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Komm schon!
Echt jetzt?
Vielen Dank.
Fuck! Was ist mit diesem Alarm?
Dizengoff! Dizengoff! Dizengoff!
Du wirst mir eine Million Lira schulden.
Du bist eine Hexe. Wie ist das überhaupt möglich?
Ich geh mal deinen Trostpreis zubereiten.
Ich hab keinen Hunger. Aber ich schnorre noch eine Zigarette.
Ich muss los, wenn ich meinen Waxing-Termin schaffen will.
Du bist gerade gekommen.
-Vor drei Stunden. -Ich kann dir das Waxing-Dingens machen.
Ich wollte schon immer, dass mir meine Oma die Bikinizone waxt.
Wir müssen noch die Buchhaltung prüfen,
ehe ich die Gehälter mache.
Kannst du diesen Monat alleine machen?
Spar dir den Blick.
Ich hab nicht vor, dich in ein Altersheim zu stecken.
Noch nicht.
Ist es wegen dieser neuen Freundin?
Sie ist nicht bloß irgendeine Freundin, Omi.
Maria ist...
Du musst sie kennenlernen.
Nein. Muss ich nicht. Ich hab genug Freundinnen kennengelernt.
Diese kann ich definitiv auslassen, deine Maria.
Weil dir ihr Name nicht schmeckt oder weil sie nicht beschnitten ist?
Nein. Weil es Zeitverschwendung ist.
Alle diese Marias sind Zeitverschwendung.
Außerdem: Mit jemandem zusammenzuziehen, den man erst zwei Minuten kennt...
Das ist einfach schlechter Stil.
Drei Monate.
An deiner Stelle würde ich mit Kisten auspacken warten.
Casanova.
Wie romantisch du bist.
Romantik...
...ist für junge Frauen,
die keine Cellulite haben.
Noch nicht.
Guten Tag, die Damen.
Oh! Ibrahim.
Perfektes Timing.
Dein Spielgefährte ist da.
Hier, nimm meinen Platz. Aber Vorsicht: Heute beißt sie.
-Was machst du denn hier? -Ich hab dich gewarnt.
Du sagtest, es gibt einen Riss in der Wand.
Du bist Arzt, warum lässt du zu, dass sie dich für Bauarbeiten benutzt?
Ich benutze sie.
Das Haus soll in Top-Zustand sein, wenn wir unsere Häuser zurückbekommen.
Krass, ich dachte, Palästinenser machen keine Witze über die Nakba.
Wer sagt denn, dass ich Witze mache?
Geh mal dein Ding waxen.
Und nenn es nicht Ding.
(ARABISCH) Sie ist noch schöner, wenn sie verliebt ist.
(HEBRÄISCH) Jetzt reicht es mit dem Schmalz.
Willst du ein paar Kekse?
(ARABISCH) Halte meinen Setzling am Leben, bis ich aus Deutschland komme.
(HEBRÄISCH) Der Tag wird kommen,
an dem deine Kinder den deutschen Behörden
einen alten, aufdringlichen Araber melden,
der zu oft zu Besuch kommt.
(HEBRÄISCH) Ich reparier mal dein Ding.
-Shlomi? -Im Ernst?
Shlomi, tut mir echt leid. Gib mir 'ne Sekunde, um 'nen Parkplatz zu finden.
Nein, nein, ich hab keine Zeit!
Ich muss in 30 Minuten im Ex-Norden sein! Sie glaubt, wir haben Zeit für so 'n Scheiß.
Pass auf, die Waschmaschine ist schon fünf Mal umgezogen.
Das hier ist definitiv ihre letzte Inkarnation.
Ist der für mich?
Gott, hab ich dich vermisst, Mucki.
Danke.
-Ich kann kaum glauben, dass wir's echt tun! -Ja.
Nein, bitte kein Ticket!
Shira?
Neta?
Ich kann's nicht glauben!
Ist Jahre her.
-Und? Was machst du hier? -Ziehst du ein oder aus?
Ein. Das ist Maria, meine Freundin.
-Hi. -Das ist Neta.
-Freut mich. -Hi. Hallo.
Hast du meine Bar gesehen?
Du solltest vorbeikommen.
Bekommen Ex-Freundinnen einen Rabatt?
Meinst du, ich will pleitegehen?
Und Ex-Freundinnen, die drei Monate mit dir in Indien waren?
Ja.
Wir sollten gehen und alles reintragen.
-War schön, dich zu sehen. -Ja.
Ja.
Tschüs.
-Park dein Auto um. -Klar.
Indien?
Ja.
Die schönsten Landschaften,
schlimmsten Verdauungsstörungen, frag nicht.
Vielleicht sollte ich anfangen zu fragen.
Musst du so nett zu ihnen sein?
Musst du so süß sein?
Jetzt versteh ich, warum Tiere ihr Revier markieren.
Meinst du, du willst...
Weil, ich weiß nicht, ob es mein Ding ist.
Nein.
-Ich hab eine bessere Idee. -Ok.
Eine romantische.
Warte...
Ich hab's!
Ein Ring?
Scheiße.
Ist gut, Mucki, ich hab keine volle 90er-RomCom erwartet.
Nein, so meinte ich das nicht.
Ich weiß, und glaub mir,
Scheiße ist auch nicht gerade das, was ich mir für diesen Moment vorstellte, aber...
Es ist die bessere Story für die Kids.
Kids?
-Ich... -Was?
Gar nichts.
-Gib mir deine Hand. -Oh mein Gott.
Ihr seid ein Gräuel! Ekelhaft!
Hochzeit
Hochzeit
Hochzeit
Hochzeit
Wer den Begriff lesbischer Bett-Tod erfand, kennt dich nicht, Mucki.
Was ist das?
Gott, ich liebe es, dass ich deine Erste bin.
Darf ich kurz dein Handy haben?
Ich muss meiner Mutter sagen, dass ich meine Traumfrau gefunden habe.
Du bist eine endlose Quelle an Anmachsprüchen.
Und ich falle jedes Mal auf sie rein. Wirklich jedes einzelne Mal, Mucki.
Nein! So nenne ich dich!
Du musst für mich einen Kosenamen finden. Und zwar vor der Hochzeit.
Ok.
Das schaff ich.
Was ist mit...
Du wirst so schön aussehen in einem weißen Kleid.
Ich wusste gar nicht, dass du so heterosexuelle Fantasien hast.
Wen schimpfst du hier heterosexuell?
Du bist diejenige, die sich mitten auf der Straße vor mich hinkniete,
sodass ich mir wie Julia Roberts vorkam.
Lass uns Frühstück machen?
Ok, aber erst...
Nein, nein, nein! Frau, willst mich umbringen?
Ich brauche Wasser, Nahrung.
Willst du?
Was gibt's, Bro?
Echt jetzt?
Wo ist sie?
Du stinkst.
-Das ist Bleichmittel. -Das ist Vagina.
Und woher willst du das wissen?
Das ist ein seltsames Haustier.
Irgendwie steht's dir, Liam.
Wie kommst du zu diesem Fusselmonster?
Das Kaninchen ist für euch.
Ein kleines Zeichen meiner Wertschätzung.
Ich hab keine Ahnung, was du willst, aber die Antwort lautet Nein.
Wie kannst du Nein sagen, ohne zu wissen, was er will?
Ich zeig's dir.
Was willst du?
Gott sei Dank bist du hier, Maria.
Sie ist viel netter, wenn du da bist.
Spuck's aus, Haarball.
Ich muss einen Doku-Film für mein Schulabschluss-Projekt machen.
Wir sollen einen Araber oder Orthodoxen oder...
...oder was auch immer, das immer fotogen ist, finden.
Also hab ich gedacht,
nichts kann meine Lieblings-israelisch-deutschen-Lesben toppen!
Und genau deshalb sagst du erst Nein, und dann fragst du.
Das Einmaleins des Überlebens.
- Du wirst's schon noch lernen. -Du kannst nicht Nein sagen.
Es ist nur ein Film. Ein kurzer.
Ok, ok.
Aber wir entscheiden, wann und wo du mit deiner Kamera herumschnüffelst.
