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Auf geht's, Tempo!
- Hier rüber! - Los jetzt!
Achtung, hinter dir.
Komm schon. Jetzt gib ab. Ich steh frei!
Sehr gut!
Hier, spiel damit.
Okay, Mädels, das war's.
Kann ich vor der Party nach Hause?
- Klar. - Ist der Hund da?
Was denkst du denn?
Das ist der süßeste Hund, den ich kenne.
Ich will auch einen zum Geburtstag.
Du hast die beste Mutter.
Bis später!
Hallo, Chrissie!
Hey!
Komm mit!
Mama?
Notrufzentrale, was ist passiert?
Mama atmet nicht mehr!
Wie ist die Adresse?
Ich mag nicht mehr. Mir schmeckt das einfach nicht.
- Ist sie immer noch drin? - Ja.
- Du kannst vor mir rein. - Lina?
- Jetzt mach schon. - Entspann dich.
- Was denn? - Du bist seit Stunden da drin.
- Andere wollen auch. - Was ist denn los?
Gar nichts, komm jetzt.
Ist es, weil du den Job nicht gekriegt hast?
- Hey, bist du jetzt fertig? - Du kannst rein.
- Mit wem simst du denn? - Geht dich nichts an.
Komm schon, wer ist dieser Geir?
- Ein Freund. - Weiß Papa davon?
- Nein, äh... - Warum denn nicht?
- Hast du schon alles gepackt? - Fast.
- Gut. - Dann bist du mich los.
- Ach was? Hallo. - Hej!
Tja.
- Ihr erster Tag? - Ja. So ist es.
- Gratuliere. - Danke.
- Sie wollten also nicht weiterhin... - Nein.
Und sie kommt unmittelbar von einem Auslandseinsatz in Jordanien zurück,
wo sie als Verbindungsbeamtin tätig war und mit Interpol gearbeitet hat.
Davor war sie beim Nachrichtendienst. Richtig?
Aber das ist vielleicht geheim.
Da sind Sie Kommissarin geworden.
- Stimmt. - Mit diesen Qualifikationen
ist Alexandra Beijer genau die Chefin, die diese Gruppe braucht.
Äh, gibt es noch etwas, das ich erwähnen sollte?
Nein, Sie haben alles Wichtige gesagt.
Außer vielleicht, dass ich eigentlich Alex genannt werde.
- Herzlich willkommen. - Danke.
Gut, dann ist es also ab jetzt Alex,
die das Steuer in der Hand halten wird.
Okay, Ayda, wir haben eine tote Frau in Haninge.
- Können Sie uns was darüber sagen? - Ja.
Manuela Svensson, sie wurde gestern Nachtmittag
tot in ihrem Haus aufgefunden
von ihrer Tochter Maria, elf Jahre.
Die Streife und der Notarzt, die als Erste vor Ort waren,
berichten, dass sie wahrscheinlich die Treppe runterstürzte
und sich dabei das Genick brach.
Sie wurde vermutlich gegen 17 Uhr umgebracht.
- Kann es kein Unfall gewesen sein? - Na ja, theoretisch schon.
Es gibt Anzeichen eines Streits, darum ist es unwahrscheinlich.
Manuela lebte mit geschützter Identität,
seitdem ihr Exmann Fredrik Sidell wegen Misshandlung verurteilt wurde.
- Ist er wieder draußen? - Ja, seit fünf Jahren.
Aber sie hatten seit damals keinen Kontakt mehr.
Er war Rettungssanitäter.
Heute gibt er Kurse zusammen mit seiner neuen Frau.
- Wo ist die Tochter jetzt? - Bei einer Freundin der Mutter,
sie arbeitet im Frauenhaus, da haben sie sich kennengelernt.
Gut, also lasst uns keine Zeit verlieren.
Ich denke, dass Jenny und, äh...
- Oskar. - ...Oskar zum Frauenhaus fahren
und mit der Frau reden. Wie war ihr Name?
- Rana Mansour. - Ja, okay, fahren wir.
Gut. Steinar, wir nehmen uns 'ne Streife und holen den Exmann her.
Gut, also.
Das lief doch gut, Steinar.
Bist du zufrieden, bin ich zufrieden.
Hallo, Oskar Bergman, Polizei.
Aha.
Keine Männer, ich dachte, das hätten Sie verstanden.
Okay, gut. Ich warte im Auto so lange.
- Hallo, Jenny Bodén. - Hi, Rana.
Alex Beijer von der Kriminalpolizei. Sind Sie Catharina Sidell?
Ja.
- Ist Ihr Mann zu Hause? - Ja, ist er, aber...
- Worum geht's denn? - Wir müssen ihn sprechen.
Was ist passiert?
- Hat Fredrik das getan? - Wissen wir noch nicht.
Ich garantier Ihnen, dass er's war.
Ist was mit Manuela?
Wie kommen Sie darauf?
Ich weiß nicht. Was sollte sonst sein?
- Sie beide kannten sich gut? - Ja.
Wir waren eng befreundet seit, na ja, sieben Jahren,
seit sie herkam.
Halb totgeschlagen.
Es ist alles okay.
Wo ist Maria?
Können wir Ihnen nicht sagen. Sie bekommt Hilfe.
Gut.
Ich nehme an, Sie wollen mein Alibi überprüfen.
Dazu kommen wir noch.
Wie haben...
Wie haben Sie sich kennengelernt?
Manuela und ich lernten uns vor zwölf Jahren kennen.
Ich war damals noch Pfleger in einer geschlossenen Psychiatrie.
Und sie war zwangseingewiesen worden
nach einem Selbstmordversuch.
- Und dann wurden Sie ein Paar? - Ja, kurze Zeit später.
Aber das war keine gute Idee. Es war die totale Katastrophe.
Ja, Sie haben sie misshandelt.
Ja.
Zweimal.
Zweimal hab ich zurückgeschlagen und ich werde immer damit leben müssen.
Zuerst wollte sie ihn nicht anzeigen, aber ich hab sie überredet.
- Wie lange bekam er dafür? - Zweieinhalb Jahre.
Aber er hat nur knapp die Hälfte abgesessen.
Gott, ich wusste, dass er sie findet.
Ich hab ihn im Gericht erlebt.
Er ist clever, verdammt clever.
Sie behaupten also, dass sie Sie auch geschlagen hat?
Ja, und zwar immer wieder, aber das Gericht hat mir nicht geglaubt.
Na ja, das war auch nicht das Einzige,
weswegen Sie verurteilt worden sind.
Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz,
das Kaufen von Sex.
Also, Manuela und ich,
wir führten ein fürchterlich destruktives Leben.
Inwiefern?
Es gab ständig Drogen, Gewalt, Sexkauf.
Wir waren auf dem direkten Weg in die Hölle.
Und als ich verurteilt wurde, war das wie ein Aufwachen.
Endlich bekam ich die Hilfe, die ich brauchte.
Und ich traf Catharina.
Lassen Sie uns zum Sonntag zurückkommen.
Ja, ähm...
Wir hielten einen Zwei-Tages-Kurs in Erster Hilfe
- in einer Suchtklinik in Hammargarden. - Kann das jemand bezeugen?
Ich kann Ihnen die Nummer der Klinikleitung geben.
Ja, danke.
Was wird jetzt aus Marie?
Darauf können wir leider nicht antworten.
Und wo ist sie?
Bei mir zu Hause.
Mit einer Sozialarbeiterin.
Wir werden auch mit ihr sprechen müssen.
Natürlich.
Gab's noch jemand anderen? Einen neuen Mann in Manuelas Leben?
Mhm.
Ove. Ove Radström.
Was heißt neu? Es gibt ihn schon länger.
- Wie ist er so? - Keinen Besseren.
- Inwiefern? - Er behandelt Maria toll.
