All language subtitles for Die Missbrauchten Liebesbriefe (Leopold Lindtberg, 1940).de

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Original subtitles

Die Personen im Film haben verschieden Farben.

Viggi St�rteler hat die Farbe gelb.

Gritli hat die Farbe magenta.

Lehrer Wilhelm hat die Farbe gr�n.

Alle anderen Personen sind weiss.

(kichert)

(klingelt)

lch soll mich hier melden.

So, dass seit also ihr.

Verzeihung. Habe ich die Ehre mit dem Herrn Schulpfleger?

Ja. so ist es.

Kommt.

Der neue Schulmeister?

Ein W! Verstanden?! - Aua. Au!

Aha, Nachhilfestunde. -Ja, er hatte es n�tig.

Euer Amtsnachfolger.

So, seid ihr da. Ich habe nur auf euch gewartet.

Dann k�nnt ihr gerade mein Testament antreten.

Von mir aus, k�nnt ihr euch jetzt �rgern, mit dieser Gruselbande.

Wir sehen uns noch. - Lebt wohl.

So.

Das w�r' jetzt allso euer neuer Wirkungskreis.

Ein bisschen eng?

Wie heisst du?

Martin.

Und ich Wilhelm.

Hoffentlich werden wir gute Freunde.

Ja.

Geh du jetzt nur heim, Martinli.

(lacht) Allso, dann fangen sie morgen gleich an.

8 Wochen Probezeit haben wir abgemacht.

Wenn ihr euch wacker haltet k�nnt ihr eventuell bleiben.

Es ist noch nicht ganz sicher, ob wir den Zuchtmeister wieder nehmen.

Er tut etwas zuviel...

Darf ich das Fenster aufmachen?

Ja. Das kann nicht schaden.

Da draussen haben sie noch ein St�ck Land.

Es ist allerdings mehr ein kleiner Misthaufen.

Da kann man Gem�se anpflanzen.

Eben, sie kommen ja vom Land.

Gritli.

Gritli.

Ja.

Mein Eltern betrieben einen Hof.

So?

Allso, f�r die Heizung im Winter ist gesorgt.

Jedes Kind muss einen B�ndel Holz mitbringen.

Neben eurem Taschengeld habt ihr freie Kost und Logie.

Vorl�ufig esst ihr in der Sonne.

Euer Zimmer ist da oben.

Wir k�nnen es ja schnell anschauen.

Am Sonntag m�sst ihr die Orgel spielen in der Kirche.

Musikalisch seid ihrja.

Muss es so sein?

Du siehst, immer kommt das Grundmotiv wieder.

Seit Stunden schon w�hrt die gefahrvolle Flucht.

Und w�hrend im Wald das K�uzchen seine schwerem�tige Weise fl�tet,

ahnt unser Held nicht was rings um ihn vorge'ht.

Die brennende Stirn voll von verzehrten Bildern hebt er langsam den Blick

und was enth�llt sich seinem schmerzenden Auge?

(klimpert mit dem Messer)

lch lese vor und du schl�fst.

Sagt dir den das gar nichtts, dass du die Muse bist vom Kurt von Walde?

lch habe immer gemeint, ich sei die Frau von Viggi St�rteler?

Wenn dein Mann schon die dornenvolle Laufbahn eines Dichters erw�hlt hat

musst du eben beides sein.

Gattin und Muse.

Was ist das, eine Muse?

Eine Muse...

Eine Muse...

Eine Muse ist eine Muse.

Ein weibliches Wesen, so imaginaire. Verstehst du?

Eben so Symbolisch. Bildung, Gritli!

Bildung ist die Hefe der menschlichen Beziehungen,

heisst es irgendwo in einem Essay von mir.

Auch nie gedruckt worden...

lch k�nnte es eigentlich wieder einmal einschicken.

Hier. Mach einmal einen Anfang.

Ja, kommst du noch nicht mit nach oben?

Nein.

lch bin gerade so richtig im Schwung.

Heute Nacht muss noch eine Novelle her.

Aber mach nicht zu lange.

(spielt Geige)

(Geigenspiel beginnt wieder)

Herr Gott im Himmel!

Verdammter Saitenschleifer!

Das ist ein M.

Und das stellen wirjetzt einfach auf den Kopf. Dann gibtts?

Martinli?

Ein W!

Und was f�r ein Wort wisst ihr dass mit W anf�ngt?

Du dort, mit deinem Krauselkopf.

Wiesel.

- Wald.

Wolke.

Wurst. (Sch�ler lachen laut)

Wurst. Du geh�rst bestimmt zum Metzger.

Nein, zum Kaminfeger. (Kinder lachen noch lauter)

Du Martinli?

Wilhelm.

Sehr gut. Und nun bilde einen Satz mit diesem Wort.

Unser neuer Lehrer heisst Wilhelm.

(Kinder lachen wieder)

Damitjetzt aber der kleine Martinli das M und das W nie mehr verrwechselt...

Wie kann er sich das merken?

Was ist das? Ein...

Eine Kirche.

Ja, aber so eine Grosse!

Mit zwei T�rmen.

Ein M�nster?

Und was istjetzt das?

(Alle durcheinander) Ich, ich! Ein Zahn!

Und das da unten nennt man die... ?

Wurzel.

Wurzel mit W.

U, V, W.

Und der n�chste Buchstabe im Alphabet?

Du dort, mit dem Spitzbubengesicht.

Weisst du es nicht?

Komm einmal zu mir.

Komm nur.

Ach so. Nein, nein. Der Stock ist nicht f�r mich.

Den wollen wirjetzt wegr�umen.

lch brauche n�mlich einen viel L�ngeren.

(Kinder tuscheln)

(Alle Kinder durcheinander) Eine Geige, eine Geige!

