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(Sie spielt das Rondo in D-Dur von Mozart)
(Ama) Das ist meine Enkelin Lotte. Sie will unbedingt Musikerin werden.
Wieso spielt sie immer das gleiche Stück?
Das ist die neue japanische Lehrerin.
Ein Stück, drei Jahre, und dann sitzt es. Sonst Tonleitern.
Ich finde die Methode auch nicht so gut.
- Dann hat sie noch den Mozart-Spleen. - Das sind die Gene.
Wenn sie mehr unter Kindern wäre...
(Rondo in D-Dur von Mozart aus einem Lautsprecher)
- (Uli) Lotte? - Hm?
Jetzt ist Surfkurs.
Wir wollten doch ins Mozarthaus.
Das machen wir an einem Tag mit Regen. Davon gibt es genug.
Aber ich wollte Klavier spielen.
Aber das machen wir an einem anderen Tag.
Probier's mal mit dem Surfen. Bin mir sicher, dass du das kannst. Ja?
(Exotische Musik)
(Luise) Wir könnten auf den Eiffelturm oder in die schottischen Highlands.
Wo schleifst du mich hin in meinen ersten Ferien in Europa?
In ein Internat, um Mathe zu lernen.
Das ist ein Feriencamp, total schön.
Jetzt um die Kurve, dann über den Berg, und jetzt guck, Pepperl.
Das ist direkt am See im Schloss.
Da kannst du Fußball spielen, surfen und...
Mathe lernen.
Zwei Stunden am Tag. Das ist machbar, oder?
Ja, das ist machbar.
Sonst hast du doch im Gymnasium keine Chance.
Dem Pepperl gefällt's. Stimmt's?
Sei doch mal ruhig, Mo.
♪ Tritt ein und vergiss Deine Sorgen... ♪
Meine Sorgen fangen gerade erst an.
(Jan) Das Wasser ist superschön.
(Sie schreit und japst)
Blödes Surfen. Mann!
(Stephan) Den Mast zwischen die Beine
und dann langsam das Segel aus den Knien zu dir ziehen.
Ja, sehr gut. Und dann ganz langsam aus den Knien...
(Sie schreit und japst)
(Exotische Musik)
(Jan) Mit denen kannst du gleich ins Wasser springen.
Da sind wir.
Mademoiselle.
Jetzt komm.
- ♪ Im Salzkammergut... ♪ - Halt die Klappe, Mo.
Das wird super, du wirst schon sehen.
Glaub mir.
Woa... Komm her.
- Tschau. Tschau, Pepperl, tschüssi. - (Jan) Das wird schon.
Ah, nicht traurig sein, Pepperl.
Sie kommt schon wieder.
- Willkommen im Camp. Ich bin Uli. - Ich bin Jan.
- Das ist Luise. - Hi.
- Du bist Jan Palfy, oder? - Ja.
Autogramme sind heute aus.
Pass gut auf sie auf. Sie ist ein bisschen ein Wildfang.
Ich fand dein letztes Album cool.
- Ach, echt? - Ja. Wann kommt das neue?
(Dramatische Musik)
- (Jan) Wir machen es hier fertig. - (Uli) Dann gehen wir mal hoch.
- Die ist doch voll nett. - Geht so.
Lauf schnell in die Küche und hol einen Lappen.
Kommst du nachher wieder surfen?
Nein, ich muss Klavier üben.
(Uli) Leute, seid mal ganz kurz ruhig, bitte!
Ich stelle dich mal ganz kurz vor.
Das hier ist Luise.
Luise ist direkt aus Afrika zu uns an den See gekommen.
Ihr nehmt sie bitte freundlich auf.
- Die sieht dir voll ähnlich. - Quatsch.
Doch, total.
Überlegt mal, welchen Platz sie in der Fußballmannschaft übernehmen kann.
Hi.
Du kannst dich da vorne hinsetzen.
Spielst du auch immer nur Klavier? (Alle Kinder lachen)
(Traurige Musik)
- Guck mal, das Bett da oben ist frei. - Okay.
- Kennst du eigentlich die Lotte? - Nee, keine Ahnung.
- Wieso? - Habe ich mich nur so gefragt.
Den Stundenplan für den Unterricht bekommst du morgen.
Heute ist alles relaxt. Du packst deine Sachen aus, dann kommst du runter.
- Okay? - Okay.
- Bis später. - Bis später.
(Melancholische Musik)
(Musik wird fröhlicher)
Was machst du mit der, die vorhin mit deinem Gesicht da war?
- Was schlägst du vor? - Zerkratz es ihr.
Oder beiß ihr die Nase ab, dann bist du den Ärger los.
Wenn einer mit meinem Gesicht rumlaufen würde...
Kein Mensch würde sich deinen Schädel aufsetzen.
Hey!
Zieh den Badeanzug an und komm rein.
Geht man in Afrika mit Klamotten ins Wasser?
Klar, schützt vor Krokodilen. (Sie brüllt)
(Klavierkonzert "Jeune Homme" von Mozart)
(Musik verstummt, Ente quietscht)
- Hier, bitte. - 4,90 bitte.
Wie oft hat Mozart hier seine Schwester besucht?
Nie. Er hat nur ab und zu seine Noten geschickt, damit sie es gutheißt.
Hm.
- Bitte sehr. - Vielen Dank.
- Tschüss. - Tschüss.
(Donnergrollen)
Mist.
Shit.
Packt alles zusammen. Das Gewitter ist gefährlich.
Stephan! Im Bootshaus fehlt ein Boot.
- Mist. - Kannst du es sehen?
- Nein, ich sehe nichts. - (Uli) Ich gehe oben die Kinder zählen.
(Bedrohliche Musik)
- Schnell, komm. - (Uli) Lotte fehlt.
- Ich hole die Wasserrettung. - Habe ich schon gemacht.
Hilfe!
Siehst du das? Das könnte sie sein.
Hoffentlich kommen die bald.
Ich sage Ihnen das zum letzten Mal, Matteo.
Sie tragen ab sofort eine Kochmütze.
- Und meine Haare? - "Meine Haare..."
Hochstecken, abschneiden. Das ist mir wurscht.
Hauptsache, die Haare landen nicht in der Suppe.
Woher wissen Sie, dass das meine Haare sind?
Gibt es hier noch einen Lehrling mit lila Haaren?
(Klopfen) Herein!
Hier sind wir, Frau Muthesius. Ganz ruhig.
Na, und, wie war's? Sturm und Gewitter stark genug?
- Willst du morgen wieder raus? - Lotte fährt nicht mehr allein.
Das will ich ihr auch geraten haben. Setz dich.
Das Wasser hier ist tief.
Das Wetter ist unberechenbar. Du hättest ertrinken können.
- Ich müsste dich nach Hause schicken. - Ja?
Deine Mutter möchte bestimmt auch mal Ferien vom Kind.
Das möchte ich ihr nicht kaputtmachen.
Warum bist du eigentlich allein rausgefahren?
Ich wollte nur ins Mozarthaus.
Ins Mozarthaus? Ins Museum?
- Bei der Hitze? - Mhm.
Das habe ich auch gesagt.
Die anderen Kinder wollten nicht aus dem Wasser.
Ich kann nichts dafür, dass sie mir ähnlich sieht.