Anständig. Abstinenzler.
Ove?
Ove, hier ist die Polizei.
Zeit aufzuwachen, Ove!
So, jetzt!
Also, das schaffen wir.
- Los, kommen Sie! - Ja.
Ja, so!
Danke, wir melden uns.
Ich glaube ihm nicht.
Aber sein Alibi steht.
Sowohl seine Frau als auch Ingrid Bergkvist aus der Klinik bestätigen,
dass der Kurs stattgefunden hat.
Das mag sein, aber ich kenn diese Typen.
- Was für Typen? - Männer, die Frauen schlagen.
Eventuell schlagen.
Er schien mir ganz vernünftig und sympathisch,
und es tat ihm aufrichtig leid, was er da...
Er lügt.
Wir werden sehen. Kaffee?
Nein, nein, danke. Ich hatte schon.
Liebling, könnten wir nicht...
Ja, ich hätte gern mit Lisa Rudberg vom Sozialamt gesprochen.
Ja.
Guten Tag, mein Name ist Fredrik Sidell.
Ich hatte beantragt,
das Kontaktverbot zu meiner Tochter Maria aufzuheben.
Ja, genau.
Die Sache soll ja Ende des Monats vor Gericht verhandelt werden.
Aber jetzt hab ich erfahren, dass Marias Mutter verstorben ist.
Deshalb würd ich meine Tochter gern treffen.
Ja, danke.
Hm. Okay.
Äh, okay, dann wart ich und hör von Ihnen.
Ja, danke. Vielen Dank. Wiederhören.
Und?
Sie will sich noch mal melden, aber sie klang positiv.
Findest du nicht, dass es in gewisser Hinsicht auch gut ist?
Dass Manuela jetzt weg ist?
Wie meinst du das?
Ich weiß nicht. Nein, das war dumm.
Und hier haben wir Manuelas Freund, Ove Radström.
Geboren 1971, schläft gerade seinen Rausch
in der Ausnüchterungszelle aus.
Er arbeitet bei ICA Maxi in Haninge.
Keine eigenen Kinder, wurde 2009 zu drei Monaten Gefängnis verurteilt,
wegen Alkohol am Steuer und Körperverletzung.
Okay und dann haben wir noch ihren Exmann, oder?
Ja, Fredrik Sidell.
Äh, kannst du noch mehr zu der Körperverletzung von damals sagen?
Ja, ähm...
Das war in 'ner Kneipe im Zentrum von Jodbro.
Ove war betrunken, hat einen Kumpel geschlagen
und war dann so schlau, mit dem Auto abzuhauen.
Das klingt nach dem Mann, den wir suchen.
Er stand dem Opfer nahe, prügelt sich und hat ein Alkoholproblem. Also:
Mit ihm zu reden wird interessant.
Kaffee?
Ja.
- Sie auch? - Für mich nicht, danke.
Ja.
Verhör von Ove Radström. Es ist jetzt...
- ...18.07 Uhr. - Danke.
Sie wissen, was mit Manuela passiert ist?
Könnten Sie ins Mikrophon sprechen?
Äh, ja.
Was für eine Beziehung hatten Sie?
Wir waren wohl ein Paar, kann man sagen.
Und wie lange schon?
Äh, ein Jahr ungefähr.
- Sie wohnten nicht zusammen. - Nein, haben wir nicht.
Also, das hört sich ja nach der perfekten Lösung an.
Es würde vielen Paaren guttun,
drei, vier Tage die Woche getrennt voneinander zu wohnen.
- Was meinen Sie? - Ja.
- Wann haben sie sich zuletzt gesehen? - Am Samstag, am Nachmittag.
- Und wo? - Bei ihr zu Hause.
Ich dachte, sie braucht Hilfe bei den Vorbereitungen.
- Ja. Brauchte sie Hilfe? - Nein.
Und dann?
Bin ich gegangen.
- Wo waren Sie am Sonntagnachmittag? - Bei meiner Mutter.
- Und die wohnt wo? - In Västerhaninge.
- Wohnt sie alleine? - Ja.
Sie wissen, dass wir das alles überprüfen können.
Ihre Handydaten können uns verraten, wo Sie waren.
- Nein. - Und wieso nicht?
Ich hab's Freitag in der Arbeit vergessen.
Das passiert mir ständig.
- Ja, das kenn ich zu gut. - Gab es Streit?
- Nein, nie. - Nie?
Ja, fast nie.
Ove?
Ove! Haben Sie eine Ahnung, wie das passiert sein könnte?
Nein.
Also ich finde, wir sollten Ove vorläufig festnehmen,
wegen des Verdachts auf Totschlag.
Das gibt uns drei Tage Zeit, ein Geständnis aus ihm rauszuholen.
- Das sollte ich schaffen. - Wieso sind Sie sich so sicher?
Man kann sich nie ganz sicher sein.
Also ich nicht, aber wir hätten drei Tage, es rauszufinden.
- Okay, ich ruf den Staatsanwalt an. - Gut.
Sie ist einfach gefühlsgesteuert, total gefühlsgesteuert.
Aber deshalb muss sie ja nicht schlecht sein.
Setzt sie sich was in den Kopf, ist das so.
Sag ich A, sagt sie garantiert B.
- Ja, das hört sich anstrengend an. - Allerdings.
Bringst du Lina, oder wird sie abgeholt?
Äh, ich, ja. Ja.
- Ja, ich fahr sie. - Okay, gut.
- So hier, ich glaub, das war alles. - Ja, danke.
- Ich leg sie hier rein. So. - Ja.
- Willst du nicht lesen, was drinsteht? - Hm?
- Ist vielleicht von deinem Loverboy. - Ich hab keinen Loverboy.
Aber ihr habt gevögelt.
Nein. Nein, das haben wir definitiv nicht getan.
- Aber ihr habt euch geküsst? - Nein.
- Habt ihr. - Nein! Haben wir nicht!
Mir ist das doch egal.
Leute in eurem Alter haben echt komische Beziehungen.
- Das Teil kommt weg. - Okay.
So, fertig?
Äh, yes. Du darfst das Auto holen.
Ihr Leben war wohl total durcheinander,
die Finanzen das reinste Chaos.
Unbezahlte Rechnungen, offene Kredite.
- Sonst nichts? - Doch, vielleicht schon.
Ich bin gerade dabei, die Daten von Manuelas Handy durchzugehen:
Sie hat 'ne SMS gekriegt am Abend, an dem sie starb.
Ich hoffe, die Torten sind auf dem Fest gut angekommen,
trotz der Laktose. Smiley. Umarmungen, Bernt.
- Umarmungen? Nicht Umarmung? - Nein, Plural.
Wer ist denn Bernt?
Ein Kollege im Gemeindebüro. Bernt Wijkmark.
- Unterhalten Sie sich mit ihm? - Klar.
Ja, und dann Ove Rodströms Alibi. Seine Mutter.
- Bin unterwegs. - Vergessen Sie die Schnecken nicht.
- Hm? - Sie hat sicher auch welche.
Ja. Es fällt mir schwer, mich zu erinnern.
- Was war das für ein Tag? - Sonntag.
- Und heute ist? - Dienstag.
Ich kann mich nicht erinnern.
Ist irgendetwas anders an Sonntagen?
Kommt der Pflegedienst? Oder die Fußpflege?
Irgendwas im Fernsehen?
Der Pflegedienst kommt doch jeden Tag.
Aber wissen Sie, es ist immer jemand Neues.
Ich kann mir gar nicht alle Namen merken.
Viele sind ja sehr lieb, aber immer schnell, schnell.
Und kaum sind sie da, müssen sie auch schon wieder weg.
Und Ove? An welchen Tagen kommt er denn immer?
Ja, das ist verschieden.
Glaube ich.
Was ist heute für ein Tag?
