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Zulu
.
*unheimliche Musik*
*Eine Flasche rollt über den Boden.*
*entfernte, gedämpfte Stimmen*
*Motorengeräusch*
*bedrohliche Musik*
*regelmäßiges Atmen*
*Er atmet tief ein.*
*Sie atmet tief, unruhig.*
*Sie atmet hektisch.*
*unheimliche Musik*
*Baustellenlärm*
*Baustellenlärm*
*düstere Musik*
*Vögel zwitschern.*
(leise) Butsch.
*Reifen quietschen.*
Butsch!
*Sie seufzt.*
*Autoverriegelung piepst .*
*bedrohliche Musik*
*Handy klingelt.*
Hey, Böhme, was gibt's?
Frau Delbrück, Sie werden's nicht glauben.
Haben Sie Butsch erreicht? Geht nicht an sein Handy.
Wie lange liegt die Leiche schon da?
Locker 400 Jahre.
Wir müssen eine Radiokarbon- Untersuchung machen,
aber ich lege mich fest: 400 bis 500 Jahre. Ein Mann.
Der Rest der Kleidung: ein Pelzkragen, edler Stoff.
Schlechter Zustand der Zähne,
obwohl er gerade erst 40 war, als er erstochen wurde.
Die schlechte Ernährung damals. Erstochen?
Das Brustbein wurde mit einem scharfen Gegenstand durchstoßen.
Eher ein Dolch als ein Säbel.
Das Institut für Forensik in Dresden
kommt mit Archäologen, Medizinern, Historikern her,
um sich Götzi anzusehen. Wen?
Ötzi von Görlitz.
Götzi.
Wir müssen natürlich aufpassen,
dass wir uns den Fall nicht aus der Hand nehmen lassen.
Das dürfte aber kein Problem sein. Mord verjährt nicht.
Kaliber neun Millimeter, würde ich sagen.
400 Jahre alt?
*spannungsvolle Musik*
Das ist ja 'n Ding!
An die Arbeit ...
*spannungsvolle Musik*
Hm.
*spannungsvolle Musik*
*Sie seufzt.*
Sie waren heute vor meinem Haus.
Ja, und?
Ja, und? Was soll das?
Sie passen auf mich auf.
Wegen ihm.
Es gibt ein paar wilde Typen hier in Görlitz.
Hören Sie auf damit.
Ich werde schon alleine fertig mit dem.
Was basteln die eigentlich hier rum?
Ist für einen Film, der in Venedig spielt.
Venedig? Was ist denn das für 'n Quatsch?
Wo liegt die Leiche? Es gibt zwei Leichen.
Dann lohnt sich der Aufwand wenigstens.
Böhme? Butsch?
Bleiben Sie, wo Sie sind. Ich komme zu Ihnen.
Keine Sorge, ich fass nichts an.
Was sind denn das für Gespenster? Die Kollegen aus Dresden.
Das ist ein sensationeller archäologischer Fund.
Interessiert mich nicht.
Was ist mit dem? Erschossen, Bauchschuss.
Wann? Wir können nicht zaubern.
Möglicherweise im Juli 2012.
Er hatte diese Zigarettenschachtel bei sich,
und eine Quittung über 32 Liter Diesel,
Zigaretten und ein Pornoheft.
Es könnte diese Schachtel sein. Und wo ist das Pornoheft?
Die Quittung stammt von einer Tankstelle in Löbau.
Vom 8. Juli 2012. Das kenn ich noch nicht.
Sie waren wohl mit Götzi beschäftigt.
*düstere Musik*
Herr Schulz?
Butsch!
Äh, 'tschuldigung, ich ...
Es ist so stickig hier. Ich muss an die Luft.
Weitermachen.
*düstere Musik*
*Rumpeln*
Nichts passiert.
Hey!
*Er atmet schwer.*
Was ist los?
*Sie seufzt.*
Kollegin?
Teamwork, Informationen teilen - kommt Ihnen das bekannt vor?
Du nervst.
Dann wissen Sie ja, wie's mir mit Ihnen geht.
Was haben Sie aus dem Archiv geholt?
Ich seh sicher nur Gespenster.
Das Datum stimmt. 9. Juli 2012.
Die Kleidung des Toten
passt zu der Beschreibung einer der Täter von damals.
Bei dem Raubüberfall gab es einen Schusswechsel.
Einer der Flüchtigen wurde von dem Juwelier erschossen.
Und da, wo der Fluchtwagen stand, fand man Zigaretten.
Dieselbe Marke wie auf der Quittung.
Deshalb waren Sie im Archiv.
Und deshalb geht Ihnen der Arsch auf Grundeis.
Totaler Quatsch, völlig lächerlich!
Sie haben damals Scheiße gebaut.
Sie waren sich sicher, dass die Täter Russen waren,
weil einer mit 'nem starken Akzent sprach.
Es gab damals diese Bande.
Die haben hier die ganze Gegend unsicher gemacht.
Bis rüber nach Polen, ins Riesengebirge, Tschechien.
Ein paar Wochen später haben die eine Bank in Krakau überfallen.
Sie sind auf der Flucht verunglückt.
Die haben nämlich schlechte Straßen da drüben.
Drei Räuber hier, drei Räuber da -
da dachten Sie: "Alles klar, der Fall ist gelöst."
Aber mit dem Toten von heute ist wieder alles offen.
(seufzt) Ja.
Kann sein, dass ich Scheiße gebaut hab.
Selbstkritik.
Sie überraschen mich immer wieder.