Das Mädchen, das hier angekommen ist?
Das ist allerdings erstaunlich.
Komm mal mit.
In Mbuji-Mayi fliegen alle Kinder mit einem Aasgeier zur Schule.
Vorm Klassenzimmer warten die Vögel und essen Erdnüsse,
bis der Unterricht um ist.
Und die Flamingos bringen die Babys?
Ja, und weil sie rosa sind, werden sie alle Mädchen.
Luise, kommst du mal bitte her?
Das ist wirklich erstaunlich.
Habt ihr beiden euch eigentlich begrüßt?
Zwei Mädchen, die sich so ähnlich sehen, müssen doch gute Freundinnen werden.
Ihr braucht vielleicht noch Zeit, um euch aneinander zu gewöhnen.
Stehst du mal bitte auf?
Setz dich Luise gegenüber, dann könnt ihr euch in die Augen schauen.
Luise, ich brauche noch die Handynummer deiner Eltern.
Ich habe nur einen Vater.
Deswegen kann man auch ein wertvoller Mensch sein.
Noch viel Spaß heute Abend, hm?
Ich hole dir einen Pfannkuchen.
- Magst du keine Pfannkuchen? - Ich will lieber was zum Beißen.
- Gnu ist lecker. Oder Zigni. - Was ist denn das?
Das isst man in Eritrea. Hat mein Vater schon gejagt.
Du warst schon in Eritrea?
Ja, in Lagos, Luanda, Khartum, Tunis,
Nairobi, Casablanca, Bangui und...
Ouagadougou.
Ouagadougou?
Ja, da hüpft man zur Begrüßung auf einem Bein und schlägt ein Rad.
Ungefähr so.
(Sie ächzt)
Wärst du da lieber mal geblieben.
Au! Spinnst du?
(Melancholische Musik)
(Uli) Gute Nacht!
(Schluchzen)
- Weinst du? - (Weinerlich) Nein.
Klar weinst du.
- Hast du Heimweh? - Nein.
Warum weinst du dann?
Ich kann nichts dafür, dass ich dir ähnlich sehe.
(Sie schnauft)
(Musik spielt weiter)
(Melancholische Musik verklingt)
(Heitere Musik)
(Lotte) Willst du Müsli?
- Am liebsten esse ich Straußeneier. - Also nein.
Aber in der Not tut es auch ein Ei vom Huhn.
- Wann beißt du ihr die Nase ab? - Sei nicht kindisch.
Gestern Abend hast du ihr doch noch gegen das Schienbein getreten.
Lasst mich in Ruhe, sonst kriegt ihr eins vors Schienbein.
- Willst du mal? - Ich hab's nicht so mit Mädchensachen.
- Bist du mir noch böse? - Nein.
Ich habe nur keinen Bock gehabt, hierherzukommen.
Lernen in den Ferien. Und dann auch noch du.
Nein, du.
- Eigentlich ist es saulustig. - Ja, saulustig.
(Luise schreit)
Deine Haare sind ganz verfilzt.
Schickt dich deine Mutter nie zum Frisör?
Ich habe überhaupt keine Mutter.
Und mein Vater hat mich lieb, wie ich bin.
- Wie Schwestern. - Krass.
(Lotte kreischt) Boah, was für ein Wasserfall!
Boah, was für ein Wasserfall!
Setzen wir uns da rein?
Du solltest mal die Regenzeit in Afrika erleben.
In Kenia sind wir mal im Bus aufgewacht und standen mitten in einem Fluss.
Und ein Krokodil hat uns in den Hinterreifen gebissen.
- Wer's glaubt. - Willst du mal sehen?
Moment.
(Trommelmusik aus dem Handy)
- Das Krokodil ist Jan, mein Vater. - Komm, Luise.
Das da ist Mo, sein bester Freund. Spielt Bass in unserer Band.
Und das da ist Pepperl, mein bester Freund.
- Ist doch süß, oder? Mos Hund. - Ja.
Du bist aber ganz schön rumgekommen.
Ja. Jetzt sitzen wir fest in Salzburg.
Mein Vater hat da einen neuen Job. Jetzt muss ich auch noch zur Schule.
Du warst noch nie in der Schule?
Bisher hat Jan mich im Bus unterrichtet.
Deshalb kann ich kein Mathe. Das kann er auch nicht.
- Ich helfe dir, wenn du willst. - Echt?
Klar, so lange ich hier bin.
Und was ist mit deinem Vater?
Keine Ahnung, kenne ich nicht.
Er könnte in einem Schloss wohnen. Oder tot sein. Ich weiß nicht.
Vielleicht lebt er auf der Straße, und ich gehe täglich an ihm vorbei.
Mama spricht nie über ihn.
Ama auch nicht. Das ist meine Großmutter.
Komisch, Papa redet auch nicht über Mama.
Er hatte mal ein Foto von ihr, in unserem Bus.
- Und kürzlich war es weg. - Mhm.
- Ah, der Regen hat aufgehört. - Gehen wir raus?
Schau.
(Sie spricht kisuaheli)
Du wärst lieber dort geblieben?
Jan sagt immer, dass wir akzeptieren müssen, dass sich die Zeiten ändern.
Komm zu meinem Geburtstag. Jan lässt sich immer was einfallen.
- Am 14. Oktober werde ich elf. - Am 14. Oktober?
Ich auch.
Und wo bist du geboren?
- Ähm, in Freiburg. - In Freiburg?
Ich auch.
Wow.
Das gibt es doch gar nicht.
Das heißt, dass du meine Schwester bist.
Und du meine.
(Sanfte Musik)
(Luise) Komm. Bei Regen geht auch das Krokodil ins Wasser.
(Rondo in D-Dur von Mozart)
(Stumme Szene)
(Musik spielt weiter)
(Musik verklingt) Wow.
Das hast du von meinem... unserem Vater.
Der spielt nur nie nach Noten.
Er improvisiert. Der eine spielt was, der andere antwortet.
Und so geht es dann die ganze Nacht.
Willst du mal hören?
(Afrikanische Musik)
Wow, cool.
Ja, das sind die ersten Stücke von seiner neuen CD.
Wie ist das so, einen Vater zu haben?
Cool. Jan ist locker drauf.
Der sagt nie: "Du musst ins Bett oder du darfst dies oder das nicht."
- Und wie ist es so mit einer Mutter? - Wir lachen viel zusammen.
Sie ist so chaotisch. Aber Mama ist super.
- Außer, wenn sie singt. - Hm, wie ich.
Mo sagt immer, wenn ich singe, hauen sogar die Moskitos ab.
Dafür schreibt sie lustig. Sie ist Journalistin.
Oft muss sie noch schnell weg, um ein Interview zu führen.
Dann bist du ja voll oft allein.
Manchmal kommt Ama, wenn sie nicht unterwegs ist.
Sie trifft sich ständig mit Verehrern.
Sie sagt immer: "Ich finde einen Mann, bis ich 65 bin."
Das weiß sie von ihren Tarotkarten.
Und sie fragt mich ständig nach irgendwelchen Jungs aus. Hm...
Das da ist Mama.
- Die sieht nett aus. - Klar.
(Lotte) Warum sind unsere Eltern nicht mehr zusammen?
(Luise) Keine Ahnung.
Zuerst waren sie wohl verliebt.