Ok.
Du kannst schöne Aufnahmen von der Bar machen.
Ich poste die auf Facebook.
Sie wollte eine jüdische Prinzessin und fand mich.
Fräulein Stasi.
Ich komme aus Stuttgart, Dummkopf.
Deutschlands Südwesten.
Google das.
Ost, West...
Ich unterscheide nicht, irgendwann wart ihr alle Nazis.
-Nicht alle. -Alle.
Ich muss los.
Mama schickte mich einkaufen, ehe die Läden schließen.
Bis heute Abend.
Nimm das mit.
Bro, keiner sagt, dass alle Lesben Katzen haben müssen.
Guten Abend.
Guten Abend.
Shalom Shabbat.
Es heißt Shabbat shalom.
-Ich hab mir die wichtigen Sachen gemerkt. -Ok.
Deine Mutter mästet mich, ob ich will oder nicht.
Widerstand aussichtslos.
Dein Vater muss das letzte Wort haben.
Du bist die Einzige, die ihm dieses Vorrecht abtrünnig machen kann.
Ich soll's auf keinen Fall ohne Aufsicht versuchen.
Wenn Ella mich wieder fragt, ob ich ihr Gewehr sehen will, darf ich Nein sagen.
Wenn Liam mir die Hand geben will, soll ich sie nicht nehmen, da er sie nie wäscht.
Ha!
Das war's, oder?
Ich will nicht, dass du's bereust, mir einen Antrag gemacht zu haben, also sag ich...
Ja.
Apropos Antrag, ich...
Ich hab überlegt, vielleicht wäre es besser...
Wir sagen's unseren Familien noch nicht?
Woher wusstest du das?
Ich kenne meine Eltern, deine hab ich kennengelernt.
Also nennen wir's eine logische Konsequenz.
Und weil wir ein Traumpaar im lesbischen Himmel sind.
Was?
Ich stelle mir gerade vor, wie wohl der lesbische Himmel aussieht.
Aber ich will es unbedingt meiner Oma sagen. Ok?
Klar. Verstehe ich. Sie wird sich für dich freuen.
Freuen? Übertreib mal nicht.
Sie würde Freude nicht erkennen, wenn sie ihr als Thora-Rolle auf den Kopf fiele.
Wie kannst du so über eine Holocaust-Überlebende reden?
Sie ist keine Holocaust-Überlebende.
Sie ist meine Oma.
WILLKOMMEN IN MINSA
KEIN FREMDES LAND, SONDERN DAS LAND UNSERER VORFAHREN...
Kannst du mal übersetzen?
Schnupsi?
Schnupsi?
Soll das ein Kosename sein, oder ist das ein Nieser auf Deutsch?
Meine Mädchen!
Oh mein Gott, ist das der Salat?
Ich sehne mich danach,
seit ich in Süddeutschland zum Schüleraustausch war.
Oh, und hier sind die anderen Sachen.
Nur ein Jude flippt so aus wegen Schweinefleisch.
-Danke schön. -Bitte.
Ich versteck's besser ganz hinten im Kühlschrank.
-Da bist du ja endlich! -Hey!
Ich kann's kaum glauben, ihr verrückten „love birds“.
Du musst kommen und unsere neue Wohnung sehen.
Ich war schon da. Ich hab Shira mit dem Umzug geholfen.
Wenn man meckern und jammern als Hilfe bezeichnet.
Die fünfte Kolonne!
Geht zurück nach Europa, wenn's euch nicht passt!
Warum brüllt er immer den Fernseher an?
Ist ein Israeli-Ding.
Wir demonstrieren nicht, wir brüllen den Fernseher an.
Ora!
Können wir endlich mit dem Kiddusch beginnen?
-Hi. -Hi.
Hast du abgenommen, seit du das letzte Mal hier warst?
Nein, ich glaube nicht.
Liam! Die Mädchen sind da. Wir wollen mit dem Kiddusch anfangen.
Ihr wisst, ich kann's nicht leiden, wenn ihr eure Hände in der Spüle wascht.
Was hat sie gesagt?
Sie freut sich wahnsinnig, dass die ganze Familie in der Küche ist.
Ich freue mich auch, hier zu sein.
Du solltest ein paar Hebräisch-Stunden nehmen.
Mama...
Hast du Shiras Hand bemerkt?
Hat sie wieder ihre Allergie?
-Nein. -Ich hoffe, du hast Hunger.
Du warst doch heute dort.
Gibt es etwas, das ich wissen sollte?
-Woher soll ich das wissen? Sag du's mir. -Was soll ich dir sagen?
Ich weiß, dass sie lesbisch ist.
Aber wenn deine Hetero-Tochter
mit ihrem Freund am Freitag zum Abendessen auftaucht,
mit neuem Ring an ihrem dicken Finger, dann...
Mit Maria?
Hochzeit?
Oh mein Gott! Hochzeit!
-Oh mein Gott! -Hör doch auf zu kreischen!
-Hast du die Hand deiner Tochter gesehen? -Sie hat wieder ihre Allergie?
-Die andere Hand! -Würdet ihr mit dem Gekreische aufhören?
-Ich nehme an, sie haben den Ring bemerkt. -Ja.
Ring?
Wie viel Karat?
-Zeig her. -Nein.
Es ist kein Diamant, es war...
Es war spontan.
Ich darf eine Hochzeit planen?
-Also... -Wir dürfen eine Hochzeit planen!
Wir dürfen eine Hochzeit planen!
Ich muss mein Deutsch auffrischen.
Fischers Fritz... Fritze... Fritz... frische...
-Wer ist Fritz? -Fischers Fritz fischt frische Fische.
-Komm her. -Frischers Fritz fischt...
Du wirst dafür büßen, dass du meinen Moment stahlst.
Du solltest mir danken, dass ich ihn mit der Kamera festhielt.
Fischers Fritz...
-Fischers Fritz frischt... fischt... -...fischt frische Fische.
Oma!
Wir essen gerade zu Abend.
Klar.
Ja, ich sag's ihr. Tschüs.
Oma lädt dich und die Derzeitige hiermit vor.
Damit bist du gemeint.
Nimmst Du den Muezzin auf?
Den mag ich am liebsten. So eine wunderschöne Stimme.
Ach ja?
Ich erinnere dich an seine Stimme, wenn du dich über ihn beschwerst,
um 5:00 Uhr morgens.
-Ich? Ich beschwer mich nie. -Nein, du beschwerst dich nie.
Und ich bin nicht dick, ich bin bloß ausufernd schön.
Ruhe! Ich hab ein paar Fragen vorbereitet.
Wann erfuhrt ihr von Shiras sexueller Orientierung?
„Sexuelle Orientierung“? Wow.
Klingt wie ein medizinischer Begriff.
-Ok. Dass sie lesbisch ist. -Klingt wie eine Krankheit.
-Mir gehen die Synonyme aus. -Weißt du...
Homosexualität galt vor nicht allzu langer Zeit als Krankheit.
-Betrachtest du es als Krankheit? -Natürlich nicht.
Wieso mache ich den Mund auf, und deine Stimme kommt raus?
Er stellt es so hin, als hätten wir ein Problem mit Shira.
-Das sind Fake News. -So raffiniert ist er nicht.
Er hat recht.
Zurück zu meiner Frage. Glaubst du, es ist eine Krankheit?
Ich liebe meine Tochter genau so, wie Gott sie erschaffen hat.
-Wann war ihr Coming-out? -Mit 13.
Deine Mutter ist davon überzeugt, Adi machte sie zur Lesbe.
Stimmt doch auch.
Ist es nicht genetisch?
Wenn das so ist, hat sie's von der mütterlichen Seite.
Glaubt ihr, heiraten nach drei Monaten Beziehung ist zu schnell?
Ich freue mich, dass wir zum letzten Mal eine neue Freundin zum Schabbat-Essen haben.
Das kommt jetzt so rüber, als wäre sie ein Flittchen.
-Wir heirateten nach sechs Monaten. -Weil ich dir einen Braten reinschob.
Schwangere Bräute strahlen besonders schön.