So, jetzt wollen wir doch sehen, ob ihr das ABC nicht doch noch lernt.

Setz dich.

(Singt..)

H, /, K, L, M, N, o, P

Q, R, S,?, U, ?, W

Wiederholen!

(Alle..) Q, R, S,?, U, ?, W

X, X, X, X, Y, lund W,

Ja,ja,jetZthann ich ddsABC,

(Singt..) X, X, X, X, Y, lund W,JetZthann ich ,,,

Ja, ja, ja, ja. Beim alten Schulmeister hat man solche Sachen nicht geh�rt.

H�chstens mal ein Kind weinen.

Steh ruhig.

lch h�re es gerne, wenn jemand Geige spielt.

Schulvisite...

Geradejetzt wo ich so �berlastet bin

mit den Vorbereitungen f�r die Gesch�fttsreise.

Jetzt bin ich dann wieder 3 Wochen alleine.

4!

Eine g�nstige Gelegenheit um Bildungsl�cken auszuf�llen.

�brigens wie hat dir das Buch gefallen, dass ich Dir ge...

Wieso steht das wieder hier?

Das ist zu hoch f�r mich.

Allso nein, ich werde noch verr�ckt.

lch will eine gebildete Frau und basta!

Allso Gritli, ich habe manchmal richtig Angst um uns.

lch auch. Fr�her warst du ganz anders zu mir.

Du, du zwingst mich ja dazu!

Der Onkel!

Gritli, willlst du nun das Buch lesen, oder nicht?

ln Gottes Namen.

Allso!

Jedes von euch war schon einmal im Wald.

(T�re �ffnet sich)

Guten Tag.

Lasst euch nicht st�ren.

Da habt ihr nat�rlich schon B�ume gesehen.

K�nnt ihr mir aber auch Namen nennen?

(Kinder rufen durcheinander)

Einer nach dem anderen. Du Marieli?

Die Tanne. - Die Eiche. - Die Buche. - Die F�hre. - Die Birke.

5 B�ume haben wir schon.

Aber noch viel vielf�ltiger ist das Werk der Sch�pferin Natur.

Vom Sch�pfer sagt er nichtts.

Ein Atheist.

Offenbar.

Du?

Die L�rche.

Und wie Buchstabierst du das?

L, E, R, CH, E.

Nein, der zweite Buchstabe ist ein �!

Denn mit E geschrieben ist die Lerche ein?

Ein Vogel.

Ein Singvogel.

Herr Lehrer, Herr Lehrer!

lch sah einmal einen Kauz.

Und wie macht das?

(lmitiert einen Kauz)

(Die anderen Kindern imitieren ebenfallls)

Die reinste Voliere.

Und da redet man dann von Disziplin.

Pssst.

Gut beobachtet, Martinli.

Und wie dr�ckt man das nun mit einem T�tigkeittswort aus?

Das K�uzchen... ?

- Muht. - Heult.

- Klagt.

Wer richtig h�rt, der kann sich auch richtig ausdr�cken.

lhr w�rdet doch sicher lachen wenn ihr in einem Buch lesen w�r'det..

Das K�uzchen fl�tet.

Verzeihung Herr Lehrer, ich will d,en Unterricht nicht unterbrechen

aber so was schreibt doch kein Mensch.

Das w�reja der reinste Bl�dsinn.

lch habe es aber mit eigenen Augen gelesen.

Wo?

Wenn das K�uzchen seine schwerm�tige Weise fl�tet.

Wer hat das geschrieben?

Ein errwachsener Mensch und nennt sich auch noch Kurt vom Walde.

(Kinder lachen)

Ruhe!

So wollen wir daraus die Lehre ziehen

wir m�ssen f�r alles sch�ne auf dieser Welt

offene Ohren und Augen ha...

Augen haben.

Denn nur so bekommt das Leben einen rechten Sinn.

Denn kann ich ihnen empfehlen. - Ist Herr St�rteler da?

lch muss mit dem Herrn St�rteler reden. Wo ist er?

Den Herrn St�rteler. Es eilt. - Einen Moment bitte.

Tut mir leid, Jungfer Ambach. Der Herr St�rteler ist nicht zu sprechen.

Dieses Mal ist er f�r mich zu sprechen.

Rufen sie ihn und sagen sie ihm,

dass eine Dame mit einer Nachricht von Kurt vom Walde da ist.

Wer sein Kind lieb hat, z�chtigt es.

Neue Methoden, keine Autorit�t und dann noch Blicke in fremde G�rten...

Sie m�ssen enttschuldigen, Herr...

St�rteler.

Allso Herr Lehrer, glauben sie an einen Sch�pfer oder nicht?

Und wenn nicht. Warum?

lch glaube...

lch glaube, der Schulmeister hat die Kinder

schon richtig unterrwiesen, Herr Pfarrer.

Seine Methode scheint mir auch neu.

Aber sie ist lustig.

Lustig, lustig,

wenn man sich lustig macht

�ber namhafte Schrifttsteller im f�hrenden Literaturorgan.

Es kann sich jeder einmal im Ausdruck vergreifen.

Das ist dichterische Freiheit.

Kennen sie den Kurt vom Walde?

Was ist das f�r ein Kalb?

Bitte, der ist doch in der ganzen belletristischen Welt bekannt.

Der Herr Pfarrer hat doch auch schon etwas von ihm gelesen?

lch habe keine Zeit f�r solchen Schmus.

Jungfer Ambach?

Enttschuldigung, Herr St�rteler?

Was wollen sie?

Lassen sie sich nicht st�ren, die Herren. Es ist etwas Privates.

lch habe vor niemandem ein Geheimnis.

Jawohl Herr St�rteler, aber ich weiss es jetzt.

Was? Was wissen sie?

Von ihrem Pseudonym. - Was f�r ein Pseudonym?

