All language subtitles for The Five Obstructions.DVD

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Original subtitles

Ein Film von J�rgen Leth & Lars von Trier

Idee: Lars von Trier, nach J�rgen Leths "Der perfekte Mensch", 1967

Also, ich m�chte hier nicht bestimmen.

Aber wir haben uns ohne Drehbuch auf das Projekt eingelassen.

Die Idee ist, dass wir "Der perfekte Mensch" anschauen.

Und danach m�chte ich mit dir Hindernisse formulieren...

...die als Grundlage dienen sollen.

Ich stelle mir vor, wir machen f�nfmal denselben Film: Der perfekte Mensch.

Sehen wir ihn uns an. Dann hast du ihn pr�sent.

Ich habe ihn wohl zwanzigmal gesehen. - Das ist ja fantastisch.

Ja, da ist er.

Wer ist er? Was kann er?

Was will er?

Warum bewegt er sich so?

Warum bewegt er sich auf diese Weise?

Sieh ihn dir an. Sieh ihn dir jetzt an.

Und jetzt.

Sieh ihn unentwegt an.

Jetzt ist die Musik weg.

Keine Musik mehr.

Der perfekte Mensch ist in einem Raum ohne Grenzen und ohne irgendetwas.

Und eine Stimme sagt ein paar Worte.

Diese Stimme, die diese Worte sagt.

Sieh ihn dir jetzt an.

Sieh ihn unentwegt an.

Diese kleine Perle zerst�ren wir jetzt.

Es muss so sein.

Eine gute Perversion. Muss man pflegen.

Erstes Hindernis... Schreib mal mit.

H�chstens 12 Bilder pro Einstellung.

Hindernis 1: 12 Bilder

Ich k�nnte mir gut vorstellen... Im Film werden einige Fragen gestellt.

Der Sprecher stellt einige Fragen.

Richtig. "Was macht dieser Mensch? Was ist mit der Musik...?"

Ich m�chte sie beantwortet haben.

Hindernis 1: 12 Bilder. Antworten.

Ich muss mal kurz nachdenken.

Ich muss einen Augenblick nachdenken. Jetzt d�rft ihr J�rgen filmen.

Gut, so eine Zigarre. Das gibt...

...einem eine Besch�ftigung.

Rein manuell gesehen. W�hrend man nachdenkt.

In Haiti rauche ich nach dem Abendessen immer eine Zigarre.

Und bei besonderen Gelegenheiten ist es eine Havanna.

Wie sieht das geografisch aus? Wo liegt Kuba von dort aus gesehen?

Kuba ist bei Haiti. Ich war noch nie in Kuba.

Dann muss der Film dort gedreht werden.

Das ist nahe liegend.

Carsten, l�sst das Budget es zu, dass der erste Film auf Kuba gedreht wird?

Hindernis 1: 12 Bilder. Antworten. Kuba.

Du bestimmst, ob du Leute mitnimmst und wie du arbeitest. Dokumentarisch oder...

Ich m�chte dort auch einen Raum machen. Es kann auch eine Abschirmung sein.

Es ist �rgerlich, aber das geht nicht. - Wirklich?

Dann sag ich besser nicht, was ich will. - Nun hast du's gesagt.

Keine Abschirmung.

Hindernis 1: 12 Bilder. Antworten. Kuba. Kein Set.

Ich freue mich schon auf den Film. Er wird fantastisch.

Das ist der erste. - Genau.

Gute Reise, J�rgen. - Vielen Dank. Vielen Dank, Lars.

Auf bald.

Das ist doch vollkommen verr�ckt.

H�chstens 12 Bilder pro Einstellung.

Verdammt...

Das ist doch total...

...destruktiv.

Das ist total destruktiv.

Was zum Teufel erwartet er von mir?

Er macht es...

...schon zu Anfang kaputt. Also...

...ein spastischer Film.

Das ist zu schwierig. Wirklich.

Das geht nicht.

Ein einziges Auto f�hrt vorbei. Eines.

Und noch eins.

Am Wasser entlang.

Irgendwie idiotisch, so fr�h aufzustehen.

Sieh mal! Jetzt legt sie sich hin.

Wie legt sie sich hin?

So legt sie sich hin. So.

Wir sind in Kuba. - Ja.

Wir nehmen einen richtigen hombre.

Hombre cubano.

Wie hei�t sie? - Vivian.

Sie ist T�nzerin. - Sie sieht gut aus.

Singen. - Sprechen Sie Englisch? Nein.

Sie ist reizend. - Ja, sie sieht gut aus.

Wo ist Dan? - Wir warten auf Dan.

Haben sie es erkl�rt?

Nein, wir haben nichts erkl�rt.

Sie sieht sehr gut aus.

Hallo, ich bin Dan, der Fotograf.

Sie ist T�nzerin. - Wirklich? Gut.

Die anderen kommen auch, etwas sp�ter. - Wir m�ssen noch nichts entscheiden.

Wir m�ssen nichts entscheiden.

Hat sie die Telefonnummer?

Jos� hat sie. - Jos� hat sie?

Wir werden den perfekten Menschen in Funktion sehen.

Wie funktioniert er?

Was f�r ein Gesch�pf ist das? Das sehen wir uns an.

Das werden wir untersuchen.

Jetzt werden wir sehen, wie der perfekte Mensch aussieht und was er kann.

Er brachte Fotos von der zweiten Frau.

Er sagt, es sei ein schlechtes Bild, sie sei sehr sch�n.

Ja, sieht so aus. - Er sagt's jedenfalls.

Ja, bestimmt. - Er sagt, sie habe einen tollen Busen.

Du meine G�te!

Und dann noch diese. Ich wei� nicht.

Die nehmen wir nicht.

Nein.

W�re das eine Variante, Dan?

Claus Nissen streicht es in der Szene auf seine H�nde und dann auf Papier ab.

Aber das sieht unordentlich aus.

K�nnte er nicht au�erhalb des Bildes eine Schale Wasser haben?

Ja, das geht. - Dann ist das in Ordnung.

Heute habe ich etwas erlebt, das ich hoffentlich bald verstehen werde.

Um meine linke Hand herum strahlte ein Kranz nebliger, wei�er Flammen.

Ich betrachtete eingehend die linke Seite meiner eigenen, dunklen Jacke.

Mitten in meinem Herzen war ein kleiner, wei�er Punkt.

Ich wei� nicht, was das bedeutet.

Ich habe es im Griff, glaube ich.

12 Bilder sind ein Papiertiger.

Du hast keine Idee, wie das mit den 12 Bildern gehen soll.

Nein, das habe ich wirklich nicht.

Wirklich nicht.

Hallo, J�rgen.

Siehst du gut aus! Das ist nicht gut.