Das ist ekelhaft. Hört auf.
Maria wird unsere Familie wunderbar bereichern.
Deine Schwester landete den dreifachen Treffer: die Heilige Dreifaltigkeit.
Lesbisch, nicht-jüdisch, deutsch!
Aber wie kannst du so sicher sein, dass sie mich mögen wird, Shiri?
-Shiri? Nein. Langweilig. -Shiksa?
Shiksa?
„Shabbat Shalom“ macht dir Probleme, aber Shiksa hast du drauf?
Wo hast du das her? Das sagt doch keiner mehr.
Ist das ein schlimmes Wort?
Shiksa ist eine nicht-jüdische Frau, und in manchen Kreisen...
Ja, da ist das schlecht.
Gehört deine Familie zu diesen... Kreisen?
Nein, nein, nein. Oh Gott, nein!
Mein Vater klingt nur wie ein Faschist, aber...
Wenn du die Ohren schließt und genau hinschaust,
sieht er eher aus wie ein Glücksbärchi.
Und warum soll ich niemandem was von dem arabischen Lover deiner Omi erzählen?
Weil dieser Glücksbärchi sofort Regenbogen aus seinem Bauch schießt,
wenn er das Wort „Araber“ hört.
Und weil meine Omi glaubt, keiner weiß es.
Nicht mal ich.
Deine Familie ist kompliziert.
Shira'le.
So nennt mich meine Omi, wenn sie besonders fies sein will.
Shushi!
Möchtest du Musik hören?
Ja, Shushi.
Schau.
So gibt meine Großmutter ihr Reparationsgeld aus.
Das ist Whiskey, nicht Kaffee.
Shira!
Was machst du hier?
Wenn du sie anders gewollt hast,
hättest du ihr mal einen auf den Hintern geben sollen.
Sie hat auch einen Vater, wie du weißt.
Komm mir bloß nicht mit deinem Siedler.
Endlich erlauben sie mir, dich kennenzulernen.
Ich freue mich, Sie endlich kennenzulernen.
Du solltest wissen: Es ist mir egal. Sie kann eine Lesbe sein.
Solange sie nicht aussieht wie ein Fernfahrer,
kann ich damit umgehen.
Maria, würdest du mir in der Küche helfen?
Deine Mutter sagt, die Neue macht gerade ihren Doktor in irgendwas mit Pflanzen.
Und dass sie Deutsche ist. Na schön.
Wo ist das Problem, Omi?
Du wechselst Freundinnen so oft, wie ich meine Zahnprothese verlege.
Warum muss ich sie kennenlernen? Was soll besonders an ihr sein?
Omi?
-Was? -Du liebst mich doch, oder?
Du bist diejenige, die ich am meisten toleriere.
Du wirst sie lieben, Omi.
Mir gefiel die letzte. Maya, oder wie hieß die?
Maya... die war...
Und eine Gefriertruhe reicht nicht?
Das sind ihre Tresore. Aufbewahrungsräume für ihre...
Emotionen.
Hast du ein Interview mit Maria für deinen Film gemacht?
-Noch nicht. Aber ich... -Wieso nicht? Das ist nicht nett. Solltest du.
Und du solltest sie nach ihrer Familie fragen. Wir wissen gar nichts über sie.
Über meine Eltern?
Wir müssen sie kennenlernen.
Und deine Großeltern. Wenn sie noch leben.
Nein, leider nicht.
Also...
Was weißt du über deine... Familiengeschichte?
Die ist nicht so interessant wie eure.
Meine lebt seit Generationen im selben Ort.
Echte Deutsche, ja?
Also waren sie alle Judenfresser?
Liam!
Ich glaube, er wollte fragen,
was deine Großeltern im Krieg gemacht haben.
Dort ist eine Schale mit Keksen. Bring die mit.
Entschuldigung, diese Kekse sind für Gäste.
-Sind wir etwa keine Gäste? -Nein, seid ihr nicht.
Ich kaufe dir neue. Ich brauche was Süßes.
Du brauchst eine Diät.
Ich hab ihr gesagt, die Kekse sind nicht mehr gut.
Macht nichts. Ich hab sowieso keinen Hunger.
Ihre Rosen sind wunderschön.
Ich muss sie welken lassen. Sie brauchen zu viel Wasser.
-Ist das ein Apfelbäumchen? -Ja.
Sie passt darauf auf für ihren...
Du weißt schon.
Mama?
-Hast du etwa jemanden? -Ich?
Nicht seit Golda Meir dieses sinkende Schiff gesteuert hat.
War ein Witz, Mama.
Gut.
Denn sie tendiert zu einem...
...exotischen Geschmack, was Männer betrifft.
Verschwinde da.
-Sorry! Ich hab's nicht bemerkt. -Was machst du eigentlich mit der Kamera?
Das hab ich dir am Telefon erzählt. Ich mache einen Dokumentarfilm.
Über mich?
Über sie.
Die zwei sind nicht so interessant.
Sind sie doch.
Meine Lehrerin sagte, dies sei das beste Projekt in der Klasse.
Wir haben Lesben, die Schoah...
...und nun eine Hochzeit.
Liam!
Wieso der Blick?
Du solltest dich freuen für mich.
Warum?
Weil du die erste Shiksa, mit der du ins Bett springst, heiratest?
Shiksa?
Du und deine Schwester verdankt euer Leben einer Shiksa.
-Hatte sie einen kleinen Schlaganfall? -Gott bewahre.
Meine Großmutter freut sich für uns.
Leider wurde sie ohne den dazu passenden Gesichtsausdruck geboren.
Warum willst du das erste Paar Schuhe, das du anprobierst, gleich kaufen?
Oma?
Eigentlich...
Es war...
Du schuldest ihr keine Antwort.
Wo geht's zur Toilette?
Mama, lass uns nicht mein Hochzeits-Fiasko wiederholen.
Wir werden eine normale Hochzeit in dieser Familie erleben.
Welche Hochzeit? Wir haben noch nicht darüber geredet.
-Da gibt's nichts zu reden. Ihr heiratet. -Klar.
-Im Juni. -Bin ich eingeladen?
Entschuldigung. Das war mein Ernst. Du wirst nicht heiraten.
Schon gar nicht Evas und Adolfs Brut.
-Jetzt guck mich nicht so an. -Hitlers Brut?
Seit wann benutzt du den Holocaust als Trumpfkarte?
Seit die Schäferstündchen nicht reichen und du beschlosst, die Deutsche zu heiraten.
Mucki, wir gehen. Die Hexe hat ihren Besen verloren.
-Ich sollte mich verabschieden. -Schon gut. Gehen wir.
Räum die Kekse wieder in den Schrank, wenn du gehst.
Was kümmert es sie, mit wie vielen Frauen ich zusammen war?
Und warum redest du überhaupt mit deiner Oma über so was Intimes?
Sie ist meine Oma. Wir reden.
-Über alles? -Sagst du's so, klingt es schräg.
Es ist doch völlig normal, Dinge mit deiner Familie zu teilen.
Bitte teile keine intimen Details über mich mit ihnen.
Ich kann mich nicht daran erinnern, ihr das erzählt zu haben.
Ich bin genauso überrascht.
Ok. Ok, kapiert.
Willst du die nicht waschen?
Die ist voller Pestizide.
Ganz zu schweigen von den dreckigen Händen, die sie berührten, bevor sie hier landete.
Pestizide, Schmestizide. Die stärken das Immunsystem.
Ok.
Mir gefällt ein entschlussfreudiges Weib.
Darf ich dich was fragen?
-Ist das was Deutsches? -Was?
Erlaubnis einzuholen, um Fragen zu stellen?
Das ist höflich.
Scheint mir eine totale Zeitverschwendung.
Hat meine Mutter dich über deine Familie ausgequetscht?
Ja.
Verhörst du mich gerade?
Muck, du hast Petersilie zwischen den Zähnen.
Ich hab's dir schon erzählt. Sie waren Bauern, mehr wissen wir nicht.
Warum fragst du wieder?
Hat deine Oma was gesagt?
