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Es geht schon.
Eins... zwei...
Georges Sarret, Capitaine beim 8. Bataillon der Gebirgsjäger,
Croix de Guerre, elf lobende Erwähnungen, Ritter der Ehrenlegion,
im Namen des Präsidenten der Republik und kraft meines Amtes
erhebe ich Sie in den Stand eines Offiziers der Ehrenlegion.
Bravo, Kleiner.
Es könnte dir helfen. Mutter würde es nichts ausmachen.
Ich ertrage diese Stadt nicht mehr. In Marseille waren wir so glücklich.
Ich habe um einen neuen Posten gebeten.
- Und was ist mit mir? - Mit dir?
- Ich fürchte, nach der Beerdigung... - Brauchst du mich nicht mehr?
Kannst du dir dich in Bombay vorstellen?
- Aber Philo, ich... - Ich stehe auf der Straße.
Ich habe keine Arbeit, kein Zuhause, nichts. Heirate mich oder hau ab.
Aber ich kann keine Ehe eingehen, ich habe es dir doch erklärt.
Meine Frau ist verschwunden, aber wir wurden nicht geschieden.
- Verschwinde. - Philo, ich liebe dich...
Verschwinde, verschwinde.
Und mach keinen Lärm, wir haben eine Tote im Haus.
- Philo, ich liebe dich... - Verschwinde!
- Ihr Tod ist ihr größter Sieg. - Nun ja... mit 92 Jahren.
Colonel. Herr Doktor.
Gott schütze die Königin.
Sie hat Sie sehr gern gehabt, das weiß ich.
Zu Ihren Diensten, Maître Georges Sarret, Anwalt.
Komm, komm.
- Du dreckiger, kleiner Franzosen-Offizier. - Was? Auf Deutsch, bitte.
Warum will dich dieser Vilette nicht heiraten?
Seine Frau verschwand, er hat sie wegen des Krieges nie wiedergefunden.
Welch ein Unglück!
Bestehen am Tod des Ehepartners Zweifel, ist eine Scheidung unmöglich.
Er ist fett. Liebst du ihn?
Georges! Ich muss heiraten, um Französin zu werden.
Eine Heirat ist eine gute Idee. Mit deinem Vilette natürlich.
Es ist alles geklärt. Ich habe Ihre Gattin aufgespürt, Madame Vilette.
Ach so?
- Macht Ihnen das Angst? - Nein.
Seien Sie ganz beruhigt, Madame Vilette, geborene Leonie Gaillonée, ist verstorben.
Sie ist nicht mehr, und Punkt.
Das haben Sie sich doch gewünscht? Ich möchte es aus Ihrem Munde hören.
Stimmt etwas nicht?
Das heißt also... tot, welche Freude...
...und was für ein Kummer... was red ich bloß!
Sterbeurkunde Rathaus von Mulhouse, Platz auf dem Friedhof für 30 Jahre,
entsprechende Rechnung, Rechnung für das Grabmal, Planquadrat 13, Grab 5.
- Ich ließ die Inschrift in Gold erneuern. - Wie lieb.
Man hat mich dort sehr zuvorkommend behandelt.
- Wir werden ihr Blumen bringen, Liebster. - Mein Liebling.
Achtung, Foto, hier kommt das Vögelchen. Nicht mehr bewegen.
Danke.
Nicht... Fass nicht meine Haare an.
Vielleicht habe ich ja als Soldat deinen Vater umgebracht? Wäre lustig, oder?
Na so was, Besuch.
Ich bin es, Philomène. Kann ich hereinkommen?
Ich komme, Madame Vilette.
Catherine, deine Schwester ist wundervoll.
Sieh doch, wie gut ihr Weiß steht.
Setz dich. Willst du anstoßen?
Ja.
Danke. Ich langweile mich unten.
Gut.
Ich lasse euch allein.
Ihr habt euch bestimmt viel zu erzählen.
Philomène...
Ich leiste deinem Mann Gesellschaft.
Frieden, ihr zwei. Philomène, gib deiner Schwester einen Kuss.
Catherine, gib deiner Schwester einen Kuss.
Philomène, gib deiner Schwester einen Kuss!
Meine Tropfen!
Eins, zwei, drei, vier, fünf,
sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf.
Gehst du aus?
...und Paris!
Ich bin zweifach verliebt
In mein Land und Paris
Ich bin zweifach verliebt
Nein, komm. Komm her.
Komm.
Herein!