Die Herren wird es nicht interessieren. Es ist etwas Literarisches.

Wir haben jetzt Schulpflege. St�ren sie nicht!

Kurt vom Walde.

H�'?

Kurt vom Walde.

Wenn die Weiber nur schwatzen k�nnen.

Allso, dann machen wir das so.

(T�rklingel l�utet)

Kommen sie mal nach hinten.

Sie haben mich sch�n blamiert.

Wieso?

Es ist doch keine Schande, wenn ein Dichter zu seinem Werk steht!

Wer sagt ihnen das?

Das stimmt doch alles gar nicht.

Woher wissen sie, dass ich der Kurt vom Walde bin?

Sie geben es allso zu?

Nichtts gebe ich zu.

lch habe sie gefragt, woher sie es wissen!

Mir sind ihre Werke aufgefallen, Herr vom Walde.

Und ich wollte in n�here, geistige Beziehung mit ihnen treten.

Daher habe ich mich auch erkundigt, bei einer befreundeten Redaktion.

Ach. Und jetzt?

Was wollen sie denn von dem Kurt vom Walde?

Herr St�rteler, sie kennen doch den Briefwechsel vom Altmeister Goethe?

Mit der Frau von Stein.

Ja und?

Es istja gewiss nicht mehr alles ganz modern, aber...

Einen Briefwechsel?

Mit einer kongenialen Seele.

Gritli?

Hm.

Komm, leg das Buch wieder weg.

Die Lekt�re bringt uns doch sowieso nicht weiter.

Nur das Leben

die urspr�ngliche Leidenschaft, die kann uns weiter bringen.

Das habe ich auch immer gesp�rt und du auch, nicht wahr?

Grittli, mir ist vorher eine grossartige Idee gekommen.

lch verreise heute noch.

Damit du schneller wieder hier bist?

Schon aus der ersten Stadt schreibe ich den ersten Brief.

Und den beantwortest du im gleichen Sinne.

Aber nicht, dass du mir wieder schreibst.. Das Sauerkraut ist geschnitten oder

ich habe heute Nacht in deiner Nachtm�tze geschlafen.

Oder, wenn du wiede,r nach Hause kommst

werde ich dich an deinem Orhl�ppli zupfen.

Dieses Mal geht es um etwas h�heres!

Ein Dichter wendet sich an dich!

Und die Briefe die ich dir schreibe sind auch keine gew�hnlichen,

da steht nichtts Privates drin.

Daf�r umso mehr von der Ewigkeit.

Die ganze Welt, das ganze Universum muss hinein und der Eros etc.

An dir ist es nun, die F�lle von Gedanken aufzugreifen und weiter zu spinnen.

Auch wenn es dir anfangs schwer f�llt. Du hast ein famoses Beispiel.

Kurz und Gut..

Merke auf den Ton und Hauch in meinen Briefen und richte dich danach.

Wie viele Nachthemden soll ich dir einpacken?

Gritli, wie willlst du heissen?

lsidora?

Oder Alvine?

So wie ich getauft wurde.. Gritli!

Alvine!

Alvine!

Kurt.

Kurt!

Alvine. Kurt, Alvine. Kurt Alvino.

Kurt Alvino Briefwechsel zweier Ze'itgenossen.

Das ist ein Titel zum vergolden. Den sehe ich schon fast gedruckt.

Kurt Alvino. Das reicht hin�ber in die Nachwelt.

(Trompete)

Beeil dich, die Kuttsche ist schon da!

Der Kirsch und der Cognac sind unten drin.

Ach komm mir doch nicht immer mit diesen materiellen Sachen!

Die Pfefferminztabletten hast du nat�rlich wieder vergessen.

Aber nein.

Ach ja, da sind sie.

Guten Tag. Ich glaube ich muss den Mantel anziehen, es ist kalt.

Was ich noch sagen wollte, lies dir dann meine Briefe selber laut vor.

Den �llsamen haben wir vergessen. Emil, kann ich mich aufsie verlassen?

Heute Mittag, Herr St�rteler. Gute Reise!

Schliessen sie die Ladent�r immer zu! AufWiedersehen Gritli.

Allso, vergiss es nicht.. Kurt und Alvine.

Und denk immer daran.

Von der letzten Probe h�ngt das Gl�ck unserer Zukunft ab.

(Trompete)

AufWiedersehen, Herr St�rteler.

Bis dann Emil aufWiedersehen G'ritli.

(Kinder rufen durcheneinander)

AufWiedersehen Frau St�rteler!

Frau?

Ach, wie freue ich mich auf eine Tasse Kaffee.

Was macht dein Viggi?

Er ist auf einer Gesch�fttsreise.

So, so. Schreibt er?

Ja.

Sag, was bedr�ckt dich?

Wir sind doch alte Freundinnen.

Du lebtts in einen sch�nen Haus mit sicherem Gesch�ft

Du hast einen lieben Mann der dich auf H�nden tr�gt. Was bin ich?

Eine arme Wittwe, die sich das ganzeJahr plagen muss.

Du bist einfach undankbar!

Lies mal diesen Brief!

Teuerste Freundin meiner Seele, bist du das?

Wenn sich zwei Sterne k�ssen, dann gehen zwei Sterne unter. Wieso?

Die Glut meines Liebeswillens ist st�rker alls Trennung

und w�re diese, die Ur... ver... Urrver... Ur-ver-neinung...

Das Wort habe ich noch nie geh�rt!

die Urrverneinung selbst. Geliebte, fern von dir such ich mein Lager.

Schlafwohl. Ewig dein Kurt.

Gritli, du hast einen Schatz!

Aber nein, das ist er.

Dein Viggi?

Aber warum schreibt er dann...

Das ist ein Pseudonym.

Er erkl�rte mir mal, was das ist.

Etwas Umst�ndliches.