Und die Eltern deiner Mutter?
Vor meiner Geburt gestorben. Mama sagt, sie redeten nie darüber.
Ok.
Wo ich herkomme, reden wir über fast nichts anderes.
Wenn wir es nicht analysieren
oder als Ausrede benutzen für etwas, das wir nicht tun sollten,
essen wir.
-Das hängt auch mit dem Holocaust zusammen. -Sie haben nicht geredet, nun sind sie tot.
Schade.
Würde es irgendwas ändern?
Wow.
-Ok. Lass mich das „straight“ kriegen. -Hey!
Du solltest „straight“ nicht als Synonym für „richtig“ benutzen.
Das ist jetzt mein Ernst. Ich will es wirklich kapieren.
War mein Großvater ein Bauer, der sein Land beackerte,
bin ich eine gute Deutsche.
Aber wenn meine Großmutter Juden frühstückte,
bin ich eine schlechte Deutsche und muss meine Koffer packen?
Nein. Für mich würde das nichts ändern.
Aber es widerspricht nicht meinem Bedürfnis, es zu wissen.
Ich habe gefragt.
Bauern.
Ok.
Maria!
Scheiße?
Das nenne ich mal einen originellen Antrag. Herrlich.
Etwas ordinär, wenn du mich fragst.
-Hat ja keiner. -Seid nett zueinander, Mädels.
Also...
Die Hochzeit. Gibt's einen Plan?
Gibt's ein Budget?
Ich wollte schon immer eine Strandhochzeit.
Klein. Höchstens 300 Gäste.
Und wer soll das bezahlen?
Die Gäste.
Ihr müsst nur die Anzahlung vorschießen.
Habt ihr mit den Eltern gesprochen?
Werden sich beide Seiten beteiligen?
Ist es denn legal in Israel?
Nein. Aber wir faken es.
Aber warum? Ich meine...
Wer braucht denn eine große Hochzeit?
Alle.
Alle?
Ja.
Eine große Hochzeit mit Ende 20 und in den 30ern lauter Kinder produzieren.
Lesben auch?
Die jüdische Pflicht,
sich zu paaren und zu vermehren, schließt auch uns Homos nicht aus.
Wusstest du von ihrer eher...
...progressiven Haltung zum ganzen Hochzeits-Thema?
Wir haben noch nicht darüber gesprochen.
Ich gebe ihnen zwei Monate.
Ich mag nicht, dass du Doppelschichten machst, damit sie mit einer Touristin Familie spielt.
So ist das eben, wenn die Geschäftspartnerin auch deine beste Freundin ist.
Ich geb ihnen bis kurz vor der Hochzeit.
Auf geht's.
Shushi?
Wie geht's?
Ich hab gehört, du bist nebenan eingezogen.
Lustig.
Komm vorbei auf einen Drink, kriegst einen Nachbarschafts-Rabatt.
Und du? Wo versteckst du dich die Tage?
Das ist Maria, meine Verlobte.
Ich war also beschäftigt.
Du bist also der Grund, warum wir Shushi nicht mehr beim Surf-Club sehen.
Mein Surfbrett ist kaputt. Ich lasse es reparieren.
Wir sollten fahren, ich rieche nach Steak.
Bis dann mal.
Surfbrett?
Ich hab total vergessen, es abzuholen. Brauchst du Wasser?
Und sie? Ist sie eine Ex?
Du bist so süß, wenn du Schluckauf hast.
Wir sollten ein paar Minuten warten, um sicher zu sein.
Ich möchte echt wissen, was den Alarm dauernd auslöst.
Es könnte eine deiner Ex-Freundinnen sein, die sich im Lagerraum versteckt.
Ich hab endlich einen passenden Kosenamen für dich.
Kann ich heute Nacht bei dir schlafen?
Mein Bett ist kaputt.
Weißt du, nicht alles lässt sich mit Sex lösen.
Du willst, dass ich dir das Gegenteil beweise?
Erkenne ich etwa Groll in deinem hübschen Gesicht?
Hör auf!
Shushi!
-Ist alles in Ordnung, Mucki? -Nein.
Möchtest du darüber reden?
Ich will nicht kaputt machen, was wir haben.
Warum klingt das, als wärst du im Begriff mir zu beichten,
du bist mit einem Klaus-Jürgen verheiratet, der gerade Würstchen für dich grillt?
Das ist mein Ernst.
-Mit Klaus-Jürgen? -Hör auf!
-Dann sprich. -Ich kann nicht.
Warum nicht?
Es war nicht meine Absicht, dir einen Antrag zu machen.
So, jetzt ist es raus.
Ich wollte...
Gott, das klingt so blöd. Ich wollte mein Revier markieren.
Dich ein bisschen mit dem Parfum ansprühen, das ich dir schenken wollte.
Dann fiel der Ring raus, und du dachtest...
-Aber... -Es tut mir leid.
Es tut mir so leid.
-Du wolltest mir keinen Antrag machen. -Nein.
Ich wollte dir nicht nicht einen Antrag machen. Es kam mir gar nicht in den Sinn.
Ich liebe dich mehr, als ich es je für möglich gehalten hätte.
Aber du willst mich nicht heiraten.
Warum hast du mir nicht gleich gesagt,
dass es ein Missverständnis war?
-Du warst so glücklich. -Ja.
Und ich war so glücklich.
War ich.
Bin ich.
Es geht alles so schnell, wir kennen uns kaum. Vielleicht passen wir gar nicht zueinander.
Wir sollten nicht zueinander passen, aber...
...wir tun es.
Irgendwie.
Ist das nicht... Bist du sicher?
-Halt die Klappe und schau, ob er passt. -Die Klappe halten?
Fast so romantisch wie „Scheiße“.
Siehst du?
Er sollte nicht passen...
...aber irgendwie tut er's doch.
Ich brauche keine 300 Gäste am Strand.
Ich brauche nur dich.
Willst du mich heiraten?
Ich muss die Worte diesmal wirklich aus deinem Mund hören.
Ja.
Ich will dich heiraten.
Ich werde eine notariell beglaubigte Kopie dieser Erklärung brauchen.
(ARABISCH) Wer ist dran?
Warum legst du immer auf?
(HEBRÄISCH) Apfel.
Abfel.
„P“ nicht „B“. Apfel.
„P“. Ap-fel.
(ARABISCH) Kann ich jetzt einen Keks haben?
(HEBRÄISCH) Nur wenn du's auf Hebräisch sagen kannst.
(ARABISCH) Und wenn ich's nicht kann?
(HEBRÄISCH) Bekommst du ein Mittagessen aus der Gefriertruhe.
(HEBRÄISCH) Ich hab Ibrahims Apfelbaum getötet.
(ARABISCH) Warum muss ich Hebräisch lernen?
(HEBRÄISCH) Weil dein Großonkel mich bat, dir zu helfen.
(ARABISCH) Er hat gesagt, du hast beim Poker verloren.
Jetzt schuldest du ihm was.
Weil er der Poker-König ist.
(HEBRÄISCH) Ach ja?
Und was sagt dein Onkel sonst noch über mich?
(ARABISCH) Dass du ganz in Ordnung bist, für eine Jüdin.
Und dass du nicht oft lächelst, aber wenn du's tust, dann ist es das schönste...
(ARABISCH) Hier, nimm.
Ähm...
Ist das dein glücklich hysterischer Lacher
oder zeigst du mir, dass ich mein Leben ruiniere?
Du kennst deine Mutter. Sie ist nicht der Typ, der weint.
Jetzt zeig mir den Ring.
Hier.
-Seht ihr ihn? -Oh.
Ein Familienerbstück. Ich nehme ihn nicht mal zum Duschen ab.
-Wir müssen dich sofort besuchen. -Wir?
-Nein. -Doch.
Wir müssen sehen, wie unsere Tochter lebt.
Shiras Eltern kennenlernen, eine Hochzeit planen.
Moment, darf ich fragen, warum ihr heiraten wollt?
Ich meine, das geht total schnell.
Geht's um die Homoehe oder willst du deine Rechte aus Protest ausüben?