Das ist ein schlechtes Zeichen.

Du m�sstest eigentlich zerschlagen aussehen...

...nach all den Hindernissen.

Ich sollte eigentlich Kr�cken haben.

Setz dich, J�rgen.

Ich freue mich darauf, ihn dir zu zeigen.

Ich bin jetzt schon skeptisch. - Klar!

Ich kann es mir nicht vorstellen.

Nein, nicht wahr?

Dass es eine L�sung, ein Rezept gab. - Ich hoffe nicht.

Es macht einen rasend, wenn sich eine L�sung aufzeigt.

12 Bilder. - 12 Bilder. Das war verdammt gemein.

Das war gemein. Das war teuflisch.

Und ich sollte die Fragen des Erz�hlers beantworten.

Richtig, ja.

An einem Ort drehen, wo ich noch nie war.

Und ich durfte kein Set haben. - Nein.

Vier. Ziemlich viele f�r ein Hindernis.

Ja, das kann man wohl sagen. N�chstes Mal m�ssen es mehr sein.

Du kannst dich darauf gefasst machen.

Du hast dich entbl��t.

Meine n�chste Umgebung hat gesagt: Entbl��e dich nicht vor Lars.

Und du tust es nat�rlich als Erstes. Das n�chste Mal nehmen wir 5 Hindernisse.

Ich w�re bereit. Ich zeige dir gern das erste Hindernis.

Der perfekte Mensch, Kuba

Kuba, Kuba...

...Havanna...

...Zigarre...

...Mann, Frau...

...Havanna, Kuba.

Diese Stimme sagt diese Worte.

Mann, Frau...

...Zigarre, Mann.

Hier ist der perfekte Mensch.

Hier ist der perfekte Mensch.

Wir wollen untersuchen, wie der perfekte Mensch aussieht und was er kann.

Wir betrachten den perfekten Menschen.

Der perfekte Mensch zieht sich aus.

Krawatte, Jacke...

...Schuhe...

...Hose, Hemd.

Bewegungen.

Hier ist der perfekte Mensch.

Hier ist der perfekte Mensch.

Wir betrachten den perfekten Menschen.

Wir betrachten den perfekten Menschen.

Ein Auge.

Sieh dir das Auge dieses Menschen an.

Und ein Mund.

Ein Mund.

Der perfekte Mensch bewegt sich in einem Raum.

Da ist Musik im Raum.

Da ist keine Musik im Raum.

Da ist Musik im Raum.

So bewegt er sich.

Warum bewegt er sich auf diese Weise?

Weil es den Frauen gef�llt, wenn er sich so bewegt.

Ein Ohr.

So sieht ein Ohr aus.

Wieder ein Ohr.

Und wieder ein Mund.

Schritte. Sie legt sich hin.

Wie legt sie sich hin?

Sie legt sich so hin.

So legt sie sich hin.

Woran denkt der perfekte Mensch?

Denkt er ans Gl�ck, an den Tod, an die Liebe?

Daran, was er heute Abend tut? Vielleicht an Frauen.

Wie es ist, wenn er ihre Haut ber�hrt.

Vielleicht denkt er an ihre Augen, ihre Beine, ihren Mund.

Vielleicht daran, was sie ihm gesagt hat.

Ihre Worte.

Und heute habe ich etwas erlebt...

...das ich hoffentlich bald verstehen werde.

Um meine linke Hand herum...

...strahlte ein Kranz nebliger...

...wei�er Flammen.

Ich betrachtete eingehend...

...die linke Seite meiner dunklen Jacke.

Mitten in meinem Herzen war ein kleiner, wei�er Punkt.

Ich wei� nicht, was das bedeutet.

Auch heute habe ich etwas erlebt, das ich hoffentlich bald verstehen werde.

Das war ja ein v�lliger Irrtum mit den Hindernissen.

Das mit den 12 Bildern war ein Geschenk.

Ja, mit dem Gedanken ging ich ans Werk.

Ich muss sagen, das war wie ein alter Leth-Film.

Interessant!

Du hast vorl�ufig bestanden, J�rgen. - Da bin ich froh.

Ich habe einen kleinen Snack vorbereitet, den wir jetzt einnehmen.

Gut.

Besonders auf den Wodka freue ich mich. Ich habe ja einen Hang zum Alkohol.

Vor 12 Uhr schmeckt er gut. - Zu dem Zeitpunkt wirkt er am besten.

Herrlich. - Der L�ffel sollte aus Knochen sein.

F�r Kaviar sollte man kein Metall verwenden.

Wir m�ssen dich noch mehr in die Enge treiben. Das m�ssen wir besprechen.

Du darfst selber bestimmen, wie viel du mir hilfst.

Du solltest mir helfen.

Das sagst du, aber ich bin der Meinung...

...ich sollte mir von dir nicht mehr in die Karten gucken lassen.

Du wirst es gegen mich verwenden.

Das ist klar. Aber das hier ist eine Art Therapie. Im Prinzip ist es dasselbe.

Warum sollte man hingehen, wenn man sich nicht in die Karten gucken lassen will?

Mein Plan ist, vom Perfekten zum Menschen zu kommen.

Das ist sozusagen mein Konzept. - Ja, OK.

Eigentlich w�rde ich dich sehr gern banalisieren.

Aber wie machen wir das?

Ich wei� es nicht. - Aber das werden wir versuchen.

Aber ich m�chte, dass du mir hilfst. Vielleicht finden wir etwas, das wehtut.

Wie das mit den 12 Bildern.

Ich kann keine wunden Punkte nennen. - Nein, aber die 12 Bilder waren einer.

Ein absolut wunder Punkt!

Dem �bertriebenen Abstand, den du hast zu den Sachen die du beschreibst...

...k�nnten wir als N�chstes zu Leibe r�cken.

Das ist nicht nur eine Haltung. - Nein, das ist ganz klar.

Wir k�nnten auch deine Moral etwas auf Probe stellen.

Das k�nnte interessant sein. - Ja.

Wir reden so viel �ber die Moral des Betrachters.

Ja, meine Rolle ist die des Betrachters.

Das ist mein Instinkt.

Ich m�chte dich nicht als Betrachter. Du sollst mitleben.

Ich k�nnte mir vorstellen, dich an den trostlosesten Ort auf Erden zu schicken.

Hindernis 2: ein trostloser Ort.

Damit hast du kein Problem. - Nein.

Du kannst trostlose Orte gut ertragen.

Solange es ein Hotel gibt.

Ich sage nichts. Du definierst selber den trostlosesten Ort.

Kannst du dir einen Ort vorstellen oder Themen, die nicht brauchbar sind?

Nein, kannst du nicht.

Nein, nicht unmittelbar.

Unmittelbar nicht.