Und dann kamen wir.
Weil deine Mutter lieber arbeiten wollte, als nach Afrika zu kommen,
haben sie uns halbiert.
Hat Papa das erzählt? Mama ist nicht so eine Karrierefrau.
Sie arbeitet viel, aber muss auch allein für uns sorgen.
Warum ist Papa denn nach Afrika gegangen?
Wahrscheinlich wegen der Musik.
Vielleicht hat er gehofft, dass sie... dass ihr nachkommt.
Hm, das könnte sein.
- Was bequatscht ihr da immer? - (Beide) Nichts.
Wir unterhalten uns nur.
Sie heißt Charlotte Luise. Aber alle nennen sie Charlize.
Sie haben Mamas Namen in der Mitte getrennt
und uns jeweils zur Hälfte gegeben?
Charlotte Luise... irgendwie schon.
Warum haben sie uns nie erzählt, dass es uns doppelt gibt?
Ich würde sie so gern mal kennenlernen.
Schön, der See.
(Melancholische Musik)
(Ama) Und während die beiden Mädchen da oben sitzen und auf die Welt blicken,
die von den Berggipfeln immer so klein scheint,
fassen Lotte und Luise einen Beschluss.
Den Beschluss, dass die Welt zu klein ist,
um sie beide wieder zu trennen.
Und dass die Nacht zu lang ist, um nur zu schlafen.
- Du glaubst, der Plan funktioniert? - (Lotte) Klar.
Gemüse holst du vom Biomarkt. Badminton immer mittwochs beim SSV.
Schreib's auf.
Anna ist meine beste Freundin. Sei nett zu ihr.
Wie heißt Papas bester Freund?
Pst, leise. Mo.
- Mo. - Vorm Kochen habe ich echt Angst.
Vielleicht sage ich, ich hätte es verlernt.
(Lotte) Komm. Nimm die Taschenlampe mit.
(Sie kichern)
(Verhaltene Klaviermusik)
Pst.
Keiner da.
(Luise) Gut. Keiner da.
(Lotte) Super, da hinten ist ein Herd.
Ich zeige dir was Einfaches. Ratatouille.
Rata... was?
Zuerst brauchen wir einen Topf. Dann Gemüse.
Dann alles kleinschneiden.
Wenn du das geschnitten hast,
mit Öl in den Topf.
Kann ich in Salzburg Klavier spielen?
Klar. Instrumente gibt es in der Stadt genug.
Denkst du, unsere Mutter wird misstrauisch,
wenn ich nicht mehr spiele?
- (Matteo) Hey, was macht ihr da? - Wir hatten Hunger nach der Wanderung.
Das ist Ratatoutikaka.
Willst du auch mal... probieren?
Schmeckt's?
Gut.
(Rockmusik)
(Dosen scheppern)
Hey, du warst gar nicht dran.
Ich habe doch noch kein Likörchen getrunken.
(Fröhliche Popmusik)
Ein doppeltes Lottchen.
Jawoll.
Verrückt.
- Hi. - Hi.
- Hi. - Toller Rock, Moni.
Danke... Lotte?
Wisst ihr, warum Flamingos auf einem Bein stehen?
- Keine Ahnung. - Um Energie zu sparen.
So lange Beine werden schnell kalt.
Deshalb klappen sie eins ein und stecken es unter die Federn.
Im Nakurusee in Kenia stehen manchmal
Millionen von Flamingos auf einem Bein herum.
- Keine Geschichten klauen, Lotte. - 'tschuldige, Lotte.
Äh, okay, Auflösung.
- Wer ist jetzt wer? - Wir wollen es wissen.
- Darf ich vorstellen, Lotte! - Tadaa, Lotte.
Hm. Da gibt es nur eins.
- Aua. - Au.
Darf ich vorstellen: Luise.
Huhu, Kinder.
Ich hoffe, dass ihr mit Freude an unsere schöne Zeit hier zurückdenkt.
Niemand hat sich den Finger abgehackt, keiner ist vom Baum gefallen.
Nur ein kleines Mädchen wollte allein den Wellen trotzen,
aber das ist zum Glück auch gut ausgegangen.
Ich hoffe, dass ich euch nächstes Jahr alle wieder hier begrüßen darf,
und wünsche euch jetzt ein wunderwunderschönes Fest.
Musik!
("Beach Party" von Wendie Colter)
(Musik verklingt)
Wir dürfen die Handys nicht vergessen.
- Du machst einen guten Tausch. - So wie du mit meinen Klamotten.
Deine Frisur nervt.
Deine auch. Kaum auszuhalten.
- Tschüss. - Tschüss.
Also, wie nennst du unseren Vater?
Jan. Wie heißt unsere Großmutter?
Ama, Marianne Kröger.
Was isst Jan am liebsten?
Kalbsgulasch. Halt's mal gerade. Wie heißt meine beste Freundin?
Anna. Zur Schule fahre ich mit der U4 Richtung Bockenheimer Warte.
- Umsteigen bei der... - ...Konstabler Wache in die U5.
- Und dann die Gießener Straße raus. - Ich habe ein bisschen Angst.
- Aber ich freue mich auf meinen Vater. - Und ich mich auf Mama.
Was, wenn Papa es rauskriegt und mich immer noch nicht will?
Sie müssen verstehen, was sie uns angetan haben.
Und sich selbst. Jeder hat sich um die Hälfte der Zeit
mit seinem halben Kind gebracht.
Hä?
Sie müssen kapieren, dass wir für immer zusammen sein wollen.
Vielleicht wollen sie ja dann auch irgendwann wieder...
(Sie spricht kisuaheli)
Wir sehen uns?
(Verhaltene Musik)
Fängt ja toll an.
(Musik läuft weiter)
(Musik verklingt)
Und? Wie war's beim Campen?
Hi.
- Sag was, bevor du mich fotografierst. - Für meine Kontakte.
Zeig mal.
Ich schau ja voll fett aus.
Mach noch eins.
Ich war in einem Ferienhort am Wolfgangsee.
Wir waren auf St. Barth. Blaues Wasser, weißer Strand, endlos.
- Wie Sansibar. - Du warst schon mal auf Sansibar?
(Handy piept)
(Mehrmaliges Hupen)
- Was ist das? - Das ist deine Mutter.
Mama! (Hupen)
Habt ihr immer noch den alten Roller?
Ab sofort lässt du die kleine Ilse in Ruhe, Fanny.
Sonst kriegst du es mit mir zu tun.
Die ist in den Ferien wohl übergeschnappt.
- Mama! - Hey.
Och, mein Lottchen.
Komm, ab nach Hause, ja? Was ist denn mit deinem Arm passiert?
Badminton?
Ich habe dich so vermisst, mein Lottchen.
- War es schön? Ja? - Mhm.
Komm, raufgehüpft.
Gut festhalten.
Und los geht die Fahrt.
(Heitere Musik)
So.
Zu Hause.
Du, Schatz, ich muss gleich wieder los.
Ich bin zwischen zwei Interviewterminen her gerast.
Ich kann das nicht verschieben. Ja?
Aber hör zu.
Heute Abend machen wir es uns gemütlich. Und dann erzählst du mir alles. Okay?
Und hör zu, der Kühlschrank ist voll.
Vielleicht machst du uns was Schönes zu essen.