Ja, und jetzt?

Jetzt soll ich darauf antworten.

ln der gleichen Art.

Auch so geschwollen?

Genau, das findest du doch auch?

Das kannst du doch nicht.

lch muss.

lch habe ihn doch gerne.

Oje, oje, du Arme! Spinnt er schon lange?

Nein, nein, es ist nur im Moment.

Kannst du mir nicht in der Form einen Brief aufsetzen?

lch? Um Gottes Willen, ich kann zwar gut reden, aber nicht schreiben.

Du musst haltjemanden fragen, der das gelernt hat. Den Stadttschreiber oder so.

Sicher nicht, das w�re ein gefundenes Fressen f�r die Zeltwiler.

Und im Gesch�ft hast du niemanden?

Das w�rde seine Autorit�t untergraben.

Und, wenn wir zusammen...

Wir k�nnen es ja mal versuchen.

Komm. So schwer kann das ja auch nicht'sein.

(Spricht undeutlich)

Probieren kann man alles. Komm setz dich!

Allso schreib.. Lieber Viggi.

Nein, Kurt.

Ach ja, Kurt.

Allso, lieber Kurt.

Dummer Name.

Wenn wir...

Wenn wir so anfangen...

Ja?

Ja wie?

lch weiss nicht. Ich kann nur richtige Briefe schreiben

Pst!

lch?

Drehen sie sich um.

Nehmen sie ihn und legen sie bitte eine passende Antwort dazu.

Aber bitte nicht verraten!

Es handelt sich nur um einen Spass.

Bitte fragen sie nicht warum.

Sp�ter findet sich alles.

Oh mein Sch�pfer, das ist ja wahrhaftig ein Liebesbrief.

Um Gottes Willen!

Sie hatja einen Mann!

Und es begab sich, dass David an dem Abend aufstand von seinem Lager

und ging auf dem Dach des K�nigshauses

und sah vom Dach ein Weib sich waschen

und das Weib war sehr sch�ner Gestalt.

Eine sch�ne Gestalt allso war es

und bei ihrem Anblick vergass er Moses Gebot..

Lass dich nicht gel�sten deines n�chsten Weibes.

Das war vor 3OOOJahren,

aber es sei zur Erinnerung, zur ernsten Mahnung und Erbauung

aller die Ohren haben zu h�ren!

Amen.

(Pfarrer r�uspert sich)

(Orgellspiel beginnt)

(etwas f�llt runter)

Na, na, na, na. Schau, schau, schau, schau.

Das istja ausgezeichnet!

Das istja vortrefflich,

ja wirklich!

�ber alles Errwarten vortrefflich!

Mehr und mehr sind deine Briefe

geliebter Mann, das t�gliche Brot geworden.

Mit welchem ich die Sehnsucht meines Herzens stille.

Einmal aber muss die Dornenhecke der Trennung dahin schwinden,

und unsere Seelen werden verschmelzen

im k�stlichen Gleichklang ewig w�hrender Wonne.

Diesen Tag sehnt herbei, deine dich herzlich liebende Alvine.

(Alle..) Bravo!

Silencium!

(singt..) In deS WdldeS fJnStren Gr�nen ,,,

(Alle singen..) undin HO'hlen tief VerSteckt, undin HO'hlen tiefVerSteckt,

Schla'ftderRa'uberdllerK�nstler schla'ftderRa'uberdllerK�nstler,

BiS ihnseine RoSd weckt biS ihnseine RoSd weckt,

(Zug pfeifft)

Was ist los? Warum halten wir?

Es geht gleich weiter. In einer Stunde ist sie wieder im Schwung.

So lange kann ich nicht warten. In einer Stunde bin ich zu Hause.

Auf Schusters Rappen!

(singt,.) Deine leutesindschon munter, la\code(0144)gstgingschon die Sonne duf,

la\code(0144)gstgingschon die Sonne duf

KurtAlVino riefsieschmeichelnd KurtAlVino wache duf,

KurrtAlVino wache duf

Deine leutesindschon munter deine leutesindschon munter,

la\code(0144)gstgingschon die Sonne duf, la\code(0144)gstgingschon die Sonne duf

(Viggi pfeifft)

Das ist sch�n geworden, Marie. Ist die Treppe geputzt?

Jawohl. Wann kommt denn der Herr St�rteler?

Er kann jeden Moment hier sein.

Er nannte leider keine Zeit, sonst h�tte ich ihn am Bahnhof abgeholt.

lch warte schon den ganzen Nachmittag auf ihn.

Haben sie oben in der Kammer das Deckbett reingenommen?

Herr St�rteler wird sich sicher freuen wieder einmal zu Hause zu essen.

Guten Tag, Herr St�rteler! -Ja, Herr St�rteler?

Gritli!

Gritli!

Gritli!

(Schl�sselbund raschelt)

Viggi? Viggi!

Viggi? Viggi!

Ach!

Aha!

Kurt an Alvine.

Gritli an Wilhelm. Wilhelm an Gritli!

Alvine und Kurt.

lch begreife es ganz.

Aber ich fasse es nicht!

Viggi!

Viggi!

(lacht laut)

Habt ihr das gesehen? (Alle lachen)

Hat er ihren Gruss auch nicht errwidert? - Im Gegenteil.

So ist er an mir vorbei gegangen.

Nicht einmal den Hut hat er gezogen.

Und �berhaupt, der Hut!

Wie ihr wie man zu dem in Paris sagt? Bo^ite a Corne.

Auf Deuttsch.. H�rnlideckel.

Wieso H�rnli? - Einfach so.

Gott zum Gruss.

Ah, unser Odysseus.

Wieso denn?

Nach langer Irrfahrt heimgekehrt

an den Herd des treuen Weibes.

So Viggi, zufrieden mit dem Erfolg?