Ich nehme eher an, weil sie verliebt ist.
Wir lieben uns, wir haben auch nicht geheiratet.
-Noch nicht. -Ach, Hans.
Soll ich euch alleine lassen?
Sorge nur ich mich um deine seelische und körperliche Unversehrtheit?
Ich gehe nicht zum Militär, Mama. Ich habe mich verliebt.
Lass sie ihr Ding machen.
Gut.
Wisst ihr was?
-Ist es dir wichtig, kommen wir. -Was?
-Wir kommen. -Das habe ich nicht gesagt.
-Das war Papas Idee. -Doch.
Doch, wir kommen.
Wir freuen uns auf Shiras Eltern.
Aber eins ist klar, die Grüne Linie überquere ich nicht.
Du hast mich angerufen, um zu helfen, also lass mich helfen.
Geh und hilf Adi in der Küche. Ich kümmere mich um die Kasse.
Du weißt, ich traue dir nicht mehr, seit du meine Barbies geköpft hast.
Ich tu, als ob ich dich wie 'ne Schwester liebe, bis nach der Hochzeit.
Das wird die Hammer-Party!
Vielleicht sollten wir Papiere in Deutschland unterschreiben und fertig.
Werdet ihr nicht!
Wir feiern eine ordentliche Hochzeit. Jede Frau will ein Mal eine Braut sein.
Nicht jede.
-Ist das Marias Einfluss? -Nein.
Also was ist mit dir? Ist das ein linkes Ding oder feministisches Ding?
Ich warte immer noch auf die Blutwerte.
-Sei vorsichtig. Könnte ansteckend sein. -Echt, Mann.
Warum musst du so anti sein? Du klingst wie Omi.
Halt die Klappe, und nenne mich nicht „Mann“ oder „Omi“.
Sogar Omi klingt nicht mehr wie Omi.
Weißt du, was ich an Israel liebe?
Hier gibt's einfach alles.
Es ist warm und kalt, trocken und nass, hässlich und schön.
-Ist doch erstaunlich, oder? -Du bist doch Wissenschaftlerin, oder?
Ja.
Warum sitzen wir nicht in einem kühlen Labor?
Und worum geht's in deiner Promotion überhaupt?
Ich schreibe meine Arbeit über den Klimawandel, also...
Also muss ich Daten sammeln. Samen.
Der Strauch oder mit wissenschaftlichem Namen „Sarcopoterium spinosum“
existiert über den gesamten klimatischen Verlauf...
Können wir jetzt gehen? Ich schwitze am Arsch.
Danke fürs Teilen dieser Information.
Sehr gerne.
Halt, halt, halt, halt! Was machst du? Bleib hier, es ist gefährlich.
-Ich kenne ihn. -So?
Bist du wahnsinnig? Der Zaun ist nicht ohne Grund da.
Stimmt, er ist da, um das Experiment zu schützen.
-Ja, aber... Nein. -Du wolltest was zum Filmen haben.
Geh und rede mit ihm. Er ist so alt wie du.
Vergiss nicht, die Schafe mitzunehmen.
Wenn du mir nicht hilfst, kannst du mir wenigstens Hebräisch beibringen.
Was muss ich unbedingt sagen können?
Ich esse Schwein an Jom Kippur.
-Was heißt das? -Ich bin nicht jüdisch.
Ich hab gesagt, ich will nicht, dass du uns beim Essen filmst.
Sachen nach ihm zu werfen, ist deine Lösung?
-Originell, oder? -Nicht in besetzten Gebieten.
-Befreit, nicht besetzt. -Maria, wie viele Schnitzel möchtest du?
Eins, bitte.
Ich möchte das dünne.
So geht es den Linken aus Tel Aviv.
Sie vergessen, wie man sein Schnitzel verteidigt.
Ich verstehe wirklich nicht, warum du freiwillig horrende Preise
für Wohnungen zahlst in Gegenden, die aussehen wie Dresden,
nachdem die Alliierten damit fertig waren.
Die haben's verdient, du nicht.
Du hast recht, wir sollten lieber einen Wohnwagen mieten.
-Und auf den Nachbarhügel ziehen. -Oder in die Wüste.
Ich weiß, was dich verdorben hat. Es ist deine Araber-liebende Ökofreak-Mutter.
Stimmt.
Sie hat auch den Homo-Chip hier unter der Haut eingesetzt,
die Altalena versenkt, das Abkommen von Oslo unterzeichnet und die erste Intifada begonnen.
Karotten?
(HEBRÄISCH) Dein Setzling ist nicht tot.
Noch nicht.
Gib mir noch ein paar Tage. Aber bitte halte mir das Kind vom Hals.
Mir reichen meine.
Ich würde lieber bar zahlen, sollte ich je wieder verlieren.
(ARABISCH) Ich hab eine bessere Idee.
Gut. Denn ich hatte nicht vor zu bezahlen.
Wenn ich gewinne...
...musst du mit mir auf ein Date gehen.
Nicht hier...
Draußen.
Das Schweigen ist eine Zusage.
Tut mir leid.
Meine hintere Kniesehne macht mir zu schaffen, seit ich die Zumba-Klasse angefangen habe.
Jetzt ist kein guter Zeitpunkt.
Der Zeitpunkt wird nie gut sein, also ist jetzt so gut wie immer.
Oder so schlecht wie immer.
Hier geht's nicht um Politik, das ist ein Fakt.
Ein Araber, der im ersten Akt auftaucht, explodiert im letzten.
Ich wünschte, du würdest dein Talent für kreatives Schreiben besser nutzen.
Er war ein netter amerikanischer Junge, als wir geheiratet haben.
Er änderte seine politischen Ansichten, als er kapierte,
dass Oma die Grüne Linie nicht übertritt.
Das war tatsächlich das i-Tüpfelchen.
Außerdem war's billiger, ein Haus auf diesem schönen Hügel zu kaufen,
das ich eines Tages meinen Kindern vererbe.
Behalte den Hügel, ich nehme lieber Cash.
Du bist so ein herablassender Arsch.
Du denkst, wir sind dumm, da wir Israel dienen und uns gegen den Terror wehren.
Das sagte ich nie.
Wegen deinesgleichen denken alle, wir hätten nicht das Recht, uns zu verteidigen.
-Du schadest uns wirklich! -Meinesgleichen?
Bürger, die das Recht haben, ihre Meinung zu sagen?
Auch wenn dir nicht gefällt, was sie sagen?
Könnten wir wenigstens ein Schabbat-Essen durchstehen,
ohne über Politik zu streiten?
Ich glaube nicht.
Das war eine rhetorische Frage, du Idiot.
Oh nein, nein, nein, Schatz, wir streiten nicht.
Oh nein, nein, nein!
Wir streiten nicht.
-Das ist Freitagsvorspiel. -Ja.
Vorspiel? Ekelhaft.
Könnten wir bitte endlich über die Hochzeit reden?
Ja. Lass uns mal über die Hochzeit reden.
Mama...
Wir werden nicht automatisch nach dem Sozialkonstruktivismus leben.
Natürlich nicht.
Du wirst ein blondes Baby adoptieren, das du nicht beschneiden lässt.
Dann ziehst du nach Deutschland, mit den anderen Schmarotzern,
die die Pässe ihrer Großeltern benutzen, weil du an einem Ort leben willst,
wo dein Baby nicht in der Armee dienen muss, wie wir Idioten.
-Und dann geh ich zur Wehrmacht. -Jetzt hört mir mal zu, Mädels.
Ich gehe seit Jahren auf Hochzeiten und zahle gutes Geld,
damit eines Tages, wenn meine Kinder an der Reihe sind und heiraten,
ich auch mal an der Reihe bin mit dem Geldeinsammeln.
Also, jetzt bin ich an der Reihe!
Nun gib mir deinen Teller, Maria...
Deine Mutter soll nicht denken,
wir geben dir nichts zu essen, wenn sie dich morgen sieht.
Vielleicht passen noch ein paar Kartoffeln rein.
Sehr gut.
(ARABISCH) Wir sind zu alt für solche Spiele.
(HEBRÄISCH) Du hast recht.