- Ratatou... - ...touille. Ja.
Mach dir nicht so viel Arbeit. Ich beeile mich.
So.
(Verträumte Musik)
(Exotische Musik)
- Hi. - Hi.
Hey, Luise! Endlich.
- Hallo, Papa. - "Hallo, Papa?"
- Jan. - Leute!
Freunde, Mademoiselle est arrivée.
Pepperl, guck mal, wer wieder da ist.
Hi, Pepperl.
(Er knurrt und winselt)
Kennst du deine beste Freundin nicht mehr? Luise war nur 14 Tage weg.
Da reden alle immer über den untrüglichen Instinkt der Tiere.
- Danke dir. - Ja.
Okay, let's go. Sven.
Ein neuer Song, Luise.
Welcome home, Luise. Welcome, Luise.
(Exotische Musik)
(Er singt in einer afrikanischen Sprache)
- Wunderbar. Passt. - Ich fand es auch gut. Und ihr?
Ich glaube, ich habe danebengehauen.
- Ich fand es eigentlich ganz gut. - Hört, hört. Luise.
Wenn sie es sagt.
- War nur so ein Gefühl. - Aber das richtige.
- Und ich habe Hunger. - Ja, ich auch.
Sven, kannst du Pizzas bestellen?
Soll ich einkaufen gehen? Dann kann ich was kochen.
Du? Kochen?
Im Camp hatten wir einen Kurs.
- Kalbsgulasch? - Okay, gern.
Warum nicht? Kannst den Pepperl mitnehmen.
Super.
(Er knurrt)
Komm, Pepperl. Komm. (Flüsternd) Komm.
- Was ist mit dem los? - Vielleicht ist er krank?
(Heitere Musik, Pepperl knurrt)
Komm her, Pepperl.
Pepperl!
Hey! Ah! Sorry!
(Pepperl bellt)
- Ein Pfund Kalbsgulasch. - Ja, gerne.
- Bitte. - Danke.
(Verkäuferin) Danke!
(Lotte ächzt, Pepperl knurrt)
- Tschüssi. - Tschüss.
Komm mit, Pepperl.
Pepperl, du! Jetzt komm wieder!
(Musik verklingt)
(Es klingelt)
- Hallo, Ama, ich freue mich ja so. - Ups.
Ist deine Mutter zu Hause?
Ich möchte mit ihr über das Paradies sprechen.
(Es zischt laut) Oh mein Gott!
Oh Gott!
(Charlize) Was ist denn hier los?
- Ich fackle die ganze Bude ab. - Meine Güte.
Ich muss das Kochen verlernt haben.
- Macht doch nichts, mein Schatz. - Oh, puh!
Morgen koche ich. Dann kannst du es bald wieder so gut wie vorher.
Und weißt du, was wir heute machen, zur Feier des Tages?
Pfannkuchen, dein Lieblingsessen. Ja?
(Verhalten) Au ja, super.
Achtung, Stufe. Achtung.
Okay.
Okay, okay, warte, gleich. Gleich, gleich.
Und...
- Taterata! Unsere erste Wohnung. - Wow.
- (Jan) Und? Wie gefällt es dir? - Und... unser geliebter Bus?
Wir müssen akzeptieren, dass die Zeiten sich ändern.
Wir sind angekommen. Hm? Schau mal.
Deine beiden Freunde sind schon da.
Komm mal mit.
(Exotische Musik)
(Lotte) Die ist ja cool.
- Guck mal, sogar eine Terrasse. - Wow.
Hopp, hopp. Hopp!
- Lass mich mal. - Ja, warte.
Heiß, Vorsicht.
Und... Wow, super. Ja, perfekt.
So, und wieder auf den Herd. Genau.
Die Ferien scheinen dir gutgetan zu haben.
Bist so lebendig. Und ganz braun bist du geworden.
(Es klingelt) Machst du die Tür auf?
- Das ist Ama. Die will dir Hallo sagen. - Mach ich.
Mein Schätzchen.
- Für dich. - Ein Lapislazuli, mein Lieblingsstein.
(Charlize) Wir haben genug von dem Zeug.
- Was hast du da gemacht? - Hingefallen, beim Badminton.
Oh, jetzt kannst du kein Klavier mehr spielen.
Da hätte ich dir lieber einen Mondstein mitgebracht.
Der hat heilende Kräfte.
In Afrika sagt man, in einem Stein liegt die Weisheit von Jahrmillionen.
Habe ich von einer Freundin aus dem Camp.
- Willst du die Hälfte vom Pfannkuchen? - Gern.
- Schau, was ich gelernt habe. - Oha.
- Obacht. - Ah!
Riechen tut es schon mal gut.
(Sanfte Musik)
Unglaublich, Luise. Lecker, die Spätzle.
Aber wolltest du nicht Gulasch machen?
Ich schon, aber der Pepperl...
Ich hoffe, er ist satt geworden.
Das letzte Mal, als du was gekocht hast, wäre uns fast der Bus abgebrannt.
Danke. War gar nicht so schwer, wie ich dachte.
- Erzähl mal. War es schön am See? - Mhm.
- Und, hat es für Mathe was gebracht? - Glaub schon.
- Hast du neue Leute kennengelernt? - Mhm, ein paar.
Ich muss dir doch sonst nicht alles aus der Nase ziehen.
- Mir fällt gerade nichts ein. - Hm...
Was schaust du denn so?
Ich freue mich. Wir haben uns lange nicht gesehen.
Ich fand's ja auch lang.
- Es kam mir viel länger vor. - Klar.
Magst du mich nachher zur Probe begleiten?
Mein neuer Job im Mozarteum. Ich habe eine Kinderoper neu arrangiert.
Und die Einnahmen gehen direkt an deine Freunde in Mosanga.
- Damit die Dorfschule fertig wird. - Klar.
(Lied: "Ein Männlein steht im Walde")
- Sollen die Pilze schon im Off singen? - Was sagst du?
Die Pilze, sollen die schon im Off singen?
(Jan) Wir können den ganzen Gesang aus dem Off kommen lassen.
(Frau) Das ist wie eine Traumsequenz.
Dann lassen wir den Gesang aus der Ferne kommen.
(Jan) Ich muss was checken.
(Jan) Okay? Three, four...
♪ Ein Männlein steht im Walde Ganz still und stumm ♪
♪ Es hat von lauter Purpur Ein Mäntlein um ♪
(Pepperl bellt)
- Aua! - Pepperl, Pepperl!
(Mo) Pepperl, kommst du her! Komm her!
Komm mal, her. Pepperl, komm her!
Du kannst nicht den Fliegenpilz fressen. Der ist giftig.
(Mo) Pepperl!
(Jan) Kurze Pause, Jungs.
(Mo) Das tut mir leid.
Ich weiß nicht, was mit dem los ist. Das ist eigentlich ein total gemüt...
Tut mir leid. Es ist... (Leni räuspert sich)
- Wir sind beide nicht so gut drauf. - Was war mit dem Hund los?
Luise, ich will dir jemanden vorstellen.
Da ist sie, meine Luise.
- Hallo, Luise. - Hi.
Das ist Leni. Leni leitet die Opernklasse hier.
- Wie war es am See? - Schön.
Super. Dein Vater war völlig verzweifelt.