*Er seufzt.*
Alle Formulare und Unterlagen sind von Ihnen unterschrieben.
Haben Sie damals alleine ermittelt?
Mein damaliger Partner war mit seiner Karriere beschäftigt.
Als neuer Kommissariatsleiter
war er glücklich über den schnellen Erfolg.
Sie ja wohl auch.
Ich?
Glücklich?
*Er lacht auf.*
Nee.
Wir fahren morgen zur Witwe des Juweliers.
Mhm.
*Kirchturmuhr schlägt.*
*düstere Musik*
Wir haben geschlossen.
Maik! Die haben den Boden aufgerissen.
Bullen, überall.
Scheiße.
Nach fünf Jahren. Scheiße! Cool bleiben, okay?
Gut, dann haben sie ihn eben gefunden.
Es gibt keine Verbindung.
Wir haben alle Spuren verwischt. Und wenn nicht, was dann?
Reg dich ab! Schnaps!
Du hast doch nichts zu verlieren. Du kannst einfach abhauen.
Dafür brauch ich Geld. Ich geh nicht in den Knast.
Wenn wir weitermachen wie bisher, passiert nichts. Okay?
Okay?
*düstere Musik*
*Tür fällt zu.*
*düstere Musik*
*hektisches Atmen*
*spannungsvolle Musik*
Sie haben doch nicht wieder aufgepasst.
Ich bin Frühaufsteher im Gegensatz zu dir.
Wir hatten eine Vereinbarung.
Haben wir nicht was vor?
Jedenfalls hab ich nicht vor, wieder Ihren Müll wegzuräumen.
Wir haben Ergebnisse von der Ballistik.
Die tödliche Kugel stammt aus der Waffe des Juweliers.
Unser Toter im Fußboden
ist tatsächlich einer der Räuber von damals.
*hochtourige Motorengeräusche*
*Hupen*
Jetzt fahr doch nicht so schnell! Angst vor den Angehörigen?
Das macht dir richtig Spaß, oder?
Frau Holzner?
Ja?
Viola Delbrück, Kripo Görlitz.
Ach, guten Morgen.
Morgen.
(Frau) Ich hab deine Herztropfen gefunden, Mama. Guten Tag.
Sie haben vielleicht von dem Leichenfund
gestern bei der Verrätergasse gehört.
Ja ...
Wir sind uns ... sicher,
dass der Tote im Zusammenhang mit dem Überfall damals steht.
Wer jetzt? Götzi?
Nein, nein, nein.
Es gab einen weiteren Toten am Ort.
Einen ...
einen auch schon bereits fünf Jahre toten ...
Toten.
Aber Sie haben doch gesagt, die Gangster kommen aus Russland.
Und die sind irgendwo in Polen ums Leben gekommen.
Ziemlich sicher.
Das kann nicht sein.
Sie haben gesagt, die Gangster sind Russen
und in Polen verunglückt, ziemlich sicher.
Ich sagte: "Die Ratten haben sich den Hals gebrochen."
Fühlen Sie sich in der Lage,
die damaligen Ereignisse noch mal zu schildern?
Ich hab damals alles erzählt. Ich weiß.
Aber da war ich noch nicht da.
Bitte.
Also ...
Die ... Gangster kamen kurz nach Ladenschluss.
Mach die Vitrine auf!
Lasst meine Frau in Ruhe!
*düstere Musik*
Und Sie waren damals nicht anwesend?
Ich hatte Spätschicht.
Ich war damals noch Krankenschwester.
Und dann kam diese Notaufnahme. Das war meine Mutter.
Und mein Vater war ...
Und ich hab die ganze Zeit gedacht, die Schweine sind tot.
Sie haben das gesagt.
Was ist denn mit den anderen beiden?
Ach, die sind noch hier?
Das können wir noch nicht sagen. Wir stehen erst am Anfang.
Falls da was dran ist,
dass die anderen beiden Drecksäcke noch hier sind, dann ...
Wir werden den Fall wieder aufrollen.
Wir werden die Täter alle identifizieren.
Und die anderen zwei fassen wir auch.
Ich verspreche Ihnen das.
Hab ich schon mal gehört.
*spannungsvolle Musik*
Die war damals aber noch nicht installiert, oder?
Es gibt keine Filmaufnahmen von dem Überfall.
Nein, die hat mein Mann noch geplant.
Ich ...
musste den Einbau immer wieder verschieben,
weil ich ziemlich lange im Krankenhaus war.
Nach dem Überfall.
Tut mir leid.
Was heißt das?
"Keine Alarmanlage".
Da ist aber eine.
Damals aber nicht.
Genau, die Anlage sollte damals eingebaut werden.
Der Überfall kam dazwischen.
Verstehen Sie?
Ah.
Ah.
Die beauftragte Firma hat die Information
über die fehlende Alarmanlage weitergegeben an die Räuber.
Gut gemacht.
Danke.
Gut gemacht, Butsch. Ich hab die Notiz geschrieben.
Sie haben Ihren tollen Hinweis fünf Jahre lang nicht angeguckt.
Die Frau hat mir nie was von einer geplanten Anlage erzählt.
Das ist kein Grund. Was war damals los mit Ihnen?
Fahr einfach.
Wie heißt die Firma noch mal?
Auf der Kamera stand das Kürzel S.O.N.
S.O.N. ...
(stöhnt) Verdammte Autokorrektur!
Sie können die Funktion abschalten.
Nicht klugscheißen, Cassy. Aufhören, niemand nennt mich so!
Böhme schon. Und Raaben.