Äh, Dienstag.
"Umarmungen, Bernt", das haben Sie Manuela geschrieben.
Wie war Ihre Beziehung zu ihr?
Sie war meine Sekretärin.
Oder Assistentin, wie man heute sagt.
- Dann waren Sie ihr Chef? - Ja, so ist es.
- Wie, wie geht's Maria? - Sie ist gut versorgt.
Manuela war...
Entschuldigung.
- Sie haben sie gemocht? - Ja.
Haben Sie sich auch privat getroffen?
Manchmal.
Wir waren Freunde.
Aber sie hatten keine Beziehung. In sexueller Hinsicht?
Nein. Ich bin verheiratet. Sie auch.
Na ja, sie war zusammen mit diesem Ove.
Hat er das getan?
Wir versuchen nur, uns ein Bild von Manuela zu machen,
wen sie kannte und so weiter.
- Er ist ein Versager. - Versager? In welcher Hinsicht?
Er saß wegen Körperverletzung. Alkoholiker.
Aber das ist schon ganz schön lange her.
Können Sie uns mehr über Ihre Beziehung erzählen?
Wir stehen einander nahe, oder standen einander nahe.
Sie hatte es schwer und ich hab ihr geholfen, so gut ich konnte.
- Auch finanziell? - Mhm.
Sie haben Kuchen gekauft, für Marias Geburtstag zum Beispiel.
Mir tut's nicht weh und sie haben sich sehr gefreut.
- Der Hund ist auch von mir. - Marias Hund?
Mhm. Sie hat sich einen gewünscht. Schon lange.
Weiß Ihre Frau, dass Sie Manuela unterstützt haben?
Wir sprechen nicht so viel darüber.
Und es war nicht so,
dass Sie für Ihre Hilfe eine Gegenleistung erwartet haben?
Überhaupt nicht.
Wir respektierten die Beziehung des jeweils anderen.
Wieso sollten zwei erwachsene Menschen
unterschiedlichen Geschlechts keine Freunde sein können?
Bernt Wijkmark war wahrscheinlich in Manuela verliebt
und vielleicht eifersüchtig auf Ove Radström,
aber dass das zu einem Streit führte, der dann so eskaliert ist,
das kann ich fast nicht glauben, was meinst du?
Nein, das ist keiner, der zuschlägt.
Ja, dann sollten wir zunächst vielleicht... Ja, Steinar?
Ich glaube, es ist Ove, auf den wir setzten sollten,
ich würde ihn gerne noch mal befragen.
Aber bisher steht sein Alibi noch.
Ich hab 'n Hinweis zu Ove reinbekommen.
Zumindest vermuten wir, dass es um ihn geht.
Eine Nachbarin, die Streit und aufgeregte Stimmen gehört haben will,
Anfang letzter Woche.
- Wahrscheinlich Dienstagabend. - Okay?
- Wann haben Sie das erfahren? - Gerade eben, vor der Besprechung.
Und woher weiß sie, dass es Ove war?
Sie hat seine Stimme erkannt. Sagt sie.
Gut. Dann haben wir ja was Neues, womit wir ihn konfrontieren können.
Ich hab noch was aus Manuelas Vergangenheit.
Sie hatte zwei Online-Dates.
Vor zwei Jahren traf sie diesen Typen hier:
Patrik Bergfjord, 32 Jahre, IT-Techniker.
Und dann ein halbes Jahr später Johan Nordin, 37 Jahre.
- Ich weiß nicht, ob das wo hinführt. - Wer übernimmt das?
Wie gesagt. Ich setze lieber auf Ove.
- Wir können das tun. - Danke.
Gut. Sind wir fertig?
- Ja. - Schön.
Mhm.
- Kaffee? - Gerne. Hübsche Bluse.
Danke.
Sie sehen gar nicht aus wie 'ne Polizistin.
- Ist das eher gut oder schlecht? - Das war 'n Kompliment.
Ach, ähm, ich habe das Gefühl,
dass mit diesem Fredrik Sidell irgendwas nicht stimmt.
- Wieso? - Irgendjemand muss ihn kennen.
- Soll ich mich mal umhören? - Ja, könnte nicht schaden.
Vielleicht finden Sie 'nen alten Freund oder eine Ex.
- Jemanden, der weiß, wie er tickt. - Okay.
Hallo noch mal.
- Sind Sie allein? - Ja.
Möchten Sie reinkommen?
Und Sie waren den ganzen Nachmittag mit ihm zusammen?
Ja, also nicht andauernd,
aber wir waren nie länger getrennt als 'ne Viertelstunde vielleicht?
Ja, wir hatten die Teilnehmer in kleinere Gruppen geteilt
und haben dann immer gewechselt.
Ich hab das Gerichtsprotokoll gelesen.
Manuela lebte in ständiger Angst, mehrere Jahre lang.
- Mit Gewalt und Todesdrohungen. - Das hat sie gesagt.
Es gibt viele Frauen, denen es so geht.
Man lebt in Todesangst, aber man liebt ihn.
Man will gehen aber gleichzeitig auch bleiben,
und dann schämt man sich.
Und man kann mit keinem darüber reden.
Ja, es ist fürchterlich,
dass es sowas gibt.
Mit wem reden Sie darüber?
- Ähm, worüber? - Über all das hier.
Haben Sie selbst Erfahrung mit Gewalt in Ihren Beziehungen?
Ist das der Grund, weshalb Sie Fredrik nicht trauen?
Worüber stritten Sie?
- Es ging um den Hund. - Was war mit ihm?
- Ich fand, es war unnötig. - Ihn Maria zu schenken?
Ach, aber Sie wissen doch, wie Kinder sind.
Sie quengeln und quengeln und versprechen sich zu kümmern,
und dann sind es letztlich doch die Eltern,
oder in dem Fall Manuela, die alles regeln müssen.
Also hatten Sie Angst, dass Sie weniger Zeit zusammen hätten?
Dass sie zu viel mit dem Hund zu tun haben würde?
Etwas vielleicht.
Sie hätten sich doch noch sehen können.
Ja, klar. Aber wenn man mal ins Kino will oder so.
- Es war keine große Sache. - Hm.
Bernt Wijkmark. Schon mal gehört?
Ja, das, das ist Manuelas Chef.
Wie fanden Sie's, dass er den Hund bezahlt hat?
Er dachte, er könnte Manuela kaufen. Aber Geld ist nicht alles.
War er in Manuela verliebt?
Wie soll ich das wissen?
Raten. Das machen wir die ganze Zeit.
- Es waren viele in sie verliebt. - Viele? Wer noch?
Fragen Sie doch mal Rana.
Rana war auch in Manuela verliebt?
- Sind Sie eifersüchtig? - Wär das so ungewöhnlich? Hm?
Ein Blick auf die Statistik genügt:
In solchen Fällen war es meistens der Ehemann oder Freund.
Ove hat 'n Motiv und 'ne Vorgeschichte.
- Haben Sie das Verhör gesehen? - Ja. Knifflig.
Wie meinen Sie das?
Es stimmt, dass Ove ein Motiv hat,
aber ich denke an das Gespräch, das ich mit Fredriks Frau hatte.
Sie war kurz davor, sich mir anzuvertrauen.
Ja, jedenfalls nochmal zu Ove...
Also haben wir wirklich genug, um Ove vorläufig festzunehmen?
- Also... - Nein.
Auch, wenn er im Moment unser Hauptverdächtiger ist,
müssen wir ihn gehen lassen.
- Hm. Was ist mit Fredrik Sidell? - Ja, er hat...
Vorausgesetzt, er war clever genug, Manuela aufzuspüren,
warum sollte er?
Sein Antrag wird bald geprüft, das wär idiotisch.
Es ist doch wohl nie rational, Menschen zu misshandeln. Oder?