Er hat nur von dir gesprochen.
- Wie fandst du's? - Schön.
Nur der Maronenröhrling war etwas uncool.
Bist du auch so musikalisch wie dein Vater?
- Ich liebe Musik. - Welches Instrument spielst du?
- Bongos, etwas. - Sie ist mehr die Sportliche.
Außerdem ist sie gut in Sprachen.
- Spricht sogar Kisuaheli. - Wow.
Toll.
Gehen wir?
Ich muss mit den Jungs noch was besprechen.
Geh du vor, ich komme dann nach.
- Tschau, Luise. - Tschau.
- Tschüss. - Tschau.
(Mo) ♪ Smile, though your heart... ♪
Ich weiß nicht, was los ist heute. Das ist bestimmt die Bergluft.
Ich bringe dich nach Hause.
Na, Pepperl? (Bellen)
- (Lotte) Wehe, die versaut es. - Jan will keine feste Beziehung.
Das hat er schon 1000-mal gesagt.
Hat Mama eigentlich einen Freund?
Nein, da war mal einer. Aber momentan nicht.
Kennst du Ama schon?
Ja, sie hat mir einen tollen Stein geschenkt.
- Noch einen? - Mein erster.
Bestimmt nicht dein letzter.
Ich muss aufhören. Mama kommt.
Du bist noch wach?
Schlaf schön, mein Schatz.
- Mama? - Hm?
Hast du mich eigentlich lieb?
Wie kommst du denn jetzt darauf, Lotte?
Natürlich habe ich dich lieb.
Du bist das Allerwichtigste.
Mein ganzes Leben dreht sich nur um dich, Lotte.
Ohne dich kann ich gar nicht sein.
Mein Schatz.
(Flüsternd) Träum schön, ja? Schlaf jetzt.
Tust du mir einen Gefallen und bringst deinen Koffer morgen in den Keller?
- Bin ich fast drüber geflogen. - Mache ich.
Ja? Super.
Gute Nacht.
- Gute Nacht, Mum. - Gute Nacht.
(Sanfte Musik)
"Mum."
(Musik verklingt)
Hey.
- Wie spät ist es? - Zwölf oder so.
Wie hast du das ganze Zeug hier reinbekommen?
Mo hat mir geholfen.
Komisch, plötzlich in so einer großen Wohnung.
Ja.
- Wir werden uns dran gewöhnen. - Mhm.
Wie erzählen wir uns vom Tag, so weit weg voneinander?
Vielleicht beim Frühstück.
Bevor du in die Schule gehst, um halb acht? Puh.
Das neue Leben macht es uns nicht leicht.
Du sagst selbst, an der Schule führt kein Weg vorbei.
Ja, stimmt schon.
Wie fandst du denn die Probe?
Gut. Nur die Pilze fand ich doof.
Sag's der Leni.
Die ist okay, oder?
Kenn ich ja kaum. Ich muss jetzt echt schlafen, Jan.
- Gute Nacht. - Gute Nacht.
Na? Mit wem schreibst du dir denn die ganze Zeit?
- Mit einer Freundin aus dem Feriencamp. - Freundin?
Wenn ich einen Freund hätte, würde ich es sagen.
- Aber wir sind noch beste Freundinnen? - Klar.
In Afrika sagt man, nur schlechte Freunde verschwinden.
Die blöde Kuh hackt schon wieder auf Ilse rum.
- Wo hast du das denn her? - Von meiner Mama.
(Fanny) Kann ich bei deiner Mutter Kleider in Auftrag geben?
(Anna) Fanny, lass es.
Ich hätte gern eine Jacke aus Putztüchern,
eine Tracht aus Lumpen...
Du kriegst eine Tracht Prügel.
Lotte, seit wann hast du ein Herz für Penner?
Lotte.
In Nigeria sagt man, nicht jede Backe ist zum Streicheln da.
Komm.
Die ist in den Ferien übergeschnappt.
- Verdoppeln. - Okay.
(Lässige Musik)
Bravo.
Könntest du mir morgen die CD unterschrieben mitbringen?
- Zum Geburtstag meiner Schwester. - Okay.
(Handy piept)
Die neue Klassensprecherin darf aufschlagen.
- Wie denn? - Oh, stimmt.
- Wollen wir nicht was anderes machen? - Was?
- Fußball. - (Alle) Fußball?
War nur ein Scherz. Ich schaue zu.
Pepperl, nicht den Ball essen.
(Sie spielt "Für Elise")
(Jan) Luise?
Schau mal, was im Briefkasten war.
"Sehr geehrter Herr Professor Palfy, blabla,
die Entwicklung Luises zu betrachten ist für jeden Pädagogen interessant.
Zu sehen, wie aus einem wilden Kind
eine stille, beherrschte Kraft sich ausbildet."
Was hast denn du da gemacht?
Das war ja ein richtiges Wundercamp.
Da kriege ich fast etwas Angst.
- Wo ist meine wilde Luise geblieben? - Hier, Flamingo.
- Klavier spielen kannst du auch. - Das ist nur Geklimper.
Und meine Mathelehrerin will sich bei dir einschleimen.
Gibt es auch Frauen, die nicht auf dich stehen?
Mindestens eine.
Mama?
Ich muss ins Theater. Kannst ja nachkommen.
Warum sprichst du nie über sie?
Ich habe keinen Kopf dafür. Wir reden drüber, aber nicht jetzt.
Tschau, bis später.
- Komm nach. - Tschau.
(Melancholische Musik)
(Handy piept)
- Wo hast du die her? - Aus dem Keller.
Sie war hinter einem Koffer mit Briefen.
Vielleicht hat Jan sie mal vergessen.
Du meinst, damit er sie irgendwann abholen kann?
Lass dich von Mama nicht erwischen.
Sie hasst es, wenn man an ihre Sachen geht.
Kein Bild von uns beiden.
Nur eine Postkarte von Jan habe ich gefunden.
Vor neun Jahren.
"Liebe Charlize, sende dir nur schnelle Grüße aus Südafrika.
Uns geht's gut. Mach dir keine Sorgen.
Das Leben ist schön. Jan."
"Uns." Ich vermisse dich, Luise.
Ich vermisse dich auch, Lotte.
Tschüss.
(Dramatische Musik)
So machen wir's. Das ist unsere Version. Reicht jetzt auch.
Es war wunderbar. Ich freue mich auf die Premiere.
Kommst du noch mit? Wir könnten ja noch ein Pilzragout essen.
- Komme gleich nach, okay? - Ja, klar.
Du, guck trotzdem noch nach Luise. Die war gestern irgendwie so still.
Ja, Mum.
Wartet auf mich. Ich komme mit.
- Bleibt einen Tick länger im Off. - Ja.
- Tschau. - Bis morgen.
Wo ist Luise?
Weiß nicht. Sie hat sich heute nach ihrer Mutter erkundigt.
Sie kommt bald in die Pubertät und will wissen, woher sie stammt.
Sie will auch ankommen.
(Lotte räuspert sich) Hey, Luise.
Schön, dass du da bist.
Tut mir leid wegen vorhin. Ich war im Stress.
- In Afrika warst du nie im Stress. - Das ist alles auch neu für mich.
Pass auf, wir beide gehen jetzt picknicken. Nur wir zwei.