Und die vier Heinis von der Bereitschaft.
Also jeder Streifenbulle in Görlitz.
Okay.
Aber Sie hören auf damit.
*Er murmelt vor sich hin.*
*Blinker klackert.*
*Butsch murmelt vor sich hin.*
*düstere Musik*
Ah, ich hab's: S.O.N. Sicherheitstechnik Oder-Neiße.
Gut.
Los geht's.
Es ist übrigens grün.
*Sie würgt den Motor ab.*
Was ist denn los, Mensch?
Ich, äh ...
Da in dem Taxi, ich dachte, ...
da wäre Björn.
*Hupen*
Scheiße.
*Reifen quietschen.*
*spannungsvolle Musik*
Die Einbruchspuren an deinem Auto ...
Das war dein Mann, stimmt's?
Ich kümmere mich drum. Sie kümmern sich um gar nichts.
Doch. Um diesen Fall. Um Ihren Fall von damals.
Darum kümmern wir uns.
Gut.
Butsch. Nein.
Ich kümmere mich selbst. Ist das klar?
Geschlossen.
*Summer*
(Mann) Ja, da klingelt's auch bei mir wieder.
Holzner, Martin - war ein älterer Mann.
Oh ja, der war kleinlich.
Der wollte nur das Beste, es durfte aber nichts kosten.
Der hat jeden Posten runtergehandelt.
*Telefon klingelt.*
Entschuldigung.
S.O.N., guten Morgen?
Er handelte so lange, bis es für die Anlage zu spät war.
Den Auftrag haben Sie selber bearbeitet?
Aufmaß und Planung hat ein Mitarbeiter gemacht,
die Installation ich.
Und der Name des Mitarbeiters?
Ach, guck mal. Der Maik war das. Maik Pilnjak.
Pilnjak?
Mhm.
Ein Russe? Eher ein Deutschrusse, glaub ich.
Der Vater kam, glaub ich, vom Schwarzen Meer.
Der Maik war ein guter Mann.
War?
Der arbeitet schon lange nicht mehr bei uns.
Der hatte einige Probleme in den letzten Jahren.
Die Frau ist ihm weggelaufen, nahm die Kinder mit.
Er fing an zu trinken. Ach ja, ... der Maik.
Wo finden wir denn diesen Maik?
Die Buchhaltung soll seine alte Adresse raussuchen.
Können Sie Pilnjak für mich übernehmen?
Ich muss was überprüfen.
Such deinen Mann nicht alleine. Ich wittere Blut.
Können Sie machen, worum ich Sie bitte?
*düstere Musik*
Was machen Sie denn da?
Sie waren doch schon öfter hier.
Jetzt ruf ich die Polizei.
Kennen Sie Viola Delbrück? Ich bin ihr Mann.
Das kann ja jeder sagen.
Warten Sie, ich zeige Ihnen meinen Ausweis.
Hier, sehen Sie.
Björn Delbrück.
Aber sie hat mir mal gesagt, dass sie geschieden ist.
Ja, wir leben getrennt.
Im Guten.
Sie sagt immer, ich soll mal schauen,
wie sie jetzt so wohnt.
Es ist ja sehr hübsch hier.
Dann überrasche ich sie später.
Aber wenn sie kommt, bitte nichts von mir erzählen.
Das würde die Überraschung verderben.
Wollen Sie vielleicht bei mir auf sie warten?
Ich könnte Ihnen Holunderblütentee kochen.
Was ist das denn?
Der Fall ist so gut wie geklärt.
Da bin ich aber gespannt.
Wie ich vermutet habe, ist die Kleidung
die Tracht eines Tuchmachers aus dem 16. Jahrhundert.
Götzi war vielleicht Mittäter
in der Tuchmacherverschwörung von 1527.
Ich hab da aber noch einen anderen konkreten Verdacht,
dem ich nachgehen werde.
Oh, Sie meinen den anderen Toten.
Willkommen im 21. Jahrhundert.
*Er murmelt vor sich hin.*
Dieser Mann wurde im August 2012
von seinen Eltern als vermisst gemeldet.
Er war alleinstehend, lebte im Haus der Eltern.
Aber in einer eigenen Wohnung, sehr für sich.
Er hat als Lastwagenfahrer gearbeitet.
Der Überfall war am 9. Juli.
Die Eltern vermissen ihren Sohn erst im August.
Sie dachten, er wäre an der Costa del Sol.
Er hat sich am 5. Juli 2012 Urlaub genommen
und sollte am 5. August 2012 zurückkommen.
Ist er aber nicht.
Weil er nie in Spanien war.
Sondern mit Kumpels den Juwelier ausgeraubt hat.
Die kriegen wir jetzt.
Die Firma, für die er arbeitete, gibt's leider nicht mehr.
Okay. Und was ist mit den Eltern?
Der Vater ist mittlerweile verstorben.
Aber ...
die Mutter lebt noch.
Hier ist die Adresse. Mhm.
Ähm ...
Können Sie dieses Handy für mich tracken?
Hat das was mit dem Fall zu tun? Nicht direkt.
Aber einen richterlichen Beschluss haben wir?
Kriegen Sie das hin?
Darf ich Ihnen im Gegenzug was Interessantes zeigen?
Nein.
*spannungsvolle Musik*
Kann ich helfen? Wohnt hier Pilnjak?
Ach, der Assi von oben.
Und wer sind Sie?
Der Assi von unten.
*spannungsvolle Musik*
(stöhnt) Warum müssen die immer ganz oben wohnen?