Nein. Aber: Er weiß, dass, wenn er sich gut benimmt,
das Kontaktverbot zu seiner Tochter aufgehoben wird.
Das steht nicht fest, solange Manuela sich widersetzt.
Ist es denn so abwegig, dass er zu ihr fährt und versucht,
sie zum Einlenken zu bewegen?
- Wir werden das heute nicht lösen. - Ich sage nur:
Es ist leicht, jemanden wie ihn zum Sündenbock zu machen.
Ja.
Ja, es war ein langer Tag. Ich denke, wir sind alle etwas müde.
Hallo. Wir haben eben telefoniert.
- Oh, hi. - Kann ich reinkommen?
Ja.
Guten Tag, Oskar Bergman.
- Johan Nordin, kommen Sie rein. - Danke.
Ich will mich nur vergewissern, dass Sie derjenige sind,
der vor ziemlich genau zwei Jahren, Manuela Svensson online gedatet hat.
Äh, ja. Aber was, was ist mit ihr?
Sie ist tot. Eventuell Opfer einer Straftat.
Shit.
Ja, es war irgendwie zu erwarten, dass ihr was passieren würde.
Wieso war es zu erwarten?
Was soll ich sagen, sie, äh,
sie war schräg irgendwie.
Ich hatte regelrecht Angst vor ihr.
- Wieso? - Sie war extrem manipulativ.
Zuerst war sie unglaublich süß,
unser erstes Date war absolut fantastisch.
Sie war charmant, witzig, unterhaltsam.
- Ich hatte ein gutes Gefühl. - Aber?
Dann ist sie ausgeflippt.
Sie fing an...
Sie hat mir 'ne Menge Nacktbilder geschickt,
von sich selbst, also wirklich hartes Zeug.
Und dann ewige Liebeserklärungen,
dass es nur noch uns gibt für den Rest des Lebens und so weiter.
Also ich denke, sie war manisch-depressiv.
Hm.
Ich war dabei, mich in sie zu verlieben,
aber dann wurde es richtig krass.
Sie wollte, dass ich für sie bürge, für einen Kredit.
Es ging um mehrere Millionen Kronen.
Wir kannten uns ja kaum, also hab ich's nicht gemacht,
und dann kamen Drohungen und noch 'ne Menge anderer Sachen.
Und ich hab drüber nachgedacht, sie anzuzeigen, aber...
Aber?
Sie hat noch 'n paar Mal angerufen. Aber ich hab's ignoriert.
Sie, sie war ein sehr unangenehmer Mensch.
Alex, ich hab eigentlich keine Zeit, ich hab jetzt noch 'n Termin.
Mit Steinar, ich weiß, Ayda hat's mir gesagt.
Ich möchte Sie bitten, abzusagen.
Ich kann mir denken, worüber Sie mit ihm reden wollen.
Dass er akzeptieren soll, dass ich die Chefin bin.
Aber ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie das nicht tun.
Steinar und ich gehen bei dieser Ermittlung
in unterschiedliche Richtungen, und so muss das auch sein.
Unbedingt, es geht nur um die Art und Weise, wie er damit...
Ich weiß, aber Sie werden ihn nicht zwingen können,
mich zu respektieren.
Sie untergraben nur meine Stellung, wenn Sie mich in Schutz nehmen.
Deshalb ist es besser, wenn ich das selbst regle.
Danke.
Ach, eins noch.
Steinar hatte sich auch als Gruppenchef beworben.
Nur damit Sie's wissen.
Hab ich mir gedacht.
- Guten Morgen. - Guten Morgen.
Ähm, hm...
- Ja? - Ähm, ähm...
Ja, Steinar, du hast wieder die Schießübungen schleifen lassen.
Mehrfach. Das ist gar nicht gut.
Okay.
Ich hab was für Sie:
Sie wollten, dass ich mich um Fredrik kümmere.
- Ja. - Erika Larsson.
War fünf Jahre mit ihm zusammen. Vor Manuela.
Gut. Danke.
Entschuldigung, ich suche Erika Larsson.
- Das ist sie. - Danke.
Hallo, Alex Beijer, Polizei. Hätten Sie einen Moment?
Worum geht's?
Ich möchte über Ihren Exfreund sprechen, Fredrik Sidell.
Und als er dann diese Manuela kennenlernte,
da war das wie 'n Wunder.
Es war die Hölle auf Erden für meinen Sohn und mich,
und dann, plötzlich war es vorüber und wir waren frei.
Aber Sie haben ihn nie angezeigt?
Ich hätte nie gewagt, gegen ihn auszusagen.
Wie geht sowas? Fünf Jahre?
Sie verstehen das nicht.
Jeden Tag hat er damit gedroht, sich umzubringen und meinen Sohn,
wenn ich versuchen sollte, mich zu trennen.
Und ich bin überzeugt davon, dass er es getan hätte.
Laut Johan Nordin war Manuela nicht der Traum einer Schwiegermutter,
er hatte sogar Angst vor ihr.
Bei Patrik Bergfjord war es ähnlich. Er hat aufgehört, online zu daten.
Sind die beiden glaubwürdig? Was meinen Sie?
- Meiner auf jeden Fall. - Ja, meiner auch. Absolut.
Gut, das bringt uns also keine wirklich neuen Erkenntnisse.
Wir wussten ja, dass Manuela eine komplizierte Person war.
Mit einer Missbrauchs- und Drogenvergangenheit.
Fredrik Sidell ist ein Wiederholungstäter,
was die Misshandlung von Frauen betrifft.
Er hat auch seine vorherige Lebensgefährtin,
Erika Larsson, geschlagen.
Und das mehrere Jahre.
Weshalb er ja auch in Behandlung war,
und das wurde dann der Wendepunkt in seinem Leben.
Sagt er.
Also, Kollegen. Die Zeit läuft.
Wir konnten bisher weder Oves noch Fredriks Alibi entkräften.
Deshalb schlag ich vor, dass wir den Rahmen weiter ausdehnen.
Ich würde gern mehr über Bernt Wijkmark wissen.
Aber was ist eigentlich mit Manuelas Tochter?
Wenn jemand was über diese Männer weiß, dann ja wohl sie.
Ich hab einen Kinderspezialisten angefragt,
- der dabei sein wird. - Wie, ähm, geht's der Kleinen?
Dem Kinderpsychologen zufolge kapselt sie ihre Gefühle ein:
Sie redet, als ob nichts gewesen wär.
Sollen wir mal mit Bernt Wijkmarks Frau reden, Gunilla?
Mhm, macht das.
- Sie hat 'n Schönheitssalon, oder? - Stimmt.
Sehr gut, vielleicht kriegen wir da 'ne Pediküre.
Ja, und ich geh nicht weg ohne Waxing.
Ih.
Frauenkram.
Ach ja, eine Sache hätte ich noch. Und die ist mir wichtig.
Äh, ich dachte an einen kleinen Umtrunk heute Abend.
- Mit Anwesenheitspflicht. - Nette Idee.
Und damit keine Missverständnisse aufkommen:
- Ich bezahle. - Cool.
- Du kommst doch auch? - Nein, ich muss zur Familie.
Der letzte Abend mit Lina.
Aber, war der nicht vorgestern?
Jedenfalls klappt's heute nicht.
Seit wann sagst du Nein zu 'nem Bier, hm?
- Genau, komm schon. - Wir werden sehen.
Jetzt wissen wir ja, wer bei euch die Hosen anhat.
- Und das geht überhaupt nicht. - Sprichst du aus Erfahrung?
Du bist doch der, der kneift.
Wie war das für Sie,
dass Bernt sich so liebevoll um Manuela gekümmert hat?
Nichts Besonderes. Er kann doch machen, was er will.
Es hat Sie also nicht gestört?