- Okay. - Tschau.
Tschau.
(Handy piept)
(Schwermütige Musik)
Deiner Hand geht es wohl schon besser.
- Ja. - Ja.
Entschuldige, Schatz, dass ich so spät bin.
Ich hatte noch ein schönes Gespräch mit deinem Lehrer, Herrn Linnekogel.
Fanny hat es nicht anders verdient. Sie mobbt immer Ilse.
Schatz, das weiß ich doch.
Ich finde es auch nicht richtig, wenn so ein Mädchen in Schutz genommen wird.
Danke, Mum.
Aber eigentlich wollte er mir sagen,
dass du seit den Ferien nicht mehr so fleißig bist
wie im letzten Schuljahr, Lotte.
Und was hast du gesagt?
Dass ich auch sehe, dass du dich verändert hast.
- Ja? - Ja.
Aber das ist ganz normal in deinem Alter.
Du bist im Entwicklungsprozess.
- Was ist denn das? - Da ist nur ein bisschen Lack ab.
- Woher hast du die denn? - Aus dem Keller.
Lotte, wir hatten eine Abmachung.
Keiner wühlt in den Sachen vom anderen.
- Ich lese auch nicht dein Tagebuch. - Das wäre noch schöner.
Ich habe nur den Koffer in den Keller gebracht.
- Da habe ich die Gitarre gesehen. - Super.
- Bring die sofort wieder runter, komm. - Mama, du bist total fies.
(Tür schlägt laut zu)
Hey!
(Exotische Musik)
(Musik verklingt)
Hör mal, Maus, ich habe mir was überlegt.
Was hältst du davon, wenn wir am Wochenende einen Ausflug machen?
Und du hast wirklich Zeit?
Ja, die nehme ich mir, Lotte.
(Fröhliche Popmusik)
- Mit wem schreibst du dir dauernd? - Mit einer Freundin aus dem Feriencamp.
Vielleicht laden wir die mal zu uns ein.
Das wäre schön.
Lotte, wenn du Gitarre lernen möchtest, dann fragen wir mal Ama.
Die hat eine, mit der sie für ihre esoterischen Freunde spielt.
Die bei uns ist nämlich alt und verstimmt, weißt du?
Wo hast du die eigentlich her?
Die hat mal ein alter Freund von mir bei uns untergestellt.
Ruf ihn doch an. Eine Lakewood vergisst man nicht einfach.
Die ist sauteuer. Das habe ich gegoogelt.
Der wohnt auf einem anderen Kontinent. Ich habe keine Nummer mehr.
(Musik läuft weiter)
(Luise) Schau mal, Mama. Hier lebte einst der Ritter Eisenfuß.
- (Charlize) Wirklich? - Ja.
(Musik verstummt)
Lotte, pass auf, ja?
Lotte?
(Unheimliches Rauschen)
Lotte?
Ah, ich bin der Gnom Tunichtgut und ich werde dich fressen.
Nein, hab Mitleid. Gnade.
Okay. Aber ich fordere ein Fingerchen.
Sonst darfst du die Höhle nicht verlassen.
Ui, hm. Okay.
Ich nehme die ganze Hand.
(Sie jauchzen)
Wow, das ist ja super hier, hm?
- Wir machen ein Video für Ama. - Super Idee, da freut sie sich.
(Ruhige Musik)
(Charlize) Uns geht's gut.
- (Luise) Wir sind jetzt auf... - ...Burg Altdahn. Hier ist super.
Du, das sollten wir bald mal wieder machen, oder?
Wird das nicht etwas zu teuer?
Wenn es zu teuer wird, verkaufe ich dich.
Dann laufe ich weg, und wir verkaufen mich neu.
Wenn wir mich drei- bis viermal verkauft haben,
haben wir genug Geld für einen ganzen Monat Urlaub.
- Ich bin nicht billig. - Ja. Und absolut unverkäuflich. Hm?
Das war so schön, Mama. So schön wie nix auf der Welt.
Weißt du, wie lieb ich dich habe?
Wolltest du eigentlich nie noch ein zweites Kind haben?
Äh...
Ich habe bisher... Vielleicht kommt ja noch irgendwann mal eins.
Dazu bräuchte ich dann aber den passenden Mann.
- (Luise) Gute Nacht. - Gute Nacht.
(Verhaltene Musik)
- Wir drei wären ein gutes Team. - Glaube ich auch.
(Es klingelt)
Mein Lottchen.
Es passt gerade nicht. Ich muss nachdenken.
Eier und Schmalz, Butter und Salz. Wir backen heute unser Standardwerk.
- Mama hat Geburtstag. Vergessen? - Nein, natürlich nicht, aber...
Eier aufschlagen kann man auch mit links.
Hier, ein Mondstein.
Und schwuppdiwupp ist alles wieder heile.
Du brauchst dringend noch einen Rosenquarz gegen Elektrosmog.
- Was? - Da will jemand unseren Bus klauen.
Scheiße.
Da.
- Hey, Dennis. - Hey, Jan. Servus.
Der klaut den nicht.
Du bist zu früh. Ich war noch unter der Dusche.
- Was macht er am Bus? - Will ihn kaufen.
Was?
Der ist schon alt. Außerdem in Zukunft vielleicht zu klein.
Zu klein?
(Jan) Haben wir alles selber gemacht.
(Handy piept)
(Flüsternd) Was?
Mein ganzes Leben ist in dem Bus.
Ich weiß.
Manchmal muss man Dinge zurücklassen und Veränderungen akzeptieren.
Das ist so. Außerdem, schau mal, der Nachfolger.
Da ist sogar ein Zelt auf dem Dach. Da kannst du von innen reinklettern.
Wofür brauchen wir mehr Platz?
Neulich hast du mich nach deiner Mutter gefragt.
Vielleicht wäre es schön, wenn du auch eine Mutter hast.
Ich habe eine. Irgendwie muss ich auf die Welt gekommen sein.
Herrje, nicht schon wieder das Thema.
Wenn du älter bist, wirst du es verstehen.
Du willst die Leni. Deshalb brauchst du ein neues Auto.
Weil du ihr imponieren willst.
Sie hasst mich. Sie tut nur so freundlich.
- Das stimmt nicht. - Doch.
Du kannst nicht sehen, wie sie drinnen aussieht.
Ich arbeite mit ihr und ich mag sie.
Du kennst sie überhaupt nicht.
Ehrlich gesagt, kenne ich sie auch nicht.
Warum sie das mit den Haaren macht, dieses...
Sie lacht wie eine Hexe.
(Jan) Zerbrich dir nicht meinen Kopf.
Außerdem, deine Handyrechnung war hoch. Mit wem telefonierst du dauernd?
Weinst du?
Du weinst doch sonst nicht. Was ist denn los? Luise!
(Traurige Musik)
Tautropfen.
Müssen ganz leise gespielt werden. Kaum hörbar.
Pass auf, sonst fange ich an zu weinen.
Für dich.
Ich ziehe mich morgen schön an und halte bei Luise um deine Hand an.
Das närrische Kind.
Schön, dass du da bist.
- 'tschuldigung. - Hoppla.
- Wie siehst du aus? Sechser in Mathe? - Eins.
Lassen wir die Limokorken knallen. Haben sich gelohnt, die Ferien.