Wieso? Was meinst du damit?

Mit der Gesch�fttsreise!

Ach so, ja, man kann nicht klagen.

Hm?

Man kann nicht klagen.

Warum redest du denn so geschwollen? - Kann der nicht mehr Deuttsch?

(M�nner lachen)

Was sollen diese albernen Scherze?

Wo ist meine Kopfbedeckung?

Du meinst den H�rnlideckel?

Le voila.

Was wollen sie damit sagen?

Was darf es denn sein Herr St�rteler?

Bringen sie mir einen halben Liter Roten.

Forelle blau und Kartoffeln in zerlassener Butter.

Und zum Dessert seinen Schnabel wie er ihm gewachsen ist.

lch h�tte nicht gedacht, dass du dich heute Abend noch zeigst.

Soll das etwa heissen...

Der erste Abend geh�rt doch eigentlich Gritli?

Was hat auch deine Frau gesagt zu deinem H�rnlideckel?

(M�nner lachen laut)

lch verbitte mir diese ewigen Anspielungen.

Verstehen sie mich?

Was hat er denn mit seinen Anspielungen?

Wir spielen doch auf gar nichtts an!

Das muss man sich bieten lassen.

Dann gib ihnen keinen Anlass.

Ein Mann wie ich! Bekannt. Verrw�hnt. Gefeiert.

Dort wo der Sinn weit und der Geist frei ist.

Jetzt kommt er in Schwung!

Dazu hat man sein Leben in einer Kleinstadt verbracht!

Daf�r hat man N�chte hindurch an seinem Schreibtisch gerungen.

Ein wahrhaft tragischer Fall von...

Delirium tremens.

lgnoranten aus meinen Augen!

Ja, willlst du uns vielleicht schulmeistern?

Was ist mit Schulmeister?

He. He!

Lasst ihn doch in Ruhe!

Er wird sich seine H�rner schon wieder abstossen.

So! Du auch!

Oh nein, die neue Tischw�sche!

Das ist euer Gespr�chsstoff. Schmutzige W�sche!

Pfui!

(Alle lachen und sprechen durcheinander)

(Gritli schluchzt)

(Schritte von draussen)

(T�re wird aufgeschlossen)

Schweig!

(T�rklingel)

Hiermit verstosse und verjage ich dich, verbrecherisches Weib!

Und nie mehr wirst du diese Schwelle betreten!

Herr Pfleger, ich allein bin schuld!

Da, mein Rock ich habe die Briefe ve'rloren.

Der Herr St�rteler... Darf ich erkl�ren?

Nein! Gehen sie!

Komm Kind!

Hinaus!

Edler Mann!

Oh!

lch weiss was sie durchgemacht haben!

Eine peinliche Kunde durchschweift die Stadt.

Danke.

lch bin da, um ihre etwaigen W�nsche und Bed�rfnisse entgegen zu nehmen.

Wenn ihre Verh�ltnisse wieder geordnet sind,

werde ich mich in edler Uneigenn�tzigkeit zur�ckziehen.

ln die geweihte Stille meines Arbeittszimmers.

Ja, ich bin allein.

Sehr allein.

Haben sie nichtts gegessen?

Nicht einen einzigen Bissen brachte ich runter.

Ach sie �rmster.

Da, nehmen sie doch ein St�ck.

Bitte, nehmen sie.

Ja, ja Herr St�rteler.

Hm, die Torte ist delikat.

Die soll mir noch einmal �ber die Schwelle treten!

Sind sie des Teufells? Was wollen sie?

Das steht alles in der gerichtlichen Verf�gung drin.

Lesen k�nnen sieja.

lch protestiere!

Das k�nnen sie ihrer Frau alles bei Gericht sagen!

So, die Bettw�sche holen wir sp�ter.

Ja, aber...

Unversch�mtheit!

Mir steht der Verstand still.

Und das konnte sie mir antun. Sie leitet die Scheidung ein!

Mir nichtts, dir nichtts.

lch verstehe ihren Schmerz.

Aber es ist doch immerhin besser ein Ende mit Schrecken

alls ein Schrecken ohne Ende...

Ach, sie haben gut reden.

lhr ganzes Verm�gen steckt doch in meinem Gesch�ft.

Mir nichtts, dir nichtts.

Allso das ist infam, bodenlos...

Beruhigen sie sich!

Uns Frauen imponiert nichtts mehr alls ein mannhaftes Auftreten.

Wenn sie meinen Rat h�ren wollen.. erheben sie Gegenklage! Unverz�glich!

Sie werden schon sehen, die kommt gekrochen und frisst ihnen aus der Hand.

(Sch�ler lesen gemeinsam laut vor)

Und was sind Serpentinen?

Wer weiss das?

Serpentinen sind Flusswindungen.

Weiter.

(T�re geht auf)

(Kinder beginnen wieder zu lesen)

Martinli!

Du kommst zu sp�t!

Warum?

Komm mal hier her.

Allso?

lch bin durchgebrannt.

Daheim.

Meine Eltern haben gesagt...

Was haben sie gesagt?

Dass ich zu solch einem Lehrer nicht mehr in die Schule d�rfe.

lst vielleicht noch eines durchgebrannt?

Steh doch auf!

Es tut mir leid aber ihr m�sst nach 'Hause.

Seinen Eltern muss man gehorchen.

(Verschiedene Personen reden durcheinander)

(Glocke l�utet)

Nach Festtstellung von dem betr�blichen Tatbestand

erteilen wir das Wort dem Ehemann.

(Leute tuscheln untereinander)

Hoher Gerichttshof

die Vorgeschichte dieses wahrhaft tragischen Falles ist allen bekannt.

Aber kein Mensch hat nur eine blasse Vorstellung von dem was ich,

der Ehemann

seit Tagen und Wochen, ja was sage ich, seitJahren

durchgemacht und gelitten habe.