Nein, wieso sollte es auch?
Ich hatte den Eindruck,
dass Ihr Mann lieber nicht über Manuela reden wollte mit Ihnen.
Was sollte es da auch zu reden geben?
Sie meinen, dass er ihr finanziell geholfen hat?
Wissen Sie, ich verschenke auch Kleidung an Emmaus.
So leistet jeder seinen Beitrag.
Was für ein Verhältnis hatten Sie zu Manuela und Maria?
Gar keins. Ich hab sie ja kaum gekannt.
Aber es ist schrecklich, was passiert ist.
Was haben Sie gemacht?
Sonntag, gegen 17 Uhr?
Ja, da hatte ich Kunden im Salon.
Wir bräuchten dann die Namen von diesen Kunden.
Da werde ich im Terminkalender nachsehen müssen,
- und der liegt im Salon. - Tun Sie das.
Dann melden Sie sich bei uns. Danke.
- Du glaubst ihr nicht. - Du etwa?
Denkst du ernsthaft, es war ihr egal,
dass ihr Mann so viel mit Manuela zu tun hatte?
- Nein. - Hallo,
- Lust auf 'n zweites Frühstück? - Äh, danke.
- Aber ich hab noch was vor. - Was denn?
Ich geh zu Rana Mansour und rede mit Maria.
Aber Alex wollte doch 'n Spezialisten dazuholen.
Also, ich hab selber Kinder. Das krieg ich schon hin.
- Okay, dann bis später. - Okay, ciao.
- Was ist? - Jetzt gibt's Ärger.
Maria, ich weiß, es ist schwer, darüber zu reden.
Aber ich möchte dir nur ein paar Fragen stellen,
und schon bin ich wieder weg, okay?
Was ich überlege, ist:
Ähm, glaubst du, die Mama war alleine, als sie gefallen ist,
oder könnte noch jemand da gewesen sein?
- Was glaubst du, Maria? - Ich weiß es nicht.
Ich hab deinen Papa getroffen,
wann hast du ihn das letzte Mal gesehen?
Ich weiß nicht genau.
Sie hat ihn seit der Scheidung nicht gesehen,
das ist sechs Jahre her.
Vermisst du ihn?
Woran erinnerst du dich?
Ich weiß, dass er ein guter Mensch ist.
Das weißt du?
Und wieso weißt du das?
Weil, er ist doch mein Papa.
Hey, komm her.
Ja, ja. Du bist mir eine.
Ja.
- Sie vermisst ihren Ball. - Ist er zu Hause?
Wie sieht er denn aus? Er ist blau und hat so Noppen.
Okay.
Dann werd ich ihn für sie holen, okay?
Soll ich das tun?
So.
Sie hat ja 'ne kleine Wunde.
Ziehst du zu fest an der Leine?
Das war ich nicht. Das war die Psycho-Frau.
Psycho-Frau?
Nathalies Mama. Wer ist Nathalie?
Sie geht in meine Parallelklasse.
Was hat sie denn mit Chrissie gemacht?
Sie hat total wild an der Leine gezerrt
und gesagt, dass sie Chrissie tötet. Ich hatte super Angst.
Diese Nathalie, von der Maria erzählt hat,
geht in eine andere Klasse?
Ja, 5b.
- Wie heißt sie mit Nachnamen? - Wijkmark.
Und wie heißt die Mutter?
Wenn ich das jetzt noch wüsste.
Ich frag ihre Lehrerin. Der Vater arbeitet bei der Gemeinde.
Gunilla Wijkmark?
Ja, richtig.
Gab es Konflikte zwischen ihnen, also ihr und Maria?
Ich weiß nur, dass sie strikt dagegen war, dass Maria Lucia wird.
- Wieso? - Weil sie nicht blond ist.
- Ernsthaft jetzt? - Leider.
Sie hat sich sehr aufgeregt,
dass jemand, der überhaupt nicht wie Lucia aussieht, gewählt wurde.
Wo es doch so viele hübsche blonde Mädchen an der Schule gibt.
Nicht zu glauben. Wann und wo hat sie das geäußert?
Ähm, bei Elternabenden zum Beispiel.
Ich weiß, dass das Maria sehr wehgetan hat.
- Hat sie das direkt zu Maria gesagt? - Ich denke, das hat sie.
- Hat sie ihr gedroht? - Nicht, dass ich wüste.
Aber Maria hatte natürlich Angst vor ihr.
Sie ist ein fürchterlicher Mensch.
Ich hab das jetzt so weit ausgefüllt. Den Rest machen wir später.
Ja, das ist gut.
- Was sagt Gunilla Wijkmark? - Tja, was sagt sie?
Gott, nein, ich hab kein Problem damit, dass mein Mann
megageil auf Manuela Svensson ist. Er ist einfach nur nett.
- Und das glaubt ihr? - Nein, tun wir nicht.
Was sagt sie über Manuela und Maria?
Gar nichts, sie kennt sie kaum.
Da hat sie gelogen.
Ich hab gehört, Sie haben mit Maria gesprochen.
- Ja, manchmal muss man spontan sein. - Gut.
- Hatten Sie jemanden dabei? - Nein.
Ich bin Vater von drei Kindern.
Da brauch ich keinen Spezialisten, um mit einem Kind zu reden.
Nein, den brauchen Sie nicht.
Worüber ich mir Gedanken mache, wenn ich Kinder vernehme, ist,
dass ich vielleicht eine Suggestivfrage stelle.
Denn dadurch wird die Zeugenaussage wertlos.
Vor allem, wenn man keinen Kollegen dabei hat.
Aber die neuen Informationen
über Gunilla Wijkmark sind sehr interessant.
Wir sollten sie noch mal befragen.
Unbedingt.
Aber jetzt ist Zeit fürs Bier.
Also...
Komm jetzt. Ein Bier geht schon.
- Okay. - Willst du schon abhauen?
Ja, mir reicht's. Ich bin weg.
Ciao.
- Wo wollen Sie hin? - Nach Hause.
Erst müssen Sie das noch trinken!
- Also ich muss wirklich los. - Fünf Minuten.
Fünf!
Okay.
Wissen Sie, wieso Zlatan nicht in Barcelona geblieben ist?
- Ja, kann sein. - Und wieso?
Wahrscheinlich weil Guardiola, der Trainer, ihn nicht mochte.
Nein. Nein, das war nicht der Grund.
Es war Messi. Der wollte einfach nicht außen spielen,
obwohl es das Beste fürs Team war.
Ich wusste nicht, dass Sie Fußball mögen.
Nein? Ist schon komisch, wenn sich 'ne Frau für Sport interessiert.
Aber dafür setz ich mich hin, wenn ich pinkeln muss.
Sonst bin ich wie jeder andere Polizist.
Ich hab viele Kolleginnen gehabt, Alex.
Aber noch nie eine über sich, stimmt's?
Ich weiß, dass ich Ihnen auf die Füße getreten bin,
als ich diesen Job angenommen hab.
Ich weiß das.
Und so, wie ich das sehe, gibt es nur zwei Möglichkeiten.
Und die wären?
Entweder Sie halten's wie Messi und sind weiter bockig,
bis Martin Guardiola mich auswechselt.
- Oder mich. - Oder Sie.
Oder Sie wechseln die Position.
Und wir bilden das beste Angriffsduo, das es jemals gegeben hat.
Mit Ihnen als Zlatan, meinen Sie?
Ich weiß nicht.
Aber ich weiß, dass Sie Messi sind.
Okay.
- Hallo. - Hi.
- Wie war dein Tag? - Es war okay.
- Stressig? - Ziemlich.
Aber es war schon mal schlimmer.
Hm. Das regelt sich schon.
Du?
Ich muss mit dir über etwas reden.
- Okay. - Eine, eine wirklich sehr,
sehr doofe Sache.