*Tür knarrt leise.*
*spannungsvolle Musik*
Ich bin's.
Der Tote ist Gerd Baumgart. Ich war gerade bei der Mutter.
Sie hat gar nicht verstanden, was ich ihr sagen wollte.
Jedenfalls war Baumgart wohl ein Einzelgänger.
Keine Frau, keine Freunde ... (lacht) Fast wie Sie. Scherz.
Der Name Maik Pilnjak hat ihr nichts gesagt.
Wenn Sie mit ihm gesprochen haben, rufen Sie mich an.
Ich fahre noch mal zu Frau Holzner.
*Nachrichtenton*
(leise) "Ich habe das fragliche Handy geortet."
*spannungsvolle Musik*
Das Löwenpalais.
Mach die Tür zu.
Hallo Viola.
Zieh dich aus.
*spannungsvolle Musik*
Küssen ist nicht im Preis.
Ah.
*Er atmet schwer.*
Du gehörst mir.
Sag es.
Sag es! - Ich gehöre dir.
*Er atmet schwer.*
Lauter.
Kranker Typ.
*Er schluchzt.*
*düstere Musik*
*Hund bellt.* (Mann) Was hast du denn?
*Tür wird aufgeschlossen.*
*Hund bellt.*
(Mann) Ja, ja.
*Tür wird geschlossen.*
Was ist das für 'ne Scheiße?! Maik Pilnjak?
Wer bist 'n du? Polizei.
Nimm doch mal das Viech weg!
Das ist mein Viech und meine Wohnung!
Drago, Platz! Hör auf damit!
Sperr dieses Tier weg,
oder ich mach kurzen Prozess mit Drago!
Ich bin nicht Maik. Wer denn?
Kevin Aulich.
Und wo ist der Maik?
Woher soll ich das wissen?
Sag ihm, dass er sich sofort bei der Polizei melden soll.
Platz!
*Schuss*
*Kirchturmuhr schlägt.*
Ich ... wollte nur sagen, wir werden die alle bald haben.
Also die zwei anderen. Einer ist ja schon tot.
Wir sind dran.
Danke.
Und der Hund? Hat nur 'nen Schreck gekriegt.
Und dieser Kevin Aulich?
Der hat nur noch geheult.
Weil Sie in seinen Fernseher geschossen haben? Ja.
Und dann sind Sie gegangen?
Ich konnte ihn danach schlecht offiziell vernehmen, weil ...
Ist wurscht.
Klar, Sie sind ja in sein Haus eingebrochen
und haben nicht vorschriftsgemäß Ihre Schusswaffe gebraucht.
Hab ich was vergessen? Ach, richtig!
Es gibt gar keinen begründeten Tatverdacht gegen Maik Pilnjak.
Von Kevin Aulich ganz zu schweigen.
Dieser Russe ...
Da, das ist unser Mann.
Weil er Russe ist.
Einer der Räuber damals hat russisch gesprochen.
Und er war Sicherheitstechniker und hat den Juwelier ausgespäht.
Und er ist ganz dicke mit Kevin Aulich.
Na und? Der arbeitet bei Lusatia Secur.
Die sind für das leerstehende Haus an der Langenstraße zuständig.
Die haben seit zehn Jahren den Schlüssel für das Gebäude.
Und wo wurde der tote Gerd Baumgart verstaut?
Genau da.
Okay.
Denke ich auch.
Warum haben Sie damals diese Fehler gemacht?
Es ging Ihnen doch nicht um den schnellen Erfolg.
Doch, doch.
So ein schlechter Polizist sind Sie nun auch wieder nicht.
Mir war der Job völlig egal.
Das glaub ich Ihnen nicht.
Die haben mir damals meine Tochter weggenommen.
Und das war mir nicht egal.
Was ist passiert?
Geht dich nichts an.
So alle fünf Jahre
denkt sich der Baumeister da oben irgendwas aus,
um mir die Beine wegzuhauen.
Vor zehn Jahren hat er mir meine Frau genommen.
Und vor fünf Jahren hat er dafür gesorgt,
dass meine Tochter mich hasst.
Dann ist es ja wieder so weit.
Genau. Also pass gut auf.
Das Unglück wohnt in meiner Nähe.
Dein Mann? Hast du ihn aufgespürt?
Nein.
Soll ich? Nicht nötig.
Das wiederum geht nur mich was an.
Wenn du ihn findest, bring ihn nicht gleich um.
Och Mensch, schade!
*Er seufzt.*
Butsch, ich muss Ihnen was erzählen.
Das haut Sie um.
*spannungsvolle Musik*
Tut mir leid, Dr. Delbrück ist nicht im Haus.
Können Sie mir sagen,
seit wann er bei Ihnen wohnt und bis wann?
Ich hab doch gesagt, dass er nicht da ist.
Und jetzt zisch ab.
Pass mal auf.
Deine Kolleginnen hören einfach besser zu,
wenn man ihnen sagt, wann sie wohin flattern sollen.
Du bist nicht so helle, ne?
Was mach ich denn dann mit dir?
Ah!
Ruf mich an, sobald Dr. Delbrück wieder da ist, okay?
*Er ächzt.*
Unser Götzi ist vermutlich der Tuchmacher Waldemar Hass.
Anno 1527 spurlos verschwunden.
Schauen Sie mal, das Symbol. Auf dem Knauf aus dem Museum.
Und hier ein Ring, den wir bei dem Skelett gefunden haben.
Derselbe Wolf.
Und warum erzählst du mir das?
Das Wappentier der Familie Scultetus!