Aber so grob bin ich trotz allem nicht.

Ich sag das jetzt, aber es kann gut sein, dass ich an meine Grenzen sto�e...

...wenn ich mit etwas konfrontiert werde.

W�rdest du ein sterbendes Kind in einem Fl�chtlingslager filmen...

...und das mit dem Text aus "Der perfekte Mensch" untermalen?

Nein.

Ich bin nicht auf die Weise pervers.

Aber da ist ein Grad Perversion in dieser ganzen...

In der Distanz. - Ja, in der Distanz.

Und in der Art, wie du was tust.

Wie weit w�rdest du gehen, wenn du nichts beschriebest?

W�re interessant. Ein chemischer Versuch.

W�rde etwas abf�rben?

Ich m�chte dich etwas aussetzen...

...etwas richtig Aufreibendem.

Echte Dramen, die du nicht filmen w�rdest.

Hindernis 2: trostloser Ort, nicht zeigen

Ja, das ist eine spannende Disziplin.

Wie nahe heran kannst du gehen?

Und wenn du zur�ckkommst, m�chte ich, dass du die Geschichte erz�hlst.

Sagen wir, du bist der Mann.

J�rgen Leth ist der Mann

Du bist Claus Nissen.

Die Mahlzeit ist da, die Frau nicht.

Ihre Abwesenheit hat was Pinter-m��iges.

Aber die Mahlzeit ist da.

Die Mahlzeit

Hast du es dir �berlegt?

Ja, ich hab's mir anders �berlegt.

Auch heute habe ich etwas erlebt, das ich hoffentlich bald verstehen werde.

Es ist die romantische Vorstellung, die Lars von Trier hat...

...dass man beeinflusst wird, wenn man in einer Situation ist...

...wo sich ein soziales Drama abspielt, vor unseren Augen.

Und er hat es gern, wenn man misst...

...in welchem Ausmass etwas auf einen abf�rbt, Einfluss hat.

Kann man es sehen?

Kann man es messen?

Aber ich glaube, das ist rein romantisch, auf eine Art. Das ist klar.

Es gibt kein physiologisches Gesetz, kein physisches Gesetz, das besagt...

...dass man zusammenbrechen kann...

...wenn man eine gewisse N�he zu etwas hat. Das glaube ich nicht.

Wir sind unterwegs in den Rotlicht-Bezirk.

Falkland Road.

Und das ist eine Horror-Szene...

...wie ich vor ein paar Jahren feststellte.

Ich habe keine Rupien.

Ich habe keine.

Hast du zehn Rupien, Marianne?

Ich habe kein Kleingeld.

Man kann leider das Fenster nicht �ffnen.

Bitte sehr.

Ich habe nicht mehr.

So eine Szene will Lars von Trier.

Das will er, oder?

Verdammt, dann soll er sie auch kriegen.

So ein Film ist schwer zu machen. Das ist eine schwere...

...Aufgabe, denn was wir auch filmen...

...was ich auch zu dir sage, zur Kamera...

...es wird st�ndig ein Spiel sein:-

ein st�ndiges sich ann�hern...

...und es dann mit Distanz zeigen.

Ich bin so cool. Es st�rt mich nicht...

...den perfekten Menschen zu spielen...

...vor irgendeinem x-beliebigen Hintergrund.

Es ist einfach so. Es ist ziemlich einfach.

Sie kennen "Der perfekte Mensch"? - Ich erinnere mich.

Wir haben ihn hier. Sie werden ihn nochmals anschauen.

Die wichtigste Szene ist die mit dem Essen.

Ich werde im Film spielen.

Warum ist das Gl�ck so launisch?

Warum ist die Freude so kurz?

Warum hast du mich verlassen?

Warum bist du weggegangen?

Es w�re wie ein Sprung ins tiefe Wasser...

...wenn ich ihn nachzuahmen versuchen w�rde. Aber er ist das Vorbild.

Das ist seine Szene.

Ich habe sie f�r ihn geschrieben. Er hat v�llig improvisiert.

Ich habe es nicht geschrieben.

Ich habe es nicht von ihm verlangt.

Er sollte einfach essen und es zum Schluss bringen.

Er isst nur.

Deshalb ist Claus Nissen f�r mich ein herausragender Schauspieler.

Weil er mit der Leere spielt. Er spielt mit nichts.

Er spielt mit Bruchst�cken.

Es ist einfach genial, was er macht.

Gehen, laufen, springen, hinfallen...

...gehen, sich hinlegen, sich hinlegen.

Muss ich was �ndern?

Sieht gut aus. Willst du nicht hinfallen?

Was? - Du willst nicht hinfallen wie er?

Nein, kann ich nicht. Da runter? Nein. Das kann ich nicht, verdammt.

Aus Feigheit?

Ich kann einfach nicht. Verdammt, nein.

Ich kann versuchen, hier hinzufallen.

Und so f�llt er hin.

Das ist schrecklich, total schrecklich.

Erhebt sich wieder, erhebt sich wieder...

...erhebt sich.

Das kommt auf jeden Fall am Schluss. - Das sollten wir machen.

Wie f�llt er hin?

So f�llt er hin.

Nimmst du morgen etwas Valium mit? - Ja.

Mach ich.

Zur Sicherheit.

Ich nehme das in der Regel nicht...

...aber es k�nnte schon...

...wild und nervenaufreibend werden.

Es ist vielleicht gut, welches bei uns zu haben.

Man kann es vielleicht brauchen...

...wenn man seine Nervosit�t nicht mehr im Griff hat.

Ich warte, bis Dan nach mir schickt.

Dann gehe ich, ziehe den Korken aus dem Chablis...

...und lege einen Fisch auf meinen Teller.

Vielleicht esse ich sogar etwas davon.

Dazu bin ich bereit.

Kein Valium? - Kein Valium.

Die transparenten Abschirmung, die wir aufstellten...

...war eine ganz konkrete Bildfl�che...

...ein Rahmen f�r die Wirklichkeit...

...gleichzeitig konkret, aber auch unglaublich subtil und kunstvoll.

Eine sehr elegante und spielerische Antwort...

...auf die ganze Idee dieses Projektes, die vorher dagewesene Distanz...

...einzubeziehen und bei diesem Hindernis zu minimieren versuchen.

Zu versuchen die Distanz...

...zwischen Perfektem und Menschlichem zu minimieren.

Der perfekte Mensch, Bombay

Auch heute habe ich etwas erlebt...

...das ich hoffentlich bald verstehen werde.

Um meine linke Hand herum strahlte ein Kranz...

...nebliger, wei�er Flammen.

Ich betrachtete eingehend die linke Seite...

...meiner eigenen, dunklen Jacke.

Mitten in meinem Herzen...