Schieß los!
Du hast ihn geküsst?
Wieso hast du das getan?
Wir, wir waren betrunken und es war wirklich nur Spaß.
Okay, also besoffen mit dem Ex rumknutschen,
- das ist nur Spaß? - So war's nicht.
Es war nur ein kleiner Kuss.
Ja und wieso hast du's nicht gleich erzählt?
Weil's völlig harmlos war. Es war nichts.
- Aber warum erzählst du's dann jetzt? - Weil... Ich weiß nicht.
Vielleicht will ich nur das Richtige tun.
Das Richtige tun? Ich nenne das Verrat.
- Das ist es. - Geht's noch dramatischer?
Wie soll ich dir denn jemals wieder vertrauen?
Hätt ich nur nichts gesagt.
Ist es das, was du bereust?
Ist es das, was du bereust?
Verdammt noch mal!
Hallo.
Hallo.
Weißt du, Martin,
uns geht's doch verdammt noch mal gut hier.
- Was genau meinst du? - Das alles hier.
Das ist doch wie ein Gemälde von Monet.
Ja.
Aber ich glaube, dass wir... Wir trinken viel zu viel.
Ja, wir betten unsere Sinne in Zuckerwatte
und dann entgeht uns das alles hier.
Also jetzt muss ich aber protestieren.
Nein, Martin, das solltest du nicht tun.
Denn das ist das erste Anzeichen.
- Das Abstreiten meine ich. - Also...
Ich trinke ein Glas, wenn ich nach Hause komme.
Selten zwei. In neun von zehn Fällen
trinke ich Mineralwasser zum Abendessen.
Ja.
Ich kann nur sagen, dass es für mich wie eine Art Augenöffner war.
Einfach hier rauszutreten,
und das ohne mehr oder weniger betäubt zu sein.
Tja.
Du weißt, die ganze Weltgeschichte ist voll von abgestürzten Genies.
Nimm doch nur Janis Joplin, Jimi Hendrix,
Nacka Skoglund, George Best und Hyland sogar.
Das heißt, du lebst von jetzt an abstinent?
Du, äh, also... Wir reden nicht darüber.
Nein, nein.
Aber darf ich mal fragen,
welches Ereignis dich zu dieser Einsicht gebracht hat?
Gar keins. Es war nichts. Überhaupt nichts Besonderes.
Ich würde eher sagen, es war ein Geistesblitz.
Mhm.
Der zufällig dann einschlägt, wenn es noch genau zwei Tage dauert,
bis die Rente überwiesen wird?
Jetzt weiß ich nicht, worauf du hinauswillst.
Dass deine Vorräte alle weg sind.
Ich glaube, es wird langsam kühl.
Oh, einer der Nachteile, wenn man nüchtern ist.
Gute Nacht, Martin.
Gute Nacht.
- Seid ihr fertig? - Ja.
Der, der am längsten Zähne putzt, kriegt Süßigkeiten, okay?
- Ja. - Los.
Wir sollten uns wieder vertragen.
Okay.
Es tut mir wirklich leid, dass ich,
dass du dich so aufgeregt hast.
Aber?
Ich finde einfach, dass du, dass du überreagiert hast.
Aber ich respektiere natürlich deine Gefühle.
Tut mir leid, Schatz. Entschuldige.
Und mir tut es leid, wenn ich überreagiert hab.
Ich hab einfach nicht verstanden, dass es so 'n großes Ding war.
Hatte Ihr denn nach der Sache noch Kontakt?
Nein, nein, nein, nein. 'n paar SMS. Mehr nicht.
Aber ich hab damit aufgehört. Das, das ist vorbei.
Ja. Danke.
Sind wir wieder Freunde?
Natürlich.
Ja.
- Papa, wir haben beide gewonnen. - Äh, das zählt nicht.
- Keine Süßigkeiten. - Was? Warum nicht?
Hallo, Liebes.
- Hast du gut geschlafen? - Ja.
Und wenn du dich veräppeln lässt, dann wirst du veräppelt.
Hab dich lieb.
Auf welcher Seite kämpfst du in diesem Krieg?
Steinar verhält sich kindisch. Sich so anzustellen...
Ja, aber er hat doch recht.
Alex versteift sich zu sehr auf Fredrik Sidell.
Aber bei Steinar ist es doch genauso.
Der hat sich doch auch schon festgelegt.
- Aber darum geht's gar nicht. - Worum dann?
Dass sie den Job gekriegt hat und er nicht.
- Ja, kann natürlich sein. - Aber Alex zahlt das Bier.
Genau. Deshalb kämpf ich für sie.
An dem Tag hatte ich drei Kunden hintereinander.
Eva Andersson, von 14 bis 15 Uhr.
Danach Elin Jonsson und um 16.15 Uhr kam Anna Pettersson.
Und ging um 16.45 Uhr.
- Und keine war Stammkundin, oder? - Da haben Sie recht.
- Den werden wir mitnehmen müssen. - Aber wieso?
Wir machen nur eine Kopie davon, dann kriegen Sie ihn wieder.
Noch was anderes.
Ihre Tochter geht in die Parallelklasse
von Manuela Svenssons Tochter Maria?
Ja, schon möglich. Ich weiß es nicht.
Und stimmt es, dass Sie dagegen waren, dass sie Lucia wird?
Ach, sie ist es, um die es geht.
Ja, es stimmt, ich war wirklich dagegen, dass sie Lucia wird.
Und ich war nicht die einzige, kann ich Ihnen sagen.
Dann hat es nichts damit zu tun,
dass sie Manuelas Tochter ist, mit der Ihr Mann befreundet war?
- Er war nicht mit ihr befreundet. - Nein?
Nein. Zumindest nicht so, wie Sie es andeuten.
Gut. Wir melden uns, was den hier angeht.
Und es wird noch 'ne Frau dabei sein.
Eine Sozialarbeiterin. Sie heißt Lisa.
Ich bin auch da. Die ganze Zeit.
Eine halbe Stunde. Nicht länger.
- Okay? - Okay.
Sehr gut, zwei hintereinander.
Uh, klasse!
Noch mal, los.
Ah.
- Hallo. - Guten Tag.
Lisa Rudberg vom Sozialamt.
Alex Beijer, Polizei.
- Danke für Ihren Anruf. - Ich dachte, das interessiert Sie.
Bin gleich wieder da.
Ich bin Ihnen dankbar, dass Sie das ermöglicht haben.
Das bedeutet mir sehr viel.
Es geht darum, was das Beste fürs Kind ist.
Natürlich.
Es ist gut für Maria, mal an was anderes zu denken.
- Viertelstunde? - Mhm.
Okay, Schatz, sehen wir mal, ob du auch spielen kannst,
wenn ich dich durchkitzle!
Spiel zum Papa. Jawohl.
- Hallo. - Hi.
Hi. Seid ihr fertig?
Ähm, äh...
Ähm, ich suche einen Ball. Einen blauen, mit Noppen.
Eine Art Hundeball.
Könnte es der hier sein?
Darf ich den mitnehmen? Wenn ich "bitte" sage?
Steinar?
Wir haben noch Sachen gefunden, die dich interessieren könnten.
"Weil du du bist. Rana."
- Wo hast du die gefunden? - Die war in einem Schrank.
Zusammen mit denen hier.
"R.", "R."
- Und alles ungeöffnet. - Hm.
Seht mal, es scheint, als hätte Ove recht.
Was meinst du genau?
Das ist die Kommunikation zwischen Rana und Manuela seit einem Jahr.
- Das ist seltsam. - Was denn?
Die letzten Wochen hatten sie kaum Kontakt,
Manuela hat sich zurückgezogen.
"Rana, ich brauche etwas Zeit für mich selbst."
"Ich melde mich." - Und Rana fleht sie fast an.