Böhme, ich versteh nur Bahnhof.
Scultetus ist die lateinische Form von Schulz.
Das bedeutet,
dass der mutmaßliche Mörder des Waldemar Hass
niemand anderes ist als einer Ihrer Vorfahren.
Ich muss dringend an die frische Luft.
*Butsch ächzt.*
Ah, du kannst was anderes für mich tun.
Komm mal her.
Komm her.
Ich muss wissen, wo sich dieses Handy befindet.
Immer.
Das kann ich Ihnen gleich sagen.
Ich hab die Nummer heute schon mal getrackt.
Für die Frau Delbrück. Was Privates, glaub ich.
Und, was gefunden? Das Löwenpalais.
*bedrohliche Musik*
*Schritte*
*Sie seufzt.*
Entschuldigung. Frau Bayer ...
Bitte halten Sie mich nicht für neugierig.
Nein, wieso sollte ich? Hat's geklappt mit dem Treffen?
Ich weiß nicht, was Sie meinen.
Sie haben einen so netten Mann, also Ex-Mann.
*spannungsvolle Musik*
Oh Gott, jetzt hab ich die Überraschung vermasselt.
Sie haben mit ihm gesprochen?
Er war hier? Ja.
Schönen Abend noch.
Björn Delbrück, Zimmernummer ...?
Hauptkommissar Schulz. Lange nicht gesehen, Freddy.
Seit wann arbeitest du hier?
Das ist 'ne richtige Anstellung. (leise) Ich dreh keine Dinger mehr.
Mhm.
Was kann ich für Sie tun?
Hab ich gerade gesagt.
Zimmernummer vom Delbrück ... äh 407.
Der ist aber nicht da.
Du hast doch gar nicht dein Gehirn befragt.
Eine Kollegin von Ihnen war da.
Ich soll sie anrufen, wenn er wieder da ist.
407, hat die auch einen Schlüssel?
*Er seufzt.*
Ich ... Haben Sie dafür eine Berechtigung?
Fragt einer, der wegen falschen Papieren ...
(leise) Nicht so laut, Mann! Bitte.
Schlüssel.
(leise) Dann bin ich auch ganz leise.
*spannungsvolle Musik*
Guten Abend.
Guten Abend, Herr Dr. Delbrück.
*spannungsvolle Musik*
Hm.
*Piepsen*
*Piepsen*
*Ächzen, Schläge*
Verschwinde aus meinem Leben!
Du kriegst mich nicht.
Auch wenn du morgen noch da bist und nächste Woche wiederkommst.
Du kriegst mich nicht.
Ich werde dir nie gehören.
Es ist aus!
Ich ekele dich also an?
Hast du's jetzt verstanden?
*irres Lachen*
Ah!
*Sie atmet tief.*
*Fahrstuhltür öffnet.*
Im Schrank? Unterm Bett.
Du glaubst, er hat's kapiert?
Ich nicht.
(Kevin) Das ist wirklich gut, dass du abhaust.
Der Bulle ist wahnsinnig.
Solltest du auch machen.
Abhauen.
Ich? Wieso ich?
Du bist so blöd!
*Er sagt etwas auf Russisch.*
*Hund hechelt.*
Ich hol mir die Kohle, dann bin ich weg.
Ich hab doch nichts gemacht.
Ich hab doch nichts gemacht!
*Tür schlägt zu.*
*Schritte*
*Eine Flasche rollt über den Boden.*
*spannungsvolle Musik*
Timo!
Ich krieg Herzinfarkt! Tut mir leid.
Hast du die Kohle?
Nicht hier.
*treibende Musik*
Hast du die Kohle?
Super! Danke. 10.000.
Hast du irgendwem was erzählt? Nein, Mann!
Ich muss das wissen.
Was ist mit Aulich? Hast du meinen Namen erwähnt.
Ich glaube nicht. Auch nicht im Suff?
Wenn, war er auch besoffen. Der weiß nichts.
Nicht, dass der auch Geld will. Nein, will er nicht.
Ich will deine Familie nicht schocken.
Ich hab doch selbst Kinder.
Ich fahre hin. Meine Ex wird gucken, aber ...
*spannungsvolle Musik*
*spannungsvolle Musik*
*Er atmet tief aus.*
(Frau) Timo?
Hey.
War nichts los im "Gast"?
Nee, bin früher nach Hause.
Ich wollte dich ja noch sehen, bevor du einschläfst.
Was hast du da am Auge?
Hast du geweint? Nee!
Das ist wegen dem Rauch in der Kneipe.
Wie geht's Vera?
Sie ist total fertig. Ist alles wieder da.
Scheiße. Scheißbullen.
Sie stellt sich jetzt vor,
dass die Typen hier fünf Jahre gelebt haben, ganz normal.
Und dass sie ihnen begegnet ist, ohne es zu wissen.
Hat die Polizei noch was gesagt?
Dass sie alles tun werden, um den Mörder zu finden.
Tut mir leid, dass ich heute nicht da war.
Du bist so oft für uns da.
Ich werde alles dafür tun, dass du mich immer weiter liebst.
Warum sollte ich dich irgendwann nicht mehr lieben?
Hm?
*düstere Musik*
*Ein Hund bellt.*
(Mann) Apollo!
*Gebell* Apollo!
*Gebell*
Alles okay? Oh Gott!
Apollo!
Vielleicht hat er's ja doch kapiert.
*Türglocke*
Ja?
*Er flüstert.*
*düstere Musik*
Das ist sicher Pilnjak? Er hatte einen Reisepass dabei.