...war ein kleiner, wei�er Punkt.

Ich wei� nicht, was das bedeutet.

Der perfekte Mensch wird nun essen und trinken.

Wir werden jetzt eine Mahlzeit sehen.

Der Wein sieht vornehm aus in dem Glas.

Und auf dem Teller...

...wunderbarer Fisch mit Reis...

...Zwiebeln, Zitrone und gr�ne So�e.

Dazu eine Flasche Chablis.

Wie isst der perfekte Mensch?

Der Fisch sieht h�bsch aus auf dem Teller.

Er verdient es, auf Silber zu liegen.

Bitte sehr, es ist angerichtet.

Nun soll dieses Mahl St�ck um St�ck...

...in den Mund gelangen.

Es schmeckt gut...

...und hat eine gute Konsistenz.

Guten Appetit.

Warum ist das Gl�ck so launisch?

Warum ist die Freude so kurz?

Warum hast du mich verlassen?

Warum bist du weggegangen?

Sehr, sehr gut.

Auch heute habe ich etwas erlebt, das ich hoffentlich bald verstehen werde.

Mach dir keine zu gro�en Hoffnungen, dass du das bald verstehst.

Nein, das glaube ich auch.

J�rgen, es tut mir Leid...

...aber ich muss mit harten Worten auffahren.

Leider. Du wei�t, ich halte viel von dir und tue das ungern.

Das hier ist nicht...

...der Film, um den ich gebeten habe. - Verdammt. Erz�hl mal.

Eine der Regeln f�r den Film war, dass man die Menschen nicht sieht.

Aber ich habe das interpretiert. - Ziemlich.

Ich muss dagegen protestieren. Ich muss dich leider zur�ckschicken.

Ich muss leider. Es geht nicht anders, J�rgen.

Ich kann nicht. - Wir suchen was �bleres.

Das Knifflige daran war, sie nicht zu sehen. Ich bin entt�uscht.

Ich bin wahnsinnig entt�uscht von dir.

Ich war der Meinung, ich h�tte einen Balanceakt vollbracht.

Ich finde den Film absolut pr�chtig.

Aber er erf�llt die Vorgaben nicht.

Es ist ein raffiniertes Spiel.

Ich habe das St�ck Wirklichkeit abgeschirmt.

Dan Holberg kam auf die, meiner Meinung nach, geniale Idee...

...die Abschirmung transparent zu machen. - Das verstehe ich.

Und dieser Film ist wahrscheinlich besser als der andere...

...entspricht aber nicht meinen Vorgaben.

Aber man kann ihn bestimmt anders machen.

Man will immer besser werden.

Und das darfst du nicht.

Du willst es immer zu gut machen.

Das hier ist eine Therapie und nicht ein Filmwettbewerb mit dir selber.

Du hast den besten Film gemacht. Den ersten.

Da gibt es keinen Zweifel. Das ist der Film.

Jetzt verwenden wir ihn als Zeitmaschine und Ansporn f�r dich...

...die Wirklichkeit zu betrachten.

Als ich das letzte Mal hier wegging, war ich schockiert.

Ich dachte: Das ist unm�glich.

Da kann man gleich Selbstmord machen.

Das ist zu schwierig. Die Lust fehlt.

Denn die braucht es. Ich fand, du seist zu hart.

Trotzdem hatte ich sehr bald eine Idee.

Ich fragte mich: "Welche furchtbaren Orte kennst du?"

Und der erste Ort, der mir einfiel, war ein schreckliches Erlebnis...

...im Rotlichtdistrikt von Bombay, das ich vor einigen Jahren...

...vor 6, 7 Jahren gesehen hatte.

Es blieb mir in Erinnerung als ein Horror sondergleichen.

Etwas, vor dem man beinahe schreiend wegl�uft.

Ich habe im Allgemeinen keine Angst vor Prostituierten...

...aber das war ein Bild der H�lle.

Aber wir drehten. Ich war kaltbl�tig und ohne Skrupel.

Ich dachte: Das k�nnen wir!

Aber in der Nacht darauf, zwei N�chte darauf...

...hatte ich einen der seltenen Albtr�ume...

...an die man sich beim Aufwachen erinnert.

Ich kam auf den analytischen Gedanken...

...dass etwas "Faust"-m��iges daran war, also ein Pakt...

...oder etwas Teuflisches, Alchemistisches.

Wenn man an die Grenzen geht...

...bezahlt man den Preis...

...dass man ganz an der Grenze steht...

...wo die Angst in Wahnsinn �bergehen kann.

Wenn man nicht mehr schlafen kann, aus Angst, in den Albtraum zur�ckzufallen...

...steckt man in der Schei�e.

J�rgen, du bist mein Held. Ohne Zweifel.

Das ist der Hintergrund. - Ich verstehe das ja.

Ich w�rde so etwas nie wagen.

Habe ich mich nicht genug exponiert? - Du hast dich wahnsinnig exponiert.

Aber du hast das nicht befolgt, was f�r mich am wichtigsten ist.

Habe ich die Idee nicht befolgt? - Nein.

Das ist eine harte Aussage. Kannst du es nicht noch mal �berdenken?

Ich habe es �berdacht.

Wie lange hast du es �berdacht?

Seit ich es sah. Ich muss dabei bleiben.

Und nicht nur, weil ich stur bin.

Mach es noch mal. Mit Hintergrund.

Dasselbe noch mal? - Dasselbe noch mal.

Es w�re der Tod, dasselbe noch mal zu machen.

Mit mir, zum Beispiel.

Das will und kann ich nicht.

Du bringst mich in die Klemme.

Wir sind nicht dort, wo ich hinwollte.

Ich bin gezwungen, dich zu bestrafen.

In welcher Form soll das sein?

In welcher Form?

Sie soll der S�nde angepasst sein, die ich begangen habe.

Welche Methode soll ich anwenden?

Was w�nschst du dir? - Das kann ich nicht sagen.

Mir w�re es am liebsten, wenn du das entscheidest.

Dann mach einen Film ohne Regeln von mir.

Das ist verdammt schlecht.

Das w�re nicht gut.

Es muss so sein, J�rgen. Leider.

Um meine Autorit�t zu behalten...

...muss ich dich bitten, es noch mal zu machen...

...wie du es am besten findest. Der perfekte Mensch 2002.

Mach ihn einfach.

Das ist teuflisch.

Ich muss...

Du hast v�llig freie Hand. Das ist f�r dich offenbar am schlimmsten.

Der Lehrer ist beleidigt. - Ja. Als Strafe hast du freie Hand.

F�r dich das �rgste.

Das gef�llt mir nicht. Ich will mich lieber an etwas halten.

Entweder gehst du nach Bombay...

...und drehst vor einer wei�en Wand oder du bist frei. So ist es.