Der Heimsuchungen waren Legion.

Seht sie euch an, die bleiche S�nderin.

Die ihr Auge nicht zu heben mag.

Und werft einen Blick auf ihn, dem sch�ndlichen Mitwisser dieser Untat.

Der mit frevlerischer Hand vergiftete Pfeile abschoss

gegen das trauliche Gl�ck

meiner Ehe.

Das k�nnte von mir sein.

Der Tempel meines Gl�cks, er liegt in Tr�mmer!

Allein bin ich!

Und von allen verlassen.

Und Kette Ambach?

(Leute lachen laut)

Ja! Nur eine einzige Seele hat in der ganzen Zeit der Pr�fung,

zu mir gehalten!

ln edellstem Mitgef�hl.

(Leute lachen wieder)

Vornehm und uneigenn�tzig.

Ja! Uneigenn�tzig!

(Glocke wird gel�utet)

Und nicht nur auf ihr kleines Wohl bedacht

wiejene die mich zwingt eine Schande

vor dem Volke preis zu geben.

Eine Buhlerin mit glattem Gesicht und hohlem Kopfe.

Zu dumm ihre Schande in Worte zu kleiden und doch schlau genug.

Sie nimmt die treuen, ehrlichen, Erg�sse, die Briefe ihres Gatten

ver�ndert das Geschlecht und verdreht die Namen

und traktiert damit den bet�rten Genossen ihrer S�nde.

So entlockt sie ihm �hnliche Erg�sse, die in s�ndiger Glut brennen

Dreht das Geschlecht abermalls das Genick um

verrwechselt abermalls die Namen

und betr�gt mit t�ckischer Seele den arglosen Gemahl

mit den neuen erschlichenen Liebesbriefen.

So �ffen sich zwei unbekannte M�nner

mit ihrem niedergeschriebenen Herzblut.

Jeder w�hnt sich an ein holdes Weib zu richten, w�hrend die unwissende

aber l�sterne Teufelin unsichtbar in der Mitte sitzt und ihr h�llisches Spiel treibt.

Zutrauensvoll �berlasse, ich es meinen Richtern

ob mir ein ferneres Zusammenleben noch zugemutet werden kann

mit einer solchen Gans. Eine Gans mit Geierkrallen!

(Leute im Saal absch�tzig..) Ho, ho!

DiKie, ich habe gesprochen.

Wir danken f�r die Darlegungen des Ehemannes.

Er hat lange geredet, aber ausf�hrlich.

Hat noch jemand eine Frage zu stellen?

Scheint nicht der Fall zu sein.

Dann erteilen wir das Wort der Gegenpartei.

Da ist nichtts zu machen.

Du weisst doch selber Viggi, das von Ehebruch keine Rede sein kann.

Aber das was Gritli gemacht hat, ist schlimmer alls Ehebruch!

Aber das glaubst du ja selber nicht!

lch hing an dir bis zu letzt!

lch wusste, dass etwas nicht stimmt.

Aber ich hoffte, dass es vorbei geht. Es werde alles wieder gut.

F�r den Frieden machte ich all das. Darum lies ich mich darauf ein

eine traurige Kom�die zu spielen. Glaubst du das ist so einfach?

Aber was sind meine Gef�hle f�r dich? Ein St�ck Stofff�r das Narrengewand!

Und du willlst damit vor allen Leuten herumstolzieren.

Und jetzt wirfst du mir vor, dass ich dir nicht treu bin.

Und ich wusste nicht mehr was ich machen soll!

Einen Augenblick, Frau St�rteler.

lch habe da eine kleine Frage.

Haben sie die Briefe an den Schulmeister mit dem n�tigen Kommentar versehen?

lch sagte, es sei nur ein Spass.

Kommen sie doch bitte hier her.

Das Gericht h�lt sie f�r intelligent ge, nug, dass sie h�tten wissen m�ssen

dass es f�r den Empf�nger

so nicht naheliegend ist an einen Spass zu glauben.

lch will nicht indiskret sein

aber... hat es ihnen...

da drinnen...

nicht auch manchmal gekribbelt?

Hm?

Nein.

Der Schulmeister hat allso lediglich die Funktion eines Briefschreibers ausge�bt?

Zeuge, haben sie noch etwas hinzuzuf�gen?

lch habe zu all dem nichtts zu sagen.

Danke.

Dann zieht sich das Gericht zur Beratung zur�ck.

(Leute beginnen zu reden)

Habt ihr die Augen gesehen, die sie hat?

Wenn das meine w�r, die w�rde ich den ganzen Tag verr�ckt machen

und w�rde sie dann verk�ssen.

Onkel, mit diesem Mann will ich nicht mehr zusammen leben!

(Leutejubeln durcheinander) Kurt vom Walde!

(Singen,.) HiergehtKurrt Vom Wdlde, unSerlieberweiSerKurrt,

frfriSstHolzapfe(, derldppi, frfriSstHolzapfel derldppi

und wirftAprikoSen forrt, und wirftAprikoSen forrt,

(Gel�chter)

Kurt vom Walde! Uubelgeschrei)

Lacht nur, das ber�hrt mich nicht.

Was ist?

Wissen sie was man mich hat?

Geschieden hat man mich!

Das habe ich ihnen zu verdanken! Ja!

(Kirchenglocken)

(Marschmusik)

Gr�ss Gott, Herr Pfleger. - Gr�ss Gott Herr Pfarrer.

Berg und Tal kommen nicht zusammen.

Aber die Leute. - Gehen sie nicht zum Hochzeittsessen?

Sie meinen zur Henkersmahlzeit?

Sagen sie, der Schulmeister...

ich meine den Jungen. Man hat sich seiner anscheinend angenommen.