Pilnjak, Maik. Ja. Was wollte der denn hier?
Sicher ist, dass er erstochen wurde.
Mit einer langen Klinge, vermutlich ein Küchenmesser.
Wurde der hier abgestochen? Sicher nicht.
Seine Blutspur ging durch halb Görlitz.
Am Neiße-Ufer wurde eine Reisetasche
und viel Blut gefunden, vermutlich der Tatort.
Polnisches Team ist da.
Haben Sie noch mal wegen des Wappens nachgedacht?
Was soll das denn jetzt? Neiße-Ufer wo?
Ich dachte, es interessiert Sie,
dass Ihr Vorfahre ein Mörder sein könnte.
Vielleicht erinnern Sie sich.
Der Mann sollte vor fünf Jahren Ihre Alarmanlage installieren.
Frau Holzner?
Ich will hier weg.
In Ordnung, Frau Holzner. Wir sprechen später noch mal.
Er kam direkt auf meine Mutter zu.
Ich hab gedacht, er wollte sie angreifen.
Äh ... Und ich glaube, er hat auch was zu ihr gesagt.
Ihre Mutter bestätigt das nicht.
Wir vernehmen sie später noch mal dazu.
Jetzt steht sie unter Schock.
Wieso ist der hergekommen? Das wissen wir nicht.
Wirklich nicht? Halten Sie uns hin?
Suchen Sie jetzt den dritten Mann? Bevor der hier auftaucht!
Ganz ruhig, Herr Klein.
Die Verbindung der beiden Toten führt uns zum dritten Täter.
Den hol ich jetzt. Kommst du?
Oder soll ich Aulich alleine abgreifen?
Falls Sie irgendetwas haben, das uns weiterbringen könnte,
melden Sie sich bitte.
*düstere Musik*
Butsch? Wir fahren erst zum Tatort.
Dann vergewissern wir uns aller Indizien und Beweise,
die für Aulich sprechen.
Und dann, mit Haftbefehl, kassieren wir Aulich.
Alles klar?
Nach dem ersten "dann" hab ich nicht mehr zugehört.
*spannungsvolle Musik*
Bringst du Vera alleine nach Hause?
Ich muss noch was erledigen.
*spielende Kinder im Hintergrund.*
*spannungsvolle Musik*
Na, Jungs?
Erst gibt's Futter für Drago. Dann steh ich im Tor.
Ja, was hast du denn da?
Kriegst ja gleich Happi-Happi.
Nee, Happi-Happi muss warten.
Was ... Was wollen Sie denn jetzt schon wieder?
Herr Aulich, wir sind von der Kriminalpolizei.
Wir möchten uns mit Ihnen
über Gerd Baumgart und Maik Pilnjak unterhalten.
Aber ich weiß nichts.
Vorladungswisch haben wir. Also: Abmarsch.
Komm, Kleener.
Hauptkommissar Schulz? Ja.
*Er atmet hektisch.*
*düstere Musik*
*Blubbern*
*Sie lacht.*
Hey.
Timo ...
*Er atmet tief.*
Ist wirklich alles in Ordnung?
*Er schluchzt.*
Ich ...
hab solche Angst, dich zu verlieren.
Warum denn?
Hm?
*Er schluchzt.*
Sch ...
Das nimmt dich alles noch mehr mit als Mama.
Du hast nichts genommen?
Nein.
Ich hab nichts genommen.
Wirklich nicht, Susanne. Ich bin clean, das weißt du.
Hey.
Ein Entzug reicht mir.
Vertrau mir.
Ich vertrau dir.
*düstere Musik*
Hast du mit Vera gesprochen wegen heute Morgen?
Ja, aber sie ist unter Schock. Sie sagt gar nichts.
Ist sie hier?
Ja, sie kann sich bei uns besser erholen.
Ist doch in Ordnung. Oder?
Klar.
Ich hab ihr das Gästezimmer vorbereitet.
Da ist der Weg ins Bad nicht weit. Sie hat wirklich Angst.
Vielleicht weil der Typ ihr was zugeflüstert hat.
Was hat er denn gesagt? Vielleicht irre ich mich auch.
Sie hat nichts erzählt. Ich wollte sie nicht quälen.
Wo ist sie jetzt?
Hat sich hingelegt.
Warum sollte ich Maik umbringen? Wir sind Kumpels seit zehn Jahren.
Du hattest Angst, dass ich dich schnappe.
Maik sollte nicht mehr reden über den Raubmord vor fünf Jahren.
Da war ich gar nicht dabei. Du bist der dritte Mann!
Baumgart, Maik und du. Nein!
Okay, gehen wir das Ganze noch mal durch.
Der 9. Juli 2012 ... Können Sie sich erinnern?
Ja. Na, fein!
Ja, klar! Mitten in der Nacht rief Maiki an.
Da hab ich noch bei meiner Freundin gewohnt.
Kann sie den Anruf bezeugen?
Nein, die hatte Schichtdienst. Na, also.
Kein Alibi.
Was wollte Maik Pilnjak?
Den Schlüssel von dem alten Haus in der Langenstraße.
Den hat er sich dann geholt.
Und Sie haben keine Fragen gestellt?
Auch nicht, als Sie von dem Raubmord erfahren haben?
Ich ... wollte es nicht wissen. Sprich lauter!
Es kam mir schon komisch vor.
Ich dachte, er hat Scheiße gebaut und die Beute im Gemäuer versteckt.
Aber da war nichts. Und dann waren's die Russen.
Komme.
Und dann?