Ich wei� nicht, was ich dazu sagen soll.

Dass es unter der G�rtellinie ist.

V�llige Freiheit oder zur�ck nach Bombay.

Das ist es auch.

So ist es und so muss es sein. - Das ist Schei�e.

Ich kann nur sagen: toi, toi, toi!

H�r dir das Ger�usch des Menschen an, der sich pflegt.

H�r den perfekten Menschen leben...

...h�r dieses Ger�usch.

Woran denkt dieser Mensch?

Wo ist es?

Ich rufe Marianne an.

Hallo, Marianne. Ich versuche herauszufinden, wohin wir m�ssen.

Ach, hier.

Da ist die 60.

Wir m�ssen weiter.

Da unten ist es.

Entschuldigung, wo geht es hinunter?

Wie kommt man in den unteren Stock?

Es muss hier irgendwo sein.

Guten Morgen.

Wie f�hlt sich der perfekte Mensch an?

Wie ist die Haut?

Ist sie glatt? Ist sie warm?

Ist sie weich? Ist sie trocken?

Ist sie gut gepflegt?

Wie ist die Haut am Kinn?

Wie ist sie an den Beinen?

Auf den Armen? Am Hals?

Wir sind bereit f�r die n�chste Aufnahme.

Eine fl�ssigere Aufnahme. Handkamera.

Fahrstuhl.

Im Fahrstuhl runter mit Dan und Ton.

Unten aus dem Fahrstuhl raus.

Wir proben. Dann gehst du zum Empfang und fragst nach Nachrichten.

Ich bin zufrieden. Er sieht toll aus...

...hat eine frische Einstellung zur Arbeit.

Er ist sehr...

Er hat als Mensch etwas durchgemacht, er hat Lebenserfahrung...

...hat gelebt. Eine fantastische Geschichte.

Er spielte die m�nnliche Hauptrolle in "La Collectionneuse"...

...Eric Rohmers wichtigster, erster Film.

Auf D�nisch hei�t er "Nymfomanen".

Sie k�nnen zuf�llig verschoben werden.

Anders arrangiert.

Zauberst�hle, nicht?

Also, Adam...

Ich stelle mir eine Art Gespensterballett mit den St�hlen vor.

Wir fangen mit einer Aufstellung an...

...dann gehen wir hin und verschieben sie.

Ganz zuf�llig...

...wie es uns neu und interessant erscheint.

Am besten wohl nach vorn gerichtet.

Aber einfach so, wie es einem gef�llt.

"Jemand hat sie im Dunkeln verschoben".

Eine mystische Hand.

Das ist die Idee, die wir von der Originalszene �bernehmen.

Am Schluss sitzt er in einem der St�hle.

Schau, so sieht ein Ohr aus.

Und hier sind Knie.

Und hier ein Fu�.

Wieder ein Ohr.

Hier ist ein Auge.

Sieh dir dieses menschliche Auge an.

Und hier kommt ein Mund.

Ein Mund.

Und wieder ein Mund.

"Mehrmals wiederholen. Frau auf Stuhl in einem Zimmer.

Sie sitzt da und tut nichts.

Sie steht auf, verschwindet aus dem Bild.

Und das mehrmals." Das haben wir gedreht.

"Merkw�rdige Autos kommen zu einer H�usergruppe...

...ein Wald, ein Feld, ein Strand."

Das haben wir nicht gemacht.

Nicht gemacht.

"Ein erhelltes Haus in der Dunkelheit.

Ein Murmeln in der Dunkelheit.

Klaviermusik."

Das bringen wir ein.

Aber das hier...

"Auf dem R�cksitz l�sst sich eine Frau ausziehen."

Das haben wir gemacht.

Es ist in hohem Grade ein Dialog.

Der Ball geht hin und her �bers Netz.

Er serviert hart. Wir kontern knallhart.

So ist das.

Er serviert wieder hart.

T�dlich. Und man muss wirklich alles geben...

...um den Ball wieder zur�ckzuschlagen.

Du bist also da, um mir etwas zu zeigen.

Das dritte Hindernis. - Tats�chlich?

Ich bin bereit, wenn du bereit bist.

Also los.

Auch heute habe ich etwas erlebt, das ich hoffentlich bald verstehen werde.

Der perfekte Mensch, Br�ssel.

Hier ist der Mann.

Hier ist er.

Was will er?

Hier ist die Frau.

Hier ist sie.

Was will sie?

Was macht sie?

Wer ist sie?

Hier ist ein Mann. Wir kennen ihn nicht.

Ich wei� nicht, was sagen �ber ihn.

Es gef�llt uns, dass er besonders ist.

Unsinnig.

Ein distanziertes Aussehen. Der Verlust der Seele.

Das distanzierte Aussehen.

Guten Tag, mein Herr, wie geht es Ihnen?

Eine Nachricht f�r 411? - Nein, im Moment nicht.

Ich m�chte etwas mehr �ber ihn wissen.

Ich kann sehen, dass er hier ist.

Und dass er arbeitet.

Ich habe ihn eine Zigarette rauchen sehen.

Ich habe ihn nicht schreiben sehen.

Kann er den Tod gut beschreiben?

Denkt er ans Bumsen?

Er ist allein und macht sich bereit.

Er geht weg und k�mmert sich um die Angelegenheit.

Er ist der perfekte Mann.

Hier ist die perfekte Frau.

Ich bin eine Frau.

Eine der besten, eine der reichsten an Liebe...

...eine der erfahrensten.

Ich, die ich immer treu bin, die ich immer liebenswert bin,

die ich immer sensibel bin, die ich sehr verliebt bin,

die ich sehr elegant bin,

ich bin eine der sch�nsten Frauen,

ich empfinde viel Zuneigung f�r andere,

ich habe viele Gef�hlsregungen,

ich bin eine Frau von starkem Willen.

O.K., wir k�nnen hier anfangen.

Die drei Filme, die du gemacht hast, haben bei dir keine Spur hinterlassen.

Sie haben vielleicht wehgetan, aber keine Spur hinterlassen.

Ich m�chte mit dir zusammen rausfinden, was bei dir Spuren hinterl�sst.

Nat�rlich nur, wenn du willst.

Ich seh's wie die Zusammenarbeit von Schauspielern.

Es ist wie... - Du willst mich herausfordern.

Das Beste, was man von einem Schauspieler kriegen kann,

ist, dass er Schei�e macht.

Ich m�chte von dir dasselbe Geschenk...

...wie von meinen Schauspielern mit einer Szene...

...die f�r sie v�llig unbefriedigend ist, f�r mich aber gut ist...

...weil sie durch die Maschine gekommen ist...

...die der Schauspieler in der Situation ist.