Bridge wäre für unser Alter angemessener.
Ok, ich lasse dich diesmal gewinnen.
Berta...
Du bist dran.
Wir werden dieses Gespräch führen.
Dein Name ist immer noch Ibrahim, und wir sind immer noch im Nahen Osten.
Also müssen wir dieses Gespräch nicht wirklich führen.
Schneide dir eine Scheibe von deiner Enkelin ab. Sie scheint recht zufrieden.
Ich bin in einem Alter, in dem ich mir 'ne philippinische Pflegerin nehme,
und nicht einen Liebhaber.
Genau! Wir sind alt. Es interessiert keinen, was wir tun.
Wir haben endlich eine neue Chance. Siehst du das nicht?
Berta.
Alle, die uns früher im Weg standen, sind tot.
Außerdem bin ich Arzt.
Spielst du endlich deine Hand?
Will deine Mutter keine ordentliche Hochzeit?
Sie glaubt, dass der Staat sich aus Herzensangelegenheiten raushalten soll.
-Darum haben meine Eltern auch nie geheiratet. -Sei ein Mann.
Übrigens...
Ich sprach mit einem Rabbi, der bereit wäre, euch zu trauen.
-Aber... -Was hast du?
Ich esse Schwein an Jom Kippur.
Was sagte ich?
„Ich esse Schwein an Jom Kippur.“
Lerne nie etwas von Liam.
Ich wollte sagen, ich bin nicht jüdisch.
Du könntest zum Judentum konvertieren, weißt du.
Geht's noch herablassender?
Ich finde es nur lustig, dass Papa glaubt, Maria würde je konvertieren.
Warum?
Ich sage nicht, du sollst konvertieren. Aber wenn du Kinder kriegen willst...
Was hat Gebären mit irgendwas zu tun?
Na ja...
Wenn sie nicht jüdisch ist, kann sie nicht meine Enkel zur Welt bringen.
Du solltest deine Religion von unseren Fortpflanzungsorganen fernhalten.
Ok?
-Wir gehen jetzt nach Hause. -Ich kann Freitagsvorspiel.
Darf ich bitte noch ein Schnitzel haben?
Gott, bist du wahnsinnig?
Er ist sehr hilfreich, wenn meine Eltern mich nerven.
Hochzeit
Hochzeit
Und sie hat bloß nach einem Schnitzel gefragt?
Wow. Ich bin beeindruckt.
Entschuldigung, Frau Beeindruckt,
aber wenn die Dancing Queen eine Jüdin heiraten will,
muss sie akzeptieren, dass die liebe Mama eine große Hochzeit verlangt.
Und du, Fräulein selbsthassende Jüdin,
dass Herr Papa darauf besteht, dass seine Enkel ihre Vorhaut verlieren.
Du könntest ein Jewish Princess in Deutschland aufmachen.
Die Spielregeln einhalten oder ab ins Exil?
Ich wollte nur witzig sein.
Wir adoptieren ein blondes Baby.
Und ziehen nach Deutschland.
Es tut mir so leid.
Kein Freitagsvorspiel mehr für dich.
Hör auf damit.
Meine Mutter hat recht.
Ist kein Platz zum Leben.
Seid ihr Marias Eltern?
Wer fragt?
Der Mossad.
Nein, nein, nein. Ist nur ein Witz.
Ich bin Liam. Shiras Bruder und Marias größter Fan.
Hat sie nicht von meiner Dokumentation erzählt?
Ihr seid aus Stuttgart, oder?
Südwest-Deutschland.
Ich hab's gegoogelt.
Ok. Das dauert nicht lang.
Ich stelle euch dieselben Fragen, die ich meinen Eltern stellte.
Alles klar?
Bereit?
Wann erfuhrt ihr von Marias sexueller Orientierung?
Was meinst du?
-Wann sagte sie euch, dass sie lesbisch ist? -Hat sie nicht.
Wir wussten es. Aber sie hatte kein Coming-out oder so.
Liebe ist Liebe.
Es ist uns egal, solange sie glücklich ist.
-Auch wenn's eine Jüdin ist? -Was willst du damit sagen?
Ich sage nichts. Ich frage. Schaut, so steht's in meinen Notizen.
Aber warum fragst du?
Ich hab auch meine Eltern gefragt. Ihnen machte es nichts aus.
Was hast du sie gefragt?
-Wegen Maria. -Was ist mit Maria?
Keine Ahnung... dass sie nicht jüdisch ist und... deutsch.
Was haben sie gesagt?
Hey! Ich bin derjenige, der hier die Fragen stellt.
Mama?
-Hey. -Hey.
-Ihr seid ja früh dran. -Ja.
-Wie schön. -Wir hatten nur Handgepäck.
-Hallo, Papa. -Da seid ihr.
Ich freue mich, dass ihr da seid.
-Ich hoffe, er war nicht unhöflich. -Ich?
Du solltest sie fragen.
-Lasst uns gehen. -Ja.
Nein! Wartet! Ich bin noch nicht fertig.
Doch, bist du.
Ich fahre morgen zu Omi. Du kannst mitkommen, kleiner Aasgeier.
Du willst sie deiner Oma vorstellen?
Wir würden sehr gern deine Oma kennenlernen.
Aber meine Frau hat uns bereits für eine Tour morgen angemeldet.
Was?
Ihr zwei alleine? Wohin denn?
Zu einem... Flüchtlingslager.
Vergiss Omi. Ich will dabei sein, wenn sie Dad kennenlernen.
-Wollen wir? -Ja.
Ihr macht Pläne ohne mich? Soll ich nicht mitkommen?
Du bist umgezogen. Du hast genug zu tun.
Du musst dich nicht auch noch um uns kümmern, ja?
Danke, das geht schon.
Das ist ja toll.
Toll, die Wohnung.
Du gehst deine Oma morgen besuchen?
Die Shiksa kommt mit.
Begehst du Suizid durch Zwiebeln?
Weniger als ein Schekel das Kilo. Ich hab 20 Kilo gekauft.
Oh, welch freudiges Ereignis.
-Mach die Tür hinter dir zu. -Das wird erweiterter Suizid.
Was macht ihr überhaupt hier?
Ich bin letztes Mal gegangen, ohne mich zu verabschieden.
Setz dich.
Wir müssen sie nicht sofort essen, Sie können sie für später aufheben.
Öffne die Tür.
Man sagt, Sie sind eine Monopoly-Meisterin.
Willst du es darauf ankommen lassen?
Sehr gerne.
Liam hat mir ein Interview gezeigt, das er mit deinem Freund,
dem Beduinen-Jungen, machte.
Welcher Beduinen-Junge?
Ahmed. Ich gebe ihm Wasser und deine Zigaretten.
Und er hält seine Schafe von meiner Forschungsstation fern.
Jedenfalls gibt er sich Mühe.
Du scheinst ja ein Händchen für schwierige Dinge zu haben.
Ich glaub, ich hab's getötet.
Sie haben überwässert.
Ich glaube, ich kann es retten.
Zuerst muss es raus, aber nicht direkt in die Sonne.
Ich suche einen geeigneten Platz.
Sie ist nett.
Sie ist sehr nett.
Du kannst sie trotzdem nicht heiraten.
Ich werd's trotzdem tun.
Ich gab ihr sogar den Ring.
Du hast was getan?
Den Ring meiner Mutter?
Ich wollte ihr das Kostbarste schenken, was ich besitze.
Aber ich habe ihn dir gegeben!
Das ist das Einzige, was von meiner Mutter blieb!
-Weil ich Deutsch bin, oder? -Hat sie nicht gesagt. Hör auf zu ziehen.
Ich hätte ihn nicht annehmen dürfen. Ich kenne seine Geschichte.
Du musst dich nicht entschuldigen. Aber du solltest es!
Sie haben vollkommen recht. Es gibt dafür keine Entschuldigung.
Keine Vergebung.
Hör bitte auf, uns deinen Hitler aufzudrängen, wo er nichts zu suchen hat.
Oma!
Muss ich meine Schlösser auswechseln?