Die Pistole aus Pilnjaks und Aulichs Wohnung
ist eindeutig die Tatwaffe im Fall Holzner vor fünf Jahren.
Und mit dem Messer wurde Maik Pilnjak erstochen.
Sie wussten also nichts von dem Plan Ihres Freundes?
Nichts von dem Überfall, dem toten Komplizen
und der Entsorgung des Toten in dem Haus,
wofür Sie den Schlüssel lieferten?
Ich wollte es nicht wissen.
Aber Gerd Baumgart kannten Sie.
Vielleicht einer von seinen Kollegen oder Trinkkumpanen.
Das ist schwer zu glauben.
Ich weiß es nicht.
Bis Sie gestern gekommen sind und Maiki verhaften wollten.
*Er seufzt.*
Und dann?
Als Sie weg waren, kam Maik und hat mir alles gesagt.
Und dann wollte er zu 'nem Kumpel, Geld holen.
Und dann hat er gesagt, dass die Polizei mich verdächtigt.
Ja, da hatte der Maik verdammt recht.
Herr Aulich, was haben Sie heute Nacht
zwischen drei und vier Uhr morgens gemacht?
*leises Wimmern*
*spannungsvolle Musik*
Was denkst du? Ist Kevin Aulich der dritte Mann?
Alles spricht dafür: seine Bekanntschaft mit Pilnjak,
der Zugang zu dem alten Haus, keine Alibis, das Motiv ...
Wir haben an Pilnjaks Kleidung
viele DNA-Spuren isoliert, von Aulich.
Das hat nichts zu sagen.
Sie waren Mitbewohner, hockten dauernd zusammen.
Und saubergemacht haben sie auch nicht.
Sag mir nicht, dass du keine Zweifel hast.
Aulich ist ein Riese.
Also ziemlich kompakt.
Oder?
In Ihrer Täterbeschreibung von damals steht nichts davon.
Vielleicht hab ich einen Fehler gemacht?
Wir müssen noch mal zu Frau Holzner fahren.
(Böhme) Ich hab was entdeckt.
Es gab eine Fehde zwischen Petrus Scultetus
und Waldemar Hass - wegen einer Frau.
Und jetzt raten Sie mal, Butsch, wie Ihr Vorfahre gestorben ist.
Herr Böhme ...
Auf dem Schafott.
*spannungsvolle Musik*
*Donnergrollen*
*Telefon klingelt.*
(Susanne) Klein.
Frau Delbrück.
*Susanne seufzt.*
Sie haben den dritten Mann?
Oh Gott, endlich. Vielen Dank.
(ruft) Mama, sie haben ihn! Es ist vorbei.
Ja?
Was? Sie müssen noch mal mit ihr sprechen?
Dieser Mann hat nichts zu ihr gesagt.
Nee, bitte kommen Sie erst morgen. Meine Mutter ist total erschöpft.
Und mein Mann arbeitet im "Steinernen Gast".
Vielen Dank, Wiederhören.
(stöhnt) Hast du mich erschreckt! Ich hab gedacht, du bist arbeiten.
Ja, ich wollte gerade los.
Die Polizei hat den dritten Mann. Das ist doch ein Grund zum Feiern.
Aber Sie müssen noch mal mit Mama reden.
Ich mach heute kürzer und besorg 'ne Flasche Sekt.
Und dann stoßen wir mit deiner Mutter an.
Okay.
*Handy klingelt.*
Butsch? Keiner da.
Und wo bitte?
Die Holzner ist nicht mehr im Geschäft.
Die ist bei ihrer Tochter, ich hab gerade mit ihr geredet.
Da hätte ich mir den Weg ja sparen können.
Lohnt sich manchmal, sich abzusprechen.
Wir zeigen ihr morgen die Fotos der mutmaßlichen Täter.
Warum erst morgen? Weil es ihr nicht so gut geht.
Außerdem sollten alle dabei sein,
und der Schwiegersohn arbeitet gerade im "Steinernen Gast".
Im "Steinernen Gast"?
Ja, das ist eine Kneipe.
*düstere Musik*
Ist was?
Ähm ... Ich meld mich.
*Sie seufzt.*
*düstere Musik*
Ah!
*düstere Musik*
Hallo Viola.
*Sie seufzt.*
*düstere Musik*
Hh! Ach, Mama! Erschreck mich doch nicht so.
Was ist denn los?
Hast du Schmerzen?
Der dritte Mann, ...
der Papa und mich überfallen hat,
Sie haben ihn. Alle sind tot.
Oder im Gefängnis. - Nein.
Der dritte Mann,
der Anstifter,
den haben sie nicht.
*düstere Musik*
Was hat der Mann zu dir gesagt, Mama?
*Donnergrollen*
Butsch!
Sag mal, du warst doch Jahre nicht mehr hier.
Willst du 'nen Schnaps?
Oder bist du dienstlich hier? Weiß ich noch nicht.
Gieß mal ein. Gut.
Ist ja 'ne tolle Sache mit diesem Knochenhaufen von 15hundertnochwas.
Das könnte ja mein Ururopa sein, Waldemar Hass.
Ich bin doch auch ein Hass. Irre, oder?
Ja.
Also, wo ist Timo Klein? Timo?
Was willst du denn von dem?
Der arbeitet doch hier.
Manchmal, sonst liegt er nur seiner Frau auf der Tasche.
Und wo ist der jetzt?
Er meinte, seiner Frau und der Schwiegermutter geht's nicht gut.
Er wollte zu ihnen, da hab ich ihn gehen lassen.