Stellen Sie es hierhin. Danke.
- Nein, lassen Sie. Bitte, bitte, bitte. - Monsieur?
- Könnten Sie die Betten zusammenschieben? - Aber sicher, Monsieur.
Mireille!
Ich packe mit an!
Kommen Sie, Kleines.
Catherine! Ich bin zweifach verliebt
In mein Land und Paris Ich bin zweifach verliebt... Catherine!
Catherine, Champagner!
Hier Paris, hier Genuss, hierher, junge Dame!
Ich bin zweifach verliebt In mein Land und Paris
Willst du Französin sein? Reich? Sehr reich?
Willst du heiraten? Weißt du, was eine Scheinehe ist?
- Mit dir? - Nein, nur so, im Allgemeinen!
- Monsieur Georges? - Nehmen Sie Platz.
- Sie haben es gerade nicht dick, Deltreuil? - Mir reicht es.
Sie werden eine junge Dame heiraten, sie ist aus Deutschland, ein Kriegskind,
- eine zarte Blume, sie heißt Catherine. - Heiraten? Ich bin gern allein.
- Ganz bestimmt nicht. - Doch, Monsieur Georges!
Sie kennen sie noch nicht. Zwanzig Jahre.
- Ist sie blond? - Brünett.
Eine brünette Deutsche ist eine Seltenheit. Hübsch und arbeitsam.
- Und wie soll ich dann noch Karten spielen? - Sie werden jeden Abend Karten spielen.
Das Mädchen will Französin werden, ihr dabei zu helfen, ist unsere Pflicht.
Sie wird Französin, indem sie Madame Deltreuil wird.
Kann man sie sich mal ansehen?
Wann kann ich sie sehen?
- Ist die große Schwester denn nicht da? - Mein Armer, wenn Sie wüssten...
- Die Arme. - Achtung, stillhalten.
Danke.
- Und, glücklich? - Über alle Maßen.
Das Geld.
Du hast gut daran getan, nicht zu kommen. Es war entsetzlich.
- Er war nett. - Sehr nett.
Er hätte eine Lebensversicherung haben sollen.
- Und jetzt? - Genau, was machen wir jetzt?
Wir versichern den Nächsten.
- Hatten Sie schon einmal eine Herzkrankheit? - Nein.
- Lunge? - Nein.
- Verdauungstrakt? Nieren? Sinnesorgane? - Bitte?
- Sinnesorgane! - Nein.
Sie versichern, nichts zu verheimlichen, was Ihren Gesundheitszustand angeht?
Bravo! Sie sind ein echter Freund. Das sagen Sie morgen dem Arzt.
- Welchem Arzt? - Dem von der Versicherungsgesellschaft!
- Versicherung? Warum? - Deltreuil will sein neues Glück versichern.
Sein Leben!
- Zugunsten seiner charmanten Catherine. - Charmant!
In seinem Zustand nimmt ihn keine Gesellschaft. Er ist ein Wrack.
Sie machen den obligatorischen Arztbesuch und unterschreiben
an Deltreuils Stelle.
- Das wären dann... - Fünf.
Üben Sie. Die Unterschrift ist einfach. Kindlich, ohne jegliche Sensibilität.
Deltreuil. D-e-l...
...t-r-e-u-i-l. Nicht mit zwei l.
- Nutznießerin im Todesfall? - Meine Frau. Catherine Deltreuil.
Deltreuil, Sie sind kerngesund, Sie werden sicher 100.
Er ruhe in Frieden, Amen.
Ich hoffe, dieses Geld der Trauer schenkt Ihnen Ruhe, wenn schon kein Glück.
Die Welt ist ein Jammertal, aber unser Haus hilft Ihnen sorgenfrei hindurch.
Ich stehe Ihnen immer zu Diensten, Madame.
Er war so gut.
Leistungen für Deltreuil 2.150 Francs.
Begräbnis und Trinkgelder für Verwaltungsbeamte 12.180 Francs,
Spenden an Veteranen 4.600, 5.000 an Chambon, Versicherungsprämien 10.080,
Kosten Heirat Catherine, Ringe, Kleid, Blumen und so weiter
11.790, diverse Auslagen, Taxi, Restaurant, Telefonanrufe
21.618, insgesamt also 67.418 Francs,
die ich zu meinen Gunsten abziehe, ohne Aufschlag, dass ihr es wisst.
Wie nennt man deine kleine Operation auf Französisch?