Der haust da oben in den Weinbergen, so alls eine Art Einsiedler.

Und die Leute gehen zu ihm, um sich Rat zu holen.

Der Wilhelm.

Ein komischer Kerl.

Es ist wie verhext, ich weiss mir einfach nicht mehr zu helfen.

Sie nuschelt und sie l�gt.

Und in der Schule geht es schon gar nicht.

Komm her, Kl�rli.

Tu doch nicht so dumm!

Gib dem Mann die Hand.

lst das alles?

Streck einmal die Zunge richtig raus! Fest!

Noch mehr, nicht nur so ein bisschen.

Komm morgen Nach,mittag einmal zu mir

dann zeige ich dir die sch�nen Sachen da.

Willlst du?

Ach so, es wird nicht gehen, wegen der Schule.

Doch, doch, sie schw�nztja doch die ganze Zeit. Was kostet es?

Behaltet Euer Geld nur.

Dann vergeltts Gott!

Fast ein Wunderdoktor und verlangt nicht einmal etwas daf�r.

Jetzt ist es zu sp�t. Allso!

(klopft an T�re)

So, da w�ren wir. Guten Tag Herr Arzt.

lch bin kein Arzt. Was wollt ihr?

Ja, wenn sie kein Arzt sind, was sind sie dann?

Etwa ein HeKenmeister?

Vorrw�rtts, vorrw�rtts. Es warten noch mehr draussen.

Sie m�ssen mir da eine Rechnung pr�fen, �ber verkauftes Stroh.

lch habe eine Kuh eingetauscht daf�r.

Und da habe ich noch ein gegossenes Blei von Silvester.

Was lesen sie daraus?

lch sehe eine W�hlmaus.

Oder ist es doch ein verl�chertes Herz?

Das sag ich doch. Sie k�nnen sicher besser aus der Hand Wahrsagen.

Was reden sie da?

Aber meine Kaffem�hle die k�nnen sie sicher reparie' ren.

lst da vielleicht der Teufel drin?

Aber was soll denn dieser Bl�dsinn?

Die Federn m�ssen sie mir schneiden.

lch habe n�mlich keine Feder und schreibe f�rs Leben gerne.

Reden tu ich nur wenn ich muss, nicht wah'r Babel?

Auf den Mund gefallen, seit ihr nicht.

Sie fremdet etwas.

Wenn es nur nicht so schwer w�re einen guten Mann zu finden.

Sagen sie mir, ist es dieses Jahr noch ideal zum heiraten?

Jetzt reicht es!

Was wollt ihr eigentlich von mir?

Kontrollieren Sie mir nur die Rechnung.

Was habt ihr denn da zusammen gerechnet? 4 mal 6 macht?

10.

Nicht Und, Mal!

1 6.

lhr k�nntja nicht mal das kleine 1 Mal 1 !

Wart ihr nie in der Schule?

Doch aber ich passte nicht auf.

Sie m�ssen es mir beibringen. Darum bin ich hier.

So grosse Sch�lerinnen bin ich nicht gewohnt.

Sie sollen es auch nicht umsonst machen.

Eine halbe Speckseite und ein Sack Kartoffeln reuen mich nicht.

Heute habe ich keine Zeit.

Gut, dann komme ich ein anderes Mal.

Wenn es Neumond ist.

Komm Babel.

Fast h�tte ich vergessen euch den Gruss auszurichten, oder sagte ich es bereitts?

Nein, von wem?

Von einer feinen und h�bschen Frau. Ihr solltet sie besser kennen alls ich.

Was f�r eine Frau?

Jetzt habe ich den Namen vergessen.

Sie hat den Kopfvoller Locken, wie ein Pudel.

Allso dann bei Neumond.

(beide Frauen lachen)

F�r Taubstumm hat er dich gehalten!

lch h�tte kein Wort �ber die Lippen gebracht.

Wenn du nicht meine beste Freundin w�rst

dann w�rde ich ihn dir wegschnappen.

Ein netter Kerl, auch wenn er so ein grober L�mmel ist.

Er gef�llt mir einfach viel zu gut.

Er sah mich an.

Dich? Mich sah er an, und wie!

Du, das ist ein total verliebter Kerl.

Meinst du?

Dann k�me ich vom Regen in die Traufe.

Man m�sste ihn auf die Probe stellen.

Weisst du was? Ich habe eine Idee!

Wir k�nnten ihn doch noch einmal besuchen.

Niemand da, kein Mensch.

Jetzt k�nnen wir gehen.

lch h�tte nie gedacht, dass ich mal so fort muss aus Seldwyla.

ln Schimpf und Schande.

Was verbrennst du da?

Alte Briefe.

Das sind doch.... Her damit!

Und wenn ich diesen Briefwechsel alleine fertig machen muss.

Von dem Honorar k�nnen wir die erste Zeit leben.

Schrei doch nicht so!

So, und jetzt fort.

Schlechter Sommer, guter Herbst.

lch h�tte auch nicht gedacht, dass dieses Jahr noch etwas Gutes bringt.

Die Oktobersonne hat es gerettet.

Das Wetter allein, macht noch keinen guten Jahrgang.

lch sagte euch ja, dass ihr das Zeug zum Weinbauer habt.

Aber ihr habt es mirja nicht geglaubt.

lhr wolltet damalls ja fort, �ber alle Berge.

An dem Tag begriff ich noch manches nicht.

lhr wartja kaum zu halten.

Mit H�nden und F�ssen habt ihr euch gewehrt.

Ein wahres Gl�ck, dass ich euch noch errwischte.

Jetzt ist mein Weinberg in guter Obhut.

W�rs nur die Schule auch!

Machen die Kinder Sorgen?

Das nicht.

Unsere Sorgenkinder sind die Schulmeister.

Wir haben jetzt schon den Vierten seit ihr fort seid.