*düstere Musik*
Vor fünf Jahren hat er auch schon für dich gearbeitet.
Vor fünf Jahren? Nee.
Da war der Timo zwar jeden Tag hier und hat sich besoffen.
Mit arbeiten hatte er es damals noch nicht so.
Timo war Stammgast hier? Ja.
Ähm ...
Der hier, war der auch Stammgast?
Maik, klar. Die waren doch hier 'ne Skat-Runde.
Der Maik, der Gerd, der kam aber später nicht mehr,
und Timo.
Eure Bier.
Das heißt, Timo war der dritte Skatbruder.
Ja.
Ich hab sie damals "die drei Loser" genannt.
Und jetzt ist der Timo zu Hause?
Wie gesagt: Schwiegermama geht's nicht gut.
Danke, Bruno.
Ach, das tut mir leid, das mit deinem Ururgroßvater.
Das ... wollte ich nicht.
*Tür wird geöffnet.*
Damit stoßen wir gleich an, auf die Lösung aller Probleme.
Schön.
Aber erst essen wir was.
Okay.
*düstere Musik*
Wo ist denn deine Mutter?
Sie macht sich noch frisch.
(erfreut) Vera!
Geht's dir denn jetzt 'n bisschen besser?
Mir geht's blendend.
*düstere Musik*
Also, das ist ... toll!
Komm, ich helf dir.
Vorsicht.
Setz dich.
Schön, dass es dir wieder besser geht.
Mir geht es blendend.
Weil du jetzt da bist.
*spannungsvolle Musik*
*regelmäßiges, tiefes Atmen*
Ich lass es nicht zu, dass es dich ohne mich gibt.
Ich hab es dir gesagt.
Uns gibt es nur zusammen.
*Musik wird immer spannungsvoller.*
*Donnergrollen*
*Donnergrollen*
Danke.
Na gut, lasst uns anstoßen.
*düstere Musik*
Auf das Ende des Alptraums.
Endlich ist das Verbrechen an Martin gesühnt.
Och, ich warte noch einen Moment.
Gut, dann ...
Guten Appetit.
*Quietschen*
Mmmmm!
Superlecker!
Ich bin so froh, dass endlich alles vorbei ist.
*Donnergrollen*
Was ist denn?
Ich seh kurz nach, ob der Herd aus ist.
Ich hab gar nicht so 'nen Hunger.
Herd war aus.
*Sie räuspert sich.*
Vera?
Ihr trinkt nichts, ihr esst nichts ...
Man könnte fast meinen, ihr wartet auf irgendwas.
Wir warten auch auf was.
*düstere Musik*
*Er stöhnt.*
Jetzt hab ich, glaub ich, zu schnell gegessen.
*Er ächzt.*
Was ist das denn jetzt?
Verrecken sollst du.
Du warst es.
(gepresst) Aber ich liebe euch doch!
(Vera) Timo ...
Du warst für uns wie ein Sohn.
Ich wollte das nicht.
Das wollte ich nicht!
Fass ihn nicht an.
Es tut mir so leid!
Susanne, bitte! Bitte, ich ...
(schwach) Susanne ...
*Er ächzt.*
(leise) Du bist 'n Schwein.
*Es klingelt.*
Können Sie ein andermal wiederkommen?
Unsinn.
Muss sein.
*Timo atmet schwer.*
Ich sagte doch,
ich mache den Fehler von damals wieder gut.
Tolle Idee, das Geschäft zu überfallen,
solange keine Kameras installiert waren.
(schwach) Helfen Sie mir!
Du hast deinen Kumpel Maik umgebracht,
damit er dich nicht verrät.
Hey! Hey!
*Timo hustet.* Was ist denn mit dem los?
Wir brauchen einen Rettungswagen, Reichertstraße 14. Nein, 12!
Sofort! *Timo stöhnt.*
Ist da was in den Nudeln?
*Timo stöhnt.*
Er hat's verdient.
Was?
*treibende Musik*
Trink das!
Trink das! Trink das, Mensch!
Gut, dann gehen wir zusammen aufs Klo und machen's anders.
So, los! Nicht den Sekt.
Was?
Nicht den Sekt.
Oh nee, hm!?
*Er atmet tief aus.*
Erstaunlich.
Ja.
Ich bin nicht sicher, ob Timo Klein es schafft.
Der Giftcocktail ist eine tückische Mischung
aus Botox, Herztropfen und Fingerhut.
In dem Sekt waren zum Glück nur Herztropfen.
Gott sei Dank haben Sie ein starkes Herz, Butsch.
War ... War ja nicht so viel.
*Donnergrollen*
Hast du Cassy erreicht? Nein.
Da fällt mir ein:
Soll ich diese Handynummer weiter orten?
Ja!
Ich hab Ihnen die neuesten Koordinaten geschickt:
ein Waldgebiet bei Rothenburg.
*düstere Musik*
(leise) Scheiße.
Gern geschehen.
*Reifen quietschen.*
*romantische Musik*
Ich kann dich nicht gehen lassen.
*Sie atmet schwer.*
Ich ...
Ich kann ...
Ich kann nicht ohne dich sein.
Das musst du verstehen.
Wir sind eins.
Es endet hier.
*dissonante Musik*
# As lonely as a blue, blue star.
*treibende Musik*
*Donnergrollen*
Viola.
Viola!
Hey!
Hey! Hey!
Viola, hey!
*Sie atmet schwer.*
*düstere Musik*
*dissonante Musik*
# As lonely as a blue, blue star.
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