- Allgemeine Auslagen. - Ich nenne es Diebstahl.
Aufgerundet bleiben also 132.600 Francs, die ich durch zwei teile,
also 66.300 Francs für mich und 66.300 Francs für euch.
- Korrekt? - Korrekt.
Was habt ihr denn jetzt vor, mit dem ganzen Geld?
- Wir fahren nach Paris, wir schreiben dir. - Komm, wir gehen.
- Auf Wiedersehen. - Gute Reise.
Danke!
Reisende nach Valence, Arles, Marseille, einsteigen, Türen schließen.
- Noémi, darf ich ablegen? Mir ist warm. - Bitte sehr.
Der Suezkanal steht gut an der Börse, eine solide Anlage.
Es fehlt ein wenig Safran.
- Nein. - Ganz und gar nicht.
Sie waren also bei den Weißen Vätern in Kambodscha?
Ja, ich habe den Pater auf dem Schiff nach Hause getroffen.
Paff! Liebe auf den ersten Blick, beim Überfahren der Ziellinie.
Der Pater hatte Probleme mit Gott und seinen chinesischen Schulkindern.
Das liegt nun hinter ihm, Dank sei mir.
Entschuldigen Sie mich.
- Wie viel wollen Sie dafür? - 500, Madame.
- 250. - Das ist sehr wenig.
- Eine Sammlerin? - Sie verleiht kleine Beträge gegen Pfand.
Wir könnten und sollten die Hinweise unseres Freundes Sarret befolgen...
Nein! Gold!
Ich bin wie der Heilige Thomas, ich glaube nur, was ich sehe.
Gold lügt nicht.
Hallo, ich bin hier.
- Soso, du bist da. - Ja.
- War es schön in Paris? - Ich weiß nicht. Komm her.
- Ich bin entzückt, dich zu sehen. - Komm und küss mich.
Das ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.
Komm her und küss mich, verdammt. Freust du dich nicht, mich zu sehen?
- Doch, das sagte ich bereits. - Dann küss mich.
- Ich bin entzückt. - Küss mich. Schöner Anzug...
Schöner Hut. Küss mich.
Alles teuer... sehr teuer.
Du große, hübsche Edelnutte.
Du bist verrückt! Nein, du bist verrückt!
Bin ich dir peinlich?
- Freust du dich nicht, mich zu sehen? - Hau ab, verschwinde von hier, hörst du?
- Jetzt hau schon ab. Raus hier. - Ich bin dir peinlich!
Du Verrückte. Nein, komm her, hörst du? Komm her!
- Zieh dich aus, wirst du wohl? - Nein! Ich will nicht, ich bin dir peinlich.
Du elender Zuhälter, du Zuhäl...
Herr Pater! Du da!
- Sie ist obszön. - Ja, nicht wahr?
- Allerdings... und er ist nicht ganz hässlich. - Wenn du meinst...
- Weißt du, wie groß ihr Vermögen ist? - Auf Franc und Centime genau.
Ich weiß sogar, wie sie es erworben haben, und zwar nicht fein...
Du gefällst mir, du gibst dich immer so überzeugt von dem, was du sagst.
Mit Typen wie dir haben Mörder eine Chance, ihren Kopf zu retten.
- Der Anblick war es doch wert, oder? - Oh ja!
Geld widert mich an. Es tötet die Liebe.
So lasse ich dich nicht reden, meine Liebste...
Fifty-fifty also.
Jetzt lass das doch!
Runter mir dir. Nimm den Kopf runter.
Setz dich wieder.
Verdammt.
Wir brauchen zwei Badewannen.
Kommt und helft mir!
Mach doch auch mal was!
- Lass. - Na gut, los.
Da sind noch mehr, los, macht schon. Worauf wartest du?
Wie schreibt man "Fröhliche Weihnachten" auf Französisch?
J-o-y-e-u-x Noël.
N-o-ë-l. Mit zwei Punkten auf dem e.
- Lassen Sie doch, Noémie. - Machen wir es jetzt, haben wir morgen frei.
Lass das Geklimper, man versteht sein eigenes Wort nicht mehr. Ich helfe mit.
Lassen Sie sie, das ist in diesem Alter so, und es ist ja auch nicht jeden Tag ein Fest.
Ich genieße das Leben, ich packe es bei den Hörnern,
der Pater sieht immer nur das Schlechte, er hat kein Talent zum Glücklichsein.