Und der ist auch schon abgeschrieben.

Die Stelle w�re dann wieder frei.

Aber...

... das interessiert euch ja nicht.

Oder?

Nein, Meister.

Es muss alles reifen.

Genau wie der Wein.

Dem armen Fischer w�re fast da,s Herz zerbrochen, alls er merkte

dass ihn seine Prinzessin nur zum Narren gehalten hat.

Er ist zur�ck in seine H�tte und hat die T�re hinter sich zu gemacht.

Die Fische im Wasser sind so seine Freunde geworden.

Und die Eichh�rnchen auf den B,�umen und die Hirsche, die Rehe

wenn sie zu seinem See gekommen sind um den Durst zu l�schen.

Er hat seinen Frieden wieder gefunden.

Und von den Menschen hat ihn keiner mehr geplagt.

Und die Prinzessin?

lch weiss es nicht.

Dort h�rt die Geschichte auf.

Mir ist schon ganz anders zu mute, wenn ich an deinen Schatz denke.

Du bist gemein.

Zieh doch zumindest schwarze Wolllsocken an.

Die Waden verschandeln keine Frau. Das weiss mein Herz.

Oder willlst du deine Bergamsel mit einer Vogellscheuche in Versuchung f�hren?

Was hast du?

Wenn du meinst, man kann ihm nicht trauen, dann lassen wir es bleiben.

lch bin sofort wieder umgezogen.

Schade.

Nein, geh nur.

Es muss ja sein.

Allso.

Wann bist du wieder da?

Jetzt ist es 10 vor 6.

Wenn ich bis 8 nicht hier bin, dann...

Er ist auch nur ein Mensch!

(klopft an die T�re)

Das trifft sich wunderbar Herr HeKenmeister.

lch bringe den Zopf mit und ihr habt schon den Kaffee bereit.

Jetzt nennen sie mich doch nicht immer HeKenmeister.

lch kann leider nicht heKen.

So, ich glaubte es.

lch nehme da vier von euren �pfeln.

Jetzt gebe ich noch sechs dazu.

Das gibt dann wie viel?

10.

lst ihnen eigentlich nie langweilig, so alleine?

Stimmt, 10. Wir l�sen zuerst einfache Aufgaben.

lch kann sieja nicht gleich Fragen.. was macht 1 2 mal 1 2.

144!

Ein h�bscher Mann seid ihr.

Und ihr k�nntja sogar das grosse 1 mal 1.

Vielleicht solltet ihr zu mir in die Schule gehen.

Man lernt nie aus!

Euch geht es ja gut, sch�ne Frau.

Sch�ne Frau?

Das h�rt sich schon besser an.

Was wollt ihr eigentlich von mir?

Jetzt seid doch nicht so neugierig.

Mir bekommt meine Neugier auch nicht.

lch habe mich leider in euch verliebt.

(komisches Ger�usch)

Wie war das mit dem Gruss, den ihr mir letztes Malls ausgerichtet habt?

Von der Frau.

Von welcher Frau?

Was f�r ein Gruss?

Das war doch nur ein Spass.

Gute Nacht, Herr HeKenmeister.

(T�re geht auf)

Was ist? Wollt ihr euch ver�ndern?

Ja. Ich gehe fort.

lch sah da geradejemanden weggehen.

lst es wegen dieser Frau?

Wegen ihr und wegen anderem.

H�rt mal zu, Wilhelm.

lch m�chte euch was sagen.

Wollen sie verreisen?

Ja, das will ich.

Dann komm ich etwas mit.

lch bin froh, dass ich sie noch getroffen habe.

lch wollte sie besuchen.

Warum?

lch wollte sie fragen...

...ob sie mir noch b�se sind.

Wegen den Briefen.

lch war ihnen nie b�se.

Nur mir selber.

Aber was sie damalls vor Gericht sagten...

... das ist nicht so gut gewesen.

Und auch...

... undankbar.

Alls ich das sagte...

... dachte ich...

Was dachten sie?

lch dachte...

... in meinem Herzen, dachte ich...

... es w�rde sicher eine Gelegenheit kommen, wo ich ihnen danken kann.

Mit meiner Person.

So wie sie ist.

Und da bin ich jetzt.

F�r immer.

Ja, das warst du, seiner Zeit?

Und du hast mich nicht einmal erkannt.

Und wenn es dieses Mal auch nur ein Spass ist?

Herr Pfarrer?

Guten Abend, Herr Lehrer.

lch glaube, da gibt es nicht viel zu erkl�ren.

Die Kinder sprechen f�r uns.

(Kinder sprechen durcheinander) Herr Lehrer. Hallo! Guten Abend.

Herr Lehrer, ich kenne das Ende von dieser Geschichte!

Du Lausbub!

(Kinder lachen)

(Kinder rufen..) Die Geige, die Geige!

(Wilhelm stimmt ein Lied an und Kinder singen dazu)

(Kindersingen,.) ldterne, ldterne, eS scheinen Mond undSterne,

DerMond, deriStein dlterMdnn derunS nichtimmerleuchten han'n,

Drumziehn wir, drumziehn wirmitderldtern,

ldterne, ldterne suchtdirnichtdie ferne,

Daheim dd brenntein feuerlein dds wa�mtunS dlle, GroSs und Kle'in,

Drumziehn wir, drumziehn wirmitderldtern,

ldterne, ldternesuch dirnichtdie ferne,

Daheim dd brenntein feuerlein dds wa�mtunS dlle, GroSs und Kle'in,

Drumziehn wir, drumziehn wirmitderldtern,

ldterne, ldterne,jederhdtdichgerne,

Du leuchteStunS diegdnze Nachtund hdstunS gutndch HduS gebracht,

Drumziehn wir, drumziehn wirmitderldtern,

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