wo du doch so toll bist?

Das wollte ich dir sagen.

Weil es mir wehtut, wenn du traurig bist."

* Mysteriöse Musik läuft weiter. *

* Er schluchzt. *

* Musik läuft weiter. *

* Möwenkreischen *

* Schritte *

* Träumerische Musik *

Wo fahren wir hin?

Das ist ein Ball.

Und das Wasser ist kalt.

Willst du spielen?

Ich bin kein guter Spieler. Kjell ist ein guter Spieler.

Ach, Karl. Wirf den Ball zu mir.

Na, wirf her.

Nicht schlecht. Und jetzt noch mal.

Und jetzt mit dem Paddel. So.

Das war gut. Das war gut.

Du kannst mich abwerfen, wie mit so einem Schneeball, hm?

Oder einer Kanonenkugel. Wie bei den vier Musketieren.

Ja, genau, du bist ein Musketier auf deinem Pferd.

Und ich bin... Lady de Winter. Und ich werfe dich ab.

Hey. - Hi.

Danke, dass du gekommen bist.

Ich muss... ich muss dir was sagen.

Wir haben dich angelogen. Jakob und ich.

Mit dem Unfall.

Wir haben uns gestritten.

Auf dem Boot.

Wegen Amerika.

Jakob hat vollkommen anders reagiert, als ich gedacht habe.

* Sie sprechen Dänisch. *

* Spannungsvolle Musik *

* Musik läuft weiter. *

* Musik läuft weiter. *

Danach weiß ich nichts mehr, bis der Alarm losging.

Ich weiß nicht, wie Kjell über Bord gefallen ist.

Aber Jakob war auch nicht dabei.

Als er an Deck kam, war Kjell schon verschwunden.

Es ist meine Schuld.

Ich hätte Kjell nicht alleinlassen dürfen.

Warum habt ihr das nicht erzählt?

Ich war in Panik.

Jakob wollte mich beschützen.

So wie er immer versucht, alle zu beschützen.

Vor mir?

Ich hatte Angst vor dir.

Ich hatte Angst um die Firma.

Ich dachte, du machst alles kaputt in deiner Wut.

Es tut mir leid.

Es tut mir so unendlich leid.

Ich hätte dir das...

Ich war feige.

Weiß Jakob, dass du hier bist?

Nein.

Danke.

Nein.

Bernd.

Wir haben Probleme mit der Brücke in Kopenhagen.

Die Stadt besteht darauf, dass du das persönlich in Ordnung bringst.

Sonst kündigen sie uns den Vertrag, und dann können wir einpacken.

* Dramatische Musik *

* Musik überlagert Dialog. *

(Mitarbeiter) Morgen.

Charlie hat erzählt, du bist zurück in der Firma.

Ja, sie hat da gerade... Es geht um eure Amerikapläne, stimmt's?

Nein.

Dass ich ihr bei einem Problem helfe,

das die Firma gefährden könnte.

Damit ihr nach Amerika könnt?

Verkauf mich nicht für blöde.

Mach Karl keine falschen Hoffnungen,

dass du für ihn da bist.

Kannst du Karl da rauslassen, bitte?

Geht die Firma den Bach runter, haben wir alle ein Problem.

Stell mich nicht hin, als wäre ich ein egoistisches Arschloch.

Ich habe noch nie was nur für mich gemacht.

Willst du mir erzählen, dass du nur Opfer gebracht hast?

Nein, natürlich nicht.

Wer hat dir denn ein Zuhause gegeben? Freunde?

Wer hat die Kinder großgezogen?

Dir den Rücken freigehalten, damit du dich im Job ausleben kannst?

Dich zwang niemand, dein wildes Leben aufzugeben.

Du hättest mit Jonas die Welt retten,

eine Karriere als Tänzerin machen können.

Ich habe dir das nicht weggenommen.

Ich war nur da, als du mich brauchtest.

Ja, und jetzt bist du weg.

Karl, wir müssen los.

Mach, was du willst. Ich stehe dir nicht im Weg.

Einer für alle.

Alle für einen.

* Heitere Musik *

Wenn wir deinen Lösungsvorschlag

für das neue Fundament heute Abend durchkriegen,

dann trage ich dich persönlich ins Hotel und an die Bar.

Du? Mich? Wie?

Wie? Damit? So? Niemals. - Ja.

50 Euro, dass du das nicht schaffst.

Top.

Wirst schon sehen, junger Hüpfer. Die alte Frau hat Zauberkräfte.

Na, das habe ich auch schon gehört.

Hör mal, Bernd...

Ich fände es schön, wenn wir nicht nur die Firma

wieder aus der Scheiße ziehen würden, sondern...

sondern auch ... du weißt schon.

* Sie spricht Dänisch. *

Ich kann so was nicht.

Du weißt.

Ja.

Ja.

Ich war neulich in der Schule, um Kjells Spind leer zu machen.

Emile hat eine Art Abschiedsfeier organisiert. Wusstest du das?

Nein.

Sille und Emile ziehen sich immer mehr zurück.

Warst du auf der Feier? - Ja.

Emile hat eine sehr bewegende Rede gehalten und Sille...

Was?

Wusstest du, dass Kjell und Sille ein Paar waren?

Ich habe in seinem Spind Briefe gefunden.

Nein, das habe ich nicht gewusst.

Hey, hey, hey. - Hey, hey, hey.

Jetzt reiß dich mal zusammen. - Ja.

Ja, es kommt gleich drauf an. - Ja.

Hast du es überhaupt noch drauf? - Mhm.

Dann zeig mir mal.

Hast du es drauf? Sie hat es drauf.

* Heitere Musik *

* Sie lachen laut. *

(Charlie) Gewonnen.

Ich zahle.

* Musik läuft weiter. *

(Charlie) Yes!

(Bernd) Bravo! - Gewonnen!

Ich zahle.

* Musik läuft weiter. *

Ich habe mir gerade vorgestellt, dass wir es tun.

Was tun?

Amerika.

Wir schaffen das.

Wir beide, wir schaffen alles.

Komm, stell es dir vor.

Nur ein paar Minuten.

Stell dir vor, du wärst frei.

Dann sag mir, dass du das nicht auch willst.

* Vibrationsalarm *

Ja, Biene?

"Sille und Emile sind im Krankenhaus.

Überdosis Drogen."

Was? "Seid ihr noch in Kopenhagen?"

Nein, nein, nein, wir sind auf dem Rückweg. Wir...

Wir kommen, so schnell es geht.

Ja, ja.

Emile and Sille. Sie haben...

Sie liegen im Krankenhaus. Sie haben...

Eine Überdosis Tabletten.

Ich weiß nicht was.

* Dramatische Musik *

Wie geht's ihnen?

Okay, ich danke dir, Biene.

Ich werde ins Büro fahren.

Ich gehe den Plan mit allen noch mal durch.

Wie ist es in Kopenhagen gelaufen?

Gut, denke ich, gut.

Schön.

Jakob?

Hast du einen Moment?

Jakob.

Ich will, dass wir einen Weg finden. Irgendwie.

Auf einmal?

Ich habe nachgedacht.

Ich verstehe, dass du Charlie schützen wolltest,

deine Familie und...

Wahrscheinlich hätte ich alles kurz und klein geschlagen. Aber...

Jetzt ist es auch kaputt.

* Dramatische Musik *

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2020

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