Hallo, Georges! Der Pater sagt immer, Glück ist etwas für Dumme.
Sarret!
Lass. Geh weg!
Lass los.
Und los.
Nimm die Beine. Die Beine!
Der Weihnachtsmann kommt heute Abend.
Morgen um 14 Uhr bei meinem Notar, Maître Perrin.
Üben Sie die ganze Nacht, falls nötig.
Morgen um 11 Uhr werden Sie Chambon. Sie werden Chambon sein.
Chambon, der dem hier anwesenden Maître Sarret eine Vollmacht erteilt.
Luffeaux!
Versuchen Sie, mein Vertrauen wert zu sein.
Der liebe Chambon!
Den Scheitel rechts.
- Gut. Perfekt, Monsieur Chambon. - Chambon!
Adieu und gute Reise, schlafen Sie ruhig, wir kennen Maître Sarret sehr gut.
Ich finde sie wunderschön.
Wunderschön.
Aber vielleicht etwas exzentrisch?
Ich werde etwas Verrücktes tun. Ich kaufe sie.
Ich leiste gleich eine Anzahlung. Wie viel, Monsieur Chambon?
Ich bin nicht Monsieur Chambon. Ich bin sein Bevollmächtigter.
Ich mache keine Geschäfte mit irgendwem. Ich will den Besitzer sprechen.
- Er ist in der Schweiz. - Und was macht er da im Ausland?
Eine Liebesgeschichte. Unglücklich.
Unerwiderte Leidenschaft. Eifersüchtiger Gatte. Revolver... Flucht.
Italienische Seen... Gefahren... Genüsse... Die Liebe eben, Madame.
- Ich will ihn treffen. Holen Sie ihn her! - Schwierig.
Untergetaucht, mittellos... Allerdings...
Eine Fahrkarte wäre sicher hilfreich. Hin und zurück natürlich.
Hin... und zurück.
- Monsieur Chambon ist da. - Er soll hereinkommen.
- Wie ist die Schweiz denn so? - Sehr sauber.
Liebe Madame. Lieber Chambon.
Eine Unterschrift, bitte.
- Ich komme ja schon! - Mit vollem Mund spricht man nicht.
Dumme Pute! Komm her, dann wasche ich dich ab.
Hier riecht in der Tat etwas... Aber ich weiß auch nicht, was.
Was ist es? Deswegen habe ich Sie doch kommen lassen.
Gerüche dieser Art haben wir in Marseille...
- Aber wir sind hier in Aix! - Ich kann das nicht beurteilen.
Es riecht ein wenig wie... im Schweinekoben.
Ich habe doch gar keinen Schweinekoben! Das ist eine Beleidigung!
Mein Sohn! Urteilen Sie nicht nach dem Geruch!
Der Mann, den Sie hierher eingeladen haben, ist bekannt und ehrenwert.
Maître Sarret spendet sein letztes Hemd. Wenn Sie gegen ihn vorgehen wollen...
Was wollen Sie tun? Vor Gericht gehen? Gegen Sarret, mit seinen Beziehungen?
Außerdem versichere ich Ihnen, ich rieche nichts.
Man merkt, dass Sie nicht hier wohnen!
Keine Sorge, Monsieur Poucel, ein bisschen Mistral und der Spuk ist vorbei.
- Und das hier? - Kein guter Zeitpunkt.
- Die Kurse fallen. Da bliebe nichts übrig. - Bei dir ist nie ein guter Zeitpunkt.
Hältst du uns für Grünschnäbel?
Ich hole euch den Nachtisch.
Vorsicht!
Schmuck...
Schmuck... Ist schwierig.
Lass, das ist nicht echt.
SCHUSTEREI DI LORENZO
Meine Damen!
Da ist die Zukunft. Wenn ihr mir helft.
- Er hat höchstens noch ein Jahr zu leben. - Ein Jahr?
Ich liefere dir deinen Schuster.
SCHUSTER
Guten Abend, können Sie mir den Absatz reparieren?
- Geht es heute besser? - Wäre ich immer
gepflegt worden wie hier, wäre ich längst geheilt.
- Ich habe Ihre Papiere mitgebracht. - Ich danke Ihnen.
- Hier, bitte. - Ganz herzlichen Dank.
Und einen Rosenkranz.
- Wird Ihnen der helfen? - Das hatte doch keine Eile.
Doch, sicher!
- Name? - Di Lorenzo.
- Vorname? - Alberto.
- Beruf? - Schuster.