Wusstest du, dass Jan das Auto verkaufen will?
Ja, dafür gibt es ja jetzt auch ein größeres.
Brauchen wir, wenn wir zu sechst unterwegs sind.
- Zu sechst? - Ja, weil...
Hat Jan nicht gesagt, dass Leni Keyboard spielt?
Sie ist eine gute Musikerin. Und wir haben eine Frau in der Band.
Sie geht mit auf Tour?
Böse Stiefmütter gibt es nur bei Hänsel und Gretel. Und du weißt, wie er ist.
Bald hat er keine Lust mehr.
Warum verteidigst du ihn? Du kannst sie auch nicht leiden.
Ich kann sie nicht riechen. Das ist was völlig...
Siehst du, die Hexe hat ihr Knusperhäuschen verlassen.
Die müssen x-iger stehen. Die muss gesichert werden.
Die sind nicht gut gesichert.
Hallo Luise. Pass auf, das ist hier heute alles wackelig.
Die Bühnen in Afrika waren auch immer wackelig,
weil tolle Frauen drauf getanzt haben.
Jan konnte sich vor denen nie retten.
Sicher hatte er so viele Frauen, weil er die eine nicht vergessen kann.
Was willst du, Luise? Willst du mich warnen?
Oder verbietest du mir, mit Jan zusammen sein?
(Düstere Musik)
Ist dein Vater nicht alt genug, um das zu entscheiden?
Vielleicht willst du bald nicht mehr mit Jan zusammen sein.
Vielleicht willst du ins Internat und Sprachen lernen.
- Im Feriencamp... - Ich werde Jan nie verlassen. Und...
- (Leni) Vorsicht! - (Lotte schreit)
(Mann) 'tschuldigung.
Luise!
(Leni) Wie konnte so was passieren?
Geh dran, Luise. Ich habe alles verbockt.
Jan spricht nie wieder ein Wort mit mir.
(Charlize) Ja, Körner.
Hallo? (Besetztton)
(Schwermütige Musik)
(Musik verklingt)
Mami, du musst nicht bis Mitternacht bleiben.
Ich möchte doch mit dir anstoßen.
Immerhin war ich bei deiner Geburt nicht unbeteiligt.
Ich muss mindestens noch zwei Stunden arbeiten.
Das macht nichts.
Ich habe mein Tablet dabei.
Bist du immer noch auf diesen Ü-60-Portalen?
Das solltest du auch mal probieren.
Auf einem Ü-60-Portal unterwegs sein?
Weißt du, wie viele Zuschriften ich bekommen habe, in drei Monaten?
- Weiß ich nicht. - Na, eine.
Und Frank? 321.
Das spricht doch für ihn, dass er sich trotzdem mit dir trifft.
Tadaa.
- Darf ich? - Ja, danke.
Lotte wusste nicht mehr, wie man Kuchen backt.
Ja, komisch, ne? Sie hat sich ein bisschen verändert seit den Ferien.
Prügelt sich in der Schule, redet wie ein Wasserfall
und stellt komische Fragen.
Vielleicht spürt sie ja, dass ihr was fehlt.
Ach, Mama, bitte. Nicht schon wieder.
Glaubst du,
dass sie in einer unglücklichen Beziehung mit Jan glücklicher wäre?
Vielleicht nicht mit Jan, aber bestimmt mit ihrer Schwester.
Du solltest es Lotte endlich sagen.
Und dann?
(Traurige Musik)
Sie hat mich gefragt, wo man spürt, wenn der andere nicht mehr da ist.
Im Herz oder im Kopf.
Und ob da irgendwann ein Loch ist in der Brust.
Ob ich mich auch nur mit meiner Zwillingsschwester
als ganzer Mensch fühlte.
"Auch", Charlize.
Es ist Zeit.
Happy Birthday.
Danke, Mama.
Hm... Steine?
- Pullover. - Danke.
- Aufmachen. - Ja.
Danke, Mama.
(Leises, elektrisches Surren)
(Exotische Musik)
(Flüsternd) Das bin ja ich.
(Tür fällt zu)
Happy Birthday, Mum.
Schön.
Selbstgemacht? Erstaunlich, wie schnell du kochen und backen gelernt hast.
Ja, ich wundere mich auch.
Luise?
(Flüsternd) Du bist Luise.
Mama.
(Weinend) Mein Kind.
Mein liebes, liebes Kind.
(Melancholische Musik)
Hey.
Sie wollte mich vor deinen vielen Frauengeschichten warnen.
- Das musst du löschen. - (Lachend) Ja, genau.
(Husten) (Leni) Oh Mann.
Ich kann vorm Frühstück gehen, damit du keine Probleme bekommst.
Geh alleine.
Luise?
Was ist denn los?
- Sie ist total heiß. - Gib ihr doch eine Aspirin.
Quatsch, sie ist noch ein Kind.
Okay, soll ich die Rettung rufen? Entschuldigung.
Komm mal her. Ich habe eine bessere Idee.
Ich muss mich jetzt um Luise kümmern. Wir sehen uns morgen im Theater.
Kleines Biest.
- Wo fahren wir hin? - Pst.
Im Bus bist du immer gesund geworden.
Schlaf schön, mein Engel.
Das war der größte Fehler meines Lebens, Luise.
Und es tut mir wahnsinnig, wahnsinnig leid.
Wirklich.
Ich war mit Lotte im Krankenhaus.
Leistenbruch mit gerade mal acht Monaten.
An dem Abend hat dein Vater im Krankenhaus angerufen und gesagt,
dass er noch an diesem Abend nach Südafrika fliegen muss.
Ich habe am Telefon ganz panisch reagiert.
Dann war der Jan ganz ruhig und hat gesagt,
dass er dich mitnimmt, Luise.
Er und Mo würden mit einem Kind schon klarkommen.
Hast du mich vermisst?
Natürlich habe ich dich vermisst.
Es tut mir so, so leid.
Ich kann verstehen, wenn ihr uns jetzt hasst.
Wir haben die Serengeti gesehen, sind den Kilimandscharo rauf, fast.
Jan ist bei 4000 Metern mit mir umgekehrt.
Nur Mo hat den Gipfel geschafft.
Wir haben im Bus gelebt, und abends hatte Jan seine Konzerte.
Ich war immer froh, wenn ich im Internet was über die Band gefunden habe.
Weil, dann...
Dann wusste ich immer, dass es euch gut geht.
Wir müssen Lotte anrufen. Sie hat bestimmt großes Heimweh nach dir.
Und du sicher auch nach ihr.
Und ich nach meiner Schwester.
Und nach Jan, oder?
Da hast du uns beide zusammen.
Ihr beiden raffinierten Mädels.
Komisch. Lotte hätte sich eigentlich schon längst melden müssen.
(Lotte hustet)
(Jan) Klingt aber nicht gut.
Du glühst ja.
Warum funktioniert das heute nicht?
(Handy klingelt)
- Ich kann nicht. - Hier ist Charlize.
(Reifen quietschen laut)
- Charlize? - (Lotte) Was ist?
Pst. Woher hast du die Nummer?
Von Luise.
Luise?
Luise ist bei mir, Jan.
- Was? - Willst du sie sprechen?
Hier ist Luise. Das Mädchen bei dir ist Lotte.