Als w�rde man im Fleischwolf Kohl hacken,

nachdem man Vanillegeb�ck gemacht hat.

Das hat man fr�her gemacht. Kohl rein.

Zum Reinigen.

Dann kamen Kr�mel raus, die keiner mochte.

Als eine Art Opfer f�r diesen Film...

...sollten wir vielleicht dieses zappelnde Gef�hl einer Schildkr�te...

...auf dem R�cken nachempfinden.

Ich schreibe auf: "Schildkr�te".

Das Problem ist, dass du so klug bist und dich von meinen Ideen inspirieren l�sst.

Ja, das stimmt. Ich kann nichts daf�r.

Das k�nnen wir nicht vermeiden.

Aber wenn du �berlegst, welche Technik du brauchst.

Es ist Lust. - In hohem Grade.

Was ich normalerweise mache, ist, ich suche Orte oder isoliere Dinge...

...die ich eingehend betrachten will. Das ist die Methode.

Ich umrei�e sie ganz pr�zise.

Ich warte auf den richtigen Augenblick.

Wie du wei�t, ist mein Grundsatz "warten und beobachten".

Aber ich �berlege mir, was ich verdammt noch mal mache, wenn ich arbeite.

Was es ist, was alles ausmacht.

Denn manchmal muss man sagen: Das ist der gr�sste Mist geworden.

Dann fragt man sich warum, aber es ist etwas, das man nicht kontrollieren kann.

Kontrolle zu haben, ist uninteressant.

Ich vertraue blind darauf, dass etwas passiert...

...das man nicht kontrollieren kann...

...wenn man eine Schleuse oder einen Rahmen errichtet.

Ich liebe es, wenn es mir entgleitet.

Ich stelle jetzt eine ganz, ganz einfache Regel auf f�r deinen Film.

Und es muss einfach Schei�e werden.

Und es ist OK, wenn es Schei�e wird. Ich w�re froh, wenn es Schei�e wird.

Die einzige Bedingung f�r den Film ist, dass es ein Zeichentrickfilm sein soll.

Hindernis 4: Zeichentrickfilm

Der Vorteil am Zeichentrickfilm ist, dass du viele Entscheidungen treffen musst.

�sthetisch und so.

Das kann schlecht herauskommen.

Ich hasse Zeichentrickfilme. - Ich auch.

Ich hasse Zeichentrickfilme. - Ich auch.

Ich habe keine Lust, die Technik zu erfinden oder zu lernen.

Wirklich nicht.

Ich werde keine Zeit an irgendeinem bl�den Zeichentisch oder so verbringen.

Das mache ich sicher nicht.

Nein.

Mir geht's gut. Ich sitze im Taxi.

Eine ziemlich wilde Sache.

Ich soll einen Zeichentrickfilm machen.

Ich soll einen Zeichentrickfilm machen.

Weit hergeholt.

Pl�tzlich kam er mit der Idee.

Ich sagte, ich hasse Zeichentrickfilme.

Mir hat noch nie einer gefallen.

Er sagte, es gehe ihm genauso. Er kann Zeichentrickfilme nicht ausstehen.

�berhaupt nicht.

Ich verstand die Logik dahinter, verdammt...

...wei�t du...

Wir haben dar�ber gesprochen. Ich darf keinen bestimmten Kunststil anwenden.

Im Stil von...

...Picasso oder so oder lose Striche.

Ein Zeichentrickfilm in der Art, wie wir sie nicht m�gen.

Ja, verdammt, ich meins ernst.

Wir m�ssen nichts Neues filmen.

Das sollten wir als Vorteil betrachten.

Wir m�ssen nichts Neues filmen. Wir verwenden etwas Altes.

Es muss ja nicht gebraucht oder wieder verwertet aussehen.

Wir werden es aktiv verwenden.

Wir werden einen neuen Text schreiben, einen neuen Zusammenhang...

...und ihm hoffentlich zu neuer Frische verhelfen.

Das entspricht nicht ganz Lars von Triers Wunsch.

Er h�tte lieber keine Frische oder Inspiration oder Ideen...

...oder Poesie, er m�chte lieber etwas Schlafferes, D�mmeres.

Es soll sozusagen dumm sein.

Aber das kann ich nicht.

Ich weigere mich. Wir m�ssen was daraus machen.

Ich finde, es ist eigentlich eine spannende Aufgabe.

So f�hle ich im Augenblick.

Wir sind unterwegs zu Bob Sabiston.

Wir treffen ihn zum ersten Mal. Das wird spannend.

Ich glaube, wir sind alle sehr gespannt und auch nerv�s.

Er hat die Szenen von Camilla bekommen, vor ein paar Tagen.

Ich habe sie vor drei Tagen bekommen.

Du hast sie nicht gesehen.

Wir wissen, dass wir von ihm Vorschl�ge m�chten...

...wie wir einen Zeichentrickfilm basierend...

...auf "Der perfekte Mensch" machen k�nnen.

Wir sind gespannt, ob er schon Vorschl�ge hat oder uns was zeigen will.

Wir sind also gespannt.

Auch darauf, ihn zu treffen.

Wir kontaktierten den Mann einzig aufgrund seines Rufs.

Wir hatten erst schriftlich Kontakt.

Das ist die L�sung, auf die wir gekommen sind.

Sch�n, Sie kennen zu lernen.

Ich habe mich darauf gefreut.

Das ist nat�rlich sein Gesicht.

Das gef�llt uns wahnsinnig.

Der Vorteil ist, dass er in Wirklichkeit sehr stark ist.

Es wird noch st�rker, wenn man ihn zeichnet.

Ich finde es sehr stark. Das Funkeln in seinen Augen.

Schwierige Entscheidung. Der Francis-Bacon-Stil gef�llt uns auch.

Aber das gef�llt uns sehr gut.

Das sollte nicht wegfallen.

Also das da.

Das ist vielleicht sogar besser.

Aber wenn Sie die traurigen Bilder zum Beispiel mit dem hier vergleichen...

...w�rden Sie eher das nehmen? - Ja, ich glaube schon.

Aber das hier gef�llt mir.

Aber w�ren nicht beide m�glich?

Das ist nur etwas sp�ter in der Szene. - Das ist sp�ter.

Das gef�llt mir. Es sollte im Film sein.

Und das ist auch m�glich. Dann haben wir...

Die sind alle gut. Das nehmen wir auch. Dieselbe Szene.

Das da eben war gut. Ich wei� nicht, was tun.

Hier haben Sie auch die Gangster gemacht?

Das m�chte ich auch haben.

Das ist gut.

Das m�chte ich auch.

Glaubst du, es wird diesmal ein Mist?

Nein, das glaube ich nicht.

Ich glaube, wir machen was Interessantes.