-Hat sie in Monopoly verloren? -Sie hat ihren Verstand verloren!
Sie hat ihr den Ring meiner Mutter geschenkt!
Trotz all meiner Anstrengungen
ist sie zu einer egoistischen, rücksichtslosen Göre mutiert.
Ich?
Als würdest du bewusst die blutigste Wunde aussuchen,
um dann Salz reinzureiben.
Tut mir leid, wenn ich dachte, die, die einen Araber liebt,
hat kein Problem mit meiner Deutschen!
Was?
Ich?
Niemals!
Anders als du kann ich nicht mit jemandem zusammen sein
und alles andere ignorieren.
-Was ist „alles andere“? -Realität, Ibrahim!
Re-a-li-tät!
Sag ihr, ich will den Ring meiner Mutter zurück, ehe sie damit abhaut.
Hier ist die Mailbox von...
Ja, Adi?
Ok. Lass sie nicht gehen.
Mucki, Gott sei Dank.
Nimm ihn runter.
Nur, wenn du versprichst, mich nicht zu verlassen.
Ich muss ihn jetzt runterbekommen. Sofort.
Ich hätte dich nicht mitnehmen sollen. Tut mir leid. Du musst mir glauben.
Schau mich an.
Schau mich an.
Der Ring passt nicht.
Vergiss den Ring. Vergiss irgendeinen Ring. Ich kaufe dir einen neuen Ring.
Ohne Vergangenheit diesmal.
Ich liebe dich.
Mehr als alles andere.
Wie wäre: Ich verspreche, meine Großmutter und das ganze „Crazy“ von dir fernzuhalten,
und du versprichst mir, dass du bei mir bleibst?
Deal?
-Hast du's? -Ja.
Stürzt die Monarchin!
Scheiße!
Was machst du hier?
Ich sorge dafür, dass die Gehälter bezahlt werden.
Und das ist mein Laden, aber macht nur weiter. Ich will euch nicht stören.
Warte.
Nimm ihn.
Ich will ihn nicht mehr.
Also, ich nehme an...
...du willst das Geld, das ich in dein Geschäft investierte, auch nicht?
Gib mir 30 Tage, um das Geld aufzutreiben.
Hochzeit
Hochzeit
Hochzeit
Hey!
Oh mein Gott!
Ich freue mich so sehr, euch endlich kennenzulernen.
-Ron. Freut mich. -Oh! Hans.
Hans, freut mich auch. Ron.
Oh. Hallo.
Maria hat erzählt,
dass du auch ein bisschen Zeit in Deutschland verbracht hast?
Ja!
Ich erinnere mich an die wichtigen Dinge.
Fischers Fritz... Fritze... Fisches... Fische Fische...
-Fischers Fritz fischt frische Fische. -Fischers Fritz frischt Fische...
Mama!
Die Leute beten hier.
Und das ist Ella,
unsere schöne Soldatin.
Liam habt ihr schon kennengelernt?
Ja.
Ich bin auch eure Stadtführerin heute.
Wollt ihr lieber an der Via Dolorosa starten oder an der Grabeskirche?
-Bist du jetzt im Dienst? -Nein.
Ich bekomme Rabatt, wenn ich Uniform trage. Wir kommen in die coolsten Orte rein.
Das ist mir unangenehm. Ich glaube an den Frieden.
Tun wir auch. Deswegen kämpfen wir dafür.
Ich weiß, was wir brauchen: Essen!
Essen!
Essen! Ja, wunderbare Idee.
-Ich könnte essen. -Ich hab eine bessere Idee.
Das Getto Lodz wurde für polnische Juden
nach dem Überfall auf Polen im Jahr 1939 eingerichtet.
Es war das zweitgrößte Getto
nach dem Warschauer Getto im Nazi-besetzten Europa.
Wer hat all diese Fotos gemacht?
Sie kommen aus unterschiedlichsten Quellen, viele davon deutsche.
Das ist der Ort, aus dem die Familie meiner Mutter kommt.
Und deine Familie?
Stammt aus einem kleinen Dorf im Südwesten Deutschlands.
Maria hat uns wenig von ihnen erzählt.
Ja.
Sie starben vor ihrer Geburt.
Ich kannte meine Großeltern auch nicht.
Weil meine Mutter sie ebenfalls kaum kannte.
Sie war vier Jahre alt, als ihre Eltern sie und ihre ältere Schwester versteckten.
Das war das letzte Mal, dass sie sie sah.
Was...
Was wurde aus ihnen?
Jahre nach dem Krieg fanden sie endlich jemand,
der im selben Transport wie ihre Eltern war.
Der konnte ihnen sagen, was mit ihnen passiert ist.
Die ganze Familie wurde ausgelöscht.
Keiner hat überlebt, außer meine Mutter und ihre ältere Schwester.
Die frühesten Erinnerungen meiner Mutter
waren von einem dunklen, kalten Dachboden.
Und vom Hunger.
Sie erzählte mir immer, wie sehr sie hungern musste.
Oh nein! Nein, nein!
Oh Gott, bitte nicht weinen!
Shira bringt dich um.
Sie haben sie alle zusammengetrieben
und zwangen sie, stundenlang im Schnee zu stehen...
Bis die Schwächsten zusammenbrachen.
Folgen Sie mir.
Ein Holocaust-Museum, im Ernst?
Wie kommt er auf so einen Scheiß?
Ich beneide diese Menschen.
Musst du nicht.
Sie zahlen ein Vermögen für Geschichten, die ich mein ganzes Leben umsonst hörte.
Mir ist gerade aufgefallen, dass ich noch nie einfach nur als Person traurig sein konnte.
Wieso?
Ich empfand das immer als Deutsche.
Ich fühle mich schuldig deswegen als Deutsche.
Ich schäme mich dafür als Deutsche.
Ich frage mich, wie es sich anfühlt, wäre man nicht Deutsch.
Bleib bei mir.
Wiederholt sich die Geschichte,
sind wir zwei die Ersten in der Schlange zum Krematorium.
Dann wirst du wissen, wie es sich als Opfer anfühlt.
-Mucki, warte, es war ein Witz. -Shira?
Maya?
Maria. Ihre Verlobte.
Verlobte?
Wow.
Bist du schnell.
Wie bitte?
Vor vier Monaten wollten wir zusammenziehen.
Und jetzt hat sie eine Verlobte?
So viel dazu, das „Crazy“ fernzuhalten. Es hat nicht mal einen einzigen Tag gehalten.
-Mucki, ich kann's erklären. -Mucki mich nicht!
Egal, wo ich hingucke, es gibt überall Leichen.
Es ist, als lebte ich in einem Minenfeld, das nur darauf wartet, zu explodieren.
Als wäre das nicht genug. Da sind noch Ex-Freundinnen!
Gibt es in Israel eine Frau, die du noch nicht gevögelt hast?
Shushi!
Stopp!
-Ich muss seine Kamera kaputtschlagen. -Du warst am Steuer, es ist deine Schuld.
Dein Glück, dass ich meine linke Hand brach. Papa!
Ich bin die einzige Normale in dieser Familie.
Mucki.
Hallo.
Ibrahim?
Ibrahim?
Ich kann es nicht glauben!
Ihr kennt euch?
Omi hat mich zu ihm geschickt, als ich Austauschstudentin in Deutschland war.
Aber woher kennt ihr euch?
-Du warst uns eine Freude. -Wie geht es deiner wunderschönen Frau?
Sie ist gestorben.
Mein herzliches Beileid.
Also, du wohnst hier wieder?
Die Kinder haben ihr eigenes Leben, und ich hatte Sehnsucht nach...
...der Sonne.
Darf ich dich meinem Mann vorstellen?
Und mein Jüngster Liam und meine andere Tochter Ella.
Das ist Shiras Verlobte, Maria.
Und ihre Eltern, demnächst meine Schwiegerfamilie.
Sie kommen aus Stuttgart.
Willst du ihm unsere gesamte Genealogie vortragen?
-Hi, freut mich. -Freut mich auch.
Ich machte meine Facharztausbildung in Tübingen.
Meine Kinder sind noch dort. Schaffe, schaffe, Häusle baue.