- Nutznießer im Todesfall? - Maître Georges Sarret.
Krankheiten an Herz, Lunge, Nieren, Verdauung, Sinnesorganen?
- Den Sinnesorganen! - Ach so, nein.
Sie versichern, nichts zu verheimlichen, was Ihren Gesundheitszustand angeht,
- in der Vergangenheit wie der Gegenwart? - Nein.
Das kommt vom Rauchen!
Die Welt ist ein Jammertal,
aber dank unseres Unternehmens scheint letztlich doch immer die Sonne.
Wir stehen Ihnen immer gern zur Verfügung. Zögern Sie nicht, uns einzuschalten.
Los, mach schon, schneller!
Habt ihr an eure Zukunft gedacht?
An eure Kinder?
An eure Eltern?
Eine Lebensversicherung nimmt euch diese Sorgen.
Ich habe keine Sorgen.
- Catherine schließt fünf Versicherungen ab. - Warum nicht zehn?
- Das ist zu viel. Fünf in fünf Städten. - Warum ich und nicht Philomène?
- Je jünger, desto niedriger die Prämie. - Danke.
Fünf Versicherungen für Catherine Schmidt, Nutznießerin Philo Schmidt.
- Ich will aber nicht sterben! - Nein, zu gegebenem Zeitpunkt
gabelt Philo eine kleine Schwindsüchtige im Endstadium auf,
deren natürlichen Tod wir abwarten und die wir als Catherine Schmidt ausgeben.
- Und, meine Damen? - Hut ab!
Hut ab.
Mein verstorbener Mann hinterließ mir ein ansehnliches Vermögen,
aber leider keine Kinder, keine Erben.
Ich möchte mein Vermögen zur Linderung von Not zur Verfügung stellen.
Ich möchte die Allerärmste, jemanden ohne jegliches Erbe.
Eine junge Waise zum Beispiel.
Gott weist uns unsere Aufgaben zu. Kann ich auf Sie zählen, Doktor?
Gut. Das ist gut.
Das wird teuer.
Tavernier, Tavernier.
Die Bewegung hängt nicht von mir ab. Dieser Skandal betrifft sie nicht.
Ich ziehe ohne Bitterkeit meine Kandidatur für die Wahlen im Mai zurück,
damit ich besser kämpfen kann, ihr werdet es mir noch danken.
- Aber dafür nominiert ihr... - Wir wählen!
...an meiner Stelle meinen Freund Georges Sarret,
der diese schwere Verantwortung am besten zu tragen vermag.
- Aber doch nicht hier! - Unterstützungskomitee Sarret, ja bitte?
- Brust ein wenig raus. - Ich verstehe.
- Maître, Telefon für Sie! - Aber jetzt doch nicht, Paul!
- Maître, ich fürchte, man sieht Sie nicht gut. - Warten Sie erst mal ab.
Aber ja, Herr Präsident! Hier spricht Doktor Guy.
Unsere Angelegenheit kommt voran, Marseilles wird informiert sein.
- Stehe ich hier gut? - Ja, das ist gut.
- Achtung... - Ich richte es aus, Herr Präsident.
- ...nicht bewegen. - Das blaue Band der Vogesen.
Die Prämien jedes Trimester, plus meine Rente, meine Vorhaben,
plus die Wahlen.
- Hast du Probleme am Monatsende? - Ich bitte dich!
- Am Anfang, in der Mitte und am Ende. - Ach so.
Hast du wenigstens Catherines künftige Leiche gefunden?
Ich habe es nämlich satt, die Prämien zu zahlen.
Finde du doch das seltene Vögelchen, wenn du so toll bist!
- Wirke ich wie eine wohltätige Dame? - Nein.
Was willst du denn hören?
Catherine hat die Versicherungen, du profitierst, aber findest keine,
die statt ihrer im Sarg liegt? Solche Probleme hatte ich noch nie.
Ich werde irgendwie zahlen, wie immer.
Oder ich töte meine Schwester, um an das Geld zu kommen.
Du bist ein Monster.
Ich habe Sie sofort verständigt.
Sie kam vor acht Tagen, und ich bin sicher, dass ich mich nicht irre.
Sie ist wirklich sehr krank, rachitisch,
unterernährt, verwahrlost, hat Lungen wie Putzlumpen,
ein schwaches Herz. Ein Häufchen Elend.
Uns wird es zu viel. Wir haben nicht genug Personal.