"Was hab ich gemacht? Sag mir, was ich getan hab."
Verdammte Hacke.
Ayda? Hast du die Kunden aus Gunillas Kalender erreicht?
Ja, ich glaub, die sind gefakt.
Bei einer konnte ich nur 'ne Nachricht hinterlassen.
Die andere gehört Matti Ojanen in Lappland
und die dritte gibt's nicht.
Also fangen wir an.
Vernehmung von Gunilla Wijkmark. Uhrzeit: 12.07 Uhr.
Sie haben ausgesagt, Sie hätten drei Kunden gehabt,
zu dem Zeitpunkt, als Manuela Svensson die Treppe runterfiel
oder gestoßen wurde sich das Genick brach und starb.
- Mhm, genau. - Die Telefonnummern stimmen nicht.
- Da hab ich mich wohl vertan. - Sieht so aus.
Das ist nicht das erste Mal, leider.
Ich frag mich, ob das Absicht war.
Aber nein! Wieso sollte es?
Weil es keine andere Erklärung gibt.
Gunilla, Sie waren bisher nicht ehrlich zu uns.
Weder zu Ihrer Abneigung gegen Manuela und ihre Tochter
noch, und das ist vielleicht das Schlimmste,
was Ihr Alibi betrifft.
Unabhängig davon, was Sie gemacht haben, rate ich Ihnen zur Wahrheit.
Aber ich hab nichts getan.
Warum haben Sie dann gelogen?
Warum haben Sie behauptet, Sie würden beide kaum kennen?
Weil mir klar war, Sie würden mich sonst verdächtigen.
Ich hatte Angst, ich war in Panik. Ich wusste nicht, was ich tun soll.
Also, wenn ich Sie noch mal frage.
Ich hatte noch nie was mit dieser Person zu tun.
Vielleicht hab ich sie zweimal gesehen.
Das ist alles.
- Und Sie waren nie bei ihr zu Hause? - Nein.
Aber Sie haben sie gehasst.
Weil Sie überzeugt waren, sie hätte ein Verhältnis mit Ihrem Mann.
Ja.
Kommen wir noch mal zum Sonntag.
Was haben Sie da nachmittags gemacht?
Aber das hab ich Ihnen doch schon gesagt.
Ich hatte drei Kundinnen.
Die Liste der Verdächtigen wird länger und länger.
Was gibt's bei dir, Steinar?
Sieht aus, als wäre Rana unglücklich in Manuela verliebt gewesen.
- Ove hatte recht? - Diesmal hat er nicht gelogen.
Du sprichst noch mal mit Rana.
Da muss ich kurz ran. Ayda Cetin.
Ich hab auch noch was.
Ich war heute dabei, als sich Fredrik Sidell
mit seiner Tochter getroffen hat, zum ersten Mal seit sechs Jahren.
Was ich bemerkenswert fand, war, dass Maria so vertraut mit ihm war.
Überhaupt keine Anzeichen von Scheu,
was eher ungewöhnlich ist, weil die beiden...
Es ist ungewöhnlich, wenn ein Kind gern bei seinem Vater ist?
Müssen wir uns noch mal diese Diskussion geben? Echt?
So, wie ich das sehe,
sind weder Ove noch Fredrik unsere Hauptverdächtigen.
Ich denke, es ist Gunilla.
Sie hat ein Motiv und keine Quittungen,
die beweisen, dass sie Kundinnen hatte.
- Vielleicht arbeitet Sie schwarz. - Gunillas Kundin hat zurückgerufen.
Sie war am Sonntag da. Sorry.
Ein Verdächtiger weniger.
Was soll ich sagen?
Manuela war meine beste Freundin.
Nicht mehr?
Wir waren nicht zusammen.
Hätten Sie das denn gewollt?
Ich habe es mal versucht.
Aber sie war nicht interessiert.
Das war okay für mich.
Sind Sie wirklich sicher?
Sie haben ihr so viele Geschenke gemacht.
Sie meinen das Buch, oder?
"Der Alchemist".
Ich meine das Parfum, den Champagner...
Ich hab ihr noch nie Parfum geschenkt.
- Ich geh mal los. - Okay.
Ich wollte noch mal mit Oves Mutter reden.
Okay.
Ich glaub ihm nicht, dass er bei ihr war.
Okay.
Okay.
Alex? Ich hab hier jemanden aus der Suchtklinik in Hammargarden,
wo Fredrik und seine Frau den Kurs hatten.
Alex Beijer.
Erzählen Sie's noch mal.
Eh, ja, also, unser Kurs dauerte den ganzen Nachmittag.
Es waren kleinere Gruppen, und es ging um Erste Hilfe.
- Und Sie waren die ganze Zeit da? - Ja.
Ich hatte ein Gespräch mit einem Roger Jansson,
einem Ihrer Kursteilnehmer.
Er sagte, er hätte Sie den ganzen Nachmittag nicht gesehen.
Wo waren Sie stattdessen?
Ich, ähm,
ich war mit einer Frau zusammen.
Emma heißt sie.
Und wer ist Emma?
Eine Prostituierte.
Ich hab ihre Nummer in meinem Handy.
Warum haben Sie das nicht früher gesagt?
Weil ich praktisch mein ganzes Leben
gegen meine Sexsucht ankämpfen musste.
Ich wurde wegen Sexkaufs verurteilt.
Und wenn das rauskommt, krieg ich nie das Sorgerecht für Maria.
Weiß Catharina davon?
Ja, oder, ich glaub schon.
Ich denke, wir unterbrechen hier erst mal.
Nein, hier steht nichts.
Haben Sie noch einen anderen Kalender?
Oder eine Art Tagebuch, oder...
Nein, das brauche ich nicht.
Hallo!
- Hallo! - Hej.
- Hi! - Hi.
Wer sind Sie?
Es stimmt.
Die Dame heißt Emma Olsson und arbeitet in Tyresö.
Und Fredrik war da, als Manuela starb.
Das ist der Screenshot von ihrem Swish-Konto.
Ja. Lassen wir ihn gehen.
Ich wohn eine Etage drüber und ich komm jeden Sonntag um 15 Uhr
und löse mit Signe das Kreuzworträtsel.
Und das war letzten Sonntag auch so?
Ja, und wir haben sogar das ganz große Sonntagsrätsel gelöst.
Das Lösungswort war "Legionärskrankheit".
Ove Radström war definitiv nicht hier.
Danke.
Ich glaub trotzdem, dass alles gutgeht.
- Nein, das wird es nicht. - Doch.
Ich werde angeklagt und verurteilt wegen Sexkaufs.
Und ich kriege nie das Sorgerecht für Maria.
Aber wir haben doch uns, Fredrik.
Ich liebe dich, das weißt du.
Aber kannst du nicht versuchen,
was gegen deine Sexsucht zu tun,
wenn ich dich dabei unterstütze?
Weißt du,
ich finde, du bist so unglaublich
eklig.
Richtig abstoßend.
Sag so was nicht.
Immer nur dieses ängstliche Gewinsel und dein, dein Geheule.
Weißt du was? Ich würd dir am liebsten die Fresse polieren,
und ich würde es richtig genießen.
Entschuldige!
Lass mich jetzt allein.
- Es tut mir leid. - Du sollst aussteigen!
Raus hier!
Ove?
Aufmachen!
Wir wissen, dass Sie da sind!
Machen Sie die Tür auf!
Das wird nicht funktionieren, Ove.
Sich stumm zu stellen, hilft Ihnen nicht weiter.
Wir wissen, dass Sie nicht bei Ihrer Mutter waren.
Warum waren Sie bei Manuela, am Sonntagnachmittag?
Sie waren wütend wegen Bernt! War's nicht so?
Hallo?
Catharina?
Nein!