Gibt es einen Cousin in Jerusalem, den deine Mutter nicht kennt?
Freut mich, dass es euch allen gut geht.
Mama...
Das sind Marias Eltern.
Mama. Mama, bitte.
-Schafft sie mir vom Hals! -Oma!
-Hör auf! -Du brüllst mich nicht an!
Von all deinen Freundinnen
überwandst du magischerweise deine Bindungsphobie
mit einer Deutschen?
Ich zieh mir den Scheiß hier nicht mehr rein.
Halleluja!
Endlich hat sie's kapiert.
Mucki?
Du bist ohne sie besser dran.
Ich hab das Gefühl, ohne dich bin ich besser dran.
Ich veranlasse umgehend deine Entlassungspapiere.
Nein. Nein, nein, nein.
Ich habe das Recht, ein Mensch zu sein, nicht nur eine Deutsche.
Nicht für eine Frau, deren Familie ermordet worden ist.
-Wir sollten uns entschuldigen. -Sag mal, spinnst du?
Wisst ihr, wie die mich nennen? Ich bin eine Schiksa.
Und ihr seid Gojim, Mehrzahl für Nichtjuden.
Und das sind nur die Synonyme dieser Sprache für Nichtjuden.
Wenn es um Deutsche geht, wird's kreativ.
Die Verbindung von Kulturen ist nicht einfach.
Ich bin stolz, wie du das meisterst. Wie viele Wörter du gelernt hast.
Kann ich bitte meine Eltern zurückhaben?
Seit wann heulst du eigentlich die ganze Zeit?
Seit wann klingt alles von dir wie ein Beatles-Song?
-Sie hätte nie hierherkommen sollen. -Doch. Sie ist hier für die Liebe.
Die Liebe. Wo?
Es hassen sich hier alle.
Es ist alles umstritten. Alles.
Außer, dass jeder Deutsche eine Nazivergangenheit verheimlicht.
Du kannst sagen, dass bei uns kein Nazi begraben ist.
-Doch. -Nein.
Doch.
Mein Großvater, Vater und meine Mutter. Die haben an das geglaubt.
Ich wusste von nichts. Die haben das verheimlicht.
Meinen Großvater kannte ich nie, mein Vater ist gestorben.
Und meine Mutter hat aus ihrem Vater und meinem Heilige geformt.
Und ich auch.
Bis...
Ja.
Meine Mutter wollte nicht reden. Ich verbrannte das Familienalbum.
Es war ja sowieso alles eine Lüge.
Du hast mich nie gefragt.
Und ich wollte es dir nicht erzählen.
Fang an zu essen.
Wir haben genau eine halbe Stunde, ehe die Gattin anfängt zu nörgeln.
Es ist 7:00 Uhr am Morgen.
Was machst du überhaupt hier?
-Kann ich rein? -Nein!
Genau wie in der Schule.
Du und ich, in deinem Zimmer, deine Geschwister vor der Tür,
und wir reden über Mädchen.
Bitte!
Damals war alles einfacher.
Damals warst du dir der Komplexitäten nicht bewusst.
Macht doch auf. Ich hab Hunger!
Liam! Ich versuche zu schlafen!
Ja.
Ich übernehme die heutige Schicht.
Ich bin auf dem Weg. Du musst nicht schreien.
Ok, tschüs.
Adi?
Ist es wirklich in Ordnung für dich, das Geld von deinen Eltern zu borgen?
Wenn's für dich ok ist, meine jüdische Prinzessin an die Wand zu hängen?
-Bereit? -Was ist das?
Du kleiner Mistkerl.
Tschüss.
Was?
Yalla, schickt ein anderes! Ich kann meinen Flug nicht verpassen!
Wie lange?
Ok, tschüs.
Shiras Freundin!
Klar. Ausgleichende Gerechtigkeit.
Hi. Hab eine gute Schicht.
Geht's in den Urlaub?
Sekunde.
Tut mir leid, ich hab gerade keine Zeit.
-Ich muss zum Flughafen. -Oh. Viel Glück dabei.
Da war ein Riesen-Unfall um die Ecke, zwei Lkws.
Frag nicht. Es ist alles abgesperrt.
Hast du nicht bemerkt, wie leer die Straße ist?
Ich muss dringend zum Flughafen. Kannst du mir helfen?
Natürlich.
Mein Auto steht genau gegenüber von dem Unfall. Glaub mir, du kriegst deinen Flug.
Danke, ich kann dir nicht sagen, wie dankbar ich bin.
Ich bestehe darauf, Sie für Ihre Zeit zu entschädigen.
Nein, nein, nein. Ist ok. Meine Schicht ist vorbei. Außerdem...
Es ist immer ein Vergnügen, einer schönen Frau zu helfen.
Nein, mein Vater hat recht. Wir bestehen darauf, dich zu bezahlen.
Ok.
Weißt du, es fühlt sich jetzt scheiße an, aber es wird besser.
Glaub ich nicht.
Glaub mir. Ich kenne das und hab's bereut.
Nein. Ich bereue nichts.
Sei nicht so traurig.
Es bedeutet wohl, sie war nicht die Richtige.
Sie ist definitiv die Richtige.
Scheiße.
Ich kann nicht gehen.
Danke.
-Also bleibst du hier? -Hans!
Gib mir die Autoschlüssel.
Berta?
Nimm ihn.
Steck ihn auf ihren deutschen Finger, bevor du noch was Gutes verlierst.
Omi...
Lass auch du das Gute nicht entwischen.
Diese biblische Schönheit kann man sonst nirgends auf der Welt finden.
-Es ist einfach magisch. -Verschon mich.
Ich kann die Grüne Linie wirklich nicht überqueren.
Schau doch mal hin.
Hans, halt an. Halt an, Hans! Ich kann es nicht!
Es tut mir leid, aber ich kann es nicht.
Hast du gesehen? Die haben getrennte Grenzübergänge.
Schluss! Mein Bein ist gebrochen, also bringt mich zu Shira.
Danach trefft ihr eure eigenen Entscheidungen und ich meine.
Auch wenn sie euch nicht passen.
Genau.
Für die Liebe.
Schatz, aber...
-Tut mir leid. Ich hätte nicht wegrennen... -Nein, mir tut es leid.
Es tut mir leid, ich...
Ich liebe dich, Mucki. So sehr.
Du und ich.
Das ist alles, was zählt.
Du verstehst nicht. Die Eltern meiner Mutter waren Nazis.
Ihr Deutschen wisst, wie man einen romantischen Augenblick ruiniert.
Das haben wir gut gemacht mit ihr.
Wir können jetzt heiraten.
Auf Paare, die eigentlich nicht zusammenpassen
und es trotzdem tun.
Zum Wohl!
Omi...
Liebe ist Chaos...
Ein schönes Chaos.
Feiert es.
Ich freue mich so für euch beide.
Zum Wohl.
Jetzt ist auch geklärt, wer das Haus bekommt?
Mama...
Ich freue mich so für dich.
Und dies ist eine wunderschöne Hochzeit.
Zum Wohl!
Ihr seid der Beweis, dass eine Zweistaaten-Lösung...
Auf die Liebe!
Papa...
Jetzt wäre eine Gelegenheit, vom hohen Ross runterzukommen.
Du reibst mir gerne die glückselige Wiedervereinigung unter die Nase.
Bin ich der Einzige, den es stört, dass sie keine Sicherheitsfirma engagierten?
Hochzeiten machen echt Spaß, wenn sie nicht die eigenen sind.
Meine Oma hat darauf bestanden.
Oh Schatzi.
Schatzi?
Reimt sich auf Nazi.
Hat Potenzial, richtig?
Bombe!
(ARABISCH) Ihr seid alles verdammte Rassisten!
Hey, wie sollte ich wissen, dass es keine Bombe war?
Halt die Klappe, du Rassist!
Es wird wieder Krieg geben
Es wird Krieg geben
Es wird wieder Krieg geben
Es wird Krieg geben
Nein, bitte nicht. Ich glaube an den Frieden.
Hey, Mucki.
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