- Ist sie alleinstehend? - Natürlich. Keinerlei Familie.
Garantiert ein Waisenkind. Sie sind sehr freundlich!
Herr, verzeih mir, aber das ist ein Wunder.
Geschafft! Ich glaube, Philomène hat eine gefunden.
- Ist das sicher? - Ich hoffe es.
Ich will, dass das aufhört.
- Nicht schlecht, oder? - Du bist sehr schön.
Der flößt... Vertrauen ein.
Die Leute wählen ja nicht wer weiß wen.
Ich hätte nicht wiederkommen sollen.
Heute sagen Sie mir Ihren Namen, ja? Bitte.
Nehmen Sie!
Bitte! Sehen Sie doch.
Und das hier, sehen Sie, wie hübsch das ist.
Gabrielle? Marie-Thérèse?
Josiane? Martine? Gehe ich Ihnen auf die Nerven?
Gut. Dann gehe ich und komme nie wieder.
Bleiben Sie. Ich heiße Magali Herbin.
Endlich. Ich will Ihnen helfen, haben Sie das jetzt verstanden, Kleines?
Versuch, es dem lieben Herrgott zu danken!
Hermine!
Ziehen Sie sich an, das ist unschicklich.
Ich bin gerührt, Sie erinnern mich an Ihre Schwester.
Da kommt die neue Catherine Schmidt, verwitwete Deltreuil.
Hermine, das ist Magali. Hermine ist ganz allein für Sie da.
Hut ab!
- Ich hole Kampfer, bleib bei ihr. - Bleiben Sie bei ihr, Hermine.
Danke!
Erinnert euch das nicht an etwas?
Er war ein braver Mann.
Wir werden mit ihr ausgehen, sie trinken und rauchen lassen, einen draufmachen,
- sie umbringen. - Kann ich mitkommen?
Lungenkranke sind zugleich todtraurig und lebenslustig, vor allem sinnenfroh.
- Den Maître Sarret reitet sein Mittagsteufel. - Sein was?
Catherine, deine Schwester hat ihre Mission erfüllt, jetzt übernimmst du.
Du wirst die Kleine verführen, bei ihr schlafen, so gewinnen wir Monate.
- Aber ich mag keine Frauen, Georges! - Das ist nebensächlich.
Was denkst du, Philomène?
Wenn Catherine einverstanden ist, übernehme ich den Haushalt für dich.
- 28, schwarz, Passe. - Entschuldigung.
Du hustest?
- Jeweils zehn. - 13, 17, 23 und die Chevaux.
Hier... Gib das dem Herrn und bitte ihn,
das Geld zu wechseln, er gibt dir Jetons, dann kannst du mitspielen, meine Kleine.
Du hast gewonnen! Freust du dich?
Auf die 29.
29.
Hermine, hol Jetons.
26.
Nichts geht mehr.
Jetzt kommst du erst nach Hause?
Verflucht.
Du Schwein, du!
- Na gut, ciao. - War er gut, dein Kanacke?
Wie bei 1001 Nacht.
Hier.
Für deine Krawatten.
Hermine, ich habe Hunger.
- Zucker? - Zwei.
Vielen Dank. Setzen Sie sich.
Und wenn Madame nach Hause kommt?
Alles Gute zum Geburtstag
Hier bitte.
Musik, Maestro!
Danke!
Magali, den Kuchen habe ich gemacht.
- Alle auf einmal ausblasen! Bleibt eine... - Dann heiraten Sie noch dieses Jahr!
Ach, was...
- Darf ich nochmal? - Ja, los!
Ich bin sehr müde.
Gute Nacht.
Wie hübsch!
Gefällt es dir?
Ist das schön?
- Nicht doch! - Ich gehe schlafen.
Gute Nacht.
Hermine, kommen Sie.
Musik!
Du kannst ja gar nicht Walzer tanzen!
Catherine! Das ist Catherine!
- Das ist Catherine! - Ich habe nichts gemacht!
So eine Idiotin!
Das ist Catherine.
Das ist Catherine.
Das ist Catherine.
Das ist Catherine. Du bist schuld!
Das ist Catherine!
Die Versicherungen zahlen.
- Wem zahlen sie? - Dir.
Philomène Schmidt, verwitwete Vilette.
Gattin von Sarret.
Ist die kleine Schwester denn nicht da?
Achtung... Nicht mehr bewegen.
Nicht mehr bewegen. Und ein kleines Lächeln.
Danke!
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