Es kann sein, dass Lars von Trier sehr entt�uscht oder rasend sein wird.

Wie auch immer. - Ja, aber...

...obwohl wir es nicht kontrollieren k�nnen...

...und Zeichentrickfilme langweilig sind, bem�hen wir uns...

...intensiv um die Sache und versuchen eine L�sung zu finden...

...die uns zufrieden stellt.

Und deshalb glaube ich leider nicht, dass es Mist wird.

Haben Sie auch rot?

Wie viel macht's?

Nein, ich nehme zwei Schachteln.

Gib mir zwei Schachteln.

Sieh her. Der perfekte Mensch bewegt sich in einem Raum.

Der perfekte Mensch kann sich in einem Raum bewegen.

Der Raum ist grenzenlos und erhellt.

Es ist ein leerer Raum.

Hier sind keine Grenzen.

Hier ist nichts.

Hallo, J�rgen. - Hallo, Lars.

Ich rufe dich an, weil wir uns den Film ansehen sollten, den du gemacht hast.

Hast du ihn fertig? - Ja, er ist fertig.

Ich freue mich, ihn dir zu zeigen.

Du klingst etwas zu froh.

Ich bin sehr zufrieden damit und bin h�chst gespannt auf deine Meinung.

Wollen wir loslegen?

Ja, ich bin bereit, ihn zu starten.

Ich dr�cke jetzt auf Play.

Ich auch.

Unlust.

Hindernis 4: Zeichentrickfilm

Der Ventilator dreht sich und schiebt die schwere Luft umher.

Ich schreibe es auf, stelle es richtig.

Ich bin ruhig.

Der perfekte Mensch.

Das sagen wir nur so und hoffen dabei, dass er das kann, was wir sagen.

Nur etwas gehen, ein paar Worte sagen.

Es ist nicht allzu viel.

Wie f�hle ich mich?

Wie f�hle ich mich nicht?

Kann ich besser werden? Im Umgang mit dem Leben?

Ich will f�hlen, sp�ren.

Ich will beschreiben, versuchen alles an seinen Ort zu bringen.

Ich rauche eine Zigarette.

Ich denke an dich.

Ich denke an dein Knie.

Wie ich dich hinter dem Knie halte.

Ich rauche eine Zigarette.

Man kann sagen, es sei eine Verbesserung...

...Zigarren und Zigaretten statt Pfeife zu rauchen.

Das Notizbuch ist eine Verbesserung des Lebensstils.

Du h�ttest Sushi essen sollen in Bombay, das w�re besser gewesen.

Sind die Temperatur der Haut und die Beschaffenheit...

...Teil von etwas, das ich habe?

Ist das meine Frau?

Fl�stert sie mir zu, wenn sie sich halb schlafend dreht...

...wenn sie sich hinlegt, wenn sie ihren Kopf leicht dreht?

Wir wollen sehen, was er tun kann und was nicht.

Ist er perfekt genug?

Oder nicht vollkommen?

Ist er frei?

Fokussieren, konzentrieren...

...es in einfachen S�tzen niederschreiben.

Jacke.

Jacke.

Auch heute habe ich etwas erlebt, das ich hoffentlich bald verstehen werde.

Um meine linke Hand herum strahlte ein Kranz nebliger, wei�er Flammen.

Mitten in meinem Herzen war ein kleiner, wei�er Punkt.

Ich wei� nicht, was das bedeutet.

Wir sind hier fertig.

Ich auch.

Du bist ein Spieler. Aber wir kommen darauf zur�ck.

Ich finde, es ist ein super Film.

Lustig, wie er die Jacke mehrmals anzieht.

Ja, das ist...

...die Zeichentrickfilm-Welt von MTV.

Aber ich hatte mich auf diese Situation vorbereitet, das muss ich zugeben.

Ich f�hle mich verpflichtet dazu, es zu Ende zu bringen.

Hindernis 5: Lars von Trier gibt letztes Hindernis vor.

Das habe ich gehofft.

Ich bin die p�dagogische treibende Kraft.

Das ultimative Hindernis zum Schluss wird sein, dass du gar nichts machst...

...aber als Regisseur aufgef�hrt wirst.

J�rgen Leth wird als Regisseur aufgef�hrt.

J�rgen Leth liest einen Text von Lars von Trier.

Du musst nichts weiter tun.

Ich muss einr�umen, dass ich f�r den Film das Material verwende...

...das wir w�hrend den "Hindernissen" aufgenommen haben.

Ich hoffe, wir haben was Menschliches gemacht in unseren Gespr�chen.

Das ist die Idee.

Du hast sicher nichts dagegen.

Nein, gar nichts.

Ich finde das fantastisch.

Du kannst jetzt wieder mit gutem Gewissen...

...in deine Haiti-Depression versinken.

Gr�ss bitte alle. Und ich esse jetzt wieder den verdammten Kaviar.

Er war sehr zufrieden damit.

Er lie� es als Zeichentrickfilm gelten.

Es gab keinen Grund, eine gro�e Sache aus dem zu machen, was wir getan haben.

Das ist ja klar. Ich wollte mich selber nicht kritisieren oder loben.

Das w�re �berfl�ssig gewesen. Es gab keine Einw�nde.

Es gibt einige wenige Bereiche im Leben, in denen ich Experte bin.

Einer davon ist J�rgen Leth.

Ich wei� bedeutend mehr �ber ihn als er selber.

Daher war dieses ganze Projekt eine Art "Hilf-J�rgen-Leth-Projekt".

Ich soll einen Text lesen, den Lars von Trier f�r mich geschrieben hat.

Als f�nftes Hindernis.

Er wird mich instruieren.

Es ist eigentlich Fiktion.

Es ist ein Brief an ihn von mir, der anf�ngt mit den Worten:-

"Lieber dummer Lars".

Das wird das "Voice over" zu ein paar Sequenzen...

...die Camilla suchen und zusammensetzen soll.

Er will es auf eine ganz bestimmte Weise...

...und er will nicht sehen, was Camilla schneidet...

...bis wir uns �bermorgen treffen oder wann immer der 1. Mai ist.

Du kleiner Schelm du.

Du siehst immer gl�cklicher aus.

Bald nicht mehr.

Du wirst mich zwingen, schnell zu lesen.

O nein!

Nein, es muss von innen kommen.

Jetzt bist du wie die Schauspieler, die kommen und wahnsinnig nerv�s sind.

Nicht n�tig. Ich nehme die Schuld auf mich.

Du hast �berhaupt keine Schuld.

Du bist wie ein kleines Kind.

Du musst nichts tun. Ich bin der Einzige, der was tut. So sieht es aus.

Gut. - Nicht mal �ben.

"J�rgen l�sst Sartres und Hemingways historischen Fl�gelschlag das Unbehagen...