- Wie geht es ihr? - Lotte.
Luise, äh, Lotte, Luise fragt, wie es dir geht.
Sag, mein Handy ist kaputt.
- Ihr Handy ist kaputt. - Ach, deshalb.
Sie hat hohes Fieber.
- Sie hat hohes Fieber. - Was?
Was ist denn? Wie schlimm ist es denn?
- Wir fahren ins Krankenhaus. - Wir fahren nach Salzburg.
- Nein, auf keinen Fall. - Warum denn nicht?
Nicht mit dem Auto.
Nehmt den Flieger. Das ist sicherer und schneller.
Gut.
Lotte.
Meine Lotte.
Es wird alles gut.
- (Luise) Wo geht es lang? - Ich glaube, da vorne links, erste Tür.
(Hundegebell)
Pepperl!
Luise, du bist doch gerade noch im Bett gelegen.
- Hi, Mo. - Hallo.
Erklär du es ihm, Mama.
- Äh... Charlize? - Ja, ich bin's, leibhaftig.
Das ist ja eine Überraschung.
Für uns alle. Das kranke Mädchen ist Lotte. Bei mir war die ganze Zeit Luise.
Die Luise, die mit uns war, war nicht die richtige?
Die haben sich im Camp kennengelernt und die Rollen getauscht.
Der Pepperl hat es gewusst. Und niemand hat dir geglaubt.
Keiner sagt mehr "dummer Hund" zu dir. Lauf.
Hepp, oh, na...
Jan!
Hey. Hallo, Jan.
(Luise) Lotte!
- Wie geht es dir? - Geht so.
- Ich habe mir Wickel gemacht. - Hoffentlich lauwarme.
- Nein, heiße. - Gratuliere.
Das hat das Fieber noch mal hochgetrieben.
Fieber soll ja bekanntlich heilsam sein.
Meine Kinder.
- Ihr beiden habt es uns aber gezeigt. - Ja.
Danke, dass du gekommen bist.
Das war selbstverständlich.
- Du siehst müde aus. - Ich hatte Angst um Lotte.
Was können wir denn machen?
Das Fieber wird bald sinken. Für die Premiere könnte es gehen.
Familie wirkt ja manchmal Wunder.
Gnädige Frau, Herr Professor.
- Oh, Herr Professor. - Oh, Herr Professor.
Ah ja, die doppelte Portion Frechheit.
- Wollt ihr was trinken? - Ja, gerne.
(Verträumte Musik)
(Musik wird dramatischer)
♪ Ein Männlein steht im Walde Ganz still und stumm ♪
♪ Es hat von lauter Purpur Ein Mäntlein um ♪
♪ Sagt, wer mag das Männlein sein... ♪
(Sie ächzen) (Alle lachen)
(Musik verklingt)
- (Luise) Wer hat sich das ausgedacht? - Das mit den Pilzen war Lenis Idee.
Wenigstens sieht sie hübsch aus.
Jan hatte schon immer Geschmack.
(Publikum jubelt)
Kommt, wir machen ein Selfie für Ama. Bitte lächeln.
(Exotische Musik)
(Unverständliche Gespräche)
Wollen wir mal langsam nach Hause? Ich sage Jan tschüss.
- Hey. - Gratuliere, Jan.
- Danke. - Hat uns gefallen.
- Habe euch gesehen. - Ja?
Ich fahre mit den Kindern schon mal nach Hause zu dir.
- Ich komme dann nach. - Ja, aber kein Stress.
Genieß es. Ist dein großer Abend, Jan. Ist deine Premiere. Feiere.
- Tschau. - Tschüss.
- Gute Nacht, tschüss. - Tschau.
(Charlize) Kommt ihr?
- Gratulation. - Hey.
- Gratuliere dir. Super Zusammenarbeit. - Danke.
- Wer ist das andere Kind? - Das ist Luise.
Äh, Lotte. Also...
Luise war eigentlich Lotte. Aber jetzt ist Luise wieder da.
Du weißt ja, dass Luise bei mir aufgewachsen ist.
- Du bist Vater von Zwillingen. - Ja.
Ich wusste nicht, dass sie von einander wissen.
- Gut eingefädelt von deiner Exfrau. - Die weiß es auch erst seit gestern.
Mit einer Frau bist du nicht mehr zusammen
und mit einer Frau bist du noch nicht zusammen.
Es gibt überall Frauen, mit denen ich noch nicht oder nicht mehr zusammen bin.
'tschuldige.
'tschuldige auch, Jan.
Leni.
- Mein Lieblingspizzabäcker. - Mhm.
In Afrika hatten wir mal so eine große Pizza,
dass das ganze Dorf davon satt wurde.
Klar, ungefähr wie 1000 Pizzen aneinander.
- Wie soll es jetzt weitergehen? - Genau.
Wie habt ihr beiden euch das jetzt vorgestellt?
Dass wir ab jetzt für immer zusammen sein dürfen.
Dann braucht ihr uns auch nie wieder etwas zu schenken.
Wir hätten euch nie auseinanderreißen dürfen.
Das stimmt.
Das war ein Riesenfehler.
Den wir nicht wiedergutmachen können.
Aber wisst ihr, was wir versuchen können?
Wir können versuchen, ab jetzt...
bessere Eltern für euch zu sein.
Wenn ihr Lust habt, dürft ihr bei eurer Mutter in Frankfurt leben.
Und mich kommt ihr in den Ferien besuchen.
Das würdest du für sie tun?
Du hast mich nie für sehr liebesfähig gehalten.
Ja, ich wäre bereit zu verzichten.
- Wir wollen Mutter und Vater. - Habt ihr ja.
- Zusammen. - Manche Wünsche sind unerfüllbar.
Was würdet ihr davon halten, wenn Lotte und ich nach Salzburg ziehen?
- Ja. - Du?
- Ja. - Hierher?
Klar.
Ist ja grundsätzlich egal, von wo aus ich arbeite.
- Mama. - Ja.
Vielleicht ergibt sich was Neues hier.
Vorausgesetzt, wir finden eine Wohnung, wo ihr euer eigenes Kinderzimmer habt.
- Und ein Zimmer für Ama. - Wenn sie uns besucht.
- Die geht lieber ins Hotel. - Hotel Stein. Gibt es hier.
- Genau. - Das lässt sich organisieren.
Und, ist das in etwa das, was ihr euch am See vorgestellt habt?
- In etwa. - In etwa.
Das ist mehr Glück, als wir eigentlich verdienen.
Aber nicht mehr, als wir ertragen.
- Ich könnte noch mehr Glück vertragen. - Ja, ich auch.
Ihr dürft jetzt ins Bett gehen.
- Papa, das ist feige. - Du kneifst.
Keine Widerrede. Ab ins Bett, ja?
- Plötzlich sind sie sich einig. - Obwohl sie sich noch nie einig waren.
- Gute Nacht, ihr zwei. - Nacht.
(Heitere Musik)
Und jetzt?
Sie reden. Papa bringt Mama ein Glas.
- Er berührt sie am Arm. - Irgendwann küsst er sie.
- Nee. - Warte es ab.
Was würden die tun, wenn es uns nicht gäbe?
(Ama) Und was auch immer aus den Erwachsenen würde,
am Ende hatten die beiden sich.
Und das war gut so.
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