Nein. Nein, nein, nein, nein, nein!
Ich sag Ihnen, wie's war.
Sie haben sich nach sieben Jahren das erste Mal volllaufen lassen.
Und das hat Manuela überhaupt nicht gefallen.
Vielleicht wollte sie Schluss machen.
Und da...
war's dann endgültig vorbei.
Genau wie damals, 2009.
Es war keine Absicht.
Ich wollte ihr nicht weh tun.
- Was ist passiert? - Da waren diese Bilder.
Sie waren so schlimm, ich konnte sie nicht ertragen.
Es, es tat so weh.
Also hab ich getrunken, und getrunken, und getrunken.
Dann bin ich zu ihr.
Aber sie schrie mich nur an:
Dass ich lüge, dass ich eklig bin, verrückt, hässlich,
ich hab sie durchs ganze Haus gejagt.
Sie war tot. Sie war tot.
Ich hab sie geliebt.
So unglaublich.
Ich hab noch nie jemanden so geliebt.
Ich hab sie doch geliebt.
Diese Bilder,
was waren das für Bilder?
Jemand hatte sie durch den Briefschlitz geworfen.
Haben Sie die noch?
Sie liegen zu Hause.
Okay, also deshalb hat Ove Manuela getötet.
Ja, mit etwas Bosheit und Photoshop kann man 'ne Menge anstellen.
Du glaubst, die sind gefakt?
Ja,
sieht ganz so aus.
- Oh nein. - Sehr gut, Steinar.
Dein Instinkt hat uns auf die richtige Spur gebracht.
Also, es war ja eigentlich Oskar, der das Geständnis rausgeholt hat.
Und wir wissen ja noch nicht, wer diese Bilder geschickt hat.
Alex? Du hast Besuch.
Die gehört Fredrik.
Ich weiß nicht, was drauf ist,
aber es ist wichtig genug, um sie zu verstecken.
Verlogene, dreckige Fotze!
- Hierüber! - Los jetzt! Achtung, hinter dir!
Maria!
- Ciao. - Tschüss.
- Hej! - Hallo, Schatz!
- Alles klar? - Ja.
Das freut mich. Wie wär's mit 'nem kleinen Ausflug?
Und wohin?
Ist ein Geheimnis. Du siehst es, wenn wir da sind. Gib mir die Tasche.
Was ist das?
Das ist gar nichts.
Du, hast du noch das Telefon, das ich dir gegeben hab?
Gut. Und, kann ich mal dein anderes Handy sehen, dein normales?
Ich schalt es nur schnell aus.
Dann haben wir unsere Ruhe. Steig ein!
Das hier haben wir auf Fredrik Sidells geheimer Festplatte gefunden.
Da sind Sexbilder mit Manuela, die aus ihrer gemeinsamen Zeit stammen.
Dann gibt es Screenshots, Passwörter, gespeicherte E-Mail-Konversationen.
Ohne ihr Wissen hatte Fredrik Zugang zu ihrem Mail- und Facebook-Account.
All das hat er unternommen, um ihr Leben systematisch zu zerstören.
Er hat ihre Männer vergrault,
hat dafür gesorgt, dass sie in finanzielle Schwierigkeiten kam,
durch verspätete Zahlungen.
Und er hat sehr darauf geachtet, seine Spuren zu verwischen.
Fredrik hat in letzter Zeit auch damit begonnen,
einen Keil zwischen Manuela und die Leute zu treiben,
die ihr am nächsten standen, also Rana und Ove.
Er verschickte Liebeserklärungen und Geschenke von Rana,
und diese gefakten Sexbilder an Ove.
Maria auch? Ist sie auch davon betroffen?
Catharina zufolge hat Fredrik Maria ungefähr ein Jahr lang manipuliert.
Da waren heimliche Treffen, sie bekam Geld, Geschenke, Handy.
Es war die ganze Zeit ihr kleines Geheimnis.
Ja, worauf wartet ihr denn noch?
Bringt ihn her, und zwar schnell!
Das ist 'ne Nachricht von Rana.
Maria ist verschwunden.
Oh nein.
Dann weiß er, was ich getan hab.
- Was meinen Sie? - Dass ich ihn verraten hab.
Er wird sich nie freiwillig stellen.
Schatz, du solltest mal was essen.
Ich hab keinen Hunger.
Ich hab Saft und Brote, siehst du sie?
Was hat er vor?
Das, was er die ganze Zeit gesagt hat:
"Wenn ich Maria nicht zurückkriege, werden wir zusammen sterben."
Das schmeckt komisch.
Iss das jetzt!
Ich wollte dich nicht anschreien.
Verzeihst du mir?
Ja.
Hallo? Hallo, ich hab gerade 'ne SMS von Maria gekriegt.
Fahre im Auto mit Papa. Will nicht bei ihm sein.
Hier. Wir haben ein Bild von 'ner Verkehrskamera bei Norrtull.
- Wann? - Das war vor 27 Minuten.
- Ich bin so wütend auf die. - Auf wen denn?
Auf die, die nicht wollen, dass wir zusammen sind.
Die haben alles kaputt gemacht.
Sie haben kein Recht, das zu tun.
- Verstehst du? - Mhm.
- Hört ihr mich? - Ja.
Sie sind gerade an Glindran vorbeigekommen.
Bei Frösjön, südlich von Hallstavik.
Catharina glaubt, sie fahren zum Ferienhaus ihrer Eltern,
das liegt in der Nähe.
Ich muss auf die Toilette.
Wir können jetzt nicht anhalten.
Aber ich muss, ich mach mir sonst in die Hose.
Reiß dich zusammen, wir sind bald da.
Aber ich kann nicht noch länger. Halt an!
Bitte, halt jetzt an!
Beeil dich.
Du sollst dich beeilen!
- Komm, jetzt mach schon! - Ich will nicht, dass einer zusieht.
Das ist weit genug.
Hey! Maria!
Bleib stehen!
Stehenbleiben! Bleib stehen, hab ich gesagt!
Ich werd dich finden, Maria! Du kannst nicht vor mir weglaufen!
- Bist du okay? - Ja.
- Wo ist dein Papa? - Ich weiß nicht.
Komm, okay, komm mit.
Hi.
Wie geht's dir?
Ich... bin erleichtert.
Wir kommen meistens erst nach der Katastrophe,
aber heute haben wir sie verhindert.
Dank Alex.
- Alex? - Sie hatte recht.
Oder wir hatten beide recht.
Und wie fühlt sich das an?
Keine Ahnung.
Ja, äh...
ich leg mich hin.
Kommst du?
Ja.
Ja, gleich.
Na endlich.
Ich hab mich ausgesperrt.
Hast du keinen Ersatzschlüssel?
Nein, sonst hätte ich wohl kaum vier Stunden hier verbracht.
Okay, soll ich den Schlüsseldienst rufen?
Ja, das wär gut, aber ich glaube, ich brauche erst mal,
ich brauche erst mal was, das...
meine steifen Glieder wieder geschmeidig macht.
Aber du hattest doch aufgehört.
Schon, aber...
das hier ist ja gewissermaßen auch eine Notsituation.
Also all das mit Janis Joplin und Jimi Hendrix und...
Ja, ja, ich, ich weiß.
- George Best auch. - Ja.
Aber weißt du, auf der anderen Seite hast du dann Winston Churchill.
Nobelpreisträger und...
ziemlich erfolgreicher Politiker.
Weißt du, wie viel der getrunken hat? Hm?
Du, übrigens, ich frag mich gerade,
wer denn wohl um diese Uhrzeit noch den Schlüsseldienst anruft.
Vor allem kostet das ein Vermögen, oder?
Mhm.
Martin, wir reden da besser morgen früh noch mal drüber, hm?
Wo hast du denn die Gläser?
Can't find what you're looking for?
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