...und die verdammte Unsicherheit wegtragen...

...weil er nicht wagt, selber zu fliegen.

Ich habe ihn durchschaut." - Betone "fliegen" statt "selber".

Du willst dem Text aus dem Weg gehen.

Du hast gesagt "selber zu fliegen". Aber er will ja nicht selber fliegen.

Darum geht es ja. - Ja, klar.

Du windest dich richtig.

In meiner eigenen filmischen Erziehung war das...

...was J�rgen so sch�n Spielregeln nennt, immer sehr sehr wichtig.

Er hat sie in mein Universum eingebracht.

Diese Spielregeln sind eine Art Grenze oder Selbstzucht, wenn man so will.

Diese Zucht wollte ich J�rgen auferlegen.

Ich habe so oft zu dir gesagt, du sollst jetzt mal einen Mist fabrizieren.

Ich hab's nicht getan...

Ich kann nur hoffen, dass das Mist ist. Spannend.

Der Text ist stark.

Der ist geschrieben. Der steht. - Der Text ist geschrieben.

Ich habe es noch mit ein paar Kommentaren erg�nzt.

Wie der Film geschnitten wird: illustrativ im Verh�ltnis zu den Worten.

Das war sehr wichtig, weil ich das in deiner Arbeit nicht sehe.

Das ist eine deiner Spielregeln. Das mache ich nicht.

Es wird lustig, die Bilder illustrativ zu verwenden.

Wollen wir es uns nicht einfach ansehen?

Hindernis 5:

"Lieber dummer Lars. Du hast wirklich geglaubt, mich behindern zu k�nnen, ja?

Ich hoffe, du verstehst es jetzt besser.

Du hast jetzt ein paar Tage Zeit gehabt.

Die Hindernisse folgten keinem Plan, aber du hattest eine Theorie.

Ich wei� genau, was du dachtest: 'Da ist J�rgen.

Welch merkw�rdiges Gesch�pf ist das? J�rgen ist ein armer Kerl.

Wie ich', dachtest du.

Er hatte den Film gemacht, der dir am n�chsten stand.

Darin warst du dir sicher.

'Wir m�ssen aus derselben Familie sein.'

Und so wie du gez�chtigt werden wolltest, z�chtigtest du J�rgen.

Das war ein pers�nlicher Angriff. Gib es zu.

Du dachtest: 'Es ist so einfach.

J�rgen versteckt sein Ich hinter seiner provokativen perversen Perfektion.

Er versteckt seine Angst hinter einer pers�nlichen Fiktion...

...die auf einer unendlichen Reihe von Armani-Anz�gen basiert...

...die ihn w�hrend den monatelangen Depressionen auf Haiti besch�tzen.

J�rgen l�sst Sartres und Hemingways historischen Fl�gelschlag das Unbehagen...

...und die verdammte Unsicherheit wegtragen...

...weil er nicht wagt, selber zu fliegen.

Ich habe ihn durchschaut.

Das war arrogant, aber ich sehe, dass es gut gemeint war.

Du wolltest dorthin, wo der Schrei sa�, und ihn rauslassen.

'Er ist der sch�nste Vogel', dachtest du.

'Aber er glaubt's nicht.'

'Ich werde ihn jagen, bis er fliegt', dachtest du, Lars.

Also begannst du zu dirigieren und mir strikte Verbote zu machen.

Um abzulenken, um meinen Panzer zu durchdringen.

'Wir k�nnten J�rgen mit einem Filmauftrag ablenken.'

So macht der perfekte Mensch einen Film. Sieh mal, wie er einen Film macht.

So entlarvt er sich. 'Oder wenn ich ihn provoziere?'

Filmt ihn mit offenem Visier, dann finden wir alle L�cken.

Aber so eigenartig die Klarinette zu diesen Bildern auch klang...

...du konntest nicht durch meine Augen hindurchblicken.

Egal, wie nah du warst, du konntest...

...so gern du auch wolltest, nicht unter die Haut meiner Hand blicken...

...auf die Nerven und die tiefen, h�chst zerbrechlichen Gef��e.

Nichts war zu sehen. Und nichts half.

Ich komme nicht aus Ruinen und sage dir danke, Lars.

Und doch! In dieser Sekunde hast du mich.

Du zwingst mich, deinen Text zu lesen.

Also bringen wir es hinter uns.

Lieber Lars. Danke f�r die Hindernisse.

Sie haben mir gezeigt, was ich bin: ein elend menschlicher Mensch!

Ich halte die Welt um mich herum zum Narren...

...weil ich nicht Teil davon sein will.

Mein Trick ist billig und ich wende ihn ewig an.

Ich habe fr�h dar�ber nachgedacht:

Wenn ich einfach erz�hle, was ich sehe,

nichts anderes, wie ein Kriegsgefangener...

...der im Verh�r Name und Nummer wiederholt.

Gef�hle sind zu gef�hrlich f�r mich.

Sie w�rden die Welt und mich einnehmen.

Ich nenne es Kunst. Aber ich bin sicher, dass ich nichts kann.

Ich mache das alles mit, um mich selbst zu ertragen.

Meine Filme sind Bluff, ein Versteck, Lars. Danke f�r die nette Z�chtigung.

War's gut, das zu h�ren? �ndert es etwas?

Vielleicht legt man jemandem Worte in den Mund,

um sie nicht selber sagen zu m�ssen.

Nein, es �ndert nichts. Das wei�t du.

Deine Theorie hielt nicht stand, Lars.

Deine p�dagogische Mission schlug fehl.

Mit jedem Hindernis zitterten meine H�nde weniger.

Ich wurde mir meiner Sache immer sicherer...

...und bewegte mich immer mehr vom Menschen in meinem ersten Film weg...

...und allen anderen, nur nicht dir zu.

Du sagtest, ich wage nicht, meinen Weg zu finden zu dem...

...was ich so unehrlich und gekonnt verberge...

...und was deiner Meinung nach so wertvoll ist.

Aber es n�tzt nichts.

Der Unehrliche warst du, Lars, weil du sahst, was du wolltest.

Deine Skepsis dir selbst gegen�ber musste auch auf mich zutreffen.

Du wolltest mich exponieren, hast aber dich exponiert.

Du wolltest mich menschlich machen, aber siehst du nicht, dass ich das bin?

Du brachtest mich dazu mitzuspielen, dr�ngtest mich aber in die Defensive.

Wir wissen, dass eigentlich der Angreifer sich exponiert.

Du bist gescheitert.

Und ich behinderte dich, so fest du dir auch das Gegenteil w�nschtest.

Und du fielst flach hin.

Wie f�llt der perfekte Mensch hin? So f�llt der perfekte Mensch hin."

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